{"id":29408,"date":"2015-12-08T08:56:17","date_gmt":"2015-12-08T07:56:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408"},"modified":"2015-12-08T09:38:45","modified_gmt":"2015-12-08T08:38:45","slug":"hinweise-des-tages-2519","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h01\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h02\">West &lsquo;ignored Russian offer in 2012 to have Syria&rsquo;s Assad step aside&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h03\">Quantitative Easing (QE) And Public Investment<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h04\">SPD-Spitze droht Showdown<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h05\">Deutschland l&auml;uft hei&szlig;&rdquo; &ndash; der Faktencheck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h06\">Ausverkauf in Portugal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h07\">Die schleichende Revolution &ndash; Wie der Neoliberalismus die Demokratie zerst&ouml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h08\">Steueroasen (I) &ndash; &uuml;ber ein weltweites Schattensystem und seine Hinterm&auml;nner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h09\">Wir k&ouml;nnen uns nicht von Milliard&auml;ren abh&auml;ngig machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h10\">Konzerne mit Frauen im Vorstand haben eine 36 Prozent h&ouml;here Profitrate<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h11\">Armutsrisiko im Alter wird vielfach untersch&auml;tzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h12\">Sachverst&auml;ndigenrat will Reform &ndash; 25 prozentige Arbeitsunf&auml;higkeit soll m&ouml;glich sein!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h13\">Immobilienpreise steigen immer weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h14\">Dossier zum Untersuchungsausschuss in BW &ndash; NSU und (k)ein Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h15\">Junge Wissenschaftler: Wo ist hier der Notausgang?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h16\">Privatschulen: der Ausverkauf des Bildungssystems<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h17\">Leistungseliten haben wir eigentlich nirgendwo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h18\">Heute Abend kommt &bdquo;Die Anstalt&ldquo;!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Xenophobie als Wirtschaftspolitik<\/strong><br>\nAu&szlig;enpolitik-Experten schreiben den j&uuml;ngsten Wahlerfolg des rassistischen Front National (FN) weniger den Anschl&auml;gen in Paris als vielmehr der von Berlin diktierten Austerit&auml;tspolitik und der von Deutschland mitverursachten &ouml;konomischen Schw&auml;che Frankreichs zu. Die Wahlergebnisse des FN seien schon lange vor den Attentaten steil angestiegen, hei&szlig;t es in einer aktuellen Analyse aus der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP). Viele Franzosen n&auml;hmen &ldquo;den Verlust der nationalen Souver&auml;nit&auml;t&rdquo; in der Eurokrise &ldquo;als Bedrohung des franz&ouml;sischen sozialen Modells wahr&rdquo;; die FN-Forderung, Frankreich solle &ldquo;aus dem Euro austreten&rdquo; und dem nationalen Markt Vorrang einr&auml;umen, gewinne deshalb stark &ldquo;an Resonanz&rdquo;. Tats&auml;chlich sind mit Nicolas Sarkozy und Fran&ccedil;ois Hollande zwei franz&ouml;sische Staatspr&auml;sidenten unterschiedlicher politischer Orientierung bei dem Versuch gescheitert, die f&uuml;r die franz&ouml;sische Wirtschaft sch&auml;dlichen deutschen Austerit&auml;tsdiktate zu durchbrechen und auf diese Weise die Voraussetzung f&uuml;r einen &ouml;konomischen Wiederaufstieg des Landes zu schaffen. Dass Berlin sie daran gehindert hat, ist beileibe nicht die einzige, aber doch eine wichtige Ursache f&uuml;r den Aufstieg des FN.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59268\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die &Uuml;berschrift passt zwar nicht zur Hauptaussage dieses Artikels. Aber die Analyse ist richtig. Eine von mehreren Ursachen des beachtenswerten Zuwachses der Front National ist der Export von Arbeitslosigkeit Deutschlands zu seinen europ&auml;ischen Nachbarn und der von Deutschland und &auml;hnlich gelagerten Nationen Europas ausgehenden Zwang, Sozialstaatlichkeit bei befreundeten Nationen abzubauen. &ndash; Wie wir auf den NachDenkSeiten schon oft analysiert und beschrieben haben, hat die deutsche Bundesregierung die Fehlkonstruktion der W&auml;hrungsunion ausgenutzt. Eine W&auml;hrungsunion kann nur bl&uuml;hen und gedeihen, wenn daf&uuml;r gesorgt wird, dass die Wettbewerbsf&auml;higkeiten und damit auch die Leistungsbilanzen der einzelnen V&ouml;lker sich einigerma&szlig;en ausgeglichen entwickeln. Deutschlands Regierung hat auf Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse gesetzt und sich in diesem scheinbaren Erfolg gesonnt -sozusagen ohne R&uuml;cksicht auf Verluste. Die Ergebnisse sind Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche und finanzielle Schwierigkeiten in vielen Nachbarstaaten. In einigen &auml;u&szlig;ert sich das dann in der Flucht gerade der meist betroffenen Arbeitnehmer und ihrer Familien nach rechts, in anderen L&auml;ndern in einer Bewegung nach links. Je nachdem, wer gerade als Ansprechpartner zur Verf&uuml;gung steht. In Frankreich die FN, in Gro&szlig;britannien Corbyn und in Griechenland Tsipras.<\/em><br>\n<em>Hinzu kommt dann noch die Verletzung der Souver&auml;nit&auml;t unserer Freunde in Europa dadurch, dass die deutsche Regierung ihnen die Gestaltung ihrer inneren Ordnung aufgezwungen hat. Die Stichworte sind Privatisierung, Abbau der Sozialstaatlichkeit, Senkung der Renten und der Rechte der Arbeitnehmerschaft, Schw&auml;chung der Gewerkschaften usw..<\/em><br>\n<em>Auf diesem von Merkel, Sch&auml;uble, Schr&ouml;der, Gabriel, M&uuml;ntefering und dann auch Hollande geschaffenen Sumpf wachsen Bl&uuml;ten wie die Rechtsradikalen Frankreichs.<\/em><br>\n<em>Es gibt auch andere Gr&uuml;nde f&uuml;r das gute Abschneiden. Das sei nur kurz angedeutet:<\/em><\/p>\n<ul><\/ul><\/li>\n<li><em>Manche der angeblich nicht rechtsradikalen Parteien und F&uuml;hrer Europas und seiner L&auml;nder reden wie Rechte und sie handeln danach. Wenn Milit&auml;roperationen als selbstverst&auml;ndliche L&ouml;sung von Konflikten dargestellt werden, dann zahlt das auf Parteien aus, die Gewalt unter den Menschen und V&ouml;lkern ohnehin f&uuml;r notwendig halten.<\/em><\/li>\n<li><em>Eng damit verbunden ist eine erstaunlich falsche Wahlstrategie, die sich &uuml;berall festsetzt wie eine Klette: man m&uuml;sse in die Mitte, also in Richtung der Rechten r&uuml;cken, um ihnen das Wasser abzugraben. Diese Strategie hat (fast) noch nie gestimmt. Aber sie ist so popul&auml;r wie falsch.<\/em><\/li>\n\n<li><strong>Was Le Pens Triumph f&uuml;r Europa bedeutet<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union ist nat&uuml;rlich der Hauptfeind des FN: Br&uuml;ssel gilt den Rechtsextremen als Verfechter eines &ldquo;aufgezwungenen F&ouml;deralismus&rdquo; und einer brutalen Austerit&auml;tspolitik. Die Politiker im Europ&auml;ischen Parlament sind f&uuml;r sie volksferne Handlanger der Globalisierung und Befehlsempf&auml;nger des Weltw&auml;hrungsfonds und der USA. Die EU ist eine anonyme Maschinerie, verantwortlich f&uuml;r Frankreichs marode Wirtschaft und die dramatische Zunahme der Arbeitslosigkeit.<br>\nDie Europ&auml;ische Union ist nat&uuml;rlich der Hauptfeind des FN: Br&uuml;ssel gilt den Rechtsextremen als Verfechter eines &ldquo;aufgezwungenen F&ouml;deralismus&rdquo; und einer brutalen Austerit&auml;tspolitik. Die Politiker im Europ&auml;ischen Parlament sind f&uuml;r sie volksferne Handlanger der Globalisierung und Befehlsempf&auml;nger des Weltw&auml;hrungsfonds und der USA. Die EU ist eine anonyme Maschinerie, verantwortlich f&uuml;r Frankreichs marode Wirtschaft und die dramatische Zunahme der Arbeitslosigkeit.<br>\nAber auch Deutschland bekommt sein Fett weg: Kanzlerin Angela Merkel gilt als Domina der monet&auml;ren H&auml;rte, die ein &ldquo;deutsches Europa&rdquo; durchsetzen wolle. Die regierenden Sozialisten von Staatschef Hollande gei&szlig;eln sie als unterw&uuml;rfige Diener Berlins.<br>\nDer FN pl&auml;diert deshalb f&uuml;r den R&uuml;ckzug in eine abgeriegelte &ouml;konomische Wagenburg. Doch damit w&auml;ren nicht nur Europas Exportchancen dahin. Eine Wiedereinf&uuml;hrung der Landesw&auml;hrungen w&uuml;rde unter den Staaten Europas einen selbstm&ouml;rderischen Abwertungskampf ausl&ouml;sen &ndash; mit weitreichenden Konsequenzen f&uuml;r den gesellschaftlichen Zusammenhalt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/frankreich-der-triumph-des-fn-bei-den-regionalwahlen-a-1066470.html#\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Steht das eigentlich im Arbeitsvertrag der Spiegel-Redakteure, dass in jedem Artikel, zu welchen Thema auch immer, neoliberale Propaganda unter zu bringen ist? <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Diese &ldquo;Analyse&rdquo; bzw. der Kommentar des SPIEGEL ist eine einzige Frechheit, aber bei der tiefen Verstrickung in die neoliberale Bewegung vielleicht gar nicht mehr anders m&ouml;glich. So wird der SPIEGEL untergehen, und zwar zu Recht. Grunds&auml;tzlich ist es interessant, da&szlig; der SPIEGEL den Gro&szlig;teil der Ursachensuche im Feld der &Ouml;konomie betreibt, m. E. berechtigt. &ldquo;Balsam f&uuml;r eine Bev&ouml;lkerung, die erlebt, wie Einkommen und soziale Errungenschaften durch die weltweite Konkurrenz der aufsteigenden Industrienationen verloren gehen.&rdquo; &ndash; das &uuml;bliche SPIEGEL-Narrativ: Frankreich stellt sich der Globalisierung nicht und verweigert sich den &ldquo;schmerzhaften, aber notwendigen Reformen&rdquo;. In Wahrheit ist es vor allem die Lohndumping-Politik der Deutschen, die die franz&ouml;sische Wirtschaft ruiniert, und eine Kopie der Lohndumping- und Sozialabbau-Politik w&uuml;rde die franz&ouml;sische Wirtschaft nur (noch mehr) kaputt machen. Nicht die Franzosen, sondern die Deutschen zerst&ouml;ren die EU. &ldquo;Die Europ&auml;ische Union ist nat&uuml;rlich der Hauptfeind des FN: Br&uuml;ssel gilt den Rechtsextremen als Verfechter [&hellip;] einer brutalen Austerit&auml;tspolitik.&rdquo; &ndash; Genau das ist die EU unter der Knute von Merkel und Sch&auml;uble. &ldquo;Aber auch Deutschland bekommt sein Fett weg: Kanzlerin Angela Merkel gilt als Domina der monet&auml;ren H&auml;rte, die ein &ldquo;deutsches Europa&rdquo; durchsetzen wolle. Die regierenden Sozialisten von Staatschef Hollande gei&szlig;eln sie als unterw&uuml;rfige Diener Berlins.&rdquo; &ndash; Abz&uuml;glich der Wahlkampfpolemik f&uuml;r mich eine realistische Beschreibung; f&uuml;r den SPIEGEL nat&uuml;rlich nicht, obwohl er exakt diese Austerit&auml;tspolitik fordert. &ldquo;Eine Wiedereinf&uuml;hrung der Landesw&auml;hrungen w&uuml;rde unter den Staaten Europas einen selbstm&ouml;rderischen Abwertungskampf ausl&ouml;sen &ndash; mit weitreichenden Konsequenzen f&uuml;r den gesellschaftlichen Zusammenhalt.&rdquo; &ndash; Totaler Quark, dreiste Realit&auml;tsleugnung. Den Abwertungswettkampf hat Deutschland sp&auml;testens mit der Einf&uuml;hrung des Euro im Jahr 1999 gestartet und alles daran gesetzt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu zerst&ouml;ren; erst im eigenen Land, dann im Rest der EU. Seit 2010 hat Deutschland diesen in der Tat &ldquo;selbstm&ouml;rderischen&rdquo; Kurs noch versch&auml;rft (&ldquo;alle L&auml;nder m&uuml;ssen wettbewerbsf&auml;higer werden&rdquo;, Angela Merkel), aber diese Offensichtlichkeit geht am SPIEGEL vorbei. &ldquo;Das Programm des Front National ist das genaue Gegenteil dessen, was f&uuml;r eine Wiederbelebung der Wirtschaft gebraucht wird&rdquo;, sagte Pierre Gattaz von Frankreichs Arbeitgeberverb&auml;nden in einem Interview vor der Regionalwahl.&gt;&rdquo; &ndash; Konsequenterweise hat ein Vertreter der franz&ouml;sischen Arbeitgeberverb&auml;nde (!!) das letzte Wort; der SPIEGEL wei&szlig;, was sich geh&ouml;rt und wem er immer zu Diensten ist. Die realen N&ouml;te der Arbeitslosen, Rentner und prek&auml;r Besch&auml;ftigten in Frankreich, die sich im Wahlergebnis widerspiegeln, interessieren den SPIEGEL kein bi&szlig;chen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Front National siegt bei Regionalwahl &ndash; Doch der Aufstieg kann beendet werden<\/strong><br>\nViele W&auml;hler haben den Front National vor allem aus Entt&auml;uschung &uuml;ber die sozialdemokratische Regierung Hollandes gew&auml;hlt. Bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen 2012 konnte Fran&ccedil;ois Hollande den Amtsinhaber Nicolas Sarkozy knapp schlagen, weil die Sozialdemokraten viele soziale Versprechungen machten. Er ist der erste sozialdemokratische Pr&auml;sident seit dem Jahr 1995. Dementsprechend l&ouml;ste sein Wahlsieg gro&szlig;e Begeisterung und Hoffnung auf ein Ende der unsozialen und kriegerischen Politik aus. Doch Hollande h&auml;tte seine Wahlversprechen kaum schneller und gr&uuml;ndlicher brechen k&ouml;nnen. Die offizielle Arbeitslosenquote ist mit elf Prozent doppelt so hoch wie in Deutschland. Nach offiziellen Angaben haben von den jungen Menschen 26 Prozent keine Arbeit. Die Arbeitslosenzahlen stiegen mit 3,225 Millionen im M&auml;rz 2013 auf den H&ouml;chstwert der franz&ouml;sischen Geschichte. Doch statt Arbeitspl&auml;tze im &ouml;ffentlichen Dienst zu schaffen, wie im Wahlkampf versprochen, erh&ouml;ht Hollande die Mehrwertsteuer auf zwanzig Prozent und die Mindestbeitragszeit f&uuml;r den Erhalt der vollen Rente auf 43 Jahre. Durch die hohe Arbeitslosigkeit liegt f&uuml;r viele Menschen eine so lange Arbeitszeit allerdings au&szlig;erhalb jeder Vorstellungskraft. Auch die sogenannten Macron-Gesetze d&uuml;rften dazu beigetragen haben,seine mehr als 200 Bestimmungen machen es f&uuml;r Arbeiter schwerer, gegen ungerechtfertigte Entlassungen zu klagen, dagegen f&uuml;r Unternehmer leichter, von Besch&auml;ftigten &Uuml;berstunden an Sonntagen ohne &Uuml;berstundenzuschl&auml;ge zu verlangen. Au&szlig;erdem werden juristische und medizinische Geb&uuml;hren grundlegend neu geregelt und zahlreiche staatliche Unternehmen sollen privatisiert werden. Der Front National hat erkl&auml;rt, dass sie viele dieser Gesetze zur&uuml;cknehmen w&uuml;rde und sie einen Staat wollen, der privatisierte Firmen verstaatlicht oder zumindest weitere Privatisierungen verhindert. Mit diesen Forderungen haben sie sich in wirtschaftspolitischen Fragen links von der Sozialdemokratie positioniert, was bei vielen W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern gut ankommt. Nicht wenige W&auml;hlerinnen sagen, dass der FN wirtschaftspolitisch links von der Sozialdemokratie stehe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/front-national-siegt-bei-regionalwahl-doch-der-aufstieg-kann-beendet-werden\/\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein Brief aus Frankreich<\/strong><br>\nLieber G&ouml;tz Eisenberg,<br>\nhier haben wir also den Ausnahmezustand, der zun&auml;chst nur f&uuml;r drei Monate beschlossen wurde, inzwischen aber f&uuml;r sechs weitere Monate gelten soll und sich scheu&szlig;lich anf&uuml;hlt.<br>\nMorgen sind Regionalwahlen, und ab &uuml;bermorgen wird fl&auml;chendeckend der Front National in die Verwaltungen einziehen, die sich mit allen m&ouml;glichen Themen der franz&ouml;sischen Infrastruktur zu befassen haben, nur ausgerechnet nicht mit der &bdquo;nationalen Sicherheit&ldquo;.<br>\nZu diesem Thema habe ich mir die letzten Wochen heftig den Kopf zerbrochen, einfach um herauszukriegen, was genau passiert ist, und ich bin zu folgender Diagnose der Wirklichkeit gekommen:<br>\nAm 13. November haben ein paar junge M&auml;nner aus den franz&ouml;sischen Banlieues und einem Br&uuml;ssler &bdquo;Problem&ldquo;-Vorort in Paris ein Massaker angerichtet (zwei der im Bataclan Get&ouml;teten waren Freunde unseres Sohnes, sie waren mit ihrem vierj&auml;hrigen Kind und der Gro&szlig;mutter im Konzert gewesen, und alle drei Erwachsenen sind erschossen worden, das Kind wurde vier (!) Stunden nach dem Attentat lebendig unter den Leichen seiner Angeh&ouml;rigen entdeckt).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/132526\/ein-brief-aus-frankreich\">Birgit Vanderbeke auf dem Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>West &lsquo;ignored Russian offer in 2012 to have Syria&rsquo;s Assad step aside&rsquo;<\/strong><br>\nSenior negotiator describes rejection of alleged proposal &ndash; since which time tens of thousands have been killed and millions displaced<br>\nRussia proposed more than three years ago that Syria&rsquo;s president, Bashar al-Assad, could step down as part of a peace deal, according to a senior negotiator involved in back-channel discussions at the time.<br>\nFormer Finnish president and Nobel peace prize laureate Martti Ahtisaari said western powers failed to seize on the proposal. Since it was made, in 2012, tens of thousands of people have been killed and millions uprooted, causing the world&rsquo;s gravest refugee crisis since the second world war.<br>\nAhtisaari held talks with envoys from the five permanent members of the UN security council in February 2012. He said that during those discussions, the Russian ambassador, Vitaly Churkin, laid out a three-point plan, which included a proposal for Assad to cede power at some point after peace talks had started between the regime and the opposition.<br>\nBut he said that the US, Britain and France were so convinced that the Syrian dictator was about to fall, they ignored the proposal.<br>\n&ldquo;It was an opportunity lost in 2012,&rdquo; Ahtisaari said in an interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2015\/sep\/15\/west-ignored-russian-offer-in-2012-to-have-syrias-assad-step-aside\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Diese Vorg&auml;nge machen die Entscheidung zum Milit&auml;reinsatz besonders schlimm.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Quantitative Easing (QE) And Public Investment<\/strong><br>\nSince the start of this year the ECB has been applying &ldquo;quantitative easing&rdquo; (QE), i.e. a program injecting large amounts of money into the economy. Every month the ECB is buying 60 billion euros of government bonds and in so doing injects the same amount of money into the economy. Up to today the total amount of liquidity injection approaches 700 billion euros.<br>\nThere can be little doubt that this massive injection of liquidity by the ECB has had a positive effect on exports. It led to a depreciation of the euro vis-&agrave;-vis the major currencies (dollar, pound sterling) and boosted competitiveness of Eurozone exporters compared to the rest of the world.<br>\nHowever, it becomes increasingly clear that QE alone is insufficient to pull the Eurozone economies out of their lethargic growth. In fact, in the second quarter of this year, growth slowed down again. There is a fear that in the next few years economic growth will remain subdued. An expanded version of QE will not solve this problem.<br>\nAll this should not come as a surprise. Economists have been warning for a long time that when interest rates are close to zero, quantitative easing alone will not be able to stimulate the economy. The reason is that when the interest rates are close to zero the liquidity that the central bank is creating does not easily filter into the real economy. Most of it is hoarded because the opportunities to find attractive rates of return are limited. Many financial institutions then prefer to accumulate the extra liquidity created by the ECB without doing anything productively with it. This is the well-known liquidity trap.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.socialeurope.eu\/2015\/12\/quantitative-easing-qe-and-public-investment\/\">Paul DeGrauwe auf Social Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>SPD-Spitze droht Showdown<\/strong><br>\nDer SPD-Vorstand wollte dem Parteitag ein wirtschaftsfreundliches Papier zu TTIP vorlegen. Nach interner Kritik muss er es &uuml;berarbeiten.<br>\n&Uuml;ber das brisanteste Thema diskutiert die SPD auf ihrem Parteitag ganz am Schluss. Die Regie hat die Debatte &uuml;ber die Freihandelsabkommen TTIP und Ceta f&uuml;r Samstag angesetzt. Als vorletzten Tagesordnungspunkt am dritten Tag also, danach wird noch ein Mitmach-Preis verliehen. TTIP unter ferner liefen, wenn viele Delegierte schon im Zug sitzen? Das kann Zufall sein, glauben muss man das nicht.<br>\nSchlie&szlig;lich hat die SPD-Spitze um Sigmar Gabriel kein Interesse daran, den Freihandelsstreit anzuheizen, der die SPD lange besch&auml;ftigt. Viele Genossen finden private Schiedsgerichte falsch, die in den Vertr&auml;gen eine Rolle spielen sollen. Die Genossen f&uuml;rchten sinkende Sozialstandards oder unfairen Investorenschutz. Gabriel, nicht nur SPD-Chef, sondern auch Wirtschaftsminister, versuchte die Skepsis mit roten Linien zu beruhigen. Doch auf dem Parteitag droht ein Showdown. TTIP- und Ceta-Kritiker k&ouml;nnten Gabriels Kurs torpedieren.<br>\n68 Antr&auml;ge aus Unterbezirken liegen vor. Die meisten sind kritisch im Ton, manche fordern gar den sofortigen Stopp der Verhandlungen. Der SPD-Vorstand wollte urspr&uuml;nglich mit einem wirtschaftsfreundlichen Vorschlag ins Rennen gehen. Er beschloss vor gut einer Woche eine Vorlage mit dem Titel &bdquo;Globalisierung gestalten &ndash; fairen Handel erm&ouml;glichen&ldquo;, welche die Vorteile des weltweiten Handels betont. Die Abkommen b&ouml;ten die Chance, &bdquo;die wirtschaftliche Globalisierung politisch zu gestalten&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Papier, das der taz vorliegt. Wenn die SPD keine Regeln festlege, w&uuml;rden die niedrigsten Standards und Dumpingl&ouml;hne in der Welt dominieren. Zwar erw&auml;hnt der Vorstand auch die kritischen Forderungen, die ein Parteikonvent im September 2014 beschlossen hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Sozialdemokraten-und-TTIP\/!5258447\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der gesamte Vorgang ist komplett abstrus. Da die Inhalte und konkreten Formulierungen des TTIP-Abkommens Verschlusssache sind, kann Sigmar Gabriel nat&uuml;rlich auch nicht mit konkreten Inhalten argumentieren. Also preist er die generellen Vorz&uuml;ge des &bdquo;Freihandels&ldquo; &hellip; als Vorsitzender der FDP w&auml;re dies sicher ein gangbarer Weg, aber f&uuml;r die SPD m&uuml;sste sich Gabriel schon was &bdquo;Schlaueres&ldquo; einfallen lassen. Im Grunde muss er als ausgemachter Freund des Freihandels, der in diesem konkreten Fall keine konkreten Aussagen machen kann und darf, eine Blankounterschrift einfordern und der Partei ein &bdquo;Vertraut mir&ldquo; entgegenrufen. Die SPD w&auml;re sehr gut beraten, ihrem gro&szlig;en Vorsitzenden (nicht nur) in diesem Punkt aber gerade eben nicht zu vertrauen. Und der im taz-Artikel angesprochene <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/20140920_parteikonvent_beschluss_ttip.pdf\">Entschluss des Parteikonvents [PDF &ndash; 83,1 KB]<\/a> steht ja auch noch im Raum. Kann ein Parteivorsitzender gegen den ausdr&uuml;cklichen Willen seiner Partei handeln? Ja, das kann er. Die entscheidende Frage ist, ob die Partei dies so hinnimmt. <\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: B&uuml;rger protestieren gegen TTIP und CETA<\/strong><br>\nMehrere tausend B&uuml;rger haben am Vormittag SPD-Gesch&auml;ftsstellen in ganz Deutschland aufgesucht, um gegen TTIP und CETA zu protestieren. Das sind geplante und seit l&auml;ngerem umstrittene Handelsabkommen zwischen der Europ&auml;ischen Union mit den USA beziehungsweise Kanada.<br>\nDie Sozialdemokraten sollen die Abkommen auf ihrem am Donnerstag beginnenden Bundesparteitag ablehnen, fordern die Protestierenden in einem offenen Brief. Sie kritisieren unter anderem, dass die Abkommen hinter verschlossenen T&uuml;ren verhandelt w&uuml;rden und lehnen beispielsweise m&ouml;gliche Sonderklagerechte von Unternehmen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.radiobremen.de\/politik\/nachrichten\/demo-ttip100.html\">Radio Bremen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutschland l&auml;uft hei&szlig;&rdquo; &ndash; der Faktencheck<\/strong><br>\n&ldquo;Job- und Konjunkturboom &ndash; Deutschland l&auml;uft hei&szlig;&rdquo;, hie&szlig; es gestern bei SPON, in einem Artikel der stundenlang die Headline Nummer 1 auf der Webseite war. &ldquo;Jobs gibt&rsquo;s in H&uuml;lle und F&uuml;lle&rdquo; gipfelte es! Grund genug der Substanz dieser und anderer Behauptungen mit einem Faktencheck auf den Grund zu gehen. Nicht unerwartet bleibt dann von den hei&szlig;en Thesen, nur viel hei&szlig;e Luft &uuml;brig!<br>\nWirklich verr&uuml;ckt, was Mainstreammedien f&uuml;r Headlines generieren. Ebenso das fast jede aufgestellte These im Artikel ohne Substanz ist bzw. nur eine oberfl&auml;chliche Sicht zeichnet. &ldquo;Konjunkturboom &ndash; Deutschland l&auml;uft hei&szlig;&rdquo;, &hellip;&hellip;ja ganz sicher, bei einem realen BIP im 3. Quartal 2015 von +0,3% zum Vorquartal und von +1,8% zum Vorjahresquartal, l&auml;uft da gar nichts hei&szlig;, au&szlig;er der Autor bei SPON&hellip;.<br>\nWeiter bei SPON: &ldquo;Das deutsche Gesch&auml;ftsmodell funktioniert nicht mehr wie fr&uuml;her. Wenn die Globalisierung auf dem R&uuml;ckschritt ist, wenn Schwellenl&auml;nder nicht mehr so schnell wachsen, wenn sich die Terrorangst in Managerk&ouml;pfen festsetzt, dann ist die offene bundesrepublikanische Volkswirtschaft davon st&auml;rker betroffen als andere f&uuml;hrende Wirtschaftsnationen.&rdquo; &hellip;Das klingt plausibel, ist aber bisher von der Datenlage her nicht zu best&auml;tigen. Im Gegenteil das Nettoexportmodell l&auml;uft aktuell ungebrochen, der Au&szlig;enbeitrag zum BIP ist riesig, der Nettoexportmeister Deutschland in Form, genau diese enormen Ungleichgewichte mit der Welt, sind aber ein Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/deutschland-laeuft-heiss-der-faktencheck\/\">Querschuesse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein sehr guter Beitrag mit vielen interessanten Grafiken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ausverkauf in Portugal<\/strong><br>\nPortugal dient gerade in Deutschland als Beleg daf&uuml;r, dass die von Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Sch&auml;uble verordnete Euro-Rettungspolitik eben doch funktioniert &ndash; trotz des Griechenland-Desasters.<br>\nEin Erfolg Portugals h&auml;tte f&uuml;r die &bdquo;Hilfsstrategie der Eurozone unsch&auml;tzbare Symbolkraft&ldquo;, erkl&auml;rte das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft. Und tats&auml;chlich: Die &bdquo;Rettung&ldquo; Portugals in der Finanzkrise ist eine echte Erfolgsstory! Allerdings nicht f&uuml;r portugiesische Arbeitnehmer, Rentner, Kinder und Jugendliche sondern vor allem f&uuml;r ausl&auml;ndische, auch deutsche Unternehmen und Konzerne.<br>\nPortugal und seine rechts-konservative Regierungskoalition haben ihre Hausaufgaben gemacht: Das Privatisierungsprogramm der &bdquo;Troika&ldquo; wurde &sbquo;&uuml;ber &ndash; erf&uuml;llt&lsquo; und die Staatsausgaben radikal gek&uuml;rzt. Dann hat die Regierung Arbeitsgesetze flexibilisiert, niedrigere Renten und Geh&auml;lter beschlossen, Steuern erh&ouml;ht und eingetrieben. &bdquo;Portugal ist auf einem guten Weg. Die Ma&szlig;nahmen tragen Fr&uuml;chte&ldquo;, hei&szlig;t es. Tats&auml;chlich hat Portugal im Mai 2014 offiziell den Rettungsschirm verlassen und zahlte im Februar 2015 einen Kredit des IWF vorzeitig zur&uuml;ck.<br>\nDoch entsprechen die Loblieder der Realit&auml;t? Die gr&ouml;&szlig;ten Arbeitgeber in Portugal sind inzwischen deutsche Unternehmen. Wie kommt das? Finden sie in Portugal bessere Bedingungen als in Deutschland und hat das etwas mit der Politik der Troika zu tun? Kritische Beobachter ziehen eher eine negative Bilanz der Wirtschaftsentwicklung und stellen eine unangenehme Frage: Wenn die &bdquo;Medizin&ldquo;, die die deutsche Regierung und die Troika den Euro-Krisenl&auml;ndern verabreicht &ndash; selbst bei &bdquo;Mustersch&uuml;ler&ldquo; Portugal &ndash; verheerende Nebenwirkungen zeigt, sollte man dann nicht die Rezeptur &uuml;berdenken?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/fernsehen\/dokumentation_reportage\/die-story\/sendungen\/ausverkauf-in-portugal-100.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine zentrale Forderung der Troika: Die Aushebelung des K&uuml;ndigungsschutzes und Einschr&auml;nkung der Arbeitnehmerrechte. Was von den Unternehmen, explizit auch deutschen, wie etwa das Beispiel Lidl in der Sendung zeigt, gnadenlos ausgenutzt wird. Inklusive der Zerst&ouml;rung der lokalen Wirtschaftsstrukturen. Das sind die Erfolge des deutschen Austerit&auml;tsdiktates. <\/em><\/p>\n<p><em>Und eine weitere Reportage &uuml;ber die &bdquo;Erfolge&ldquo; der neoliberalen Austerit&auml;tspolitik:<\/em><\/p>\n<p><strong>So tickt Europas Jugend &ndash; Eine verlorene Generation?<\/strong><br>\nViele junge Europ&auml;er sehen f&uuml;r sich keine Perspektive, finden kaum Jobs und k&ouml;nnen von einer eigenen Familie nur tr&auml;umen. Die Folge: Europa droht in vielen L&auml;ndern eine ganze Generation zu verlieren. W&auml;hrend die Kluft zwischen Arm und Reich in Europa immer gr&ouml;&szlig;er wird, w&auml;chst der Druck auf die jungen Menschen. Sie m&uuml;ssen leistungsf&auml;higer und flexibler sein als je zuvor. Von der Politik dagegen sehen sich viele im Stich gelassen. Was bedeutet es, wenn sich immer mehr junge Menschen abgeh&auml;ngt f&uuml;hlen? Wohin f&uuml;hrt sie ihr Frust an der Politik? &ldquo;So tickt Europas Jugend&rdquo; reist deshalb dorthin, wo die Probleme der Jugend am st&auml;rksten zu Tage treten.<br>\nDie Reise beginnt in Spanien: Dort sind 53,2 Prozent der Jugendlichen ohne Job &ndash; europaweit spitze. &ldquo;Ich gewinne eher im Lotto, als dass ich einen Job bekomme&rdquo;, sagt frustriert die 24-j&auml;hrige Elena. Die studierte P&auml;dagogin ist bestens ausgebildet und bringt Auslandsaufenthalte mit. Dennoch hat sie derzeit keine Chance auf dem miserablen spanischen Arbeitsmarkt, weil unz&auml;hlige Stellen der &ouml;ffentlichen Hand gestrichen wurden w&auml;hrend der Krise. Elena lebt in Cadiz, Andalusien, also dort, wo die Jugendarbeitslosigkeit innerhalb Spaniens am h&ouml;chsten ist (61,5 Prozent; 2014). Hier sind die angek&uuml;ndigte EU-&ldquo;Jobgarantie&rdquo; und die F&ouml;rdergelder der EU nur ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein. In ihrem Frust setzen viele Jung-Arbeitslose auf Podemos, eine linke Protestpartei. Maria Romay, 24, ist seit wenigen Monaten j&uuml;ngste Stadtr&auml;tin von C&aacute;diz. Sie kam &uuml;ber die Studentenproteste zu Podemos und war dabei, als die Partei v&ouml;llig &uuml;berraschend das Rathaus der Hafenstadt eroberte. &ldquo;Wir kennen den verschuldeten Etat der Stadt C&aacute;diz, aber wir sind eigentlich nicht angetreten, um lediglich die Misere zu verwalten&rdquo;, sagt sie. Dennoch wei&szlig; auch sie inzwischen: Es gibt kein Geld f&uuml;r die vielen Vorhaben der Linksalternativen. Die Umfragewerte von Podemos fallen. Dennoch kann bei der Parlamentswahl in Spanien am 20. Dezember Podemos zum Z&uuml;nglein an der Waage werden. Offen, mit welchen Folgen f&uuml;r die gerade wieder anspringende spanische Wirtschaft. Viele junge Spanier aber haben das Vertrauen in ihr Land v&ouml;llig verloren. Sie wandern aus, vielleicht f&uuml;r immer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/so-tickt-europas-jugend-108.html\">Das Erste<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die schleichende Revolution &ndash; Wie der Neoliberalismus die Demokratie zerst&ouml;rt<\/strong><br>\nDer Neoliberalismus bestimmt sp&auml;testens seit dem Ende des Kalten Krieges alle Gesellschaften der westlichen Welt. Aber was ist Neoliberalismus? Die amerikanische Politikwissenschaftlerin Wendy Brown glaubt, dass Neoliberalismus mehr ist als eine Wirtschaftspolitik, eine Ideologie oder eine Neuordnung des Verh&auml;ltnisses von Staat und Wirtschaft. Vielmehr handelt es sich ihrer Ansicht nach um eine Neuordnung des gesamten Denkens, die alle Bereiche des Lebens sowie den Menschen selbst einem &ouml;konomischen Bild entsprechend ver&auml;ndert &ndash; mit fatalen Folgen f&uuml;r die Demokratie. Alle Sph&auml;ren der Existenz werden im Neoliberalismus wirtschaftlichen Gesichtspunkten unterworfen und diesen entsprechend vermessen: die Politik, das Recht, die Kultur, die Bildung, die Familie, die Geschlechterrollen. Das alte europ&auml;ische Ideal des homo politicus, der sich f&uuml;r das Gemeinwesen engagiert, wird ersetzt durch das des homo oeconomicus, der sich als Humankapital verstehen und seine Wettbewerbsf&auml;higkeit verbessern soll. Damit wird das Volk als Zusammenschluss der B&uuml;rger und Grundlage der Demokratie abgeschafft und in der Konsequenz diese selbst. Trotz aller Wirtschafts- und Finanzkrisen setzt sich diese schleichende neoliberale Aush&ouml;hlung unserer Gesellschaften scheinbar unaufhaltsam fort, wie Brown an einer Reihe von Fallbeispielen, etwa der neoliberalen Umstellung des Arbeitsrechts oder des Bildungssystems, zu belegen versucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46752\/1.html\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steueroasen (I) &ndash; &uuml;ber ein weltweites Schattensystem und seine Hinterm&auml;nner<\/strong><br>\nZusammenfassung: Durch Steueroasen verliert Deutschland j&auml;hrlich 160 Milliarden und die Entwicklungsl&auml;nder j&auml;hrlich insgesamt 1 Billion Euro. Dabei flie&szlig;t das Geld nicht nur in die Schweiz und auf die Cayman-Inseln. Auch die USA und Deutschland geh&ouml;ren zu den 10 gr&ouml;&szlig;ten Steueroasen.<br>\nW&auml;hrend in Deutschland &uuml;ber die Kosten der Fl&uuml;chtlingskrise gestritten wird, verliert das Land j&auml;hrlich 160 Milliarden Euro an potenziellen Steuereinnahmen an Steueroasen &ndash; das ist die H&auml;lfte des Bundeshaushalts.<br>\nW&auml;hrend &uuml;ber die Finanzierung der Nachhaltigen Entwicklungsziele debattiert wird und Entwicklungshilfeorganisationen schon seit Jahren eine Erh&ouml;hung der Hilfen fordern, verlieren die &bdquo;Entwicklungsl&auml;nder&ldquo; j&auml;hrlich fast 1 Billion (! kein &Uuml;bersetzungsfehler!) US Dollar potenzieller Staatseinnahmen an Steueroasen (Zahlen f&uuml;r 2011 und 2012). Und dabei sind die &auml;rmsten L&auml;nder s&uuml;dlich der Sahara und in Asien am st&auml;rksten betroffen. Durch illegale Kapitalstr&ouml;me verlieren sie j&auml;hrlich einen Betrag, der 4,5% ihres BIPs ausmacht. F&uuml;r jeden US Dollar, der als Entwicklungshilfe in diese L&auml;nder flie&szlig;t, flie&szlig;en 10 US Dollar durch Steuerhinterziehung oder -vermeidung wieder ab.<br>\nW&auml;hrend Banken mit Milliarden an Steuermitteln gerettet wurden, haben reiche Privatpersonen allein 18,5 Billionen (!) US-Dollar in Steueroasen versteckt. Das ist &frac14; der globalen Reicht&uuml;mer. Und dabei sind die versteckten Steuermilliarden von multinationalen Firmen noch gar nicht eingerechnet. Die Regierungen weltweit verlieren mehr als 3,1 Billionen US Dollar an j&auml;hrlichen Steuereinnahmen.<br>\nWie ist es m&ouml;glich, dass solch immense Summen am Fiskus vorbeiflie&szlig;en? Wer sind die B&ouml;sewichte in diesem Spiel? Wer hat das System dahinter &bdquo;erfunden&ldquo; und welche Staaten erhalten es aufrecht?<br>\nAuf den ersten Blick scheint es so, als w&auml;ren die T&auml;ter unter den &uuml;blichen Verd&auml;chtigen zu finden: korrupte Regime, reiche Eliten und multinationale Konzerne. Korrupte Regime in den Schwellen- und &bdquo;Entwicklungsl&auml;ndern&ldquo; haben seit den 1970er Jahren private Reicht&uuml;mer in Steueroasen angesammelt, mit denen die komplette Verschuldung ihrer L&auml;nder getilgt werden k&ouml;nnte. Oftmals floss die H&auml;lfte der von &bdquo;Entwicklungsl&auml;ndern&ldquo; aufgenommenen Schulden sofort unter der Hand auf die Schweizer Konten der Eliten. Teilweise zahlen die B&uuml;rgerInnen dieser L&auml;nder noch heute die Zinsen und den Abtrag der damals aufgenommenen Schulden. Im Klartext: Sie zahlen heute noch f&uuml;r die privaten Reicht&uuml;mer ihrer (alten) Herrscher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2015\/11\/12\/steueroasen-i-ueber-ein-weltweites-schattensystem-und-seine-hintermaenner\/\">zebralogs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wir k&ouml;nnen uns nicht von Milliard&auml;ren abh&auml;ngig machen<\/strong><br>\nFacebook-Gr&uuml;nder Mark Zuckerberg hat angek&uuml;ndigt, fast alle seine Konzernanteile an eine Stiftung zu spenden, die sich wohlt&auml;tigen Zwecken widmet. Das hat etwas Absurdes, kommentiert Benjamin Hammer. Denn bisher hat Zuckerberg vom System profitiert, das er jetzt reparieren will. Vielleicht sollte er erst mal ein paar Steuern zahlen.<br>\nVerzeihen Sie mir die Offenheit, aber je l&auml;nger ich &uuml;ber Ihren &ouml;ffentlich zur Schau gestellten Brief an ihre Tochter nachdenke, desto unwohler wird mir. Lassen Sie mich das erkl&auml;ren! 45 Milliarden Dollar, allein mit Aktien. Woher kommt das ganze Geld? Ihr Unternehmen hat im vergangenen Jahr fast drei Milliarden US-Dollar verdient, der Wert Ihrer Aktien hat sich seit der Erstausgabe verdreifacht. In Deutschland haben Sie 2014 jedoch nur rund 200.000 Euro Steuern bezahlt. Und selbst in Irland, da schieben Sie ihre Gewinne hin, mussten Sie nur wenige Millionen zahlen.<br>\nWenn Sie also auf Facebook schreiben, dass Sie die Welt verbessern wollen, dann kann und will ich nicht auf &ldquo;Gef&auml;llt mir&rdquo; klicken. Herr Zuckerberg, Sie haben jahrelang von einem globalen Wirtschaftssystem profitiert, das in Schieflage geraten ist. Es ehrt sie, dass Sie nun etwas zur&uuml;ckgeben. Und doch hat das etwas Absurdes. Sie haben von jenem System profitiert. Und jetzt sollen ausgerechnet Sie das System reparieren?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zuckerberg-spende-wir-koennen-uns-nicht-von-milliardaeren.720.de.html?dram:article_id=338643\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es wurde ja bereits darauf hingewiesen, dass Zuckerbergs angeblich humanistische Gro&szlig;tat <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29361\">nichts anderes als ein Steuertrick ist<\/a>. Dazu ist auch bei allen anderen &bdquo;Wohlt&auml;tern&ldquo; zu fragen wie sie denn ihr Verm&ouml;gen angeh&auml;uft haben. So praktiziert Facebook wie viele andere Gro&szlig;konzerne eine aggressive Steuervermeidungspraxis  um die zu zahlenden Steuern so gering wie m&ouml;glich zu halten. Wie der Beitrag richtig anmerkt, w&uuml;rde es schon reichen, wenn die entsprechenden Unternehmen einfach ordnungsgem&auml;&szlig; ihre Beitr&auml;ge zur Finanzierung der Allgemeinheit leisten, dann br&auml;uchte man keine M&auml;zene um &ouml;ffentliche Aufgaben zu bezahlen. Abgesehen davon &auml;ndert sich durch &Uuml;bertragung der Verm&ouml;gen der Superreichen an diverse Stiftungen nichts an der grunds&auml;tzlichen Problematik der sozialen Polarisierung, da diese Stiftungen durch die riesigen Geldmengen, die diesen zur Verf&uuml;gung stehen, Politik und Gesellschaft jenseits jeder demokratischen Kontrolle und Legitimation im Sinne ihrer Stifter beeinflussen k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Bill Gates und die Macht seiner Milliarden-Stiftung<\/strong><br>\nIn Nigeria f&ouml;rderte die Gates Foundation 2007 ein Impfprogramm, das die Kinder dort gegen Polio und Masern immunisierte. Zum Beispiel in Ebocha im Niger-Delta. Den Kindern dort geht es wirklich miserabel: Sie leiden an schweren Atemwegserkrankungen, an Asthma und Augenkrankheiten. Tagt&auml;glich atmen sie hochgiftige Ru&szlig;schwaden ein, weil die &Ouml;lfirmen dort das Gas einfach abfackeln. Konzerne wie BP, Chevron, Eni, Exxon und Shell, denen au&szlig;erdem vorgeworfen wird, das gesamte Niger-Delta mit durchl&ouml;cherten &Ouml;l-Pipelines ruiniert und Krankheit, Armut und Tod gebracht zu haben. Doch genau diese Konzerne geh&ouml;rten jahrelang zum Anlagenportfolio der Bill&amp;Melinda Gates Foundation. 2007 investierte die Stiftung 218 Millionen Dollar in Impfungen weltweit sowie in Forschung gegen Masern und Polio. Aber fast doppelt so viel, n&auml;mlich 423 Millionen Dollar, hat die Gates-Stiftung im selben Jahr in Aktien der &Ouml;lgiganten BP, Chevron, Eni, Exxon und Shell investiert. Das fanden Journalisten der New York Times heraus, die 2007 die Aktien der Stiftung analysiert und in Nigeria und S&uuml;dafrika die Auswirkungen der Firmen auf die Menschen dort untersucht haben.<br>\nNoch nie in der Geschichte hatte eine einzige sogenannte Wohlt&auml;tigkeitsorganisation so viel globale Macht wie die Bill&amp;Melinda Gates Foundation. Wie ein Krebsgeschw&uuml;r w&auml;chst ihr Einfluss in alle gesellschaftlich relevanten Bereiche hinein und beansprucht dort zunehmend Deutungshoheit und Kontrolle &uuml;ber Gesundheit, Bildung, Klima, Landwirtschaft und Weltern&auml;hrung. Mehr zu Bill&amp;Melinda Gates-Foundation, ihre Verwicklungen mit Coca Cola und Monsanto, ihr Kampf f&uuml;r die Ausbreitung von Gentechnik und wie die Stiftung dazu beitr&auml;gt, die Lebensgrundlage von Kleinbauern zu vernichten und das alles als &bdquo;Armutsbek&auml;mpfung&ldquo; feiert, ist in meinem Buch &bdquo;Aus kontrolliertem Raubbau. Wie Politik und Wirtschaft das Klima anheizen, Natur vernichten und Armut produzieren&ldquo; (Blessing) nachzulesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ende-der-maerchenstunde.de\/gated-community-bill-gates-und-die-macht-seiner-milliarden-stiftung\/#more-434\">Ende der M&auml;rchenstunde von Kathrin Hartmann<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2015\/11\/still-broken-bericht-belegt-konzerne.html\">&ldquo;Still Broken&rdquo; Bericht belegt: Konzerne prellen G20-Staaten um Milliardenbetr&auml;ge<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Konzerne mit Frauen im Vorstand haben eine 36 Prozent h&ouml;here Profitrate<\/strong><br>\nKonzerne mit mindestens drei Frauen im Vorstand erwirtschaften einen deutlich h&ouml;heren Profit. Derweil unterminiert Deutschland eine EU-weite Frauenquote aus undurchsichtigen Gr&uuml;nden.<br>\nKonzerne, in deren Vorstand mindestens drei Frauen sitzen, erwirtschaften durchschnittlich 10,1 Prozent Profit pro Aktie, Konzerne ohne Frauen im Vorstand nur 7,4. Das ist ein Unterschied von 36 Prozent. Die Zahl stammt von dem f&uuml;hrenden Index-Provider MSCI, der die Vorst&auml;nde von 1643 Konzernen durchgez&auml;hlt hat, deren Aktien seinen Index &bdquo;MSCI world&ldquo; bilden, den ma&szlig;geblichen Weltindex. Zuerst berichtete die &ldquo;Financial Times&rdquo; dar&uuml;ber.<br>\nEs handelt sich um eine Korrelation. Das hei&szlig;t nicht zwingend, dass der h&ouml;here Profit ein Verdienst der Frauen ist. Es ist wahrscheinlich, dass j&uuml;ngere fortschrittliche Unternehmen ohnehin profitabler sind, weil sie in vielen Bereichen etwas weiter sind, als alte Konzerne. Umgekehrt wird aber immer wieder beklagt, dass die jungen zum Teil hochprofitablen Tech-Firmen vom Silicon Valley junge M&auml;nnerdom&auml;nen sind. Einige haben auf die Kritik reagiert und f&ouml;rdern Frauen in besonderem Ma&szlig;e.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/gleichberechtigung-konzerne-mit-frauen-im-vorstand-haben-eine-36-prozent-hoehere-profitrate\/12691656.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Toll, und was hilft diese Erkenntnis etwa den alleinerziehenden M&uuml;ttern, von denen 39 Prozent von Hartz IV leben m&uuml;ssen, was hilft dies den Frauen in prek&auml;ren Jobs, was hilft dies den Kassiererinnen, die unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen an den Kassen der gro&szlig;en Lebensmitteldiscounter schuften? Richtig, gar nichts. Aber eine um 36 Prozent h&ouml;here Profitrate ist nat&uuml;rlich ein gewichtiges Argument f&uuml;r den Erfolg der Gleichberechtigung. Insofern ist die Frage wie hoch der Frauenanteil in den Vorst&auml;nden gro&szlig;er Unternehmen ist ein Luxusproblem der oberen Mittelschicht und der Oberschicht. Die Frauen aus diesen Bereichen der Gesellschaft werden sich wohl kaum f&uuml;r die Rechte eben von alleinerziehenden M&uuml;ttern einsetzen, sondern f&uuml;r die Privilegien ihrer eigenen sozialen Schicht. Oder hat man schon davon geh&ouml;rt, dass sich je eine Frau aus der F&uuml;hrungsriege eines deutschen Konzerns f&uuml;r die Abschaffung von Hartz IV eingesetzt hat?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dazu auf den NachDenkSeiten (aus dem Jahr 2012): <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14528\">Quotensturm im Genderwasserglas<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Alltagskampf bis zur Ersch&ouml;pfung<\/strong><br>\n90 Prozent aller Alleinerziehenden sind weiblich, viele von ihnen auf Hartz IV angewiesen. Im Zuge der Agenda 2010 hat sich f&uuml;r viele von ihnen die Situation versch&auml;rft &ndash; gefordert wird viel, vom F&ouml;rdern ist nicht viel &uuml;brig geblieben. Doch das Jobcenter ist nicht das einzige, gegen das sie Tag f&uuml;r Tag ank&auml;mpfen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/alleinerziehende-und-hartz-iv-alltagskampf-bis-zur.976.de.html?dram:article_id=304664\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Armutsrisiko im Alter wird vielfach untersch&auml;tzt<\/strong><br>\nImmer mehr Rentner sind von Armut im Alter bedroht. Doch viele Menschen untersch&auml;tzen das Armutsrisiko in sp&auml;ten Jahren.<br>\nVielen &auml;lteren Menschen fehlt Geld f&uuml;r die einfachsten Dinge des Lebens. Sie leben in Armut und k&ouml;nnen sich kaum das Essen leisten, das t&auml;glich auf den Tisch kommen sollte. Geschweige denn den neuen Mantel im Winter. Die Wohnung ist klein und karg. Der Fernseher und das Radio ersetzen die bunte Welt hinter den schon &auml;ltlichen Vorh&auml;ngen. F&uuml;r die meisten Hobbys bleibt kein Geld. Und die Schwierigkeiten fangen erst richtig an, wenn Krankheiten ein normales Leben nicht mehr m&ouml;glich machen und zudem hohe Kosten f&uuml;r Medikamente und Pflege anfallen.<br>\nVor allem Frauen, Geringqualifizierte und Menschen mit Migrationshintergrund seien in Deutschland im Alter besonders armutsgef&auml;hrdet, hei&szlig;t es von der Bertelsmann Stiftung. Denn gerade f&uuml;r diese Gruppen seien unterbrochene Erwerbsbiographien, hohe Teilzeitarbeitsquoten und niedrige L&ouml;hne die Regel. Diese f&uuml;hrten zu geringeren Renten und erh&ouml;hten das Risiko, im Alter auf finanzielle Unterst&uuml;tzung angewiesen zu sein. Auch der j&uuml;ngste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung habe gezeigt, dass 14 bis 16 Prozent der Bundesb&uuml;rger unver&auml;ndert von Einkommensarmut bedroht seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/vorsorgen-fuer-das-alter\/armutsrisiko-im-alter-wird-vielfach-unterschaetzt-13941336.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> W&auml;hrend die FAZ die bestehende und immer weiter zunehmende Altersarmut sonst gerne kleinredet und relativiert (&ldquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/wirtschaftsforscher-ueber-altersarmut-die-senioren-haben-mehr-als-die-juengeren-1192385.html\">Armutsrate geringer als in der Gesamtbev&ouml;lkerung<\/a>&ldquo;), wird sie hier ausf&uuml;hrlich thematisiert. Von der R+V-Versicherung, die gleich Werbung f&uuml;r ihre Produkte f&uuml;r die Altersvorsorge (der Berater, die daran verdienen) machen darf. Aber nat&uuml;rlich sind die Betroffenen selbst schuld bzw. ihre &ldquo;Altersvorsorgem&uuml;digkeit&rdquo; &ndash; nicht die bewu&szlig;te Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Rente im Umlageverfahren, nicht das allgemeine Lohndumping, nicht der wie ein Krebs sich ausbreitende Niedriglohnsektor, der den Betroffenen keine Chance l&auml;&szlig;t, &ldquo;privat vorzusorgen&rdquo;. So kommt f&uuml;r die FAZ doch wieder alles ins ideologische Lot.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sachverst&auml;ndigenrat will Reform &ndash; 25 prozentige Arbeitsunf&auml;higkeit soll m&ouml;glich sein!<\/strong><br>\nDer Sachverst&auml;ndigenrat will eine Reform der Krankschreibung: M&ouml;glich soll werden, dass Arbeitnehmer zu 25 Prozent oder 50 Prozent krankgeschrieben werden, schlagen die Experten vor. Doch das sind nicht ihre einzigen Empfehlungen.<br>\nIn Deutschland gilt bei Krankschreibungen eine Alles-oder-nichts Regel. Entweder ist man zu 100 Prozent krank oder zu 100 Prozent arbeitsf&auml;hig. Der Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen schl&auml;gt nun vor, diese eherne Regel aufzubrechen.<br>\nIn Deutschland solle es m&ouml;glich werden, die im Rahmen einer Krankschreibung festgestellte Arbeitsunf&auml;higkeit prozentual zu differenzieren, hei&szlig;t es im Sondergutachten des Rats &ldquo;Krankengeld &ndash; Entwicklung, Ursachen und Steuerungsm&ouml;glichkeiten&rdquo;.<br>\nDie wichtigsten Empfehlungen der Gesundheitsweisen f&uuml;r eine Reform des Krankengelds:<br>\nEinf&uuml;hrung einer Teilarbeitsunf&auml;higkeit und Teilkrankengeld: Nicht jede Verletzung oder Krankheit f&uuml;hre gleich zum Totalausfall eines Arbeitnehmers, sagte der Vorsitzende des Sachverst&auml;ndigenrats, Professor Ferdinand Gerlach, im Vorfeld der Ver&ouml;ffentlichung der &ldquo;&Auml;rzte Zeitung&rdquo;.<br>\nIm Konsens zwischen Arzt und Patient solle die Arbeitsunf&auml;higkeit graduell festgelegt werden k&ouml;nnen. Dies solle in Schritten zwischen 25 und 100 Prozent m&ouml;glich sein, sagte Gerlach.<br>\nDas trotz Krankheit m&ouml;glicherweise vorhandene Restleistungsverm&ouml;gen zu nutzen, erleichtere die sozialen und finanziell negativen Folgen einer unn&ouml;tig verz&ouml;gerten Wiedereingliederung ins Erwerbsleben, hei&szlig;t es dazu in der entsprechenden Empfehlung der Gesundheitsweisen an den Gesetzgeber.<br>\nDie &uuml;berproportional steigenden Ausgaben f&uuml;r das Krankengeld hatten den Ausschlag daf&uuml;r gegeben, den Sachverst&auml;ndigenrat mit der Erstellung eines Sondergutachtens zu Ursachen und Steuerungsm&ouml;glichkeiten zu beauftragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/politik_gesellschaft\/berufspolitik\/article\/900704\/sachverstaendigenrat-will-reform-kuenftig-soll-25-prozentige-arbeitsunfaehigkeit-moeglich.html\">&Auml;rzteZeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong>  Wenn es nicht so traurig w&auml;re, k&ouml;nnte man einfach nur lachen &uuml;ber die bizarre Verr&uuml;cktheit, die aus dem offensichtlich ebenfalls durch und durch neoliberalen &bdquo;Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen&ldquo; publiziert wurde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Immobilienpreise steigen immer weiter<\/strong><br>\nSeit 2009 sind Eigenheime in den Gro&szlig;st&auml;dten Jahr f&uuml;r Jahr um etwa zehn Prozent teurer geworden. Zu diesem Ergebnis kommt der Immobilienmarktbericht der Gutachteraussch&uuml;sse, der am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Demnach hat sich der Preisanstieg in den Gro&szlig;st&auml;dten im vergangenen Jahr mit unverminderter Geschwindigkeit fortgesetzt. &ldquo;Besonders Eigentumswohnungen und Mehrfamilienh&auml;user haben an Anziehungskraft gewonnen&rdquo;, sagt Siegmar Liebig vom Arbeitskreis der Gutachteraussch&uuml;sse.<br>\nBundesweit wurden im vergangenen Jahr nicht mehr Immobilien verkauft als in den Vorjahren auch. Doch im Vergleich zu 2013 haben die K&auml;ufer gut sieben Prozent mehr Geld f&uuml;r H&auml;user und Wohnungen ausgegeben. Verglichen zu 2009 ist der Umsatz sogar um fast 47 Prozent gestiegen. Die verkauften Objekte sind also deutlich teurer geworden. &ldquo;Und f&uuml;r St&auml;dte und Regionen mit steigenden Bev&ouml;lkerungszahlen erwarten wir weiter steigende Preise&rdquo;, sagt Liebig. Denn die Verwaltungen weisen nur z&ouml;gerlich neues Bauland aus. Sie hatten sich lange Zeit auf eine schrumpfende Bev&ouml;lkerung eingestellt &ndash; und den Zuzug aus Ausland und Umland untersch&auml;tzt.<br>\nBesonders teuer sind die eigenen vier W&auml;nde demnach rund um M&uuml;nchen und Ingolstadt. In der Landeshauptstadt kostet eine durchschnittliche Eigentumswohnung gut 300 000 Euro. Doch dank niedriger Zinsen sind viele K&auml;ufer bereit, so viel Geld in ihren Traum vom Eigenheim zu investieren. Im bundesweiten Durchschnitt kostet eine Eigentumswohnung heute das 5,5-Fache des j&auml;hrlichen Netto-Einkommens. Vor drei Jahren war es noch das 4,5-Fache, hat der Verband deutscher Pfandbriefbanken ausgerechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/eigentum-kaufen-immobilienpreise-steigen-immer-weiter-1.2771336\">SZ<\/a>\n<p><strong>Dazu passt: Kartellamt gibt vonovia Freibrief f&uuml;r noch mehr Betongold<\/strong><br>\n&bdquo;Mit der &Uuml;bernahme der Deutsche Wohnen wird vonovia vom Immobilienriesen zum Giganten mit einer halben Million Wohnungen. Zu viel Marktmacht f&uuml;r ein Wohnungsunternehmen treibt die Mieten noch weiter nach oben und schadet den Mieterinnen und Mietern&ldquo;, erkl&auml;rt Caren Lay, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der Kartellamts-Genehmigung zur angestrebten &Uuml;bernahme der Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen durch den vonovia-Konzern. Lay weiter:<br>\n&bdquo;Die ohne Auflagen erfolgte Genehmigung des Kartellamts ist v&ouml;llig unverst&auml;ndlich angesichts der Mietenexplosion und der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt. Nun bleibt lediglich die Hoffnung, dass die Aktion&auml;re der Deutsche Wohnen diesen Deal noch abwenden k&ouml;nnen. Immobiliendeals wie dieser sind nur so lange attraktiv, wie sich die Spekulation mit Wohnraum lohnt. DIE LINKE fordert deshalb eine wirkungsvolle Mietenbremse und die St&auml;rkung des &ouml;ffentlichen Wohnungsbaus, um Wohnraumspekulation den Boden zu entziehen.<br>\nDie Frage stellt sich, ob es nicht eine Obergrenze f&uuml;r den Besitz von Wohnraum geben sollte. 150.000 Wohneinheiten sollten doch wirklich ausreichend sein pro Wohnungsunternehmen, denn zu viele Wohnungen in einer Hand bedeuten zu viel Marktmacht f&uuml;r die Anbieter zulasten der Mieterinnen und Mieter.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/kartellamt-gibt-vonovia-freibrief-noch-mehr-betongold\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dossier zum Untersuchungsausschuss in BW &ndash; NSU und (k)ein Ende<\/strong><br>\nIn fast vierzig Sitzungen hat der NSU-Untersuchungsausschuss in Baden-W&uuml;rttemberg versucht, Antworten auf ungekl&auml;rte Fragen zu finden. Nun werden die letzten Zeugen vernommen. Zeit f&uuml;r ein Fazit.<br>\nGibt es einen Zusammenhang zwischen dem Polizistenmord in Heilbronn und dem Ku-Klux-Klan? War die Polizistin Mich&egrave;le Kiesewetter ein Zufallsopfer? Welchen Spuren gingen die Ermittler nach &ndash; und wie gr&uuml;ndlich? Antworten auf diese Fragen wollte der NSU-Untersuchungsausschuss in Baden-W&uuml;rttemberg finden.<br>\nDiese Woche vernimmt der Ausschuss seine letzten Zeugen. Dann muss er die Beweisaufnahme abschlie&szlig;en, damit er noch vor der Landtagswahl im M&auml;rz 2016 einen Bericht &uuml;ber seine Erkenntnisse verfassen kann. Wie gut kam die Aufkl&auml;rung voran?<br>\nEine Einsch&auml;tzung von den SWR-Landtagsreportern Anno Kn&uuml;ttgen und Mark Kleber, die den Untersuchungsausschuss von Anfang an beobachten:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/bw\/dossier-zum-untersuchungsausschuss-in-bw-nsu-und-k-ein-ende\/-\/id=1622\/did=16586872\/nid=1622\/1db9j57\/index.html\">SWR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine interessante Zusammenfassung der NSU-Aff&auml;re, bei der man wohl konstatieren muss, dass deutsche Geheimdienste ihre H&auml;nde mehr oder weniger mit im Spiel hatten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Junge Wissenschaftler: Wo ist hier der Notausgang?<\/strong><br>\n&ldquo;Wie geht es euch?&rdquo; &ndash; das haben wir junge Wissenschaftler gefragt. Das Ergebnis ist alarmierend: Vier von f&uuml;nf Forschern wollen aus dem Hochschulsystem aussteigen. Warum ist das so?<br>\nWer sich f&uuml;r eine Laufbahn in der Wissenschaft entscheidet, muss mutig sein und optimistisch. Der Wettbewerb ist gro&szlig;, die Zukunftsaussichten sind mies, die Arbeitsverh&auml;ltnisse oft prek&auml;r. Alle paar Monate bekommt man einen neuen Vertrag, oft ist damit ein Umzug verbunden. Und &uuml;ber allem schwebt die gro&szlig;e Sorge des Absturzes: Wer mit Mitte 40 feststellt, keine Dauerprofessur zu bekommen, steht auf der Stra&szlig;e. Langfristig planen? Unm&ouml;glich. Eine Familie gr&uuml;nden? Schwierig. Die Stimmung? Schlecht.<br>\n&ldquo;Die Rahmenbedingungen f&uuml;r den wissenschaftlichen Nachwuchs haben sich in den vergangenen Jahren verschlechtert&rdquo;, sagt Manfred Prenzel, der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, des wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremiums f&uuml;r Bund und L&auml;nder. Die Zahl der Studenten stieg immens, die Zahl der festen Stellen f&uuml;r Wissenschaftler wuchs nicht mit. &ldquo;Ich habe die gro&szlig;e Sorge, dass die besten wegen der schlechten Zukunftsaussichten nicht mehr in der Wissenschaft bleiben&rdquo;, sagt Prenzel. [&hellip;]<br>\nMan kann daher die Ausstiegsgedanken angesichts der geringen Jobchancen in der Wissenschaft &ldquo;rational und vern&uuml;nftig&rdquo; finden, wie der Chef der Hochschulrektorenkonferenz, Horst Hippler. Man kann die Zahl &ldquo;bedenklich&rdquo; nennen, wie Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. Man kann feststellen, dass &ldquo;der Beruf des Professors unattraktiver wird&rdquo;, wie Bernhard Kempen, der Pr&auml;sident der Professorenvereinigung Deutscher Hochschulverband. Oder man kann die Systemfrage stellen, wie Wissenschaftsratschef Prenzel: &ldquo;Wenn Zweifel so dramatisch werden, dass sie die jungen Wissenschaftler l&auml;hmen, wird es f&uuml;r ein ganzes System schwierig. Wir brauchen uns doch nicht zu wundern, wenn die Besten abwandern!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/49\/junge-wissenschaftler-karriere-wissenschaft-professur-arbeitsbedingungen\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ist also Merkels &ldquo;Bildungsrepublik&rdquo;, unterbezahlt und prek&auml;r. So geht man mit den akademischen Fachkr&auml;ften um, von denen es angeblich zu wenige und in Wahrheit viel zu viele gibt &ndash; sonst w&uuml;rde man sie nicht behandeln wie den letzten Dreck.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Privatschulen: der Ausverkauf des Bildungssystems<\/strong><br>\nPrivatschulen werden in der Diskussion oft gleichgesetzt mit exzellenter Betreuung, innovativen Lehrkonzepten und super Ausstattung: Bei staatlichen Schulen kommen diese Assoziationen selten. Die grundlegende Diagnose ist auch richtig: das staatliche Schulwesen ist tr&auml;ge. Und, es ist marode. Beides zusammen ergibt eine schlechte Mischung. An nicht wenig Schulen ist der gr&ouml;&szlig;te Wunsch der Kinder &ndash; in Berlin ist das Problem mehr als bekannt &ndash;, auf saubere und heile Toiletten gehen zu k&ouml;nnen. Warum auch wir dem Rat von Kirkes an Odysseus und seine Mannschaft folgen und uns die Ohren mit Wachs verstopfen sollten, um den Verhei&szlig;ungen der Sirenen Privatschullobby nicht zu folgen, zeige ich auf den folgenden Zeilen. &Auml;hnlich wie in der antiken griechischen Sage, sind auch die Versprechen der Privatschulverfechter_innen verhei&szlig;ungsvoll. Sie werden als Inseln des perfekten Lernens in einem Meer von staatlicher Tristesse dargestellt.<br>\nAber folgen wir Odysseus&lsquo; Beispiel, verkleben wir uns nicht die Ohren, sondern binden uns am Schreibtischstuhl fest, und lauschen den Versprechen. Was wir h&ouml;ren, ist: private Akteure k&ouml;nnen besser mit Ressourcen umgehen und sind flexibler als staatliche Schulen. Wegen der Konkurrenz mit anderen Anbietern, sind sie immer darauf bedacht, besser zu werden. Dass die Grundannahme nicht stimmt, hat unl&auml;ngst James Meek in seinem Buch &uuml;ber Privatisierungsexzesse in England beschrieben. Dort oder in den USA wurde die Privatisierung von &ouml;ffentlichen G&uuml;tern pervertiert. Die Folge davon sind horrende Geb&uuml;hren f&uuml;r Bildung, die immer mehr junge Menschen mit einem riesigen Schuldenberg ins Leben einsteigen lassen. Jetzt geht es da vorrangig um Hochschulbildung, und in Deutschland sind wir zum Gl&uuml;ck noch weit davon entfernt, dass hohe Geb&uuml;hren f&uuml;r Bildung genommen werden k&ouml;nnen. Doch auch von besserer Bildung kann nicht per se die Rede sein. Es gibt keine Leistungsunterschiede zwischen staatlichen und privaten Gymnasien, zeigen bisherige Studien.<br>\nAufgrund gesetzlicher Beschr&auml;nkungen, d&uuml;rfen Schulen in Deutschland Sch&uuml;ler_innen nicht nach dem Portemonnaie der Eltern ausw&auml;hlen. Umgehen d&uuml;rfen diese Regelungen so genannte Erg&auml;nzungsschulen, die etwa Kinder beschulen, deren Eltern jobbedingt einige Zeit in Deutschland wohnen. Verschiedene Kultusverwaltungen weichen die Beschr&auml;nkung auf: An der International School of Hamburg, wo bis zu 20.000&euro; Schulgeld pro Jahr f&auml;llig werden, sind mittlerweile ein Drittel der Sch&uuml;ler_innen Deutsche, so Engartner und Heinbach (2015) in den &raquo;Bl&auml;ttern&laquo;. Andere private Schulanbieter, etwa die Swiss International School1, sto&szlig;en in die L&uuml;cke. Im Fall der Hamburger Schule, wird diese sogar noch mit knapp zwei Millionen Euro staatlich gef&ouml;rdert. Mittel, die das staatliche Schulwesen sicherlich gut gebrauchen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wasbildetihrunsein.de\/2015\/12\/07\/privatschulen-der-ausverkauf-des-bildungssystems\/\">Was bildet ihr uns ein<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Leistungseliten haben wir eigentlich nirgendwo<\/strong><br>\nNur die Leistung z&auml;hlt? Von wegen, sagt Elitenforscher Michael Hartmann &ndash; nicht in der Schule, und erst recht nicht im Big Business<br>\nSTANDARD: Sie werden in Wien zum Thema &ldquo;Leistung, Elite und Chancengleichheit in der Schule&rdquo; referieren. Ist die Schule ein Ort, an dem Leistung z&auml;hlt?<br>\nHartmann: Ja sicher z&auml;hlt da Leistung, weil nur aufgrund des sch&ouml;nen Aussehens oder der Herkunft wird man es nicht schaffen, hohe Bildungsabschl&uuml;sse zu erreichen. Man muss schon die geforderten Leistungen in der Schule erbringen, aber &ndash; und das wird meistens nicht ber&uuml;cksichtigt &ndash; die Voraussetzungen, um Leistung zu erbringen, sind sehr unterschiedlich je nach sozialer Herkunft. Und, das wird noch seltener ber&uuml;cksichtigt, die Messung von Leistungen ist ebenfalls sehr stark von sozialer Herkunft beeinflusst. Kinder aus Akademikerfamilien haben es nicht nur leichter, die geforderten Leistungen zu erbringen, sondern diese werden von Lehrkr&auml;ften auch besser bewertet als die von Kindern aus anderen Familien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000027049895\/Soziologe-Hartmann-Leistungseliten-haben-wir-eigentlich-nirgendwo\">der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Heute Abend kommt &bdquo;Die Anstalt&ldquo;!<\/strong><br>\nWortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Sch&auml;rfe: Max Uthoff und Claus von Wagner kl&auml;ren &uuml;ber die Themen auf, die die Nation bewegen. Live aus der &ldquo;Anstalt&rdquo;.<br>\nAls Besetzer eines ZDF-Fernsehstudios r&uuml;tteln die Vollblutkabarettisten an den politischen und gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen des Landes. Mit ihren G&auml;sten Tina Teubner, Stefan Waghubinger und Philipp Weber wollen sie &ldquo;Stimme sein f&uuml;r Ungeh&ouml;rtes und Unerh&ouml;rtes&rdquo;.\n<p>Dienstag 08. Dezember um 22.15 im ZDF\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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