{"id":29426,"date":"2015-12-09T08:47:31","date_gmt":"2015-12-09T07:47:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426"},"modified":"2015-12-09T10:47:40","modified_gmt":"2015-12-09T09:47:40","slug":"hinweise-des-tages-2520","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h01\">Waffenexporte nach Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h02\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h03\">Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h04\">Gauck ruft zu mehr Engagement gegen Fl&uuml;chtlingselend auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h05\">Trump zieht Vergleich mit Zweitem Weltkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h06\">Wolfgang Sch&auml;uble spielt auf Zeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h07\">&bdquo;Der Wind des Zorns&ldquo; &ndash; Frankreich hat gew&auml;hlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h08\">EU-Ministertreffen: Kleinstaaten blockieren Regeln gegen Steuerflucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h09\">Studie von Ratingagentur: Klimawandel erschwert armen Staaten Kreditzugang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h10\">&ldquo;FRISS ODER HARTZ&rdquo; Deutscher Neoliberalismus im R&uuml;ckblick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h11\">Greenpeace exposes sceptics hired to cast doubt on climate science<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h12\">Der Rechtsruck und seine tiefe Sinnkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h13\">&ldquo;I Want a World of Peace&rdquo;: In Exclusive Interview UK Labour Head Jeremy Corbyn Opposes Bombing Syria<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h14\">Mehr als die H&auml;lfte der jungen Menschen im Land h&auml;lt das Bildungssystem f&uuml;r ungerecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h15\">Deutsche &Uuml;bersetzung von &ldquo;Untold History of US&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h16\">Professor Dr. Hans-Werner Sinn ist &ldquo;Hochschullehrer des Jahres&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426#h17\">Die Anstalt vom 8. Dezember 2015<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29426&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Waffenexporte nach Syrien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>IS mordet auch mit deutschen Waffen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die Waffenlieferungen in die Kriegsregion nach wie vor nicht stoppen. Letzte Woche hat keine andere Fraktion des Bundestags dem entsprechenden Antrag der LINKEN zugestimmt. Stattdessen will die Gro&szlig;e Koalition deutsche Soldaten in einen gef&auml;hrlichen Krieg schicken. Die Bundesregierung hat offensichtlich immer noch nichts aus dem Desaster in Afghanistan gelernt: Mit Bomben schafft man keinen Frieden, sondern neue Terroristen.<br>\nDer IS muss besiegt werden, indem konsequent sein Nachschub an Waffen und K&auml;mpfern sowie die IS-Finanzstr&ouml;me unterbunden werden. Dazu muss unter anderem Druck auf den gr&ouml;&szlig;ten Terror-Sponsor Saudi Arabien ausge&uuml;bt und die T&uuml;rkei endlich dazu bewegt werden, die Grenze zu Syrien f&uuml;r jegliche IS-Unterst&uuml;tzung zu schlie&szlig;en. Die Bundesregierung hat zugelassen, dass diese Ma&szlig;nahmen bis heute nicht umgesetzt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/is-mordet-auch-deutschen-waffen\/\">Die Linke. Im Bundestag<\/a>\n<p><strong>Dazu: Nein zu Waffenexporten!<\/strong><br>\nWas die angeblichen Terrorbek&auml;mpfer der Union, der SPD und der Gr&uuml;nen vertuschen wollten, kommt nun durch einen Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International ans Licht: Der IS k&auml;mpft auch mit Waffen aus Deutschland! Nicht nur durch gezielte F&ouml;rderung, durch seinen Drohnen-Terror oder seine Bombenkriege hat der Westen das Monster IS stark gemacht. Noch dazu hat er ihm durch seine jahrelangen Waffenexporte in die L&auml;nder des Nahen und Mittleren Ostens die ben&ouml;tigte Munition und R&uuml;stungsg&uuml;ter f&uuml;r sein Morden verschafft. V&ouml;llig zu Recht bilanziert Amnesty International diese Politik: &lsquo;Ein Lehrbeispiel daf&uuml;r, wie r&uuml;cksichtsloser Waffenhandel Gr&auml;ueltaten im gro&szlig;en Stil bef&ouml;rdert&rsquo;. Ich fordere: Sofortiger Stopp solcher Waffenexporte!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/photos\/a.220243721326366.71218.206307219386683\/1204375642913164\/?type=3&amp;theater\">Sahra Wagenknecht auf Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>ECOFIN: Terrorfinanzierung geht weiter<\/strong><br>\nDer IS (Daesh) ist eine Terror-Mafia. Die EU macht aber keinen Druck auf Terrorpaten wie die T&uuml;rkei und ergreift keine hinreichenden Ma&szlig;nahmen zur Austrocknung der Terrorfinanzierung<br>\nDer Handel mit geschmuggeltem &Ouml;l an der t&uuml;rkisch-syrische Grenze geht munter weiter. Es muss endlich Druck auf die T&uuml;rkei ausge&uuml;bt werden, damit sie die Grenze f&uuml;r &Ouml;l-Schmuggel und IS-K&auml;mpfer dicht macht. Transfers mit Banken, die der IS kontrolliert, m&uuml;ssen im Rahmen der Geldw&auml;scherichtlinie eingeschr&auml;nkt werden. Zwischen Mitgliedsstaaten und EU-Kommission findet zu Finanzstr&ouml;men von Terroristen offenbar trotz gegenteiliger Verpflichtungen &uuml;berhaupt kein Informationsaustausch statt. Dies ergaben meine schriftlichen Nachfragen an den Rat, die Kommission und die Bundesregierung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/670.ecofin-terrorfinanzierung-geht-weiter.html\">Fabio de Masi<\/a><\/li>\n<li><strong>Explosion der franz&ouml;sischen R&uuml;stungsexporte an Terrorfinanziers<\/strong><br>\nDie R&uuml;stungsauftr&auml;ge f&uuml;r franz&ouml;sische Konzerne haben sich seit 2013 mehr als verdoppelt. Einer der Hauptgr&uuml;nde: Saudi-Arabien und andere Golfdespotien honorieren, dass Frankreich 2013 am entschiedensten f&uuml;r einen Milit&auml;rschlag AUF SEITEN von IS, Al Nusra &amp; Co gegen die syrische Regierung eingetreten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.werkstatt.or.at\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1371&amp;Itemid=1\">Solidar-Werkstatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>I got Syria so Wrong<\/strong><br>\n&ldquo;[&hellip;] Assad, told me in late February 2011 that he would sever all anti-Israel relationships with Iran, Hezbollah and Hamas and abstain from all behavior posing threats to the State of Israel, provided all land lost by Syria to Israel in the 1967 war&mdash;all of it&mdash;was returned. My conversation with him was detailed in terms of the relationships to be broken and the behavior to be changed. He did not equivocate. He said he had told the Iranians that the recovery of lost territory&mdash;the Golan Heights and pieces of the Jordan River Valley&mdash;was a matter of paramount Syrian national interest. He knew the price that would have to be paid to retrieve the real estate. He implied that Iran was OK with it. He said very directly he would pay the price in return for a treaty recovering everything.<br>\nIsraeli Prime Minister Benjamin Netanyahu was interested. He was not at all eager to return real estate to Syria, but he found the idea of prying Syria out of Iran&rsquo;s grip fascinating. And the negative implications for Hezbollah of Lebanon following Syria&rsquo;s peace accord with Israel were not lost on him in the least. Although there were still details to define about the meaning of &ldquo;all&rdquo; in the context of the real estate to be returned, Netanyahu, too, knew the price that would ultimately have to be paid to achieve what he wanted.<br>\nBut by mid-April 2011 the emerging deal that had looked promising a month earlier was off the table. By firing on peaceful demonstrators protesting police brutality in the southern Syrian city of Deraa, gunmen of the Syrian security services shredded any claim Assad had to governing legitimately. [&hellip;].&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atlanticcouncil.org\/blogs\/syriasource\/i-got-syria-so-wrong\">Atlantic Council<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C. F.:<\/strong> Angesichts dessen, und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29408#h02\">der &Auml;u&szlig;erungen Ahtimaaris<\/a>, ist zu fragen: Wer genau hat hier denn &ldquo;brinkmanship&rdquo; betrieben, wer hat die Eskalation hochgefahren, obwohl diese Verhandlungsoptionen in Griffweite lagen? Bedenke man, dass die USA selber bei Unruhen die Nationalgarde auffahren, von unz&auml;hligen T&ouml;tungen durch die Polizei ganz zu schweigen, und in Nahost selber Israel f&uuml;r sich neuerdings das Recht rausnimmt, auf Steine und Zwillen mit scharfer Munition zu antworten, muss man zwangsweise an das alte Sprichwort denken: Quid licet bovi non licet Iovi. Was Jupiter erlaubt ist, gilt f&uuml;r den Ochsen noch lange nicht. Wie auch immer von jedweder Seite die Schuldfrage beantwortet wird: Der Krieg in Syrien hat eine fatale Eigendynamik in Gang gesetzt, bei der die einseitige Schuldzuweisung letztlich nicht einen Ausweg geben kann. Insofern nehme ich die Reue, die Herr Hof im Artikel vorgibt, ihm nicht ab.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ex-Geisel warnt vor Luftangriffen auf Terrormiliz<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Journalist Nicolas H&eacute;nin war zehn Monate Geisel der Terrormiliz IS. Alle seine Mitgefangenen wurden gek&ouml;pft. Dennoch appelliert H&eacute;nin an die Anti-Terror-Koalition, die Islamisten nicht zu bombardieren.<br>\nIn einem Video sagte Nicolas H&eacute;nin, den IS zu bombardieren, w&uuml;rde die Terroristen nur st&auml;rken. &ldquo;Sie f&uuml;rchten unsere Einheit mehr als unsere Luftangriffe&rdquo;, sagte der Journalist in einem Interview, das bei Youtube von der Organisation &ldquo;The SyriaCampaign&rdquo; gepostet wurde.<br>\n&ldquo;Die Sieger dieses Kriegs werden nicht die Parteien sein, die die neuesten, teuersten, hochentwickeltsten Waffensysteme haben, sondern die Partei, der es gelingt, die Menschen auf ihre Seite zu bringen&rdquo;, sagte H&eacute;nin. Dass viele Syrer und Iraker nach Europa &ndash; in der Vorstellungen der islamistischen Terroristen &ldquo;L&auml;nder der Ungl&auml;ubigen&rdquo; &ndash; fliehen, sei ein &ldquo;Schlag f&uuml;r den IS&rdquo;.<br>\nBomben jedoch werden laut H&eacute;nin viele Menschen in die H&auml;nde der Dschihadisten treiben. Viel wichtiger sei es, dass die Menschen in den Krisenregionen an eine politische L&ouml;sung des Konflikts glaubten. Wenn dies gew&auml;hrleistet sei, w&uuml;rde die Terrormiliz kollabieren.<br>\nF&uuml;r die Terroristen, so ist sich H&eacute;nin sicher, w&auml;re es verheerend, wenn den Menschen in Syrien und Irak das Gef&uuml;hl von Sicherheit vermittelt werden w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nicolas-henin-ex-geisel-warnt-vor-luftangriffen-auf.1818.de.html?dram:article_id=338797\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Afghanistan<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Der gro&szlig;e Afghanistan-Schwindel<\/strong><br>\nKritik an Korruption, Armut und Frauenunterdr&uuml;ckung ist bis heute gef&auml;hrlich f&uuml;r Aktivisten in Afghanistan<br>\n&hellip; Ihre Antwort ist blanke Ironie, dabei verzieht Mariam Rawi keine Miene: Auf die Frage, was der Sturz der Taliban gebracht hat, antwortet sie: &raquo;Fr&uuml;her kamen nur f&uuml;nf Prozent der globalen Opiumproduktion aus Afghanistan, jetzt sind es &uuml;ber 90 Prozent. Von 30 Millionen Menschen im Land sind drei Millionen drogens&uuml;chtig und acht Millionen erwerbslos. Alle 30 Sekunden stirbt eine Frau wegen mangelnder medizinischer Versorgung. Laut einigen Studien ist Afghanistan f&uuml;r ein weibliches Kind der schlimmste Ort, geboren zu werden. In manchen Dingen, auch bei Korruption, sind wir also Weltspitze.&laquo;<br>\nRawi arbeitet f&uuml;r die Revolution&auml;re Vereinigung der Frauen Afghanistans (RAWA). Vor Kurzem reiste sie mit zwei weiteren Mitgliedern der afghanischen Zivilgesellschaft durch Deutschland, um einen alternativen Blick auf die Lage im Land zu geben. Nach dem, was sie erz&auml;hlen, haben die Darstellungen der Bundesregierungen der letzten Jahre nur einen Titel verdient: der gro&szlig;e Afghanistan-Schwindel.<br>\nUm das Bild eines Landes auf dem richtigen Weg aufrecht zu erhalten, werden die kritischen Stimmen ausgeblendet. So hatten die Regierungsfraktionen beispielsweise am 11. November die afghanische Pr&auml;sidentengattin Rula Ghani in den Ausschuss f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eingeladen, es aber abgelehnt, Rawi und eine andere Frau zu empfangen, deren Organisation sich f&uuml;r die Familien Ermordeter und gegen Straflosigkeit engagiert. &raquo;Rula Ghani repr&auml;sentiert die kleine Elite Afghanistans, die mit der Lebenssituation und den t&auml;glichen Gefahren und Bedrohungen der Mehrheit der Frauen wenig zu tun hat&laquo;, kritisierte die LINKE-Bundestagsabgeordnete Heike H&auml;nsel. Ghani sei erst 2001 nach Afghanistan gekommen. Bis dahin hatte sie mit ihrem Mann in den USA gelebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/993123.der-grosse-afghanistan-schwindel.html\">neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Afghanistan &ndash; Von der Leyen will Schutzregionen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nDie deutsche und die afghanische Regierung wollen f&uuml;r einen besseren Schutz von Fl&uuml;chtlingen innerhalb Afghanistans sorgen.<br>\nVerteidigungsministerin von der Leyen sagte nach Gespr&auml;chen in Kabul, es m&uuml;ssten stabile Regionen geschaffen werden, in denen die Menschen Sicherheit f&auml;nden. Ziel sei es, den Afghanen eine langfristige Perspektive in ihrem Land anzubieten. Sie sind derzeit nach den Syrern die zweitgr&ouml;&szlig;te Gruppe unter den Asylbewerbern in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/afghanistan-von-der-leyen-will-schutzregionen-fuer.1947.de.html?drn:news_id=555930\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Afghanistan &ndash; Bundeswehr bef&uuml;rchtet Machtgewinn der Taliban<\/strong><br>\nIn Afghanistan droht nach Meinung der Bundeswehr eine neue massive Offensive der radikal-islamischen Taliban. Wie die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung unter Berufung auf den &ldquo;Ausblick Sicherheitslage 2016&rdquo; berichtet, wird den Taliban eine &ldquo;zunehmend erfolgreiche Kampff&uuml;hrung&rdquo; bescheinigt, die in Afghanistan &ldquo;insgesamt zu einer Verschlechterung der Sicherheits- und Bedrohungslage&rdquo; f&uuml;hre.<br>\nDie Islamisten k&ouml;nnten ihre Aktionen &ldquo;effektiver koordinieren&rdquo; und in gr&ouml;&szlig;eren Gruppen auftreten, hei&szlig;t es in dem Bundeswehrbericht weiter. Parallel drohe ein Zusammenbruch der afghanischen Sicherheitskr&auml;fte, die jahrelang &ndash; auch von der Bundeswehr &ndash; aufgebaut worden waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/afghanistan-bundeswehr-fuerchtet-machtgewinn-der-taliban-a-1066371.html\">Spiegel online<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gauck ruft zu mehr Engagement gegen Fl&uuml;chtlingselend auf<\/strong><br>\n&laquo;Die V&ouml;lkergemeinschaft muss sich schon &uuml;berlegen, ob sie es dulden will, wenn Ern&auml;hrungsprogramme runtergefahren werden m&uuml;ssen. Das geht so nicht&raquo;, sagte Gauck nach einem Besuch des Fl&uuml;chtlingslagers Asrak in Jordanien nahe der syrischen Grenze. &laquo;Wir m&uuml;ssen uns bewusst machen, dass jeder Dollar, jeder Euro, den wir in Bildung und Ausbildung stecken, auch eine Art Pr&auml;vention gegen die Ausweitung von Terrorismus ist.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.badisches-tagblatt.de\/DPAnewsticker\/00_20151208122326_115423823-Gauck-ruft-zu-mehr-Engagement-gegen-Fluechtlin.html\">Badisches Tagblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CW:<\/strong> Gauck scheint aus den Demissionen seiner Vorg&auml;nger gelernt zu haben: Klare Statements an diejenigen, die es betrifft, k&ouml;nnten auf die Dauer den Kopf kosten. Viel verklausulierter als er hier kann man es wohl nicht mehr ausdr&uuml;cken, wenn er so anonym verallgemeinernd &bdquo;die V&ouml;lkergemeinschaft&ldquo; ermahnt, sich zu &bdquo;&uuml;berlegen&ldquo;, ob sie &bdquo;dulden will, wenn Ern&auml;hrungsprogramme runtergefahren werden m&uuml;ssen&ldquo;. Aber wie der n&auml;chste Satz zeigt, scheint Gauck auch vor allem die Eind&auml;mmung des Terrorismus umzutreiben, f&uuml;r das Elend vor Ort bleibt er blind. Auch scheint er falsch informiert hinsichtlich der deutschen Bilanz in dem Thema, wenn er sagt: &laquo;Die deutsche Bev&ouml;lkerung bietet daf&uuml;r allerhand an mit ihrer Aufnahmebereitschaft und den Solidarit&auml;tsbekundungen, den unz&auml;hligen Freiwilligen, die den Hilfswerken und dem Staat helfen, diese Herausforderungen zu meistern&raquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Lage der Fl&uuml;chtlinge in Jordanien: Dann lieber zur&uuml;ck nach Syrien<\/strong><br>\nIm Grunde hatte Achmed genau zwei M&ouml;glichkeiten: Nach Europa zu fliehen und sein Leben zu riskieren. Oder: Nach Syrien zur&uuml;ckzukehren und sein Leben zu riskieren. In Jordanien zu bleiben, wo er seit 2013 mit seiner Frau und den drei kleinen Kindern in wechselnden kargen Behausungen lebte, war keine Option.<br>\n&ldquo;Es ist f&uuml;r mich immer wieder schockierend mitzubekommen, wie Menschen solche Entscheidungen zwischen Leben und Tod treffen&rdquo;, sagt Volker Schimmel, UNHCR-Koordinator in Amman, der Hauptstadt Jordaniens. Achmed hat sich &ndash; wie Tausende andere &ndash; f&uuml;r Europa entschieden. Alles oder Nichts. Immerhin hatte er so eine kleine Chance auf ein gl&uuml;ckliches Leben. &hellip;<br>\nIn Jordanien kippte die Situation Anfang des Jahres<br>\nDie jordanische Regierung bem&uuml;ht sich zwar um die Fl&uuml;chtlinge, indem sie versucht, Schulpl&auml;tze f&uuml;r Fl&uuml;chtlingskinder und Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Und auch die Bev&ouml;lkerung zeigte sich bislang &uuml;berraschend solidarisch: Manche nahmen syrische Familien bei sich auf. Doch das Land ist mit der gro&szlig;en Masse der Fl&uuml;chtlinge v&ouml;llig &uuml;berfordert. Etwa 630.000 sind es derzeit nach UNHCR-Angaben, das entspricht etwa 10 Prozent der jordanischen Bev&ouml;lkerung.<br>\nVollends gekippt war die Situation Anfang des Jahres, als die UN-Hilfswerke ihre Finanzierung f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge in der Region drastisch k&uuml;rzen mussten. Die Spendenbereitschaft der internationalen Geldgeber sank, je l&auml;nger die Krise andauerte, die zugesagten Mittel flossen nicht oder zu langsam. Auch aus Deutschland kam das Geld nicht schnell genug, obwohl die UN bereits ein Jahr im Voraus immer wieder SOS-Appelle an die Weltgemeinschaft richtete.<br>\nEine Fl&uuml;chtlingswanderung mit Ansage<br>\nDaraufhin musste das UN-Weltern&auml;hrungsprogramm WFP, das sich um die Nahrungsmittelversorgung Notleidender in Syrien in den Nachbarl&auml;ndern k&uuml;mmert, seine Hilfen drastisch k&uuml;rzen. Statt vorher 28 Dollar pro Monat pro Person, konnten nur noch etwa 13,50 Dollar gezahlt werden. Die Menschen litten buchst&auml;blich Hunger.<br>\nDie Folge: Ein Exodus der Fl&uuml;chtlinge, die in den Nachbarl&auml;ndern Syriens untergekommen waren, Richtung Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/fluechtlinge-jordanien-151.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CW:<\/strong> Eine ern&uuml;chternde Darstellung, die deutlich mehr sagt als die Beitr&auml;ge, die anl&auml;sslich des Gauck-Besuchs vor Ort so &uuml;ber die Ticker und Bildschirme liefen. Allerdings muss man aufmerksam lesen und sich auf die Fakten konzentrieren, geschickt eingestreute Bewertungen wie &bdquo;Deutschland hat aus seinen Fehlern gelernt und die Hilfen deutlich aufgestockt.&ldquo; liegen leider deutlich daneben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Trump zieht Vergleich mit Zweitem Weltkrieg<\/strong><br>\nDer Republikaner verteidigt seine Forderung nach einem Einreiseverbot f&uuml;r Muslime. Er vergleicht die Ma&szlig;nahme mit der Internierung von Ausl&auml;ndern im Zweiten Weltkrieg.<br>\nDer republikanische US-Pr&auml;sidentschaftsbewerber Donald Trump hat seine Forderung nach einem Einreiseverbot f&uuml;r Muslime in die USA verteidigt. Bei einer Wahlkampfveranstaltung verlangte er erneut, Muslime sollten nicht ins Land gelassen werden, bis klar sei, &ldquo;was zur H&ouml;lle los ist&rdquo;. Er verglich die von ihm geforderte Ma&szlig;nahme mit dem Vorgehen des ehemaligen US-Pr&auml;sidenten Franklin D. Roosevelt w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs. Das berichteten mehrere amerikanische Medien.<br>\nRoosevelt hatte nach dem japanischen Angriff auf die US-Pazifikflotte Pearl Habor im Jahr 1941 Tausende Japaner, Deutsche und Italiener als &ldquo;feindliche Ausl&auml;nder&rdquo; klassifiziert. Rund 116.00 Japaner und amerikanische Staatsb&uuml;rger japanischer Abstammung wurden als Sicherheitsrisiko eingestuft und in Internierungslager eingewiesen. Etwa 11.000 Deutsche und 3.000 Italiener waren ebenfalls von diesen Ma&szlig;nahmen betroffen.<br>\nTrump sagte laut der New York Times, er bef&uuml;rworte zwar keine so drastische Ma&szlig;nahme wie gegen die Japaner zu Kriegszeiten. Doch so wie Amerika in den 1940er Jahren im Krieg gewesen sei, sei das Land jetzt im Krieg mit einem radikalen Islam.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-12\/san-bernardino-trump-einreiseverbot-muslime-roosevelt\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CW: Frage:<\/strong> Kandidiert dieser Mann wirklich f&uuml;r das Wei&szlig;e Haus, oder genie&szlig;t er es nur, der Versuchsballon f&uuml;r die ernsthaften Konkurrenten in seinem Windschatten zu sein, wie weit man in den USA heute gehen kann?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Man soll es ja kaum glauben, aber bei den aktuellen Umfragen zur republikanischen Nominierung liegt Donald Trump seit Mitte Juli vorne und ein Konkurrent nach dem anderen versinkt im Popularit&auml;tssumpf. <\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151209_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151209_01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Und auch im direkten Vergleich mit der demokratischen Favoritin Clinton liegt Trump momentan &bdquo;nur&ldquo; 3,3 Prozentpunkte zur&uuml;ck. <\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151209_02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151209_02-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Die ersten Primaries finden im Fr&uuml;hjahr statt. Bis dahin ist nat&uuml;rlich noch viel Zeit.  Man mag gar nicht ernsthaft daran denken, was w&auml;re, wenn die Amerikaner diesen Mann wirklich ins Amt w&auml;hlen sollten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wolfgang Sch&auml;uble spielt auf Zeit<\/strong><br>\nDer deutsche Finanzminister will einen europaweiten Haftungsfonds f&uuml;r Banken stoppen. Hinter den Kulissen l&auml;uft dazu gerade in Br&uuml;ssel ein heftiger Schlagabtausch.<br>\n&hellip; Worum es geht, ist der Plan von EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker, schrittweise einen europ&auml;ischen Fonds einzurichten, der f&uuml;r die Einlagen der Banken in der Union haftet. Was f&uuml;r Juncker &ndash; und mit ihm vor allem die Vertreter schw&auml;cherer EU-L&auml;nder &ndash; ein logischer Schritt auf dem Weg hin zu mehr Sicherheit vor Bankenpleiten und ihren Folgen ist, beargw&ouml;hnen vor allem die Deutschen als Vergemeinschaftung der Haftungsrisiken.<br>\nAuf den ersten Blick verwundert die aktuelle Zur&uuml;ckhaltung der Deutschen. Schlie&szlig;lich ist es nicht neu, dass die Bundesregierung nichts von den Pl&auml;nen der EU-Kommission h&auml;lt. Noch vor nicht allzu langer Zeit hatten sie Juncker geraten, seine Pl&auml;ne mindestens um ein oder zwei Jahre zu verschieben. Begr&uuml;ndung: Nach den Zahlungen an Griechenland sind neue Haftungsrisiken f&uuml;r andere L&auml;nder und deren Banken politisch in Deutschland kaum durchsetzbar. Und doch gibt es Widerspr&uuml;che oder zumindest Unklarheiten in dem, was aus Berlin verlautbart, und es wird in Br&uuml;ssel geschwiegen, wenn man sie benennt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-12\/europaeischer-haftungsfond-banken-wolfgang-schaeuble\">Die ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CW:<\/strong> Die von den Zeit-Redakteuren vermeintlich beobachtete Frage, ob es sich um ein &bdquo;Jetzt nicht&ldquo; oder ein &bdquo;inakzeptabel&ldquo; handelt, ist schnell beantwortet, erkennt man doch nur allzu leicht die gleiche Methode, die auch Griechenland gegen&uuml;ber angewandt wurde und wird. Eine gemeinsame Einlagensicherung ist nicht gewollt. Das schr&auml;nkte doch zu sehr die M&ouml;glichkeiten ein, nach eigenem Ma&szlig;stab zu entscheiden, wer, wann und in welcher H&ouml;he gerettet werden soll. Unsch&ouml;n ist allerdings, dass man den Sparkassen-Pr&auml;sidenten Fahrenschon als vermeintlichen Vertreter der kleinen Leute vorschickt, um zu beklagen: &ldquo;Es &uuml;berrascht im &Uuml;brigen, dass in einer derart gravierenden Frage die EU-Kommission gegen den Willen eines Mitgliedstaates handelt, der erkennbar der Hauptleidtragende eines derartigen Vorschlags ist.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Der Wind des Zorns&ldquo; &ndash; Frankreich hat gew&auml;hlt<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich haben die meisten deutschen Medien in ihrer unertr&auml;glichen Selbstzufriedenheit sofort &bdquo;festgestellt&ldquo;, dass es der Terrorakt von vor drei Wochen war, der dem Front National die W&auml;hler zugetrieben hat. Daf&uuml;r spricht aber wenig. Viel mehr spricht daf&uuml;r, dass der lang anhaltende Siegeszug des Front National durch die Terrorakte und die rasche &bdquo;Kriegserkl&auml;rung&ldquo; des Pr&auml;sidenten, die seine Popularit&auml;t hochschnellen lie&szlig;, sogar verlangsamt wurde.<br>\nAber selbst bei denjenigen in den deutschen Kommentarspalten, die wenigstens merken, dass hinter diesem Sieg ein langer Aufstieg der Nationalisten steht (wie hier in der SZ), kommt als Erkl&auml;rung nicht mehr als ein unertr&auml;gliches Sammelsurium an Vorurteilen heraus. Als einziger Fehler des deutschen Nachbarn wird seine Gro&szlig;z&uuml;gigkeit in der Fl&uuml;chtlingsfrage genannt, von der Eurokrise und dem langanhaltenden deutschen Fehlverhalten innerhalb der W&auml;hrungsunion ist selbstverst&auml;ndlich nicht die Rede.<br>\nNein, Ausl&ouml;ser dieses f&uuml;r Europa desastr&ouml;sen Wahlergebnisses ist das nun schon viele Jahre w&auml;hrende europ&auml;ische Debakel. Und, auch das muss man immer wieder klar und deutlich sagen: Es ist der deutsche Merkantilismus, gepaart mit Merkelantismus, die Frankreich dem&uuml;tigen und frustrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/der-wind-des-zorns-frankreich-hat-gewaehlt\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU-Ministertreffen: Kleinstaaten blockieren Regeln gegen Steuerflucht<\/strong><br>\nFragw&uuml;rdige Steuerdeals f&uuml;r Konzerne schm&auml;lern die Einnahmen von EU-Staaten um Milliarden. Jetzt sollen die Wirtschafts- und Finanzminister Gegenma&szlig;nahmen beschlie&szlig;en &ndash; doch die bisherigen Profiteure der Praxis leisten Widerstand.<br>\nEs k&ouml;nnte ein gro&szlig;er Schritt in Richtung zu mehr Steuergerechtigkeit werden &ndash; ein Moment, in dem die EU ihre Vorz&uuml;ge beweisen kann. Doch ob es wirklich dazu kommt, ist fraglich. Denn vor dem entscheidenden Treffen der EU-Wirtschafts- und Finanzminister an diesem Dienstag zeichnet sich eine Blockade ab.<br>\nEigentlich wollen die Minister bei ihrem Treffen in Br&uuml;ssel Beschl&uuml;sse zu zwei Themen fassen:<br>\nMa&szlig;nahmen gegen die Steuervermeidung internationaler Konzerne,<br>\ndie St&auml;rkung der sogenannten Gruppe Verhaltenskodex (&ldquo;Code of Conduct&rdquo;, CoC), die den sch&auml;dlichen Steuerwettbewerb zwischen EU-Staaten bek&auml;mpfen soll<br>\nDoch gegen die Einf&uuml;hrung von Regeln zur Steuerflucht haben einige Staaten in letzter Minute Widerspruch eingelegt. Zudem soll die umstrittene Geheimniskr&auml;merei der Gruppe Verhaltenskodex nicht etwa beseitigt, sondern festgeschrieben werden. &hellip;<br>\nIn Rundschreiben der luxemburgischen EU-Ratspr&auml;sidentschaft, die am 30. November an die EU-Botschafter der Mitgliedstaaten gingen, fallen insbesondere Malta, Zypern, Irland und Litauen als Blockierer auf. Sie geh&ouml;ren zu den gr&ouml;&szlig;ten Profiteuren der bisherigen Steuerpraktiken. &hellip;<br>\n&ldquo;Es ist unakzeptabel, dass die Kleinstaaten Malta, Zypern, Irland und Litauen das Prinzip der effektiven Mindestbesteuerung von Gewinnen sabotieren&rdquo;, kritisiert Gr&uuml;nen-Politiker Giegold. &ldquo;In einem Binnenmarkt ist es selbstverst&auml;ndlich, dass Gewinne zumindest einmal ernsthaft besteuert werden.&rdquo;<br>\nMalta verlangt dagegen eine &Auml;nderung im Beschlusstext f&uuml;r die Wirtschafts- und Finanzminister: Auf &ldquo;Besonderheiten von Mitgliedstaaten&rdquo; soll R&uuml;cksicht genommen werden.\n<p><em><strong>Anmerkung CW:<\/strong> Interessant sind, abgesehen davon, dass es selbstverst&auml;ndlich zu begr&uuml;&szlig;en ist, wenn Steuerflucht und Geheimniskr&auml;merei eingegrenzt werden sollen, vor allem zwei Dinge: Erstens, dass &bdquo;Besonderheiten von Mitgliedstaaten&ldquo; also nicht ber&uuml;cksichtigt zu werden brauchen, da es sich nur um &bdquo;Kleinstaaten&ldquo; handelt (s. dazu noch einmal den Bericht zur gemeinsamen Bankenhaftung, oben!), und zweitens, dass die in diesem Thema bisher besonders hervorgetretenen <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/luxleaks-luxemburg-und-niederlande-blockierten-steuergesetze-a-1061459.html\">Luxemburg und Niederlande<\/a> den schwarzen Peter nach Jahren offenbar an andere losgeworden sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Studie von Ratingagentur: Klimawandel erschwert armen Staaten Kreditzugang<\/strong><br>\nVom Klimawandel stark betroffene L&auml;nder k&ouml;nnten bald in ihrer Kreditw&uuml;rdigkeit herabgestuft werden. Am st&auml;rksten betroffen sind Staaten der Karibik und in S&uuml;dostasien.<br>\nL&auml;ngere D&uuml;rren, heftige Wirbelst&uuml;rme, verheerende &Uuml;berschwemmungen, Bedrohungen durch neue Krankheiten &ndash; die Liste der dem Klimawandel zugeschriebenen lebensbedrohlichen Folgen f&uuml;r Hunderte Millionen Menschen ist lang. Als w&auml;re das nicht genug, droht von den Finanzm&auml;rkten eine weitere Bedrohung: die Herabstufung der Kreditw&uuml;rdigkeit der vom Temperaturanstieg besonders betroffenen, meist &auml;rmeren Staaten.<br>\nKlimadiplomaten f&uuml;hren die Debatte dar&uuml;ber seit einigen Jahren unter dem Stichwort &bdquo;Loss and Damage&ldquo;. Arme, besonders von Natursch&auml;den betroffene Staaten verlangen einen Finanzausgleich f&uuml;r Zerst&ouml;rungen und Hilfe bei der Bew&auml;ltigung deren Folgen. Das Thema ist kompliziert, weil nicht &bdquo;jedes vom Sturm zerst&ouml;rte Haus eine Folge des Klimawandels sein muss&ldquo;, wie es ein Verhandler ausdr&uuml;ckt. Insbesondere die Vereinigten Staaten widersetzen sich den Forderungen strikt. Die Bundesregierung sucht mit Hilfe auch des M&uuml;nchener Versicherungskonzerns Munich Re eine Br&uuml;cke zu bauen und hat eine Initiative zum Ausbau von Katastrophenversicherungen vorgeschlagen.<br>\nDie G-7-Staaten sind darauf eingeschwenkt. Sie haben im Sommer das Ziel genannt, in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren sollten 400.000 Menschen von einer solchen Katastrophenversicherung profitieren. Im Schadenfall bek&auml;men sie oder Regionalverwaltungen Geld von der Versicherung, damit H&auml;user repariert und Saatgut gekauft werden k&ouml;nnten. Zu Beginn sollen die Pr&auml;mien vom Westen bezuschusst werden, sp&auml;ter, wenn die Menschen Vertrauen in das System gefasst haben, soll es sich allein finanzieren. Erste positive Erfahrungen seien schon in Afrika und der Karibik gemacht worden, wo 100.000 Menschen bereits versichert seien. Als Zeichen ihres guten Willens haben die G-7-Staaten am Wochenende mitgeteilt, dass zum Start 180.000 Menschen von der Versicherung profitieren sollen. 420 Millionen Dollar, also mehr als die am Samstag vom Entwicklungsministerium genannten 300 Millionen Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/klimagipfel\/klimawandel-erschwert-armen-staaten-kreditzugang-13953614.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CW:<\/strong> Unglaublich. Man muss zweimal hinschauen, um sich zu vergewissern, auf keinem Satireportal gelandet zu sein, und das Datum neu synchronisieren lassen, um sicherzustellen, dass man nicht den Winter verschlafen hat und schon wieder 1. April ist. Ohne Zweifel handelt es sich aber um die FAZ, nicht die titanic oder den Postillon. Kein Wort &uuml;ber Ursachen oder Verursacher, geschweige denn von globaler Solidarit&auml;t. Obwohl: Der Bundesregierung sei dank ist ja Hilfe schon unterwegs in Form der neuen Katastrophenversicherungen&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;FRISS ODER HARTZ&rdquo; Deutscher Neoliberalismus im R&uuml;ckblick<\/strong><br>\nDas Video ist an das Buch &ldquo;Friss oder Hartz&rdquo; angelehnt. Wie im Buch versinnbildlichen zahlreiche Archivdokumente die Arbeitsmarkt- und Sozialstaatsreformen der rot-gr&uuml;nen Schr&ouml;der-Regierung ab 2003 (Agenda 2010 \/ Hartz IV), sowie die daraus resultierenden und bis heute andauernden Missst&auml;nde auf dem Arbeitsmarkt bzw. die einhergehende Verarmung eines Gro&szlig;teils der Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=OFOxBrcrYlc\">Laurent Joachim auf Youtube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Greenpeace exposes sceptics hired to cast doubt on climate science<\/strong><br>\nAn undercover sting by Greenpeace has revealed that two prominent climate sceptics were available for hire by the hour to write reports casting doubt on the dangers posed by global warming.<br>\nPosing as consultants to fossil fuel companies, Greenpeace approached professors at leading US universities to commission reports touting the benefits of rising carbon dioxide levels and the benefits of coal. The views of both academics are well outside mainstream climate science.<br>\nThe findings point to how paid-for information challenging the consensus on climate science could be placed into the public domain without the ultimate source of funding being revealed.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2015\/dec\/08\/greenpeace-exposes-sceptics-cast-doubt-climate-science\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D. F.:<\/strong> Die Greenpeace-Aktion zeigt ja nur die Spitze eines Eisberges &ndash; pr&auml;zise diese Situation, n&auml;mlich, dass Wissenschaftler kaufbar werden, ist mit jetziger Politik durchaus beabsichtigt (Stichw&ouml;rter &ldquo;Wissenschaftsprekariat&rdquo;, &ldquo;Drittmittel&rdquo; u.&Auml;.m.).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Rechtsruck und seine tiefe Sinnkrise<\/strong><br>\nDer New Conservatism ist in der westlichen Welt im politischen Aufschwung. In Europa gewinnt er Wahlen oder r&uuml;ckt als neue Kraft (in Form von &raquo;patriotischen Alternativen&laquo;) in die Parlamente ein. In S&uuml;damerika stellt er wieder Regierungsoberh&auml;upter und in den Vereinigten Staaten schickt er populistische Hardliner ins Pr&auml;sidentschaftsrennen. Der Rechtsruck ist sp&uuml;rbar. Und doch steckt der New Conservatism in einer herben Sinnkrise, was sich an Personal und Gefolgschaft deutlich ablesen l&auml;sst. War er in den angels&auml;chsischen Achtzigern und Neunzigern (und mit einiger Versp&auml;tung auch in den Zehnern des 21. Jahrhunderts in Mitteleuropa) noch am neoliberalen Glaubensbekenntnis ausgerichtet, so fehlt ihm heute Orientierung und Sinnstiftung. Er wird von einer geschmacklosen Bewegung des modernen Konservatismus zu einem esoterischen Zirkel und einer Teepause f&uuml;r Leute mit verschw&ouml;rungstheoretischer Konditionierung. Der New Conservatism ist in dieser neuen Form gef&auml;hrlicher denn je.<br>\nDonald Trump dreht am Rad. Sein Mitkonkurrent um den Posten als republikanischer Pr&auml;sidentschaftskandidat, Ben Carson hei&szlig;t der Mann, ist vielleicht noch schlimmer. Er hat einen komischen Weltblick. Zuletzt sagte er, dass der Holocaust nur geschehen sei, weil in Deutschland die Waffengesetze so streng seien. H&auml;tten Juden Waffen gehabt, h&auml;tten das alles verhindert werden k&ouml;nnen. Als Schwarzer wei&szlig; er au&szlig;erdem, dass man es schaffen kann, wenn man nur will. Es gibt keine Ausgrenzung; es gibt keinen Rassismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/12\/der-rechtsruck-und-seine-tiefe-sinnkrise.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;I Want a World of Peace&rdquo;: In Exclusive Interview UK Labour Head Jeremy Corbyn Opposes Bombing Syria<\/strong><br>\nWhat happened in Paris was appalling, disgraceful, disgusting. And this afternoon I was at one of the caf&eacute;s that was affected, and signed a remembrance book there. Is the response to that to start bombing Syria, or is the response to that to actually bring about and speed up a political dialogue, which at the end of the day is the only thing that&rsquo;s going to bring about peace in Syria? I support the political dialogue, not the military intervention.<br>\nA diplomatic solution would look like this. The Vienna process involves the Syrian government, all the neighboring governments&mdash;of Iran, of Iraq, of Turkey. It involves all of those&mdash;and Jordan, of course. In involves all the Gulf Cooperation Council countries. It involves Russia, involves the European Union. It involves the USA. It&rsquo;s not going to be easy, any of this. But are we going to go into a proxy war between all those competing groups in already what is a four-way civil war in Syria, or can we bring enough of them together to get at least a ceasefire in the Syrian civil war and real isolation of ISIL for its money, for its arms and for the way it sells its oil?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.democracynow.org\/2015\/12\/8\/i_want_a_world_of_peace\">democracy now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mehr als die H&auml;lfte der jungen Menschen im Land h&auml;lt das Bildungssystem f&uuml;r ungerecht<\/strong><br>\nDas ist das Ergebnis einer repr&auml;sentativen Forsa-Umfrage unter 14- bis 21-J&auml;hrigen. 55 Prozent der Befragten gaben an, dass Bildungschancen von sozialer und kultureller Herkunft abh&auml;ngen.<br>\nJe mehr pers&ouml;nliche Erfahrung die Befragten in Sachen Bildung mitbrachten, um so mehr sahen sie Ungerechtigkeiten: 45 Prozent waren es bei den 14- bis 16-J&auml;hrigen, 63 Prozent bei den 19- bis 21-J&auml;hrigen.<br>\nAu&szlig;erdem gaben 81 Prozent der Befragten an, dass die Schule nicht gut auf ein eigenst&auml;ndiges Alltagsleben vorbereitet.<br>\nDie Umfragen hatten der Stifterverband, die SOS Kinderd&ouml;rfer weltweit und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) zum heutigen Tag der Bildung in Auftrag gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stifterverband.org\/2015_12_07_tag_der_bildung_studie\">Stifterverband<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JW:<\/strong> Schlimm, von welcher Seite diese &bdquo;Kritik&ldquo; wieder einmal kommt &ndash; da werden die instrumentellen (Schein-)&ldquo;L&ouml;sungen&ldquo; nicht lang auf sich warten lassen&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutsche &Uuml;bersetzung von &ldquo;Untold History of US&rdquo;<\/strong><br>\nUnser Leser F.K. schreibt uns:<br>\nLiebe NachDenkSeiten,<br>\nzun&auml;chst ein gro&szlig;es Lob f&uuml;r Eure Arbeit!<br>\nUm die gro&szlig;artige 10. Folge von Oliver Stones &ldquo;Untold History of US&rdquo; auch den Menschen zug&auml;nglich zu machen die des Englischen nicht so m&auml;chtig sind d&uuml;rft Ihr gerne meine &Uuml;bersetzung verwenden.<br>\nBeste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nF.K.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/151209-oliver-stone-deutsch.pdf\">&Uuml;bersetzung [PDF &ndash; 147 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir hatten in unseren Videohinweisen vom Montag auf den Doku-.Film &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29397#h13\">Untold History of US<\/a>&ldquo; hingewiesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Professor Dr. Hans-Werner Sinn ist &ldquo;Hochschullehrer des Jahres&rdquo;<\/strong><br>\nHerr Kollege Sinn ist ein Wissenschaftler, der allein der Rationalit&auml;t verpflichtet ist und politischen Opportunismus nicht kennt. &hellip; Herr Kollege Sinn steht f&uuml;r unparteiliche, wissenschaftliche Expertise. Er ist ein meinungsfreudiger Freigeist und unabh&auml;ngiger Mahner jenseits des politischen Mainstreams &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hochschulverband.de\/cms1\/pressemitteilung+M5138111c6a8.html\">Deutscher Hochschulverband<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R. S.:<\/strong> Die Laudatio ist wirklich ein Bravourst&uuml;ck unfreiwilliger Komik. Wer die Inkarnation ideologisch gepr&auml;gter Unwissenschaftlichkeit zu einem rationalen Freigeist umdeklarieren kann, kann nat&uuml;rlich auch nicht wissen, was politischer Opportunismus ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Anstalt vom 8. Dezember 2015<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek#\/kanaluebersicht\/2078314\/sendung\/Die-Anstalt\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieses Mal mit den Themen Terror und Syrien &hellip; und wieder einmal gro&szlig;artig!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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