{"id":29639,"date":"2015-12-18T08:59:31","date_gmt":"2015-12-18T07:59:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639"},"modified":"2015-12-18T08:59:31","modified_gmt":"2015-12-18T07:59:31","slug":"hinweise-des-tages-2527","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h01\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h02\">Kriegsroutine in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h03\">&ldquo;Die Gesellschaft erwartet von Fl&uuml;chtlingen, dass sie &Uuml;bermenschen sind&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h04\">Wieder ein Brandanschlag auf Moschee und es wird wieder geschwiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h05\">&raquo;Das Amt erh&auml;lt mehr Befugnisse&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h06\">Ein Sieg f&uuml;r Deutschlands Arbeitnehmer: Klaus Zimmermann verl&auml;sst das IZA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h07\">Schengen und die versteckte Wiedereinf&uuml;hrung der Grenzkontrollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h08\">Zukunft Bahn &ndash; &bdquo;Jeder Stein wird umgedreht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h09\">Das Transpazifische Freihandelsabkommen (TPP)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h10\">Die Waffen ruhen nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h11\">Multipolare Weltordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h12\">Radikale Demokratie ist ein Lernprozess<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h13\">&ldquo;Du Schlampe, ich wei&szlig;, wo du studierst&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h14\">Die feinen Unterschiede wachsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h15\">Thorsten, Xavier und die rechten Leute von links<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h16\">Suizid als Dienstleistung? Bundestag verbietet die gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ige Sterbehilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h17\">Stevia: Ein klassischer Fall von Biopiraterie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639#h18\">Zu guter Letzt: Halbzeit-Bilanz<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29639&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein neuer Krieg mit alten Mitteln?<\/strong><br>\nKnapp zwei Wochen nach dem Schock der Pariser Anschl&auml;ge stand fest: Deutschland wird Frankreich die Solidarit&auml;t auch milit&auml;risch nicht vorenthalten und sich mit 1200 Soldaten, Aufkl&auml;rungs-Tornados und Schiffen an den franz&ouml;sischen Luftschl&auml;gen in Syrien beteiligen. Der k&uuml;rzlich beschlossene Einsatz der Bundeswehr in Syrien ist der gr&ouml;&szlig;te Milit&auml;reinsatz Deutschlands seit der Beteiligung am Afghanistan-Krieg vor 14 Jahren.<br>\nDie Situation in Afghanistan 2001 und die Situation in Syrien heute sind grundlegend verschieden, und dennoch lohnt ein kurzer Blick auf Afghanistan 14 Jahre nach Beginn der NATO-Mission &ldquo;Enduring Freedom&rdquo;. Die Bilanz f&auml;llt ern&uuml;chternd aus: Die Taliban sind als milit&auml;rische und politische Kraft nicht aus dem Land verschwunden, sondern &uuml;ben in berechenbarer Regelm&auml;&szlig;igkeit t&ouml;dliche Anschl&auml;ge aus, darunter immer wieder auf Vertreter der Regierung oder die internationale Schutztruppe. Die vom Westen gest&uuml;tzte Regierung ist &uuml;beraus unpopul&auml;r und tief in Korruption und Vetternwirtschaft verstrickt. Die Perspektivlosigkeit der jungen Generation hat dazu beigetragen, dass Afghanistan im Jahr 2015 die drittgr&ouml;&szlig;te Gruppe an Fl&uuml;chtlingen in Europa stellte.<br>\nDie ausl&auml;ndischen Dschihadisten von Al-Qaida, welche das Regime der Taliban damals beherbergte, sind als Organisation zwar geschw&auml;cht &ndash; doch ihre Ideologie des militanten Dschihadismus hat in den 14 Jahren seit Beginn von &ldquo;Enduring Freedom&rdquo; in vielen Teilen der muslimischen Welt Ableger gefunden. Etliche dschihadistische Neugr&uuml;ndungen haben sie in fast alle Teile der muslimischen Welt getragen, von Nigeria &uuml;ber Nordafrika bis Bangladesh und Indonesien. Ein Blick auf die weltweiten Opferzahlen durch islamistische Terroranschl&auml;ge l&auml;sst zudem noch einen weiteren, verst&ouml;renden Schluss zu: 14 Jahre Krieg gegen den Terror haben nicht dazu beigetragen den islamistisch motivierten Terror zu schw&auml;chen &ndash; im Gegenteil: Er hat seitdem eine beispiellose Hochphase erlebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46863\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Mit Syrien hat das wenig zu tun&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung entsendet Flugzeuge der Bundeswehr in den Syrien-Krieg. Nach Expertenmeinung handelt es sich dabei um blinden Aktionismus. Doch der ist Teil einer Langzeitstrategie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/le-bohemien.net\/2015\/12\/17\/bundeswehr-syrien\/\">Le Bohemien<\/a><\/li>\n<li><strong>Terrorstaat gr&uuml;ndet Anti-Terror-B&uuml;ndnis<\/strong><br>\nSaudi-Arabien gab am Dienstag die Gr&uuml;ndung eines neuen Milit&auml;rb&uuml;ndnisses bekannt, mit dem das islamistische K&ouml;nigreich nach eigenen Angaben den Terror bek&auml;mpfen will. An der &bdquo;islamischen Koalition&ldquo; mit Sitz in Riad beteiligten sich 34 L&auml;nder, erkl&auml;rte der saudische Verteidigungsminister und Vize-Kronprinz Mohammed Bin Salman am Dienstag. In der Hauptstadt Riad werde ein gemeinsames Zentrum zur Koordinierung und Unterst&uuml;tzung von Milit&auml;reins&auml;tzen eingerichtet. Dem B&uuml;ndnis geh&ouml;ren unter anderem Katar, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Tunesien, &Auml;gypten, Pakistan und die T&uuml;rkei an. (1)<br>\nDie saudische Initiative deckt sich mit der zu Monatsbeginn ver&ouml;ffentlichten Analyse des Bundesnachrichtendienstes, wonach Riad bestrebt sei, seine au&szlig;enpolitische Agenda &bdquo;mit einer starken milit&auml;rischen Komponente sowie neuen regionalen Allianzen zu erweitern&ldquo;, um sich als &bdquo;Anf&uuml;hrer der arabischen Welt&ldquo; zu profilieren. Der BND warnte in diesem Zusammenhang vor der destabilisierenden Politik des saudischen K&ouml;nigshauses und seiner &bdquo;impulsiven Interventionspolitik&ldquo;. Die Bundesregierung hatte sich umgehend von der Einsch&auml;tzung des Geheimdienstes distanziert, der nur allzu bekannte Wahrheiten aussprach. Auf positive Resonanz Berlins st&ouml;&szlig;t hingegen die Gr&uuml;ndung der saudischen &bdquo;Anti-Terror-Allianz&ldquo;. [&hellip;]<br>\nRiad spricht von einer &bdquo;islamischen Koalition&ldquo;, tats&auml;chlich handelt es sich um eine sunnitische Koalition, die vor allem deshalb ins Leben gerufen wurde, um den Einfluss der dem saudischen K&ouml;nigshaus verhassten schiitischen Kr&auml;fte in der Region entgegenzuwirken. [&hellip;]<br>\nDer Kampf gegen den &bdquo;Islamischen Staat&ldquo; dient der neu gegr&uuml;ndeten Allianz offenkundig als Vorwand. H&auml;tten deren Mitglieder ein ernsthaftes Interesse daran, der Terrormiliz das Wasser abzugraben, w&uuml;rden sie den Geldfluss an den IS sowie den Nachschub an K&auml;mpfern und Waffen unterbinden, bevor sie gemeinsame milit&auml;rische Aktionen erw&auml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201512163784\/politik\/welt\/terrorstaat-gruendet-anti-terror-buendnis.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kriegsroutine in Berlin<\/strong><br>\nDer Terminkalender von Uwe Hiksch ist eine Zeittafel bundesdeutscher Kriegseins&auml;tze. Wenn im Parlament &uuml;ber die Entsendung des Milit&auml;rs entschieden wird oder die Bundeswehr ein Rekrutierungsb&uuml;ro er&ouml;ffnet&nbsp;&ndash; dann steht auch Hiksch &raquo;Gewehr bei Fu&szlig;&laquo;. Stets ruft er mit dem Verein Naturfreunde, dem er vorsteht, zur Protestdemonstration auf, auch die Friedenskoordination ist mit dabei. Einige Dutzend versammeln sich dann vor dem Reichstagsgeb&auml;ude. In Stellvertretung einer schweigenden Mehrheit, die Krieg gar nicht und Soldaten nicht im Ausland haben will. Seit f&uuml;nf Jahren geht das so. 13mal, vielleicht auch 14mal&nbsp;&ndash; so genau kann er das aus dem Kopf nicht sagen&nbsp;&ndash; stand Hiksch allein in diesem Jahr vor dem Parlamentsgeb&auml;ude. Gestern war es wieder soweit. Drinnen wurde abermals Krieg beschlossen.<br>\nEine Parlamentsmehrheit von 467 gegen nur 133 Stimmen verl&auml;ngerte am Donnerstag den Bundeswehreinsatz im Mittelmeer. Dort werden wie bislang 500 deutsche Soldaten an der NATO-gef&uuml;hrten &raquo;Operation Active Endeavour&laquo; teilnehmen. Vorgeblich sollen sie unter anderem den Seeraum &uuml;berwachen. Um einer Bedrohung des Milit&auml;rb&uuml;ndnisses durch &raquo;maritimen Terrorismus&laquo; vorzubeugen, wie es auf der Website des Bundestages hei&szlig;t. Dort l&auml;sst sich auch nachlesen, f&uuml;r wie gro&szlig; die Bundesregierung diese Gefahr h&auml;lt: &raquo;Weiterhin abstrakt&laquo;.<br>\nAuch in Afghanistan soll deutsches Milit&auml;r verbleiben. 480 Parlamentarier, darunter 19 der Gr&uuml;nen, votierten daf&uuml;r. Linke, der gr&ouml;&szlig;te Teil der Gr&uuml;nen sowie einige sozialdemokratische Abgeordnete verweigerten sich, sie kamen auf insgesamt 112 Gegenstimmen. Zehn Bundestagsmitglieder enthielten sich. Bis Ende 2016 wurde der Kriegseinsatz verl&auml;ngert. Neuerdings sollen bis zu 980 Soldaten statt bislang maximal 850 in Afghanistan stationiert werden. Fast eine Viertelmilliarde &ndash; 245,3 Millionen Euro &ndash; wird die Kriegsbeteiligung im kommenden Jahr kosten. Voraussichtlich.<br>\nSchon bevor das erste Wort im Plenarsaal gesprochen wurde, war klar, dass die Entschl&uuml;sse entsprechend fallen w&uuml;rden. Daran zweifelten auch die zwei Dutzend nicht, die am fr&uuml;hen Morgen mit Uwe Hiksch vor dem Bundestag froren. Eine von ihnen war Inge H&ouml;ger, Abgeordnete f&uuml;r die Linkspartei. Traurig sei es, meinte H&ouml;ger, dass man immer wieder protestierend vor dem Parlamentsgeb&auml;ude stehen m&uuml;sse. F&uuml;r die Bundesregierung sei es von strategischer Bedeutung, im Mittelmeer zu sein. &raquo;Um auf die umliegende Region, etwa Syrien und den Irak, zugreifen zu k&ouml;nnen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/12-18\/001.php\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Leadership for Syria<\/strong><br>\nMit gro&szlig; angelegten Stipendienprogrammen sucht die Bundesregierung die k&uuml;nftigen Eliten eines Nachkriegs-Syriens an Deutschland zu binden. Bereits im vergangenen Jahr hat das Ausw&auml;rtige Amt unter dem Titel &ldquo;Leadership for Syria&rdquo; begonnen, mehr als 200 ausgew&auml;hlte syrische Studierende in die Bundesrepublik zu holen und sie neben dem Studium gezielt in &ldquo;Regierungsf&uuml;hrung&rdquo;, Organisationsaufbau und &Auml;hnlichem fortzubilden.<br>\nDas Programm, das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) realisiert und als dessen gr&ouml;&szlig;tes Auslandsprogramm seit je bezeichnet wird, soll erkl&auml;rterma&szlig;en &ldquo;eine ausgew&auml;hlte Elite zuk&uuml;nftigen syrischen F&uuml;hrungspersonals&rdquo; auf die &ldquo;Mitgestaltung&rdquo; Syriens nach einem Ende des Krieges vorbereiten. Es sichert der Bundesrepublik damit breite Einflusskan&auml;le in das Damaskus der kommenden Jahrzehnte.<br>\nZus&auml;tzlich bem&uuml;ht sich Berlin, Studierende aus den nach Deutschland einreisenden Fl&uuml;chtlingen auszusieben und sie in seine Einflussbestrebungen einzubinden. Damit kristallisiert sich die Bundesrepublik als k&uuml;nftiger Bezugspunkt Nummer eins f&uuml;r die syrischen Eliten in Europa heraus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59276\">German Foreign Policy<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Die Gesellschaft erwartet von Fl&uuml;chtlingen, dass sie &Uuml;bermenschen sind&rdquo;<\/strong><br>\nSZ: In der Fl&uuml;chtlingsdebatte warnen viele vor jungen, muslimischen M&auml;nnern: Sie seien aggressiv, sexistisch, gef&auml;hrlich. Woher kommt dieses Bild?<br>\nK&uuml;bra G&uuml;m&uuml;&#351;ay: Das ist ein sehr typisches Bild, das schon in den vergangenen Jahrzehnten pr&auml;sent war. Der t&uuml;rkische Mann zum Beispiel wurde immer als potenzielle Gefahr f&uuml;r die deutsche Frau gesehen: ein Mann, der sehr potent, aggressiv, sexuell aufgeladen und respektlos gegen&uuml;ber Frauen sein soll. Ein &auml;hnliches Bild gab es in den 50er Jahren von Italienern, sp&auml;ter richtete sich dieses Bild gegen T&uuml;rken und Araber, gegen die Kinder der Gastarbeiter. Noch etwas sp&auml;ter wurden die M&auml;nner dann prim&auml;r als &ldquo;Muslime&rdquo;&nbsp;gesehen.<br>\nWarum h&auml;lt sich das Bild so hartn&auml;ckig?<br>\nEs sagt eigentlich mehr &uuml;ber die deutsche Gesellschaft aus als &uuml;ber den Islam oder diese M&auml;nner. N&auml;mlich dar&uuml;ber, wie sich die Deutschen selber sehen. Sie zeichnen ein idealisiertes Bild von Deutschland als Gesellschaft, in der es keinen Sexismus gibt. Stattdessen versuchen sie, den Sexismus in der eigenen Gesellschaft auf die neu Dazugekommenen zu projizieren, um damit zu suggerieren, dass das Problem importiert sei. Besonders krude wird es, wenn erzkonservative Politiker, die nichts mit Feminismus am Hut haben, pl&ouml;tzlich Sexismus beklagen, wenn es um Muslime oder Gefl&uuml;chtete geht. Sie vereinnahmen damit die feministische Debatte f&uuml;r ihre politischen&nbsp;Ziele.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/leben\/fluechtlinge-muslimischen-maennern-begegnen-die-menschen-mit-angst-1.2745018\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wieder ein Brandanschlag auf Moschee und es wird wieder geschwiegen<\/strong><br>\nIn der Nacht von Montag auf Dienstag kam es in der N&auml;he von Stuttgart zu einem Brandanschlag auf eine Moschee der T&uuml;rkisch-Islamischen Union Ditib, es war der 32 Angriff in diesem Jahr. Die gro&szlig;en Medien berichteten wieder einmal nicht, denn Gewalt scheint nur interessant zu sein, wenn sie von Muslimen ausgeht, nicht wenn sie sich gegen diese richtet, so das Credo.<br>\nEin &Uuml;berwachungsvideo, welches inzwischen auch im Netz ver&ouml;ffentlicht wurde, zeigt wie vier Vermumte Steine und Brands&auml;tze in die Moschee warfen, im Anschluss daran fl&uuml;chteten sie unerkannt. Der Schaden, so die Gemeinde, liegt bei fast 80.000 Euro, verletzt wurde gl&uuml;cklicherweise niemand.<br>\nGemeinsam hatte dieser Anschlag mit den Anderen, dass sie von der &Ouml;ffentlichkeit, wie auch von den meisten progressiven Gruppen leider ignoriert wurde, statt zur Solidarit&auml;t gegen antimuslimischen Rassismus aufzurufen. Diese Entwicklung hat etwas damit zu tun, dass die Muslime von vielen als indirekt Schuldige f&uuml;r die Gewalt ihnen gegen&uuml;ber angesehen werden. Schlie&szlig;lich, so die deutsche Allgemeinheit, hat der Muslim etwas gegen Demokratie, unterdr&uuml;ckt Frauen und s&auml;t Terror, dass sie bei solchen Idealen nicht geliebt werden und auch keine Solidarit&auml;t verdienen, scheint daher ausgemacht. Die unterstellten Ideale und Lebensweisen haben in der Realit&auml;t allerdings wenig gemein mit dem Alltag der gro&szlig;en Mehrheit der Muslime in diesem Land, viel eher sind sie ein Ausdruck der medialen Berichterstattung &uuml;ber Muslime und den Islam in den deutschen Medien, die zu 81% negativ ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/gesellschaft\/wieder-ein-brandanschlag-auf-moschee-und-es-wird-wieder-geschwiegen\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<p>dazu: <strong>Medien: Mehr &ldquo;r&uuml;ckhaltlose&rdquo; Berichterstattung gefordert<\/strong><br>\nIn einem FAZ-Beitrag, in dem die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Renate K&ouml;cher Ergebnisse einer repr&auml;sentativen Umfrage vorstellt, zeigten sich 51 Prozent &ldquo;in Teilen oder g&auml;nzlich unzufrieden&rdquo; mit der Berichterstattung zur Fl&uuml;chtlingssituation. Der &Ouml;ffentlichkeit werde die Wahrheit nicht zugemutet, so der Kern der Unzufriedenheit:<br>\n&bdquo;73 Prozent der Bev&ouml;lkerung pl&auml;dieren dagegen f&uuml;r eine r&uuml;ckhaltlose Berichterstattung, auch wenn dies zu negativen Auswirkungen und Reaktionen f&uuml;hren k&ouml;nnte.&ldquo;<br>\nDas &ldquo;dagegen&rdquo; bezieht sich auf eine Selbstzensur des Journalismus, die der &Ouml;ffentlichkeit kritische Aspekte vorenth&auml;lt, um bef&uuml;rchtete radikale Tendenzen nicht zu bef&ouml;rdern. Ob das nun aus manipulativer Absicht geschieht &ndash; woran f&uuml;r die paranoid gestimmte Sichtweise kein Zweifel besteht &ndash; oder aus p&auml;dagogischer Absicht (die Renate K&ouml;cher anf&uuml;hrt und die nicht so schlimm klingt), ist erst mal nicht so wichtig wie der Effekt der Bevormundung, der als unerw&uuml;nscht herausgestellt wird. F&uuml;r die journalistischen Aussparungen &auml;u&szlig;ert nur eine Minderheit Verst&auml;ndnis:<br>\n&bdquo;Die Aufforderung, dass Journalisten bei ihrer Arbeit immer auch die m&ouml;gliche Wirkung im Auge haben und sich daher mit der Schilderung kritischer Aspekte besser zur&uuml;ckhalten sollten, wenn sie eine verst&auml;rkt fremdenfeindliche Stimmung in der Bev&ouml;lkerung bef&ouml;rdern k&ouml;nnten, wird nur von 18 Prozent unterst&uuml;tzt, mehr von politisch desinteressierten als von den interessierten B&uuml;rgern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46891\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&raquo;Das Amt erh&auml;lt mehr Befugnisse&laquo;<\/strong><br>\nDurch vorgebliche Vereinfachung der Hartz-IV-Berechnung werden Bezieher noch schlechter gestellt. Ein Gespr&auml;ch mit Martin K&uuml;nkler. (&hellip;)<br>\nWelche neuen Probleme erwarten getrennt lebende Eltern mit dem Gesetzentwurf?<br>\nBislang wurde pr&auml;zise berechnet: Wie viele Tage lebt das Kind in welchem Haushalt. Das Amt wird es nun einfach so machen: Jeder der Elternteile erh&auml;lt die H&auml;lfte des Geldes. Wo sich das Kind zwei Drittel der Zeit aufh&auml;lt, werden k&uuml;nftig ungedeckte Kosten entstehen. Dabei h&auml;tten getrennt lebende Paare mit Kindern sowieso grunds&auml;tzlich mehr Bedarf, als sie erhalten: Es gibt zwei Kinderzimmer; Kleidungsst&uuml;cke, Spielzeug etc. doppelt. Kinders&auml;tze sind extrem mickrig: F&uuml;r ein Kleinkind unter sechs Jahren gibt es 234 Euro, ab Januar drei Euro mehr.<br>\nWird es zumindest bei Sanktionen Vereinfachungen geben, die Leistungsempf&auml;ngern zugutekommen?<br>\nDie Arbeitsministerin Andrea Nahles, SPD, hatte angek&uuml;ndigt, bei jungen Erwachsenen unter 25 Jahren das Gesetz entsch&auml;rfen zu wollen&nbsp;&ndash; denn ihnen wird bislang schon bei einem verpassten Termin oder &auml;hnlichem der Regelsatz komplett gestrichen. Im Gesetzentwurf ist davon keine Rede mehr.<br>\nWelche Auswirkungen gibt es auf die rechtliche Durchsetzung der Anspr&uuml;che?<br>\nDas Machtgef&auml;lle zwischen Beh&ouml;rden und Bed&uuml;rftigen wird vergr&ouml;&szlig;ert: Das Amt erh&auml;lt mehr Befugnisse. Wenn ein Gericht etwa entscheidet, dass das Amt falsch entschieden hatte, sollte der entsprechende Betrag bislang f&uuml;r zwei Jahre r&uuml;ckwirkend gezahlt werden. Nach dem Gesetzentwurf ist der Fehler erst ab dem Tag der gerichtlichen Entscheidung zu beheben. Die Bundesregierung sorgt also nicht mit mehr und besser ausgebildetem Personal daf&uuml;r, dass die Jobcenter rechtskonform arbeiten, sondern will Leistungen derer beschneiden, denen Geld rechtswidrig vorenthalten wurde. All dies will das B&uuml;ndnis &raquo;AufRecht bestehen&laquo; abwehren. Am bundesweiten Aktionstag, dem 10. M&auml;rz 2016, werden wir auf die Stra&szlig;e gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/12-18\/005.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ein Sieg f&uuml;r Deutschlands Arbeitnehmer: Klaus Zimmermann verl&auml;sst das IZA<\/strong><br>\nWenn es nach der Berichterstattung der FAZ geht, die als erste vom Abgang des Klaus F. Zimmermann beim Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit erfuhr, dann wurde ihm der Stuhl vor die T&uuml;r gesetzt, weil sein Schirmherr Klaus Zumwinkel und dessen Post-Stiftung mit seiner Arbeit unzufrieden waren. Das ist die am wenigsten plausible Variante. Zwei andere sind weit plausibler.<br>\nZimmermann  war einmal einer der einflussreichsten deutschen &Ouml;konomen. Er war gleichzeitig Chef des altehrw&uuml;rdigen Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin und des weniger bekannten Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn. Das IZA habe die Hartz-Reformen wissenschaftlich vorbereitet, r&uuml;hmte sich etwa Zimmermann. Unerm&uuml;dlich trommelte er mit seinem Institut f&uuml;r die &bdquo;Liberalisierung&ldquo; des Arbeitsmarktes und gegen Teufelszeug wie den Mindestlohn. Er tat dies 17 Jahre lang mit sehr reichlicher Finanzausstattung von Deutschlands gr&ouml;&szlig;tem Arbeitgeber, der Post und in enger Kooperation mit dem Ex-Postchef Klaus Zumwinkel, f&uuml;r den er 1998 das IZA gr&uuml;ndete und seither leitete.<br>\nDen Job beim DIW gab Zimmermann 2011 auf. Es gab Stress wegen Reisekosten und vor allem wegen Zimmermanns gro&szlig;er Begeisterung f&uuml;r Washington, wohin er gern und oft fuhr. Ein von ihm gegr&uuml;ndeter Washingtoner Ableger des DIW kostete viel Geld, ohne dass allen so recht einsichtig war, was das dem DIW konkret brachte. Wer die Gr&uuml;nde f&uuml;r sein damaliges Ausscheiden allerdings allzu deutlich beschrieb, der musste mit Post vom wohl klagefreudigsten Institutschef Deutschlands rechnen. Auch wer das IZA des Arbeitgeberlobbyismus beschuldigte, wurde verklagt, darunter &bdquo;Stern&ldquo; und &bdquo;FAZ&ldquo;. Die Arbeitnehmervertreter im Post-Aufsichtsrat scheinen lange Jahre keine Notiz vom Treiben des von ihrem Haus so gro&szlig;z&uuml;gig finanzierten Instituts genommen zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/511-zimmermann-geht#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schengen und die versteckte Wiedereinf&uuml;hrung der Grenzkontrollen<\/strong><br>\nW&auml;hrend also in Br&uuml;ssel um die Rettung von Schengen gerungen wird, hebeln die Mitgliedstaaten das Abkommen bereits aus &ndash; durch Outsourcing der Grenzkontrollen.<br>\nDer EuGH hat die Frage nach der Rechtm&auml;&szlig;igkeit dieser Praxis bisher noch nicht gekl&auml;rt, jedoch in Bezug auf polizeiliche Ma&szlig;nahmen festgestellt, dass diese auch dann verboten sind, wenn sie die gleiche Wirkung wie Grenzkontrollen haben, etwa bei systematischen Kontrollen im grenznahen Gebiet. Es liegt eigentlich auf der Hand, dass die Abschaffung der Grenzkontrollen auch nicht durch die Inanspruchnahme Privater umgangen werden darf. [&hellip;]<br>\nDas k&ouml;nnte auch Konsequenzen f&uuml;r die Strafbarkeit des Schleusens haben: Es kommt immer wieder vor, dass Taxifahrer\/innen des &bdquo;Einschleusens von Ausl&auml;ndern&ldquo; oder der &bdquo;Beihilfe zur unerlaubten Einreise&ldquo; beschuldigt und teilweise sogar verurteilt werden. Die Bundespolizei warnt Taxifahrer\/innen in einem Informationsblatt: &bdquo;Werden Sie nicht zum Mitt&auml;ter international agierender Schleuser! Leisten Sie keine Beihilfe zur unerlaubten Einreise! Bringen Sie sich nicht in Gefahr!&ldquo;. Und auf ihrer Homepage hei&szlig;t es: &bdquo;Bef&ouml;rdern Sie Personen nur, wenn Sie sicher sind, nicht in Schleusungsverdacht zu geraten.&ldquo; [&hellip;]<br>\nWie also sollen sich Taxifahrer\/innen dagegen sch&uuml;tzen, strafrechtlich belangt zu werden? Letztlich gibt es drei M&ouml;glichkeiten: Erstens, sie kontrollieren alle Fahrg&auml;ste. Das w&uuml;rde dem Geist von Schengen widersprechen. Zweitens, sie fragen bei &bdquo;Verdachtsmomenten&ldquo; nach Ausweisen. Das l&auml;uft auf rassistische Kontrollen hinaus. Bleibt also, drittens, die M&ouml;glichkeit, gar nicht mehr im grenz&uuml;berschreitenden Verkehr t&auml;tig zu werden. Das zu verlangen, w&uuml;rde nicht nur ihre Dienstleistungsfreiheit aush&ouml;hlen, sondern auch sonst einen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Eingriff in die Rechte von Fahrer\/innen und Kunden darstellen.<br>\nEs spricht daher viel daf&uuml;r, dass auch der Straftatbestand des Schleusens europarechts- und verfassungskonform reduziert werden muss. Das gilt im &Uuml;brigen nicht nur f&uuml;r Bus- und Taxifahrer\/innen, sondern unter Umst&auml;nden auch f&uuml;r Privatpersonen. Wer bei l&auml;ngeren, grenz&uuml;berschreitenden Autofahrten gerne mal Menschen mitnimmt &ndash; sei es per Anhalter oder als entgeltliche Mitfahrgelegenheit &ndash; , darf nicht strafrechtlich belangt werden, nur weil die mitfahrende Person &auml;u&szlig;erlich nicht dem Stereotyp eines Europ&auml;ers oder einer Europ&auml;erin entspricht und sich nicht ausgewiesen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verfassungsblog.de\/schengen-und-die-versteckte-wiedereinfuehrung-der-grenzkontrollen\/\">Verfassungsblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zukunft Bahn &ndash; &bdquo;Jeder Stein wird umgedreht&ldquo;<\/strong><br>\nDer Anlass f&uuml;r den Konzernumbau liegt auf der Hand. Erstmals seit 2003 wird die bundeseigene DB AG im laufenden Gesch&auml;ftsjahr einen Verlust zu verzeichnen haben und zwar in H&ouml;he von &uuml;ber einer Milliarde Euro. Zu den Ursachen geh&ouml;ren die Ertragsschw&auml;che der inl&auml;ndischen Schienenverkehrssparten, die Kosten f&uuml;r den Unternehmensumbau und &bdquo;Sonderbelastungen&ldquo; wie beispielsweise der (letztendlich erfolgreiche) Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) f&uuml;r einen eigenst&auml;ndigen Tarifvertrag f&uuml;r das gesamte Zugpersonal. Der Arbeitskampf hat das Konzernergebnis mit rund 100 Millionen Euro belastet. Und nat&uuml;rlich geht es bei dem Zukunftsprogramm auch um den Kopf von Grube. &Uuml;ber die Verl&auml;ngerung seines Ende 2017 auslaufenden Vertrages will die Bundesregierung im kommenden Jahr entscheiden und derzeit stehen seine Chancen nicht sonderlich gut, ist zu vernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201512173786\/wirtschaft\/wirtschaft-inland\/zukunft-bahn-jeder-stein-wird-umgedreht.html\">Hintergrund<\/a>\n<p>dazu: <strong>Deutsche Bahn &ndash; hilflos, absurd und diffus<\/strong><br>\n&bdquo;Die heute angek&uuml;ndigten Ma&szlig;nahmen des DB-Vorstands wirken hilflos. Angesichts der Krise bei der DB AG wird wieder einmal die Behebung von Qualit&auml;tsm&auml;ngeln angek&uuml;ndigt, nachdem es hier jahrelang eher Verschlechterungen als Verbesserungen gegeben hat. Das sollte eigentlich eine Selbstverst&auml;ndlichkeit sein und nicht Teil eines gro&szlig; angek&uuml;ndigten Sonderprogramms&ldquo;, so Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zur Pressekonferenz der Deutschen Bahn &uuml;ber deren Umstrukturierungspl&auml;ne. Leidig weiter: &bdquo;Richtig absurd wird es bei den Umbenennungen: Aus DB Schenker Rail soll nun DB Cargo werden &ndash; so hie&szlig; das Unternehmen vor zwei Umbenennungen in den 1990er Jahren schon einmal. Aber ein neuer alter Name ersetzt keine Strategie. Dar&uuml;ber hinaus ist v&ouml;llig unklar, wie die DB mit dem angek&uuml;ndigten R&uuml;ckzug im G&uuml;terverkehr eine Verlagerung von Transporten auf die Schiene schaffen will, die aber f&uuml;r das Klima dringend erforderlich w&auml;re.&nbsp;<br>\nIn der heutigen Pressekonferenz lie&szlig; der Vorstand die Beteiligung von Investoren bei DB Schenker Logistics und DB Arriva als Teilprivatisierung ausdr&uuml;cklich offen. Damit erhalten aber gef&auml;hrliche Interessen Einfluss auf die DB, denn solche Investoren verfolgen sicherlich keinen nachhaltigen Schienenverkehr. Der DB-Vorstand sollte diese Pl&auml;ne daher schnellstm&ouml;glich beerdigen.&nbsp;<br>\nDem Vorstand fehlen eindeutig eine Vision und eine nachhaltige Strategie, wie die Bahn wirklich voran gebracht werden k&ouml;nnte. Das ist auch ein Versagen der Bundesregierung, die der DB AG keine klaren Ziele vorgibt, die &uuml;ber ein diffuses &sbquo;Irgendwie-Gewinnmachen&lsquo; hinausgehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/deutsche-bahn-hilflos-absurd-diffus\/\">Sabine Leidig (MdB, Die Linke)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das Transpazifische Freihandelsabkommen (TPP)<\/strong><br>\nDie USA und 11 pazifische Staaten haben sich im Oktober 2015 auf das Transpazifische Freihandelsabkommen (TPP) geeinigt. Vor der Behandlung im Parlament versprach US-Pr&auml;sident Barack Obama: Das Abkommen wird &bdquo;neue M&auml;rkte f&uuml;r amerikanische Produkte &ouml;ffnen, und zugleich wird es hohe Standards f&uuml;r den Schutz von Arbeitern und f&uuml;r die Bewahrung der Umwelt setzen&ldquo;.<br>\nWeil das TPP-Abkommen von denselben Absichten wie das Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA bestimmt ist, k&ouml;nnen wir darauf R&uuml;ckschl&uuml;sse ziehen. Im TPP-Abkommen geht es im Kapitel 19 um die Arbeitsverh&auml;ltnisse. Es zeigt sich jedoch, dass hinter den sch&ouml;nen Worten eine gegenteilige Absicht verborgen ist. Es f&auml;ngt gut an:<br>\n&bdquo;Alle Unterzeichnerstaaten werden in ihren Gesetzen und Regulierungen und damit verbundenen Praktiken die folgenden Rechte &uuml;bernehmen und aufrechterhalten, wie sie in der ILO-Erkl&auml;rung enthalten sind:\n<ol>\n<li>Vereinigungsfreiheit und die effektive Anerkennung des Rechts auf kollektive Tarifvertr&auml;ge;<\/li>\n<li>Abschaffung aller Formen von Zwangs- und Pflichtarbeit;<\/li>\n<li>Abschaffung von Kinderarbeit und, f&uuml;r die Zwecke dieses Abkommens, das Verbot der schlimmsten Formen von Kinderarbeit sowie<\/li>\n<li>Abschaffung von Diskriminierungen in Hinsicht auf Besch&auml;ftigung und Beruf.&ldquo;<\/li>\n<\/ol>\n<p>So gut und eindeutig sich das anh&ouml;rt &ndash; es ist eine trickreiche T&auml;uschung. Hier werden n&auml;mlich nicht die acht ILO-Kernarbeitsnormen herangezogen, sondern lediglich die &bdquo;ILO-Erkl&auml;rung&ldquo; aus dem Jahr 1998.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++48531aaa-9f55-11e5-b148-52540066f352\">Werner R&uuml;gemer via gegenblende.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Waffen ruhen nicht<\/strong><br>\nTotenstill wird es auf der Fahrt zum Flughafen von Donezk: Die kleinen H&auml;user rechts und links, einige traditionell aus Holz und an den Giebeln verziert, sind zerst&ouml;rt, die G&auml;rten verwaist, kein Lebenszeichen, nirgendwo, sogar die verlassenen Hunde streunen umher, ohne zu bellen. Und dann taucht vor uns das auf, was vom Flughafen &uuml;briggeblieben ist: ein graues, grausiges Tr&uuml;mmerfeld. Vor kurzem noch der modernste Europas, sind jetzt in der weiten Ellipse nur noch zusammengeschossene Hallen zu sehen, davor die schwarzen Skelette verbrannter B&auml;ume. Der Airport trug den Namen des Komponisten Sergej Prokofjew, doch beim Anblick der Betonplatten, die sich im Einst&uuml;rzen &uuml;bereinander geschoben haben, oder dieser gespenstigen H&ouml;hlen, wo einst Glasfronten waren, erstickt jede Erinnerung an Musik, Sch&ouml;nheit, Farbe. Das hier ist die Unterwelt. Pl&ouml;tzlich ein Knall. Es wird geschossen, von der anderen Seite des Flughafens. Die Uniformierten in unserer unmittelbaren Umgebung verstehen sich als Truppen der &raquo;Donezker Volksrepublik&laquo;, dort, auf der anderen Seite, liegt die Armee der Ukraine. Zwischen den Fronten treiben sich Freisch&auml;rler herum. Mit der Bestimmtheit erfahrener Soldaten diagnostizieren unsere Begleiter: Das war ein 150-Millimeter-Geschoss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/12-18\/053.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Multipolare Weltordnung<\/strong><br>\nAls Jim O&rsquo;Neill, Chefvolkswirt bei Goldman Sachs, im Jahr 2001 den Begriff BRIC aus den Anfangsbuchstaben der zuk&uuml;nftigen weltwirtschaftlichen Schwergewichte pr&auml;gte, handelte es sich zun&auml;chst nur um ein eing&auml;ngiges Wortspiel;(1) denn angesichts der geografischen Entfernung, der unterschiedlichen Kulturen, Entwicklungsstandards und Wirtschaftsstrategien, ja politischer Konflikte, schien eine politische Allianz zwischen Russland, Brasilien, China und Indien eher schwer vorstellbar. Doch angesichts der in den Zentrall&auml;ndern USA und Europa im Jahr 2007 verursachten, alle anderen L&auml;nder in Mitleidenschaft ziehenden Finanz- und Wirtschaftskrise wurde zu deren Bew&auml;ltigung die G7 um die m&auml;chtigsten Volkswirtschaften auf die G20 erweitert.<br>\nZugleich ergriff Russland im Jahr 2008 die Initiative zu einer engeren Abwehrfront der wichtigsten L&auml;nder des S&uuml;dens. Zun&auml;chst eine reine politische Plattform zwecks Absprachen und Koordination in internationalen Institutionen, wurde auf den seit 2009 j&auml;hrlich einberufenen Konferenzen der Staatschefs eine immer intensivere und umfassendere Zusammenarbeit vereinbart, aus der sich sukzessive eine Front des &bdquo;S&uuml;dens&ldquo; gegen die Vorherrschaft des &bdquo;Westens&ldquo; im Allgemeinen und die Hegemonie der USA im Speziellen zugunsten einer multipolaren Weltordnung herausbildete. Sichtbares Zeichen war zun&auml;chst die Erweiterung zu BRICS mit der Aufnahme S&uuml;dafrikas im Jahr 2010, die zugleich bewusst an die Tradition der Blockfreien-Bewegung ankn&uuml;pfte. Ihren vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt fand sie in der Gr&uuml;ndung der New Development Bank und des Contingency Reserve Funds auf der 7. Gipfelkonferenz in Ufa, Russland, im Juli 2015, die wenn nicht als Konkurrenz, so zumindest als Komplement zu Weltbank und Internationalem W&auml;hrungsfonds gedacht sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201512113775\/politik\/welt\/multipolare-weltordnung.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Radikale Demokratie ist ein Lernprozess<\/strong><br>\nDer Kampf um Demokratie als zentraler Bestandteil eines neuen linken Projekts: Darauf beharren so unterschiedliche TheoretikerInnen wie Slavoj Zizek, Jacques Ranci&egrave;re, Chantal Mouffe oder Toni Negri immer wieder. Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks ist indes klar, dass sich eine klassenlose Gesellschaft nicht von einer Avantgarde erzwingen l&auml;sst. Weil aber gesellschaftliche Mehrheiten auch nicht allein aus Grassrootsnetzwerken erwachsen, muss ein radikales Projekt die Frage stellen, wie es in staatlichen Institutionen agiert. Vor diesem Hintergrund begegneten selbst vehemente KritikerInnen des Parlamentarismus der Idee von Syriza, Podemos &amp;&nbsp;Co., die Demokratisierung mit einem linken Parlamentarismus voranzutreiben, mit grosser Sympathie.<br>\nMittlerweile scheint dieser demokratische Aufbruch allerdings schon wieder beendet. In Europa haben sich seine Grenzen sehr schnell gezeigt: Nur acht Monate nach dem Syriza-Wahlsieg hat Griechenland heute eine Regierung, in der ehemalige Eurokommunisten erzwungenermassen das Spardiktat der Troika verwalten. Und in Spanien hat sich die B&uuml;rgerInnenbewegung Podemos, die 2014 mit einem radikalen Demokratisierungsversprechen antrat, schon vorauseilend der Staatsr&auml;son unterworfen. Aus Furcht, konservative W&auml;hlerInnen zu verschrecken, f&uuml;hrt die Partei einen derart entpolitisierten Wahlkampf, dass selbst b&uuml;rgerlich-katalanische Parteien Podemos links &uuml;berholen. Gemeinsam mit PolizeigewerkschafterInnen gegen Korruption&nbsp;&ndash; so k&ouml;nnte man die Podemos-Strategie ironisch res&uuml;mieren.<br>\nDie alte anarchistische These, nach der sich Gesellschaften mit Wahlen nicht ver&auml;ndern lassen, hat sich also im Prinzip wieder einmal best&auml;tigt. Oder klassisch-marxistisch argumentiert: Demokratie ist die spezifische Herrschaftsform der b&uuml;rgerlichen Klasse und kann kein Instrument zur Selbstregierung der vielen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1539\/im-multiversum-des-kapitals-teil-3\/radikale-demokratie-ist-ein-lernprozess\">WOZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>Griechenland verhaftet Maronenverk&auml;ufer statt Million&auml;re<\/strong><br>\nEin alter, hoch verschuldeter Maronenverk&auml;ufer in Griechenland wird von einem Polizeitrupp festgenommen, weil er keine Lizenz mehr hat. Der Vorfall l&ouml;st eine Welle der Emp&ouml;rung in dem Land aus: Reiche Steuers&uuml;nder w&uuml;rden geschont, die Armen verfolgt.<br>\nSoll keiner mehr sagen, Griechenland nehme den Kampf gegen Steuerhinterziehung nicht ernst. K&uuml;rzlich nahm die Polizei in Thessaloniki mit gro&szlig;em Aufwand Giorgos Dimou fest: einen 62-j&auml;hrigen Stra&szlig;enverk&auml;ufer, der einen riesigen Schuldenberg hat und nach eigener Aussage acht Geschwister versorgen muss. Zw&ouml;lf Uniformierte, einen Streifenwagen und ein Abschleppauto fuhr die Polizei auf, um den Maronenverk&auml;ufer festzunehmen und seinen Karren abzutransportieren. Sein Vergehen: Er r&ouml;stete und verkaufte Esskastanien ohne Lizenz. Dimous Geschichte hat sich in Griechenland wie ein Lauffeuer verbreitet und f&uuml;r Emp&ouml;rung gesorgt. Der Grund ist weniger die Absurdit&auml;t dieser aufwendigen Polizeioperation &ndash; sie best&auml;tigt vielmehr das Gef&uuml;hl der Menschen, dass die griechischen Beh&ouml;rden hart gegen kleine Straftaten vorgehen und die gro&szlig;en Fische vom Haken lassen.<br>\nNach seiner Festnahme am vergangenen Freitag wurde Dimou in Handschellen vor Gericht gestellt. &ldquo;Ich schulde dem Staat, der Krankenversicherung und der Rentenkasse 150.000 Euro&rdquo;, erkl&auml;rte Dimou. &ldquo;Alles, was ich will, ist eine Lizenz, um Maronen zu verkaufen und davon zu leben.&rdquo; Der Richter verh&auml;ngte eine sechsmonatige Gef&auml;ngnisstrafe &ndash; immerhin auf Bew&auml;hrung &ndash; und zus&auml;tzlich eine Geldstrafe von 10.000 Euro. [&hellip;]<br>\nViele Griechen halten die H&auml;rte aber f&uuml;r ungerechtfertigt, vor allem im Vergleich zu anderen F&auml;llen, in die Reiche und M&auml;chtige verwickelt sind. So bekam zum Beispiel Griechenlands fr&uuml;herer Finanzminister Giorgos Papakonstantinou nur eine einj&auml;hrige Bew&auml;hrungsstrafe &ndash; obwohl er die sogenannte &ldquo;Lagarde-Liste&rdquo; mit Namen reicher Griechen mit Schweizer Bankkonten manipulierte, um Verwandte zu sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-polizei-geht-hart-gegen-maronenverkaeufer-vor-a-1068307.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bravo, Herr Tsipras, bravo. Endlich auf Linie mit den neoliberalen Eliten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Du Schlampe, ich wei&szlig;, wo du studierst&rdquo;<\/strong><br>\nSie k&ouml;nnte Terroristin sein, und er hat das Stipendium doch nur, weil er Migrant ist: So denken manche an deutschen Unis. Zwei Studenten erz&auml;hlen von #campusrassismus.  #Schauhin. Unter diesem Hashtag twitterten vor zwei Jahren Zehntausende ihre Erlebnisse zu Alltagsrassismus. Zwei Jahre sp&auml;ter hei&szlig;t der Hashtag #campusrassismus, initiiert von der Hochschulgruppe People of Colour der Uni Mainz. Sie wurden inspiriert von #schauhin und den darauf folgenden Gespr&auml;chen, online wie offline. Die einzelnen Geschichten, die Studenten an deutschen Unis erlebten, seien pl&ouml;tzlich nicht mehr &ldquo;Fehlinterpretationen&rdquo; oder &ldquo;subjektive Empfindlichkeiten&rdquo; gewesen. Zusammen sollen sie diskriminierende Strukturen zeigen und die Studenten untereinander vernetzen. Hunderte haben ihre Geschichten erz&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/studium\/uni-leben\/2015-12\/campus-rassismus-universitaet\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die feinen Unterschiede wachsen<\/strong><br>\nRankings k&ouml;nnten gerade jungen Menschen ohne bildungsb&uuml;rgerlichen Hintergrund helfen, sich in der akademischen Welt zurechtzufinden. Die regelm&auml;&szlig;ig ver&ouml;ffentlichten Tabellen versprechen Hilfe bei der Auswahl einer voraussichtlich besonders ertragreichen Ausbildungsst&auml;tte. Arbeiterkinder sind, so w&auml;re zu vermuten, dank Hochschulranking nicht mehr im Nachteil gegen&uuml;ber Gleichaltrigen aus akademischem Elternhaus, die bei der Wahl von Studienfach und Universit&auml;t ihre Eltern zurate ziehen k&ouml;nnen. Der Wissensvorsprung der Eliten w&uuml;rde schrumpfen, die Startbedingungen w&uuml;rden sich angleichen.<br>\nOb die seit den 1990er-Jahren regelm&auml;&szlig;ig ver&ouml;ffentlichten Ranglisten tats&auml;chlich solche Wirkungen entfalten, haben Felix Weiss vom Forschungsinstitut Gesis sowie Steffen Schindler und Maria Gerth von den Universit&auml;ten Bamberg und K&ouml;ln untersucht. Sie st&uuml;tzen sich auf Befragungen von Studienanf&auml;ngern der Wirtschafts- oder Ingenieurwissenschaften unterschiedlicher Jahrg&auml;nge von 1993 bis 2005, durchgef&uuml;hrt vom Deutschen Zentrum f&uuml;r Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Insgesamt gingen Angaben von knapp 7.000 Studierenden in die Untersuchung ein.<br>\nKernergebnis: Offenbar wirken die Rankings ganz anders. Hochschulen, die in Rankings des Centrums f&uuml;r Hochschulentwicklung gut abschneiden, erfreuen sich einer gr&ouml;&szlig;eren Beleibtheit bei h&ouml;heren Gesellschaftsschichten, w&auml;hrend junge Leute, deren Eltern kein Abitur haben, seltener dort studieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/62859_62874.htm\">B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Eigentlich keine &Uuml;berraschung. Nur warum sollte irgendein Ranking bei der Auswahl helfen, angesichts der vorherrschenden Zugangsbarrieren (Numerus Clausus), die an den Hochschulen herrschen? Ist es nicht eher so, dass sich viele junge Menschen gleich an mehreren Unis bewerben, um &uuml;berhaupt eine Chance auf den gew&uuml;nschten Studienplatz zu haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Thorsten, Xavier und die rechten Leute von links<\/strong><br>\nK&uuml;rzlich habe ich jemanden kennengelernt. Er hei&szlig;t Thorsten, ist &uuml;ber F&uuml;nfzig und er wirkte sofort sympathisch. Es scheint, er ist ein Gute-Laune-Mensch selbst dann, wenn es keinen Grund daf&uuml;r gibt. Wir fanden so ein bisschen ins Gespr&auml;ch. Manchmal best&auml;tigen sich Klischees, dachte ich mir nach einer Weile. Langer Bart und Pferdeschwanz waren also doch ein Beleg daf&uuml;r, dass da eher &raquo;was Linkes&laquo; in ihm schlummerte. Wir philosophierten &uuml;ber Fl&uuml;chtlingspolitik und dar&uuml;ber, wie der Westen durch seine globale Agenda nun mit Terror und Asylsuchenden konfrontiert w&uuml;rde. Er sagte, das sei die Saat, die wir selbst in den Boden gelegt h&auml;tten. Schlimm fand er au&szlig;erdem die Hetze gegen Fl&uuml;chtlinge und Ausl&auml;nder ganz generell. Er habe nie Probleme mit Menschen aus anderen L&auml;ndern gehabt. Ich fand Thorsten angenehm. F&uuml;r jemanden von hier, von der Bergstra&szlig;e, in der der rechte Wahn quasi traditionell steppt (man denke nur an Weinheim, die NPD-Hochburg), hatte er absolut progressive und liberale Ansichten. An dieser Stelle h&auml;tten wir das Gespr&auml;ch beenden sollen. Haben wir aber nicht. Er schob nach: &raquo;Die Fl&uuml;chtlinge haben wir den Amis zu verdanken, sie wollen uns schw&auml;chen.&laquo; Und dann empfahl er mir eine Website. [&hellip;]<br>\nEs ist offen gesagt ziemlich schwer geworden, immer gleich zu erkennen, ob die &raquo;oppositionellen&laquo; Beitr&auml;ge zum Angriff auf den Mainstream anr&uuml;chig sind oder nicht. Vieles klingt anfangs richtig, widerspenstig, gegen die EU, gegen dieses Deutschland, gegen Kapitalismus &ndash; aber nach und nach merkte man doch, dass der Antrieb dahinter aus einer anderen Ecke kommt. Thorsten ist so wenig Neonazi wie Xavier Naidoo. Beide tun sich nur schwer mit Differenzierung und gehen den rechten Menschenf&auml;ngern ins Netz. Wir sollten es ihnen erkl&auml;ren und sie nicht verurteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/995134.thorsten-xavier-und-die-rechten-leute-von-links.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Suizid als Dienstleistung? Bundestag verbietet die gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ige Sterbehilfe<\/strong><br>\nAm 6. November 2015 hatte das Plenum des Bundestags &uuml;ber vier Gesetzentw&uuml;rfe zur Sterbehilfe\/Suizidassistenz zu entscheiden. In einer dreist&uuml;ndigen Debatte warben die InitiatorInnen ein letztes Mal f&uuml;r ihre jeweiligen Vorschl&auml;ge, die schon vorher in langen Debatten, Anh&ouml;rungen, Fachgespr&auml;chen und auch in der &Ouml;ffentlichkeit extrem kontrovers diskutiert worden waren.<br>\nEs ging um eine Gewissensfrage: Muss in Deutschland die Beihilfe zum Suizid neu geregelt werden? Anlass der Debatte, die auch in der Gesellschaft und in den Medien vehement gef&uuml;hrt wurde, war das Entstehen von Sterbehilfevereinen und die T&auml;tigkeit Einzelner, welche die Hilfe zur Selbstt&ouml;tung regelm&auml;&szlig;ig nicht nur todkranken Menschen anbieten, sondern auch jenen, die sich vor Pflegebed&uuml;rftigkeit oder Einsamkeit im Alter f&uuml;rchten, die ihrer Familie nicht zur Last fallen wollen oder die etwa nach dem Verlust eines geliebten Menschen an einer Depression leiden. Viele Abgeordnete sahen in dieser T&auml;tigkeit die Gefahr, dass sich die Hilfe zur Selbstt&ouml;tung zu einem Gesch&auml;ftsmodell entwickelt, wie etwa beim Verein &bdquo;Sterbehilfe Deutschland&ldquo;, der von Sterbewilligen bis zu 7000 Euro f&uuml;r die Beschaffung eines t&ouml;dlichen Mittels verlangt. Andere Abgeordnete hingegen sahen auch diese T&auml;tigkeit von vom Selbstbestimmungsrecht der Sterbewilligen gedeckt und wollten sie h&ouml;chstens gewissen Regeln unterwerfen oder auch gar nicht regulieren.<br>\nDie Gesetzentw&uuml;rfe waren nicht wie sonst in einem Ministerium oder in den Fraktionen entstanden, sondern, wie bei bioethischen Fragen &uuml;blich, in fraktions&uuml;bergreifenden Gruppen in einem Prozess von etwa eineinhalb Jahren erarbeitet worden. Hier sollen nun zun&auml;chst die verschiedenen Gesetzentw&uuml;rfe vorgestellt werden. In einem zweiten Teil wird erl&auml;utert, was die neue gesetzliche Regelung genau bedeutet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/gesellschaft\/suizid-als-dienstleistung-bundestag-verbietet-die-geschaeftsmaessige-sterbehilfe\/\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Stevia: Ein klassischer Fall von Biopiraterie<\/strong><br>\nStevia gilt als perfekter Zuckerersatz: s&uuml;ss, kalorienfrei, unsch&auml;dlich f&uuml;r die Z&auml;hne und f&uuml;r Diabetiker geeignet. Seit jeher verwendet das indigene Volk der Guaran&iacute; im Grenzgebiet von Paraguay und Brasilien Stevia-Bl&auml;tter zum S&uuml;ssen von Getr&auml;nken und in der traditionellen Medizin. Mit der Wunderpflanze h&auml;tten Staaten Lateinamerikas den Weltmarkt mit Millionen kaufkr&auml;ftigen, gesundheitsbewussten Konsumenten erobern k&ouml;nnen. Doch das grosse Geld mit Stevia machen inzwischen internationale Konzerne wie der Agrar-und Lebensmittelgigant Cargill und Coca Cola. Die Indios und Kleinbauern gehen leer aus. Ein neuer Bericht beleuchtet die bitteren Seiten des Gesch&auml;fts mit dem s&uuml;ssen Stoff. Herausgeber sind verschiedene Entwicklungsorganisationen und Institutionen, darunter auch die &laquo;Erkl&auml;rung von Bern&raquo; (EvB) und Pro Stevia Schweiz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Biopiraterie-Stevia\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Halbzeit-Bilanz<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151218-Groko-Bergfest-heute-show.jpg\" alt=\"GroKo Halbzeit-Bilanz\" title=\"GroKo Halbzeit-Bilanz\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/heuteshow\/photos\/a.302789020985.156311.264820405985\/10153186214920986\/?type=3&amp;theater\">ZDF heute show via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JW\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-29639","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29639","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29639"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29639\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29644,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29639\/revisions\/29644"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29639"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=29639"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=29639"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}