{"id":29656,"date":"2015-12-18T16:15:30","date_gmt":"2015-12-18T15:15:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656"},"modified":"2015-12-18T16:15:30","modified_gmt":"2015-12-18T15:15:30","slug":"hinweise-des-tages-ii-227","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h01\">Der tiefe Fall des deutschen Banken-Stars<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h02\">Auf dem EU-Gipfel herrscht Frust &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h03\">&ldquo;Europa hat Syrien zur Brutst&auml;tte des Terrors gemacht&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h04\">R&uuml;stung im Nahen Osten &ndash; Wir brauchen Saudi-Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h05\">Die Verwaltung des Desasters<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h06\">Warum die T&uuml;rkei einen russischen Jet abschoss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h07\">Kosovo: Ein Land in den H&auml;nden der Clans<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h08\">Unangebrachte Rhetorik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h09\">Die M&auml;r vom Leidensdruck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h10\">Yeah, die prek&auml;re Besch&auml;ftigung ist gesichert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h11\">Gr&ouml;he greift Versicherten in die Tasche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h12\">Spaniens Schicksalswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h13\">Die Langeweile der Postdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h14\">Stoppen wir l&uuml;gende Politiker!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h15\">Open Lobbyradar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h16\">20.000 Zuckerbergs: &Uuml;ber die Macht und die Privilegien der Stifter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h17\">Brauchen wir einen Plan B? Wie weiter mit Euro und EU?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h18\">Musik zwischen zerbombten H&auml;usern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656#h19\">Das Letzte: VW bezahlt Ex-Chef Winterkorn weiterhin Millionengehalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29656&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der tiefe Fall des deutschen Banken-Stars<\/strong><br>\nEr beriet Angela Merkel. Er war EZB-Direktor. Er arbeitete mit Peer Steinbr&uuml;ck. Jetzt arbeitet er gar nicht mehr: J&ouml;rg Asmussen wollte zur KfW wechseln und scheiterte &uuml;berraschend. Was ist geschehen? [&hellip;]<br>\nNun war Asmussen nicht irgendein x-beliebiger Staatssekret&auml;r. Er war der Mann, der Deutschland gemeinsam mit dem heutigen Bundesbank-Pr&auml;sidenten Jens Weidmann durch die Finanzkrise gesteuert hatte. Nat&uuml;rlich im Auftrag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem damaligen Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD). Der Experte, der die ersten Verhandlungen &uuml;ber die Rettung Griechenlands gef&uuml;hrt hatte. Der hohe Spitzenbeamte, der aus dem Finanzministerium ins Direktorium der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) wechselte. Ein Star unter den Staatsdienern also.<br>\nManchmal &ndash; das erz&auml;hlen fr&uuml;here Mitarbeiter &ndash; verhielt sich Asmussen auch so. Er habe den Ruhm genossen, die N&auml;he zu den M&auml;chtigen. Der Mann, der die Finanzminister der USA pers&ouml;nlich kannte, der viele internationale Entscheider regelm&auml;&szlig;ig traf, habe seine eigene Rolle &uuml;bersch&auml;tzt, sich pers&ouml;nlich zu wichtig genommen, so h&ouml;rte man. Das kann freilich auch &uuml;ble Nachrede sein, denn Neider hatte er viele. [&hellip;]<br>\nAsmussen wollte nicht mehr in der Bundesregierung bleiben. &ldquo;Er will nach Br&uuml;ssel in die EU-Kommission&rdquo;, spielten gut informierte Kreise vor Monaten schon an die Presse. &ldquo;Aber Sch&auml;uble unterst&uuml;tzt ihn nicht.&rdquo; Er wolle dahin, er wolle dorthin. Irgendwann tauchten Informationen auf, dass er zur KfW nach Frankfurt gehen werde, zun&auml;chst als Generalbevollm&auml;chtigter, um sp&auml;ter zum Vorstand aufzusteigen.<br>\nFrankfurt? Der Ort mit dem Sitz der EZB? Die Stadt, die er aus famili&auml;ren Gr&uuml;nden verlassen hatte? Wie passt das zusammen, fragten sich Beobachter. Sei er unter Nahles so verzweifelt, dass er jetzt alles nehme? Oder sei er damals gar nicht aus privatem Anlass nach Berlin zur&uuml;ckgekehrt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article150079009\/Der-tiefe-Fall-des-deutschen-Banken-Stars.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Kollegen der WELT spekulieren aufgeregt und lassen dabei interessanterweise s&auml;mtliche Punkte, die gegen ihre These des &bdquo;Stars&ldquo; Asmussen sprechen, mehr oder weniger elegant unter den Tisch fallen. Zum Beispiel den Punkt, dass Asmussen von Merkel und Sch&auml;uble eigentlich als Kandidat f&uuml;r den Posten des Chefvolkswirts der EZB vorgesehen war. Dies scheiterte jedoch am vehementen Widerspruch der anderen EZB-Mitglieder; nicht &bdquo;nur&ldquo; weil es offene ideologische Gr&auml;ben zwischen der Bundesregierung\/Bundesbank und dem Rest Europas gab und gibt, sondern auch weil Asmussen schlicht die Qualifikation f&uuml;r h&ouml;here &Auml;mter fehlt. Asmussen mag ein flei&szlig;iger Politiker und noch flei&szlig;iger Interessenvertreter der Interessen deutscher Banken sein, ein &Ouml;konom von Rang und Namen ist er definitiv nicht. Durch die Posse der geplatzten Kandidatur f&uuml;r den Posten des EZB-Chefvolkswirts war (und ist) Asmussen auf EZB-Ebene und auf internationaler Ebene nat&uuml;rlich schwer besch&auml;digt. Kein Wunder, dass er es in Frankfurt nicht mehr ausgehalten hat und aus &bdquo;pers&ouml;nlichen&ldquo; Gr&uuml;nden lieber zur&uuml;ck nach Berlin ging. Dass sein Ego nicht unbedingt mit seinen F&auml;higkeiten einhergeht, ist ein weiterer Grund, warum er nicht eben einfach zu vermitteln ist. Denn in diesem Punkt unterscheidet sich auch die Hochfinanz nicht vom Rest der Gesellschaft &ndash; wer keine Ahnung aber daf&uuml;r eine um so gr&ouml;&szlig;ere Klappe hat, kommt in der Regel nicht weit. Tief mag der Fall des Asmussens ja sein, aber streng genommen ist nicht seine jetzige Karrierepause, sondern sein unverst&auml;ndlicher H&ouml;henflug zwischen der Finanzkrise und seiner erfolglosen Kandidatur bei der EZB ein Ausrei&szlig;er. Asmussen ist Mittelma&szlig; und das wissen alle Banken und Institutionen, die als Arbeitgeber in Frage kommen. Sorgen um seine Zukunft muss sich der Mann, dem die deutschen Banken die milliardenschweren &bdquo;Bailouts&ldquo; ma&szlig;geblich zu verdanken haben, jedoch ganz sicher nicht machen. Sicher wird es in irgendeinem bankenfinanzierten Think Tank eine wunderbar dotierte Stelle f&uuml;r ihn geben &hellip; nur halt nicht auf Entscheiderebene; aber das w&auml;re auch zu viel verlangt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Auf dem EU-Gipfel herrscht Frust &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingskrise<\/strong><br>\nDie Bilanz ist ern&uuml;chternd: Bisher sind nur zwei von elf Registrierungs-Hotspots in Betrieb. Und die Verteilung der Asylsuchenden unter den Mitgliedsl&auml;ndern kommt nicht voran. Die Europ&auml;ische Union beklagt das schleppende Tempo bei der Bew&auml;ltigung der Fl&uuml;chtlingskrise. Zum Auftakt des EU-Gipfels in Br&uuml;ssel legte die luxemburgische Ratspr&auml;sidentschaft eine ern&uuml;chternde Bilanz der bisherigen Ma&szlig;nahmen vor. &ldquo;Die Umsetzung schreitet in einigen Gebieten z&uuml;gig voran, aber betr&auml;chtliche L&uuml;cken bleiben&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht. So seien bisher nur 184 von den vereinbarten 160 000 Fl&uuml;chtlingen aus Italien und Griechenland in andere EU-L&auml;ndern weiterverteilt worden. Von elf geplanten Hotspots, in denen Fl&uuml;chtlinge registriert werden sollen, seien nur zwei in Betrieb. Es m&uuml;sse jetzt schneller vorangehen, hei&szlig;t es auch im Entwurf der Gipfel-Erkl&auml;rung. [&hellip;]<br>\nUngel&ouml;st blieb der Streit &uuml;ber die EU-weite Verteilung von Fl&uuml;chtlingen. Der &ouml;sterreichische Bundeskanzler Werner Faymann drohte mit finanziellen Konsequenzen f&uuml;r osteurop&auml;ische EU-Staaten, die sich der Verteilung entziehen. Wer mehr Geld aus dem EU-Haushalt erhalte, als er einzahle, solle sich nicht &ldquo;wegducken&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/eu-gipfel-auf-dem-eu-gipfel-herrscht-frust-ueber-die-fluechtlingskrise-1.2786999\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Solidarit&auml;t unter Wirtschafts- und Sozialkriegern gibt es nicht. Das machen auch die Drohgeb&auml;rden des Herrn Faymann mehr als deutlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Europa hat Syrien zur Brutst&auml;tte des Terrors gemacht&rdquo;<\/strong><br>\nSyriens Machthaber Assad wei&szlig; ganz genau, wer f&uuml;r den Krieg in seinem Land verantwortlich ist: der Westen, Saudi-Arabien, die UN. Er gibt sich sicher: Sein Volk steht hinter ihm. Ein Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article150109799\/Europa-hat-Syrien-zur-Brutstaette-des-Terrors-gemacht.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.G.:<\/strong> Obwohl die Anmoderation und die Fragen des Interviewers durch deutliche Meinungsmache gekennzeichnet sind ist das Interview dennoch lesenswert, da Bashar al-Assad die Gelegenheit gegeben wurde seine Sicht der Dinge darzulegen und dar&uuml;ber ein besseres Verstehen der syrischen Perspektive entstehen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>R&uuml;stung im Nahen Osten &ndash; Wir brauchen Saudi-Arabien<\/strong><br>\nDer Bundesnachrichtendienst (BND) hatte Anfang Dezember vor Saudi-Arabien gewarnt: &ldquo;Die bisherige vorsichtige diplomatische Haltung der &auml;lteren F&uuml;hrungsmitglieder der K&ouml;nigsfamilie wird durch eine impulsive Interventionspolitik ersetzt.&rdquo;5 Saudi-Arabien sei dazu bereit, &ldquo;milit&auml;rische, finanzielle und politische Risiken einzugehen, um regionalpolitisch nicht ins Hintertreffen zu geraten&rdquo;6.<br>\nMit 80,8 Milliarden US-Dollar hatte Saudi-Arabien 2014 den viertgr&ouml;&szlig;ten Verteidigungsetat weltweit. Davor lagen nur Russland (84,5 Milliarden US-Dollar), China (216 Milliarden US-Dollar) und die USA (610 Milliarden US-Dollar).7 Damit betrugen die Milit&auml;rausgaben gut zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts &ndash; das ist im Vergleich mit den USA das Dreifache. Der Verteidigungsetat des K&ouml;nigreichs ist der mit Abstand h&ouml;chste im Nahen Osten und f&ouml;rdert dessen Vormachtstellung.8<br>\nAn wen liefert Deutschland Waffen?<br>\nAufgrund von Menschenrechtsverletzungen des autorit&auml;ren Staates stehen deutsche R&uuml;stungsexporte an das K&ouml;nigreich immer wieder in der Kritik.9 Anfang des Jahres entschied die Bundesregierung, Saudi-Arabien vorerst nicht mehr mit scharfen und schweren Waffen zu beliefern. Andere R&uuml;stungsg&uuml;ter jedoch wurden weiterhin geliefert.10<br>\nIm ersten Halbjahr 2015 war Saudi-Arabien trotzdem mit einem Volumen von rund 179 Millionen Euro der drittgr&ouml;&szlig;te Abnehmer deutscher R&uuml;stungsg&uuml;ter &ndash; hinter Israel (etwa 391 Millionen Euro) und Gro&szlig;britannien (1,1 Milliarden Euro).11Geliefert wurden vor allem Teile f&uuml;r Fahrzeuge und Flugzeuge sowie Drohnentechnik. Im Sommer genehmigte die Bundesregierung dann wiederum die Lieferung von 15 bewaffneten Patrouillenbooten, die in Saudi-Arabien zum Schutz von &Ouml;lf&ouml;rderplattformen genutzt werden sollen.12<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/katapult-magazin.de\/de\/artikel\/artikel\/fulltext\/wir-brauchen-saudi-arabien\/\">Katapult<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Katapult wird es ab M&auml;rz 2016 auch als <a href=\"http:\/\/katapult-magazin.de\/de\/artikel\/artikel\/fulltext\/das-katapult-magazin-wird-gedruckt\/\">gedruckte Ausgabe<\/a> an den Kiosken geben. Wir w&uuml;nschen den jungen Kollegen viel Erfolg.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Verwaltung des Desasters<\/strong><br>\nDeutschland verl&auml;ngert und verst&auml;rkt den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Mehr Soldaten zu schicken, mehr Geld auszugeben ist noch lange keine gute Strategie.  Knapp 14 Jahre dauert der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, nun hat der Bundestag eine weitere Verl&auml;ngerung des Mandats beschlossen, bis Ende 2016 sollen deutsche Soldaten in Afghanistan bleiben. Vorerst.<br>\nBegr&uuml;ndet wird das mit der Gefahr, dass die Taliban an die Macht zur&uuml;ckkehren k&ouml;nnten. Die Gefahr scheint durchaus real zu sein. Die Nato hatte zeitweise 150.000 Soldaten in Afghanistan zur Bek&auml;mpfung der Taliban stationiert. Viele Milliarden sind geflossen, um eine schlagkr&auml;ftige afghanische Armee aufzubauen. Und heute sind die Taliban so stark wie zuvor. Was also ist schief gelaufen? Die Taliban sind stark, weil der afghanische Regierungsapparat durch und durch korrupt ist. Der Westen tr&auml;gt daf&uuml;r eine gro&szlig;e Mitschuld. Er &uuml;berh&auml;ufte das Land mit Geld. Wer in Afghanistan an der Macht war, der konnte sich in den letzten Jahren die Taschen kr&auml;ftig f&uuml;llen. Die Afghanistanmission war freilich auch f&uuml;r viele westliche Firmen ein sehr profitables Gesch&auml;ft, angefangen bei den privaten Sicherheitsfirmen. Korruption ist keine afghanische Spezialit&auml;t. Das alles ist kein Geheimnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-12\/bundeswehr-einsatz-afghanistan-verlaengerung\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum die T&uuml;rkei einen russischen Jet abschoss<\/strong><br>\nEine Frage hat viele Milit&auml;rexperten direkt nach dem Vorfall besch&auml;ftigt: Selbst wenn es &ndash; wie die T&uuml;rkei behauptet &ndash; eine 17-sek&uuml;ndige Grenzverletzung durch den russischen Bomber gegeben habe, war der sofortige Abschuss das verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Mittel? War der Abschuss eine spontane Reaktion zur Landesverteidigung? Oder hatten die T&uuml;rken den Abschuss geplant &ndash; aus strategischem Kalk&uuml;l? Panorama hat mit Luftfahrtexperten und ehemaligen Milit&auml;rs gesprochen, und viele sind verwundert &uuml;ber diese harte Reaktion. &ldquo;Es h&auml;tte durchaus vermieden werden k&ouml;nnen, indem man die normalen Regeln angewendet h&auml;tte, also das Flugzeug ansprechen, abdr&auml;ngen oder zur Landung auf einem eigenen Flugplatz zwingen &ndash; all dies ist hier nicht geschehen&rdquo;, sagt Harald Kujat, Generalinspekteur a.D. der Bundeswehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2015\/Warum-die-Tuerkei-einen-russischen-Jet-abschoss,russlandtuerkei100.html\">Panorama<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kosovo: Ein Land in den H&auml;nden der Clans<\/strong><br>\nDaran, dass sechzehn Jahre nach dem Kosovo-Krieg und sieben Jahre nach der Unabh&auml;ngigkeit des Kosovo obskure Politclans herrschen, tr&auml;gt nach Ansicht vieler kosovarischer Beobachter auch die internationale Gemeinschaft eine Mitschuld. Der Publizist Fatmir Sheholli erinnert an das Versagen internationaler Kosovo-Missionen wie Unmik und Eulex beim Aufbau eines Rechtsstaates. Gegen hochrangiges Personal der EU-Mission Eulex etwa erhob letztes Jahr eine sp&auml;ter suspendierte Mitarbeiterin schwere Korruptionsvorw&uuml;rfe. &ldquo;Solche F&auml;lle haben die internationalen Missionen in den Augen unserer B&uuml;rger unglaubw&uuml;rdig gemacht&rdquo;, so Sheholli.<br>\nAuch Naim Rashiti von der &ldquo;Balkans Policy Research Group&rdquo; glaubt, dass die internationale Gemeinschaft und besonders die EU ihre Politik im Kosovo grundlegend &auml;ndern m&uuml;ssten, um ihre erkl&auml;rten Ziele im Land zu erreichen &ndash; Demokratisierung, Rechtsstaatlichkeit und europ&auml;ische Integration.<br>\n&ldquo;Bisher war die EU nicht besonders hilfreich&rdquo;, so Rashiti. &ldquo;Sie hat vor allem dem derzeitigen Establishment geholfen, an der Macht zu bleiben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/kosovo-ein-land-in-den-haenden-der-clans-a-1068373.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Unangebrachte Rhetorik<\/strong><br>\nDass &ndash; als Reaktion auf das schreckliche Attentat radikal-islamischer Terroristen aus dem Umkreis des &bdquo;Dschihad&ldquo; vom 13. November 2015 im Bataclan in Paris &ndash; die sozialistische Regierung von Fran&ccedil;ois Hollande den Ausnahmezustand &uuml;ber ganz Frankreich verh&auml;ngt hat, ist angesichts des Ausma&szlig;es an Best&uuml;rzung, Trauer und Angst vor weiteren Attentaten dieses Typs verst&auml;ndlich; schon weniger allerdings, dass er sogleich auf drei Monate (!) verl&auml;ngert wurde.<br>\nDenn &bdquo;Ausnahmezustand&rdquo; bedeutet ja konkret, dass unter diesen Bedingungen, die denjenigen des &bdquo;Belagerungszustands&rdquo; (Etat de si&egrave;ge) &auml;hneln, die Polizei Sondervollmachten erh&auml;lt, die es ihr etwa erlaubt, ohne gerichtliche Erlaubnis Hausdurchsuchungen durchzuf&uuml;hren und Verd&auml;chtige zu verhaften, auch wenn es daf&uuml;r keinerlei konkreten Anhaltspunkt oder Schuldbeweis gibt. Gerechtfertigt wird dies seitens der Regierung mit dem &bdquo;Kriegszustand&rdquo;, in dem das Land sich jetzt befinde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Debatte-Terrorbekaempfung-in-Frankreich\/!5253600\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die M&auml;r vom Leidensdruck<\/strong><br>\nIn Krisenzeiten seien Menschen eher bereit, etwas zu &auml;ndern, sagen Professoren, die auf Lebenszeit verbeamtet sind. Das Gegenteil ist aber der Fall. Die Wirtschaft w&auml;chst seit sechs Jahren, und das n&auml;chste Expansionsjahr scheint zu nahen. Schon unken besorgte Fachleute, uns k&ouml;nnte es zu gut gehen. Schlendrian. Und der Finanzminister orakelt, dass ein bisschen Leidensdruck gar nicht so schlecht sei. Kennt er vom Griechen.<br>\nDie Idee ist auch bei &Ouml;konomen beliebt: In Krisenzeiten ist der Mensch eher bereit, etwas zu &auml;ndern &ndash; und unter dem Druck Neues zu schaffen. Hei&szlig;t es gerne von Wirtschaftsprofessoren, die auf Lebenszeit verbeamtet sind. Dabei lassen sich f&uuml;r die sch&ouml;ne Theorie in der Praxis nicht so viele Belege finden. In Krisenzeiten mag mancher eher verzichten, was den einen oder anderen Betrieb (vorerst) am Leben h&auml;lt. Nur ist das ja noch nichts Innovatives. Im Gegenteil: Manches deutet darauf hin, dass die Angst in solchen Krisen sogar kollektiv l&auml;hmt &ndash; kein gutes Ambiente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/frickes-welt-die-maer-vom-leidensdruck-1.2786962\">Thomas Fricke in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Yeah, die prek&auml;re Besch&auml;ftigung ist gesichert<\/strong><br>\nBefristete Vertr&auml;ge, oft jahrelang. Teilzeitstellen, in denen Vollzeitengagement n&ouml;tig ist, Forschung nach Feierabend, weil die Forschungszeit mit Lehre erf&uuml;llt werden muss. Und immer wieder neues Bangen um Forschungsmittel, Anschlussvertr&auml;ge und Perspektive: Die Arbeitsbedingungen vieler junge Wissenschaftler sind prek&auml;r. Mit solchen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen ist Deutschland geistige Elite mehr damit besch&auml;ftigt, sich Existenzsorgen zu machen, als alle Energie in die Forschung und Wissenschaft zu stecken. Nach einer Umfrage von ZEIT und ZEIT ONLINE unter jungen Forschern denken sogar 80 Prozent der Befragten dar&uuml;ber nach, aus der Wissenschaft auszusteigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/karriere\/beruf\/2015-12\/zeitvertraege-wissenschaft-reform-kommentar\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gr&ouml;he greift Versicherten in die Tasche<\/strong><br>\n&ldquo;Minister Gr&ouml;he greift den Versicherten immer tiefer in die Tasche. Die Sch&auml;tzung, dass die Kassen bis 2020 Zusatzbeitr&auml;ge in H&ouml;he von 2,1 Prozent verlangen m&uuml;ssen, ist realistisch, wenn nicht gar eher vorsichtig. Damit wird den Versicherten 2020 ohne jegliche Beteiligung der Arbeitgeber fast doppelt so viel Zusatzbeitrag abgekn&ouml;pft, wie sie f&uuml;r die komplette Pflegeversicherung bezahlen. Ich fordere die Union und die SPD auf, die Notbremse zu ziehen und zur parit&auml;tischen Finanzierung zur&uuml;ckzukehren&rdquo;, sagt Harald Weinberg, f&uuml;r die Fraktion DIE LINKE Sprecher f&uuml;r Krankenhauspolitik und Gesundheits&ouml;konomie, mit Blick auf die Sch&auml;tzungen der Ersatzkassen zur Entwicklung der Zusatzbeitr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/groehe-greift-versicherten-tasche\/\">Die Linke<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Spaniens Schicksalswahl<\/strong><br>\nAlle vierzig Jahre passiert in Spanien etwas Wichtiges, Historisches. Jetzt ist es wieder so weit: Zur Wahl am Sonntag tritt eine neue Generation an, die Politik wird komplizierter, vielleicht auch besser. [&hellip;]<br>\nDenn nur durch die Brille europ&auml;ischer Stabilit&auml;tsw&auml;chter wirkt das heutige Spanien wie ein Mustersch&uuml;ler. Innerhalb von vier Jahren hat die Rajoy-Regierung mit Haushaltsdisziplin, Schuldenbremse und gravierendem Sozialabbau Sch&auml;ubles Traum von den &bdquo;gemachten Hausaufgaben&ldquo; wahr werden lassen. Seit neuerem meldet die Statistik sogar einen leichten R&uuml;ckgang der turmhohen Arbeitslosigkeit.<br>\nDoch die Wirklichkeit bietet ein anderes Panorama. Ganze D&ouml;rfer leben von der 420-Euro-St&uuml;tze und werden vom Arbeitsamt gar nicht mehr erfasst, folglich sind die Statistiken Augenwischerei. Viele Menschen haben zwei, drei Jobs, um &uuml;ber die Runden zu kommen. Die Mutigsten und Besten emigrieren; wer zu Hause bleibt, r&uuml;ckt zusammen und akzeptiert selbst unzumutbare Arbeitsvertr&auml;ge. Nicht auf den Prachtmeilen von Madrid und Barcelona, sondern abseits der Touristenpfade ist die Verelendung mit H&auml;nden zu greifen: aufgegebene L&auml;den, verrammelte Schaufenster, weniger M&uuml;llabfuhr, mehr Bettelei. Man sieht abgetragene Kleidung und blickt in ersch&ouml;pfte Gesichter. Viele Bars, die fr&uuml;her lange ge&ouml;ffnet hatten, schlie&szlig;en abends um zehn, weil die Spanier zu Hause billiger trinken. Es ist eine alternde Gesellschaft, die sich zusammennimmt, denn die Erinnerung an fr&uuml;here harte Zeiten ist noch nicht verblasst. Jammern kommt nicht in Frage; man ist friedlich, aber ausgebrannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/politische-zeitenwende-spaniens-schicksalswahl-13971952.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ich staune &uuml;ber diese harte Beschreibung der angeblichen wirtschaftlichen Erfolge in Spanien. Das FAZ-Feuilleton ist sensationell.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Langeweile der Postdemokratie<\/strong><br>\nEine Woche der Selbstbeweihr&auml;ucherung, der gro&szlig;en Floskeln und Phrasen, des besinnungslosen Spektakels neigt sich dem Ende zu. Zuerst war Deutschlands Sozialdemokratie drei Tage lang zusammengekommen, um der Welt die &bdquo;schlichte Wahrheit&ldquo; (Sigmar Gabriel) zu offenbaren, dass ohne die SPD dieses Land &bdquo;in gro&szlig;en Schwierigkeiten&ldquo; w&auml;re. Kaum war das sozialdemokratische Eigenlob verstummt, versammelten sich auch schon Christdemokraten, um nun ihrerseits zu postulieren: &bdquo;Immer, wenn es schwierig wurde in der Geschichte der Bundesrepublik, dann waren wir da.&ldquo;<br>\nWer auf die Suche ging, um unter all der wohlfeilen Rhetorik dieser Parteitage politische Inhalte zu entdecken, musste sich durch Formulierungen qu&auml;len, bei denen Fremdscham noch die angenehmste Emotion ist, die man versp&uuml;ren konnte. Wer dann die Kernaussagen fand, begraben irgendwo unter schalen Versprechungen und gravierenden Fehleinsch&auml;tzungen, musste feststellen: Einen prinzipiellen Unterschied zwischen jenen Parteien, die sich einst als wirkliche Kontrahenten sahen, gibt es in vielen entscheidenden Fragen nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201512173785\/politik\/inland\/die-langeweile-der-postdemokratie.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stoppen wir l&uuml;gende Politiker!<\/strong><br>\nDer f&uuml;hrende AfD-Politiker Bj&ouml;rn H&ouml;cke behauptet, dass das Reproduktionsverhalten der Afrikaner Europa bedrohe. Das ist nicht nur rassistisch, sondern auch wissenschaftlich unhaltbar.<br>\n&laquo;Die L&auml;nder Afrikas, sie brauchen die europ&auml;ische Grenze, um zu einer &ouml;kologisch nachhaltigen Bev&ouml;lkerungspolitik zu finden. [&hellip;] In Afrika herrscht n&auml;mlich die sogenannte r-Strategie vor, die auf eine m&ouml;glichst hohe Wachstumsrate abzielt. Dort dominiert der sogenannte Ausbreitungstyp. Und in Europa verfolgt man &uuml;berwiegend die K-Strategie, die die Kapazit&auml;t des Lebensraums optimal ausnutzen m&ouml;chte. Hier lebt der Platzhaltertyp. Die Evolution hat Afrika und Europa vereinfacht gesagt zwei unterschiedliche Reproduktionsstrategien beschert &ndash; sehr gut nachvollziehbar f&uuml;r jeden Biologen.&raquo;<br>\nWer spricht so? Bj&ouml;rn H&ouml;cke, Gymnasiallehrer, verheiratet, Vater von vier Kindern (und damit nach seiner eigenen Definition ein r-Stratege) sowie Fraktions- und Parteivorsitzender der &laquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&raquo; in Th&uuml;ringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/campus.nzz.ch\/science-blog\/stoppen-wir-luegende-politiker\">NZZ Campus<\/a>\n<p>dazu: <strong>M&auml;rchenstunde mit Frauke Petry<\/strong><br>\nEs ist eine oft wiederholte Behauptung vieler Rechtspopulisten: Die Meinungsfreiheit in Deutschland ist bedroht und dies vor allem durch Vertreter der Linken. Dumm nur, wenn die vermeintlich &raquo;unbequeme Wahrheit&laquo; auf Falschbehauptungen beruht. Die AfD lieferte in dieser Woche dazu gleich zwei Beispiele ab.<br>\nDen Aufschlag gab der s&auml;chsische AfD-Generalsekret&auml;r Uwe Wurlitzer. Dieser habe nach Darstellung der LINKEN Sachsen behauptet, die Abgeordnete Juliane Nagel habe via Facebook zur Gewalt gegen Polizisten aufgerufen. &raquo;Dumm nur, dass Jule gar kein Facebookprofil betreibt&laquo;, stellte die LINKE am Freitag allerdings richtig.<br>\nAfD-Chefin Frauke Petry bekam widerum dieser Tage Post vom Anwalt der Technischen Universit&auml;t (TU) Dresden. Die Parteivorsitzende hatte am 30. November in der ARD-Talksendung &raquo;Hart aber Fair&laquo; behauptet, an der Hochschule gebe es Schriftst&uuml;cke, in den TU-Mitarbeitern Disziplinarma&szlig;nahmen f&uuml;r den Fall angedroht werden, falls sie sich an einer politischen Demonstration beteiligen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/995262.maerchenstunde-mit-frauke-petry.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Open Lobbyradar<\/strong><br>\nNachdem das ZDF sein Lobbyradar eingestellt hat, wird die an sich gute Idee im Internet weitergef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lobbyradar.org\/\">Open Lobbyradar<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>20.000 Zuckerbergs: &Uuml;ber die Macht und die Privilegien der Stifter<\/strong><br>\nSeit dem Jahr 2000 boomt das Stiftungswesen hierzulande. Dies sorgt, von der &Ouml;ffentlichkeit kaum bemerkt, f&uuml;r eine politische Kr&auml;fteverschiebung zugunsten von Wohlhabenden und Unternehmen. [&hellip;]<br>\nDass Stifter die Guten sind, gilt in Deutschland zumeist als ausgemacht. Der Boom, den das Stiftungswesen hierzulande erlebt, wird entsprechend begr&uuml;&szlig;t. Oder als vermeintliches Non-Thema nicht zur Kenntnis genommen. Dabei erleben wir eine politische Kr&auml;fteverschiebung: Von 1999 bis Ende 2014 stieg die Zahl der Stiftungen in Deutschland von rund 8.000 auf 20.784.<br>\nMehr als 90 Prozent sind als gemeinn&uuml;tzig anerkannt. Im Jahr 2008 besa&szlig;en sie ein Verm&ouml;gen von 70 Milliarden Euro. Heute liegt dieser Betrag bei 100 Milliarden Euro. Stiftungen sch&uuml;tten inzwischen pro Jahr rund 17 Milliarden Euro aus &ndash; und beeinflussen damit Bildung, Wissenschaft, Kultur, Sport, Soziales, Umweltschutz und Politik. Gleichzeitig gingen staatliche Handlungsm&ouml;glichkeiten zur&uuml;ck. Das zeigt der Blick auf die Staatsquote, also auf die Ausgaben der staatlichen Einrichtungen im Verh&auml;ltnis zur gesamten Wirtschaftsleistung des Landes. 1999 lag die Staatsquote bei 47,7 Prozent, 2014 waren es 44,3 Prozent. Weniger Staat hei&szlig;t aber: weniger demokratische Kontrolle &uuml;ber das, was mit dem Volksverm&ouml;gen passiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.carta.info\/79451\/20-000-zuckerbergs-ueber-die-macht-und-die-privilegien-der-stifter\/\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Brauchen wir einen Plan B? Wie weiter mit Euro und EU?<\/strong><br>\nSamstag, 9. Januar 2016 | Beginn: 19:00 Uhr | im Haus des DGB Berlin, Keithstra&szlig;e. 1 | Eintritt frei<br>\nSp&auml;testens die Erpressung Griechenlands hat es deutlich gemacht: Die Europ&auml;ische Union, der Euro und die Europ&auml;ische Zentralbank wirken wie ein System zur Durchsetzung kapitalistischer Interessen und neoliberaler Politik &ndash; unter Vorherrschaft der deutschen Bundesregierung. Wie sollen demokratisch und sozial orientierte Kr&auml;fte damit umgehen?<br>\nEs diskutieren\n<p>Oskar Lafontaine: Er setzt sich f&uuml;r einen Bruch mit den bisherigen Strukturen der EU und des Euro ein. N&ouml;tig sei eine grundlegende demokratische Neufassung der europ&auml;ischen Vertr&auml;ge und ein Plan B f&uuml;r ein neues W&auml;hrungssystem als Alternative zum Euro.<\/p>\n<p>Gesine Schwan: Vorsitzende der Grundwertekommission der SPD, Pr&auml;sidentschaftskandidatin von SPD und B&uuml;ndnis 90\/ Die Gr&uuml;nen 2004 und der SPD 2009, Sie setzt sich ein f&uuml;r eine Abkehr von der neoliberalen Austerit&auml;tspolitik und eine engere Zusammenarbeit in der EU, f&uuml;r den Erhalt des Euro und f&uuml;r eine st&auml;rkere und demokra-tisch kontrollierte Integration.<\/p>\n<p>Moderation: Tom Strohschneider (Chefredakteur der Zeitung Neues Deutschland)<\/p>\n<p>Veranstalter: Sozialistische Linke in der Partei DIE LINKE<br>\nMit Unterst&uuml;tzung der Zeitung Neues Deutschland<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Musik zwischen zerbombten H&auml;usern<\/strong><br>\nAeham Ahmad erh&auml;lt am Freitag in Bonn den von einer Musikerinitiative vergebenen Internationalen Beethovenpreis. Bekannt wurde der syrisch-pal&auml;stinensische Musiker vor allem, weil er mit seinem Klavier auf den Stra&szlig;en der zerbombten syrischen Hauptstadt spielte. Diese Bilder sehen abstrus aus: Da sitzt ein junger Mann an einem Klavier, spielt mit einem heftigen nerv&ouml;sen Anschlag Musik und singt, begleitet von einigen M&auml;dchen, arabische Lieder &ndash; die Umgebung wirkt apokalyptisch, zerbombte H&auml;user, abgerissene Vorh&auml;nge, zerschossene Roll&auml;den, Schutt und Staub allerorten, zerborstene Wasser- und Stromleitungen quer &uuml;ber den Stra&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/pianist-aeham-ahmad-musik-zwischen-zerbombten-haeusern.2177.de.html?dram%3Aarticle_id=340088\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Letzte: VW bezahlt Ex-Chef Winterkorn weiterhin Millionengehalt<\/strong><br>\nDer zur&uuml;ckgetretene VW -Chef Martin Winterkorn steht offenbar noch bis Ende 2016 bei dem Autobauer unter Vertrag. Das berichten das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; und das ZDF-Magazin &ldquo;Frontal 21&rdquo;. Auch die Nachrichtenagentur Reuters meldet dies und beruft sich dabei auf zwei Personen &ldquo;aus dem Umfeld des Aufsichtsrates&rdquo;. Demnach soll Winterkorns Vertrag nicht aufgel&ouml;st worden sein, nachdem der Vorstandsvorsitzende im September wegen des Abgas-Skandals sein Amt niedergelegt hatte. Der 68-J&auml;hrige war mit zuletzt mehr als 15 Millionen Euro Jahresgehalt der bestbezahlte Manager eines Dax -Unternehmens, davon waren deutlich mehr als 10 Millionen Euro Boni.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/abgas-skandal-vertrag-von-ex-vw-chef-winterkorn-laeuft-weiter-a-1068439.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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