{"id":29662,"date":"2015-12-21T08:50:29","date_gmt":"2015-12-21T07:50:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662"},"modified":"2015-12-21T08:50:29","modified_gmt":"2015-12-21T07:50:29","slug":"hinweise-des-tages-2528","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h01\">Wahlen in Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h02\">Gemeinsam trauern, gemeinsam verbl&ouml;den<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h03\">Mehr &Auml;ltere beziehen Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h04\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h05\">Eurogruppe stoppt Sozialpaket von SYRIZA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h06\">Austerit&auml;t ist nicht alternativlos in Portugal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h07\">Handelspolitik &ndash; Zeigt Europa in Paris sein h&auml;ssliches Gesicht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h08\">Trotz Streikserie: Gehaltserh&ouml;hung f&uuml;r Lufthansa-Bosse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h09\">DIHK warnt vor Zusatzb&uuml;rden aus der Erbschaftsteuerreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h10\">Die Folgen sozialer Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h11\">Junge Assistenz&auml;rzte unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h12\">Das uns&auml;gliche Elend der Public-Private Partnerships (PPP)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h13\">&bdquo;Spenden ist Eigennutz&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h14\">V&ouml;lkerrechtsbeauftragter sieht keine echte Handhabe gegen Drohnen-Relaisstation Ramstein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h15\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h16\">Schmidt und Scholl-Latour: Eine Zusammenkunft alter M&auml;nner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h17\">Kremlin Caricature: Washington&rsquo;s Distorted View of Russia and Putin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662#h18\">Schlechte Sitten im Zeitungsgewerbe<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29662&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahlen in Spanien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Podemos sorgt in Spanien f&uuml;r eine kleine Revolution<\/strong><br>\nPatt-Situation: Bislang k&ouml;nnen weder PP und Ciuadanos noch die PSOE und Podemos eine Mehrheit erreichen<br>\nZwar wurde die ultrakonservative Volkspartei (PP) von Mariano Rajoy mit etwa 29 Prozent wieder st&auml;rkste Kraft, aber sie ist weit entfernt von einer absoluten Mehrheit, die sie vor vier Jahren mit knapp 45% erhielt. Die Korruptionspartei hat, nachdem die gro&szlig;e Mehrzahl der Stimmen ausgez&auml;hlt ist, 17 Prozentpunkte eingeb&uuml;&szlig;t und 63 Sitze verloren. [&hellip;]<br>\nM&ouml;glich w&auml;re eine gro&szlig;e Koalition, die Rajoy den Sozialisten (PSOE) schon vorsorglich angesichts seines absehbaren Wahldebakels angeboten hatte, um weiterregieren zu k&ouml;nnen. Die Sozialisten wurden erneut zweitst&auml;rkste Kraft mit gut 22% und 90 Sitzen. Dabei ist das das historisch schlechteste Ergebnis und sie verloren gegen&uuml;ber 2011 noch einmal gut f&uuml;nf Punkte.<br>\nDie PSOE steht nun vor der Frage, ob sie eine &ldquo;portugiesische L&ouml;sung&rdquo; zulassen will, um den Wandel und ein Ende der Austerit&auml;tspolitik auch im gro&szlig;en Nachbarland zu erm&ouml;glichen. Damit k&ouml;nnte der PSOE-Spitzenkandidat Pedro S&aacute;nchez Ministerpr&auml;sident werden, was in der gro&szlig;en Koalition mit der PP unm&ouml;glich w&auml;re. Gemeinsam haben PSOE und Podemos mit 159 Abgeordneten vier Sitze weniger wie PP und Ciudadanos, aber mit 10,7 Millionen Stimmen etwas mehr als die Rechten mit 10,6 Millionen. Aber die Rechte hat angesichts ihrer aggressiven Politik gegen&uuml;ber Katalanen und Basken praktisch keine Chance, weitere B&uuml;ndnispartner zu finden. Gleichwohl k&uuml;ndigte Rajoy an, eine &ldquo;stabile&rdquo; Regierung bilden zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46925\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ein neues Spanien ist geboren&rdquo;: Linke Podemos auf Augenh&ouml;he mit Sozialisten, Konservative erleiden historische Wahlniederlage<\/strong><br>\nSozialisten kommen auf Platz zwei, die linke Bewegung Podemos liegt an dritter Stelle. Eine schwierige Regierungsbildung ist zu erwarten<br>\nDie Spanier haben in einer historischen Wahl nach drei Jahrzehnten ihr Zweiparteiensystem abgeschafft: Bei der Parlamentswahl am Sonntag wurde die bisher regierende konservative Volkspartei (PP) zwar wieder st&auml;rkste Kraft vor den Sozialisten, aber zwei neue Parteien fuhren zweistellige Ergebnisse ein und brechen die bisherigen Machtzirkel auf. [&hellip;]<br>\nK&ouml;nig Felipe VI. muss nach Gespr&auml;chen mit allen Parteif&uuml;hrern einen von ihnen zum Ministerpr&auml;sidenten ernennen. Doch bevor dieser sein Amt aufnehmen kann, muss er vor dem Parlament eine Vertrauensabstimmung bestehen. In einer ersten Abstimmung braucht er eine absolute Mehrheit von 176 Stimmen. In einer zweiten Abstimmung binnen 48 Stunden w&uuml;rde eine einfache Mehrheit reichen, es m&uuml;ssten mehr Abgeordnete f&uuml;r als gegen ihn stimmen. Dazu k&ouml;nnte es kommen, wenn sich eine oder zwei Fraktionen enthalten. Sollte binnen zwei Monaten keine Regierung zustande kommen, muss der K&ouml;nig eine Neuwahl ansetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000027841152\/Laut-Exit-Polls-Konservative-Partido-Popular-verliert-in-Spanien-absolute\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Spanisches Durcheinander<\/strong><br>\nWeder die rechte noch die linke Mitte verf&uuml;gt nach den Wahlen &uuml;ber eine absolute Mehrheit. In Spanien stehen lange Verhandlungen bevor, an deren Ende sogar Podemos-Chef Iglesias Regierungschef werden k&ouml;nnte. [&hellip;]<br>\nNach Portugal, wo gerade durch einen Linksruck an den Urnen eine nicht allzu stabil erscheinende sozialistische Minderheitsregierung mit Duldung zweier kommunistischer Parteien an die Macht kam, ist nun auch in dem gr&ouml;&szlig;eren iberischen Nachbarland der weitere politische Kurs erst einmal unbestimmt. Podemos-Spitzenkandidat Pablo Iglesias beh&auml;lt wom&ouml;glich recht mit seiner selbstbewussten Aussage im Wahlkampf &bdquo;Rajoy oder ich&ldquo;. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend es rechnerisch bei allen denkbaren Paktvarianten links und rechts hapert, w&auml;re eine gro&szlig;e Koalition der Verlierer m&ouml;glich. Konservative und Sozialisten, die beide am Sonntag schwer eingebrochen sind, h&auml;tten trotzdem zusammen eine solide absolute Mehrheit. Aber dagegen sprechen tief verwurzelte politische und pers&ouml;nliche Animosit&auml;ten ihrer Spitzenvertreter. Wenn man aber &uuml;berlegt, was in der Wirtschafts- und Europapolitik, bei der Terrorismusbek&auml;mpfung und Einwandererkontrolle, sowie beim nationalen Zusammenhalt die Alternative &bdquo;Rajoy oder ich&ldquo; bedeuten kann, mag es einen schaudern. Nicht nur f&uuml;r die Austerit&auml;t, die Finanzdisziplin und den Euro steht an der S&uuml;dwestflanke nun vieles auf dem Spiel. Auch ein Nato-Partner Spanien unter einem Ministerpr&auml;sidenten Iglesias w&auml;re nur ein neuer Unsicherheitsfaktor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/kommentar-spanisches-durcheinander-13978162.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieser Kommentar aus der FAZ ist repr&auml;sentativ f&uuml;r die ersten &bdquo;Analysen&ldquo; aus der deutschen Presselandschaft. Es gibt nichts schlimmeres als Instabilit&auml;t, daher sollten die beiden &bdquo;alten&ldquo; Parteien PP und PSOE doch bitte &uuml;ber ihren eigenen Schatten springen und eine gro&szlig;e Koalition bilden &hellip; von Deutschland lernen, hei&szlig;t schlie&szlig;lich siegen lernen. Nur keine &bdquo;Experimente&ldquo; am linken Rand! Schlie&szlig;lich stehen die &bdquo;Finanzdisiplin&ldquo; und der &bdquo;Euro&ldquo; auf dem Spiel &hellip; man muss sich wirklich sch&auml;men, wie wenig Respekt die deutschen Medien f&uuml;r das Votum anderer V&ouml;lker haben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gemeinsam trauern, gemeinsam verbl&ouml;den<\/strong><br>\nEuropa und Amerika haben sich nach den Terroranschl&auml;gen der letzten anderthalb Jahrzehnte auf ihre Grundwerte der Aufkl&auml;rung besonnen &ndash; und sie zur Ideologie verzerrt. [&hellip;]<br>\nDie andauernd im Dunkeln gehaltenen B&uuml;rger sehen die verheerenden Folgen ja in be&auml;ngstigender Sch&auml;rfe: Massaker daheim, gefolgt von eskalierenden Kriegen im Ausland, sowie ein unumkehrbarer Abbau der B&uuml;rgerrechte f&uuml;r einen ewigen Krieg gegen echte und vermeintliche Feinde. W&auml;hrend sich dieses Fiasko also entfaltet, k&ouml;nnen die perplexen Experten, Strategen, Spione, Schn&uuml;ffler und Meinungsmacher nur noch nach S&uuml;ndenb&ouml;cken suchen &ndash; und die finden sie unter den quasi-volksverr&auml;terischen Linken und Liberalen, die den &ldquo;Westen&rdquo; immer dazu zwingen, mit mindestens einer gebundenen Hand zu k&auml;mpfen. [&hellip;]<br>\nIn unserer Zeit hat sich die Macht der technokratischen Elite vervielfacht, unterst&uuml;tzt von der verschwenderischen Alimentierung unsicherer Politiker und selbsts&uuml;chtiger Gesch&auml;ftsleute. So kam es zur Delegitimierung abweichender Meinungen in den Mainstream-Medien und Universit&auml;ten und zu einer weitreichenden Depolitisierung.<br>\nDa &uuml;berrascht es nicht, dass sich die verw&ouml;hnte und intellektuell kastrierte Industrie der Expertisen und Meinungen heute angesichts des weltweiten Schlachtens vor allem durch Ahnungslosigkeit beweist. Wir brauchen dringend echte Auseinandersetzungen und frische Denkans&auml;tze &ndash; die Tradition der Selbstkritik, mit der sich der Westen einst ja wirklich unterschied und aufkl&auml;rte. Solange eifrige Konformisten und Karrieristen in der &ouml;ffentlichen Debatte den Ton angeben, wird endloser Krieg die Standardannahme bleiben. Genauso wie die selbstbeweihr&auml;uchernden Plattit&uuml;den des Westernismus nach jeder neuen Katastrophe daf&uuml;r sorgen werden, dass wir weiter gemeinsam trauern und gemeinsam verbl&ouml;den.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/aufklaerung-westgeist-1.2788639\">Pankaj Mishra in der S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mehr &Auml;ltere beziehen Hartz IV<\/strong><br>\nImmer mehr &auml;ltere Deutsche haben Arbeit. Und immer mehr gehen in Rente. Gleichzeitig bekommen immer mehr von ihnen Hartz IV.<br>\nTrotz deutlich gesunkener Arbeitslosigkeit sind immer mehr &auml;ltere Menschen ohne Arbeit auf Hartz IV angewiesen. So stieg die Zahl der 55-J&auml;hrigen und &Auml;lteren mit Hartz IV von rund 257.000 im Jahresdurchschnitt 2010 kontinuierlich um 24 Prozent auf 318.000 im vergangenen Jahr. Das geht aus einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Antwort der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit auf eine entsprechende Anfrage der stellvertretenden Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann hervor.<br>\nIm laufenden Jahr setzten sich die Entwicklung fort. Im November 2015 stieg die Zahl der &auml;lteren arbeitslosen Hartz-IV-Bezieher im Vergleich zum Vorjahr von rund 315.000 auf 321.000.<br>\nNicht in den Zahlen enthalten sind rund 163.000 Hartz-IV-Bezieher &uuml;ber 58 Jahre, denen ein Jahr lang keine Arbeit angeboten wurde. Diese werden nicht mehr als arbeitslos gez&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/sozialstatistik-mehr-aeltere-beziehen-hartz-iv-13977113.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Diese Statistik ist nicht &uuml;berraschend und doch ersch&uuml;tternd, wie hier mit Menschen am Ende ihrer Berufst&auml;tigkeit umgegangen wird. Es ist kein Wunder, dass die neoliberale Speerspitze, die FAZ, an dieser Menschen verachtenden Praxis noch Positives sehen kann. Deprimierend ist das Schweigen der Gewerkschaftsspitze zu diesen Vorg&auml;ngen &ndash; aber sie geh&ouml;ren ja zu den Urhebern der Hartz-Gesetze.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.:<\/strong> Wenn bereits gegenw&auml;rtig so viele &auml;ltere Personen auf Hartz IV angewiesen sind, so ist zu bef&uuml;rchten, dass dieser Anteil in Zukunft noch kr&auml;ftig ansteigen wird: U.a. wegen der Zunahme gering entlohnter Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse.<br>\nDas verdeutlicht: Nicht lediglich die H&ouml;he der offiziellen Arbeitslosigkeit ist entscheidend, sondern auch die Art der Arbeitsverh&auml;ltnisse und deren -bedingungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>D&auml;nen wollen Bargeld und Schmuck von Fl&uuml;chtlingen<\/strong><br>\nD&auml;nemark versch&auml;rft sein Asylwesen: Die Polizei soll Fl&uuml;chtlingen k&uuml;nftig direkt an der Grenze Schmuck und Bargeld abnehmen k&ouml;nnen.<br>\nUm f&uuml;r die Unterbringung und Verpflegung von Fl&uuml;chtlingen zu zahlen, will D&auml;nemark k&uuml;nftig Verm&ouml;genswerte ankommender Asylbewerber konfiszieren: Uhren, Schmuck und alles, was einen Wert von &uuml;ber 400 Euro hat. Mobiltelefone und Eheringe sind ausgenommen &ndash; Werte, die zur &laquo;Sicherung eines bescheidenen Lebens&raquo; beitragen, wie die d&auml;nische &laquo;Politiken&raquo; berichtet.<br>\nDas Vorhaben ist Teil eines 34-Punkte-Plans, den die rechtsliberale Regierung im November als Teil eines neuen, strikteren Asylpakets vorgestellt hat. Eine grosse Mehrheit im d&auml;nischen Parlament unterst&uuml;tzt den Vorschlag. &Uuml;ber diesen wird am 13. Januar debattiert, am 26. Januar soll endg&uuml;ltig dar&uuml;ber entschieden werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.20min.ch\/ausland\/news\/story\/16675559\">20 Minuten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Dieses Ansinnen erinnert an schreckliche Ereignisse w&auml;hrend des Nationalsozialismus. Eigentlich sollte angenommen werden, Geschichte wiederholt sich nicht auf so fatale Weise. Wo sind die Lehren aus der Vergangenheit?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Rechtswidrige Praktiken&rdquo;: Rechnungspr&uuml;fer kn&ouml;pfen sich Berliner Sozialsenator vor<\/strong><br>\nDer Berliner Landesrechnungshof wirft Berlins Sozialsenator Mario Czaja (CDU) in einem vertraulichen Sondergutachten vor, rechtswidrige Praktiken im Landesamt f&uuml;r Gesundheit und Soziales (Lageso) bei der Unterbringung von Fl&uuml;chtlingen jahrelang geduldet zu haben. (&hellip;)<br>\nDie Pr&uuml;fer kritisieren nach Informationen des SPIEGEL, das Lageso habe &ldquo;Gemeinschaftsunterk&uuml;nfte in Betrieb genommen, bevor die Vertragsverhandlungen abgeschlossen sind&rdquo;. Die Fachaufsicht &ndash; also der Senator &ndash; habe &uuml;ber Jahre &ldquo;nicht in die ihr bekannte, rechtswidrige Praxis eingegriffen&rdquo;.<br>\nDie Senatsverwaltung habe ihre &ldquo;gesetzlichen Aufgaben bei der Unterbringung von Fl&uuml;chtlingen nicht hinreichend wahrgenommen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Papier, das dem Senator seit Oktober vorliegt. &ldquo;Trotz jahrelanger Kenntnis der steigenden Fl&uuml;chtlingszahlen hat die zust&auml;ndige Verwaltung weder auf ministerieller noch auf operativer Ebene die Unterbringung geplant und gesteuert&rdquo;, hei&szlig;t es dort weiter. (&hellip;)<br>\nDer Landesrechnungshof in Berlin geht in seinem Bericht hart mit dem Lageso ins Gericht. Notwendige Daten w&uuml;rden vom Lageso nicht erhoben, der Senat wisse bis heute nicht mit Sicherheit, &ldquo;wie viele Unterbringungspl&auml;tze im Land zur Verf&uuml;gung stehen&rdquo;.<br>\nDas Lageso habe es au&szlig;erdem vers&auml;umt, Standards f&uuml;r die Unterbringung traumatisierter Fl&uuml;chtlinge festzulegen. Dazu gebe es in den Qualit&auml;tsanforderungen &ldquo;bis heute keine Regelungen&rdquo;. Au&szlig;erdem fand der Rechnungshof Belege, dass Dienstleistungsentgelte &ldquo;intransparent veranschlagt&rdquo; w&uuml;rden und im &ldquo;krassen Missverh&auml;ltnis zur eingekauften Dienstleistung&rdquo; st&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/berlin-duldete-rechtswidrige-praxis-bei-fluechtlingsunterbringung-a-1068522.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>FRONTEX 2.0. &ndash; Auf dem Weg zur (Grenz-)Polizei der EU<\/strong><br>\nVor zehn Jahren hat die europ&auml;ische Grenzschutzagentur FRONTEX ihre Arbeit aufgenommen und den Auftrag der EU erhalten, u.a. den Grenzschutz der Mitgliedstaaten zu koordinieren und Risiko-Analysen zu erstellen. Bereits damals wurde bef&uuml;rchtet, dass dies die Entwicklung der EU hin zu einem Superstaat mit eigener Polizei bedeuten k&ouml;nnte. 2015 k&ouml;nnte nun als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem die EU die Grundsteine f&uuml;r eine EU-Polizei gelegt hat &ndash; zun&auml;chst nat&uuml;rlich im Bereich des Grenzschutzes zu Lasten von Gefl&uuml;chteten und Migrant_innen.<br>\nIm Mai dieses Jahres legte die EU-Kommission in ihrer Europ&auml;ischen Agenda zur Migration das Ziel der Errichtung eines europ&auml;ischen Grenzmanagements fest.[1] Der EU-Pr&auml;sident Jean-Claude Juncker verk&uuml;ndete in seiner Antrittsrede, dass wichtige Schritte f&uuml;r die Erschaffung einer europ&auml;ischen Grenz- und K&uuml;stenwache bereits noch in diesem Jahr unternommen werden sollen, um durch ein sogenanntes integratives Grenzmanagement die innere Sicherheit des Schengenraumes zu garantieren und vor Terrorismus zu sch&uuml;tzen. Auf einem nach den Anschl&auml;genen in Paris einberufenen EU-Treffen zur Terrorismusbek&auml;mpfung wurden bereits unter dem Deckmantel der Anti-Terrorma&szlig;nahmen die Forderungen einer st&auml;rkeren Zusammenarbeit der staatlichen Institutionen mit FRONTEX sowie nach der Intensivierung von Grenzkontrollen laut, welche in dem Gesetzespaket der Kommission aufgenommen wurden.[2]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2015\/12\/19\/frontex-2-0-auf-dem-weg-zur-grenz-polizei-der-eu\/\">Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.<\/a><\/li>\n<li><strong>Harter Winter f&uuml;r Balkanfl&uuml;chtlinge: Massenabschiebungen bei Nacht &amp; Nebel<\/strong><br>\nIn den letzten Wochen hat eine Abschiebungswelle gegen Fl&uuml;chtlinge aus Balkanstaaten eingesetzt. Es trifft nicht nur solche, die im Lauf der letzten Monate eingereist sind und abgelehnt wurden, die Chartermaschinen werden auch mit langj&auml;hrig Geduldeten gef&uuml;llt. Neuerdings verst&auml;rkt auch ohne vorherige Ank&uuml;ndigung des Abschiebungstermins.<br>\nDie Berichte &uuml;ber Massenabschiebungen von Fl&uuml;chtlingen aus den Balkanstaaten mehren sich &ndash; ungeachtet des bevorstehenden Winters, der f&uuml;r viele der Abgeschobenen aufgrund der Zust&auml;nde in den L&auml;ndern nun sehr hart wird. Nicht umsonst gab es in den vergangenen Jahren in einigen Bundesl&auml;ndern einen Winterabschiebestopp. Nicht so dieses Jahr, wie einige Beispiele zeigen: (&hellip;)<br>\nPauschalablehnungen &amp; Massenabschiebungen blenden reelle Situation aus<br>\nAsylantr&auml;ge von Schutzsuchenden aus diesen Staaten d&uuml;rfen nicht pauschal als &bdquo;offensichtlich unbegr&uuml;ndet&ldquo; abgelehnt werden, wie dies in der Praxis aktuell geschieht. Minderheiten leiden dort beispielsweise unter massiver und institutionalisierter Diskriminierung &ndash; ausf&uuml;hrlich wird die generelle Lage in den L&auml;ndern in unseren  Rechtsgutachten zu Serbien, Mazedonien und Bosnien sowie zu Albanien und Montenegro dargelegt, auch zur Lebenssituation im Kosovo gibt es eine kurze Analyse.<br>\nZu den Bedingungen f&uuml;r Minderheiten im Kosovo hat au&szlig;erdem die &bdquo;Gesellschaft f&uuml;r bedrohte V&ouml;lker&ldquo; einen Bericht ver&ouml;ffentlicht, der zum Schluss kommt dass die &bdquo;strukturelle und kumulative Diskriminierung&ldquo; den Betroffenen &bdquo;ein &Uuml;berleben im Kosovo unm&ouml;glich macht&ldquo; und von &bdquo;zwangsweisen R&uuml;ckf&uuml;hrungen&ldquo; daher abgesehen werden m&uuml;sse.<br>\nDass nun ausgerechnet vor dem bevorstehenden Winter massenhaft Menschen, die teilweise seit Jahren geduldet in Deutschland leben, in ungewisse Zust&auml;nde abgeschoben werden ist politischer Aktionismus unter Ausblendung der tats&auml;chlichen Situation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.proasyl.de\/de\/news\/detail\/news\/harter_winter_fuer_balkanfluechtlinge_massenabschiebungen_bei_nacht_und_nebel\/\">Pro Asyl<\/a><\/li>\n<li><strong>Obergrenze f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge &ndash; rechtlich unm&ouml;glich?<\/strong><br>\nDas &ldquo;O-Wort&rdquo;: CSU-Chef Horst Seehofer will sie, CDU-Chefin Angela Merkel nicht: Die Obergrenze f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge. Das deutsche Grundrecht auf Asyl kenne keine Obergrenze, sagt Merkel. Soll hei&szlig;en: Einfach abweisen und zur&uuml;ckschicken geht rechtlich gar nicht &ndash; selbst wenn man es wollte. Merkel sucht lieber nach internationalen L&ouml;sungen, um die Zahl der Fl&uuml;chtlinge zu reduzieren.<br>\nDoch selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass sich die deutsche Politik f&uuml;r eine &Auml;nderung des Grundgesetzes entschiede &ndash; was dann? Schlie&szlig;lich g&auml;be es dann noch immer jede Menge internationale Regelungen: die Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention, die Europ&auml;ische Menschenrechtskonvention, diverse EU-Asylrichtlinien und die EU-Grundrechte-Charta? Was schreiben diese Regelungen vor? Damit hat sich der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags besch&auml;ftigt. Das Gutachten liegt dem ARD-Hauptstadtstudio exklusiv vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/obergrenzen-gutachten-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eurogruppe stoppt Sozialpaket von SYRIZA<\/strong><br>\nDie griechische Regierung hat die f&uuml;r die kommende Woche geplante Verabschiedung eines Gesetzespakets &uuml;ber eine Reihe neuer Sozialma&szlig;nahmen auf Druck der internationalen Gl&auml;ubiger vorerst verschoben. Wie die griechische Tageszeitung &raquo;Kathimerini&laquo; am Freitag berichtete, habe die Eurogruppe &raquo;Vorbehalte&laquo; gegen das 100 Seiten starke Gesetzesvorhaben angemeldet. Die Auswirkungen des Programms auf den Haushalt seien nicht vollst&auml;ndig durchgerechnet worden, so ein EU-Vertreter. Zu kl&auml;ren sei auch noch, ob das Programm mit den Auflagen in Einklang stehe, die Athen umsetzen muss, um eine weitere Milliarde Euro von den Kreditgebern zu erhalten.<br>\nMit dem &raquo;Parallelprogramm&laquo; wollte die linksgef&uuml;hrte Regierung die H&auml;rten der von ihr durch die Gl&auml;ubiger abverlangten K&uuml;rzungma&szlig;nahmen f&uuml;r sozial Schwache mildern. Zu den wichtigsten Ma&szlig;nahmen, die SYRIZA durchbringen will, geh&ouml;rt eine Krankenversicherung f&uuml;r alle derzeit nicht sozialversicherten Griechen. Zudem sollen in den Kommunen Hilfszentren f&uuml;r Arme eingerichtet werden. Auch die Seifenkooperative Vio.Me w&uuml;rde profitieren. Die Zwangsversteigerung des Firmengel&auml;ndes soll gestoppt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/995324.eurogruppe-stoppt-sozialpaket-von-syriza.html\">neues deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Austerit&auml;t ist nicht alternativlos in Portugal<\/strong><br>\nDie Linksregierung in Portugal hebt L&ouml;hne, Renten und Zusch&uuml;sse an und streicht oder k&uuml;rzt Steuern<br>\nEs scheint, als wolle die portugiesische Linke den Nachbarn in Spanien vor den Wahlen am Sonntag zeigen, dass es Alternativen zur Spar-, K&uuml;rzungs- und Lohnsenkungspolitik der Rechten gibt, um damit der Linken dort Wahlhilfe leisten. So hat die sozialistische Regierung am Donnerstag mit ihren leisen Reformschritten die definitive Abkehr von der Austerit&auml;tspolitik der konservativen Vorg&auml;nger eingeleitet.<br>\nWie mit dem marxistischen Linksblock (BE) und der gr&uuml;n-kommunistischen Koalition CDU vereinbart worden war, welche die Sozialisten (PS) st&uuml;tzen, wird der Mindestlohn zum 1. Januar von 505 auf 530 Euro angehoben. Dagegen hatten sich die Unternehmerverb&auml;nde gestr&auml;ubt, w&auml;hrend Gewerkschaften gefordert hatten, ihn gleich auf 600 Euro anzuheben, was bis zum Ende der Legislaturperiode 2019 geschehen soll. Die konservativen Vorg&auml;nger hatten ihn in der Krise auf 485 Euro gesenkt. Erst im Hinblick auf die anstehenden Wahlen im vergangenen Oktober wurde er wieder auf 505 Euro angehoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Austeritaet-ist-nicht-alternativlos-in-Portugal-3049596.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Handelspolitik &ndash; Zeigt Europa in Paris sein h&auml;ssliches Gesicht?<\/strong><br>\nWurde die EU beim heimlichen Sabotieren des Pariser Klimagipfels auf frischer Tat ertappt? Ein k&uuml;rzlich durchgesickertes, internes Papier des EU-Rates deutet klar darauf hin. Das Dokument instruiert die EU-Verhandlungsf&uuml;hrer, jedne Diskussionsversuch abzublocken, der die negativen Einfl&uuml;sse der Handelspolitik auf den Klimawandel zum Thema macht. Die Anleitung verbietet es ihnen au&szlig;erdem, Entwicklungsl&auml;ndern Zugest&auml;ndnisse in der Frage internationaler Patentrechte zu machen.<br>\nMeint Europa es ernst mit dem Klimawandel? Wenn man sich die Er&ouml;ffnungsreden bei den Klimaverhandlungen in Paris anh&ouml;rt, k&ouml;nnte man meinen, dass es endlich ein effektives Vorgehen zur gemeinsamen Bek&auml;mpfung der globalen Erw&auml;rmung geben k&ouml;nnte. F&uuml;r die Europ&auml;ische Kommission stellt der Kampf um ein starkes Klimaabkommen zur Emissionsreduzierung eines ihrer zentralen politischen Ziele dar. Sie weist darauf hin, dass das Handeln gegen den Klimawandel ein menschlicher und &ouml;kologischer Imperativ sei. Pr&auml;sident Juncker fand am vergangenen Montag in Paris ebenfalls klare Worte: &bdquo;Wir kennen die Gefahren, wir kennen die Risiken und wir k&ouml;nnen sie verhindern. Es ist eine Frage des politischen Willens und Handelns.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/stop-ttip.org\/de\/blog\/trade-policy-europes-ugly-face-paris\/?noredirect=de_DE\">STOP TTIP<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Disput um europ&auml;ische Standards<\/strong><br>\nEU-KommissarInnen leisten mitunter kuriose &bdquo;&Uuml;berzeugungsarbeit&ldquo; f&uuml;r TTIP &amp; Co in Wien: So versprach Gesundheitskommissar Andriukaitis vor kurzem einen Exportboom von &ouml;sterreichischen Eiern durch TTIP. Auch Handelskommissarin  Malmstr&ouml;m wirbt massiv f&uuml;r die viel kritisierten Handelsabkommen. Die hohen europ&auml;ischen Standards sollen auch mit TTIP und CETA weiterhin aufrecht bleiben. Doch Anpassungen seitens der EU finden schon im Vorfeld der Handels- und Investitionsabkommen statt.<br>\nSo hat die Europ&auml;ische Beh&ouml;rde f&uuml;r Lebensmittelsicherheit das von vielen WissenschafterInnen &auml;u&szlig;erst umstrittene Herbizid Glyphosat dieser Tage als &bdquo;wahrscheinlich unbedenklich&ldquo; eingestuft. Die Europ&auml;ische Kommission scheint entschlossen, die Handelsabkommen auf Biegen und Brechen durchzusetzen. (&hellip;)<br>\nIst Malmstr&ouml;m die Meinung der EU-Bev&ouml;lkerung egal?<br>\nUm die &Ouml;sterreicherInnen doch noch von TTIP-Abkommen zu &uuml;berzeugen, hat sich auch EU-Handelskommissarin Malmstr&ouml;m erneut f&uuml;r Gespr&auml;che im Februar angek&uuml;ndigt. Hoffentlich mit besseren Argumenten als ihr Amtskollege aus dem Gesundheitsressort. W&auml;hrend der Gesundheitskommissar in &Ouml;sterreich mit seinem Auftritt zum Thema TTIP der Kommission bestenfalls ein Ei gelegt hat, k&uuml;ndigt sich mit der f&uuml;r Handel federf&uuml;hrenden EU-Kommissarin Malmstr&ouml;m ein anderes Kaliber zu Gespr&auml;chen in Wien an. Ein offenes Ohr f&uuml;r Kritik ist von ihr allerdings auch nicht zu erwarten. Denn was sie vom Widerstand in der Bev&ouml;lkerung gegen TTIP &amp; CETA und TiSA h&auml;lt, hat sie erst vor wenigen Wochen kundgetan: Darauf angesprochen, wie sie ihre TTIP-Werbung angesichts der verbreiteten und anhaltenden Widerst&auml;nde gegen das Handelsabkommen fortsetzen werde, antwortete diese: &ldquo;I do not take my mandate from the European people.&rdquo; Ein Grund mehr, den Widerstand gegen TTIP, CETA und Co anhaltend zu st&auml;rken.<br>\nWeitere Informationen zu den Handelsabkommen TTIP und CETA finden sich auch in einem Paper von &Eacute;va Dessewffy, welches sie anl&auml;sslich des diesj&auml;hrigen Momentum-Kongresses verfasst hat: TTIP und CETA: die geplante Regulierungskooperation<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/handelsabkommen-ttip-disput-um-europaeische-standards\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Wie nicht anders zu erwarten ist: Frau Malmstr&ouml;m agiert im Umgang mit &Ouml;sterreich &auml;hnlich wie zuvor mit den Bef&uuml;rchtungen der deutschen Bev&ouml;lkerung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Trotz Streikserie: Gehaltserh&ouml;hung f&uuml;r Lufthansa-Bosse<\/strong><br>\nCarsten Spohr und seine Vorstandskollegen bei der Lufthansa bekommen zu Weihnachten doch noch eine Gehaltserh&ouml;hung: Die zun&auml;chst vertagte Anhebung wurde genehmigt. F&uuml;r den Konzernchef bedeutet das ein Plus von 300.000 Euro.<br>\nLufthansa-Chef Carsten Spohr und seine Vorstandskollegen k&ouml;nnen sich kurz vor Weihnachten doch noch &uuml;ber eine Gehaltserh&ouml;hung freuen. Diese haben die Kontrolleure des Unternehmens Ende vergangener Woche im schriftlichen Umlaufverfahren beschlossen. [&hellip;] Spohr bekommt nun &uuml;ber 300.000 Euro zus&auml;tzlich pro Jahr, seine Kollegen erhalten ein Plus von rund 100.000 Euro. Das neue Gehalt des Lufthansa-Chefs betr&auml;gt damit rund 2,3 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/lufthansa-vorstand-darf-sich-ueber-gehaltserhoehung-freuen-a-1068556.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn die Arbeitnehmerseite 15 Prozent *fordert*, wird das sofort als angeblich &ldquo;&uuml;berzogen&rdquo; kritisiert (die Wettbewerbsf&auml;higkeit!). Hier sind die 15 Prozent das Endergebnis, das der Vorstand bekommt, w&auml;hrend die Lufthansa-Angestelllten seit Jahren nur dagegen k&auml;mpfen, da&szlig; die K&uuml;rzungen ihrer Altersvorsorge noch schlimmer ausf&auml;llt und die Geh&auml;lter gar nicht mehr steigen. Dreist. Und sogar die Arbeitnehmerseite stimmt aus unbekannten Gr&uuml;nden f&uuml;r diese Selbstversorgung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>DIHK warnt vor Zusatzb&uuml;rden aus der Erbschaftsteuerreform<\/strong><br>\n&ldquo;Verheerende Folgen&rdquo; noch abwendbar<br>\nDie Erbschaftsteuerreform droht unerwartet hohe Belastungen f&uuml;r eigent&uuml;mer- und familiengef&uuml;hrte Betriebe mit sich zu bringen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordert deshalb praxisgerechte Anpassungen bei der Unternehmensbewertung.<br>\nNach den j&uuml;ngsten Berechnungen des Bundesfinanzministeriums sollen sich die Mehreinnahmen aus der Erbschaftsteuer nach der Reform nicht wie bislang angenommen auf 200 Millionen Euro, sondern auf j&auml;hrlich 1,5 Milliarden Euro belaufen.<br>\nMit diesen neuen Zahlen sei &ldquo;die Katze aus dem Sack&rdquo;, sagte DIHK-Pr&auml;sident Eric Schweitzer der Tageszeitung &ldquo;Die Welt&rdquo;. Eine solche zus&auml;tzliche Belastung h&auml;tte &ldquo;f&uuml;r die Familienunternehmen verheerende Folgen&rdquo;, warnte er. &ldquo;Den Betrieben w&uuml;rde wichtiges Eigenkapital entzogen.&rdquo; Schon heute h&auml;tten viele Unternehmer Schwierigkeiten, Nachfolger zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dihk.de\/themenfelder\/recht-steuern\/news?m=2015-12-18-schweitzer-erbschaftsteuer\">DIHK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Wei&szlig; Herr Schweitzer eigentlich, wie viel Kapital den Betrieben in den letzten Jahrzehnten durch diverse Steuererleichterungen erhalten geblieben und somit der Gesellschaft entzogen worden sind?<br>\nDie NachDenkSeiten haben das Thema &bdquo;Erbschaftssteuer&ldquo; mehrfach behandelt:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29598\">Politik f&uuml;r Firmenerben statt f&uuml;r die Armen &ndash; Die j&uuml;ngste Steuerreform der Gro&szlig;en Koalition<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18974\">Wird die SPD aus Fehlern lernen? &ndash; Ein R&uuml;ckblick auf die Gro&szlig;e Koalition von 2005 &ndash; 2009<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18433\">Chronik der Steuererleichterungen f&uuml;r Reiche und Unternehmer<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Folgen sozialer Ungleichheit<\/strong><br>\nDer bekannte &Ouml;konom Joseph Stiglitz, 2001 erhielt er den Nobelpreis f&uuml;r Wirtschaft, legt in seinem Buch &ldquo;Reich und Arm. Die wachsende Ungleichheit in unserer Gesellschaft&rdquo; eine Sammlung von fr&uuml;heren Artikeln zu den sozialen und wirtschaftlichen Folgen sozialer Ungleichheit vor. Den Kennern seiner B&uuml;cher liefert er keine neuen Informationen, einzelne Texte k&ouml;nnen aber gut als Einf&uuml;hrung zu den Folgen von gesellschaftlichen Demokratieverlusten und sozialer Ungleichheit gelesen werden.<br>\nIn seiner ber&uuml;hmten Gettysburg Address definierte Abraham Lincoln die Demokratie als &ldquo;Regierung des Volkes, durch das Volk und f&uuml;r das Volk&rdquo;. Auf diese Begriffsbestimmung spielt ein Essay mit dem Titel &ldquo;Des 1 Prozents, durch das 1 Prozent und f&uuml;r das 1 Prozent&rdquo; an. Er erschien in dem US-Magazin &ldquo;Vanity Fair&rdquo; im Mai 2014 und stammte von Joseph Stiglitz, der heute an der Columiba University in New York Wirtschaftswissenschaften lehrt. (&hellip;)<br>\nAls deren Kernbotschaft formuliert Stiglitz bereits in der Einleitung: &ldquo;Das Ausma&szlig; der Ungleichheit in den USA ist nicht unab&auml;nderlich, es ist nicht das Ergebnis unerbittlicher &ouml;konomischer Gesetze. Es ist vielmehr eine Frage politischer Entscheidungen und Prozesse&rdquo; (S. 10). Diese Aussage zieht sich wie ein roter Faden durch die Beitr&auml;ge des Buchs. Mit dem einen Prozent sind die Superreichen in den USA gemeint. Deren Besitz stieg in den letzten Jahrzehnten noch einmal an, sodass es einen noch st&auml;rkeren Unterschied zu den anderen 99 Prozent in den USA gibt. F&uuml;r Stiglitz liegt es im aufgekl&auml;rten Selbstinteresse dieses einen Prozents, die sozio&ouml;konomische Spaltung der Gesellschaft zu verringern. Er wollte keinen neuen Klassenkampf, betont der &Ouml;konom, er wolle den sozialen Zusammenhalt st&auml;rken. Denn durch Steuersenkungen f&uuml;r Reiche komme die Konjunktur nicht voran. Die Verbraucher seien die eigentlichen &ldquo;Besch&auml;ftigungsmotoren&rdquo; und stagnierende Einkommen bedeuteten eben auch stagnierende Nachfrage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hpd.de\/artikel\/12552\">Humanistischer Pressedienst<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Junge Assistenz&auml;rzte unter Druck<\/strong><br>\nViele Medizinstudenten legen bei ihrer Examensfeier eine moderne Form des hippokratischen Eides ab, das Genfer Gel&ouml;bnis. Damit verpflichten sie sich, die Gesundheit ihrer Patienten als oberstes Anliegen zu betrachten. Doch im Berufsalltag merken sie schnell: Kliniken sind Wirtschaftsunternehmen, sie werden effizient gef&uuml;hrt und sollen teilweise hohe Renditen erwirtschaften. F&uuml;r die Ausbildung der Assistenz&auml;rzte hat das Folgen: sie gelten oft als billige &ldquo;Ersatz-&Auml;rzte&rdquo;, t&uuml;rmen &Uuml;berstunden auf, Nachweise f&uuml;r die Facharztausbildung werden manipuliert.<br>\nAnmoderation: Jeder f&uuml;nfte Assistenzarzt in einer Klinik arbeitet laut einer Studie mehr als 60 Stunden pro Woche. Die Folgen kann man sich vorstellen: &Uuml;berm&uuml;dung, &Uuml;berlastung, Unkonzentriertheit &ndash; ein hohes Risiko f&uuml;r die Patienten. Viele Jung-&Auml;rzte haben den Eindruck, als billige Arbeitskr&auml;fte missbraucht zu werden. Denn Krankenh&auml;user funktionieren mittlerweile eher wie eine Fabrik. Das Wohl des Patienten scheint oft weniger im Vordergrund zu stehen. Erstmals packen bei uns jetzt Assistenz&auml;rzte aus und berichten &uuml;ber den ungeheuren Druck, der auf sie ausge&uuml;bt wird. Ursel Sieber und Robin Avram.<br>\nAbschlussfeier der Universit&auml;t M&uuml;nster. Frisch gebackene &Auml;rzte sprechen gemeinsam den Hippokratischen Eid in seiner modernen Form:<br>\n&ldquo;Ich gelobe dies feierlich, aus freien St&uuml;cken und bei meiner Ehre. Die Gesundheit meiner Patientin oder meines Patienten wird mein oberstes Anliegen sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste-10-12-2015\/zwischen-profit-und-moral-junge-assistenzaerzte-unter-druck.html\">Kontraste<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Stress und Sparzwang: Die &Auml;rzte an den Kliniken sind am Limit<\/strong><br>\nZu viel Spardruck, zu wenig Zeit f&uuml;r Patienten &ndash; und fast die H&auml;lfte denkt ans Aufh&ouml;ren. Was &Auml;rzte an Kliniken belastet und wie das die Patienten gef&auml;hrdet<br>\nWenn ich mal gro&szlig; bin, will ich Arzt werden. Viele Kinder sagen das. Gewiss, mein Kind, k&ouml;nnte man darauf sagen, gewiss. Aber schau fei, dass du nicht ans Klinikum kommst.<br>\nGanz richtig w&auml;re so ein Rat vielleicht nicht, aber ganz &uuml;bertrieben leider auch nicht. Denn: Die Belastung f&uuml;r Mediziner an Kliniken wird immer gr&ouml;&szlig;er. Zeitdruck, der Zwang zu sparen und m&ouml;glichst Profit zu machen, mehr Kontrolle als Vertrauen &ndash; all das setzt den &Auml;rztinnen und &Auml;rzten gewaltig zu. So sehr, dass fast die H&auml;lfte von ihnen ans Aufh&ouml;ren denkt. Der Klinikstress wird zu einem Risiko f&uuml;r die Versorgung und damit zu einer Gefahr f&uuml;r die Patienten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/inhalt.mediziner-schlagen-alarm-stress-und-sparzwang-die-aerzte-an-den-kliniken-sind-am-limit.38acdfb2-75b2-4ea0-9cdd-3ee6816807a8.html\">Abendzeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Kann es sein, dass sich der marktradikale Kurs im Gesundheitswesen negativ auf die Menschen auswirkt &ndash; sowohl auf die Mitarbeiterschaften insbesondere von Kliniken als auch auf die Patientinnen und Patienten? Sollte daher nicht auch generell die &Ouml;konomisierung des Gesundheitssektors &ndash; als einer von vielen gesellschaftlichen Bereichen; genannt werden k&ouml;nnen au&szlig;erdem z.B. die Bereiche Bildung und Wissenschaft &ndash; hinterfragt werden?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das uns&auml;gliche Elend der Public-Private Partnerships (PPP)<\/strong><br>\nDie meisten PPP-Projekte f&uuml;r die &ouml;ffentliche Hand wesentlich teurer als eine Eigeninvestition (&hellip;)<br>\nNirgendwo tritt der blanke Irrsinn politischer Entscheidungen in den entwickelten repr&auml;sentativen Demokratien unverh&uuml;llter zutage als beim angeblich so genialen Finanzierungsmodell der Public-Private Partnerships (PPP), bei dem die &ouml;ffentliche Hand mit privaten Investoren zusammenarbeitet, um &ouml;ffentliche Bauvorhaben zu verwirklichen. Klingt harmlos, ist aber eine abgefeimte Lumperei.<br>\nDie Schuldenbremse wird systematisch ausgehebelt<br>\nDa haben die gew&auml;hlten Repr&auml;sentanten erst die &ouml;ffentlichen Finanzen so gr&uuml;ndlich ruiniert, dass sie sich gezwungen sehen, rigide Sparprogramme zu fahren und eine europaweite Schuldenbremse zu verordnen.<br>\nDoch kaum ist das unter &Auml;chzen und St&ouml;hnen gelungen, suchen und finden sie gleich neue Schlupfl&ouml;cher, um die eigenen Sparprogramme und die selbst verh&auml;ngte Schuldenbremse wieder auszuhebeln. Und dabei verprassen sie, ohne zu z&ouml;gern, Milliardenbetr&auml;ge &ouml;ffentlicher Gelder.<br>\nWas f&uuml;r ein scheinheiliges Gesindel da doch operiert. Es verh&auml;ngt gro&szlig;m&auml;ulig in ganz Europa eine Schuldenbremse, l&auml;sst sich daf&uuml;r in den Medien grandios feiern und unterl&auml;uft sie dann ohne Hemmungen, um weiterzuwursteln wie schon immer.<br>\nIn der &Ouml;ffentlichkeit inszenieren sie sich gro&szlig;spurig als knallharte Sparkommissare, die ganz ohne Neuverschuldung auskommen. Aber in Wahrheit greifen sie nur nach neuen Tricks, um im alten Trott weiterzumachen. Und die haben sie in den Public-Private Partnerships (PPP) auch l&auml;ngst gefunden, auf Deutsch &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften (&Ouml;PP).<br>\nBluten m&uuml;ssen daf&uuml;r die Steuerzahler, und bei denen vor allem die Steuerzahler k&uuml;nftiger Generationen. Wieder einmal hat man einen miesen Trick gefunden, um den Generationen der Kinder die ungel&ouml;sten Probleme der Gegenwart aufzuhalsen.<br>\nEs ist das bekannte klassische Verhaltensmuster der Politiker in den entwickelten repr&auml;sentativen Demokratien mit seiner selbstzerst&ouml;rerischen Eigendynamik. Die politische Kaste schert sich einen feuchten Kehricht um das Wohl der breiten Bev&ouml;lkerung und schreckt nicht davor zur&uuml;ck, die &ouml;ffentlichen Finanzen immer tiefer in den Sumpf zu treiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46734\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Spenden ist Eigennutz&ldquo;<\/strong><br>\nSpenden hat in den USA eine lange Tradition, anders als in Deutschland. Doch die Eliten spenden nicht zu Wohlt&auml;tigkeitszwecken, wei&szlig; Eliteforscher Michael Hartmann.<br>\nDer Multimilliard&auml;r Mark Zuckerberg will einen Gro&szlig;teil seines Verm&ouml;gens spenden, das gab der Facebook-Gr&uuml;nder p&uuml;nktlich zur Geburt seiner Tochter Max bekannt. Doch Spenden ist nicht immer nur eine altruistische Handlung, da ist sich Eliteforscher Michael Hartmann sicher. Der Experte verr&auml;t im Interview, welchen Zweck Zuckerberg verfolgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/panorama\/interview-zu-zuckerberg-spenden-ist-eigennutz,10808334,32685616.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>V&ouml;lkerrechtsbeauftragter sieht keine echte Handhabe gegen Drohnen-Relaisstation Ramstein<\/strong><br>\nDer V&ouml;lkerrechtsberater der Bundesregierung, Michael Koch, h&auml;lt es laut seiner Aussage im NSA-Ausschuss nicht f&uuml;r m&ouml;glich, juristisch gegen die US-Milit&auml;rbasis Ramstein vorzugehen. Sie gilt als Datendrehscheibe f&uuml;r den US-Drohnenkrieg.<br>\nDer Bund sieht sich im Streit &uuml;ber die US-Milit&auml;rbasis im rheinland-pf&auml;lzischen Ramstein, die Insider als &ldquo;zentrale Relaisstation&rdquo; f&uuml;r den &ldquo;geheimen Krieg&rdquo; bezeichnen, weitgehend die H&auml;nde gebunden. Er sehe &ldquo;in der Regel&rdquo; keine M&ouml;glichkeit, gegen den Einsatz der Basis als Datenaustauschpunkt &ldquo;juristisch zu intervenieren&rdquo;, erkl&auml;rte der V&ouml;lkerrechtsberater der Bundesregierung, Michael Koch, am Donnerstag im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags.<br>\nMan k&ouml;nne nicht vorbringen, dass die USA in Ramstein den Nato-Truppenstationierungsvertrag verletzten, f&uuml;hrte der Ministerialdirigent im Ausw&auml;rtigen Amt aus. Dieses besage zwar, dass das &ldquo;Recht des Aufnahmestaates ausnahmslos zu beachten&rdquo; sei. In der Frage, ob und wie die Basis f&uuml;r den US-Drohnenkrieg genutzt werde, komme man damit aber nicht weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Voelkerrechtsbeauftragter-sieht-keine-echte-Handhabe-gegen-Drohnen-Relaisstation-Ramstein-3046789.html?wt_mc=nl.ho.2015-12-19\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Getreu dem bekannten Sprichtwort g&auml;be es nat&uuml;rlich einen Weg, wenn denn dazu eine Wille vorhanden w&auml;re. Leider scheitert es doch bereits daran. Und da kein Wille vorhanden ist, spielen die juristischen Abw&auml;gen auch keine gro&szlig;e Rolle.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Geheimdienstkontrolleure: BND hat gegen Recht und Auftrag versto&szlig;en<\/strong><br>\nDer BND hat &ndash; gegen die Vorschriften &ndash; Ziele in EU- und Nato-Staaten ausgeforscht. Zu dem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Geheimdienst-Kontrollgremiums. Die Emp&ouml;rung ist gro&szlig;.<br>\nDie Geheimdienstkontrolleure des Bundestages beklagen gravierende Rechtsverst&ouml;&szlig;e beim Bundesnachrichtendienst (BND) und fordern dringend Konsequenzen. Untersuchungen h&auml;tten ergeben, dass der BND unrechtm&auml;&szlig;ig und nicht auftragskonform eine Vielzahl an Zielen in EU- und Nato-Staaten ausgeforscht habe &ndash; darunter ausl&auml;ndische Regierungsstellen und EU-Institutionen. Das sagte der Vorsitzende des Parlamentsgremiums zur Kontrolle der Geheimdienste, Andr&eacute; Hahn (Linke), am Mittwochabend nach einer Sitzung des Gremiums in Berlin.<br>\nDeutsche ausgesp&auml;ht<br>\nIn Einzelf&auml;llen seien auch deutsche Staatsb&uuml;rger ausgesp&auml;ht worden. Die Bundesregierung hatte dem Kontrollgremium im Oktober mitgeteilt, dass es neben den umstrittenen Suchkriterien des US-Geheimdienstes NSA auch eigene problematische BND-Selektoren gegeben hat, die bis Ende 2013 im Einsatz waren. Das Parlamentsgremium hatte daraufhin eine sogenannte &ldquo;Task Force&rdquo; eingerichtet, um dem weiter nachzugehen.<br>\nDer BND hatte im Sommer 2013 begonnen, kritische Suchkriterien aus seiner Fernmeldeaufkl&auml;rung herauszunehmen. Am Ende waren etwa 3300 Ziele herausgefiltert worden, die EU- und Nato-Staaten betrafen. Diese schaute sich die Task Force des Kontrollgremiums genauer an. Hahn stellte nun die vorl&auml;ufigen Ergebnisse vor: Ein Drittel der Ziele sei &ldquo;mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit rechts- und auftragskonform&rdquo;. Eine weitere Gruppe k&ouml;nne nicht pauschal beurteilt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Geheimdienstkontrolleure-BND-hat-gegen-Recht-und-Auftrag-verstossen-3045627.html?wt_mc=nl.ho.2015-12-18\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Big Brother darf keine Option sein&rdquo;<\/strong><br>\nEine der wichtigsten Nachrichten der vergangenen Woche: die Einigung der EU auf die Datenschutzreform. In NRW hat Helga Block vor zwei Monaten das Amt der Datenschutzbeauftragten &uuml;bernommen. Ein Interview &uuml;ber Kamera&uuml;berwachung und Pers&ouml;nlichkeitsprofile.<br>\nWDR: Sie sind seit Anfang Oktober im Amt. Welchen Eindruck haben Sie mittlerweile, welche Entwicklungen in Sachen Datenschutz geben Grund zur Sorge?<br>\nHelga Block: Es gibt leider eine Menge Gr&uuml;nde, sich Sorgen zu machen. Denn f&uuml;r viele sind gerade unsere pers&ouml;nlichen Daten ein Schatz, den sie an sich bringen wollen. Und die heutige Technik macht ihnen das auch m&ouml;glich. Durch die Kombination von Einzelinformationen k&ouml;nnen genaue Pers&ouml;nlichkeitsprofile entstehen. Das gilt vor allem f&uuml;r Aktivit&auml;ten im Internet. Das beginnt beim Einkauf und endet beim Upload von Gesundheitsdaten. Aber auch simple Dinge geh&ouml;ren dazu. Beispielsweise l&auml;sst sich anhand des digital erfassten Strom- und Wasserverbrauchs in einer Wohnung der Tagesrhythmus der Bewohner, die Anzahl der Personen im Haushalt und gegebenenfalls sogar die pers&ouml;nliche Hygiene feststellen. Schon durch die legale M&ouml;glichkeit der Datennutzung k&ouml;nnen Gefahren entstehen. Und hier stellt sich die Frage, wie viel andere &uuml;ber uns wissen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/politik\/datenschutzbeauftragte-interview-100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><strong>UK-Staatsanwalt: Suchmaschinen sollen Verd&auml;chtiges melden m&uuml;ssen<\/strong><br>\nSuchmaschinen sollen verpflichtet werden, verd&auml;chtige Suchanfragen den Beh&ouml;rden zu melden. Das w&uuml;nschte sich der britische Staatsanwalt Dan Suter bei einer UN-Tagung in New York.<br>\nIm Rahmen einer UN-Konferenz zeichnete der britische Staatsanwalt Dan Suter am Donnerstag in New York ein trauriges Bild der internationalen Rechtshilfe bei Strafverfolgung. Wegen Personalmangel, unterschiedlichen Rechtslagen und B&uuml;rokratie flie&szlig;en Beweise nur langsam von einem Land ins andere. Daher versucht Suter laufend, auf anderem Weg an die gew&uuml;nschten Daten heranzukommen. Am Liebsten w&auml;re ihm, die Daten w&uuml;rden von selbst kommen.<br>\nKonkret nannte der Staatsanwalt Suchmaschinen, die er zum Melden verd&auml;chtiger Nutzer verpflichten m&ouml;chte. Als Vorbild dient ihm dabei ein US-Gesetz, das Servicebetreiber aller Art dazu verpflichtet, kinderpornographisches Material zu melden. Diese Meldungen nimmt das Nationale Zentrum f&uuml;r vermisste und ausgebeutete Kinder (NCMEC) entgegen; NCMEC leitet die Informationen an Ermittlungsbeh&ouml;rden weiter.<br>\nEntsprechend sollten Suchmaschinen Meldung erstatten m&uuml;ssen, wenn deren User verd&auml;chtige Suchanfragen stellen, meint Suter. Seine Forderung war nicht auf Suchen nach Kinderpornographie beschr&auml;nkt. Das h&auml;tte auch nicht zum Thema gepasst. Die Veranstaltung war ein Treffen des Counter-Terrorism Committee der UNO. Zwei Tage lang wurde beraten, wie man Terrorgruppen die Nutzung von Onlinediensten erschweren k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/UK-Staatsanwalt-Suchmaschinen-sollen-Verdaechtiges-melden-muessen-3046768.html?wt_mc=nl.ho.2015-12-19\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Franz&ouml;sische Bahn will mit &Uuml;berwachungskameras verd&auml;chtiges Verhalten erkennen<\/strong><br>\nDer &ldquo;Ausnahmecharakter&rdquo; der Terrorbedrohung soll rechtfertigen, dass die 40.000 &Uuml;berwachungskameras der SNCF mit einem Programm zur Verhaltenserkennung ausgestattet werden<br>\nNach den Anschl&auml;gen in Paris am 13. 11. r&uuml;stet die franz&ouml;sische Bahn SNCF mit Sicherheitsma&szlig;nahmen auf. Nachdem bereits die Notfallnummern 3117 und 31177 aktiviert wurden, wurden am Gare du Nord am 17. November Sicherheitssperren eingerichtet, um das Gep&auml;ck der Passagiere systematisch zu kontrollieren.<br>\nWeitere Ma&szlig;nahmen w&uuml;rden gerade getestet, teilte die SNCF mit, gerechtfertigt durch den &ldquo;Ausnahmecharakter&rdquo; der Terrorbedrohung. Verwiesen wird auf ein Programm, mit dem die Bilder der 40.000 &Uuml;berwachungskameras in den Bahnh&ouml;fen und Z&uuml;gen auf verd&auml;chtiges Verhalten von Passagieren durchsucht werden k&ouml;nnen. Getestet w&uuml;rde das Programm auf einigen Bahnh&ouml;fen. Zudem wird eine Antibombenhaube f&uuml;r verd&auml;chtigte Gep&auml;ckst&uuml;cke getestet, mit der die Explosion von Sprengs&auml;tzen einged&auml;mmt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46914\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Der &bdquo;Minority Report&ldquo; l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en. Programme zur Entdeckung &ldquo;verd&auml;chtigen Verhaltens&rdquo; verweisen auf ein Paradox: Denn eine verhinderte Handlung k&ouml;nnte niemals eine (verhinderte) Straftat sein.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schmidt und Scholl-Latour: Eine Zusammenkunft alter M&auml;nner<\/strong><br>\nUngebetener Doppelnachruf auf einen &ldquo;weisen Staatsmann&rdquo; und einen &ldquo;weisen Beobachter&rdquo;<br>\nNun, da Helmut Schmidt, nachdem er mein Leben &uuml;ber vierzig Jahre lang mitgestaltet hat, unter der Erde ist und die letzten Bachkl&auml;nge des Staatsaktes verklungen sind, darf ich es als vielleicht erster Historiker wagen, &uuml;ber den Toten etwas weniger Gutes zu sagen. Ich sag&rsquo;s frei heraus: Ich habe ihn, den Kanzler der Betonzeit, niemals leiden k&ouml;nnen &ndash; je weiser und heiliger er im Alter wurde, desto weniger. Warum eigentlich nicht? Das ist hier zu ergr&uuml;nden. Das Dogma, dem ich widersprechen will, lautet: Helmut Schmidt war weise, &ldquo;der letzte Staatsmann&rdquo; (so der Spiegel), der letzte Politiker, dem man vertrauen konnte. Peter Scholl-Latour ist schon ein Jahr l&auml;nger tot. Die beiden waren politisch uneins, aber in der Haltung &auml;hnlich. Das Dogma &uuml;ber letzteren lautet: Peter Scholl-Latour war ein Islam-Experte und ein weiser, weil v&ouml;llig unabh&auml;ngiger Beobachter des Weltgeschehens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46804\/1.html\">Jens J&uuml;rgen Korff auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kremlin Caricature: Washington&rsquo;s Distorted View of Russia and Putin<\/strong><br>\nThe American national political elite is increasingly vexed, it seems, by Russia and especially its president, Vladimir Putin. Consider the challenge to &ldquo;fight Putin any time, any place he can&rsquo;t have me arrested,&rdquo; issued on social media by Benjamin Wittes, a Senior Fellow in Governance Studies at the Brookings Institution in Washington, D.C., and a black belt in taekwondo. Putin excelled at judo in his youth and is sometimes photographed these days in a white judogi uniform, but Wittes, as he tweeted back in August, said that Russia&rsquo;s leader is &ldquo;a fake martial artist. I can take him any time.&rdquo; It would be easy to dismiss this as theatrics in the service of mockery&mdash;except that the State Department&rsquo;s highest-ranking official on human rights, Assistant Secretary Tom Malinowski, has shared the &ldquo;fight Putin&rdquo; challenge on his Facebook page, and both former U.S. ambassador to Russia Michael McFaul and State&rsquo;s former policy-planning chief, Anne-Marie Slaughter, have promoted the invitation on Twitter. Soon enough the Senior Fellow in Governance Studies was expounding, over the course of a nearly ten-minute interview on NPR&rsquo;s Here &amp; Now program, about how Putin&rsquo;s displays of &ldquo;hypermasculinity&rdquo; are directly linked to how he &ldquo;menaces his neighbors&rdquo; in countries like Ukraine.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nationalinterest.org\/feature\/kremlin-caricature-washingtons-distorted-view-russia-putin-14620\">The National Interest<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Schlechte Sitten im Zeitungsgewerbe<\/strong><br>\nDer deutsche Journalist und Literat Ferdinand Hardekopf beklagte vor mehr als hundert Jahren die Verluderung der Presse. Seine Beobachtungen scheinen immer noch aktuell.<br>\nDiese T&ouml;ne kennt man doch: &laquo;Die &lsaquo;parteilose&rsaquo; Presse ist auf dem besten Wege, dem Publikum alles Grosse auf das raffinirt zurechtgemachte Seichtheitsniveau der Parteilosigkeit herabzuziehen und seine Phantasie mit bl&ouml;dsinnigen Kolportagegeschichten anzuf&uuml;llen.&raquo; Der Berliner Journalist Ferdinand Hardekopf (1876&ndash;1954) nennt keine Zeitungstitel, aber er k&ouml;nnte die konservative &laquo;Deutsche Allgemeine Zeitung&raquo; gemeint haben, die als Bismarcks Leibblatt galt. Infrage kommt auch die &laquo;Berliner Illustrirte Zeitung&raquo; von Leopold Ullstein, die weniger konservativ, aber umso popul&auml;rer gestrickt war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/medien\/schlechte-sitten-im-zeitungsgewerbe-1.18665490\">NZZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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