{"id":29674,"date":"2015-12-22T08:56:33","date_gmt":"2015-12-22T07:56:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674"},"modified":"2015-12-22T08:56:33","modified_gmt":"2015-12-22T07:56:33","slug":"hinweise-des-tages-2529","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h01\">Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h02\">Military to Military<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h03\">&ldquo;Querfront&rdquo;-Debatte: Links und Rechts, alles eins?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h04\">Hans-Werner Sinn &ndash; &bdquo;Ich bereue nichts&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h05\">Erfolgreiches Jahr 2015: Kaufkraft stieg im Rekordtempo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h06\">Konzernlobby macht gegen Acht-Stunden-Tag mobil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h07\">Kapitulation vor der Altersarmut?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h08\">US-St&auml;dte bekommen Obdachlosigkeit nicht in den Griff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h09\">Der Mindestlohn schadet nicht so sehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h10\">Fifa-Sperre f&uuml;r Blatter und Platini: Zwei sind raus, die Strippenzieher bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h11\">IGB: 1,8 Millionen &ldquo;moderne Sklaven&rdquo; bauen die WM-Stadien in Katar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h12\">Wie Gewalt entsteht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h13\">Maas macht&rsquo;s m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h14\">AfD: Der kurze Weg zum Rechtsradikalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h15\">Rechtssicherheit auf Kosten der Freien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h16\">Varoufakis: Gabriel ist der &raquo;schlimmste Politiker&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674#h17\">Zu guter Letzt: Erich K&auml;stner: Weihnachtslied, chemisch gereinigt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29674&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Spanien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nach der Wahl in Spanien<\/strong><br>\nPodemos wird wohl nicht regieren, doch die Newcomer sind die eigentlichen Sieger der Wahl. Noch in der Nacht schn&uuml;rten sie ein ehrgeiziges Reformpaket.<br>\nDas Ergebnis von Podemos ist die Niederlage des spanischen Zweiparteiensystems, das seit &uuml;ber 30 Jahren die Politik dominiert. Die bisher mit absoluter Mehrheit regierende Partido Popular (PP) von Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy erzielte nur noch 28,7 Prozent und 123 Parlamentssitze. Die Konservativen wurden f&uuml;r ihre Korruptionsskandale und f&uuml;r die Austerit&auml;tspolitik im Dienste der Bankenrettung abgestraft.<br>\nDie sozialistische PSOE konnte davon nicht profitieren. Sie b&uuml;&szlig;te ebenfalls knapp sieben Prozent und 20 Sitze ein und erzielte mit 22 Prozent und 90 Abgeordneten ihr historisch schlechtestes Ergebnis.<br>\nPodemos liegt nur 1,4 Punkte dahinter, hat allerdings nur 69 Abgeordnete, was dem ungerechten Wahlrecht zuzuschreiben ist.<br>\nEntt&auml;uschend verlief die Wahl f&uuml;r die ebenfalls erstmals landesweit pr&auml;sente rechtsliberale Partei Ciudadanos unter Albert Rivera. Umfragen sahen Rivera lange auf Platz 2, gar mit der M&ouml;glichkeit Rajoys PP gef&auml;hrlich zu werden. Letztendlich wurde es nur 13,9 Prozent und 40 Sitze.<br>\nRatlosigkeit machte sich in der Wahlnacht breit. Denn egal, wie man rechnet gibt es keine stabile Mehrheit im neuen Parlament. Weder PP und Ciudadanos noch Podemos und PSOE bringen die n&ouml;tigen 176 Abgeordneten zusammen. Bleibt die M&ouml;glichkeit einer Minderheitsregierung, die mit wechselnden B&uuml;ndnispartnern ihr Programm umzusetzen versucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Nach-der-Wahl-in-Spanien\/!5262904\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> Tragisch ist leider die groteske Auswirkung des Wahlsystems auf Izquierda Unida (Vereinigte Linke) im Zusammenhang damit, kein Wahlb&uuml;ndnis mit Podemos einzugehen. Denn obwohl sie f&uuml;nftst&auml;rkste politische Kraft gem&auml;&szlig; den W&auml;hlerstimmen sind, bleibt davon im Parlament nur noch die k&uuml;mmerliche Anzahl von 2 (von aktuell 11) Sitzen &uuml;brig. &Uuml;ber eine Million abgegebener Stimmen sind damit nahezu &lsquo;verschleudert&rsquo;. Diese Stimmen k&ouml;nnten fehlen, ginge es um die Formierung\/Tolerierung eines Regierungsb&uuml;ndnisses aus PSOE-Podemos und progressiveren Regionalparteien. Allerdings stehen auch daf&uuml;r die Zeichen schlecht. Denn die prinzipiell politisch in Frage kommenden und hierf&uuml;r rechnerisch ben&ouml;tigten Katalanischen Linken sind bereits zu sehr auf den Zug der unmittelbaren Erlangung der Unabh&auml;ngigkeit Kataloniens aufgesprungen, so dass der Zug gen nationalem &lsquo;linken B&uuml;ndnis&rsquo; mit Verabredung eines Referendums in Katalonien f&uuml;r die Katalanischen Linken ein R&uuml;ckzug und damit l&auml;ngst abgefahren ist. Zudem m&uuml;sste sich die staatstragend im alten Sinne gerierende PSOE von ihrer &lsquo;Treue zur Verfassung der Einheit Spaniens&rsquo; verabschieden &ndash; bzw. sie m&uuml;sste sich an ihre alten Werte und politischen Ziele erinnern. Denn auch die PSOE trat urspr&uuml;nglich (noch zu Zeiten des &Uuml;bergangs, La Transici&oacute;n, von Franco in die aktuelle Form der spanischen Demokratie) f&uuml;r ein plurinationales Spanien und ein entsprechendes &lsquo;Recht auf Entscheidung&rsquo; (hier also ein Referendum seitens der Katalanen) ein. Auch hier ist Podemos der originalen Sozialdemokratie treuer als die moderne Sozialdemokratie selbst. Letztere ist sowohl in der nationalen wie sozialen (wirtschaftlichen) Frage von den dominierenden Konservativen\/Liberalen Strukturen des Staates &lsquo;altb&uuml;rgerlich&rsquo; bzw. &lsquo;neu-mittig&rsquo; kooptiert bzw. korrumpiert (im Wortsinnne, d.h. fast so korruptionsbehaftet wie die PP selbst), dass sie sich in praktizierter Ununterscheidbarkeit (zum konservativ-liberalen Original), Unkenntlichkeit und somit Unglaubw&uuml;rdigkeit aufl&ouml;st bzw. aufzul&ouml;sen droht. Aus dem Holz eines Corbyn, der das Eintreten f&uuml;r Sozialdemokratische Werte f&uuml;r Labour anstelle eines konformen New Labour wiederzubeleben versucht, scheint Pedro Sanchez kaum geschnitzt. Selbst wenn sich die PSOE noch einer Umklammerung in einer Gro&szlig;en Koalition &uuml;ber vorgezogene Neuwahlen (verfassungsgem&auml;&szlig; vorgesehen bei Scheitern einer Regierungsbildung, dann im Fr&uuml;hjahr 2016) entziehen k&ouml;nnte, diese grundlegende und im Wortsinne richtungsweisende Werteentscheidung bzw. -korrektur steht f&uuml;r die PSOE (wie f&uuml;r die &uuml;brigen Sozialdemokratischen Parteien, analog zu Labour) an. Die Sozialdemokratie muss also Farbe (und letzlich Buchstabentreue: sozial und demokratisch) bekennen. Zu sich selbst, oder zur &Uuml;berfl&uuml;ssigkeit sozialdemokratischer Worth&uuml;lselei als konservativ-liberale Kopie eines bestens und systemimmanent etablierten Originals. Sie muss k&auml;mpfen, f&uuml;r und um die (gerade nicht altmodische) Systemfrage, die eine im Wortsinne soziale und demokratische Frage ist und bleibt, d.h., die mehr als nur die Verteilung von bzw. Beteiligung am Wohlstand, sondern umfassend die Verteilung und Beteiligung f&uuml;r Wohlstand meint, und meinen muss &ndash; um dauerhaft glaubw&uuml;rdig und wirksam zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die spanische Pr&uuml;fung<\/strong><br>\nTats&auml;chlich ist die linke Formation um Pablo Iglesias trotz Platz drei der gro&szlig;e Wahlsieger. Das war auch dessen strahlendem Gesicht anzusehen. Podemos, gegr&uuml;ndet im Zuge der Jugendproteste gegen die Sparpolitik, war urspr&uuml;nglich angetreten, um die &ldquo;Kaste&rdquo; in Politik und Wirtschaft zu brechen und ein neues, linksalternatives Projekt f&uuml;r Spanien zu entwerfen. Das gute Wahlergebnis hat Podemos vor allem seinem charismatischen Anf&uuml;hrer zu verdanken, der seine Formation zuletzt in betont moderatem Ton als bessere Alternative zu den Sozialdemokraten verkauft hat. Es war eine optimistische Wohlf&uuml;hlkampagne, die auch Zweifler einband: Podemos, erst 2014 gegr&uuml;ndet, kam aus dem Stand auf 20,6 Prozent der Stimmen.<br>\nDie neuen Liberalen Ciudadanos um den katalanischen Anwalt Albert Rivera, die sich in Abgrenzung zu Podemos f&uuml;r einen &ldquo;sanften politischen Wandel&rdquo; in Spanien einsetzen, landeten zur &Uuml;berraschung vieler mit rund 14 Prozent nur auf Platz vier. Rivera fehlen einige Abgeordnete, um &ndash; wie im Vorfeld angenommen &ndash; der &ldquo;K&ouml;nigsmacher&rdquo; einer neuen konservativen Regierung zu sein.<br>\nV&ouml;llig unklar ist also, wer Spanien k&uuml;nftig regieren wird. Auch f&uuml;r ein Linksb&uuml;ndnis aus PSOE und Podemos sowie den Linken nahestehenden Gruppierungen gibt es keine Mehrheit. M&ouml;glich, dass die Linken bei den kleinen Regionalparteien, die 28 Abgeordnete im Parlament stellen, auf Werbetour gehen. Eigentlich aber hat Podemos das Juniorpartner-Dasein vehement abgelehnt.<br>\nDie komfortabelste Mehrheit h&auml;tten PP und PSOE. Rajoy und Sozialistenchef Pedro S&aacute;nchez waren sich im Wahlkampf noch spinnefeind &ndash; sendeten am Abend aber erste verbale Vers&ouml;hnungssignale aus.<br>\nEs ist das gro&szlig;e Dilemma des viel beschriebenen Wandels der spanischen Politik weg von einem Zweiparteiensystem hin zu einem bunten Parlament: Die Fragmentierung k&ouml;nnte ausgerechnet in eine gro&szlig;e Koalition f&uuml;hren. Ein Regierungsb&uuml;ndnis, das oft als statisch und wenig zukunftsweisend wahrgenommen wird. Auch Neuwahlen werden von den spanischen Kommentatoren diskutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-12\/analyse-wahl-spanien\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das desastr&ouml;se Abschneiden der PP ist zusammen mit dem &uuml;berw&auml;ltigend Erfolg der Podemos ein deutliches Votum der spanischen B&uuml;rger gegen die neoliberale Austerit&auml;tspolitik. Eine gro&szlig;e Koalition w&auml;re eine Verh&ouml;hnung der Demokratie und die schlechteste aller M&ouml;glichkeiten wie an Deutschland zu sehen ist. Dort hat die gro&szlig;e Koalition das Land in v&ouml;lligen politischen Stillstand versetzt. Nichts w&auml;re n&ouml;tiger in Deutschland als ein politischer Aufbruch wie in Spanien. Doch leider ist die einzige neue politische Kraft in Gestalt der AfD bereits als neoliberale Partei gestartet und nun auf den Weg zu einem deutschen Front National.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mariano Rajoy &ndash; der Plasma-Ministerpr&auml;sident am Ende<\/strong><br>\nDer Niedergang der PP kann in Rajoys Heimat und einstiger Hochburg Galicien angeschaut werden. Im Nordwesten regierte die PP, vom Ex-Minister der Franco-Diktatur Manuel Fraga Iribarne gegr&uuml;ndet, Jahrzehnte mit absoluter Mehrheit. In Pontevedra wurde sie aber schon 1983 abgew&auml;hlt. Als Rajoy in den Stadtrat gew&auml;hlt wurde, musste seine PP die Macht an den linken Galicischen Nationalistischen Blocks (BNG) abgeben. Und in Rajoys Geburtsstadt Santiago de Compostela regiert seit Mai eine von Podemos gest&uuml;tzte B&uuml;rgerkandidatur.<br>\n2005 verlor sein politischer Vater die absolute Mehrheit. Erstmals mussten die PP die Macht an eine Koalition aus Sozialisten (PSOE) und BNG abgeben. Der Altfaschist Fraga, der sich wie die PP nie vom Putsch gegen die Republik und von der blutigen Diktatur distanziert hat, blieb bis zu seinem Tod 2012 PP-Ehrenpr&auml;sident. Er schickte Rajoy nach Madrid, um den Ex-Falangisten Jos&eacute; Mar&iacute;a Aznar zu kontrollieren, dem Fraga die Parteif&uuml;hrung 1990 &uuml;bergeben hatte. So wurde der studierte Jurist 1989 Abgeordneter im Madrider Parlament. Der Vater zweier Kinder wurde enger Weggef&auml;hrte Aznars. Als der 1996 die Wahlen gewann, da die PSOE tief in Skandalen um Korruption und Todesschwadronen gegen Basken steckte, wurde der einstige Liegenschaftsbeamte Minister f&uuml;r &ouml;ffentliche Verwaltung, 1999 Bildungsminister und 2001 Innenminister.<br>\nNachdem Aznars wegen seiner L&uuml;gen zu den blutigen Anschl&auml;gen vor den Wahlen 2004 mit Schimpf und Schande abgew&auml;hlt worden war, ernannte er Rajoy zum Parteichef, mit dem der sich inzwischen aber l&auml;ngst &uuml;berworfen hat. Zwei Mal scheiterte Rajoy. Erst in der schweren Krise wurde er mangels Alternative 2011 Regierungschef. Daran hatte die Emp&ouml;rten-Bewegung einen gro&szlig;en Anteil, die sich gegen die Sparpolitik der Sozialisten wendete, wie es populistisch auch Rajoy tat. Der hatte die Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer der Sozialisten als &ldquo;S&auml;belhieb einer schlechten Regierung&rdquo; bezeichnet. Er brandmarkte sie korrekt als &ldquo;ungerecht, weil die besonders getroffen werden, die weniger haben, weil damit das Defizit nicht gesenkt wird, und es ist eine neue kalte Dusche f&uuml;r eine Wirtschaft, die sich schon in der Schockstarre befindet.&rdquo;<br>\nDoch der Merkel-Liebling verstie&szlig; schnell praktisch gegen alle Wahlversprechen. Er erh&ouml;hte sofort die Mehrwertsteuer, Arbeitsrechte wurden geschleift, Einschnitte ins Bildungs- und Gesundheitssystem vorgenommen. Und Banken wurden gerettet. Bankia hatte ein Rajoy-Freund ruiniert, der ehemalige PP-Vizepr&auml;sident und IWF-Chef Rodrigo Rato. Daf&uuml;r musste Spanien unter den Rettungsschirm gehen, was Rajoy aber noch heute realit&auml;tsverweigernd bestreitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46926\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Immobilienblase, Bankkrise und Wiederholung<\/strong><br>\nDie leichte wirtschaftliche Erholung, die Spanien in diesem Super-Wahljahr erlebt, verdeckt kaum die Wunden der Immobilienblase, die in eine Bankenkrise und in den wirtschaftlichen Absturz f&uuml;hrte. Nachdem schon in fast allen Regionen (Bundesl&auml;ndern &auml;hnlich) und auch die Stadt- und Gemeinder&auml;te gew&auml;hlt wurden, erkl&auml;rte die rechtskonservative Volkspartei (PP) vor den Parlamentswahlen am Sonntag, das Land bef&auml;nde sich praktisch auf einem unumkehrbaren Weg der Erholung. Das gelte vor allem dann, wenn Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy vier Jahre weiterregieren k&ouml;nne kann. Das muss man nicht glauben.<br>\nUnd das nehmen ihnen viele im Land schon deshalb nicht ab, weil eine Besserung ihrer Lage viele Menschen nicht sp&uuml;ren. Dass Spanien nach Angaben der europ&auml;ischen Statistikbeh&ouml;rde Eurostat noch immer eine Arbeitslosenquote von 21,6% ausweist, und dabei nur noch von Griechenland &uuml;bertroffen wird, macht deutlich, dass dies kein subjektives Empfinden ist. Der Nachbar Portugal weist dagegen (nur) mit 12,4% aus und dort werden gerade die Weichen daf&uuml;r gestellt, dass es einen wirklichen Aufschwung geben kann.<br>\nDie Zerst&ouml;rung von &ldquo;fast 20% der gesamten Besch&auml;ftigung&rdquo;, wie der renommierte spanische Wirtschaftswissenschaftler Jos&eacute; Carlos D&iacute;ez am Freitag in der gro&szlig;en Zeitung El Pa&iacute;s in einer Kolumne schreibt, ist dem &ldquo;Platzen der Immobilienblase und der Bankenkrise&rdquo; geschuldet, die &ldquo;verheerende Folgen&rdquo; hatte. F&uuml;r den Professor der &ldquo;Universidad de Alcal&aacute;&rdquo; basiert die &ldquo;Erholung&rdquo; auf befristeten und schlecht bezahlten Jobs, mit einer &ldquo;stagnierenden Produktivit&auml;t und dem Gebet, dass die Bauwirtschaft in Fahrt kommt, um die Arbeitslosigkeit zu senken, besonders die Jugendarbeitslosigkeit&rdquo;, die bei fast 50% liegt.<br>\nWirkliche Ideen haben die Konservativen nicht, die tief in Korruptionsskandale verstrickt sind. Vielleicht setzen sie deshalb erneut auf gigantische Bauprojekte, die besonders anf&auml;llig f&uuml;r Korruption sind und wo die PP eifrig zugegriffen hat. Doch ein Teil dieser Tr&auml;ume ist schon geplatzt. Madrid wird 2020 keinen Olympia-Bauboom erleben. Auch das gigantische Zocker-Paradies &ldquo;Eurovegas&rdquo; wird dort nicht gebaut. Dabei hatte man daf&uuml;r sogar zahlreiche Gesetze extra f&uuml;r den Casinomagnat Adelson ge&auml;ndert. Neben Subventionen wurde ihm weitgehende Steuerfreiheit zugesichert, die Tarifvertr&auml;ge sollten genauso wenig gelten, wie es Erleichterungen bei der Sozialversicherung geben sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Spanien-Immobilienblase-Bankkrise-und-Wiederholung-3049675.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Spain needs broad consensus to go forward after messy election result<\/strong><br>\nThe most dramatic change is the appearance of anti-austerity Podemos, a party that only 19 months ago placed the pony-tailed profile of its leader, Pablo Iglesias, as its symbol on ballot papers for the European elections because, without it, many voters would not have known who they were. Meanwhile, Albert Rivera&rsquo;s centre-right Ciudadanos has proved that the high-handedness and blatant cronyism of Mariano Rajoy&rsquo;s People&rsquo;s party (PP) was increasingly unbearable to rightwingers and liberals who want a system where power does not bring the right to bend, manipulate or ignore the rules. The breath of fresh air blows in both directions and Podemos should recognise that the desire for regeneration is not a narrow ideological one.<br>\nAmid all the hype about insurgents and with the PP ahead in the polls, it was easy to ignore the clean-cut but unexciting Socialist leader, Pedro S&aacute;nchez. He was clearly leading his party to it worst drubbing in recent history and it duly sank to just 22% of the vote.<br>\nYet as Spain wakes up to its most fractured parliament since the restoration of democracy in 1977, S&aacute;nchez holds the key to government. Rajoy has the most deputies but if he governs, it must be with the Socialists&rsquo; permission. Sanchez made clear on Monday that this will not be forthcoming, so it will be up to him to try stitching together a government backed by Podemos, the communist-led Popular Unity and either Ciudadanos or separatists from Catalonia. If he cannot do that, Spaniards must vote again.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2015\/dec\/21\/spain-broad-consensus-messy-election-result-parliament-opportunity-challenge\">The Guardian<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Military to Military<\/strong><br>\nThe military&rsquo;s resistance dates back to the summer of 2013, when a highly classified assessment, put together by the Defense Intelligence Agency (DIA) and the Joint Chiefs of Staff, then led by General Martin Dempsey, forecast that the fall of the Assad regime would lead to chaos and, potentially, to Syria&rsquo;s takeover by jihadi extremists, much as was then happening in Libya. A former senior adviser to the Joint Chiefs told me that the document was an &lsquo;all-source&rsquo; appraisal, drawing on information from signals, satellite and human intelligence, and took a dim view of the Obama administration&rsquo;s insistence on continuing to finance and arm the so-called moderate rebel groups. By then, the CIA had been conspiring for more than a year with allies in the UK, Saudi Arabia and Qatar to ship guns and goods &ndash; to be used for the overthrow of Assad &ndash; from Libya, via Turkey, into Syria. The new intelligence estimate singled out Turkey as a major impediment to Obama&rsquo;s Syria policy. The document showed, the adviser said, &lsquo;that what was started as a covert US programme to arm and support the moderate rebels fighting Assad had been co-opted by Turkey, and had morphed into an across-the-board technical, arms and logistical programme for all of the opposition, including Jabhat al-Nusra and Islamic State. The so-called moderates had evaporated and the Free Syrian Army was a rump group stationed at an airbase in Turkey.&rsquo; The assessment was bleak: there was no viable &lsquo;moderate&rsquo; opposition to Assad, and the US was arming extremists.<br>\nLieutenant General Michael Flynn, director of the DIA between 2012 and 2014, confirmed that his agency had sent a constant stream of classified warnings to the civilian leadership about the dire consequences of toppling Assad. The jihadists, he said, were in control of the opposition. Turkey wasn&rsquo;t doing enough to stop the smuggling of foreign fighters and weapons across the border. &lsquo;If the American public saw the intelligence we were producing daily, at the most sensitive level, they would go ballistic,&rsquo; Flynn told me. &lsquo;We understood Isis&rsquo;s long-term strategy and its campaign plans, and we also discussed the fact that Turkey was looking the other way when it came to the growth of the Islamic State inside Syria.&rsquo; The DIA&rsquo;s reporting, he said, &lsquo;got enormous pushback&rsquo; from the Obama administration. &lsquo;I felt that they did not want to hear the truth.&rsquo;<br>\n&lsquo;Our policy of arming the opposition to Assad was unsuccessful and actually having a negative impact,&rsquo; the former JCS adviser said. &lsquo;The Joint Chiefs believed that Assad should not be replaced by fundamentalists.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lrb.co.uk\/v38\/n01\/seymour-m-hersh\/military-to-military\">Seymour Hersh in London Review of Books<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.P.:<\/strong> Ein sehr lesenswerter Artikel von Seymour M. Hersh &uuml;ber die Aktivit&auml;ten des US milit&auml;rischen Geheimdiensts (DIA) in Unterst&uuml;tzung der Assad-Regierung, der den Widerspruch in US Milit&auml;rkreisen zur offiziellen Position der US Regierung veranschaulicht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das ist schon interessant. Offenbar sind die US-Geheimdienste (oder besser die DIA) in diesem Fall mittlerweile wesentlich realistischer und pragmatischer als die US-Politik. W&uuml;rde die US-Politik den von Hersh beschriebenen Expertisen folgen, g&auml;be es gro&szlig;e Chancen zusammen mit Russland und wom&ouml;glich auch Iran eine L&ouml;sung zu finden &hellip; eine L&ouml;sung, der dann allerdings immer noch Saudi-Arabien und die T&uuml;rkei im Wege st&uuml;nden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Querfront&rdquo;-Debatte: Links und Rechts, alles eins?<\/strong><br>\nDer Hebel, mit dem die Linken in die braune Suppe bef&ouml;rdert werden, ist der Vorwurf der Gleichmacherei. Jan Fleischhauer hat das in der vergangenen Woche hier knapp und gekonnt vorgemacht: &ldquo;Die einen versprechen soziale Homogenit&auml;t, die anderen kulturelle. Gegen zu viel Ungleichheit sind beide.&rdquo;<br>\nEs ist ein perfides Argument: das Gleichheitsversprechen der franz&ouml;sischen Revolution und der amerikanischen Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung, das zum edlen Inventar der westlichen Zivilisation geh&ouml;rt, wird zur totalit&auml;ren Gleichmacherei pervertiert und auf diese Weise wird die Utopie der Linken auf die gleiche Schwundstufe gestellt wie die Dystopien der Rechten.<br>\nAber diese Lust an der Diskreditierung der linken Hoffnung geh&ouml;rt seit jeher zum b&uuml;rgerlichen Inventar.<br>\nLinks und Rechts, alles eins? Das ist ein schlimmer Vorwurf. Im Angesicht der Geschichte ohnehin. Die Sozialisten geh&ouml;rten zu den ersten, die in Hitlers Konzentrationslager wanderten. Und dann mutet man ihnen noch zu, mit den Nazis in &ldquo;sozialistische&rdquo; Geiselhaft genommen zu werden?<br>\nEs sei daran erinnert: Im ideologischen Aufbegehren der Zwischenkriegszeit konnte sich jeder aus den ideologischen Stellagen bedienen, wie er wollte, und durch rhetorisches R&uuml;hren immer ekligere Emulsionen eigentlich nicht mischbarer Bestandteile herstellen. Der &ldquo;deutsche Sozialismus&rdquo; von Otto Strasser war so eine unappetitliche Sauce.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/querfront-debatte-war-hitler-links-augstein-kolumne-a-1068892.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Es ist hilfreich und gut, dass Jakob Augstein nicht wie andere &bdquo;Intellektuelle&ldquo; das Querfrontgerede nachbetet, sondern dem widerspricht. Zur Erinnerung: Zu den anderen geh&ouml;rt au&szlig;er dem von Jakob Augstein erw&auml;hnten Wolfgang Storz leider auch der Heidelberger Grafiker Klaus Staeck, der fr&uuml;her einmal gro&szlig;e Verdienste um die Aufkl&auml;rung hatte.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist interessant, dass auch der Spiegel wiederum auf das Pamphlet &bdquo;Querfront &ndash; Karriere eines politisch-publizistischen Netzwerks&rdquo; des ehemaligen Chefredakteurs der Frankfurter Rundschau, Wolfgang Storz, referenziert, wenn es um den Beleg einer angeblich existierenden &bdquo;Querfront&ldquo; geht. Storz&lsquo; Machwerk kann als Initialz&uuml;ndung f&uuml;r die Querfrontkampagne der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; gelten, mit der, wie Augstein richtig analysiert, man glaubt nun die universelle Waffe gegen jede Kritik an den bestehenden &ouml;konomischen und sozialen Verh&auml;ltnissen gefunden zu haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hans-Werner Sinn &ndash; &bdquo;Ich bereue nichts&ldquo;<\/strong><br>\nStar&ouml;konom Hans-Werner Sinn tritt ab. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Freund und Feind, seine linke Vergangenheit und die hohe Kunst des Taxifahrens.<br>\nEinige Jahre lang waren Sie f&uuml;r viele der Feind, insbesondere in den Reformdebatten rund um die Agenda 2010.<br>\nJa, w&auml;hrend der Reformen war das so. Die Linken wollten &uuml;berhaupt nicht reformieren. Ich habe darauf hingewiesen, dass wir die h&ouml;chsten Stundenl&ouml;hne auf der ganzen Welt haben, die niedrigste Netto-Investitionsquote aller OECD-L&auml;nder und die h&ouml;chste Arbeitslosenquote der gering Qualifizierten. Es war Krise, es musste etwas getan werden. Die Lohnskala musste ausgespreizt und der Niedriglohnsektor geschaffen werden. Das hat Deutschland geschafft. &Uuml;berlegen Sie mal, wie viele private Postboten ihre Wohnung heute umschwirren, und wie h&auml;ufig die Leute ausw&auml;rts essen gehen. Einfache Dienstleistungen sind relativ zu den L&ouml;hnen immer billiger geworden, sodass man sich das jetzt leisten kann.<br>\nHat die Kritik Sie getroffen?<br>\nDie Linken haben mich angegangen, ich war aber auch nicht zimperlich. Die Gewerkschaften waren am Ende sogar einsichtig und haben eine moderate Lohnpolitik gemacht. Dass ich da keine Freunde hatte, das war mir klar.<br>\nF&uuml;r wie einschneidend halten Sie die Schr&ouml;derschen Reformen?<br>\nSie stehen direkt hinter der Einf&uuml;hrung der Sozialen Marktwirtschaft von Ludwig Erhard.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/menschen-wirtschaft\/hans-werner-sinn-im-abschiedsinterview-ich-bereue-nichts-13978841.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Irre Phantastereien von &ldquo;Prof.&rdquo; Sinn. Deutschland hatte im Jahr 2000 ganz sicher nicht die h&ouml;chsten Stundenl&ouml;hne der Welt; die waren mindestens in der Schweiz und in Norwegen. wahrscheinlich auch in D&auml;nemark und im Rest von Skandinavien h&ouml;her. Dann der Vergleichsma&szlig;stab: es kommt schlie&szlig;lich nicht auf die absolute H&ouml;he der L&ouml;hne, sondern auf die Lohnst&uuml;ckkosten an; wo produktiver gearbeitet wird, soll und mu&szlig; besser verdient werden. Und in der Tat: Deutschland hatte einmal mit die h&ouml;chsten L&ouml;hne in Europa, ist aber &ndash; auch dank Prof. UnSinn dramatisch in den Niedriglohnsektor abgerutscht. Deutschland hatte &ldquo;die niedrigste Netto-Investitionsquote aller OECD-L&auml;nder&rdquo; &ndash; kann sein, aber diese Investitionsquote ist noch einmal deutlich gesunken, kein Wort vom Professor dazu. Und wie er von den Billiglohnsklaven schw&auml;rmen kann, die sich ihre eigene Arbeit und die Arbeit fremder Niedriglohnsklaven &ndash; im Gegensatz nat&uuml;rlich zu &ldquo;man&rdquo;, Prof. Sinn &ndash; eben gerade nicht leisten k&ouml;nnen.<br>\nWie Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse entstehen und da&szlig; Kapitalfl&uuml;sse Folge und nicht Ursache sind, hat er bis heute nicht verstanden. Zum Thema Mindestlohn, wo Sinn mit seinen pessimistischen Prognosen einmal mehr falsch lag, wird er von der liebdienerischen FAZ nicht befragt.<br>\nWas soll man sagen? Dumm und eitel geboren, nichts dazugelernt und heute trotz aller &ouml;ffentlich sichtbaren Irrt&uuml;mer und Fehler immer noch arrogant und von sich selbst &uuml;berzeugt. Immerhin gibt Sinn ganz offen zu, da&szlig; er als interventionistischer &ldquo;&Ouml;konom&rdquo; immer gegen die Gewerkschaften und auf Seiten des Kapitals stand.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Erfolgreiches Jahr 2015: Kaufkraft stieg im Rekordtempo<\/strong><br>\nArbeitnehmer haben in diesem Jahr sp&uuml;rbar mehr Geld zur Verf&uuml;gung als in den Jahren zuvor. Besonders die Geringverdiener &ndash; sie profitierten von der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns.<br>\nDie Kaufkraft deutscher Arbeitnehmer steigt 2015 wegen steigender L&ouml;hne und Mini-Inflation voraussichtlich im Rekordtempo. In den ersten drei Quartalen lagen die Reall&ouml;hne um durchschnittlich rund 2,5 Prozent &uuml;ber dem Niveau des Vorjahreszeitraums, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Damit d&uuml;rfte im Gesamtjahr der bisherige Rekordzuwachs von 1,7 Prozent aus dem Jahr 2014 deutlich &uuml;bertroffen werden. Die Statistik wird seit 2008 erhoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/statistische-bundesamt-kaufkraft-stieg-2015-im-rekordtempo-a-1068867.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;&hellip; der bisherige Rekordzuwachs von 1,7 Prozent &hellip;&ldquo;. Man fragt sich hier nur wer derartige irre Meldungen verfasst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Konzernlobby macht gegen Acht-Stunden-Tag mobil<\/strong><br>\nDer Konzernlobbyist Ingo Kramer hat von den Besch&auml;ftigten &raquo;mehr Beweglichkeit bei der w&ouml;chentlichen Arbeitszeit&laquo; gefordert, wie es in einem Zeitungsbericht hei&szlig;t. &raquo;Der starre Acht-Stunden-Tag passt nicht mehr ins digitale Zeitalter, wir wollen mehr Beweglichkeit&laquo;, sagte Kramer der &raquo;Rheinischen Post&laquo;. Es k&ouml;nne sein, dass jemand an einem Tag zw&ouml;lf Stunden arbeitet und am n&auml;chsten nur vier, sagte der Pr&auml;sident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde: &raquo;Wir wollen ja die Wochenarbeitszeit nicht ausweiten.&laquo;<br>\nAuch Daimlers Personalvorstand Wilfried Porth hat sich f&uuml;r eine Lockerung der Arbeitszeitgesetze ausgesprochen. &raquo;Ich will keine Schutzfunktion aufheben&laquo;, sagte Porth der Deutschen Presse-Agentur. &raquo;Aber wir m&uuml;ssen die Regeln flexibilisieren und den heutigen Arbeitsgewohnheiten anpassen.&laquo; Es sei in Ordnung zu sagen, man soll nicht l&auml;nger als zehn Stunden pro Tag arbeiten. &raquo;Aber es muss doch nicht im Block sein.&laquo; Die Menschen br&auml;uchten heute mehr Flexibilit&auml;t &ndash; zum Beispiel f&uuml;r die Kinderbetreuung oder die Pflege Angeh&ouml;riger. &raquo;Es kann aber nicht sein, dass das alles von den Unternehmen aufgefangen werden muss.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/995399.konzernlobby-macht-gegen-acht-stunden-tag-mobil.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Zynismus der Kapitalvertreter ist unendlich. Seit wann ging es den Firmenbossen beim Thema Arbeitszeit je darum den arbeitenden Menschen mehr Flexibilit&auml;t f&uuml;r die Kinderbetreuung oder die Pflege Angeh&ouml;riger zu gew&auml;hren? Wenn in diesen Kreisen das Wort Flexibilit&auml;t f&auml;llt ist damit die Vorstellung des 24\/7 Arbeitnehmers verbunden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kapitulation vor der Altersarmut?<\/strong><br>\nSchon zwei Jahre nach Bildung ihrer dritten Koalitionsregierung auf Bundesebene erkl&auml;rten CDU, CSU und SPD stolz, bereits einen Gro&szlig;teil ihres Regierungsprogramms f&uuml;r die ganze Legislaturperiode verwirklicht zu haben. Zieht man eine vorl&auml;ufige Bilanz der Regierungsarbeit, erweist sich das Selbstlob als ungerechtfertigt. Zumindest gilt dies im Hinblick auf die sozialpolitische Kardinalfrage einer wirksamen Armutsbek&auml;mpfung. Da die Altersarmut derzeit am st&auml;rksten zur Armutsentwicklung im wohlhabenden, wenn nicht reichen Deutschland beitr&auml;gt, steht hier die Frage im Mittelpunkt, ob Altersarmut durch das Rentenpaket &ndash; die umfangreichste und bedeutsamste Gesetzesinitiative der Gro&szlig;en Koalition auf sozialpolitischem Gebiet &ndash; verringert bzw. ihre Entstehung verhindert wird.<br>\nCDU und CSU realisierten ihr Projekt einer verbesserten &bdquo;M&uuml;tterrente&ldquo; f&uuml;r Frauen, die vor dem 1. Januar 1992 Kinder geboren haben und bisher daf&uuml;r nur je einen Entgeltpunkt (statt drei Entgeltpunkte f&uuml;r ab diesem Stichtag geborene Kinder) angerechnet erhielten. Die Anrechnung eines zweiten Rentenpunktes, von der haupts&auml;chlich &auml;ltere Frauen &ndash; gr&ouml;&szlig;tenteils Unionsw&auml;hlerinnen &ndash; profitieren, kommt auch Millionen Frauen zugute, die weder arm sind noch einen M&uuml;tterzuschlag ben&ouml;tigen, um im Alter gut leben zu k&ouml;nnen. Die gerade unter &auml;lteren Frauen verbreitete Armut kann eine Sozialpolitik nach dem Gie&szlig;kannenprinzip aber nicht beseitigen, zumal Grundsicherungsbezieherinnen &uuml;berhaupt nicht in den Genuss des Zuschlags auf ihre Altersrente gelangen, weil er auf die Transferleistung angerechnet wird. Unter dem Gesichtspunkt der Armutsbek&auml;mpfung ist die M&uuml;tterrente daher wenig zielf&uuml;hrend.<br>\nAuf Dr&auml;ngen der SPD wurde die Vertrauensschutzregelung zur Anhebung der Regelaltersgrenze erweitert: Besonders langj&auml;hrig Versicherte (mindestens 45 Beitragsjahre, zu denen neben Kinderber&uuml;cksichtigungs- und Pflegezeiten auch bestimmte Zeiten der Arbeitslosigkeit z&auml;hlen) konnten ab 1. Juli 2014 schon nach Vollendung des 63. Lebensjahres abschlagsfrei in Rente gehen. Dies galt jedoch nur f&uuml;r Angeh&ouml;rige der Geburtsjahrg&auml;nge 1951 und 1952. F&uuml;r die Folgejahrg&auml;nge erh&ouml;ht sich das Zugangsalter, mit dem der abschlagsfreie Rentenzugang m&ouml;glich ist, parallel zur Anhebung des allgemeinen gesetzlichen Renteneintrittsalters um jeweils zwei Monate pro Lebensjahr, bis Angeh&ouml;rige des besonders geburtenstarken Jahrgangs 1964 erst mit dem vollendeten 65. Lebensjahr abschlagsfrei Altersrente beziehen k&ouml;nnen. Ab 2029 gilt dann als ein Privileg f&uuml;r Rentenanw&auml;rter mit extrem langer Versicherungsbiografie, was bisher f&uuml;r alle Versicherten m&ouml;glich war: mit 65 eine Altersrente ohne Abschl&auml;ge zu beziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2015\/12\/kapitulation-vor-der-altersarmut-34721.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>US-St&auml;dte bekommen Obdachlosigkeit nicht in den Griff<\/strong><br>\nLand des Wohlstands, Land der Not: Fast 15 Prozent der Amerikaner leben unterhalb der Armutsgrenze. In einigen Gassen von Skid Row in Los Angeles oder Manhattan grassieren Hunger und Obdachlosigkeit. Bilanz eines hoffnungslos &uuml;berforderten Sozialsystems.<br>\n578 000 Obdachlose z&auml;hlte das US-Ministerium f&uuml;r Wohnungsbau und Stadtentwicklung im Januar 2014 im ganzen Land. Doch die Dunkelziffer d&uuml;rfte deutlich h&ouml;her liegen, Amnesty International ging 2011 von bis zu 3,5 Millionen Betroffenen landesweit aus, was knapp einem Prozent der US-Bev&ouml;lkerung entspricht. W&auml;hrend sie zur Weihnachtszeit vermutlich mit mehr Spenden rechnen k&ouml;nnen, bleibt Obdachlosigkeit eines der dr&auml;ngendsten Probleme in den Vereinigten Staaten: 46,7 Millionen Menschen leben landesweit in Armut.<br>\nAls &laquo;Konzentrationslager ohne Mauern&raquo; beschreibt Polizist Deon Joseph den ber&uuml;chtigten Stadtteil Skid Row im Herzen von Los Angeles. 2000 bis 11 000 Obdachlose leben hier auf 54 Stra&szlig;enblocks. Inmitten eines &laquo;Basars f&uuml;r Drogen&raquo; m&uuml;ssten die Leute versuchen, ihre Sucht hinter sich zu lassen. &laquo;Methamphetamin, Crack oder Spice: Stellen Sie sich vor, was das mit jemandem anstellt, der psychische Probleme hat.&raquo; Weil Gangs wie Crips oder Bloods sowie Zuh&auml;lter die Obdachlosen erpressen, wird vielen der Ausweg aus dem Teufelskreis unm&ouml;glich gemacht. &laquo;Jeder Block von Skid Row wird von irgendeiner Gang aus dem s&uuml;dlichen L.A. kontrolliert&raquo;, sagt Joseph.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rnz.de\/panorama\/gesellschaft_artikel,-Sog-der-Strasse-US-Staedte-bekommen-Obdachlosigkeit-nicht-in-den-Griff-_arid,150854.html\">Rhein Neckar Zeitung<\/a>\n<p>und: <strong>Wohnungslose &ndash; Die Zahl der Obdachlosen wird immer weiter ansteigen<\/strong><br>\nAufgrund steigender Wohnungspreise wird die Zahl der Obdachlosen in den n&auml;chsten Jahren weiter zunehmen. Immer mehr Menschen k&ouml;nnen sich kein Dach &uuml;ber dem Kopf mehr leisten.<br>\nZum ersten Mal wurde die Zahl der Obdachlosen in Baden-W&uuml;rttemberg ermittelt. Insgesamt sind demnach knapp 23.000 Menschen in dem Bundesland obdachlos, die meisten von ihnen leben in Stuttgart (3.434 Menschen). J&ouml;rg Mauter vom Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverband Baden-W&uuml;rttemberg warnte nun: &ldquo;Die Zahl der Obdachlosen nimmt unserer Erfahrung nach zu.&rdquo; Die Dunkelziffer derjenigen, die sich alleine auf der Stra&szlig;e durchschlagen, ist dabei nicht erfasst. Dennoch sind die Zahlen der Studie sehr hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wissenschaft\/Die-Zahl-der-Obdachlosen-wird-immer-weiter-ansteigen-id36401297.html\">Augsburger Allgemeine<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Mindestlohn schadet nicht so sehr<\/strong><br>\nDie L&ouml;hne in Deutschland steigen schnell. Besonders Geringverdiener profitieren vom Mindestlohn &ndash; und sie verlieren nicht mal so viele Arbeitspl&auml;tze.<br>\nDie Kehrseite der Lohnzuw&auml;chse sind h&ouml;here Kosten f&uuml;r die Arbeitnehmer und damit m&ouml;glicherweise negativen Auswirkungen f&uuml;r deren Wettbewerbsf&auml;higkeit. Nachdem die L&ouml;hne in Deutschland viele Jahre langsamer gestiegen sind als in den meisten anderen L&auml;ndern im Euroraum, hat sich diese Entwicklung inzwischen verkehrt.<br>\nDie Lohnst&uuml;ckkosten &ndash; ein g&auml;ngiger Indikator f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit &ndash; werden auch in den kommenden beiden Jahren um etwa 2 Prozent steigen, prognostiziert die Bundesbank in ihrem am Montag ver&ouml;ffentlichten Monatsbericht. Oliver Holtem&ouml;ller, Konjunkturchef des Leibniz-Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle (IWH), sorgt sich dennoch nicht um die Konkurrenzf&auml;higkeit der Unternehmen. &bdquo;Der Lohnanstieg ist eher Ausdruck der Knappheit auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere in wirtschaftsstarken Regionen&ldquo;, sagte Holtem&ouml;ller.<br>\nForscher tun sich allerdings schwer damit, die Auswirkungen des Mindestlohns genau zu beziffern &ndash; denn niemand wei&szlig;, ob sich der Arbeitsmarkt in Deutschland ohne die Reform noch besser entwickelt h&auml;tte. Auf Grundlage von Modellsch&auml;tzungen geht Holtem&ouml;ller davon aus, dass der Mindestlohn unter dem Strich Arbeitspl&auml;tze &bdquo;im f&uuml;nfstelligen Bereich&ldquo; gekostet hat.<br>\nForscher hatten vor allem davor gewarnt, dass in Ostdeutschland, wo rund jeder f&uuml;nfte Arbeitnehmer vor Jahresbeginn weniger als 8,50 Euro je Stunde verdient hatte, viele Arbeitspl&auml;tze verloren gehen w&uuml;rden. Doch offenbar ist es dort Dienstleistern und Gastst&auml;tten gelungen, ihre h&ouml;heren Kosten an die Kunden weiterzugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/auswirkungen-des-mindestlohns-weniger-arbeitsplaetze-verloren-als-befuerchtet-13979269.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Da&szlig; der Mindestlohn *&uuml;berhaupt nicht*, nur n&uuml;tzt &ndash; n&auml;mlich der Binnennachfrage und der Konjunktur &ndash; und au&szlig;erdem immer noch viel zu niedrig liegt, kann die FAZ nicht einsehen oder nicht zugeben. &ldquo;Die sichtbaren Folgen sind gering&rdquo;: Tatsache ist, es gab und gibt &uuml;berhaupt keine negativen Folgen, aber die FAZ l&auml;&szlig;t wild in der Gegend herumsch&auml;tzen und eine angebliche &ldquo;Knappheit auf dem Arbeitsmarkt&rdquo; herbeischwadronieren. (Es gibt in wirtschaftsstarken Regionen eine Art Knappheit gem&auml;&szlig; dem Gesetz von Angebot und Nachfrage &ndash; darum hei&szlig;en diese Regionen &ldquo;wirtschaftsstark&rdquo;. Hier wird eine Tautologie erkl&auml;rt. Und in &ldquo;wirtschaftsstarken Regionen&rdquo; wie z. B. M&uuml;nchen, Frankfurt oder D&uuml;sseldorf spielt der l&auml;cherliche Mindestlohn von 8,50 Euro h&ouml;chstens eine marginale Rolle, weil niemand davon leben kann.)<br>\nStattdessen laut FAZ: die &ldquo;Kehrseite der Lohnzuw&auml;chse sind [&hellip;] m&ouml;glicherweise negative[&hellip;] Auswirkungen f&uuml;r deren Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; &ndash; als w&uuml;rden nicht Unternehmen (z. B. in Deutschland oder Italien), sondern Arbeitnehmer direkt konkurrieren. Wenn ein hoher Lohn ein Nachteil ist, dann geht es den Menschen in Bangladesh oder Somalia sicher am besten&hellip;<br>\nSogar dieser Artikel selbst listet ausschlie&szlig;lich positive Beispiele und Auswirkungen auf. Ehrlich zuzugeben, da&szlig; s&auml;mtliche Horrorprognosen zum Mindestlohn falsch waren, da&szlig; die Wirtschaft sogar von der (wenn auch minimalen Kaufkraftsteigerung) profitiert, dieser Weg scheint der FAZ durch das Brett vorm Kopf verbaut.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fifa-Sperre f&uuml;r Blatter und Platini: Zwei sind raus, die Strippenzieher bleiben<\/strong><br>\nAcht Jahre Sperre &ndash; mit diesem Urteil beendet die Fifa die Karrieren von Joseph Blatter und Michel Platini. Trotzdem ist ein Wandel des Skandalverbands unwahrscheinlich. Die Geheimniskr&auml;mer im Hintergrund machen einfach weiter. [&hellip;]<br>\nDas war es aber auch schon. Wer nach der Sperre einen tiefgreifenden Wandel der Fifa erwartet und auf neue, unbelastete Figuren an der Verbandsspitze hofft, muss sich nur aktuelle Zitate vom obersten Fifa-Strippenzieher Ahmad Al Fahad Al Sabah anschauen. Der 52-j&auml;hrige Scheich aus Kuwait sagte dem ZDF, nat&uuml;rlich werde es auch bei der Wahl des Blatter-Nachfolgers im Februar geheime Absprachen geben: &ldquo;Wenn du in einer Krise bist, musst du eng beieinanderstehen und starke B&uuml;ndnisse schaffen. Es muss doch alles in der Familie bleiben. Wir k&ouml;nnen keinen Einfluss von au&szlig;en gebrauchen.&rdquo;<br>\nAl Sabah, der nicht nur im Fifa-Exekutivkomitee sitzt, sondern auch Pr&auml;sident der Vereinigung des Nationalen Olympischen Komitees (ANOC) ist, will also so weitermachen wie bisher. Das Sportrecht soll unabh&auml;ngig von den staatlichen Gerichten sein, Fu&szlig;ballfunktion&auml;re sollen weiter Fu&szlig;ballfunktion&auml;re kontrollieren.<br>\nAl Sabahs Favorit f&uuml;r den Posten des Fifa-Pr&auml;sidenten ist &uuml;brigens Salman bin Ebrahim Al-Khalifa. Ein Scheich aus Bahrain, unter dessen Regentschaft als nationaler Verbandschef regierungskritische Fu&szlig;baller verhaftet und gefoltert wurden. Von der BBC 2013 mit den Vorw&uuml;rfen konfrontiert, &auml;u&szlig;erte sich Scheich Salman ausweichend.<br>\nEs klingt unglaublich, aber der Mann aus Bahrain gilt tats&auml;chlich als Favorit auf die Blatter-Nachfolge. Damit steht die Fifa vor dem n&auml;chsten Skandal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/sepp-blatter-und-michel-platini-die-fifa-sperren-reichen-nicht-aus-a-1068912.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Blatter und Platini sind die Ursache, sondern &bdquo;lediglich&ldquo; Symptome des kranken Systems Fifa. Glaubt irgendwer ernsthaft, dass die Pr&auml;sidentschaftswahlen der Fifa am 26. Februar eine &bdquo;Revolution&ldquo; mit sich bringen? Es gibt f&uuml;nf Kandidaten: Ein aussichtsloser jordanischer Prinz, ein korruptionsverd&auml;chtiger S&uuml;dafrikaner und ein franz&ouml;sischer ehemaliger Blatter-Ziehsohn gelten eher als Z&auml;hlkandidaten. Das Rennen werden wohl ein Schweizer Fifa-Generalsekret&auml;r, also ein Mann des Systems, und ein bahrainischer Scheich, der weder etwas von Demokratie und Menschenrechten noch von Transparenz und Compliance h&auml;lt, unter sich ausmachen. Sch&ouml;ne neue Fifa? Aber wie soll auch ein &bdquo;echter&ldquo; Aufkl&auml;rer von einem tief korrupten Verband gew&auml;hlt werden? Mein Petitium bleibt: Schafft die Fifa ab!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>IGB: 1,8 Millionen &ldquo;moderne Sklaven&rdquo; bauen die WM-Stadien in Katar<\/strong><br>\n7.000 Tote bis zum Anpfiff des ersten WM-Spiels<br>\nNeue Vorw&uuml;rfe gegen die Organisatoren der Fu&szlig;ball-WM 2022 in Katar. Ein Bericht des Internationalen Gewerkschaftsbunds (IGB) zeigt jetzt: Bis 2022 werden die beauftragten Baufirmen rund 1,8 Millionen &ldquo;moderne Sklaven&rdquo; auf den Baustellen einsetzen &ndash; 7.000 von ihnen werden auf den Baustellen ihr Leben lassen. Das sind drei Tote jeden Tag.<br>\nDer neue IGB-Bericht zu Katar tr&auml;gt den Titel &ldquo;Katar: Gewinner und Verlierer&rdquo;. Denn die Arbeiter bezahlen mit ihrem Leben, w&auml;hrend Gro&szlig;konzerne Milliardengewinne machen:<br>\nDie meist westlichen Unternehmen, die in Katar die Infrastruktur f&uuml;r die FIFA-Fu&szlig;ballweltmeisterschaft 2022 bauen, werden dort laut IGB-Bericht Gewinne in H&ouml;he von 15 Milliarden Dollar machen und dabei auf bis zu 1,8 Millionen Wanderarbeitskr&auml;fte zur&uuml;ckgreifen werden, die &ldquo;wie moderne Sklaven behandelt werden&rdquo;.<br>\nVer&ouml;ffentlicht hat der IGB den Bericht am 18. Dezember, dem Internationalen Tag der Migranten. Denn die Arbeiter auf den WM-Baustellen kommen fast ausschlie&szlig;lich aus dem Ausland, vor allem aus s&uuml;dost- und ostasiatischen L&auml;ndern oder vom indischen Subkontinent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++64d1b8c4-a579-11e5-92d3-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie Gewalt entsteht<\/strong><br>\nAllem Anschein nach ist es leichter, Kriege zu f&uuml;hren, Tausende Menschen zu t&ouml;ten und ganze Landstriche in Schutt und Asche zu legen, als die Ursachen von Gewalt zu bek&auml;mpfen. Offensichtlich zieht es die Politik vor, Reflexe zu bedienen und Ressentiments zu sch&uuml;ren, als ehrliche Erforschung der Hintergr&uuml;nde von Gewalt zu betreiben &ndash; der Gewalt von Terroristen ebenso wie der eigenen. Die Folgen dieser irrationalen t&ouml;dlichen Strategie k&ouml;nnen ja dann wieder milit&auml;risch bek&auml;mpft werden.<br>\nDer Teufelskreis der Gewalt folgt einem vorgezeichneten Muster. Als im Londoner Stadtteil Tottenham 2011 nach t&ouml;dlichen Polizeisch&uuml;ssen und darauf folgenden staatlichen Vertuschungsman&ouml;vern Unruhen ausbrachen, war die Reaktion von Polizei, Politik und Justiz: hartes Durchgreifen. Keine Rede davon, dass sich die jungen Leute in einem hoffnungslos verarmten Stadtteil von der Gesellschaft ausgeschlossen f&uuml;hlten, ohne jede Perspektive, reich nur an Erfahrung von Diskriminierung. Auch in Paris waren 2005 zwei Jugendliche auf der Flucht vor der Polizei umgekommen. Die darauf folgenden Unruhen f&uuml;hrten nicht zu den dringenden Reformen, die angesichts der tristen Zust&auml;nde der Banlieues geradezu unausweichlich schienen. Vielmehr wusste Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy sofort, wie das Problem zu l&ouml;sen sei: durch &bdquo;K&auml;rchern&ldquo;. Abgesehen von der Menschenverachtung der pr&auml;sidialen Haltung: Politik und Staat begegneten dem Aufschrei mit kalter Gleichg&uuml;ltigkeit und H&auml;rte, an der krassen Ungleichheit und Ausgrenzung &auml;nderte sich nichts.<br>\nIn Spanien sind 53 Prozent der jungen Menschen arbeitslos. Gibt es auch nur eine politische Analyse zu Ursachen und Folgen? Dass es in Berlin Stadtteile gibt, in denen die Armutsquote weit &uuml;ber dem ohnehin hohen Bundesdurchschnitt liegt, ist lange bekannt, ohne Aussicht auf &Auml;nderung. Soziale Folgen von politischen Entscheidungen sind eine Form struktureller Gewalt, die meist keinen politischen Widerstand bewirkt, sondern Resignation und Apathie, aber schnell in Gewalt umschlagen kann. Meist nicht gegen die Verursacher des Elends und der Ausgrenzung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2015\/12\/wie-gewalt-entsteht-34724.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Maas macht&rsquo;s m&ouml;glich<\/strong><br>\nBayerns Landesverfassungsschutz soll Zugriff auf Vorratsdaten erhalten. Das l&uuml;ckenhafte Bundesgesetz des Justizministers beg&uuml;nstigt dies.<br>\nDie Bayerische Staatsregierung hat die Weichen daf&uuml;r gestellt, dass der Landesverfassungsschutz k&uuml;nftig direkten Zugriff auf Telefon- und Internetverbindungsdaten erh&auml;lt. Eine in der Vorwoche vom Landeskabinett beschlossene Vorlage macht sich daf&uuml;r eine L&uuml;cke im unl&auml;ngst vom Bundestag verabschiedeten Gesetz zur Wiedereinf&uuml;hrung der Vorratsdatenspeicherung zunutze. Seit Freitag letzter Woche darf die Massen&uuml;berwachung offiziell betrieben werden. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte einen Zugang der Geheimdienste stets ausgeschlossen und sich unter anderem damit die Zustimmung seiner Partei f&uuml;r das Projekt gesichert. Jetzt stellt sich die Frage: Hat er nur keine Ahnung oder die &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r dumm verkauft?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/12-21\/073.php\">junge welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>AfD: Der kurze Weg zum Rechtsradikalismus<\/strong><br>\nDie AfD ist nicht in der Lage, sich klar von einem extremen Parteifreund wie Bj&ouml;rn H&ouml;cke zu distanzieren. Das zeigt: Sie ist dabei, endg&uuml;ltig zu einer rechtsradikalen Partei zu werden.<br>\nAlexander Gauland war einmal ein kluger Kopf. Vor Jahren hat sich der (damals noch) intellektuelle Grandseigneur des christdemokratischen Konservatismus gegen eine Parteigr&uuml;ndung rechts von seiner alten politischen Heimat entschieden. Er und seine Freunde f&uuml;rchteten, es mit zu vielen Menschen zu tun zu bekommen, die ein wohlsituierter konservativer B&uuml;rger normalerweise meidet. Trotz allen Frusts an Angela Merkels modernisierter CDU. Sp&auml;ter schien ihm AfD-Gr&uuml;nder Bernd Lucke der rechte Mann zu sein, um die radikalen Ultras in der ersehnten Partei jenseits der Union zu b&auml;ndigen. Heute hat der Potsdamer Publizist das Problem vergessen. Gauland z&auml;hlt selbst zu denjenigen, vor denen er einst gewarnt hat. Und Bj&ouml;rn H&ouml;cke ist ihr Prophet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/leitartikel\/afd-der-kurze-weg-zum-rechtsradikalismus,29607566,32967104.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p>dazu: <strong>Zahl rechtsextremer Straftaten steigt weiter stark<\/strong><br>\nIm Monat Oktober ist die Zahl rechtsextremer Straftaten weiter stark angestiegen. Die meisten &Uuml;bergriffe richten sich gegen Fl&uuml;chtlinge. Bei der Verfolgung der T&auml;ter tut sich die Polizei offenbar schwer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/fluechtlingskrise\/fremdenfeindliche-motive-zahl-rechtsextremer-straftaten-steigt-weiter-stark-13977558.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Rechtssicherheit auf Kosten der Freien<\/strong><br>\nDer Verlag M. DuMont Schauberg (MDS) zieht offenbar Konsequenzen aus den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft K&ouml;ln wegen des Verdachts der Besch&auml;ftigung Scheinselbstst&auml;ndiger: Die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung bietet dauerhaften freien Mitarbeitern eine Festanstellung an. Die Konditionen sind laut Betriebsr&auml;ten aber &ldquo;unterirdisch&rdquo;.<br>\nBei MDS erscheinen unter anderem der K&ouml;lner Stadt-Anzeiger, die Berliner Zeitung, die Mitteldeutsche Zeitung sowie die Boulevardbl&auml;tter Express und Hamburger Morgenpost.<br>\nAllein am Standort K&ouml;ln arbeiten mehr als 150 Journalisten als sogenannte Pauschalisten. Viele haben nach eigenen Angaben die gleichen Aufgaben wie festangestellte Redakteure, verdienen aber weniger als solche und der Verlag zahlt f&uuml;r sie keine Sozialabgaben.<br>\nDie Staatsanwaltschaft K&ouml;ln ermittelt unter dem Aktenzeichen 112 UJs 2\/15 gegen MDS, weil der Verdacht besteht, dass die Pauschalisten scheinselbstst&auml;ndig sind.<br>\nDer Verlag bietet Pauschalisten jetzt in Einzelgespr&auml;chen eine Festanstellung an. Den Betroffenen werde erkl&auml;rt, die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung wolle Rechtssicherheit herstellen, berichtet ein Journalist. &ldquo;Die angebotenen Konditionen sind aber eine Frechheit&rdquo;, sagt er.<br>\nDie Vertr&auml;ge sollen auf ein Jahr befristet werden. Das Bruttoeinkommen soll 20 bis 30 Prozent unter dem bisherigen Honorar liegen. Einem Kollegen sei ein Bruttogehalt von 1.800 Euro bei 40 Arbeitsstunden in der Woche angeboten worden. Zum Vergleich: Ein nach Tarif bezahlter Tageszeitungsredakteur verdient mehr als 5.000 Euro im Monat.<br>\nDie meisten Pauschalisten sollen in einer neuen Tochterfirma angestellt werden, die am 1. Januar startet und in der auch f&uuml;r Online T&auml;tige angestellt werden sollen. Die neue Media Rheinland ist anders als das MDS-Haupthaus nicht tarifgebunden.<br>\nIm vergangenen Jahr hat MDS die Lokalredaktionen von Stadt-Anzeiger und der K&ouml;lnischen Rundschau in der &ldquo;Rheinischen Redaktionsgemeinschaft&rdquo; (RGG) zusammengelegt, die ebenfalls nicht tarifgebunden ist. Auch hier schwelt ein Rechtsstreit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/DuMont-veraergert-freie-Mitarbeiter\/!5262607\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Und der Berliner Tagesspiegel hat im Oktober s&auml;mtliche freien Mitarbeiter mit einem Rundumschlag <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/10\/22\/drastische-sparmassnahmen-tagesspiegel-verbannt-alle-freien-autoren\/\">vor die T&uuml;r gesetzt<\/a>. Der Journalismus entwickelt sich in rasender Geschwindigkeit zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft und f&uuml;r Kollegen mit unbequemen da kritischen Positionen werden die Zeiten besonders hart. Denn wer in den erlauchten Kreis der Festangestellten hineinkommen will, der sollte gef&auml;lligst auch in allen Punkten die Blattlinie vertreten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Varoufakis: Gabriel ist der &raquo;schlimmste Politiker&laquo;<\/strong><br>\nGriechenlands fr&uuml;herer Finanzminister Yanis Varoufakis hat scharfe Kritik an Sigmar Gabriel ge&auml;u&szlig;ert. Der SPD-Vorsitzende sei der &raquo;schlimmste Politiker, den ich getroffen habe&laquo;, sagte er der Illustrierten &raquo;Stern&laquo; laut einer Vorabmeldung. Varoufakis bezog sich damit unter anderem auf umstrittene &Auml;u&szlig;erungen des deutschen Sozialdemokraten, der im Streit um die europ&auml;ische Krisenpolitik die &raquo;deutschen Arbeitnehmer und ihre Familien&laquo; gegen die SYRIZA-gef&uuml;hrte Koalition in Athen in Stellung gebracht und erkl&auml;rt hatte, man werde nicht die &raquo;&uuml;berzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung&laquo; finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/995541.varoufakis-gabriel-ist-der-schlimmste-politiker.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Varoufakis ist vollumf&auml;nglich zuzustimmen. Dazu noch einmal das ganze Gabriel-Zitat:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Deshalb werden Europa und Deutschland sich nicht erpressen lassen. Und wir werden nicht die &uuml;berzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung durch die deutschen Arbeitnehmer und ihre Familien bezahlen lassen.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Erich K&auml;stner: Weihnachtslied, chemisch gereinigt<\/strong><br>\n(Nach der Melodie: &ldquo;Morgen, Kinder, wird&rsquo;s was geben!&rdquo;)<br>\nMorgen, Kinder, wird&rsquo;s nichts geben!&#8232; Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.&#8232; Mutter schenkte Euch das Leben. &#8232;Das gen&uuml;gt, wenn man&rsquo;s bedenkt.&#8232; Einmal kommt auch eure Zeit. &#8232;Morgen ist&rsquo;s noch nicht soweit.<br>\nDoch ihr d&uuml;rft nicht traurig werden.&#8232; Reiche haben Armut gern.&#8232; G&auml;nsebraten macht Beschwerden.&#8232; Puppen sind nicht mehr modern. &#8232;Morgen kommt der Weihnachtsmann.&#8232; Allerdings nur nebenan.<br>\nLauft ein bi&szlig;chen durch die Stra&szlig;en!&#8232; Dort gibt&rsquo;s Weihnachtsfest genug.&#8232; Christentum, vom Turm geblasen,&#8232; macht die kleinsten Kinder klug.&#8232; Kopf gut sch&uuml;tteln vor Gebrauch!&#8232; Ohne Christbaum geht es auch.<br>\nTannengr&uuml;n mit Osrambirnen &ndash; &#8232;Lernt drauf pfeifen! Werdet stolz! &#8232;Rei&szlig;t die Bretter von den Stirnen, &#8232;denn im Ofen fehlt&rsquo;s an Holz!&#8232; Stille Nacht und heil&rsquo;ge Nacht &ndash; &#8232;Weint, wenn&rsquo;s geht, nicht! Sondern lacht!<br>\nMorgen, Kinder, wird&rsquo;s nichts geben!&#8232; Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld! &#8232;Morgen, Kinder, lernt f&uuml;rs Leben!&#8232; Gott ist nicht allein dran schuld.&#8232;Gottes G&uuml;te reicht so weit &hellip;<br>\nAch, du liebe Weihnachtszeit!\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Unsere Leserin U.G. macht uns auf dieses K&auml;stner-Gedicht von 1927\/28 aufmerksam. Herzlichen Dank daf&uuml;r. Auch wir finden es &bdquo;schockierend (wieder einmal!) aktuell&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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