{"id":29717,"date":"2015-12-23T15:59:44","date_gmt":"2015-12-23T14:59:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717"},"modified":"2015-12-23T15:59:44","modified_gmt":"2015-12-23T14:59:44","slug":"hinweise-des-tages-ii-228","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h01\">R&uuml;ckblicke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h02\">Ein Jahr Mindestlohn: Mehr regul&auml;re Besch&auml;ftigung gerade in Niedriglohnbranchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h03\">&bdquo;Der einzige Kommunist im Dorf&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h04\">Polnische PiS entmachtet Verfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h05\">&ldquo;Die Gefahr wird verharmlost&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h06\">Mal Nato-Hure, mal Putin-Pudel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h07\">Deutsche Bank vor n&auml;chster Milliarden-Strafe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h08\">Gener&auml;le gegen Obama?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h09\">Libyen: Eine erzwungene &Uuml;bereinkunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h10\">Atombomben auf Ost-Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h11\">Legalize it!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h12\">Deutsche Fernbusse dr&auml;ngen in Kleinst&auml;dte und nach Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h13\">Wahlpartys und Rom-Reisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h14\">Rechtsrutsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717#h15\">Zu guter Letzt: Urban Priol: Tilt! &ndash; Tsch&uuml;ssikowski 2015<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29717&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>R&uuml;ckblicke<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein extremes Jahr<\/strong><br>\ngeht zu Ende und flassbeck-economics macht Pause. Vieles ist passiert und wir hoffen, dass es bald wieder einmal Normalit&auml;t im besten Sinne geben wird. Wir haben sehr viele neue Freunde in diesem Jahr gewonnen. Wir sind aber auch nicht davor zur&uuml;ckgeschreckt, die Dinge auf den Punkt zu bringen und damit Widerspruch zu provozieren. Aufkl&auml;rung ist mehr denn je gefordert. Die Widerspr&uuml;che in unserer Welt werden von Tag zu Tag gr&ouml;&szlig;er und viele Menschen finden sich nicht mehr zurecht.<br>\nSo beschlie&szlig;en die Regierungen aller Nationen in Paris, durch Einsparung von fossilen Rohstoffen den Klimawandel zu verhindern, gleichzeitig sinkt weltweit der &Ouml;lpreis, real gerechnet, auf einen Wert wie zu Beginn der siebziger Jahre und die reichen Nationen verbrauchen &Ouml;l auf Teufel komm raus. Das gleiche Deutschland, dass monatelang Russland des Bruchs des V&ouml;lkerrechts beschuldigt hat, beteiligt sich an einer eindeutig v&ouml;lkerrechtswidrigen Intervention in Syrien und fast alle schweigen. Man fordert in unglaublicher Penetranz Obergrenzen f&uuml;r die Zahl der Fl&uuml;chtlinge in Deutschland, sagt aber nicht, wer die &uuml;brig gebliebenen Fl&uuml;chtlinge aufnehmen soll. Die Finanzminister der Eurogruppe fordern die Staaten auf, um jeden Preis zu sparen, und die europ&auml;ische Zentralbank versucht mit Nullzinsen verzweifelt, das Verschulden anzuregen. In den Krisenstaaten Europas w&auml;hlen die B&uuml;rger die gescheiterten Konzepte des &ouml;konomischen Mainstream ab, aber die M&auml;chtigen in Europa setzen sie gegen den Willen des Volkes dennoch durch. In England w&auml;hlt eine Partei einen Vorsitzenden, der anders denkt, und er wird von der Presse gnadenlos verfolgt, weil er nicht die &bdquo;richtigen&ldquo; Konzepte hat.<br>\nDas alles sind Zeichen f&uuml;r eine schwere Krise jenseits der vielen aktuellen Krisen. Es ist eine Krise des geistigen, des intellektuellen Zusammenlebens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/ein-extremes-jahr\/\">Heiner Flassbeck, flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><strong>R&uuml;ckblick auf das Jahr 2015: Freihandel, Mindestlohn, Griechenland, Flucht<\/strong><br>\nEin Jahr geht zu Ende &ndash; ein guter Zeitpunkt f&uuml;r einen R&uuml;ckblick. Wir dokumentieren nachstehend interessante Artikel aus 2015 zu den Themen Freihandel, Mindestlohn, Griechenland sowie Flucht, die im Laufe des Jahres auf annotazioni.de sowie auf weiteren Blogs und Webseiten erschienen sind. &ndash; Mit diesem R&uuml;ckblick verabschieden wir uns in die Winterpause. Der n&auml;chste Artikel erscheint am 7. Januar. Wir w&uuml;nschen unseren Leserinnen und Lesern bis dahin sch&ouml;ne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1819\">Patrick Schreiner, annotazioni.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Ohne Zukunft<\/strong><br>\nSo gehen wir ins neue Jahr. Ohne Zukunft. Man betr&uuml;gt uns und die Menschen in der Dritten Welt um eine, sagt uns aber das Gegenteil. Meine Zukunft hei&szlig;t weiterschreiben. Solange es geht. Beim ersten Terrorakt auf deutschen Boden kommt der Ausnahmezustand. Sie werden ihn verl&auml;ngern und k&uuml;nstlich n&auml;hren. Dann kommen sie in die Wohnungen von Terrorverd&auml;chtigen. Sie werden ohne richterlichen Beschluss eindringen. Zur unm&ouml;glichen Zeit. Brutal anr&uuml;cken, Handgelenke verdrehen, Schultern auskugeln und Sachen besch&auml;digen. Und wenn dann einer querdenkt, nicht den &uuml;blichen Verurteilungs- und Betroffenheitssermon absondert, sondern so wie ich anklingen l&auml;sst, dass es hausgemacht ist, nachvollziehbar, wenngleich nat&uuml;rlich nicht lobenswert, dann werden sie auch so einen besuchen. Mich auf den Boden dr&uuml;cken, meinen Laptop an sich rei&szlig;en, Schr&auml;nke durchw&uuml;hlen und mich mundtot machen und behaupten, dass ich nicht nur ein &raquo;Terroristenversteher&laquo; war, sondern ein geistiger Brandstifter.<br>\nSie haben Angst, weil sie ihre nett geplante Zukunft nie endender Ausbeutung in Gefahr sehen. So reagieren Systeme, die sich &uuml;berlebt haben. Was nicht automatisch hei&szlig;t, dass das was danach kommt, irgendwie besser wird. Die Hatespeaker freuen sich schon auf ihre Zukunft. Wenn ihr also nichts mehr lest von mir, dann wisst ihr was geschehen ist &hellip; frohes Fest!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/12\/ohne-zukunft.html\">Roberto De Lapuente, ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ein Jahr Mindestlohn: Mehr regul&auml;re Besch&auml;ftigung gerade in Niedriglohnbranchen<\/strong><br>\nAuch nach knapp einem Jahr hat der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland unter dem Strich keine negativen Arbeitsmarkteffekte gebracht. Die sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung ist im Gegenteil sp&uuml;rbar gestiegen, und zwar gerade in traditionellen Niedriglohnbranchen. So lag etwa im Gastgewerbe die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten im September 2015 um 6,5 Prozent h&ouml;her als ein Jahr zuvor. Zur&uuml;ckgegangen ist lediglich die Zahl oft sehr niedrig bezahlter und schlecht abgesicherter Minijobs, was zum Teil aber daran liegen d&uuml;rfte, das diese Arbeitsverh&auml;ltnisse in regul&auml;re Stellen umgewandelt wurden. Das zeigen die neuesten vorliegenden Daten aus der Besch&auml;ftigungsstatistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, die Dr. Thorsten Schulten, Mindestlohnexperte des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung ausgewertet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/52619_62964.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Der einzige Kommunist im Dorf&ldquo;<\/strong><br>\nGiorgos Chondros vom Syriza-Zentralkomitee &uuml;ber Podemos, neoliberale Chancen und die Lehren aus den Erfahrungen des vergangenen Jahres. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Die Hoffnung kommt&ldquo;, lautete die Parole, mit der Ihre Partei die Wahl im Januar gewonnen hat. Was ist von der Hoffnung am Ende des Jahres in Griechenland noch geblieben?<br>\nEs ist noch Hoffnung da. Aber nicht mehr die Euphorie und der Pathos, den wir alle hatten, nicht nur in Griechenland. Wir waren &uuml;berzeugt, dass sich um Syriza eine starke europ&auml;ische Linke aufbauen w&uuml;rde, die mehr bewegt als sie bisher bewegen konnte. Danach sieht es momentan leider nicht aus.<br>\nF&uuml;r die deutsche Linke scheint Syriza jedenfalls keine Hoffnungstr&auml;gerin mehr zu sein.<br>\nDa machen es sich manche recht einfach. F&uuml;r die wurden wir &uuml;ber Nacht zur &bdquo;Verr&auml;terpartei&ldquo;, weil wir den Kampf nicht gewonnen haben, zu dem sie selbst nicht willens oder in der Lage waren. Tatsache ist doch: Es wird f&uuml;r ganz Europa schwierig, wenn sich die Verh&auml;ltnisse vor allem in Deutschland nicht &auml;ndern. Sch&auml;uble ist immer noch Finanzminister in Deutschland, nicht in Griechenland. Also, werdet ihr euren Sch&auml;uble los, dann sagt uns, was wir wie h&auml;tten besser machen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Syriza-Politiker-ueber-Europas-Linke\/!5259747\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Polnische PiS entmachtet Verfassungsgericht<\/strong><br>\nEinen Monat nach der Regierungs&uuml;bernahme hat die polnische Nationalkonservative das Verfassungsgericht entmachtet. Die Opposition sieht in der umstrittenen Novelle einen Angriff auf die Demokratie.<br>\nIn Polen ist die umstrittene Gesetzes&auml;nderung auf den Weg gebracht worden. Das polnische Unterhaus hat mit der Mehrheit der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) eine Neuordnung des Verfassungsgerichts verabschiedet. Nach einer st&uuml;rmischen Debatte stimmten am sp&auml;ten Dienstagabend 235 Sejm-Abgeordnete f&uuml;r das Gesetz, dagegen waren 181. Es gab vier Enthaltungen. Das berichtete die Nachrichtenagentur PAP.<br>\nDie Opposition h&auml;lt das Gesetz f&uuml;r verfassungswidrig und f&uuml;r einen Versuch, das Gericht in seiner Arbeitsf&auml;higkeit zu beschneiden und zu &laquo;zerst&ouml;ren&raquo;. Ex-Minister Andrzej Halicki von der liberalen B&uuml;rgerplattform (PO) sagte: &laquo;Heute ist mit blo&szlig;em Auge zu erkennen, dass wir es mit einem schleichenden Staatsstreich zu tun haben.&raquo; Die Partei k&uuml;ndigte noch am Abend an, Verfassungsklage zu erheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/polen-polnische-pis-entmachtet-verfassungsgericht,1472596,32985888.html\">FR Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Juncker muss Polen vorladen&ldquo;<\/strong><br>\nDer schleichende Staatsstreich in Polen alarmiert die EU. Nun fordert der scheidende EU-Ratsvorsitzende Asselborn sogar, die EU-Kommission m&uuml;sse die neue Regierung nach Br&uuml;ssel vorladen.<br>\n&bdquo;Es geht um die Grundrechte nicht nur Polens, sondern der EU, die hier verletzt werden. Deshalb m&uuml;ssen EU-Kommission, das Europ&auml;ische Parlament und notfalls auch der Rat handeln&ldquo;, forderte Asselborn laut Reuters. Doch Br&uuml;ssel schl&auml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/juncker-muss-polen-vorladen\/\">Eric Bonse auf Lost in Europe<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Kaczy&#324;ski zerst&ouml;rt den polnischen Rechtsstaat<\/strong><br>\nDie Regierung in Warschau missbraucht ihre Macht, um die Republik umzubauen. Die EU darf sich das nicht bieten lassen. Oder sie braucht in der Welt nie wieder als Mahner f&uuml;r Demokratie und Recht aufzutreten.<br>\nJetzt haben die polnischen Machthaber endg&uuml;ltig den Rubikon zwischen freiheitlichen und autorit&auml;ren Systemen &uuml;berschritten. Sie jagten ein Gesetz durch den Sejm, das Unterhaus, das darauf abzielt, das Verfassungsgericht durch neue Verfahrensregeln zu blockieren. Schlimmer noch: Das Regierungslager strich einen Paragrafen, der bislang die Unabh&auml;ngigkeit des Verfassungsgerichts festschrieb.<br>\nZiel des Streichs ist es, die Regierung zum Leviathan zu machen, der jeder Kontrolle entzogen ist. Durch das neue Gesetz kommt Polen diesem furchterregenden Zustand n&auml;her. Denn ein Verfassungsgericht, das weder entscheidungsf&auml;hig noch unabh&auml;ngig ist, verkommt zur Staffage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/polen-kaczyski-zerstoert-den-polnischen-rechtsstaat-1.2795301\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Ein Verfassungsgericht als Staffage. Sch&ouml;n geschrieben. Was hat der gro&szlig;e Denker und Lenker Wolfgang Sch&auml;uble einst &uuml;ber die Verfassungsgerichtsbarkeit <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/im-gespraech-wolfgang-schaeuble-und-winfried-hassemer-wie-viele-sicherheitsgesetze-ueberlebt-der-rechtsstaat-1927348.html\">gesagt<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Den einmaligen Kompetenzen des Verfassungsgerichts entsprechen eine ganz hohe Verantwortung und auch ein hohes Ma&szlig; an Zur&uuml;ckhaltung mit &ouml;ffentlichen &Auml;u&szlig;erungen. Da haben Politiker eine ganz andere Legitimation. Wir m&uuml;ssen in der &ouml;ffentlichen Debatte st&auml;ndig Position beziehen. Verfassungsrichter m&uuml;ssen Anspruch auf Respekt haben. Wer Gesetze gestalten will, sollte sich bem&uuml;hen, Mitglied des Deutschen Bundestages zu werden.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Das k&ouml;nnte man auch Staffage nennen, was Sch&auml;uble da vor sechs Jahren angedacht hat. Und wie sieht es in der Realit&auml;t aus: Das Bundesverfassungsgericht kassiert ein verfassungswidriges Gesetz nach dem anderen. Das st&ouml;rt den Gesetzgeber hierzulande aber kaum. Der Verfassungsbruch ist eingepreist. Schlie&szlig;lich gibt es lange &Uuml;bergangsfristen und keinerlei Sanktionen f&uuml;r erlassene Gesetze, die gegen die Grundrechte versto&szlig;en. Notfalls macht man wieder ein verfassungswidriges Gesetz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Die Gefahr wird verharmlost&rdquo;<\/strong><br>\nAngriffe gegen Asylsuchende, Zulauf f&uuml;r Pegida: Die Linken-Politikerin Petra Pau sieht Parallelen zu den neunziger Jahren, &ldquo;als wir auch pogromartige Zust&auml;nde hatten&rdquo;. [&hellip;]<br>\nFrage: Reagieren die Beh&ouml;rden richtig?<br>\nPau: Vergangene Woche fand die erste &ouml;ffentliche Sitzung des neuen NSU-Untersuchungsausschusses im Bundestag statt. Auch Barbara John war da, die Ombudsfrau f&uuml;r die Hinterbliebenen der NSU-Anschl&auml;ge. Die Journalisten Dirk Laabs und Andrea R&ouml;pke haben uns &uuml;ber die aktuelle Lage im Bereich Rechtsterrorismus in Deutschland informiert. Gleichzeitig sollten uns die Vertreter der Innenministerkonferenz &uuml;ber die Konsequenzen bei der Polizei und dem Verfassungsschutz unterrichten. Mein Eindruck: Es hat sich in den Beh&ouml;rden fast nichts in der Mentalit&auml;t ge&auml;ndert, aber auch nicht in der polizeilichen Praxis bei der Aufnahme von Straftaten, ihrer Einordnung. So erleben wir, dass &ndash; ob in Berlin, in Sachsen-Anhalt, in Nordrhein-Westfalen, Stichwort Dortmund, oder in Sachsen &ndash; bei offensichtlichen rassistischen Motiven f&uuml;r Brandanschl&auml;ge und Bedrohungen oftmals von vornherein genau diese Motivation ausgeschlossen wird. So wird die Gefahr, die f&uuml;r Leib und Leben von Menschen herrscht, verharmlost. Und wenn die Polizei nicht ad&auml;quat vorgeht, tut es die Justiz dann in der Folge oft auch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-12\/fluechtlinge-petra-pau\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mal Nato-Hure, mal Putin-Pudel<\/strong><br>\nDrei Heilige aus dem Morgenland zerpfl&uuml;cken das Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen. Das freut Millionen Menschen &ndash; wenn sie &ldquo;Die Anstalt&rdquo; sehen. Dietrich Krau&szlig;, einer der Macher, erz&auml;hlt, wie eine Satiresendung zur Volkshochschule werden konnte. Und f&uuml;r ihn ein Teil der Gegen&ouml;ffentlichkeit ist. [&hellip;]<br>\nUthoff sagt, &ldquo;Die Anstalt&rdquo; sei die Rache des Mainstream an sich selbst.<br>\nWo Max recht hat, hat er recht. Zumindest machen wir Kabarett im reichweitenst&auml;rksten Medium. Nun arbeiten wir nicht in dem Sinne investigativ, dass wir vor Ort recherchieren. Aber wir sammeln Informationen, in den in- und ausl&auml;ndischen Medien, von wissenschaftlichen Quellen, sortieren sie, heben das heraus, was andere liegen lassen und spitzen satirisch zu. So gesehen sind wir der kleine schmutzige Bruder des Journalismus. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Die Anstalt&rdquo; im Zweiten Deutschen Fernsehen ist Gegen&ouml;ffentlichkeit?<br>\nIch wei&szlig;, das klingt absurd. Aber es zeigt auch, was in den etablierten Medien alles an Vielfalt m&ouml;glich ist. Das ZDF, von kritischen Kreisen gern als Mainstreammedium gescholten, l&auml;sst uns bei der satirischen Arbeit v&ouml;llig freie Hand. Das ist auch eine gro&szlig;e Verantwortung. Ein Redakteur in Mainz federt alle Beschwerden heldenhaft ab. Wir kriegen davon eigentlich nichts mit. Die Welt ist also viel bunter, als Medienpessimisten vermuten. Vor allem, wenn man dazu ermuntert wird, Haltung zu beziehen, auch bei kontroversen Themen. [&hellip;]<br>\nPolitisches Kabarett als VHS &ndash; das klingt ziemlich altmodisch.<br>\nUnd viele Jugendliche stehen genau da drauf. Ich k&ouml;nnte auch sagen, wir machen die Sendung mit der Maus f&uuml;r Klein und Gro&szlig;. Bei uns versteht man, wie das mit der Rente funktioniert, wer hier mit wem um welchen Kuchen k&auml;mpft. Gibt&rsquo;s alles auf Schautafeln. Das sehen Sie so in keiner Talkshow, nicht in den &ldquo;Tagesthemen&rdquo;, nicht in Magazinen, weil dort meist eine aktuelle Anbindung gefordert wird. Irgendwie fehlte f&uuml;r so grundlegende Analysen zumindest im Fernsehen bisher das richtige Format, die Chance haben wir wahrgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/medien\/247\/mal-nato-hure-mal-putin-pudel-3331.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>In der Gesamtausgabe von Kontext lesen Sie diese Woche unter anderem:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Schweineteuer:<\/strong> Der Tiefbahnhof Stuttgart 21 wird knapp zehn Milliarden Euro kosten, &uuml;ber drei Milliarden mehr als bislang offiziell einger&auml;umt, prognostiziert der M&uuml;nchner Verkehrsplaner Martin Vieregg. Kostentreiber sind die filigranen Kelchst&uuml;tzen der Bahnhofshalle.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Auch ein Abbau ist ein Umbau:<\/strong> Rechtzeitig zu Weihnachten verk&uuml;ndete R&uuml;diger Grube die frohe Botschaft: den &ldquo;gr&ouml;&szlig;ten Konzernumbau in der Geschichte der Deutschen Bahn&rdquo;. Das klingt vielversprechend, ist aber nur Marketingsprech, kommentiert unser Gastautor Christoph Engelhardt.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Mit Erdo&#287;an in Vesperweiler:<\/strong> Mit 29 Kilo Manuskripten &uuml;ber den t&uuml;rkischen Ministerpr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdo&#287;an und ein paar Klamotten im Koffer hat die Journalistin &Ccedil;i&#287;dem Akyol vor drei Wochen ihre Wohnung in Istanbul verlassen. Sie ist vor den t&auml;glichen Terrorwarnungen und ihrer Schreibblockade gefl&uuml;chtet. Ihr Ziel: der Schwarzwald. Ihre Mission: die erste deutsche Erdo&#287;an-Biografie.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Immer dieser Jakobsweg!<\/strong> Die Verfilmung zu Hape Kerkelings &ldquo;Ich bin dann mal weg&rdquo; muss man sich wirklich nicht antun. Auch nicht zu Weihnachten. In Sachen besinnlicher Stimmung gibt&lsquo;s im Kino aber Alternativen. Heidi zum Bespiel. Ganz im Ernst.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>#Villa L&uuml;genstein:<\/strong> Hunderte friedliche Demonstranten sind 2010 bei dem brutalen Polizeieinsatz im Stuttgarter Schlossgarten verletzt worden. Damals hat die CDU regiert. Nun hat sich Winfried Kretschmann stellvertretend bei Dietrich Wagner, der halb blinden Ikone des Protests gegen Stuttgart 21, entschuldigt. Eine Schaub&uuml;hne.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutsche Bank vor n&auml;chster Milliarden-Strafe<\/strong><br>\nDie Russland-Aff&auml;re der Deutschen Bank ist wohl umfangreicher als gedacht: Bis zu zehn Milliarden Dollar k&ouml;nnten Kunden gewaschen haben. F&uuml;r das Geldhaus k&ouml;nnte das sehr teuer werden.<br>\nJohn Cryan hat recht behalten. Nur, ob dem Chef der Deutschen Bank das in diesem Fall gef&auml;llt? Die Probleme mit fragw&uuml;rdigen Gesch&auml;ften ihres Ablegers in Russland werden f&uuml;r die Deutsche Bank jedenfalls noch gr&ouml;&szlig;er. Kunden haben dort offenbar Schwarzgeld im Volumen von insgesamt zehn Milliarden Dollar gewaschen und damit vier Milliarden mehr als bislang bekannt. Dies hat die Bank dem Vernehmen nach bei internen Untersuchungen aufgedeckt und dar&uuml;ber die Beh&ouml;rden informiert. Heikel f&uuml;r das Institut sind vor allem die Untersuchungen des US-Finanzministeriums und der Finanzbeh&ouml;rde von New York. Da es um Dollar geht, befassen sie sich bereits seit Sommer mit den dubiosen Gesch&auml;ften, in die angeblich auch Vertraute des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin verwickelt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/geldwaesche-vorwuerfe-in-russland-deutsche-bank-vor-naechster-milliarden-strafe\/12758352.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gener&auml;le gegen Obama?<\/strong><br>\nH&ouml;chstrangige US-Gener&auml;le hielten bis vor kurzem an einem B&uuml;ndnis mit Syriens Pr&auml;sidenten Baschar Al-Assad und mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin fest. Sie versorgten Damaskus indirekt mit Geheimdienstinformationen. Das schreibt der US-Publizist Seymour Hersh in einem langen Text, den die Zeitschrift London Review of Books am Montag vorab aus der Januarausgabe auf ihrer Internetseite ver&ouml;ffentlichte. Hersh wurde 1968 international bekannt durch seine Berichte &uuml;ber das Massaker US-amerikanischer Soldaten im vietnamesischen Dorf My Lai (Son My) und 2004, als er Beweise f&uuml;r die Folterpraktiken im irakischen Gef&auml;ngnis Abu Ghraib lieferte. [&hellip;]<br>\nDer Widerstand gegen den Kurs Oba&shy;mas gegen&uuml;ber Syrien und Russland gehe zur&uuml;ck auf den Sommer 2013, als eine streng geheime DIA- und JCS-Lageeinsch&auml;tzung vorhersagte, der Sturz Assads werde zu &shy;Chaos und zur Macht&uuml;bernahme durch Terroristen f&uuml;hren. Die T&uuml;rkei wurde darin als Haupthindernis f&uuml;r Obamas Syrien-Politik ausgemacht. Sie habe aus CIA-Waffenlieferungen f&uuml;r &raquo;moderate&laquo; Aufst&auml;ndische ein Programm auch f&uuml;r die Al-Nusra-Front und den IS gemacht. Flynn erkl&auml;rte Hersh gegen&uuml;ber: &raquo;H&auml;tte die amerikanische &Ouml;ffentlichkeit die Informationen gehabt, die wir auf dem sensibelsten Niveau produzierten, w&auml;ren die Leute die W&auml;nde hoch gegangen.&laquo; Die Obama-Administration habe &raquo;die Wahrheit nicht h&ouml;ren wollen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/12-23\/001.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Libyen: Eine erzwungene &Uuml;bereinkunft<\/strong><br>\n&ldquo;Es ist ein historischer Tag f&uuml;r Libyen&rdquo;, sagte der UNO-Sondergesandte Martin Kobler w&auml;hrend der Zeremonie, bei der Diplomaten und die arabischen Au&szlig;enminister das Friedensabkommen unterzeichneten.<br>\nSeit dem Sturz von Muammar Gaddafi 2011 war Libyen ins Chaos gest&uuml;rzt. Milizen bekriegten sich, w&auml;hrend zwei Regierungen die Macht f&uuml;r sich beanspruchten: eine international anerkannte Regierung in Tobruk und ein von Islamisten dominiertes Abgeordnetenhaus in Tripolis. Gleichzeitig bef&uuml;rchtete die internationale Gemeinschaft, die Terrorgruppe &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; k&ouml;nnte im Land an Terrain gewinnen. Daher und auch weil die Durchl&auml;ssigkeit der Grenzen dazu f&uuml;hrte, dass tausende Migranten nach Europa &uuml;bersetzen, bem&uuml;hte sie sich um eine politische Einigung.<br>\nDiese wurde nun erzielt. W&auml;hrend zwei Jahren soll nun eine Regierung der nationalen Einheit das Land f&uuml;hren. Danach sollen Parlamentswahlen abgehalten werden. Nichtsdestotrotz bef&uuml;rchten Kritiker, dieses Abkommen werde nicht wirklich etwas ver&auml;ndern. V&eacute;ronique Barondeau sprach mit Nahost-Experte Michael L&uuml;ders. (&hellip;)<br>\nWarum hat die internationale Gemeinschaft dann einen derartigen Druck ausge&uuml;bt?<br>\nMichael L&uuml;ders: Die Europ&auml;er wollen die Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me von Libyen in Richtung Italien unterbrechen. Aber daf&uuml;r braucht die Union einen klaren Vertragspartner auf libyscher Seite.<br>\nDas Chaos in dem Land ist ganz klar das Ergebnis der westlichen Intervention, die Gaddafi 2011 gest&uuml;rzt hat. Seitdem wird das Land zu einem zweiten Somalia. Wenn das Kind einmal in den Brunnen gefallen ist, ist es sehr schwierig, es da wieder heraus zu holen. Das ist die Lage in Libyen heute: Sie ist &auml;hnlich wie in Syrien oder wie im Irak, ein &lsquo;Failed State&rsquo;. Und da gibt es leider kein Patentrezept, wie man da wieder Ruhe und Ordnung reinbringt. Libyen hat eigentlich genug Geld, sogar so viel, dass jeder Libyer leben k&ouml;nnte wie ein Schweizer&hellip; Aber die verschiedenen St&auml;mme bek&auml;mpfen sich gegenseitig. Jeder will den anderen beherrschen, und mit dieser Mentalit&auml;t ist es sehr schwierig, ein Friedensplan durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/info.arte.tv\/de\/libyen-eine-erzwungene-ubereinkunft\">ARTE<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Atombomben auf Ost-Berlin<\/strong><br>\nEin Jahrzehnt nach den Atombombenabw&uuml;rfen auf Japan arbeitete das von Air Force General CurtisLeMay aufgebaute Strategic Air Command an einem umfassenden Vernichtungsschlag gegen die Sowjets. LeMay, der die Atombombenabw&uuml;rfe auf Japan kommandierte, hatte seit Ende der 1940er Jahre daf&uuml;r pl&auml;diert, Russland in einen Parkplatz zu verwandeln. Eine nunmehr von der George Washington Universit&auml;t ver&ouml;ffentlichte Air Force-Studie von 1956 f&uuml;r die f&uuml;r 1959 projektierte Erstschlagskapazit&auml;t erweist sich selbst nach milit&auml;rischen Ma&szlig;st&auml;ben als zynisch.<br>\nDas Ausma&szlig; der eingesetzten Mittel &uuml;berstieg selbst die scheinbaren &Uuml;bertreibungen in Stanley Kubricks &ldquo;Dr. Strangelove&rdquo; bei weitem. So waren allein f&uuml;r Moskau 179, f&uuml;r Leningrad 145 Atombomben mit Kenngr&ouml;&szlig;en zwischen 1,7 und 9 Megatonnen TNT vorgesehen (zum Vergleich: Die Bomben von Hiroshima und Nagasaki hatten eine Sprengkraft von 0,013 und 0,02 Megatonnen TNT). Die Explosionen sollten in geringer H&ouml;he erfolgen, um maximale Zerst&ouml;rung und Verteilung des radioaktiven Materials zu erzielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Atombomben-auf-Ost-Berlin-3055232.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Legalize it!<\/strong><br>\nNun ist sie wieder da, die sch&ouml;ne Zeit des Gl&uuml;hweins und des Champagners. Zeit, sich ein paar Gedanken zu machen &ndash; &uuml;ber das Verbot von berauschenden Substanzen! [&hellip;]<br>\nUnd &uuml;berhaupt: Was ist mit dem &ldquo;Rausch der Sinne&rdquo;, dem &ldquo;Rausch der Geschwindigkeit&rdquo;, dem &ldquo;Rausch der Gewalt&rdquo;, dem &ldquo;Rausch der Musik&rdquo;, in den sich die sogenannten &ldquo;Musikfreunde&rdquo; t&auml;glich drehen? Was ist mit all dem Espresso und den R&auml;ucherst&auml;bchen und den j&auml;hrlich zwei Milliarden Euro Umsatz f&uuml;r Psychopharmaka in Deutschland?<br>\nWenn man das Gesamte anschaut: Wie kann man da auf den abwegigen Gedanken kommen, ausgerechnet Cannabis, das am wenigsten k&ouml;rperlich sch&auml;digende, am wenigsten suchterzeugende, seit Jahrtausenden erprobte Rauschmittel, m&uuml;sse mit drastischen Strafdrohungen verfolgt werden, w&auml;hrend zugleich an jeder Ecke der Obstbrand des Jahres und der Gourmet-Wein des Jahrzehnts gepriesen werden und die Sommeliers die Vornamen der Reben auswendig lernen m&uuml;ssen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2015-12\/drogenpolitik-alkohol-drogen-sucht-abhaengigkeit-verbot\/komplettansicht\">Thomas Fischer auf Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutsche Fernbusse dr&auml;ngen in Kleinst&auml;dte und nach Europa<\/strong><br>\nDrei Jahre nach der Marktfreigabe ist der Fernbus f&uuml;r Viele eine Alternative. In Deutschland sto&szlig;en die Anbieter auf den Hauptstrecken aber an Grenzen. &ldquo;Wir haben in den vergangenen beiden Jahren die Fahrgastzahl zwei Mal verdoppelt, bis auf 16 Millionen 2014. In diesem Jahr wird die Zahl um die 20 Millionen liegen&rdquo;, sagt Christiane Leonard, die Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer. Das hei&szlig;t: Der Markt ist im dritten Jahr nach der Liberalisierung 2013 deutlich langsamer gewachsen. [&hellip;]<br>\nNicht &uuml;berall sind die Stra&szlig;enriesen willkommen. K&ouml;ln etwa hat Fernbusse aus der Innenstadt an den Flughafen verbannt. MeinFernbus Flixbus f&auml;hrt deshalb lieber gleich in die Nachbarstadt Leverkusen. &Auml;hnliche Diskussionen gibt es in Ulm und Stuttgart. Die Branche hofft, dass daraus kein Fl&auml;chenbrand wird. Berlin Linien Bus, der Fernbus-Ableger der Deutschen Bahn, will sein Linienangebot bis Ende 2016 vervierfachen. Die Bahn ist auch mit der Marke IC Bus unterwegs und betreibt unterm Strich etwa jeden zehnten Fernbus-Kilometer in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000028001580\/Deutsche-Fernbusse-draengen-in-Kleinstaedte-und-nach-Europa\">der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Die Deutsche Bahn will mehr Bus fahren. Das hei&szlig;t doch zu Ende gedacht: Schienen weiter abbauen und die Stra&szlig;en breiter machen. Warum erhebt der Anteilseigner Bund angesichts dieses Irrsinns eigentlich keinen Einspruch? Ach geht ja nicht. Der Bund hatte den Fernbusmarkt Anfang 2013 per Gesetz ge&ouml;ffnet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wahlpartys und Rom-Reisen<\/strong><br>\nLandtagsfraktionen haben viel Geld &ndash; und wenig &ouml;ffentlichen Kontrolle. Wir haben deswegen bei allen Landesrechnungsh&ouml;fen in Deutschland nachgefragt, wie die Fraktionen mit den anvertrauten Millionen umgehen. Das erste Ergebnis: Fraktionen missbrauchen immer wieder fast folgenlos &ouml;ffentliche Gelder f&uuml;r Reisen, Geschenke und Wahlk&auml;mpfe. Viel problematischer ist aber das zweite Ergebnis unserer Recherche: etliche Landesrechnungsh&ouml;fe verheimlichen lieber Pr&uuml;fergebnisse, als heimischen Parteigranden auf die Schuhe zu treten. Dabei m&uuml;ssten die Pr&uuml;fer laut Gesetz der &Ouml;ffentlichkeit Auskunft &uuml;ber ihre Arbeit erteilen. Aber gerade in Baden-W&uuml;rttemberg, Bayern, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern ignorieren die Beamten diese Pflicht. Der Landesrechnungshof im Saarland kontrolliert die Fraktionen sogar nur alle zehn Jahre &ndash; so selten wie kein anderer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/recherchen\/stories\/2015\/12\/21\/wahlpartys-adventskalender-und-rom-reisen\/\">correctiv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rechtsrutsch<\/strong><br>\nWill Frauke Petry das endg&uuml;ltige Abdriften der AfD in den Rechtsradikalismus verhindern? K&ouml;nnte sie es &uuml;berhaupt? Bisher haben in der Partei immer die Radikalen gewonnen.  Seit ihrer Gr&uuml;ndung ringt die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) um die Frage, wie weit sie sich in rechtsradikale Kreise vorwagen soll. Was in der Partei sagbar sein soll und was nicht. Mit dem Austritt Bernd Luckes und seiner Alfa-Getreuen hat die AfD sich bereits nach rechts verschoben, nun geht es in der Auseinandersetzung zwischen dem Lager um Parteichefin Frauke Petry und den Anh&auml;ngern des Th&uuml;ringer Fraktionschefs Bj&ouml;rn H&ouml;cke darum, ob die Partei den n&auml;chsten Schritt macht. Wie viel Ma&szlig;regelung braucht H&ouml;cke, der zuletzt &uuml;ber das Reproduktionsverhalten der Afrikaner als &ldquo;Ausbreitungstyp&rdquo; schwadronierte, und wie viel H&ouml;cke braucht andersherum die AfD?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-12\/afd-frauke-petry-rechtsradikalismus-bjoern-hoecke\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Urban Priol: Tilt! &ndash; Tsch&uuml;ssikowski 2015<\/strong><br>\nKein Jahr darf vergehen, ohne von Urban Priol aufs Korn genommen zu werden. In seinem Jahresr&uuml;ckblick bietet er auch 2015 wieder satirisches und pointiertes Polit-Entertainment der Spitzenklasse. Urban Priol macht vor keinem gesellschaftspolitischen Thema halt. Da bleibt nichts ausgespart, was Medien und Menschen 2015 bewegte. Das Jahr in 60 Minuten. Rasant, satirisch bissig, aktuell und erstklassig unterhaltend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/3c6207e5-5373-4524-870d-7e7c80b6e84f\/57267635-965c-4dd0-92b8-7cadae75de99\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Am 30. Dezember gibt es im Rahmen des <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/kleinkunst\/184713\/index.html\">Kabarett-Tages auf 3sat<\/a> sogar 90 Minuten Tsch&uuml;ssikowski mit Urban Priol zu sehen. Zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-29717","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29717","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29717"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29717\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29722,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29717\/revisions\/29722"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29717"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=29717"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=29717"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}