{"id":2973,"date":"2008-02-13T09:06:35","date_gmt":"2008-02-13T08:06:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2973"},"modified":"2018-09-07T12:47:58","modified_gmt":"2018-09-07T10:47:58","slug":"bild-wozu-arbeiten-hartz-iv-reicht-doch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2973","title":{"rendered":"BILD: Wozu Arbeiten? Hartz IV reicht doch!"},"content":{"rendered":"<p>Die BILD-Hetze gegen Arbeitslose und die Kampagne f&uuml;r eine Senkung der Hartz IV-Regels&auml;tze gehen weiter. &bdquo;Deutschland diskutiert &uuml;ber Hartz IV&ldquo; br&uuml;stet sich BILD seiner Selbstinszenierung. Dabei zieht das Boulevardblatt nur einige abgestandene <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/jobs\/arbeitsmarkt\/arbeitslosigkeit\/hartz-iv_aid_237342.html\">&bdquo;Studien&ldquo;<\/a> noch einmal hoch, &uuml;ber die selbst ihre Urheber sagen, sie seien <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/wp-content\/BdSt.pdf\">&bdquo;in der abgedruckten Form fehlerhaft&ldquo; [PDF &ndash; 44 KB]<\/a>. In der bei BILD &uuml;blichen Personalisierung von Botschaften werden einige passende Arbeitslose pr&auml;sentiert, die sich als Hartz IV-Empf&auml;nger &uuml;ber diejenigen lustig machen, die einer Arbeit nachgehen: &bdquo;Wer arbeiten geht, ist doch richtig sch&ouml;n bl&ouml;d&ldquo;. Und nat&uuml;rlich l&auml;sst die BILD-Zeitung wieder einmal ihre &bdquo;Hausexperten&ldquo; Sinn, Straubhaar, R&uuml;rup und das arbeitgebernahe &bdquo;Institut der deutschen Wirtschaft&ldquo; zu Wort kommen, die &uuml;bereinstimmend verlangen, <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/wirtschaft\/2008\/02\/12\/hartz-iv\/arbeiten-keine-lust,geo=3741330.html\">die Arbeitslosen mehr zu fordern und die Sozialabgaben zu senken<\/a>. BILD sch&uuml;rt Ressentiments gegen Arbeitslose und stigmatisiert sie als Sozialschmarotzer. Wolfgang Lieb<br>\n<!--more--><br>\nDer Bielefelder Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer hat j&uuml;ngst wieder einmal einen Zwischenbericht seiner Langzeitstudie &uuml;ber &bdquo;gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit&ldquo; vorgestellt. Dar&uuml;ber schreibt der <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages-Hartz-IV-Arbeitslosigkeit-Rechtsextremismus;art693,2438910\">Berliner Tagesspiegel<\/a>:<\/p><p><em>&bdquo;Heitmeyer beunruhigt der Befund, dass das &bdquo;&ouml;konomistische Denken&ldquo; offenbar den Zusammenhalt der Gesellschaft gef&auml;hrde. Langzeitarbeitslose w&uuml;rden zum Beispiel in breiten Teilen der &Ouml;ffentlichkeit stigmatisiert, ihnen werde ein Image zugeschrieben, nach dem ihre mangelnde Arbeitsmoral der entscheidende Grund f&uuml;r ihre Arbeitslosigkeit ist. F&uuml;r den Satz: &bdquo;Ich finde es emp&ouml;rend, wenn sich Langzeitarbeitslose auf Kosten der Gesellschaft ein bequemes Leben machen&ldquo; erhielten die Bielefelder Forscher eine Zustimmungsquote von &uuml;ber 60 Prozent. Der Aussage &bdquo;Wenn man Langzeitarbeitslose zu &ouml;ffentlichen Arbeiten heranzieht, stellt sich bald heraus, wer arbeiten will und wer nicht&ldquo; stimmt 88,5 Prozent der Befragten &bdquo;ganz&ldquo; oder &bdquo;eher&ldquo; zu. (Siehe dazu die im Tagesspiegel abgebildete Grafik) Bei sinkender Soziallage, hei&szlig;t es in der Studie, n&auml;hmen die Ressentiments gegen&uuml;ber Langzeitarbeitslosen kontinuierlich zu. Das Bed&uuml;rfnis wachse, &bdquo;sich von Personen am unteren Rand der Sozialhierarchie abzugrenzen, indem man diesen eine negativere Arbeitshaltung zuschreibt als sich selbst&ldquo;. Wilhelm Heitmeyers erste Analyse: &bdquo;Wir m&uuml;ssen uns davon verabschieden, dass ausschlie&szlig;lich politische Ideologien wie die des Rechtsextremismus die abwertenden oder feindseligen Mentalit&auml;ten erzeugen.&ldquo; Es reiche eine &ouml;konomisch erzeugte &bdquo;Ungleichheit&ldquo;, die in eine &bdquo;Ideologie der Ungleichwertigkeit&ldquo; umgewandelt werde.&ldquo;<\/em><\/p><p>Daf&uuml;r, dass die &bdquo;Arbeitslosenfeindlichkeit&ldquo; inzwischen die &bdquo;Fremdenfeindlichkeit&ldquo; als Symptom &bdquo;gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit&ldquo; offenbar abl&ouml;ste, ist BILD sicher nicht alleine verantwortlich zu machen. Der gruppendiskriminierende Charakter ist schon im Grundmotiv der Hartz-Gesetze mit den Schlagworten &bdquo;f&ouml;rdern und fordern&ldquo; angelegt. Hei&szlig;t diese Parole im Klartext doch, dass es nicht an der Wirtschaftspolitik und der dadurch herbeigef&uuml;hrten Lage auf dem Arbeitsmarkt liegt, wenn Entlassene keine Arbeit finden, sondern dass man nur ausreichend Druck auf Arbeitslose aus&uuml;ben m&uuml;sse, damit sie jenseits der &bdquo;Zumutbarkeit&ldquo; jede Arbeit zu jedem Preis anzunehmen bereit sind. Die Schuldverlagerung f&uuml;r das Schicksal der Arbeitslosigkeit auf die Betroffenen wurde ja sogar regierungsamtlich betrieben, etwa wenn in einer offiziellen <a href=\"http:\/\/www.harald-thome.de\/media\/files\/Gesetzestexte%20SGB%20II%20+%20VO\/Gesetzestexte%20SGB%20XII%20+%20VO\/Seminare\/Clement\/Sozialmissbrauch_Bericht_BMWA.pdf\">Brosch&uuml;re des ehemaligen Wirtschaftsministers Clement [PDF &ndash; 184 KB]<\/a> von &bdquo;Abzocke&ldquo; oder &bdquo;Selbstbedienung im Sozialstaat&ldquo;, ja &ndash; in geradezu faschistoidem Vokabular &ndash; von &bdquo;Parasiten&ldquo; oder &bdquo;Sozialschmarotzern&ldquo; gesprochen wurde. <\/p><p>BILD hat in dieser Abwertungs- und Beleidigungspropaganda sozusagen nur die Rolle des &bdquo;St&uuml;rmers&ldquo;. BILD spaltet seit Jahren systematisch die Gesellschaft und sch&uuml;rt latent vorhandene Aggressionen gegen Minderheiten und Randgruppen &ndash; weniger wissenschaftlich gesprochen nennt man das schlicht Volksverhetzung. So hat das Blatt j&uuml;ngst den Resonanzboden f&uuml;r die ausl&auml;nderfeindliche Wahlkampagne zur Jugendkriminalit&auml;t von Roland Koch abgegeben, und so sch&uuml;rt BILD jetzt zum wiederholten Male den Zorn von Arbeitsplatzbesitzern gegen Hartz-IV-Empf&auml;nger, indem deren Einkommen aus Sozialleistungen mit Rechentricks auf das Niveau eines voll arbeitenden Niedrigl&ouml;hners hochgerechnet wird.<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/standards\/kommentar\/2008\/02\/12\/kommentar,geo=3739680.html\">&bdquo;Wer arbeitet ist ein Idiot&ldquo;<\/a> wiegelt BILD-Kommentator Nicolaus Fest die Arbeitenden auf. Vor allem mit Kindergeld sei Hartz IV h&auml;ufig mehr, als viele Arbeitnehmer mit gleicher Kinderzahl nach Hause tr&uuml;gen. Ja, die Kinderzulage ist bei einem Regelsatz von 624 Euro f&uuml;r die Eltern mit 204 Euro h&ouml;her als das Kindergeld, eben weil die F&ouml;rderung auf das Bedarfsminimum f&uuml;r das einzelne Kind ausgerichtet ist. Angesichts der Tatsache, dass inzwischen 1,929 Millionen Kinder (das sind 17 Prozent aller Kinder) in Familien leben, die Hartz-IV-Leistungen erhalten, und die Kinderarmut immer weiter <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article1109778\/Kinderarmut_in_Deutschland_auf_Hoechststand.html\">steigt<\/a> ist es jedoch besonders zynisch, wenn BILD die Kinderzulage bei Regelsatzbeziehern attackiert.<\/p><p>Vielleicht um von den laufenden Tarifauseinandersetzungen um h&ouml;here L&ouml;hne abzulenken und um den zunehmenden, gesellschaftlichen Druck, Mindestl&ouml;hne einzuf&uuml;hren, in eine andere Richtung umzulenken, wird das Gef&uuml;hl, dass die um sich greifenden Niedrigl&ouml;hne ungerecht sind, in eine Gerechtigkeitsl&uuml;cke zwischen Billigjobbern und Sozialhilfebeziehern verkehrt &ndash; pervertiert w&auml;re wahrscheinlich das richtige Wort.<\/p><p>Es ist gerade so als habe Springer seine Hofhunde bei BILD und <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article1660962\/Hartz_IV_bringt_oft_mehr_als_ein_Vollzeitjob.html\">Welt<\/a> losgelassen, um kalte Rache f&uuml;r die Durchsetzung eines Mindestlohns bei den Briefzustellern zu &uuml;ben. Dadurch hat der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias D&ouml;pfner, eine 620 Millionen Investition in die PIN Group in den Teich gesetzt, weil dieser Briefzusteller f&uuml;r seine weit &uuml;berwiegend Niedriglohnbesch&auml;ftigten nicht mehr mit den staatlichen Lohnsubventionen in Form von Hartz-IV-Aufstockleistungen kalkulieren konnte. Bei PIN erhoffte sich Springer also gerade mit Hartz-IV-Leistungen Wettbewerbsvorteile und Gewinne, nach der Niederlage gegen Gewerkschaften und Politik durch die Einf&uuml;hrung eines tariflichen Mindestlohns wird jetzt der Kampf gegen die H&ouml;he der Hartz-IV-Leistungen neu aufgenommen.<\/p><p>F&uuml;r BILD ist nicht der rapide Anstieg des Niedriglohnsektors auf inzwischen <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=245084\">6,5 Millionen oder 22 Prozent aller Besch&auml;ftigten<\/a> und das dramatische Auseinanderdriften der Lohn- und Einkommensverteilung der Skandal. Davon lenkt dieses Blatt bewusst ab und inszeniert als Nebenkriegsschauplatz einen &ldquo;Verteilungskampf im Armenhaus&ldquo;.<\/p><p>Statt die gezielte Ausweitung <a href=\"?p=2912\">des Niedriglohnsektors durch die Aufl&ouml;sung des Tarifsystems<\/a> und die F&ouml;rderung von Niedrigl&ouml;hnen durch die &bdquo;Reformpolitik&ldquo; der Bundesregierung ins Visier der Kritik zu nehmen, l&auml;sst BILD mal wieder seine allzeit bereitstehenden Boulevard-Professoren antanzen, die seit Jahren f&uuml;r die Absenkung der L&ouml;hne auf &bdquo;marktr&auml;umende Preise&ldquo; k&auml;mpfen und die in staatlichen Leistungen f&uuml;r eine minimale Existenzsicherung eine Barriere gegen weiteres Lohndumping sehen.<\/p><p>Dass gerade der Rat dieser Experten zur heutigen Situation gef&uuml;hrt hat, bleibt nat&uuml;rlich unerw&auml;hnt. F&uuml;r Sinn sind pl&ouml;tzlich die Hinzuverdienstm&ouml;glichkeiten &bdquo;der Hauptgrund (!) f&uuml;r die Arbeitslosigkeit&ldquo;. Straubhaar sieht Hartz IV als Bremse bei der Jobsuche, will sagen, wenn man die Sozialhilfe k&uuml;rzt, dann w&uuml;rde die Bremse gelockert. Der &bdquo;Wirtschaftsweise&ldquo; R&uuml;rup fordert mal wieder &bdquo;mehr Druck von den Arbeitsagenturen&ldquo;, gerade so als h&auml;tte der Druck nicht schon erheblich <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1283492\">zugenommen<\/a>. Bis hin zur Zwangsverpflichtung von Erwerbslosen zur Teilnahme an <a href=\"http:\/\/dip.bundestag.de\/btd\/16\/076\/1607650.pdf\">Rekrutierungsveranstaltungen der Bundeswehr [PDF &ndash; 44 KB]<\/a>.<\/p><p>Es ist eben die seit Jahren immer gleiche Methode, mit der diese &bdquo;Experten&ldquo; als Wunderheiler auftreten: Wegen ihrer bisher auf ganzer Linie gescheiterten Rezeptur m&uuml;ssen sie st&auml;ndig wie Drogens&uuml;chtige nach einer Erh&ouml;hung der Dosis rufen &ndash; und BILD bietet sich ihnen als Fixerstube an.<\/p><p>&Uuml;ber die H&auml;lfte der BILD-Leserschaft geh&ouml;rt zur <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/1580\/wer-liest-bild-und-bild-am-sonntag\">Arbeiterschicht<\/a>, und leider scheinen diese Leser die Hetze, die dieses Blatt gegen sie selbst betreibt, nicht zu durchschauen. Man m&ouml;chte ihnen gerne den Satz Erich K&auml;stners zurufen:<\/p><blockquote><p>Was auch immer geschieht: Nie d&uuml;rft Ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man Euch zieht, auch noch zu trinken!<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die BILD-Hetze gegen Arbeitslose und die Kampagne f&uuml;r eine Senkung der Hartz IV-Regels&auml;tze gehen weiter. &bdquo;Deutschland diskutiert &uuml;ber Hartz IV&ldquo; br&uuml;stet sich BILD seiner Selbstinszenierung. 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