{"id":2983,"date":"2008-02-15T10:00:04","date_gmt":"2008-02-15T09:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2983"},"modified":"2008-02-15T10:00:05","modified_gmt":"2008-02-15T09:00:05","slug":"hinweise-des-tages-586","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2983","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2983&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Zum Fall Zumwinkel:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Der Gau f&uuml;r die deutsche Wirtschaftselite<\/strong><br>\nKlaus Zumwinkel hat als Chef der Deutschen Post, Aufsichtsratschef der Telekom und einer der wichtigsten Berater der Bundesregierung alles erreicht. Der Vorwurf der Steuerhinterziehung ist damit schlimmer als alle Skandale, die die deutsche Wirtschaft j&uuml;ngst ersch&uuml;tterten.<br>\nAls Chef der Deutschen Post und Aufsichtsratschef der Telekom geh&ouml;rt er zu den am besten bezahlten angestellten Managern Deutschlands. Zudem startete er seine beeindruckende Karriere bereits als wohlhabender Mann &ndash; dank des Verkaufs der elterlichen Einzelhandelsfirma an den Rewe-Konzern. Zumwinkel ist also ein lupenreiner Profiteur des bundesrepublikanischen Systems, ein G&uuml;nstling. Deswegen kann der Betrug nicht besch&auml;mender sein &ndash; wenn denn die Vorw&uuml;rfe stimmen. Viel h&auml;rter h&auml;tte das Misstrauensvotum Zumwinkels gegen das System nicht sein k&ouml;nnen als durch eine Steuerhinterziehung. Er hat das System hintergangen, das ihn gro&szlig; gemacht hat. Ein fatales Signal!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar%20Der%20Gau%20Wirtschaftselite\/317290.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &bdquo;Er hat alle Orden, Auszeichnungen und Ehrerbietungen bekommen, die eine Gesellschaft einem Wirtschaftsf&uuml;hrer geben kann&ldquo;, schreibt die FTD. Das ist eben der Unterschied: Hartz-IV-Regelsatzempf&auml;nger gelten als Parasit, Raffkes wie Zumwinkel werden als Ehrenm&auml;nner ausgezeichnet. Er wird sicher Anw&auml;lte finden, die sein Verhalten als v&ouml;llig legal darstellen k&ouml;nnen.<br>\nDie Absahnermentalit&auml;t zeigte sich erst unl&auml;ngst: Zumwinkel hatte den nach der Entscheidung f&uuml;r einen Post-Mindestlohn gestiegenen Aktienkurs daf&uuml;r genutzt, eigene Aktienoptionen einzul&ouml;sen und so auf einen Schlag 4,7 Millionen Euro verdient.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Angriff aufs System<\/strong><br>\nKlaus Zumwinkel hat den deutschen Staat um eine Million Euro betrogen. So l&auml;sst sich der Verdacht zusammenfassen, den die Bochumer Staatsanwaltschaft gegen den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post erhebt. Wenn es stimmt, was berichtet wird, dann hat Zumwinkel zehn Millionen Euro am Fiskus vorbei nach Liechtenstein geschleust und dort in einer Stiftung angelegt, die das Verm&ouml;gen mehren sollte. Die Kapitalertr&auml;ge daraus wurden jedoch offenbar nicht versteuert. Das ist nicht erlaubt.<br>\nHierin liegt deshalb das eigentliche Vergehen: Dass sich einer, der nicht nur vom System profitiert, sondern ihm an leitender Stelle angeh&ouml;rt, hinterr&uuml;cks dagegen gewandt haben soll. Es w&auml;re eine Misstrauenserkl&auml;rung, die an den Grundlagen unseres Zusammenlebens r&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/08\/zumwinkel-post-steuer-kommentar\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Die Gier-Wirtschaft<\/strong><br>\nSkandale in deutschen Konzernen zuhauf und nun auch Postchef Zumwinkel unter Verdacht. Die Reste vorhandenen Vertrauens in die Wirtschaft werden im Eiltempo zerst&ouml;rt &ndash; von ihren Eliten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?sid=f48214cb47e17890e8a49c90b8023bc8&amp;em_cnt=1288475\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>1.000 nicht ganz legale Steuertricks<\/strong><br>\nRund 300 Milliarden Euro haben deutsche Anleger am Fiskus vorbei im Ausland angelegt. Dabei wurden die Steuers&auml;tze f&uuml;r Spitzenverdiener in immer weiter gesenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/1000-nicht-ganz-legale-steuertricks\/?src=TE&amp;cHash=9edf58fc5a\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>BND half Ermittlern auf die Spur<\/strong><br>\nHinter den Ermittlungen gegen Post-Chef Klaus Zumwinkel steht der Bundesnachrichtendienst (BND). Die Geheimen vermittelten einen Informanten an die Wuppertaler Steuerfahndung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/470\/158047\/\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Horn: Schuldenbremse bringt mehr Risiken als Chancen <\/strong><br>\nEine Schuldengrenze nach dem Modell des Bundesfinanzministeriums, das die Union noch versch&auml;rfen m&ouml;chte, bringt f&uuml;r die Konsolidierung der Staatsfinanzen deutlich mehr Risiken als Chancen. Darauf weist Prof. Dr. Gustav A. Horn hin. &ldquo;Diese Schuldenbremse l&ouml;st kein Problem, im Gegenteil: F&uuml;hrt man sie ein, w&auml;chst die Gefahr, dass der Staat sich selbst und die Konjunktur ausbremst&rdquo;, sagt der Wissenschaftliche Direktor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. &ldquo;Der Finanzpolitik fehlt dann der Spielraum, um in einer schwierigen Wirtschaftslage angemessen zu reagieren.&rdquo; Dadurch drohe eine zunehmende Destabilisierung der konjunkturellen Entwicklung, die durch Steuerausf&auml;lle und h&ouml;here Sozialtransfers wiederum die &ouml;ffentlichen Finanzen belastet.<br>\nDie vom Bundesfinanzministerium vorgelegten Zahlen zeigten sehr anschaulich, dass eine Schuldenbremse erhebliche Risiken f&uuml;r die wirtschaftliche Entwicklung bringt, so Horn. Danach h&auml;tte der Bund seit dem Jahr 2000 gut 100 Milliarden Euro weniger Schulden machen d&uuml;rfen, wenn es schon eine Schuldenbremse gegeben h&auml;tte. &ldquo;Das klingt gut, ist aber eine gef&auml;hrliche Illusion. Wenn die &ouml;ffentliche Hand dem Wirtschaftskreislauf derma&szlig;en viel Geld entzogen h&auml;tte, w&auml;re Deutschland in eine tiefe Rezession geschlittert &ndash; mit hohen Folgekosten&rdquo;, warnt der IMK-Direktor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-595E7C4C\/hbs\/hs.xsl\/320_90136.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Staatsschulden, das gro&szlig;e Missverst&auml;ndnis<\/strong><br>\nVier beliebte Irrt&uuml;mer &uuml;ber Staatsschulden &ndash; von Mario M&uuml;ller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1287835\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Viel L&auml;rm um (fast) nichts<\/strong><br>\nEs sind Phantomschmerzen, wenn die Wirtschaft &uuml;ber die Erbschaftsteuer klagt: Tats&auml;chlich sch&ouml;pft der Staat von gro&szlig;en Verm&ouml;gen wenig ab.  So geht die Unternehmensberatung BBE davon aus, dass junge Leute im Zeitraum 2006 bis 2015 rund 2,5 Billionen (!) Euro von ihren Familien erhalten werden. &ldquo;In Relation zum Erbschaft- und Schenkungsteueraufkommen w&uuml;rde dies bedeuten, dass durchschnittlich rund zwei Prozent des Verm&ouml;gens&uuml;bergangs vom Fiskus vereinnahmt w&uuml;rden&rdquo;, schreibt der BDI. 98 Prozent also bleiben steuerfrei. Kann, darf eine Gesellschaft, die sich ihrer Defizite bei Bildung und Chancengleichheit zunehmend bewusst wird, noch bescheidener werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1288474&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare&amp;em_ivw=fr_kommentar&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Bahn schafft Fakten<\/strong><br>\n&bdquo;Wir machen keinen Druck&ldquo;, beteuerte Bahn-Vorstandschef Hartmut Mehdorn noch am Mittwoch, als er nach dem Stand der Privatisierung gefragt wurde. &bdquo;Der Bund ist Herr des Verfahrens&ldquo;, versicherte auch sein Politik-Vorstand Otto Wiesheu &ndash; niemand habe die Absicht, am Parlament vorbei zu agieren. Doch intern arbeitet die Konzernspitze offenbar mit Tempo an den Details des B&ouml;rsengangs. Nach Tagesspiegel-Informationen schafft sie die rechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r einen schnellen Teilverkauf. Ins Handelsregister lie&szlig; sie am 1. Februar bereits eine Firma namens DB Mobility Logistics AG eintragen. Darin k&ouml;nnte sie die zu privatisierenden Sparten b&uuml;ndeln, und Investoren k&ouml;nnten Anteile dieser Gesellschaft kaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/;art271,2476986?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Public Private Partnership ist ein Trojanisches Pferd<\/strong><br>\nEine Konferenz am Wochenende in Berlin informiert &uuml;ber Privatisierungen im Bildungsbereich. Dazu ein Gespr&auml;ch mit Gerlinde Schermer, Sprecherin des &raquo;Donnerstagskreises &ndash; Linke in der Berliner SPD&laquo;, die am Sonnabend in Berlin &uuml;ber das Berliner Privatisierungsgeschehen referiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/02-15\/037.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>ALTER-EU kritisiert Transparenz-R&uuml;ckschritte der EU-Kommission <\/strong><br>\nDie europaweite Alliance for Lobbying Transparency and Ethics Regulation (ALTER-EU*) hat heute in einem Brief an Kommissionspr&auml;sident Barroso gro&szlig;e Bedenken &uuml;ber die Planung der EU-Kommission f&uuml;r das Lobby-Register ge&auml;u&szlig;ert, das dieses Fr&uuml;hjahr starten soll. In j&uuml;ngsten Treffen mit der EU-Kommission musste ALTER- EU feststellen, dass in den Entw&uuml;rfen f&uuml;r das Register zwei entscheidende Informationspunkte fehlen: 1) die Namen von einzelnen Lobbyisten und 2) aussagekr&auml;ftige Informationen &uuml;ber die Geldsummen, die f&uuml;r Lobbying ausgegeben werden.<br>\nLesen Sie auch einen Artikel des Stern-Journalisten Hans-Martin Tillack &uuml;ber die Doppelrolle des ehemaligen Staatssekret&auml;rs Georg Wilhelm Adamowitsch. Er ist zugleich EU-Koordinator f&uuml;r Offshore-Windanlagen und Lobbyist f&uuml;r die Berliner Lobbyfirma PKS Wirtschafts- und Politikberatung GmbH (mit Herrn Clement im Beirat, &uuml;brigens). Das Beispiel zeigt, warum die namentliche Nennung von Lobbyisten in dem Register sinnvoll ist: um genau solche Doppelrollen durchleuchten zu k&ouml;nnen. F&uuml;r welche Kunden arbeitet Herr Adamowitsch denn? Ist er damit als EU-Koordinator noch tragbar? Aus demokratischer Sicht wichtige Fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/02\/alter-eu-kritisiert-transparenz-ruckschritte-der-eu-kommission\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><strong>Anwalt sieht &ldquo;illegale Besch&auml;ftigung&rdquo; im Wiesbadener Kulturdezernat<\/strong><br>\nWiesbaden &ndash; Seit zwei Jahren arbeitet im Stadtarchiv ein Ein-Euro-Jobber auf einer BAT IIa-Stelle. Statt rund 2500 Euro bekommt der 62 Jahre alte Wilfried L&uuml;deritz, der 30 Stunden die Woche arbeitet, 120 Euro im Monat. Der Arbeitsrechtler Reinhard Sch&uuml;tte nennt das &ldquo;illegale Besch&auml;ftigung&rdquo;. &ldquo;Das ist ein starkes St&uuml;ck&rdquo;, sagt der Rechtsanwalt, an den sich L&uuml;deritz jetzt gewandt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/hessen\/?em_cnt=1288280\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Die mit dem schwarzen Winkel<\/strong><br>\nAktion &ldquo;Arbeitsscheu Reich&rdquo;: 1938 er&ouml;ffneten die Nationalsozialisten ihren Feldzug gegen soziale Au&szlig;enseiter, die im Laufe des Jahres zu Tausenden in Konzentrationslager verschleppt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/07\/08071101.php\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wir w&auml;hnen uns immer so weit entfernt von jenen Zeiten und propagieren bei jeder Gelegenheit die Unwiederholbarkeit der NS-Schandtaten. Aber Geschichte wiederholt sich nicht in seiner &auml;u&szlig;eren Form. Heute haben wir die Aktion &ldquo;F&ouml;rdern und Fordern&rdquo;, da schwingt dann schon mit, da&szlig; derjenige, der sich nicht fordern l&auml;&szlig;t, auch keine F&ouml;rderung verdient. Darunter fallen dann auch die, welche laut Bildzeitung in Saus und Braus von Hartz IV leben k&ouml;nnen, aber dem arbeitenden Volksk&ouml;rper auf der Tasche liegen. Ach so &ndash; keiner hat das Wort &ldquo;Volksk&ouml;rper&rdquo; oder &ldquo;arbeitsscheue Asoziale&rdquo; in den Mund genommen, und &ldquo;KZs f&uuml;r Bettler&rdquo; sind auch nicht in Planung. Aber wie beginnt heutzutage Ausgrenzung? Gewi&szlig; wird heute nicht vom &ldquo;Gemeinschaftsfremden&rdquo; gesprochen, auch nicht von &ldquo;Volksgemeinschaft&rdquo;, aber ist der Titel der uns&auml;glichen Brosch&uuml;re des damaligen Wirtschaftsministers Clement &ldquo;Vorrang f&uuml;r die Anst&auml;ndigen &ndash; Gegen Missbrauch, &bdquo;Abzocke&ldquo; und Selbstbedienung im Sozialstaat&rdquo; so weit entfernt von solcher Gesinnung?<\/em><\/p>\n<p>So werden dann aus Opfern einer verfehlten Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik arbeitsscheue Asoziale gemacht. Wobei schon rein rechnerisch bei 3,5 Mio. Arbeitlosen und 1,5 Mio. offenen Stellen (sehr optimistische Zahlen) etliche beim F&ouml;rdern und Fordern rausfallen. Diese &uuml;briggebliebenen 2 Mio. k&ouml;nnten laut Welt&ouml;konomen der Bildzeitung durch eine weitere Absenkung der Sozialhilfe und durch die Ausweitung des Niedriglohnsektors in Lohn und Brot kommen. Man mu&szlig; also nur Druck auf diese Abzocker machen. Die obsz&ouml;ne Agitation der Bildzeitung unter Mitwirkung bekannter Wissenschaftler gegen Hartz-IV-Empf&auml;nger als arbeitsscheue Schmarotzer kommt der Selektion des Menschen in seinem Wert oder Unwert f&uuml;r den &ldquo;Volksk&ouml;rper&rdquo; sehr nahe.<\/p><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke: Keine Bange vor den gro&szlig;en L&auml;ndern<\/strong><br>\nOb die Chinesen mehr exportieren als wir oder weniger, ist per se egal und macht uns auf Anhieb nicht &auml;rmer, schon weil es &ndash; anders als bei Olympischen Spielen &ndash; keine Zahl von Medaillen gibt, die man teilen m&uuml;sste. Wenn alle wachsen, ist das prima. Und f&uuml;r einen Exportmeistertitel gibt es auch keinen Jackpot. &Auml;hnliches gilt wom&ouml;glich in Sachen Wirtschaftsgr&ouml;&szlig;e insgesamt. Von den f&uuml;nf L&auml;ndern mit den weltweit h&ouml;chsten Pro-Kopf-Einkommen hat kein einziges eine Bev&ouml;lkerung von mehr als f&uuml;nf Millionen Menschen. Und die top f&uuml;nf erwirtschaften zusammen in einem Jahr so viel wie die Deutschen in einem Quartal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne%20Thomas%20Fricke%20Keine%20Bange%20L%E4ndern\/317958.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Hauke F&uuml;rstenwerth: &ldquo;Daf&uuml;r gibt es nur das Wort Gier&rdquo;<\/strong><br>\nDie knapp f&uuml;nf Milliarden Euro, die J&eacute;r&ocirc;me Kerviel verspielt hat, hat ein anderer gewonnen. Kerviel hat auf einen steigenden Dax gewettet, w&auml;hrend der Index gefallen ist. Andere haben auf Fallen gesetzt und gewonnen. Hier ist &uuml;berhaupt kein Geld vernichtet worden.<br>\nIn der Realwirtschaft muss nahezu jedes Produkt, und sei es auch nur ein Auto oder ein Fahrrad, staatlichen Mindestkritierien gen&uuml;gen, sonst darf es nicht verkauft werden. In der Finanzwelt aber ist jeder frei, eine noch so komplexe Wette anzubieten &ndash; ohne, dass jemand &ldquo;Stop&rdquo; ruft oder dieses Produkt auch nur als Wette klassifiziert.<br>\nNoch in den siebziger Jahren waren Kapitalrenditen unter zehn Prozent in der Industrie gang und g&auml;be, die wurden auch akzeptiert. Heute m&uuml;ssen es mehr als 25 Prozent sein.\n<p>Die vielen Steuerprivilegien f&uuml;r die Finanzwirtschaft und den dort get&auml;tigten Gl&uuml;cksspielen m&uuml;ssen abgebaut werden. Und obwohl die Aktienkurse seit Jahren steigen, investieren die Unternehmen immer weniger in ihr operatives Gesch&auml;ft, t&auml;tigen aber immer mehr spekulative Finanzgesch&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/artikel\/68\/157647\/\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Attac fordert effektive Gesetze statt Betroffenheitsrhetorik<\/strong><br>\nWie Glos und Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck am Mittwochabend bekannt gegeben haben, soll der Bund seine Beteiligung an der IKB auf 43 Prozent aufstocken und sich zudem mit einer Milliarde Euro an dem Rettungspaket f&uuml;r die Bank beteiligen. Zur Begr&uuml;ndung hie&szlig; es, sonst drohe ein &ldquo;erheblicher Vertrauensverlust f&uuml;r den gesamten Finanzplatz Deutschland&rdquo;. &ldquo;Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Jetzt m&uuml;ssen die Steuerzahler schon zum dritten Mal f&uuml;r die IKB bluten, weil eine Pleite einer solchen Bank viele andere Banken mit in den Untergang rei&szlig;en w&uuml;rde und so eine noch viel gr&ouml;&szlig;ere Krise ausl&ouml;sen w&uuml;rde mit noch viel h&ouml;heren Belastungen der arbeitenden Menschen&rdquo;, sagte Detlev von Larcher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/presse_ausgabe.php?id=829\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie Reiche ihr Geld im Ausland verstecken<\/strong><br>\nDas Stiftungsmodell im Ausland erfreut sich bei schwerreichen Steuerhinterziehern immer gr&ouml;&szlig;erer Beliebtheit. Denn klassische Steueroasen sind in Europa praktisch ausgetrocknet &ndash; und selbst Inselparadiese bieten nur noch begrenzt Zuflucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/317553.html?p=1\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;handel: Preise klettern wie seit 26 Jahren nicht mehr<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;handelspreise sind im Januar so stark gestiegen wie seit Juni 1982 nicht mehr: Sie lagen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 6,6 Prozent &uuml;ber dem Niveau des Januar 2006. Schon im Dezember hatten die Statistiker Zuw&auml;chse von mehr als f&uuml;nf Prozent registriert.<br>\nAusschlaggebend waren vor allem drastische Anhebungen der Gro&szlig;handelspreise bei Getreide sowie Futtermitteln, die binnen Jahresfrist um 54,6 Prozent zulegten. Auch Milch, Eier sowie Speise&ouml;le verzeichneten einen Preisanstieg um mehr als 25 Prozent, Mineral&ouml;l um fast 20 Prozent. B&uuml;romaschinen hingegen wurden 12,7 Prozent billiger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1287836\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Edzard Reuter wird 80: &bdquo;Ich verachte Schrempp und Kopper daf&uuml;r, dass sie die Kultur dieses Unternehmens auf den Hund gebracht haben. Die Gier wurde oberstes Gebot.&ldquo; <\/strong><br>\nUnd: &bdquo;Ich w&uuml;nsche bei Gott, dass Herr Zetsche und der Vorstand das wieder gutmachen.&ldquo; Nein, da gibt es keine Vers&ouml;hnung, keine Milde. Auch nicht zum achtzigsten, also in einem Alter, in dem man mit jener Gelassenheit zur&uuml;ckblicken k&ouml;nnte, die Edzard Reuter sonst zu eigen ist. Bei J&uuml;rgen Schrempp, dem fr&uuml;heren Vorstandschef, und Hilmar Kopper, dem Oberaufseher von Daimler-Chrysler, greift sie nicht. Da ist nichts verziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/detail.php\/1636372\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Ern&uuml;chternde Bilanz: Studienabbr&uuml;che im Bachelor<\/strong><br>\nfzs: Gr&uuml;nde f&uuml;r Studienabbr&uuml;che untersuchen und besser Rahmenbedingungen schaffen<br>\nAngesichts der ersten Studienabbruchzahlen in den neuen Bachelorstudieng&auml;ngen zieht der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) eine ern&uuml;chternde Bilanz. Der heute ver&ouml;ffentlichte Report des Hochschul-Informations-Systems weist f&uuml;r viele F&auml;cher eine h&ouml;here Abbruchquote als f&uuml;r die alten Studieng&auml;nge aus. Urspr&uuml;nglich sollten die neuen, st&auml;rker strukturierten Bachelor-Studieng&auml;nge auch zu weniger Studienabbr&uuml;chen f&uuml;hren. F&uuml;r den fzs sind die Umsetzungsfehler die Hauptursache f&uuml;r die Abbr&uuml;che. &ldquo;Pr&uuml;fungsdichte und unflexible Studienorganisation sind die gr&ouml;&szlig;ten Probleme der Studierenden. Die Bachelorstudieng&auml;nge sind voll von Anwesenheitspflicht und vielerorts v&ouml;llig verschult&rdquo;, fasst fzs-Vorstandsmitglied Regina Weber die Probleme zusammen. &ldquo;Die meisten Studierenden m&uuml;ssen nebenher arbeiten. Das geht bei einer 40-Stunden-Woche an der Hochschule einfach nicht.&rdquo;\n<p>Der fzs sieht sich durch die Zahlen der HIS-Untersuchung best&auml;tigt. Es hatten vor allem Studierende in den Ingenieurwissenschaften an Fachhochschulen ihr Studium abgebrochen. &ldquo;Die soziale Zusammensetzung der F&auml;cher ist unterschiedlich. In den am meisten betroffenen Studieng&auml;ngen studieren viele Studierende aus bildungsfernen Schichten. Diese Zahlen zeigen, dass der Bachelor einmal mehr die Studierenden benachteiligt, die es schon durch Job und Studium schwerer haben&rdquo;, fasst Weber zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"mailto:presseverteiler-bounces@lists.fzs.de\">fzs<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Der Bachelor-Kandidat neigt zum Abbruch<\/strong><br>\nBei den neuen straff organisierten Bachelorstudieng&auml;ngen an Hochschulen gibt es, anders als erhofft, nicht weniger sondern mehr Studienabbrecher. Das geht aus einer Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) hervor. An den Fachhochschulen liegt danach die Abbrecherquote in Bachelorstudieng&auml;ngen bei 39 Prozent. Die Gesamtabbrecherzahl in allen Studieng&auml;ngen betr&auml;gt dagegen nur 22 Prozent. An den Universit&auml;ten scheiterten 25 Prozent der Bachelorstudenten, von allen Studenten dagegen 20 Prozent. Die Pr&auml;sidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, sagte, der k&uuml;rzere Bachelor-Studiengang erfordere bessere Betreuung und kleinere Lerngruppen. &bdquo;Dazu brauchen wir mehr Dozenten. Aber bis heute gibt es kein Geld daf&uuml;r.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A\/Doc~E6049CAD5B63C4175977B64A509F4E40E~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die von der FAZ gew&auml;hlte &Uuml;berschrift ist Ausdruck von Ideologie, von dem Versuch, die Verantwortung der Reformer auf andere abzuw&auml;lzen. W&auml;re &bdquo;Bachelorstudieng&auml;nge erh&ouml;hen die Abbruchquote&ldquo; nicht treffender?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Bildungs-Turbo stottert<\/strong><br>\nKarin Wolff ist ein Vorbild. F&uuml;r Roland Koch? Auch. Vor allem aber: F&uuml;r das bildungspolitische Establishment. Bundesweit. Sollen alle Kultusminister zur&uuml;cktreten? Nicht unbedingt. Aber ins Gr&uuml;beln geraten sollten sie schon. Denn den letzten Ausschlag f&uuml;r den R&uuml;ckzug der hessischen Schulministerin gab ein Thema, &uuml;ber das sie (fast) alle stolpern k&ouml;nnten: Das &ldquo;Turbo-Abitur&rdquo; &ndash; die Verk&uuml;rzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre. Der b&uuml;rgerliche Unmut &uuml;ber eine offensichtlich verungl&uuml;ckte Reform war nicht nur d a s landespolitische Thema des hessischen Wahlkampfes. Er zieht sich quer durch die Republik.<br>\nDie meisten Landesregierungen haben die Umrisse des Problems inzwischen erkannt. In ihrem Abschiedsbrief spricht Karin Wolff von &ldquo;Nachsteuerungsbedarf&rdquo;. Besser w&auml;re: Umsteuern. Am besten w&auml;re es, den notwendigen politischen Prozess nicht blo&szlig; der Kultusministerkonferenz zu &uuml;berlassen. Nicht nur, aber entscheidend auch, weil die Chose Geld kostet. Viel Geld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1287825\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Eltern sind Laienerzieher<\/strong><br>\nDie gesamte interdisziplin&auml;re Forschung von der Entwicklungspsychologie &uuml;ber die Sozialisationsforschung bis zur Gesundheits- und Hirnforschung spricht ebenso wie die internationale Vergleichsforschung zum Kindeswohl daf&uuml;r, die knappen Gelder in den Ausbau der familienerg&auml;nzenden &ouml;ffentlichen Betreuungs- und Erziehungseinrichtungen zu lenken. Die SPD sollte aufwachen und sich dieses Zukunftsthema nicht entgehen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/dokumentation\/?em_cnt=1287734\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein Aufstand aller Redakteure<\/strong><br>\nDie Krise im Berliner Verlag ist eskaliert, und zwar zu einem richtigen Aufstand. An diesem Donnerstag hat die Redaktion der &bdquo;Berliner Zeitung&ldquo; dem Chefredakteur und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, Josef Depenbrock, und dem Eigent&uuml;mer des Verlags, dem britischen Finanzinvestor David Montgomery, das Misstrauen ausgesprochen. Depenbrock solle zur&uuml;cktreten und Montgomery solle sich einen neuen K&auml;ufer f&uuml;r die &bdquo;Berliner Zeitung&ldquo; suchen, fordern die Redakteure in zwei offenen Briefen. Zuvor, so die Redaktion, habe Depenbrock einen weiteren massiven Sparkurs angek&uuml;ndigt, um die Umsatzrendite auf achtzehn bis zwanzig Prozent zu erh&ouml;hen. Ein Stellenabbau sei nicht ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7\/Doc~E546779C1FC694593987A3E7C29198F27~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ.Net<\/a><\/li>\n<li><strong>Erdogan-Rede in K&ouml;ln im Wortlaut<\/strong><br>\nSeit Tagen sorgt die K&ouml;lner Rede des t&uuml;rkischen Premiers Tayyip Erdogan f&uuml;r Kritik und Emp&ouml;rung. Doch was hat er genau gesagt?<br>\nZ.B.: &bdquo;Denn Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Sie sollten sich dessen bewusst sein. Wir m&uuml;ssen jedoch auch Folgendes zur Kenntnis nehmen: Sie k&ouml;nnen sich im heutigen Deutschland, in Europa von heute, in der heutigen Welt, nicht mehr als &ldquo;der Andere&rdquo;, als derjenige, der nur vor&uuml;bergehend hier ist, betrachten, Sie d&uuml;rfen sich nicht so betrachten.&ldquo;\n<p>&bdquo;Selbstverst&auml;ndlich werden unsere Kinder T&uuml;rkisch lernen. Das ist Ihre Muttersprache und es ist Ihr nat&uuml;rlichstes Recht, Ihre Muttersprache Ihren Kindern weitergeben. Jedoch w&uuml;rden Sie, wenn Sie die Sprache des Landes erlernen, in dem Sie leben, oder sogar noch einige Sprachen dazu, in jeder Hinsicht davon profitieren. Schauen Sie, viele unserer Kinder hier lernen im fr&uuml;hen Alter keine Fremdsprachen. Diese Kinder werden mit Deutsch erst dann konfrontiert, wenn sie mit dem Schulbesuch beginnen. Und das f&uuml;hrt dazu, dass diese Kinder im Vergleich zu den anderen Sch&uuml;lern, die Schullaufbahn mit einem Nachteil von 1 &ndash; 0 beginnen m&uuml;ssen. Doch w&uuml;rde es f&uuml;r Sie und f&uuml;r Ihre Kinder in jeder Hinsicht vorteilhaft sein, wenn Sie die M&ouml;glichkeiten maximal aussch&ouml;pfen, die das hiesige gute Schulsystem Ihnen bietet. Sie werden einen Beruf aus&uuml;ben, Sie werden &ouml;ffentliche Dienste in Anspruch nehmen. Wenn Sie die Sprache des jeweiligen Landes nicht beherrschen, nicht lernen, so fallen Sie unweigerlich in eine Situation der Benachteiligung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/artikel\/180\/157758\/print.html\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Tabubruch reloaded<\/strong><br>\nKampagnenjournalismus ist ein eintr&auml;chtiges Gesch&auml;ft f&uuml;r moderne Medienh&auml;user. Man erzielt eine gute Auflage, setzt politische Themen und kann B&uuml;cher der eigenen Autoren &bdquo;crosspromoten&ldquo;. Neben der BILD und der FAZ z&auml;hlt der SPIEGEL zu den Leuchtt&uuml;rmen des Kampagnenjournalismus. Das Thema &bdquo;Integration&ldquo; eignet sich perfekt f&uuml;r eine Kampagne &ndash; es polarisiert, hat politische und gesellschaftliche Relevanz, eignet sich aufgrund von vorhandenen Ressentiments hervorragend f&uuml;r Polemiken und oberfl&auml;chlichen Betrachtungen. Zudem ist ein gewisser Nachholbedarf in der Diskussion sicher vorhanden, weshalb Brodermann und die Brandstifter sich gerne als Tabubrecher aufspielen, was zwar ihrem profilneurotischen Ego schmeicheln mag, aber g&auml;nzlich falsch ist. Das Thema &bdquo;Integration&ldquo; ist kein Tabu und wer sich des Themas in polemisierender Art annimmt, bricht keine Tabus, sondern verst&ouml;&szlig;t h&ouml;chstens gegen den guten Geschmack.<\/p>\n<p>Nachdem Roland Koch mit seinem populistisch gepr&auml;gten Wahlkampf rund um das Thema &bdquo;Integration&ldquo; vom W&auml;hler zu Recht abgestraft wurde, wurde in den Reihen der CDU, die sich so gerne als H&uuml;terin der deutschen Leitkultur verkauft, merklich ruhig. Nat&uuml;rlich wurde anl&auml;sslich des Erdogan-Besuchs pflichtgem&auml;&szlig; an dessen &bdquo;Integrationsvorschl&auml;gen&ldquo; gekrittelt, aber dies ist man seiner Basis halt schuldig &ndash; dass sich Politiker wie Bosbach oder Huber echauffieren w&uuml;rden, war nat&uuml;rlich vorhersehbar und ist nicht weiter bemerkenswert.. Ob t&uuml;rkischsprachige Schulen und Universit&auml;ten einen Beitrag zur Integration leisten, mag nat&uuml;rlich angezweifelt werden &ndash; das Bundesamt f&uuml;r Auslandsschulwesen betreibt 117 deutsche Auslandsschulen (nat&uuml;rlich auch in der T&uuml;rkei), die 70.000 Sch&uuml;ler unterrichten und es gibt 439 weitere Schulen im Ausland, die 203.000 Sch&uuml;ler deutschsprachig unterrichten. Ob diese Schulen unbedingt &bdquo;integrativ&ldquo; wirken, mag auch dahingestellt sein, aber manche Staaten sind halt gleicher als andere und was dem Deutschen recht ist, kann dem T&uuml;rken noch lange nicht billig sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/284\/tabubruch-reloaded\">Spiegelfechter<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2983","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2983","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2983"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2983\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2983"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2983"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2983"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}