{"id":2985,"date":"2008-02-15T16:25:31","date_gmt":"2008-02-15T15:25:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2985"},"modified":"2008-02-15T16:25:31","modified_gmt":"2008-02-15T15:25:31","slug":"hinweise-des-tages-2-56","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2985","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2985&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Aufschwung verliert an Schwung &ndash; Verbraucher geben weniger aus<\/strong><br>\nDer private Verbrauch entt&auml;uscht, die wirtschaftliche Lage ist &ldquo;instabiler&rdquo; geworden. Die Zahl der Besch&auml;ftigten d&uuml;rfte mit 300 000 nur knapp halb so stark steigen wie im abgelaufenen Jahr. So fasst der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Ergebnisse seiner Umfrage unter mehr als 25 000 Unternehmen zusammen. Dass der Konsum &ldquo;trotz einer guten Arbeitsmarkt- und einer zufriedenstellenden Lohnentwicklung&rdquo; gesunken ist, begr&uuml;ndet Dekabank-Experte Andreas Scheuerle vor allem mit den Einkommen der Verbraucher. Das Plus der verf&uuml;gbaren Einkommen sei von der aufflammenden Inflation aufgezehrt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1288465&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>DGB: Erbschaftsteuer &ndash; Wer hat, dem wird gegeben<\/strong><br>\nVor der heutigen Beratung im Bundestag &uuml;ber die Erbschaftsteuer hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) der Koalition vorgeworfen, sie versch&auml;rfe mit ihrer Steuerpolitik die Ungleichheit. &ldquo;Diese Erbschaftsteuerreform vergr&ouml;&szlig;ert insgesamt die ungerechte Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland&rdquo;, sagte DGB-Vorstand Claus Matecki der Frankfurter Rundschau. Die Pl&auml;ne von Union und SPD kosteten mehrere Milliarden Euro, die dringend zur Finanzierung von Bildungs- und Betreuungsaufgaben ben&ouml;tigt w&uuml;rden. &ldquo;Nach dem Motto ,wer hat, dem wird gegeben&rsquo; werden reiche Familien und Unternehmenserben weiter beg&uuml;nstigt&rdquo;, beklagte Matecki. Die &ldquo;Besserstellung der Unternehmenserben&rdquo; gegen&uuml;ber dem geltenden Recht nannte er &ldquo;nicht nachvollziehbar&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1288419&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>BayernLB bringt Huber in Not<\/strong><br>\nNach unerwartet hohen Verlusten der Landesbank steht Finanzminister Erwin Huber unter Druck. Die Opposition wirft ihm vor, habe er die Zahlen bewusst verschwiegen.  Vier Monate ist CSU-Chef Erwin Huber als bayerischer Finanzminister im Amt &ndash; und schon gibt es die erste R&uuml;cktrittsforderung. Als Reaktion auf die unerwartet hohen Verluste bei der Bayerischen Landesbank (BayernLB) haben die Gr&uuml;nen den Ressort-Chef gestern im Landtag zum Abdanken aufgefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/bayernlb-bringt-huber-in-not\/?src=SZ&amp;cHash=da4e85ca93\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Br&uuml;ning und die Riester-Rente<\/strong><br>\n1929 wurde die Finanzlage der Rentenversicherung &ndash; wie der Historiker Martin Geyer schreibt &ndash; mit &ldquo;prophetischer K&uuml;hnheit&rdquo; bis in das Jahr 1977 hoch gerechnet und ab diesem Zeitpunkt Verluste beim Umlageverfahren vorausgesagt. Bei dieser Vorhersage wurde aber von einer statischen Interpretation hinsichtlich der k&uuml;nftigen wirtschaftlichen Entwicklung ausgegangen, die zwar als Argument f&uuml;r das Kapitaldeckungsverfahren dienen konnte, aber unter den Bedingungen wirtschaftlicher Prosperit&auml;t irrelevant war.\n<p>Man muss festellen, dass Finanzierungsverfahren, die auf Kapitaldeckung aufbauen, bei wirtschaftlichen Krisen schnell ihrer Basis beraubt werden k&ouml;nnen. Verm&ouml;gen, die innerhalb von Jahrzehnten aufgebaut werden, k&ouml;nnen innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums massiv an Wert verlieren bis hin zur v&ouml;lligen Wertlosigkeit.<br>\nEs ist also festzuhalten, dass das Kapitaldeckungsverfahren in Deutschland bereits zwei Mal eingef&uuml;hrt wurde und zwei Mal wieder durch das Umlageverfahren ersetzt werden musste, weil es nie richtig funktionierte: Nach der Hyperinflation war die Basis f&uuml;r eine Kapitaldeckung durch den Geldwertverfall vernichtet und nach dem Zweiten Weltkrieg war der Kapitalstock durch die R&uuml;stungsfinanzierung buchst&auml;blich verpulvert worden.<\/p>\n<p>Selbstverst&auml;ndlich gibt es keine Notwendigkeit, dass sich nun mit der Neoliberalisierung von Wirtschaft und Politik die gesellschaftlichen Ereignisse nach dem Modell Br&uuml;ning wiederholen m&uuml;ssen. Dass man aber zu Zeiten einer sich aktuell versch&auml;rfenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krise genau auf die Wirtschafts- und Sozialpolitik zur&uuml;ckgreift, die sich in einer schwierigen Situation als kontraproduktiv erwiesen und damit weiter zur Destabilisierung der Weimarer Republik beigetragen hat durch geballte Medienmacht mit gr&ouml;&szlig;ter Breitenwirkung und Intensit&auml;t als alternativlosen Ausweg und der Weisheit letzten Schluss hinstellt, gibt doch zu einiger Verwunderung Anlass.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/19\/19676\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Fall Zumwinkel<\/strong><br>\nEs geht um Macht und Prestige, oft in Abgrenzung gegen&uuml;ber anderen Spitzenmanagern, sowie das Gef&uuml;hl, die eigene Leistung nicht angemessen honoriert zu bekommen. Dar&uuml;ber sollten wir uns nicht wundern, schlie&szlig;lich z&uuml;chtet unsere Gesellschaft derartige Pers&ouml;nlichkeiten selbst heran, sei es durch Ausbildung, Werbung, das Berufsleben oder die Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1288504&amp;em_ref=\/top_news\/\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Geheimen Konten droht Enttarnung<\/strong><br>\nAuf Deutschlands Steuers&uuml;nder kommen unangenehme Tage zu. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen ist der Fall von Post-Chef Klaus Zumwinkel, gegen den am Donnerstag ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung angelaufen ist, nur der Auftakt f&uuml;r eine ganze Serie von Ermittlungen.<br>\nHunderte von weiteren T&auml;tern seien bereits enttarnt, hei&szlig;t es in den Ermittlerkreisen. Besondere Brisanz: Die Fahnder haben offenbar massenhaft Unterlagen aus der LGT-Bank, der Bank der liechtensteinischen F&uuml;rstenfamilie, erhalten. &bdquo;Wir haben die ganze Bank geknackt&ldquo;, sagte ein Ermittler dem Handelsblatt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Politik\/International\/_pv\/_p\/200051\/_t\/ft\/_b\/1391394\/default.aspx\/fahnder-knacken-bank-des-fuersten.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>WSI-Tarifarchiv: Februar 2008<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_ta_monb_2008_02.pdf\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 28 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Sonderabfall aus Tansania wird in Deutschland entsorgt<\/strong><br>\nDie Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH hat den CHEMPARK-Betreiber CURRENTA mit der Entsorgung von rund 100 Tonnen DDT-belastetem Material aus der Stadt Korogwe im Nordosten Tansanias beauftragt. Seit Januar sicherten Fachleute von GTZ und CURRENTA diesen gef&auml;hrlichen Abfall in Spezialbeh&auml;ltern. Insgesamt stehen neun Container zur Entsorgung bereit. Von Afrika aus wird das Material per Schiff nach Deutschland transportiert. Geplant ist, den Abfall Ende M&auml;rz in der R&uuml;ckstands-Verbrennungsanlage (RVAD) im CHEMPARK Dormagen umweltgerecht zu entsorgen. Finanziert wird das Projekt vom deutschen Bundesministerium f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2008-02\/artikel-10105872.asp\">Finanznachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu <a href=\"?p=2379\">&bdquo;Vom blauen Himmel &uuml;ber der Ruhr zur vergifteten Umwelt &uuml;ber NRW&ldquo;<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Im Klartext:<\/strong> Die DDT-haltigen Abf&auml;lle werden bei &uuml;ber 1000 Grad verbrannt. Finanziert wird das gesamte Projekt vom Deutschen Bundesministerium f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Eine Beeintr&auml;chtigung der Umwelt soll es nach Currenta-Angaben bei der Verbrennung nicht geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngz-online.de\/public\/article\/regional\/dormagen\/nachrichten\/532686\">NGZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong><\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>1000 Grad sind zu wenig zur Giftverbrennung &ndash; es m&uuml;ssen mindestens 1350 Grad sein. <\/em><\/li>\n<li><em>Wieso holt unsere Regierung mit ihren Beh&ouml;rden den Giftm&uuml;ll hierher &ndash;  wir haben in Deutschland schon eine immense Chemikalienbelastung durch Industrie, Kohlkraftwerke und Sonderm&uuml;llverbrennung.<\/em><\/li>\n<li><em>Wenn aber Menschen durch Chemikalien krank werden, dann wird geleugnet und jede Behandlung verweigert<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Wenn Zweij&auml;hrige Marketing lernen: Julia wollte wissen, was Elite ist<\/strong><br>\nEin Jahr lang besuchte Julia Friedrichs, 28, sogenannte Eliteschmieden. Sie fragte sich, was Elite eigentlich ist. Heute sagt sie: An Elite-Schulen werden Menschen dem normalen Leben entzogen. Ein Interview &uuml;ber einen vielgebrauchten Begriff und dar&uuml;ber, was er mit Angst zu tun hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/420824\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Bachelor-Studenten fehlt es an Fachwissen<\/strong><br>\nViele Bachelor-Studieng&auml;nge geraten in Verruf. Unternehmer nennen Defizite beim Fachwissen als gr&ouml;&szlig;te Schw&auml;che der Bachelor- und Master-Absolventen. Erschreckend hoch ist die Abbrecherquote bei den neuen Studieng&auml;ngen: Mehr als ein Drittel der Studenten an Fachhochschulen gibt wieder auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article1675607\/Bachelor-Studenten_fehlt_es_an_Fachwissen.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>ARD\/ZDF: Dummheit in der ersten Reihe<\/strong><br>\nErinnert sich noch jemand an die neue B&uuml;rgerlichkeit? Falls dem Schlagwort je eine gesellschaftliche Wirklichkeit entsprach, dann jedenfalls nicht in den Medien, die den Trend behaupteten. In den Medien hat sich im Gegenteil die Proletarisierung beschleunigt, allen voran im &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen. ARD und ZDF sind in gro&szlig;em Ma&szlig;stab dazu &uuml;bergegangen, die Privatsender zu kopieren, und zwar nicht dort, wo sie avantgardistisch, sondern dort, wo sie am d&uuml;mmsten und d&auml;mlichsten sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2008\/08\/Spitze-08\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Afghanistan-Einsatz: &ldquo;Da wird beschwichtigt und besch&ouml;nigt&rdquo;*<\/strong><br>\nAngst vor Debatte, dazu Sch&ouml;nf&auml;rberei: Weil Berlin bei der &ouml;ffentlichen Darstellung des Afghanistan-Einsatzes versagt, sind die meisten Deutschen dagegen &ndash; sagt Kommunikations-Experte Martin L&ouml;ffelholz.<br>\nIm Interview mit SPIEGEL ONLINE nennt er die gr&ouml;bsten PR-Schnitzer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,534786,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong>  Interessant, wie hier wieder mal versucht wird, das Desaster des Afghanistan-Einsatzes als eine PR-Panne darzustellen<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2985","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2985","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2985"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2985\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2985"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2985"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2985"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}