{"id":29874,"date":"2016-01-04T09:01:05","date_gmt":"2016-01-04T08:01:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874"},"modified":"2016-01-05T08:01:26","modified_gmt":"2016-01-05T07:01:26","slug":"hinweise-des-tages-2531","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h01\">Neujahrsansprache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h02\">Meine Neujahrsgegenansprache: Warum wir Fl&uuml;chtlinge nicht integrieren d&uuml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h03\">M&uuml;nchner Gro&szlig;einsatz gegen die Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h04\">Die Rhetorik des Scheiterns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h05\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h06\">Bankenrettungsbilanz: Steuerzahler haben 50 Milliarden Euro verloren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h07\">Varoufakis will die EU vor dem Zerfall retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h08\">Ifo-Umfrage &ndash; Investieren unsere Konzerne nun endlich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h09\">Milliardenhilfen f&uuml;r Banken: Teurer Scherbenhaufen in Portugal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h10\">Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h11\">CDU und Gr&uuml;ne schlagen &bdquo;Deutschland-Rente&ldquo; vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h12\">Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h13\">Frankreichs Regierung beschlie&szlig;t Verfassungsreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h14\">Wie Nahles die Armen gegeneinander ausspielt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h15\">Video: Harald Schumann: Die sch&auml;rfste Waffe der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h16\">Merkw&uuml;rdige Weltverbesserer &ndash; Wie eigenn&uuml;tzig sind Campact-Aktivisten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h17\">Sozialdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h18\">Das Schweigen der Generation Facebook<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h19\">Angst vor neuem Maidan: Deutsche Medien vor und nach dem Regime-Change in Kiew: Spiegel enth&uuml;llt Lobbykampagne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h20\">Zu guter Letzt: Der Mann, der es rausl&auml;sst<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Neujahrsansprache<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Fl&uuml;chtlingszuzug ist &ldquo;Chance von morgen&rdquo;<\/strong><br>\nLiebe Mitb&uuml;rgerinnen und Mitb&uuml;rger,<br>\nschon vor einem Jahr, am Silvesterabend 2014, mussten wir auf ein Jahr zur&uuml;ckblicken, das zu viele Kriege und Krisen bereithielt. Manches wie die Ebola-Katastrophe in Afrika ist inzwischen aus den Schlagzeilen verschwunden. Anderes, was uns bereits 2014 bewegte, hat auch in diesem Jahr nichts an Aktualit&auml;t verloren. Leider. Dazu geh&ouml;ren der Krieg in Syrien und das bestialische Morden der Terrororganisation IS. Am Silvesterabend vor einem Jahr habe ich gesagt: Eine Folge dieser Kriege und Krisen ist, dass es weltweit so viele Fl&uuml;chtlinge gibt wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Viele sind buchst&auml;blich dem Tod entronnen. Es ist selbstverst&auml;ndlich, dass wir ihnen helfen und Menschen aufnehmen, die bei uns Zuflucht suchen. (&hellip;)<br>\nNational, in Europa und international arbeiten wir daran, den Schutz der europ&auml;ischen Au&szlig;engrenzen zu verbessern, aus illegaler Migration legale zu machen, die Fluchtursachen zu bek&auml;mpfen und so die Zahl der Fl&uuml;chtlinge nachhaltig und dauerhaft sp&uuml;rbar zu verringern. Auch im Kampf gegen den Terror des IS leistet Deutschland einen wichtigen Beitrag. Unsere Soldatinnen und Soldaten stehen mit Leib und Leben f&uuml;r unsere Werte, unsere Sicherheit und unsere Freiheit ein. Daf&uuml;r danke ich Ihnen von Herzen. Auch im n&auml;chsten Jahr kommt es ganz besonders auf eines an: auf unseren Zusammenhalt. Es kommt darauf an, dass wir immer auch den Argumenten des anderen zuh&ouml;ren, auch wenn er Sorgen und Chancen anders gewichtet, als man selbst es tut. Es kommt darauf an, dass wir uns nicht spalten lassen. Nicht in Generationen. Auch nicht sozial und nicht in Alteingesessene und Neub&uuml;rger. Es kommt darauf an, denen nicht zu folgen, die mit K&auml;lte oder gar Hass in ihren Herzen ein Deutschsein allein f&uuml;r sich reklamieren und andere ausgrenzen wollen. Es kommt darauf an, auch in Zukunft ein Land sein zu wollen, in dem wir selbstbewusst und frei, mitmenschlich und weltoffen sind &ndash; mit der Freude am Gelingen, mit der Freude, die es machen kann, wenn wir unser Bestes geben. Die Wirtschaft, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, damit sich die Kr&auml;fte der sozialen Marktwirtschaft weiter entfalten k&ouml;nnen, auch die Wissenschaft, Kunst und Kultur. Einfach jeder in seinem eigenen Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundeskanzlerin.de\/Content\/DE\/Podcast\/2015\/2015-12-31-Video-Podcast\/links\/download-PDF.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5%20\">Die Bundeskanzlerin [PDF &ndash; 53,7 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Nicht in einem Satz, wie es Volker Pispers am Beispiel der Atompolitik demonstrierte, sondern in wenigen Abs&auml;tzen schafft es die amtierende Bundeskanzlerin, sich glatt zu widersprechen: Mal sollen Fl&uuml;chtlinge aufgenommen, mal &bdquo;die Zahl der Fl&uuml;chtlinge nachhaltig und dauerhaft sp&uuml;rbar&ldquo; verringert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Worauf Frau Merkel niemals zu sprechen k&auml;me&hellip;<\/strong><br>\nMan kann erst verteilen, wenn man produziert hat. So oder so &auml;hnlich lautet eine der Lieblingsweisheiten der Oberideologen, die die gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse nicht nur hierzulande in den letzten Jahrzehnten dominiert haben.<br>\nDer Satz ist so einleuchtend einfach wie falsch. Wir leben in keiner Tauschwirtschaft, die unter Mangel leidet. Gerade in Deutschland, jener Wirtschaft, in der die Nachfrage im Verh&auml;ltnis zur Produktion europaweit am eklatantesten auseinanderklafft. Hierzulande ist man nach wie vor stolz darauf, auch im Jahr 2015 einen &Uuml;berschuss an Waren und Dienstleistungen von 233 000 Millionen Euro (233 Mrd.) in den Rest der Welt zu schieben, um sich hierf&uuml;r im Gegenzug nichts als Finanzforderungen ins B&uuml;chlein einzutragen. Um dieses Modell aufrecht zu erhalten, ging die deutsche F&uuml;hrungselite sogar dazu &uuml;ber, die gesamte Eurozone in die Deflation zu zwingen &ndash; regelm&auml;&szlig;ige Leser*innen erinnern sich: Austerit&auml;tsprogramme, fortgesetzte Wirtschaftseinbr&uuml;che, Lohnsenkungen, Deflation&hellip;<br>\nDas Resultat ist, dass nun die Eurozone als Ganzes einen Export&uuml;berschuss in H&ouml;he von 463 000 Millionen Euro erzielt und somit den Rest der Welt kr&auml;ftig bei sich anschreiben l&auml;sst, also in die Verschuldung dr&uuml;ckt. Was f&uuml;r eine absurde Situation, wenn sich zeitgleich im Europa des 21. Jahrhunderts in L&auml;ndern wie Griechenland eine humanit&auml;re Krise ereignet, nein, man muss sagen, eine solche gemacht wurde. Auf n-tv wurde k&uuml;rzlich an die unerh&ouml;rten Vorg&auml;nge erinnert, die kollektiv verdr&auml;ngt und durch andere Themen ersetzt wurden (und an die Frau Merkel in ihrer Neujahrsansprache wird sicher nicht erinnern wollen, zumindest nicht in jener Version, wie sie sich nun immer st&auml;rker in Europa verbreitet.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=10150\">Maskenfall<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Meine Neujahrsgegenansprache: Warum wir Fl&uuml;chtlinge nicht integrieren d&uuml;rfen<\/strong><br>\nIn ihrer Neujahrsansprache hat die Bundeskanzlerin unfreiwillig deutlich gemacht, worum es ihr bei ihrer ungew&ouml;hnlichen Kehrwende hin zu offenen Grenzen geht, und worum nicht. Es geht nicht um bestm&ouml;glichen Schutz f&uuml;r B&uuml;rgerkriegsfl&uuml;chtlinge, die m&ouml;glichst bald wieder beim Wiederaufbau ihrer Heimat mithelfen sollen. Es geht ihr um dauerhafte Zuwanderung, von der &bdquo;Deutschland&ldquo; profitieren soll. [&hellip;]<br>\nDann kommt Merkel zu dem, worum es ihr geht. Von gelungener Einwanderung habe ein Land noch immer profitiert. Richtig angepackt sei auch &bdquo;die heutige gro&szlig;e Aufgabe des Zuzugs und der Integration so vieler Menschen eine Chance f&uuml;r morgen&ldquo;, sagt sie und wirbt f&uuml;r Geduld und Geldausgabebereitschaft &bdquo;bei der wichtigen Aufgabe der Integration derer, die dauerhaft hier bleiben werden.&ldquo;<br>\nZuzug, Zuwanderung, Einwanderung, Integration, das klingt nicht nach Schutz f&uuml;r Asylsuchende, das klingt wie eine neue Einwanderungspolitik, mit der das deutsche Exportwunder dauerhaft aufrechterhalten werden soll. Deshalb schreiben, bloggen und twittern sich auch die Mitarbeiter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der anderen Arbeitgebervertreter seit vielen Monaten die Finger wund beim Werben daf&uuml;r, die Fl&uuml;chtlinge schnell auszubilden und in den Arbeitsmarkt zu integrieren.<br>\nDie Arbeitgeber wollen schon lange offene Grenzen f&uuml;r den Zuzug billiger Arbeitskr&auml;fte aus der ganzen Welt, um hier die L&ouml;hne niedrig zu halten. Sie sind damit immer gescheitert. Nun ist die Fl&uuml;chtlingskrise, die Merkel angeheizt hat mit ihrer Einladung die Politik der offenen Grenzen massenhaft auszunutzen, ein willkommener Anlass, diese neue Einwanderungspolitik auf kaltem Wege durchzusetzen, unter dem Deckmantel der N&auml;chstenliebe. Dieser Deckmantel macht es leicht, Kritiker von rechts zu verunglimpfen und macht es den Linken in ihrer grenzenlosen Naivit&auml;t schwer, sich dagegen zu stellen. Stattdessen machen sie sich lieber durch Unterst&uuml;tzung Merkels gegen ihre parteiinternen und &ndash;externen Kritiker zu Steigb&uuml;gelhaltern f&uuml;r den Aufstieg der AfD. Diese bekommt ein Monopol darin, ein sehr berechtigtes Unbehagen in der Bev&ouml;lkerung auszudr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/516-merkel-neujahrsansprache-afd#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>dazu: Gegenrede von links zu meiner Neujahrsgegenansprache<\/strong><br>\nLieber Herr H&auml;ring, ich kann Ihr Anliegen mit diesem Text (Meine Neujahrsgegenansprache: Warum wir Fl&uuml;chtlinge nicht integrieren d&uuml;rfen)wohl nachvollziehen. Auch dass manche Linke zu naiv oder rein moralisch an die Problematik herangehen. Manche Formulierungen finde ich aber doch problematisch, weil sie &uuml;ber den w&ouml;rtlichen Gehalt hinaus Assoziationen und Haltungen ansprechen, die nicht humanistisch sind, etwa die Rede vom &ldquo;ausgrenzen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/518-gegenrede-kraemer#weiterlesen\">Ralf Kr&auml;mer bei Norbert H&auml;ring<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Meine Antwort auf die Kritik von links an meiner Neujahrsgegenansprache<\/strong><br>\nMeine Beitr&auml;ge &ldquo;George Soros Forderungen zur Fl&uuml;chtlingspolitik als Basis f&uuml;r Merkels Neujahrsbotschaft&rdquo; und vor allem &ldquo;Meine Neujahrsgegenansprache: Warum wir Fl&uuml;chtlinge nicht integrieren d&uuml;rfen&rdquo; geh&ouml;ren schon nach wenigen Tagen zum meistgelesenen Dutzend auf diesem Blog. Das nehme ich als Beweis daf&uuml;r, dass es sehr viele Menschen gibt, die die Gr&uuml;nde f&uuml;r ihr Unbehagen nirgends ernsthaft diskutiert finden. Damit meine ich Leute, die nicht einfach fremdenfeindlich oder islamfeindlich sind, denn ich habe ausdr&uuml;cklich den radikalisierten Teil der AfD als Problem einsortiert und diejenigen kritisiert, die Geflohene als Gegner darstellen und Hass sch&uuml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/519-antwort-neujahrsansprache#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>M&uuml;nchner Gro&szlig;einsatz gegen die Angst<\/strong><br>\nEs schien so, als w&uuml;rden die Menschen die Innenstadt meiden. Freie Parkpl&auml;tze waren Samstagvormittag im Zentrum M&uuml;nchens problemlos zu finden, durch die Fu&szlig;g&auml;ngerzone schoben sich nur wenige Bummler. Ungew&ouml;hnlich f&uuml;r einen Einkaufssamstag. Offenbar hatte sich seit der Terrorwarnung und dem Gro&szlig;einsatz der Polizei in der Silvesternacht am Hauptbahnhof und in Pasing ein Gef&uuml;hl der Beklemmung &uuml;ber die Stadt gelegt. Zun&auml;chst konnte man den Eindruck haben, dass die Menschen trotz erh&ouml;hter Polizeipr&auml;senz auf den Stra&szlig;en lieber Zuhause bleiben, weil sie um ihre Sicherheit f&uuml;rchten.<br>\nEs gebe bislang zwar &ldquo;keine Festnahmen im Zusammenhang mit Terror&rdquo;, so Sven M&uuml;ller, Sprecher des Polizeipr&auml;sidiums. Die Gefahrenlage sei auch nur &ldquo;abstrakt&rdquo;, wie schon seit Jahren. Doch im Hintergrund laufen permanent Eins&auml;tze im Zusammenhang mit der Terrorwarnung, die ja auch noch den Zeitraum bis Heilig-Drei-K&ouml;nig am 6. Januar einschlie&szlig;t.<br>\nNach den angeblich f&uuml;nf bis sieben Terroristen aus dem Irak und Syrien, die sich wom&ouml;glich in einem M&uuml;nchner Hotel einquartiert hatten, wird pausenlos gefahndet &ndash; bislang ohne Ergebnis.<br>\nBis Sonntag gingen bei der M&uuml;nchner Polizei etwa 100 Hinweise aus der Bev&ouml;lkerung zu verd&auml;chtigen Wahrnehmungen ein. Mal wurde ein Auto mit belgischem Kennzeichen gesichtet, wodurch sich bei Anwohnern sofort Assoziationen zu den Anschl&auml;gen von Paris und den belgischen Drahtziehern einstellten.<br>\nMal liefen durch Wohngebiete Personen, die dort noch nie gesehen worden waren und sich in den Augen von Zeugen verd&auml;chtig benahmen. Obwohl sich aus all den Hinweisen bislang nichts Konkretes ergab, sei es &ldquo;richtig und wichtig&rdquo;, dass der Polizei ungew&ouml;hnliche Wahrnehmungen mitgeteilt w&uuml;rden, betont M&uuml;ller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/nach-terrorwarnung-in-muenchen-grosseinsatz-gegen-die-angst-1.2804238\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie beim Abbruch des L&auml;nderspiels Deutschland gegen die Niederlande in Hannover, erinnert die R&auml;umung des M&uuml;nchner Hauptbahnhofes in der Silvesternacht doch sehr an eine Strategie der Spannung. So ist die Herbeif&uuml;hrung eines Zustandes permanenter Bedrohung seit jeher die Basis f&uuml;r die Einschr&auml;nkung b&uuml;rgerlicher Freiheitsrechte. Dazu sollten uns die Bilder der in M&uuml;nchen aufmarschierten, schwerbewaffneten B&uuml;rgerkriegseinheiten der Polizei mindestens genauso beunruhigen wie nebul&ouml;se Terrorwarnungen. Wie im vergangenen Jahr in Belgien zu sehen war, l&auml;sst sich mit einer Terrorwarnung eine ganze Stadt problemlos in den Ausnahmezustand versetzen, ohne dass sich dagegen wesentliche Kritik artikuliert. Es ist durchaus bezeichnend, dass aus der Ecke der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; keinerlei kritische Nachfragen bez&uuml;glich der vorgeblichen Terrorwarnungen und des Polizeieinsatzes kommen.<\/em><br>\n<em>Nach dem 11. September 2001 haben die USA die demokratischen Grundrechte massiv eingeschr&auml;nkt. So darf das FBI beispielsweise im Rahmen des Patriot Act, ein Gesetz, dass die Bush Regierung sechs Wochen nach den Terroranschl&auml;gen durch den Kongress peitschte, erfassen, wer in Buchl&auml;den und Bibliotheken welche Titel gekauft oder ausgeliehen hat. Dazu wurde, wie die Enth&uuml;llungen Edward Snowdens gezeigt haben, eine monstr&ouml;se &Uuml;berwachungsmaschinerie installiert. Alles im Namen der Terrorabwehr. Ob damit auch nur ein einziger Terroranschlag verhindert wurde, bleibt mehr als zweifelhaft. Fakt ist aber, dass mit der Versch&auml;rfung der Sicherheitsgesetze ein Instrumentarium geschaffen wurde, dass sich universell gegen jede Art von &ldquo;Terrorismus&rdquo; einsetzen l&auml;sst.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Schon die &Uuml;berschrift ist falsch. Man bek&auml;mpft Angst nicht, indem man sie erzeugt. W&uuml;rde die Politik tats&auml;chlich die &Auml;ngste der Menschen bek&auml;mpfen wollen, w&auml;re sie auch wesentlich sparsamer mit der Ver&ouml;ffentlichung vermeintlicher Terrorwarnungen. Aber das ist nat&uuml;rlich nicht im Interesse einer Politik, die eine angespannte Sicherheitslage f&uuml;r die eigenen Interessen instrumentalisiert und auch nicht im Interesse von Politikern, die sich selbst daf&uuml;r auf die Schulter klopfen, den &bdquo;Terror&ldquo; auch im Inneren zu &bdquo;bek&auml;mpfen&ldquo;. Als was steht so ein knallharter Terrorbek&auml;mpfer denn auch da, wenn es keine Terrorwarnungen gibt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Rhetorik des Scheiterns<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ischen Union geht es schlecht. So schlecht, dass sogar ihre wichtigsten Protagonisten in Br&uuml;ssel und Berlin aufgeh&ouml;rt haben, die Lage sch&ouml;n zu reden. Statt die EU als L&ouml;sung f&uuml;r alle Probleme anzupreisen, wie bisher &uuml;blich, erwecken die EU-Eliten neuerdings den Eindruck, als m&uuml;ssten sich die Europ&auml;er vor dem Scheitern f&uuml;rchten.<br>\nKommissionschef Jean-Claude Juncker, Ratspr&auml;sident Donald Tusk, Kanzlerin Angela Merkel und andere &uuml;berbieten sich in &ldquo;apokalyptischen Warnungen&rdquo;, wie die neue US-Website &ldquo;Politico.eu&rdquo; s&uuml;ffisant feststellt. In einer Auflistung der zehn schrillsten Brandreden findet sich vom &ldquo;Erdbeben&rdquo; bis zum &ldquo;Kollaps&rdquo; so ziemlich jedes denkbare Katastrophen-Szenario.<br>\nDie Warnung vor dem Scheitern ist allerdings nicht nur ein legitimer Ausdruck der Sorge. Sie ist auch ein Mittel der Politik &ndash; um Druck auszu&uuml;ben und nationale Interessen durchzusetzen. Besonders beliebt ist derzeit die Warnung vor einem Ende des Schengen-Raums und der lieb gewonnenen Reisefreiheit in Europa, die zur gr&ouml;&szlig;ten Errungenschaft der europ&auml;ischen Einigung hochstilisiert wird.<br>\nVor allem Merkel nutzt die Schengen-Keule, um Griechen und Osteurop&auml;er zu mehr Einsatz in der Fl&uuml;chtlingskrise zu bewegen, allerdings mit m&auml;&szlig;igem Erfolg. Beim letzten EU-Gipfel Mitte Dezember hat sich gezeigt, dass weder die &ldquo;Verweigerer&rdquo; in Osteuropa noch Merkels &ldquo;Koalition der Willigen&rdquo;, die sich neuerdings in einer Extrarunde trifft, vorankommen. Merkel muss nun aufpassen, dass ihre Warnung nicht zur &ldquo;self fulfilling prophecy&rdquo; wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46972\/1.html\">Eric Bonse auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die wahren, gef&auml;hrlichen Verweigerer<\/strong><br>\nNiemand stellt in Abrede, dass f&uuml;r alle hier lebenden Menschen ein Kanon an Grundwerten gilt &ndash; zu beachten vom eigentlichen Souver&auml;n ebenso wie von denen, die gerade zur Regierung auserkoren sind. In der Praxis halten sich vor allem Letztere nicht daran. Wer wie die Union von anderen abverlangen will, sich &raquo;zu unseren Werten, unserer Rechtsordnung&laquo; zu bekennen, sollte erst einmal selbst &uuml;berpr&uuml;fen, wie sehr es ihm selbst um die Grundrechte bestellt ist, in denen Wertvorstellung als verbindlich geronnen sind. Freiheit, Rechtsstaat? Werden wir doch konkret.<br>\nDas geht bei der Menschenw&uuml;rde los, die Parteien mit F&uuml;&szlig;en treten, die sich gegen die Gew&auml;hrleistung eines menschenw&uuml;rdigen Existenzminimums aussprechen &ndash; wie im Falle von Fl&uuml;chtlingen, denen immer wieder Unionspolitiker das Wenige noch k&uuml;rzen wollen. Das h&ouml;rt beim Recht auf Leben noch nicht auf, das Parteien in Frage stellen, die Asylsuchenden sichere Fluchtrouten verwehren, um ihr Grundrecht &uuml;berhaupt wahrnehmen zu k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nOder man fragt einmal in Karlsruhe nach, wo ein ganzes Gericht damit befasst ist, immer wieder jene wegen der Nichtachtung von verfassungspolitisch kodifizierten Grundwerten zur&uuml;ckzupfeifen, die sie nun von anderen lauthals einfordern. Wenn die der Ma&szlig;stab sind, dann ist leider wahr: Die eigentlichen &raquo;Integrationsverweigerer&laquo; &ndash; sie sitzen bei uns in der Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/996133.die-wahren-gefaehrlichen-verweigerer.html%20\">Tom Strohschneider, Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Geschenke der Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nDie Fl&uuml;chtlinge, die es zu uns schaffen, sind nicht nur Empf&auml;nger mancher guten Gaben. Sie schenken auch uns etwas: die Chance, politische Irrt&uuml;mer zu erkennen und zu korrigieren. [&hellip;]<br>\nDie Gefl&uuml;chteten, die es bis zu uns schaffen, sind keineswegs nur Empf&auml;nger der mehr oder weniger guten Gaben aus Gesellschaft und Politik. Sie haben ihrerseits ein besonderes Pr&auml;sent mitgebracht. Damit ist nicht die (trotz allen Konfliktpotenzials) kulturelle Bereicherung gemeint, nicht die Verj&uuml;ngung unserer Gesellschaft und der damit verbundene wirtschaftliche Gewinn. Geschenkt haben uns die Migranten noch etwas anderes: den n&uuml;tzlichen Zwang, &uuml;ber den Horizont unserer Wellness-Oase hinauszublicken. Sie sind Botschafter der Welt, wie sie wirklich ist. Sie zeigen uns in Nahaufnahme den Skandal, dass wir viel zu lange glaubten, unseren Wohlstand zum gro&szlig;en Teil auf Kosten anderer erhalten zu k&ouml;nnen statt mit ihnen gemeinsam. Sie sind die Sehhilfe, mit der wir erkennen k&ouml;nnen, dass Krisen und Kriege mit unserer vergesslichen Lebensweise mehr zu tun haben, als wir wahrhaben wollten. Sie haben uns die zerrissene Welt buchst&auml;blich nahe gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/leitartikel\/migration-die-geschenke-der-fluechtlinge,29607566,32987772.html\">Stephan Hebel in der FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Das &ldquo;Blechviertel&rdquo; in Skopje: Ein Stadtteil ohne Hoffnung<\/strong><br>\nGelegenheitsjobs bringen meist nur drei oder vier Euro am Tag, die Armut ist &uuml;berall sichtbar im &ldquo;Blechviertel&rdquo; der mazedonischen Hauptstadt Skopje. Nicht nur die &Auml;rmsten wollen weg nach Deutschland. Doch ein Asylantrag hat keine Chance. Auch sonst gibt es kaum Hoffnung.<br>\nIm sogenannten &ldquo;Blechviertel&rdquo; von Skopje ist Deutschland in aller Munde. Die meisten hier geh&ouml;ren der Minderheit der Roma an, haben Freunde und Verwandte, die in Deutschland leben, waren selbst schon f&uuml;r Monate oder Jahre dort. Manche wollen es bald wieder in Richtung Deutschland versuchen: &ldquo;Ich habe einen Bruder in Deutschland, Schwester, Onkel, Tante,&rdquo; sagt einer von ihnen. Ein anderer: &ldquo;Deutschland ist mein Leben, mein Alles. Deutschland ist besser.&rdquo; [&hellip;]<br>\n&Auml;hnlich ist die Lage in Albanien, in Serbien, im Kosovo. Die deutsche Regierung hat Druck gemacht, dass die Beh&ouml;rden vor Ort weniger Menschen ausreisen lassen. Doch die Stimmung in der Bev&ouml;lkerung bleibt schlecht. &ldquo;Nur mit Beziehungen zu einer Regierungspartei hast Du &uuml;berhaupt Chancen auf einen Job&rdquo;, sagt etwa der Koch Faton Latifi in einem Caf&eacute; in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo. Und er erg&auml;nzt: &ldquo;Normale Leute wie ich haben keinen Job, kein Garnichts. &Uuml;berhaupt keine Chance f&uuml;r einen Job.&ldquo; Faton Latifi hat &ndash; wie Tausende andere &ndash; versucht, mit seiner Familie nach Deutschland zu kommen, doch er wurde zur&uuml;ckgeschickt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/fluechtlinge-in-skopje-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>F&uuml;r Toleranz. Gegen Fremdenhass.<\/strong><br>\nEin Aufruf von K&uuml;nstlern und Kulturschaffenden, Demokratinnen und Demokraten.<br>\nAttentate, Hetze, Gewalt &ndash; als Reaktion auf die Fl&uuml;chtlingswelle kommt in der &Ouml;ffentlichkeit zunehmend mehr Fremdenhass zum Vorschein. Besonders das Internet mit seiner vermeintlichen Anonymit&auml;t verleitet manchen dazu, ohne Hemmungen Hasstiraden zu verbreiten.<br>\nAls K&uuml;nstler und Kulturschaffende, Demokratinnen und Demokraten verabscheuen wir diese Entwicklung. Denn Fl&uuml;chtlinge, Asylsuchende und Immigranten haben das Recht auf ein sicheres und selbstbestimmtes Leben. Eins sollten wir uns dabei immer ins Ged&auml;chtnis rufen: Vor knapp 80 Jahren waren es deutsche Fl&uuml;chtlinge, die in anderen L&auml;ndern Schutz suchten.<br>\nMit der Online-Aktion &bdquo;Kultur zeigt Flagge&ldquo; setzen wir uns f&uuml;r ein buntes, tolerantes und weltoffenes Miteinander ein. Um der Anonymit&auml;t des Internets bewusst entgegenzutreten, unterschreiben wir diese Erkl&auml;rung mit unseren Namen.<br>\nMachen Sie mit: Setzen Sie hier und jetzt mit Ihrer Unterschrift ein sichtbares Zeichen. F&uuml;r ein menschliches Miteinander. F&uuml;r eine Politik der praktizierten Solidarit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kultur-zeigt-flagge.de\/\">unterhaus<\/a><\/li>\n<li><strong>Knigge f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge?<\/strong><br>\nAn der Kasse nicht dr&auml;ngeln, Licht zuhause nicht brennen lassen und bitte keine aufdringlichen Gespr&auml;che! Was da so einige Politiker von CDU und CSU gerade als neue deutsche Benimmkultur f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge formulieren, ist tats&auml;chlich ernst gemeint. Und sagt viel &uuml;ber die Vorurteilsschwere der Absender aus. W&auml;re ja sch&ouml;n, wenn die Rechtspopulisten der CSU Frauen- oder Schwulenrechte gegen&uuml;ber ihrer eigenen Klientel genauso vehement vertreten w&uuml;rden. Aber darum geht&rsquo;s den neuen Fl&uuml;chtlingknigges der Union nicht. Sondern um den billigen Erfolg bei der ver&auml;ngstigten W&auml;hlerschaft, die schon um die Sauberkeit ihrer Treppenh&auml;user f&uuml;rchtet, sobald ein Fl&uuml;chtlingsheim im Nachbardorf er&ouml;ffnet wird.<br>\nMan k&ouml;nnte die biederen Verhaltensregeln profils&uuml;chtiger Provinzpolitiker ins Absurdistan deutscher Fl&uuml;chtlingspolitik verschieben, wenn es nicht so plump ablenken w&uuml;rde von allem, was jetzt wirklich zu tun w&auml;re: Aber Aus- und Fortbildung kostet Geld; die Kinderg&auml;rten sollen sch&ouml;n deutsch bleiben &ndash; und Wohnraum jenseits der Ghettos? Ach bitte nicht! Dann k&ouml;nnten ja die Vorg&auml;rten deutscher Spie&szlig;igkeit Schaden nehmen. Und die zu sch&uuml;tzen, haben sich die selbsternannten Verfechter deutscher Zucht und Ordnung doch gerade auf die Fahnen geschrieben<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/994584877247119?pnref=story\">Monitor via Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bankenrettungsbilanz: Steuerzahler haben 50 Milliarden Euro verloren<\/strong><br>\nDie Bankenrettung ist f&uuml;r die deutschen Steuerzahler ein Verlustgesch&auml;ft. Das steht fest, wenn zum Jahresende der in der Finanzkrise mit 480 Milliarden Euro ausgestattete Bankenrettungsfonds Soffin seine Pforten schlie&szlig;t. Bislang betr&auml;gt dessen Fehlbetrag 21,9 Milliarden Euro. Die Gesamtbilanz f&uuml;r den Steuerzahler f&auml;llt aber noch schlechter aus: Weitere 10 Milliarden Euro schoss die staatliche F&ouml;rderbank KfW als Gro&szlig;aktion&auml;rin in die Mittelstandsbank IKB, und 18 Milliarden Euro kostet der Zusammenbruch der West LB. Es fehlen noch die Kapitalzufuhren der Bundesl&auml;nder, die sie als Eigent&uuml;mer f&uuml;r ihre Landesbanken wie BayernLB, HSH Nordbank oder Landesbank Baden-W&uuml;rttemberg leisteten. Insgesamt haben die Bankenrettungen weit mehr als 50 Milliarden Euro gekostet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/bankenrettungsbilanz-50-milliarden-euro-verlust-fuer-steuerzahler-13982985.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Rettungsfonds st&uuml;tzt Banken noch mit 15,8 Milliarden <\/strong><br>\nF&uuml;r die Rettung seiner Banken hat Deutschland einige Milliarden Euro ausgegeben. Ende 2015 wird der Hilfsfonds f&uuml;r weitere Antr&auml;ge geschlossen. Eine finale Abrechnung ist aber l&auml;ngst noch nicht m&ouml;glich. Deutschland hat sieben Jahre nach dem H&ouml;hepunkt der Finanzkrise weiterhin etliche Steuermilliarden bei seinen Banken im Feuer. Auf 15,8 Milliarden Euro summieren sich die Hilfen des staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin zum Jahresende, wie aus der j&uuml;ngsten Aufstellung auf der Internetseite der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzmarktstabilisierung (FMSA) in Frankfurt hervorgeht (Stand: 22. Dezember 2015). Der Wert blieb zum ersten Halbjahr 2015 unver&auml;ndert, im Vergleich zum Gesamtjahr 2014 verringerte er sich um eine Milliarde infolge der R&uuml;ckzahlung einer stillen Einlage des notverstaatlichten Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article150326421\/Rettungsfonds-stuetzt-Banken-noch-mit-15-8-Milliarden.html\">Welt Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Varoufakis will die EU vor dem Zerfall retten<\/strong><br>\nDen fr&uuml;heren griechischen Finanzminister Giannis Varoufakis zieht es zur&uuml;ck in die Politik. Anfang Februar will er eine &bdquo;paneurop&auml;ische Bewegung&ldquo; ins Leben rufen. Sie sei aber keine Partei.<br>\nGiannis Varoufakis hat in einem Interview mit der italienischen Zeitung L&rsquo;Espresso die Gr&uuml;ndung einer eigenen politischen Bewegung angek&uuml;ndigt. Es solle keine Partei sein, sondern eine &bdquo;paneurop&auml;ische Bewegung&ldquo;, stellt er auf seinem Blog klar. Sie habe ein &bdquo;radikales Ziel&ldquo;, sagte Varoufakis dem Blatt, sie solle &bdquo;die EU demokratisieren&ldquo; und so den Zerfall der EU verhindern. (&hellip;)<br>\nVaroufakis zeigt sich in dem Interview &uuml;berzeugt, dass die EU zerfallen werde, wenn sie so weiter mache wie bisher. Die Zentrifugalkr&auml;fte w&uuml;rden dann so stark, dass zuerst die Euro-W&auml;hrungsunion und sp&auml;ter die EU zersplittern werde.  Noch k&ouml;nne niemand genau vorhersagen, wo genau der Bruch ausgel&ouml;st werden wird &ndash; ob in Griechenland, in Italien oder ganz woanders. Es sei &auml;hnlich wie im Fall der Sowjetunion: damals habe auch niemand deren Ende pr&auml;zise vorhersagen k&ouml;nnen &ndash; auch wenn jeder gewusst habe, dass sie keinen Bestand haben werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/griechenlands-ex-finanzminister-varoufakis-will-paneuropaeische-bewegung-gruenden-13984831.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ifo-Umfrage &ndash; Investieren unsere Konzerne nun endlich?<\/strong><br>\nSeit Jahren erwarten &Ouml;konomen, dass Deutschlands Unternehmen mehr Geld in Investitionen stecken. 2016 k&ouml;nnte es wirklich soweit sein. Die deutsche Industrie will im kommenden Jahr 2016 sp&uuml;rbar mehr investieren. Die Betriebe wollen ihre Ausgaben um sechs Prozent steigern, geht aus einer Umfrage des M&uuml;nchner Ifo-Instituts unter rund 1500 Unternehmen hervor.<br>\n&bdquo;Der Zuwachs kommt allerdings eher &uuml;ber die gro&szlig;en Firmen zustande, denn die kleinen Firmen wollen ihre Ausgaben f&uuml;r neue Bauten und Ausr&uuml;stungsg&uuml;ter 2016 eher k&uuml;rzen.&ldquo; Details zu einzelnen Branchen legen die Forscher Anfang des n&auml;chsten Jahres vor.<br>\nIfo-&Ouml;konom Klaus Wohlrabe sprach von einem R&auml;tsel, warum sich die Firmen vergleichsweise zur&uuml;ckhalten. &bdquo;Die Rahmenbedingungen sind ja seit Jahren sehr gut&ldquo;, sagte der Forscher und verwies zum Beispiel auf den niedrigen &Ouml;lpreis, die niedrigen Zinsen und die guten Finanzierungsbedingungen f&uuml;r die Firmen. &bdquo;Jedes Jahr denkt man, jetzt geht es los, aber dann doch nicht so recht.&ldquo;<br>\nIm Fr&uuml;hjahr 2015 hatte die Industrie f&uuml;r das laufende Jahr noch ein Plus von sieben Prozent angepeilt. Vor allem kleine Betriebe speckten dann aber nach Ifo-Angaben ihre Planungen deutlich ab. Demnach erh&ouml;hte die Industrie insgesamt ihre Investitionen 2015 letztlich nur um rund vier Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/ifo-umfrage-investieren-unsere-konzerne-nun-endlich-13987299.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.: Zitat:<\/strong> &bdquo;Ifo-&Ouml;konom Klaus Wohlrabe sprach von einem R&auml;tsel, warum sich die Firmen vergleichsweise zur&uuml;ckhalten. &bdquo;Die Rahmenbedingungen sind ja seit Jahren sehr gut&ldquo;, sagte der Forscher und verwies zum Beispiel auf den niedrigen &Ouml;lpreis, die niedrigen Zinsen und die guten Finanzierungsbedingungen f&uuml;r die Firmen. &bdquo;Jedes Jahr denkt man, jetzt geht es los, aber dann doch nicht so recht.&ldquo; <\/em><\/p>\n<p><em>Eigentlich mu&szlig; man nicht besonders schlau sein, und am besten hat man auch nicht VWL studiert, um das angebliche &ldquo;R&auml;tsel&rdquo; zu verstehen. Firmen investieren aus zwei Gr&uuml;nden: Erweiterungsinvestitionen, also um eine h&ouml;here Nachfrage befriedigen zu k&ouml;nnen, aber die ist nicht in Sicht. Oder Rationalisierungsinvestitionen, sozusagen die Angebotsseite, also um einen bestehenden Absatz g&uuml;nstiger erzeugen zu k&ouml;nnen. F&uuml;r Letzteres fehlt es an ebenfalls an der Nachfrage sowie an dem erforderlichen Druck, solange die Politik alles daf&uuml;r tut, die L&ouml;hne niedrig zu halten. Die durchaus positiven Rahmenbedingungen, die genannten &ldquo;guten Finanzierungsbedingungen&rdquo;, sind hilfreich, aber nicht ausreichend f&uuml;r Investitionen.<\/em><br>\n<em>Der Staat k&ouml;nnte viel Geld sparen, wenn er &ldquo;Forschern&rdquo;, die das absolut Offensichtliche nicht verstehen k&ouml;nnen, die &ouml;ffentliche Finanzierung streichen w&uuml;rde. Ein Stra&szlig;enkehrer, der die Stra&szlig;e nicht kehren kann, bekommt auch kein Geld f&uuml;r nicht erbrachte Arbeit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Milliardenhilfen f&uuml;r Banken: Teurer Scherbenhaufen in Portugal<\/strong><br>\nManche portugiesische Banken geraten wegen der Finanzkrise in Not, andere durch Schiebereien. Gelitten hat nicht nur der Ruf der Branche, sondern auch das Vertrauen in Politik und Aufsichtsbeh&ouml;rden.<br>\nIn Portugal springt wieder einmal der Staat ein, damit der Kollaps einer Bank keine Kreise zieht. Letzte Woche billigte das Parlament eine Korrektur am Staatsbudget 2015, um Hilfen von &uuml;ber 2 Mrd. &euro; zur &laquo;Abwicklung&raquo; des eher kleinen Banif zu erm&ouml;glichen. Gross ist im krisengeplagten Land der Verdruss &uuml;ber solche Hilfen. Den will der neue Finanzminister, M&aacute;rio Centeno, nun ernst nehmen. Es entspreche dem Willen der Regierung, versicherte er im Parlament, keine weiteren &ouml;ffentlichen Mittel f&uuml;r die L&ouml;sung von Problemen im Bankensektor aufzuwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/teurer-scherbenhaufen-in-portugal-1.18669272\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mindestlohn<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Union wettert gegen Mindestlohn und Regeln f&uuml;r Zeitarbeit<\/strong><br>\nCSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt hat eine harte Auseinandersetzung mit der SPD in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik angek&uuml;ndigt. &raquo;Wir d&uuml;rfen jetzt in der Koalition keine Fehler machen bei all den noch anstehenden Entscheidungen, die die Wirtschaft betreffen &ndash; zum Beispiel bei Werkvertr&auml;gen und Zeitarbeit&laquo;, sagte Hasselfeldt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. &raquo;Die Union (&hellip;) muss wieder heftige Abwehrschlachten gegen die SPD f&uuml;hren. So wie es beim Mindestlohn und der Rente mit 63 der Fall war&laquo;, sagte die Vize-Unionsfraktionsvorsitzende im Bundestag. (&hellip;)<br>\nSo forderte vor wenigen Tagen der CSU-Politiker Hans Michelbach, den gesetzlichen Mindestlohn wieder abzuschaffen. &raquo;Was hier auf Druck der SPD ins Gesetzblatt gekommen ist, bedeutet eine Abschottung des Arbeitsmarkts f&uuml;r Menschen ohne Besch&auml;ftigung&laquo;, erkl&auml;rte Michelbach am Freitag in M&uuml;nchen.<br>\nMichelbach forderte auch eine Aufhebung des Zeitarbeitsverbots f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge. &raquo;Damit werden Chancen zur raschen Integration von Fl&uuml;chtlingen in den Arbeitsmarkt leichtfertig vergeben&laquo;, kritisierte der CSU-Politiker. Ebenso mache das Mindestlohngesetz beispielsweise l&auml;ngere Praktika von Fl&uuml;chtlingen in Betrieben nahezu unm&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/996007.union-wettert-gegen-mindestlohn-und-regeln-fuer-zeitarbeit.html%20\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Das war zu erwarten: Zumindest einzelnen Leuten der Unionsparteien ist offenbar jedes Mittel recht, um den Mindestlohn, der bereits mit zahlreichen Ausnahmen versehen ist und im europ&auml;ischen Vergleich niedrig ausf&auml;llt, wieder abzuschaffen. Bitte lesen Sie dazu erneut: Nach nur zwei Wochen: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24576#h11\">Union will Mindestlohn verw&auml;ssern<\/a>. <\/em><br>\n<em>Zu hoffen ist, dass die SPD wenigstens bei diesem Thema, einem zentralen Wahlkampfthema der letzten Bundestagswahl, ihren ohnehin schwachen Standpunkt beh&auml;lt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Arbeitgeber fordern Stopp geplanter Sozialgesetze<\/strong><br>\nDie geplanten Gesetzes&auml;nderungen zu Werkvertr&auml;gen und Lohngleichheit sto&szlig;en bei Arbeitgebern auf Kritik. Weitere Belastungen und noch mehr B&uuml;rokratie wollen sie 2016 auf keinen Fall hinnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arbeitgeber-fordern-stopp-geplanter-sozialgesetze-13992024.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Merkel: &ldquo;Das wird Zeit, Kraft und Geld kosten &ndash; gerade mit Blick auf die so wichtige Aufgaben der Integration derer, die dauerhaft bleiben werden&rdquo; <\/em><br>\n<em>Und da passen die geplanten Sozialgesetze nicht nur den Arbeitgebern wenig ins Konzept, sondern auch nicht der schwarzen Null.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitsmarktforscher ziehen positive Bilanz<\/strong><br>\n&ldquo;Das Experiment ist gegl&uuml;ckt&rdquo;: Arbeitsmarktforscher ziehen eine positive Bilanz des Mindestlohns. Die Einf&uuml;hrung vor einem Jahr habe keine Jobs gekostet, sagen sie.<br>\nDer Arbeitsmarkt in Deutschland hat die Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohns gut verkraftet. &bdquo;Das angek&uuml;ndigte Jobdrama hat nicht stattgefunden. Auch im Osten ist es nicht zu einem gro&szlig;en Einbruch am Arbeitsmarkt gekommen, es sind sogar neue sozialversicherungspflichtige Jobs entstanden&ldquo;, sagt Joachim M&ouml;ller, Direktor des N&uuml;rnberger Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB). Sein Fazit nach einem Jahr Mindestlohn: &bdquo;Das Experiment ist gl&uuml;cklich ausgegangen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nVor Einf&uuml;hrung des Mindestlohns hatten &Ouml;konomen prognostiziert, dieser werde hunderttausende Jobs vernichten. Doch momentan steht der Arbeitsmarkt besser da als noch vor einem Jahr: Im November 2015 waren laut Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) 2,6 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, das waren 84 000 weniger als im November 2014. Auch die Besch&auml;ftigung ist sp&uuml;rbar gestiegen. Zuletzt lag die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs bei 31,4 Millionen und damit um 688 000 Stellen &uuml;ber dem Vorjahresniveau. Au&szlig;erdem gibt es Anzeichen daf&uuml;r, dass in den letzten Monaten in Deutschland Minijobs in sozialversicherungspflichtige Jobs umgewandelt wurden. Dies l&auml;sst sich gerade in den Branchen beobachten, die aufgrund ihrer Lohnstruktur besonders vom Mindestlohn betroffen sind: im Einzelhandel und in der Gastronomie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/ein-jahr-mindestlohn-arbeitsmarktforscher-ziehen-positive-bilanz\/12782100.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.S.:<\/strong> Es ist genau das eingetreten, was seri&ouml;se &Ouml;konomen aufgrund der empirischen Erfahrungen mit dem Mindestlohn in anderen hochentwickelten L&auml;ndern vorhergesagt haben, n&auml;mlich da&szlig; der Mindestlohn keine negativen Folgen f&uuml;r Wirtschaft und Arbeitsmarkt haben wird. Trotzdem wird die rein ideologisch motivierte Stimmungsmache gewisser &ldquo;&Ouml;konomen&rdquo; gegen den Mindestlohn weiterhin als berechtigt dargestellt, indem von einem &ldquo;Experiment&rdquo; mit &ldquo;gl&uuml;cklichem&rdquo; Ausgang gesprochen wird, das der Arbeitsmarkt &ldquo;gut verkraftet&rdquo; hat. So funktioniert Propaganda: Die negativen Prognosen waren nicht falsch, sondern es war nur Zufall, da&szlig; sie nicht eingetreten sind.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>CDU und Gr&uuml;ne schlagen &bdquo;Deutschland-Rente&ldquo; vor<\/strong><br>\nK&uuml;nftig soll es in Deutschland einen einfachen, sicheren und kosteng&uuml;nstigen Weg f&uuml;r eine zus&auml;tzliche Altersvorsorge geben. &bdquo;Wir schlagen eine einfache, sichere und g&uuml;nstige zus&auml;tzliche Altersvorsorge vor: die Deutschland-Rente, ein Standardprodukt f&uuml;r jedermann. Sie wird zum Selbstkostenpreis von einem zentralen Rentenfonds verwaltet, damit das Geld, das B&uuml;rger f&uuml;r ihre zus&auml;tzliche Altersvorsorge beiseite legen, sicher vor &uuml;berteuerten Angeboten ist. Sie sorgt f&uuml;r Orientierung in einem un&uuml;bersichtlichen Markt, schafft Vertrauen und hilft vor allem, der Altersarmut vorzubeugen. Der Staat organisiert sie und steht daf&uuml;r mit seinem guten Namen: Daher nennen wir sie die Deutschland-Rente&ldquo;, schreiben der gr&uuml;ne hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Sozialminister Stefan Gr&uuml;ttner und Finanzminister Thomas Sch&auml;fer (beide CDU) in einem Gastbeitrag f&uuml;r die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Sie wollen f&uuml;r ihr Konzept jetzt offensiv werben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46960\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Man fasst es nicht. Da stellen Politiker mehr oder weniger fest, dass die Riester-Rente ein gigantischer Betrug gewesen ist (Geb&uuml;hren zu hoch, Renditen zu niedrig) und was wird als L&ouml;sung vorgeschlagen? Eine noch riskantere Privatrente (mehr Aktien), die der Staat dann kosteng&uuml;nstig im Rahmen eines Fonds managen soll. Vorbild Norwegen. Bleibt nur die Frage, wo unser &Ouml;l ist, das wir gewinnbringend verkaufen k&ouml;nnen, um aus den &Uuml;bersch&uuml;ssen einen Kapitalstock zu bilden, der auch bei <a href=\"http:\/\/boerse.ard.de\/anlagestrategie\/riesenverlust-beim-riesenfonds100.html\">Finanzcrashs<\/a> die Verluste teilweise kompensieren k&ouml;nnte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hartz IV<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Parit&auml;tischer wirft Bundesregierung statistische Willk&uuml;r vor und fordert 491 Euro Regelsatz<\/strong><br>\nAls viel zu niedrig und &bdquo;in keiner Weise bedarfsdeckend&ldquo; kritisiert der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband die geplante Erh&ouml;hung der Hartz-IV-Regels&auml;tze zum 1.1.2016 um lediglich 5 Euro auf dann 404 Euro. In einer aktuellen Studie weist der Verband der Bundesregierung manipulative Eingriffe in die statistischen Berechnungen nach, die zu einer massiven Unterdeckung der Regels&auml;tze in Hartz IV f&uuml;hren. Der Verband fordert eine Korrektur und die Anhebung der Regels&auml;tze um 23 Prozent auf 491 Euro.<br>\n&bdquo;Der Regelsatz wurde bei seiner letzten Berechnung 2011 durch die damalige Arbeitsministerin von der Leyen willk&uuml;rlich manipuliert und trickreich kleingerechnet&ldquo;, erl&auml;utert Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes. &bdquo;Was dabei herauskam, hat mit dem Existenzminimum nicht mehr ernsthaft etwas zu tun, sondern dr&uuml;ckt Hartz-IV-Bezieher unter die Armutsgrenze. Seitdem wird diese Praxis jedes Jahr einfach fortgeschrieben. Es ist schon mehr als entt&auml;uschend, dass auch Frau Nahles diese Tricksereien &uuml;bernimmt, geh&ouml;rte sie doch vor ihrer Berufung zur Arbeitsministerin zu den Hauptkritikerinnen der Methoden ihrer Vorg&auml;ngerin.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/nc\/pressebereich\/artikel\/news\/hartz-iv-paritaetischer-wirft-bundesregierung-statistische-willkuer-vor-und-fordert-491-euro-regels\/\">Parit&auml;tische<\/a><\/li>\n<li><strong>Hartz IV weniger wert<\/strong><br>\nDie sogenannte turnusm&auml;&szlig;ige Erh&ouml;hung des Hartz-IV-Regelsatzes entspricht nicht mal im Ansatz einer Anpassung an das Existenzminimum. Die Anhebung um f&uuml;nf Euro ab 1. Januar auf dann 404 Euro wird von der Entwicklung der Verbraucherpreise zunichte gemacht. Das geht aus einer Berechnung des Deutschen Gewerkschaftsbundes hervor, die dieser am Mittwoch ver&ouml;ffentlichte.<br>\nEmpf&auml;nger von Hartz IV und Sozialhilfe haben demnach heute weniger finanziellen Spielraum als bei der Einf&uuml;hrung des Systems 2005. Dazu beigetragen hat unter anderem die Entwicklung der Nahrungsmittelpreise. W&auml;hrend diese in den vergangenen zehn Jahren um durchschnittlich 24,4 Prozent gestiegen sind, wurde der Regelsatz lediglich um 15,7 Prozent angehoben. Der Anteil f&uuml;r Nahrungsmittel und alkoholfreie Getr&auml;nke im Regelsatz ist mit etwa 35 Prozent der gr&ouml;&szlig;te, f&uuml;r alkoholische Getr&auml;nke wird Hartz-IV-Beziehern im Bedarf gar kein Geld einger&auml;umt. &raquo;Trotz guter Konjunktur hat sich die Spaltung zwischen oben und unten noch vergr&ouml;&szlig;ert&laquo;, kritisierte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. &raquo;Die Sicherung des Existenzminimums ist ein Verfassungsauftrag und keine Frage fiskalpolitischer Opportunit&auml;t.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/12-31\/024.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Frankreichs Regierung beschlie&szlig;t Verfassungsreform<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Regierung hat eine Reform auf den Weg gebracht, um den Ausnahmezustand in der Verfassung zu verankern. [&hellip;] Damit die Verfassungs&auml;nderung in Kraft tritt, muss sie nun noch von der Nationalversammlung und dem Senat mit einer Drei-F&uuml;nftel-Mehrheit verabschiedet werden. Die Beratungen im Parlament beginnen laut Valls am 3. Februar. Staatschef Fran&ccedil;ois Hollande hatte kurz nach den Pariser Anschl&auml;gen vom 13. November erkl&auml;rt, den Ausnahmezustand in der Verfassung verankern zu wollen. Bisher sind die damit verbundenen Ma&szlig;nahmen wie Ausgangssperren, n&auml;chtliche Wohnungsdurchsuchungen ohne richterlichen Beschluss und Hausarrest f&uuml;r mutma&szlig;liche Gef&auml;hrder nur in einem Gesetz geregelt.<br>\nDer vom Kabinett beschlossene Reformtext sieht auch die M&ouml;glichkeit vor, Franzosen mit doppelter Staatsb&uuml;rgerschaft nach einer Verurteilung wegen Terrorvorw&uuml;rfen die franz&ouml;sische Staatsb&uuml;rgerschaft zu entziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000028012016\/Ausnahmezustand-Frankreichs-Regierung-beschliesst-Verfassungsreform\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.S.:<\/strong> Ich finde diesen Artikel im Zusammenhang mit der Verfassungsreform in Polen und der Hetzjagd von Seiten der &bdquo;offiziellen EU&ldquo; und den &bdquo;Staatsmedien&ldquo; gegen Polen doch sehr bemerkenswert. Ich bin kein Jurist, aber im Grunde passiert in Frankreich genau das Gleiche wie in Polen. Von allen Seiten kommt der Vorwurf der &bdquo;Abschaffung der Demokratie&ldquo; in Polen und das es ernsthafte Konsequenzen geben muss. Mit keinem Wort wird aber die Verfassungsreform in Frankreich kritisch erw&auml;hnt. Nein, hier wird mit zweierlei Ma&szlig; gemessen und Demokratiefeindlich ist auch die Reform in Frankreich. Vergleichen Sie dazu den Artikel &uuml;ber Polen <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000028050718\/Polnisches-Parlament-entmachtet-Verfassungsgericht\">aus derselben Online-Zeitung<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Im Kern hat unser Leser hier durchaus Recht. Sowohl Polen als auch Frankreich hebeln die eigene Verfassung aus, um die Demokratie zu kanalisieren. In den Medien wird jedoch nur Polen daf&uuml;r kritisiert &ndash; dies sicher vollkommen zu Recht, aber halt auch sehr einseitig.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Frankreich im Ausnahmezustand: Eine Verfassungs&auml;nderung &agrave; la fran&ccedil;aise<\/strong><br>\nEin verfr&uuml;htes Weihnachtsgeschenk? Am 23. Dezember 2015 legte der franz&ouml;sische Ministerrat den Vorschlag f&uuml;r die Aufnahme zweier neuer Artikel in die Verfassung vor. Unmittelbar nach den Anschl&auml;gen in Paris vom 13. November 2015 hatte Fran&ccedil;ois Hollande bereits eine Verfassungsreform gefordert (s. dazu Ropert Poll im Verfassungsblog). Die Regierung arbeitete darauf einen Vorschlag aus, der zwei neue Artikel f&uuml;r die Verfassung vorsieht. Ein neuer Artikel 3-1 soll die M&ouml;glichkeit eines Entzugs der franz&ouml;sischen Staatsangeh&ouml;rigkeit schaffen, wenn ein Doppelstaatler wegen eines Verbrechens gegen die grundlegenden Interessen der Nation oder eines Terroraktes verurteilt wurde. Mit Artikel 36-1 soll der Notstand, der bisher nur im einfachen Gesetzesrecht normiert ist (Loi relative &agrave; l&acute;&eacute;tat d&acute;urgence von 1955), in die Verfassung integriert werden. (&hellip;)<br>\nDie politische Reaktion auf die Anschl&auml;ge ist nachvollziehbar. Die Verfassungs&auml;nderung wird hier allerdings als Mittel der Regierungspolitik benutzt. Sie hat vor allem Symbolwirkung und stellt gleichzeitig eine Gefahr f&uuml;r den Rechtsstaat dar. Im April 2017 stehen die n&auml;chsten Pr&auml;sidentschaftswahlen bevor. Sicherheitsma&szlig;nahmen durch verfassungspolitische Ma&szlig;nahmen mit hohem Symbolcharakter sind daher auch ein Mittel, die an das konservative und rechtsextreme Lager verlorenen Stimmen zur&uuml;ckzuholen. Der Rechtsruck der franz&ouml;sischen Gesellschaft wurde in den Regionalwahlen im Dezember 2015 mehr als deutlich.<br>\nAngesichts dessen ist die vorgeschlagene Verfassungsreform vor allen Dingen eines: ein Lehrst&uuml;ck dar&uuml;ber, wie in Frankreich Politik und Recht gemacht werden und wer in diesem Land die F&auml;den in der Hand h&auml;lt. Der Pr&auml;sident gibt die politische Richtung an, im Conseil d&acute;&Eacute;tat konzentriert sich die juristische Macht. Ein Weihnachtsgeschenk f&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger stellt die Vorlage des Ministerrats aber mit Sicherheit nicht dar. Die Zeichen stehen auf Sicherheit um jeden Preis &ndash; auch um den der libert&eacute;. Hoffnung geben allein die immer zahlreicher werdenden Aufrufe von Rechtsprofessoren: Es sei an der Zeit, auf den Terrorismus mit Vernunft, Wahrung der Freiheitsrechte und Frieden zu antworten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verfassungsblog.de\/frankreich-im-ausnahmezustand-eine-verfassungsaenderung-a-la-francaise\/%20\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wie Nahles die Armen gegeneinander ausspielt<\/strong><br>\nAus der Sicht mancher Berliner liegt die EU auf dem Mond. So kann es sich Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) ohne Weiteres leisten, Einschr&auml;nkungen an Sozialleistungen f&uuml;r EU-Ausl&auml;nder in Deutschland anzuk&uuml;ndigen, ohne darauf zu verweisen, dass es eine europ&auml;ische Richtlinie gibt, die genau diese Leistungen regelt. Kein Wunder, dass der Eindruck entsteht, die linke Sozialdemokratin schwenke pl&ouml;tzlich auf die Linie des britischen Premiers David Cameron ein, der wegen angeblicher Sozialschmarotzerei armer EU-B&uuml;rger deren Freiz&uuml;gigkeit beschneiden will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fluechtlingspolitik-andrea-nahles-eifert-david-cameron-nach-1.2800808\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Video: Harald Schumann: Die sch&auml;rfste Waffe der Demokratie<\/strong><br>\nEin hochspannender Beitrag zur Zukunft der Demokratie: Festrede von Harald Schumann, Tagesspiegel-Journalist und Autor (u. a. Die Globalisierungsfalle, Staatsgeheimnis Bankenrettung, Die Troika &ndash; Macht ohne Kontrolle) bei der 10-Jahres-Feier von LobbyControl.<br>\nSchumann verbindet seine Beobachtungen zur Finanzkrise und zur Politik der Troika, zu TTIP und &bdquo;Better Regulation&ldquo;, zu Konzern-Steuerflucht und VW-Skandal zu einer schonungslosen Bestandsaufnahme der &Uuml;bergriffe m&auml;chtiger Wirtschaftsinteressen auf Regierungen und Parlamente. Die Demokratie drohe dadurch entkernt und zur Beute rechtspopulistischer, autorit&auml;rer Kr&auml;fte zu werden. Schumann schlie&szlig;t mit wichtigen Denkanst&ouml;&szlig;en: Wie k&ouml;nnen B&uuml;rger\/innen &bdquo;den schlimmsten aller Gegner (&hellip;) das Gef&uuml;hl der eigenen Ohnmacht&ldquo; &uuml;berwinden? Wie kann sich Lobbykritik weiterentwickeln und wie gelingt die Verteidigung der europ&auml;ischen Demokratie?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/12\/video-harald-schumann-die-schaerfste-waffe-der-demokratie\/%20\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Merkw&uuml;rdige Weltverbesserer &ndash; Wie eigenn&uuml;tzig sind Campact-Aktivisten?<\/strong><br>\nEine Nichtregierungsorganisation wettert gegen alles von TTIP bis zu Lobbyisten im Bundestag. Warum aber profitiert Campact von steuerlichen Privilegien und hat mit dem Datenschutz Probleme? [&hellip;]<br>\nIn den &bdquo;Stuttgarter Nachrichten&ldquo; forderte der baden-w&uuml;rttembergische Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer (CDU): &bdquo;Es ist dringend geboten, die Gemeinn&uuml;tzigkeit von Campact zu &uuml;berpr&uuml;fen.&ldquo; Von Seiten der Finanzverwaltung m&uuml;sse gepr&uuml;ft werden, ob die Organisation &bdquo;zu Recht steuerliche Privilegien&ldquo; genie&szlig;t. F&uuml;r unvereinbar mit dem Status der Gemeinn&uuml;tzigkeit h&auml;lt Pfeiffer, dass Campact st&auml;ndig Kampagnen zu tagespolitischen Themen startet. &bdquo;Die Abgabenordnung h&auml;lt das Verfolgen von politischen Zwecken f&uuml;r unvereinbar mit der Gemeinn&uuml;tzigkeit&ldquo;, so Pfeiffer. Stattdessen d&uuml;rfe die Tagespolitik ausdr&uuml;cklich nicht im Mittelpunkt der T&auml;tigkeit stehen. Doch wenn man sich die Aktivit&auml;ten von Campact ansehe, ginge es beinahe ausschlie&szlig;lich um Tagespolitik. Pfeiffer geht noch einen Schritt weiter: &bdquo;Die linke Lobbytruppe soll ruhig ihre Aktivit&auml;ten betreiben, nur k&uuml;nftig nicht mehr mit den Steuergeldern der B&uuml;rger.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/merkwuerdige-bewegung-wie-eigennnuetzig-sind-campact-aktivisten-13995128.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Hat die FAZ schon einmal etwas von Toleranz geh&ouml;rt? Eine Seite ist daf&uuml;r und die andere Seite dagegen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung z.B. ist daf&uuml;r, was die neoliberal gepr&auml;gte Regierung f&uuml;r richtig h&auml;lt und hat  doch alle steuerlichen Privilegien und sonstigen Staatsfinanzierungen. Warum wird versucht,  Campact  die steuerlichen Privilegien zu entziehen? Es ist ein beliebtes Spiel, dem Gegner mit anderer Meinung den Geldhahn abzudrehen. Dieses Vorgehen erinnert an Russland, China und Saudi Arabien. Jetzt auch in Deutschland?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sozialdemokratie<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Tendenz &bdquo;Pasokifikation&ldquo;<\/strong><br>\nDie Sozialdemokratie in S&uuml;d- und Westeuropa muss sich wachsender Konkurrenz von links erwehren, wie der Absturz der spanischen Sozialisten bei den j&uuml;ngsten Wahlen zeigt<br>\nNoch scheint es verfr&uuml;ht, vom Trend zur fl&auml;chendeckenden &bdquo;Pasokifikation&ldquo; f&uuml;r die etablierte Sozialdemokratie im S&uuml;den der EU zu sprechen. Bei den Parlamentswahlen in Spanien am 20. Dezember sind die Sozialisten des PSOE nicht derart gestutzt worden und zur Randgr&ouml;&szlig;e geschrumpft, wie das der sozialdemokratischen PASOK in Griechenland am 25. Januar und 20. September 2015 widerfuhr. Die Panhellenischen Sozialisten kamen bei diesen Voten auf 4,7 beziehungsweise 6,2 Prozent, womit sich die einstige (Allein-)Regierungspartei f&uuml;r das Adjektiv &bdquo;marginalisiert&ldquo; empfahl. Seither kann die PASOK der linkssozialistischen Syriza von Premier Alexis Tsipras wenig bis nichts entgegensetzen und hofft auf Regeneration in der Opposition.<br>\nAuch wenn der Partido Socialista Obrero Espa&ntilde;ol Ende Dezember von einem PASOK-&auml;hnlichen Einbruch verschont blieb, lag die Partei doch nur 1,3 Prozent vor der linken Volksbewegung Podemos, die als Partei bei einem nationalen Parlamentsvotum deb&uuml;tierte, auf Anhieb re&uuml;ssierte und Anteil daran hatte, dass die Sozialisten von gut 29 Prozent bei der Wahl 2011 auf nur noch 22 Prozent f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter abfielen. Zu allem &Uuml;berfluss sieht sich der PSOE auch noch mit einem strategischen Dilemma konfrontiert, sich entweder in einer gro&szlig;en Koalition mit dem Partido Popular (PP) von Mariano Rajoy zu ruinieren oder Neuwahlen zu riskieren, bei denen im Wettbewerb mit Podemos weitere Verluste drohen, da beide Parteien um &auml;hnliche W&auml;hlerschichten werben &ndash; Arbeiter, den Abstieg f&uuml;rchtende urbane Mittelschichten, darunter viele Akademiker, Teile der Landbev&ouml;lkerung, die Unter-35-J&auml;hrigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/tendenz-pasokifikation-1%20\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Der angebotsorientierte bzw. neoliberale Politikkurs scheint der Sozialdemokratie nirgends zu bekommen. Eine &Auml;nderung dieses Kurs erscheint dennoch &ndash; insbesondere bei der deutschen SPD-Spitze &ndash; nicht ersichtlich. Im Gegenteil: Der gerade wiedergew&auml;hlte Gabriel hat j&uuml;ngst auf dem Parteitag sinngem&auml;&szlig; betont, dass er mit seiner 75%-igen Unterst&uuml;tzung nun erst recht seinen Kurs fortsetzen m&ouml;chte.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: SPD will Mangel an Optionen<\/strong><br>\nSPD Vize Ralf Stegner kann sich vorstellen, dass seine Partei k&uuml;nftig mit der FDP koaliert. Gleichzeitig behauptet er, die CDU w&uuml;rde Wahlkampfhilfe f&uuml;r die AfD leisten. Was Stegner eigentlich sagen will, ist klar. Seine Partei soll auch nach der Bundestagswahl 2017 Juniorpartner der CDU bleiben, am besten aus Mangel an Optionen f&uuml;r die Kanzlerin.<br>\nUnd diesen Mangel k&ouml;nnte es am ehesten geben, wenn im Bundestag sechs, statt bisher vier Fraktionen vertreten w&auml;ren. Denn unter diesen Umst&auml;nden k&auml;me Merkel auf keinen Fall an der SPD vorbei und die SPD selbst nicht in die Verlegenheit, das abermalige Ausschlagen einer linken Mehrheit den Mitgliedern erkl&auml;ren zu m&uuml;ssen. Wie bequem f&uuml;r die SPD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/151230_spd-will-mangel-an-optionen\">TauBlog<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>R&uuml;ckkehr der &raquo;alten Schule&laquo;<\/strong><br>\nWarum aufrechte Sozialdemokraten die herrschende Politik aufmischen k&ouml;nnen. Alban Werner zur Debatte um die Erneuerung der gesellschaftlichen Linken (&hellip;)<br>\nAus Erfahrung glaubw&uuml;rdig: Die &rsaquo;Old School&lsaquo; -Sozialdemokratie<br>\nInteressant ist nun, dass es seit einigen Jahren, verst&auml;rkt aber 2015 das Comeback eines Typus Politikers auf der Linken gibt, den man sich vor 10, 15 Jahren so kaum h&auml;tte vorstellen k&ouml;nnen: Die alters- und einstellungsm&auml;&szlig;ig ganz &rsaquo;alte Schule&lsaquo; der Sozialdemokratie feiert derzeit eine triumphale R&uuml;ckkehr auf der politischen B&uuml;hne, dies- und jenseits des Atlantiks. Dazu geh&ouml;ren Leute mit ganz unterschiedlichen Biographien wie der New Yorker B&uuml;rgermeister Bill de Blasio, der sozialistische Pr&auml;sidentschaftskandidat Bernie Sanders aus Vermont, Bill Clintons ehemaliger Arbeitsminister Robert Reich, der neue Labour Party-Vorsitzende Jeremy Corbyn, aus der deutschen Sozialdemokratie die &rsaquo;Nachdenkseiten&lsaquo;-Gr&uuml;nder Albrecht M&uuml;ller und Wolfgang Lieb, und vielleicht neuerdings die Politologin und ehemalige Bundespr&auml;sidentschafts-Bewerberin Gesine Schwan.<br>\nAber wie kann es sein, dass ausgerechnet diese nicht mehr ganz taufrischen Exemplare (Bill de Blasio ist mit Jahrgang 1961 das K&uuml;ken unter den Genannten) eine politische Euphorie entfachen, obwohl sie nicht wie Barack Obama, der k&uuml;nftige kanadische Premierminister Justin Trudeau, Alexis Tspiras oder Pablo Iglesias einen Newcomer-Bonus in Anspruch nehmen k&ouml;nnen?<br>\nEs gibt, so meine These, bei allen Genannten doch einige gemeinsame Eigenschaften, die das Publikum an ihnen erkennt oder zu erkennen glaubt, durch die sie sich von den altbekannten Figuren des politischen Spiels abgrenzen, die bei South Park mit so unappetitlichen Metaphern bedacht werden. Sie haben damit erstaunlichen Erfolg, vor allem bei der j&uuml;ngeren Generation, die viele bereits f&uuml;r Politik verloren gegeben hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/990074.rueckkehr-der-alten-schule.html\">neues deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Schweigen der Generation Facebook<\/strong><br>\nDeutschland beteiligt sich am Krieg in Syrien &ndash; und fast niemand protestiert. Die einst so gro&szlig;e Friedensbewegung stirbt aus, weil sich die Jugend lieber &uuml;ber &ldquo;Zwangsgeb&uuml;hren&rdquo; emp&ouml;rt &ndash; ein Armutszeugnis.<br>\nDer Bundeswehr-Einsatz im Syrien-Konflikt ist beschlossen, vergangene Woche hat auch der Bundestag mit gro&szlig;er Mehrheit zugestimmt. In wenigen Wochen werden deutsche Soldaten die internationale Koalition gegen die Terrormiliz IS unterst&uuml;tzen. Deutschland wird Teil des Krieges in Nahost.<br>\nPhase Zwei des deutschen Kriegs gegen den Terror &ndash; und hierzulande schreit keiner auf. Wo ist die einst so gro&szlig;e Friedensbewegung geblieben, die ihren pazifistischen Schlachtruf &ldquo;Nie wieder Krieg&rdquo; in die vorweihnachtliche Stimmung schreit? Wo sind die Teelichter, die rituell aus dem Schrank geholt werden, sobald auch nur ein Soldat seine Stiefel schn&uuml;rt? Die Bewegung stirbt aus. Die Aktivisten aus den Zeiten des Nato-Doppelbeschlusses sind offensichtlich zu alt. Und die Jungen haben immer weniger ein Problem mit Krieg. Weil sie ihn noch nie erlebt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mobil.stern.de\/politik\/deutschland\/kommentar-zur-friedensbewegung--das-schweigen-der-generation-facebook-6594480.html%20\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Erst wird die neue Friedensbewegung , angefangen bei den Mahnwachen &uuml;ber &ldquo;Friedenswinter&rdquo; bis zu &ldquo;STOPP Ramstein&rdquo;, von den Mainstream-Medien mit Diffamierungen als &ldquo;neurechte Querfront&rdquo; und Verschw&ouml;rungsspinner diskreditiert und gezielt klein gehalten, aber nun wird gejammert warum es keine gro&szlig;e Friedensbewegung gegen den Kriegseinsatz von Deutschland in Syrien gibt.<\/em><br>\n<em>So ein wenig schizophren ist das schon irgendwie, oder?!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Angst vor neuem Maidan: Deutsche Medien vor und nach dem Regime-Change in Kiew: Spiegel enth&uuml;llt Lobbykampagne<\/strong><br>\nDer aktuelle Spiegel entr&uuml;stet sich auf drei Seiten &uuml;ber eine von au&szlig;en finanzierte Medienkampagne f&uuml;r die seinerzeit inhaftierte Julia Timoschenko. Die Exregierungschefin der Ukraine, wir erinnern uns, war zu einer langj&auml;hrigen Haftstrafe verurteilt worden, weil sie sich im Amte um einige hundert Millionen Dollar bereichert hatte. 2012 k&auml;mpften jedoch unisono die deutschen Medien f&uuml;r die Freiheit der kriminellen, korrupten Politikerin, sie wurde von Hamburg bis M&uuml;nchen auf den Schild gehoben, sie war die Kiewer Jeanne d&rsquo;Arc, die K&auml;mpferin f&uuml;r Demokratie und Menschenrechte in der Ukraine. Kritik war unzul&auml;ssig. Eine Abordnung der Berliner Charit&eacute; attestierte ihr n&auml;mlich ein schweres R&uuml;ckenleiden, an dem sie zugrunde ginge, w&uuml;rde sie nicht in Deutschland operiert. Bundespr&auml;sident Joachim Gauck sagte eine Ukraine-Reise ab, Kanzlerin Merkel blieb der Fu&szlig;ball-EM im Sommer 2012 fern, mehrere EU-Au&szlig;enminister ver&ouml;ffentlichten einen Appell in der New York Times, dass Kiew die &raquo;Unterdr&uuml;ckung der Opposition&laquo; beenden solle, weil dies die angestrebte EU-Integration der Ukraine gef&auml;hrden w&uuml;rde.<br>\nUm mir angesichts dieser geschlossenen Meinungsfront selbst ein Bild zu machen, reiste ich im Fr&uuml;hsommer 2012 in die Ukraine. Der Blick hinter die Kulissen erschien als Buch (&raquo;Die Gauklerin. Der Fall Timoschenko&laquo;). Der Rezensent der jungen Welt nannte es &raquo;Wirtschaftskrimi, Politthriller und prononcierte Medienschelte&laquo; und konstatierte ziemlich ver&auml;rgert: &raquo;Wie die T&auml;terin zum Opfer mutieren konnte, ist zum Haare raufen&laquo; (jW vom 27. Oktober 2012). Obgleich Dutzende Redaktionen das Buch angefordert hatten, erschien sonst so gut wie keine Besprechung. Dabei gab es bereits &Uuml;bersetzungen in Frankreich, Russland und der Ukraine. Ich fragte die verstummten potentiellen Rezensenten nach dem Grund. Die Antwort war fast &uuml;berall die gleiche. Ein Spiegel-Redakteur und Kenner der Materie bekundete Beifall, dass endlich mal jemand Timoschenko eins auf die M&uuml;tze gegeben habe &ndash; aber besprechen werde er das Buch dennoch nicht: Der Tenor versto&szlig;e gegen die Linie des Blattes. Offenkundig war die Linie &uuml;berall: Kein kritisches Wort.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/12-24\/066.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Der Mann, der es rausl&auml;sst<\/strong><br>\nDer dritte Klassensprecher von ehedem ist nun ein Kabarettist der ersten Klasse. Auch wenn er einen Umweg &uuml;ber das Lehramtsstudium mit den F&auml;chern Englisch, Russisch und Geschichte gemacht hat. Das war aber eher seinem Vater, dem Grundschuldirektor, geschuldet. Der Sohn brach es vor dem Examen ab, um seiner Berufung zu folgen. Obwohl er eigentlich noch einmal etwas v&ouml;llig anderes werden wollte. Landschaftsarchitekt. Die &bdquo;Atomkraft lag in der Luft&ldquo;, sie bauten eine Stra&szlig;e durch &bdquo;ihr&ldquo; Naherholungsgebiet. Ein Landschaftsarchitekt Priol h&auml;tte k&uuml;nftig so was verhindert. So stellte er sich das vor. Aber dann h&auml;tte er vor dem Studium eine zweij&auml;hrige G&auml;rtnerlehre machen m&uuml;ssen. Er wollte aber gleich studieren, hat es mit einem Semester Geographie versucht: &bdquo;Das war gar nichts.&ldquo; Aber die Zeit sei damals sch&ouml;n gewesen, sagt er, &bdquo;weil wir Zeit hatten&ldquo;.<br>\nHeute kann Priol nur noch davon tr&auml;umen. Er hat 150 bis 160 Auftritte im Jahr, in Deutschland, &Ouml;sterreich, in der Schweiz, bei den Goethe-Instituten &bdquo;im richtigen Ausland&ldquo;. Er f&uuml;llt R&auml;ume, in denen Hunderte, die in die Tausende gehen, Platz haben, die Rheingoldhalle in Mainz etwa, die Jahrhunderthalle in Frankfurt. Da macht er auch immer seinen satirischen Jahresr&uuml;ckblick, steht, mit einer Pause, drei Stunden auf der B&uuml;hne, mutterseelenallein, vor ihm das Glas mit alkoholfreiem Bier, f&auml;llt von einer Stimmung in die andere, von einer Tonlage in die n&auml;chste, prangert den Zustand der Welt an und der CSU. In einem Affentempo. Ursula von der Leyen wird da mal eben zur &bdquo;letzten Blendgranate der Bundeswehr&ldquo;, Erdogan zum &bdquo;D&ouml;ner-Putin&ldquo; und das Tablet zur &bdquo;d&uuml;mmsten Erfindung&ldquo;, gr&ouml;&szlig;er als das Smartphone und kleiner als ein Notebook. Wenn Deutschland solche Debatten f&uuml;hre, &bdquo;ist es kein Wunder, dass so viele zu uns kommen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/urban-priol-der-mann-der-es-rauslaesst-13985708.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM.:<\/strong> Bewundernswerter Mensch, dieser Urban Priol. Und anst&auml;ndig von der FAZ, ihn so zu kommentieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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