{"id":29932,"date":"2016-01-05T14:16:16","date_gmt":"2016-01-05T13:16:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29932"},"modified":"2016-01-08T08:17:15","modified_gmt":"2016-01-08T07:17:15","slug":"silvester-uebergriffe-in-koeln-wir-sind-schockiert-aber-worueber-eigentlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29932","title":{"rendered":"Silvester-\u00dcbergriffe in K\u00f6ln: Wir sind schockiert! Aber wor\u00fcber eigentlich?"},"content":{"rendered":"<p>Die Republik ist schockiert! Offenbar haben einige Dutzend M&auml;nner nordafrikanischer Herkunft am Silvesterabend auf der K&ouml;lner Domplatte zahlreiche Frauen bestohlen, bedroht, sexuell bel&auml;stigt und in einem Fall sogar vergewaltigt. Diese Form von Kriminalit&auml;t ist zweifelsohne widerlich, neu ist sie jedoch nicht. Erstaunlich ist daher vor allem, dass Polizei und &Ouml;ffentlichkeit derart erstaunt &uuml;ber die Vorf&auml;lle am Silvesterabend sind und die Politik sich dieses Themas auf h&ouml;chster Ebene annimmt. Von <strong>Jens Berger<\/strong><\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger vom 8. Januar:<\/strong> Da mittlerweile ernsthafte Verdachtsmomente im Raume stehen, dass die K&ouml;lner Polizei der Presse und der &Ouml;ffentlichkeit gegen&uuml;ber bewusst falsche Aussagen get&auml;tigt hat, stehen die in diesem Artikel genannten Zahlen unter Vorbehalt. Auch ich hatte mich auf die Aussagen verlassen, die die K&ouml;lner Polizei mir auf Anfrage mitteilte.<\/em><br>\n<!--more--><br>\nDie in den Zeugen- und Opferaussagen genannte Vorgehensweise der K&ouml;lner T&auml;ter ist nicht unbekannt. Das Opfer wird von einer Gruppe eingekesselt und dann bestohlen oder auch ausgeraubt. Vor allem in K&ouml;ln ist diese Variante des <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/region\/antaenzer-gehen-in-grossen-staedten-auf-diebestour-id10768600.html\">&bdquo;Ant&auml;nzer-Tricks&ldquo;<\/a> ein polizeibekanntes &Auml;rgernis. Die Tatverd&auml;chtigen sind meist jung und stammen nach Angaben des Innenministeriums aus Nordafrika. Das gruppenweise Vorgehen hat dabei System. Da das deutsche Strafrecht eine Kollektivbestraftung ausschlie&szlig;t und das Opfer den bestimmten T&auml;ter nicht zweifelsfrei zuordnen kann, gehen die &bdquo;Verd&auml;chtigen&ldquo; dann in der Regel straffrei aus. Liest man sich die von den Medien ver&ouml;ffentlichten Opfer- und Zeugenaussagen von der K&ouml;lner Domplatte durch, ist exakt dies auch bei den Silvesterfeierlichkeiten geschehen. Dass man am Silvesterabend auf der K&ouml;lner Domplatte ausgeraubt werden kann, ist jedoch alles andere als &uuml;berraschend. Der einzige Unterschied zur &bdquo;normalen&ldquo; Alltagskriminalit&auml;t war offenbar, dass die T&auml;ter ob der Feierlichkeiten selbst stark alkoholisiert waren und sexuell zudringlich wurden.<\/p><p>Auch dies ist jedoch trauriger Alltag. Meist spielen sich solche Vorf&auml;lle jedoch in &bdquo;No-Go-Areas&ldquo; ab und die Opfer geh&ouml;ren zur gleichen sozialen Schicht wie T&auml;ter. So etwas interessiert dann weder die Politik, noch die &Ouml;ffentlichkeit oder die Medien. Im aktuellen Beispiel spielten sich die Taten jedoch an einer sehr &ouml;ffentlichen Stelle ab, die auch von Angeh&ouml;rigen der Mittel- oder gar Oberschicht h&auml;ufig frequentiert wird. Und schon spricht die Politik von einer &bdquo;neuen Dimension organisierter Kriminalit&auml;t&ldquo; und eine ganze Stadt ist &bdquo;schockiert&ldquo;. Das ist nicht neu. Kriminalit&auml;t ist immer nur dann &bdquo;schockierend&ldquo;, wenn ausnahmsweise einmal nicht die Unterschicht, sondern die Mittel- und Oberschicht zu den potentiellen Opfern geh&ouml;ren. <\/p><p>Unlauter ist, dass die Vorkommnisse in K&ouml;ln nun im Zusammenhang mit der deutschen Fl&uuml;chtlingspolitik diskutiert werden. Die Tatverd&auml;chtigen waren &ndash; nach jetzigem Erkenntnisstand &ndash; keine Fl&uuml;chtlinge oder Asylbewerber, sondern ganz &bdquo;normale&ldquo; angeh&ouml;rige der organisierten Kriminalit&auml;t; was in diesem Fall auch hei&szlig;t, dass sie in dem allermeisten F&auml;llen wohl nicht deutschst&auml;mmig sind. Nun w&auml;re es nat&uuml;rlich eine sehr wichtige gesellschaftliche Debatte, die Gr&uuml;nde herauszufinden, warum einige wenige Migranten ihr Leben nicht gemeistert bekommen und in die Organisierte Kriminalit&auml;t abrutschen. Doch diese Fragen werden nicht gestellt. <\/p><p>Man k&ouml;nnte an dieser Stelle auch fragen, warum die Polizei es nicht schafft, mitten in K&ouml;ln ihrer origin&auml;ren Aufgabe, der Gew&auml;hrleistung der Sicherheit im &ouml;ffentlichen Raum, nachzugehen. An gleicher Stelle schaffte es die K&ouml;lner Polizei bekanntlich nicht, die HoGeSa-Ausschreitungen zu unterbinden. Doch damals ging es um 3.000 bis 5.000 gewaltbereite Schl&auml;gertypen und nicht um einige nordafrikanische B&uuml;rschlein. Und wenn man nun liest, dass am Silvesterabend selbst weibliche Zivilpolizistinnen sexuell bel&auml;stigt wurden und die Kollegen sich nur &bdquo;tief betroffen&ldquo; zeigten, aber ganz offensichtlich nicht mit der n&ouml;tigen H&auml;rte gegen die T&auml;ter vorgingen, fragt man sich schon, ob wir es hier mit Fahrl&auml;ssigkeit oder gar Vorsatz zu tun haben.<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/4d7db4ea259a4e82bca61da136a878c5\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Republik ist schockiert! Offenbar haben einige Dutzend M&auml;nner nordafrikanischer Herkunft am Silvesterabend auf der K&ouml;lner Domplatte zahlreiche Frauen bestohlen, bedroht, sexuell bel&auml;stigt und in einem Fall sogar vergewaltigt. Diese Form von Kriminalit&auml;t ist zweifelsohne widerlich, neu ist sie jedoch nicht. 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