{"id":2996,"date":"2008-02-20T09:15:46","date_gmt":"2008-02-20T08:15:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2996"},"modified":"2008-02-20T11:50:37","modified_gmt":"2008-02-20T10:50:37","slug":"hinweise-des-tages-589","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2996","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2996&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Der Steuerbetrugsskandal<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Wie man Steueroasen trockenlegt<\/strong><br>\nIn den USA darf die Schweizer Bank UBS nicht mehr beim Steuerbetrug behilflich sein. Das k&ouml;nnte ein Vorbild f&uuml;r europ&auml;ische Regierungen sein<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F02%2F20%2Fa0039&amp;src=GI&amp;cHash=bca8183df7&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Leider fehlt der doch vielleicht entscheidende Hinweis, wie die US-Bankenaufsicht auf die UBS Druck aus&uuml;ben konnte. Vgl. dazu auch: <a href=\"?p=2986\">FAZ liefert ein Gaunerbrevier f&uuml;r Steuerhinterzieher<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Attac fordert konsequente Ma&szlig;nahmen gegen Liechtenstein und andere unkooperative Steueroasen<\/strong><br>\nDie heutige Pressekonferenz von F&uuml;rst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein hat noch einmal bewiesen, dass Liechtenstein nicht gewillt ist, die Beihilfe zur Steuerhinterziehung aufzugeben. Dabei st&uuml;tzt sich der Monarch wie auch Vertreter von Privilegieninteressen in Deutschland auf scheinheilige Argumente.\n<p>Liechtenstein behauptet, es habe bereits mit der EU kooperiert und auch seine Finanzmarktregulierung verbessert. Diese Kooperation betrifft jedoch nicht die Steuerhinterziehung, sondern nur Geldw&auml;sche und Umsatzsteuerbetrug. Wie auch die Schweiz weigert sich Luxemburg bei Steuerhinterziehung Amtshilfe im Einzelfall geschweige denn automatischen Informationsaustausch zu gew&auml;hrleisten. Liechtenstein behauptet, es sei seine souver&auml;ne Entscheidung, auf welche Einkommen es Steuern erhebt und wann Amtshilfe leistet. In einem gemeinsamen Markt wie der EU und dem EWG gilt Souver&auml;nit&auml;t allerdings nur eingeschr&auml;nkt. Zudem ist es die souver&auml;ne Entscheidung von gesch&auml;digten Staaten wie Deutschland, den freien Kapital- und Warenverkehr einzuschr&auml;nken oder mit strengen Kontrollen wie Meldepflichten zu belegen. Liechtenstein behauptet, ein m&auml;chtiges und gro&szlig;es Land w&uuml;rde hier gegen schwache kleine Staaten vorgehen. Richtig ist jedoch, dass sich die gr&ouml;&szlig;eren europ&auml;ischen L&auml;ndern seit vielen Jahren von kleineren Nachbarl&auml;ndern steuerlich ausbeuten lassen.<\/p>\n<p>Deshalb liegt das Pro-Kopf-Einkommen der Steueroasen in Europa an der Spitze. Schlie&szlig;lich behauptet Liechtenstein wie auch interessierte deutsche Lobbygruppen, das Problem der Steuerflucht k&auml;me durch zu hohe Steuern in Deutschland. Die Erfahrung beweist jedoch, dass Fluchtkapital auch bei niedrigeren Steuern nicht zur&uuml;ckkehrt. Au&szlig;erdem ist grunds&auml;tzlich mit sozialer Gerechtigkeit unvereinbar, dass Steuers&auml;tze auf Kapitaleinkommen niedriger sind als auf Arbeitseinkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/presse_ausgabe.php?id=835\">attac<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Steuerfahndung: &ldquo;Wir haben alles&rdquo;<\/strong><br>\nDie Beweise der Steuerfahnder sind erdr&uuml;ckend: Viele Verd&auml;chtige haben offenbar schon gestanden. Etliche Millionen Euro wurden schon eingetrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt2m3\/wirtschaft\/artikel\/378\/158949\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Inquisition, Unschuldsvermutung und Herr Zumwinkel<\/strong><br>\nDas Gerechtigkeitsempfinden der Bev&ouml;lkerung als Ma&szlig;stab f&uuml;r Strafprozesse &ndash; das ging nicht nur einmal schief. Bei allem politisch &uuml;blichen Populismus sollte doch auch ein Herr Beck wissen, da&szlig; es Rechtsstaat und nicht Empfindungsstaat hei&szlig;t. Lassen Sie mich vorausschicken, da&szlig; Herr Zumwinkel mir recht gleichg&uuml;ltig ist. Ganz und gar nicht gleichg&uuml;ltig ist mir jedoch die Dreistigkeit, mit der er im Rahmen eines Strafverfahrens vorgef&uuml;hrt und so die Unschuldsvermutung mit F&uuml;&szlig;en getreten wird. Mir ist so etwas aus prinzipiellen Gr&uuml;nden nicht egal. Ich halte es immer noch f&uuml;r richtig, wenn Beschuldigte ein faires Verfahren bekommen. Das gilt f&uuml;r jedermann, f&uuml;r Prominente ebenso wie f&uuml;r Schwerstkriminelle. Das mag freilich antiquiert sein, aber immerhin steht es so im Gesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.schirach.de\/einspruch\/\">Schirachs Einspruch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen:<\/strong> Nat&uuml;rlich sollte dem Verdacht auf Steuerhinterziehung gr&uuml;ndlich nachgegangen und Zumwinkel gegebenenfalls angemessen bestraft werden. Offenbar wird hier jedoch in mehrfacher Hinsicht falsch gespielt:<\/em><\/p>\n<p>&ndash; &bdquo;Merkelbeck&ldquo; und die staatstragenden Medien kosten die Gelegenheit aus, ein soziales Gewissen vorzut&auml;uschen, &hellip;<br>\n&ndash; &hellip; und verhalten sich in ihrem Eifer rechtsstaatlich bedenklich.<br>\n&ndash; Die Mehrheit der Beschuldigten hingegen bekommt durch die fr&uuml;he Ank&uuml;ndigung der Durchsuchungen gen&uuml;gend Vorwarnzeit einger&auml;umt, um Spuren zu verwischen oder gar zu fl&uuml;chten.<\/p><\/li>\n<li><strong>Bestrafe einen und warne hundert<\/strong><br>\nHandelte die Bundesregierung also nach dem abgewandelten Mao-Motto: &ldquo;Verhafte einen und warne hundert&rdquo;? Ein Sprecher Steinbr&uuml;cks sprach von &ldquo;Leistungstr&auml;gern&rdquo;, gegen die ermittelt werde. Ist dies zutreffend, dann g&auml;be es tats&auml;chlich einige Gr&uuml;nde, die f&uuml;r ein bewusst tollpatschiges Vorgehen der Entscheidungstr&auml;ger sprechen: Man kennt die Leute ja m&ouml;glicherweise pers&ouml;nlich und verkehrt im selben Umfeld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/27\/27316\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Auslaufmodell soziale Marktwirtschaft<\/strong><br>\nWeil in vielen L&auml;ndern die Voraussetzung f&uuml;r ein demokratisches System fehlt, verliert auch die soziale Marktwirtschaft weltweit an Bedeutung, berichtet eine neue Bertelsmann-Studie.\n<p>Allerdings sind solche L&auml;nder-Rankings unter Fachleuten umstritten. Der &Ouml;konom Ullrich Heilemann, Direktor des Institutes f&uuml;r Empirische Wirtschaftsforschung in Leipzig, spricht in einem Gutachten f&uuml;r das Bundesfinanzministerium etwa von &ldquo;Zahlenalchemie&rdquo;. &ldquo;Eine wissenschaftliche Untersuchung l&auml;sst sich nicht auf eine einfache Zahl reduzieren&rdquo;, sagt Heilemannn. Bertelsmann-Projektleiter Hauke Hartmann verteidigt die Rankingliste als Kommunikationsmittel: &ldquo;Sie ist wichtig, um bestimmte Aussagen auf den Punkt zu bringen. Sie soll aber nur einen Einstieg bieten.&rdquo;<\/p>\n<p>Leistungsrankings sind ein beliebtes Werkzeug der G&uuml;tersloher Vordenker. Nach eigenem Bekenntnis verfolgt die Stiftung eine marktwirtschaftliche Agenda, die sie mit Konzepten f&uuml;r weniger Staat und mehr Eigenverantwortung unterf&uuml;ttert. Im Zentrum ihrer Konzepte steht h&auml;ufig die Umgestaltung gesellschaftlicher Bereiche nach marktwirtschaftlichen Prinzipien &ndash; meist durch Privatisierung und Deregulierung. Schon lange haben sich die Konzern-Forscher damit als Ideenlieferant f&uuml;r die Politik empfohlen. So leistete die Stiftung ma&szlig;gebliche Vorarbeiten etwa f&uuml;r die Hartz-Reformen, die Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren und die Riester-Rente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/auslaufmodell-soziale-marktwirtschaft\/?src=SE&amp;cHash=586ce5dd13\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftsweiser Bofinger: Zumwinkel und das Monster Staat<\/strong><br>\nBereits bei Nietzsche war der Staat das &ldquo;k&auml;lteste Ungeheuer&rdquo;. Selbst angesehene B&uuml;rger hinterziehen Steuern, weil sie ein gest&ouml;rtes Verh&auml;ltnis zum Staat haben. Wenn man etwas genauer hinsieht, erkennt man hinter dem Steuerskandal ein grundlegenderes Problem, das nicht nur &ldquo;die Reichen&rdquo;, sondern die Gesellschaft insgesamt betrifft. Das fehlende Schuldbewusstsein bei der Steuerhinterziehung ist ein Symptom daf&uuml;r, dass immer mehr B&uuml;rger ein gest&ouml;rtes Verh&auml;ltnis zu unserem Staat aufweisen. Er wird nicht als Interessengemeinschaft gesehen, die uns jene Ziele erm&ouml;glicht, die wir &uuml;ber den Markt nicht erreichen k&ouml;nnten &ndash; sondern als feindlich gesinnte Organisation, die die ihr zur Verf&uuml;gung gestellten Mittel verprasst, ohne einen Nutzen zu entfalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/334\/158905\/\">SZ<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Elite-Einrichtungen sind komplette Parallelwelten&rdquo;<\/strong><br>\nDie Journalistin Julia Friedrichs hat sich in ihrem ersten Buch auf die Spuren der M&auml;chtigen von morgen begeben und den Begriff &ldquo;Elite&rdquo; beleuchtet. Dazu besuchte sie auch Eliteakademien und &ndash;internate: &bdquo;Viele bringen dem Staat eine gro&szlig;e Geringsch&auml;tzung entgegen. Der Staat ist nichts, was ihnen dient, sondern ihnen immer nur etwas wegnehmen will. Viele haben das Gef&uuml;hl: Wir sind die Leistungstr&auml;ger und es dankt uns niemand. Wir werden immer nur weiter ausgenutzt. Das ist eine Art private Rache gegen&uuml;ber dem Staat. Die Sache mit den Gewinnern und Verlierern ist so ein Leitmotiv, das sich bei den Menschen durchzieht. Man steht in einem Wettbewerb mit allen und wer es nicht schafft, hat sich nicht genug angestrengt, hat Pech gehabt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/waz\/2008\/2\/19\/news-24735481\/detail.html\">WAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum sie es tun<\/strong><br>\nVon den Entscheidern der Wirtschaft arbeitet niemand mehr in dem Gef&uuml;hl, kontinuierlich ein Projekt oder eine Gesch&auml;ftsidee zu entwickeln. Man rechnet mit den Best&auml;nden und wartet ab, wie lange es gut geht. Aus solch einem Geist entsteht wohl auch das Bed&uuml;rfnis, beiseite zu schaffen, was da ist. Und dieses Gef&uuml;hl herrscht nicht nur in den Zumwinkeln der Republik. Der Zwang zur Selbstoptimierung hat l&auml;ngst das Leben auch niedrigstufiger Kader erfasst. Kurzfristige Lebensplanung, die Angst vor pl&ouml;tzlicher Freisetzung und das unfreiwillige Umsteigen auf unbekannte Arbeitsfelder bestimmen das Handeln von Akteuren auch au&szlig;erhalb des Hartz- IV-Spektrums. Das Basteln an den Entw&uuml;rfen prek&auml;rer Lebensverh&auml;ltnisse ist derart abend- und freizeitf&uuml;llend, dass f&uuml;r die Vorstellung eines sorgenden Staates, der am Ende auch bezahlt sein will, kein Platz ist. Zu sehen, wo man bleibt, ist nicht l&auml;nger die Verhaltensweise charakterloser Egoisten, sondern praktisches Gebot.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/?em_cnt=1290233\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Entfremdeten<\/strong><br>\nSie wohnen in verbarrikadierten H&auml;usern, fliegen im Privatjet &ndash; und Steuern zahlen immer die anderen. Superreiche sind nicht mehr von dieser Welt. In den neunziger Jahren lautete das Mantra des Erfolges: &ldquo;Think outside the box&rdquo;. Nur wer es schaffte, au&szlig;erhalb der etablierten Strukturen zu denken, wer die g&auml;ngigen Regeln und Grenzen ignorierte, missachtete, &uuml;berlistete, der konnte auch vom Informatikstudenten zum Milliard&auml;r, vom BWL-Praktikanten zum Konzernchef aufsteigen. Wer aber sein Leben nach der rebellischen Maxime ausgerichtet hat, Regeln zu missachten und daf&uuml;r so reich belohnt wurde &ndash; warum soll er sich noch an Gesetze halten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/artikel\/226\/158798\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Beitrag bleibt doch allzusehr an der Oberfl&auml;che. Lesen Sie deshalb lieber noch einmal <a href=\"?p=2989\">&bdquo;Ist Gier das richtige Wort zur Kennzeichnung und Erkl&auml;rung dessen, was unsere Hauptprobleme sind?&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Zahl der Zeitarbeiter mehr als verdreifacht<\/strong><br>\nDer Zeitarbeitsmarkt in Deutschland ist auch im ersten Halbjahr 2007 kr&auml;ftig gewachsen. Wie die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit am Montag bekanntgab, waren Ende Juni rund 730.000 Leiharbeiter registriert. Das waren 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich deren Zahl in Deutschland um fast 250 Prozent vermehrt. Spitzenreiter ist Hessen, wo der Zuwachs seit 1997 sogar rund 430 Prozent betrug. Der Anteil der Zeitarbeitnehmer an allen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten verdoppelte sich innerhalb von nur drei Jahren auf zuletzt 2,4 Prozent. Die Zahl der Zeitarbeitsunternehmen wuchs seit 1997 um 138 Prozent auf etwa 21.000.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubE481DAB3A8B64F8D9188F8FE0AB87BCF\/Doc~EA09A726CA97045DD8F1F9F482D8EBD54~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Entgeltumwandlung: Wissenschaftler warnt vor den Folgen<\/strong><br>\nMit Verwunderung hat der K&ouml;lner Wirtschaftswissenschaftler Eckart Bomsdorf die Zustimmung der Gewerkschaften zur unbefristeten sozialabgabenfreien Entgeltumwandlung zur Kenntnis genommen. Diese Form der &ldquo;Subventionierung der betrieblichen Altersvorsorge&rdquo; bedeute nicht nur eine &ldquo;Verlagerung der Lasten auf die Arbeitnehmer&rdquo;, schreibt Bomsdorf in der renommierten Fachzeitschrift &ldquo;Wirtschaftsdienst&rdquo;. Es stelle sich auch die Frage, ob die damit verbundene Reduzierung der Rentenanspr&uuml;che durch die zus&auml;tzliche betriebliche Altersvorsorge &ldquo;aufgefangen wird&rdquo;. Aufgrund der beitragsfreien Entgeltumwandlung w&uuml;rden die Rentenanspr&uuml;che der Arbeitnehmer, die sich an der Entgeltumwandlung beteiligen, &ldquo;geringer&rdquo; ausfallen, erl&auml;utert der &Ouml;konom. Ursache daf&uuml;r sei, dass die Beitragsfreiheit zu verringerten Zahlungen an die Rentenversicherung f&uuml;hre. Deshalb werde in diesen F&auml;llen die betriebliche Altersvorsorge &ldquo;keine Zusatzleistung, sondern ein Ersatz f&uuml;r die geringeren Anspr&uuml;che an die gesetzliche Rente&rdquo;. Besonders betroffen davon seien &ldquo;auch die gegenw&auml;rtigen Rentner bzw. rentennahe Jahrg&auml;nge, die diesen Ver&auml;nderungen machtlos gegen&uuml;berstehen&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Entgeltumwandlung-Wissenschaftler-warnt-vor-den-Folgen.html?session=d1609756a723e321eff6b8c7a9592b4a\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen Martin Betzwieser:<\/strong> Willkommen in der Realit&auml;t. Auf das Problem wurde bei den Nachdenkseiten wiederholt hingewiesen; es ist sch&ouml;n, endlich mal wissenschaftlichen Beistand zu bekommen. Aber das geschilderte Problem trifft nicht nur auf die gesetzliche Rente zu, sondern auf jede Entgeltersatzleistung, welche vom Sozialversicherungsbrutto berechnet wird. Daher kann es schon lange vor der Rente zu b&ouml;sen &Uuml;berraschungen kommen. Durch jeden beitragsfrei umgewandelten Euro sinkt das Sozialversicherungsbrutto, und das bedeutet auch weniger Arbeitslosengeld I, weniger Krankengeld, weniger &Uuml;bergangsgeld, weniger Krankengeld bei Betreuung eines kranken Kindes, weniger Kurzabeitergeld, weniger Mutterschaftsgeld (wird w&auml;hrend des Mutterschutzes ab der sp&auml;ten Phase der Schwangerschaft gezahlt). Die Verwunderung &uuml;ber Haltung der Gewerkschaften wird deutlich, wenn wir einen Blick auf die Aktivit&auml;ten mancher Gewerkschaft bei der Vermittlung privater Altersvorsorgeprodukte bis zur Riester-Rente werfen. Bei ver.di werden sicher noch alte HBV-Str&ouml;mungen eine Rolle spielen, welche ihrer Klientel in Banken und Versicherungen gute Gesch&auml;fte erm&ouml;glichen wollen. Die berechtigte Kritik gegen das Renteneintrittsalter 67 wird so jedenfalls nicht glaubw&uuml;rdiger.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.das-rentenplus.de\/index.html\">DGB-Rentenplus<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.verdi-mitgliederservice.de\/site\/portal\/vorsorgen\/index.htm\">ver.di-Mitgliederservice<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen der betrieblichen Altersvorsorge:<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle 4: <a href=\"wp-print.php?p=2293\">Nachdenkseiten vom 27.04.2007<\/a><br>\nQuelle 5: <a href=\"wp-print.php?p=2306\">Nachdenkseiten vom 02.05.2007<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Im Bundestag notiert: Onlinedurchsuchung<\/strong><br>\nDer Bundesregierung ist der Bericht des Nachrichtenmagazins &ldquo;Focus&rdquo; bekannt, nach dem das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz zwischen 2006 und 2007 heimlich mindestens eine so genannte Onlinedurchsuchung durchgef&uuml;hrt haben soll. In der Antwort (16\/7988) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16\/7812) hei&szlig;t es weiter, dass die Bundesregierung zu Art und Umfang nachrichtendienstlicher Aktivit&auml;ten sowie zu den davon betroffenen Personen grunds&auml;tzlich nur in den f&uuml;r die Kontrolle der Nachrichtendienste zust&auml;ndigen parlamentarischen Gremien Stellung nimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2008\/2008_047\/06.html\">heute im bundestag Nr. 047 (kostenloses Einloggen m&ouml;glich)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Auffallend ist, dass die Antwort 16\/7988 entgegen sonstigen Gepflogenheiten nicht abrufbar ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Heimliche Nebengesch&auml;fte<\/strong><br>\nDer Bundestagsabgeordnete Otto Schily weigert sich, alle seine Einnahmen offenzulegen &ndash; wom&ouml;glich hat er Grund dazu<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/div\/;art771,2479983?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Geringverdiener mit Kindern erhalten besonders hohe Zusch&uuml;sse<\/strong><br>\nSind die Eink&uuml;nfte eines Rentners sp&auml;ter dennoch zu gering, um die t&auml;glichen Lebenshaltungskosten zu decken, kann er die so genannte Grundsicherung beantragen. Die Grundsicherung ist eine soziale Leistung des Staates zur Deckung des Existenzminimums ab 65 Jahren. J&uuml;ngere ab 18 Jahren k&ouml;nnen nur Grundsicherungsleistungen beziehen, wenn sie voll erwerbsgemindert sind. Obwohl eine Riester-Rente wie jedes Einkommen bei der Ermittlung des Grundssicherungsbedarfs ber&uuml;cksichtigt wird, sollte das niemanden vom Sparen abhalten. Auf eigenen finanziellen Beinen steht es sich am sichersten. Und ob der Staat arme Rentner auch in Zukunft so versorgen wird wie heute, wei&szlig; keiner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.test.de\/presse\/pressemitteilungen\/-Riester-fuer-Geringverdiener\/1649785\/1649785\/\">Stiftung Warentest<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Stiftung Warentest empfiehlt auch weiterhin die Riesterrente f&uuml;r Geringverdiener. Zwar wird zugegeben, dass diese Kapitalanlage mit der Grundsicherung im Alter verrechnet wird, doch gleichzeitig unternimmt man den billigen Versuch, diesen Makel mit der Drohung zu kompensieren, der Staat k&ouml;nne in Zukunft die Unterst&uuml;tzung Bed&uuml;rftiger ganz einstellen. Die Botschaft lie&szlig;e sich also auch so zusammenfassen, dass es vollkommen egal ist, ob die Anlage erstens bezahlbar und zweitens profitabel ist. Scheinbar geht es den Warentestern ausschlie&szlig;lich um den Erfolg des Riesterprodukts und nicht um die Erkenntnis, dass selbiges in doppelter Hinsicht ein finanzieller Flop f&uuml;r Geringverdiener ist. Denn neben der Tatsache, dass die zu erwartende Rendite kaum ausreichen wird, das Grundsicherungsniveau zu &uuml;berschreiten, bezahlen die Betroffenen &uuml;ber ihre Steuern auch die enormen staatlichen Subventionen, die die Tester in Form besonderer Verg&uuml;nstigungen herauszustreichen versuchen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wieso Pflegedienste Diabetiker spritzen, ohne zu messen<\/strong><br>\nDie angemessene medizinische Versorgung, gerade von &auml;lteren Menschen, sollte eine Selbstverst&auml;ndlichkeit sein. Ist es aber nicht, und das hat Gottlob Schober herausgefunden, als er sich mit der Krankheit Diabetes befasst hat. Die Zuckerkrankheit ist heute gut zu behandeln. Dank des Hormons Insulin, wichtig dabei, bevor Insulin verabreicht wird, muss der Blutzuckerspiegel exakt bestimmt werden. Mittlerweile k&ouml;nnen das die meisten Zuckerkranken selbst machen, aber eben nicht alle. Pflegebed&uuml;rftige zum Beispiel tun sich schwer. Was daraus folgen kann, schildert eine zupackende Altenpflegerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=3179488\/1t7nlfx\/index.html\">SWR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Lesers:<\/strong> Gestern lief in Report Mainz (ARD) ein ersch&uuml;tternder Bericht. Pflegebed&uuml;rftige Diabetiker\/innen bekommen von Pflegekr&auml;ften Insulin gespritzt, ohne dass vorher der Blutzucker gemessen wird. Die Krankenkassen bezahlen diese Leistung nicht. Schlimme Folgesch&auml;den sind m&ouml;glich.<br>\nAuf die Gefahr hin, Ihre Geduld mit dem Fachwissen eines Experten in eigener Sache zu strapazieren: Schon der Bericht ist bei aller angebrachten Kritik oberfl&auml;chlich gewesen.<\/em><\/p>\n<p>Laien bekommen den Eindruck vermittelt, es m&uuml;sse bei Zuckerkranken nur einmal Blutzucker gemessen und nur einmal Insulin verabreicht werden. Dabei sind zur bestm&ouml;glichen Behandlung mindestens vier Blutzuckermessungen (vor jeder Hauptmahlzeit und vor dem Schlafengehen) notwendig. Dabei kommt es nicht nur auf den jeweils aktuellen Blutzuckerwert an sondern auch darauf, wieviele Kohlehydrate zu jeder Mahlzeit verzehrt werden. F&uuml;r jede so genannte Broteinheit (BE) muss dann eine auf den Patienten abgestimmte Menge Insulin verabreicht werden, die durch den aktuellen Blutzuckerwert jeweils erh&ouml;ht oder vermindert werden muss. Zur optimalen Berechnungen gibt es Handb&uuml;cher mit den Kohlehydratwerten von mehreren Hundert Lebensmitteln. Nur ein paar Beispiele: Bei Brot, Getreide, Reis und Nudeln entspricht eine BE 20 g Rohware, bei Kartoffeln 70 bis 80 g Rohware.<\/p>\n<p>Nichts desto Trotz: Zuckerkranke ohne Messungen sind fahrl&auml;ssige K&ouml;rperverletzungen und k&ouml;nnen bei einer extremen Unterzuckerungen dazu f&uuml;hren, dass die Opfer ins Koma fallen &ndash; der Fall eines Opfers ist gezeigt worden. Die Pflegedienste und Pflegekr&auml;fte m&uuml;ssten sich konsequent weigern, so zu arbeiten. Dass bei den gezeigten Blutzuckermessungen die Stellen in den Fingerkuppen punktiert worden sind, die am schmerzempfindlichsten sind, spricht auch nicht positiv f&uuml;r die Pflegeleistung. Eine Blutzuckermessung dauert je nach Ger&auml;t &uuml;brigens 20 bis 30 Sekunden.<\/p><\/li>\n<li><strong>Wie die Erbschaftssteuerreform Arbeitspl&auml;tze vernichtet und Zeitarbeit belohnt<\/strong><br>\nUnternehmer mit mehr als 10 Mitarbeitern m&uuml;ssen die L&ouml;hne aller Angestellten zusammenrechnen. Nach dem Erbfall darf diese Lohnsumme 10 Jahre lang nicht unter 70 Prozent fallen, sonst wird es teuer. Doch findige Berater haben l&auml;ngst Gestaltungsm&ouml;glichkeiten ausgemacht, um nach dem Erbfall flexibler zu sein. Erbschaftssteuerexpertin Jennifer Fraedrich h&auml;lt die Lohsummenregelung f&uuml;r besonders beratungsintensiv, denn ausgenommen sind Leiharbeiter, Saisonkr&auml;fte und freie Mitarbeiter.<br>\nDie L&ouml;sung: verst&auml;rkt Leiharbeitsfirmen einsetzen, um die Lohnsumme zu dr&uuml;cken. Hermann Tetzner, Vorstand SMS group: &raquo;Dieses Gesetz l&auml;dt dazu ein, Leiharbeitern oder anderen Jobl&ouml;sungen, 400-Euro-Jobs, den Vorrang zu geben, statt Mitarbeiter fest einzustellen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=3179504\/c460d5\/index.html\">SWR Report Mainz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Existenz von Unternehmen und damit die Arbeitspl&auml;tze nicht durch Erbschaftssteuern gef&auml;hrden zu wollen, ist ein nachvollziehbares Anliegen. Doch wenn die Behauptungen von REPORT zutreffen, zeugt die konkrete Ausf&uuml;hrung des Gesetzes wieder einmal von Inkompetenz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Bahn lockt Investoren mit Niedrigl&ouml;hnen&rdquo;<\/strong><br>\nDie Privatisierung der Bahn spaltet die Gewerkschaften mehr denn je. Die Lokf&uuml;hrergewerkschaft GDL lehnt die Verkaufspl&auml;ne von Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) ab und bef&uuml;rchtet noch h&ouml;heren Renditedruck auf die Belegschaft. Weselsky kritisierte den B&ouml;rsenkurs von Bahnchef Hartmut Mehdorn massiv. Dessen Ziel sei, die Kosten auch durch Tarifflucht und Niedrigl&ouml;hne zu senken, um Investoren zu locken. &ldquo;Dem werden wir nicht tatenlos zusehen&rdquo;, warnte Weselsky, &ldquo;denn sonst w&auml;re unser gro&szlig;er Erfolg im Tarifstreit nur ein Pyrrhussieg gewesen&rdquo;. Bahn und GDL treffen sich am Mittwoch zu Verhandlungen. Ein erneutes Scheitern wird von Beobachtern nicht mehr ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1290286\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Bahn und ihr Plan B<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Politik &uuml;ber die Teilprivatisierung streitet, legt der Konzernvorstand den Zeitplan schon fest &ndash; samt Ausweichtermin. Trotz der politischen Kontroverse &uuml;ber die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn hat der Konzernvorstand einen ehrgeizigen Zeitplan aufgestellt, der zwei Zeitfenster f&uuml;r einen Verkauf der Anteile vorsieht. Das Papier des Bahn-Vorstands datiert von Ende Januar und liegt dem Tagessspiegel vor. N&auml;chste Woche &ndash; nach der Hamburg- Wahl &ndash; soll die Umsetzung beginnen, ein Aufsichtsratsbeschluss ist f&uuml;r den 28. M&auml;rz vorgesehen.\n<p>In der Politik ist die Teilprivatisierung umstritten. Die SPD hat sich dem Modell Volksaktie verschrieben, bei dem Aktien ohne Stimmrechte ausgegeben w&uuml;rden. Eine Umsetzung der Bahn-Planung d&uuml;rfte einen Parteitagsbeschluss erfordern. SPD-Fraktionschef Peter Struck wollte sich am Dienstag nicht auf das weitere Vorgehen festlegen. &bdquo;Es ist unstrittig, dass die Deutsche Bahn frisches Geld braucht&ldquo;, sagte er dem Tagesspiegel aber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/;art271,2480004?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Nokia in Rum&auml;nien: &ldquo;Neue Form der Sklaverei&rdquo;<\/strong><br>\nDer rum&auml;nische Gewerkschaftsbund Cartel Alfa hat dem finnischen Handy-Hersteller Nokia vorgeworfen, in seiner neuen Fabrik im rum&auml;nischen Jucu die Arbeitszeit &uuml;ber das in Rum&auml;nien zul&auml;ssige Ma&szlig; hinaus verl&auml;ngern zu wollen. Dies w&auml;re &ldquo;eine neue Form der Sklaverei&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident von Cartel Alfa, Bogdan Hossu, wie die rum&auml;nische Nachrichtenagentur Mediafax berichtete. An den rum&auml;nischen Standort wird die Produktion des Handy-Werks in Bochum verlagert, das im Gegenzug geschlossen wird.\n<p>Nokia wolle &uuml;ber eine &Auml;nderung des rum&auml;nischen Arbeitsgesetzes erreichen, dass die Arbeiter in Jucu f&uuml;r 60 bis 70 Stunden pro Woche zur Arbeit verpflichtet werden d&uuml;rfen, sagte Hossu weiter. Derzeit seien h&ouml;chstens 48 Stunden zul&auml;ssig. Rum&auml;niens Arbeitsminister Paul Pacuraru hatte vor einigen Tagen erkl&auml;rt, Nokia habe bei ihm eine &Auml;nderung des Arbeitsgesetzes mit dem Ziel beantragt, dieses &ldquo;flexibler&rdquo; zu machen. Einzelheiten wurden nicht genannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?sid=96cdb70e42eeac42020e7a72e37b8f9c&amp;em_cnt=1290786\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Keine Bange&ldquo;<\/strong><br>\nReinhard H&ouml;ppner, fr&uuml;herer Ministerpr&auml;sident von Sachsen-Anhalt, r&auml;t seinen hessischen SPD-Freunden, es ihm nachzutun und sich von der Linkspartei tolerieren zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/08\/spd-hoeppner?page=all\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Rechtsextremismus &ndash; Auf dem Marsch in die Mitte<\/strong><br>\nDie weit verbreitete Annahme, Rechtsextremismus sei ein rein ostdeutsches Problem, widerlegt diese Untersuchung auf bestechende Weise. In ihrem Buch &hellip;und morgen das ganze Land zitieren die Journalisten Michael Kraske und Christian Werner die Studie &ndash; und stellen weitere Stereotypen &uuml;ber die neuen Nazis und die heimliche oder offene Zustimmung zu ihren Positionen mit &uuml;berzeugenden Argumenten infrage. Vor allem aber beschreibt ihr Buch den rasanten Aufstieg des modernen Rechtsextremismus, den erfolgreichen Strategiewechsel der Ewiggestrigen und die brutale Gewalt, mit denen Neonazis um &ldquo;befreite Zonen&rdquo; k&auml;mpfen. Kraske und Werner haben mit Opfern rechter Anschl&auml;ge, mit Sozialarbeitern, Verfassungssch&uuml;tzern und Aussteigern aus der Szene gesprochen. Entstanden ist ein erschreckender, alarmierender Bericht. &ldquo;Rechtsextremisten verstecken sich l&auml;ngst nicht mehr, sie k&auml;mpfen offen um die Macht in den St&auml;dten&rdquo;, schreiben die Autoren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/literatur\/?em_cnt=1290195\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>&Uuml;berforderte Sch&uuml;ler &ndash;  das Milliardengesch&auml;ft Nachhilfe<\/strong><br>\n&ldquo;Wer sich Nachhilfe nicht leisten kann, hat Pech gehabt&rdquo;, so die Vorsitzende des Bundesverbands Nachhilfe- und Nachmittagschulen, Dr. Cornelia Sussieck. Eine gef&auml;hrliche Entwicklung, glaubt Marianne Demmer: &ldquo;Meine Bef&uuml;rchtung ist, dass die Chancen-Ungleichheit in Deutschland noch weiter zunimmt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/14\/0,1872,7160526,00.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><strong>Entstaatlicht die Schulen<\/strong><br>\nAls Monopolist hat der Staat seine Unf&auml;higkeit bewiesen, gute Schulen zu betreiben. Private Tr&auml;ger k&ouml;nnten die Bildungslandschaft bereichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/entstaatlicht-die-schulen\/?src=AR&amp;cHash=28ca50376e&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das ist ein aus dem Bauch geschriebenes Pl&auml;doyer, ohne dass der Autor das in der Tat vorliegende Problem zu Ende gedacht hat. Die folgenden Punkte 1 &ndash;3 sind herauskopierte Zitate &ndash; meines Erachtens Behauptungen, die alle nicht stimmen, beziehungsweise grob fahrl&auml;ssige Verallgemeinerungen:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>&bdquo;Staatliche Schulen sind kostenlos, Schulen in freier Tr&auml;gerschaft nehmen Schulgeld.&ldquo;<br>\nFalsch. Es gibt zum Beispiel viele Schulen in kirchlicher Tr&auml;gerschaft, die kein Schulgeld verlangen.<\/li>\n<li>&bdquo;Die spannendsten p&auml;dagogischen Konzepte werden an Schulen in freier Tr&auml;gerschaft gelebt, nur selten an staatlichen Schulen.&ldquo;<br>\nFalsch: Es gibt viele &ouml;ffentliche Schulen, die neue p&auml;dagogische Konzepte und Unterrichtsmethoden erproben und anwenden, genauso gut und erfolgreich wie Schulen in privater Tr&auml;gerschaft. Beispiele daf&uuml;r sind &ouml;ffentliche Schulen in M&uuml;nchen, in Rheinland-Pfalz, in N&uuml;rnberg und an vielen anderen Orten.<\/li>\n<li>&bdquo;Eines der gr&ouml;&szlig;ten Hindernisse f&uuml;r gute Schule ist heute die planwirtschaftliche Personalpolitik.&ldquo;<br>\nAuch das ist eine unsinnige &Uuml;bertreibung. Da und dort mag das so sein. Ich kenne aber Regierungspr&auml;sidien und &bdquo;Dienstleistungszentren&ldquo;, die sich schon seit Jahrzehnten um eine sachlich orientierte und gute Personalpolitik k&uuml;mmern. Wer da allgemein von &bdquo;planwirtschaftlich&ldquo; spricht, hat keine Ahnung und will stattdessen denunzieren. Vor allem hat er keine Ahnung von den Zw&auml;ngen, in denen die Dezernenten, oder wie sie auch immer hei&szlig;en m&ouml;gen, stecken. Sie m&uuml;ssen n&auml;mlich mit den Lehrern auskommen, die nach der Rosinenpickerei der Schulen in freier Tr&auml;gerschaft noch &uuml;brig bleiben.<br>\nIrgendwann beim flotten Schreiben d&auml;mmert dies auch dem Autor. Dann notiert er Punkt 4,  siehe unten. Aber er vers&auml;umt der Frage nachzugehen, was dann passiert, wenn <strong>alle<\/strong> sich das Personal aussuchen k&ouml;nnen. Das ist der ber&uuml;hmte Fall des so genannten Theaterbeispiels in der &Ouml;konomie: Wenn einer oder einige wenige aufstehen, um besser zu sehen, dann sind sie damit erfolgreich. Doch wenn alle zugleich aufstehen, dann sieht niemand mehr besser, aber alle haben noch zus&auml;tzlich die Last des Stehens zu tragen. <\/li>\n<li>&bdquo;Staatliche Schulen k&ouml;nnen sich etwa in aller Regel ihr Personal nicht aussuchen, sondern bekommen es vom Kreisschulamt zugewiesen.&ldquo;<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Marketing statt Meinungsbildung<\/strong><br>\nWer genauer auf die Zahlen aus New York sieht, dem f&auml;llt freilich auf, dass noch niemals so viele Medienleute Marketing und Beratungsarbeit geleistet haben wie im vergangenen Jahr. Hier scheint es Jobs zu sch&uuml;tten. Bei den Tageszeitungen dagegen gab es 1990 noch mehr als 450 000 Stellen, im Dezember 2007 nur noch 340000. Von den oben genannten 886 900 Stellen in der Medienindustrie widmet sich nur noch ein Bruchteil mit der Produktion von Inhalten. 769000 sind mit deren Vermarktung und Bewerbung besch&auml;ftigt.\n<p>Man kennt diese Entwicklung aus anderen Industrien. Die Produktion wird von immer weniger gemacht; Verwaltung und der Verkauf von immer mehr. Es l&auml;sst sich schneller Profit machen mit dem, das schon da ist, als mit dem, das noch konstruiert werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/?em_cnt=1290234\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie ist der Krieg der USA in Afghanistan v&ouml;lkerrechtlich zu bewerten?<\/strong><br>\nvon Prof. Dr. Ali Khan, USA<br>\nDer US-Rechtsprofessor Ali Khan vertritt die These, die vors&auml;tzlichen Morde, die Nato-Truppen Woche f&uuml;r Woche in &auml;rmlichen D&ouml;rfern in den abgelegenen afghanischen Bergen begehen, um die Taliban auszuschalten, seien nach internationalem Recht als V&ouml;lkermord zu werten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit-fragen.ch\/ausgaben\/2008\/nr7-vom-1122008\/wie-ist-der-krieg-der-usa-in-afghanistan-voelkerrechtlich-zu-bewerten\/\">Zeit-Fragen<\/a><\/li>\n<li><strong>Adi&oacute;s mit Pathos<\/strong><br>\nEs gibt zwar nicht allzu viele Gr&uuml;nde, dem Kuba des Fidel Castro irgendwann nachzutrauern. Es gibt leider ebenso wenige, sich auf die absehbare Alternative unbegrenzt zu freuen.\n<p>Seine &Auml;ra ist unwiderruflich vorbei. Und was f&uuml;r eine &Auml;ra. Fast 50 Jahre ist es her, dass Castro mit seinen Revolution&auml;ren die Macht auf der Insel &uuml;bernahm. Einer Insel, die unter dem Diktator Fulgencio Batista zum einen ein preiswerter Puff f&uuml;r US-Amerikaner war, zum anderen ein Ort brutaler Ausbeutung der Mehrheit durch die Minderheit der Gro&szlig;grundbesitzer. Man muss an diese Tatsachen aus zwei Gr&uuml;nden erinnern: um zu verstehen, dass am Anfang nicht kommunistischer Firlefanz stand und nicht autorit&auml;re Herrschaft, sondern ein Akt der Befreiung aus brutaler Unterdr&uuml;ckung im direkten Einflussbereich der F&uuml;hrungsmacht der &ldquo;freien Welt&rdquo;. Und um zu begreifen, dass es selbst f&uuml;r Castro-kritische Kubaner wie eine Drohung klingen muss, wenn der aktuelle Pr&auml;sident dieser F&uuml;hrungsmacht von Demokratie auf Kuba spricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1290796\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Ein wohltuender Text, wenn man noch im Ohr und im Auge hat, was gestern Abend zum Beispiel im Heute Journal an ideologischer Sauce &uuml;ber die Kuba fehlende Freiheit ausgegossen worden ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2996","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2996","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2996"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2996\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2996"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2996"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2996"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}