{"id":29990,"date":"2016-01-07T09:03:41","date_gmt":"2016-01-07T08:03:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990"},"modified":"2016-01-07T09:03:41","modified_gmt":"2016-01-07T08:03:41","slug":"hinweise-des-tages-2534","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h01\">K&ouml;ln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h02\">Mit voller H&auml;rte des Gesetzes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h03\">Gerechte L&ouml;hne &ndash; eine Aufgabe der Politik?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h04\">Happy Birthday, Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h05\">Die Steuertricks der Gro&szlig;grundbesitzer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h06\">Rechnungshof stellt sich Autobahnr&auml;ubern in den Weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h07\">Billionenschwere Allzeitrekorde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h08\">Schluss mit Familienversicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h09\">Kurssturz in China <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h10\">Die Ukraine ist nicht &uuml;ber den Berg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h11\">IMV feiert 10-j&auml;hriges Bestehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h12\">Verlieren die USA den Informationskrieg?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h13\">Wollen wir eine Schule, die Kinder krank macht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h14\">Messerattacke auf Linksparteimitglied: Liebe ersetzt keine Gegenwehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h15\">Offener Brief eines Mitglieds an SPD-Parteivorstand: &ldquo;Kann diese Politik nicht mehr unterst&uuml;tzen&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990#h16\">LINKE fordert Untergrenze f&uuml;r demokratisches Verantwortungsbewusstsein<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29990&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>K&ouml;ln<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&Uuml;bergriffe in K&ouml;ln: Mob und Gegenmob<\/strong><br>\nAls Antwort auf den K&ouml;lner Silvestermob ist eine Welle der Emp&ouml;rung im Netz losgebrochen. Dabei schert sich ein Gro&szlig;teil der &Ouml;ffentlichkeit wenig um sexuelle Gewalt. Au&szlig;er sie kommt von &ldquo;nordafrikanisch oder arabisch aussehenden&rdquo; M&auml;nnern.<br>\nDie &ldquo;Ereignisse in K&ouml;ln&rdquo; zu Silvester, so tippt man flugs auf einer Tastatur (Privatleute) oder sagt es in ein Mikrofon (Politik, Funktion&auml;re) und hat damit schon den ersten Fehler gemacht, weil &ldquo;Ereignisse&rdquo; so passiv wirkt, so schicksalhaft. Das waren keine Schicksalsereignisse, es waren sexuell gewaltt&auml;tige Angriffe von M&auml;nnergruppen auf Frauen. Und wenn die Zahlen und Schilderungen zutreffen, dann kann man einen Begriff verwenden, der im sozialen Kontext zum h&auml;sslichsten geh&ouml;rt: Mob. [&hellip;]<br>\nZivilisiert zu sein bedeutet, nacheinander neun Schwarzhaarigen zu begegnen, die sich alle als Arschl&ouml;cher erweisen, und trotzdem dem zehnten Schwarzhaarigen nicht deshalb in die Fresse zu hauen. Es gibt nicht den einen Ausl&ouml;ser, nach dem Rassismus pl&ouml;tzlich okay ist. Wer angesichts der K&ouml;lner Attacken &uuml;berlegt, ob rassistische Verallgemeinerungen vielleicht doch okay sind, war schon vorher Rassist und hat sich blo&szlig; nicht getraut, das zu kommunizieren. [&hellip;]<br>\nDas pl&ouml;tzliche Interesse an Frauenrechten ist gespielt und nichts als ein vorgeschobenes Argument, um den eigenen Rassismus zu legitimieren. Die Verharmlosung sexueller Gewalt ist allgegenw&auml;rtig und tief in die &ndash; ja, auch die deutsche &ndash; Gesellschaft und Kultur eingebrannt. Die K&ouml;lner Angriffe von M&auml;nnermobs auf Frauen w&auml;ren eine sehr passender Anlass, um sich dieser Tatsache zu stellen und herauszufinden, weshalb ein gro&szlig;er Teil der deutschen &Ouml;ffentlichkeit sich ersch&uuml;tternd wenig um sexuelle Gewalt schert &ndash; au&szlig;er sie kommt von &ldquo;nordafrikanisch oder arabisch aussehenden&rdquo; M&auml;nnern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/koeln-silvester-mob-und-gegenmob-kolumne-a-1070724.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Sexualstraftaten in K&ouml;ln: Fremdenfeinde lenken von Allgegenw&auml;rtigkeit sexueller Gewalt ab<\/strong><br>\nDie neue Qualit&auml;t scheint vorwiegend darin zu bestehen, dass die T&auml;ter nach Presseberichten ein nordafrikanisches oder arabisches Aussehen hatten. Denn tats&auml;chlich ist &ndash; auch schwere &ndash; sexuelle Gewalt bei entsprechenden formellen oder informellen Massenveranstaltungen, insbesondere wenn Alkohol im Spiel ist, ein erschreckenderweise allt&auml;gliches Ph&auml;nomen. Dies scheint aber derzeit von vielen ausgeblendet zu werden, die wom&ouml;glich nicht einmal mitbekommen, dass sie damit sowohl sexuelle Gewalt bagatellisieren wie Rassismus betreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/menschenrechte.eu\/index.php\/meldung-im-detail\/items\/sexualstraftaten.html\">Menschenrechte.eu<\/a><\/li>\n<li><strong>&Uuml;bergriffe in K&ouml;ln: Wir brauchen eure Scheinheiligkeit nicht<\/strong><br>\nIn K&ouml;ln wurden in der Sliversternacht dutzende Frauen am Bahnhof sexuell bel&auml;stigt. Manche entdecken deshalb das Thema Frauenrechte f&uuml;r sich &ndash; aus den falschen Gr&uuml;nden.<br>\nErst k&uuml;rzlich wurde auch der Fall einer Vergewaltigung in Graz &ouml;ffentlich &ndash; sechs Sch&uuml;ler, die zum Tatzeitpunkt alle erst 14 Jahre alt waren, vergewaltigten ein M&auml;dchen im Essensraum der Schule. Mehrere Augenzeugen griffen dabei nicht ein. Auch die WIENERIN hat berichtet &ndash; und dabei keinen Angaben zur Herkunft der Sch&uuml;ler gemacht. Es gab keine Kommentare, wenig Interesse.<br>\nAnders ging das in anderen Medien zu, die einen kleinen, aber wichtigen Zusatz &ndash; &bdquo;mit afrikanischen Wurzeln&ldquo; &ndash; dazuschrieben. Die hunderten Postings lie&szlig;en nicht lange auf sich warten und drehten sich allesamt um &bdquo;Rasse&ldquo;, Religion und deren vermeintlichen Zusammenhang mit Gewalt gegen Frauen. Auch sachliche Kommentare, wie etwa einer aus dem derStandard.at-Forum haben die Diskussion nicht beruhigen k&ouml;nnen: &bdquo;Ich arbeite mit Sexualstraft&auml;tern und ich kann KEINEN Zusammenhang zw. religi&ouml;ser Herkunft oder Nationalit&auml;t feststellen, ganz im Gegenteil. Aber wenn Sie es schon so auslegen wollen, die meisten, mit denen ich gearbeitet habe waren &Ouml;sterreicher und wahrscheinlich Christen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wienerin.at\/home\/jetzt\/4898531\/Kommentar_Uebergriffe-in-Koln_Wir-brauchen-eure-Scheinheiligkeit\">Wienerin<\/a>\n<p><strong>dazu: Ich bin es leid<\/strong><br>\nIch bin es leid, dass jede &ouml;ffentliche Diskussion &uuml;ber sexualisierte Gewalt &ndash; falls &uuml;berhaupt mal eine gef&uuml;hrt wird &ndash; so schnell vor den Karren unz&auml;hliger anderer politischen Agenden gespannt wird, dass sie eigentlich schon keine Diskussion &uuml;ber sexualisierte Gewalt mehr ist. Hat diese Gewalt mit Lust oder nur mit Macht zu tun, sind die Zahlen in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen oder gesunken, ver&auml;ndern sie sich in Korrelation mit anderen Statistiken des Geschlechterverh&auml;ltnisses, sind die T&auml;ter Wiederholungst&auml;ter oder agieren sie aus der Situation heraus, welchen Einfluss spielen Schule, Prostitution, Hollywood und Peergroup? Keine Ahnung! Aber es interessiert ja auch keinen. Was interessiert, ist immer nur die Frage, was sexualisierte Gewalt f&uuml;r ein anderes Thema bedeutet, in diesem Fall also f&uuml;r die Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen und f&uuml;r Schengen. [&hellip;]<br>\nDiese Deuter wissen n&auml;mlich sofort, dass es eine Art muslimischer Terror ist, oder typisch Nordafrika, oder &ldquo;Siehst du Merkel, das hast du davon!&rdquo;. Die Polizei hat noch nicht einmal erfasst, wie viele Portemonnaies zeitgleich entwendet wurden, aber dieselben Kommentatoren, die noch vor drei Jahren fanden, die junge Dame solle sich doch bitte nicht so anstellen, wenn der FDP-Opi was Nettes &uuml;ber ihren Busen sagt, wissen auf einmal ganz viel &uuml;ber die Sexualnot von Fl&uuml;chtlingen und ziehen k&uuml;hne kulturelle B&ouml;gen von K&ouml;ln bis Kairo und Kabul.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2016-01\/koeln-sexuelle-uebergriffe-sexismus\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein T&auml;ter ist ein T&auml;ter ist ein T&auml;ter<\/strong><br>\nDas Ph&auml;nomen findet sich auf &ouml;ffentlichen Silvesterpartys in Deutschland ebenso wie auf dem Tahrirplatz in &Auml;gypten oder bei den Gezi-Protesten in Istanbul. Vergewaltigende M&auml;nner sind vergewaltigende M&auml;nner, egal woher sie kommen.<br>\nDas sieht die Masse der &bdquo;besorgten B&uuml;rger&ldquo; anders. W&auml;hrend manch einer nun zu den Waffen greifen will, fordert die AfD mal wieder vehement, die Grenzen zu schlie&szlig;en und &bdquo;straff&auml;llige Asylbewerber&ldquo; auszuweisen. F&uuml;r sie ist die Sache klar: Die &bdquo;Ausl&auml;nder&ldquo; sind schuld. Dabei ist das Frauenbild dieser &bdquo;Besorgten&ldquo; um keinen Deut besser. &bdquo;Schade, dass ihr nicht betroffen seid&ldquo;, m&uuml;ssen sich Frauen auf Twitter anh&ouml;ren, wenn sie gegen den rassistischen Mob anschreiben.<br>\nJa, das ist frauenverachtend. Ja, dagegen muss etwas getan werden. Aber die Frauke Petrys, Marcus Pretzells und Birgit Kelles, die sich jetzt grinsend den Geifer vom Kinn wischen, k&ouml;nnen nicht Teil der L&ouml;sung sein &ndash; sie sind mit ihrer antifeministischen Politik und Rhetorik selbst Teil des Problems.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5263102\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die Diskussionen &uuml;ber K&ouml;ln sind vergiftet&rdquo;<\/strong><br>\nVon einer &ldquo;v&ouml;llig neuen Dimension organisierter Kriminalit&auml;t&rdquo; hat Bundesjustizminister Maas gesprochen. Er meint die Vorg&auml;nge vor dem K&ouml;lner Hauptbahnhof in der Silvesternacht: Massenhafte Diebst&auml;hle und, vor allem, &Uuml;bergriffe auf Frauen, ver&uuml;bt von M&auml;nnern, die laut Zeugen dem Aussehen nach nordafrikanischer Herkunft seien. 90 Anzeigen sind bereits eingegangen. Es hat Tage gedauert, ehe die Diskussion gro&szlig; geworden ist. Und es wird fast flehentlich betont, Ausl&auml;nder und Fl&uuml;chtlinge d&uuml;rften nicht unter Generalverdacht gestellt werden. Der Soziologe Armin Nassehi ist der Meinung, die Diskussion gestalte sich aufgrund der ohnehin schon angespannten Fl&uuml;chtlings-Thematik sehr schwierig. [&hellip;]<br>\nDass diese Reaktionen so langsam erfolgt sind, hat wohl damit zu tun, dass die Dinge zum Teil gar nicht zentral erfasst worden sind. Man muss sich erst einmal ein Bild machen, das noch nicht ganz klar ist. F&uuml;r mich als Soziologe ist interessant an dieser Situation, dass die Leute ihre Rollen spielen, wie man das erwartet: Politik wird Handlungsf&auml;higkeit darstellen und simulieren; die Polizei wird bestimmte Strategien in den Vordergrund stellen; Anti-Rassisten warnen davor, Vorurteile zu sch&uuml;ren; diejenigen, die gerne Vorurteile sch&uuml;ren, tun das. Aus der Distanz betrachtet findet dort ein Spiel statt, f&uuml;r das es fast ein Skript im Hintergrund gibt. Alle reden, wie man es von ihnen erwartet, und am Ende kommt wahrscheinlich nicht viel dabei heraus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/ndrkultur\/Zur-Diskussion-ueber-die-Uebergriffe-am-Koelner-Hauptbahnhof,journal200.html\">NDR Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mit voller H&auml;rte des Gesetzes<\/strong><br>\nBundesjustizminister Heiko Maas (SPD) versprach es, ebenso seine Parteikollegin und NRW-Ministerpr&auml;sidentin Hannelore Kraft. Diverse Politiker der Union stimmten in den Chor mit ein und selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sah sich aufgrund der der &ouml;ffentlich aufgeheizten Stimmung nach den Ereignissen der Silvesternacht in K&ouml;ln dazu veranlasst, nachfolgend lautenden Satz zu sagen: Der Rechtsstaat werde mit aller H&auml;rte des Gesetzes gegen die (mutma&szlig;lichen) T&auml;ter vorgehen. [&hellip;]<br>\nInhaltlich ist die Forderung nichts weiter als eine leere Phrase, dr&uuml;ckt sie doch lediglich eine Selbstverst&auml;ndlichkeit in einem Rechtsstaat aus. Im Subtext der Botschaft schwingt unbeabsichtigt die Unterstellung mit: Wenn ein Politiker zu einem konkreten Anlass (in der Regel eine Straftat) die volle H&auml;rte des Rechtsstaates fordert, hei&szlig;t dies dann im Umkehrschluss, die Ermittlungsbeh&ouml;rden arbeiten in allen anderen F&auml;llen weniger sorgf&auml;ltig? [&hellip;]<br>\nDer Verleger und Publizist Jakob Augstein stellt dazu treffend fest: &raquo;Bizarr, wie nach K&ouml;ln betont wird, das Gesetz gelte f&uuml;r alle, ohne R&uuml;cksicht auf Herkunft. Hat jemand etwas anderes behauptet oder erwartet?&laquo; Und an die Adresse der Gr&uuml;nen gewandt: &raquo;Karin G&ouml;ring-Eckardt lehnt einen &lsquo;Bonus f&uuml;r Nationalit&auml;t&rsquo; ab &ndash; den niemand gefordert hat. Das ist Sarrazin-Niveau.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/997051.mit-voller-haerte-des-gesetzes.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: Ein robustes Nein<\/strong><br>\nDie Silvester-Ausschreitungen von K&ouml;ln und Hamburg sind unertr&auml;glich. Die H&auml;me und der Hass im Internet sind es auch. [&hellip;] Zu den Massendelikten auf der Domplatte in K&ouml;ln und auf der Reeperbahn in Hamburg gibt es noch viele offene Fragen; es gibt aber auch eine klare Antwort &ndash; und die steht schon im Gesetz. Sie steht im Strafgesetzbuch, sie steht im Aufenthaltsgesetz und sie steht im Asylgesetz: Sollten es auch Fl&uuml;chtlinge gewesen sein, die in der Silvesternacht auf unertr&auml;gliche Weise kriminell geworden sind, droht die Abschiebung. Das gilt f&uuml;r anerkannte und f&uuml;r noch nicht anerkannte Fl&uuml;chtlinge gleicherma&szlig;en, das gilt f&uuml;r alle, die ansonsten wegen der Zust&auml;nde in ihrem Heimatstaat Abschiebungsschutz genie&szlig;en. Der Abschiebungsschutz sch&uuml;tzt keine Landfriedensbrecher, keine Sexualstraft&auml;ter und keine Pl&uuml;nderer. Das Asylrecht ist nicht blind; es verlangt nicht, dass sich der aufnehmende Staat und die aufnehmende Gesellschaft maltr&auml;tieren lassen muss. Das ist keine Sch&auml;rfe des deutschen Asylrechts, sondern eine Selbstverst&auml;ndlichkeit; das steht schon so in der Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention, das gilt also seit dem Jahr 1951. [&hellip;]<br>\nFl&uuml;chtlinge sind nicht per se bessere Menschen, weil sie zum Teil Furchtbares hinter sich haben. Sie m&uuml;ssen auch keine besseren Menschen sein, um in Deutschland Schutz zu erhalten. Wenn sie aber, ob allein oder im Zusammenwirken mit deutschen Randalierern, den &ouml;ffentlichen Raum in einen Angst- und Gewaltraum verwandeln, muss das Gastland ein robustes Nein sagen und durchsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/sexuelle-gewalt-ein-robustes-nein-1.2806362\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gerechte L&ouml;hne &ndash; eine Aufgabe der Politik?<\/strong><br>\nIm Armutsbericht des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands vom Februar letzten Jahres (hier) wurde ein neuer trauriger Rekord gemeldet: Die Armutsquote ist auf einen Wert von 15 5,% gestiegen und damit leben im &bdquo;reichen Deutschland&ldquo; mehr als 12,5 Millionen Menschen in Armut.<br>\nVor diesem Hintergrund sollte man meinen, dass steigende L&ouml;hne &ndash; insbesondere dann, wenn sie Menschen mit niedrigen Einkommen zugute kommen &ndash; einhellig begr&uuml;&szlig;t werden. Nicht so aber bei Heike G&ouml;bel, der Spezialistin der FAZ f&uuml;r die &bdquo;Ordnung der Wirtschaft&ldquo; (hier). Zwar hat sie nichts gegen h&ouml;here L&ouml;hne, wenn es sich dabei um Marktl&ouml;hne handelt, aber wenn h&ouml;here L&ouml;hne das Ergebnis gesetzgeberischer Ma&szlig;nahmen sind, dann kann sie sich dar&uuml;ber noch nicht einmal an Heiligabend freuen. Es ist daher nicht &uuml;berraschend, dass ihr der gesetzliche Mindestlohn ein Dorn im Auge ist. Denn Mindestl&ouml;hne werden vom Gesetzgeber ja gerade deswegen festgesetzt, weil es offenbar Marktl&ouml;hne gibt, die es manchem Lohnempf&auml;nger nicht erlaubt, damit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.<br>\nWarum aber kann sich G&ouml;bel nicht dar&uuml;ber freuen, dass aufgrund staatlich festgelegter L&ouml;hne &bdquo;die Bescherung in vielen Haushalten &uuml;ppiger ausfallen d&uuml;rfte als in fr&uuml;heren Jahren&ldquo;? Nun, weil solche L&ouml;hne ihrer Meinung nach eine ethisch verbindliche Norm verletzen. Sie stellt n&auml;mlich lapidar fest:<br>\n&bdquo;Was der &bdquo;gerechte&ldquo; Lohn ist, sollte in einer Marktwirtschaft (&hellip;) der Wettbewerb bestimmen, nicht die Politik.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/gerechte-loehne-eine-aufgabe-der-politik\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Leider ist Frau G&ouml;bel nicht die gro&szlig;e Ausnahme. Leider gibt es (zumindest noch) zu viele MeinungsmacherInnen\/&rdquo;Qualit&auml;tsjournalistInnen&rdquo; mit diesen Ansichten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Happy Birthday, Mindestlohn<\/strong><br>\nWir feiern den 1. Geburtstag des gesetzlichen Mindestlohns. Daf&uuml;r gibt es viele Gr&uuml;nde: Insbesondere Frauen, Ungelernte, Besch&auml;ftigte in Dienstleistungsbranchen und in Ostdeutschland k&ouml;nnen sich seit der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns &uuml;ber ein kr&auml;ftiges Lohnplus freuen.<br>\nW&auml;hrend der Anstieg der L&ouml;hne in den neuen Bundesl&auml;ndern 8,2 Prozent betr&auml;gt, f&auml;llt er mit drei Prozent im Westen geringer aus. Besonders stark stiegen die L&ouml;hne im Gastgewerbe (plus 5,6 Prozent) und im Handel (plus 2,5 Prozent). Ebenfalls erfreulich: Seit Januar 2015 schrumpft die Zahl der prek&auml;ren Minijobs deutlich (im Osten um bis zu 7 Prozent), w&auml;hrend gleichzeitig die sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung massiv zugenommen hat. Offenbar wurden Minijobs zu regul&auml;ren (Teilzeit)Stellen zusammengelegt.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160107_dgb.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160107_dgb_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++9ec7b592-b46f-11e5-8101-52540023ef1a\">DGB Klartext<\/a>\n<p><strong>dazu: Ein Jahr Mindestlohn in Deutschland &ndash; die Prognosen des Mainstream und die Realit&auml;t<\/strong><br>\nVon den deutlich negativen Besch&auml;ftigungseffekten des gesetzlichen Mindestlohns, wie sie vom Mainstream prognostiziert wurden, ist hierzulande bislang weit und breit nichts zu sehen. Es ist ganz im Gegenteil ein Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung in Deutschland zu verzeichnen &ndash; interessanterweise gerade in &bdquo;klassischen&ldquo; Niedriglohnbranchen, die besonders von der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns betroffen sein d&uuml;rften. [&hellip;]<br>\nWie erkl&auml;rt nun der Mainstream seine offenkundige Fehlprognose? Der Sachverst&auml;ndigenrat warnt vor voreiligen Schlussfolgerungen hinsichtlich des Mindestlohns: &bdquo;Angesichts der g&uuml;nstigen Konjunktur ist es noch viel zu fr&uuml;h, um aus der guten Arbeitsmarktlage nach seiner Einf&uuml;hrung darauf zu schlie&szlig;en, dass seine Wirkung unsch&auml;dlich sei. Eine seri&ouml;se Bewertung der Stichhaltigkeit dieser Sorgen wird erst dann m&ouml;glich sein, wenn sich die entsprechenden Anpassungen in der betrieblichen Praxis vollzogen haben&ldquo; (SVR 2015, S. 227).<br>\nWir staunen: Hatte der Sachverst&auml;ndigenrat nicht in seinem vorletzten Jahresgutachten 2014\/2015 eine unmittelbare Reaktion der Unternehmen sogar schon im Jahr vor Inkrafttreten des Mindestlohns behauptet, die einen negativen Einfluss auf die Wachstumsentwicklung ausge&uuml;bt habe (s.o.)? Und nun ist es pl&ouml;tzlich auch nach einem Jahr Erfahrung mit dem Mindestlohn &bdquo;noch viel zu fr&uuml;h&ldquo;, um eine erste Einsch&auml;tzung seiner Wirkung vornehmen zu k&ouml;nnen?[5]<br>\n&Auml;hnlich wie der Sachverst&auml;ndigenrat verweist auch Hans-Werner Sinn zur Erkl&auml;rung seiner Fehlprognose auf die g&uuml;nstige wirtschaftliche Lage. Es sei einfach so, dass &bdquo;Deutschland sich derzeit im Boom befindet und deshalb die Bremswirkungen des Mindestlohns nicht sp&uuml;rt&ldquo; (Sinn 2015). Nun kann aber bei einem voraussichtlichen Wachstum des realen BIP von 1,7 Prozent im Jahr 2015 (beinahe unver&auml;ndert gegen&uuml;ber 1,6 Prozent im Jahr zuvor) von einem kr&auml;ftigen, in dieser St&auml;rke von Sinn und den anderen Fehlprognostikern nicht vorhersehbaren Aufschwung, der die negativen Effekte des Mindestlohns &uuml;berdeckt hat, keine Rede sein. Genauso wenig l&auml;sst sich hinsichtlich der Konjunktur in Deutschland in den letzten Jahren eine markante Tempobeschleunigung feststellen.<br>\nEine befriedigende Erkl&auml;rung von Seiten des Mainstream, warum der Mindestlohn nicht &ndash; wie von den Anh&auml;ngern dieser Theorierichtung erwartet &ndash; zur Vernichtung von tausenden von Arbeitspl&auml;tzen gef&uuml;hrt hat, l&auml;sst also weiter auf sich warten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/ein-jahr-mindestlohn-in-deutschland-die-prognosen-des-mainstream-und-die-realitaet\/\">G&uuml;nther Grunert auf flassbeck economics<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: 11,50 Euro f&uuml;r alle!<\/strong><br>\nSeit einem Jahr gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn in H&ouml;he von 8,50 Euro die Stunde. Leider gilt er nicht f&uuml;r alle. Ausnahmen gibt es f&uuml;r Langzeitarbeitslose, Zeitungszusteller und Saisonarbeiter, f&uuml;r Minderj&auml;hrige, Auszubildende und Praktikanten. Da die Bundesregierung sich zudem weigert, das n&ouml;tige Personal zur Kontrolle des Mindestlohns bereitzustellen, m&uuml;ssen wohl immer noch hunderttausende Menschen zu mickrigsten L&ouml;hnen schuften.<br>\nDaraus k&ouml;nnen schnell wieder Millionen werden. Industrie- und Handelskammern, Arbeitgeberverb&auml;nde und vermeintliche Wirtschaftsexperten fordern, dass auch Fl&uuml;chtlinge oder gar s&auml;mtliche Einwanderer f&uuml;r Stundenl&ouml;hne unter 8,50 Euro besch&auml;ftigt werden d&uuml;rfen. Unter dem Vorwand, die Integration erleichtern und Arbeitslosigkeit bek&auml;mpfen zu wollen, wird hier soziale Brandstiftung betrieben, werden Geringverdiener, Arbeitslose und Einwanderer auf- und gegeneinandergehetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2255.11-50-euro-f%C3%BCr-alle.html\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Steuertricks der Gro&szlig;grundbesitzer<\/strong><br>\nDem Land Berlin entgehen beim Verkauf des Potsdamer Platzes 84 Millionen Euro an Grunderwerbssteuer. Kleine Hausk&auml;ufer zahlen sechs Prozent, Gro&szlig;investoren oft nichts.<br>\nDas Land Berlin d&uuml;rfte beim Verkauf des Potsdamer Platzes an den kanadischen Investor Brookfield leer ausgehen. Allein gesch&auml;tzte 84 Millionen Euro Grunderwerbsteuer entgehen dem Berliner Fiskus, weil die Grundst&uuml;cke und Immobilien f&uuml;r 1,4 Milliarden Euro in einem so genannten &ldquo;Share Deal&rdquo; ver&auml;u&szlig;ert wurden. Dabei werden nicht die Grundst&uuml;cke selbst, sondern nur Anteile (Share) von Gesellschaften verkauft, die diese halten. Das Konstrukt wird von gro&szlig;en Investoren wie Fonds, Versicherungen oder Pensionskassen bei milliardenschweren Immobiliengesch&auml;ften gew&auml;hlt. Sie umgehen damit legal die seit 2006 in den Bundesl&auml;ndern stark gestiegenen Grunderwerbsteuers&auml;tze. In Berlin fallen beim Immobilienkauf sechs Prozent Steuer vom Kaufpreis an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-01\/potsdamer-platz-verkauf-immobilieninvestor-brookfield\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rechnungshof stellt sich Autobahnr&auml;ubern in den Weg<\/strong><br>\nDer Bundesrechnungshof hat in einem gemeinsam mit dem Verkehrsministerium verfassten Bericht die Minister Dobrindt, Sch&auml;uble und Gabriel f&uuml;r ihren Plan einer Bundesautobahngesellschaft abgewatscht. Sie wollen privaten Finanzinvestoren auf Steuerzahlerkosten eine &uuml;berdurchschnittliche Rendite garantieren. Die SPD will nun angeblich das verhindern, was ihr Parteivorsitzender als Wirtschaftsminister ma&szlig;geblich vorantreibt.<br>\nEs ist ein paar Tage her, aber da wenig berichtet wurde und das Thema wichtig ist, will ich es noch aufgreifen. Wie die Welt am Sonntag am 3.1. berichtet hat, konnten sich Rechnungshof und Verkehrsministerium in einem noch unver&ouml;ffentlichten gemeinsamen Gutachten zu &Ouml;ffentlich Privaten Partnerschaften (&Ouml;PP) in Kernfragen nicht einigen und die Sparkommissare schrieben ein eigenes Votum in das Gutachten. Schon vorher hatten sie moniert, dass in &Ouml;PP gebauten Autobahnen meist erheblich teurer k&auml;men als vom Staat konventionell finanzierte. In dem neuen Gutachten schreiben sie nun, dass bei solchen Vorhaben wegen ihrer Gr&ouml;&szlig;e und Dauer nur die gro&szlig;en Bauunternehmen mitmachen k&ouml;nnten, w&auml;hrend die kleineren, regionalen Unternehmen au&szlig;en vor blieben. Au&szlig;erdem h&auml;lt der Rechnungshof die Methode, mit der sich die Minister die Wirtschaftlichkeit der &Ouml;PP-Vorhaben sch&ouml;nrechnen wollen f&uuml;r nicht sachgerecht. Einer der Hauptaufgaben der gemeinsamen Aktion war es, die Meinungsverschiedenheiten dar&uuml;ber auszur&auml;umen, wie man richtig rechnet, damit der Rechnungshof nicht weiter querschie&szlig;t. Dieses Vorhaben w&auml;re damit krachend gescheitert.<br>\nDer Rechnungshof bef&uuml;rchtet laut Welt auch, es k&ouml;nnte ein Anreiz entstehen, &ldquo;Projekte auch dann im Wege von &Ouml;PP zu realisieren, wenn eine konventionelle Realisierung wirtschaftlicher w&auml;re&rdquo;. Denn &Ouml;PP-Projekte k&ouml;nnten au&szlig;erhalb der Mittel finanziert werden, die die L&auml;nder vom Bund f&uuml;r Verkehrsprojekte erhalten. Das schaffe Anreize, &ldquo;Infrastrukturprojekte als &Ouml;PP umzusetzen&rdquo;. Der Hintergrund ist der, dass bei &Ouml;PP erst einmal keine Haushaltsmittel flie&szlig;en. Erst in den Folgejahren, bis weit in die Zukunft, zahlen Staat oder Nutzer den privaten Investoren ihre Kapitalverzinsung plus Rendite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/521-rechnungshof-bundesautobahngesellschaft-oepp#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>dazu: Neuer Bericht: &Ouml;PP bleibt teuer und unsicher<\/strong><br>\nDer BRH hatte 2014 einen Bericht verfasst, der f&uuml;r &Ouml;PP im Autobahnbau vernichtend ausgefallen ist. So wurden allein f&uuml;r f&uuml;nf Autobahn-&Ouml;PP-Projekte mit einem Gesamtvolumen von 5,1 Milliarden Euro voraussichtliche Mehrkosten von 1,9 Milliarden Euro festgestellt. Das entspricht einem Kostennachteil von 38 Prozent. Behauptet worden waren im Vorfeld Kosteneinsparungen von 10,4 Prozent (532 Millionen Euro). Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen zu den f&uuml;nf untersuchten Autobahn-&Ouml;PPs lagen im Durchschnitt somit fast 50 Prozent (genau: 48 Prozent) daneben &ndash; zu Lasten der &ouml;ffentlichen Hand.<br>\nDas BMVI, das ma&szlig;geblich diese Mehrkosten durch seine Vorgaben zu &Ouml;PP veranlasst hat, hatte den BRH-Bericht entschieden zur&uuml;ckgewiesen und selbst einen Gegenbericht erstellt. Daraufhin hatte der Rechnungspr&uuml;fungsausschuss des Bundestags die beiden Institutionen zu einem gemeinsamen Bericht verpflichtet. Der Bericht liegt nun vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/civi-public\/?page=CiviCRM&amp;q=civicrm\/petition\/sign&amp;sid=20\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Billionenschwere Allzeitrekorde<\/strong><br>\nZum Jahresbeginn vermeldet die deutsche Wirtschaft neue Exportrekorde und k&uuml;ndigt f&uuml;r 2016 eine weitere Steigerung ihres Absatzes im Ausland an. 2015 seien die deutschen Ausfuhren laut vorl&auml;ufigen Ergebnissen auf fast 1,2 Billionen Euro gestiegen, teilt der Au&szlig;enhandelsverband BGA mit. F&uuml;r das kommende Jahr erwarte man eine weitere Steigerung und ein neues Ausfuhr-Allzeithoch. Das deutsche Exportwachstum wird zur Zeit in hohem Ma&szlig;e von den Vereinigten Staaten getragen, deren Fracking-Boom einen neuen Ausbau der US-Industrie und einen steigenden Bedarf an Importen etwa im Maschinen- und Anlagenbau mit sich bringt. Die USA sind im Sommer zum gr&ouml;&szlig;ten Abnehmer deutscher Produkte &uuml;berhaupt aufgestiegen &ndash; noch vor Frankreich &ndash; und werden diese Stellung laut Auffassung von Experten in n&auml;chster Zeit halten. Zugleich verlieren einerseits die Eurozone, andererseits erstmals auch China f&uuml;r die deutsche Exportindustrie an Bedeutung. Neue Chancen erhoffen sich Firmen aus der Bundesrepublik unter anderem in Russland und Iran, wo zur Zeit noch Sanktionen die Gesch&auml;fte st&ouml;ren. Ein Ausstieg aus den Embargos w&auml;re jedoch ohne R&uuml;cksichtnahme auf den wichtigsten K&auml;ufer deutscher Produkte, die USA, wohl allzu riskant. Die deutschen Exporte &uuml;bersteigen den Import inzwischen immer deutlicher; der Export&uuml;berschuss belief sich 2015 auf beinahe eine Viertelbillion Euro &ndash; internationale Umverteilung zu deutschen Gunsten im gro&szlig;en Stil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59280\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Die Russland-Sanktionen st&ouml;ren das deutsche Exportgesch&auml;ft. Aber die Regierung ist ja nicht unt&auml;tig. Vor Weihnachten fand ein EU-Gipfel statt, auf dem sich Merkel und der italienische Ministerpr&auml;sident Renzi stritten. Der Grund: Der von Deutschland aus betriebene Versuch, an den Sanktionen vorbei, Ausnahmeregelungen f&uuml;r Deutschland zu schaffen. Konkret ging es um den Ausbau der Gaspipeline durch die Ostsee (Nordstream 2). Dar&uuml;ber hatte sich Renzi aufgeregt, da auf der anderen Seite das Projekt Southstream, von dem S&uuml;deuropa h&auml;tte profitieren k&ouml;nnen, den Sanktionen zum Opfer fiel. Emp&ouml;rt stellte Renzi fest. Entweder gelten die Regeln f&uuml;r alle oder f&uuml;r keinen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schluss mit Familienversicherung<\/strong><br>\nSeit Jahresbeginn gelten f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher neue Regeln, die eine F&uuml;lle zus&auml;tzlicher B&uuml;rokratie bedeuten. Besonders betroffen sind Jugendliche ab dem vollendeten 15. Lebensjahr beziehungsweise ihre Eltern. Egal ob die jungen Leute noch zur Schule gehen oder eine Ausbildung machen &ndash; sie m&uuml;ssen sich von nun an selbst krankenversichern. Denn der Vorrang der Familienversicherung bei den Krankenkassen gilt f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher nicht mehr. Das bedeutet: Jeder &raquo;erwerbsf&auml;hige Hilfebed&uuml;rftige&laquo; wird eigenst&auml;ndiges Mitglied bei der Kranken- und Pflegeversicherung. Als &raquo;erwerbsf&auml;hig&laquo; gelten Personen ab dem 15. Geburtstag. So will die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) den &raquo;Pr&uuml;faufwand&laquo; der Jobcenter verringern. Zwar &uuml;bernimmt sie den Mindestbeitrag. Das d&uuml;rfte aber erstens weitaus h&ouml;here Kosten verursachen als bisher. Zweitens birgt die neue Sonderregel f&uuml;r Leistungsbezieher erhebliche T&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/01-07\/023.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kurssturz in China<\/strong><br>\nDie Schlie&szlig;ung der Shanghaier B&ouml;rse am 3. Januar 2016 erfolgte aufgrund einer erst seit Jahresbeginn geltenden Verf&uuml;gung, den B&ouml;rsentag zu beenden, sobald die Aktienkurse um mehr als 7 Prozent nachgeben. Sie folgt aber auch auf eine Periode von Eingriffen in den Aktienmarkt durch die Regierung und die Zentralbank, die weltweit nicht ohne Parallelen sind.<br>\nNach den Aktiencrashs vom Juli und vom August 2015 griff die f&uuml;r Wertpapierk&auml;ufe im Auftrag des Staates zust&auml;ndige &ldquo;China Securities Finance Corporation&rdquo; (CSF) mit umfangreichen Ank&auml;ufen in den Aktienmarkt ein, um nach einem Kurssturz von 30 Prozent innerhalb von drei Wochen weitere Einbr&uuml;che an den B&ouml;rsen von Shanghai und Shenzhen zu verhindern. Insgesamt verf&uuml;gt die CSF &uuml;ber Mittel in H&ouml;he von 2,5 bis 3 Billionen Yuan (etwa 400 bis 500 Mrd. US-Dollar) &ndash; in etwa zwei Drittel der Summe, &uuml;ber die der ESM verf&uuml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47038\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Ukraine ist nicht &uuml;ber den Berg<\/strong><br>\nDie Regierung in Kiew schwankt, viele glauben nicht, dass sie die n&auml;chsten Monate &uuml;berleben wird. Zwei Jahre nach der Flucht von Viktor Janukowitsch ist die Macht der Oligarchen ungebrochen, der Konflikt mit Russland dauert an und es droht der Staatsbankrott.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/die-ukraine-zwei-jahre-nach-viktor-janukowitsch-13994344.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die Folge eines Staatsbankrott wird eine Wanderbewegung von Millionen von Ukrainern Richtung Westen sein, denn was bleibt vielen Ukrainern dann noch &uuml;brig?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>IMV feiert 10-j&auml;hriges Bestehen<\/strong><br>\nMedienkritik: &bdquo;Viele Journalisten lehnen die Einladung zur Selbstreflexion ab&ldquo;<br>\nDie Krisen und Debatten des vergangenen Jahres haben so deutlich wie selten die herausragende Bedeutung kritischer Medienkompetenz verdeutlicht. DTJ hat sich mit Dr. Schiffer &uuml;ber die Arbeit Ihres Instituts f&uuml;r Medienverantwortung unterhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dtj-online.de\/medienkritik-viele-journalisten-lehnen-die-einladung-zur-selbstreflexion-ab-68953\">DTJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verlieren die USA den Informationskrieg?<\/strong><br>\nGenussvoll weiden staatliche russische Medien einen Artikel der konservativen Washington Times aus, nach dem die staatlich finanzierten Medien der USA, die wie Radio Free Europe\/Radio Liberty und Voice of America ans Ausland gerichtet sind, gegen&uuml;ber ausl&auml;ndischen staatlichen Medien an Einfluss verlieren. Der Washington Times geht es offensichtlich darum, die Regierung zu kritisieren, die US-Propagandamedien nicht ausreichend zu finanzieren.<br>\nSo erkl&auml;rte der auch nicht interessenlose Jeff Shell, der Vorsitzende des Broadcasting Board of Governors, der die Auslandssender betreibt, dass die Finanzierung nicht ausreiche, um mit den &ldquo;Gegnern&rdquo; zu konkurrieren. Gemeint sind vor allem Russland und China, aber auch Katar und Saudi-Arabien. Man k&ouml;nne dem &ldquo;wachsenden globalen Blitz der staatlich finanzierten Propaganda aus Russland, China und anderen Konkurrenten nicht effektiv begegnen&rdquo;. 370 Millionen US-Dollar investiert die US-Regierung in die Auslandssender, f&uuml;r Shell nur ein &ldquo;Bruchteil&rdquo; dessen, was &ldquo;unsere Gegner ausgeben&rdquo;. Die feindlichen Sender sind vor allem Russia Today, Al Jazeera oder China Central Television (CCTV). [&hellip;]<br>\nDie Rede ist davon, den &ldquo;Krieg der globalen Botschaften&rdquo; zu verlieren, was auch hei&szlig;t, dass es nicht um Wahrheit, sondern um Macht &uuml;ber die Informationsfl&uuml;sse geht. Der russische Sender RT erhalte zwar mit 307 Millionen US-Dollar weniger als die US-Sender, sei aber effizienter. &Uuml;berdies w&uuml;rde RT die Sozialen Netzwerke eher erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47042\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wollen wir eine Schule, die Kinder krank macht?<\/strong><br>\nDas Land der Dichter und Denker muss sich keine Sorgen machen, dass im Jahre 2015 in der leistungsorientierten Schule nicht ausreichend Druck gemacht wird. Die von der Bepanthen-Kinderf&ouml;rderung in Auftrag gegebene und von der Universit&auml;t Bielefeld durchgef&uuml;hrte aktuelle Studie &bdquo;Burn-Out im Kinderzimmer: Wie gestresst sind Kinder und Jugendliche in Deutschland?&ldquo; untermauert anhand einer ausf&uuml;hrlichen Untersuchung, dass deutsche Sch&uuml;ler massiv unter Stress stehen. Die Besonderheit dieser Studie ist, dass sie auf detaillierten Interviews mit den Sch&uuml;lern basiert. Das Ergebnis ist alarmierend: &bdquo;18 Prozent der Kinder und 19 Prozent der Jugendlichen in Deutschland leiden unter deutlich hohem Stress. (&hellip;) Wichtig anzumerken ist, dass auch die &uuml;brigen 82 Prozent der Kinder unter Stress-Symptomatiken leiden, diese jedoch in einer weniger ausgepr&auml;gten Form.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201601053810\/soziales\/reformen\/lernen-mit-leistungsdruck.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Messerattacke auf Linksparteimitglied: Liebe ersetzt keine Gegenwehr<\/strong><br>\nAm Montag wurde Julian Kinzel, Mitglied des Schweriner Kreisvorstandes der LINKEN und Mitglied bei solid, Opfer einer Messerattacke in Wismar. Drei Faschisten schlugen ihn mit den Worten &bdquo;schwule Kommunistensau&ldquo; nieder und stachen 17 mal auf den Aktivisten ein.<br>\nDieser Mordanschlag reiht sich ein, in eine Welle von Angriffen. Neu sind nicht nur der schamlose Einsatz von Messern bis zu Schusswaffen, sondern auch deren gezielter Einsatz gegen bekannte Linke. Gen&auml;hrt durch die Erfolge der rassistischen Mobilisierungen des vergangenen Jahres und das beinahe folgenlose in Brand stecken von Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nften, sowie angreifen von Gefl&uuml;chteten, hat die Gewaltgel&uuml;ste der Faschisten nicht bes&auml;nftigt, sondern befl&uuml;gelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/messerattacke-auf-linksparteimitglied-liebe-ersetzt-keine-gegenwehr\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Offener Brief eines Mitglieds an SPD-Parteivorstand: &ldquo;Kann diese Politik nicht mehr unterst&uuml;tzen&rdquo; <\/strong><br>\nKlaus Habel war seit 1969 Basis-Mitglied der SPD. Damals 17-j&auml;hrig, trat er mit seinem Parteiengagement in die Fu&szlig;stapfen seines Gro&szlig;vaters, der nach dem Krieg gar seinen SPD-Ortsverein neugegr&uuml;ndet hatte. Nun ist Habel aus der Partei ausgetreten. Der Offene Brief, der diesen Schritt begleitet, gleicht einer Generalabrechnung und zeugt von tiefer Entt&auml;uschung durch die ehemaligen Genossen. RT Deutsch dokumentiert das Schreiben im Wortlaut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/36186-offener-brief-mitglieds-an-spd\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H:<\/strong> Es ist nicht das Erste seiner Art, jedoch &ndash; wie ich finde &ndash; derart ausf&uuml;hrlich und inhaltlich pr&auml;gnant, dass es der Weiterverbreitung wert ist!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>LINKE fordert Untergrenze f&uuml;r demokratisches Verantwortungsbewusstsein<\/strong><br>\n&ldquo;Nach dem Scheitern s&auml;mtlicher politischer Projekte der CSU, von der Maut bis zum Betreuungsgeld, setzt sie jetzt alles auf die populistische Karte. Ihre Schwesterpartei CDU sowie der Koalitionspartner SPD tun gut daran, die europa- und verfassungsfeindlichen Entwicklungen der CSU genau zu beobachten. F&uuml;r ihre Regierungskoalition sollten Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel feste Untergrenzen f&uuml;r demokratisches Verantwortungsbewusstsein sowie f&uuml;r Verfassungs- und Europatreue festlegen&rdquo;, erkl&auml;rt Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zu Berichten &uuml;ber Diskussionspapiere der CSU-Landesgruppe f&uuml;r die Klausur im Wildbad Kreuth.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/linke-fordert-untergrenze-demokratisches-verantwortungsbewusstsein\/\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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