{"id":30064,"date":"2016-01-08T16:31:25","date_gmt":"2016-01-08T15:31:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064"},"modified":"2016-02-11T15:24:50","modified_gmt":"2016-02-11T14:24:50","slug":"hinweise-des-tages-ii-229","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h01\">K&ouml;ln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h02\">Pfefferspray gegen Asylsuchende &ndash; und ein gel&ouml;schter Ministeriums-Tweet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h03\">Rechtsmotivierte Gewalt: Eine neue Dimension<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h04\">Ende Legende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h05\">Noch eine Anmerkung zum &bdquo;Experiment&ldquo; Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h06\">J&uuml;ngeren bleiben Vollzeitjobs oft verwehrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h07\">DGB-Chef: CSU darf Missbrauch nicht ignorieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h08\">Merkel hilft dem Unwilligen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h09\">T&uuml;rkei schlittert in Richtung B&uuml;rgerkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h10\">Britisches &Uuml;berwachungsgesetz k&ouml;nnte &bdquo;Leben kosten&ldquo; und zu &bdquo;schweren internationalen Konflikten&ldquo; f&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h11\">Die Ufos kommen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h12\">Paris: R&auml;tsel &uuml;ber einen get&ouml;teten mutma&szlig;lichen Attent&auml;ter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h13\">Griechenlands Wirtschaftskrise wird zu endloser Odyssee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h14\">Eine finanzpolitische Zeitbombe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30064#h15\">Ein schmutziger Goldrausch<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>K&ouml;ln<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Vorf&auml;lle in K&ouml;ln offenbaren doch nur politische Fehlentwicklungen &ndash; die vor Jahrzehnten begonnen haben<\/strong><br>\nDas ist schon fast niedlich bzw. aberwitzig, wenn es nicht gleichzeitig so unreflektierter und schlechter Journalismus w&auml;re, der angesichts der Dramatik der Ereignisse v&ouml;llig unangemessen erscheint. Dabei h&auml;tte die Autorin noch nicht einmal &uuml;ber den eigenen Zeitungsrand hinausschauen m&uuml;ssen, um die hinter den Ereignissen von K&ouml;ln stehenden, grunds&auml;tzlichen Probleme zu erkennen. Helene Bubrowski schreibt in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ): &ldquo;Aus der Schreckensnacht von K&ouml;ln m&uuml;ssen die Beh&ouml;rden Konsequenzen ziehen. Denn das Vertrauen der B&uuml;rger in die Macht des Staates ist durch die massenhaften &Uuml;bergriffe auf Frauen besch&auml;digt worden.&rdquo; Bubrowski scheint die Zeitung ihres Arbeitgebers nicht zu lesen. Anders ist ihre Fehleinsch&auml;tzung wohl kaum zu erkl&auml;ren. Denn wer, wenn nicht die FAZ, pl&auml;diert denn seit Jahren daf&uuml;r, den Staat klein zu halten? Mit Erfolg! Steuern f&uuml;r Gro&szlig;verdiener, Verm&ouml;gende und Unternehmen &ndash; nicht selten in Personalunion &ndash; wurden kr&auml;ftig gesenkt, Arbeitnehmerrechte massiv eingeschr&auml;nkt, auf den Sozialstaat Angewiesene werden mit Hartz IV schikaniert, ein Niedriglohnsektor wurde kultiviert, der &ouml;ffentliche Dienst wurde kaputt gespart, seit Jahrzehnten verlassen Jahr f&uuml;r Jahr rund 60.000 Sch&uuml;ler ohne Abschluss die Schulen. Jetzt zu meinen, &ldquo;das Vertrauen der B&uuml;rger in die Macht des Staates&rdquo; sei &ldquo;durch die massenhaften &Uuml;bergriffe auf Frauen besch&auml;digt worden&rdquo;, ist doch allzu kurz gesprungen, ja geradezu hirnrissig. Konsistent ist es allenfalls mit dem &uuml;brigen Niveau der FAZ. [&hellip;]<br>\nSeit Jahren aber ist bekannt und wird von verantwortlichen Personen immer wieder benannt, dass die Polizei am Rande der Kapazit&auml;t arbeitet. Das gilt auch f&uuml;r viele andere staatliche Bereiche, in die der B&uuml;rger einst, vor langer Zeit, Vertrauen hatte: den Gesundheits- und Bildungssektor zum Beispiel (letzterer besonders wichtig auch daf&uuml;r, Menschen mit Migrationshintergrund, aber auch an den gesellschaftlichen Rand gedr&uuml;ckte Menschen deutscher Herkunft erfolgreich zu integrieren bzw. zu reintegrieren) oder die Versorgung im Alter. &Uuml;berall knausert der Staat in diesen Bereichen. Bei der Zahl der Besch&auml;ftigten, ihrer Ausstattung, ihrer Entlohnung. Entweder direkt als Arbeitgeber oder indirekt &uuml;ber entsprechende Gesetze. Mit tatkr&auml;ftiger Unterst&uuml;tzung von Medien wie der FAZ, deren Schreiberlingen noch ein Hungermindestlohn von 8,50 zu viel des Guten ist. [&hellip;]<br>\nWer den Polizeistaat nicht will, braucht eben einen funktionierenden Sozialstaat, der daf&uuml;r sorgt, dass solch primitiven, brutalen Ereignisse wie in K&ouml;ln gar nicht erst m&ouml;glich werden, zum Beispiel, indem viel, sehr viel Geld in Bildung gesteckt wird und zwar so, dass es diejenigen mit wenig Geld und schlechten famili&auml;ren Voraussetzungen mindestens genauso gut erreicht wie die materiell Beg&uuml;terten &ndash; das Gegenteil war in den vergangenen Jahrzehnten der Fall. Wer gewaltfreie, nicht sexistische, friedliche, tolerante Menschen m&ouml;chte, muss auch in diese investieren!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2016\/01\/vorfalle-in-koln-offenbaren-doch-nur-politische-fehlentwicklungen-die-vor-jahrzehnten-begonnen-haben\/#sthash.LPvmDx6N.dpuf\">Thorsten Hild auf Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Schlechter Rechtfertigungsversuch der Polizei&rdquo;<\/strong><br>\nDer Einsatzbericht der Bundespolizei scheint die schlimmsten Vorurteile zu best&auml;tigen &ndash; und wirft doch mehr Fragen auf, als er beantwortet: Warum wird ein solcher Bericht erst vier Tage sp&auml;ter verfasst und dann an die Presse weitergeleitet? Ein Bericht, der an einigen Stellen ma&szlig;los &uuml;bertreibt und pl&ouml;tzlich von mehreren tausend jungen M&auml;nnern mit Migrationshintergrund spricht.<br>\nWarum gab es vor dem Hauptbahnhof keinerlei Festnahmen und nicht mal Gefangenentransporter? Und warum, um Himmels willen, reagierte die Polizeif&uuml;hrung nicht angemessen auf die Eskalation, auch nicht Stunden nach den ersten Hilferufen? &lsquo;Ein Gewahrsam kam aufgrund von Kapazit&auml;tsproblemen nicht in Betracht&rsquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht. Wie bitte?! Es konnte kein einziger Krawallmacher aus dem Verkehr gezogen, kein Tatverd&auml;chtiger festgenommen werden, weil in K&ouml;ln keine Zelle mehr frei war? Oder das: Polizisten in schwerer Schutzausstattung seien weder an Opfer, noch an T&auml;ter, noch an Zeugen herangekommen, weil man von herumstehenden Jugendlichen abgedr&auml;ngt wurde? Ja, das alles ist wirklich schwer zu glauben. Immerhin so viel steht heute fest: In K&ouml;ln traf in der Silvesternacht Chaos auf Chaos.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/tagesschau\/videos\/10153834130859407\/?fref=nf\">Georg Restle in den Tagesthemen via Facebook<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-146277.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Das geh&ouml;rt auch an die &Ouml;ffentlichkeit&rdquo;<\/strong><br>\nRegina Schleheck war Silvester mittendrin am K&ouml;lner Hauptbahnhof. Drei Stunden stand die Leverkusenerin in der Menge. Auf Facebook postete die 56-J&auml;hrige, dass die M&auml;nner sich ruhig, achtsam und sch&uuml;tzend verhalten h&auml;tten. Darauf folgte ein Shitstorm, der &ldquo;unter die G&uuml;rtellinie&rdquo; geht, erz&auml;hlt sie im Interview.<br>\nWDR: Wie haben Sie die Silvesternacht am Hauptbahnhof erlebt?<br>\nSchleheck: Es war eine ziemliche Ausnahmesituation. Der Bahnhof war eine ganze Weile gesperrt und es fuhren nur noch vereinzelt Z&uuml;ge. Im Bahnhof war ein ungeheures Menschenaufkommen. Ich kam von der Breslauerplatz-Seite rein und war da sehr lange in einem Pulk gestanden. Es wurde keiner mehr auf die Bahnsteige gelassen. Da war eine ungeheure Menge, insbesondere von M&auml;nnern, die offensichtlich arabischst&auml;mmig waren. Ich konnte sie nicht genau zuordnen und auch die Sprache nicht verstehen. Ich war alleine unterwegs und es waren sehr wenige Frauen da. Das war schon eine etwas be&auml;ngstigende Situation.<br>\nWDR: Wurden Sie bel&auml;stigt und bestohlen?<br>\nSchleheck: &Uuml;berhaupt nicht. Ich habe eine sehr gegenteilige Erfahrung gemacht. Die M&auml;nner sind sehr vorsichtig mit mir umgegangen und haben sich eher bem&uuml;ht, mich ein St&uuml;ck weit zu besch&uuml;tzen und die anderen auch wegzuschieben, die einfach durch dieses Massenaufkommen an mich rangedr&auml;ngt wurden. [&hellip;]<br>\nWDR: Ihre Beobachtung haben Sie bei Facebook gepostet. Was ist daraufhin passiert?<br>\nSchleheck: Zun&auml;chst gab es noch sachliche Kommentare, dann wurden die Stimmen immer emp&ouml;rter. Offensichtlich vermisste man, dass ich deutlicher h&auml;tte erkl&auml;ren m&uuml;ssen, dass da auch ganz schreckliche Dinge passiert sind &ndash; die ich aber nicht beobachtet habe. Dieser Beitrag ist dann fast 4.000 Mal geteilt worden und &uuml;berall weiterverbreitet worden. Das hat nat&uuml;rlich einen ungeheuren Shitstorm ausgel&ouml;st, der &uuml;ber mich reingebrochen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/aktuell\/interview-facebook-shitstorm-100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><strong>Angstmacherei mit System<\/strong><br>\n&raquo;Rape Culture&laquo; ist auch ein System, das sich von genau diesen diffusen &Auml;ngsten ern&auml;hren muss &ndash; nicht nur, um Opfer zu beschuldigen und Mythen zu reproduzieren, sondern auch um zu verhindern, dass eine wirkliche und gro&szlig;fl&auml;chige Auseinandersetzung mit allen Arten von sexualisierter Gewalt und den Menschen, die diese erleben, stattfindet. Das T&auml;terprofil dabei gro&szlig;fl&auml;chig auf &raquo;ausl&auml;ndische M&auml;nner&laquo; auszulagern, ist dabei auch wichtiger Teil einer Schutzkultur. So wird erreicht, dass sexuelle Gewalt auf das &raquo;Fremde&laquo;, auf das &raquo;Drau&szlig;en&laquo; reduziert wird &ndash; und nicht als etwas identifiziert wird, was in vielen F&auml;llen beispielsweise auch im sozialen Umfeld geschieht, etwa im Falle von weit verbreiteter Beziehungsgewalt. Unsere sexistischen und gewaltvollen Strukturen werden verschleiert und Missst&auml;nde ethnisiert &ndash; etwa dann, wenn davon ausgegangen wird, dass eine Meute betrunkener M&auml;nner nur bedrohlich sein kann, wenn diese &raquo;arabisch oder nordafrikanisch&laquo; (oder einfach: irgendwie ausl&auml;ndisch) aussehen. Es wird verschleiert, wo in unserer Gesellschaft &uuml;berall Gewalt gegen Frauen ausge&uuml;bt, institutionalisiert, legitimiert und bagatellisiert wird. Es wird verschleiert, wie eine patriarchatskritische, antisexistische, emanzipatorische Arbeit aussehen kann und ebensolches Engagement verschiedener Initiativen und Vereine, die sich seit Jahren mit diesen Themen besch&auml;ftigen, gar nicht erst sichtbar gemacht. Es werden Feminit&auml;tsperformances diskutiert und mit Optimierungsvorschl&auml;gen ausgestattet anstatt zu &uuml;berlegen, wie eine kritische Jungen- und M&auml;nnerarbeit aussehen muss, die zuk&uuml;nftig gewaltpr&auml;ventiv sein kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/997289.angstmacherei-mit-system.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Nach Silvester-&Uuml;bergriffen: Laut Umfrage gro&szlig;e Mehrheit f&uuml;r Video&uuml;berwachung<\/strong><br>\nDie sexuellen &Uuml;bergriffe auf Frauen zu Silvester in K&ouml;ln und anderen deutschen St&auml;dten haben eine kontroverse Debatte ausgel&ouml;st, wie man solchen F&auml;llen in Zukunft vorbeugen kann. Eine h&auml;ufige Forderung: mehr Video&uuml;berwachung.<br>\nDie sexuellen &Uuml;bergriffe und Raub&uuml;berf&auml;lle in der Silvesternacht am K&ouml;lner Hauptbahnhof haben f&uuml;r eine breite Debatte &uuml;ber m&ouml;gliche Reaktionen des Staates gesorgt. Laut dem ARD-Deutschlandtrend sprechen sich aktuell 82 Prozent der Deutschen f&uuml;r eine Ausweitung der Video&uuml;berwachung &ouml;ffentlicher Pl&auml;tze aus. Nach Geschlechtern gestaffelt sind 75 Prozent der M&auml;nner und 88 Prozent der befragten Frauen f&uuml;r mehr Kameras.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Nach-Silvester-Uebergriffen-Laut-Umfrage-grosse-Mehrheit-fuer-Videoueberwachung-3066875.html\">Heise Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> War ja klar, dass so etwas kommt. Die Umfrage ist f&uuml;r die Tonne. Sie best&auml;tigt nur die Wirkung des K&ouml;lner Medienhypes. Mehr Video&uuml;berwachung hat erwiesenerma&szlig;en keinen Einfluss auf Kriminalit&auml;t, besonders dann nicht, wenn stark alkoholisierte Menschen auf andere losgehen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Pfefferspray gegen Asylsuchende &ndash; und ein gel&ouml;schter Ministeriums-Tweet<\/strong><br>\nAuf Twitter verteidigt das s&auml;chsische Sozialministerium, dass Fl&uuml;chtlinge stundenlang in der K&auml;lte auf Geldleistungen warten m&uuml;ssen. Die Beh&ouml;rde distanziert sich &ndash; und stellt Strafanzeige gegen Unbekannt. Die Twitter-Nachricht hatte es in sich. &ldquo;Wenn man Geld geschenkt bekommt und wissentlich in ein anderes Land auswandert, muss man auch in der K&auml;lte warten k&ouml;nnen&rdquo;, hie&szlig; es in einem Tweet des s&auml;chsischen Sozialministeriums an den Gr&uuml;nen-Politiker Martin Oehmichen, Kreisrat in Mei&szlig;en. Die Botschaft wurde am Freitag um 6 Uhr 30 vom offiziellen Ministeriumsaccount @sms_sachsen abgeschickt &ndash; und etwa drei Stunden sp&auml;ter gel&ouml;scht. Auf Twitter erkl&auml;rte das Ministerium dazu: &ldquo;Wir haben den falschen Tweet jetzt gel&ouml;scht. Wir distanzieren uns an dieser Stelle noch einmal ausdr&uuml;cklich von diesem Inhalt.&rdquo; Wie es zu der Twitter-Botschaft kam, blieb zun&auml;chst unklar. Ministeriumssprecherin Annett Hofmann sagte dem Tagesspiegel, es werde gepr&uuml;ft, ob der Account gehackt sein k&ouml;nnte. Au&szlig;er ihr w&uuml;rde f&uuml;r das Ministeriums nur eine weitere Mitarbeiterin twittern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/fluechtlinge-in-sachsen-pfefferspray-gegen-asylsuchende-und-ein-geloeschter-ministeriums-tweet\/12806300.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Rechtsmotivierte Gewalt: Eine neue Dimension<\/strong>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160108_Katapult.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160108_Katapult_th.jpg\" alt=\"Rechtsmotivierte Gewalt: Eine neue Dimension\" title=\"Rechtsmotivierte Gewalt: Eine neue Dimension\"><\/a><\/p>\n<p>Mit 17 Messerstichen haben Rechstradikale vor drei Tagen in Wismar versucht, einen Lokalpolitiker zu ermorden.1 Er hat &uuml;berlebt. Die Medien haben zwar dar&uuml;ber berichtet, aber nur wenige B&uuml;rger haben es mitbekommen. Die Berichterstattung &uuml;ber die K&ouml;lner Straftaten hatte Vorrang.<br>\nAuch die amtierende K&ouml;lner Oberb&uuml;rgermeisterin, Henriette Reker, wurde im Oktober letzten Jahres niedergestochen. Das Motiv des T&auml;ters: Ausl&auml;nderfeindlichkeit, die sich gegen Rekers Fl&uuml;chtlingspolitik richten sollte.<br>\nDas Problem an der derzeitigen Fl&uuml;chtlingspolitik ist, dass mit ihr auch die rechts motivierte Gewalt steigt &ndash; quantitativ und qualitativ. 2014 gab es 17.020 F&auml;lle rechter Straftaten.2 Die offiziellen Zahlen f&uuml;r 2015 liegen noch nicht vor. Allerdings lassen die ersten journalistischen Analysen von Gewalttaten gegen Fl&uuml;chtlinge3 und Brandanschl&auml;ge auf Fl&uuml;chtlingsheime den Schluss zu, dass sich besonders die schweren Straftaten stark erh&ouml;ht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/katapult-magazin.de\/de\/artikel\/artikel\/fulltext\/eine-neue-dimension\/\">Katapult Magazin<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ende Legende<\/strong><br>\nDie L&auml;nderfinanzminister schworen dieser Tage partei&uuml;bergreifend Stein und Bein: Trotz Zuwanderung bleibt es bei der Schuldenbremse. Besser w&auml;re gewesen, sich zum Jahreswechsel vorzunehmen, den tanzenden Rotstift endlich aus dem Fenster zu werfen.<br>\nWie werden sie sich &uuml;berbieten in den anstehenden Wahlk&auml;mpfen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-W&uuml;rttemberg beim Selbstlob f&uuml;r ihre ausgeglichenen Haushalte, ihre Spar- und die Nullrunden, die Einschnitte und die Leistungsk&uuml;rzungen. Allen voran Sozialdemokraten und Gr&uuml;ne. Die haben mit ihren moderaten Steuererh&ouml;hungspl&auml;nen f&uuml;r Besser- und Noch-Besser-Verdienende die Bundestagswahl 2013 in den Sand gesetzt und &ndash; bar jeder Vernunft &ndash; allen einschl&auml;gigen Umverteilungsideen abgeschworen. Die Zeitung mit den ganz gro&szlig;en Buchstaben lie&szlig; 2013 das Versprechen der Gro&szlig;en Koalition, in dieser Legislaturperiode keine Steuern zu erh&ouml;hen, sogar &ldquo;in Granit mei&szlig;eln&rdquo;. Immer das Streichholz nahe an der Lunte, um Volkes Zorn zu entfachen.<br>\nUm zus&auml;tzliche Mittel aufzubringen, vor allem die aktuell von Wirtschaftsforschern errechneten elf bis 14 Milliarden Euro f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge, gibt es dementsprechend nur noch zwei seri&ouml;se Wege: neue Schulden oder ein neues Streichkonzert. Die besonders Schlauen, angef&uuml;hrt vom Duo Sigmar Gabriel (SPD) und Alexander Dobrindt (CSU), haben sich in anderen Bereichen allerdings schon f&uuml;r den trickreichen dritten Weg entschieden: Gro&szlig;e Infrastrukturprojekte wie etwa der Breitbandausbau oder neue Stra&szlig;en werden &ndash; unter frecher Umgehung eigener Sparversprechen &ndash; mit privaten Milliarden finanziert.<br>\nZwar haben alle m&ouml;glichen Rechnungsh&ouml;fe in Bund und L&auml;ndern den politischen Akteuren wenigstens einmal in der vergangenen Dekade ins Stammbuch geschrieben, welch gro&szlig;e Dummheit dies ist. Die Anh&auml;nger der reinen neoliberalen Lehre scheuen sich dennoch nicht, Investoren mit Steuermitteln oder Mauteinnahmen in ein Engagement zu locken, das am Ende aller Fristen auf jeden Fall teurer sein wird f&uuml;r die Allgemeinheit als die herk&ouml;mmliche &ouml;ffentliche Finanzierung. Nicht zuletzt deshalb, weil Bund und L&auml;nder das n&ouml;tige Geld zu ungemein g&uuml;nstigen Konditionen aufnehmen k&ouml;nnen, seit Jahren schon und vermutlich auch in der Zukunft. Sogar CDU-Experten schabt es, wie wenig diese historische Chance genutzt wurde und wird von den &ouml;ffentlichen H&auml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/249\/ende-legende-3369.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Noch eine Anmerkung zum &bdquo;Experiment&ldquo; Mindestlohn<\/strong><br>\nDas &bdquo;Experiment&ldquo; ist also gegl&uuml;ckt? Die Einf&uuml;hrung eines so l&auml;cherlich niedrigen Mindestlohnes war also ein Experiment! Und dazu noch eines, das gl&uuml;ckliche Umst&auml;nde (und mutige Politiker vermutlich) brauchte, um zu gelingen. Das ist wohl deswegen so, weil Deutschland sich als erstes Land der Welt gewagt hat, so etwas Revolution&auml;res auszuprobieren?<br>\nNein, die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohnes war nur in den Augen derer ein Experiment, die eine vollkommen irref&uuml;hrende, ja falsche Funktionsweise des Arbeitsmarktes vor Augen haben. Nur wer an das Bild glaubt, es gebe so etwas wie eine individuelle Produktivit&auml;t, die jeder Mensch wie eine Schulterklappe mit sich tr&auml;gt, kann solche Worte f&uuml;r die Einf&uuml;hrung der normalsten Sache der Welt w&auml;hlen. Es gibt eben keinen wettbewerblich organisierter &bdquo;Markt&ldquo;, der daf&uuml;r sorgen k&ouml;nnte, dass jeder nur genau das verdient, was seiner individuellen Produktivit&auml;t entspricht, weil es diese individuelle Produktivit&auml;t in einer arbeitsteiligen Gesellschaft &uuml;berhaupt nicht gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/noch-eine-anmerkung-zum-experiment-mindestlohn\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p>dazu: <strong>GEW: Klage gegen Mindestlohn in der Weiterbildung abgewiesen<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begr&uuml;&szlig;en die Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg, das einen Antrag von zwanzig Weiterbildungsunternehmen abgewiesen hat, die den Branchenmindestlohn f&uuml;r p&auml;dagogisches Personal in der Weiterbildung nicht bezahlen wollten. &ldquo;Der Beschluss des LAG Berlin schafft f&uuml;r das p&auml;dagogische Personal in der Aus- und Weiterbildung Rechtssicherheit. Das ist ein guter Tag f&uuml;r die Besch&auml;ftigten&rdquo;, sagte Ute Kittel, ver.di-Bundesvorstandsmitglied f&uuml;r den Bereich Bildung, Wissenschaft und Forschung. Andreas Gehrke, Mitglied des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Bundesvorstands der GEW, betonte: &ldquo;Damit kann dem p&auml;dagogischen Personal in der Weiterbildung mit R&uuml;ckforderungen nicht mehr in die Tasche gegriffen werden.&rdquo; In der Branche arbeiten rund 20.000 Besch&auml;ftigte.<br>\nDie klagenden Unternehmen wollten erreichen, dass die zweite Mindestlohnverordnung f&uuml;r Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen f&uuml;r unwirksam erkl&auml;rt wird, die bis zum 31. Dezember 2015 galt. Der Branchenmindestlohn greift f&uuml;r p&auml;dagogisches Personal, das &uuml;berwiegend Erwerbslose oder von Erwerbslosigkeit bedrohte Menschen nach dem Zweiten und Dritten Sozialgesetzbuch aus- und weiterbildet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/presse\/pressemitteilungen\/detailseite\/neuigkeiten\/gew-klage-gegen-mindestlohn-in-der-weiterbildung-abgewiesen\/\">GEW<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>J&uuml;ngeren bleiben Vollzeitjobs oft verwehrt<\/strong><br>\nSie sind oft hoch motiviert, machen freiwillig &Uuml;berstunden &ndash; und kommen sogar kr&auml;nkelnd zur Arbeit: Trotzdem bleibt vielen j&uuml;ngeren Besch&auml;ftigten in Deutschland ein Job in Vollzeit verwehrt. Die Konsequenz: Viele sind immer unzufriedener. Gut jeder vierte Besch&auml;ftigte unter 35 Jahren arbeitet in Deutschland nicht in einem regul&auml;ren Vollzeitjob. Laut einer Umfrage im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sind 27,9 Prozent der j&uuml;ngeren Arbeitnehmer &ldquo;atypisch&rdquo; besch&auml;ftigt. Gemeint sind damit befristete oder Teilzeit-Jobs, Zeitarbeit sowie Minijobs.<br>\nBei den unter 25-J&auml;hrigen ist der Anteil sogar noch gr&ouml;&szlig;er: 46,4 Prozent von ihnen arbeiten in atypischer Besch&auml;ftigung. Dabei spielen Befristungen eine gro&szlig;e Rolle: Ist bei den 35-J&auml;hrigen lediglich jeder zwanzigste befristet angestellt, ist der Anteil bei den J&uuml;ngeren mit 16,2 Prozent mehr als dreimal so gro&szlig;. Fast zwei von drei j&uuml;ngeren Besch&auml;ftigten f&uuml;hlen sich nach eigener Aussage dadurch belastet, dass sie ihre sp&auml;tere Rente nicht oder nur gerade so f&uuml;r ausreichend halten. Bei den &uuml;ber 35-J&auml;hrigen sind es 53,2 Prozent.<br>\nJeder dritte Besch&auml;ftigte unter 35 Jahren h&auml;lt auch das eigene Einkommen nicht f&uuml;r angemessen. Rund 31 Prozent der J&uuml;ngeren verf&uuml;gen der Erhebung zufolge &uuml;ber ein monatliches Bruttoeinkommen von weniger als 1500 Euro. 30 Prozent verdienen mehr als 2500 Euro. Dabei liegt das Einkommensniveau in Ostdeutschland deutlich niedriger (17,2 Prozent) als in Westdeutschland.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Juengeren-bleiben-Vollzeitjobs-oft-verwehrt-article16721136.html\">n-tv<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++17cbee6e-b465-11e5-abe8-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>DGB-Chef: CSU darf Missbrauch nicht ignorieren<\/strong><br>\nDGB-Chef Reiner Hoffmann &auml;rgert sich dar&uuml;ber, dass die CSU die geplanten Regelungen von Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen ablehnt. Ihm geht die Reform nicht weit genug.<br>\nDie CSU sagt: Beschr&auml;nkungen bei Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen passen nicht mehr in unsere Zeit. Haben die Gewerkschaften mit ihren Forderungen den Anschluss an die Moderne verloren?<br>\n&Uuml;berhaupt nicht. Wir finden es gut, dass die CSU unseren Grundsatz &ldquo;Gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit&rdquo; teilt. Dann muss die CSU aber auch Spielregeln zulassen, die diesem Grundsatz zur Realit&auml;t verhelfen. Wir erleben doch tagt&auml;glich, dass Leiharbeit und auch die Werkvertragsarbeit massiv zum Lohndumping missbraucht wird.<br>\nWie viel Flexibilit&auml;t wollen Sie Betrieben, die mal schnell jemanden zus&auml;tzlich besch&auml;ftigen m&uuml;ssen, denn gew&auml;hren?<br>\nWir erkennen an, dass es Formen der Leiharbeit gibt, die dringend notwendig sind &ndash; beispielsweise bei Hochkonjunktur, bei saisonalen Spitzen oder krankheitsbedingten Abwesenheiten. Da brauchen die Unternehmen Flexibilit&auml;t, um spezifisch reagieren zu k&ouml;nnen. Aber wenn Leiharbeit missbraucht wird zum Dauerinstrument, mit Verleihdauern von zwei oder drei Jahren. in Gr&ouml;&szlig;enordnungen von 20 oder 30 Prozent der Belegschaften und mit bis zu 30 Prozent geringerem Lohn, dann hat das mit Flexibilit&auml;t nichts zu tun. Das ist Lohndr&uuml;ckerei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/leiharbeit-und-werkvertraege-dgb-chef-csu-darf-missbrauch-nicht-ignorieren\/12801418.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Merkel hilft dem Unwilligen<\/strong><br>\nOffiziell ist Kanzlerin Merkel immer noch die Schutzheilige der Fl&uuml;chtlinge. Doch in der Praxis schwenkt sie immer mehr um. J&uuml;ngstes Beispiel: ihre wachsende Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den Briten Cameron.<br>\nGenau in dem Moment, da Cameron seine Anti-Migrations-Rhetorik versch&auml;rft, k&uuml;ndigt Merkel noch mehr deutsche Hilfe f&uuml;r den Briten und seine vier &bdquo;Kernforderungen&ldquo; zum EU-Referendum an.<br>\nDabei sind zwei dieser Forderungen der offiziellen Politik Merkels diametral entgegengesetzt: Keine Beteiligung an der Umverteilung von Fl&uuml;chtlingen in der EU, keine Hilfe f&uuml;r Euro-Krisenl&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/merkel-hilft-dem-unwilligen\/\">Eric Bonse auf Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu: <strong>Krise in Polen und Ungarn: Der Fehler der EU-Osterweiterung<\/strong><br>\nEurokrise, Brexit-Gefahr und jetzt noch der neue Ost-West-Konflikt: Nie zuvor wurde die Europ&auml;ische Union an so vielen Stellen auf die Probe gestellt wie jetzt. Kaum vorstellbar, dass es nicht bald knallt. Das jetzt gar nicht mehr so geheime Treffen zwischen Viktor Orb&aacute;n und Jaroslaw Kaczynski an einem kleinen Ort an der Grenze von Polen zur Slowakei ist der symbolische Beginn der n&auml;chsten Krise in der Europ&auml;ischen Union &ndash; eine erneute Spaltung zwischen Ost und West. [&hellip;]<br>\nIn Westeuropa dominieren normalerweise zwei Volksparteien &ndash; eine Mitte-links, die andere Mitte-rechts. In mehreren osteurop&auml;ischen L&auml;ndern &ndash; wie jetzt in Polen oder Ungarn -, besteht der Wettbewerb zwischen rechts und ganz rechts. Von au&szlig;en betrachtet sieht es nicht danach aus, dass man Orb&aacute;n noch von rechts &uuml;berholen kann, auch wenn seine Partei, Fidesz, formal dem Kreis der Christdemokraten im Europ&auml;ischen Parlament angeh&ouml;rt. Aber sein bedrohlichster Widersacher in Ungarn ist die nationalistische Jobbik-Partei. Osteuropas neue Rechte hassen die liberalen L&auml;nder des Westens. [&hellip;]<br>\nW&auml;ren Orb&aacute;n und Kaczysnki in Deutschland t&auml;tig, m&uuml;sste man sie vielleicht als Rechtsradikale bezeichnen und wom&ouml;glich unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stellen. Ihre Regierungen haben die Unabh&auml;ngigkeit von Justiz, Presse und sogar der Zentralbanken erheblich eingeschr&auml;nkt. Was dort geschieht, ist mit den demokratischen Grunds&auml;tzen der EU eindeutig nicht vereinbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/polen-der-fehler-der-eu-osterweiterung-kolumne-a-1071041.html\">Wolfgang M&uuml;nchau auf Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>T&uuml;rkei schlittert in Richtung B&uuml;rgerkrieg<\/strong><br>\nDie Lage in der T&uuml;rkei spitzt sich zu: Seit Wochen kommt es zu schweren Gefechten zwischen der Armee und PKK-Anh&auml;ngern. Militante Kurden drohen mit Angriffen gegen den Staat und attackieren einen Flughafen in Istanbul mit M&ouml;rsergranaten. Das t&uuml;rkische Tourismusministerium nennt Diyarbakir eine &ldquo;fabelhafte Stadt&rdquo; und einen &ldquo;Treffpunkt verschiedener Kulturen&rdquo;; ausdr&uuml;cklich preist das Ministerium die Feierlichkeiten in der Kurden-Metropole an. Doch in Diyarbakir ist schon lange niemandem mehr zum Feiern zumute. Im Zentrum der Millionenstadt kommt es seit vergangenem Monat nicht zum freundlichen Austausch der Kulturen, sondern zu schweren Gefechten zwischen Sicherheitskr&auml;ften und Anh&auml;ngern der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.<br>\nDer S&uuml;dosten der T&uuml;rkei droht in einen B&uuml;rgerkrieg zu schlittern, der auch den Westen des Nato-Partners und EU-Beitrittskandidaten erfassen k&ouml;nnte. Im Viertel Sur in Diyarbakir gilt seit dem 2. Dezember eine Ausgangssperre, in den St&auml;dten Cizre und Silopi seit dem 14. Dezember. Dort gehen Sicherheitskr&auml;fte unter anderem mit Kampfpanzern gegen Anh&auml;nger der PKK-Jugendorganisation YDG-H vor, die bewaffnet sind und Widerstand leisten. Die pro-kurdische Partei HDP z&auml;hlt seit Beginn der Ausgangssperren rund 70 get&ouml;tete Zivilisten in Sur, Cizre und Silopi.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Tuerkei-schlittert-in-Richtung-Buergerkrieg-article16719336.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Britisches &Uuml;berwachungsgesetz k&ouml;nnte &bdquo;Leben kosten&ldquo; und zu &bdquo;schweren internationalen Konflikten&ldquo; f&uuml;hren<\/strong><br>\nDas geplante britische &Uuml;berwachungsgesetz w&uuml;rde Menschenleben kosten, sagte der ehemalige technische Direktor des US-Geheimdienstes NSA, William Binney, gestern in einer Anh&ouml;rung vor einem Ausschuss des britischen Parlaments. Analysten w&uuml;rden von einer Flut an Informationen &uuml;berschwemmt und h&auml;tten folglich Schwierigkeiten, die Nadel im Heuhaufen zu finden.<br>\nEr spreche aus eigener Erfahrung, erkl&auml;rte der 36 Jahre bei der NSA t&auml;tig gewesene und mittlerweile zum Whistleblower gewandelte Binney. Massenhaft abgefangene Kommunikation habe un&uuml;berschaubare Datenberge zur Folge, die niemand durchforsten k&ouml;nne. Seit den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001 habe dies &bdquo;durchwegs zum Verlust von Menschenleben gef&uuml;hrt, in meiner Heimat und anderswo&ldquo;, so Binney in seiner schriftlichen Stellungnahme.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/britisches-ueberwachungsgesetz-koennte-leben-kosten-und-zu-schweren-internationalen-konflikten-fuehren\/\">netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Ufos kommen!<\/strong><br>\nDarauf haben viele Journalisten gewartet: In einem Grundsatzurteil hat das Bundesverwaltungsgericht am Donnerstag entschieden, dass der Bundestag in einer lang umk&auml;mpften Frage nicht weiter mauern darf. K&uuml;nftig muss das Parlament Einsicht in Gutachten seines Wissenschaftlichen Dienstes gew&auml;hren, wenn B&uuml;rger dies beantragen.<br>\nDer Wissenschaftliche Dienst des Parlaments fertigt auf Anfrage von Abgeordneten wissenschaftliche Ausarbeitungen an. Was mit den Gutachten passiert, entschieden die Abgeordneten bislang stets selbst: Gefielen sie ihnen, wurde damit Politik gemacht. Ansonsten verschwanden sie einfach wieder in der Schublade.<br>\nSeit 2006 gilt in Deutschland jedoch das Informationsfreiheitsgesetz, wonach grunds&auml;tzlich so gut wie alle Informationen, die der Staat vorh&auml;lt, einsehbar sein sollen &ndash; es sei denn, dem stehen schwerwiegende Interessen wie etwa die innere Sicherheit entgegen. In manchen Beh&ouml;rden wurden Mitarbeiter jedoch mitunter sogar angewiesen, aktiv Ablehnungsgr&uuml;nde zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Transparenz-im-Bundestag\/!5206865\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Paris: R&auml;tsel &uuml;ber einen get&ouml;teten mutma&szlig;lichen Attent&auml;ter<\/strong><br>\nNach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft hatte gestern ein Mann, bewaffnet mit einem Hackmesser, dazu, wie sich sp&auml;ter herausstellte, mit einer Bombenattrappe, um 11 Uhr 30 vor einem Polizeikommissariat &ldquo;Allahu akbar&rdquo; gerufen und das Messer gezeigt. Er wurde von Polizisten vor der Dienststelle, die sich in der Innenstadt (18. Arrondissement) befindet, erschossen.<br>\nSowohl die genauen Beweggr&uuml;nde wie auch die Identit&auml;t des Mannes geben R&auml;tsel auf. Der Mann trug ein Bekennerschreiben in Arabisch mit sich, auf dem nach Angaben der Staatsanwaltschaft die IS-Fahne abgebildet war.<br>\nNach Informationen von Le Monde soll das Schreiben zun&auml;chst mit einer Identit&auml;tsangabe beginnen, die nach traditioneller arabischer Abstammungsherleitung &ndash; Kunya -, erkl&auml;rt: &ldquo;Ich bin der Vater von&hellip;&rdquo;. Wobei hier im Artikel kein Name erw&auml;hnt wird, vielleicht ist er noch nicht entziffert. In der n&auml;chsten Zeile soll ein Name genannt sein, der mit &ldquo;Tarek B.&rdquo; beginnt. Angeblich aus Tunis. Danach folgt ein Treuebekenntnis zu Abu Bakr al-Bagdadi, dem IS-Chef, dazu die Erkl&auml;rung, dass die Attacke eine Antwort auf die franz&ouml;sischen Luftangriffe in Syrien sei. [&hellip;]<br>\nLaut Justizministerin Taubira lege das &ldquo;Profil des Mannes&rdquo; allerdings keine Verbindungen zur gewaltsamen Radikalisierung offen. Sie deutete stattdessen allgemein, nicht direkt auf den Mann bezogen, an, es bestehe auch die M&ouml;glichkeit, dass Personen mit einer fragilen Psyche im gegenw&auml;rtigen sehr belasteten Klima auf eine solche Weise handeln k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47059\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Griechenlands Wirtschaftskrise wird zu endloser Odyssee<\/strong><br>\nDie wirtschaftliche Krise Griechenlands setzt sich wie eine endlose Odyssee fort und es steigen neue &Auml;ngste vor gesellschaftlichen Unruhen auf.<br>\nWenn Stavros Staikos an das vor ihm liegende neue Jahr denkt, bringt er Angst zum Ausdruck. Obwohl er von seiner Natur her stoisch ist, tut der im Ruhestand befindliche Seemann der Handelsmarine sich schwer, sein Land und seine eigene Situation optimistisch zu sehen.<br>\n&ldquo;Es ist schwer, optimistisch zu sein&rdquo;, meint Stavros Staikos, w&auml;hrend er darauf wartet, an die Reihe zu kommen um in der zentralen Athener Gesch&auml;ftsstelle des Verbands der Verbraucher und Kreditnehmer wirtschaftliche Ratschl&auml;ge zu bekommen. &ldquo;Wer h&auml;tte sich vorgestellt, hier anzugelangen? Wer h&auml;tte sich vorgestellt, dass ich mit meinen 63 Jahren Angst haben w&uuml;rde, meine Wohnung zu verlieren?&rdquo;<br>\nEs scheint doch noch schlimmer kommen zu k&ouml;nnen &hellip;<br>\nDie gro&szlig;e wirtschaftliche Krise Griechenlands setzt sich wie eine endlose Odyssee fort und die schwierige Lage der Menschen wie des Herrn Staikos entz&uuml;ndet neue &Auml;ngste vor gesellschaftlichen Unruhen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.griechenland-blog.gr\/2016\/01\/griechenlands-wirtschaftskrise-wird-zu-endloser-odyssee\/2136591\/\">Griechenland Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Eine finanzpolitische Zeitbombe<\/strong><br>\nKnapp sieben Jahre nach Beginn der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise steht die n&auml;chste Deregulierungswelle bevor. Die Panik, die im Herbst 2008 die Chefetagen der Banken erfasst hat, ist nur noch ferne Erinnerung, ebenso die seinerzeit geplanten Ma&szlig;nahmen gegen diverse halsbrecherische Finanzoperationen.<br>\nEU-Finanzkommissar Jonathan Hill meint, es sei an der Zeit, in Europa &bdquo;alte Schranken einzurei&szlig;en und den freien Kapitalverkehr zwischen allen 28 Mitgliedstaaten zu erleichtern&ldquo; &ndash; weshalb die EU-Kommission der Kapitalmarktunion h&ouml;chste Priorit&auml;t einr&auml;umt. Der dazu im September verk&uuml;ndete Aktionsplan sieht bis 2019 eine Reihe von Konsultationen, &Uuml;berpr&uuml;fungsma&szlig;nahmen und Gesetzesinitiativen vor.<br>\nKritiker der neuerlichen Deregulierung speist Jonathan Hill mit den &uuml;blichen Argumenten ab: Das gr&ouml;&szlig;te Risiko f&uuml;r die Stabilit&auml;t sei nun einmal fehlendes Wachstum, deshalb sei die Belebung der Investitionst&auml;tigkeit so wichtig. Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die das R&uuml;ckgrat der Gesamtwirtschaft bilden, k&ouml;nnten sich derzeit nicht angemessen finanzieren, weil die herk&ouml;mmlichen Quellen f&uuml;r Investitionsgelder blockiert sind. Die Zur&uuml;ckhaltung der Banken bei der Kreditvergabe beeintr&auml;chtige auch die kapitalaufwendigen Programme zum Erhalt und Ausbau der Infrastruktur, zumal die &ouml;ffentlichen Investitionen aufgrund der Sparpolitik zur&uuml;ckgehen. Heute m&uuml;sse, so Hill weiter, die Kapitalbeschaffung wieder vermehrt &uuml;ber die Finanzm&auml;rkte laufen, wozu eine Reihe von Reformen notwendig seien. [&hellip;]<br>\nZur Finanzierung ihrer spekulativen Transaktionen k&ouml;nnen die Banken in Zukunft sogar die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) in Anspruch nehmen, die beschlossen hat, die Hinterlegung solcher verbrieften Kredite beim Austausch gegen frisches Geld als Sicherheitsgarantie anzuerkennen. Diese Beihilfe der EZB soll die Kreditvergabe an die &bdquo;Realwirtschaft&ldquo; beleben. Dabei deutet alles darauf hin, dass damit vor allem die Gesch&auml;fte der Schattenbanken gef&ouml;rdert werden: Die von der EZB bereitgestellte Liquidit&auml;t kann f&uuml;r spekulative Anlagen eingesetzt werden, so dass wiederum neue Spekulationsblasen entstehen &ndash; und platzen &ndash; k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5264078\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ein schmutziger Goldrausch<\/strong><br>\nEl Salvador sitzt auf reichen Goldvorkommen &ndash; und will sie im Boden lassen, um sein Trinkwasser zu sch&uuml;tzen. Der Investor klagt: eine Kraftprobe f&uuml;r die junge Demokratie. Jeden Tag k&ouml;nnte in Washington das Urteil fallen, das &uuml;ber die Zukunft eines ganzen Landes entscheidet. Der Kl&auml;ger: Pacific Rim, ein kanadischer Bergbaukonzern, den es gar nicht mehr gibt. Das Gericht: ein Schiedsgericht der Weltbank. Der Beklagte: El Salvador, ein von Gewalt maltr&auml;tiertes, kleines mittelamerikanisches Land. Es geht um reiche Goldvorkommen &ndash; und um die Frage, ob ein armes Land wie El Salvador es sich erlauben darf, um der Umwelt willen ihre Ausbeutung zu verbieten. Die Mehrheit der salvadore&ntilde;os w&auml;re daf&uuml;r. [&hellip;]<br>\n2009 verklagte der Konzern El Salvador vor einem Schiedsgericht der Weltbank auf mehr als 301 Millionen Dollar Schadenersatz. F&uuml;r das Land ist das eine hohe Summe, umgerechnet mehr als ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts; hinzu kommen etwa zw&ouml;lf Millionen Dollar Kosten f&uuml;r den Prozess. Geld, das El Salvador viel sinnvoller h&auml;tte ausgeben k&ouml;nnen, sagt die kanadische Anti-Bergbau-Aktivistin Jen Moore. Pacific Rim argumentiert, die Regierung habe das mittelamerikanische Freihandelsabkommen Cafta und nationales Recht verletzt. Inzwischen existiert das Unternehmen zwar nur noch als Tochtergesellschaft des australischen Bergbaukonzerns OceanaGold, doch der f&uuml;hrt das Verfahren weiter. Von Deutschland scheint das alles weit entfernt. Aber der Fall zeigt, welche Folgen es haben kann, wenn Freihandelsvertr&auml;ge oder nationale Gesetze Investitionen unter besonderen Schutz stellen &ndash; so wie es auch im transatlantischen Abkommen TTIP oder im europ&auml;isch-kanadischen Abkommen Ceta vorgesehen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-01\/schiedsgerichte-el-salvador-demokratie-schutz-trinkwasser-gold\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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