{"id":3012,"date":"2008-02-26T09:07:48","date_gmt":"2008-02-26T08:07:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3012"},"modified":"2008-02-26T09:07:48","modified_gmt":"2008-02-26T08:07:48","slug":"hinweise-des-tages-593","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3012","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3012&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Frank Bsirske: &ldquo;Wir lassen uns nicht austricksen&rdquo;<\/strong><br>\nWir haben es hierzulande mit einem Zwei-Klassen-Steuerrecht zu tun: Abh&auml;ngig besch&auml;ftigten Arbeitnehmern werden die Steuern direkt vom Lohn abgezogen, Unternehmer deklarieren dagegen ihre Steuerschuld erst mal selbst. Der Fiskus kann die Angaben glauben oder muss von sich aus die Initiative ergreifen und pr&uuml;fen, ob er betrogen wird.<br>\n&bdquo;FR: Warum treiben die L&auml;nder die Steuern nicht ein? Bsirske: Das ist eine versteckte Wirtschaftsf&ouml;rderung f&uuml;r Unternehmen. Je reicher die Bundesl&auml;nder sind, umso ausgepr&auml;gter ist diese Praxis. Die meisten Betriebspr&uuml;fer fehlen in Hessen, Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern. Diese L&auml;nder sagen: Wenn wir mehr Kontrolleure einstellen, steigen die Personalkosten. Von den zus&auml;tzlichen Steuermitteln haben wir nichts, weil das Geld &uuml;ber den Finanzausgleich an andere L&auml;nder verteilt wird. Wir schlagen deshalb vor, die Personalkosten abzuziehen, bevor es zum Finanzausgleich kommt. &hellip;\n<p>Von den f&uuml;nf Prozent (die die &ouml;ffentlichen Arbeitgeber anbieten) soll ein Prozent in eine Leistungszulage flie&szlig;en, die nur einige Besch&auml;ftigte kriegen. Die restlichen vier Prozent werden nach und nach, verteilt auf zwei Jahre, gezahlt. Das hei&szlig;t: F&uuml;r dieses Jahr bieten die Arbeitgeber 2,5 Prozent und f&uuml;rs n&auml;chste Jahr 0,4 Prozent. Gleichzeitig wollen sie die Arbeitszeit um bis zu eineinhalb Stunden pro Woche verl&auml;ngern. Das entspricht einer K&uuml;rzung des Stundenlohns um satte 3,75 Prozent.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1293444\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Pfeifen im Alpenwalde<\/strong><br>\nEine Basis des F&uuml;rstentums Liechtenstein ist das Schiebertum. Doch das ist keine f&uuml;rstliche Spezialit&auml;t, sondern gedeiht auch auf demokratischem Boden sehr gut. Bestes Beispiel daf&uuml;r ist die Schweiz. In beiden L&auml;ndern gilt Steuerhinterziehung nicht als Vergehen &ndash; also keine Rechtshilfe. Die Schweiz leistet Rechtshilfe nur bei Steuerbetrug. Die Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug ist eine Angelegenheit f&uuml;r winkeladvokatorische Spitzenkl&ouml;ppler. Gegen diese zieht der um die Steuern betrogene Staat fast immer den K&uuml;rzeren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F02%2F25%2Fa0107&amp;src=GI&amp;cHash=445256e3ef&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Liechtensteiner Geld ruht in der Schweiz<\/strong><br>\nDie Schweiz best&auml;tigt, dass an deutschen Finanz&auml;mtern vorbeigeschleustes Geld inzwischen vermutlich in der Schweiz gelandet ist. Finanzminister Steinbr&uuml;ck droht den Steueroasen. Das Druckmittel: Quellensteuer oder Meldepflicht f&uuml;r Auslandstransfers<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2008%2F02%2F25%2Fa0030&amp;src=GI&amp;cHash=e846ff1173&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Es w&auml;re ganz sch&ouml;n, wenn Politiker sich weniger daran erinnern w&uuml;rden, wer mit wem nach der Wahl koalieren wollte, sondern sich an ihren wirtschaftspolitischen Versprechen orientieren w&uuml;rden. Man wird sehen, was von den vielen Vorst&ouml;&szlig;en quer durch die Parteien zum Umgang mit Steueroasen &uuml;brig bleibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Spitzenverdiener zahlen nur 34 Prozent Einkommensteuer<\/strong><br>\nDie 450 Deutschen mit dem h&ouml;chsten Einkommen zahlten nach Angaben des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung im Jahr 2002 durchschnittlich nur 34 Prozent Einkommensteuer und damit deutlich weniger als den gesetzlichen Steuersatz. Ursache daf&uuml;r sei &ldquo;die gro&szlig;e L&uuml;cke zwischen Bruttoeinkommen und zu versteuerndem Einkommen&rdquo;, so die Wirtschaftsforscher. Die effektive Steuerbelastung der Spitzenverdiener ist laut DIW in den Jahren 1992 bis 2002 um 10 Prozentpunkte gesunken. F&uuml;r den Durchschnittsb&uuml;rger sei sie dagegen unver&auml;ndert gelieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?H=N&amp;Nr=17351\">NGO-Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Ulrike Herrmann: Abgeltungssteuer? Geschenkt!<\/strong><br>\nDie Regierung will die Steuer auf Kapitalertr&auml;ge von 42 auf 25 Prozent mindern. Doch die Reichen sch&auml;tzen die Offerte nicht: Die Kapitalflucht nimmt offenbar zu.<br>\nDiese neue Quellensteuer auf Kapitalertr&auml;ge soll ab 2009 gelten. F&uuml;r Zinsen, Dividenden und Spekulationsgewinne sind dann pauschal 25 Prozent f&auml;llig. Bisher unterliegen Kapitalertr&auml;ge dem individuellen Steuersatz, der bis zu 42 Prozent betragen kann. &ldquo;Wir stellen fest, dass wegen der Abgeltungssteuer mehr Geld ins Ausland flie&szlig;t&rdquo;, sagt Dieter Ondracek, Chef der Steuergewerkschaft. Auch Steuerberater berichten, dass sich deutsche Kunden in der Schweiz oder &Ouml;sterreich erkundigen, wie sie ihr Verm&ouml;gen vor der Abgeltungssteuer verbergen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/abgeltungssteuer-geschenkt\/?src=MT&amp;cHash=903108280e\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Bahn will im Nahverkehr sparen<\/strong><br>\nDer Konzern plant, seinen Schienennahverkehr in regionale T&ouml;chter auszugliedern &ndash; f&uuml;r die w&uuml;rde der teure Tarifabschluss mit den Lokf&uuml;hrern nicht gelten. Bahn-Kreise best&auml;tigten entsprechende Absichten. Die Eisenbahner-Gewerkschaften haben Widerstand angek&uuml;ndigt und drohen der Bahn mit einem Prozess.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Unternehmen\/Handel-Dienstleistungen\/_pv\/_p\/200040\/_t\/ft\/_b\/1395545\/default.aspx\/bahn-will-im-nahverkehr-sparen.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Aus dem Gleis<\/strong><br>\nEs bleiben nicht einmal 30 Tage Zeit, dann muss eine Entscheidung her. Der B&ouml;rsengang der Bahn steht auf der Kippe &ndash; will die Koalition das Projekt retten, muss sie es bis Ostern beschlie&szlig;en, sonst wird aus der Privatisierung vorerst nichts mehr. &bdquo;Jetzt z&auml;hlt es, sonst kommt das Thema fr&uuml;hestens 2010 wieder auf die Tagesordnung&ldquo;, sorgt sich ein M&auml;chtiger im Bahn- Tower. Vor den Urneng&auml;ngen in Niedersachsen, Hessen und Hamburg hatte die Koalition das Thema auf Eis gelegt. Doch nach der Wahl in der Hansestadt fiel am Sonntagabend zugleich der Startschuss f&uuml;r Bef&uuml;rworter und Gegner des wichtigsten wirtschaftspolitischen Vorhabens der Wahlperiode.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/;art271,2483130?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>T&uuml;cken des Branchen-Mindestlohns<\/strong><br>\nDie Deutsche Post hat monatelang daf&uuml;r gek&auml;mpft, den Wettbewerb nicht allein &uuml;ber das Lohnniveau auszutragen &ndash; mit Erfolg. Doch jetzt startet der Bonner Konzern ein Pilotprojekt, das genau diesem Ansinnen zuwiderl&auml;uft<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1294072\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Archiv Betriebliche Vereinbarungen<\/strong><br>\nBetriebliche Vereinbarungen gewinnen an Bedeutung: Zunehmend werden wichtige Regelungsthemen auf die betriebliche Ebene verlagert. Die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, als gemeinn&uuml;tzige Stiftung des Deutschen Gewerkschaftsbundes, ist der einzige Ort, an dem eine systematische Sammlung, Beobachtung und Auswertung betrieblicher Vereinbarungen erfolgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-89C0E453\/hbs\/hs.xsl\/398_1307.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Letzte Bindungsfrist f&uuml;r Nokia-F&ouml;rderung lief 2006 ab<\/strong><br>\nIm Fall des von Schlie&szlig;ung bedrohten Nokia-Werks in Bochum sind die Bindungsfristen f&uuml;r die beiden letzten F&ouml;rderma&szlig;nahmen zugunsten von Nokia am 31. Dezember 2005 und am 15. September 2006 abgelaufen. Dabei handele es sich um eine F&ouml;rderung im Rahmen der Bund-L&auml;nder-Gemeinschaftsaufgabe &ldquo;Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur&rdquo; (GA), wie aus der Antwort der Bundesregierung (16\/8087) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16\/7893) hervorgeht. Die in der GA vorgesehene Bindungsfrist von f&uuml;nf Jahren f&uuml;r den Verbleib der gef&ouml;rderten Investitionsg&uuml;ter am Standort Bochum w&auml;re danach jeweils eingehalten worden, so die Regierung. Allerdings sei das Land Nordrhein-Westfalen bei der &Uuml;berpr&uuml;fung zu dem Ergebnis gekommen, dass die mit der F&ouml;rderung verbundenen Arbeitsplatzziele seit dem Jahr 2002 nicht voll erf&uuml;llt worden seien. Das Land habe mit Schreiben vom 5. Februar dieses Jahres &uuml;ber die NRW-Bank gegen&uuml;ber Nokia die Absicht ge&auml;u&szlig;ert, die Investitionszusch&uuml;sse f&uuml;r beide F&ouml;rderma&szlig;nahmen in voller H&ouml;he von rund 41 Millionen Euro zuz&uuml;glich Zinsen zur&uuml;ckzufordern. Dem Unternehmen sei eine Frist von einer Woche zur Stellungnahme einger&auml;umt worden. Die GA-F&ouml;rderung habe sich auf die &Uuml;bernahme eines von Stilllegung bedrohten Fernsehger&auml;tewerks durch Nokia im Jahre 1988 sowie vier Erweiterungsma&szlig;nahmen zwischen 1994 und 1999 bezogen. Nach Angaben des Landes habe f&uuml;r alle F&ouml;rderma&szlig;nahmen einheitlich die f&uuml;nfj&auml;hrige Bindungsfrist gegolten. Vor dem Hintergrund der gro&szlig;en regionalen Betroffenheit werde mit den L&auml;ndern dar&uuml;ber zu diskutieren sein, so die Regierung weiter, ob nationale F&ouml;rderregeln angepasst werden m&uuml;ssen. Eine Versch&auml;rfung der F&ouml;rderregeln d&uuml;rfe jedoch nicht dazu f&uuml;hren, dass Deutschland einseitig einen Nachteil im internationalen Wettbewerb erleide.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2008\/2008_056\/05.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Jedes 5. Kind in Europa von Armut bedroht<\/strong><br>\nNahezu jedes f&uuml;nfte Kind in Europa lebt in Armut oder ist davon bedroht. Betroffen seien insgesamt 19 Millionen Minderj&auml;hrige bis 17 Jahre, hei&szlig;t es im Jahresbericht &uuml;ber Sozialschutz und soziale Eingliederung der EU-Kommission. Die Kinderarmut liege damit seit sechs Jahren auf unver&auml;ndert hohem Niveau, erkl&auml;rte die EU-Kommission bei der Vorlage des Berichts.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/sozialbericht2.html\">Tagesschau<\/a><br>\nQuelle2: <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=COM:2008:0042:FIN:DE:PDF\">KOMMISSION DER EUROP&Auml;ISCHEN GEMEINSCHAFTEN [PDF &ndash; 136 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Quandt-Clan sponsert die Union<\/strong><br>\nDie Quandt-Familie, Mutter Johanna Quandt und ihre Kinder Stefan Quandt und Susanne Klatten, eine der reichsten Familien in Deutschland mit Anteilen etwa an BMW und Altana, sind Gro&szlig;spender der Union.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/16\/081\/1608169.pdf\">Unterrichtung durch den Pr&auml;sidenten des Deutschen Bundestages [PDF &ndash; 120 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD geht auf Distanz zur Linken<\/strong><br>\nChristoph Matschie siegt bei der Urwahl des SPD-Spitzenkandidaten. Mit ihm gebe es Rot-Rot nur, wenn die SPD den Ministerpr&auml;sidenten stellt. Ramelow nennt ihn &ldquo;Illusionist&rdquo;.\n<p>Mit einem deutlichen Ergebnis hat sich die Th&uuml;ringer SPD bei einer Urwahl am Sonntag hinter ihren bisherigen Frontmann Christoph Matschie gestellt. 71,57 Prozent der abstimmenden Parteimitglieder votierten f&uuml;r den 46-J&auml;hrigen als Spitzenkandidaten f&uuml;r die Landtagswahl 2009. Herausforderer Richard Dewes, bis 1999 Innenminister und Parteivorsitzender in Th&uuml;ringen, erhielt nur 26,98 Prozent der Stimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/spd-geht-auf-distanz-zur-linken\/?src=MT&amp;cHash=49e923fca3\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Koalition der Opernbesucher<\/strong><br>\nDie Botschaft der Hamburger Wahl ist eindeutig: Wenn die SPD nicht st&auml;ndig der Juniorpartner in gro&szlig;en Koalitionen sein will, dann muss sie sich f&uuml;r die Linken &ouml;ffnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2008%2F02%2F25%2Fa0010&amp;src=GI&amp;cHash=94e2d24b64&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Machtarithmetik<\/strong><br>\nDie CDU agiert in letzter Zeit immer geschickter und verbessert ihre Position von einer verlorenen Wahl zur n&auml;chsten. Nat&uuml;rlich tr&auml;gt eine profillose, uninspirierte SPD ohne Visionen und Perspektiven mit aller Macht dazu bei, sich immer mehr ins politische Abseits dr&auml;ngen zu lassen. Die LINKE ist endg&uuml;ltig im Westen angekommen. Mit ihrem Stimmpotential von 7 &ndash; 15% stellt sie nicht nur eine veritable linke Alternative zum alten Parteienspektrum dar, sondern sie verunm&ouml;glicht auch in den meisten F&auml;llen Regierungen, in denen die SPD den Seniorpartner stellt. Eine Konstellation, in der SPD und Gr&uuml;ne mehr Stimmen bekommen, als CDU, FDP und LINKE wird auf absehbare Zeit eher selten zu beobachten sein.\n<p>&bdquo;Das Streben nach Macht um nahezu jeden Preis als angebliche Schicksalsfrage der GR&Uuml;NEN ist &hellip; f&uuml;r die auf grundlegende Ver&auml;nderung der Gesellschaft zielende Politik der GR&Uuml;NEN nicht akzeptabel&ldquo;, so hie&szlig; es auf der Bundesversammlung der GR&Uuml;NEN im Jahre 1985. Die grundlegenden Ziele wurden teils erreicht und teils aufgegeben und somit k&ouml;nnen sich die GR&Uuml;NEN endlich dem Streben nach Macht um (fast) jeden Preis widmen. Nat&uuml;rlich sind die GR&Uuml;NEN nicht umsonst zu haben, der Preis m&uuml;sse stimmen und er sei hoch, wie Generalsekret&auml;rin Lemke in der gestrigen Elefantenrunde anmerkte, so als handele es sich bei den GR&Uuml;NEN um Edelprostituierte. So hoch wird der Preis sicher nicht sein &ndash; die beiden wichtigsten Streitpunkte zwischen &bdquo;Kohle von Beust&ldquo; und den GR&Uuml;NEN sind die Elbvertiefung und ein geplantes Kohlekraftwerk in Hamburg. Als Kommpromis wird wahrscheinlich die Elbvertiefung durchgewunken, aber die gr&uuml;nen Klimaretter werden den riesigen Erfolg feiern k&ouml;nnen, das unbeliebte Kohlekraftwerk verhindern gekonnt zu haben. Dieses wird dann halt ein Jahr sp&auml;ter au&szlig;erhalb der Hamburger Stadtgrenzen in Niedersachsen oder Schleswig-Holstein gebaut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/296\/machtarithmetik\">Spiegelfechter<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Clevere Union, paralysierte SPD kann man dazu nur sagen.<br>\nUnd &uuml;brigens, achten Sie mal drauf: Heute hat die SPD-Spitze ungef&auml;hr das beschlossen, was Kurt Beck angedeutet hat. Kaum einer der journalistischen Kesseltreiber k&uuml;mmert sich mehr darum. Jetzt muss ja daran gearbeitet werden, die Gr&uuml;nen rumzukriegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ischinger, Stoiber, Faltlhauser: Neue Jobs f&uuml;r alte Politiker<\/strong><br>\nEine neue Reihe von Wechseln aus der Politik in die Wirtschaft zeigt, wie systematisch die Wirtschaft auf Kontakte und Insiderwissen ehemaliger Entscheidungstr&auml;ger setzt. Insbesondere finanzstarke Interessen profitieren, die sich diese Anwerbungen leisten k&ouml;nnen und sich damit politische Vorteile verschaffen. Alle drei F&auml;lle betreffen die Finanz- und Versicherungsbranche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/02\/neue-jobs-fur-alte-politiker\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue Enth&uuml;llungen &uuml;ber Lobbyisten in Ministerien<\/strong><br>\nIn die Auseinandersetzung &uuml;ber die Mitarbeit von Lobbyisten in Ministerien kommt neue Bewegung. Die Monitor-Redakteure stellen heute ihre Recherchen in Buchform vor, und in den kommenden Wochen wird der &uuml;berf&auml;llige Bericht des Bundesrechnungshofs erwartet. Dann wird die Aussitze-Taktik der Regierung nicht mehr reichen &ndash; LobbyControl bereitet sich auf die n&auml;chste Kampagnenphase vor und <a href=\"http:\/\/www.keine-lobbyisten-in-ministerien.de\">aktualisiert die Datenbank<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php?p=547\">LobbyControl<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p>Am Donnerstag, 28.02.2008, soll ab 23:45 Uhr in polylux (ARD) ein Beitrag zum Thema Greenwash laufen. Wer die Sendung verpasst, findet Informationen nach der Sendung unter <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/_\/polylux\/startseite\/index_jsp.html\">rbb-online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>US-Konsumenten m&uuml;ssen G&uuml;rtel enger schnallen<\/strong><br>\nIn den USA legen die Konsumenten ein zur&uuml;ckhaltendes Ausgabengebaren an den Tag. Vorab r&uuml;ckl&auml;ufige Realeinkommen, aber auch das r&uuml;ckl&auml;ufige Eigenkapital im Wohneigentum und der schwieriger gewordene Zugang zu Krediten sind Gr&uuml;nde daf&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/us-konsumenten_muessen_guertel_enger_schnallen_1.677737.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Interessant ist, dass der Anteil des privaten Konsums am BIP in den USA bei &uuml;ber 70% liegt. In Deutschland ist der Anteil von 58,2 Prozent im Jahr 1991 auf 56,6 Prozent im Jahre 2006 zur&uuml;ckgegangen. Im UK lag der Anteil immerhin bei 62,1 Prozent. Auch das ein Grund f&uuml;r die schwache Binnennachfrage in Deutschland und f&uuml;r das geringere Wachstum als in den USA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/Artikel\/2007\/04\/Anlagen\/2007-04-04-studie-der-westlb,property=publicationFile.pdf\">WestLB-Studie Aufsteiger des Jahres, S. 8 [PDF &ndash; 512 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Testballon aus Banja Luka<\/strong><br>\nBosnische Serben drohen mit einer Abspaltung ihrer Teilrepublik vom Gesamtstaat Bosnien und Herzegowina. Internationale Gemeinschaft reagiert zur&uuml;ckhaltend. W&auml;hrend am Wochenende in deutschen St&auml;dten tausende Serben gegen die Unabh&auml;ngigkeit des Kosovo demonstrierten,<br>\nbahnt sich im Kosovo selbst eine Abspaltung des mehrheitlich serbisch besiedelten Nordens an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2008%2F02%2F25%2Fa0043&amp;src=GI&amp;cHash=d4d51507bd&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Bayerischer Mittelbau bem&auml;ngelt Gehaltsstrukturen und fordert umfassende Reform<\/strong><br>\nDie wissenschaftlichen Mitarbeiter der bayerischen Universit&auml;ten und Hochschulen haben in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung der Unabh&auml;ngigen Wissenschaftlerkonvente Bayern (UWB) und des Landesverbands akademischer Mittelbau Bayern (LAMB) die derzeitige Gehaltsstruktur f&uuml;r Wissenschaftler kritisiert und eine umfassende Reform gefordert. Wissenschaftler, die auf einer halben Stelle promovierten, erhielten weniger als den tariflich festgelegte Mindeststundenlohn im westdeutschen Reinigungsgewerbe, bem&auml;ngelten die Mittelbauvertreter. Postdoc-Stipendien der DFG und die Geh&auml;lter des &ouml;ffentlichen Dienstes f&uuml;r wiss. Angestellte bewegten sich weit unter dem Lohnniveau vergleichbarer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in der Wirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news248470\">idw<\/a><\/li>\n<li><strong>Grand Strategy<\/strong><br>\nDer deutsche Heeresgeneral Naumann und andere Milit&auml;rpolitiker der NATO rufen zu Erstschl&auml;gen mit Atomwaffen auf, sollte die weltweite Dominanz des Westens und seiner &ldquo;Lebensart&rdquo; in Frage gestellt werden. Der atomare Erstschlag m&uuml;sse im &ldquo;K&ouml;cher&rdquo; jeder Eskalationsstrategie sein, schreibt der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr Naumann. Im Milit&auml;rausschuss der NATO war Naumann zeitweise deutscher Dezernatsleiter f&uuml;r Nuklearstrategie. In den vergangenen Jahren bet&auml;tigte sich der h&ouml;chst dekorierte deutsche Soldat als Aufsichtsratsmitglied des R&uuml;stungskonzerns &ldquo;Thales&rdquo;. Naumann ist au&szlig;erdem Vorsitzender des Aufsichtsrats eines deutschen Unternehmens f&uuml;r atomare Entseuchung (&ldquo;Odenwaldwerke Rittersbach&rdquo;\/OWR AG). Die atomare Erstschlagsstudie verfasste Naumann gemeinsam mit einem weiteren Firmenmitglied der OWR AG. Auftraggeber der angeblich privaten Atomfirma, in der auch Bundeswehrgeneral Klaus Reinhardt besch&auml;ftigt war, sind die deutschen Streitkr&auml;fte und die US-Armee.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57169\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>ARD-Themenwoche &bdquo;Demografischer Wandel&ldquo; <\/strong><br>\nFest steht, wir werden weniger. Die deutsche Bev&ouml;lkerung schrumpft, weil die Alten immer &auml;lter und immer weniger Babys geboren werden. Diesen Trend kennen Demoskopen seit Jahren. Eine &Auml;nderung ist nicht in Sicht. &Uuml;beralterung der Gesellschaft als Chance?\n<p>Derzeit leben in Deutschland 82,4 Millionen Menschen. 2050 werden es noch 69 bis 74 Millionen sein. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden in seiner j&uuml;ngsten Bev&ouml;lkerungsvorausberechnung ermittelt. Die Zahl der 60-J&auml;hrigen wird dann mit einer guten Million doppelt so hoch sein wie die Zahl der Neugeborenen. Zum Vergleich: 2005 gab es fast genauso viele Neugeborene wie 60-J&auml;hrige.<\/p>\n<p>Das Angstwort lautet Geburtendefizit. Es kommen weniger Baby zur Welt als Menschen sterben &ndash; im vergangenen Jahr ein Minus von 144.432. Auch die Zuwanderer stoppten die sinkenden Bev&ouml;lkerungszahlen im Jahr 2006 nicht. Das Statistische Bundesamt warnt, dass auch eine etwas h&ouml;here Kinderzahl je Frau oder eine noch schneller steigende Lebenserwartung den R&uuml;ckgang der Bev&ouml;lkerung nicht verhindern k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Zurzeit werden deutsche Frauen im Durchschnitt knapp 82 Jahre alt, M&auml;nner 76. &ldquo;Die statistische Lebenserwartung in unserer Gesellschaft steigt jedes Jahr um mehr als sechs Wochen&rdquo;, rechnet Andreas Esche von der Bertelsmann Stiftung vor. Er leitet das Projekt &ldquo;Demografischer Wandel&rdquo; und kennt die Rahmenbedingungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ard.de\/zukunft\/kinder-sind-zukunft\/kinder-brauchen-familie\/generationenvertrag\/-\/id=520622\/nid=520622\/did=553958\/12tktgc\/\">ARD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &ldquo;Im demografischen Wandel stecken viele Potenziale. Wir m&uuml;ssen sie nur nutzen. Deshalb habe die Bertelsmann-Stiftung die Aktion &ldquo;Demografischer Wandel&rdquo; gestartet&rdquo;, hei&szlig;t es ersch&uuml;tternd naiv auf der ARD-Webseite. Tats&auml;chlich handelt es sich um ein weiteres Beispiel daf&uuml;r, wie die Bertelsmannstiftung ohne demokratisches Mandat Richtlinien f&uuml;r die Politik vorgibt. Sehen Sie sich <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/bst\">dort<\/a> mal die Aktion &bdquo;Aktion Demographischer Wandel&ldquo; an, insbesondere den <a href=\"http:\/\/www.demographiemonitor.de\/\">Demographiemonitor<\/a>. Unter der Rubrik &bdquo;Handlungsoptionen&ldquo; wird so ziemlich alles empfohlen, was in der deutschen Sozial- und Wirtschaftspolitik in den letzten Jahren falsch gemacht worden ist und gro&szlig;en Schaden angerichtet hat. Zitate:<\/em><\/p>\n<p>&bdquo;Welches sind geeignete L&ouml;sungsans&auml;tze zur Erreichung dieser angestrebten Zust&auml;nde?<\/p>\n<p>Durch Zusammenfassung der Ausf&uuml;hrungen &hellip; ergibt sich, dass Nachhaltigkeit demographischen Wandel durch folgende Einzelma&szlig;nahmen erreicht werden kann:<\/p>\n<ul>\n<li>Fixierung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung<\/li>\n<li>Zusammenlegung von Kranken- und Pflegeversicherung sowie Entkopplung Beitr&auml;ge der Krankenversicherung von den Arbeitsentgelten<\/li>\n<li>Abschaffung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit bei Wegfall des an sie zu entrichtenden Beitrages<\/li>\n<li>Ersetzung der gesetzlichen Unfallversicherung durch ein neues Haftungsrecht<\/li>\n<li>Erh&ouml;hung der Erwerbst&auml;tigenquote durch Deregulierung des Arbeitsmarktes<\/li>\n<li>Begrenzung der Schuldenstandquote durch eine restriktive Finanzpolitik&ldquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p>(Siehe der Text von Stefan Homburg: Soziale Sicherungssystem nachhaltig und effizient gestalten)&ldquo;<\/p>\n<p>Und <a href=\"?p=247\">Axel B&ouml;rsch-Supan<\/a> l&auml;sst sich diese Gelegenheit nat&uuml;rlich auch nicht entgehen, Werbung f&uuml;r Produkte der Versicherungswirtschaft zu machen (siehe seine &bdquo;L&ouml;sungsans&auml;tze f&uuml;r den demographischen Wandel&ldquo;):<\/p>\n<blockquote><p>Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen insbesondere auf das Wachstum des BIP hat auch die Finanzierungsart der Sozialversicherung. Das Umlageverfahren in Reinform kommt ohne eine Kapitalreserve aus. Das Kapitaldeckungsverfahren, dessen sich eine vermehrte Eigenvorsorge im Bereich der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung bedient, kann hingegen zu einem erh&ouml;hten Kapitalbestand f&uuml;hren, der wiederum das gesamtwirtschaftliche Wachstum f&ouml;rdert. Stand der Forschung ist, dass eine Reduzierung der Umlagefinanzierung langfristig im gleichen Ausma&szlig; zu mehr Altersvorsorgeersparnis f&uuml;hrt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Als Mittel gegen die Demographiepanik empfehlen wir u.a. diesen Artikel von Gerd Bosbach: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/drucksicht.php?id=2520\">Demographische Entwicklung &ndash; Realit&auml;t und mediale Aufbereitung<\/a> und die entsprechende <a href=\"?cat=36\">NachDenkSeiten-Sachfragenrubrik.<\/a><br>\nZur Aufkl&auml;rung &uuml;ber den Unsinn, die private Altersvorsorge staatlich zu f&ouml;rdern, <a href=\"?cat=39\">gibt es eine weitere Rubrik<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Buchtipps: Neoliberalismus und Demokratie<\/strong><br>\n&ldquo;Yes we can&rdquo; lautet der Schlachtruf Barack Obamas im US-Wahlkampf. &ldquo;Wir k&ouml;nnen die Verh&auml;ltnisse &auml;ndern&rdquo; soll das hei&szlig;en und offensichtlich ist das Bed&uuml;rfnis vieler US-B&uuml;rger nach Ver&auml;nderung gro&szlig;. Die Kritik richtet sich nicht nur gegen das Desaster im Irak, sondern auch gegen die zunehmende soziale Ungleichheit, eine Form des Wirtschaftens, deren gesellschaftlicher Nutzen fragw&uuml;rdiger zu werden scheint.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/politischeliteratur\/742420\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nach der Besprechung, die ich im DLF geh&ouml;rt habe, scheint allerdings nur das Buch von Paul Krugman &ldquo;Nach Bush&rdquo; (Campus Verlag) empfehlenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zu den Wahl-Ergebnissen in Hamburg vom 24.02.08<\/strong><br>\nEin Leser hat einen Vergleich der Ergebnisse der bisher &uuml;blichen Z&auml;hlweise mit denen auf der Grundlage aller Wahl-Berechtigten, also auch der Nichtwahlwilligen oder -f&auml;higen (in Klammern die offiziellen, amtlichen Zahlen) errechnet:\n<p>CDU 26,7 (42,6); SPD 21,4 (34,1); Gr&uuml;ne 6,0 (9,6); FDP 2,9 (4,7); Linke 4,0 (6,4); Sonstige 1,6 (2,6); Nichtw&auml;hler 37,4 (0,0) Prozent.<br>\nDie ganzheitliche Berechnung gibt ein realistischeres Bild von den Verh&auml;ltnissen der Anteile politischer Orientierungen in der gesamten W&auml;hlerschaft und eine gerechtere, weil ehrlichere Bewertung.<\/p>\n<p><strong>Zu guter letzt:<\/strong><\/p>\n<p>Eine satirische Zusammenfassung der Anne-Will-Talkshow mit dem Thema: Beschimpfung der &ldquo;LINKEN&rdquo;, im AnneWill-Blog auch umgangssprachlich &ldquo;Pakt mit dem Teufel&rdquo; genannt: <\/p>\n<p>Diese Glosse hat uns einer unserer Leser zur Verf&uuml;gung gestellt.<\/p>\n<p>Die Teilnehmerrunde war passend zusammengestellt, um alle Aspekte des Themas abzudecken. Und vor allem einer gegen alle. Schade war nur, dass die Herren Westerwelle und Henkel an diesem Abend leider keine Zeit fanden. Daf&uuml;r war &ndash; undercover &ndash; mal wieder die INSM in einer Talkshow vertreten. (Herr Stich sprach stellvertretend f&uuml;r den Normalb&uuml;rger.)<\/p>\n<p>Aus Platzgr&uuml;nden hier nur eine kurze Zusammenfassung der Sendung:<\/p>\n<p>Herr Dohnanyi referierte in seiner typisch uneitlen Art und Weise &uuml;ber sich und seine Vorstellungen, wie er seiner SPD weiter helfen m&ouml;chte (besser Schwarz-Gr&uuml;n als Rot-Rot). Leider kam er nicht zu Wort, als er erkl&auml;ren wollte, wie seiner Partei seit der Schr&ouml;der-Regierung etwa 1\/3 seiner W&auml;hler und Mitglieder abhanden kam. Was der einfache Sozialdemokrat aus Hessen-S&uuml;d von unten aus dem Sofa erz&auml;hlte, konnte er oben nicht verstehen, da er ja den Herrn Ramelow immer wieder korrigieren musste.<\/p>\n<p>Herr Hintze redete &uuml;ber sein Lieblingsthema &ndash; den Kommunismus &ndash; und verteilte dazu ein ausf&uuml;hrliches Referat. Leider konnte er nichts mehr &uuml;ber Ethik und Moral im Kapitalismus (wahlweise Koffergesch&auml;fte, Stiftungen, j&uuml;d. Verm&auml;chtnisse, Ehrenw&ouml;rter) ausf&uuml;hren, da Herr Ramelow mehrmals zu Wort zu kommen versuchte, Herr Hintze aber immer schon vorab die Antwort wusste.<\/p>\n<p>Herr Huber (&rdquo;die Linken k&ouml;nnen nicht mit Geld umgehen&rdquo;) hatte es in dieser Runde am schwersten: Einerseits musste er den Zuschauern erkl&auml;ren, warum der Herr Lafontaine an den Verlusten aus dem &ouml;ffentlich-rechtlichen Banken-Casino Schuld ist (und das kann man ja wirklich nicht in ein bis zwei S&auml;tzen) und wie er in Bayern durch seine brandneue &bdquo;Freiheit-statt-Sozialismus&ldquo;-Kampagne die Zocker-Verluste seiner Bayr. Landesbank unter seinen Teppich kehren will. Au&szlig;erdem hatte er die Funktion des Co-Redners des Abends, denn er hatte die Aufgabe, alle an den Herrn Ramelow gestellten und nicht gestellten Fragen sofort und vorweg zu beantworten. Herr Ramelow hat dabei einige Male ungeb&uuml;hrlich gest&ouml;rt (wohl mangelnde DDR-Kinderstube), als er ein bis zwei Mal versuchte, selbst&auml;ndig eine Antwort zu formulieren. <\/p>\n<p>Herr Trittin hat meistens gel&auml;chelt. Meine Vermutung ist, dass er an seine eigene Vergangenheit im &bdquo;Kommunistischen Bund&ldquo; und &ndash; wenn er nicht gerade f&uuml;r den Herrn Ramelow antworten musste &ndash; wohl an die Gr&uuml;ndungsjahre seiner Partei gedacht hat, als alle damals etablierten Parteien incl. den meisten Medien auf seine neue Partei eingedroschen haben (Chaoten, Vaterlandsverr&auml;ter, unzuverl&auml;ssig usw.), bis die GR&Uuml;NEN ebenfalls eine etablierte Partei wurden und Herr Trittin bei Anne Will beweisen durfte, dass die sch&auml;rfsten Kritiker der Elche fr&uuml;her selber welche waren.<\/p>\n<p>Herr Stich hat wohltuend wenig gesagt und war sehr h&ouml;flich. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat ihm wohl auf den Weg gegeben, dass sie &ndash; trotz allem Streit in dieser Runde &ndash; ohnehin die richtigen Weichen in diesem unseren Staat stellt. Vielleicht hat er aber auch nur von seiner Zeit in &Ouml;sterreich getr&auml;umt, wo ja ein gerechtes Steuersystem daf&uuml;r sorgt, dass ein Mittelst&auml;ndler prozentual mehr Steuern bezahlt als die wirklichen &ldquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo;, wie er einer ist. Damit k&ouml;nnte man n&auml;mlich auch in Deutschland die sonst unvermeidliche Flucht des &ldquo;scheuen Rehs&rdquo; Kapital verhindern und gleichzeitig die Bereitschaft unserer &ldquo;Leistungstr&auml;ger&rdquo; zu Charity-Veranstaltungen und zu Spenden f&uuml;r Suppenk&uuml;chen erh&ouml;hen.<\/p>\n<p>Leider konnte er diese Gedanken nicht aussprechen, da Herr Ramelow ununterbrochen &uuml;ber den Sozialismus reden wollte (aber zum Gl&uuml;ck&hellip; siehe Herrn Huber).<\/p>\n<p>Herrn Ramelow hat uns seine politischen Ansichten (er soll ja der Teufel in der Runde gewesen sein!) leider nicht mitgeteilt, obwohl die Herren Huber, Hintze, Dohnanyi und Trittin ihn immer wieder auf den richtigen Weg f&uuml;hren wollten und Frau Will ihn zwar st&auml;ndig ins Gespr&auml;ch bringen wollte, aber die anderen Gespr&auml;chsteilnehmer sie st&auml;ndig daran hinderten.<\/p>\n<p>Ach ja, Frau Anne Will war auch da (und vertrat das weibliche Geschlecht).<\/p>\n<p>Obwohl diese Runde an politischer Kompetenz kaum mehr zu &uuml;berbieten war, h&auml;tten sicherlich vom Sofa aus &ndash; statt dem komischen SPD-Mann &ndash; noch folgende Leistungstr&auml;ger &ldquo;Sinn-volles&rdquo; beitragen k&ouml;nnen: <\/p>\n<p>Herr Henkel (Wirtschaft allgemein), H. Raffelh&uuml;schen (Versicherungsvertreter, privat) und H. Prof Sinn (Vertreter der wissenschaftlichen Intelligenz in Deutschland). Oder man h&auml;tte an Hand von &bdquo;Evaluationen&ldquo; der Bertelsmann-Stiftung deutlich machen k&ouml;nnen, wie durch &Auml;nderungen des Wahlsystems (&rdquo;soll wirklich jeder w&auml;hlen d&uuml;rfen?&rdquo;) die Erh&ouml;hung der &ldquo;Effizienz&rdquo; des Standortes Deutschland (&rdquo;du bist jetzt nicht mehr Deutschland&rdquo;) und der Demokratie erreicht werden k&ouml;nnte. Die Abschaffung der &ldquo;Teufel&rdquo; w&uuml;rde dabei als gemeinsames Ziel formuliert. Der Vorschlag von Herrn Prof. Sinn, die SPD ebenfalls als Teufel zu definieren, w&auml;re sicher abgelehnt worden, weil man der Meinung w&auml;re, dass die &ldquo;Sozis&rdquo; derzeit schon im Fegefeuer sind und gute Chancen haben &ndash; Zitat Herr Henkel &ndash; &ldquo;ganz zu uns zu geh&ouml;ren&rdquo; (siehe z.B. den fr&uuml;heren Labour-Chef Herrn Blair, GB). Hierzu k&ouml;nnte auch Herr Clement &ndash; weil der ja immer in Eile ist &ndash; zumindest telefonisch zugeschaltet werden.<\/p>\n<p>Nach Ende der Sendung ermittelte allerdings ein neuer Deutschland-Trend, dass das deutsche Wahlvolk noch mehr &ldquo;Teufel&rdquo; w&auml;hlen will (die Bertelsmann-Stiftung hat daraufhin sofort &ndash; gemeinsam mit dem Springer-Verlag &ndash; ein neues Projekt aufgelegt).<\/p>\n<p>&Uuml;brigens wird die gesamte Diskussion wegen ihres gro&szlig;en Erfolgs in der Kabarettsendung &ldquo;Neues aus der Anstalt&rdquo; ohne Schnitte nochmals gesendet.<br>\n3SAT &uuml;bernimmt dann &ndash; wegen des beispielhaft hohen Niveaus der deutschen Talksendungen &ndash; die Verbreitung in &Ouml;sterreich und der Schweiz (der Erbprinz in Lichtenstein erh&auml;lt selbstverst&auml;ndlich pers&ouml;nlich eine Kopie).<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3012","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3012","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3012"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3012\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3012"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3012"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3012"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}