{"id":30131,"date":"2016-01-11T08:59:12","date_gmt":"2016-01-11T07:59:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131"},"modified":"2016-02-11T15:24:38","modified_gmt":"2016-02-11T14:24:38","slug":"hinweise-des-tages-2536","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h01\">K&ouml;ln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h02\">Warum wir nicht alle &ldquo;Fl&uuml;chtlinge&rdquo; einlassen und integrieren k&ouml;nnen und d&uuml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h03\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h04\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h05\">Europ&auml;ische Werte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h06\">Ruhig bleiben in der China-Falle &ndash; die deutsche Presse im Kontrollverlust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h07\">Neue EU-Binnenmarktstrategie: Besch&auml;ftigten und KonsumentInnen steht einiges bevor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h08\">Das Jahr 2016 als ein Schl&uuml;sseljahr f&uuml;r das Projekt einer gemeinsamen W&auml;hrungsunion?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h09\">Angriff auf die Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h10\">Abbau des K&uuml;ndigungsschutzes in Europa: Politischer Konsens auf schwachem Fundament<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h11\">Lobbyismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h12\">Zugpferd der Industrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h13\">Die neuen Gatekeeper &ndash; Mit Apple, Google und Facebook in den kybernetischen Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h14\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h15\">Deutsche Au&szlig;enpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h16\">Die Sozialdemokratie, die arbeitende Mitte und die Linke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h17\">Im Nachrichtengesch&auml;ft geht es um Interessen, nicht um Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30131#h18\">Vorsicht, Verschw&ouml;rungstheorie!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>K&ouml;ln<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>W&auml;ren sie nur nicht so dumm<\/strong><br>\nWarum es so schwer ist, von der Silvesternacht in K&ouml;ln und deren Folgen zu sprechen. Und warum es trotzdem sein muss.<br>\n[&hellip;] Man will diese Geschichte nicht erz&auml;hlen, weil sich jetzt pl&ouml;tzlich M&auml;nner f&uuml;r sexuelle Gewalt interessieren und emp&ouml;rt sind, die sonst eigentlich immer im Stell-dich-nicht-so-an-Team waren und feministische Anliegen nervig fanden. Man will &uuml;ber diese Geschichte zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt nicht laut nachdenken, weil jene M&auml;nner nun beleidigende Leserbriefe an Feministinnen schreiben, da die sich angeblich nicht trauten, sich zu der Gewalt in K&ouml;ln zu &auml;u&szlig;ern, weil die von Migranten ausgegangen sein soll (und dieser Vorwurf offenbart, unter dem Vorwand sich um die Belange von Frauen zu sorgen, eigentlich nur das frauenfeindliche, frauen-ma&szlig;regelnde Klima, in dem hier gedacht und gelebt wird).<br>\nNun, da es um die Frauen jener M&auml;nner, um ihre Frauen, um die deutsche Frau also, geht ist die deutsche &Ouml;ffentlichkeit entsetzt. Sie ist beleidigt, weil gef&auml;hrliche Araber etwas angefasst haben, das ihr geh&ouml;rt, und nat&uuml;rlich sind viele auch ein bisschen erleichtert, weil sich ihre diffuse Angst nun konkret manifestiert hat. Thank God, wir haben ein Problem!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/die-angriffe-von-koeln-waeren-sie-nur-nicht-so-dumm-14004681.html?google_editors_picks=true\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>K&ouml;ln und das Ph&auml;nomen der &ldquo;sexuellen Gewalt&rdquo;<\/strong><br>\nAuch eine Woche nach der K&ouml;lner Silvesternacht rei&szlig;t der Streit um die Konsequenzen aus den massiven &Uuml;bergriffen auf Frauen nicht ab. Rechtspopulisten und Neonazis instrumentalisieren das Thema f&uuml;r sich, die sozialen Netzwerke sind voll von &uuml;bler Hetze gegen Fl&uuml;chtlinge. Und auch Menschen, die Migranten gegen&uuml;ber positiv eingestellt sind, scheinen zumindest verunsichert angesichts der Dimension der sexuellen Gewalt, die dort zum Vorschein gekommen ist. Kolja Kandziora hat mit einem Wissenschaftler gesprochen, der die Vorf&auml;lle in K&ouml;ln etwas anders interpretiert als es der &ldquo;Mainstream&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/info.arte.tv\/de\/die-koeln-ereignisse-wider-dem-mainstream\">arte<\/a><\/li>\n<li><strong>Debatte um &Uuml;bergriffe in K&ouml;ln zeigt den Rassismus und nicht die Sorge um Frauen &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Antje Schrupp<\/strong><br>\nIn den vergangenen Tagen wurde viel &uuml;ber die &Uuml;bergriffe auf Frauen geredet, die in der Silvesternacht in K&ouml;ln stattfanden, statt Kampf gegen Sexismus zeigten jedoch viele Kommentatoren vor allem ihren Rassismus. Wir haben mit der Feministin und Bloggerin Antje Schrupp, die einen viel beachteten Kommentar geschrieben hat, &uuml;ber die &Uuml;bergriffe, Rassismus und den Kampf gegen sexuelle Gewalt gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/gesellschaft\/debatte-um-uebergriffe-in-koeln-zeigt-den-rassismus-und-nicht-die-sorge-um-frauen-im-gespraech-mit-antje-schrupp\/\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><strong>Titel der Schande<\/strong><br>\nDer &bdquo;Focus&ldquo; inszeniert sexuelle Gewalt als erotische Fantasie. Das ist nicht Kritik an Rape Culture, das ist Rape Culture. Und rassistisch. (&hellip;)<br>\nAuf dem Focus-Titel ist der K&ouml;rper der Frau mit schwarzen Handabdr&uuml;cken bedeckt. Auch die S&uuml;ddeutsche Zeitung illustriert das Thema in der Wochenendausgabe &auml;hnlich mit einer Schwarzwei&szlig;-Grafik: Ein schwarzer Arm greift zwischen zwei wei&szlig;e Frauenbeine.<br>\nDie Vorstellung, dass dunkle Haut abf&auml;rbt, ist ein altes und g&auml;ngiges rassistisches Motiv, das dunkle mit dreckiger Haut gleichsetzt. Das Bild von schwarzen H&auml;nden, die nach einem wei&szlig;en K&ouml;rper greifen, von nichtwei&szlig;en M&auml;nnern, die wei&szlig;en Frauen nachstellen, stammt zudem von tief unten aus dem Reich rassistischer sexueller Fantasien: die Beschmutzung der wei&szlig;en Frau. &bdquo;Rassenschande&rdquo;.<br>\nEngagement gegen Sexismus w&auml;re bitter n&ouml;tig. Aber solche Illustrationen sind Rassismus unter dem Vorwand, Sexismus anzuprangern. Und sind dabei selbst sexistisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Der-Focus-zu-den-Koelner-Uebergriffen\/!5267901\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Warum wir nicht alle &ldquo;Fl&uuml;chtlinge&rdquo; einlassen und integrieren k&ouml;nnen und d&uuml;rfen<\/strong><br>\nIn ihrer Neujahrsansprache hat die Bundeskanzlerin unfreiwillig deutlich gemacht, worum es ihr bei ihrer ungew&ouml;hnlichen Kehrwende hin zu offenen Grenzen geht, und worum nicht. Es geht nicht um bestm&ouml;glichen Schutz f&uuml;r B&uuml;rgerkriegsfl&uuml;chtlinge, die m&ouml;glichst bald wieder beim Wiederaufbau ihrer Heimat mithelfen sollen. Es geht ihr um dauerhafte Zuwanderung, von der &bdquo;Deutschland&ldquo; profitieren soll.<br>\nAngela Merkel schreibt in ihrer Neujahrsansprache all denen K&auml;lte und Hass zu, die &bdquo;Deutschsein allein f&uuml;r sich reklamieren und andere ausgrenzen wollen.&ldquo; Dazu bekenne ich mich, nicht zu K&auml;lte und Hass, aber dazu, dass ich Deutschsein f&uuml;r jene reklamiere, die als Deutsche geboren sind, oder die hier leben und die deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit angenommen haben, und dazu, dass ich die rund sieben Milliarden Menschen, die keine Deutschen sind und hier keine Aufenthaltserlaubnis haben, ausgrenzen will. Das ist die normale Funktion von Staatsgrenzen, und anders kann ein Gemeinwesen unter heutigen Bedingungen kaum funktionieren. Bis vor kurzem war das auch ganz normale, kaum hinterfragte Politik. Jetzt ist es ein Zeichen von K&auml;lte, Hass und Rechtsradikalismus. Wie schnell sich doch die Ma&szlig;st&auml;be verschieben k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/516-merkel-neujahrsansprache-afd#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Lehrergehalt knapp &uuml;ber Armutsgrenze<\/strong><br>\nDie Integrationslehrkr&auml;fte, die sich bei der VHS Wiesbaden um Fl&uuml;chtlinge k&uuml;mmern, sind sauer. Eine Vollzeit-Lehrkraft bleiben etwa 1000 bis 1200 Euro netto im Monat. Das liege knapp &uuml;ber der Armutsgrenze, die Rentenanspr&uuml;che seien gering. (&hellip;)<br>\nSeit dem Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes im Jahr 2005 m&uuml;ssen Zuwanderer f&uuml;r eine Aufenthaltsgenehmigung Sprachkenntnisse auf B1 Niveau vorweisen. Doch nicht nur das ist gesetzlich geregelt, auch die Kopfpauschale ist vorgegeben. &bdquo;Bislang zahlte das Bamf pro Kopf und Stunde 2,94 Euro, zum ersten Januar 2016 erh&ouml;ht sich die Pauschale auf 3,10 Euro. Das bisherige Grundhonorar betrug bisher zwischen 21 und 22 Euro, ab 1. Januar 23 Euro brutto pro Unterrichtsstunde f&uuml;r Integrationslehrkr&auml;fte. Aber das reicht nicht&ldquo;, kritisiert Seibel.<br>\nIn der Pauschale seien die Kosten f&uuml;r die Miete der Unterrichtsr&auml;ume, den Verwaltungsaufwand und die Honorierung zusammengefasst. &bdquo;Eine Vollzeit-Lehrkraft bleiben etwa 1000 bis 1200 Euro netto im Monat&ldquo;, sagt Geiger. Das liege knapp &uuml;ber der Armutsgrenze, die Rentenanspr&uuml;che seien gering. &bdquo;Und das, obwohl die VHS Wiesbaden ihren Integrationslehrern schon mehr zahlt, als es andere Tr&auml;ger tun.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/zuwanderung-in-rhein-main\/fluechtlinge-in-wiesbaden-lehrergehalt-knapp-ueber-armutsgrenze,24933504,33484470.html%20\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Ist dieses Ph&auml;nomen auf Wiesbaden beschr&auml;nkt oder bundesweit zu beobachten? Da das Gesetz ein Bundesgesetz ist, ist zu bef&uuml;rchten, dass Wiesbaden keine Ausnahme ist.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Es fehlen Lehrer f&uuml;r die Integrationskurse<\/strong><br>\nDer Bremer Volkshochschule fehlen immer mehr Lehrer f&uuml;r die Integrationskurse. Grund: Viele Lehrkr&auml;fte gehen an staatliche Schulen, weil sie dort mehr Geld bekommen. An den Schulen unterrichten sie Fl&uuml;chtlinge in Vorklassen. Im vergangenen halben Jahr haben 25 von insgesamt 70 Lehrern die Volkshochschule aus diesem Grund verlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.radiobremen.de\/politik\/nachrichten\/lehrermangel-vhs100.html\">radiobremen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Video: Warum vermischt die Bundesregierung Kriminalit&auml;t mit Abschiebung?<\/strong><br>\nNach den sexuellen Attacken in der K&ouml;lner Silvesternacht: Warum spricht die Bundesregierung bereits davon, die Abschiebung von kriminellen Asylbewerbern zu beschleunigen? Man wei&szlig; noch gar nicht, ob unter den T&auml;tern Fl&uuml;chtlingen waren. Auch wenn es nun viele Tatverd&auml;chtige gibt, unter denen auch Asylbewerber sind, ist weiter unklar, was passiert und wer verantwortlich ist. F&uuml;r jeden Tatverd&auml;chtigen gilt die Unschuldsvermutung. Ist die Bundesregierung besorgt, dass die &ouml;ffentliche Diskussion nun in eine &ldquo;Wir m&uuml;ssen die Ausl&auml;nder st&auml;rker bestrafen!&rdquo;-Diskussion abdriftet?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\/videos\/1167444789934134\/\">Jung &amp; Naiv via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: Katja Kipping<\/strong><br>\nDie CDU plant, Gefl&uuml;chteten und Asylberechtigten bei einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe ohne Bew&auml;hrung das Asylrecht abzuerkennen. Und das unabh&auml;ngig davon, ob das ihre Abschiebung in Folter, Elend und Tod bedeutet. Wenn die Konservativen nun eine solche Versch&auml;rfung planen, dann stellt sich doch die Frage: was planen sie eigentlich im Hinblick auf jene Brandstifter, die Mordanschl&auml;ge auf Fl&uuml;chtlingsheime ver&uuml;ben? Sollen die auch abgeschoben werden? Und wenn ja wohin? Wem will man diese gewaltt&auml;tigen Nazis zumuten? Und wenn nicht, wie erkl&auml;rt die CDU die mildere Behandlung von Mordanschl&auml;ge ver&uuml;benden Rassisten?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/KatjaKipping\/posts\/1079814788717180?fref=nf&amp;pnref=story\">Katja Kipping via Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Mutti stellt sich dumm<\/strong><br>\nSeit Jahren trete ich f&uuml;r die Begrenzung und Steuerung der Zuwanderung ein. Dass Merkel im September gehandelt hat, um den Fl&uuml;chtlingen in Ungarn zu helfen, war richtig. Auf Dauer kann aber auch die Bundeskanzlerin nicht Gesetze und Vertr&auml;ge &ndash; wie derzeit immer noch &ndash; au&szlig;er Kraft setzen. Jetzt, nach den &Uuml;bergriffen in K&ouml;ln, stellt sie sich dumm: Es gehe darum, &bdquo;hier auch klare Zeichen zu setzen an diejenigen, die nicht gewillt sind, unsere Rechtsordnung einzuhalten.&ldquo; Wann ist Mutti bereit, die geltende Rechtsordnung wieder einzuhalten?<br>\nWas mich am meisten &auml;rgert: Die von manchen ihrer Hofschreiber als Mutter der Barmherzigkeit ausgerufene Kanzlerin weigert sich, Millionen-Einkommen, -Verm&ouml;gen und -Erbschaften zu besteuern, um den Tisch f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge zu decken. Das hei&szlig;t: &Uuml;ber steigende Mieten und stagnierende soziale Leistungen werden die ohnehin Benachteiligten das &ldquo;wir schaffen das&rdquo; der Kanzlerin bezahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sigmar Gabriel zieht rechts an Merkel vorbei<\/strong><br>\nDie SPD-Spitze unterst&uuml;tzt die Union in der Forderung nach Versch&auml;rfungen des Asylrechts. Besonders Parteichef Sigmar Gabriel gibt den Hardliner. (&hellip;)<br>\nAm Freitag schloss sich die SPD-Spitze nun den Forderungen an. SPD-Chef Sigmar Gabriel sagte der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung, es gehe nun darum, alle M&ouml;glichkeiten auszuloten, um kriminelle Asylbewerber in ihre Heimat zur&uuml;ckzuschicken.<br>\nAuch Fraktionschef Thomas Oppermann sprach sich zum Abschluss der SPD-Klausurtagung in Berlin f&uuml;r mehr Konsequenz gegen die &bdquo;widerw&auml;rtigen&ldquo; &Uuml;bergriffe aus: Es d&uuml;rfe kein Pardon geben &ndash; egal, ob es sich bei den T&auml;tern um Deutsche oder Ausl&auml;nder handele. Zugleich forderte er die Schaffung von 12 000 neuen Stellen bei der Polizei bis 2019.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/uebergriffe-in-koeln--sigmar-gabriel-zieht-rechts-an-merkel-vorbei-,1472596,33484608.html%20\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Wie war das noch mit der Forderung von Thomas Oppermann an die CDU weiter nach rechts zu r&uuml;cken? Nicht n&ouml;tig, das macht die SPD wie erwartet selbst. Und dann ist da noch die schwarze Null.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.:<\/strong> M&ouml;chte die SPD-Spitze &uuml;berhaupt noch ernst genommen werden?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Entwicklungsminister: &ldquo;8-10 Millionen Fl&uuml;chtlinge sind noch unterwegs&rdquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler hatte gestern seine Partei aufgefordert, aus der Koalition mit der CDU auszutreten, wenn es keine Einigung auf eine Obergrenze gibt. Das wird von ihm offenbar als wichtigste politische Ma&szlig;nahme angesehen, um derzeit politisch punkten zu k&ouml;nnen. Dabei machte er sich zu eigen, was vom rechten Rand schon lange als &ldquo;Argument&rdquo; verwendet, n&auml;mlich dass die Regierung von Angela Merkel mit der Zulassung der Fl&uuml;chtlinge &ldquo;ohne demokratische Legitimation&rdquo; und &ldquo;auch rechtsstaatswidrig&rdquo; gehandelt habe (Nach K&ouml;ln: Die Stunde der politischen Scharfmacher).<br>\nGauweiler ruft indes nicht wie manche in der rechten Szene zum Sturz der Regierung auf, sondern verlangt entweder einen Beschluss im Bundestag oder eben die Einf&uuml;hrung einer Obergrenze, die der bayerische Ministerpr&auml;sident Seehofer ja schon einmal auf 200.000 Fl&uuml;chtlinge j&auml;hrlich angesetzt hat. Nach Umfragen kann man davon ausgehen, dass die meisten Deutschen eine Obergrenze f&uuml;r richtig halten.<br>\nGerd M&uuml;ller, der Entwicklungsminister, h&auml;lt sich ein wenig mehr zur&uuml;ck. Auch er kommt von der CSU, gibt sich aber regierungskonformer und nennt keine Zahl, sondern folgt der Sprachregelung der CDU, dass eine &ldquo;Reduzierung&rdquo; der Fl&uuml;chtlingszahlen bewirkt werden m&uuml;sse. Allerdings wird indirekt doch von ihm eine Zahl genannt, wenn er der BamS sagt: &ldquo;Eine Million wie im vergangenen Jahr k&ouml;nnen wir nicht erfolgreich integrieren.&rdquo; Da man keine Z&auml;une um Deutschland und Europa bauen k&ouml;nne, m&uuml;ssten sich Deutschland und Europa darauf besinnen, mehr Verantwortung zu &uuml;bernehmen: &ldquo;Wir haben unseren Wohlstand auf dem R&uuml;cken der Entwicklungsl&auml;nder aufgebaut. Das wird nicht mehr lange gut gehen. Diese Spannungen entladen sich. Dann ist egal, was wir hier festlegen. Die Menschen werden uns nicht fragen, ob sie kommen k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47076\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Video: Bundesregierung gibt nicht zu, dass Bundeswehr mithilft in Syr&hellip;<\/strong><br>\nRealsatire:<br>\nDie Bundeswehr beteiligt sich seit heute an der &ldquo;Aufkl&auml;rung&rdquo; im Krieg gegen ISIS. Dass die Bundeswehr dadurch mithilft, dass Franzosen &amp; Amerikaner in Syrien bombardieren k&ouml;nnen und werden, mag die Bundesregierung aber nicht zugeben: &ldquo;Das zu fokussieren auf die Frage, was man wo bombardieren kann, ist zu wenig. Diese Informationen dienen der gesamten Operationsf&uuml;hrung&rdquo;. Dabei ist diese Operation der Krieg gegen ISIS, der per Luftangriffe gef&uuml;hrt wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\/videos\/1167358223276124\/%20\">Jung &amp; Naiv &uuml;ber Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Hunger in Madaya: Und was ist mit Kafraya?<\/strong><br>\nHunderttausende Menschen leben in Syrien unter Belagerung, leiden unter Hunger und Mangelern&auml;hrung. Ob Medien &uuml;ber sie berichten, h&auml;ngt nicht vom Ausma&szlig; des Leides ab, sondern davon, wer sie belagert<br>\nDaf&uuml;r dass Madaya und Kafraya hunderte Kilometer von einander entfernt liegen, sind sich die die Berichte aus den beiden syrischen Orten auff&auml;llig &auml;hnlich: Rund 40.000 Menschen sind in Madaya seit Monaten eingekesselt. Hilfslieferungen erreichen nur noch selten die Bev&ouml;lkerung, die ohnehin schon vom Krieg gebeutelt ist. Im 350 Kilometer entfernten Kafraya und der Nachbarstadt Fua&rsquo;a ist die Situation fast identisch: Auch hier sind 40.000 Menschen von der Au&szlig;enwelt abgeschnitten, Strom und Wasser fehlen genauso wie Nahrung und Medikamente. Mindestens 23 Hungertote habe es in beiden Regionen seit Anfang Dezember gegeben, berichtet &Auml;rzte ohne Grenze. In beiden Regionen herrscht seit vier Jahren Krieg, der sich im Juli letzten Jahres f&uuml;r die dort lebenden Menschen noch einmal drastisch versch&auml;rfte. F&uuml;r Madaya und seine Nachbarstadt Zabadani sowie f&uuml;r Kafraya und Fua&rsquo;a gilt seit September ein Waffenstillstand, der viel versprach &ndash; und wenig hielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201601103812\/politik\/welt\/hunger-in-madaya-und-was-ist-mit-kafraya.html%20\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Werte<\/strong><br>\nHochrangige deutsche Politiker fordern Strafma&szlig;nahmen gegen Polen. Mit ihrem Vorgehen gegen das Verfassungsgericht sowie mit ihrem neuen Mediengesetz versto&szlig;e die polnische Regierung &ldquo;gegen die europ&auml;ischen Werte&rdquo;, erkl&auml;rt der Vorsitzende der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder. Die EU-Staaten m&uuml;ssten nun &ldquo;den Mut zu Sanktionen haben&rdquo;. Zuvor hatte bereits EU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger gefordert, Polen &ldquo;unter Aufsicht&rdquo; zu stellen. W&auml;hrend das neue Mediengesetz mit der formellen Unterwerfung der &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien unter die direkte Kontrolle der Regierung tats&auml;chlich eine neue Qualit&auml;t erreicht, kn&uuml;pft es an Formen staatlicher Einflussnahme auf die Medien an, die in der EU weit verbreitet sind. Nicht nur Ungarn hat schon vor Jahren ein Mediengesetz in Kraft gesetzt, das deutliche Parallelen zu dem neuen polnischen Gesetz aufweist. &Auml;hnliche Praktiken wurden unter Pr&auml;sident Sarkozy auch in Frankreich ge&uuml;bt; die Pariser Staatsspitze hat bis heute nennenswerten Einfluss auf die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien. Vor allem aber in Deutschland, das sich jetzt anma&szlig;t, Polen zu ma&szlig;regeln, wird immer wieder scharfe Kritik an der Einflussnahme des Staates und der Regierungsparteien auf die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien laut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59282\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ruhig bleiben in der China-Falle &ndash; die deutsche Presse im Kontrollverlust<\/strong><br>\nWas kann besseres passieren, als dass jetzt endlich eine Menge der hei&szlig;en Luft, die sich in den letzten Jahren an den &bdquo;M&auml;rkten&ldquo; angesammelt hat, abgelassen wird? Dass das zum Teil panikartige Z&uuml;ge annimmt, ist nicht verwunderlich, wenn man sich vorstellt, wie viele Zocker insgeheim wissen, dass ihre wunderbaren &bdquo;Wertsteigerungen&ldquo; der letzten Jahre nichts anderem geschuldet waren als ihrem eigenen kollektiven Aufschwungswahn. Dass diese &bdquo;Wertsteigerung&ldquo; mit realen Geschehnissen in Verbindung gestanden h&auml;tte, das glauben doch nur noch Kinder und die streng Marktgl&auml;ubigen. (&hellip;)<br>\nNoch einmal ganz langsam zum Mitschreiben: Dass die Finanzm&auml;rkte allesamt verr&uuml;ckt spielen, ist Kapitalismus pur. Man erinnere sich, es gab vor nicht allzu langer Zeit eine globale Krise, die von den Finanzm&auml;rkten im kapitalistischsten aller L&auml;nder ausgel&ouml;st wurde, in der alle nicht-kommunistischen Regierungen dieser Welt intervenierten und versuchten, die Kontrolle zur&uuml;ckzugewinnen. Dass L&auml;nder, ob kommunistisch gef&uuml;hrt oder nicht, versuchen, gegen den Wahnsinn, den &bdquo;M&auml;rkte&ldquo; jeden Tag produzieren, anzugehen, ist normal und umumg&auml;nglich. Das Einzige, worauf das schlie&szlig;en l&auml;sst, ist die Notwendigkeit einer Kooperation aller Regierungen dieser Welt, um ausnahmslos alle Finanzm&auml;rkte an die Kandare zu nehmen. Es muss n&auml;mlich wieder daf&uuml;r gesorgt werden, dass die Preise an diesen M&auml;rkten jederzeit etwas mit der realen Wirtschaft zu tun haben und nicht v&ouml;llig losgel&ouml;st von Spielernaturen in Spielcasinos auf und ab bewegt werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/ruhig-bleiben-in-der-china-falle-die-deutsche-presse-im-kontrollverlust\/%20\">flassbeck-economics<\/a>\n<p><strong>Dazu: IMK: Weitere Wachstumsabschw&auml;chung in China f&uuml;r deutsche Wirtschaft verkraftbar<\/strong><br>\nWie stark w&auml;re die deutsche Wirtschaft betroffen, wenn sich die Wachstumsschw&auml;che in China deutlich versch&auml;rfen w&uuml;rde? Das hat das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung bereits im Oktober 2015 im Risikoszenario seiner Konjunkturprognose berechnet.<br>\nErgebnis: Eine wirtschaftliche Eintr&uuml;bung im Reich der Mitte &uuml;ber das bisher prognostizierte Ma&szlig; hinaus k&ouml;nnte Deutschland 2016 maximal 0,3 Prozentpunkte Wachstum kosten. &bdquo;Der Effekt w&auml;re also unangenehm, aber f&uuml;r die deutsche Wirtschaft insgesamt verkraftbar&ldquo;, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK. Dass der Wachstumsverlust relativ &uuml;berschaubar bleibt, erkl&auml;ren die Konjunkturforscher mit der regen Nachfrage nach deutschen Waren aus den USA, Gro&szlig;britannien und verschiedenen Eurol&auml;ndern. Vor allem aber wirke sich die stabile Inlandsnachfrage positiv aus, die wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung beitrage. &bdquo;Noch vor wenigen Jahren h&auml;tte ein Wachstumseinbruch in China weitaus st&auml;rker auf Deutschland durchgeschlagen&ldquo;, sagt Horn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/2732_63081.htm%20\">IMK<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: &ldquo;Sorgenkind&rdquo; China bietet weiterhin Chancen<\/strong><br>\nDie Weiterentwicklung der chinesischen Wirtschaft von einem investitions- zu einem konsumgetriebenen Wachstum verlaufe &ldquo;holprig&rdquo;, konstatierte der DIHK-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer. Vor allem die deutschen Exporteure von Maschinen, Elektrotechnik und Fahrzeugen bek&auml;men die Abk&uuml;hlung von Wachstum und Investitionst&auml;tigkeit zu sp&uuml;ren. An der Schw&auml;che beim Bau h&auml;tten zudem Zulieferer und Ausr&uuml;ster zu knabbern.<br>\n&ldquo;Aber auch bei niedrigerem Wachstum bestehen weiterhin gute Absatzchancen&rdquo;, betonte Wansleben. &ldquo;Das Reich der Mitte bleibt f&uuml;r die deutsche Wirtschaft ein wichtiger Markt.&rdquo; Insgesamt seien deutsche Unternehmen &ldquo;im Export sehr breit aufgestellt, gut 6 Prozent der Lieferungen sind 2015 nach China gegangen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dihk.de\/themenfelder\/international\/news?m=2016-01-08-wansleben-china-noz%20\">DIHK<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Wenn selbst dieser Lobbyverband von deutschen Unternehmen so argumentiert, kann gefragt werden, weshalb die meisten deutschen Medien &ndash; nat&uuml;rlich alles &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; &ndash; so negativ &uuml;ber die aktuellen Entwicklungen an den chinesischen B&ouml;rsen berichten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neue EU-Binnenmarktstrategie: Besch&auml;ftigten und KonsumentInnen steht einiges bevor<\/strong><br>\nVor kurzem hat die Europ&auml;ische Kommission ihre neue EU-Binnenmarktstrategie f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre vorgestellt. Und die hat es vor allem f&uuml;r Besch&auml;ftigte und KonsumentInnen in sich: So wird ein Rechtsrahmen f&uuml;r die digitale Arbeitswelt und neue Regelungen im Bereich des VerbraucherInnenschutzes angek&uuml;ndigt. Den Pl&auml;nen der Kommission zufolge k&ouml;nnte der Daseinsvorsorge-Bereich erneut unter Liberalisierungsdruck geraten.  Ma&szlig;nahmen, um die Nachfrage am Binnenmarkt anzukurbeln und damit f&uuml;r mehr Wirtschaftswachstum zu sorgen, sind in der EU-Binnenmarktstrategie leider nicht zu finden.<br>\nEU hat sich von Finanzkrise noch immer nicht erholt<br>\nDie Lage der europ&auml;ischen Volkswirtschaften ist auch im achten Jahr nach Ausbruch der Finanzkrise &auml;u&szlig;erst bescheiden, in einigen Bereichen sogar nach wie vor dramatisch. Rund 120 Millionen Menschen, das ist rund ein Viertel der EU-Bev&ouml;lkerung, gilt mittlerweile als armutsgef&auml;hrdet. EU-weit sind 22,2 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, das sind rund 5,5 Millionen Menschen mehr als vor der Finanzkrise. Besonders trist sieht es in der Eurozone aus: 5 der 19 Eurozonen-L&auml;nder lagen laut den Daten der EU-Kommission beim Bruttoinlandsprodukt per 2015 noch immer unter dem Niveau von 2008, weitere 4 L&auml;nder liegen in etwa auf dem BIP-Stand von 2008. Nach wie vor hinkt die EU beim Wirtschaftswachstum anderen Wirtschaftr&auml;umen hinterher. Das Wirtschaftswachstum f&uuml;r die EU28 wurde f&uuml;r das Jahr 2015 mit rund 1,9% beziffert, w&auml;hrend f&uuml;r die USA 2,5% und f&uuml;r die Weltwirtschaft 3,0% prognostiziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/eu-binnenmarktstrategie-beschaeftigten-und-konsumentinnen-steht-einiges-bevor\/%20\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das Jahr 2016 als ein Schl&uuml;sseljahr f&uuml;r das Projekt einer gemeinsamen W&auml;hrungsunion?<\/strong><br>\nEuropa in der Krise &ndash; und Europa &ldquo;bewegt&rdquo; sich klar bei zunehmender gegenseitiger &ndash; jetzt auch politischer &ndash; Positionierung des S&uuml;dens gegen den Norden. Kommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 7.1.2016<br>\nDie deutsche Kanzlerin wird versuchen mit neuen Bundes&rdquo;genossen&rdquo; ihre alte neoliberale Dogmatik &ndash; zum relativen Vorteil von Deutschland &ndash; mit &ldquo;aller Gewalt&rdquo; aufrecht zu erhalten. Wie Eric Bonse uns mitteilt, will die Kanzlerin &ndash; nachdem Angela Merkel fr&uuml;her schon mit dem britischen Premier Cameron den EU-Haushalt 2013 massiv zusammengestrichen hatte &ndash; nun um Camerons &ldquo;Brexit&rdquo; zu verhindern &ndash; gemeinsam mit ihm auch noch die Sozialleistungen f&uuml;r EU-B&uuml;rger einschr&auml;nken und gleichzeitig alle EU-Staaten auf das oberste Ziel der &ldquo;Wettbewerbsf&auml;figkeit&rdquo; verpflichten. Also &ldquo;ihr&rdquo; neoliberales Projekt f&uuml;r Europa &ndash; dogmatisch einzementiert &ndash; fortzusetzen. (<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Europaeische-Union-2016\/!5262794\/\">externer Link<\/a>)<br>\nNur in Gro&szlig;britannien sieht es bisher auch noch nicht danach aus, dass die Labour-Opposition mit Jeromy Corbyn und seinem radikalen Kurs gegen die &ldquo;alte&rdquo; neoliberale Politik von &ldquo;New Labour&rdquo; auf das Verlierergleis geschoben werden kann. (<a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/996195.waterloo-fuer-corbyn-und-das-linke-experiment-blieb-aus.html\">externer Link<\/a>) Obwohl unsere Medien sich bisher sehr schwer tun, auch dar&uuml;ber zu berichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/eu-politik\/eu-verfassung\/das-jahr-2016-als-ein-schluesseljahr-fuer-das-projekt-einer-gemeinsamen-waehrungsunion\/%20\">LabourNet Germany<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Angriff auf die Gewerkschaften<\/strong><br>\nIn Gro&szlig;britannien sind die Gewerkschaften bereits weitgehend entmachtet. Mit einem neuen Gesetzesentwurf will die konservative Regierung die Rechte der Arbeitnehmer weiter schw&auml;chen.<br>\nGro&szlig;britannien ist Vorreiter in Europa. Vor allen anderen L&auml;ndern liberalisierte es Mitte der Achtzigerjahre seine Finanzm&auml;rkte. In der Folge stieg die Hauptstadt London zum internationalen Bankenzentrum auf. Parallel dazu gelang der Regierung die weitgehende Entmachtung der Gewerkschaften. Derzeit arbeiten die britischen Konservativen daran, die Arbeitnehmervertreter weiter zurechtzustutzen. Damit liegt das Land voll im europ&auml;ischen Trend. &bdquo;Die Angriffe auf Gewerkschaftsrechte in Europa kommen in politisch und wirtschaftlich turbulenten Zeiten&ldquo;, klagt Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).<br>\nIn der britischen Privatwirtschaft spielen Gewerkschaften heute kaum noch eine Rolle, erl&auml;utert Professor Alex Bryson vom Institut Niesr. So gab es in der verarbeitenden Industrie mit immerhin 2,5 Millionen Arbeitskr&auml;ften 2014 gerade mal zw&ouml;lf Streiks. Dennoch behandelt das Parlament derzeit einen Gesetzentwurf, der Streiks weiter erschweren soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/gewerkschaften--angriff-auf-die-gewerkschaften-,1472780,33489736.html%20\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Zu bef&uuml;rchten ist, dass diese Entwicklung &ndash; die weitere Schw&auml;chung der Gewerkschaften &ndash; auch nach Deutschland kommen wird.<\/em><br>\n<em>Zumindest scheinen die Regierungschefs Cameron und Merkel sich innerhalb der Europ&auml;ischen Union einander anzun&auml;hern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Abbau des K&uuml;ndigungsschutzes in Europa: Politischer Konsens auf schwachem Fundament<\/strong><br>\nIm &ouml;konomischen Mainstream wurde seit langer Zeit ein starker K&uuml;ndigungsschutz als sch&auml;dlich gegen&uuml;ber Besch&auml;ftigung sowie wirtschaftlichem Wachstum empfunden. Dies &auml;u&szlig;erte sich politisch, auch insbesondere w&auml;hrend der Wirtschaftskrise, durch Strukturreformen in Gegenleistung f&uuml;r Finanzhilfe der Europ&auml;ischen Institutionen (beispielsweise in Griechenland oder Portugal). Es l&auml;sst sich aber auch ein allgemeiner europ&auml;ischer Trend zu einem schw&auml;cheren K&uuml;ndigungsschutz erkennen. Allerdings ist die theoretische Grundlage dieser Reformen empirisch alles andere als unumstritten &ndash; besonders im Hinblick auf neuere wissenschaftliche Erkenntnisse. Dieser Beitrag stellt eine kritische Auseinandersetzung mit der &ouml;konomischen Theorie des K&uuml;ndigungsschutzes dar und soll aufzeigen, dass ein starker K&uuml;ndigungsschutz auch positive Effekte auf Besch&auml;ftigung haben kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/unterhaltungamwochenende\/volker-pispers-solo-bis-neulich-102.html\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lobbyismus<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Parteispenden 2015: viele Gro&szlig;spenden, viele Transparenzl&uuml;cken<\/strong><br>\nEine stattliche Summe von &uuml;ber zwei Millionen Euro &ndash; so viel erhielten die Parteien im vergangenen Jahr an Gro&szlig;spenden &uuml;ber 50.000 Euro. Abgesehen vom Wahljahr 2013 sind das mehr Gro&szlig;spenden als in den vorigen vier Jahren. Wieviel Gelder den Parteien insgesamt im Jahr 2015 zuflossen, werden wir erst im Fr&uuml;hjahr 2017 erfahren. Erst dann erscheinen die Rechenschaftsberichte der Parteien, die die Gesamtsumme der Parteieinnahmen offenlegen. Doch auch dann wird weiterhin die Herkunft eines Gro&szlig;teils der Zuwendungen von Unternehmen und Verb&auml;nden intransparent bleiben. Unsere Forderungen nach Obergrenzen und mehr Transparenz bei Parteigeldern bleiben also auch im neuen Jahr aktuell.<br>\nCDU und FDP r&auml;umen ab<br>\n580.000 Euro erhielt allein die CDU im letzten Jahr an Gro&szlig;spenden. Nur knapp dahinter liegt die FDP mit zwei Gro&szlig;spenden von Unternehmern aus dem Umkreis privater Klinikbetreiber in H&ouml;he von 450.000 Euro. Die SPD erhielt mit 220.000 Euro genau doppelt so viel wie die Gr&uuml;nen. Eine Spende in H&ouml;he von 252.400 Euro ging an die marxistische Partei MLPD. Der regelm&auml;&szlig;ig in den Medien genannte R&uuml;ckgang der Gro&szlig;spenden l&auml;sst sich anhand der Zahlen der letzten f&uuml;nf Jahre nicht belegen (siehe Tabelle).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2016\/01\/parteispenden-2015-viele-grossspenden-viele-transparenzluecken\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundestag schafft geheime Hausausweise f&uuml;r Lobbyisten ab<\/strong><br>\nMonatelang hatten sich Union und SPD geweigert, ihre Lobbykontakte offenzulegen. Doch diese Geheimniskr&auml;merei wird es k&uuml;nftig nicht mehr geben. Nach Informationen von abgeordnetenwatch.de k&ouml;nnen Lobbyisten keine Hausausweise mehr &uuml;ber die Fraktionen bekommen. Ab sofort werden neue Zugangsscheine nicht mehr ausgestellt &ndash; eine transparentere Regelung ist in Vorbereitung.<br>\nDer Bundestag hat die intransparente Vergabepraxis von Hausausweisen gestoppt. Derzeit k&ouml;nnen Lobbyisten keine Hausausweise mehr &uuml;ber die Fraktionen beantragen, wie abgeordnetenwatch.de am Freitagnachmittag aus Parlamentskreisen best&auml;tigt wurde. Zuvor hatte das ZDF dar&uuml;ber berichtet. Alle derzeit im Umlauf befindlichen Hausausweise von Interessenvertretern w&uuml;rden im Februar auslaufen, schrieb ZDF-Korrespondent Andreas Kynast auf Twitter. Neue seien nicht ausgestellt worden.<br>\nMit dieser &uuml;berraschenden Ma&szlig;nahme reagierte der Bundestag u.a. auf ein Gerichtsurteil, das abgeordnetenwatch.de mit einer Transparenzklage auf Offenlegung der Lobbykontakte von CDU\/CSU und SPD erwirkt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2016-01-08\/bundestag-schafft-geheime-hausausweise-ab\">abgeordnetenwatch.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zugpferd der Industrie<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident kommt im April zur Er&ouml;ffnung der Hannover-Messe: Deutsche Exportwirtschaft orientiert weiter auf Abs&auml;tze in den Vereinigten Staaten<br>\nObama kommt. P&uuml;nktlich zum Jahreswechsel hat die Hannover-Messe bekanntgegeben, dass der US-Pr&auml;sident am 24. April gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die weltgr&ouml;&szlig;te Industrieausstellung er&ouml;ffnen wird. F&uuml;nfmal ist Barack Obama bislang in der Bundesrepublik gewesen: 2008 noch im Wahlkampf, 2009 dann als Pr&auml;sident beim NATO-Gipfel in Baden-Baden und Kehl sowie kurz darauf zum Besuch von Dresden und Buchenwald, 2013 zu einer Kurzvisite von rund 25 Stunden in Berlin und 2015 zum G-7-Gipfel im bayrischen Elmau. Beim sechsten Mal geht\\&rsquo;s um die Wirtschaft. Die Vereinigten Staaten sind das offizielle Partnerland der diesj&auml;hrigen Hannover-Messe &ndash; und deswegen soll Obama am Tag nach der offiziellen Er&ouml;ffnung noch den traditionell &uuml;blichen Rundgang dort absolvieren. Er werde f&uuml;r deutsche Investitionen in den USA und nat&uuml;rlich f&uuml;r das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP werben, teilt das Wei&szlig;e Haus mit. Breite Aufmerksamkeit daf&uuml;r ist ihm jetzt schon sicher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/01-09\/024.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die neuen Gatekeeper &ndash; Mit Apple, Google und Facebook in den kybernetischen Kapitalismus<\/strong><br>\nDie gro&szlig;en Internetunternehmen haben unseren Alltag erobert. Sowohl in der privaten Kommunikation als auch in der beruflichen Praxis spielen die technischen Gera&#776;te und die darauf installierten Softwareprodukte eine immer wichtige- re Rolle. Als Medien, also technische Mittel, die Signale u&#776;bertragen, kommen ihnen besondere gesellschaftliche Funk- tionen zu. Mit ihrer Hilfe vermitteln wir erstens Inhalte, was unsere individuelle Interaktion mit der Umwelt betrifft. Als gehandelte Produkte haben diese Medien zweitens eine wirtschaftliche Funktion. Sie beeinflussen drittens unser systematisches Gruppenhandeln, unsere Politik, und mu&#776;ssen folglich viertens unter Sicherheitsaspekten bewertet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/fileadmin\/rls_uploads\/pdfs\/Standpunkte\/Standpunkte_01-2016.pdf\">Rosa Luxemburg Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>BND und NSA sollen wieder gemeinsam in Bad Aibling spionieren<\/strong><br>\nUSA liefern seit Monaten Begr&uuml;ndungen, warum etwa bestimmte E-Mail-Adressen &uuml;berwacht werden sollen<br>\nDeutschland und die USA haben einem Medienbericht zufolge ihren Geheimdienststreit beigelegt und arbeiten bei der &Uuml;berwachung des Internetverkehrs wieder zusammen. Der Bundesnachrichtendienst und die seine Partnerbeh&ouml;rde NSA kooperierten in der Abh&ouml;rstation im bayerischen Bad Aibling, berichteten &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo;, NDR und WDR am Freitag. Demnach liefern die USA seit Monaten Begr&uuml;ndungen, warum etwa bestimmte E-Mail-Adressen &uuml;berwacht werden sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000028724270\/BND-und-NSA-sollen-wieder-gemeinsam-in-Bad-Aibling-spionieren\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Massen&uuml;berwachung: R&uuml;ffel f&uuml;r EU-Kommission<\/strong><br>\nZur Massen&uuml;berwachung des Internetverkehrs h&uuml;llt sich Br&uuml;ssel seit langem in tiefes Schweigen. Nun haben Juncker und Co. sich daf&uuml;r eine schallende Ohrfeige von Europ&auml;ische B&uuml;rgerbeauftragten eingefangen, wie die c&rsquo;t in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet.<br>\nDie Europ&auml;ische B&uuml;rgerbeauftragte Emely O&rsquo;Reily hat der Europ&auml;ischen Kommission um Pr&auml;sident Jean-Claude Junker in einer offiziellen Entscheidung einen schweren R&uuml;ffel erteilt. Die Beauftragte r&uuml;gt als einen Missstand, dass die Kommission angefragte Dokumente zum Thema &Uuml;berwachung durch den britischen Geheimdienst GCHQ nicht herausgibt und dies mit ihrer Untersuchungst&auml;tigkeit begr&uuml;ndet. Dabei sei die Kommission in der Sache unt&auml;tig und verweigere deshalb die Herausgabe von Dokumenten dazu ohnen nachvollziehbare Gr&uuml;nde, schreibt die B&uuml;rgerbeauftragte. Angesichts der Wichtigkeit des Themas f&uuml;r die europ&auml;ische &Ouml;ffentlichkeit wiege dieser Missstand besonders schwer, hei&szlig;t es in der Entscheidung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Massenueberwachung-Rueffel-fuer-EU-Kommission-3067205.html?wt_mc=nl.ho.2016-01-10\">heise online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutsche Au&szlig;enpolitik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Das au&szlig;enpolitische Prinzip der Bundesregierung offenbart sich<\/strong><br>\nMan muss sie zur Kenntnis nehmen, jene Aussagen, die erst k&uuml;rzlich durch die Bundespressekonferenz schallten und die wieder einmal ein diagnostisches St&uuml;ck Zeitgeschichte sind, indem sie das Weltverst&auml;ndnis abbildeten, von dem die oberste F&uuml;hrungsriege hierzulande ihre B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger &uuml;berzeugen will:<br>\n&bdquo;Aus unserer Sicht ist der mittlere Osten der Welt etwas schuldig. Seit Jahren bem&uuml;ht sich die internationale Gemeinschaft und auch Deutschland darum, bei den vielen Krisen und Konfliktherden in der Region &ndash; Herr Seibert hat einige von ihnen aufgez&auml;hlt, im Jemen, in Syrien, im Irak, im Nahost-Friedensprozess und anderswo, dazu beizutragen, dass die Konflikte einged&auml;mmt und irgendwie die Krisen &uuml;berwunden werden k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\n(Martin Sch&auml;fer, Sprecher des Ausw&auml;rtigen Amtes, Bundespressekonferenz vom 4.1.2016)<br>\nSiehe v.a. das Kurzvideo von Tilo Jung dazu, der dankenswerter Weise derartige Skurrilit&auml;tsspitzen auch f&uuml;r diejenigen festh&auml;lt, die nicht die Zeit und kreislaufbezogene Stabilit&auml;t mitbringen, sich Bundespressekonferenzen regelm&auml;&szlig;ig in voller L&auml;nge anzuschauen:<br>\n&bdquo;Grotesk: Der Mittlere Osten soll &gt;&gt;der Welt etwas schuldig&lt;&lt; sein&ldquo; (BPK-Ausschnitt von Tilo Jung auf YouTube)\nWas soll man noch sagen? &bdquo;Deutschland&ldquo; und &bdquo;die internationale Gemeinschaft&ldquo; &bdquo;bem&uuml;hen sich darum&ldquo;, dass &bdquo;Konflikte einged&auml;mmt&ldquo; und &bdquo;die Krisen &uuml;berwunden werden k&ouml;nnen&ldquo;? Wer seit Jahrzehnten das au&szlig;enpolitische Geschehen verfolgt, wei&szlig;, dass der Ausdruck &bdquo;die internationale Gemeinschaft&ldquo; stets als sprachliches Mittel der Zwangsgruppierung gebraucht wurde, bei dem weite Teile der Weltbev&ouml;lkerung dem Willen letztlich der Eliten an der Spitze einiger Industriel&auml;nder unterworfen wurden, wobei man das Ganze auch noch wie Demokratie aussehen lassen will.\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=10192#more-10192\">Maskenfall<\/a><\/li>\n<li><strong>R&uuml;stungsexport: Saudi-Arabien setzte deutsche Waffen gegen Demonstranten ein<\/strong><br>\nDie Kritik an deutschen R&uuml;stungsexporten nach Saudi-Arabien w&auml;chst. Nach SPIEGEL-Informationen zeigen Fotos, wie das Regime offenbar mit Blendgranaten von Rheinmetall gegen die schiitische Protestbewegung vorgegangen ist.<br>\nSaudi-arabische Sicherheitskr&auml;fte haben nach SPIEGEL-Informationen offenbar Produkte einer deutschen Firma gegen die Protestbewegung im Land eingesetzt. Das legen Fotos vom Dezember 2014 nahe, die wohl aus der Stadt Awamija stammen; dort lebte der in der vorigen Woche hingerichtete schiitische Geistliche Nimr Baqir al-Nimr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/saudi-arabien-setzt-deutsche-waffen-gegen-demonstranten-ein-a-1071141.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: #&lrm;SaudiArabien<\/strong><br>\nMad(e) in Germany: Waffen f&uuml;r Diktatur<br>\nDie &Ouml;ldiktatur und Terrorpaten haben Aufst&auml;nde mit deutschen Waffen (Rheinmetall) niederschlagen lassen. Dabei kamen nicht-t&ouml;dliche Blendgranaten aus deutscher Produktion und ggf auch t&ouml;dliche Splittergranaten einer &ouml;sterreichischen Rheinmetall-Tochter in Frage. Dies offenbart eine Anfrage meines Hamburger Bundestagskollegen Jan van Aken (Linke) &uuml;ber die DER SPIEGEL berichtet. DIE LINKE fordert seit jeher das Verbot vom Waffenexporten in Spannungsgebiete. Aber die Bundesregierung liefert weiter an Terrorpaten und Diktatoren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/fabio.d.masi\/posts\/432392200293818?notif_t=notify_me_page%20\">Fabio De Masi via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Video: Bundesregierung schickt 650 Soldaten nach Mali!<\/strong><br>\nWichtig &amp; sehenswert: Die Bundesregierung hat die Bundeswehr diese Woche auf eine &ldquo;Friedensmission&rdquo; nach Mali (Westafrika) geschickt. 650 deutsche Soldaten sollen dort mithelfen f&uuml;r &ldquo;Frieden zu sorgen&rdquo;. Wie das geschehen soll, erkl&auml;rt euch im perfekten Regierungsdeutsch Steffen Seibert. Was die Soldaten dort aber konkret machen, bleibt unklar. Auch ob wir mit toten deutschen Soldaten aus Mali rechnen m&uuml;ssen, will man nicht beantworten. Genauso wenig, wann der Einsatz enden soll&hellip; Nehmt euch Zeit f&uuml;r die ganze Szene!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\/videos\/vb.573823342629618\/1168660003145946\/?type=2&amp;theater&amp;notif_t=notify_me_page\">Jung &amp; Naiv via Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Sozialdemokratie, die arbeitende Mitte und die Linke<\/strong><br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel weist seiner Partei den Weg aus dem Zustimmungstief: &raquo;Politik braucht Klarheit. Und die haben wir jetzt. Die SPD muss auf die arbeitende Mitte der Gesellschaft zielen. Politik f&uuml;r Minderheiten muss die SPD auch immer machen. Aber die Solidarit&auml;t und der Schutz von Minderheiten werden erst mehrheitsf&auml;hig, wenn die arbeitende Mehrheit des Landes wei&szlig;, dass sie bei uns gut aufgehoben ist.&laquo;<br>\nUnd er f&uuml;gt in dem Interview mit der FAZ vom 6.1.2016 hinzu: &raquo;Dass wir uns um Arbeit und Einkommen k&uuml;mmern, um Bildung und um faire Teilhabe am Haben und am Sagen im Land. Ich glaube, dass wir den Kurs jetzt konsequent bis 2017 und danach fortsetzen werden.&laquo;<br>\nWei&szlig; aber die arbeitende Mitte umgekehrt, dass ihre Interessen und Zukunftserwartungen bei der Sozialdemokratie gut aufgehoben sind? Blickt man auf die Umfragewerte, dann beschleichen einen starke Zweifel &uuml;ber den Realit&auml;tsgehalt der These des SPD-Vorsitzenden. Zu Beginn des Jahres sackt die SPD auf Bundesebene ab auf 22,5%, und droht damit noch unter ihre schlechtesten Werte von 2009 (23%) zu fallen. Nach den Umfragen der Meinungsinstitute schwanken die Werte (je nach Pr&auml;ferenz der Institute) zwischen 22 und 25%. Harter Fakt ist: Nicht einmal ein sicheres Viertel der Wahlbev&ouml;lkerung spricht sich f&uuml;r die Sozialdemokraten aus. Ein relevanter Teil der arbeitenden Mitte sieht sich offensichtlich politisch an anderer Stelle besser aufgehoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/die-sozialdemokratie-die-arbeitende-mitte-und-die-linke\/%20\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Im Nachrichtengesch&auml;ft geht es um Interessen, nicht um Wahrheit<\/strong><br>\nDer Zeithistoriker Kurt Gritsch zum Krieg in Syrien und &uuml;ber die Rolle der Medien<br>\nKurt Gritsch, Historiker, Konflikt- und Migrationsforscher, beobachtet und analysiert seit Jahren die Berichterstattung gro&szlig;er Medien in Sachen Krieg. Im Interview mit Telepolis verweist er auf die Schw&auml;chen der Berichterstattung und stellt fest, dass Medien weit entfernt von einem neutralen Journalismus sind, wenn es um Themen wie zum Beispiel Syrien geht. Gritsch, der Projektmitarbeiter des Instituts f&uuml;r Zeitgeschichte der Universit&auml;t Innsbruck ist und als Gymnasiallehrer arbeitet, erkl&auml;rt im Interview au&szlig;erdem, wie es zur Eskalation in Syrien kommen konnte und wirft einen kritischen Blick auf die Rolle Deutschlands im Hinblick auf seine Beteiligung an Eins&auml;tzen im Ausland. Die Entscheidung, Tornados nach Syrien zu entsenden, h&auml;lt der in der Schweiz lebende S&uuml;dtiroler f&uuml;r &ldquo;weder ethisch vertretbar noch v&ouml;lkerrechtlich abgesichert noch von realpolitischem Nutzen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47062\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Vorsicht, Verschw&ouml;rungstheorie!<\/strong><br>\nHaben Sie es auch schon gelesen: Auf Friedensdemonstrationen trifft man heutzutage angeblich viele Rechte an. Die meisten, die das V&ouml;lkerrecht verteidigen oder die Ausw&uuml;chse des Casino-Kapitalismus kritisieren, sind latente Antisemiten. Wer gegen TTIP ist, verbirgt hinter linker Attit&uuml;de vielleicht nur dumpfen Nationalismus und Querfront-Sympathie. Und diejenigen, die nicht gleich alles glauben, sondern auf Ungereimtheiten auch hinweisen und sich der Mehrheitsmeinung nicht per se beugen: das sollen alles Spinner sein, denn sie glauben an &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorien&ldquo;. Was aber meint dieser Begriff eigentlich? Wo kommt er her? Und warum wird er aktuell so h&auml;ufig verwandt? Dar&uuml;ber sprach Jens Wernicke mit dem Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser, den Medien und interessierte Kreise seit einiger Zeit selbst als &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo; zu diskreditieren versuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jensewernicke.wordpress.com\/2016\/01\/09\/vorsicht-verschwoerungstheorie\/%20\">Jens Wernicke<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-30131","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=30131"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30131\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31171,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30131\/revisions\/31171"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=30131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=30131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=30131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}