{"id":30180,"date":"2016-01-14T09:00:59","date_gmt":"2016-01-14T08:00:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180"},"modified":"2016-02-11T15:24:01","modified_gmt":"2016-02-11T14:24:01","slug":"hinweise-des-tages-2539","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h01\">Neustart 2016 &ndash; Wie die Krise zur Chance werden k&ouml;nnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h02\">K&ouml;ln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h03\">Der Kampf um Connewitz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h04\">Terror in Istanbul<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h05\">Krieg gegen den IS: Niederlage mit Ansage <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h06\">Flucht nach Europa &ndash; den Tod im Handgep&auml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h07\">&ldquo;Aberhunderte Attacken auf Fl&uuml;chtlinge machen fassungslos&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h08\">Polen: Der Papiertiger will kuscheln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h09\">F&uuml;nf Pr&auml;sidenten auf Crashkurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h10\">Europ&auml;ische Kapitalmarktunion &ndash; der Weg zur&uuml;ck in die l&auml;ngst gescheiterte Fiktion der effizienten Finanzm&auml;rkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h11\">Streit um Steuer-Dokumente: Gutachter wirft EU-Kommission Rechtsbruch vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h12\">Revealed: how Jeremy Corbyn has reshaped the Labour party<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h13\">Spanischer Sozialist versucht Flucht nach vorne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h14\">Haftung? Nein danke!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h15\">Indonesien: Was geht uns das an? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h16\">Die Kirche und das Geld <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30180#h17\">Der Teufel steckt im System<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Neustart 2016 &ndash; Wie die Krise zur Chance werden k&ouml;nnte<\/strong><br>\nViele Menschen erleben die Politik als hilflos und ohne Orientierung. Gegen&uuml;ber Kriegen und Terrorismus. Und getrieben von den Finanzm&auml;rkten. Sie haben Angst vor Globalisierung, Sozialabbau und Altersarmut. Und um die Zukunft ihrer Kinder und Enkel. Nicht zu Unrecht., meint Prof. Peter Bofinger: &ldquo;Wir haben es mit einem globalen Problem zu tun, dass in den letzten 20, 30 Jahren die Arbeitseinkommen deutlich weniger gestiegen sind als die Verm&ouml;genseinkommen. Und bei den Arbeitseinkommen sind nur die gestiegen, die wirklich sehr, sehr hoch sind. Die unteren 90 Prozent der Arbeitnehmer haben in den letzten 20, 30 Jahren keinen Anstieg ihrer Reall&ouml;hne erlebt.&ldquo; Auch deshalb wirkt bei vielen jede &Auml;nderung wie eine pers&ouml;nliche Bedrohung. Ohne einen entschlossenen Neustart wird sich die Lage 2016 weiter zuspitzen. In Musterstadt und im ganzen Land.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/chance-aus-der-krise-100.html\">plusminus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>K&ouml;ln<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>eins zu eins &ndash; Frauen rechtlos, M&auml;nner Machos &ndash; typisch Islam?<\/strong><br>\nAhmad Mansour, Psychologe und Autor, im Gespr&auml;ch mit Anke Pl&auml;ttner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/video\/sendungen\/eins_zu_eins\/videofrauenrechtlosmaennermachostypischislam100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><strong>Sexuelle Gewalt ist fester Bestandteil des Patriarchats<\/strong><br>\nNach der Silvesternacht entfaltete sich eine mittlerweile schon vorhersehbare Dynamik. Es wird ein Medienhype betrieben, bei dem sich die Sensationssucht der Presse mit dem Bed&uuml;rfnis staatlicher Stellen nach immer weiter gehender &bdquo;Versch&auml;rfung&ldquo; vereint, was gewollt oder ungewollt auch den Rechten Vorschub leistet. Nach dem Ereignis ist angeblich nichts mehr wie es war, nur drastische Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnen helfen, mehr Polizei und &Uuml;berwachungskameras auf &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen&hellip; Und wer zur M&auml;&szlig;igung mahnt und auf andere, medial weit weniger hochgepushte Formen von Gewalt gegen Frauen hinweist, wird als Silvesternacht-Relativierer diffamiert. Schlimm und schockierend ist aber, wie sich der Fokus an rassistische &Auml;ngste seiner dumpfsten Leser anschmiegt und dabei um der Auflage willen selbst seit der Nazi-Zeit wohlbegr&uuml;ndete Tabus &uuml;ber den Haufen rennt. Konstantin Wecker ruft zum Boykott auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2016\/01\/12\/sexuelle-gewalt-ist-fester-bestandteil-des-patriarchats\/\">Hinter den Schlagzeilen<\/a><\/li>\n<li><strong>K&ouml;ln und die Folgen: Nicht in meinem Namen! Wie man Frauen und Ausl&auml;nder gegeneinander ausspielt<\/strong><br>\nDer sich als verlogen entlarvende Diskurs um die sexuell bel&auml;stigten Frauen der Silvesternacht in K&ouml;ln zeigt ein altgekanntes Muster. Nicht sie stehen im Zentrum des Interesses, sondern &bdquo;nordafrikanisch und arabisch aussehende&ldquo; M&auml;nner, die viele sowieso schon lange gerne abschieben wollten. Opfer sind inzwischen nicht mehr nur die Frauen, sondern auch Gefl&uuml;chtete, die ins Zentrum der Debatte geraten. [&hellip;]<br>\nDie aktuelle Debatte f&uuml;hren wir seit Jahr und Tag mit dem immer gleichen Unverst&auml;ndnis. Was sind relevante Merkmale, die es zu berichten gilt? Die Richtlinienerg&auml;nzung 12.1. des Pressekodex verlangt nicht die Nennung von Relevantem zu unterlassen, aber von Irrelevantem f&uuml;r den Sachverhalt, um den es geht. Wenn es um sexualisierte Straftaten gegen&uuml;ber Frauen geht, dann ist es relevant darauf hinzuweisen, dass die T&auml;ter M&auml;nner sind. Sonst nichts. Bei allen anderen Zuweisungen &ndash; beispielsweise K&ouml;lner, Bayern, Schwarze, Juden, Muslime, Katholiken etc. &ndash; fehlt schlicht die Spezifik.<br>\nDarum ist auch eine Debatte &uuml;ber die tats&auml;chliche Zusammensetzung der T&auml;ter der Silvesternacht relativ &uuml;berfl&uuml;ssig. F&uuml;hrt man sie jedoch, bedient man &ndash; auch wohlmeinend in der Widerrede &ndash; die Kategorisierungen, die den Rassismus bef&ouml;rdern, n&auml;mlich nationale, ph&auml;notypische oder andere Einteilungen von M&auml;nnern, die es gibt, die aber eben nur dann berichtenswert sind, wenn es einen &bdquo;begr&uuml;ndete[n] Sachbezug&ldquo; gibt &ndash; denn ansonsten suggeriert man einen Zusammenhang zu Unrecht. So ist es hier, so ist es immer und ich f&uuml;rchte, so wird es auch bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dtj-online.de\/wie-man-frauen-und-auslaender-gegeneinander-ausspielt-69359\">Sabine Schiffer auf DTJ<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum viele Marokkaner unter den K&ouml;lner Verd&auml;chtigen sind <\/strong><br>\nSamy Charchira, Mitglied der Deutschen Islamkonferenz und im Landesvorstand des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes NRW, beobachtet, dass seit drei bis vier Jahren mehr Jugendliche aus den Maghreb-Staaten, vor allem aus Tunesien, Algerien und Marokko in Deutschland ankommen. Viele von ihnen landeten fr&uuml;her oder sp&auml;ter in K&ouml;ln oder D&uuml;sseldorf. &ldquo;Diese Jugendlichen suchen Anschluss, sie k&ouml;nnen kein Deutsch und wissen nicht, wohin&rdquo;, sagt Charchira. Deshalb ziehe es sie in die gro&szlig;en St&auml;dte von NRW. Die meisten h&auml;tten dort zwar keine direkten Bekannten, f&auml;nden aber immerhin Menschen, die die gleiche Sprache sprechen. Manche der Ankommenden w&uuml;rden auch die derzeitigen Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me nutzen, um illegal nach Deutschland einzureisen, sagt Charchira.<br>\nAuch Kriminalbeamte beobachten, wie Zuwanderer aus den Maghreb-Staaten, die mit der Absicht kommen, Geld f&uuml;r ihre Familie zu verdienen, in Nordrhein-Westfalen in kriminelle Strukturen geraten. Typisch daf&uuml;r ist etwa das sogenannte Maghreb-Viertel am D&uuml;sseldorfer Hauptbahnhof. Hier habe sich Ermittlern zufolge ein &ldquo;soziales, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum gebildet&rdquo;, ein R&uuml;ckzugsraum f&uuml;r Taschendiebe, Stra&szlig;enr&auml;uber und Einbrecher. Bereits im Juni 2014 hatten sie ein Projekt eingerichtet, in dem die Beamten die kriminellen Strukturen zwischen mehr als 2200 Verd&auml;chtigen analysierten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/tatverdaechtige-in-koeln-warum-viele-marokkaner-unter-den-koelner-verdaechtigen-sind-1.2814644\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Kampf um Connewitz<\/strong><br>\n&Uuml;ber 200 Neonazis nehmen Leipzigs Alternativviertel Connewitz auseinander. Der Angriff l&auml;utet eine neue &Auml;ra ein. Der Abend der Verw&uuml;stung beginnt in einer abgelegenen Seitenstra&szlig;e zwischen einem Gew&auml;chshaus und einer Industriehalle. Threnaer Stra&szlig;e, Montagabend. Von hier bis ins Zentrum des neuen Stra&szlig;enkampfes sind es, zu Fu&szlig;, 1.500 Meter. Nur selten ist der ruhige Weg in diesem Gewerbegebiet so voll beparkt.<br>\nEin dunkler Mercedes f&auml;hrt heran. Aus Pirna, Dresden und Gera kommen Autos an. Mal sind es Kleinwagen, mal &auml;ltere Volkswagen der Mittelklasse. Zwei Autos mit Wiener Kennzeichen halten ebenfalls hier, eines ist offenbar ein Mietwagen. Trainierte Typen, schwarz gekleidet, steigen aus. Sie lassen ihre Handys im Wagen. In einem Auto ist eine Axt zu sehen. Dann gehen sie hin&uuml;ber und nehmen die L&auml;den an der Wolfgang-Heinze-Stra&szlig;e, der Hauptstra&szlig;e von Connewitz, auseinander.<br>\nSie schlagen die Fensterscheiben eines D&ouml;nerladens ein, stecken M&uuml;lltonnen in Brand, attackieren Stra&szlig;encaf&eacute;s und Szenekneipen. Schlie&szlig;lich demolieren sie den Laden von Roter Stern Leipzig, einem Fu&szlig;ballverein mit linker Fanklientel. Innerhalb von Minuten ist der gesamte Stra&szlig;enzug demoliert. Eine kurze, koordinierte Aktion. Connewitz brennt. Wieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Grossangriff-auf-ein-Stadtteil\/!5265306\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Terror in Istanbul<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Warum die schnelle T&auml;ter-Identifizierung seltsam ist<\/strong><br>\nKurz nach dem Anschlag benannte die T&uuml;rkei einen T&auml;ter &ndash; das macht stutzig. Die Identifizierung nach einem Selbstmordattentat ist kompliziert. Was steckt hinter dem schnellen Ermittlungserfolg? [&hellip;]<br>\nEin schneller Fahndungserfolg, von dem sich auch Bundesinnenminister Thomas de Maiz&egrave;re beeindruckt zeigte. &ldquo;Das war gro&szlig;artige Arbeit&rdquo;, sagte er am Mittwochvormittag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem t&uuml;rkischen Amtskollegen Efkan Ala in Istanbul.<br>\nDoch der schnelle &ndash; sehr schnelle &ndash; Fahndungserfolg wirft Fragen auf: Wie konnten die t&uuml;rkischen Beh&ouml;rden so schnell die Identit&auml;t ermitteln, zumal es sich bei einem Attent&auml;ter um einen ausl&auml;ndischen Staatsangeh&ouml;rigen gehandelt haben soll? Nach Selbstmordattentaten ist es oft schwierig, Opfer zu identifizieren; bei den T&auml;tern geht das oft nur mittels DNA-Analyse. Dass diese innerhalb k&uuml;rzester Zeit gemacht und der Befund zugeordnet worden sein soll, bleibt bemerkenswert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article150963410\/Warum-die-schnelle-Taeter-Identifizierung-seltsam-ist.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die T&uuml;rkei spielt ein doppeltes Spiel&rdquo;<\/strong><br>\nDer Nahost-Experte Michael L&uuml;ders hegt Zweifel, dass das Selbstmordattentat in Istanbul tats&auml;chlich von einem IS-K&auml;mpfer ver&uuml;bt worden ist. Es sei weitaus plausibler, von einem kurdischen Hintergrund auszugehen. Angesichts des erbarmungslosen Kampfes gegen die kurdische Zivilbev&ouml;lkerung liege ein Racheakt nahe, sagte er im DLF. Die Informationspolitik der T&uuml;rkei unmittelbar nach dem Anschlag in Istanbul macht den Nahost-Experten Michael L&uuml;ders misstrauisch. Es sei erstaunlich, dass man sehr schnell gewusst haben wolle, dass der Attent&auml;ter aus Syrien stamme und dem IS zuzordnen sei, man &uuml;ber die Opferzahlen aber nichts genaueres gewusst habe, sagte er im DLF.<br>\n&ldquo;Warum sollte der IS einen Terroranschlag dieser Art durchf&uuml;hren?&rdquo;, fragte sich L&uuml;ders. Die T&uuml;rkei sei f&uuml;r die Terrormiliz einer der wichtigsten Verb&uuml;ndeten. [&hellip;] L&uuml;ders vermutet deshalb, dass der Anschlag einen kurdischen Hintergrund haben k&ouml;nnte. Die T&uuml;rkei f&uuml;hre einen erbarmungslosen Krieg gegen die kurdische Zivilbev&ouml;lkerung. Ohne Not habe man den Friedensprozess mit den Kurden aufgek&uuml;ndigt. F&uuml;r L&uuml;ders ist deshalb ein Racheakt von kurdischer Seite als Hintergrund des Attentats plausibler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nahost-experte-michael-lueders-die-tuerkei-spielt-ein.694.de.html?dram%3Aarticle_id=342309\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Das perfekte Ziel: Wie die T&uuml;rkei ins Zentrum des Terrors geriet<\/strong><br>\nNicht nur, aber auch eine verheerende Au&szlig;enpolitik hat die T&uuml;rkei ins Zentrum des Terrors ger&uuml;ckt. F&uuml;r den IS ist das Land zudem ein ideales Ziel, weil es eine Schl&uuml;sselrolle in der Fl&uuml;chtlingspolitik des Westens hat. [&hellip;] Die EU ist gerade im Begriff die Kooperation mit der T&uuml;rkei in der Fl&uuml;chtlingskrise auszubauen. Ankara soll mit der Unterst&uuml;tzung Europas mehr Fl&uuml;chtlinge im Land versorgen. Es ist ganz im Interesse des IS, dass nicht nur dieser Pakt, sondern die gesamte Fl&uuml;chtlingspolitik des Westens scheitert, dass weiterhin Menschen im Mittelmeer ertrinken, weil Europa sich abschottet und die deutsche und t&uuml;rkische Willkommenskultur aus Angst vor noch mehr Terror leidet. Der IS will den Bruch zwischen jenen, die helfen, und jenen, die Hilfe brauchen. Denn er kann nur weiter erstarken, wenn die Muslime aus der Region vollends verzweifeln und sich der Herrschaft des Pseudo-Kalifats unterwerfen, um nicht anderswo dahindarben zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Wie-die-Tuerkei-ins-Zentrum-des-Terrors-geriet-article16760776.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Krieg gegen den IS: Niederlage mit Ansage<\/strong><br>\nDeutschland zieht wieder in den Krieg &ndash; und kann ihn wieder nicht gewinnen. Eilig vollzog die Bundesregierung nach den Terrorangriffen von Paris den Schulterschluss mit den franz&ouml;sischen Amtskollegen. Die hatten noch in der Schreckensnacht des 13. November einen Waffengang gegen den sogenannten Islamischen Staat angek&uuml;ndigt. Diesem wird sich nun auch die Bundeswehr anschlie&szlig;en. Denn genau drei Wochen nach den Attentaten stimmte der Bundestag mit gro&szlig;er Mehrheit f&uuml;r einen Einsatz milit&auml;rischer Kr&auml;fte zur &bdquo;Verh&uuml;tung und Unterbindung terroristischer Handlungen durch die Terrororganisation IS&ldquo;, und zwar auch unter &bdquo;Anwendung milit&auml;rischer Gewalt durch deutsche Einsatzkr&auml;fte&ldquo;.[1] Doch was eine Demonstration von Entschlossenheit und St&auml;rke sein soll, f&uuml;hrt in die Irre. Deutschland droht jene Fehler zu wiederholen, die seit Jahren im Krieg gegen den Terror begangen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2016\/januar\/krieg-gegen-den-is-niederlage-mit-ansage\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Flucht nach Europa &ndash; den Tod im Handgep&auml;ck<\/strong><br>\n&Uuml;ber 50 Millionen Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht. Was muss passieren, damit Menschen freiwillig ihre Heimat verlassen, um eine Flucht zu riskieren, die m&ouml;glicherweise ihr Leben kosten kann? Bei den meisten von ihnen handelt es sich um Binnenfl&uuml;chtlinge, die in den Nachbarl&auml;ndern der von Krieg und Armut gebeutelten Regionen ausharren. Doch immer h&auml;ufiger w&auml;hlen Fl&uuml;chtlinge die riskante Route &uuml;bers Mittelmeer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.planet-wissen.de\/av\/videofluchtnacheuropadentodimhandgepaeck100.html\">Planet Wissen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Aberhunderte Attacken auf Fl&uuml;chtlinge machen fassungslos&rdquo;<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlinge fliehen, weil der Rechtsstaat in ihrer Heimat zerbrochen ist. Die Rechtsstaatlichkeit sei in Deutschland aber auch gef&auml;hrdet, wenn die Aufkl&auml;rungsquote nach Anschl&auml;gen gegen Fl&uuml;chtlinge und ihre Unterk&uuml;nfte gegen null tendiere, sagte der Journalist Uwe-Karsten Heye im DLF.<br>\n&ldquo;Es macht mich fassungslos, dass bei den Aberhunderten Attacken die Polizei nicht in der Lage ist, T&auml;ter zu &uuml;berf&uuml;hren&rdquo;, sagte Heye, der Vorstandsvorsitzender des Vereins &ldquo;Gesicht zeigen! F&uuml;r ein weltoffenes Deutschland&rdquo; ist. Zuletzt gab es Berichte, wonach hunderte Haftbefehle gegen Rechtsextremisten nicht ausgef&uuml;hrt worden seien, da diese nicht auffindbar sind. Heye fragt: &ldquo;Was ist los hier?&rdquo;<br>\nImmer mehr staatliches Handeln sei privatisiert worden. Das gelte auch f&uuml;r die Frage der Sicherheit. &ldquo;Wir stehen vor der Tatsache, dass wir eine steigende Anzahl an Sicherheitsfirmen haben, die in Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nften f&uuml;r Sicherheit sorgen sollen &ndash; aber da sind oft Rechtsextreme darunter, die das Gegenteil bewirken.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hetzjagd-auf-fluechtlinge-aberhunderte-attacken-auf.694.de.html?dram:article_id=342199\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Polen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Formierung der EU<\/strong><br>\nAuf deutschen Druck hat am gestrigen Mittwoch die EU-Kommission eine Pr&uuml;fung der polnischen Regierungspolitik auf Rechtsstaatlichkeit eingeleitet. Gegenstand des Verfahrens sind die Ma&szlig;nahmen der neuen polnischen Regierung gegen das Verfassungsgericht des Landes sowie die offene Unterordnung der &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien unter die staatliche Politik. Deutsche Politiker haben in der Angelegenheit bereits mit Sanktionen gedroht. W&auml;hrend die Ma&szlig;nahmen unzweifelhaft der Freiheit der Medien zuwiderlaufen, blendet das Verfahren aus, dass identische oder &auml;hnliche Praktiken in diversen anderen EU-Staaten verbreitet sind, darunter insbesondere Deutschland. Mit seinen Strafdrohungen gegen Polen verst&auml;rkt Berlin allerdings den Druck auf nicht willf&auml;hrige EU-Staaten und treibt damit die weitere Formierung der EU voran. Diese ist auf &ouml;konomischer Ebene bereits weit gediehen; im Verlauf der Eurokrise ist es der Bundesregierung gelungen, der Eurozone die deutsche Austerit&auml;tspolitik notfalls auch gegen demokratische Entscheidungen zu oktroyieren. Die politische Formierung hat inzwischen ebenfalls begonnen &ndash; mit der Ausweitung von Mehrheitsentscheidungen in Br&uuml;ssel. Ziel ist es, die EU in eine weltpolitisch bedeutende Macht zu transformieren, die auch milit&auml;risch ohne hemmende Widerst&auml;nde einzelner Mitgliedstaaten kurzfristig interventionsf&auml;hig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59285\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Papiertiger will kuscheln<\/strong><br>\nDie EU kn&ouml;pft sich Polen vor. Klingt gut, so ist es aber nicht. Denn das Rechtsstaatsverfahren ist eine Luftnummer, meint Bettina Meier. Schon Rum&auml;nien und Ungarn jagte der Papiertiger aus Br&uuml;ssel keine Angst ein. Sie d&uuml;rfen weiter munter die Grundrechte der EU verbiegen.  Da dachten die EU-Kommissare, dass sie ihn weggesperrt h&auml;tten: den Papiertiger. Doch jetzt ist er wieder da. Denn die Einleitung des EU-Rechtsstaatsverfahrens gegen Polen ist so gut wie aussichtslos und damit eine Luftnummer.<br>\nNach einem langwierigen Hin und Her von Briefen mit Bitten, Mahnungen und Empfehlungen, ersch&ouml;pft sich die tats&auml;chliche Kraft des Mechanismus. Der sieht zwar in einer letzten Stufe den Wegfall wichtiger Rechte von EU-Mitgliedsstaaten vor. Aber solche harten Sanktionen kann die EU nicht allein durchboxen. Brav muss sie die Mitgliedsstaaten bitten abzustimmen. Nur wenn die Entscheidung einstimmig f&auml;llt, drohen Sanktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/eu-polen-kommentar-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>F&uuml;nf Pr&auml;sidenten auf Crashkurs<\/strong><br>\nEU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker und der Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), warnten die Griechen vor dem Referendum &uuml;ber die Troika-Diktate: Ein Oxi (Nein) sei mit dem Euro unvereinbar. Der portugiesische Pr&auml;sident, An&iacute;bal Cavaco Silva, wollte gar die Demokratie abschaffen. Sein Credo: Wer den Fiskalpakt, die K&uuml;rzungspolitik oder den Euro kritisiere, d&uuml;rfe nicht regieren. Dumm nur, dass es in der EU noch Wahlen gibt. Zudem stehen nicht alle Staaten unter Troika-Aufsicht. Aber die EU hat auch daf&uuml;r eine L&ouml;sung, den &raquo;F&uuml;nf-Pr&auml;sidenten-Plan&laquo; zur Reform des Euros &ndash; benannt nach den Chefs von Kommission, Rat, Europ&auml;ischer Zentralbank (EZB), Euro-Gruppe und Parlament. Bis 2025 sollen daf&uuml;r die EU-Vertr&auml;ge &uuml;berarbeitet werden. Damit auch Wahlen nichts mehr &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/997886.fuenf-praesidenten-auf-crashkurs.html\">Fabio De Masi, Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Kapitalmarktunion &ndash; der Weg zur&uuml;ck in die l&auml;ngst gescheiterte Fiktion der effizienten Finanzm&auml;rkte<\/strong><br>\nNach der Europ&auml;ischen Bankenunion wird von vielen eine europ&auml;ische Kapitalmarktunion als wichtiger L&ouml;sungsbeitrag f&uuml;r die Eurokrise angesehen. Mit der Kapitalmarktunion verfolgt die Europ&auml;ische Kommission das Ziel, die Unternehmensfinanzierung zu erleichtern und damit die Investitionst&auml;tigkeit anzuregen. Als eine der wichtigsten H&uuml;rden f&uuml;r eine st&auml;rkere Investitionst&auml;tigkeit wird eine zu starke Abh&auml;ngigkeit der Unternehmen von den Banken angesehen. Die Kommission glaubt, eine St&auml;rkung der Kapitalm&auml;rkte k&ouml;nne helfen, die Effizienz der Finanzm&auml;rkte insgesamt zu verbessern.<br>\nZu einer Beschreibung des Vorhabens in deutsch vgl. etwa Kapital 5 im letzten Gutachten des Sachverst&auml;ndigenrates, hier, oder ein Papier aus den offiziellen Vorbereitungsunterlagen der Kommission in englisch, hier. Eine sehr gute Kritik aus Le Monde Diplomatique findet sich hier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/europaeische-kapitalmarktunion-der-weg-zurueck-in-die-laengst-gescheiterte-fiktion-der-effizienten-finanzmaerkte\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Streit um Steuer-Dokumente: Gutachter wirft EU-Kommission Rechtsbruch vor<\/strong><br>\nDer Skandal um Steuervorteile f&uuml;r Konzerne ist immer noch nicht aufgekl&auml;rt &ndash; doch die EU-Kommission verweigert weiter die Herausgabe zentraler Dokumente. Ein Gutachten bescheinigt der Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde jetzt mehrfachen Rechtsbruch. In den Skandal um Steuerdumping f&uuml;r Gro&szlig;konzerne in der EU kommt neue Bewegung. Laut einem Gutachten verweigert die EU-Kommission zu Unrecht die Offenlegung von Dokumenten, die als entscheidend f&uuml;r die Aufkl&auml;rung der Vorg&auml;nge gelten. Der Bremer Rechtswissenschaftler Andreas Fischer-Lescano wirft der Kommission darin mehrere Rechtsverst&ouml;&szlig;e und schlampige Anwendung von Richtlinien vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/gutachten-eu-kommission-soll-steuer-dokumente-freigeben-a-1070946.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Lux Leaks: Linke klagt gegen EU-Kommission<\/strong><br>\n&ldquo;Bad Cop, Good Cop ist nicht mehr. Die EU-Kommission kann sich nicht weiter hinter den Mitgliedsstaaten verstecken.  Diese haben kein Recht, der Kommission vorzuschreiben, ob sie ihre Protokolle von der Ratsarbeitsgruppe zur Unternehmensbesteuerung ver&ouml;ffentlicht oder nicht. Als Abgeordnete konnten wir bisher zudem viele Dokumente nur in einem Leseraum einsehen. Die EU-Kommission lies Informationen zu fast der H&auml;lfte aller 28 Mitgliedsstaaten schw&auml;rzen. Das ist mehr Geheimniskr&auml;merei als beim TTIP-Freihandelsabkommen mit den USA.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/699.taxe-linke-klagt-gegen-eu-kommission.html\">Fabio De Masi (MdEP)<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Revealed: how Jeremy Corbyn has reshaped the Labour party<\/strong><br>\nJeremy Corbyn&rsquo;s hopes of remoulding Labour have been boosted by a detailed Guardian survey into the party at grassroots level that shows overwhelming support for him, a decisive shift to the left and unhappiness with squabbling among MPs.<br>\nThe Guardian has interviewed Labour secretaries, chairs, other office holders and members from more than 100 of the 632 constituencies in England, Scotland and Wales. Almost every constituency party across the country we contacted reported doubling, trebling, quadrupling or even quintupling membership, and a revival of branches that had been moribund for years and close to folding.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2016\/jan\/13\/revealed-how-jeremy-corbyn-has-reshaped-the-labour-party\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.G.:<\/strong> Davon kann sich die deutsche Presse eine Scheibe abschneiden. Eine offene Befragung an der Parteibasis. Der Eindruck, der neue Vorsitzende sto&szlig;e auf Skepsis zunehmend auch an der Basis, wird nachhaltig widerlegt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Spanischer Sozialist versucht Flucht nach vorne<\/strong><br>\nSchon heute f&auml;llt f&uuml;r Pedro S&aacute;nchez bei der konstituierenden Sitzung des spanischen Parlaments eine Vorentscheidung. Der Test, ob dem Wahlverlierer eine kleine Chance bleibt, doch noch Regierungschef zu werden, wird die Wahl des Parlamentspr&auml;sidenten sein. Gegen die deutlich st&auml;rkere rechte Volkspartei (PP), der zweite gro&szlig;e Wahlverlierer, will er den ehemaligen baskischen Regierungschef Patxi L&oacute;pez zum Parlamentspr&auml;sidenten machen und daf&uuml;r hat er einen Pakt mit den &ldquo;Ciudadanos&rdquo; (B&uuml;rger) geschlossen.<br>\nDaf&uuml;r braucht er Stimmen verschiedenster Parteien, denn seine PSOE ist auf das historisch schlechteste Ergebnis der Parteigeschichte abgest&uuml;rzt und landete bei den Wahlen am 20. Dezember mit 22% nur knapp vor der neuen Partei &ldquo;Podemos&rdquo; (Wir k&ouml;nnen es). Es entstand eine Patt-Situation bei den Wahlen. Weder k&ouml;nnen die Rechtsparteien gemeinsam regieren &ndash; und auch den Sozialdemokraten reichen die Stimmen von Podemos allein nicht, um Regierungschef zu werden oder einen Parlamentspr&auml;sidenten durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47102\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Haftung? Nein danke!<\/strong><br>\nDas Land Baden-W&uuml;rttemberg und neun oberschw&auml;bische Landkreise haben jahrzehntelang mit Atomstrom reichlich Kasse gemacht. Doch an den immensen Folge- und Ewigkeitskosten der f&uuml;nf Kernkraftwerke im Land wollen sich die EnBW-Eigent&uuml;mer keinesfalls beteiligen. Die Mitteilung ging im Weihnachtstrubel unter, obwohl sie Bedeutsames enthielt &ndash; Zufall oder Absicht? Zwei Tage vor Heiligabend 2015 verbreitete das Stuttgarter Finanz- und Wirtschaftsministerium, dass das Land und der Zweckverband Oberschw&auml;bische Elektrizit&auml;tswerke (OEW) bei der Energie Baden-W&uuml;rttemberg (EnBW) k&uuml;nftig getrennt agieren wollen. Die beiden Haupteigent&uuml;mer des drittgr&ouml;&szlig;ten deutschen Energiekonzerns, die jeweils 46,75 Prozent der Anteile besitzen, haben ihre Aktion&auml;rsvereinbarung &ldquo;in gegenseitigem Einvernehmen aufgel&ouml;st&rdquo;, hie&szlig; es aus dem Hause von Nils Schmid (SPD). [&hellip;]<br>\nEine Klausel im Gesetzentwurf veranlasste die staatlichen EnBW-Eigner zu handeln. Demnach sollen auch die Gro&szlig;aktion&auml;re von Energiekonzernen in Haftung genommen werden, sobald sie allein oder gemeinsam &uuml;ber eine Aktion&auml;rsvereinbarung mehr als 50 Prozent der Unternehmensanteile halten, auf wirtschaftsdeutsch: unternehmensbeherrschend sind. F&uuml;r die beiden Gro&szlig;eigent&uuml;mer der EnBW dr&auml;ut damit ein betr&auml;chtliches Risiko: Sollte der Karlsruher Energiekonzern pleitegehen, m&uuml;ssten das Land und die neun OEW-Landkreise den Kraftwerksr&uuml;ckbau und die Atomm&uuml;lllagerung der f&uuml;nf EnBW-Meiler aus den eigenen Haushalten bezahlen &ndash; und zwar bis in alle Ewigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/250\/haftung-nein-danke-3373.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>In der Gesamtausgabe von Kontext lesen Sie diese Woche unter anderem:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Kein Meter f&uuml;rs Auto:<\/strong> Eine Stadt muss nicht im Stau und Feinstaub ersticken. Wie das geht, zeigt Wien, wo das Auto ein Auslaufmodell ist. Der Verkehrswissenschaftler Hermann Knoflacher hat daran mitgearbeitet und freut sich, dass Wien heute die h&ouml;chste Lebensqualit&auml;t hat.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Von wegen Aufschwung:<\/strong> Die Krise als Konstante oder nur Schockwellen aus China? Unser Autor erkl&auml;rt, warum die Weltwirtschaft vor einer Rezession steht, und die sozialen Folgen noch brutaler sein werden als beim letzten Mal.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Vier gegen die Bank:<\/strong> Wenn die Bank gewinnt, verliert der kleine Mann. Normalerweise. In &ldquo;The Big Short&rdquo; dagegen sind vier Zocker die Gewinner des gro&szlig;en Finanzcrashs. Und ziehen lustvoll, ironisch und bigott &uuml;ber den Glauben an das gro&szlig;e Geld her. Neues aus Koppolds Kino. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Scharfmacher:<\/strong> Seit Jahresbeginn gelten f&uuml;r Ausl&auml;nder neue Regeln: Sie m&uuml;ssen Deutschland verlassen, wenn sie straff&auml;llig geworden und zu mindestens einem Jahr Haft verurteilt worden sind. Dennoch wird nach den frauenverachtenden &Uuml;bergriffen in der Silvesternacht nach weiteren Gesetzesversch&auml;rfungen gerufen.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Indonesien: Was geht uns das an?<\/strong><br>\nIm vergangenen Vierteljahr haben Indonesiens W&auml;lder gebrannt &ndash; mit verheerenden Folgen. Trotzdem st&ouml;rte sich bei uns kaum jemand an dem Umweltverbrechen. Wir m&uuml;ssen Naturschutz vollkommen neu denken. Ein Appell<br>\nIndonesiens W&auml;lder haben gebrannt. Eine Fl&auml;che von der Gr&ouml;&szlig;e Sachsens ist zwischen September und November in Flammen aufgegangen. Aus dem All waren die riesigen Rauchwolken zu sehen. Eine halbe Million Menschen musste wegen Atemwegserkrankungen im Krankenhaus behandelt werden. Dann begann die Regenzeit, das Feuer erlosch. Und mit ihm das Interesse an den Flammen. Im Westen waren die Reaktionen auf das, was auf den s&uuml;dostasiatischen Inseln passierte, routiniert. Erst das Seufzen: &ldquo;Schlimm, schlimm&rdquo;, dann das Schulterzucken: &ldquo;Aber machen kann man auch nicht viel.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/52\/indonesien-borneo-umwelt-urwald-waldbrand?\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Kirche und das Geld<\/strong><br>\nDie evangelische und katholische Kirche in Deutschland erhalten jedes Jahr rund zehn Milliarden Euro an Kirchensteuern. Hinzu kommen staatliche Gelder und Gewinne aus Finanzgesch&auml;ften. Der Reichtum f&uuml;hrt immer wieder zu Finanzskandalen. Die Kirchen in Frankreich dagegen sind auf Spenden angewiesen, staatliche Zusch&uuml;sse gibt es nicht. Wie gehen die Kirchen mit ihrem Geld um? Der Politologe Carsten Frerk kritisiert das Finanzgebaren der deutschen Kirchen schon seit vielen Jahren. Im Finanzbericht des Bistums K&ouml;ln &ndash; einem der reichsten Bist&uuml;mer der Welt &ndash; entdeckt er hinter einem Milliardenverm&ouml;gen gro&szlig;angelegte Immobilien- und Fondsgesch&auml;fte. Alte Vertr&auml;ge zwischen Kirche und Staat f&uuml;hren in anderen Kommunen zu stetigen Einnahmequellen. In Frankreich dagegen sind Kirche und Staat strikt voneinander getrennt. Ein Landpfarrer im Raum Lyon verdient gerade einmal 960 Euro. Kirchengeb&auml;ude m&uuml;ssen verkauft, Kirchen abgerissen werden, weil ihr Unterhalt nicht mehr finanziert werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/051618-000\/die-kirche-und-das-geld\">arte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Teufel steckt im System<\/strong><br>\nDer US-B&ouml;rsencrash 2008 hat Hunderttausende ruiniert. Die Kinofarce &ldquo;The Big Short&rdquo; entwirrt die Verwicklungen von damals auf unterhaltsame Weise &ndash; mit Stars von Brad Pitt bis Ryan Gosling. Margot Robbie aus &bdquo;Wolf of Wall Street&ldquo; erkl&auml;rt im heimischen Whirlpool mit dem Champagnerglas in der Hand, was &bdquo;Subprime-Hypotheken&ldquo; sind. Der Starkoch Anthony Bourdain erl&auml;utert anhand eines Meeresfr&uuml;chte-Eintopfs aus altem Fisch, wie faule Kredite in wohlklingende Immobilienfonds einger&uuml;hrt werden. Selena Gomez veranschaulicht die Wettb&uuml;romechanismen der B&ouml;rse an einem Roulettetisch in Las Vegas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/farce-ueber-die-finanzkrise-the-big-short-der-teufel-steckt-im-system\/12826930.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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