{"id":30282,"date":"2016-01-18T08:59:52","date_gmt":"2016-01-18T07:59:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282"},"modified":"2016-02-11T15:23:24","modified_gmt":"2016-02-11T14:23:24","slug":"hinweise-des-tages-2541","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h01\">62 Superreiche besitzen so viel wie die halbe Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h02\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h03\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h04\">Europ&auml;ische Kapitalmarktunion &ndash; ein Schritt in die falsche Richtung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h05\">Auswirkungen des Mindestlohns im Jahr 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h06\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h07\">Ein Angriff mit Aplomb &ndash; aber ohne Substanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h08\">Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h09\">Rentenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h10\">F&uuml;r Fl&uuml;chtlinge fehlen mehr als 650.000 Wohnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h11\">Die Story im Ersten: Ware M&auml;dchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h12\">EU-Abgeordneter klagt gegen Geheimhaltung der Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h13\">Gl&uuml;ckw&uuml;nsche eines Analphabeten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h14\">George Friedman: Die EU ist zunehmend unzuverl&auml;ssig und unvorhersehbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h15\">Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h16\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h17\">Das Forum &ndash; &ldquo;Wir haben es satt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h18\">Prominente Beh&ouml;rden und Firmen werben auf rechtspopulistischen Webseiten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>62 Superreiche besitzen so viel wie die halbe Welt<\/strong><br>\nSoziale Ungleichheit nimmt weltweit immer schneller zu. Wie dramatisch das ist, zeigt eine Zahl der Organisation Oxfam: Die 62 reichsten Menschen besitzen so viel wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung &ndash; und der Trend h&auml;lt an.<br>\nDie Kluft zwischen Arm und Reich wird in nahezu jedem Land der Welt immer gr&ouml;&szlig;er. Die Geschwindigkeit, mit der das geschieht, &uuml;berrascht aber auch Experten. Vor einem Jahr sagte die Nichtregierungsorganisation Oxfam voraus, im Jahr 2016 werde das reichste Prozent der Weltbev&ouml;lkerung, also rund 70 Millionen Menschen mehr besitzen als die restlichen 99 Prozent (rund sieben Milliarden Menschen) zusammen. Tats&auml;chlich wurde diese Schwelle schon ein Jahr fr&uuml;her erreicht.<br>\nNoch drastischer zeigen die Verm&ouml;gen der Superreichen den Trend: Inzwischen besitzen die 62 reichsten Einzelpersonen genauso viel wie die gesamte &auml;rmere H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung &ndash; vor einem Jahr waren es noch 80 Personen.<br>\nDies geht aus dem Bericht &ldquo;An Economy for the 1%&rdquo; hervor, den Oxfam vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/oxfam-62-superreiche-besitzen-so-viel-wie-die-halbe-welt-a-1072453.html\">SPIEGEL Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.oxfam.org\/en\/research\/economy-1\">An Economy For the 1% &ndash; Oxfam<\/a>\n<p><strong>dazu: Steueroasen machen die Welt ungleicher<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Dem reichsten Prozent der Menschheit geh&ouml;ren nach Abzug aller Schulden genauso viel Verm&ouml;gen wie den &uuml;brigen 99 Prozent, zitiert die Entwicklungshilfeorganisation Oxfam den Bericht einer Bank.<\/li>\n<li>&ldquo;Wir leben in einer Welt, deren Regeln f&uuml;r die Superreichen gemacht sind&rdquo;, kritisiert Oxfam.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sie pl&uuml;ndern die Bodensch&auml;tze, vergiften dabei die Umwelt &mdash; und dr&uuml;cken sich davor, Steuern zu zahlen. Afrikanische Staaten leiden besonders darunter, dass internationale Konzerne und die Superreichen der L&auml;nder zwar Gesch&auml;fte in den Staaten machen, aber nicht ausreichend dazu beitragen, das Gemeinwesen zu bezahlen.<br>\nAllein die Steuerflucht von reichen Privatpersonen koste afrikanische Staaten j&auml;hrlich rund 14 Milliarden Dollar, klagt die Hilfsorganisation Oxfam. Das Geld w&uuml;rde ausreichen, um in Afrika die Gesundheitsversorgung f&uuml;r M&uuml;tter und Kinder zu sichern, sagt die Entwicklungsorganisation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/oxfam-steueroasen-machen-die-welt-ungleicher-1.2821956\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&bdquo;Fl&uuml;chtlingskrise&ldquo; und &bdquo;Willkommenskultur&ldquo; in Deutschland<\/strong><br>\nIn den letzten 20 Jahren gab es &uuml;ber 30.000 Tote an den EU-Au&szlig;engrenzen. Das war in Politik und Presse keine Fl&uuml;chtlingskrise &ndash; die gibt es erst seit dem Fl&uuml;chtende es schaffen, die EU lebend zu erreichen.<br>\n&bdquo;Fl&uuml;chtlingskrise&ldquo; in Deutschland &ndash; Was ist das?<br>\nMenschen verlassen ihre Heimat aufgrund von materieller Existenznot, Umweltzerst&ouml;rung und Krieg. Das ist ganz und gar kein neues Ph&auml;nomen. &bdquo;Fl&uuml;chtlingskrise&ldquo; in diesem brutalen Sinn herrscht vielmehr seit &uuml;ber 60 Jahren und geh&ouml;rt zur &ouml;konomischen und politischen Verfassung der herrschenden Weltordnung offenbar systematisch dazu. Davon jedenfalls gehen die ma&szlig;geblichen Staaten ganz selbstverst&auml;ndlich aus, wenn sie &ndash; bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg &ndash; in Form der Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention und dem UN-Fl&uuml;chtlingshilfswerk UNHCR &ndash; den k&uuml;nftigen zwischenstaatlichen Umgang mit dem menschlichen Elend ihrer internationalen Konkurrenz verabreden. Und daran hat sich 25 Jahre nach dem Kalten Krieg und dem Sieg &uuml;ber das realsozialistische &bdquo;Reich des B&ouml;sen&ldquo; nichts verbessert &ndash; im Gegenteil!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/01\/15\/abweichende-ueberlegungen-fluechtlingskrise-willkommenskultur-deutschland\/\">Migazin<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Ende der Gewaltspirale ist nicht in Sicht&ldquo;<\/strong><br>\nHerr Heitmeyer, Bundesjustizminister Heiko Maas wird nicht m&uuml;de zu behaupten, die Silvester-&Uuml;bergriffe in K&ouml;ln oder Hamburg seien Folge einer organisierten Kriminalit&auml;t. Teilen Sie seine Ansicht?<br>\nDie Sichtweise ist v&ouml;llig falsch und ich wei&szlig; auch nicht, wie einem Justizminister eine solche Fehleinsch&auml;tzung unterlaufen kann. Der BKA-Pr&auml;sident hat dies inzwischen auch best&auml;tigt. Organisierte Kriminalit&auml;t hat klare Strukturen, harte Hierarchien, vermeidet &Ouml;ffentlichkeit und zielt auf materielle Gewinne. In K&ouml;ln war die Strukturlosigkeit das Kennzeichen auf dem Hintergrund eines gemeinsamen Hintergrundes zur Demonstration von Macht.<br>\nWie mobilisieren T&auml;tergruppen?<br>\nNun, es ist ja inzwischen wirklich nicht neu, wie das &uuml;ber die neuen Kommunikationsmittel verl&auml;uft. Wir kennen das von den gewaltbereiten Fu&szlig;ballfans und auch von den Ausschreitungen in Paris, London und anderswo. Entscheidend ist die gemeinsame Motivation, um auch ein gemeinsames Auftreten zu inszenieren.<br>\nPolitiker haben immer wieder betont, es handle sich um einen &bdquo;Zivilisationsbruch&ldquo;. Sehen Sie das als Gewaltforscher auch so?<br>\nDas ist wieder eine v&ouml;llige Fehleinsch&auml;tzung, denn zurecht wird der Begriff des Zivilisationsbruchs nur mit dem Holocaust in Verbindung gebracht. Auch hier geht es wohl eher um die Medienaufmerksamkeit f&uuml;r einen Minister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/interview-sote-konflitkforscher-heitmeyer,10808018,33533466.html%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Gef&auml;hrliche Missverst&auml;ndnisse&ldquo;<\/strong><br>\nPolizeigewerkschaftschef Rainer Wendt spricht im Interview mit der Frankfurter Rundschau &uuml;ber Scheinsicherheit durch Waffen.<br>\nHerr Wendt, was halten Sie von der Idee der K&ouml;lner Polizei, die auf ihrer Facebook-Seite Tipps gibt, wo man den kleinen Waffenschein beantragen kann?<br>\nDie K&ouml;lner Polizei hat das gemacht, um die b&uuml;rokratischen Abl&auml;ufe zu erleichtern. Sie hat nicht dazu aufgerufen, sich einen Waffenschein zu besorgen.<br>\nWird die Bev&ouml;lkerung durch solche Beitr&auml;ge nicht erst recht beunruhigt?<br>\nNein. Jeder muss f&uuml;r sich selbst entscheiden, ob er so einen kleinen Waffenschein f&uuml;r sich beantragen m&ouml;chte. Wir haben als Polizei die Aufgabe, darauf hinzuweisen, wie die Abl&auml;ufe sind. Wir rufen nicht dazu auf. Wir werden aber auch nicht widersprechen. Der Gesetzgeber hat das so geregelt. Die Polizei ist nur die Vollzugsbeh&ouml;rde. (&hellip;)<br>\nAlso raten Sie davon ab, sich derartige Waffen zu kaufen?<br>\nJa, unbedingt. Ich glaube nicht, dass das Menschen sicherer macht, obwohl es ihnen m&ouml;glichweise ein gutes Gef&uuml;hl gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/polizeigewerkschaft--gefaehrliche-missverstaendnisse-,1472596,33538428.html%20\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Wenn Herr Wendt etwas Richtiges &auml;u&szlig;ert, soll es hier nicht verschwiegen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung macht Aktionismus zum politischen Dauerzustand<\/strong><br>\n&bdquo;Selbst mit funktionierender Bundesregierung ist es eine gro&szlig;e Aufgabe, die zu uns gefl&uuml;chteten Menschen menschenw&uuml;rdig unterzubringen und ihnen eine Perspektive zu geben, aber sie w&auml;re l&ouml;sbar. Stattdessen misst sich die Regierungskoalition von Gabriel &uuml;ber Sch&auml;uble bis zu Seehofer in einem AFD-&Auml;hnlichkeitswettbewerb. Daf&uuml;r ist ihnen kein Vorschlag zu platt oder grotesk, und Verfassung oder Menschenrechte sind ihnen eher Hindernis als ein zu sch&uuml;tzender Wert. Das einzige was sie damit erreichen werden, ist eine St&auml;rkung der AFD. Was dieses Land aber gerade br&auml;uchte, ist das Gegenteil davon: Ein B&uuml;ndnis der Demokraten, welches humanistische Werte, die Demokratie und den Rechtsstaat verteidigt und das sich der Hetze in diesem Land entgegenstellt&ldquo;, erkl&auml;rt Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. Korte weiter:<br>\n&bdquo;DIE LINKE fordert die Bundesregierung und die sie tragenden Parteien dazu auf, geschlossen die Herausforderung, Menschen in Not zu helfen, anzunehmen statt Aktionismus zum Dauerzustand schwarz-roter Politik zu machen. Asylrechtsversch&auml;rfungen, R&uuml;ckf&uuml;hrungen oder der st&auml;ndige Kampf gegen die Verfassung von denen, die Bundeswehreins&auml;tze im Innern fordern, &auml;ndern nichts an der aktuellen Lage. Sie entlasten nicht die Bundespolizei, sie sorgen nicht f&uuml;r Unterk&uuml;nfte und Wohnraum, sie schaffen keine Lehrer- oder Sozialarbeiterstellen, sie beschleunigen nicht die Bearbeitung von Asylantr&auml;gen. Und die schwarze Null im Bundesfinanzministerium l&ouml;st erst recht keine Probleme.<br>\nViele Menschen gehen &uuml;ber sich hinaus, wenn sie ehrenamtlich Fl&uuml;chtlingen helfen und tagt&auml;glich f&uuml;r den Staat einspringen, wo dieser versagt. DIE LINKE fordert von der Bundesregierung, sich mindestens genauso anzustrengen und ein Investitionspaket f&uuml;r Bildung, f&uuml;r Wohnungsbau, f&uuml;r die Modernisierung und Verbesserung der Verwaltung, f&uuml;r die Daseinsvorsorge und f&uuml;r handlungsf&auml;hige Kommunen aufzulegen. Kurz: Das endlich zu erledigen, was sie seit zwanzig Jahren h&auml;tte tun sollen. Dazu m&uuml;sste man allerdings Politik mit Gehirn machen, statt Reflexe aus dem R&uuml;ckenmark als Politik zu verkaufen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/bundesregierung-macht-aktionismus-politischen-dauerzustand\/?rss\">Die Linke. im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Es ist nichts passiert!&rdquo;<\/strong><br>\nAn der Silvesternacht von K&ouml;ln hat sich in Deutschland eine neue Debatte &uuml;ber sexuelle Gewalt entz&uuml;ndet. Sie wird vor allem vor dem Hintergrund der Fl&uuml;chtlingskrise gef&uuml;hrt. Das ist falsch, sagt die Frauenrechtlerin Anke Domscheit-Berg. &Uuml;bergriffe seien kein Migrationsproblem &ndash; sondern ein generelles.<br>\nAm ersten Dezember 1987 wurde ich nachts wach, weil mich ein Mann &uuml;berfiel. Ich war 19 Jahre alt, schlief allein im Studentenwohnheimzimmer in Schlema. Ich wehrte mich und schrie, bis er die Flucht ergriff, wohl aus Furcht, ich k&ouml;nnte das ganze Wohnheim wachschreien. Mit Armen und Beinen hatte ich ihn von meinem Hals ferngehalten. Er hinterlie&szlig; seine Schuhabdr&uuml;cke auf meinem Laken, ein W&uuml;rgetuch, das er aus einer Kinderjeanshose zusammengen&auml;ht hatte, neben dem Bett und in mir drin eisiges Entsetzen. In den folgenden Wochen konnte ich kaum schlafen, lief nur mit Messer in der Tasche herum. Ich bekam keine psychosoziale Unterst&uuml;tzung, der T&auml;ter wurde nie gefasst. Die Polizei erkl&auml;rte mir, es l&auml;ge keine richtige Straftat vor &ndash; nur Hausfriedensbruch: Da ich keine k&ouml;rperlichen Sch&auml;den davongetragen h&auml;tte, sei nichts passiert.<br>\nDie &uuml;berraschende Erkenntnis, dass die Polizei mich nicht sch&uuml;tzt, schockierte mich. Jahre sp&auml;ter, die Mauer war inzwischen gefallen, fragte ich im Westen einen Polizisten, wie meine Geschichte dort ausgegangen w&auml;re. Ich hatte alles erwartet &ndash; nur nicht, dass er antwortete, dass das im Westen nicht anders sei. Trotz Fu&szlig;abdr&uuml;cken im Bett. Trotz W&uuml;rgetuch. Und auch er meinte: Mir sei ja nichts passiert. Dieser &Uuml;berfall ist nun fast 30 Jahre her, aber ich kann noch immer nicht allein in einem Erdgeschoss schlafen &ndash; aber es ist ja nichts passiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freiepresse.de\/NACHRICHTEN\/TOP-THEMA\/Es-ist-nichts-passiert-artikel9407563.php?cvdkurzlink=f\">Freie Presse<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Sarin in Syrien (1)<\/strong><br>\nKriegsl&uuml;gen &ndash; ob der &Uuml;berfall auf den Sender Gleiwitz 1939, der Zwischenfall in der Tonkin-Bucht 1964 oder die chemischen Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein 2003 &ndash; haben im Allgemeinen kurze Beine. Die Gleiwitz-L&uuml;ge wurde nach sechs Jahren in den N&uuml;rnberger Kriegsverbrecherprozessen aufgedeckt, und auch die Behauptung vom Zwischenfall in der Tonkin-Bucht hatte nur eine Lebensdauer von sechs Jahren, bis Daniel Elsberg in den &raquo;Pentagon-Papieren&laquo; die Wahrheit publizierte. Die L&uuml;ge von den Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins wurde bereits im selben Jahr entlarvt. Doch gleichg&uuml;ltig, wie lange die Unwahrheiten geglaubt wurden, sie erf&uuml;llten alle zun&auml;chst ihren Zweck, die rechtswidrigen Angriffe auf den Feind als Verteidigung zu legitimieren. Die j&uuml;ngste L&uuml;ge &uuml;ber den Einsatz von Sarin durch Assad in Syrien h&auml;tte fast die gleiche Bedeutung f&uuml;r die Rechtfertigung eines Angriffs der US-Army auf ausgew&auml;hlte Ziele in Syrien erf&uuml;llt. Der Angriff konnte verhindert werden, und die Geschichte der L&uuml;ge wird immer offensichtlicher.<br>\nBis heute gilt es in westlichen Kreisen der Politik und Medien als erwiesen, dass es die syrische Armee war, die am 21. August 2013 in Ghouta das Giftgas einsetzte, und dass Assad ihr das befohlen hatte. Daran hatte Pr&auml;sident Obama am 10. September 2013 in einer Rede im US-Fernsehen keinen Zweifel gelassen und f&uuml;r die Medien den Auftakt gegeben: &raquo;Assads Regierung hat &uuml;ber 1000 Menschen mit Gas get&ouml;tet &hellip; Wir wissen, dass das Assad-Regime verantwortlich war &hellip; Und habe ich nach sorgf&auml;ltigen Beratungen bestimmt, dass es im Interesse der Vereinigten Staaten ist, auf den Einsatz chemischer Waffen durch das Assad-Regime mit einem gezielten milit&auml;rischen Schlag zu antworten.&laquo; (diese und alle weiteren &Uuml;bersetzungen: N. P.) Er best&auml;rkte damit seine fr&uuml;here Warnung, dass jeder Einsatz chemischer Waffen eine &raquo;rote Linie&laquo; &uuml;berschreiten w&uuml;rde. Er listete einige scheinbar klare Beweise f&uuml;r Assads Schuld auf, etwa dass unmittelbar vor dem 21. August Gasmasken an die Truppen verteilt worden seien und dass von einem durch das Regime kontrollierten Gebiet in elf Nachbargebiete, die das Regime von Oppositionstruppen zu s&auml;ubern versuchte, Raketen gefeuert wurden. US-Stabschef Denis McDonough assistierte in der New York Times: &raquo;Niemand, mit dem ich gesprochen habe, zweifelt an den Geheimdienstangaben, die das Assad-Regime mit den Sarin-Angriffen in Verbindung bringen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sopos.org\/aufsaetze\/56865875406f5\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie aus einer Meldung Wahrheit wird &ndash; Meinungsmache am Beispiel Syriens<\/strong><br>\nSo ist das Prinzip: Nehme eine unbest&auml;tigte Meldung aus einer mehr als zwielichtigen Quelle und peitsche sie durch so viele verschiedenen Medien wie m&ouml;glich. Das Ergebnis: Die Meldung wird zur Nachricht und schliesslich zu einer mehrfach best&auml;tigten Wahrheit.<br>\nSo geschehen am letzten Samstag. Die Internetseite der ARD-Tagesschau meldete am 09. Januar 2016 um 16.00 Uhr:<br>\n&ldquo;Russischer Milit&auml;reinsatz in Syrien &ndash; Dutzende Tote bei Luftangriff auf Gef&auml;ngnis&rdquo;.<br>\nIm Laufe des Nachmittags und Abends des 09. Januar bringen noch weitere 46 Zeitungen, Zeitschriften, Fernseh- und Rundfunkanstalten, Nachrichtenagenturen und Internetportale die gleiche Meldung. (&hellip;)<br>\nVon den 21 Lokalzeitungen, die gemeinsam im Internet mit dem Portal shz.de auftreten in Schleswig-Holstein im Norden bis zum Berchtesgardener Anzeiger im S&uuml;den die gleiche Nachricht. Deutschland, so sollte man meinen wurde allumfassend informiert. Dabei ist es f&uuml;r die Redaktionen der Zeitungen einfach und kosteng&uuml;nstig, wie weiland in der DDR alle einheitlich zu berichten. Die Meldung wird von einer Nachrichtenagentur herausgegeben und eins zu eins durchgestochen. In den meisten F&auml;llen sparen sich die Bl&auml;tter jede eigene journalistische Arbeit. Die Nachricht wird nicht redaktionell bearbeitet nicht auf ihren Wahrheitsgehalt hin gepr&uuml;ft, sie wird Wort f&uuml;r Wort publiziert.<br>\nDabei verzichten etliche Medien sogar darauf die Quelle anzugeben und verkaufen den Text als ihre eigene Geistesleistung. Durch die Nichtnennung der Quelle entsteht bei den Konsumenten noch mehr der Eindruck, dass die Medien &uuml;ber das Ereignis unabh&auml;ngig voneinander berichten w&uuml;rden. Ergo muss ja etwas dran sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/spiegelkabinett-blog.blogspot.de\/2016\/01\/wie-aus-einer-meldung-wahrheit-wird.html\">Spiegelkabinett<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Kapitalmarktunion &ndash; ein Schritt in die falsche Richtung<\/strong><br>\nDer EU-Pr&auml;sidentenbericht behauptet eine Kapitalmarktunion w&uuml;rde zur Finanzmarktstabilit&auml;t beitragen, Wachstum schaffen, und Krisen vorbeugen. Tats&auml;chlich bedeuten die Pl&auml;ne jedoch eine St&auml;rkung von Spekulation und kurzfristiger Profitorientierung und n&uuml;tzen vor allem gro&szlig;en Banken. Stabilit&auml;t und nachhaltiges Wachstum lassen sich nicht durch weitere Liberalisierung der Finanzm&auml;rkte erreichen. (&hellip;)<br>\nDer von Kommissionspr&auml;sident Juncker im Juni 2015 vorgelegte Pr&auml;sidentenbericht zur Vollendung der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion fordert eine rasche Einf&uuml;hrung der Europ&auml;ischen Kapitalmarktunion, zu deren Umsetzung bereits detaillierte Pl&auml;ne von der Europ&auml;ischen Kommission vorliegen. Der freie Kapitalverkehr zwischen Mitgliedsstaaten soll erleichtert werden, um einen Kapitalbinnenmarkt aus den derzeit noch eher national fragmentierten Kapitalm&auml;rkten in Europa zu schaffen. Davon verspricht sich die Kommission nicht nur zus&auml;tzliches Wachstum durch erh&ouml;hte Investitionen, sondern auch eine gr&ouml;&szlig;ere Widerstandsf&auml;higkeit nationaler Volkswirtschaften gegen Finanzkrisen. Bez&uuml;glich der m&ouml;glichen Auswirkungen der Kapitalmarktunion sind die europ&auml;ischen Institutionen jedoch im marktliberalen Denken verfangen. Der Pr&auml;sidentenbericht verspricht sich von einer weiteren &Ouml;ffnung der Kapitalbilanzen der Mitgliedsstaaten erh&ouml;hte Finanzmarktstabilit&auml;t und Widerstandsf&auml;higkeit gegen Krisen. Er erwartet, dass integrierte Kapitalm&auml;rkte &bdquo;einen Puffer gegen systemische Schocks im Finanzsektor bilden und die private Risikoteilung &uuml;ber L&auml;ndergrenzen hinweg st&auml;rken&ldquo; und dass im Falle einer Krise &bdquo;die grenz&uuml;berschreitenden Str&ouml;me den EinwohnerInnen dieses [Krisen-] Landes die Aufnahme und Vergabe von Krediten erm&ouml;glichen, um diesem Schock entgegenzuwirken.&ldquo; (siehe Seite 14 des Pr&auml;sidentenberichts).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/kapitalmarktunion-falsche-richtung\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Auswirkungen des Mindestlohns im Jahr 2015<\/strong><br>\nIn aller K&uuml;rze\n<ul>\n<li>Die Zahl der Erwerbst&auml;tigen lag im 3. Quartal 2015 um 0,8 Prozent, das Arbeitsvolumen um 1,0 Prozent &uuml;ber dem des Vorjahresquartals.<\/li>\n<li>Obwohl diese positive Entwicklung strenggenommen kein Beleg daf&uuml;r ist, dass der gesetzliche Mindestlohn unsch&auml;dlich f&uuml;r die Besch&auml;ftigung war, sprechen die bisherigen deskriptiven Befunde dagegen, dass er Arbeitsplatzverluste in gr&ouml;&szlig;e-rem Umfang nach sich gezogen hat.<\/li>\n<li>Allerdings ver&auml;ndert sich die Besch&auml;ftigungsstruktur. W&auml;hrend die sozialversi-cherungspflichtige Besch&auml;ftigung weiter w&auml;chst, ist die Zahl der geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse 2015 gesunken.<\/li>\n<li>In vom Mindestlohn betroffenen Bereichen wurden in signifikantem Ausma&szlig; geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung umgewandelt.<\/li>\n<li>Die Zahl der Aufstocker ist zu Beginn des Jahres 2015 nur in geringem Ma&szlig;e zur&uuml;ckgegangen.<\/li>\n<li>Nicht wenige Betriebe haben die L&ouml;hne bei Einstellungen bereits vor Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes an das Mindestlohnniveau angepasst: Im Jahr 2014 erhielten 4,5 Prozent der Neueingestellten einen Einstiegslohn von genau 8,50 Euro pro Stunde. Kein anderer Stundenlohn wurde bei Neueinstellungen so h&auml;ufig genannt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/aktuell\/2016\/aktueller_bericht_1601.pdf%20\">IAB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Experten f&uuml;r TTIP-Votum im Bundestag<\/strong><br>\nDas deutsche Parlament sollte &uuml;ber Vertr&auml;ge wie das transatlantische Handelsabkommen TTIP mitentscheiden. Das ist das einhellige Ergebnis einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung im Ausschuss f&uuml;r Recht und Verbraucherschutz. Die sechs geladenen Rechtsprofessoren kamen damit, wenn auch auf teilweise unterschiedlichen Argumentationsstr&auml;ngen, zu einem anderen Ergebnis als das Bundesjustizministerium. Dieses hatte in einer von Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert erbetenen Stellungnahme kein Mitentscheidungsrecht des nationalen Parlaments bei sogenannten gemischten Abkommen der Europ&auml;ischen Union gesehen. Gemischte Abkommen sind solche, die auch Bereiche betreffen, welche nach den Europ&auml;ischen Vertr&auml;gen in den Kompetenzbereich der Mitgliedsstaaten fallen. Dazu z&auml;hlt neben dem derzeit zwischen den USA und der EU verhandelten TTIP und dem umstrittenen Handelsabkommen CETA mit Kanada auch das zur Entscheidung anstehende Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Westafrika.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/201601\/-\/401758%20\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><strong>Dazu: Bundestag braucht Mitspracherecht bei TTIP<\/strong><br>\nDer Bundestag sollte bei Entscheidungen &uuml;ber Vertr&auml;ge wie das umstrittene Handelsabkommen TTIP nach Ansicht von Rechtsexperten ein direktes Mitspracherecht haben. Der Rechtsausschuss des Bundestages hatte sechs Professoren um eine Einsch&auml;tzung gebeten. Wie der Pressedienst des Bundestages am Donnerstag berichtete, stellten sie &uuml;bereinstimmend fest, die Parlamente der Mitgliedstaaten h&auml;tten bei Abkommen der Europ&auml;ischen Union, die auch Kompetenzbereiche der einzelnen Staaten betreffen, ein Mitentscheidungsrecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/998020.bundestag-braucht-mitspracherecht-bei-ttip.html\">neues deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kanzlerin Merkel m&ouml;chte Unterschriften von 1,6 Millionen B&uuml;rgern gegen TTIP nicht entgegennehmen<\/strong><br>\nNoch in diesem Jahr soll das umstrittene Freihandelsabkommen mit den USA abgeschlossen werden. Insbesondere in Deutschland ist der Widerstand gegen TTIP stark ausgepr&auml;gt. Doch die Bundeskanzlerin sieht keinen Bedarf auf die Sorgen der Bundesb&uuml;rger einzugehen. Der Bundestag hat zudem nach der aktuellen Informationslage kein wirkliches Mitspracherecht in Bezug auf das Abkommen.<br>\nDie B&uuml;rgerinitiative tr&auml;gt einen unmissverst&auml;ndlichen Namen. &bdquo;Stopp TTIP &amp; CETA&ldquo; hat inzwischen 3,3 Millionen Unterschriften gegen das geplante Freihandelsabkommen mit den USA gesammelt, davon 1,6 in Deutschland. In keinem anderen Mitgliedsland der EU ist die Opposition gegen die Pl&auml;ne der Regierung gr&ouml;&szlig;er.<br>\nDer Sprecher der Initiative, Michael Efler, fragte bereits im November 2015 im Bundeskanzleramt, wann man die Papiere &uuml;bergeben k&ouml;nnte. Doch Angela Merkel lie&szlig; sich erst viel Zeit und nun ihren Ministerialrat Andreas Nicolin antworten. &bdquo;Mit Blick auf die zahlreichen terminlichen Verpflichtungen&ldquo; sei eine Entgegennahme der Unterschriften leider nicht m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/36328-ttip-kanzlerin-mochte-unterschriften-\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Kommissarin Malmstr&ouml;m: TTIP soll bis Jahresende stehen<\/strong>\n<ul>\n<li>&ldquo;Wir streben an, uns noch vor den US-Wahlen im November auf das transatlantische Freihandelsabkommen zu einigen&rdquo;, sagt EU-Handelskommissarin Malmstr&ouml;m der Deutschen Presse-Agentur (dpa).<\/li>\n<li>Der scheidende US-Pr&auml;sident Barack Obama werde das Abkommen aber wohl nicht mehr unterzeichnen. Er wird bis Anfang 2017 im Amt sein.<\/li>\n<li>Der von der US-Umweltbeh&ouml;rde EPA aufgedeckte VW-Abgas-Skandal zeige, dass es in den USA &ldquo;nicht nach Wild-West-Manier&rdquo; zugehe.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Verhandlungen zum umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und Europa k&ouml;nnten nach Ansicht von EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m bis zum Jahresende abgeschlossen sein. &ldquo;Wir streben an, uns noch vor den US-Wahlen im November auf das transatlantische Freihandelsabkommen zu einigen&rdquo;, sagte Malmstr&ouml;m der dpa: &ldquo;Es ist noch zu fr&uuml;h, um zu sagen, dass wir es schaffen. Aber es ist m&ouml;glich.&rdquo;<br>\nMan intensiviere die Gespr&auml;che, sagte die liberale Politikerin aus Schweden. Sie werde sich auf dem Weltwirtschaftsgipfel, der n&auml;chste Woche in Davos beginnt, erneut mit dem US-Handelsbeauftragten Michael Froman treffen. Der scheidende US-Pr&auml;sident Barack Obama werde das Abkommen aber wohl nicht mehr unterzeichnen, sch&auml;tzte Malmstr&ouml;m<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/freihandelsabkommen-eu-kommissarin-malmstroem-ttip-soll-bis-jahresende-beschlossen-sein-1.2821093%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Frau Malmstr&ouml;m ist wohl entgangen, dass eine Petition europaweit von 3,6 Mill. Personen gegen ein TTIP-Abkommen unterschrieben wurde, aber diese Vorgehen scheint zwischen den neoliberalen Politikern abgestimmt. Auch Frau Merkel hat die 1,6 Mill. deutschen Unterschriften ignoriert und lehnt ein Gespr&auml;ch zur &Uuml;bergabe der Unterschriften aus Zeitmangel ab. Gleichzeitig nimmt sie als Gastredner an einer Veranstaltung teil, zum 125 j&auml;hrigen Geburtstag eines der Ur-V&auml;ter der Neoliberalen. Die Taktik, des Ignorierens und in gleicher Richtung weiter zu marschieren &ndash; nur das Marschtempo noch mehr zu erh&ouml;hen &ndash; wird auch im Interview von Frau Malmstr&ouml;m sichtbar.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ein Angriff mit Aplomb &ndash; aber ohne Substanz<\/strong><br>\nNachdem sich in der angels&auml;chsischen Diskussion zur Eurokrise weitgehend die von Costas Lapavitsas und mir (Flassbeck\/Lapavitsas, 2013) seit langem vertretene Ansicht durchgesetzt hat, es sei vor allem die deutsche Lohnzur&uuml;ckhaltung gewesen, die f&uuml;r die Ungleichgewichte und die Krise im weitesten Sinne verantwortlich ist, kommt nun ein Gegenangriff, auf den mich einige Leser hingewiesen haben. Es gibt allerdings intellektuelle Angriffe, die kommen mit Aplomb, aber mit ganz kleiner Substanz. So ist es mit dem Angriff von Servaas Storm (hier), einem niederl&auml;ndischen &Ouml;konomen, der vorgibt, die Position, es sei Deutschland gewesen, das mit merkantilistischer Politik einen Keil in die Eurozone getrieben hat, mit einfachen Mitteln aus den Angeln heben zu k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nSein Argument besagt also, es habe zwar kaum eine Lohnzur&uuml;ckhaltung bei den Nominall&ouml;hnen in Deutschland gegeben, aber man m&uuml;sse konstatierten, dass die deutschen Lohnst&uuml;ckkosten relativ zum Rest der Eurozone gefallen sind. Das jedoch sei Folge einer &uuml;berragenden deutschen Produktivit&auml;tsentwicklung gewesen, nicht der Lohnzur&uuml;ckhaltung. Deswegen sei jede Diskussion dar&uuml;ber, Deutschland h&auml;tte bewusst seine Nachbarn in der EWU unterboten, neben der Sache.<br>\nDas ist eine erstaunliche Position, zeigt sie doch, dass der Autor, der eine Reihe von &bdquo;wissenschaftlichen&ldquo; Artikeln &uuml;ber die Eurokrise geschrieben hat, total missverstanden hat, was eine W&auml;hrungsunion ist, wie sie funktioniert und was sie f&uuml;r die Mitglieder bedeutet (wie haben das f&uuml;r unsere deutschen Leser hier ausf&uuml;hrlich erkl&auml;rt). Eine W&auml;hrungsunion bedeutet im Kern nichts anderes als eine Vereinbarung, ein bestimmtes Inflationsziel einzuhalten und die eigene Geldpolitik einer neuen gemeinsamen Institution zu &uuml;bereignen. Halten alle L&auml;nder sich an dieses Inflationsziel, gibt es keine realen Auf- und Abwertungen, also keine Unterschiede in der Wettbewerbsf&auml;higkeit mit den daraus folgenden Problemen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/ein-angriff-mit-aplomb-aber-ohne-substanz\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz IV<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Aufstocker im Hartz IV-System: Milliardenschwere Subventionierung der Niedrigeinkommen und die (Nicht-)L&ouml;sung durch den gesetzlichen Mindestlohn<\/strong><br>\nRund 1,3 Millionen Erwerbst&auml;tige in Deutschland stockten 2014 ihr Einkommen mit Hartz-IV-Leistungen auf. Den Staat kostete diese Subventionierung von Niedrigeinkommen insgesamt 10,85 Milliarden Euro &ndash; das ist der h&ouml;chste Wert seit der Wirtschaftskrise. Auch im Vergleich mit 2007 und 2008, den beiden Jahren vor der Wirtschaftskrise, musste der Staat deutlich mehr Geld aufwenden, um die Einkommen von Geringverdienern auf Hartz-IV-Niveau aufzustocken. Das kann man dem Beitrag Aufstocker vor Mindestlohn-Einf&uuml;hrung: Staat subventionierte Niedrigeinkommen 2014 mit 10,85 Milliarden Euro entnehmen. Es handelt sich also um die Zahl vor der Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohnes. Wer waren diese 1,3 Millionen Menschen? Es handelte sich bei 44 Prozent um sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte (in Voll- oder Teilzeit), 47 Prozent waren Minijobber und 9 Prozent geh&ouml;rten zur Gruppe der Selbstst&auml;ndigen. Der durchschnittliche Betrag, den Bedarfsgemeinschaften mit einem oder mehreren Aufstockern monatlich ausbezahlt bekamen, ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. 2014 waren es 776 Euro. Aber 2015 m&uuml;sste alles besser geworden sein &ndash; oder?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2016\/01\/10.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><strong>Bewusste Benachteiligung<\/strong><br>\nGericht: Schulische Nachhilfe f&uuml;r Kinder aus Hartz-IV-Haushalten nur bei akuter Versetzungsgefahr<br>\nMehr als 2,5 Millionen Kinder leben in Deutschland in armen Haushalten. Ihre Eltern verf&uuml;gen &uuml;ber weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens. Seit 2005 ist diese Zahl ann&auml;hernd gleich geblieben, wie in dieser Woche erneut eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung aufzeigte. Zynisch z&auml;hlt die Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung einen Teil dieser Gesellschaftsschicht zum &raquo;bildungsfernen Milieu&laquo;. Doch Bildung kostet, wer sie sich nicht leisten kann, hat Pech. Besonders deutlich macht das ein am Mittwoch ver&ouml;ffentlichtes Urteil des hessischen Landessozialgerichts. Kinder aus Hartz-IV-Haushalten soll danach nur Nachhilfe gew&auml;hrt werden, wenn ihre Versetzung gef&auml;hrdet ist.<br>\nFast vier Jahre durch die Instanzen gek&auml;mpft hatten sich ein heute 15j&auml;hriger Junge und seine Mutter. Laut Gerichtsurteil, das jW vorliegt, drohte der damalige F&uuml;nftkl&auml;ssler im Hauptfach Englisch immer weiter abzurutschen. Die Schule bescheinigte ihm ein &raquo;gerade noch befriedigend&laquo; und riet zu spezieller F&ouml;rderung. Doch das Jobcenter schmetterte den Antrag der Familie auf Finanzierung der von der Lehrkraft empfohlenen ein bis zwei Stunden pro Woche bei der &ouml;rtlichen Filiale des Unternehmens Sch&uuml;lerhilfe ab. Das &raquo;wesentliche Lernziel&laquo; sei nicht bedroht, so die Begr&uuml;ndung. Denn das beschr&auml;nke sich ausschlie&szlig;lich auf die Versetzung in die n&auml;chste Klassenstufe, meinte das Jobcenter und zitierte dazu aus dem Sozialgesetz. Schwammig hei&szlig;t es darin, das Amt k&ouml;nne &raquo;angemessene Lernf&ouml;rderung&laquo; gew&auml;hren, soweit sie &raquo;geeignet und zus&auml;tzlich erforderlich&laquo; sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/01-15\/021.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rentenpolitik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&ldquo;Tickende Zeitbombe&rdquo;<\/strong><br>\nGesundheits&ouml;konom: Das Nebeneinander von GKV und PKV ist nicht mehr lange haltbar.<br>\nDer Gesundheits&ouml;konom Stefan Gre&szlig; h&auml;lt einen Systemwechsel in der Krankenversicherung in den n&auml;chsten Jahren f&uuml;r sehr wahrscheinlich. Im Interview f&uuml;r die Wochenzeitung des Deutschen Bundestags, &ldquo;Das Parlament&rdquo;, erkl&auml;rt er, warum. (&hellip;)<br>\nWie gro&szlig; ist die Gefahr, dass die GKV aus Kostengr&uuml;nden Leistungen streicht?<br>\nLeistungen streichen ist ein weites Feld. Wir haben sicher noch Potenzial, eine bestimmte &Uuml;berversorgung abzubauen, etwa im Krankenhaus. Die Gefahr, dass ganze Leistungspakete wie Arzneimittel oder Zahnbehandlungen ausgegliedert werden aus der GKV, ist &auml;u&szlig;erst unwahrscheinlich.<br>\nEs sind zuletzt auch die Zuzahlungen f&uuml;r Kassenpatienten gestiegen. Tut sich da eine Gerechtigkeitsschere auf?<br>\nDas ist so ein bisschen ein Sturm im Wasserglas, weil es auch mehr Versicherte gab, die Einkommen gestiegen sind und deswegen die Befreiungen geringer ausfielen. Zuzahlungen sind aber immer problematisch, weil Patienten belastet und Versicherte entlastet werden. Es ist bekannt, dass etwa chronisch Kranke wegen der Zuzahlungen ihre Rezepte nicht einl&ouml;sen. Das f&uuml;hrt dann zu Folgekosten. Ich bin grunds&auml;tzlich skeptisch gegen&uuml;ber Zuzahlungen, aber wir haben in Deutschland ein vergleichsweise geringes Niveau und solange das nicht dramatisch ausgeweitet wird, halte ich das auch nicht f&uuml;r gef&auml;hrlich.<br>\nSPD, Gr&uuml;ne und Linke werben f&uuml;r die B&uuml;rgerversicherung. Wie sinnvoll w&auml;re das?<br>\nEs w&auml;re grunds&auml;tzlich sinnvoll, die Versicherungslast auf mehr Schultern zu verteilen und auch auf die, die leistungsst&auml;rker sind. Und wir w&uuml;rden wegkommen von den unterschiedlichen finanziellen Anreizen f&uuml;r Leistungserbringer, je nachdem, ob es um gesetzlich oder privat versicherte Patienten geht. Diese Unterschiede sind ja auch in der Bev&ouml;lkerung sehr unbeliebt. Es gibt in dieser Frage also ein Finanzierungs- und ein Gerechtigkeitsargument.<br>\nDann w&uuml;rde die Private Krankenversicherung (PKV) als Vollversicherung hinten r&uuml;ber fallen?<br>\nJa, genau. Das findet die PKV nat&uuml;rlich nicht so toll, und die meisten &Auml;rzte nicht, das ist sicher ein Grund, warum das bisher nicht umgesetzt wurde. Man k&ouml;nnte das aber mit &Uuml;bergangsfristen rechtssicher machen.<br>\nWie wahrscheinlich ist es, dass in den n&auml;chsten zehn Jahren das System wieder reformiert wird?<br>\nIch halte die Halbwertszeit der PKV f&uuml;r &uuml;berschritten und glaube, dass wir in den n&auml;chsten f&uuml;nf bis zehn Jahren eine Systemreform an der Grenze zwischen GKV und PKV erleben werden. Die niedrigen Zinsen sind eine Zeitbombe, die in der PKV tickt und die &uuml;ber kurz oder lang zu massiven Pr&auml;mienerh&ouml;hungen f&uuml;hren wird. Dann werden wir die Diskussion um die B&uuml;rgerversicherung noch einmal neu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/index.php?id=275&amp;tx_ttnews[tt_news]=13449&amp;cHash=7dc1ff911324488d70f138453531a476\">Ihre-Vorsorge.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Rente: Deutsche oft deutlich schlechter abgesichert als &Ouml;sterreicher<\/strong><br>\nDeutschland und &Ouml;sterreich sind sich sozial, wirtschaftlich und politisch sehr &auml;hnlich. Trotzdem sind die beiden L&auml;nder bei den Reformen ihrer Rentensysteme ganz unterschiedliche Wege gegangen. In &Ouml;sterreich konzentriert sich die Altersversorgung nach wie vor weitgehend auf die umlagefinanzierte Gesetzliche Rentenversicherung (GRV), in die auch die Selbst&auml;ndigen einbezogen wurden und deren Bestimmungen schrittweise f&uuml;r Beamte zur Anwendung kommen. In Deutschland wurde und wird &uuml;ber die kommenden Jahre das Niveau dieser &bdquo;ersten S&auml;ule&ldquo; dagegen deutlich reduziert, um den Beitragssatz in der GRV zu stabilisieren. Die geringeren Leistungen sollte vor allem die private, aber staatlich subventionierte, Riester-Vorsorge ausgleichen.<br>\nNach rund 15 Jahren lassen sich laut einer neuen Studie der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung deutliche Konsequenzen dieser unterschiedlichen Ans&auml;tze beobachten: In Deutschland sind Besch&auml;ftigte &uuml;ber die GRV mittlerweile weitaus geringer abgesichert. Das unterstreichen zahlreiche Kennziffern. Beispielsweise erhielten im Jahr 2013 langj&auml;hrig (mindestens 35 Jahre) und besonders langj&auml;hrig (mindestens 45 Jahre) versicherte M&auml;nner, die neu in Rente gingen &ndash; die Einschr&auml;nkung auf M&auml;nner erfolgt, weil hier in der Regel von durchgehender Vollzeitbesch&auml;ftigung ausgegangen werden kann &ndash; in Deutschland im Durchschnitt 1.050 Euro monatliche Altersrente. In &Ouml;sterreich kam ein vergleichbarer Neurentner dagegen auf 1.560 Euro &ndash; bei 14 Auszahlungen pro Jahr. Auch f&uuml;r die heute J&uuml;ngeren sind die Rentenperspektiven in &Ouml;sterreich wesentlich besser als in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/63056_63185.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel: Rente reicht nicht f&uuml;r alle<\/strong><br>\nDie Kanzlerin wartet zum 125. Geburtstag der gesetzlichen Rentenversicherung mit einer ern&uuml;chternden Botschaft auf.<br>\nDie gesetzliche Rente wird nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Zukunft f&uuml;r viele nicht reichen. &bdquo;Daher bin ich &uuml;berzeugt, dass sich k&uuml;nftig nur durch eine Mischung gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge eine angemessene Absicherung im Alter aufbauen l&auml;sst&ldquo;, sagte Merkel am Dienstag bei einem Festakt zum 125-j&auml;hrigen Jubil&auml;um der Rentenversicherung in Berlin. (&hellip;)<br>\nKanzlerin verteidigt Riester-Rente<br>\nAn den anwesenden ehemaligen Arbeitsminister Walter Riester (SPD) gerichtet sagte Merkel, die gef&ouml;rderte kapitalgedeckte Zusatzvorsorge (&bdquo;Riester-Rente&ldquo;) stehe zwar bisweilen in der Kritik. &bdquo;Ich bin aber &uuml;berzeugt, dass auch dieser Schritt wegweisend war.&ldquo; Auch die Rentenreform 1989 des ebenfalls im Publikum vertretenen Ex-Arbeitsministers Norbert Bl&uuml;m (CDU) w&uuml;rdigte Merkel. Mit ihr sollte die Rente an die demografische Entwicklung angepasst werden. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Die deutsche Rente steht im europ&auml;ischen Vergleich gut da&ldquo;, betonte der Politiker. &bdquo;Aber die &Uuml;berg&auml;nge m&uuml;ssen flexibler werden.&ldquo; Immer mehr Menschen &uuml;ber 60 st&uuml;nden mitten im Berufsleben, viele wollten auch jenseits der 65 oder 67 noch arbeiten, teilweise in Teilzeit. Spahn forderte Anreize f&uuml;r Unternehmen zur Besch&auml;ftigung &Auml;lterer und etwa eine Flexi-Rente. &bdquo;Und die private und betriebliche Vorsorge m&uuml;ssen noch weiter gest&auml;rkt werden.&ldquo; Von der Riester-Rente heute mit hohen Abschlusskosten seien viele zu Recht entt&auml;uscht. &bdquo;Da sollten wir nochmal ran&ldquo;, verlangte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mittelbayerische.de\/politik-nachrichten\/merkel-rente-reicht-nicht-fuer-alle-21771-art1158368.html%20\">Mittelbayerische<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Kanzlerin Merkel lobt die &bdquo;Riester-Rente&ldquo;, ihr Finanz-Staatssekret&auml;r, Herr Spahn, kritisiert sie, stellt sie aber grunds&auml;tzlich nicht infrage, sondern fordert u.a. den Ausbau der privaten Vorsorge.<\/em><br>\n<em>Auf den simplen Gedanken, dass die Rente nicht mehr reicht, weil &ndash; und seit dem &ndash; die gesetzliche Rentenversicherung systematisch zerst&ouml;rt wurde und wird, kommen auch diese Leute offenbar nicht.<\/em><br>\n<em>Bitte lesen Sie dazu erneut Heiner Flassbecks Text <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30242#h07\">Riester-Rente gescheitert, nun ein Staatsfonds, aber immer die gleiche Konfusion<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>F&uuml;r Fl&uuml;chtlinge fehlen mehr als 650.000 Wohnungen<\/strong><br>\nNur wenn viele Fl&uuml;chtlinge von den Ballungszentren aufs Land umgesiedelt werden, l&auml;sst sich das Problem der Unterbringung l&ouml;sen. Und selbst dann fehlen in Deutschland Hunderttausende Wohnungen.<br>\nDie Mehrzahl der Fl&uuml;chtlinge lebt zurzeit in provisorischen Erstunterk&uuml;nften. Doch nach und nach versuchen St&auml;dte und Gemeinden, dauerhafte Bleiben zu finden oder neu zu bauen.<br>\nReiner Braun, Vorstand des Marktforschungsunternehmens Empirica in Berlin, h&auml;lt diese Aufgabe f&uuml;r l&ouml;sbar &ndash; zumindest wenn jedes Jahr Zehntausende neuer Wohnungen gebaut werden, zus&auml;tzlich zum ohnehin bestehenden Neubaubedarf. Und wenn au&szlig;erdem viele Fl&uuml;chtlinge aufs Land umsiedeln. Denn die meisten Menschen sind zurzeit in Ballungszentren untergebracht.<br>\nEiner aktuellen Empirica-Prognose zufolge werden Ende 2019 rund 1,5 Millionen Fl&uuml;chtlinge ein Bleiberecht in Deutschland haben. In dieser Zahl seien R&uuml;ckkehrer, Ausweisungen und ein Abschwellen der Fl&uuml;chtlingswelle ber&uuml;cksichtigt. Die Wohnungsnachfrage steige bis 2020 damit deutschlandweit um zus&auml;tzlich 656.000 Wohnungen.<br>\nJedes Jahr 75.000 neue Wohnungen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<br>\nEmpirica-Vorstand Braun ist dennoch optimistisch. Im Gegensatz zu anderen Wohnungsmarkt-Experten geht er davon aus, dass ein guter Teil der bleibenden Fl&uuml;chtlinge in bestehenden Wohnungen untergebracht werden kann: &ldquo;43 Prozent der Zusatznachfrage durch Fl&uuml;chtlinge kann mit leer stehenden Wohnungen befriedigt werden&rdquo;, sagt Braun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/verbraucher\/article151029980\/Fuer-Fluechtlinge-fehlen-mehr-als-650-000-Wohnungen.html%20\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Und was wollen die Fl&uuml;chtlinge dort? Von dort genauso abhauen wie die Leute die dort seit Generationen gewohnt haben, denen man aber systematisch jede und zwar absolut jede Existenzgrundlage entzogen hat und die nur noch eine M&ouml;glichkeit sahen, durch Binnen Flucht in Ballungsgebiete, sich eine Existenz auf aufzubauen. Ich werde in K&uuml;rze wohl dazu geh&ouml;ren, da ich wegen der Arbeit umziehen muss. <\/em><br>\n<em>Wohnungen scheinen also wohl nur f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge zu fehlen, f&uuml;r Einheimische ist dann ja wohl alles bestens oder wie?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Story im Ersten: Ware M&auml;dchen<\/strong><br>\nProstitution unter Zwang<br>\nEtwa 8.000 Frauen bieten allein in Berlin ihren K&ouml;rper zum Kauf an. Viele von ihnen haben keinen Pass und sprechen kein Deutsch. Besonders junge M&auml;dchen aus Osteuropa werden immer h&auml;ufiger Opfer skrupelloser Menschenh&auml;ndler, gehalten wie Sklavinnen. Nadya Luer und Jo Goll haben &uuml;ber ein Jahr lang Kontakt zu Opfern von Zwangsprostitution aufgebaut. Die jungen Frauen schildern, wie sie von brutalen Menschenh&auml;ndlern in der Heimat in die Falle gelockt wurden. Doch auch Bordellbetreiber in Deutschland k&ouml;dern junge rum&auml;nische Frauen &uuml;ber das Internet zur Prostitution &ndash; und das ganz legal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/programm.ard.de\/TV\/daserste\/die-story-im-ersten--ware-maedchen\/eid_2810616532149549%20\">programm.ARD.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Video: Die Story im Ersten: Ware M&auml;dchen<\/strong><br>\nEtwa 8.000 Frauen bieten allein in Berlin ihren K&ouml;rper zum Kauf an. Viele von ihnen haben keinen Pass und sprechen kein Deutsch. Es sind Frauen ohne Rechte, eingesperrt und fremdbestimmt. Junge Frauen aus Rum&auml;nien, zum Teil Minderj&auml;hrige, m&uuml;ssen bis zu 15 M&auml;nner am Tag mit Sex bedienen, h&auml;ufig ohne Schutz und ohne Auszeit bei Krankheiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Reportage-Dokumentation\/Die-Story-im-Ersten-Ware-M%C3%A4dchen\/Das-Erste\/Video?documentId=32705698&amp;bcastId=799280%20\">ARD Mediathek<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Das sind unertr&auml;gliche Zust&auml;nde hierzulande. Wieder einmal erweist sich ein sinngem&auml;&szlig;er Ausspruch Volker Pispers als richtig: Wenn Politik etwas tun k&ouml;nnte, wird nicht entschieden, sondern Ablenkung von allen Seiten betrieben. Denn auch diese Problematik ist seit vielen Jahren bekannt und ist eine Folge insbesondere rot-gr&uuml;ner Gesetzesinitiative, was u.a. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-96238909.html\">hier<\/a> nachgelesen werden kann.<\/em><br>\n<em>Die Bemerkung des CDU-Politikers am Ende der Reportage &uuml;ber die Selbstbestimmung der Frauen im Milieu zeugt wohl von Unwissenheit, Realit&auml;tsferne oder Zynismus.<\/em><br>\n<em>Vermutlich hilft ein Blick nach Schweden, um die Situation f&uuml;r die betroffenen Frauen und (leider wohl auch nicht selten minderj&auml;hrigen) M&auml;dchen zu verbessern. Dazu <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Schwedens-Prostitutionsbeauftragter\/!5222543\/\">hier<\/a> der Hinweis auf ein taz-Interview mit Patrik Cederl&ouml;f, dem nationalen Koordinator gegen Prostitution und Zwangsprostitution in Schweden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>EU-Abgeordneter klagt gegen Geheimhaltung der Kommission<\/strong><br>\nStreit um Unterlagen der Arbeitsgruppe Unternehmensbesteuerung. Kommission will Dokumente nicht freigeben, die ihren Pr&auml;sidenten belasten k&ouml;nnten<br>\nDie EU-Kommission wird vor Gericht begr&uuml;nden m&uuml;ssen, weshalb sie dem Europ&auml;ischen Parlament Dokumente &uuml;ber Steuerflucht vorenth&auml;lt, die &uuml;ber Jahre hinweg unter anderem von den Beh&ouml;rden und Regierungen von Luxemburg unterst&uuml;tzt wurde.<br>\nIm Zuge der sogenannten Luxemburg-Leaks-Aff&auml;re war bekannt geworden, dass das Gro&szlig;herzogtum mit zahlreichen Unternehmen geheime Deals einging, damit sie gegen Steuerverg&uuml;nstigungen ihr Geld in dem Zwergstaat anlegen. Verstrickt in diese Politik war mutma&szlig;lich auch der amtierende EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker.<br>\nEin Rechtsgutachten im Auftrag der Linksfraktion (GUE\/NGL) im Europ&auml;ischen Parlament kommt nun zu dem Ergebnis, dass die Weigerung der EU-Kommission, zentrale Dokumente aus der Ratsarbeitsgruppe Unternehmensbesteuerung (Code of Conduct Group) zu ver&ouml;ffentlichen, gegen EU-Recht verst&ouml;&szlig;t. Das Gutachten wurde vom V&ouml;lker- und Europarechtler Andreas Fischer-Lescano sowie Nele Austermann von der Universit&auml;t Bremen verfasst. &ldquo;Demnach hat die EU-Kommission die Einschr&auml;nkung der Informationsrechte nicht hinreichend begr&uuml;ndet&rdquo;, stellt der deutsche EU-Abgeordnete Fabio De Masi fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/EU-Abgeordneter-klagt-gegen-Geheimhaltung-der-Kommission-3071427.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gl&uuml;ckw&uuml;nsche eines Analphabeten<\/strong><br>\nDas V&ouml;lkische hat angeblich eine neue Dimension angenommen. Und im Osten des Landes tobt der V&ouml;lkischensturm wie nirgends. Der Besserwessi wei&szlig;, dass das ein Ph&auml;nomen &raquo;von dr&uuml;ben&laquo; ist. Aber so einfach ist es nicht.<br>\nDer Text ist echt harter Tobak. &raquo;Mit gro&szlig;er Sorge beobachten wir die Unterwanderung des deutschen Volkes durch Zuzug von vielen Millionen von Ausl&auml;ndern und ihren Familien&laquo;, hei&szlig;t es da. Die &Uuml;berfremdung von Sprache und Kultur drohe. &raquo;Bereits jetzt sind viele Deutschen [Anm.: Fehler im Original] in ihren Wohnbezirken und an ihren Arbeitsst&auml;tten Fremdlinge in der eigenen Heimat.&laquo; Und weiter: &raquo;Die deutsche Bev&ouml;lkerung wurde bisher &uuml;ber Bedeutung und Folgen nicht aufgekl&auml;rt. Sie wurde auch nicht dar&uuml;ber befragt.&laquo; Immerhin gehe es um die &raquo;geistige Identit&auml;t auf der Grundlage unseres christlich-abendl&auml;ndischen Erbes&laquo;. Es stehe also alles auf dem Spiel. Au&szlig;erdem distanziere man sich vor Rassismus und Links- wie Rechtsextremismus. &raquo;V&ouml;lker sind (biologisch und kybernetisch) lebende Systeme h&ouml;herer Ordnung mit voneinander verschiedenen Systemeigenschaften&laquo;, hei&szlig;t es aber schon einen Satz weiter. Aus dieser Erkenntnis leitet man ab, dass Integration nicht m&ouml;glich sei und es zur &raquo;ethnischen Katastrophe&laquo; komme. Daher: &raquo;Allein lebensvolle und intakte deutsche Familien k&ouml;nnen unser Volk f&uuml;r die Zukunft erhalten.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/998076.glueckwuensche-eines-analphabeten.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>George Friedman: Die EU ist zunehmend unzuverl&auml;ssig und unvorhersehbar<\/strong><br>\nDie USA und die EU sind Partner &ndash; und doch k&ouml;nnen die Vereinigten Staaten die NATO nicht l&auml;nger als Bindeglied mit Europa sehen, sagt George Friedmann im Exklusivinterview mit EurActiv.<br>\nGeorge Friedmann ist ein amerikanischer Politologe und Autor. Der ehemals leitende Geheimdienstoffizier ist Gr&uuml;nder von Stratfor, wo er als Finanzaufseher und Vorstandsvorsitzender arbeitete. Vor Kurzem ver&auml;u&szlig;erte er seine Anteile an Stratfor und rief Geopolitical Futures, einen neuen weltweiten Informationsdienst, ins Leben.<br>\nWie sieht Europa von der anderen Seite des Atlantiks aus?<br>\nZun&auml;chst einmal sehen die USA Europa im gr&ouml;&szlig;eren eurasischen Kontext. Jetzt gibt es also eine Krise, die sich vom Pazifik bis zum Atlantik erstreckt. Die Chinesen stecken in einer Krise, die Russen, der Nahe Osten in einer besonders schrecklichen, und jetzt kommt noch eine europ&auml;ische Krise hinzu. Es ist also eine Situation zu beobachten, in der ein Gebiet mit f&uuml;nf Milliarden Einwohnern sich auf eine Art und Weise ver&auml;ndert, die wir nicht vorhersehen k&ouml;nnen.<br>\nEin Amerikaner sieht dabei nicht einfach nur Europa, sondern eher eine Reihe von Problemen allgemein. In Amerika gibt es EUropa gegen&uuml;ber viele unterschiedliche Ansichten. Ich glaube, die EU ist gescheitert, aber es gibt keine klare Alternative. Dieses Scheitern zeigt sich deutlich in der Immigrationsfrage, die wir nicht wirklich als gro&szlig;es Problem sehen, weil es sich dabei um eine Bev&ouml;lkerungsverschiebung von weniger als 0,5 Prozent handelt. Dennoch kann sich Europa einfach nicht einigen, wie man damit umzugehen hat.<br>\nDas ist keine unm&ouml;gliche Aufgabe. Man kann sich daf&uuml;r entscheiden, nicht alle reinzulassen und dann entsprechende Pr&auml;ventivma&szlig;nahmen ergreifen. Oder aber man entscheidet sich daf&uuml;r, diese Menschen zu integrieren und leitet die daf&uuml;r notwendigen Schritte ein. Das gr&ouml;&szlig;te Problem aus amerikanischer Sicht ist, dass Europa nicht in der Lage ist, solche Entscheidungen zu treffen.<br>\nDas ist eine schwierige Situation, denn die Vereinigten Staaten sind Partner Europas. Genauso wichtig wie die EU ist die NATO, die weitestgehend aus der Debatte ausgeklammert wird. Die Spannungen zwischen den EU-Mitgliedsstaaten spiegeln sich auch allm&auml;hlich in der NATO wider. WIr haben also beispielsweise haben eine bestimmte Beziehung zu den Franzosen, eine bestimmte zu den Briten, eine ganz andere Beziehung zu den Deutschen und eine wieder komplett andere zu den Polen. Wir k&ouml;nnen die NATO nicht l&auml;nger als das Bindeglied zu Europa sehen.<br>\nDas ist f&uuml;r die USA nicht katastrophal, stellt uns aber im Nahen Osten vor Herausforderungen und erschwert unsere Beziehung zu Russland. Die Europ&auml;er erscheinen uns zunehmend unzuverl&auml;ssig und unvorhersehbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/sections\/eu-aussenpolitik\/george-friedman-die-eu-ist-zunehmend-unzuverlaessig-und-unvorhersehbar\">EurActiv.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Bitte vergleichen Sie Friedmans Antworten mit der Analyse von Albrecht M&uuml;ller: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30269\">Schwierige, aber notwendige Korrekturen des Blicks auf gesellschaftspolitische Alternativen (A), auf die USA (B), die Konfliktl&ouml;sung per Krieg (C) und die sp&uuml;rbare Krise der Demokratie (D)<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bundeswehr<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Merkel: &ldquo;Wir m&uuml;ssen einen vern&uuml;nftigen, qualitativen Beitrag leisten&rdquo;<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel besuchte am Mittwoch den Verteidigungsausschuss des Bundestages und verdeutlichte, was sie m&ouml;chte: h&ouml;here Ausgaben f&uuml;r die Bundeswehr.<br>\n&ldquo;Wir m&uuml;ssen einen vern&uuml;nftigen, qualitativen Beitrag leisten, damit andere &ndash; jenseits des Atlantiks &ndash; bereit sind, sich zu engagieren&rdquo;, zitiert tagesschau.de die Kanzlerin und bezieht sich dabei auf die Aussagen eines &lsquo;Teilnehmers&rsquo; der Zusammenkunft im Ausschuss.<br>\nUnterst&uuml;tzung erh&auml;lt Merkel mit ihrer Forderung von der SPD. Der SPD-Verteidigungspolitiker Fritz Fegentreu sagte laut tageschau.de, die Richtung der Kanzlerin sei &ldquo;politisch richtig.&rdquo;<br>\nDa die USA rund eine Billion Dollar im Jahr f&uuml;r ihre Streitkr&auml;fte ausgeben, sei auch Deutschland in der Pflicht. Es &ldquo;kommt sehr schlecht an, wenn wir trotz eines Milliarden&uuml;berschusses im Haushalt nicht in der Lage sind, mehr in die Verteidigung zu stecken.&rdquo;<br>\nLinkenpolitiker Alexander Neu, der f&uuml;r seine Partei im Verteidigungsausschuss sitzt, kann die Haltung der Bundeskanzlerin nicht nachvollziehen. &ldquo;Angesichts der desastr&ouml;sen Lage in den L&auml;ndern und Kommunen nun mehr Geld in R&uuml;stung zu stecken, ist falsch&rdquo;, sagte er gegen&uuml;ber tagesschau.de.<br>\nAus Sicht von Neu gibt es wichtigere Aufgaben f&uuml;r die Bundesrepublik als die Aufstockung des Verteidigungsetats. Die Aussagen der Kanzlerin vor dem Ausschuss habe er als &ldquo;bedr&uuml;ckend&rdquo; empfunden. Neu bezeichnete das Handeln Deutschlands als &ldquo;unerwachsen&rdquo;, wenn es dem Druck der USA auf h&ouml;here Milit&auml;rausgaben nachgebe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Merkel-Wir-muessen-einen-vernuenftigen-qualitativen-Beitrag-leisten-3071526.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;uble will nach K&ouml;ln M&ouml;glichkeit eines Bundeswehr-Einsatzes im Inneren<\/strong><br>\n&ldquo;Jedes andere Land der Welt w&uuml;rde notfalls Soldaten einsetzen&rdquo;: Nach den Ereignissen von K&ouml;ln fordert der Finanzminister eine Rechtsgrundlage f&uuml;r einen Einsatz von Bundeswehr-Soldaten im Inneren.<br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) hat als eine Konsequenz aus den Ereignissen der Silvesternacht in K&ouml;ln die M&ouml;glichkeit f&uuml;r einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren gefordert. &ldquo;Wir werden uns mit der Frage befassen m&uuml;ssen, warum praktisch alle anderen L&auml;nder in Europa unter klaren rechtlichen Regelungen zur Unterst&uuml;tzung der Polizei auf ihre Streitkr&auml;fte zur&uuml;ckgreifen d&uuml;rfen &ndash; und wir nicht&rdquo;, sagte Sch&auml;uble der S&uuml;ddeutschen Zeitung (Wochenend-Ausgabe).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fluechtlingspolitik-schaeuble-stuetzt-kurs-der-kanzlerin-1.2820991\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Herr Sch&auml;uble kann es offenbar nicht lassen. Seit vielen Jahren pl&auml;diert er f&uuml;r den Einsatz der Bundeswehr im Inneren und m&ouml;chte auch daf&uuml;r das Grundgesetz erneut &auml;ndern. Interessant dazu als ein Beispiel f&uuml;r Herrn Sch&auml;ubles fr&uuml;heren Eins&auml;tze: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2008\/02\/15\/vernetzte-sicherheit\/\">Vernetzte Sicherheit? &ndash; Der Einsatz der Bundeswehr im Inneren<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Warum Provider E-Mails ihrer Kunden mitlesen<\/strong><br>\nVerbrauchersch&uuml;tzer kritisieren, dass Google E-Mails auswertet. Es geht um personalisierte Werbung und die Abwehr von Spam. Auch andere Anbieter machen das. Manche Dienste schauen jedoch genauer hin.<br>\nDie Verbrauchersch&uuml;tzer vom Verbraucherzentrale Bundesverband vzbv haben Google f&uuml;r zwei Klauseln in der Datenschutzerkl&auml;rung des Dienstes abgemahnt. Sie kritisieren, dass sich der Konzern erlaubt, Inhalte der Nutzer wie etwa E-Mails zu analysieren &ndash; etwa um mithilfe der gewonnenen Erkenntnisse personalisierte Werbung einzublenden. Google ist aber bei Weitem nicht das einzige Unternehmen, das einen Blick in die Post seiner E-Mail-Kunden wirft.<br>\n&ldquo;So ein Wortabgleich, wie Google das macht, kommt auch in jedem Spamfilter vor&rdquo;, erkl&auml;rt Jo Bager von der Fachzeitschrift &ldquo;c&rsquo;t&rdquo;. Dabei sucht ein Algorithmus in Mails nach W&ouml;rtern und Wortgruppen, die auf Spam hindeuten. &ldquo;Sonst k&ouml;nnte man Spam gar nicht effektiv abwehren.&rdquo; Dabei bleibt es aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article150802680\/Warum-Provider-E-Mails-ihrer-Kunden-mitlesen.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Europarat verabschiedet umstrittene Leitlinien zur Netzneutralit&auml;t<\/strong><br>\nDer Europarat hat seine 47 Mitgliedsstaaten aufgerufen, das Prinzip des offenen Internets aufrechtzuerhalten, um Grundrechte zu sch&uuml;tzen. Die Empfehlung &ouml;ffnet aber gro&szlig;e Hintert&uuml;ren f&uuml;r Internetsperren und Spezialdienste.<br>\nEine in sich widerspr&uuml;chliche Empfehlung zur Netzneutralit&auml;t hat der Europarat am Mittwoch beschlossen. Laut dem Gremium, dem 47 Staaten angeh&ouml;ren, sollen Datenpakete zwar prinzipiell &ldquo;unabh&auml;ngig von Sender, Empf&auml;nger, Inhalt, Anwendungsbereich, Dienstleister oder Ger&auml;t gleichm&auml;&szlig;ig, ohne Diskriminierung, Beschr&auml;nkung oder Beeinflussung&rdquo; durchs Internet geschleust werden. Die Leitlinien enthalten aber gro&szlig;e L&ouml;cher f&uuml;r ein Zwei-Klassen-Netz mit Mautstellen und Blockaden.<br>\nDer Beschluss soll den &ldquo;Schutz der Meinungsfreiheit und den Zugang zu Informationen sowie das Recht auf Privatsph&auml;re sicherstellen&rdquo;. Doch der eigentliche Text gibt das nicht her. So sollen Provider nicht nur Verkehrsmanagement durchf&uuml;hren und Daten blockieren d&uuml;rfen, um Gesetze oder Gerichtsanordnungen zu befolgen oder die &ldquo;Integrit&auml;t und Sicherheit&rdquo; des Netzes aufrecht zu erhalten. Als legitim betrachtet wird es vielmehr auch, wenn sie den Zugang zu &ldquo;unrechtm&auml;&szlig;igen oder sch&auml;dlichen Inhalten&rdquo; sperren etwa im Rahmen von &ldquo;Selbstregulierungssystemen in Kooperation mit Beh&ouml;rden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Europarat-verabschiedet-umstrittene-Leitlinien-zur-Netzneutralitaet-3071891.html?wt_mc=nl.ho.2016-01-16\">heise online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Forum &ndash; &ldquo;Wir haben es satt&rdquo;<\/strong><br>\nDie Landwirtschaft muss sich &auml;ndern<br>\nDer Streit dar&uuml;ber, wie wir Lebensmittel produzieren, wird immer erbitterter gef&uuml;hrt. Viele Verbraucher wollen, dass die Bauern ihre Tiere pfleglich behandeln, nicht mit Antibiotika vollstopfen und dass sie sorgsam mit ihren &Auml;ckern umgehen. Mit dem Motto &ldquo;Wir haben es satt&rdquo; machen Umwelt- und Tiersch&uuml;tzer vor der Gr&uuml;nen Woche in Berlin mobil, zum Leidwesen des Deutschen Bauernverbandes. Dieser reagiert mit einer Gegenbewegung &ldquo;Wir machen Euch satt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/info\/sendungen\/das_forum\/Wir-haben-es-satt,sendung482714.html%20\">NDR.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Das Manuskript zur Sendung ist <a href=\"http:\/\/media.ndr.de\/progressive\/2016\/0113\/AU-20160113-1128-4442.mp3\">als mp3<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/info\/sendungen\/das_forum\/forum4766.pdf\">zum Nachlesen<\/a> erh&auml;ltlich.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Schulterschluss von Bauern und Verbrauchern: Starkes Signal gegen Agrarindustrie<\/strong><br>\n23 000 Menschen demonstrieren in Berlin f&uuml;r b&auml;uerliche Zukunftslandwirtschaft<br>\nTrotz eisiger Temperaturen und angef&uuml;hrt von 130 Traktoren &ndash; so viele wie nie zuvor &ndash; haben heute 23 000 Bauern und Verbraucher gemeinsam in Berlin f&uuml;r eine Agrarwende demonstriert. Unter dem Motto &bdquo;Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne B&auml;uerinnen und Bauern&ldquo; zogen sie zum Bundeskanzleramt und forderten von der Bundesregierung die Weichen f&uuml;r eine b&auml;uerliche und &ouml;kologischere Zukunftslandwirtschaft zu stellen. Bauern, Imker, Tier- und Natursch&uuml;tzer, Aktive in der Entwicklungszusammenarbeit, Lebensmittelhandwerker und K&ouml;che demonstrierten f&uuml;r Bauernh&ouml;fe, die umwelt- und klimafreundlich wirtschaften, damit das Recht auf Nahrung weltweit sichern, starke Strukturen im l&auml;ndlichen Raum erhalten, artgerechte Tierhaltung verwirklichen, gentechnikfrei arbeiten und deren Grundsatz fairer Handel ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wir-haben-es-satt.de\/start\/presse\/pressemitteilungen\/\">Wir haben Agrarindustrie satt!<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Prominente Beh&ouml;rden und Firmen werben auf rechtspopulistischen Webseiten<\/strong><br>\nDie Gewalt gegen Fl&uuml;chtlinge nimmt zu. Auch im Internet wird der Ton sch&auml;rfer: Webseiten wie &ldquo;Politically Incorrect&rdquo;, &ldquo;Kopp Online&rdquo; und &ldquo;Junge Freiheit&rdquo; machen Stimmung gegen Fl&uuml;chtlinge, sch&uuml;ren &Auml;ngste und Vorurteile. Wir wundern uns: Denn trotzdem finden wir Werbung von mehreren Firmen und Bundesbeh&ouml;rden auf diesen Seiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/umstrittene-anzeigen-prominente-behoerden-und-firmen-werben-auf-rechtspopulistischen-webseiten\/-\/id=233454\/did=16772936\/nid=233454\/yhh0aj\/\">SWR<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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