{"id":3032,"date":"2008-02-29T16:17:54","date_gmt":"2008-02-29T15:17:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3032"},"modified":"2008-02-29T16:18:17","modified_gmt":"2008-02-29T15:18:17","slug":"hinweise-des-tages-2-58","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3032","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3032&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Wir sind alle kleine S&uuml;nderlein<\/strong><br>\nDie Gleichsetzung aller Schwarzgelder ist das wirkliche Verbrechen. Was haben Millionendepots und Ritterburgen mit der Not vieler Menschen zu tun, die ohne ein paar Euro aus der Schwarzarbeit, ohne Diebst&auml;hle, Familienhilfen oder Suppenk&uuml;chen nicht &uuml;ber die Runden k&auml;men? An dieser Stelle ist das Verhalten der SPD, die gegen die &raquo;neuen Asozialen&laquo; wettert, verd&auml;chtig. Die Sozialdemokratie hatte &ndash; als Relikt des kantisch-preu&szlig;ischen Imperativs, der den Karnevalisten der CDU, CSU und FDP bisweilen abgeht &ndash; die Reichen um 30 Milliarden im Jahr bereichert, den Armen aber soziale Versorgungen genommen und in deren Wohnzimmern nach Rasierpinseln, Bettmulden und W&auml;sche w&uuml;hlen lassen, wie es die Stasi gemacht haben soll. W&auml;hrend die Gr&uuml;nen sich von der Steuerersparnis eine Solaranlage zulegen, muss die SPD wegen ihrer Konkurrenz zur Linken darauf hoffen, dass die Reichen ihr die Zuwendung irgendwie danken. Aber das tun die nicht, und selbst wenn sie ihre Steuern p&uuml;nktlich zahlen w&uuml;rden, bek&auml;men Arme nichts. Der usbekische Diktator wurde hierzulande medizinisch versorgt, aber arme Familien bekamen zu Weihnachten keine zwei Euro, obwohl die Steuereinnahmen um 25 Milliarden gestiegen waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2008\/09\/11526.php\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Stuttgart, &uuml;bernehmen Sie!<\/strong><br>\nVermutlich sind die Krisen der Landesbanken, angefangen mit dem Berliner Bankenskandal bis zu den nun durch die Immobilienkrise entstandenen Schwierigkeiten der inzwischen von Baden-W&uuml;rttemberg &uuml;bernommenen Sachsen-LB, der West-LB und der Bayern-LB, nur der Auftakt f&uuml;r eine gro&szlig;e Umstrukturierung sowohl der Landesbanken als auch der Sparkassen. Diese w&auml;re ganz im Sinne der privaten Gro&szlig;banken, die bereits seit langem den R&uuml;ckzug des Staates aus dem Finanzgesch&auml;ft fordern. Mit einem Anteil von 36 Prozent am gesamten Bankengesch&auml;ft sind die Landesbanken und die Sparkassen immer noch die st&auml;rkste Kraft im deutschen Kreditgewerbe. Hinzu kommen weitere zw&ouml;lf Prozent der genossenschaftlich organisierten Volks- und Raiffeisenbanken.<br>\nLetztlich ist also nach wie vor beinahe die H&auml;lfte des klassischen Bankgesch&auml;fts in den H&auml;nden von Unternehmen, die entweder nach dem Gesetz verpflichtet sind, dem Gemeinwohl zu dienen, indem sie die Versorgung der Bev&ouml;lkerung und der Wirtschaft mit Finanzdienstleistungen in ihrer Region sicherstellen, wie etwa die Sparkassen. Oder sie dienen vornehmlich den Interessen ihrer Mitglieder, wie die Volks- und Raiffeisenbanken. Diese Einschr&auml;nkung f&uuml;r das freie Walten der Finanzm&auml;rkte soll nach dem Willen der Lobbyisten beseitigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2008\/09\/11533.php\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Falscher Stil, richtige Richtung<\/strong><br>\nMit seinem Kurswechsel hat Kurt Beck der SPD einen Gefallen getan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F02%2F28%2Fa0186&amp;src=GI&amp;cHash=db38040d0d&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Macchiavelli &amp; Ypsilanti<\/strong><br>\nDas moderne politische Denken Europas beginnt mit einer recht unsentimentalen Verteidigung des Wortbruchs. Daf&uuml;r gibt es Gr&uuml;nde. F&uuml;r Hessen gelten die jedoch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F02%2F29%2Fa0116&amp;src=GI&amp;cHash=50c4e7d2ff&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nun bem&uuml;ht die taz schon Kant und Macchiavelli, um Klarheit in die gegenw&auml;rtig ach so spannende Frage zu bringen, wer mit wem geht. Die Frage, was von Wahlvesprechen zu halten ist, ist doch schon ziemlich alt und wird von 90 Prozent der Bev&ouml;lkerung seit l&auml;ngerem klar beantwortet, n&auml;mlich wenig. Man k&ouml;nnte hier eine endlose Liste von verratenen Wahlversprechen erstellen. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-179261,00.html\">Ein Beispiel soll gen&uuml;gen.<\/a><br>\nDarum stellt sich doch eher die Frage, warum und von wem heute so sch&ouml;ne Worte wie Wortbruch und Verrat benutzt werden, welche in der allt&auml;glichen politischen Sprache kaum auftauchen. Und hier w&auml;re in der Tat etwas Macchiavelli angesagt, und zwar im urspr&uuml;nglichen Sinne, der rationalen Analyse von Macht. Cui bono? Wem n&uuml;tzt es, Verhandlungen mit der &ldquo;Linken&rdquo; als Verrat abzustempeln? Da sind die Reste der Schr&ouml;dermanschaft, welche mit ihrem vulg&auml;ren Wirtschaftsliberalismus endg&uuml;ltig auf dem M&uuml;llhaufen der Geschichte landen w&uuml;rden, und CDU und FDP, welche den Machtverlust durch den politisch umgesetzten Linksruck in unserer Gesellschaft bef&uuml;rchten m&uuml;ssen.<br>\nAnmerkung KR: Au&szlig;erdem f&auml;llt auf, wie sehr auch Micha Brumlik bei diesem Thema schwurbelt: &bdquo;So w&auml;re ein demokratischer Faschist, der Wahlen genau deshalb gewonnen hat, weil er versprochen hat, die Menschenrechte einer gr&ouml;&szlig;eren Bev&ouml;lkerungsgruppe zu beeintr&auml;chtigen, und den nach gewonnener Wahl Gewissensbisse qu&auml;len, nicht verpflichtet, dies Versprechen zu halten.&ldquo;<br>\nWas bitte ist ein &bdquo;demokratischer Faschist&ldquo;?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Steuersparmodelle der Versicherer im Zwielicht<\/strong><br>\nDeutsche Versicherer beobachten die Steuer-Ermittlungen in Liechtenstein mit Sorge: Einige bieten n&auml;mlich wom&ouml;glich dubiose Versicherungsprodukte aus dem F&uuml;rstentum an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/wirtschaft\/unternehmen\/918637.html\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Sind Top-Manager asozial?<\/strong><br>\nF&uuml;r den Aufstieg in den engsten Kreis der Top-Manager z&auml;hlt nicht Herkunft oder Qualifikation, sondern einzig und allein die Bereitschaft, seine Seele an den Arbeitgeber zu verkaufen. Da unter&shy;scheiden sich die klassischen Brutst&auml;tten der k&uuml;nftigen Managementelite wie Vorstandsst&auml;be, Investmentbanken oder Unternehmensberatungen kaum von den menschenverachtenden Selektionsprozessen einschl&auml;giger Sekten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.capital.de\/div\/100009957.html\">Capital<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Capital-Chefredakteur Klaus Schweinsberg fragt u.a.: &bdquo;Es mag verst&ouml;rend klingen, aber warum sollte der Chef eines Dax-Konzerns nicht verpflichtet werden, mehrere Tage im Jahr im Krankenhaus die Bettpfannen auszuleeren, in der Suppenk&uuml;che f&uuml;r Obdachlose zu helfen oder einsame Menschen zu besuchen? Unsere Top-Manager w&uuml;rden sich dort an etwas erinnern, das den meisten wohl verloren gegangen ist: Demut.&ldquo;<br>\nDass &bdquo;unsere k&uuml;nftige F&uuml;hrungselite &hellip; am wirklichen Leben der Menschen nicht mehr teilhat&ldquo;, mag ja zutreffen. Mit diesen Anmerkungen lenkt Klaus Schweinsberg aber von den Ursachen der Probleme ab. Tats&auml;chlich nutzen die Manager die erweiterten Freir&auml;ume, die ihnen von einer gegen die Arbeitnehmerinteressen gerichteten Politik einger&auml;umt wurden. Hinzu kommt die Schw&auml;chung der Gewerkschaften infolge der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit. Verglichen damit d&uuml;rfte die Psyche der Manager von untergeordneter Bedeutung sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>BILD ist unsere Demokratie zu teuer <\/strong><br>\nDie Linkspartei ist nach Auffassung der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung nicht nur gef&auml;hrlich, sondern auch noch teuer. Jedenfalls in Hamburg, wo die W&auml;hler sich erdreistet entschieden haben, die Linke in die B&uuml;rgerschaft zu w&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/2815\/bild-ist-unsere-demokratie-zu-teuer\">BildBlog<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Held der wei&szlig;en M&auml;nner<\/strong><br>\nDerzeit blicken fast alle begeistert auf den Vorwahlkampf der Demokraten. Doch die Republikaner haben einen guten Kandidaten, der die Wahlen im Herbst gewinnen kann. Von Norman Birnbaum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F02%2F28%2Fa0188&amp;src=GI&amp;cHash=9eae8efd8c&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Ungarn: Zug ins neoliberale Nirgendwo<\/strong><br>\nDie Regierung plant eine Versch&auml;rfung des Streikrechts, um renitente Bahngewerkschaft zu brechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/02-29\/034.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3032","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3032","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3032"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3032\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3032"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3032"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3032"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}