{"id":3038,"date":"2008-03-04T09:24:04","date_gmt":"2008-03-04T08:24:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3038"},"modified":"2008-03-04T09:28:31","modified_gmt":"2008-03-04T08:28:31","slug":"hinweise-des-tages-598","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3038","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3038&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Europ&auml;ische Krisenignoranz<\/strong><br>\nDie Aktienm&auml;rkte auf der Achterbahn, das globale Finanzsystem in einer tiefen Krise, Banken am Abgrund und die amerikanische Wirtschaft vor einer Rezession: Dramatischer als mit dem B&ouml;rsencrash am &bdquo;schwarzen Montag&ldquo; vom 21. Januar h&auml;tte das Jahr an den internationalen Finanzm&auml;rkten nicht beginnen k&ouml;nnen. Die Tagesverluste waren so heftig wie seit den Terroranschl&auml;gen vom 11. September 2001 nicht mehr. Doch kaum hatten die aggressiven Zinssenkungen der US-Notenbank die M&auml;rkte etwas beruhigt, signalisierten die Politiker hierzulande schon wieder business as usual &ndash; was wie immer hei&szlig;t, wir tun nichts, aber auch gar nichts, um einen globalen Einbruch zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter-online.de\/artikel.php?pr=2772\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschland im &Uuml;berstundenfieber <\/strong><br>\nDie Arbeitnehmer arbeiten immer l&auml;nger &ndash; und oft f&uuml;r lau: Im vergangenen Jahr wurden drei Milliarden &Uuml;berstunden gemacht. Laut der Erhebung ist die Zahl der bezahlten &Uuml;berstunden um rund f&uuml;nf Prozent auf 1,477 Milliarden gestiegen. Dies sei der h&ouml;chste Wert seit dem Jahr 2003. Dazu kommen den IAB-Experten zufolge unbezahlte Zusatzstunden in mindestens der gleichen Gr&ouml;&szlig;enordnung. Rechnerisch leiste damit jeder Vollzeitbesch&auml;ftigte zwei &Uuml;berstunden pro Woche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/844\/161401\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Britische Regierung geht gegen &ldquo;exzessive&rdquo; Gewinne der Energiekonzerne vor<\/strong><br>\nDie britische Regierung wirft den Energiekonzernen vor, &ldquo;exzessiv&rdquo; von steigenden Preisen profitiert zu haben. Wie der Telegraph berichtet, sollen die Chefs der gro&szlig;en Konzerne einbestellt und aufgefordert werden, einen Teil der Gewinne in ein Programm zu stecken, um die Energiepreise f&uuml;r die 4,5 Millionen &auml;rmsten Haushalte zu senken. Wenn die Konzerne dazu nicht bereit sind, droht die Regierung, die Besteuerung der Gewinne zu erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/2\/104341\">Heise.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschlands Mitte schrumpft dramatisch &ndash; Top-Verdiener legen zu<\/strong><br>\nMillionen rutschen ab: Deutschlands Mittelschicht erodiert laut SPIEGEL-Informationen in atemberaubendem Tempo. Die soziale Spaltung ist viel dramatischer als bisher angenommen. Unter dem Druck der Globalisierung zerbricht die alte Balance der Bundesrepublik.<br>\nIm Jahr 2000 geh&ouml;rten 62 Prozent der Deutschen dazu, inzwischen sind es nur noch 54. Spiegelbildlich dazu ist der Anteil der Deutschen mit extrem niedrigen oder extrem hohen Einkommen gestiegen. Ein sozialer Aufstieg ist f&uuml;r die zerfallende Mitte schwierig &ndash; der weit gr&ouml;&szlig;ere Teil wandert nach unten ab. Aber etwa elf Prozent haben es geschafft, bis nach ganz oben vorzudringen. Zwischen 2000 und 2006 wuchs der Anteil der Spitzenverdiener an der Bev&ouml;lkerung von 18,8 auf 20,5 Prozent. Die Besserverdiener k&ouml;nnen einen Gro&szlig;teil des volkswirtschaftlichen Reichtums unter sich aufteilen, ihre Eink&uuml;nfte wachsen schneller als im Rest der Bev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,539083,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Wolfgang Lieb:<\/strong> Leider wieder einmal typisch Spiegel: nur weil in Amerika und England die Ungleichheit auch zugenommen hat, ist die Globalisierung ist schuld. Vielleicht sollte man in der Redaktion mal das neue Buch von Paul Krugman &bdquo;Nach Bush&ldquo; lesen, der auf &uuml;ber dreihundert Seiten belegt, dass die Zunahme von Ungleichheit vor allem etwas mit der Politik der Konservativen, mit der schwachen Position der Gewerkschaften oder mit dem Einfluss der Plutokratie in den USA zu tun hat. Krugman: &bdquo;Kurz gesagt, die Indizien sprechen eindeutig f&uuml;r die Annahme, dass Institutionen und Normen und nicht die Technik oder die Globalisierung die Hauptquellen der Ungleichheit in den Vereinigten Staate sind.&ldquo; (S. 157)<\/em><\/p>\n<p><em>Als Beispiel f&uuml;r die Ver&auml;nderung von Normen, die zu mehr Ungleichheit f&uuml;hren:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wirtschaft fordert &Auml;nderungen an geplanter Erbschaftsteuerreform<\/strong><br>\nEinzelne Organisationen wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) forderten sogar einen v&ouml;lligen Verzicht auf die Reform und die Abschaffung der Erbschaftsteuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?H=N&amp;Nr=17408\">ngo-online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mit Riester zum Ruin der Rentenversicherung<\/strong><br>\nR&uuml;rup will pr&uuml;fen lassen und unter Umst&auml;nden den Politikern empfehlen, die Ertr&auml;ge aus der Riester-Rente bei der Festsetzung der Grundsicherung nicht anzurechnen.<br>\nHat der Mann pl&ouml;tzlich seine soziale Ader entdeckt? Wohl kaum. Wie k&ouml;nnte er vergessen, da&szlig; sein eigentlicher Auftrag- und Honorargeber die Banken- und Versicherungswirtschaft ist? R&uuml;rup (neben seinem Professorenamt und den Regierungsauftr&auml;gen unter anderem als Aufsichtsratsvorsitzender der AXA Pensionskasse t&auml;tig, gesch&auml;tztes Jahreseinkommen 6,4 Millionen Euro) sieht die Gelegenheit, mit der Freistellung der Riester-Rente auch alle anderen Formen der Privatrente noch mehr vom Staat f&ouml;rdern zu lassen als bisher schon, zu Lasten der Gesetzlichen Rente. Wer heute &raquo;riestert&laquo;, erh&auml;lt vom Staat erhebliche Zusch&uuml;sse in Form von Steuer- und Sozialabgabenbefreiung bis zu vier Prozent vom Bruttolohn. Das ist ein gutes Gesch&auml;ft f&uuml;r Vielverdiener. Ungef&auml;hr zehn Millionen, ein Viertel aller Besch&auml;ftigten, haben inzwischen Riester-Vertr&auml;ge abgeschlossen. Damit endlich auch die kleinen Leute in gro&szlig;er Zahl Beitr&auml;ge in die private Finanz- und Versicherungswirtschaft zahlen, m&uuml;&szlig;te man ihnen das schmackhaft machen: Jeder bekommt im Alter eine Grundsicherung und obendrein seine Privatrente!<br>\nDenn das ist der Trick des Herrn R&uuml;rup und sein eigentlicher Plan: Die bisherige Gesetzliche Rente soll nach wie vor im Alter auf die Grundsicherung angerechnet werden, nicht aber die Privatrenten. H&auml;tte er Erfolg, w&auml;re die heute noch weit &uuml;berwiegende Gesetzliche Solidarrente bald tot.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/artikel.php?id=3541\">Linksnet<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Wolfgang Lieb:<\/strong> Wenn &ndash; wie das die Sozialverb&auml;nde oder auch der Vorsitzende des Sachverst&auml;ndigenrates, Bert R&uuml;rup, fordern &ndash; die Riester-Rente von der Anrechnung auf die Grundsicherung freigestellt w&uuml;rde, w&uuml;rde diese gegen&uuml;ber anderen Einkommen der betroffenen Rentner bevorzugt. Das w&auml;re dann nicht nur ein &bdquo;ordnungspolitisches Fehlverst&auml;ndnis&ldquo; (Riester), sondern dieser Weg, Riester-Sparer besser zu stellen, w&auml;re eine (verfassungsrechtlich bedenkliche) weitere Subventionierung durch den Fiskus und eine Privilegierung dieser Form der privaten Vorsorge (auch gegen&uuml;ber anderem Verm&ouml;gen, also etwa dem Besitz einer Wohnung, sonstigen Ersparnissen etc.). Damit w&uuml;rde man die Menschen erst recht dazu dr&auml;ngen, ja geradezu zwingen, jegliche Vorsorge auf die Riester-Rente zu konzentrieren. Das w&auml;re nat&uuml;rlich ganz im Sinne der Versicherungswirtschaft und ihrer Protagonisten wie der Herren Riester und R&uuml;rup, die wesentlich dazu beigetragen haben, die gesetzliche Rente zu ruinieren, um damit die privaten Rentenmodelle durchzusetzen. Es w&auml;re also eher der Weg in die Vollprivatisierung der Rente mit all ihren Risiken statt dass die gesetzliche Rente wieder armutsfest gemacht w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Privat in die Pleite<\/strong><br>\nWeltweit zeigt sich, dass der Ausverkauf &ouml;ffentlichen Eigentums jene Probleme schafft, die er zu bek&auml;mpfen vorgibt. Inzwischen wird vielerorts zur&uuml;ckgerudert &ndash; selbst im neoliberalen Musterland Neuseeland. Der Beamtenbund beauftragte das Meinungsforschungsinstitut forsa mit einer Umfrage zum Thema Privatisierung. Danach bewertet die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung ihre Erfahrungen als negativ. Vor allem an der Bahn und den Energiekonzernen entz&uuml;ndet sich die Kritik. Nur der Staat, so meinen gegenw&auml;rtig 58 Prozent der Befragten, k&ouml;nne fl&auml;chendeckende Versorgung und angemessene Preise garantieren. Nur 16 Prozent sprechen sich f&uuml;r weitere Privatisierungen aus. Das ist eine Kehrtwendung gegen&uuml;ber dem Privatisierungsglauben, der in den 90er Jahren vorherrschte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/03-04\/023.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Bock und G&auml;rtner &ndash; Das System der Arzneimittelstudien ger&auml;t zunehmend unter Beschuss<\/strong><br>\nDie Pharmaindustrie bekommt ihre Produkte gro&szlig;z&uuml;gig patentiert und kann &ndash; vor allem in Deutschland &ndash; Phantasiepreise daf&uuml;r verlangen. Gerechtfertigt wird dies damit, dass der Entwicklungsaufwand f&uuml;r Medikamente hoch w&auml;re. Und den L&ouml;wenanteil dieses Entwicklungsaufwands, so die Pharmalobby, w&uuml;rden die aufw&auml;ndigen und teuren Studien ausmachen. Die j&uuml;ngst ans Licht dr&auml;ngenden Ergebnisse zur Qualit&auml;t solcher Studien lassen die Frage jedoch immer lauter werden, ob es wirklich sinnvoll ist, diese Forschung nicht von unabh&auml;ngigen Instituten durchf&uuml;hren zu lassen &ndash; was den Steuerzahler und Krankenversicherten, der in solch einem System die Monopolrenditen nicht mitfinanzieren m&uuml;sste, m&ouml;glicherweise auch deutlich billiger k&auml;me.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/27\/27415\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Bertelsmann-Chef schiebt Konzernumbau an<\/strong><br>\nDie F&uuml;hrung um den neuen Vorstandschef Hartmut Ostrowski hat beschlossen, f&uuml;r das in der Direct Group geb&uuml;ndelte Buchclub- und Buchhandelsgesch&auml;ft eine eingehende Buchpr&uuml;fung einzuleiten &ndash; mit ergebnisoffenem Ziel. Nach einer Phase der Konsolidierung unter Ex-Chef Gunter Thielen versucht Ostrowski nun trotz der hohen Konzernschulden, Bertelsmann eine in die Zukunft gerichtete Struktur zu geben. Bis zum Jahr 2015 soll der Jahresumsatz des Medienunternehmens von bislang rund 20 auf 30 Mrd. Euro wachsen. Investieren will der Bertelsmann-Chef dabei vor allem in die Bereiche Bildung, Dienstleistungen und Internet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/technik\/medien_internet\/:Bertelsmann%20Chef%20Konzernumbau\/325856.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass Bertelsmann im Bereich der Bildung expandieren will, muss man als ernsthafte Drohung ansehen. Zun&auml;chst hat die Bertelsmann Stiftung im &ouml;ffentlichen Bildungssystem privatwirtschaftliche Strukturen durchgesetzt; jetzt k&ouml;nnte die zweite Runde kommen und Bertelsmann steigt direkt ein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wir sind doch keine Unmenschen&rdquo;<\/strong><br>\nDeutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, 60, &uuml;ber die schwindende Akzeptanz der Marktwirtschaft in der Bev&ouml;lkerung, &uuml;ber Steuers&uuml;nden und andere Verfehlungen der Top-Manager sowie die Ursachen und Folgen der gegenw&auml;rtigen Finanzkrise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,538963,00.html\">DER SPIEGEL 10\/2008 &ndash; 03. M&auml;rz 2008<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dieses Interview ist in mehrerer Hinsicht lesenswert.<br>\nEs zeigt an mehreren Stellen, wie die Verkaufsstrategie der Wirtschaft in der jetzigen Debatte aussieht: die Spitzen haben ein Vermittlungsproblem, in der Sache ist nahezu alles in Ordnung; wir sind Spitze, nur hierzulande erkennt man das nicht; die Chefs der Unternehmen werden systematisch schlecht gemacht; sie verdienen viel, weil Leistung sich lohnen muss; und so weiter.<\/em><\/p>\n<p>Ackermann nutzt auch die offenbar im Lager der Wirtschaft abgesprochenen oder kommunizierten (Schein-) Argumente: Das Thema Gerechtigkeit werde bei uns leider v&ouml;llig falsch diskutiert. Den Armen und Schwachen zu helfen sei ein Gebot der Mitmenschlichkeit. Gerechtigkeit sei aber vor allem Chancengleichheit und Leistungsgerechtigkeit. Es lasse sich nur verteilen, was erarbeitet ist; 10% der Spitzenverdiener zahlen schon heute 50% der Einkommensteuer, und so weiter.<br>\nAckermann wendet sich wie auch der Pr&auml;sident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie Thumann in der Bild-Zeitung vom 3.3. gegen den Linksdrall der SPD und gegen die Linke. Das ist ein offenes Aufgeben der politischen Neutralit&auml;t. Dabei wird Ackermann auch gegen&uuml;ber Lafontaine pers&ouml;nlich. Seine Einlassungen zur Hypothekenkrise in den USA sind bemerkenswert. Er behauptet, das Gesch&auml;ftsmodell sei nicht schlecht gewesen, solange die H&auml;userpreise stiegen und die Zinsen sanken. Insgesamt gibt er mit dieser W&uuml;rdigung dieser absurden Entwicklung zu, dass er ein Anh&auml;nger des Kettenbrief-Modells ist. Er setzt auch k&uuml;nftig auf die jetzt kl&auml;glich gescheiterte Art des Kapitalmarktes. Bemerkenswert ist leider auch noch, dass der Spiegel nur vordergr&uuml;ndig kritisch fragt. Tats&auml;chlich h&auml;tten die Redakteure ganz anders zuschlagen k&ouml;nnen und m&uuml;ssen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Kurt Beck verspielt die Zukunftsf&auml;higkeit der SPD<\/strong><br>\nMachtpolitisch scheint Kurt Becks &Ouml;ffnung zur Linkspartei von zwingender Logik. Ob auf Bundesebene oder in den L&auml;ndern: Willy Brandts Mehrheit links von der Mitte ist Wirklichkeit. Die SPD m&uuml;sste nur ihren Stolz herunterschlucken und mit der Linkspartei koalieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/debatte.welt.de\/kommentare\/62379\/kurt+beck+verspielt+die+zukunftsfaehigkeit+der+spd?page=1\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Von der extrem konservativen Welt war nat&uuml;rlich kein anderer Kommentar zu erwarten. Wir weisen auf diesen Artikel wegen folgendem Satz hin, der einen aufmerken werden lassen muss: &bdquo;Der Verzicht auf milit&auml;rische Eins&auml;tze dort, wo unsere Sicherheit oder unsere wirtschaftlichen Interessen von Islamofaschisten bedroht werden, ist nicht links.&ldquo; Milit&auml;rische Eins&auml;tze zur Verteidigung wirtschaftlicher Interessen&hellip; Das ist wieder aufkommender deutscher Imperialismus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Es herrscht Krieg in Berlin&rdquo; <\/strong><br>\nDem britischen Investor Montgomery misslingt der Spagat zwischen Finanz- und Medienmarkt. Seine Redaktionen wehren sich gegen die Sparorgien &ndash; die &ldquo;Berliner Zeitung&rdquo; erlebt einen Massenexodus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/technik\/medien_internet\/325317.html?nv=cd-topnews\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Schade f&uuml;r eine noch einigerma&szlig;en kritische Zeitung<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der ZDF-Fachberater und die Rechten <\/strong><br>\nDer 82-j&auml;hrige Autor Heinz Sch&ouml;n gilt als der Experte, wenn es um den Untergang der &ldquo;Wilhelm Gustloff&rdquo; geht. Auch zur opulenten ZDF-Produktion &ldquo;Die Gustloff&rdquo; hat er als Augenzeuge einen wichtigen Beitrag geliefert. Dass Sch&ouml;n seit den 90er Jahren auch in Publikationen im rechtsextremen Umfeld ver&ouml;ffentlichte, wurde bislang nicht beachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:ZDF-Zweiteiler-Die-Gustloff-Der-ZDF-Fachberater-Rechten\/612929.html?nv=rss\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Wolfgang Lieb:<\/strong> Ich habe mir diesen Film angesehen. Es ist ein emotionaler Liebes- und Episodenfilm, der (berechtigtes) Mitleid mit den Opfern erweckt, der aber rein gar nichts zur historischen Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde von Flucht und Vertreibung beitr&auml;gt. Die Nazis werden als verr&uuml;ckte Spinner dargestellt und der Eindruck vermittelt, als seien die Vertriebenen auch nur deren Opfer. F&uuml;r meine Tochter war das ein bombastisch gemachter Film wie Titanic.<br>\nWenigstens wurde die Schuld an der Katastrophe nicht ausschlie&szlig;lich auf den &bdquo;Iwan&ldquo; abgeladen. Vielleicht konnte das St&uuml;ck ein wenig deutlich machen, dass Krieg unmenschlich ist und die Gesetze von denjenigen bestimmt werden, die &uuml;ber Leichen gehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Renten k&uuml;rzen, um Bildung zu f&ouml;rdern?<\/strong><br>\nSo sehen die Themen in der sog. Ideenwerkstatt von &bdquo;Zukunft-Technik-entdecken&ldquo; von Thyssen Krupp aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zukunft-technik-entdecken.de\/ideenwerkstatt\/index.php?page=thema&amp;voteid=22\">Zukunft, Technik entdecken<\/a><\/li>\n<li><strong>Akkreditierungsrat f&uuml;hrt Systemakkreditierung ein<\/strong><br>\nAuf seiner 55. Sitzung am 29. Februar in Bonn hat der Akkreditierungsrat &ldquo;Kriterien f&uuml;r die Systemakkreditierung&rdquo; und &ldquo;Allgemeine Regeln f&uuml;r die Durchf&uuml;hrungen von Verfahren der Systemakkreditierung&rdquo; beschlossen und damit den letzten Schritt zur Einf&uuml;hrung der Systemakkreditierung in Deutschland vollzogen.<br>\nIn Zukunft sollen die Hochschulen w&auml;hlen k&ouml;nnen, ob sie ihre Studieng&auml;nge einzeln akkreditieren lassen, oder ob sie mittels der Systemakkreditierung ihr System der internen Qualit&auml;tssicherung akkreditieren lassen, womit alle Studieng&auml;nge akkreditiert w&auml;ren.<br>\nAls Voraussetzung f&uuml;r die Systemakkreditierung weist die Hochschule nach, dass die internen Systeme der Hochschulsteuerung und der Qualit&auml;tssicherung die Einhaltung der einschl&auml;gigen Bestimmungen der Kultusministerkonferenz und des Akkreditierungsrates f&uuml;r die Akkreditierung von Studieng&auml;ngen gew&auml;hrleisten. Dies setzt auch ein internes Berichtssystem voraus, das die Strukturen und Prozesse bei der Entwicklung und Durchf&uuml;hrung von Studieng&auml;ngen sowie die Strukturen, Prozesse und Ma&szlig;nahmen der Qualit&auml;tssicherung, ihre Ergebnisse und Wirkungen dokumentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.akkreditierungsrat.de\/fileadmin\/Seiteninhalte\/Beschluesse_AR\/08.02.29_Kriterien_Systemakkreditierung.pdf\">Akkreditierungsrat [PDF &ndash; 44 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein treffendes Beispiel, wie st&auml;ndig von Deregulierung und Autonomie geredet wird und zugleich B&uuml;rokratiemonster aufgebaut werden: Berichtssysteme, Dokumentation von Strukturen, Prozessen, Auflistung von Ma&szlig;nahem etc. etc.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3038","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3038","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3038"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3038\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3038"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3038"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3038"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}