{"id":30394,"date":"2016-01-21T09:12:41","date_gmt":"2016-01-21T08:12:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394"},"modified":"2016-02-11T15:21:57","modified_gmt":"2016-02-11T14:21:57","slug":"hinweise-des-tages-2544","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h01\">Soziale Netzwerke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h02\">Sieben Minuten &ndash; dann ist klar, wer abgewiesen wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h03\">Fl&uuml;chtlingsdebatte in Davos: Gaucks Standpauke f&uuml;r Osteuropa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h04\">Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h05\">Silvesternacht in K&ouml;ln <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h06\">Angst st&ouml;rt Zusammenhalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h07\">Griechenland und die EZB: Eine Verschw&ouml;rung wird sichtbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h08\">Der Schatz der Wikinger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h09\">Erbschaften: Steuerverg&uuml;nstigungen abschaffen, Steuers&auml;tze senken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h10\">Peinliche Plattit&uuml;den f&uuml;r Heiko Maas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h11\">Vorratsdatenspeicherung: D64 legt Beschwerde in Karlsruhe ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h12\">Im freien Fall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h13\">&ldquo;Das ist Wahlkampfhilfe f&uuml;r die AfD&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h14\">President Sanders? Nicht mehr ausgeschlossen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h15\">Dilmas Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h16\">Drohender R&uuml;ckschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h17\">In Watte gepackte Hetzparolen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30394#h18\">&bdquo;Spiegel, Du bist tief gefallen&ldquo; &ndash; Frederic Todenh&ouml;fers &ouml;ffentliche Abrechnung mit dem Nachrichtenmagazin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Soziale Netzwerke<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Das Netz und die Dummheit: Hilferuf an die mindestens durchschnittlich Begabten<\/strong><br>\nWas sich an Schwachsinn in die sozialen Medien ergie&szlig;t, ist mittlerweile nicht mehr auszuhalten. Oft scheint es, als sei es gar nicht Hass, sondern vor allem Dummheit, die sich da Bahn bricht. Das hat einen einfachen Grund. [&hellip;]<br>\nEine der simpelsten gedanklichen Verkn&uuml;pfungen, die Kausalit&auml;t, misslingt regelm&auml;&szlig;ig. &ldquo;Es regnet, weil die Stra&szlig;e nass ist&rdquo;, in den digitalen Fu&szlig;g&auml;ngerzonen f&auml;nde man Aberhunderttausende, die diesen Satz nicht nur unterschreiben, sondern gleich zur Bundestagspetition ausformulieren w&uuml;rden, inklusive der Forderung, Regen zu verbieten und die Stra&szlig;e abzuschieben. Wie soll man mit Leuten, die mit dem W&ouml;rtchen &ldquo;weil&rdquo; unzusammenh&auml;ngenden Quark zur Pauschalbehauptung verbinden, &uuml;ber komplexere Themen diskutieren? Die Antwort macht mich fertig, denn sie lautet: gar nicht. Es geht nicht. [&hellip;]<br>\nUnd genau in dieser Situation kommt eine Zahl daher, die zun&auml;chst best&uuml;rzend scheint &ndash; aber sich dann in einen Hoffnungsschimmer verwandelt. Vielleicht den einzigen. Die OECD hat herausgefunden, dass in allen L&auml;ndern die Social-Media-Nutzer gebildeter sind als der Bev&ouml;lkerungsdurchschnitt. Au&szlig;er in Deutschland. Ausgerechnet hier ist es andersherum: je d&uuml;mmer, desto Social Media. Deppenmagnet deutsches Facebook. Das erkl&auml;rt nicht nur einiges, es gibt auch Anlass zu hoffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/lobo-kolumne-hilferuf-an-die-mindestens-durchschnittlich-begabten-a-1072955.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Eier aus Fleisch<\/strong><br>\nNach K&ouml;ln erkl&auml;ren wei&szlig;e M&auml;nner Frauen, wie das mit der sexualisierten Gewalt wirklich ist. Oder sie w&uuml;nschen ihnen Vergewaltigungen. F&uuml;r die Selbstdarstellung wei&szlig;er M&auml;nner ist das neue Jahr ein gutes gewesen. Jeder noch so unbedeutende Bl&auml;ssling kann die eigene &Uuml;berlegenheit in Sachen Frauenrechte bescheiden zur Beachtung vorlegen. Zum Beispiel ein Facebooker, der zwar selbst regelm&auml;&szlig;ig Tittenkarikaturen postet, aber als er sich auf meine Profilseite verirrt hatte, bekanntgab: &bdquo;Ich jedenfalls ehre und achte die Frauen&ldquo;. Als ihm dann zwei Frauen sagten, sie k&ouml;nnten schon f&uuml;r sich sprechen, trollte er sich mit den Worten: &bdquo;Ihr werdet erst dann verstehen, wenn Ihr selbst die Leidtragenden seid.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kolumne-Dumme-weisse-Maenner\/!5269166\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Polizei warnt vor Falschmeldungen &ndash; und bekommt Hilfe von B&ouml;hmermann<\/strong><br>\nDie Polizei warnt auf Facebook davor, Falschmeldungen ungepr&uuml;ft zu verbreiten. Die &ldquo;Stille Post&rdquo; mache den Beamten unn&ouml;tig Arbeit. Hilfe bekommt die Polizei von Moderator Jan B&ouml;hmermann. Seit den Vorf&auml;llen der Silvesternacht in K&ouml;ln herrscht Alarmstimmung. Bei den Medien. Bei den Menschen. Und bei der Polizei. Keine Nachricht &uuml;ber mutma&szlig;liche &Uuml;bergriffe auf Frauen soll mehr verschwiegen werden, kein B&uuml;rger &ndash; ob besorgt oder nicht &ndash; soll behaupten k&ouml;nnen, jemand wolle etwas vertuschen. Jedem Hinweis wird nachgegangen. Machmal bedeutet das f&uuml;r die Polizei vor allem eins: viel zus&auml;tzliche Arbeit. Denn h&auml;ufig, das haben die Beamten auch vor den Ereignissen in K&ouml;ln schon beklagt, verbreiten sich solche Hinweise &uuml;ber soziale Medien &ndash; und entbehren jeder Quelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayern-polizei-warnt-vor-falschmeldungen-und-bekommt-hilfe-von-boehmermann-1.2826909\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sieben Minuten &ndash; dann ist klar, wer abgewiesen wird <\/strong><br>\nAls erstes EU-Land hat &Ouml;sterreich die Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen begrenzt. Jeder soll einzeln &uuml;berpr&uuml;ft und im Zweifel zur&uuml;ckgeschickt werden. Ein h&ouml;herer &ldquo;Leidensdruck&rdquo; ist durchaus gew&uuml;nscht. &Ouml;sterreich hat als erstes europ&auml;isches Land f&uuml;r die Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen eine Obergrenze gesetzt: In diesem Jahr sollen h&ouml;chstens 37.500 Asylbewerber aufgenommen werden, bis Ende 2019 sollen es maximal 127.500 sein &ndash; 1,5 Prozent der &ouml;sterreichischen Bev&ouml;lkerung. [&hellip;]<br>\nUnklar blieb, wie die Begrenzung der Fl&uuml;chtlingszahlen rechtlich und faktisch durchgesetzt werden soll. Bundeskanzler Werner Faymann von der SP&Ouml;, der sich bis zum Vortag gegen feste Obergrenzen gewehrt hatte, sprach von einem &ldquo;Richtwert&rdquo;. &Ouml;sterreich m&uuml;sse seine Grenzkontrollen &ldquo;deutlich verst&auml;rken&rdquo;, sagte Faymann und lie&szlig; offen, ob schon so die geplante Verringerung erreicht werden k&ouml;nne. Die Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention verbietet die pauschale Zur&uuml;ckweisung von Asylsuchenden an der Grenze, etwa nach Nationalit&auml;t, und verlangt die Pr&uuml;fung jedes Einzelfalls. Nach wie vor kommen knapp 90 Prozent der Fl&uuml;chtlinge aus den B&uuml;rgerkriegsl&auml;ndern Syrien, Irak und Afghanistan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article151254944\/Sieben-Minuten-dann-ist-klar-wer-abgewiesen-wird.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Eine Obergrenze wird eingef&uuml;hrt, ohne genau zu wissen, wie sie &bdquo;faktisch durchgesetzt werden soll&ldquo;, weil ein internationales, v&ouml;lkerrechtlich bindendes Abkommen, auf das man sich einmal verst&auml;ndigt hat, dem Ansinnen klar widerspricht. M&ouml;glicherweise ist es ja doch zielf&uuml;hrender, statt symbolischer Fl&uuml;chtlingsobergrenzen wirksame R&uuml;stungsexportobergrenzen festzulegen. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Wiener Obergrenze: &ldquo;Dominoeffekt&rdquo; bef&uuml;rchtet<\/strong><br>\nMenschenrechtler haben mit Best&uuml;rzung auf die von &Ouml;sterreich beschlossene Obergrenze zur Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen reagiert. Das sei &ldquo;falsch und rechtlich fragw&uuml;rdig&rdquo;, kritisierte Pro Asyl. &ldquo;Wir werden ein Europa der Z&auml;une erleben, in dem jeder die Verantwortung an den Nachbarn abschiebt.&rdquo;<br>\nPro-Asyl-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer G&uuml;nter Burkhardt sprach deshalb von einem &ldquo;Dominoeffekt&rdquo;, den der Entschluss &Ouml;sterreichs haben k&ouml;nne. Er bef&uuml;rchtete, dass zun&auml;chst Griechenland zum &ldquo;Auffanglager Europas&rdquo; werden k&ouml;nne. &ldquo;Wenn dann auch Griechenland seine Grenzen schlie&szlig;t, wird es eine Kettenreaktion bis nach Syrien und die anderen Herkunftsl&auml;nder geben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/oesterreich-beschliesst-obergrenze-pro-asyl-befuerchtet-dominoeffekt-41885330.html\">ZDF heute<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingsdebatte in Davos: Gaucks Standpauke f&uuml;r Osteuropa<\/strong><br>\nDie Schelte hat sich der Bundespr&auml;sident f&uuml;r das Ende aufgehoben &ndash; dann aber wird er umso deutlicher. Er k&ouml;nne verstehen, dass unterschiedliche L&auml;nder ihre Aufnahmef&auml;higkeit unterschiedlich beurteilen, sagt Bundespr&auml;sident Joachim Gauck. Er verstehe auch, dass bei den Mittel- und Osteurop&auml;ern die Sorge um den Erhalt nationaler Souver&auml;nit&auml;t und Identit&auml;t besonders gro&szlig; sei, nachdem sie erst vor einem Vierteljahrhundert ihre Unabh&auml;ngigkeit erk&auml;mpften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/joachim-gauck-in-davos-standpauke-fuer-osteuropa-a-1072963.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Es gibt keine Solidarit&auml;t unter Wirtschaftskriegern in der EWU und in der EU. Gauck hat in der Euro-Krise selbst &Ouml;l ins Feuer gegossen. Wor&uuml;ber standpaukt er denn jetzt? Aber es gibt klare Gr&uuml;nde, warum zum Beispiel Polen Fl&uuml;chtlinge aufnehmen mu&szlig;. Jedes Land, das aktiv am Irak-Krieg teilgenommen und damit zu einer Destabilisierung der arabischen Region beigetragen hat, ist verpflichtet die Konsequenzen f&uuml;r sein eigenes Handeln zu tragen und Fl&uuml;chtlinge aufzunehmen. Man kann nicht mit seinen Soldaten auf brutale Weise &ldquo;Multi-Kulti&rdquo; bei der Verbreitung eigener Werte in der arabischen Welt spielen und dies dann zu Hause ablehnen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CW:<\/strong> Deutschland 2016: Es wird aber auch an allen Ecken und Enden gespart. Jetzt ist nicht einmal mehr im Beraterstab des Pr&auml;sidenten jemand, der ihn darauf hinweist, in Davos an Ort und Stelle einmal von den Fluchtursachen zu reden und deren effektive Beseitigung anzumahnen, statt diese peinliche Hirnverrenkung &ldquo;Migrationsbegrenzung&rdquo; auch noch international auszusprechen: &ldquo;Liebe Fl&uuml;chtlinge. Gut, Eure Heimat ist kaputt, oder wirtschaftlich von uns an die Wand gespielt. Aber gerade, um Euch helfen zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen wir Euch jetzt erst mal h&auml;ngen lassen und uns um uns selbst und unsere Befindlichkeiten k&uuml;mmern. Solange wir n&auml;mlich noch nicht alle wollen, k&ouml;nnen wir Euch auch nicht allen helfen.&rdquo;<\/em><br>\nDie &ldquo;Handlungsf&auml;higkeit des Staates&rdquo; sieht er gef&auml;hrdet. &ndash; Absurd! Es geht doch, wenn wir in moralischen Kategorien sprechen wollen, wohl eindeutig um eine Handlungsnotwendigkeit, und in politischer Hinsicht ausschlie&szlig;lich um eine Handlungsunwilligkeit der Verantwortlichen.<br>\nHerr Gauck will uns doch nicht wirklich Glauben machen, die &ldquo;Not&rdquo; unserer Regierenden auf der Suche nach &ldquo;Akzeptanz der Gesellschaft&rdquo; sei zu vergleichen, oder gar nach Abw&auml;gung h&ouml;her zu priorisieren als die Not der Fl&uuml;chtlinge? &ndash; Das Gebot kann insofern nie und nimmer eine &ldquo;Begrenzungsstrategie&rdquo; sein, sondern muss lauten, die humanit&auml;re Handlungsnotwendigkeit anzuerkennen, sie auch der unwilligen, zu wenig aufnahmebereiten &ldquo;Gesellschaft&rdquo; klar zu machen und schleunigst die politische Handlungsunwilligkeit abzulegen.\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Merkel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Hier stehe ich. Kann ich anders? Amen.<\/strong><br>\nViele w&uuml;nschen sich heute von Angela Merkel genau das, was sie fr&uuml;her an ihr kritisiert haben: sie soll wieder elastisch, biegsam und abwaschbar sein. Die Kritiker der Fl&uuml;chtlingspolitik, die CSU zuvorderst, s&auml;hen die Kanzlerin wieder gern in der Rolle, die diese viele Jahre so gut beherrscht hat: Als Opportunistin &ndash; als Politikerin also, die die Kunst beherrscht, mit dem Wind zu segeln, den andere machen. Das, in der Tat, konnte Merkel wunderbar. Sie war die Frau Jenachdem.<br>\nDas ist seit dem Sp&auml;tsommer 2015, das ist seit der Fl&uuml;chtlingskrise, das ist seit ihrem Satz &ldquo;Wir schaffen das&rdquo; vorbei. Ihre Kritiker verw&uuml;nschen sie jetzt daf&uuml;r, dass sie seitdem so ist, wie man sich sonst Politiker w&uuml;nscht: souver&auml;n. Merkel gab bisher nicht nach, blieb aufrecht, vertrat das, was sie f&uuml;r richtig erkannt hat. Die CSU und viele Leute der CDU kritisieren sie daf&uuml;r, dass sie sich nicht weichkochen l&auml;sst, dass sie bei ihrer Linie bleibt, dass sie also nicht numerische Obergrenzen f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingsaufnahme proklamiert und nicht die Grenzen abriegeln will. Die Souver&auml;nit&auml;t, mit der sie darauf beharrt, dass man mit diesen Rezepten der Probleme nicht Herr wird, treibt viele zur Wei&szlig;glut &ndash; auch diejenigen, die wissen, dass die Kanzlerin letztlich recht hat. Die Renationalisierung des innereurop&auml;ischen Grenzregimes ist auch dann ein Fehler, wenn die anderen EU-Staaten diesen Fehler ebenfalls machen; und das Fl&uuml;chtlingsproblem mit einer Zahlengrenze l&ouml;sen zu wollen ist wie der Versuch, mit den Merseburger Zauberspr&uuml;chen Politik zu gestalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/merkel-hier-stehe-ich-kann-ich-anders-amen-1.2826364\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/li>\n<li><strong>Ab wann? Ab jetzt!<\/strong><br>\nWenn es also stimmt, was Merkel und Sch&auml;uble denken und viele B&uuml;rger ahnen, dann lautet die Antwort auf die Frage &ldquo;Wie lange noch?&rdquo; nicht &ldquo;Bis M&auml;rz oder bis September&rdquo;, sondern &ldquo;Ab jetzt&rdquo;. Und wom&ouml;glich f&uuml;r immer. Denn dann werden weiter sehr viele Menschen nach Europa und Deutschland dr&auml;ngen, selbst wenn Merkel nicht mehr Kanzlerin sein sollte. Und die, die hier sind, werden das Land ver&auml;ndern. Weil die Tatsache, dass sie es geschafft haben, der Grund f&uuml;r andere sein wird, es auch zu versuchen. Das hei&szlig;t nicht, dass man Grenzkontrollen am besten gleich abschaffen sollte. Es bedeutet aber, dass dem Land nicht geholfen w&auml;re, wenn Merkel morgen eine Obergrenze verk&uuml;nden w&uuml;rde oder einen Zeitpunkt, von dem an die Zahlen runtergehen m&uuml;ssen. Dann m&uuml;sste Merkel sich nicht dementieren, sondern bei einem Satz ankn&uuml;pfen, den sie selbst gesagt hat und der viel interessanter war als &ldquo;Wir schaffen das&rdquo;: &ldquo;Deutsche Gr&uuml;ndlichkeit ist super, aber jetzt wird deutsche Flexibilit&auml;t gebraucht.&rdquo; Dann m&uuml;sste sie eine Debatte f&uuml;hren, ganz konkret dar&uuml;ber, was sich in Deutschland &auml;ndern muss.<br>\nJa, aber w&auml;re das nicht politischer Selbstmord, wo doch eh schon alle durchdrehen? Die Antwort lautet: Das kann schon sein. Aber wenn Merkel das nicht tut und wenn sie gleichzeitig recht hat mit ihrer Analyse einer Z&auml;sur, dann wird sie auf Raten scheitern. Nicht an der CSU und auch nicht an der SPD, nicht daran, dass sie das Land nicht genug abgeschottet hat, sondern daran, dass sie es nicht gut vorbereitet hat auf die Ver&auml;nderungen, die sie hat kommen sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/04\/angela-merkel-fluechtlinge-krise-kritik\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>K&ouml;lner Silvesternacht<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Eskaliert ist es von allein<\/strong><br>\nBerichte des Innenministeriums NRW liefern neue Einblicke und Zahlen zu den Ereignissen der Silvesternacht. Demnach waren die &Uuml;bergriffe eher spontan als geplant.  Wenn es um die K&ouml;lner Silvesternacht geht, werden Verschlusssachen schon mal &ouml;ffentlich gemacht. So gro&szlig; ist das Aufkl&auml;rungsbed&uuml;rfnis in Stadt und Land, dass der nordrhein-westf&auml;lische Innenminister Ralf J&auml;ger immer wieder dicke Stapel mit Dokumenten dazu ver&ouml;ffentlicht. Zuletzt verschickte er die &ldquo;WE-Mitteilungen&rdquo;, also die Mitteilungen &uuml;ber &ldquo;wichtige Ereignisse&rdquo;, die aus K&ouml;ln in der Nacht auf den ersten Januar an sein Ministerium gesendet wurden. Einige dieser Mitteilungen waren eigentlich als &ldquo;VS &ndash; Nur f&uuml;r den Dienstgebrauch&rdquo; gekennzeichnet.<br>\nWie kam es, dass sich in dieser Nacht rund 1.000 Menschen zwischen Bahnhof und Dom versammelten und aus dieser Gruppe heraus mehr als 1.000 Straftaten begangen wurden? Mehrmals haben die Abgeordneten des Landtags nun schon &uuml;ber diese Nacht beraten. Vor der Sitzung des Innenausschusses an diesem Donnerstag fertigte J&auml;gers Ministerium nun einen 34 Seiten starken Bericht an, der Einblick in den Stand der Ermittlungen gibt. Au&szlig;erdem beantwortet der Minister auf 19 Seiten die Fragen der Landtagsabgeordneten. Beide Berichte liegen ZEIT ONLINE bereits vor. Sie lassen keinen R&uuml;ckschluss auf Vertuschungsversuche des Ministeriums oder gravierende Vers&auml;umnisse bei der Aufarbeitung der Vorf&auml;lle erkennen.<br>\nAllerdings zeigen sie auch, dass die Ermittler bisher kaum weiter sind. Dass sie noch keine Klarheit dar&uuml;ber haben, was zu dieser H&auml;ufung von Diebst&auml;hlen, Raub&uuml;berf&auml;llen und sexuellen &Uuml;bergriffen gef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2016-01\/koeln-silvester-ermittlungen-innenministerium\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Warnung vor rassistischem Stra&szlig;enterror <\/strong><br>\nDie K&ouml;lner Silvesternacht hat die politische Stimmung in Deutschland ver&auml;ndert. Der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick erkl&auml;rt, wie es zu den &Uuml;berf&auml;llen auf Frauen kommen konnte, und warnt vor rassistischem Stra&szlig;enterror. Der Sozialpsychologe Zick leitet das renommierte Institut f&uuml;r interdisziplin&auml;re Konflikt- und Gewaltforschung an der Universit&auml;t Bielefeld. Einen &bdquo;Gewaltexzess&ldquo; nennt er die Vorf&auml;lle am K&ouml;lner Hauptbahnhof in der Silvesternacht, als aus einer un&uuml;bersichtlich gro&szlig;en und dichten Menge von Hunderten von M&auml;nnern heraus unbeteiligte Frauen massiv sexuell bel&auml;stigt, bedroht und bestohlen wurden. Gef&ouml;rdert wurde der Exzess dadurch, dass kaum Fluchtwege zur Verf&uuml;gung standen, dass Feuerwerk und B&ouml;ller in der Menge gez&uuml;ndet wurden und dass es in der Nacht zu wenig Licht und Ordnungskr&auml;fte gab. Andreas Zick spricht von einer Stimmung der &bdquo;pluralistischen Ignoranz&ldquo;: In der Menschenmenge erschien pl&ouml;tzlich &bdquo;vieles legitim, weil alle es tun&ldquo; &ndash; je mehr M&auml;nner mitmachten, desto normaler und richtiger erschien ihnen ihr Verhalten zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/neugiergenuegt\/redezeit\/andreas-zick-110.html\">Redezeit WDR 5<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Angst st&ouml;rt Zusammenhalt<\/strong><br>\nDie Zuwanderer k&ouml;nnen eine Chance sein, denn in vielen L&auml;ndern funktioniert kulturelle Vielfalt. Damit das auch in Deutschland gelingen kann, muss die Politik die &Auml;ngste der B&uuml;rger verringern. [&hellip;]<br>\nSeit Sommer 2015 wird viel dar&uuml;ber diskutiert, wie viele Zuwanderer der deutsche Staat &ndash; rein organisatorisch &ndash; aber vor allem die Gesellschaft bew&auml;ltigen kann. Die Kanzlerin hat damals &ouml;ffentlich gemacht: &ldquo;Wir schaffen das.&rdquo;<br>\nSie hat weniger rational, als vielmehr menschlich auf die vielen Schutzsuchenden aus Syrien, Afghanistan und dem Irak reagiert. Dies ist in einer Zeit, in der oft propagiert wurde, dass die Menschlichkeit bei Angela Merkel auf der Strecke geblieben w&auml;re,7 bemerkenswert.<br>\nWas die Regierung jedoch gr&ouml;&szlig;tenteils ignoriert hat, ist die &ndash; vielleicht auch &ndash; diffuse Angst der B&uuml;rger vor dieser gro&szlig;en Zahl von Fl&uuml;chtlingen. Diese Angst vor dem Ungewissen und dem Fremden hat die Gesellschaft radikalisiert &ndash; sowohl verbal als auch t&auml;tlich.<br>\nNoch viel st&auml;rker als die eigentliche Angst vor den Konsequenzen wirkt das Gef&uuml;hl, von der Regierung mit dieser Angst allein gelassen zu werden. Kritische und besorgte B&uuml;rger wurden mit randalierenden Nationalisten gleichgesetzt und als &ldquo;Pack&rdquo; bezeichnet. Indem man die &Auml;ngste und damit die B&uuml;rger abwertet, potenziert sich die Angst. Dieses Gef&uuml;hl, nicht geh&ouml;rt zu werden &ndash; diese Ohnmacht &ndash; f&uuml;hrt wiederum zu Gewalt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/katapult-magazin.de\/de\/artikel\/artikel\/fulltext\/angst-stoert-zusammenhalt\/\">Katapult Magazin<\/a>\n<p><strong>dazu: Wir suchen (die falschen) Schuldigen, keine L&ouml;sungen<\/strong><br>\nWir haben Angst. Dem wird kaum jemand widersprechen. Aber wir haben keine Angst vor den Menschen, die auf ihrer Flucht zu uns kommen, auch wenn uns das jeden Tag suggeriert wird. Wir haben Angst, dass uns genommen wird, was wir haben. Und das ist genau genommen nicht mehr viel. Ok, wir haben unsere Flachbildfernseher an die Wand geschraubt, wir fahren Autos mit feinen Abgaswerten (von den weniger feinen Abgaswerten mal abgesehen), wir haben Null-Prozent-Finanzierungen, auch wenn uns langsam d&auml;mmert, dass es nichts, aber auch gar nichts, f&uuml;r null Prozent gibt. Wir fliegen in den Urlaub, wenn wir es uns leisten k&ouml;nnen (was immer seltener der Fall ist) und informieren uns vorher, ob das Land sicher ist. Aber wir fragen uns nicht, wie sicher unser Land eigentlich ist. Sicher im Sinne von: es wird sich um uns gek&uuml;mmert. Denn es wird sich eben nicht (mehr) um uns gek&uuml;mmert. Deswegen vergraben wir uns, ignorieren die viel zu hohen Raten der Null-Prozent-Finanzierung, verdr&auml;ngen, dass wir uns auf einen Abgrund zubewegen, suchen nach Erkl&auml;rungen, finden sie nicht, entdecken Fl&uuml;chtlinge. Ja, die sind es, die m&uuml;ssen es sein! Die nehmen uns alles weg, was wir l&auml;ngst nicht mehr haben!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/132714\/wir-suchen-die-falschen-schuldigen-keine-loesungen\">Spiegelfechter<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Griechenland und die EZB: Eine Verschw&ouml;rung wird sichtbar<\/strong><br>\nEin Notenbankchef in Athen sabotiert im Sinne der Europ&auml;ischen Zentralbank die eigene Regierung und verschw&ouml;rt sich mit dem Staatspr&auml;sidenten und ehemaligen Regierungschefs. Nach erfolgreicher Unterwerfung der rebellischen Regierung, deren neuer Finanzminister ein enger Freund von ihm ist, reist er zusammen mit dem Staatspr&auml;sidenten zur EZB nach Frankfurt um sich seine Belobigung abzuholen. Das ist keine Erfindung, das ist jetzt dokumentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/529-stournaras-verschwoerung#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Schatz der Wikinger<\/strong><br>\nMit den &Ouml;l-Erl&ouml;sen haben die Norweger den weltgr&ouml;&szlig;ten Staatsfonds aufgebaut, um f&uuml;r die Zeit nach dem &Ouml;l vorzusorgen. Sie wollen ihre 750 Milliarden Euro ethisch korrekt anlegen &ndash; nur wie? Das schlechte Gewissen regiert immer mit. &bdquo;Der Ausschluss von Unternehmen&ldquo; aus dem Portfolio der Nation solle &bdquo;nur das letzte Mittel sein&ldquo;, versichert Lund. &bdquo;Wir ziehen es vor, die Firmen zu Ver&auml;nderungen zu dr&auml;ngen&ldquo;, erkl&auml;rt sie. So jedenfalls w&uuml;nscht es sich die Regierung. Man d&uuml;rfe den Fonds &bdquo;nicht instrumentalisieren, um sozialdemokratisch-skandinavische Ziele im Ausland zu f&ouml;rdern&ldquo;, mahnt da etwa Paal Bj&ouml;rnestad, der zust&auml;ndige Finanzstaatssekret&auml;r von der rechtsliberalen Fortschrittspartei. &bdquo;Das k&ouml;nnte uns Feinde machen&ldquo;, w&auml;hrend Norwegen als Investor das &bdquo;Vertrauen an den M&auml;rkten braucht&ldquo;, erkl&auml;rt er &ndash; und gesteht damit unfreiwillig, wie schlecht ethische Standards und gro&szlig;es Geld zusammenpassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/sonntag\/die-norweger-streiten-um-ihren-staatsfonds-die-norges-bank-beschwerte-sich-bei-vw-ueber-mangelnde-transparenz\/12837880-3.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Erbschaften: Steuerverg&uuml;nstigungen abschaffen, Steuers&auml;tze senken<\/strong><br>\nDIW-Forscher sch&auml;tzen Erbschaften und Schenkungen j&auml;hrlich auf 200 bis 300 Milliarden Euro &ndash; Gro&szlig;e Ungleichheit durch starke Verm&ouml;genskonzentration, bisher weitgehend steuerfreie &Uuml;bertragung von gro&szlig;en Unternehmensverm&ouml;gen &ndash; Empfehlung der Forscher: Steuerverg&uuml;nstigungen abbauen und Steuers&auml;tze f&uuml;r Unternehmens&uuml;bertragungen begrenzen [&hellip;]<br>\nBach und Thiemann empfehlen, die Steuerverg&uuml;nstigungen weitgehend abzubauen und die Steuers&auml;tze f&uuml;r Unternehmens&uuml;bertragungen auf beispielsweise 15 Prozent zu begrenzen. In den n&auml;chsten Jahren w&uuml;rde eine solche grundlegende Erbschaftsteuerreform jedoch nicht funktionieren, da durch Vorzieheffekte bereits ein erheblicher Teil der hohen Verm&ouml;gen steuerfrei auf die n&auml;chste Generation &uuml;bertragen worden ist. Sollte die Erbschaftsteuer in einigen Jahren zum vierten Mal vor dem Bundesverfassungsgericht scheitern, stellt sich auch die Frage nach Alternativen, um nicht nur die untere Oberschicht, sondern auch die sehr reichen Haushalte in eine moderat progressive Besteuerung der Verm&ouml;gen einzubeziehen. In Frage kommen hierzu Erh&ouml;hungen bei der laufenden Unternehmens- und Kapitaleinkommensbesteuerung oder eine Wiedererhebung der Verm&ouml;gensteuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.524794.de\">DIW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Peinliche Plattit&uuml;den f&uuml;r Heiko Maas<\/strong><br>\nIhr Auftrag war klar: Neun Wissenschaftler sollten Verbraucherschutzminister Heiko Maas das Internet erkl&auml;ren, zum Beispiel wie Verbraucher online k&uuml;nftig sicherer Schuhe bestellen k&ouml;nnen. Herausgekommen sind nichts als Plattit&uuml;den. Am Ende waren sie sogar Maas selber peinlich.<br>\nDie Szenerie ist ziemlich absurd: Dienstag, Berlin, Justizministerium. Minister Heiko Maas (SPD) hat Wissenschaftler zu Gast, die ihm Empfehlungen geben sollen f&uuml;r die digitale Verbraucherpolitik. Ein Jahr lang haben Lucia Reisch und Daniela B&uuml;chel &uuml;berlegt, wie Online-Shops sicherer werden k&ouml;nnen. Welche pers&ouml;nlichen Daten Internetnutzer von sich preisgeben m&uuml;ssen, wenn sie doch eigentlich nur Schuhe kaufen wollen. Und wie sie Allgemeine Gesch&auml;ftsbedingungen (AGB), die sie anklicken, auch einmal verstehen k&ouml;nnten.<br>\nDoch herausgekommen ist: Nichts. Es fallen S&auml;tze wie &ldquo;Es darf keine Manipulation von Verbrauchern geben&rdquo; oder &ldquo;Nur wenn es echten Wettbewerb gibt, funktionieren M&auml;rkte.&rdquo; Und eine der zw&ouml;lf Empfehlungen, die Reisch und B&uuml;chel dem Justizminister in ihrem Gutachten mitgeben, lautet: &ldquo;Die Digitale Welt hat aus Sicht von Verbrauchern heute schon St&auml;rken und Schw&auml;chen und birgt auch zuk&uuml;nftig Chancen und Risiken.&rdquo; Na, wer h&auml;tte das gedacht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/gutachter-blamieren-maas-mit-plattitueden-und-unkonkreten-empfehlungen-41868938.html\">ZDF heute<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vorratsdatenspeicherung: D64 legt Beschwerde in Karlsruhe ein<\/strong><br>\nIm Kampf gegen die Vorratsdatenspeicherung geht der Verein D64 aufs Ganze. Mit einer Beschwerde fordern die Netzpolitiker eine &Uuml;berpr&uuml;fung des Gesetzes durch das Bundesverfassungsgericht.<br>\nWegen des aus Sicht seiner Mitglieder &bdquo;unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig tiefen Eingriff in das Fernmeldegeheimnis&ldquo; sowie der &bdquo;evidenten Verfassungswidrigkeit&ldquo; hat das Zentrum f&uuml;r Digitalen Fortschritt (D64) Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz zur Wiedereinf&uuml;hrung der Vorratsdatenspeicherung eingelegt. Die Ma&szlig;nahmen des Gesetzes seien &bdquo;exzessiv, willk&uuml;rlich und wirkungslos&ldquo;, hei&szlig;t es in einer Mitteilung des Vereins, die am Dienstag ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/vorratsdatenspeicherung-d64-legt-beschwerde-karlsruhe\">vorw&auml;rts<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Im freien Fall<\/strong><br>\nWas ist blo&szlig; mit der SPD los? Sie strengt sich ganz arg an und macht dabei so wenig Eindruck, dass die Umfragen ein historisches Tief vorhersagen f&uuml;r den 13. M&auml;rz. Jetzt soll das Profil im Wahlkampf gesch&auml;rft werden. Mit sozialem Zusammenhalt. Und einem &ldquo;weitgehend unbekannten Regierungsteam&rdquo;, wie ausgerechnet Nils Schmid herausgefunden hat.<br>\nGanz sch&ouml;n verwegen: Der Juso-Landeschef Leon Hahn greift zur Sprache der Boxer, nennt die von Infratest dimap dieser Tage ermittelten 15 Prozent in der Sonntagsfrage einen &ldquo;ziemlich heftigen Treffer&rdquo;. Aber so schnell gehe die SPD nicht zu Boden. Fragt sich nur, wer die Auszeit in der Ecke bis zum Gong nutzt, um dem Spitzenkandidaten eine neue Marschroute aus dem Jammertal einzufl&uuml;stern. Nils Schmid eilt ohnehin der Ruf voraus, beratungsresistent zu sein. Zudem spiegelt sich in der Losung keine Bereitschaft zur ehrlichen Analyse wider. &ldquo;In den n&auml;chsten zwei Monaten hei&szlig;t es: k&auml;mpfen, k&auml;mpfen, k&auml;mpfen&rdquo;, posaunt Generalsekret&auml;rin Katja Mast, &ldquo;mit einer klaren Erfolgsbilanz f&uuml;r unser Land im R&uuml;cken und mit der Perspektive, diese Erfolgsgeschichte weiter fortzusetzen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/251\/im-freien-fall-3396.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>In der Gesamtausgabe von Kontext lesen Sie diese Woche unter anderem:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Machtvoll im Sattel:<\/strong> Die Kanzlerin k&ouml;nnte &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingsfrage straucheln, hei&szlig;t es. Geschw&auml;tz, kommentiert unser Autor, Angela Merkel sitze fest im Sattel. Auch wegen Guido Wolf (CDU), der bald Ministerpr&auml;sident werden k&ouml;nnte.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Alles wie gehabt:<\/strong> Er hat alles richtig gemacht. Glaubt Heiner Gei&szlig;ler, f&uuml;nf Jahre nach seiner S-21-Schlichtung. Die Landesregierung h&auml;tte eben Krach schlagen m&uuml;ssen, dann w&auml;re vieles besser geworden. Das bringt die Gegner wieder einmal auf die Palme.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>NSU: kein Schlussstrich:<\/strong> Auch in der kommenden Legislaturperiode muss sich der Landtag mit der rechtsradikalen Szene in Baden-W&uuml;rttemberg und Verbindungen des NSU befassen. Nicht obwohl, sondern weil der jetzt pr&auml;sentierte Abschlussbericht so viele vermeintlich eindeutige Antworten enth&auml;lt.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Das ist Wahlkampfhilfe f&uuml;r die AfD&rdquo;<\/strong><br>\nDer Extremismusforscher Klaus Schr&ouml;der empfiehlt dem SWR, die AfD doch zur TV-Runde der Parteien vor der Wahl einzuladen. Solange sie nicht verboten sei, m&uuml;sse man sich mit ihr auseinandersetzen, sagte er im DLF. SPD und Gr&uuml;ne h&auml;tten den Sender erpresst &ndash; das sei ein Armutszeugnis f&uuml;r die Parteien und verheerend f&uuml;r den Journalismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wahldebatte-im-swr-ohne-die-afd-das-ist-wahlkampfhilfe-fuer.694.de.html?dram:article_id=343053\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>President Sanders? Nicht mehr ausgeschlossen!<\/strong><br>\nHillary Clinton kommt in Bedr&auml;ngnis. Sollte sich die Geschichte wiederholen und sie erneut von links &uuml;berholt werden? Die Zeichen stehen gut<br>\nDonald Trump dominiert die Medien wie lange kein US-Politiker mehr, auch wenn sicherlich streitbar ist ob man ihn &uuml;berhaupt als Politiker bezeichnen sollte. All die bizarren bis faschistoiden Details seines Wahlkampfes die zu uns her&uuml;berschwappen spielen nat&uuml;rlich unserer latenten Amerikaverachtung (die selbstverst&auml;ndlich weiterhin mit einer gro&szlig;en Faszination gepaart ist) in die H&auml;nde. Dabei findet die eigentlich beachtlichere Entwicklung in der US-Politik hier in Deutschland kaum Beachtung: Bernie Sanders, selbsterkl&auml;rter demokratischer Sozialist, hat reale Chancen, Hillary Clinton zu besiegen und beste Chancen in diesem Fall danach welchen republikanischen Gegner auch immer mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit rechts liegen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ernstchen\/president-sanders-nicht-mehr-ausgeschlossen\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Dilmas Demokratie<\/strong><br>\nBrasilien steht vor gro&szlig;en Problemen: Wirtschaftlich in der Rezession, politisch in Skandale verwickelt. Doch in der Krise bew&auml;hrt sich die Demokratie. Es kommt nicht oft vor, dass sich der transatlantische Blick auf den S&uuml;dteil des amerikanischen Kontinents richtet. Doch 2016, im Jahr der Olympischen Spiele in Rio, wird Brasilien wie w&auml;hrend der Fu&szlig;ball-WM wieder im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Das Land ist aber nicht mehr dasselbe.<br>\nAls Angela Merkel im August 2015 mit zw&ouml;lf Kabinettsmitgliedern nach Brasilien reiste, sollten die &bdquo;Regierungskonsultationen&ldquo; ein H&ouml;hepunkt der deutsch-brasilianischen Beziehungen werden. Doch das Land stand da schon mitten in der gr&ouml;&szlig;ten Rezession seiner Geschichte. F&uuml;nf Monate sp&auml;ter sieht es nur noch d&uuml;sterer aus. Die sechstgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Erde und Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika, die gro&szlig;e demokratische Hoffnung der BRICS-Staaten und treibende Kraft f&uuml;r eine Reform der Vereinten Nationen; in Europas strategisch wichtigstem Partner in der Region brodelt es gewaltig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/brasilien-in-der-krise-dilmas-demokratie\/12857202.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Drohender R&uuml;ckschlag<\/strong><br>\nDer deutschen Au&szlig;enpolitik droht in S&uuml;dosteuropa ein herber R&uuml;ckschlag. Seit einem Jahr befindet sich die Republik Moldau, die Berlin und Br&uuml;ssel mit einem EU-Assoziierungsabkommen fest in ihre Hegemonialsph&auml;re einzubinden versuchen, in einer Staatskrise, deren Ausgang ungewiss ist. Die bisherigen Partner der deutschen Moldau-Politik sind in der Bev&ouml;lkerung wegen mutma&szlig;lich krimineller oligarchischer Machenschaften ihrer F&uuml;hrungsfiguren weitgehend diskreditiert; ihnen droht bei der n&auml;chsten Parlamentswahl eine krachende Niederlage. Vieles spricht daf&uuml;r, dass Parteien, die anstelle der EU-Assoziierung einen Beitritt zur von Russland angef&uuml;hrten Eurasischen Wirtschaftsunion favorisieren, die n&auml;chste Regierung &uuml;bernehmen. Damit st&uuml;nden die vergangenen anderthalb Jahrzehnte deutscher Moldau-Politik vor dem totalen Scheitern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59289\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>In Watte gepackte Hetzparolen<\/strong><br>\nEs gibt gute Gr&uuml;nde, an mangelnder Distanz mancher Medien zu zweifeln. Wer beispielsweise die Berichterstattung &uuml;ber die Griechenland-Krise verfolgt hat, findet reihenweise Belege f&uuml;r die &Uuml;bernahme regierungsamtlicher Deutungsmuster: Der paternalistische Tenor, Athen m&uuml;sse seine &bdquo;Hausaufgaben&ldquo; machen, war im vergangenen Sommer wahrlich nicht zu &uuml;berh&ouml;ren. Dass wichtige Protagonisten der konservativen Publizistik sich damals mit gleicher Vehemenz beschwert h&auml;tten, ist nicht &uuml;berliefert.<br>\nHeute &uuml;berbieten sie sich &ndash; auch schon vor K&ouml;ln &ndash; in Emp&ouml;rung: &bdquo;Schluss mit dem Gutmenschen-Gegurke&ldquo;, formulierte Wolfram Weimer im &bdquo;Handelsblatt&ldquo;, &uuml;ber &bdquo;betreutes Fernsehen&ldquo; und &bdquo;Erziehungs-Journalismus&ldquo; klagte Jan Fleischhauer (&bdquo;Spiegel online&ldquo;), und Michael Hanfeld (&bdquo;FAZ&ldquo;), ohnehin ein ge&uuml;bter Ver&auml;chter der &Ouml;ffentlich-Rechtlichen, st&ouml;rte sich an &bdquo;Willkommens-Journalismus bis zum Abwinken&ldquo;.<br>\nDas Be&auml;ngstigende: Diese &bdquo;Leitmedien&ldquo;-Autoren bilden eine Br&uuml;cke nicht etwa zu denjenigen, bei denen die Zuwanderung einfach Fragen und &Auml;ngste ausl&ouml;st. Die Br&uuml;cke f&uuml;hrt direkt in den Sumpf der neurechten Ideologie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/medien\/oeffentlich-rechtliche-in-watte-gepackte-hetzparolen,1473342,33557448.html\">Stephan Hebel in der FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&bdquo;Spiegel, Du bist tief gefallen&ldquo; &ndash; Frederic Todenh&ouml;fers &ouml;ffentliche Abrechnung mit dem Nachrichtenmagazin<\/strong><br>\nIm aktuellen Spiegel schreibt die preisgekr&ouml;nte Spiegel-Journalistin &Ouml;zlem Gezer unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Der M&auml;rchenonkel&ldquo; &uuml;ber den Bestseller &bdquo;Inside IS&ldquo; des Publizisten J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer. Im Artikel kommt ein Mitreisender Todenh&ouml;fers ausf&uuml;hrlich zu Wort, der viele Vorkommnisse ganz anders darstellt als im Buch. Frederic Todenh&ouml;fer verteidigt seinen Vater nun bei Facebook, &uuml;bt scharfe Kritik am Spiegel und k&uuml;ndigt rechtliche Schritte an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2016\/01\/20\/spiegel-du-bist-tief-gefallen-frederic-todenhoefers-oeffentliche-abrechnung-mit-dem-nachrichtenmagazin\/\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-30394","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=30394"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30394\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31162,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30394\/revisions\/31162"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=30394"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=30394"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=30394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}