{"id":3040,"date":"2008-03-05T09:35:51","date_gmt":"2008-03-05T08:35:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3040"},"modified":"2008-03-05T09:35:51","modified_gmt":"2008-03-05T08:35:51","slug":"hinweise-des-tages-599","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3040","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3040&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Einmal Niedriglohn, immer Niedriglohn<\/strong><br>\nArbeit zu Niedriglohn soll gering qualifizierten Arbeitslosen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern &ndash; mit der Aussicht, sich sp&auml;ter in bessere Jobs hocharbeiten zu k&ouml;nnen. Aber der Aufstieg f&auml;llt schwer. &bdquo;Die Aufstiege aus dem Niedriglohnbereich sind in den letzten Jahren deutlich r&uuml;ckl&auml;ufig&ldquo;, stellt der Arbeitsmarktexperte Thorsten Kalina vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen fest. \n<p>Ende der 80er Jahre gelang es in Westdeutschland noch fast jedem f&uuml;nften vollzeitbesch&auml;ftigten Niedriglohnbeziehenden, im Folgejahr einen besser bezahlten Job zu finden. Von 2004 auf 2005 war dies bei lediglich 8,6 Prozent der Besch&auml;ftigten der Fall. &Uuml;ber zwei Drittel (68,8 Prozent) der Niedriglohnbesch&auml;ftigten verblieben im Niedriglohnbereich. Knapp 14 Prozent waren im n&auml;chsten Jahr arbeitslos oder nicht mehr sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt, die &uuml;brigen wechselten in Teilzeit oder Minijobs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-due.de\/home\/fb\/presse\/presse_allg\/presse_04.03.2008_43820.shtml\">Universit&auml;t Duisburg-Essen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wer profitierte vom Aufschwung?<\/strong><br>\nDeutschlands Wirtschaft befindet sich am Ende eines dreij&auml;hrigen Konjunkturaufschwungs. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist in dem Zeitraum um 7 % gestiegen, die Besch&auml;ftigung nahm um gut 2 % zu und die Zahl der Arbeitslosen ging um gut 700 000 Personen zur&uuml;ck; eine Entwicklung, die durchaus vergleichbar ist mit dem vorherigen Aufschwung. Im Unterschied zu fr&uuml;heren Zyklen sind jedoch die Einkommen der privaten Haushalte preisbereinigt kaum gestiegen. Damit haben insbesondere die Arbeitnehmerhaushalte, deren wesentliche Einkommensquelle das Arbeitseinkommen ist, bislang insgesamt nicht von der Aufw&auml;rtsdynamik profitiert.\n<p>Im Report wird mit Hilfe von &ouml;konometrischen Simulationen der Frage nachgegangen, warum dies so ist. Insbesondere werden die Faktoren identifiziert, die verhindert haben, dass ein starker realer Einkommenszuwachs entsteht. Es stellt sich heraus, dass das Zur&uuml;ckbleiben der Lohnentwicklung hinter der Produktivit&auml;t und der Inflation von erheblicher Bedeutung ist. Dies wurde auch nicht durch einen entsprechend h&ouml;heren Besch&auml;ftigungszuwachs ausgeglichen. Auch der Staat hat durch die Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer in erheblichem Umfang zur schwachen Einkommensdynamik beigetragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_27_2008.pdf\">IMK Report 27 [PDF &ndash; 396 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Der Report best&auml;tigt unsere Warnungen und Analysen. Wegen der inhaltlichen N&auml;he empfehlen wir unseren Lesern auch gerne, &ouml;fter mal beim IMK und der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung elektronisch vorbeizuschauen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Aufschwung &ndash; einfach so verpasst<\/strong><br>\nZun&auml;chst nur gef&uuml;hlt, jetzt auch wissenschaftlich erwiesen: Der wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen drei Jahre ist an den deutschen Arbeitnehmern weitgehend vorbeigegangen.<\/p>\n<p>Schlimmer noch: Die realen Nettol&ouml;hne sind in diesem Zeitraum sogar um 3,5 Prozent gesunken. Das ist das Ergebnis einer am Dienstag in D&uuml;sseldorf vorgestellten Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Vom wirtschaftlichen Aufschwung h&auml;tten dieses Mal in Deutschland viel weniger Menschen profitiert als im letzten Aufschwung von 1998 bis Anfang 2001. Damals seien die realen Nettol&ouml;hne um vier Prozent gestiegen. Der Zuwachs an Wirtschaftsleistung sei ganz &uuml;berwiegend in Unternehmensgewinne und Verm&ouml;gen geflossen. Auch die staatlichen Transfers an die privaten Haushalte seien real deutlich zur&uuml;ckgegangen. Der Besch&auml;ftigungszuwachs sei nur unwesentlich mehr Arbeitslosen zu Gute gekommen als beim Aufschwung um die Jahrtausendwende, so die Wirtschaftsforscher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/119\/161673\/\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mehdorns Katz- und Mausspiel<\/strong><br>\nBei der Deutschen Bahn droht ein Totalstreik auf allen Ebenen. Die Lokf&uuml;hrer kriegen den Hals nicht voll, mag manch ein Au&szlig;enstehender meinen. Dabei ist es die Bahn, die die Verhandlungen unn&ouml;tig erschwert. Mit Zusatzabkommen will sie der GDL den Wind aus den Segeln nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/unternehmen\/unternehmen\/:Kommentar-Mehdorns-Katz--Mausspiel\/613088.html\">stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Geisterfahrt beim Bahn-B&ouml;rsengang<\/strong><br>\nBei der SPD knirscht und knarzt es derzeit an allen Ecken und Enden. Nicht nur Lafontaines Linkspartei bringt Basis und Ober-Genossen in Wallung, dergleichen gilt f&uuml;r den Bahn-B&ouml;rsengang. Wem geh&ouml;rt die Bahn? Auch der Parteirat am Montag brachte keine Kl&auml;rung. Der Konflikt lodert weiter. &ldquo;Man kann mit der Partei nicht umgehen wie mit einem Ministerium, in dem es Anweisungen gibt!&rdquo; Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer kann sich m&auml;chtig in Rage reden, wenn es um die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/unternehmen\/unternehmen\/:Die-SPD-Bahnprivatisierung-Geisterfahrt-Bahn-B%F6rsengang\/612917.html\">Stern-online<\/a><\/li>\n<li><strong>Riester-Rente: Die gro&szlig;e Unbekannte<\/strong><br>\nAuch sechs Jahre nach dem Start der Riester-Rente ist die neue Form der Altersvorsorge noch nicht in allen K&ouml;pfen angekommen&hellip;<br>\nJeder sechste Riester-Sparer hat nach eigenen Angaben noch keinen Zulagenantrag gestellt und l&auml;uft Gefahr, die staatliche F&ouml;rderung zu verlieren. Das meldet die Deutsche Bank auf Basis einer repr&auml;sentativen Umfrage (1.145 Befragte).\n<p>&Uuml;ber keine Riester-Rente verf&uuml;gen rund 70 Prozent der Interviewten. Ein Viertel der Riester-Abstinenzler sagt nach Angaben des Kreditinstituts, dass das Modell zu kompliziert sei. Zudem geben 13 Prozent an, dass sie gar nicht wissen, ob sie die staatliche F&ouml;rderung &uuml;berhaupt erhalten. Weitere 28 Prozent geben zu, zu wenig &uuml;ber die Riester-Rente zu wissen und w&uuml;nschen sich mehr Aufkl&auml;rung. 38 Prozent der Befragten wissen noch nicht, ob sie sich dieses Jahr f&uuml;r eine Form der Altersvorsorge entscheiden werden. Die Deutsche Bank startet deshalb mit einer Beratungsoffensive zur Riester-Rente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Umfrage-zur-Riester-Rente.html?session=995600b768654e990d770bcd19c7956e\">Ihre Vorsorge<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Dieses Portal ist eine Initiative der Regionaltr&auml;ger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See und nennt sich &bdquo;unabh&auml;ngiger Altersvorsorge-Berater&ldquo;. Und dann wird so kritiklos dar&uuml;ber berichtet &ndash; als w&uuml;rde das Schwein Werbung f&uuml;r den Schlachthof machen. Dass die Deutsche Bank AG eine Beratungsoffensive starten will, ist klar. Jeder investierte Pfennig d&uuml;rfte sich lohnen und sp&auml;ter in gesteigerter Rendite niederschlagen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung AM:<\/strong> Ich wei&szlig; nicht, ob die Dreistigkeit dieses Vorgangs jedem unserer Leser klar ist. Hier werden Beitr&auml;ge f&uuml;r die gesetzliche Rente dazu benutzt, um Reklame f&uuml;r die Privatvorsorge zu machen. Die normalen Arbeitnehmer zahlen also nicht nur als Steuerzahler die Zulage und die Steuersubventionen f&uuml;r die Riester- und die R&uuml;rup-Rente, sie zahlen auch noch mit ihren Beitr&auml;gen f&uuml;r die Werbung pro Privatvorsorge, von der sie zu 70%, wie die erw&auml;hnte Umfrage zeigt, nicht Gebrauch machen beziehungsweise nicht Gebrauch machen k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p>Wo bleiben eigentlich die Arbeitnehmervertreter und die Vertreter der Sozialverb&auml;nde in den Aufsichtsgremien des Rentenversicherungstr&auml;gers Deutsche Rentenversicherung? Schlafen die? Oder sind sie auch wie Walter Riester von den Privatvorsorgern &uuml;ber Vortrags- und Beratungshonorare eingekauft?<\/p><\/li>\n<li><strong>Britische Krankenh&auml;user: Wenn Wettbewerb t&ouml;tet<\/strong><br>\nWovon h&auml;ngt es ab, ob Sie einen Herzinfarkt &uuml;berleben? Eine neue Studie von &Ouml;konomen liefern spektakul&auml;re Antworten: &Uuml;ber Leben und Tod entscheidet unter anderem, wie hoch die Konkurrenz zwischen Krankenh&auml;usern ist. Lesen Sie, warum in Gro&szlig;britannien zu viel Wettbewerb 1000 Menschen das Leben kostete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/printpage.aspx?_p=301104&amp;_t=ftprint&amp;_b=1398039\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanz&auml;mter verschenken Milliarden<\/strong><br>\nDie Bundesl&auml;nder zieren sich vor h&auml;rteren Steuerpr&uuml;fungen. Trotz hoher finanzieller Verluste fehlt es wohl an Personal und am politischen Willen. Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) klingt wild entschlossen: &ldquo;Wenn es nicht ein solches Ausma&szlig; an Steuerhinterziehung in Deutschland g&auml;be, k&ouml;nnte ich die Steuers&auml;tze senken.&rdquo; Dazu wird es bis auf weiteres nicht kommen. Denn die &Uuml;berpr&uuml;fung von Steuererkl&auml;rungen ist in Deutschland, anders als in Frankreich, weitgehend L&auml;ndersache &ndash; und nur wenige Bundesl&auml;nder sind an sch&auml;rferen Kontrollen interessiert, da sie potenzielle Investoren mit Steuer&uuml;berpr&uuml;fungen nicht abschrecken wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/finanzaemter-verschenken-milliarden\/?src=TE&amp;cHash=9e9b8d2450\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Ypsilantis Linkskurs heizt SPD-Streit an<\/strong><br>\nPass&eacute; ist die von SPD-Chef Beck verordnete Harmonie: Andrea Ypsilanti hat entschieden, in Hessen mit der Linken zu kooperieren &ndash; das ist der Beginn eines neuen Richtungsstreits in der SPD. Die Reformer bangen um das Image der Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,539340,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Spiegel heizt mal wieder den SPD-Streit an, h&auml;tte die &Uuml;berschrift hei&szlig;en m&uuml;ssen. Und es erweist sich ein weiteres Mal, dass die Schr&ouml;der-Truppe gegen alle Mehrheiten in der Partei ihr eigenes S&uuml;ppchen kocht. Die SPD-Bundesfraktion spielt sich immer mehr als Partei in der SPD auf.<br>\nErgebnis ist: Union und Linke legen zu Union und Linke haben in der W&auml;hlergunst zugelegt. Laut einer Emnid-Umfrage verbesserten sich CDU und CSU auf 37 Prozent. F&uuml;r die Linke entschieden sich 14 Prozent. SPD 28 Prozent.<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,539403,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Linksrucklegende<\/strong><br>\nDas, was heute als Linksruck denunziert wird, (ist) eher einen Schritt in Richtung einer R&uuml;ckkehr zur Normalit&auml;t der alten Bundesrepublik und zu deren klassischem Wertekanon, inklusive sozialer Gerechtigkeit. Eines haben beide Parteien jedenfalls gemeinsam: Wie damals die gr&uuml;ne Partei die &Ouml;kologie, besetzt heute &bdquo;Die Linke&ldquo; mit dem Thema der sozialen Gerechtigkeit ein, wenn nicht das entscheidende Zukunftsthema der Republik &ndash; was deren gef&auml;hrdete Integrationsf&auml;higkeit anbelangt. Die SPD t&auml;te deshalb gut daran, die neuen politischen Verh&auml;ltnisse zur Kenntnis zu nehmen &ndash; und die richtigen Konsequenzen daraus zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter-online.de\/artikel.php?pr=2773\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Springer-Chef D&ouml;pfner: &raquo;Das alte Modell ist asozial&laquo;<\/strong><br>\nDas angloamerikanische Modell hat sich nachweislich als &uuml;berlegen erwiesen. Die Deutsche Post, Siemens, VW, das sind die gro&szlig;en Vertreter des Kapitalismus mit sozialem Antlitz. Diese Position ist in weiten Teilen leider unaufrichtig und f&uuml;hrt zu diesen verschwurbelten Netzwerken zwischen Betriebsr&auml;ten, mitbestimmenden Aufsichtsr&auml;ten und PR-fixierten Unternehmensf&uuml;hrern. Sie schaden am Ende den Arbeitnehmern und Geringverdienern im Land.<br>\nAnstatt das zu akzeptieren, erproben wir Planwirtschaft light und produzieren F&auml;lle von Unmoral und Kriminalit&auml;t.<br>\nMan kann sich der Vermutung schwer erwehren: W&auml;re die Steueraff&auml;re vier Monate fr&uuml;her passiert, w&auml;re es zu einem Mindestlohn auf &uuml;berh&ouml;htem Niveau nicht gekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2008\/10\/Interview-Doepfner?page=1\">Die Zeit\n<p><\/p><\/a><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dieses Interview enth&auml;lt konzentriert die marktliberale Weltanschauung, die sich in allen Medien des Springer Verlages zeigt. D&ouml;pfner will dezidiert den Systemwechsel von der sozialen Marktwirtschaft in den angloamerikanischen Kapitalismus. Er tut so, als w&auml;ren wir nicht schon l&auml;ngst mitten in diesem Wechsel und als w&auml;ren die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, die Umverteilung von unten nach oben, die zunehmende Ungleichheit, die Finanzkrise oder die gescheiterte Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik nicht gerade die Folge dieses Systemwechsels.<br>\nMan kann an diesem Interview auch sp&uuml;ren, wie sich D&ouml;pfner f&uuml;r seine Niederlage bei der PIN AG r&auml;chen will.<\/em>\n<p><strong>Und so wird das Credo D&ouml;pfners in den Springerzeitungen umgesetzt: <\/strong><\/p>\n<p><strong>BILD: &bdquo;So raubt uns der Staat aus&ldquo;.<\/strong><br>\nInsgesamt 52 Prozent vom Brutto, das der Arbeitgeber zahlt, gehen bei einer Durchschnittsfamilie (1 Kind) f&uuml;r Steuern und Abgaben drauf. Das hat der Bund der Steuerzahler errechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/wirtschaft\/2008\/03\/04\/so-raubt-der-staat\/die-steuerzahler-aus,geo=3920632.html\">BILD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Nach der verlorenen Kampagne f&uuml;r Koch in Hessen kehrt BILD wieder zur Tagesordnung zur&uuml;ck: Hungert den Staat aus. Glaubt wirklich jemand, dass wenn Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung bei der &bdquo;Allianz&ldquo; versichert w&uuml;rden, dass die privaten Versicherer den B&uuml;rger nicht noch viel mehr &bdquo;ausrauben&ldquo; w&uuml;rden. Nebenbei senkt BILD auch noch die Rentenversicherung von 19,9 auf 16,7 Prozent.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Back Dir Deine Meinung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/2828\/back-dir-deine-meinung\">Bildblog<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hamburger Wissenschaftssenator J&ouml;rg Dr&auml;ger verl&auml;sst die Politik<\/strong><br>\nEr hat sich bei Studenten und Professoren gleicherma&szlig;en unbeliebt gemacht, weil er die Campus-Maut durchboxte. Nun legt der Hamburger Wissenschaftssenator J&ouml;rg Dr&auml;ger sein Amt nieder, um sich &ldquo;neuen Aufgaben&rdquo; zu widmen &ndash; der 40-J&auml;hrige hat zwei neue Jobs: Er wird Nachfolger des in wegen einer Abrechnungsaff&auml;re in die Schlagzeilen geratenen CAP-Chefs, Werner Weidenfeld, im Stiftungsvorstand und neuer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Centrums f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE).<br>\nEine Studie der Uni Hohenheim ergab im vergangenen Jahr, dass die Hamburger Studenten im Vergleich zu anderen Bundesl&auml;ndern am unzufriedensten mit der Einf&uuml;hrung der Campus-Maut seien. Im vergangenen Jahr wurden an der Uni Hamburg &uuml;ber tausend Leute exmatrikuliert, weil sie die Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r das Sommersemester nicht p&uuml;nktlich gezahlt hatten. &Auml;hnlich rigoros ging die Hochschule f&uuml;r bildende K&uuml;nste (HfbK) vor. Bei einer Umfrage des Deutschen Hochschulverbandes bekam J&ouml;rg Dr&auml;ger von ihnen unter allen deutschen Bildungspolitikern die schlechteste Note 5,3 &ndash; und landete auf dem letzten Platz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,539257,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Schon die &Uuml;berschrift des SPIEGEL ist falsch: Dr&auml;ger &bdquo;verl&auml;sst&ldquo; nicht die Politik, nein, bei der Bertelsmann Stiftung und dem CHE kann er endlich ohne Widerst&auml;nde von Studierenden und Hochschullehrern die Politik fortsetzen, die er schon immer gemacht hat. Dr&auml;ger kam vom Unternehmensberater Roland Berger, dem er auch im Amt munter weiter Auftr&auml;ge zugeschanzt hat. Dr&auml;ger rechtfertigte Ein-Euro-Jobs f&uuml;r Wissenschaftler. Und Dr&auml;ger war als Wissenschaftssenator einer der willigsten Gefolgsleute der Bertelsmann Stiftung und der Vorschl&auml;ge des CHE. Von daher ist sein Gang durch die Dreht&uuml;r nur konsequent &ndash; und vermutlich gut honoriert. Dr&auml;ger nannte den Wechsel denn auch eine Chance, <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/daten\/2008\/03\/04\/854852.html\">&bdquo;den Bildungsstandort Deutschland weiter mit gestalten zu k&ouml;nnen&ldquo;.<\/a> Mit der Wahl Dr&auml;gers macht der neue Bertelsmann-Konzernchef Ostrowski offenbar ernst mit der Expansion von Bertelsmann im Bildungsbereich. (Siehe die Hinweise von gestern.) Dass ihn der Spiegel im Nachruf noch als erfolgreichen &bdquo;Reformer&ldquo; feiert, nimmt nicht Wunder. Der Spiegel geh&ouml;rt zu &uuml;ber einem Viertel dem Verlag Gruner + Jahr, und Gruner + Jahr geh&ouml;rt wiederum zu drei Vierteln der Bertelsmann AG. Der Spiegel als his masters voice wird also diesen Wechsel bestimmt nicht kritisieren d&uuml;rfen und Dr&auml;ger schon gar nicht, den er kann ja jetzt seine &bdquo;Reformen&ldquo; im Mutterhaus dieser &bdquo;Reformen&ldquo; bei Bertelsmann weiterentwickeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wir haben noch sehr viel zu tun&rdquo;<\/strong><br>\nFDP-Minister Andreas Pinkwart will auf jeden Euro, den Firmen f&uuml;r Stipendien zahlen, einen Euro aus Steuergeld drauflegen.<br>\nAndreas Pinkwart: Es gibt nur einzelne Initiativen &ndash; leider. Bei uns in Ostwestfalen-Lippe etwa haben die Hochschulen zusammen mit der regionalen Wirtschaft einen Studienfonds gegr&uuml;ndet. Zwei Prozent der Studierenden erhalten bisher ein Stipendium. 40.000 von 2 Millionen. Das ist doch ein Witz, oder?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/wir-haben-noch-sehr-viel-zu-tun\/?src=TE&amp;cHash=049289be99\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Und jetzt soll auch noch der Staat diese privaten Stipendien subventionieren, damit die Wirtschaft die &bdquo;ihr&ldquo; passenden Studierenden als Stipendiaten aussuchen kann.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Auf Promille-Niveau<\/strong><br>\nAls an deutschen Unis Geb&uuml;hren eingef&uuml;hrt wurden, hat die Wirtschaft Stipendien versprochen. Passiert ist wenig. Der BDI tut nun so, als ob er nie eine F&ouml;rderung in Aussicht gestellt h&auml;tte. Als vor drei Jahren die Verfassungsrichter Studiengeb&uuml;hren erlaubten, gleichzeitig aber forderten, dass die &ldquo;Belange der Einkommensschwachen&rdquo; ber&uuml;cksichtigt werden, t&ouml;nten Geb&uuml;hrenbef&uuml;rworter in Politik und Wirtschaft: Alles kein Problem! Wir bauen die Stipendien f&uuml;r Studenten aus!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/auf-promille-niveau\/?src=TE&amp;cHash=95b87d5b39\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Rat f&uuml;r die Zukunft<\/strong><br>\nDer Name soll Programm sein. Und wenn Professor Manfred Pohl, dieser umtriebige Historiker, nur einen Augenblick an seine j&uuml;ngste Gr&uuml;ndung, den &ldquo;Frankfurter Zukunftsrat&rdquo;, denkt, erh&ouml;ht sich seine Pulsfrequenz. Schlie&szlig;lich geht es um die Perspektiven dieser Stadt, um &ldquo;die Positionierung Frankfurts&rdquo;. Vor allem aber geht es um die Aussichten &ldquo;f&uuml;r Deutschland und die Welt&rdquo;. Und das ist keine Kleinigkeit. Der fr&uuml;here Bundeswirtschaftsminister und nordrhein-westf&auml;lische Ministerpr&auml;sident ist, ebenso wie Bueb, Stellvertreter von Manfred Pohl an der Spitze des Zukunftsrats. Zu den ehemaligen Politikern im Zukunftsrat z&auml;hlt auch Oswald Metzger, heute freier Publizist, ehemals mitunter sperrig wirkenden Bundestagsabgeordneter der Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/frankfurt\/?em_cnt=1297871\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Bei dieser Zusammensetzung f&uuml;hrt Frankfurts Zukunft zur&uuml;ck in die Vergangenheit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Tipp: Viele neue Dokumente, Materialien und Fakten in Sozialpolitik aktuell in Deutschland&hellip;<\/strong><br>\n&hellip; u.a.: Einkommen, Einkommensverteilung, Armut &ndash; Berichte &amp; Dokumente: Schrumpfende Mittelschicht: Anzeichen einer dauerhaften Polarisierung der verf&uuml;gbaren Einkommen? (DIW)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik aktuell<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3040","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3040","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3040"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3040\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3040"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3040"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3040"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}