{"id":3046,"date":"2008-03-07T09:10:41","date_gmt":"2008-03-07T08:10:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3046"},"modified":"2008-03-07T09:10:41","modified_gmt":"2008-03-07T08:10:41","slug":"hinweise-des-tages-601","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3046","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3046&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Arbeitsminister Scholz w&uuml;nscht sich &bdquo;einfacheres&ldquo; Arbeitsrecht<\/strong><br>\nArbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hat sich bereit erkl&auml;rt, eine beherzte Vereinfachung des un&uuml;bersichtlichen Arbeitsrechts anzugehen. Ausgangsbasis k&ouml;nnte etwa der Entwurf f&uuml;r ein zusammenh&auml;ngendes Arbeitsgesetzbuch sein, wie ihn K&ouml;lner Wissenschaftler mit Begleitung der Bertelsmann-Stiftung entwickelt haben. Sollten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften gemeinsam hinter einen solchen Ansatz stellen, &bdquo;bin ich bereit, das in den Bundestag einzubringen und es in kurzer Zeit umzusetzen&ldquo;, sagte Scholz auf einem Arbeitsmarktforum des Wirtschaftsrats der CDU. Ein transparentes Gesetz biete die Chance, dass Betriebe und Arbeitnehmer gleicherma&szlig;en leichter mit dem Arbeitsrecht umgehen k&ouml;nnten. Insofern k&ouml;nne es &bdquo;sicher auch einen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum&ldquo; leisten. &bdquo;Ich stehe daf&uuml;r zur Verf&uuml;gung&ldquo;, sagte Scholz. Gemessen an fr&uuml;heren Einlassungen des Arbeitsministeriums zeigte er sich damit deutlich aufgeschlossener. Im Rahmen eines &bdquo;Forums Arbeitsvertragsgesetz&ldquo; bei der Bertelsmann-Stiftung haben vor diesem Hintergrund die K&ouml;lner Professoren Martin Henssler und Ulrich Preis einen Gesetzentwurf geschrieben, der den aktuellen Rechtsstand m&ouml;glichst ausgewogen und trotzdem einfach wiedergeben soll. Der Entwurf wird seit einigen Jahren von Experten diskutiert und immer wieder aktualisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Politik\/Deutschland\/_pv\/_p\/200050\/_t\/ft\/_b\/1400494\/default.aspx\/scholz-wuenscht-sich-einfacheres-arbeitsrecht.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Die st&auml;ndig wachsende Zahl von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland wird also nicht nur von Aufschwung und Wirtschaftswachstum profitieren sondern auch von einem vereinfachten und transparenten Arbeitsrecht. Genug der Ironie &ndash; die Vorstellung des Arbeitsrechtskonzepts im September 2007 l&auml;sst tief blicken: &ldquo;&hellip;es ist Aufgabe des Gesetzgebers, eine Art Kundenfreundlichkeit auch auf diesem Gebiet herzustellen. Was im Sozialrecht m&ouml;glich ist, sollte im Arbeitsrecht auch m&ouml;glich sein.&rdquo; Diese Drohung sollte sehr ernst genommen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Streik als konsequenter Irrsinn<\/strong><br>\n&ldquo;Reiner Irrsinn&rdquo; sei der angek&uuml;ndigte Streik der Lokf&uuml;hrer, sagt Bahnchef Hartmut Mehdorn. Da hat er sogar mal Recht. Nachdem ein Jahr lang verhandelt, gedroht, moderiert, gestreikt, geschlichtet und wieder gestreikt wurde, haben Bahn und Gewerkschaft zusammen mit Verkehrsminister Tiefensee Ende Januar schlie&szlig;lich mit gro&szlig;em Brimborium die Einigung verk&uuml;ndet. Dass diese schon wenige Wochen sp&auml;ter hinf&auml;llig ist, daf&uuml;r fehlt der &Ouml;ffentlichkeit in der Tat jedes Verst&auml;ndnis. Falsch liegt Mehdorn allerdings, wenn er die Verantwortung f&uuml;r den Irrsinn der Lokf&uuml;hrergewerkschaft zuschiebt. Offenbar hat der Bahnchef immer noch nicht verstanden, dass die Lokf&uuml;hrer die Auseinandersetzung mit der Bahn gewonnen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F03%2F06%2Fa0129&amp;src=GI&amp;cHash=03b8e4212c&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD-Spitze treibt Bahn-Privatisierung voran<\/strong><br>\nNeuer Vorsto&szlig; f&uuml;r eine Privatisierung der Bahn: Laut &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; hat die SPD-Spitze ein Kompromissmodell entwickelt. Es soll die Holding-Pl&auml;ne von Finanzminister Steinbr&uuml;ck mit der Ausgabe von Volksaktien verbinden &ndash; und damit die Parteilinke ruhig stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,539985,00.html\">SpiegelOnline<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Wo soll hier der Kompromiss sein? Steinbr&uuml;ck (und Tiefensee, Steinmeier und Mehdorn) setzen sich durch. Und es wird gelogen wie bisher schon, wenn es hei&szlig;t: &ldquo;Zweitens erhielte die Bahn die n&ouml;tigen Milliarden, die sie f&uuml;r den weiteren Ausbau des Konzerns braucht.&rdquo; Das Geld lie&szlig;e sich auch auf dem Kapitalmarkt locker beschaffen. Au&szlig;erdem zahlt der Bund und damit der Steuerzahler den wesentlichen Teil auch in Zukunft. Und Mehdorns Welt-Expansionspl&auml;ne sind ohnehin Irrsinn. Des R&auml;tsels L&ouml;sung: Hier verdient jemand. Deshalb der Fanatismus f&uuml;r Privatisierung. Siehe auch NachDenkSeiten: &ldquo;<a href=\"?p=2678\">Thema Bahn bei Anne Will &ndash; ganz gut, aber es fehlte der Blick hinter die Kulissen<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein dritter Weg<\/strong><br>\nDie Privatisierung &ouml;ffentlicher Aufgaben wie Wasserversorgung und M&uuml;llentsorgung ist gescheitert. Einfach die R&uuml;ckkehr des Staates zu fordern greift aber auch zu kurz. Es ist keine L&ouml;sung, den Staat wieder so herzustellen, wie er vor der Privatisierungswelle war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F03%2F06%2Fa0130&amp;src=GI&amp;cHash=128a5abf45&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Bei R&uuml;gemers Argumentation gegen die R&uuml;ckkehr in die &ouml;ffentlichen H&auml;nde geht leider manches durcheinander. Seine Argumente gegen den Filz sind ja berechtigt. Aber das k&ouml;nnte man ja vielleicht etwas anders organisieren. Jedenfalls sehe ich nicht, was an die Stelle &ouml;ffentlichen Eigentums und &ouml;ffentlicher Verantwortung treten soll, wenn man die Chance zur Abkehr von der Privatisierung hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Ein sinnvoller Streik <\/strong><br>\nAus volkswirtschaftlicher Sicht muss in der laufenden Tarifrunde aber der Verteilungsspielraum endlich wieder ausgesch&ouml;pft werden. Damit w&uuml;rde die Lohnzur&uuml;ckhaltung der vergangenen Jahre nicht angetastet, aber auch nicht mehr fortgesetzt. Und der Verteilungsspielraum, die Summe aus erwarteter Inflation und Produktivit&auml;tszuwachs in der Volkswirtschaft, liegt bei rund drei Prozent. Das ist keine Gewerkschaftsrechnung, sondern sie stammt von den &Ouml;konomen der DekaBank, dem Spitzeninstitut der Sparkassen.<br>\nAlso noch mal rechnen: Ein Abschluss &uuml;ber zwei Jahre ohne Arbeitszeitverl&auml;ngerung muss eine Sechs vor dem Komma ausweisen &ndash; oder eine Acht, wenn es zu etwas l&auml;ngeren Arbeitszeiten, etwa einer halben Stunde, kommen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1298463\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer wenig hat, verliert auch noch <\/strong><br>\nDie Ungleichheit im Lande w&auml;chst. Wer gut verdient, bekommt tendenziell mehr. Wer einen niedrigen Lohn hat, dessen Einkommen stagniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/11\/lohn-spreizung?page=all\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Lohnspreizung in Deutschland hat deutlich zugenommen<\/strong><br>\nDer Abstand von niedrigen zu mittleren und hohen L&ouml;hnen, die so genannte &ldquo;Lohnspreizung&rdquo;, hat in Deutschland deutlich zugenommen. Das ist das Ergebnis einer empirischen Untersuchung von Dr. Johannes Giesecke, Forscher am Wissenschaftszentrum Berlin f&uuml;r Sozialforschung (WZB), und Dr. Roland Verwiebe vom Institut f&uuml;r Soziologie der Universit&auml;t Hamburg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-06B41F48\/hbs\/hs.xsl\/320_90262.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Geringe Bem&uuml;hungen der EU-Kommission gegen Lobbyismus <\/strong><br>\nAus Sicht der Allianz f&uuml;r Lobby-Transparenz und Ethische Regeln (ALTER-EU), an der sich LobbyControl beteiligt, ist die Mitteilung &uuml;ber die &ldquo;F&ouml;rderung der Berufsethik in der Kommission&rdquo; entt&auml;uchend. Zwar will die EU-Kommission bisherige Orientierungshilfen zu Geschenken und Verg&uuml;nstigungen formalisieren und den bisherigen Kommissionsbeschluss &uuml;ber Nebent&auml;tigkeiten &uuml;berpr&uuml;fen und aktualisieren. Aber sie sagt nicht, wie die Regeln tats&auml;chlich gestaltet werden sollen, und liefert keine konkreten Ans&auml;tze, wie sie bestehende Probleme tats&auml;chlich l&ouml;sen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/03\/eu-kommission-scheut-auseinandersetzung-um-interessenskonflikte-und-interne-u-boote\/\">Lobbycontrol<\/a><\/li>\n<li><strong>Heiner Flassbeck: Abkoppeln tut Not &ndash; aber keiner wei&szlig; wie<\/strong><br>\nIn Europa reden die Wirtschaftspolitiker von Abkopplung von den USA, ohne selbst Hand anlegen zu wollen &ndash; das kann nur schief gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1222&amp;blogId=16\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>&Ouml;ffentlicher Dienst: Mehr verdient<\/strong><br>\nDie Zeit ist reif f&uuml;r Lohnerh&ouml;hungen im &ouml;ffentlichen Dienst &ndash; und der Zeitpunkt von den Gewerkschaftern geschickt gew&auml;hlt. Verdi hat mit ihrer Streikdrohung auf Flugh&auml;fen international auf den Tarifkonflikt im &ouml;ffentlichen Dienst aufmerksam gemacht.<br>\nEin Kommentar von Sibylle Haas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/234\/161788\/\">SZ<\/a>\n<p><em>Dazu schickte uns ein Leser einen angemessenen Kommentar:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die neoliberale Allzweckwaffe der SZ hat wieder zugeschlagen &ndash; Sibylle Haas!<br>\nLassen wir uns die einzelnen S&auml;tze auf der Zunge zergehen, und wie immer bei Frau Haas &ndash; das dicke Ende kommt zum Schluss. <\/p>\n<p><em>&ldquo;Die Zeit ist reif f&uuml;r Lohnerh&ouml;hungen im &ouml;ffentlichen Dienst &ndash; und der Zeitpunkt von den Gewerkschaftern geschickt gew&auml;hlt.&rdquo;<\/em> <\/p>\n<p>Wie im Deutschunterricht in der zehnten Klasse gelernt, fangen wir mit der These an, die es zu zerpfl&uuml;cken gilt. Bitte nicht erwarten, dass Solidarit&auml;t f&uuml;r den Arbeitnehmer folgt. <\/p>\n<p><em>&ldquo;Versp&auml;tete Fl&uuml;ge und stillstehende Busse &ndash; es ist kein sch&ouml;nes Image, das Deutschland soeben verpasst wird.&rdquo;<\/em> <\/p>\n<p>Heben wir sogleich den Zeigefinger. In Frankreich und Italien vergeht kein Jahr ohne gro&szlig;en Streik. Nein, Frau Haas, Sie irren, es ist ein sch&ouml;nes Image, dass der aus dem Schurkenstaat anreisende IT-Experte gewinnt. Man darf in Deutschland streiken, Demokratie wird gelebt! <\/p>\n<p><em>&ldquo;Sie gehen auf die Stra&szlig;e, weil es wohlfahrtsstaatliche Aufgaben nicht zum Nulltarif gibt. Krankenschwestern und Altenpfleger, Stra&szlig;enreiniger und viele andere Arbeitnehmer bei st&auml;dtischen Einrichtungen geh&ouml;ren keineswegs zu den Gro&szlig;verdienern in diesem Lande.&rdquo;<\/em> <\/p>\n<p>Das zweite Ablenkungsman&ouml;ver. Nicht verwirren lassen, es ist nicht die Solidarit&auml;t, die hier spricht, denn die Haas&rsquo;sche Keule folgt auf dem Fu&szlig;. Sogleich werden wir aufgekl&auml;rt, es sind Begehrlichkeiten. Wie ein Kind vor dem S&uuml;&szlig;igkeitenregal schreit das Ver.di-Mitglied, wohl wissend, dass es nur den 4,5%-Lutscher geben wird. <\/p>\n<p><em>&ldquo;Auch die st&auml;dtische M&uuml;llabfuhr wird zur Ausnahme. Staatliche Aufgaben werden der Privatwirtschaft &uuml;bertragen, weil sie effizienter ist und die gleichen Dienste oft qualifizierter anbieten kann. Das liegt daran, dass private Firmen klein und flexibel sind und sich wenig b&uuml;rokratisch aufs so genannte Kerngesch&auml;ft konzentrieren k&ouml;nnen.&rdquo;<\/em> <\/p>\n<p>Endlich sind wir angekommen, beim Haaschen Neoliberalsimus par excellence. Einfallslos wie seit Jahren wird wieder und wieder die absurde Behauptung aufgestellt, Privates sei effizienter. Nein, Frau Haas, Private denken an ihr Wohl, hier geht es aber um Aufgaben, die der Allgemeinheit dienen &ndash; und die k&ouml;nnen Private nicht erf&uuml;llen. Sie haben immer noch nicht verstanden, dass es volkswirtschaftlicher Unsinn ist, wenn der n&auml;chste Briefkasten erst im n&auml;chsten Ort steht, Sie werden nie verstehen, warum seit Jahren die Preise im Gesundheitswesen und anderen ehemals &ouml;ffentlichen Diensten explodieren und es den meisten Menschen heute schlechter geht.<br>\nUnd es sind eben nicht die kleinen, privaten Unternehmen, die privatisiert werden. Eine geschickt geworfene Nebelbombe. Nein, die Rh&ouml;n-Kliniken aus dem MDAX sind kein kleines und auch kein flexibles Unternehmen, Frau Haas.<br>\nIhre Verweigerung gegen&uuml;ber makro&ouml;konomischen Zusammenh&auml;ngen ist von gestern. <\/p>\n<p><em>&ldquo;Er behindert nicht nur die Wirtschaft mit immer neuen Gesetzen und Regelungen, sondern auch sich selbst. Gesetze m&uuml;ssen kontrolliert werden, und das kostet Geld.&rdquo;<\/em> <\/p>\n<p>Richtig Frau Haas, private Unternehmen m&uuml;ssen kontrolliert werden, und das kostet richtig Geld. Ganz zu schweigen davon, dass die Gewinne der ehemals staatlichen Unternehmen dem Staat und damit der Gemeinschaft fehlen. W&auml;ren die Unternehmen noch staatlich, br&auml;uchten wir die Gesetze nicht. <\/p>\n<p><em>&ldquo;Au&szlig;erdem wird der Staat als Anbieter &ouml;ffentlicher Leistungen von den B&uuml;rgern immer noch als Rundum-Anbieter in die Pflicht genommen. Das f&uuml;hrt dazu, dass er Leistungen anbieten muss, die ihm nichts einbringen, aber vor allem die &ouml;ffentlichen Kassen belasten.&rdquo;<\/em> <\/p>\n<p>Endlich, wir sind am Ziel. Von einer berechtigten Lohnforderung sind wir angelangt beim neoliberalen Staat und dem Kniefall vor dem Antlitz Milton Friedmanns. Verdi und die B&uuml;rger sind in Ihren Augen Schmarotzer, die den Staat aussaugen. Nein, Frau Haas, private Unternehmen, die in Gro&szlig;britannien die Wasserversorgung verrotten lassen, nehmen den Staat in die Pflicht und belasten die &ouml;ffentlichen Kassen, wenn verhindert werden muss, dass die Infrastruktur, die auch Sie gerne in Anspruch nehmen, zusammenbricht. <\/p>\n<p>Buchen Sie ein Ticket nach Chicago, Frau Haas, aber bitte one-way! Damit der beispiellose Niedergang des Wirtschaftsteils der S&uuml;ddeutschen Zeitung endlich ein Ende hat.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>K&uuml;ndigung des Th&uuml;ringer Gewerkschaftssekret&auml;rs und Antifaschisten Angelo Lucifero verhindert<\/strong><br>\nDie ver.di Landesleitung Sachsen\/Sachsen-Anhalt\/Th&uuml;ringen hat ihr Ziel nicht erreicht, Angelo Lucifero zu k&uuml;ndigen. Es waren offenbar die unz&auml;hligen Protestbriefe und -resolutionen, die den ver.di-Bundesvorstand zur Intervention veranlassten.<br>\nDie nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass: Angelo ab 1. Februar 2010 wieder als politischer Sekret&auml;r bei ver.di (aber nicht im Landesbezirk Sachsen\/Sachsen-Anhalt\/Th&uuml;ringen) arbeiten soll. In der Zwischenzeit wird er, mit einem Jahr Freistellung, bei einer Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Initiativen t&auml;tig sein. F&uuml;r die Weiterbesch&auml;ftigung ab 1.<br>\nFebruar 2010 gibt ver.di keine Garantie, allerdings ist bei Uneinigkeit eine Schiedstelle vorgesehen. Angelo hatte die Alternative, dieses Angebot anzunehmen oder gegen die K&uuml;ndigung zu klagen. Der Weg vor das Arbeitsgericht h&auml;tte &ndash; so bef&uuml;rchtete er begr&uuml;ndet &ndash; auf keinen Fall zur&uuml;ck zu ver.di gef&uuml;hrt. Angelo will weiter bei ver.di arbeiten und hat deshalb die Vereinbarung unterzeichnet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/rechten\/opfer\/angelo_abschluss.html\">Labournet<\/a>\n<p><strong>Zur Vorgeschichte:<\/strong><br>\nThomas Vo&szlig;, Leiter des Landesbezirks Th&uuml;ringen, hat Lucifero am 14.Dezember 2007 formlos von seinem Amt suspendiert und ihm Hausverbot erteilt; er betrieb au&szlig;erdem ein au&szlig;erordentliches K&uuml;ndigungsverfahren, gegen das der Betriebsrat jedoch Einspruch eingelegt hatte &ndash; &uuml;ber den sich Vo&szlig; aber hinwegsetzen wollte. Am 16.1.2008 hatte die Ver.di-Landesleitung nach seiner Auskunft seiner Rechtsanw&auml;ltin die fristlose K&uuml;ndigung zugestellt &ndash;Angelo ist zu 50% h&ouml;rgesch&auml;digt und damit schwerbehindert, deshalb hat das Integrationsamt auch noch ein Wort mitzureden. Aber Vo&szlig; ist notfalls auch bereit, vors Arbeitsgericht zu ziehen. Er will Angelo loswerden. Der Vorwurf: Angelo habe durch die Herausgabe von Karussell Gewerkschaftsgelder veruntreut, &ldquo;pers&ouml;nliche politische Arbeit&rdquo; auf Kosten und mit Mitteln der Gewerkschaft betrieben. Zu diesem Zeitpunkt lief bereits, unabh&auml;ngig von diesem Vorwurf, ein Verfahren gegen Angelo, das die NPD angestrengt hat.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/drucksicht.php?id=3557\">Linksnet<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung von Martin Betzwieser:<\/strong> Wer sich gegen Faschismus einsetzt, setzt sich f&uuml;r Menschenrechte und damit auch f&uuml;r Arbeitnehmerrechte ein. Wenn so jemand von den &bdquo;eigenen&ldquo; Leuten so tyrannisiert wird und dabei noch so ungeschickt vorgegangen wird, stellt sich die Frage, wer von seinem Arbeitsplatz entfernt werden sollte.<br>\nAber jetzt mal Klartext zum Missbrauch von Mitteln der Gewerkschaft. Der Deutsche Gewerkschaftsbund und Einzelgewerkschaften beteiligen sich an der Initiative &bdquo;Altersvorsorge macht Schule&ldquo;, bei der Arbeitnehmer\/innen lernen k&ouml;nnen\/sollen, wie private Altersvorsorge richtig gemacht wird. Dar&uuml;ber hinaus betreiben DGB und mehrere Einzelgewerkschaften Tochtergesellschaften, welche ihren Mitgliedern private Altersvorsorge zu besonders g&uuml;nstigen Konditionen anbieten. Wer subventioniert denn diese Verg&uuml;nstigungen f&uuml;r die Mitglieder? Wer bezahlt denn das Personal dort? Hier werden Beitr&auml;ge von Gewerkschaftsmitgliedern (bei &bdquo;Altersvorsorge macht Schule&ldquo; auch Rentenversicherungsbeitr&auml;ge!) f&uuml;r Zwecke missbraucht und zweckentfremdet, welche die eigenen Ziele (Kampagne gegen Rente mit 67) unglaubw&uuml;rdig machen.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 3: <a href=\"http:\/\/www.altersvorsorge-macht-schule.de\/\">Altersvorsorge macht Schule<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.das-rentenplus.de\/Das_RentenPlus\/index.html\">DGB-Rentenplus<\/a><br>\nQuelle 5: <a href=\"http:\/\/www.verdi-mitgliederservice.de\/site\/portal\/vorsorgen\/index.htm\">ver.di-Mitgliederservice<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3046","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3046","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3046"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3046\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3046"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3046"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3046"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}