{"id":3052,"date":"2008-03-10T09:09:33","date_gmt":"2008-03-10T08:09:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3052"},"modified":"2008-03-10T09:13:51","modified_gmt":"2008-03-10T08:13:51","slug":"hinweise-des-tages-602","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3052","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3052&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Die &bdquo;Steueroase&ldquo; Schweiz wehrt sich<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Auf einem Auge blind<\/strong><br>\nBei seinen verbalen Ausf&auml;llen gegen Liechtenstein hat der deutsche Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck auch andere kleinere L&auml;nder wie &Ouml;sterreich, Luxemburg und die Schweiz aufs Korn genommen und sie als angebliche &laquo;Steueroasen&raquo; abgekanzelt, denen man den Kampf ansagen m&uuml;sse. Kein Wort verlor er hingegen &uuml;ber Grossbritannien. Das ist bemerkenswert. Will es sich Steinbr&uuml;ck mit einem grossen EU-Land nicht verderben, womit er eine bedenkliche Doppelmoral an den Tag legen w&uuml;rde, oder kennt er die Verh&auml;ltnisse jenseits des Kanals nicht?\n<p>Doch damit nicht genug: Die Regierung in Berlin scheint sich auch nicht der &laquo;Kollateralsch&auml;den&raquo; bewusst zu sein, die sie mit ihren Rundumschl&auml;gen in Europa provoziert. Gemeint sind die mutmasslichen Verm&ouml;gensumschichtungen von Europa Richtung Asien, vor allen nach Singapur und Hongkong. Dieser Prozess ist offenbar schon im Gang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/auf_einem_auge_blind_1.685349.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mit Offshore-Trusts Spuren verwischen<\/strong><br>\nGrossbritannien hat die M&ouml;glichkeiten von Trusts zur Steuerplanung in den letzten Jahren stark eingeschr&auml;nkt. Der Einsatz in Offshore-Zentren macht das Konstrukt jedoch anf&auml;llig f&uuml;r Missbrauch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/mit_offshore-trusts_spuren_verwischen_1.685273.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Tr&uuml;gerischer Bonus f&uuml;r den Finanzplatz Singapur<\/strong><br>\nDie deutsch-liechtensteinische Steueraff&auml;re f&uuml;hrt zu Verm&ouml;gensumschichtungen in Richtung Asien. Doch Singapur ist ob der von Deutschland und Liechtenstein ausgehenden Steuerdebatte keineswegs nur der lachende Dritte. Der Stadtstaat, der zum regionalen Zentrum f&uuml;r Verm&ouml;gensverwaltung avanciert ist, macht sich mittelfristig auf wachsenden Druck aus der EU gefasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/truegerischer_bonus_fuer_den_finanzplatz_singapur_1.685246.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In allen Beitr&auml;gen der Neuen Z&uuml;rcher Zeitung sp&uuml;rt man die Interessenvertretung f&uuml;r den Finanzplatz Schweiz heraus. Richtig daran ist, dass der Verweis auf die S&uuml;ndenb&ouml;cke Liechtenstein oder die Schweiz zu kurz greift, wenn man die Steuerflucht ernsthaft bek&auml;mpfen m&ouml;chte. Das Wichtigste w&auml;re, Normen und Institutionen wieder Geltung zu verschaffen, die die Quellen der Ungleichheit in der Gesellschaft eind&auml;mmen k&ouml;nnten. Ohne sich in die Details des Steuerrechts oder der Steuerfahndung vertiefen zu m&uuml;ssen, ist offensichtlich, dass das geradezu zu einem Grundrecht hochstilisierte Steuer- und Bankgeheimnis der Schutzschild f&uuml;r die Steuerhinterziehung und f&uuml;r die Verlagerung von Geld und Verm&ouml;gen in Steueroasen ist. Unter dem Pathos des Schutzes der &bdquo;Privatsph&auml;re&ldquo; wird damit allerdings nur eine Einkommensform privilegiert, n&auml;mlich die aus Geld- und Kapitaleinkommen. Jeder normale Gehalts- und Lohnempf&auml;nger hingegen ist in seinen Einkommensverh&auml;ltnissen bereits heute vor den autorisierten Steuerbeh&ouml;rden &bdquo;gl&auml;sern&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p>Schlie&szlig;lich m&uuml;ssen auch Empf&auml;nger von staatlichen Transferleistungen wie z.B. Empf&auml;nger von Hartz&ndash;IV&ndash;Leistungen es &uuml;ber sich ergehen lassen, dass selbst unter der Bettdecke nachgeforscht wird, ob zwischen zwei Wohnungsmietern nicht eine Bedarfsgemeinschaft besteht. Warum werden diejenigen, die den Staat in viel gr&ouml;&szlig;erem Umfang sch&auml;digen, dagegen mit Samthandschuhen angefasst?<\/p>\n<p>Man m&uuml;sste ja nicht so weit gehen wie in Schweden, wo es &uuml;berhaupt kein Steuergeheimnis gibt und wo die Steuererkl&auml;rungen prinzipiell &ouml;ffentlich sind. Im Taxeringskalender kann von jedermann nachgelesen werden, wer tats&auml;chlich wieviel Steuern zahlt. Es ist schon bemerkenswert, dass in einer Zeit, wo es als selbstverst&auml;ndlich betrachtet wird, dass massenhaft Fluggastdaten gespeichert und Telekommunikationsdaten vorgehalten werden m&uuml;ssen, Kontenbewegungen zumal ins Ausland f&uuml;r die Steuerbeh&ouml;rden nicht ann&auml;hernd so transparent sein d&uuml;rfen wie der Gehaltszettel der gro&szlig;en Masse der Unselbst&auml;ndigen. <\/p>\n<p>Man k&ouml;nnte eine Berichtspflicht oder Kontrollmitteilungen der Banken bei &Uuml;berweisungen zumindest in solche L&auml;nder einf&uuml;hren, die keine Doppelbesteuerungsabkommen abschlie&szlig;en, oder man k&ouml;nnte auf nicht warengebundene Geldtransfers vorab eine Quellensteuer erheben. Oder man k&ouml;nnte &ndash; wie das die USA mit Banken rund um die Welt durchgesetzt haben &ndash; solche ausl&auml;ndischen Banken oder off-shore-Steuerparadiese, die sich nicht an die Regeln halten, vom Banken- und Zahlungsverkehr ausschlie&szlig;en (vgl. <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Politik\/International\/_pv\/doc_page\/2\/_p\/200051\/_t\/ft\/_b\/1393515\/default.aspx\/usa-zwingen-liechtenstein-auf-steuer-linie.html\">Handelsblatt vom 20.2.08<\/a>; siehe auch <a href=\"?p=2986#more-2986\">NachDenkSeiten vom 18.2.08<\/a>).<\/p>\n<p>Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssten zumindest innerhalb der EU, wo im Sinne des freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs ja nun alles harmonisiert wird, auch das Steuerdumping unterbunden und einheitliche Mindeststeuers&auml;tze und eine gemeinsame Bemessungsgrundlage f&uuml;r die K&ouml;rperschaftssteuer durchgesetzt werden.<\/p>\n<p>M&ouml;glichkeiten, den Steuerbetrug einzud&auml;mmen, g&auml;be es jedenfalls genug. Man m&uuml;sste nur wollen. Aber um das durchzusetzen, sind die (Geld-) Eliten zu m&auml;chtig geworden.<\/p><\/li>\n<li><strong>&Uuml;ber 540 Milliarden Euro kassiert der deutsche Fiskus in diesem Jahr. Die weitaus gr&ouml;&szlig;te Last tragen die Arbeitnehmer. Ist das gerecht? Nein, aber darum geht es in der Steuerpolitik schon lange nicht mehr.<\/strong><br>\nDerzeit kursiert in besseren Kreisen ein Hochglanzprospekt. Darin werben die drei Steuerfl&uuml;chtlinge Niki Lauda, Michael Schumacher und Boris Becker f&uuml;r eine Geldanlage in Dubai. Offen zum Steuersparen im Ausland aufrufen d&uuml;rfen Firmen wie &ldquo;Alternative Capital Invest&rdquo; nicht. Aber das Kleingedruckte l&auml;sst keine Zweifel: Die Anlage ist diskret und vor dem deutschen Fiskus sicher. Ab 10.000 Euro ist man dabei.\n<p>Gut f&uuml;r den, der verm&ouml;gend ist. Die Masse m&uuml;ht sich beim Steuersparen vergebens. Auch wenn Anw&auml;lte und Bankberater das Gegenteil versprechen: Millionen Arbeitnehmer k&ouml;nnen dem Fiskus nicht entrinnen, weil sie nicht mobil sind. Wer an der Supermarktkasse sitzt oder an der Werkzeugmaschine steht, kann nicht &uuml;ber Rechtskonstruktionen seinen Wohnsitz ins Ausland verlagern. Den Arbeitnehmern bieten Schweizer Beh&ouml;rden keinen Steuernachlass, damit sie sich wie Michael Schumacher am Genfer See niederlassen. Das ist Pech.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/finanzen-versicherung\/finanzen\/:Abgaben-Wer-Steuern\/613358.html?id=613358&amp;eid=612012\">stern<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;cks Modelleisenbahn<\/strong><br>\nNoch ein Modell zur Bahnprivatisierung. Und wieder wei&szlig; keiner, warum und wieso ausgerechnet Sozialdemokraten weiter an einem Konstrukt herumbasteln, das erstens: ihr eigener Parteitag an ungew&ouml;hnlich restriktive Bedingungen gekn&uuml;pft hatte, die das neue Modell missachtet. Und das zweitens: den Widerspruch zwischen den Rendite-Interessen privater Investoren und dem Versorgungsauftrag der &ouml;ffentlichen Hand nicht aufl&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1300283\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Gei&szlig;ler nennt Verhalten der Bahn eine Farce<\/strong><br>\nDer CDU-Politiker Heiner Gei&szlig;ler, der im Tarifstreit bereits zweimal als Moderator eingeschaltet war, &auml;u&szlig;erte sich &ldquo;verwundert&rdquo;, dass der Konzern nicht bereit sei, den Lokf&uuml;hrertarifvertrag zu unterzeichnen und stattdessen &ldquo;immer weitere Bedingungen nachschiebt&rdquo;. Gei&szlig;ler nannte das Vorgehen des Konzerns eine &ldquo;Farce&rdquo;: Sollte die GDL von der Bahn gezwungen werden, den Grundlagentarifvertrag zu unterschreiben, k&auml;me dies ihrem eigenen Todesurteil gleich<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1300295\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Der besiegte Bahnboss<\/strong><br>\nWorum ging es zum Schluss dieses fast ein Jahr w&auml;hrenden Tarifkonflikts? Es ging wie fast immer in dieser Auseinandersetzung um die Eigenst&auml;ndigkeit einer Berufsgruppe und damit um die Frage, wie weit sich die Lokf&uuml;hrer-Gewerkschaft vom G&auml;ngelband der gro&szlig;en Br&uuml;der Transnet und GDBA l&ouml;sen darf. Die Bahn wollte zum Beispiel, dass alle drei Gewerkschaften bis zum Jahr 2015 keine voneinander abweichenden Tarif-Forderungen erheben d&uuml;rften (f&uuml;nf Jahre hatte die GDL immerhin selbst angeboten), und es ging um den aus GDL-Sicht unzumutbaren Zustimmungsvorbehalt der anderen Gewerkschaften f&uuml;r ihren Lokf&uuml;hrervertrag. Im Klartext: Die GDL h&auml;tte mit der Bahn aushandeln k&ouml;nnen, was sie wollte, stets h&auml;tte der ungeliebte Bruder Transnet das letzte Wort gehabt. Bis 2015 h&auml;tte es obendrein ein Streikverzicht in GDL-Angelegenheiten gegeben.\n<p>Punkt zwei wirkt schwerer, das Problem taucht aber aktuell eigentlich in allen Branchen auf: Im so genannten Grundlagentarifvertrag wollte sich Mehdorn eine wichtige Option auf einen gewerkschaftsfreien Raum in der Zukunft garantieren. Demnach h&auml;tte die GDL in Tochterfirmen der Bahn nichts mehr zu sagen gehabt. Diese st&ouml;rungsfreie Zone h&auml;tte zur Folge, dass in s&auml;mtlichen DB-Ausgr&uuml;ndungen Lokf&uuml;hrer zu Dumpingl&ouml;hnen besch&auml;ftigt werden k&ouml;nnten, denn sie w&auml;ren dem Einfluss der Gewerkschaft entzogen. Wundersamerweise blieb dieser skandal&ouml;se Vorsto&szlig; von Transnet, die es irgendwann in gleicher Weise treffen k&ouml;nnte, unkommentiert. Dabei tragen Forderungen dieser Art, wie Unternehmer Mehdorn sie durchsetzen wollte, fr&uuml;hkapitalistische Z&uuml;ge, die jedem Gerechtigkeitsempfinden widerstreben. Nur einem nicht. Hartmut Mehdorn. Denn der will an die B&ouml;rse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1300967\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der qu&auml;lende Tarifkonflikt bei der Bahn ist beigelegt. Streiks seien nicht mehr notwendig, erkl&auml;ren die Beteiligten<\/strong><br>\nAm Ende ging es ganz schnell. Die einstigen Kontrahenten im Tarifstreit der Bahn brauchten am Sonntagnachmittag nicht lange, um ihre Einigung zu erkl&auml;ren. Um 16.47 Uhr trat ein erleichterter Bahn-Chef im 21. Stock des Bahn-Towers am Potsdamer Platz vor die Presse. &bdquo;Wir sind am Ende sehr langer und schwieriger Tarifverhandlungen angekommen&ldquo;, sagte Hartmut Mehdorn. 15 Minuten sp&auml;ter schloss der Chef der Lokf&uuml;hrergewerkschaft GDL, Manfred Schell, fast schon vergn&uuml;gt mit den Worten: &bdquo;Der Grundlagenvertrag ist auf ein Minimum reduziert worden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/;art271,2491859\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Bund bereitet Klage gegen Deutsche Bank vor<\/strong><br>\nDie Bundesregierung erw&auml;gt offenbar eine Klage gegen die Deutsche Bank wegen des Verkaufs von US-Hypothekenkrediten. &ldquo;Wir ermuntern KfW und IKB, entsprechende Klagen gegen die Deutsche Bank sowie die anderen Verk&auml;ufer von Subprime-Anleihen anzustreben&rdquo;, zitierte der &ldquo;Spiegel&rdquo; in einem Vorabbericht vom Samstag einen namentlich nicht genannten Vertrauten von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU). Der Deutschen Bank werde vorgeworfen, der IKB US-Hypothekendarlehen verkauft zu haben, als sie selbst schon auf einen Wertverfall dieser Papiere spekuliert habe, hie&szlig; es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/931029.html\">n-tv.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Vielleicht tut sich ja doch etwas. Vgl. <a href=\"?p=3029\">War die IKB die M&uuml;llhalde f&uuml;r faule US-Kredite der Deutschen Bank?<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Liquidierung auf Teufel komm raus<\/strong><br>\nDie Kreditkrise frisst sich in immer weitere Bereiche der globalen Finanzm&auml;rkte vor. Im Sommer vergangenen Jahres waren es die neumodischen Wertpapiere, die die M&auml;rkte ersch&uuml;tterten und f&uuml;r die es bald keine K&auml;ufer mehr gab. Die zweite Welle traf die Schuldverschreibungen von Unternehmen. Auch hier zogen die Zinsen kr&auml;ftig an, weil kaum ein Anleger noch bereit ist, solche Risiken zu kaufen. Deshalb steigt der Risikoaufschlag unaufh&ouml;rlich. Er erreichte gestern ein Allzeithoch. Die dritte Welle trifft nun sogar Staatsanleihen &ndash; und zwar von L&auml;ndern wie Italien oder Griechenland, die bislang als Substitute f&uuml;r Bundesanleihen galten, mit einem kleinen Renditeaufschlag. Dieser Aufschlag hat gestern Dimensionen erreicht wie noch nie seit Anfang 1999.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1300298\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eigentlich wird durch die globale Finanzkrise ein grunds&auml;tzliches Problem der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion aufgezeigt. Bei Auftreten asymmetrischer Schocks verl&auml;uft in einer W&auml;hrungsunion nach Wegfallen des Wechselkursinstruments der Anpassungsmechanismus nur &uuml;ber Preise und als deren wichtigster variabler Anteil &uuml;ber L&ouml;hne &ndash; die Finanzpolitik ist wegen der weiter g&uuml;ltigen Fiskalkriterien stark eingeschr&auml;nkt. Funktionieren nach dem Verzicht auf das Wechselkursinstrument Lohn- und Preisanpassungen als &uuml;brig bleibende Anpassungsreaktion nicht, reagieren die M&auml;rkte gegen&uuml;ber denjenigen Euro-L&auml;ndern, die mit Wachstumsschw&auml;che und extremen Wettbewerbsproblemen (neben Italien und Portugal m&ouml;glicherweise auch Griechenland und Spanien) zu k&auml;mpfen haben, mit einer Ausweitung der Zinsdifferenz bei Staatspapieren. Damit verlagern sich Risiken und spekulativen Kr&auml;fte in der Eurozone von den Devisen- auf die Anleihem&auml;rkte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Top-Manager steigern erneut ihre Geh&auml;lter<\/strong><br>\nAlle Kritik an &uuml;berh&ouml;hten Managerbez&uuml;gen hat nichts genutzt: Die Verdienste deutscher F&uuml;hrungskr&auml;fte sind im vergangenen Jahr erneut kr&auml;ftig gestiegen &ndash; um deutlich mehr als zehn Prozent. Am besten verdiente Daimler-Chef Zetsche. Mit einem durchschnittlichen Zuwachs von rund 14 Prozent lagen die Spitzenkr&auml;fte der deutschen Wirtschaft damit deutlich vor dem der Arbeitnehmer, deren Lohn- und Gehaltszuwachs mit durchschnittlich 1,4 Prozent unter der Inflationsrate lag. In drei der vergangenen vier Jahre h&auml;tten die Top-Manager zweistellige Zuw&auml;chse bei ihren Bez&uuml;gen erreicht, schreibt die Zeitung weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,540347,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ohne Kommentar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kinderarmut durch Hartz IV<\/strong><br>\nEin Vortrag von Professor Rainer Roth.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.harald-thome.de\/media\/files\/Arbeitsmaterialien\/Rainer_Roth_Vortrag_Kinderarmut.pdf\">harald thome media [PDF &ndash; 44 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Der privatisierte Krieg<\/strong><br>\nJe instabiler die Sicherheitslage im Irak, desto kr&auml;ftiger bl&uuml;hen die Gesch&auml;fte von Blackwater. Jeremy Scahill analysiert pr&auml;zise das fatale Wirken der S&ouml;ldnerfirma und ihrer Auftraggeber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=pb&amp;dig=2008%2F03%2F08%2Fa0018&amp;src=GI&amp;cHash=049001a692&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Macht essen Seele auf<\/strong><br>\nDie Landesmitgliederversammlung der Gr&uuml;nen in Hamburg hat in aller Offenheit gezeigt: Bei der Frage nach einer schwarz-gr&uuml;nen Koalition redet die Gal mehr &uuml;ber Emotionen als &uuml;ber Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2008\/10\/11569.php?print=1\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Gysi: &ldquo;Wir wollen es nicht leicht haben&rdquo;<\/strong><br>\nWas in Hessen passiert ist, hat nichts mit uns zu tun. Es ist Ausdruck der inneren Zerrissenheit der SPD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F03%2F10%2Fa0086&amp;src=GI&amp;cHash=8c86214ddb&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Elit&auml;rer Egoismus<\/strong><br>\nMit Jogginghose auf der Fernsehcouch? Die Elite macht die stille Gruppe der &ldquo;Bildungsfernen&rdquo; l&auml;cherlich und sichert sich zugleich Vorteile vom Staat. Eine Streitschrift gegen das Bildungsprivileg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/artikel\/395\/155985\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Am Anfang sieht der Leser nichts<\/strong><br>\nDie Journalisten der &laquo;Berliner Zeitung&raquo; wehren sich gegen den Renditedruck der Besitzer. Der Konflikt spiegelt beispielhaft die &ouml;konomischen Umbr&uuml;che in der Zeitungsbranche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/medien\/am_anfang_sieht_der_leser_nichts_1.684590.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Sabine Christiansen wehrt sich gegen Schleichwerbungs-Vorwurf<\/strong><br>\nSabine Christiansen k&auml;mpft um ihren guten Ruf: Nach einem Bericht des Evangelischen Pressedienstes ist sie seit l&auml;ngerem &ldquo;Markenbotschafterin&rdquo; des Daimler-Konzerns, hat diese T&auml;tigkeit dem NDR aber nicht offengelegt. Die Moderatorin beteuert, sie sei erst nach ihrer letzten Sendung f&uuml;r Daimler t&auml;tig geworden.<br>\nDem Evangelischen Pressedienst liegt der Entwurf einer Vereinbarung zwischen Christiansen und Daimler vor. In dem Papier ist laut epd als Zeitraum f&uuml;r PR-T&auml;tigkeiten Christiansens 1. April 2007 bis 31. M&auml;rz 2009 angegeben. Im Gegenzug f&uuml;r die Wahrnehmung verschiedener PR-Termine werden Christiansen den Unterlagen zufolge zwei Mercedes-Benz-Fahrzeuge, ein Cabrio und ein Gel&auml;ndewagen, &ldquo;kostenlos zur Verf&uuml;gung gestellt&rdquo;. Seit wann Sabine Christiansen die Fahrzeuge nutzt war zun&auml;chst unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,540337,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wer Christiansen mit ihrer Talk-Show ertragen musste, wundert sich &uuml;ber diese jetzt bekannt gewordene Schleichwerbung nicht. Da gibt es noch viele, die ihren Dank abstatten werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu guter letzt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Steinbr&uuml;ck gibt Wahl 2009 verloren<\/strong><br>\nDie F&uuml;hrungskrise um Kurt Beck und die Turbulenzen nach der Hessen-Wahl haben bei ihm offenkundig die &Uuml;berzeugung wachsen lassen, dass die Bundestagswahl 2009 f&uuml;r die SPD nicht mehr zu gewinnen ist. Er h&auml;lt das Rennen nach SPIEGEL-Informationen bereits f&uuml;r gelaufen. &ldquo;Wir haben der Merkel doch den Teller fein sauber geleckt!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,540374,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Endlich hat die SPD-Rechte, die ja diese Turbulenzen erst verursacht hat, schon die Ausrede, warum sie die Bundestagswahl verliert. Es sind nicht die Steinbr&uuml;cks mit ihrer Politik mit der die SPD schon Dutzende von Wahlen verloren hat, nein es ist die Frage nach einer irgendwie gearteten Kooperation mit der Linken.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3052","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3052","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3052"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3052\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3052"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3052"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3052"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}