{"id":30585,"date":"2016-01-26T10:20:18","date_gmt":"2016-01-26T09:20:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30585"},"modified":"2016-01-26T13:15:39","modified_gmt":"2016-01-26T12:15:39","slug":"in-einer-von-medienmacht-und-propaganda-gepraegten-demokratie-haben-die-arbeitnehmer-und-die-gewerkschaften-einen-platz-nachteil-den-sie-korrigieren-sollten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30585","title":{"rendered":"In einer von Medienmacht und Propaganda gepr\u00e4gten \u201eDemokratie\u201c haben die Arbeit\u201cnehmer\u201c und die Gewerkschaften einen Platz-Nachteil, den sie korrigieren sollten"},"content":{"rendered":"<p>Nahezu alle gro&szlig;en politischen Entscheidungen der letzten Jahrzehnte (Agenda 2010, Privatvorsorge, Privatisierungen, Milit&auml;rinterventionen, etc.) sind propagandistisch vorbereitet und begleitet worden. Die abh&auml;ngig Arbeitenden und ihre Gewerkschaften sind in dieser Welt weniger Zuhause als die Bosse und deshalb weniger geschickt beim Gebrauch der Propagandainstrumente; die N&auml;he von Medien und Wirtschaft besiegelt den Platzvorteil der Wirtschaft und damit konkret auch der neoliberalen Ideologie. Diesen Zusammenh&auml;ngen gilt ein kleiner Vortrag, den ich anl&auml;sslich der Neujahrsbegegnung des DGB Niedersachsen Mitte am 22. Januar 2016 hielt. Eine ausf&uuml;hrlichere Fassung dieses Vortrags ist als Anlage angef&uuml;gt. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDas mir gestellte Thema des Vortrags &bdquo;Das wird man doch wohl noch sagen d&uuml;rfen&hellip; &ndash; Die Rolle der Medien in der Meinungsbildung!&ldquo; ist offensiv formuliert. Es ist sehr wichtig, dass die Gewerkschaften die &uuml;bliche Einseitigkeit und Wirtschaftslastigkeit der meisten Medien zur Sprache bringen, und dass sie so den von ihnen vertretenen Menschen erkl&auml;ren, warum ihre Interessen so selten zur Sprache kommen; und dass es im Interesse der Lohnabh&auml;ngigen notwendig w&auml;re, gegen zu halten, eine Gegen&ouml;ffentlichkeit aufzubauen. Der erste Schritt daf&uuml;r w&auml;re, die betroffenen Menschen und ihre Familien gegen die wirtschaftsnahe Propaganda zu immunisieren.<\/p><p>Hier nun also der Text der Rede; aus Zeitgr&uuml;nden habe ich in Hannover nicht alles vortragen k&ouml;nnen:<\/p><p><strong>Anlage:<\/strong><\/p><p><strong>Albrecht M&uuml;ller, Rede bei der Neujahrsbegegnung des DGB in Hannover am 22. Januar 2016<\/strong><\/p><p><strong>Thema: &bdquo;Das wird man doch wohl noch sagen d&uuml;rfen&hellip; &ndash; Die Rolle der Medien in der Meinungsbildung!&ldquo;<\/strong><\/p><p>Das gestellte Thema m&ouml;chte ich mit einer kleinen Geschichte anrei&szlig;en. Sie hat den Vorteil, mehrere Facetten des Themas aufleuchten zu lassen.<\/p><p>Versetzen wir uns zur&uuml;ck in den Sommer und Herbst 2002. Es stand nicht gut um die Wahlchancen der rot-gr&uuml;nen Regierung. Bundeskanzler und Spitzenkandidat Gerhard Schr&ouml;der sagte dann Nein zum Irakkrieg und er gewann die Gewerkschaften noch einmal daf&uuml;r, sich f&uuml;r ihn und seine Koalitionsparteien einzusetzen. <\/p><p>Es klappte. Schr&ouml;der blieb Bundeskanzler. Aber in den Augen der Macher des Geschehens bestand die Gefahr, dass die Gewerkschaften ihren Lohn vom wiedergew&auml;hlten Bundeskanzler einfordern k&ouml;nnten und dass sie sich gegen die Agenda 2010 stellen k&ouml;nnten, die f&uuml;r das Jahr 2003 und die folgenden Jahre geplant war. <\/p><p>An ein paar Glanzlichter der dann eingesetzten Strategie m&ouml;chte ich Sie erinnern. Sie werden sehen, dass die Medien und speziell &bdquo;Der Spiegel&ldquo; bei dieser Strategie eine ma&szlig;gebliche Rolle gespielt haben:<\/p><p>Am 18. November 2002 erschien ein Spiegel-Titel, auf dem Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der im Overall und eine rote Fahnen schwenkend abgebildet war. Dar&uuml;ber stand:<\/p><p><strong>Genosse Schr&ouml;der<\/strong><br>\nVon der neuen Mitte zum Kanzler der Gewerkschaften<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160126-genosse-schroeder-1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>Und im Text war zu lesen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Vorw&auml;rts und vergessen<\/p>\n<p>Zu den dringend n&ouml;tigen Reformen will sich Kanzler Schr&ouml;der nicht entschlie&szlig;en. Das Konzept der neuen Mitte ist pass&eacute;, der Genosse hat sich von den Bossen abgewandt. Seine neuen Freunde sind die DGB-Funktion&auml;re, die im Wahlkampf f&uuml;r ihn geworben haben &ndash; und nun reich belohnt werden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Autoren des Textes zum Titel waren: <\/p><p><em>Von Hammerstein, Konstantin von; Knaup, Horand; Nelles, Roland; Sauga, Michael; Steingart, Gabor; Tietz, Janko<\/em><\/p><p>Das sind alte Bekannte aus der Fabrik der Meinungsmache &ndash; das wird man doch wohl noch sagen d&uuml;rfen.<\/p><p>Ende Dezember 2002 lie&szlig; man dann das Kanzleramtspapier lecken; es war eine Art von Ank&uuml;ndigung der Agenda 2010. Die angeblich viel zu hohen Lohnnebenkosten, die schuld seien an der hohen Arbeitslosigkeit, tauchten in diesem Papier als zentrales Reformmotiv auf.<\/p><p>Etwa zur gleichen Zeit, am 30. Dezember 2002, erschien wiederum im &bdquo;Spiegel&ldquo; ein Essay des Schriftstellers und Juristen Bernhard Schlink. Dort, bei diesem sympathischen Autor, war zu lesen, wir k&auml;men nicht weiter mit den notwendigen Reformen, weil sich die organisierten Interessen, namentlich die Gewerkschaften, der Arbeitsmarkt- und Rentenreform verweigerten. Und dann wird wahrheitswidrig der Tenor des Spiegel-Titel vom 18. November aufgegriffen und behauptet, die Regierung Schr&ouml;der sei auf Vorstellungen und Forderungen der Gewerkschaften eingegangen, und als Motiv wird angef&uuml;hrt, Schr&ouml;der habe sich vom Verhalten der Wirtschaft im Wahlkampf gekr&auml;nkt gef&uuml;hlt und sich von den Gewerkschaften wieder aufrichten lassen, so &bdquo;als gehe es in der Politik um M&ouml;gen und Gemocht werden&ldquo;.<\/p><p>Als ich das damals las, wusste ich nicht recht, ob ich lachen oder weinen sollte angesichts des hier erkennbaren Niedergangs der deutschen Intellektuellen und ihrer Bereitschaft, sich von Medien und Politik instrumentalisieren zu lassen.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160126-die-hoffnung-und-die-angst-1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>Ich wei&szlig; ja nicht, ob die Kampagne mit Bernhard Schlink abgesprochen war. Aber jene beim &bdquo;Spiegel&ldquo;, die seine Kolumne ins Blatt hoben, wussten genau, was sie tun. Das diente der Vorbereitung weiterer so genannter Reformen, der Agenda 2010.<\/p><p>Die Gewerkschaften haben das damals alles ohne &ouml;ffentliche Kommentierung hingenommen. Vermutlich war mancher Gewerkschaftsf&uuml;hrer stolz auf die zugeschriebene Macht und hat nicht erkannt, was hier gespielt wird. <\/p><p><strong>An dieser kleinen Geschichte wird schon Mehreres von Relevanz f&uuml;r unser Thema klar:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Erstens: Mit Meinungsmache werden wichtige politische Entscheidungen bestimmt und vorbereitet.<\/li>\n<li>Zweitens: Meinungsmache wird strategisch geplant und eingesetzt.<\/li>\n<li>Drittens: Medien stehen f&uuml;r Kampagnen zur Verf&uuml;gung. Das darf man eigentlich nicht sagen. Kampagnenjournalismus gibt es nicht, behaupten die beleidigten Medienmacher.<\/li>\n<li>Viertens: Gewerkschaften und die Arbeitnehmer sind nicht die Macher, sondern eher die Opfer dieser Operationen.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Sie haben f&uuml;r Ihre Neujahrsbegegnung ein Thema von zentraler Bedeutung f&uuml;r die Arbeiterbewegung ausgesucht, sozusagen das Oberthema f&uuml;r alles andere, f&uuml;r gute L&ouml;hne, f&uuml;r soziale Sicherung, f&uuml;r eine gute Betriebsverfassung, Mitbestimmung und vieles mehr, was das Herz der Lohnabh&auml;ngigen h&ouml;her schlagen lassen k&ouml;nnte. Ihre Erfolge bei all den genannten Herzensanliegen h&auml;ngt n&auml;mlich davon ab, wie die Meinungsmache zu diesen Themen verl&auml;uft und welche Rolle die Medien dabei spielen.<\/strong><\/p><p><strong>Wer dies nicht beachtet, qu&auml;lt sich schrecklich beim Versuch, das Geschehen zu erkl&auml;ren. Und er wird auch nicht sonderlich erfolgreich sein beim Versuch, den Einfluss der Gewerkschaften zu st&auml;rken: <\/strong><\/p><p>Warum kam es eigentlich zur Agenda 2010? Oder: Warum hat sich der Neoliberalismus so deutlich durchgesetzt und kann sich trotz gro&szlig;er Fehler und Misserfolge halten? Oder: Warum haben wir uns auf den Flop Riester-Rente eingelassen? Oder: War es wirklich n&ouml;tig, der Entgeltumwandlung zuzustimmen und sie auch noch zu verl&auml;ngern? Und der Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters? War das vern&uuml;nftig? War das im Sinne der Mehrheit der Betroffenen? Oder war vor allem Meinungsmache im Spiel? Jedenfalls viel mehr als Vernunft!<\/p><p>Machen Sie mit mir noch einmal einen Spaziergang zur&uuml;ck, diesmal nur f&uuml;nfeinhalb Jahre in den August 2010: Am 15. August versammelten sich im Presseclub der ARD zwischen 12:00 und 12:45 Uhr unter dem Vorsitz von J&ouml;rg Sch&ouml;nenborn weitere vier Journalistinnen und Journalisten. Ihr Thema &bdquo;Rente mit 65, 67 oder mit 70?&ldquo;.  Sie waren sich einig, dass die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters richtig und eigentlich sogar die Erh&ouml;hung auf 70 Jahre und nicht nur auf 67 f&auml;llig sei. <\/p><p>Der Moderator erw&auml;hnte, man habe bei der Einladung erfolglos nach Journalisten gesucht, die eine andere Meinung vertreten als die nunmehr eingeladenen G&auml;ste. Diese haben sich dann offensichtlich nur noch dar&uuml;ber gewundert, dass das Volk so bl&ouml;d ist, dies nicht einzusehen, wo doch die demographische Entwicklung und alles andere daf&uuml;r spr&auml;che.<\/p><p>Das war eine sehr erhellende Sendung: das normale Volk hat offenbar unter den Medienvertretern kaum noch Repr&auml;sentanten. Jene, die um die N&ouml;te des Alltags von lohnabh&auml;ngig arbeitenden Menschen ohne ausreichende soziale Sicherung und ohne ein bisschen Verm&ouml;gen wissen, muss man mit der Lupe suchen. Ihre Arbeitgeber, ihre Chefs, die Eigent&uuml;mer der medialen Produktionsmittel sind weit davon entfernt. Paul Sehtes Feststellung vom 5. Mai 1965,<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten&ldquo;,\n<\/p><\/blockquote><p>gilt heute in versch&auml;rfter Weise: Denn die Konzentration der Medien ist vorangeschritten, in weiten Teilen unseres Landes herrschen Monopole; der Arbeitsmarkt f&uuml;r Medienschaffende ist so schlecht und einseitig so zulasten der dort arbeitenden Menschen, dass ihre Freiheit in der Regel vor allem auf dem Papier steht. <\/p><p>Unserem Gastgeber k&ouml;nnen wir wirklich gratulieren. Der DGB Niedersachsen-Mitte hat mit der Themenstellung signalisiert, dass man Bescheid wei&szlig;, wo die Kapelle spielt. <\/p><p>Vertreter der Wirtschaft haben als im Marketing ge&uuml;bte Menschen auf verschiedenen M&auml;rkten in der Regel einge&uuml;bt, wie man sich und die eigenen Anliegen verkauft, wie man Werbung macht; sie wissen, welche Bedeutung Werbung, Propaganda und Meinungsmache f&uuml;r den Verkaufserfolg haben. Sie haben es einge&uuml;bt und sie wissen, auch im Umgang mit ihren Tarifpartnern das Instrument der Meinungsmache zu gebrauchen. &ndash; Gewerkschaftssekret&auml;ren f&auml;llt es hingegen naturgem&auml;&szlig; schwerer, die Bedeutung der Propaganda immer im Blick zu behalten. <\/p><p><strong>Es gibt in der j&uuml;ngeren Geschichte unseres Landes keine gravierende politische Entscheidung, die nicht mit Meinungsmache &ndash; meist kombiniert mit Lobbyarbeit &ndash; vorbereitet und nachbereitet war:<\/strong><\/p><p>Ich muss Sie mit einer langen Kette von Beispielen bel&auml;stigen, damit die Relevanz klar wird:<\/p><ul>\n<li>Der Krieg in Jugoslawien. Vorbereitet von verf&auml;lschender Propaganda zur Konferenz in Rambouillet, zum sogenannten Hufeisenplan und mit der Verbreitung des Scheins, man wolle eine friedliche L&ouml;sung. Tats&auml;chlich wollte man immer den Einsatz der Bundeswehr au&szlig;erhalb des NATO-Bereichs und den Einstieg der Bundeswehr in milit&auml;rische Eins&auml;tze und die Abkehr von der Verteidigungsarmee ein&uuml;ben. Begleitet wurde die Entscheidung von im Stakkato wiederkehrenden Pressekonferenzen des Bundesverteidigungsministers Scharping und des NATO-Sprechers Shea &ndash; untermalt von aufsteigenden und heimkehrenden Jagdflugzeugen auf italienischen Milit&auml;rbasen der USA.<\/li>\n<li>Die Wiederbelebung des Ost-West-Konfliktes &ndash; mit der Neuauflage des alten Schemas: Wir sind die Guten und die Russen sind die B&ouml;sen.<\/li>\n<li>Der Beginn des Irak Krieges &ndash; Propaganda mit einer erfundenen Story &uuml;ber angebliche Massenvernichtungsmittel von Saddam Hussein.<\/li>\n<li>Die Standortdebatte der Neunzigerjahre und die Erfindung der Lohnnebenkosten als Dreh- und Angelpunkt unseres Gl&uuml;ckes.<\/li>\n<li>Und der L&ouml;hne. Diese wurden als zu hoch dargestellt. Um sie real stagnieren so lassen oder gar sinken zu lassen, wurde dieses Anliegen zum vermeintlich selbstverst&auml;ndlichen gesellschaftlichen Ziel erkl&auml;rt, dem jenseits des engen Bereichs der gewerkschaftlich Engagierten gehuldigt wurde. Und selbst in Gewerkschaftskreisen soll es ja Menschen gegeben haben, die f&uuml;r  niedrige L&ouml;hne eintraten und deshalb nicht erschraken, als der Niedersachse und Bundeskanzler, Gerhard Schr&ouml;der, am 28.1.2005 in Davos  sich dessen r&uuml;hmte, einen der &bdquo;besten Niedriglohnsektoren&ldquo; aufgebaut zu haben. Dem vorausgelaufen war eine richtige Kampagne der Meinungsmache, wonach niedrige L&ouml;hne vom Heil einer Volkswirtschaft und eines Volkes k&uuml;nden &ndash; aus der Sicht von Gewerkschaften und Lohnabh&auml;ngigem eine ziemlich perverse Idee.<\/li>\n<\/ul><p>Weiter mit den Beispielen f&uuml;r die Pr&auml;senz und die Allmacht von Kampagnen der Meinungsmache:<\/p><ul>\n<li>Der Kampf gegen Besch&auml;ftigungsprogramme. Keynes is out, skandierten die neoliberalen Agitatoren unter dem Beifall so genannter linker &Ouml;konomen und Soziologen.<\/li>\n<li>Mit Meinungsmache haben sie es geschafft, die Finanzkrise in eine Staatsschuldenkrise umzudeuten. Sie haben dazu nur etwa drei Jahre gebraucht, die Zeit zwischen 2007 und 2010.<\/li>\n<li>Mit Meinungsmache und Unterst&uuml;tzung der Medien ist es gelungen, eine Partei, die einmal stolz und offensiv auf ein Flugblatt schrieb: &bdquo;Nur Reiche k&ouml;nnen sich einen armen Staat leisten&ldquo;, zum Gralsh&uuml;ter der Entstaatlichung und Privatisierung &ouml;ffentlicher Leistungen zu machen.<\/li>\n<li>Steigende Aktienkurse tun gut, so haben wir gelernt und lernen es jeden Abend wieder zur besten Sendezeit kurz vor acht.<\/li>\n<li>Die Lobby hat uns mithilfe der &ouml;ffentlich-rechtlichen und der privaten Sender eingetrimmt, an den Aktienm&auml;rkten w&uuml;rden Werte geschaffen. Mittels Propaganda und mit Unterst&uuml;tzung von gut bezahlten Schauspielern &ndash; denken Sie an Manfred Krug &ndash; sind abertausende von Menschen in den neunziger Jahren dazu gebracht worden, die &bdquo;Aktienkultur&ldquo; zu f&ouml;rdern. Und besagter Bundeskanzler hat uns damals, als die Aktienkurse sich zuerst vervierfacht hatten und dann gevierteilt, verk&uuml;ndet, damit seien X Milliarden an Werten vernichtet worden. &ndash; Diese Vorg&auml;nge und diese Themen sind nicht unerheblich f&uuml;r Gewerkschaften und Arbeitnehmer. Vor Beginn der Pflege der Aktienkultur und des Singens des hohen Liedes von der angeblichen Wertsch&ouml;pfung an den Finanzm&auml;rkten dachten wir naiven Menschen ja irgendwie, wir hier in den Betrieben und B&uuml;ros, am Schaltpult zur Steuerung von Werkzeugmaschinen, oder am Schraubstock oder im B&uuml;ro oder beim Verkauf im Kaufhaus oder im Friseursalon w&uuml;rden Werte schaffen. Jetzt machen das die Spekulanten, so erfuhren wir das von h&ouml;chster Stelle.\n<p>Und dann retten wir sie, die Spekulanten. Mit Arbeitergroschen so zu sagen. Ja, in einer gro&szlig;en Koalition von Merkel und Steinbr&uuml;ck und unterst&uuml;tzt von den Chefredakteuren nach einer gemeinsamen Sitzung mit der Bundeskanzlerin am 8. Oktober 2008 haben uns alle ma&szlig;geblichen F&uuml;hrungskr&auml;fte erz&auml;hlt, jede Bank in Deutschland sei systemrelevant. Also ran Ihr lieben Mehrwertsteuerzahler und Lohnsteuerzahler aller Klassen: Rettet die Spekulanten, bezahlt ihre Wettschulden. Denn ihre gro&szlig;en Gewinne lassen uns alle mit gewinnen. Nach der ber&uuml;hmten Pferde-&Auml;pfel-Theorie, vornehm gestimmt sagt man <strong>Trickle-down-Theorie<\/strong> &ndash; nach unten durchsickern.<\/p><\/li>\n<\/ul><p><strong>Von den ganz gro&szlig;en medial gemanagten Manipulationen, von den wahren Orgien der Meinungsmache, und den damit verbundenen gravierenden gesellschaftspolitischen Entscheidungen habe ich noch nicht gesprochen: <\/strong><\/p><p>Da ist zum Ersten der Komplex Globalisierung, Reformstau, Reformen: Es wurde uns erz&auml;hlt, alles sei neu, die Globalisierung sei ein g&auml;nzlich neues Ph&auml;nomen, wir m&uuml;ssten uns mit Reformen darauf vorbereiten. Und dabei wurde der wundersch&ouml;ne Begriff Reformen, der in Deutschland mit guten Eindr&uuml;cken und Erfahrungen aufgeladen ist, neu gef&uuml;llt: Reformen, das sind heute Ver&auml;nderungen zulasten der Mehrheit des Volkes, zulasten der Arbeitnehmer-Seite und des &auml;rmeren Teils unseres Volkes.<\/p><p>Da ist zum Zweiten der Komplex demographischer Wandel und die Umstellung der Risikovorsorge. Nehmen wir das Beispiel Altersvorsorge. Es wurde uns erz&auml;hlt, wir w&uuml;rden immer weniger, wir w&uuml;rden immer &auml;lter, die Alten lebten auf Kosten der Jungen, der Generationenvertrag trage nicht mehr. Jetzt helfe nur noch Privatvorsorge. &ndash; Die Lernziele wurden tausendfach in die K&ouml;pfe geh&auml;mmert. Es wurde der Generationenkonflikt gesch&uuml;rt. R&uuml;cksichtslos und f&uuml;r Produkte, die sich nicht rechnen k&ouml;nnen. Denn das Umlagesystem ist ausgesprochen effizient. Man m&uuml;sste es erfinden, wenn es dies nicht g&auml;be. Und dennoch ist der Weg zur R&uuml;ckkehr in eine vern&uuml;nftige Politik zur Rettung der Gesetzlichen Rente und damit auch zum Versuch, die drohende Altersarmut zu vermeiden, ziemlich verbaut. Propagandistisch verbaut. Von Medien verbaut, von Medienschaffenden verweigert, die die Geschichten der Lobby in sich aufgenommen haben und sich deshalb schwertun, sich zu korrigieren. <\/p><p><strong>Sie sehen, liebe Neujahrs- und Gewerkschaftsfreunde, wir sind umstellt von Meinungsmache und von einer Heerschar von hilfreichen Medienschaffenden.<\/strong><\/p><p>Das Entscheidende: wer viel Geld hat und &uuml;ber publizistische Macht verf&uuml;gt, der kann die &ouml;ffentliche Meinung und auf jeden Fall schon die ver&ouml;ffentlichte Meinung, also die Meinung der Mehrheit der Publizisten bestimmen und damit auch die politischen Entscheidungen zu seinen Gunsten pr&auml;gen.<\/p><p>F&uuml;r Menschen und Organisationen wie die Gewerkschaften, die nicht &uuml;ber gro&szlig;e Verm&ouml;gen verf&uuml;gen und nicht &uuml;ber Medien, ist das eine bittere Erkenntnis. Aber was hilft es. Wir sind darauf getrimmt, dies doch eine Demokratie zu nennen. Es bleibt uns gar nichts anderes &uuml;brig, als das Beste daraus zu machen: das hei&szlig;t aufkl&auml;ren, aufkl&auml;ren, aufkl&auml;ren &hellip; und eine Gegen&ouml;ffentlichkeit aufbauen. So nannten wir das &uuml;brigens schon beim Wahlkampf 1972. Wir sprachen vom Gro&szlig;en Geld, das die politische Macht zur&uuml;ck erobern wolle, und wir forderten die Menschen, vor allem die Lohnabh&auml;ngigen und die Intelligenz auf, dagegen aufzustehen. Das ist gelungen und das k&ouml;nnte auch heute wieder gelingen. Allerdings unter Einsatz von viel Intelligenz und viel M&uuml;he, und viel Arbeit und viel Mut. Vom Himmel f&auml;llt die R&uuml;ckeroberung demokratischer Verh&auml;ltnisse in Deutschland nicht.<\/p><p>Jeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied. Das war dann die neue Philosophie. Vergleichen Sie diese Parole mal mit dem Werben um compassion, um Mitleiden und Mitdenken, das sich der fr&uuml;here Bundeskanzler und Spitzenkandidat Willy Brandt gerade mal f&uuml;nf Wochen vor dem Wahltermin des 19. November 1972 geleistet hat, auf der Wahlparteitagsrede am 12. Oktober 1972.<\/p><p>Es geht <strong>so<\/strong> und es geht <strong>so<\/strong>. Das ist ein ermutigendes Zeichen: die Welt und die Zukunft sind nicht verloren. Allerdings bedarf es der Intelligenz und des Mutes, den anderen, den solidarischen und menschlichen Weg zu finden und zu gehen. <\/p><p>Das war fr&uuml;her einmal bewusst so geschehen. Es gab ein wundersch&ouml;nes Plakat im Landtagswahlkampf 1985 in Nordrhein-Westfalen. Damals hatte die Regierung Kohl einen Gipfel mit den Regierungschefs und neoliberalen Ideologen Thatcher und Reagan zur Unterst&uuml;tzung der NRW-CDU nach Bonn eingeladen. Da sollte die neoliberale Wende von 1982 gefeiert und weiter festgeklopft werden. Die NRW-SPD hat mit nur Gro&szlig;fl&auml;chenplakaten, quasi als PR-Ma&szlig;nahme plakatiert: <\/p><blockquote><p>\n<strong>Herzlich willkommen, <\/strong><\/p>\n<p><strong>Aber wir hier in NRW gehen unseren eigenen Weg, den sozialen, den menschlichen.<\/strong>\n<\/p><\/blockquote><p>Das sa&szlig; und brachte der SPD mit 52,1 % das bis dahin und seither beste Ergebnis und wieder die absolute Mehrheit.<\/p><p><strong>Meinungsmache zu Gunsten privater Interessen wird nicht zuf&auml;llig betrieben. Dahinter stecken meist ausgefeilte Strategien der Meinungsbeeinflussung. Zum Beispiel:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Die Kombination von Dramatisierung des demographischen Wandels und der Agitation f&uuml;r private Vorsorge ist im Einzelnen geplant.<\/li>\n<li>Die Agitation zu den angeblich zu hohen Lohnnebenkosten und der &Uuml;bertreibung des Sozialstaats ist systematisch betrieben worden. Jeweils &uuml;brigens unter oft k&auml;uflich erworbener Mitwirkung der so genannten Wissenschaft. <\/li>\n<li>Es werden Begriffe erfunden, die eing&auml;ngig sind und leicht zu lernen und medial zu transportieren sind: TINA zum Beispiel, es g&auml;be keine Alternative\n<p>Oder jetzt ganz neu: &bdquo;Querfront&ldquo;. Wenn fortschrittliche Menschen einem nicht in den Kram passen, dann werden sie &uuml;ber den Begriff Querfront mit dem Vorwurf konfrontiert, rechtes Gedankengut zu verbreiten.<\/p><\/li>\n<\/ul><p><strong>Zusammenarbeit von Medien und gro&szlig;en Interessen<\/strong><\/p><p>Das Zusammenspiel ist bei der Kampagne zum demographischen Wandel und zur Privatvorsorge sichtbar geworden. Da gab es zum Beispiel eine direkte Kooperation zwischen der Allianz AG und der Bild-Zeitung. In einer Vertreterinformation der Allianz AG wurde damals den Vertretern mitgeteilt, dass die Bild-Zeitung nicht nur mit Anzeigen der Lebensversicherer, sondern auch im redaktionellen Teil f&uuml;r die Produkte der Privatvorsorge, im konkreten Fall der &bdquo;Volksrente&ldquo;, wie die Riester-Rente der Allianz AG hie&szlig;, werben werde.<\/p><p>Reihenweise haben sich &ouml;ffentlich-rechtliche Medien wie auch die privaten f&uuml;r die Werbung f&uuml;r Privatvorsorge einspannen lassen. Es gab eine enge Zusammenarbeit zwischen Instituten wie etwa dem Institut von Professor Raffelh&uuml;schen oder dem Berlin-Institut mit einzelnen Medien wie zum Beispiel dem SWR. Bei Bertelsmann liegt sowieso alles in einer Hand &ndash; Medien, Wissenschaft, Geld.<\/p><p>Der &bdquo;Spiegel&ldquo; hat sich &uuml;ber weite Strecken nicht von der Bild-Zeitung unterschieden. Titel und &Uuml;berschriften wie &bdquo;Der letzte Deutsche&ldquo; und &bdquo;Raum ohne Volk&ldquo; zierten nicht die Bild-Zeitung, sondern Titel und Titelgeschichte des Spiegel.<\/p><p>Damit sind wir bei einer Entwicklung, die dramatische Folgen f&uuml;r die demokratische Willensbildung hat und insbesondere dramatische Folgen f&uuml;r das Gewicht hat, das die Interessen der Mehrheit bei der politischen Willensbildung spielen:<\/p><ul>\n<li>Kritische Medien sind weggebrochen. Das gilt f&uuml;r den Spiegel und weite Teile der S&uuml;ddeutschen Zeitung, der Zeit, der Frankfurter Rundschau, der TAZ  und anderer mehr.<\/li>\n<li>Wo sind die Medien, die die Lebenswelt der lohnabh&auml;ngigen Menschen und der Schw&auml;cheren und Armen in unserer Gesellschaft abbilden und davon berichten? Ausgesprochen d&uuml;nn ges&auml;t und selten. Die Gewerkschaften kommen selten vor. Die grundlegende &Uuml;berlegung, dass in unserer Gesellschaft kollektives Handeln n&ouml;tig ist, wird vermutlich nur noch von Resten der Medienschaffenden geteilt.<\/li>\n<\/ul><p>Das ist ein echtes Problem, um das wir nicht herum reden k&ouml;nnen.<\/p><p><strong>Therapie?<\/strong><\/p><p>Es ist viel kaputt gegangen und es wird viel Kraft und Intelligenz verlangen, wieder aufzubauen. <\/p><p>Zum Beispiel. Menschen und einer ganzen Gesellschaft zu vermitteln, dass eben nicht jeder seines Gl&uuml;ckes Schmied ist, und dass kollektives Handeln notwendig, lebensnotwendig ist, das wird schwer. Aber es ist notwendig.<\/p><p>Bei der Aufkl&auml;rungsarbeit hilft, dass solidarische L&ouml;sungen oft effizienter sind als private L&ouml;sungen. Beste Beispiel: das Umlageverfahren kostet circa ein Prozent an Verwaltungskosten. Die Privatvorsorge kostet 10 % und mehr, f&uuml;r Provisionen, f&uuml;r Werbung, f&uuml;r die Gewinne der Versicherungskonzerne.<\/p><p>Ganz wichtig: Aufkl&auml;ren &uuml;ber die Situation der Medien, &uuml;ber die Eigent&uuml;mer, &uuml;ber ihre Interessen. Nicht mit Schaum vor dem Mund. Erkl&auml;rend, spielerisch. Menschen helfen, hinter die Kulissen zu schauen. Wir haben als Betreiber und Macher der Nachdenkseiten und ich habe als Autor meiner B&uuml;cher &ldquo;Die Reforml&uuml;ge&rdquo; und &ldquo;Meinungsmache&rdquo;, die die Aufkl&auml;rung zum erkl&auml;rten Ziel haben, immer wieder die Erfahrung gemacht, wie dankbar Menschen sind, wenn man ihnen hilft, hinter die Kulissen zu schauen, die Augen zu &ouml;ffnen. <\/p><p>Wenn Gewerkschaften das bei ihren Mitgliedern und potentiellen Mitgliedern erreichen, wenn sie Aha-Effekte ausl&ouml;sen, dann verschafft das Sympathie. Nutzen Sie das.<\/p><p>Und sch&uuml;tzen Sie Ihre Mitglieder und Sympathisanten vor dem Einfluss der Gegenseite. Das geht dann am besten, wenn Sie vorhersagen, was von Seiten Ihrer Widersacher zu vermitteln versucht wird. Das ist schon oft geplant und realisiert worden. Die SPD zum Beispiel hat schon oft ihre Mitglieder und Sympathisanten immunisiert gegen den Einfluss der Bild-Zeitung zum Beispiel oder der Arbeitgeberverb&auml;nde. Man muss allerdings dazu den Mut haben, man muss fr&uuml;h daran arbeiten. Man darf sich nicht von Kleingl&auml;ubigen beeinflussen lassen.<\/p><p>Sie werden auf eine Doppelstrategie angewiesen sein. Einerseits werden Sie immer wieder erkl&auml;ren m&uuml;ssen, wie Medien manipulieren und warum Sie das tun. Andererseits werden Sie auf jene Medienschaffenden zu gehen m&uuml;ssen, die vern&uuml;nftige und gute Arbeit leisten. Die gibt es. Und diese sollte man st&uuml;tzen.<\/p><p>Der Zentrale Ansatz: jenen Medienschaffenden Glaubw&uuml;rdigkeit verleihen, die gute Arbeit leisten. Und jenen Medien Glaubw&uuml;rdigkeit entziehen, die Kampagnen betreiben.<\/p><p>Sie k&ouml;nnten den Menschen die Augen daf&uuml;r &ouml;ffnen, dass es noch etwas anderes gibt als die Wegmarken der Neoliberalen, etwas anderes als Egoismus als &bdquo;Wert&ldquo;orientierung und &bdquo;Jeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied&ldquo; als  Handlungsmaxime: Gemeinsam und f&uuml;r einander etwas tun. Solidarit&auml;t neu entdecken. Solidarit&auml;t und die Rolle des Staates neu entdecken. Wir sollten uns auf  eine andere gesellschaftspolitische Konzeption verst&auml;ndigen, auf etwas, das dem urspr&uuml;nglichen dritten Weg &auml;hnelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nahezu alle gro&szlig;en politischen Entscheidungen der letzten Jahrzehnte (Agenda 2010, Privatvorsorge, Privatisierungen, Milit&auml;rinterventionen, etc.) sind propagandistisch vorbereitet und begleitet worden. Die abh&auml;ngig Arbeitenden und ihre Gewerkschaften sind in dieser Welt weniger Zuhause als die Bosse und deshalb weniger geschickt beim Gebrauch der Propagandainstrumente; die N&auml;he von Medien und Wirtschaft besiegelt den Platzvorteil der Wirtschaft und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30585\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[35,109,183,11],"tags":[517,1544,300,273,312,410,301,411,420],"class_list":["post-30585","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-gewerkschaften","category-medienkritik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-dgb","tag-kampagnenjournalismus","tag-mueller-albrecht","tag-privatvorsorge","tag-reformpolitik","tag-reformstau","tag-rentenalter","tag-schroeder-gerhard","tag-spiegel"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30585","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=30585"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30585\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30590,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30585\/revisions\/30590"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=30585"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=30585"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=30585"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}