{"id":30628,"date":"2016-01-28T08:32:08","date_gmt":"2016-01-28T07:32:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628"},"modified":"2016-02-11T15:20:12","modified_gmt":"2016-02-11T14:20:12","slug":"hinweise-des-tages-2549","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h01\">Sicherheitswahn: Bitte geraten Sie umgehend in Panik. Jetzt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h02\">Asylpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h03\">Banden, Gruppen, B&uuml;rgerwehren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h04\">Und wieder gr&uuml;&szlig;t die Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h05\">Sigmar Gabriel: Wir m&uuml;ssen leider auch 2016 massiv auf die Neuverschuldung unserer Handelspartner bauen &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h06\">Neue Debatte um Verm&ouml;gensungleichheit und Verm&ouml;gensteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h07\">Riester-Garantie ohne Warnung unter Vorbehalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h08\">Smart, aber hart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h09\">Gacs* &ndash; Wahnsinn auf Italienisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h10\">Leaked: Portugal&rsquo;s budget warning letter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h11\">Frankreichs Justizministerin gibt auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h12\">Kein Ende in Sicht. Die M&auml;r vom Abzug aus Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h13\">Wer Frieden will, r&uuml;stet nicht auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h14\">Sarin in Syrien (2)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h15\">Am Sterbebett des Kapitalismus <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h16\">Reformb&uuml;ndnis gesucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h17\">Schweigen ist Schrott<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30628#h18\">Autonomie gefordert! &Uuml;ber ein schwieriges Prinzip der Demokratie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sicherheitswahn: Bitte geraten Sie umgehend in Panik. Jetzt!<\/strong><br>\nEin Mann kauft im Baumarkt Chemikalien. Er sieht arabisch aus. Die Polizei ruft eine Fahndung aus, Medien sprechen von &ldquo;Terrorverdacht&rdquo;. Am Ende ist die Erkl&auml;rung sehr viel trivialer &ndash; aber der Vorgang zeigt exemplarisch, was gerade schief l&auml;uft. [&hellip;]<br>\nWas aber noch zus&auml;tzlich maximal verst&ouml;rt, ist die Komponente der Sicherheitsesoterik, die sich darin verbirgt: Wie fahrl&auml;ssig bis offensiv falsch mit dem kollektiven Gef&uuml;hl f&uuml;r Sicherheit umgegangen wird. Der entscheidende Satz lautet: &ldquo;Staatsanwaltschaft und Polizei nehmen den Hinweis insbesondere mit Blick auf die aktuelle Sicherheitslage und die Verantwortung f&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sehr ernst.&rdquo; [&hellip;]<br>\nAllerdings ist Sicherheit eben nicht nur ein Gef&uuml;hl. Und was das tats&auml;chliche Geschehen in den Apparaten angeht, die f&uuml;r Sicherheit zust&auml;ndig sind, ist eine h&ouml;chst kontraproduktive Lage entstanden. Die allermeisten Anschl&auml;ge auf europ&auml;ischem Boden werden von Leuten begangen, die l&auml;ngst beh&ouml;rdenbekannt sind. Wenn man Terrorverd&auml;chtige finden wollte, w&uuml;rde man in Polizeiakten eher f&uuml;ndig als bei Baumarkt&uuml;berwachungskameras. Aber genau dahinter steht ein massives Problem: eine gro&szlig;e Sicherheitsl&uuml;ge.<br>\nDenn nichts hat sich als so effektiv und sinnvoll gegen Verbrechen aller Art von Terrorismus bis Taschendiebstahl herausgestellt wie stinknormale Ermittlungsarbeit. Die aber hat den Makel, dass sie h&ouml;chst personalaufw&auml;ndig ist und damit teuer. Und sie funktioniert dazu noch nur dann, wenn sie nicht in eine chronisch &uuml;berlastete und dadurch schwache Justiz m&uuml;ndet. Aber auch das ist teuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/koeln-und-der-sicherheitswahn-geraten-sie-umgehend-in-panik-kolumne-a-1074170.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Entwarnung in K&ouml;ln<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160128-heute-show.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/heuteshow\/photos\/a.302789020985.156311.264820405985\/10153262091610986\/?type=3&amp;theater\">ZDF heute-show via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Asylpolitik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Der Pass wird passend gemacht<\/strong><br>\nAbschiebung Wenn die deutschen Beh&ouml;rden einen Fl&uuml;chtling nicht loswerden, lassen sie eben dessen Staatsangeh&ouml;rigkeit &auml;ndern. Afrikanische Botschaften werden f&uuml;r ihre Mithilfe bezahlt [&hellip;]<br>\nViele Fl&uuml;chtlinge haben keine Papiere, wenn sie in Deutschland ankommen. Entweder weil sie nie welche besa&szlig;en &ndash; P&auml;sse werden in vielen L&auml;ndern Afrikas nur auf Anfrage ausgestellt. Oder weil sie ihren Ausweis vorher wegwerfen, aus Angst, schneller abgeschoben zu werden.<br>\nF&uuml;r die Gefl&uuml;chteten bedeutet das, dass sie im rechtlichen Nirgendwo existieren. &bdquo;Vogelfrei&ldquo; nannte Hannah Arendt diese Heimatlosen, weil sie offiziell zu keinem Staat geh&ouml;ren und daher nur eingeschr&auml;nkte B&uuml;rgerrechte genie&szlig;en. F&uuml;r die deutschen Beh&ouml;rden hingegen sind diese Personen vor allem ein Problem, denn in manche L&auml;nder sind keine Abschiebungen m&ouml;glich &ndash; weil dort Gefahr f&uuml;r Leib und Leben droht oder weil das Land keine P&auml;sse ausstellt. Ungekl&auml;rte Staatsangeh&ouml;rigkeit ist das h&auml;ufigste Abschiebehindernis. Deswegen hat sich die Bund-L&auml;nder-Arbeitsgruppe &bdquo;R&uuml;ckf&uuml;hrung&ldquo;, eine Art Thinktank f&uuml;r innovative Abschiebepraktiken, vor einigen Jahren eine Methode einfallen lassen, die Abschiebungen auch ohne gesichertes Wissen &uuml;ber die Herkunft der Fl&uuml;chtlinge erm&ouml;glicht: Massenanh&ouml;rungen durch Botschaftsangeh&ouml;rige vermuteter Heimatstaaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/der-pass-wird-passend-gemacht\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland als Internierungslager (Teil 2: Davoser Ideen)<\/strong><br>\nDer Plan sch&auml;lt sich immer klarer heraus. F&uuml;r Schuldenerlasse soll Griechenland seine Inseln zu Internierungslagern umbauen. Da es am Willen der Griechen etwas hakt, wird durch Schuldzuweisungen und Abriegelung der Nordgrenze nachgeholfen. Gideon Rachman bringt diesen Plan frisch aus Davos mit und verk&uuml;ndet ihn in der FT.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/538-internierungslager-2#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><strong>Restriktive Grenzregime verringern die Zahl von Zufluchtsuchenden nicht<\/strong><br>\nUngeachtet der Versch&auml;rfung der Asylbestimmungen in Deutschland und &Ouml;sterreich sind auf der Balkanroute weiterhin Tausende von Fl&uuml;chtlingen unterwegs. Im Januar 2016 werden gut 50.000 Fl&uuml;chtlinge in der Bundesrepublik Deutschland Zuflucht gefunden haben. Es kommen trotz widrigem Wetter immer noch 2.000 bis 3.000 Zufluchtsuchende pro Tag an.<br>\nIm Vorjahrsmonat waren es knapp 1.700. Im letzten Jahr reisten &uuml;ber eine Million Menschen nach Europa. F&uuml;r das ganze Jahr rechnet das Fl&uuml;chtlingswerk der Vereinten Nationen UNHCR mit &auml;hnlichen Fl&uuml;chtlingszahlen wie im Vorjahr. Die Ankunft weiterer Hunderttausender Asylsuchender ist eine Tatsache, die sich kurzfristig kaum verringern l&auml;sst.<br>\nDie EU habe nur noch sechs bis acht Wochen Zeit, um die Fl&uuml;chtlingskrise in den Griff zu bekommen, sagte der niederl&auml;ndische Premierminister Mark Rutte. Wenn der Fr&uuml;hling komme, d&uuml;rfte die Zahl von Fl&uuml;chtlingen aus dem Nahen Osten und aus Nordafrika nach Europa deutlich steigen.<br>\nDie Fl&uuml;chtlingskrise gef&auml;hrdet zunehmend das Schengen-Abkommen, also den freien Verkehr von Personen in Europa. Immer mehr Staaten errichten Grenzkontrollen. Rutte geht davon aus, dass das Schengen-Abkommen gerettet werden kann. Allerdings m&uuml;sse es zun&auml;chst eine Reform des gescheiterten Dublin-Verfahrens geben. Dieses besagt, dass der europ&auml;ische Staat, in den ein Asylbewerber als ersten eingereist ist, f&uuml;r das Asylverfahren zust&auml;ndig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/restriktive-grenzregime-verringern-die-zahl-von-zufluchtsuchenden-nicht\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Verfassungsklage n&uuml;tzt Merkel<\/strong><br>\nDie Kanzlerin muss den Gang der CSU nach Karlsruhe nicht f&uuml;rchten. Die Richter werden sie wohl eher st&uuml;tzen. Gefahr droht an anderer Stelle. (&hellip;)<br>\nZwar ist die Verfassungsklage ein perfides Mittel zur Dramatisierung der Situation. Indem der Regierung Merkel verfassungswidriges Handeln vorgeworfen wird, distanziert man sich maximal und pr&auml;sentiert die Kanzlerin als Outlaw. Die Kanzlerin l&auml;sst die CSU aber agieren, solange die formal den Kurs einer europ&auml;ischen L&ouml;sung mittr&auml;gt und die nationalen Sofortma&szlig;nahmen nur f&uuml;r die &Uuml;berganszeit fordert &ndash; bis Merkels gro&szlig;e L&ouml;sung greift. Wahrscheinlich akzeptiert Merkel die bayerische Radikalrhetorik l&auml;ngst als Spiel mit verteilten Rollen. (&hellip;)<br>\nWas Merkel wirklich f&uuml;rchten muss, ist ihre eigene politische Erfolglosigkeit. Statt offensiv eine realistische Aufnahme von etwa 800.000 Fl&uuml;chtlingen zu vertreten, verspricht sie seit Monaten eine deutliche Senkung der Fl&uuml;chtlingszahlen. Doch weder bei der Abschottung der Au&szlig;engrenzen noch bei der innereurop&auml;ischen Verteilung der Fl&uuml;chtlinge kommt sie voran. Diese Hilflosigkeit delegitimiert sie so nachhaltig, dass ernsthaft mit einem innerparteilichen Putsch zu rechnen ist.<br>\nDie Verfassungsrichter k&ouml;nnten Merkel in dieser Situation aber st&uuml;tzen, indem sie in ihrem Urteil zur bayerischen Klage deutlich machen, was auf dem Spiel steht: Wenn auch Deutschland in der Fl&uuml;chtlingspolitik nach dem St. Floriansprinzip agiert, w&uuml;rde der S&uuml;den der EU ins Chaos st&uuml;rzen: Hundertausende verzweifelter Menschen w&uuml;rden hin und hergeschoben, Milit&auml;r k&auml;me zum Einsatz, gegen Fl&uuml;chtlinge und wom&ouml;glich auch gegen Nachbarstaaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Bayerischer-Drohbrief\/!5273012\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Banden, Gruppen, B&uuml;rgerwehren<\/strong><br>\nEs k&ouml;nnte alles so sch&ouml;n sein. Wenn nur diese Angst nicht w&auml;re! Banden, Gruppen, Organisationen bedrohen uns, umzingeln uns, verstricken uns in ihre  Logik und ihr klandestines Wollen. Das klingt ironisch, am Ende gar schadenfroh. Ist es aber nicht. Sich vor dem Fremden zu f&uuml;rchten, ist weder verr&uuml;ckt noch verwerflich noch verwunderlich: Es ist ganz normal. [&hellip;]<br>\nEin kleines Experiment f&uuml;r Damen und Herren &uuml;ber 50:<br>\nSchritt 1: Erinnern Sie sich an die &ldquo;Rote Armee Fraktion&rdquo; (RAF). Haben Sie sich damals (sagen wir: 1971 bis 1978) gef&uuml;rchtet? Hielten Sie es f&uuml;r m&ouml;glich, dass furchtbare Dinge passieren, die Sie selbst betreffen? Wissen Sie noch, wie Sie sich f&uuml;hlten, als die Boulevardpresse mitteilte, die &ldquo;RAF&rdquo; plane Anschl&auml;ge auf Kinderg&auml;rten?<br>\nSchritt 2: Erinnern Sie sich an den &ldquo;Nationalsozialistischen Untergrund&rdquo; (NSU). Letzte Woche lasen wir, 350 per Haftbefehl gesuchte mutma&szlig;liche Gewaltt&auml;ter aus der rechtsextremistischen Szene seien untergetaucht und lebten im Untergrund.<br>\nSchritt 3: Versuchen Sie, Ihre Angst (oder Nicht-Angst) zu vergleichen. Wenn mich nicht alles t&auml;uscht, besteht in der deutschen Bev&ouml;lkerung derzeit keine kollektive Angst vor dem NSU. Vor der RAF hingegen bestand gro&szlig;e Angst. Sie konnte zeitweise bis zur Hysterie angefacht werden. Es h&auml;tte sich zu jeder Zeit in jeder deutschen Gro&szlig;stadt problemlos ein Lynchmob finden lassen, der die (mutma&szlig;lichen) T&auml;ter der RAF samt ihren Helfern an die n&auml;chste Wand stellt.<br>\nSchritt 4: Bitte schreiben Sie nun auf einen Zettel drei Gr&uuml;nde, warum Sie &ndash; oder die Bev&ouml;lkerungsmehrheit &ndash; sich vor dem NSU nicht f&uuml;rchten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2016-01\/sicherheit-fischer-im-recht-buergerwehren\/komplettansicht\">Fischer im Recht auf Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Und wieder gr&uuml;&szlig;t die Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nDas aufgehobene Gesetz von 2008 hatte auf einer EU-Richtlinie basiert. Diese EU-Richtlinie existiert mittlerweile aber nicht mehr: Der Europ&auml;ische Gerichtshof hat sie 2014 f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;rt, da sie mit der Charta der EU-Grundrechte nicht vereinbar sei. Das wurde allgemein als das endg&uuml;ltige Aus f&uuml;r die Vorratsdatenspeicherung betrachtet. Aber es verhielt sich damit so wie mit dem Murmeltier: Das gr&uuml;&szlig;t t&auml;glich &ndash; und die Vorratsdatenspeicherung tut das auch. Kaum war sie aus Debatte und Gesetz verschwunden, tauchte sie, proklamiert von CDU und CSU, wieder auf. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel k&uuml;mmerte sich wenig um das Votum des EU-Gerichts; er zwang den widerstrebenden Bundesjustizminister Heiko Maas aus innenpolitischen Gr&uuml;nden auf VDS-Linie. Ergebnis ist das neue Gesetz vom 10. Dezember 2015, das nun nicht mehr auf einer EU-Richtlinie fu&szlig;t, sondern allein auf deutschen Rechtsgrundlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/verfassungsgericht-und-taeglich-gruesst-die-vorratsdatenspeicherung-1.2835387\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sigmar Gabriel: Wir m&uuml;ssen leider auch 2016 massiv auf die Neuverschuldung unserer Handelspartner bauen &hellip;<\/strong><br>\nBei der einen Gelegenheit sagte der Minister lapidar, was auch im JWB steht, der Leistungsbilanz&uuml;berschuss werde dieses Jahres sinken. Das ist, so wie es der normale Mensch versteht, falsch. Im Text hei&szlig;t es: &bdquo;Der Saldo der deutschen Leistungsbilanz wird leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt zur&uuml;ckgehen.&ldquo; Absolut gesehen, also in Milliarden Euro, das zeigen die Zahlen des Au&szlig;enbeitrags (siehe Tabelle unten), wird der Leistungsbilanzsaldo mindestens konstant bleiben, vermutlich aber weiter steigen. Auf das Absolute aber kommt es an, denn die Verschuldung der anderen L&auml;nder wird absolut steigen. Was das in Relation zum deutschen BIP bedeutet, ist vollkommen uninteressant. Entscheidend bei der relativen Sichtweise ist, dass die Gr&ouml;&szlig;enordnung des &Uuml;berschusses fast unver&auml;ndert sein wird und dass Deutschland damit wiederum klar gegen die europ&auml;ischen Regeln im Rahmen der Macroeconomic Imbalance Procedure (MIP) verst&ouml;&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/sigmar-gabriel-wir-muessen-leider-auch-2016-massiv-auf-die-verschuldung-des-auslandes-bauen\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p><strong>dazu der Deutsche Bank Chef J&uuml;rgen Fitschen im Rahmen eines Interviews auf Welt Online<\/strong><br>\n&ldquo;Vielleicht sollten wir uns nicht immer nur an unserem Export&uuml;berschuss berauschen. &Uuml;berschussl&auml;nder tragen ebenso zu globalen Ungleichgewichten bei wie die, die ein gro&szlig;es Defizit einfahren. Wenn wir also etwas weniger abh&auml;ngig werden vom Export und dieses Jahr vor allem dank einer st&auml;rkeren Binnennachfrage zwei Prozent Wachstum erreichen w&uuml;rden &ndash; was &uuml;brigens die Deutsche Bank f&uuml;r 2016 erwartet &ndash;, w&auml;re das eine durchaus gute Botschaft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article151475838\/.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.K.:<\/strong> J&uuml;rgen Fitschen ist da zu einer richtigen Erkenntnis gelangt. Auch die &Auml;u&szlig;erungen von ihm zum Thema deutsche Dominanz und Solidarit&auml;t in Europa in dem Interview sind durchaus interessant. Was er zum Thema Mindestlohn sagt, ist hingegen der &uuml;bliche Bl&ouml;dsinn.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neue Debatte um Verm&ouml;gensungleichheit und Verm&ouml;gensteuer<\/strong><br>\nHeute ver&ouml;ffentlichte das DIW in seinem neusten Wochenbericht eine Sch&auml;tzung, wie hoch das Steueraufkommen mit einer sehr moderaten Wiedereinf&uuml;hrung mit gro&szlig;en Freibetr&auml;gen w&auml;re: Bei einer Belastung, die praktisch nur das reichste 1 Prozent und vor allem das reichste 0,1 Prozent der Verm&ouml;genden tr&auml;fe, k&ouml;nnten j&auml;hrlich 10-20 Mrd. Euro Steueraufkommen erzielt werden.<br>\nVermutlich w&uuml;rde dieser Betrag bei einem noch konsequenteren Vorgehen gegen Steuerflucht noch erh&ouml;ht werden: weil dann Ausweichreaktionen der Reichen unwahrscheinlicher w&uuml;rden.<br>\nDie hohe Ungleichheit bei den Verm&ouml;gen ist also kein Naturph&auml;nomen. Sie h&auml;ngt ab von politischen Entscheidungen daf&uuml;r oder dagegen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/verteilungsfrage.org\/2016\/01\/neue-debatte-um-vermoegensungleichheit-und-vermoegensteuer\/\">verteilungsfrage.org<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.diw-berlin.de\/de\/diw_01.c.525536.de\/themen_nachrichten\/rueckkehr_der_vermoegensteuer_koennte_geld_in_die_staatskasse_bringen_aber_auch_zu_ausweichreaktionen_fuehren.html\">DIW<\/a>\n<p><strong>dazu: Schadet Ungleichheit in der Einkommensverteilung der Wirtschaft?<\/strong><br>\nNeuere Forschungsergebnisse weisen auf einen negativen Zusammenhang zwischen &ouml;konomischer Ungleichheit und gesamtwirtschaftlicher Entwicklung hin. Hohe Einkommensungleichheit kann angebotsseitig das Wachstumspotenzial schw&auml;chen, wenn sie z. B. zu geringeren Ausgaben f&uuml;r Bildung f&uuml;hrt. Nachfrageseitig kann sie destabilisierend wirken, wenn der private Konsum zunehmend auf Verschuldung basiert. Diese Erkenntnisse sollten in Politik und Wissenschaft st&auml;rker ber&uuml;cksichtigt werden.<br>\nSp&auml;testens seit der Ver&ouml;ffentlichung des internationalen Bestsellers &bdquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo; von Thomas Piketty ist die Debatte &uuml;ber die mit einer steigenden Einkommens- und Verm&ouml;gensungleichheit verbundenen Probleme zum neuen Megathema in den Wirtschaftswissenschaften und in der Politik geworden. Dabei wird in der internationalen Debatte zunehmend die Position vertreten, dass eine steigende Einkommensungleichheit eine zentrale Ursache f&uuml;r geringes Produktivit&auml;tswachstum bzw. gesamtwirtschaftliche Instabilit&auml;t sein kann. Die zugrunde liegende wirtschaftswissenschaftliche Forschung wurde insbesondere vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) und von der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) betrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/schadet-eine-ungleiche-einkommensverteilung-der-wirtschaft\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Riester-Garantie ohne Warnung unter Vorbehalt<\/strong><br>\nWie die Frankfurter Rundschau heute berichtet, musste die Bundesregierung aufgrund einer Kleinen Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/die Gr&uuml;nen (BT-Drucksache 18\/6964) einr&auml;umen, dass Versicherungskunden nicht vor K&uuml;rzungen bei Lebensversicherungen gewarnt werden m&uuml;ssen. Laut dem Bund der Versicherten e. V. (BdV) sind auch Riester-Renten betroffen. Die Versicherer k&ouml;nnen zusammen mit der Aufsichtsbeh&ouml;rde die garantierten Leistungen massiv einschr&auml;nken, w&uuml;rde das Versicherungsunternehmen sonst in eine Schieflage geraten. &bdquo;Die Riester-Garantie auf die eingezahlten Beitr&auml;ge ist dann faktisch Makulatur&ldquo;, erkl&auml;rt Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des BdV. Auch m&uuml;ssen bereits heute die Kunden K&uuml;rzungen hinnehmen, die mit vermeintlichen Unternehmensschw&auml;chen begr&uuml;ndet werden. &bdquo;Verbrauchern werden ihre Ertr&auml;ge zusammengestrichen, auch wenn es dem Unternehmen gar nicht ernsthaft schlecht geht&ldquo;, warnt Kleinlein. Warnungen vor diesem kundenfeindlichen Gebaren sucht der Verbraucher jedoch vergebens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundderversicherten.de\/Pressemitteilungen\/Riester-Garantie-ohne-Warnung-unter-Vorbehalt\">BdV<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Smart, aber hart<\/strong><br>\nDas Management der Helios-Gruppe agiere kopflos und handwerklich schlecht, hei&szlig;t es in den Wiesbadener Horst-Schmidt-Kliniken. Den einst so guten Ruf des Hauses hat aber vorher schon der Rh&ouml;n-Konzern ruiniert. Darf exzellente Medizin wirtschaftlich sein?&ldquo; Dieser Frage ging Francesco De Meo, der Vorstandschef der Helios-Gruppe, auf dem Neujahrsempfang seines Konzerns in Wiesbaden nach. Sein Thema wirkte angesichts der aktuellen Umst&auml;nde allzu theoretisch. Schlie&szlig;lich hatte der Minderheitsgesellschafter der Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) nach einer Reportage des Fernsehsenders RTL gerade erst eine signifikante Personalnot, gravierende hygienische Missst&auml;nde und Fehler im Management zugeben m&uuml;ssen. Zu allem &Uuml;berfluss kamen noch multiresistente Erreger auf der Station f&uuml;r Fr&uuml;hgeborene hinzu. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/der-betreiber-der-hsk-steht-in-in-der-kritik-14031110.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Die FAZ kn&ouml;pft sich Helios mit deutlichen Worten vor und schreibt Tacheles, das ist die H&ouml;chststrafe f&uuml;r den privaten Konzern. Wie in Wiesbaden agiert Helios auch an anderen Standorten und wird sich von diesem Kurs kaum abbringen lassen. Im Vordergrund steht die avisierte Rendite von 15 Prozent (teilweise dar&uuml;ber), und wenn die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer diese nicht erbringen, sind sie schnell weg vom Fenster. Gewinnmaximierung und eine gute Gesundheitsversorgung vertragen sich halt nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gacs* &ndash; Wahnsinn auf Italienisch<\/strong><br>\n&ldquo;Die italienische Regierung will ihre Bankenkrise mit denselben Mitteln l&ouml;sen, die uns in die Finanzkrise gef&uuml;hrt haben und die EU-Kommission gibt gr&uuml;nes Licht. Das entspricht Einsteins Definition von Wahnsinn &ndash; immer wieder dasselbe zu tun, aber andere Ergebnisse zu erwarten&rdquo;, kommentiert der Europaabgeordnete Fabio De Masi (DIE LINKE.) die Einigung zwischen der EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager und dem italienischen Finanzminister Pier Carlo Padoan &uuml;ber den Umgang mit den von italienischen Banken gehaltenen notleidenden Krediten.<br>\nDer deutsch-italienische Wirtschaftspolitiker weiter: &ldquo;Die italienischen Banken sollen jetzt sogenannte Zweckgesellschaften gr&uuml;nden, die ihnen ihre Schrottkredite abkaufen. Diese sollen den Schrott dann in Verbriefungsgesch&auml;ften verpacken und weiterverkaufen. Das gab es schon, z.B. mit amerikanischen Hypotheken, kurz bevor die Finanzwelt zusammenbrach. Das wissen auch die m&ouml;glichen Investoren &ndash; Hedgefonds und andere Heuschrecken. Damit diese den M&uuml;ll trotzdem kaufen, soll es eine 40 Mrd. Euro Garantie von den italienischen Steuerzahlern geben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/718.gacs-wahnsinn-auf-italienisch.html\">Fabio De Masi (MdEP)<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Leaked: Portugal&rsquo;s budget warning letter<\/strong><br>\nThe commission&rsquo;s letter, sent by Pierre Moscovici and Valdis Dombrovskis, the two European commissioners responsible for eurozone budget issues, says that cuts Portugal was required to make &ndash; equivalent to 0.6 per cent of its economic output &ndash; are not being met. In fact, the letter says Portuguese austerity measures were &ldquo;well below&rdquo; that 0.6 per cent target.<br>\nLisbon now has a week to either explain itself, or to revise its budget. If it doesn&rsquo;t, the commission is likely to formally reject the plan and order a new budget be submitted in just three weeks.<br>\nThis is not the first time the commission has invoked the new rules in this way. Two years ago, it sent similar letters to France and Italy. But at the end of the day, the just-elected Juncker commission decided not to reject either budget, the first in a series of moves that has led critics to argue the current commission has become more lax on the budget rules than during the presidency of Jos&eacute; Manuel Barroso.<br>\nWill Portugal get similar leniency? We&rsquo;ll find out before the end of next month.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.ft.com\/brusselsblog\/2016\/01\/28\/leaked-portugals-budget-warning-letter\/\">Brussels Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Frankreichs Justizministerin gibt auf<\/strong><br>\nFrankreichs Justizministerin Taubira gilt als Ikone der Linken, der franz&ouml;sischen Regierung war sie aber ein Dorn im Auge. Denn sie wollte die geplante Verfassungsreform nicht mittragen. Nun entschied sich Taubira zu gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/taubira-frankreich-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Demontage einer Ikone<\/strong><br>\nFrankreichs Justizministerin Taubira tritt im Streit von ihrem Amt zur&uuml;ck. Vor allem rechte Politiker halten das f&uuml;r eine &bdquo;gute Neuigkeit&ldquo;. Doch wom&ouml;glich kommt es schon bald zum n&auml;chsten Duell zwischen Taubiras und Pr&auml;sident Hollande. [&hellip;]<br>\nDer Abgang Taubiras markiert den Auftakt einer neuen Art von Minderheitsregierung in Frankreich. Zwar verf&uuml;gt Regierungschef Manuel Valls weiterhin &uuml;ber eine knappe parlamentarische Mehrheit, hat aber das Vertrauen weiter Teile der Linken verloren. Die Parlamentsfraktion wird nur noch vom Machtinstinkt zusammengehalten. Taubiras Nachfolger im Justizministerium, der Bretone Jean-Jacques Urvoas, ist ein sozialistischer Apparatschik. Urvoas leitete seit 2012 den Rechtsausschuss in der Nationalversammlung. Sein gr&ouml;&szlig;tes Verdienst lag bislang in der Verteidigung des umstrittenen Geheimdienstgesetzes. Das Gesetz gilt gerade Linksw&auml;hlern als Freibrief f&uuml;r den totalen Lauschangriff sowie unkontrollierte &Uuml;berwachung im Internet und begr&uuml;ndet ihren Unmut &uuml;ber die Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/frankreichs-justizministerin-taubira-tritt-im-streit-zurueck-14037782.html\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kein Ende in Sicht. Die M&auml;r vom Abzug aus Afghanistan<\/strong><br>\n&ldquo;Der Einsatz in Afghanistan ist zum Paradebeispiel gescheiterter westlicher Milit&auml;rinterventionen geworden. Selbst der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr Harald Kujat sagt, dass Deutschland in Afghanistan politisch gescheitert sei. Mehr als 14 Jahre sind seit dem Einmarsch in Afghanistan im Oktober 2001 vergangen. Der unter F&uuml;hrung der USA begonnene Krieg hat nicht die &bdquo;erhoffte&ldquo; Demokratisierung Afghanistans und erst recht keinen Frieden gebracht. Die milliardenschwere Intervention mit ihren zahlreichen zivilen Opfern (4921 get&ouml;tete und verletzte Zivilisten allein im ersten Halbjahr 2015) f&uuml;hrt erschreckend vor Augen, dass eine milit&auml;rische L&ouml;sung in Afghanistan nicht m&ouml;glich ist. Die Truppenpr&auml;senz des Westens, insbesondere seine Offensiven, sind Teil des Problems und nicht der L&ouml;sung des Konflikts. Offiziell wurde der NATO-Kampfeinsatz in Afghanistan Ende 2014 f&uuml;r beendet erkl&auml;rt, faktisch setzt er sich aber in der neuen NATO-Mission fort&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/interventionen\/kriege\/afghanistan-kriege\/kein-ende-in-sicht-die-maer-vom-abzug-aus-afghanistan\/\">Labournet<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wer Frieden will, r&uuml;stet nicht auf<\/strong><br>\nBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) plant ein Milliardenprogramm zur Aufr&uuml;stung der deutschen Armee. Bis zum Jahr 2030 seien insgesamt Ausgaben von rund 130 Milliarden Euro vorgesehen. Auch die Festlegung auf 185.000 Soldaten soll aufgehoben werden. Wer Frieden will, r&uuml;stet nicht auf, erkl&auml;rt der Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Bernd Riexinger.<br>\n130 Milliarden Euro f&uuml;r Kriegsger&auml;t und mehr Soldaten &ndash; das ist v&ouml;lliger Irrsinn. Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen auch Berufssoldaten vern&uuml;nftige Arbeitsbedingungen haben &ndash; angesichts der v&ouml;lligen &Uuml;berlastung der Besch&auml;ftigten an Schulen, in Krankenh&auml;usern und Kitas, auf Polizeiwachen und &Auml;mtern ist aber jeder Euro f&uuml;r das Milit&auml;r eine Absage an eine gute Gesundheitsversorgung, Sicherheit im Alltag und Bildungschancen f&uuml;r alle in Deutschland lebenden Menschen. Diese horrende Summe muss f&uuml;r eine Armee von Lehrern und Sozialarbeiterinnen, Krankenpflegern und Erzieherinnen verwendet werden. Schulen und Krankenh&auml;user sind die sozialen &ldquo;Schlachtfelder&rdquo;, die dringend finanziell ausger&uuml;stet werden m&uuml;ssen &ndash; nicht das T&auml;tigkeitsfeld von Soldaten, welches der Krieg ist.<br>\nDie Pl&auml;ne bedeuten rechnerisch fast die Verdopplung der bisherigen Ausgaben f&uuml;r das Milit&auml;r. Verteidigungsministerin von der Leyen und Wirtschaftsminister Gabriel d&uuml;rften sich damit ihren Platz im Herzen der R&uuml;stungsindustrie dauerhaft sichern. Es ist besch&auml;mend, welche Priorit&auml;ten die Gro&szlig;e Koalition in Zeiten setzt, in denen die Schere zwischen arm und reich in Deutschland immer weiter auseinandergeht, jedes f&uuml;nfte Kind in Armut lebt und es nicht gen&uuml;gend bezahlbare Wohnungen gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/nc\/presse\/presseerklaerungen\/detail\/zurueck\/presseerklaerungen\/artikel\/wer-frieden-will-ruestet-nicht-auf\/\">Die Linke<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Mit dem Segen der Schwarzen Null Sch&auml;uble darf Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen rund 9 Mrd. Euro mehr pro Jahr f&uuml;r ihren Haushalt einplanen. Ein &auml;hnlich gro&szlig;er Aufschrei wie bei den rund 10 Mrd. Euro, die f&uuml;r die Versorgung von Fl&uuml;chtlingen aufgewendet werden m&uuml;ssen, d&uuml;rfte wohl ausbleiben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sarin in Syrien (2)<\/strong><br>\nTrotz entgegengesetzter Befunde (vgl. Teil 1 in Ossietzky 1\/2016), blieb die US-Administration bei ihrer Entscheidung, allein Assad die Verantwortung zuzuschieben, am 21. August 2013 in Ghouta Sarin eingesetzt zu haben. Auf einer Pressekonferenz erkl&auml;rte die US-Botschafterin bei der UNO, Samantha Power: &raquo;Es ist sehr wichtig, festzuhalten, dass nur das Assad-Regime Sarin besitzt, wir haben keine Beweise, dass die Opposition Sarin besitzt.&laquo; Dennoch realisierte Obama seine Entscheidung, in Syrien einzugreifen, letztlich nicht. Am 26. September einigte er sich mit Putin auf eine gemeinsame UNO-Resolution, in der Assad aufgefordert wurde, sein Chemiewaffenarsenal aufzul&ouml;sen.<br>\nDoch dies war offensichtlich nicht die ganze Geschichte. Warum schreckte Obama vor der Verwirklichung seiner &raquo;Rote Linie&laquo;-Drohung zur&uuml;ck? Diese Frage stellte sich Hersh am Ende seines Artikels und recherchierte weiter. Seine Ergebnisse ver&ouml;ffentlichte er unter dem Titel &raquo;Die Rote Linie und die Rattenlinie&laquo; (&raquo;The Red Line and the Rat Line&laquo;) ein halbes Jahr sp&auml;ter, am 7. April 2014, wieder in der Zeitschrift London Review of Books. Was bis dahin noch als Einzelmeinung h&auml;tte abgetan werden k&ouml;nnen, erwuchs jetzt durch weitere Fakten und Details zu einem Dokument, dem man nur mit gr&ouml;&szlig;ter Ignoranz und Arroganz aus dem Wege gehen konnte. Wiederum vermochte Hersh auf seine ausgezeichneten Geheimdienstkontakte zur&uuml;ckzugreifen, diesmal offensichtlich bis nach Russland, und kam zu folgendem Ergebnis.<br>\nNicht die syrische Armee, sondern die al-Nusra-Front hatte das Sarin hergestellt. Im Mai 2013 waren im S&uuml;den der T&uuml;rkei zwei Kilogramm Sarin im Besitz von al-Nusra-Rebellen sichergestellt worden. Das Sarin, das beim Angriff vom 21. August 2013 benutzt worden war, konnte laut chemischer Analyse nicht aus dem Arsenal der syrischen Armee stammen. Die Erkenntnisse fu&szlig;ten auf russischen Analysen. Die Russen mussten es wissen, denn sie hatten schlie&szlig;lich seinerzeit das Sarin f&uuml;r die syrischen Depots geliefert. Die Giftgasangriffe vom M&auml;rz und April 2013 hatten die Rebellen unternommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sopos.org\/aufsaetze\/56a0d55d9d8ac\/1.phtml\">Ossietzky<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30282#h03\">hier<\/a> auf den ersten Teil des Textes von Norman Paech hingewiesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Am Sterbebett des Kapitalismus<\/strong><br>\nWolfgang Streeck, lange Zeit Direktor des Max-Planck-Institut f&uuml;r Gesellschaftsforschung in K&ouml;ln, setzt sich seit Langem mit der Kapitalismuskritik auseinander. Er formuliert das in K&ouml;ln mit historischer N&uuml;chternheit: &ldquo;Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.&rdquo; Vor 250 Jahren gestartet, werde der Kapitalismus nun von seinen &ldquo;drei apokalyptischen Reitern&rdquo; heimgesucht: sinkendes Wachstum, wachsende Ungleichheit, steigende Schulden. Die drei Dynamiken verst&auml;rken sich gegenseitig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-01\/kapitalismus-kritik-wagenknecht-streeck\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Hm. Zur N&uuml;chternheit geh&ouml;rt aber auch dazu, die negativen Auswirkungen der Agenda 2010 zu benennen, die Streeck als Teil einer Arbeitsgruppe mit <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17173\">vorbereitete<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Reformb&uuml;ndnis gesucht<\/strong><br>\nSeit der Bundestagswahl im September 2013 bewegt sich der Durchschnittswert aus den Umfragen der ma&szlig;geblichen Institute f&uuml;r die SPD zwischen Dezember 2014 und Dezember 2015 unterhalb des Wahlergebnisses von 25,7 Prozent. Gr&uuml;ne und Linke liegen zwischen neun und zehn Prozent. Die Union m&uuml;sste Federn lassen, die FDP w&auml;re abermals nicht im Bundestag vertreten, die AfD h&auml;tte Chancen auf den Einzug. Diese Umfragen lassen nicht auf eine rot-gr&uuml;ne Mehrheit hoffen. Eine Ampelkoalition aus SPD, Gr&uuml;nen und FDP, die als M&ouml;glichkeit auch von einigen Genossen genannt wird, ist demnach v&ouml;llig unrealistisch. Oder glaubt jemand, dass allein durch Herbeireden von Konstellationen wie der von Rot-Gr&uuml;n-Gelb sich W&auml;hlerinnen und W&auml;hler beeinflussen lassen und wom&ouml;glich lieber FDP als AfD w&auml;hlen?<br>\nWarum sich also auf Konstellationen wie Rot-Gr&uuml;n-Gelb einschw&ouml;ren? Solche machttaktischen Spielchen &uuml;berzeugen noch lange keine W&auml;hlerinnen und W&auml;hler. Das muss die SPD schon &uuml;ber Inhalte tun. Und das konsequent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gastbeitraege\/spd-reformbuendnis-gesucht,29976308,33581122.html\">Hilde Mattheis auf FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Schweigen ist Schrott<\/strong><br>\nDonald Trump will nicht mit dem TV-Sender Fox News reden. Das ist dumm. Malu Dreyer will nicht mit der AfD reden. Das ist d&uuml;mmer. Ist eine Elefantenrunde eigentlich noch eine Elefantenrunde, wenn Roger Lewentz teilnimmt? Lewentz ist Landeschef der SPD in Rheinland-Pfalz, au&szlig;erdem ist er dort Innenminister. Er muss demn&auml;chst ins Fernsehen. Denn seine Chefin, Ministerpr&auml;sidentin Malu Dreyer, will nicht. [&hellip;]<br>\nImmerhin hat Mit-denen-rede-ich-nicht-Dreyer seit dieser Woche einen prominenten Nachahmer: Donald Trump. Der US-Pr&auml;sidentschaftskandidaturbewerber hat die f&uuml;r Donnerstag angesetzte Debatte der Republikaner abgesagt. Sein Grund ist ebenso simpel wie Dreyers: Er hat keinen Bock auf eine Teilnehmerin in der Runde. Allerdings ist es keine Gegenkandidatin, die Trump ablehnt, sondern eine Journalistin: Megyn Kelly, Moderatorin des gastgebenden Senders Fox News.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/!5270138\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: SPD-Kommunalpolitiker: &ldquo;Meine Partei spielt der AfD in die Karten&rdquo;<\/strong><br>\nDrei SPD-Ortsvereine in Essen planten eine Aktion gegen die Verteilung von Fl&uuml;chtlingen. Damit konterkarierten sie den Kurs von Parteichef Gabriel. Was ist da los? Nachgefragt beim Essener SPD-Mann Guido Reil. [&hellip;]<br>\nReil: Im Stadtteil Karnap leben momentan 600 Fl&uuml;chtlinge in einer Zeltstadt, davon sind 90 Prozent junge M&auml;nner. Facharbeiter und &Auml;rzte sehe ich darunter nicht. Wir haben schon jetzt einen Migrationsanteil von 40 Prozent. Und nun sieht es danach aus, dass bei der langfristigen Unterbringung der wohlhabende Essener S&uuml;den deutlich weniger Fl&uuml;chtlinge aufnehmen muss als der Norden. So kann Integration nicht funktionieren, und das regt die Leute hier auf.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Wovor haben Sie Angst?<br>\nReil: Ich f&uuml;hle mich zunehmend ohnm&auml;chtig angesichts dieser Entwicklung. Und frage mich, wie wir das schaffen sollen mit der Integration. Ich bin doch kein schlechter Mensch, wenn ich mir dar&uuml;ber Gedanken mache.<br>\nSPIEGEL ONLINE: In Ihrer Partei sieht man das offensichtlich anders.<br>\nReil: Wer ist denn meine Partei? Die SPD-F&uuml;hrung im Bund und den L&auml;ndern spricht doch &ouml;ffentlich fast nur noch in Parolen, ohne jede Substanz. Ich kriege so viel Zustimmung von Genossen aus ganz Deutschland, das k&ouml;nnen Sie sich gar nicht vorstellen. Und nat&uuml;rlich kommen nun ganz viele Rechte, die sich da dranh&auml;ngen wollen. Mit denen will ich nichts zu tun haben. Aber in Wahrheit spielt doch auch meine Partei der AfD und wie sie alle hei&szlig;en in die Karten.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Inwiefern?<br>\nReil: Wenn wir die konkreten Probleme in der Fl&uuml;chtlingspolitik nicht ansprechen, treibt das auch unsere W&auml;hler zu den Populisten mit den einfachen Antworten. Und wenn es einer wie ich mal wagt, geht die F&uuml;hrung sofort auf Distanz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/guido-reil-spd-spielt-der-afd-in-die-karten-a-1074002.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Autonomie gefordert! &Uuml;ber ein schwieriges Prinzip der Demokratie<\/strong><br>\n&hellip;Die damit verbundene Zur&uuml;ckdr&auml;ngung von Gewalt aus dem &ouml;ffentlichen Bewusstsein hat weitreichende kulturelle Konsequenzen. Auch wenn die Medien jeden Abend das Gegenteil eines sinkenden Gewaltniveaus suggerieren, zeigt doch die in reichen Demokratien rasant gestiegene Lebenserwartung (die etwa einer Verdoppelung in einem Zeitraum von nur 100 Jahren entspricht), dass Freiheit und Sicherheit keineswegs Gegens&auml;tze sind, sondern einander gegenseitig voraussetzen und st&auml;rken.<br>\nSchon allein deshalb sollte man allen Politikern und Vertretern von Sicherheitsorganen, die Freiheitsrechte zugunsten von angeblich gr&ouml;&szlig;erer Sicherheit einzuschr&auml;nken beabsichtigen, entschiedenen Widerstand entgegensetzen. &hellip;<br>\nMan k&ouml;nnte die Aufz&auml;hlung existenzieller Bedrohungen fr&uuml;herer Generationen noch eine Weile fortsetzen. Halten wir stattdessen fest, dass unsere Vorfahren verglichen mit uns in einer extremen Lebensunsicherheit mit &auml;u&szlig;erst geringen individuellen Freiheitsspielr&auml;umen lebten. Die Etablierung von Rechtsstaaten mit demokratischen und freiheitlichen Verfassungen war aber weder ein historischer Zufall noch eine historische Zwangsl&auml;ufigkeit, sondern ein m&uuml;hevoll und unter gro&szlig;en Opfern erk&auml;mpfter und immer fragiler Zustand&hellip;.<br>\nAutonomie und Freiheit sind zivilisatorische Errungenschaften, die niemals sicher sind. Was gegenw&auml;rtig durch die allgegenw&auml;rtigen Datensammlungen und &Uuml;berwachungstechnologien geschieht, ist eine radikale Infragestellung unserer Autonomie und damit eine antidemokratische, ja, antizivilisatorische Entwicklung. Was man daf&uuml;r angeboten bekommt, ist ein bisschen Bequemlichkeit, als h&auml;tte es gerade daran bislang in den reichen Gesellschaften gefehlt. Diese Dimension des Antizivilisatorischen der gegenw&auml;rtigen Entwicklung ist von den politischen Eliten noch gar nicht begriffen: Was sich hier als Umformatierung unserer Sozialverh&auml;ltnisse, als Verschwinden des Privaten herausbildet, f&uuml;hrt zur vollst&auml;ndigen Schutzlosigkeit des Individuums. Mit seiner Autonomie verliert es die Kontrolle &uuml;ber sich selbst. Die haben dann andere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/wissen\/autonomie-gefordert\/-\/id=660374\/did=16811480\/nid=660374\/dnxuv3\/index.html\">SWR2 Wissen\/Aula<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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