{"id":3063,"date":"2008-03-13T09:27:36","date_gmt":"2008-03-13T08:27:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3063"},"modified":"2008-03-13T09:27:36","modified_gmt":"2008-03-13T08:27:36","slug":"hinweise-des-tages-605","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3063","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3063&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>F&uuml;nf Jahre Agenda &ndash; Wie Kurt Beck den Traum von der neuen SPD begr&auml;bt<\/strong><br>\nDiese Woche begeht die SPD ein Jubil&auml;um, aber sie verschweigt es versch&auml;mt, anstatt sich daf&uuml;r zu feiern. An diesem Freitag wird es f&uuml;nf Jahre her sein, dass Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der im Bundestag zum Rednerpult schritt und eine Rede halten sollte, deren Inhalt bis heute mit dem Begriff der Agenda 2010 zusammengefasst wird. Es war eine ungeheuer mutige Rede, bei der auch dem politischen Gegner vor Respekt das Blut gefror.<br>\nDie Agenda 2010 war Schr&ouml;ders zweiter Versuch, die SPD zu einer Fortschrittspartei zu machen, die Fortschritt nicht mehr als Verteilung von mehr und mehr Umverteilung von oben nach unten begriff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,540998,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Nur wer immer noch nicht davon &uuml;berzeugt ist, dass der Spiegel ein Kampfblatt f&uuml;r die neoliberalen &bdquo;Reformen&ldquo; ist, braucht diesen Artikel zu lesen. Mit keinem einzigen Wort wird auch nur angedeutet, was und f&uuml;r wen dieser &bdquo;Fortschritt&ldquo; etwas gebracht hat. Entlarvend ist, der Satz wonach &bdquo;Fortschritt nicht mehr als Verteilung von mehr und mehr Umverteilung von oben nach unten&ldquo; begriffen worden sei. Hat nicht schon Kohl gerade umgekehrt von unten nach oben umverteilt und wurde nicht durch die Agenda die Umverteilung von unten und sogar auch noch von der Mitte nach oben dramatisch beschleunigt. Das soll also Fortschritt sein, das soll F&uuml;hrung hei&szlig;en, F&uuml;hrung, die &bdquo;eine Masse von Menschen dorthin&ldquo; bekommt, &ldquo;wo diese nicht hin will, aber hinkommen muss&ldquo;, so Christoph Schwennicke. Nimmt es wunder, dass die Masse es nicht als Fortschritt versteht, dass nur ihr in die Tasche gegriffen wird und die Spitzengeh&auml;lter und die Gewinne explodieren. Nimmt es Wunder, dass die Masse es nicht einsieht, dass sie &uuml;ber die Mehrwertsteuer die Unternehmensteuersenkungen refinanzieren soll. Nimmt es Wunder, dass die Masse der Arbeitnehmer, reale Lohnverluste hat und die Spitzenverdiener den Hals nicht voll genug bekommen k&ouml;nnen. Nimmt es daher Wunder, dass die SPD keinen Grund zum feiern sieht, eine solche Feier w&uuml;rde bei der &uuml;berwiegenden Mehrheit der Bev&ouml;lkerung im besten Fall Hohngel&auml;chter ausl&ouml;sen.<\/em><\/p>\n<p>Schwennickes ist begeistert von einem Kult der &bdquo;H&auml;rte&ldquo; und von einem autorit&auml;ren undemokratischen F&uuml;hrungsstil, alles andere ist f&uuml;r ihn &bdquo;traditionell&ldquo; sozialdemokratisches Wohlgef&uuml;hl. Er ist wohl der Meinung, die Deutschen seien ein Volk von Masochisten, die H&auml;rte brauchen und die bei Wasser und Brot Gl&uuml;cksgef&uuml;hle empfinden. Das ist typisch f&uuml;r den Spiegel-Journalismus, wenn man auf der anderen Seite steht und vom Balkon dem Volk mit Schampus zuprostet. Typisch Spiegel eben.<\/p><\/li>\n<li><strong>Wer wenig verdient, zahlt drauf<\/strong><br>\nDurchschnitts- und Geringverdiener in Deutschland haben von den Steuer- und Abgabensenkungen der letzten Jahre kaum oder gar nicht profitiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Organisation f&uuml;r Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Alleinerziehende mit geringen L&ouml;hnen zahlen sogar mehr als fr&uuml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/445\/162991\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Typisch f&uuml;r die Wirtschafsorganisation ist, dass mal wieder die &Auml;pfel (die L&auml;nder ohne oder geringer gesetzlicher sozialer Absicherung) mit Birnen (L&auml;nder mit h&ouml;herer gesetzlicher Absicherung) miteinander verglichen werden, und dabei nat&uuml;rlich die privaten Kosten etwa f&uuml;r die Alters- oder Gesundheitsvorsorge nicht einberechnet werden. Daher erkl&auml;rt sich der hohe Betrag der Steuer- und Abgabenbelastung f&uuml;r Deutschland. Bei der Abgabenbelastung sehen Eurostat und das Statistische Bundesamt im &Uuml;brigen bei den per Gesetz vorgeschriebenen &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; erst <a href=\"?p=2101\">auf Platz 17 unter den 27 EU-L&auml;ndern<\/a> Die OECD wundert sich, &bdquo;dass trotz der hohen Belastung durchschnittlicher Arbeitseinkommen in Deutschland die Gesamteinnahmen des Staates aus Steuern und Sozialversicherungsbeitr&auml;gen vergleichsweise gering sind. Die Antwort ergibt sich aus den genannten Zahlen selbst: Obwohl die unteren Einkommen steuerlich eher belastet worden sind, zahlen sie eben gerade wegen ihres geringen Einkommens relativ wenig Steuern und wegen des Zur&uuml;ckbleibens der L&ouml;hne innerhalb der OECD eben auch vergleichsweise geringe Sozialbeitr&auml;ge.<\/em><\/p>\n<p>Leider ist in der Online Ausgabe der SZ die Grafik aus der Printausgabe nicht abgebildet. Daraus ist ersichtlich, dass Deutschland das einzige Land ist, in dem die Geringverdiener (mit 33 bis 67 % des Durchschnittseinkommens) belastet, w&auml;hrend alle anderen und vor allem die Spitzenverdiener (150 &ndash; 200 % des Durchschnittseinkommens) mit am st&auml;rksten entlastet wurden.<\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wer tr&auml;gt die Last der Staatsfinanzen<\/strong><br>\nDie OECD sieht Einkommensschwache benachteiligt, arbeitgebernahe Forscher machen eine Gegenrechnung auf<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1302820&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">Fr-Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Hallo, Hallo Franfurter Rundschau, schon einmal etwas vom gesamten Steueraufkommen geh&ouml;rt, schon einmal &uuml;berlegt, welchen Anteil die Einkommenssteuer daran hat? 2006 machten die Umsatz- und Verbrauchssteuern sowie die Mineral&ouml;l- bzw. Energiesteuer ca. 43% des gesamten Aufkommens aus, d.h. die Masseneinkommen, inklusive L&ouml;hne, waren mit ca. 70% am Steueraufkommen beteiligt. Und wir wollen doch nicht vergessen, dass 2004 das oberste Drittel der Haushalte sch&auml;tzungsweise 80% des gesamten Markteinkommens auf sich vereinten (DIW 2007). Ganz zu schweigen davon, dass in der Verm&ouml;gensverteilung die unteren 50% der Haushalte nur &uuml;ber einen Anteil von 4% des deutschen Gesamtverm&ouml;gens verf&uuml;gen.<br>\nDie FR sollte schon etwas st&auml;rker reflektieren, was das Institut der der deutschen Wirtschaft suggerieren will.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Verliebt in die Krise<\/strong><br>\nKurt Beck will die SPD in die Zukunft f&uuml;hren, indem er sie mit der rot-gr&uuml;nen Vergangenheit vers&ouml;hnt. Aber nur der Mindestlohn wird daf&uuml;r nicht ausreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F03%2F13%2Fa0137&amp;src=GI&amp;cHash=5e3cdde99d&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Umfragedebakel: SPD in der Krise &ndash; Beck zieht Partei nach unten<\/strong><br>\nEine &ldquo;Operation am offenen Herzen&rdquo; nennen f&uuml;hrende SPD-Genossen den verungl&uuml;ckten Schwenk nach links. Jetzt verordnet sich die Partei Ruhe und hofft auf rasche Genesung &ndash; doch das wird kaum klappen, Umfragen zeigen: Die Sozialdemokraten rutschen immer tiefer in die Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,541048,00.html\">SPIEGEL-ONLINE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg:<\/strong> Der Grund f&uuml;r den Umfragetief ist f&uuml;r Wittrock klar:<br>\n&ldquo;&hellip;die Folgen der &ldquo;Operation am offenen Herzen&rdquo;, wie Thomas Oppermann, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der SPD-Bundestagsfraktion, den Vorstandsbeschluss zum Umgang mit der Linkspartei heute bezeichnete, werden die Partei und ihren gerade erst von einer schweren Grippe genesenen Vorsitzenden Kurt Beck wohl noch lange schw&auml;chen. Ein gutes Ergebnis bei der n&auml;chsten Bundestagswahl ist in weite Ferne ger&uuml;ckt.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Auf die Aussage von SPD Fraktionschef Peter Struck, &ldquo;F&uuml;r den Bund gelte: &ldquo;Wir bleiben bei unserem Nein zu einer irgendwie gearteten Zusammenarbeit.&rdquo; &ldquo;, meint Wittrock:<br>\n&ldquo;Warum der W&auml;hler den Sozialdemokraten in diesem Punkt allerdings trauen sollte, diese Frage m&uuml;ssen sich die Sozialdemokraten angesichts des dramatischen Glaubw&uuml;rdigkeitsverlustes derzeit immer wieder gefallen lassen. Zu schwer wiegen die Wortbruch-Vorw&uuml;rfe aus der Union mit Blick auf Hessen, wo erst die standhafte SPD-Abgeordnete Dagmar Metzger die Wahl Andrea Ypsilantis mit Hilfe der Linken schon im Vorfeld stoppte.&rdquo;<br>\n<br>\nAlso die M&auml;r wird weiter erz&auml;hlt, es gebe einen Linksruck in der SPD, und verliere deshalb die W&auml;hlergunst. Auf die Idee, dass es nicht der vermeintliche Linksruck ist, sondern der vorangegangene Rechtsruck, kommt er nicht.<br>\nWieder ein Beleg, dass George Orwell Recht hatte.<\/p><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Wenn Finanzm&auml;rkte verschwinden<\/strong><br>\nDie globale Finanzkrise steht in voller Bl&uuml;te. Die westlichen Notenbanken, allen voran die amerikanische Fed, versuchen mit aller Gewalt wenigstens die Liquidit&auml;t an den M&auml;rkten aufrecht zu erhalten. Binnen dreier Bankarbeitstage hat die Fed den Banken 300 Milliarden Dollar Liquidit&auml;tshilfen gew&auml;hrt und damit die Aktienm&auml;rkte kurz begl&uuml;ckt.\n<p>Warum? Weil die die Banken und Broker l&auml;ngst nicht mehr f&uuml;r liquide Finanzm&auml;rkte sorgen k&ouml;nnen. Sie sind mit einem Bein insolvent und meiden jegliches Risiko. Und fallen so mit ihrer vornehmsten Funktion aus. Die Banken versuchen nur noch ihre Bilanzen zu retten. Deshalb bleibt dem Staat gar nichts anderes &uuml;brig, als massiv ins Geschehen einzugreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1302837\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Rechtsexperten: Tarifgest&uuml;tzte Mindestl&ouml;hne verfassungs- und europarechtlich unproblematisch<\/strong><br>\nVerfassungs- und europarechtlich ist die Einf&uuml;hrung von tarifgest&uuml;tzten Mindestl&ouml;hnen durch eine Ausweitung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes auf weitere Branchen unproblematisch. Das gilt auch f&uuml;r Branchen, in denen mehrere Tarifvertr&auml;ge existieren, wenn bestimmte Voraussetzungen erf&uuml;llt werden. Zu diesem Ergebnis kommen namhafte Rechtswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in mehreren aktuellen Gutachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-9BEADE00\/hbs\/hs.xsl\/320_90292.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>670 Tarifvertr&auml;ge unter Mindestlohn abgeschlossen<\/strong><br>\nDie Gewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) haben rund 670 Fl&auml;chen- und Haustarifvertr&auml;ge abgeschlossen, die Einstiegsl&ouml;hne von weniger als 6 Euro vorsehen. Dies geht aus einer Erhebung der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) hervor. Der CGM-Bundesvorsitzende Reinhardt Schiller kritisierte, dass der DGB gleichzeitig einen f&uuml;r alle Branchen geltenden gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 Euro fordere. Der DGB verlange damit &bdquo;in sozialistischer Manier&ldquo; vom Staat die Durchsetzung von Lohnuntergrenzen, um eigene Fehler zu kaschieren. &bdquo;Damit wird die bisher so hochgesch&auml;tzte Tarifautonomie aufgegeben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~EE75E447C4FD84835936A19E5C714AC70~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Auf die Idee, dass diese Tarifvertr&auml;ge zeigen, wie geschw&auml;cht die Gewerkschaften sind, kommen die FAZ und ihr Stichwortgeber, die Spaltergewerkschaft CGM, nat&uuml;rlich nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>F&uuml;nf Jahre danach: Gute Noten f&uuml;r Agenda 2010 <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/13\/0,3672,7168525,00.html\">ZDF heute<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines unserer Leser:<\/strong> Gestern konnte man im Heute Journal wieder einmal die mehr oder weniger unreflektierte Berichterstattung &uuml;ber die Ma&szlig;nahmen der Politik der letzten Jahre in Bezug auf den Arbeitsmarkt auf Basis der k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten DWI-Studie &ldquo;bewundern&rdquo;. Die &uuml;blichen Argumente wurden angef&uuml;hrt ohne auf andere, vorhandene Gr&uuml;nde oder Faktoren hinzuweisen. Zum Ende des Berichts wurde dann zwar die Entstehung bzw. Ausweitung des Niedriglohnsektors eingegangen, die Folgen vor allem in Form von zunehmender Altersarmut erw&auml;hnt und auch exemplarisch ein Fall geschildert, aber au&szlig;er einem &ldquo;Viel Gl&uuml;ck f&uuml;r die beiden [ein betroffenes Ehepaar]&rdquo; gab es keinen weiteren Kommentar oder gar mahnende Worte an die Politik, obwohl es ja um die Auswirkungen der Agenda 2010 ging und dies eindeutig eine (gewollte) davon ist.<\/em><\/p>\n<p>Auch auf die damalige Ank&uuml;ndigung Gerhard Schr&ouml;ders, dass diese Ma&szlig;nahmen deshalb n&ouml;tig w&auml;ren, weil sonst Deutschland im\/vom internationalen Wettbewerb in genau die Situation gebracht werden w&uuml;rde, die durch die Agenda 2010 entstanden ist, die laut Schr&ouml;der von dieser aber verhindert werden sollte, wurde nicht eingegangen.<br>\nEbenso wurden selbstredend alle Kennzahlen der Entwicklung der letzten Jahre der Agenda 2010 auf die Fahne geschrieben, wie die Abnahme der Arbeitslosenzahlen vor allem bei &uuml;ber 50-j&auml;hrigen und die generell geringere Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Aufschwung 1999-2001. Mit keinem Wort wurde die geringere Zahl an Arbeitssuchenden durch die Verrentung geburtenstarker Jahrg&auml;nge, die Zwangsverrentung nach der 58er-Regel, die generelle Abnahme an Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe EU weit oder gar die massive Zunahme an Leistungsempf&auml;ngern erw&auml;hnt, die mittlerweile, sieht man sich die Zahlen der letzten Monate an, soweit ist, dass auf jeden Arbeitslosen weniger zwei Bezieher von Transfergeldern mehr dazu kommen. Die Einlassungen von Peter Bofinger waren zwar korrekt, aber kurz und wurden von einem Vertreter der Arbeitsagentur selbstredend abgeb&uuml;gelt. Bez&uuml;glich der Richtung dieser vollkommen falschen Ideologie, ihrer Ma&szlig;nahmen und dem Fehlen jeglicher Konjunktur- und Finanzpolitischen Komponenten braucht man sich nur das Schlusswort des DIW-Chefs ansehen:<\/p>\n<p>&ldquo;Als wichtigste Komponente der Agenda-Reformen sieht er die Kombination aus &ldquo;f&ouml;rdern und fordern&rdquo;. Gerade, dass man den Arbeitslosen mehr abverlange, habe zu mehr Besch&auml;ftigung gef&uuml;hrt, so Zimmermann: &ldquo;Die Bereitschaft, Arbeit aufzunehmen ist heute viel gr&ouml;&szlig;er als sie vorher war&rdquo;, sagte er dem ZDF.&rdquo;<br>\nAll dies wird unkritisch und unkommentiert &uuml;bernommen, wie man dies seit Jahren in unserer medial gelenkten Demokratie kennt.<br>\nH&ouml;hepunkt dieser journalistischen Farce ohne kritisches Hinterfragen waren dann Antworten von drei oder vier Arbeitslosen vor den Geb&auml;uden ihrer ArGen, die alle voll des Lobes bez&uuml;glich der Reformen waren.<\/p>\n<p>Angesichts dieses unkritischen Journalismus kann man wirklich nur noch den Kopf sch&uuml;tteln, was aber wohl leider ohne Wirkung bleiben wird.<\/p><\/li>\n<li><strong>Ymos verh&auml;ngt Renten-Stopp<\/strong><br>\nAuszahlung der Betriebsrenten zum 1. M&auml;rz eingestellt &ndash; IG Metall will klagen Betriebsrentner der Ymos AG bekommen seit dem 1. M&auml;rz kein Geld mehr von ihrer ehemaligen Firma. Das b&ouml;rsennotierte Unternehmen mit Sitz in Obertshausen bei Offenbach hat die Auszahlung der Betriebsrenten gestoppt. Zur Begr&uuml;ndung sagte Vorstand Wilfried H&uuml;ge: &raquo;Es gibt keine wirksame Rechtsgrundlage f&uuml;r die Zahlung von Betriebsrenten.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.main-netz.de\/main-echo\/nachrichten\/ausderregion\/\">Mainpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Hintergrund: Verkauf des Werkes nach Gro&szlig;britannien, dann Schlie&szlig;ung, und jetzt das. So &bdquo;sicher&ldquo; sind Betriebsrenten. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Riester in den B&ouml;rsennachrichten<\/strong><br>\nHier ein Hinweis eines unserer Leser:<br>\nKaum lief der auch von Ihnen erw&auml;hnte (und mit Ihrer Mitwirkung erstellte )  Beitrag  &ldquo;Rentenangst&rdquo; in der ARD, bekam heute Abend (12.3.) zur besten Sendezeit kurz vor der Tagesschau um 20 Uhr Herr &ldquo;Bundesminister a.D.&rdquo; (so die Unterzeile) Riester im Rahmen der B&ouml;rsennachrichten einen im direkten Zusammenhang vollkommen unmotivierten mehrmin&uuml;tigen Auftritt, der ihm &ndash; als Interview &ldquo;getarnt&rdquo; &ndash; beste Gelegenheit gab, seine &ldquo;Riesterei&rdquo; zu rechtfertigen und daf&uuml;r zu werben, unterst&uuml;tzt von entsprechender grafischer Darstellung. Angesichts der Tatsache, dass auch in den &ouml;ffentlich-rechtlichen mehr als genug das Lob der &ldquo;Privatvorsorge&rdquo; besungen wird und dem vom gleichen Sender am So. gezeigten Beitrag (s.o.), in meinen Augen ein Skandal. Wer wohl f&uuml;r diesen Auftritt gesorgt hat?<\/li>\n<li><strong>Hannover R&uuml;ck schafft Rekordergebnis vor allem durch die wachsenden Altersvorsoge <\/strong><br>\nDer Versicherer Hannover R&uuml;ck hat 2007 den h&ouml;chsten Gewinn seiner Unternehmensgeschichte erzielt. Die Hannover R&uuml;ck habe ihr operatives Ergebnis gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 14,6 Prozent auf 940 Mio. Euro gesteigert. Auch im internationalen Vergleich hat der weltweit viertgr&ouml;&szlig;te R&uuml;ckversicherer gepunktet.<br>\nGetrieben wird das globale R&uuml;ckversicherungsgesch&auml;ft von der wachsenden Altersvorsorge. Hannover R&uuml;ck berichtete von gl&auml;nzenden Ergebnissen in der Sparte Personen-R&uuml;ckversicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/329955.html?nv=cd-topnews\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Privatisierung der Deutschen Bahn AG &ndash; Behauptungen f&uuml;r und Argumente gegen den B&ouml;rsengang <\/strong><br>\nIm Folgenden werden den Behauptungen der Bef&uuml;rworter eines Bahnb&ouml;rsengangs die Argumente, die gegen die Privatisierung sprechen, gegen&uuml;bergestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bahn-fuer-alle.de\/pages\/argumente\/faq.php\">B&uuml;ndnis Bahn f&uuml;r Alle<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Niedergang des deutschen Mittelstandes<\/strong><br>\nDeutschlands Journalisten haben eine Schere im Kopf. Um nicht als Globalisierungsgegner zu gelten, nehmen sie den Niedergang des Mittelstandes als unab&auml;nderliche Folge der Globalisierung hin. Das gef&auml;hrdet auch unseren Wohlstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blick.ch\/news\/wirtschaft\/vontobel\/der-niedergang-des-deutschen-mittelstandes-85526\">Blick<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie immer lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD-Linke warnt vor Machtkampf<\/strong><br>\nDer Sprecher der SPD-Linken, Bj&ouml;rn B&ouml;hning, hat seine Partei davor gewarnt, im Streit um das Verh&auml;ltnis zur Linken die Autorit&auml;t von Parteichef Kurt Beck in Frage zu stellen. &bdquo;Die SPD sollte aus einer Sachfrage, dass n&auml;mlich die L&auml;nder &uuml;ber eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei entscheiden, jetzt nicht eine Machtfrage machen&ldquo;, sagte B&ouml;hning in einem Interview mit der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung FREITAG, die am 14. M&auml;rz erscheint.\n<p>Zun&auml;chst m&uuml;sse die SPD ihren politischen Kurs kl&auml;ren, &bdquo;dann k&ouml;nnen wir daf&uuml;r auch die Personen ausw&auml;hlen&ldquo;, so B&ouml;hning. Beck habe f&uuml;r die Kanzlerkandidatur &bdquo;das erste Vorschlagsrecht&ldquo;. Dem SPD-Vorsitzenden war zuletzt auch in seiner eigenen Partei die Bef&auml;higung abgesprochen worden, die Sozialdemokraten in den Wahlkampf 2009 zu f&uuml;hren. Es gebe in der SPD &bdquo;kein Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, wenn Beschl&uuml;sse einerseits mitgetragen werden, andererseits dann aber Kritik daran &uuml;ber die Medien kommt&ldquo;, so B&ouml;hning.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/11\/08110701.php\">Freitag<\/a><\/p>\n<p><strong>Anmerkung AM: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Der ehemalige Juso-Vorsitzende und Sprecher der Linken in der SPD wird sich noch wundern &uuml;ber die Positionierung von Kurt Beck. Soll er doch nur mal den Rundbrief Becks an die SPD-Ortsvereine von heute lesen (Siehe NachDenkSeiten von heute).<\/em><\/li>\n<li><em>Wie durch so viel Unterw&uuml;rfigkeit die Position der Linken in der SPD gest&auml;rkt werden soll, bleibt B&ouml;hnings Geheimnis.<\/em><\/li>\n<li><em>Mit der Abgrenzung zur Linken in der Au&szlig;enpolitik, die auch B&ouml;hning nachspricht, macht die SPD ihre eigene Irak-Politik vom Sommer 2002 nachtr&auml;glich doppelt unglaubw&uuml;rdig. Doppelt deshalb, weil inzwischen ja durchsickerte, dass wir im Stillen kr&auml;ftig beteiligt waren.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Trigema-Chef fordert Mindestlohn wirft Unternehmern Ausbeutung vor<\/strong><br>\nDer Eigent&uuml;mer des Textilherstellers Trigema, Wolfgang Grupp, hat sich f&uuml;r die Einf&uuml;hrung von Mindestl&ouml;hnen ausgesprochen. Wenn Unternehmer &uuml;ber einen Mindestlohn gezwungen werden m&uuml;ssten, einen gerechten Lohn zu zahlen, sei der Mitarbeiter davor offensichtlich ausgebeutet worden, sagte Grupp.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/752595\/\">Deutschlandradio Kultur (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2008\/03\/12\/drk_20080312_0650_c4e9790e.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Podcast)<\/a><\/li>\n<li><strong>TV-Doku: Der Gesetzlichen Rentenversicherung werden systematisch die Beine weggehauen<\/strong><br>\nDie wirklichen Skandale und Ungeheuerlichkeiten hierzulande werden allzu gerne &uuml;bersehen, ja: verschwiegen. Noch dann sogar, wenn deren sp&auml;tere, jetzt schon absehbaren, Auswirkungen, derma&szlig;en einschneidend sein werden, dass es bei vielen von uns ans Eingemachte &ndash; so man dann dazu kam, etwas einzumachen &ndash; gehen d&uuml;rfte. Stichwort: Altersarmut. Selbst die dem so genannten Mainstream verpflichtete Presse-Organe, welche bald jede Woche irgendeine neue Sau durchs Dorf treiben, schweigt dar&uuml;ber still. Beispielsweise &uuml;ber den Skandal, dass allm&auml;hlich und durchaus bewu&szlig;t die Gesetzliche Rentenversicherung in Scherben geschlagen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.readers-edition.de\/2008\/03\/11\/tv-doku-der-gesetzlichen-rentenversicherung-werden-systematisch-die-beine-weggehauen\">Readers Edition<\/a><\/li>\n<li><strong>INSM-F&ouml;rderverein machte es m&ouml;glich:Lothar Sp&auml;th &uuml;bernimmt Hauptschul-Patenschaft <\/strong><br>\nDie Aula der Gustav-Werner-Schule war bis auf den letzten Platz gef&uuml;llt. B&uuml;rgermeisterin Silke H&ouml;flinger, zahlreiche Firmenvertreter aus der Region sowie Eltern und Lehrer waren gekommen, um mit den Sch&uuml;lern der 8. und 9. Klassen sowie Lothar Sp&auml;th &uuml;ber das Thema Berufe und Ausbildungsmarkt zu diskutieren. Sp&auml;th reiste im Rahmen des FOCUS-SCHULE-Projekts &ldquo;Stars f&uuml;r die Schule&rdquo; und mit Unterst&uuml;tzung des &ldquo;F&ouml;rderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft e.V.&rdquo; am Montagabend in den baden-w&uuml;rttembergischen Ort Walddorfh&auml;slach. F&uuml;r ein Jahr ist er Pate der Hauptschule.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/Foerderverein\/INSM-Foerderverein_macht_s_moeglich__Lothar_Spaeth_uebernimmt_Hauptschul-Patenschaft.html;jsessionid=F2541FBE047FACC73FCF2D441D65045F\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/a>\n<p>Erhards Erben werben f&uuml;r die Vorteile der Marktwirtschaft <\/p>\n<p>Eine Reihe von Organisationen und wissenschaftlichen Initiativen wirbt f&uuml;r die Vorteile der Marktwirtschaft. Nicht alle sind wirklich erfolgreich.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/erhards-erben-werben-fuer-die-vorteile-der-marktwirtschaft-268672\/print\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Aufstellung ist nur interessant, um auf personelle &Uuml;berschneidungen aufmerksam zu machen. Da die Wirtschaftswoche hier und da kooperiert, ist ein kritischer Bericht nat&uuml;rlich nicht zu erwarten.<\/em><\/p>\n<p>Fundst&uuml;ck von LobbyControl<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3063","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3063","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3063"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3063\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3063"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3063"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3063"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}