{"id":3065,"date":"2008-03-14T09:34:07","date_gmt":"2008-03-14T08:34:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3065"},"modified":"2008-03-14T12:39:11","modified_gmt":"2008-03-14T11:39:11","slug":"hinweise-des-tages-606","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3065","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3065&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Leipziger Buchmesse: B&uuml;cher gegen die Verbl&ouml;dung<\/strong><br>\nDer Durchgriff der &Ouml;konomie auf Geist hat einen Grad erreicht, der nicht mehr feierlich ist und deshalb in etlichen Sachb&uuml;chern, die jetzt im Leipziger Gespr&auml;ch sind, einer &auml;tzenden oder klinischen Kritik unterzogen wird, je nach Temperament. Das Menetekel, das in Leipzig an die Wand gemalt wird, liest sich so: Die Gewerbe von Information und Bildung &ndash; repr&auml;sentiert in Zeitungskonzernen, Buchverlagen, Schulgeb&auml;uden &ndash; scheitern als Widerstandsm&auml;chte, werden prostitutiv, verschimmeln als Agenturen der Aufkl&auml;rung, wo sie ihre Inhalte willf&auml;hrig mit Klicks und Quote und Arbeitsmarkt verrechnen. Den Geist nicht auf den Hund kommen zu lassen hei&szlig;t hier: den Geist nicht Leuten ausliefern, denen f&uuml;r die Bewertung kultureller Produkte keine anderen Kriterien zu Gebote stehen als jene, die sie aus der Produktion von Staubsaugern, Gl&uuml;hlampen oder Schrauben kennen, aus OECD-Papieren zur internationalen Wettbewerbf&auml;higkeit oder aus dem Ressort Bildung (!) der Deutschen Industrie- und Handelskammer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360\/Doc~EAE0781C5607E4034A0EFA841EB457F96~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Tunnelblick auf die Beitragss&auml;tze&rdquo;<\/strong><br>\nDGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach zum Jubil&auml;um der Agenda 2010 und zum geplanten Gesundheitsfonds.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?sid=52a068aec16804be2a9763cad4de40e3&amp;em_cnt=1302819\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &bdquo;Die Privatisierung des sozialen Schutzes ist falsch&ldquo; sagt Frau Buntenbach richtigerweise. Allein, der DGB <a href=\"http:\/\/www.das-rentenplus.de\/index.html\">beteiligt sich daran<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Das RentenPlus des DGB ist eine Riester-Rente zum g&uuml;nstigen Sondertarif exklusiv f&uuml;r Gewerkschaftsmitglieder und deren Angeh&ouml;rige ohne betriebliche Altersvorsorge. Hierf&uuml;r haben wir namhafte Unternehmen gewinnen k&ouml;nnen. Die Vorteile von Das RentenPlus sind<\/p>\n<ul>\n<li>eine hohe garantierte Rente,<\/li>\n<li>eine hohe staatliche F&ouml;rderung,<\/li>\n<li>g&uuml;nstige Sondertarife,<\/li>\n<li>und eine gute Beratung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&Uuml;berzeugen Sie sich selbst!<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Trotz des starken Euros: Exporte erstmals &uuml;ber Billionen-Marke<\/strong><br>\nDie deutschen Exporte werden trotz des H&ouml;henflugs des Euros und nachlassender Dynamik in diesem Jahr erstmals die Marke von einer Billion Euro &uuml;berschreiten. Der Bundesverband des Deutschen Gro&szlig;- und Au&szlig;enhandels (BGA) erwartet f&uuml;r 2008 ein Plus von f&uuml;nf Prozent auf 1017,5 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1302648\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Abw&auml;rtstendenz beim Nettoeinkommen hat sich seit 2005 verst&auml;rkt<\/strong><br>\nDie Bundesregierung musste bei der Beantwortung einer Kleinen Anfrage der FDP unangenehme Zahlen mitteilen: Die deutschen Durchschnittsverdiener werden immer &auml;rmer. Auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zum Thema der &ldquo;kalten Progression&rdquo;, die in den n&auml;chsten Jahren aus den Taschen der Normalverdienen dem Staat Milliarden an zus&auml;tzlichen Steuereinnahmen sp&uuml;len wird, antwortete die Bundesregierung m&ouml;glichst knapp, dass seit 2005 das Jahresnettoeinkommen bei ledigen und verheirateten Durchschnittsverdienern noch st&auml;rker als zuvor zur&uuml;ckgegangen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/27\/27492\/1.html\">Heise online<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2008\/2008_078\/03.html\"><em>Siehe auch regierungsamtlich<\/em><\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Rentenblicker: Material f&uuml;r den Schulunterricht<\/strong><br>\nDer &bdquo;Rentenblicker&ldquo; will jungen Menschen die M&ouml;glichkeit geben, sich fr&uuml;hzeitig mit der Altersvorsorge zu besch&auml;ftigen. Hinter der Initiative steht die gesetzliche Rentenversicherung. Sie garantiert als &ouml;ffentlich-rechtliche Institution ein neutrales und unabh&auml;ngiges Bildungsangebot.<br>\nEin wichtiges Element der Initiative ist unser Unterrichtsangebot. Es besteht aus Sch&uuml;ler- und Lehrermaterialien zum Thema Altersvorsorge, die wir f&uuml;r Sie erstellt haben. Sie enthalten Ideen, Anleitungen und Informationen f&uuml;r den Unterricht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.rentenblicker.de\/index.php?id=226\">Rentenblicker<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Selbst wer die Unterrichtskonzepte f&uuml;r Lehrer\/innen und Sch&uuml;lerinnen aus Zeitgr&uuml;nden nur oberfl&auml;chlich durchschaut, bekommt den Eindruck, es mit einer Auftragsarbeit der Finanz- und Versicherungsbranche zu tun zu haben. Aber der &bdquo;Rentenklicker&ldquo; ist ein Internetportal der Deutschen Rentenversicherung Bund. Einige der Themenbereiche in den Unterrichtsprospekten sind:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Wie funktioniert die Rentenversicherung?<\/em><\/li>\n<li><em>Wieviel Rente bekomme ich sp&auml;ter?<\/em><\/li>\n<li><em>Warum ver&auml;ndert sich das Rentensystem?<\/em><\/li>\n<li><em>Wie kann ich zus&auml;tzlich vorsorgen?<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Und es kommt noch toller:<\/strong> In der Rubrik &bdquo;Tipps und Tricks f&uuml;r Sch&uuml;lerzeitungsmacher&ldquo; ist u.a. ein Link f&uuml;r die Seite &bdquo;Zukunft klipp und klar&ldquo; aufgef&uuml;hrt, welche vom Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV e.V. betrieben wird. Auch dort gibt es Unterrichtsmaterial, welches mit der Qualit&auml;tsmarke von der Gesellschaft f&uuml;r P&auml;dagogik und Information e. V. (GPI) ausgezeichnet ist. &bdquo;Das Medienpaket zum Thema soziale Sicherung und private Vorsorge besteht aus Lehrer- und Sch&uuml;lermagazinen &hellip;&ldquo;<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.rentenblicker.de\/index.php?id=223\">Rentenblicker<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.zukunft-klippundklar.de\/unterricht\/1778.htm\">Zukunft Klipp und klar<\/a><\/p>\n<p>Schulunterricht wird f&uuml;r subversive Werbeaktionen missbraucht. Das letzte bisschen Stabilit&auml;t der gesetzlichen Rente wird mittel- bis langfristig ruiniert. Und das wird mit Steuern und (zweckentfremdeten !!!) Rentenversicherungsbeitr&auml;gen subventioniert.<br>\nAls w&uuml;rde das Schlachtvieh Werbung f&uuml;r den Schlachthof machen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Die Linksrucklegende<\/strong><br>\nHessen, Niedersachsen und jetzt Hamburg &ndash; bei allen drei Landtagswahlen zu Beginn dieses Jahres hat die regierende CDU m&auml;chtig Federn gelassen. Doch auch wenn sich die Union derzeit nicht auf den W&auml;hler verlassen kann, dann doch gewiss auf eines: die SPD. Kaum gehen die Umfragewerte der CDU ein wenig nach unten, droht der Union mit Roland Koch gar die national-konservative Fl&uuml;gelspitze abhanden zu kommen, unternimmt der sozialdemokratische Koalitionspartner alle Anstrengungen, der Partei der Kanzlerin wieder aus der Patsche zu helfen.\n<p>Und zwar durch einen v&ouml;llig &uuml;berfl&uuml;ssigen Richtungsstreit in den eigenen Reihen: Ausgel&ouml;st durch die Erfolge der Linkspartei warnen die starken Reste der Schr&ouml;der-SPD um Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck &ndash; eifrig unterst&uuml;tzt von Ex-Wirtschaftsminister und Noch-SPD-Mitglied Wolfgang Clement &ndash; vor einem &bdquo;Linksruck&ldquo; im ganzen Land und speziell in der eigenen Partei. Damit verf&auml;llt die Sozialdemokratie erneut in ihren alten Fehler: die Diskurshoheit in nacheilendem Gehorsam allein den vermeintlich &bdquo;B&uuml;rgerlichen&ldquo; und ihren Medien zu &uuml;berlassen, die nach wie vor zu einer schwarz-gelben oder schwarz-gr&uuml;nen Koalition tendieren. So warnte &bdquo;Die Zeit&ldquo;, kaum war die Hessen-Wahl geschlagen, mit Vehemenz vor den vermeintlichen Rattenf&auml;ngern Lafontaine und Gysi. &bdquo;Immer linker&ldquo; hie&szlig; der alarmistische Aufmacher, &bdquo;Ist dieser Linksruck wirklich gef&auml;hrlich?&ldquo; die dazu passende, suggestiv- rhetorische Frage.<\/p>\n<p>Tats&auml;chlich stellt der Erfolg der Linkspartei jedoch noch l&auml;ngst keinen Linksruck dar, von der beschworenen &bdquo;roten Gefahr&ldquo; ganz zu schweigen. Er ist vielmehr Ausdruck der Tatsache, dass sich die Bundesrepublik seit 1989 dramatisch von ihrer einstigen sozial&ouml;konomischen Verfasstheit entfernt hat. Die soziale Spaltung des Landes greift immer tiefer; bis weit in die Mittelschichten hinein herrschen heute Perspektivlosigkeit und schiere Angst. &bdquo;Altersarmut, das ist absehbar, wird zu einem Massenph&auml;nomen, sie ver&auml;ndert grundlegend das Gesicht des Landes und den Alltag seiner B&uuml;rger. [&hellip;] Mancher, der in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts im schicken Neubaugebiet aufgewachsen ist, wird froh sein, wenn er in den 30er Jahren des 21. Jahrhunderts nicht im Armenasyl endet.&ldquo; Diese alarmierende Prognose steht heute nicht etwa im Manuskript von Oskar Lafontaine, sondern im &bdquo;Spiegel&ldquo; &ndash; in den vergangenen Jahren alles andere als bekannt f&uuml;r sozial sensible Berichterstattung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/drucksicht.php?id=3568\">Linksnet<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Streiks gegen den Abstieg <\/strong><br>\nDie Streiks im &Ouml;ffentlichen Dienst sto&szlig;en auf R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung. Viele Arbeitnehmer profitieren nicht vom Aufschwung, haben weniger Geld im Portemonnaie als fr&uuml;her. Besonders Angeh&ouml;rige der Mittelschicht f&uuml;rchten den sozialen Abstieg &ndash; zu Recht. Prof. Gustav Horn:<br>\n&bdquo;Fallende Reall&ouml;hne in einem Aufschwung, das hatten wir noch nie. Und tats&auml;chlich ist es so, dass die St&uuml;cke am Kuchen f&uuml;r die arbeitende Bev&ouml;lkerung kleiner geworden sind, obwohl der Kuchen insgesamt gr&ouml;&szlig;er geworden ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/6\/0,1872,7167846,00.html\">Frontal 21<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Marktwirtschaft vertr&auml;gt Mindestl&ouml;hne&rdquo;<\/strong><br>\nMindestl&ouml;hne m&uuml;ssen keine Arbeitspl&auml;tze zerst&ouml;ren, sondern k&ouml;nnen sogar neue Jobs schaffen. Das gilt auch f&uuml;r Deutschland. Ein Interview mit dem Direktor des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Joachim M&ouml;ller: &bdquo;Ein Mindestlohn vernichtet nicht zwangsl&auml;ufig Arbeitspl&auml;tze &ndash; das tut er nur, wenn er zu hoch ist. Au&szlig;erdem kommt es darauf an, wie eine Mindestlohnregelung im Detail ausgestaltet wird. Ich habe kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r die geradezu ideologisch aufgeladene Stimmung gegen den Mindestlohn, wie sie manche Fachkollegen verbreiten. Wenn zum Beispiel die Unterzeichner des nun ver&ouml;ffentlichten Briefs vor einer Besch&auml;digung der marktwirtschaftlichen Ordnung warnen, entbehrt das jeder Grundlage. In den USA und in Gro&szlig;britannien gibt es Mindestl&ouml;hne. Das zeigt ganz klar, dass eine marktwirtschaftliche &Ouml;konomie Mindestl&ouml;hne ziemlich gut vertragen kann. &hellip;\n<p>Manche empirische Studien zeigen sogar, dass ein ma&szlig;voller Mindestlohn auch positive Besch&auml;ftigungseffekte haben kann. Beispielsweise k&ouml;nnen Unternehmen Stellen schneller besetzen, wenn sie einen Mindestlohn zahlen. In der internationalen Literatur wird dieser Effekt stark diskutiert. Nur in Deutschland ignoriert man ihn.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/12\/mindestlohn-moeller-interview?page=all\">ZEIT<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Man will eine Demokratie ohne &Ouml;ffentlichkeit&rdquo;: Bisky kritisiert EU-Reformvertrag<\/strong><br>\nDer Vorsitzende der Linkspartei, Lothar Bisky, hat ein Referendum &uuml;ber den EU-Reformvertrag gefordert. Es d&uuml;rfe keine Demokratie ohne &Ouml;ffentlichkeit geben. Ferner kritisierte er, dass der Vertrag eine Verpflichtung zur Aufr&uuml;stung und die M&ouml;glichkeit zur Entsendung von Truppen in Gebiete au&szlig;erhalb der EU enthalte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/753401\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Angst vor der n&auml;chsten Super-Krise <\/strong><br>\nSchock f&uuml;r die B&ouml;rsen: Der 20 Milliarden Dollar schwere US-Fonds Carlyle Capital steht vor dem Aus. Tagelange Verhandlungen mit Kreditgebern &uuml;ber eine m&ouml;gliche neue Finanzierung sind heute gescheitert. Dass der Ableger der angesehenen Carlyle Group nun pleitegehen k&ouml;nnte, sorgte bei manchem Experten nur noch f&uuml;r Ratlosigkeit. &ldquo;Kaum einer versteht wirklich noch die gesamte Geschichte rund um die Subprime-Krise&rdquo;, sagte ein Aktienh&auml;ndler in Frankfurt. &ldquo;Und dieses Nicht-Verstehen ist inzwischen Teil des Problems.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,541356,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftsweiser fordert W&auml;hrungsintervention<\/strong><br>\nPeter Bofinger verlangt wegen des Euro-Anstiegs auf &uuml;ber 1,56 $ Eingriffe der Notenbanken. Bofinger kritisiert die EZB und pl&auml;diert f&uuml;r ein neues Dollarabkommen der L&auml;nder. Andere Experten stimmen zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/:Wirtschaftsweiser%20W%E4hrungsintervention\/330441.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Beck verteidigt Schr&ouml;ders Agenda <\/strong><br>\nF&uuml;hrende Koalitionspolitiker ziehen eine positive Bilanz des eingeleiteten Reformkurses. Laut SPD-Chef Beck brachten die Reformen der Agenda 2010 &ldquo;eine Million neue Arbeitspl&auml;tze&rdquo;. Scharfe Kritik kommt hingegen von DGB-Chef Michael Sommer: Hartz IV st&uuml;rze Hunderttausende in Armut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt3m1\/deutschland\/artikel\/701\/163246\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Beck verteidigt Schr&ouml;ders Agenda. So titelt heute ( 13.3.08 ) die SZ zum f&uuml;nfj&auml;hrigen Jahrestag der Agenda  2010 &ndash; und l&auml;sst Beck im Untertitel fortfahren : &ldquo;Reform brachte eine  Million neue Arbeitspl&auml;tze&rdquo; und &ndash; DGB : Hartz IV st&uuml;rzt Hunderttausende in Armut Was ich daran &ldquo;begr&uuml;&szlig;e&rdquo; ist ,  dass nun &uuml;ber die Tatsachen und Fakten der  Agendapolitik gestritten wird &ndash; und die Million Arbeitspl&auml;tze sind ja laut  IMK und Bofinger ( in seinem Minderheitsvotum zum &ldquo;Arbeitsmarkt&rdquo; im  SVR-Gutachten 2007\/2008 ) kaum nachweisbar, sondern auf andere Einfl&uuml;sse &ndash;  n&auml;mlich den Konjunkturaufschwung , der einem boomenden Weltmarkt vor allem  zu verdanken war &ndash; zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<\/em><\/p>\n<p>Aber jenseits diesen Streites , der wohl kaum zugunsten von Beck`s  Behauptung empirisch und &ouml;konomisch ausgehen kann, sehe ich die Dramatik  der  Hartz-Reformen noch viel st&auml;rker in ihrer Wirkung auf die L&ouml;hne. Was  Gewerkschafter die &ldquo;politische Organisierung des freien Falles der L&ouml;hne&rdquo; nennen, hat seine Auswirkungen auf das ganze Sozialsystem, das an den  L&ouml;hnen  ankn&uuml;pft. Deutlich hat diesen Skandal noch einmal zuletzt das IMK in seinem  Report Nr. 27 (vom M&auml;rz 08 &ndash; S. 7)gemacht : &ldquo;Die entscheidende Rolle beim  Aufbau des Lohndruckes spielten die Arbeitsmarktreformen, die teilweise  schon in den 90-er Jahren implementiert worden waren. Ein H&ouml;hepunkt wurde  jedoch unter der rot-gr&uuml;nen Regierung mit der Agenda 2010 und den sie  begleitenden Hartz-Reformen erreicht.&rdquo;<\/p>\n<p>Und weiter zur Besch&auml;ftigungswirkung &ndash; dieser angeblichen 1 Mio. &ndash; wird  festgestellt: Auch die Besch&auml;ftigung entwickelte sich im j&uuml;ngsten  Aufschwung mit einer Zunahme von 2 Prozent nicht &uuml;berm&auml;&szlig;ig stark. Die Zahl  der Arbeitslosen ging zwar um gut 700 000 Personen zur&uuml;ck. Dies liegt  jedoch  auch daran, dass geburtenstarke Jahrg&auml;nge aus dem Erwerbsleben  ausscheiden. &ndash; Und noch einmal klar und deutlich: &ldquo;Die versprochene  Besch&auml;ftigungsdividende &ndash; Ergebnis der Hartz-Reformen &ndash; f&uuml;r Lohnmoderation und  Arbeitsmarktflexibilisierung fiel damit aus&rdquo;. Ausgebreitet haben sich  jedoch  vor allem atypische Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse. Und diese Entwicklungen setzten die L&ouml;hne f&uuml;r regul&auml;re Besch&auml;ftigung auch  weiter unter Druck. ( vgl auch B&ouml;ckler-Impuls 4\/2008 &ndash; S.3)<\/p>\n<p>Dieser Lohndruck beim &ldquo;Exportweltmeister&rdquo; Deutschland &ndash; mit all seinen  unsozialen Folgen schon hierzulande &ndash; entwickelt aber nicht nur eine  europ&auml;ische Dimension, sondern direkt auch seine Sprengkraft f&uuml;r das so  vielgepriesene &ldquo;europ&auml;ische Sozialmodell&rdquo;, denn andere L&auml;nder &ndash; nicht  zuletzt Frankreich &ldquo;m&uuml;ssen&rdquo; in diesem Wechselkreis der Lohndr&uuml;ckerei nach  unten mit einsteigen, wollen  sie nicht &ouml;konomisch in diesem Wettrennen  in  Europa auf der Strecke bleiben.- In diesen Zusammenhang muss man auch den  Streit um den deutschen Mindestlohn zwischen Union und SPD sehen.<\/p>\n<p>Die Folgen sind dann nicht nur bei der wachsenden Armut zu besichtigen ,  sondern auch bei der Mittelschicht &ndash; f&uuml;r die Schr&ouml;der einmal mit dem Slogan  die &ldquo;Neue Mitte&rdquo; angetreten war &ndash; die nachdem sie &uuml;ber lange Zeit in ihrer  Gr&ouml;&szlig;enordnung  stabil war, inzwischen einer rapiden Erosion ausgesetzt ist  ( Siehe DIW-Wochenbericht Nr. 10 \/ 2008 &ldquo;Schrumpfende Mittelschicht &ndash;  Anzeichen einer dauerhaften Polarisierung der verf&uuml;gbaren Einkommen&rdquo; )  Derartige Entwicklungen gef&auml;hrden unsere Gesellschaft und die Demokratie  insgesamt auf Dauer. Angesichts dieser Fakten und den zuletzt f&uuml;r diesen Konjunkturaufschwung (!) gar weiter gefallen L&ouml;hnen, hat man enorme Schwierigkeiten Beck`s  Verteidigung der Agenda zu verstehen: &ldquo;Deflationiert sanken die realen  Nettol&ouml;hne je Arbeitnehmer in diesem Konjunkturaufschwung um 3,5 %&rdquo; (IMK-Report Nr. 27 &ldquo;Wer profitierte vom Aufschwung?&rdquo;, S. 7 )<\/p><\/li>\n<li><strong>Steinmeier: Warum die Agenda 2010 morgen noch gelten muss<\/strong><br>\nVor f&uuml;nf Jahren ging es um den Mut zur Ver&auml;nderung. Den Mut, auch Unpopul&auml;res zu tun, um das Land wieder auf einen langfristigen Wachstumspfad zu f&uuml;hren. Heute geht es um einen anderen Mut, den Mut zur Beharrlichkeit. Die Beharrlichkeit, auf diesem Wachstumspfad zu bleiben. Die Zweifelnden zu &uuml;berzeugen, die M&uuml;den wieder anzuspornen. Sicher auch: kritisch zu sehen, wo Dinge misslungen und neue Fragen aufgekommen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Agenda-2010;art141,2494222\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Lesen Sie diesen Artikel einmal in Ruhe durch und fragen Sie sich danach, ob Sie au&szlig;er der seit f&uuml;nf Jahren &uuml;blichen Rhetorik  der &bdquo;ver&auml;nderten wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und demografischen Rahmenbedingungen&ldquo; irgend ein Argument finden, wodurch welche &bdquo;Reformen&ldquo; was bewirkt haben. Es ist ein Glasperlenspiel mit Floskeln, wie etwa &bdquo;das klassische Rechts-Links-Schema hat seine ordnende Kraft verloren&ldquo;. Es fehlt jeder wirtschaftspolitische Bezugsrahmen und jeder Ursache-Wirkungszusammenhang. Und vor allem es wird kein Wort dar&uuml;ber verloren, wem es nach den f&uuml;nf Jahren besser und wem es in dieser Gesellschaft schlechter geht. Lesen Sie  z.B. dazu einfach noch einmal <a href=\"?p=1971\">&bdquo;Die Reformen greifen, aber wo greifen sie hin?&ldquo;<\/a> Was die Bev&ouml;lkerung von der Agenda h&auml;lt, kann man daran lesen, wie die SPD bei Wahlen abgeschnitten hat.<\/em><\/p><\/li>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/080314_karikatur.jpg\" alt=\"karikatur\"><br>\nKarikatur: Klaus Stuttmann <\/p>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3065","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3065"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3065\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}