{"id":30677,"date":"2016-01-29T08:42:27","date_gmt":"2016-01-29T07:42:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677"},"modified":"2016-02-11T15:19:59","modified_gmt":"2016-02-11T14:19:59","slug":"hinweise-des-tages-2550","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h01\">Asylpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h02\">Gewaltwelle: BKA z&auml;hlt mehr als tausend Attacken auf Fl&uuml;chtlingsheime<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h03\">TTIP-Leseraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h04\">Freihandelsabkommen zwischen Europa und Afrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h05\">Ungleichheit bek&auml;mpfen &ndash; Verm&ouml;gende gerecht besteuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h06\">IW &bdquo;Studie&ldquo; zu Lohnst&uuml;ckkosten: Viel L&auml;rm um eine reine Lobbyarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h07\">Neue BND-Akten aufgetaucht: Das schwarze Loch des D. B.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h08\">Schulessen: Minister Schmidt und der hei&szlig;e &bdquo;Dampf&ldquo;&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h09\">Die Deutsche Bahn AG mogelt weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h10\">Zeitenwende f&uuml;r die globale Hochfinanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h11\">EU Steuerpaket: Kapitulation vor Steueroasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h12\">Bundeswehreinsatz in Mali: Falsche Begr&uuml;ndung, unerreichbares Ziel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h13\">Europas Milit&auml;rapparat: Weltmachtanspruch versus Deutsches Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h14\">Steinmeier und das Oberlandesgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h15\">Dicke Luft: Wenn St&auml;dte ersticken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30677#h16\">Nach Griechenland?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Asylpolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Asylpaket II ist nur eine Luftbuchung<\/strong><br>\nJetzt aber. Drei Monate hat es gedauert, bis sich die Parteichefs von SPD, CDU und CSU darauf einigten, worauf sie sich schon einmal geeinigt hatten. Durchgesetzt hat sich damit die CSU. Denn der Kompromiss vom Kompromiss, den Angela Merkel und Sigmar Gabriel vereinbart hatten, sah vor, den Nachzug nur f&uuml;r ein Jahr zu verhindern. Doch das wollte die CSU nicht akzeptieren. Es w&auml;re f&uuml;r Horst Seehofer eine zu bittere Pille gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article151614349\/Das-Asylpaket-II-ist-nur-eine-Luftbuchung.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Bei diesem Zirkus in der Politmanege kommt es vor allem auf das Wohlbefinden der Christsozialen an. Und aus deren Sicht ist eine Punktlandung gegl&uuml;ckt. Denn nach den Pleiten mit der Maut und dem Betreuungsgeld im letzten Jahr braucht es etwas, worauf die Anh&auml;ngerschaft im Bierzelt noch ansto&szlig;en kann. Schizophrene Drohbriefe und ein albernes Stoiber-Spezial-Ultimatum helfen da eher wenig beim wichtigsten Termin des Jahres (Hochamt der CSU). Sehr richtig schreibt der Autor ja den Satz: &bdquo;Man darf gespannt sein, wie Seehofers Rede diesbez&uuml;glich am politischen Aschermittwoch am 10. Februar in Passau ausf&auml;llt.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Stunde der Juristen schlug &hellip;<\/strong><br>\nWer die Asyldebatten der letzten Jahrzehnte kennt, der oder die kennt auch die Spr&uuml;che vom &laquo;Asylmissbrauch&raquo; und wei&szlig;, dass sie beileibe nicht nur an Stammtischen zu h&ouml;ren sind. Asyl- und migrationspolitische Debatten bieten rechten Hasspredigern und Wahlk&auml;mpfern ideale Gelegenheiten, ihr Gift zu verspritzen. In dem Punkt unterscheidet sich die aktuelle Auseinandersetzung nicht von denen fr&uuml;herer Jahre. Neu ist jedoch, dass die Hassprediger Unterst&uuml;tzung erhalten von namhaften Verfassungsrechtlern, die die &laquo;Sicherung&raquo; der Grenzen zu einem zentralen Verfassungsgrundsatz erkl&auml;ren. [&hellip;]<br>\nDie Herren Verfassungsrechtler m&uuml;ssen sich die Frage gefallen lassen, warum ihnen erst die Krise des Schengen-Dublin-Systems so zu Herzen geht und nicht bereits der Normalzustand. Dank des europ&auml;ischen Grenzschutzes und dank des politischen Drucks aus Deutschland, das in den Schengen-Debatten immer Ton angebend war, bestand dieser Normalzustand n&auml;mlich darin, dass Tausende Menschen im Mittelmeer ertranken, dass viele unter elenden Bedingungen in Lagern vor den europ&auml;ischen Grenzen &ndash; im Libyen Ghadafys und in der Ukraine &ndash; festgehalten wurden, dass Fl&uuml;chtlinge von diesen Staaten zur&uuml;ckgeschoben wurden &ndash; schlicht und einfach in die W&uuml;ste oder in Staaten, in denen sie definitiv nicht sicher waren, dass in Syrien vier Jahre lang Krieg herrschte und nur ein paar wenige Fl&uuml;chtlinge den Weg nach Europa und noch weniger den nach Deutschland fanden &hellip;. Di Fabio erinnert sich zwar an das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte, das Dublin-R&uuml;ckschiebungen nach Griechenland stoppte, weil es dort kein ernstzunehmendes Asylverfahren, daf&uuml;r aber Internierung von Fl&uuml;chtlingen gab. Er wei&szlig; auch, dass diverse Verwaltungsgerichte Abschiebungen nach Ungarn stoppten &ndash; aus denselben Gr&uuml;nden. Und ihm ist auch bekannt, dass in Italien seit Jahren viele Fl&uuml;chtlinge obdachlos sind. Ihm ist durchaus bewusst, dass das Dublin-System die Binnenstaaten der EU beg&uuml;nstigt und Asylsuchende es nur in den reichen Norden schafften, wenn sie die Registrierung umgingen und ihren Fluchtweg verschwiegen oder M&auml;rchen erfanden.<br>\nDennoch: Der europ&auml;ische Normalzustand m&uuml;sse wieder hergestellt werden, meinen die Herren Verfassungsrechtler, und wenn das nicht gelingt, dann m&uuml;ssten eben die nationalen Grenzen dicht gemacht werden. Hauptsache, das Staatsvolk wird vor einer &laquo;gravierenden Bev&ouml;lkerungsver&auml;nderung&raquo; bewahrt und die Staatlichkeit bleibt gesichert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.grundrechtekomitee.de\/node\/737\">Heiner Busch auf grundrechtekomitee.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Der ausbleibende Aufstand<\/strong><br>\nEs mag eine seltsame, aber doch gleichwohl bezeichnende Nebens&auml;chlichkeit sein, dass eine politische Einigung, die sich ausdr&uuml;cklich gegen den Schutz von und die Hilfe f&uuml;r Menschen in Not richtet, in der &Ouml;ffentlichkeit weithin als &raquo;Asylpaket&laquo; bezeichnet wird. Was die Spitzen der Koalition, die seit Wochen darum einen Streit darum auff&uuml;hren, am Donnerstagabend festgezurrt haben, ist auch keine &raquo;Asylversch&auml;rfung&laquo;. Der Beschluss l&auml;uft darauf hinaus, dass ausgeschlossen wird, dass Menschen Asyl erhalten, dass Familien zusammenbleiben. Es ist ein Anti-Asylpaket &ndash; und es ist eines, das Menschen wohl mit ihrem Leben bezahlen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/999866.der-ausbleibende-aufstand.html\">Tom Strohschneider, Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gewaltwelle: BKA z&auml;hlt mehr als tausend Attacken auf Fl&uuml;chtlingsheime<\/strong><br>\nDie Zahl der Angriffe auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte hat sich 2015 laut Bundeskriminalamt verf&uuml;nffacht. Die Sicherheitsbeh&ouml;rden sind alarmiert &ndash; auch, weil nicht nur radikale Rechte zu Gewalt greifen. Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte werden immer h&auml;ufiger zum Angriffsziel aggressiver Fremdenfeinde: Nach einer Erhebung des Bundeskriminalamts (BKA) gab es im vergangenen Jahr 1005 Attacken auf Asylunterk&uuml;nfte. Davon haben demnach 901 einen eindeutig rechtsradikalen Hintergrund. Die Zahl hat sich damit binnen eines Jahres verf&uuml;nffacht: 2014 waren es noch 199 Attacken, von denen 177 einen solchen Hintergrund hatten. [&hellip;]<br>\nBKA-Staatssch&uuml;tzer hatten bereits im vergangenen Herbst eine Typologie der T&auml;ter erstellt. Sie gilt auch weiterhin. Fast immer handelt es sich den Erkenntnissen zufolge bei den Angreifern um M&auml;nner im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Zwei von dreien wohnten auch in dem Ort, in dem sie ihre Tat begingen, zwei von dreien sind vorher schon straff&auml;llig geworden. Allerdings: Ebenfalls zwei von dreien hatten laut BKA &ldquo;keine rechten Bez&uuml;ge&rdquo;.<br>\nDas hei&szlig;t, sie bewegten sich bislang nicht im rechtsextremen Spektrum. Ein Drittel der Verd&auml;chtigen wiederum entstammt eindeutig der rechten Szene.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fluechtlingsheime-bundeskriminalamt-zaehlt-mehr-als-1000-attacken-a-1074448.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>TTIP-Leseraum<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Vizekanzler Sigmar Gabriel &uuml;ber die &uuml;berwachten TTIP-Leser&auml;ume: &bdquo;&Uuml;berfl&uuml;ssig&ldquo;<\/strong><br>\nNach monatelangen Diskussionen um die mangelnde Transparenz bei den Verhandlungen zum Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa (TTIP, Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft) wurde gestern bekannt, dass es f&uuml;r Volksvertreter in Zukunft mehr Einblick geben soll. Dazu werden sogenannte TTIP-Leser&auml;ume eingerichtet, in denen nun auch Abgeordnete des Deutschen Bundestages in einige der Verhandlungspapiere Einsicht nehmen k&ouml;nnen.<br>\nTilo Jung nutzte heute die Gelegenheit, den Bundeswirtschaftsminister, SPD-Parteivorsitzenden und Vizekanzler Sigmar Gabriel nach den Umst&auml;nden dieser TTIP-Sichtungen zu befragen. Es ergab sich ein kleiner Dialog, den wir hier wiedergeben. Hier sind die Fragen und Antworten ab Minute 42.50 nachzuh&ouml;ren, jung &amp; naiv wird auch das Video noch online stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/vizekanzler-sigmar-gabriel-ueber-die-ueberwachten-ttip-leseraeume-ueberfluessig\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p>dazu: <strong>Sigmar Gabriel er&ouml;ffnet &ldquo;TTIP-Leseraum&rdquo;<\/strong><br>\nZu Gast im &ldquo;TTIP-Leseraum&rdquo; bei Sigmar Gabriel: Der Vizekanzler hat heute den Ort er&ouml;ffnet, an dem Bundestagsabgeordnete ab dem 1. Februar Einblick in TTIP-Dokumente nehmen k&ouml;nnen. Dabei werden sie z.B. &uuml;berwacht und d&uuml;rfen keine Abschriften machen. Tilo wollte von Gabriel wissen, ob er sich die Unterlagen denn auch pers&ouml;nlich angucken wird: &ldquo;Neee. Jedenfalls nicht hier. Im Internet!&rdquo; Wo auch wir das im Netz finden k&ouml;nnen, bleibt aber ein Geheimnis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\/videos\/vb.573823342629618\/1180334691978477\/?type=2&amp;theater&amp;notif_t=notify_me_page\">Jung und Naiv via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bitte sagen Sie jetzt nichts!<\/strong><br>\nUnsere Abgeordneten d&uuml;rfen nun zwar lesen, was in den geheimen TTIP-Dokumenten steht. Dar&uuml;ber reden aber d&uuml;rfen sie nicht. Wie l&auml;cherlich ist das denn?  Das also soll ernsthaft ein Fortschritt sein? Ab Montag d&uuml;rfen Abgeordnete in einem Leseraum im Bundeswirtschaftsministerium die geheimen Unterlagen der europ&auml;isch-amerikanischen Verhandlungen &uuml;ber das Freihandelsabkommen TTIP lesen. Wenn sie sich in der Woche vorher f&uuml;r einen zwei-Stunden-Termin angemeldet haben. Wenn sie ihr Handy abgeben. Wenn sie nichts kopieren oder fotografieren. Und wenn sie danach schweigen. Sie d&uuml;rfen also keine Experten fragen, wie das zu beurteilen ist, was sie da gelesen haben. Sie d&uuml;rfen niemanden um Hilfe bitten, der vielleicht besser Englisch kann als sie &ndash; die Unterlagen sind nicht &uuml;bersetzt. Sie d&uuml;rfen nicht ihre Mitarbeiter informieren. Und schon gar nicht die Presse oder die B&uuml;rger. Das ist kein Fortschritt, das ist hochgradig l&auml;cherlich. Und es ist genau das Gegenteil von dem, was n&ouml;tig w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-01\/ttip-transparenz-abgeordnete-vertraege-redeverbot\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Maulkorb f&uuml;r Abgeordnete<\/strong><br>\nDas Wirtschaftsministerium feiert es als Erfolg, dass Bundestagsabgeordnete k&uuml;nftig TTIP-Dokumente unter Aufsicht lesen d&uuml;rfen. Doch ein bisher geheimes Dokument der EU-Kommission macht klar, dass diese Leser&auml;ume jederzeit geschlossen werden k&ouml;nnen, falls Abgeordnete den Inhalt der TTIP-Dokumente der &Ouml;ffentlichkeit verraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/recherchen\/ttip\/blog\/2016\/01\/26\/exklusiv-leserechte-auf-widerruf\/\">correctiv<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen zwischen Europa und Afrika<\/strong><br>\nWelche Folgen hat der globale Handel? F&uuml;r ein Land oder eine Region und die Menschen, die dort leben? Afrika ist am Au&szlig;enhandelsvolumen Europas mit etwa 2 Prozent beteiligt. Das soll sich jetzt &auml;ndern. Die EU m&ouml;chte mit den Staaten Afrikas Freihandelsabkommen abschlie&szlig;en, die &ldquo;Economic partnership agreements&rdquo;, kurz EPAs. W&auml;hrend die Unterh&auml;ndler der EU schon auf die enormen Rohstoffe und die endlosen Hektar afrikanischen Ackerbodens spekulieren, verweigern die Afrikaner ihre Unterschrift. Sie bef&uuml;rchten eine &Uuml;berschwemmung ihrer M&auml;rkte mit europ&auml;ischen Waren. Schon f&uuml;hren die Europ&auml;er im gro&szlig;en Stil Milchviehherden ein, um den afrikanischen Verbraucher an den fremden Geschmack von K&auml;se, Quark und Latte Macchiato zu gew&ouml;hnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/epas-freihandelsabkommen-zwischen-europa-und-afrika.1247.de.html?dram:article_id=339067\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ungleichheit bek&auml;mpfen &ndash; Verm&ouml;gende gerecht besteuern<\/strong><br>\nIn Deutschland w&auml;chst die Kluft zwischen Arm und Reich. Die Ungleichheit von Einkommen und Verm&ouml;gen ist hierzulande gr&ouml;&szlig;er als in vielen anderen Industriestaaten.Und kaum ein anderes Land verlangt so niedrige Steuern auf hohe Verm&ouml;gen und Einkommen. Das muss sich &auml;ndern: Verm&ouml;gen m&uuml;ssen wieder besteuert, die pauschale Abgeltungssteuer abgeschafft werden.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160129-DGB-Ultrareiche.gif\" alt=\"Ultrareiche\" title=\"Ultrareiche\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++690a2abc-c5b2-11e5-9e20-52540023ef1a\">DGB Klartext<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>IW &bdquo;Studie&ldquo; zu Lohnst&uuml;ckkosten: Viel L&auml;rm um eine reine Lobbyarbeit<\/strong><br>\nDas Interessenvertretungsinstitut namens Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in K&ouml;ln hat wieder zugeschlagen und, wie nicht anders zu erwarten, die deutsche Presse (hier die FAZ) zitiert das Werk (das man hier findet) landauf landab und zumeist, ohne klar dazu zu sagen, wer hinter diesem &bdquo;Institut&ldquo; steckt.<br>\nViele Leser haben uns spontan geschrieben und gefragt, was jetzt los ist. Nach den Aussagen der K&ouml;lner &bdquo;Forscher&ldquo; (wissenschaftlich verbr&auml;mte Interessenvertreter w&auml;re der bessere Ausdruck) sind die Lohnst&uuml;ckkosten in Deutschland gar nicht hinter der internationalen Entwicklung zur&uuml;ckgeblieben, weswegen es jetzt auch keinen Grund g&auml;be, die Lohnzur&uuml;ckhaltung aufzugeben. Die Arbeitgeber, also die Besitzer und Auftraggeber dieses &bdquo;Instituts&ldquo;, haben das sofort aufgegriffen und eine m&auml;&szlig;ige Lohnrunde gefordert. Ein Schalk, wer B&ouml;ses dabei denkt!<br>\nZun&auml;chst verwendet das IW bei seiner &bdquo;Analyse&ldquo; wieder einmal die Lohnst&uuml;ckkosten in der Industrie, die man einfach so nicht verwenden darf, weil die Vorleistungsstrukturen in den L&auml;ndern ganz unterschiedlich sind. Sind beispielsweise in einem Land viele Vorleistungen, die von der Industrie bezogen werden, aus dem Bereich ausgelagert, der von der Statistik zur Industrie gez&auml;hlt wird und in einem anderen Land nicht, dann kann man die beiden L&auml;nder schon nicht mehr vergleichen. Auch wenn die Industrie eines (kleinen) Landes sehr viel mehr Vorleistungen aus dem Ausland bezieht als die eines anderen Landes, sind die Ergebnisse nicht mehr vergleichbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/iw-studie-zu-lohnstueckkosten-viel-laerm-um-eine-reine-lobbyarbeit\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p>dazu: <strong>Deutsches Lohndumping<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich verliert. Noch merken es viele &Ouml;sterreicher nicht, aber sie werden gnadenlos enteignet &ndash; von den Deutschen. Seit 15 Jahren spielt sich ein heimlicher und brutaler Kampf ab, bei dem es um Marktanteile, Exportchancen und Wettbewerbsf&auml;higkeit geht. Die &Ouml;sterreicher k&ouml;nnten sich jetzt noch wehren, indem sie sich mit den anderen Eurostaaten gegen Deutschland verb&uuml;nden. Aber die Zeit wird knapp. Wenn die &Ouml;sterreicher nicht aufbegehren, werden sie verarmen.<br>\nDie Waffe der Deutschen ist schlicht, aber wirkungsvoll: Sie haben Lohndumping betrieben und die Arbeitskosten gezielt gesenkt, um auf den Auslandsm&auml;rkten zu expandieren. Zwischen 2000 und 2010 fielen die deutschen Reall&ouml;hne im Mittel um 4,2 Prozent. Inzwischen sind die Geh&auml;lter zwar wieder leicht gestiegen, trotzdem liegen die deutschen Reall&ouml;hne auch heute nur knapp h&ouml;her als zur Jahrtausendwende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/deutsches\/\">Ulrike Herrmann auf blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neue BND-Akten aufgetaucht: Das schwarze Loch des D. B.<\/strong><br>\n&ldquo;Aussp&auml;hen unter Freunden&rdquo; sollte nach Ansicht des BND durchaus m&ouml;glich sein. Eine entsprechende Weisung war in der Planung, als der Skandal um das Merkel-Handy pl&ouml;tzlich alles &auml;nderte.<br>\nEr ist eine Schl&uuml;sselfigur in der NSA-Selektorenaff&auml;re und Dauergast im Untersuchungsausschuss des Bundestags. Am Donnerstag hat der Geheimdienstmitarbeiter D. B. wieder v&ouml;llig neue Aspekte in die Debatte um die unzul&auml;ssigen Suchbegriffe des Bundesnachrichtendienstes (BND) und des US-Geheimdienstes NSA gebracht. Allerdings blieben nach der inzwischen vierten Befragung des 55-J&auml;hrigen wieder viele Fragen offen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.golem.de\/news\/neue-bnd-akten-aufgetaucht-das-schwarze-loch-des-d-b-1601-118800.html\">Golem<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schulessen: Minister Schmidt und der hei&szlig;e &bdquo;Dampf&ldquo;&hellip;<\/strong><br>\n&bdquo;Macht Dampf&ldquo;: Unter diesem Titel startete Bundesern&auml;hrungsminister Christian Schmidt heute eine so genannte &bdquo;Qualit&auml;tsoffensive&ldquo; f&uuml;r die Schul- und Kitaverpflegung. Aus Sicht von foodwatch vor allem hei&szlig;e Luft: Der Minister fordert zwar fl&auml;chendeckende Standards, will diese aber nicht vorgeben. Und an dem, was Herr Schmidt als Empfehlung f&uuml;r Kita-Essen vorlegte, hat die Lebensmittellobby flei&szlig;ig mitgeschrieben&hellip;<br>\nZu h&auml;ufig Fleisch, viel zu wenig Gem&uuml;se, zu selten eigene K&uuml;chen: Experten kritisieren seit langem, dass die Verpflegung von Kindern in Schul- und Kindergartenkantinen stark von den ern&auml;hrungswissenschaftlichen Empfehlungen abweicht. &bdquo;Macht Dampf&ldquo;, appelliert nun Bundesern&auml;hrungsminister Christian Schmidt. Das soll wohl so viel hei&szlig;en wie: Es sollte h&auml;ufiger mal frisch gekocht werden &ndash; und vor allem das umgesetzt werden, was die Experten seit langem fordern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.foodwatch.org\/de\/informieren\/kinderernaehrung\/aktuelle-nachrichten\/schulessen-minister-schmidt-und-der-heisse-dampf\/\">foodwatch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Deutsche Bahn AG mogelt weiter<\/strong><br>\nAusweislich ihrer eigenen Pl&auml;ne, geht die Bahn l&auml;ngst davon aus, dass Stuttgart 21 niemals 2021 fertiggestellt wird. Genau dies behauptet sie aber fortgesetzt &ouml;ffentlich und den Projektpartnern gegen&uuml;ber. Man m&uuml;sse sich fragen, wie lange ein bundeseigener Gro&szlig;konzern folgenlos die Wahrheit derart manipulieren d&uuml;rfe, so Eisenhart von Loeper, Sprecher des Aktionsb&uuml;ndnisses. Aufmerksame Anwohner des Netzwerks Kernerviertel hatten anl&auml;sslich der &bdquo;Tage der offenen Baustelle&ldquo; im ausgeh&auml;ngten Bauzeitplan f&uuml;r den S&uuml;dkopf den Widerspruch zu den &ouml;ffentlichen Verlautbarungen einer Inbetriebnahme im Dezember 2021 entdeckt und ihn auf der Webseite der Netzwerke 21 dargestellt. Damit n&auml;hert sich die bahninterne Planung dem, was das Gutachten des M&uuml;nchner Verkehrsplanungsb&uuml;ro Vieregg und R&ouml;ssler ermittelt hatte &ndash; dass n&auml;mlich mit einer m&ouml;glichen Fertigstellung eher 2024 zu rechnen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/die-deutsche-bahn-ag-mogelt-weiter\/\">K21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zeitenwende f&uuml;r die globale Hochfinanz<\/strong><br>\nManchmal k&uuml;ndigen sich gro&szlig;e Ver&auml;nderungen in kleinen Bemerkungen m&auml;chtiger Akteure an. Gut m&ouml;glich, dass die Besucher des Weltwirtschaftsforums in Davos am vergangenen Samstag eine solche Episode erlebt haben.<br>\nDa empfahl der Gouverneur der japanischen Zentralbank, Haruhiko Kuroda, die Regierung Chinas solle doch vermehrt &bdquo;Kapitalverkehrskontrollen nutzen, um den Wechselkurs auf eine konstruktive Art zu lenken&ldquo;. Gleich daneben sa&szlig; Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) und als solche Gralsh&uuml;terin der Lehre vom Segen des freien Marktes f&uuml;r W&auml;hrungen und Kapital. Aber Lagarde widersprach nicht. Und auch die &bdquo;Financial Times&ldquo;, Zentralorgan der globalen Geldelite, befand, Kuroda habe recht. &bdquo;Sch&auml;rfere Kontrollen&ldquo; seien Chinas &bdquo;einzige Option&ldquo;, um der &bdquo;Kapitalflucht&ldquo; Herr zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/china-und-das-freie-finanzsystem-zeitenwende-fuer-die-globale-hochfinanz\/12886992.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU Steuerpaket: Kapitulation vor Steueroasen<\/strong><br>\n&ldquo;Die EU-Kommission vergibt die Chance, Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Steuervermeidung durch Unterschiede in den nationalen Steuergesetzen zu schlie&szlig;en. Das Prinzip internationale Konzerne als eine Konzerneinheit zu besteuern wird aufgegeben. Die Regeln gelten zudem gr&ouml;&szlig;tenteils nur gegen&uuml;ber Drittstaaten, die Steueroasen in der EU bl&uuml;hen weiter. Das Europ&auml;ische Parlament muss endlich klare Kante gegen Steuerdumping zeigen. Die dicken Spr&uuml;che von Steuerkommissar Moscovici k&ouml;nnen sich die Steuerzahler nicht mehr leisten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/719.eu-steuerpaket-kapitulation-vor-steueroasen.html\">Fabio De Masi (MdEP)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundeswehreinsatz in Mali: Falsche Begr&uuml;ndung, unerreichbares Ziel<\/strong><br>\nDer Bundeswehreinsatz in Mali werde mit falscher Begr&uuml;ndung gef&uuml;hrt und das erkl&auml;rte Ziel, den Terror einzud&auml;mmen, nicht erreichen. Darauf weist der Bundesausschuss Friedensratschlag hin. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gehe es vielmehr darum, in der W&uuml;ste als &Uuml;bungsgebiet Erfahrungen f&uuml;r weitergehende Eins&auml;tze zu sammeln, hei&szlig;t es in einer Stellungnahme. Der massive Bundeswehreinsatz werde den franz&ouml;sischen Kriegseinsatz befeuern und Deutschland zur Kriegspartei in Mali machen. Es sei eine Ausweitung der Kampfhandlungen und des Kampfgebiets zu bef&uuml;rchten. Mit milit&auml;rischen Mitteln w&uuml;rden jedoch allenfalls Symptome einer tiefen sozio-&ouml;konomischen Krise bek&auml;mpft oder in andere L&auml;nder und Regionen verschoben. F&uuml;r die gesamte Sahelregion ist eine gro&szlig;e internationale Anstrengung einer planvollen (land-) wirtschaftlichen Gestaltung und Entwicklung notwendig, die sich an den Bed&uuml;rfnissen und M&ouml;glichkeiten der dort lebenden Menschen orientiert&ldquo;, so der Bundesausschuss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.friedensratschlag.de\/userfiles\/html\/2016\/2016-01-28_PM_Mali.html\">Bundesausschuss Friedensratschlag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Europas Milit&auml;rapparat: Weltmachtanspruch versus Deutsches Europa<\/strong><br>\nMit beeindruckender Deutlichkeit umriss die Bertelsmann Stiftung bereits im Jahr 2003 die wesentlichen Komponenten einer k&uuml;nftigen &bdquo;Weltmacht Europa&ldquo; mit folgenden Worten: &bdquo;Im Szenario Supermacht Europa wird das gro&szlig;e Europa seinem objektiven Weltmachtpotential gerecht. Die Europ&auml;ische Union nutzt ihre materiellen und institutionellen Ressourcen in vollem Umfang. Wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit, Bev&ouml;lkerungszahl, milit&auml;risches Potential und das europ&auml;ische Wertesystem bieten ihr eine beachtliche Handlungsbasis. [&hellip;] Im Ergebnis einer Abtretung nationaler Souver&auml;nit&auml;tsrechte der Mitgliedstaaten an die EU entwickelt sich die Union zu einem umfassenden globalen Sicherheitsakteur. Die Etablierung einer Sicherheits- und Verteidigungsunion und vor allem der Aufbau der Vereinten Europ&auml;ischen Strategischen Streitkr&auml;fte (VESS), die sich unter einem gemeinsamen europ&auml;ischen Oberkommando des Atomwaffenpotentials Frankreichs und Gro&szlig;britanniens bedienen k&ouml;nnen, ver&auml;ndern die internationale Rolle der EU. [&hellip;] Die Supermacht Europa verabschiedet sich endg&uuml;ltig von der Idee einer Zivilmacht und bedient sich uneingeschr&auml;nkt der Mittel internationaler Machtpolitik. [&hellip;] Die sich stetig in Richtung einer Supermacht Europa entwickelnde Europ&auml;ische Union erweist sich als ein &auml;u&szlig;erst offenes System, das auch im Prozess der Staatswerdung f&auml;hig ist, neue Mitglieder aufzunehmen. Damit ist die EU global das einzige System, das territorial kontinuierlich expandiert.&ldquo;(1)<br>\nSowohl der Aufbau der EU-Milit&auml;rkapazit&auml;ten als auch die Ausweitung der Einflusszone wurde in den Folgejahren in einem erschreckenden Tempo in Angriff genommen. Allerdings setzten die diesbez&uuml;glichen &bdquo;Fortschritte&ldquo; stets die &Uuml;bereinkunft der gro&szlig;en Drei &ndash; Deutschland, Frankreich und Gro&szlig;britannien &ndash; voraus. Das nassforsche Auftreten der Bundesregierung im Zuge der Eurokrise hat dabei zur Folge, dass die Spannungen mit Paris und London sp&uuml;rbar zugenommen haben, was auch betr&auml;chtliche Auswirkungen auf den EU-Militarisierungsprozess hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201601283831\/politik\/politik-eu\/europas-militaerapparat.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Steinmeier und das Oberlandesgericht<\/strong><br>\nDer deutsche Au&szlig;enminister lehnt den Ausschluss salafistisch-jihadistischer Milizen von den Gespr&auml;chen &uuml;ber eine Beilegung des Syrien-Krieges ab. Wie Frank-Walter Steinmeier erkl&auml;rt, k&ouml;nne man sich die Verhandlungspartner beim Bem&uuml;hen um die Neugestaltung Syriens &ldquo;nicht aussuchen&rdquo;. Lediglich der &ldquo;Islamische Staat&rdquo; (IS\/Daesh) und Al Qaida sind bei den Gespr&auml;chen nicht zugelassen. Steinmeiers &Auml;u&szlig;erung richtet sich gegen die Forderung Moskaus, Organisationen wie Ahrar al Sham keinen Einfluss auf Syriens Neuaufbau zu gew&auml;hren und sie von den Verhandlungen fernzuhalten. Ahrar al Sham kooperiert eng mit dem Al Qaida-Ableger Al Nusra. Erst im vergangenen Jahr hat die Bundesanwaltschaft die Miliz als &ldquo;terroristische Vereinigung&rdquo; eingestuft; in einem Strafverfahren vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht, in dem vier M&auml;nner bezichtigt werden, Ahrar al Sham mit Milit&auml;rbekleidung und -ger&auml;t beliefert zu haben, hat ein Mitarbeiter des Bundeskriminalamts der Organisation eine &ldquo;klassisch terroristische Kampff&uuml;hrung&rdquo; attestiert. Sollte die deutsche Justiz Ahrar al Sham explizit als Terrororganisation einstufen, tr&auml;fe dies nicht nur den deutschen Au&szlig;enminister, sondern auch den NATO-Partner T&uuml;rkei, der die Miliz schon seit Jahren alimentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59296\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Dicke Luft: Wenn St&auml;dte ersticken<\/strong><br>\nWeltweit atmen 90 Prozent der Stadtbewohner feinstaubbelastete Luft. Pro Jahr sterben sieben Millionen Menschen an den Folgen. Bei Erwachsenen steigt die Zahl der Krebserkrankungen drastisch an, und Kinder leiden immer h&auml;ufiger unter Asthma. In China und Indien ist der gesundheitsgef&auml;hrdende Smog Dauerzustand. Die Schadstoffbelastung ist kein lokales Ph&auml;nomen mehr. &bdquo;Airpokalypse&ldquo; ist auch unter Wissenschaftlern eine gebr&auml;uchliche Bezeichnung f&uuml;r die Luftverschmutzung in Chinas und Indiens Millionenst&auml;dten. In Neu Delhi, der Stadt mit der schlechtesten Luft weltweit, &uuml;berschreitet der Feinstaubgehalt an manchen Tagen aufgrund der Auto-Abgase die laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zul&auml;ssigen Grenzwerte um das 100-fache. Seit rund zehn Jahren breitet sich die sogenannte asiatische braune Wolke immer weiter aus, erreicht andere Kontinente und ist f&uuml;r die Erw&auml;rmung der Polarregion mitverantwortlich. Die Schadstoffe werden mit den Luftmassen &uuml;berallhin transportiert. Weltweit sterben pro Jahr sieben Millionen Menschen an den Folgen der Feinstaubbelastung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/058846-000-A\/dicke-luft\">arte<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nach Griechenland?<\/strong><br>\nAll diese Menschen in die deutsche Gesellschaft zu inkludieren wird ein schwieriges Unterfangen. Die Integrationsleistung wird einem gesellschaftlichen Kraftakt gleichen. Doch &raquo;there is no alternative&laquo;. Wir k&ouml;nnen diese Leute doch nicht einfach wegschicken. [&hellip;]<br>\nNat&uuml;rlich sagen da viele, dass es wesentlich weniger Aufwand und zudem auch billiger w&auml;re, wenn wir diese Leute abweisen w&uuml;rden. Wenn wir sie isolierten und nur bestraften, wenn es n&ouml;tig wird. Aber das ist keine Alternative, ein Rechtsstaat muss allezeit den Anspruch haben, den Menschen in seinen Grenzen Chancen zu gew&auml;hren. Sie teilhaben zu lassen. Und hinter die Grenzen kann man sie ja nicht setzen. Rein rechtlich geht das schon nicht. Diese Leute haben ja den deutschen Pass, leben vielleicht schon ihr ganzes Leben hier. Nur weil sie jetzt bei Pegida Parolen skandieren, der AfD beitreten, sich mit Glatzk&ouml;pfen in B&uuml;rgerwehren vereinigen und sich am Rechtsruck zu schaffen machen, kann man sie doch nicht abweisen. Auch sie haben eine zweite Chance verdient. Sie wieder zur&uuml;ckzuholen in das Lager der Vernunft und des Anstandes d&uuml;rfte die schwierigste Integrationsaufgabe sein, die dieses Land je angehen musste. Ob sie hernach gleich Verfassungspatrioten werden, bleibt fraglich. Aber in dem jetzigen Zustand als &raquo;Verfassungsfremde&laquo; k&ouml;nnen sie auf keinen Fall weiterhin verharren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/999743.nach-griechenland.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-30677","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30677","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=30677"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30677\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31155,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30677\/revisions\/31155"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=30677"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=30677"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=30677"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}