{"id":3074,"date":"2008-03-18T09:19:45","date_gmt":"2008-03-18T08:19:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3074"},"modified":"2008-03-18T09:19:45","modified_gmt":"2008-03-18T08:19:45","slug":"hinweise-des-tages-608","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3074","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3074&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Oh Staat, hilf!<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Finanzm&auml;rkte: Die Rezession ist da<\/strong><br>\nWie schlimm wird dieser Abschwung werden? Das kann niemand wissen, da wir eine solche Talfahrt des Immobilienmarktes noch nie erlebt haben &ndash; und sie kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der derzeitige Wert des Immobilienmarktes von 20 Billionen Dollar den gr&ouml;&szlig;ten Teil des Verm&ouml;gens der meisten Privathaushalte ausmacht. Im Moment gehen die meisten Wirtschaftsexperten davon aus, dass die Vereinigten Staaten im Jahr 2008 eine milde, kurze Rezession erleben werden. Doch es besteht zumindest die M&ouml;glichkeit eines tieferen Absturzes, dem mit den herk&ouml;mmlichen Ma&szlig;nahmen gegen eine Rezession &ndash; Zinssenkungen hier, Deficit Spending dort &ndash; nicht beizukommen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375\/Doc~EF454E49D0F6345BEAC9E485D7C03CB44~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ganz neue T&ouml;ne von der sonst so marktgl&auml;ubigen FAZ: &bdquo;Politiker haben eine Verpflichtung, sicherzustellen, dass sich der Abschwung nicht beschleunigt und sich in etwas verwandelt wie die lange und schwere Rezession von 1973-75.&ldquo; Und selbst Reagonomics wie Martin Feldstein sprechen pl&ouml;tzlich vom &bdquo;dysfunktionalen Charakter der Kreditm&auml;rkte&ldquo;. Ein gr&ouml;&szlig;eres Eingest&auml;ndnis eines Markversagens durch die Marktdogmatiker hat man lange nicht mehr geh&ouml;rt. Da muss es schon schlimm stehen, wenn gerade diejenigen, die bis vor kurzem noch den Finanzm&auml;rkten h&ouml;chste &bdquo;Effizienz&ldquo; zuerkannten, vom Glauben abfallen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das ist der Fl&auml;chenbrand<\/strong><br>\nDie Investmentbank Bear Stearns hat sich verzockt, die US-Notenbank hilft. Dennoch herrscht Panik unter Investoren. Neue Hiobsbotschaften deuten sich an. Folker<br>\nHellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank, warnt vor einer Crash-Situation wie 1929. Die Fed sei nicht mehr Herr der Lage. Hellmeyer: &bdquo;Der ordnungspolitische Rahmen m&uuml;sste sich &auml;ndern. Das bedeutet, wir br&auml;uchten eine klare und scharfe Regulierung des Marktes f&uuml;r Derivate ebenso wie eine Regulierung von Hedgefonds und Privat-Equity-Fonds. Politik und Gesetzgeber m&uuml;ssten sich zudem ernsthaft &uuml;ber die Frage Gedanken machen, ob wir uns in einer globalen Welt eine Banken-Aristokratie leisten d&uuml;rfen, die sich nationalen volkswirtschaftlichen Funktionen jederzeit entziehen kann. &hellip; Es kann und darf nicht sein, dass letztlich die globale Realwirtschaft<br>\nunter dem Fehlverhalten einer ganzen Reihe von Bankvorst&auml;nden leidet.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/geld\/artikel\/0,2828,541946-2,00.html\">Manager Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> H&ouml;ren wir richtig? Ist da tats&auml;chlich von &bdquo;klarer und scharfer Regulierung des Marktes&ldquo; die Rede? Wird da tats&auml;chlich gefordert, dass sich in einer &bdquo;globalen Welt&ldquo; Banken nicht &bdquo;nationalen volkswirtschaftlichen Funktionen&ldquo; entziehen d&uuml;rfen k&ouml;nnen?<br>\nGilt also Deregulierung nicht mehr als oberstes Ziel? Gibt es also doch noch nationale volkswirtschaftliche Funktionen, die gegen die globale Welt der Banken durchgesetzt werden m&uuml;ssen? Eigentlich m&uuml;sste nun jeder merken, wie er von den Deregulierungs- und Globalisierungsideologen an der Nase herumgef&uuml;hrt wurde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ackermann sehnt staatliche Eingriffe herbei<\/strong><br>\nDeutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann hat die Verantwortung f&uuml;r die Beendigung der Finanzkrise an den Staat &uuml;bergeben. Ausdr&uuml;cklich lobte er die j&uuml;ngsten Liquidit&auml;tsspritzen der Fed, forderte aber weitere Schritte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/332368.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Herr Ackermann sollte sich an die eigene Nase fassen und einmal &uuml;berlegen, welchen Anreizen und welchem Druck sich Banken aussetzen, wenn sie vollkommen von der Realwirtschaft abgehobene Renditeversprechen in die Welt setzen. Es ist heute viel von Vertrauen die Rede, von der Krise des Vertrauens, aber warnt man bei solchen Renditeversprechen auf dem grauen Markt sonst nicht immer vor unseri&ouml;sen Angeboten? Warum bzw. wie sollten sogenannte seri&ouml;se Institute solche Versprechen einl&ouml;sen? Rentabilit&auml;t auf diesem Niveau und Sicherheit sind sich widersprechende, uneinl&ouml;sbare Versprechen.<br>\nJosef Ackermann hat vollkommen Recht, der Staat muss her. Ausgangspunkt staatlichen Eingreifens sollte aber sein: Brauchen wir solche Banken?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Am Anfang stand der Kreditboom<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Amerikaner versuchen, der Krise Herr zu werden, schlafen Europ&auml;ische Zentralbank sowie die Euro-Finanzminister. &ldquo;Sie beschwichtigen, wo Hilfe n&ouml;tig w&auml;re, sei es durch Zinssenkungen oder Konjunkturprogramme&rdquo;, moniert Heinz-Peter Spahn, Professor f&uuml;r Geldtheorie an der Uni Hohenheim. Schaut nicht so aus, als habe Europa die Lektion gelernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1305292\">FR<\/a>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ene mene muh<\/strong><br>\nWeil es dem modernen Finanzkapitalismus an Vertrauen fehlt. Vertrauen, das erst durch Regulierung hergestellt wird. Wenn jeder wei&szlig;, wie hoch der Schuldenhebel ist, wenn jeder die Produkte in den Bilanzen der Banken versteht. Niemand kann von au&szlig;en die Liquidit&auml;tslage einer Bank beurteilen. Da hilft nur Vertrauen in eine kluge Regulierung. Eine Regulierung, die systematisch abgebaut worden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?sid=53edffbacee04373a4ee514297c67ee7&amp;em_cnt=1305267\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>IWF fordert Steuergelder zur Eind&auml;mmung der Kreditkrise<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hat sich f&uuml;r den Einsatz von Steuergeldern ausgesprochen, um der Subprime-Krise entgegenzuwirken. Die Empfehlung, so Vize-Direktor des IWF, John Lipsky, d&uuml;rfe aber nicht als Aufforderung verstanden werden, einzelne Banken mit Steuermitteln zu unterst&uuml;tzen. Allerdings spreche er sich klar f&uuml;r eine sachgem&auml;&szlig;e Einmischung der &ouml;ffentlichen Hand aus, wenn die M&ouml;glichkeiten des Marktes ausgesch&ouml;pft seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Konjunktur-%d6konomie\/Konjunktur\/_pv\/grid_id\/1499045\/_p\/200053\/_t\/ft\/_b\/1403375\/default.aspx\/iwf-fordert-steuergelder-zur-eindaemmung-der-kreditkrise.html%20\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftsweiser Bofinger: &bdquo;Der Markt hat v&ouml;llig versagt&ldquo;<\/strong><br>\nEs kann nicht sein, dass der Staat sich in guten Zeiten zur&uuml;ckhalten soll und in schlechten Zeiten als Retter auftreten darf. Die Krise zeigt doch: Der Markt hat v&ouml;llig versagt. Da haben Hedgefonds Bankgesch&auml;fte gemacht &ndash; sie haben zum Beispiel Kreditrisiken &uuml;bernommen &ndash; und waren keinerlei Regeln unterworfen. Es gab Zombie-Banken, die ohne ausreichend Eigenkapital hochriskante Gesch&auml;fte gemacht haben. Finanzm&auml;rkte ohne Regeln, das ist die Lehre aus der Krise, zerst&ouml;ren sich selbst.<br>\nDie europ&auml;ische Wirtschaft leidet unter dem starken Euro. Steigt der Europreis in Dollar um zehn Prozent, dann verringert sich in Deutschland die Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte. Die Europ&auml;ische Zentralbank sollte intervenieren, um den Dollar zu st&uuml;tzen. Wichtiger noch: Die L&auml;nder mit einem Handelsbilanz&uuml;berschuss, also China, Japan, Deutschland, Russland und andere &Ouml;lexporteure, sollten zusammen Strategien beraten, um die Weltkonjunktur zu st&uuml;tzen. Das kann bedeuten: Dollar kaufen und die Binnennachfrage st&auml;rken, etwa durch staatliche Ausgabenprogramme. Es braucht in einer schwierigen Situation wie heute eine globale Koordination. Von der Verschuldung der USA haben die &Uuml;berschussl&auml;nder jahrelang profitiert; jetzt sind sie dran, die Weltwirtschaft zu st&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/aktien\/tid-9251\/finanzkrise_aid_265511.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das tragische an der Lage, wo jetzt ein Marktversagen nicht mehr zu verschweigen ist, ist die Tatsache, dass wir gegenw&auml;rtig ausschlie&szlig;lich Politiker und Bundesbanker haben, die au&szlig;er ihren papageienhaft wiederholten Phrasen von der erl&ouml;senden Kraft der M&auml;rkte gar nicht mehr im Kopf haben, wie ein vern&uuml;nftig regulierter Kapitalismus aussehen k&ouml;nnte und wie &bdquo;nationale volkswirtschaftliche Funktionen&ldquo; wahrgenommen werden k&ouml;nnte. Das haben doch Steinbr&uuml;ck, Glos oder Weber vehement geleugnet. Ach, was waren das doch herrliche Zeiten, wo man sich nicht mit Finanzpolitik oder Wirtschaftspolitik besch&auml;ftigen musste, sondern gebetstrommelhaft nur Tag und Nacht wiederholen konnte, der Markt kann alles besser als der Staat und Wirtschaft wird in der Wirtschaft gemacht, wir haben nur deren Auftr&auml;ge zu befolgen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Tr&uuml;gerische Erwerbslosenzahlen<\/strong><br>\nDie FDP kritisiert die gesch&ouml;nte Arbeitslosenstatistik &ndash; aber nicht die Ein-Euro-Jobs.<br>\nMit dem administrativen Druck der Ein-Euro-Jobs werden Menschen zunehmend gedr&auml;ngt, prek&auml;re Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt anzunehmen. &Uuml;brigens entlasten die Ma&szlig;nahmen kommunale Arbeitgeber. Merkbar verdr&auml;ngen die MAE (Mehraufwandsentsch&auml;digung) regul&auml;re Stellen und sind in &ouml;ffentliche Verwaltung eingebunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/27\/27513\/1.html\">Heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Prof. Raffelh&uuml;schen: Klar haben wir die Rente gek&uuml;rzt und zwar niemals!<\/strong><br>\nIn der ARD Sendung &bdquo;Rentenangst&ldquo; (ausgestrahlt am 10.3.2008 im Vormittagsprogramm der ARD) wurde offenbar, wie der Rentenexperte Prof. Raffelh&uuml;schen seine Darstellung der gesetzlichen Rente vollkommen auf sein Publikum ma&szlig;zuschneidern versteht.\n<p><strong>Zun&auml;chst Prof. Raffelh&uuml;schen vor Vertretern privater Versicherungen:<\/strong><br>\n&bdquo;Die Rente ist sicher &ndash; sag ich Ihnen ganz unverbl&uuml;mt. (Gel&auml;chter unter den Versicherungsvertretern.) Die Rente ist sicher, nur hat kein Mensch mitgekriegt, dass wir aus der Rente schon l&auml;ngst eine Basisrente gemacht haben. Das ist alles schon passiert. Wir sind runter gegangen durch den Nachhaltigkeitsfaktor und durch die modifizierte Bruttolohnanpassung. Diese beiden Dinge sind schon l&auml;ngst gelaufen, ja, waren im Grunde genommen nichts anderes als die gr&ouml;&szlig;te Rentenk&uuml;rzung, die es in Deutschland jemals gegeben hat. (&hellip;) Aus dem Nachhaltigkeitsproblem der Rentenversicherung ist quasi ein Altersvorsorgeproblem der Bev&ouml;lkerung geworden. So, das m&uuml;ssen wir denen erz&auml;hlen! Also, ich lieber nicht, ich hab genug Drohbriefe gekriegt! Kein Bock mehr, irgendwie. Aber Sie m&uuml;ssen das, das ist Ihr Job!&ldquo;<\/p>\n<p><strong>Ganz andern Prof. Raffelh&uuml;schen im TV-Interview:<\/strong><br>\n &bdquo;Wir machen gar keine Rentenk&uuml;rzung. Wir haben auch noch nie eine Rentenk&uuml;rzung beschlossen. Was tats&auml;chlich passiert, ist, dass die Rentensteigerungen in der Zukunft gebremst werden durch mehrere demographische Faktoren. Das f&uuml;hrt dann dazu, dass die Rente des Jahres &ndash; sagen wir mal 2035 &ndash; etwa bei einer Gr&ouml;&szlig;enordnung liegt, die so bei 40% des Bruttolohns sein wird. Das hei&szlig;t, wir haben immer noch eine Rente, die h&ouml;her ist, als die Rente von heute.&ldquo;<br>\nDie Zitate hat uns ein Leser geliefert.<br>\nDie sehr interessante Sendung &bdquo;Rentenangst&ldquo; wird zu folgenden Terminen wiederholt:<br>\n24. M&auml;rz 2008, 01.15 Uhr auf Eins EXTRA<br>\n25. M&auml;rz 2008, 22.00 Uhr auf Eins EXTRA<br>\n30. M&auml;rz 2008, 16.00 Uhr auf Eins EXTRA<br>\n5. Mai 2008, 21.00 Uhr auf Phoenix<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sr-online.de\/fernsehen\/781\/748492.html\">SR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Von Siemens-Chef L&ouml;scher verschaukelt?<\/strong><br>\nDerartige Marktger&uuml;chte &uuml;ber eine bevorstehende Gewinnwarnung hatten in den vergangenen Wochen immer wieder die Siemens-Aktie gebeutelt. Doch bis zuletzt wollte der Konzern das nicht best&auml;tigen. Noch vor zwei Monaten hatte sich der Siemens-Vorstandsvorsitzende Peter L&ouml;scher in einem Zeitungsinterview betont selbstbewusst gegeben: &ldquo;An der Einsch&auml;tzung zu unserem Gesch&auml;ft hat sich nichts ge&auml;ndert. Das brummt. Siemens strotzt vor Kraft.&rdquo; Es gebe keine Gewinnwarnung. Das klingt heute wie blanker Hohn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/boerse.ard.de\/content.jsp?key=dokument_282974&amp;go=aktie\">Boerse ARD<\/a><\/li>\n<li><strong>China wird f&uuml;r deutsche Firmen zum Minusgesch&auml;ft<\/strong><br>\nBillig, billig, billig &ndash; das ist die Hoffnung deutscher Unternehmer, wenn sie in China einkaufen. Doch f&uuml;r viele geht die Rechnung nicht auf, zeigt eine aktuelle Studie, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. Jede dritte Firma zahlt f&uuml;r Waren aus der Volksrepublik sogar mehr als f&uuml;r heimische.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,541370,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>S&uuml;ditalien: Deutsche Firmen sollen Neapel entm&uuml;llen<\/strong><br>\nEs ist eine Art internationale Zusammenarbeit bei einem sehr lokalen Problem: Deutsche Entsorger nehmen sich der M&uuml;llberge in Neapel an. Denn dort stapeln sich seit Monaten die M&uuml;lls&auml;cke, die Bev&ouml;lkerung ist kurz vor dem Aufstand. Die M&uuml;llberge in der s&uuml;ditalienischen Region Kampanien rund um Neapel sollen mit Hilfe deutscher Entsorger beseitigt werden. Die Verhandlungen der Beh&ouml;rden mit deutschen Unternehmen zur Entsorgung von mehr als 160.000 Tonnen Hausm&uuml;ll st&uuml;nden kurz vor dem Abschluss, berichteten italienische Medien. Bereits Mitte der Woche k&ouml;nnte damit begonnen werden, den M&uuml;ll mit Spezialz&uuml;gen nach Deutschland zu bringen. Der Entwurf der Vereinbarung sehe vor, dass 100 Euro pro entsorgte Tonne M&uuml;ll gezahlt werden sollen. Dazu k&auml;men noch etwa 70 bis 80 Euro pro Tonne an Transportkosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/artikel\/2008\/03\/17\/2496298.xml\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> So k&ouml;nnen die durch Korruption herbeigef&uuml;hrten &Uuml;berkapazit&auml;ten der M&uuml;llentsorger auch weiter profitabel genutzt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nuancen des Desasters<\/strong><br>\nAus dem Irak kamen am Montag zwei Nachrichten: Die ARD meldete, es gebe laut einer Umfrage der Sender ARD, ABC, BBC und NHK Anzeichen f&uuml;r einen Stimmungswandel im Zweistromland. Erstmals seit zwei Jahren beurteilt demnach eine Mehrheit der Iraker die pers&ouml;nliche Situation wieder positiv und knapp die H&auml;lfte glaubt, dass es ihnen in einem Jahr noch besser gehen wird. Verbessert hat sich vor allem das Sicherheitsempfinden, aber auch wirtschaftlich sp&uuml;ren Iraker Fortschritte.<br>\nDie zweite Nachricht liest sich anders. Nach Einsch&auml;tzung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IRKR) bedeutet der seit f&uuml;nf Jahren andauernde Irak-Krieg f&uuml;r die Menschen eine Katastrophe. &ldquo;Die verbesserte Sicherheitslage in einigen Teilen des Iraks darf nicht davon ablenken, dass Millionen von Menschen weiterhin in einer Notlage leben und sich selbst &uuml;berlassen sind&rdquo;, hei&szlig;t es in dem IKRK-Bericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1305271\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Gemeinsame Stellungnahme des Hauptausschusses des Bundesinstituts f&uuml;r Berufsbildung (BIBB) zum Entwurf des Berufsbildungsberichts 2008<\/strong><br>\nFast 100.000 Bewerberinnen und Bewerber blieben ohne ein konkretes Ausbildungsangebot, obwohl sie aktuell eine betriebliche Ausbildung machen wollten. Der Ausbildungspakt ist weiterhin kein Erfolg. Die Paktpartner sonnen sich in Erfolgen, die nur auf dem Papier stehen. Politiker verlieren bei den jungen Menschen immer mehr an Vertrauen. Anstatt Ausbildung anzubieten meinen die Paktpartner, die Jugendlichen mit Praktikumspl&auml;tzen abspeisen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bibb.de\/dokumente\/pdf\/pm_12_2008_empfehlung_ha.pdf%20\">BIBB [PDF &ndash; 60 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie sich die Arbeitgeberseite in vermeintlichen Erfolgen sonnt, kann man hier exemplarisch nachlesen. Da werden besch&ouml;nigende Einzeldaten &uuml;ber Zuw&auml;chse geliefert, die nichts &uuml;ber das Gesamtbild aussagen. Die Lekt&uuml;re der Arbeitnehmerseite lohnt.<br>\nDas Ganze ist ein Lehrst&uuml;ck, wie in diesem Lande von der Arbeitgeberseite die angeblichen Erfolge sch&ouml;ngeredet werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu guter letzt:<\/em><\/p>\n<p><strong>&Uuml;ber die Selbstzerfleischung der SPD schweigen wir heute lieber. <\/strong><br>\nDer masochistische Selbstzerst&ouml;rungswahn des Agenda-Clans richtete sich bisher vor allem gegen das Land und seine Menschen. Jetzt richten die entmachteten Schr&ouml;derianer wie Clement und M&uuml;ntefering sich gegen die eigene Partei. Siehe Clement im Zeitgeistmagazin Cicero laut <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/fuehrungskrise_aid_265505.html\">Focus<\/a>.<br>\nStatt dass sich Clement als ehemaliger Super-Minister mit den Folgen der Finanzmarktkrise besch&auml;ftigt, die er mit angerichtet hat, bek&auml;mpft er lieber die SPD, die ihn bisher nur insoweit interessierte, als sie ihm zu &Auml;mtern verhalf. Es ist wie beim R&uuml;ckzug von imperialen Eroberern: in der Rache f&uuml;r ihr Scheitern hinterlassen sie verbrannte Erde.<\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.friedemann-wehr.de\/35,122,offener-brief-an-franz-muentefering,item,0.php\">Der zornige Brief eines &bdquo;Altgenossen&ldquo; an Franz M&uuml;ntefering.<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3074","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3074","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3074"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3074\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3074"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3074"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3074"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}