{"id":30744,"date":"2016-02-01T08:39:10","date_gmt":"2016-02-01T07:39:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744"},"modified":"2016-02-11T15:19:29","modified_gmt":"2016-02-11T14:19:29","slug":"hinweise-des-tages-2551","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h01\">Asylpaket<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h02\">Gesellschaftliche Aufgabe oder Millionengesch&auml;ft zweifelhafter Unternehmen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h03\">Die &bdquo;t&uuml;rkische L&ouml;sung&ldquo;: EU-Pr&auml;sidentschaft will Zur&uuml;ckweisungen in die T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h04\">US-Vorwahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h05\">Der Parlamentsvorbehalt wird abgeschafft &ndash; Schritt f&uuml;r Schritt und unter selbstgeschaffenen Vorw&auml;nden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h06\">Bitte nicht st&ouml;ren! Hauptstadtjournalisten unter sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h07\">Portugal unter Druck der EU-Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h08\">Was ist mit der franz&ouml;sischen Linken geschehen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h09\">Die reale Story hinter dem Film: Wie Trader die Wall Street besiegten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h10\">Arbeitslosigkeit: niedriges Wachstum und nicht fehlende Qualifikation ist das Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h11\">F&ouml;rderung privaten Wohnungsbaus subventioniert auch Luxuswohnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h12\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h13\">Europ&auml;er m&uuml;ssen Datenschutz durchsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h14\">GEW: &bdquo;Entfristungsoffensive statt Exzellenzinitiative&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30744#h15\">Umgang mit der AfD: Das Scheitern der Talk-Republik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Asylpaket<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wagenknecht: Koalition schafft willk&uuml;rlich zwei Klassen von Fl&uuml;chtlingen<\/strong><br>\n&bdquo;Das Asylrecht wird faktisch abgeschafft&ldquo;, kritisiert Sahra Wagenknecht, Fraktionschefin der Linken im Bundestag. Im Interview mit unserer Redaktion geht sie hart mit der Fl&uuml;chtlingspolitik der Bundesrepublik und der EU ins Gericht.<br>\nFrau Wagenknecht, CDU, CSU und SPD haben sich auf das Asylpaket II verst&auml;ndigt. Bedeutet das nun eine konsequente Fl&uuml;chtlingspolitik? Oder bleiben Sie bei Ihrem Vorwurf des Staatsversagens ?<br>\nDas neue Asylpaket entspannt die Situation in den St&auml;dten und Gemeinden nicht. Es wird auch die Fl&uuml;chtlingszahlen nicht relevant reduzieren, denn die meisten Fl&uuml;chtlinge kommen nach wie vor aus Syrien, dem Irak, zunehmend auch Afghanistan. Die neuen Gesetze bewirken nur, dass willk&uuml;rlich unterschiedliche Klassen von Fl&uuml;chtlingen geschaffen werden: B&uuml;rgerkriegsfl&uuml;chtlinge, die wir nach wie vor gro&szlig;z&uuml;gig aufnehmen, und Asylsuchende, die trotz politischer Verfolgung im Heimatland jetzt kaum noch eine Chance auf Aufnahme haben, weil immer mehr L&auml;nder, in denen es bekannterma&szlig;en schlimme Menschenrechtsverletzungen gibt, zu &bdquo;sicheren Herkunftsstaaten&ldquo; erkl&auml;rt werden. Das Grundrecht auf Asyl wird damit faktisch abgeschafft, das ist unverantwortlich.<br>\nAuch in den Reihen der Linken gab es Irritationen, als Sie von &bdquo;Kapazit&auml;tsgrenzen&ldquo; bei der Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen gesprochen haben&hellip;<br>\nNat&uuml;rlich gibt es Kapazit&auml;tsgrenzen , wer das bestreitet, sollte sich mal mit Kommunalpolitikern in den betroffenen St&auml;dten und Gemeinden unterhalten. Und nat&uuml;rlich m&uuml;ssen die Fl&uuml;chtlingszahlen verringert werden, die Frage ist nur, wie. Jeder wei&szlig;, dass die Fl&uuml;chtlingscamps in den Anrainerstaaten der B&uuml;rgerkriegsl&auml;nder in einem katastrophalen Zustand sind. Die UNO, die sich um diese Lager k&uuml;mmert, warnt immer wieder, dass die Menschen dort hungern und frieren, dass die Kinder keine Schulbildung bekommen und die hygienischen Bedingungen so katastrophal sind, dass der Ausbruch von Seuchen droht. Wer da ist, will unter allen Umst&auml;nden weg, und verzweifelte Menschen, die um ihr &Uuml;berleben f&uuml;rchten, halten letztlich auch keine Grenzz&auml;une auf. Deshalb ist der entscheidende Hebel, diese Situation vor Ort endlich zu verbessern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/664006\/wagenknecht-koalition-schafft-willkurlich-zwei-klassen-von-fluchtlingen\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Asylpaket II beschlossen: Bundesregierung gef&auml;hrdet Leben von Schutzbed&uuml;rftigen<\/strong><br>\nGestern hat die Bundesregierung nach langen Diskussionen das Asylpaket II beschlossen &ndash; sogar mit zus&auml;tzlichen Versch&auml;rfungen gegen&uuml;ber dem Beschluss vom November 2015. Das geplante Gesetz f&uuml;hrt zu einer massiven Beschr&auml;nkung des Rechtsschutzes von vielen Fl&uuml;chtlingen und wird Familien auf lebensgef&auml;hrliche Routen zwingen.<br>\nBereits im November 2015 lag PRO ASYL ein Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Asylpaket II vor, der nun noch erg&auml;nzt wurde. Und schon damals musste man konstatieren: Es handelt sich um einen Frontalangriff auf das Asylrecht. Hier k&ouml;nnen Sie unseren Aufruf gegen das Gesetz unterst&uuml;tzen. Beschlossen wurde im Kabinett nun folgendes:<br>\nBeschr&auml;nkung des Familiennachzugs bedeutet Lebensgefahr<br>\nF&uuml;r Fl&uuml;chtlinge mit subsidi&auml;rem Status wird der Familiennachzug f&uuml;r zwei Jahre ausgesetzt. Das sind all jene Fl&uuml;chtlinge, die nicht individuell verfolgt werden, aber in ihrer Heimat Folter, Todesstrafe oder unmenschliche Behandlung bef&uuml;rchten m&uuml;ssen. Durch die Einzelfallpr&uuml;fung der Syrer\/innen k&ouml;nnte auch diese Gruppe betroffen sein &ndash; dabei haben diverse Oberlandesgerichte das BAMF in der Vergangenheit gerade dazu gezwungen, syrischen Fl&uuml;chtlingen einen Status nach der Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention zu verleihen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.proasyl.de\/de\/news\/detail\/news\/asylpaket_ii_beschlossen_bundesregierung_gefaehrdet_leben_von_schutzbeduerftigen\/\">Pro Asyl<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gesellschaftliche Aufgabe oder Millionengesch&auml;ft zweifelhafter Unternehmen?<\/strong><br>\nDa die staatlichen Anbieter und die in der Fl&uuml;chtlingshilfe engagierten Hilfsorganisationen wie DRK, AWO, Diakonie oder Caritas nicht bereit oder in der Lage sind, die Betreuungskosten unter einen bestimmten Schwellenwert hinaus zu senken, da sie in diesem Fall als notwendig erachtete Leistungen nicht erbringen k&ouml;nnten, beauftragen immer mehr Kommunen private Dienstleistungsanbieter, die ihrerseits ein Gro&szlig;teil der angebotenen Leistungen von Subunternehmen &uuml;bernehmen lassen. (&hellip;)<br>\nVor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die Fl&uuml;chtlingsunterbringung tats&auml;chlich, wie in politischen Sonntagsreden verk&uuml;ndet, als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen wird oder vielmehr als Konjunkturprogramm f&uuml;r zweifelhafte private Dienstleister, denen Umsatzsteigerungen mehr bedeuten als eine w&uuml;rdige Behandlung von Menschen, die gerade aus dem Elend von Diktaturen oder B&uuml;rgerkriegen geflohen sind.<br>\nZwar heben auch jene Unternehmen ihr soziales Verantwortungsbewusstsein auf Homepages und in Werbeanzeigen hervor, das genannte Essener Unternehmen weist sich sogar die &bdquo;enge Abstimmung mit staatlichen Beh&ouml;rden&ldquo; als besonderes Markenzeichen zu, in der Realit&auml;t ist jedoch eher von einer Notsituation auszugehen, in der sich die Kommunen angesichts chronischer Finanzknappheit und pl&ouml;tzlichem Fl&uuml;chtlingsandrang befinden. Pro Asyl weist deshalb auch der Bundespolitik ein geh&ouml;riges Ma&szlig; an Mitschuld f&uuml;r diese nun von zweifelhaften Gesch&auml;ftemachern ausgenutzte Situation zu. Weil der soziale Wohnungsbau jahrelang vernachl&auml;ssigt wurde, fehlten den St&auml;dten und Gemeinden nun die Kapazit&auml;ten, die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Fl&uuml;chtlingsunterbringung in Eigenregie zu bew&auml;ltigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/01\/29\/fluechtlingsbetreuung-gesellschaftliche-aufgabe-millionengeschaeft-unternehmen\/\">Migazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die Privatisierung der Fl&uuml;chtlingsbetreuung ist ein eigener Skandal in der gesamten Entwicklung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die &bdquo;t&uuml;rkische L&ouml;sung&ldquo;: EU-Pr&auml;sidentschaft will Zur&uuml;ckweisungen in die T&uuml;rkei<\/strong><br>\nDie niederl&auml;ndische Regierung, die aktuell die EU-Pr&auml;sidentschaft inne hat, arbeitet an einem Plan, der vorsieht Schutzsuchende, die in Griechenland ankommen, direkt in die T&uuml;rkei zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Der Plan ist, in Anbetracht der dokumentierten Menschenrechtsverletzungen gegen Fl&uuml;chtlinge, skrupellos &ndash; und er verst&ouml;&szlig;t gegen internationales Recht.<br>\nWer als Fl&uuml;chtling in Griechenland ankommt, soll nach wenigen Tagen wieder mit der F&auml;hre in die T&uuml;rkei geschickt werden &ndash; so will es die niederl&auml;ndische Regierung.  Auch Deutschland und andere EU-Staaten sollen an dem Plan beteiligt sein. Im Gegenzug daf&uuml;r, dass die T&uuml;rkei die Schutzsuchenden wieder aufnimmt, wollen einige EU-L&auml;nder mit der regul&auml;ren Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen aus der T&uuml;rkei beginnen &ndash; die Rede ist von 150.000 &ndash; 250.000 pro Jahr.<br>\nZur&uuml;ckweisungen hebeln Menschenrechte aus<br>\nDer Plan verst&ouml;&szlig;t gegen europ&auml;isches und internationales Recht: R&uuml;ckf&uuml;hrungen von Asylsuchenden in die T&uuml;rkei sind illegale Zur&uuml;ckweisungen, die gegen das Non-Refoulement-Gebot der Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention und der Europ&auml;ischen Menschenrechtskonvention versto&szlig;en. Ebenso illegal sind direkte Push-Backs &ndash; gewaltsames Zur&uuml;ckdr&auml;ngen von Fl&uuml;chtlingsbooten in der &Auml;g&auml;is, zu denen Griechenland laut Migrationsminister Mouzalas bereits offen von anderen EU-Staaten aufgefordert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.proasyl.de\/de\/news\/detail\/news\/die_tuerkische_loesung_eu_praesidentschaft_will_zurueckweisungen_in_die_tuerkei\/\">Pro Asyl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Vorwahlen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Boheiowa<\/strong><br>\nDie US-Vorwahlen im Bauernstaat Iowa gelten als Omen f&uuml;r das Rennen ums Wei&szlig;e Haus. Dabei sind sie eine enorme Geldverschwendung &ndash; und undemokratisch. [&hellip;]<br>\nSollte man aber: In Wahrheit sind die Caucuses weitgehend zwecklos, eine enorme Geldverschwendung und, ja, geradezu undemokratisch &ndash; ein perfekt inszenierter Polit-Schwindel, dessen Opfer munter dabei mitmachen.<br>\nDas gilt f&uuml;r das Wahlsystem wie f&uuml;r das, was dabei rauskommt: Diese Vorwahlen sind weder repr&auml;sentativ noch einer Demokratie w&uuml;rdig. Ihre Resultate sind oft ein Losentscheid, dessen Nutznie&szlig;er &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; allein durch den Medienhype zu h&ouml;heren Weihen gelangen.<br>\n&ldquo;Eine absolut furchtbare Art, Kandidaten f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaftswahl zu finden&rdquo;, befand der inzwischen verstorbene Essayist Christopher Hitchens bereits 2007. &ldquo;Sie macht die USA zur Bananenrepublik.&rdquo; Doch ge&auml;ndert hat sich nichts, seit dieser politische Spiegeltrick erfunden wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/usa-wahlkampf-warum-die-vorwahlen-in-iowa-undemokratisch-sind-a-1074824.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Aus einem Land, in dem die Kanzlerkandidaten in Hinterzimmern ausgekungelt werden, klingen diese S&auml;tze seltsam befremdlich. Bei aller berechtigten Kritik im Detail, sind die US-Vorwahlen doch um L&auml;ngen demokratischer als unser deutsches Kandidatenfindungsprozedere.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Umfrage: Drei Viertel der Deutschen unterst&uuml;tzen Hillary Clinton<\/strong><br>\nWenn es nach den Deutschen ginge, w&uuml;rde Hillary Clinton n&auml;chste Pr&auml;sidentin der USA. Den Republikaner Donald Trump wollen die wenigsten im Wei&szlig;en Haus sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/usa-hillary-clinton-wird-von-deutschen-bevorzugt-a-1074880.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wer noch einen Beleg f&uuml;r den Einfluss tendenzi&ouml;ser Berichterstattung braucht: hier ist er. Man kann wohl davon ausgehen, dass nur ein kleiner Bruchteil der Deutschen sich die M&uuml;he gemacht hat, die politischen Programme und Positionen der Kandidaten zu vergleichen. Die Befragten waren also alle mehr oder weniger ausschlie&szlig;lich vom deutschen Kampagnenjournalismus beeinflusst. Und wer die Schlagzeilen noch im Hinterkopf hat, wird sich sicherlich nicht dar&uuml;ber wundern, dass unsere lieben Mitb&uuml;rger gar f&uuml;rchterliche Angst vor dem &bdquo;irren&ldquo; Trump haben, die &bdquo;unvermeidliche&ldquo; Frau Clinton lieben und Bernie Sanders &uuml;berhaupt nicht kennen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Parlamentsvorbehalt wird abgeschafft &ndash; Schritt f&uuml;r Schritt und unter selbstgeschaffenen Vorw&auml;nden<\/strong><br>\nDie Bundesrepublik soll nun wieder ein St&uuml;ck &bdquo;moderner&ldquo; werden. Die ganz Gro&szlig;e Koalition unternimmt n&auml;mlich einen weiteren Schritt, um das Parlament von solchen Entscheidungen zu befreien, bei denen ohnehin feststeht wie sie ausgehen sollen. Eingebracht ins Plenum wird eine Gesetzesinitiative zur sog. &bdquo;Fortentwicklung der parlamentarischen Beteiligung bei der Entscheidung &uuml;ber den Einsatz bewaffneter Streitkr&auml;fte im Ausland im Zuge fortschreitender B&uuml;ndnisintegration&ldquo;.<br>\nEine Armee zur &bdquo;Landesverteidigung&ldquo; ist die Bundeswehr freilich schon l&auml;nger nur noch f&uuml;r diejenigen, die die &bdquo;Sicherheit Deutschlands&ldquo; &bdquo;am Hindukusch verteidigt&ldquo; sehen (welches Land belegt noch den 2. Platz der meisten Menschen, die vor Kriegsfolgen in die EU fliehen?) oder die eben davon &uuml;berzeugt sind, dass &bdquo;Landesverteidigung&ldquo; auch in Hinblick auf die Bananenregale im Supermarkt keinen Halt machen kann.<br>\n1994 hatte das Bundesverfassungsgericht in Anbetracht zunehmender Eins&auml;tze au&szlig;erhalb des NATO-Gebiets mit seinem &bdquo;Out-of-area&ldquo;-Urteil zwar die M&ouml;glichkeit derartiger Eins&auml;tze aus dem Grundgesetz herbeiinterpretiert und damit sicherlich einen verheerenden Dienst f&uuml;r die Rolle Deutschlands in einer imperialen Welt geleistet. Doch zumindest noch das Parlament sollte dem durch sein Vorbehaltsrecht vorgeschaltet sein, im Urteil hei&szlig;t es:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=10342\">Maskenfall<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Was ist blo&szlig; mit der SPD los? Hat deren aktives Spitzen-Personal im Geschichte-Unterricht gefehlt oder ist es schlicht nicht f&auml;hig oder willens, Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen? Es scheint, als wolle auch die SPD &ndash; zumindest die Mehrheit deren Bundestagsfraktion &ndash; hier einer Art Erm&auml;chtigungsgesetz zustimmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bitte nicht st&ouml;ren! Hauptstadtjournalisten unter sich<\/strong><br>\nDie Bundespressekonferenz ist ein Kuriosum. &Uuml;berall auf der Welt bitten Spitzenpolitiker Journalisten zur Pressekonferenz. Nicht so in Berlin. Hier ist es genau umgekehrt: Die Journalisten laden ein, Pers&ouml;nlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur kommen. Und wer die Musik bezahlt, bestimmt, was gespielt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/medienquartett-bitte-nicht-stoeren-hauptstadtjournalisten.1301.de.html?dram:article_id=343058\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Es gibt tats&auml;chlich Anweisungen von oben.&rdquo;<\/strong><br>\nAls Tilo heute Abend im Medienquartett des Deutschlandfunks zu Gast war und es um Hauptstadtjournalismus ging, hat Wolfgang Herles, ehem. Leiter des ZDF Studios Bonn &amp; Chef der ZDF-Sendung Aspekte, &uuml;ber regierungsfreundlichen Journalismus von heute berichtet: &ldquo;Wir gehen der Agenda auf den Leim. Und es gibt tats&auml;chlich, das muss ich an dieser Stelle doch nochmal sagen, Anweisungen von oben. Auch im ZDF sagt der Chefredakteur: Freunde, wir m&uuml;ssen so berichten, dass es Europa und dem Gemeinwohl dient. Da braucht er in Klammern gar nicht mehr dazusagen, wie es der Frau Merkel gef&auml;llt. Solche Anweisungen gibt es und gab es auch zu meiner Zeit. Es gab eine schriftliche Anweisung, dass das ZDF der Herstellung der Einheit Deutschlands zu dienen habe. Und das ist was anderes als zu berichten was ist. Wir durften damals nichts negatives &uuml;ber die neuen Bundesl&auml;nder sagen. Heute darf man nichts negatives &uuml;ber die Fl&uuml;chtlinge sagen. Das ist Regierungsjournalismus. Das f&uuml;hrt dazu, dass die Leute Vertrauen in uns verlieren. Das ist der Skandal.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2016\/01\/29\/dlf_20160129_1915_db5a681a.mp3\">dradio.de (ab 28:00 min)<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\/photos\/a.639951416016810.1073741828.573823342629618\/1181141495231130\/?type=3&amp;theater\">Jung &amp; Naiv via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Portugal unter Druck der EU-Kommission<\/strong><br>\nDer Hochschullehrer und Journalist Marcelo Rebelo de Sousa ist mit 52,1% der Stimmen zum neuen Pr&auml;sidenten Portugals gew&auml;hlt worden (Wahlbeteiligung: 49%). Die KandidatInnen der politischen Linken blieben in dieser Auseinandersetzung chancenlos. Der konservative Pr&auml;sident muss mit einer sozialistischen Minderheitsregierung kooperieren, die von Linksblock und einer Allianz aus Kommunisten und &Ouml;kologen gest&uuml;tzt wird. In seiner Antrittsrede traf der neue Pr&auml;sident den kritischen Punkt der Politik: Nur mit Wirtschaftswachstum und einer Bek&auml;mpfung der Verarmung werde man soziale Spannungen und Radikalisierung verhindern k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nUnter dem neuen Premier Ant&oacute;nio Costa hat Portugal eine 180-Grad-Wende in der Wirtschaftspolitik vollzogen. Die St&auml;rkung der Binnenwirtschaft durch eine leichte Anhebung des Mindestlohns, einer Erh&ouml;hung der Altersrenten und einer partiellen R&uuml;cknahme der Lohnk&uuml;rzungen soll einen Erholungspfad er&ouml;ffnen. Entscheidend ist f&uuml;r die tolerierte Linksregierung die Stabilisierung des Wirtschaftswachstums. (&hellip;)<br>\nEntscheidend wird sein, wie lange die Menschen in Portugal, Spanien oder Griechenland die absurde Austerit&auml;tspolitk weiterhin tolerieren werden. Portugals neuer Pr&auml;sident, Marcelo Rebelo de Sousa, will das von der Wirtschaftskrise gebeutelte und politisch zerstrittene Portugal auf dem Reformpfad halten. &raquo;Soziale Gerechtigkeit, Wirtschaftswachstum und Finanzstabilit&auml;t&laquo; m&uuml;ssten in Einklang gebracht werden. Die spannende Frage bleibt: Werden Br&uuml;ssel und die EZB einen solchen Einklang zulassen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/portugal-unter-druck-der-eu-kommission\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ratingagenturen schie&szlig;en sich auf Portugal ein<\/strong><br>\nAuch die EU-Kommission kritisiert den Haushaltsentwurf, mit dem Abschied vom Austerit&auml;tskurs genommen werden soll<br>\nSchon jetzt beginnen sich die gro&szlig;en Ratingagenturen auf Portugal einzuschie&szlig;en, weil das Land den Austerit&auml;tskurs aufgeben will. Dass die Agenturen massiv in L&auml;nder eingreifen, ist schon einmal auch am Fall Portugal geschehen. 2011 hatte sogar Berlin kritisiert, wie Portugal in den Ruin herabgestuft wurde. Nun drohen die gro&szlig;en Agenturen erneut mit einer Herabstufung der Bonit&auml;t des Landes, weil ihnen der Haushaltsentwurf nicht passt, in dem eine Abkehr vom Austerit&auml;tskurs festgeschrieben werden soll.<br>\nFitch nannte den Haushalt &ldquo;irreal&rdquo; und meinte, eine &ldquo;Lockerung&rdquo; der Sparpolitik schade dem Land. Moody&rsquo;s kritisiert eine &ldquo;Strategie&rdquo;, die auf Erh&ouml;hung des &ldquo;privaten Konsums und Lohnerh&ouml;hungen&rdquo; basiere. Und Standard &amp; Poor&rsquo;s forderte &ldquo;zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen&rdquo;, um das Defizit auf das mit der EU vereinbarte Niveau zu bringen. Doch wirklich kritisch w&uuml;rde es f&uuml;r Portugal, wenn sich auch die kanadische Agentur DRBS dem Urteil anschlie&szlig;en w&uuml;rde. Es ist die einzige Agentur, die Portugal Staatsanleihen nicht als &ldquo;Ramsch&rdquo; einstuft. Die Agentur hat erkl&auml;rt, die Vorg&auml;nge in Portugal zu beobachten, &ldquo;um zu pr&uuml;fen, ob eine Anpassung des Ratings n&ouml;tig ist oder nicht&rdquo;.<br>\nW&uuml;rde Portugal von DRBS abgestuft, h&auml;tte das deutliche Folgen. Denn dann d&uuml;rfte die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) keine Anleihen des Landes im Rahmen des umstrittenen Kaufprogramms mehr ankaufen. Das d&uuml;rfte die Zinsen wieder stark steigen lassen und wird vermutlich den Haushalt sprengen. Hier h&auml;tte man es dann erneut mit einer selbsterf&uuml;llenden Prophezeiung zu tun, wie man sie aus der Zeit kennt, bevor Portugal 2011 unter den europ&auml;;ischen Rettungsschirm schl&uuml;pfen musste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Ratingagenturen-schiessen-sich-auf-Portugal-ein-3088199.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Was ist mit der franz&ouml;sischen Linken geschehen?<\/strong><br>\n&Uuml;ber das Scheitern der Parti de gauche<br>\nAls breite linke Koalition brachte die im November 2008 gegr&uuml;ndete Linksfront (Front de gauche) verschiedene Organisationen zusammen: die neugegr&uuml;ndete Linkspartei Parti de Gauche (PG), die traditionsreiche Franz&ouml;sische Kommunistische Partei (PCF) und etliche kleinere linke Gruppen. Diese verschmolzen im November 2013 zu einer neuen Organisation, Ensemble! (Zusammen!). Ihr Ziel war es, eine breite linke Koalition zu schaffen, die es bewerkstelligen w&uuml;rde, die Hegemonie der Sozialistischen Partei (PS) &uuml;ber die franz&ouml;sische Linke herauszufordern. Treibende Kraft in der Koalition war vor allem die PG. Ihr Niedergang ist einer der ma&szlig;geblichen Gr&uuml;nde, dass das Linksb&uuml;ndnis letztlich gescheitert ist.<br>\nKrise der Linken<br>\nIm Juli 2015 hielt die PG unter dem Titel &ldquo;Die L&ouml;sung ist das Volk&rdquo; ihren vierten Kongress ab. Von der F&uuml;hrung als Erfolg eingesch&auml;tzt, fand die Versammlung im Kontext einer Krise der Partei statt. Seit einigen Jahren nun haben die &uuml;ber das Land verteilten lokalen Partei-Komitees best&auml;ndig Mitglieder verloren. Einige dr&uuml;ckten ihre Nicht&uuml;bereinstimmung mit dem Programm und dem Mangel an interner Demokratie aus, andere verabschiedeten sich einfach sang- und klanglos.<br>\nVon den laut Parteiangaben 8 000 Mitgliedern beteiligten sich nur 1 700 an der Stimmabgabe f&uuml;r die konkurrierenden Plattformen. Und zum ersten Mal in der kurzen Geschichte der PG gab es &uuml;berhaupt zwei statt nur einer Plattform. Die von der Parteif&uuml;hrung unterst&uuml;tzte Mehrheitsplattform errang nur 55 Prozent der Stimmen, die aufbegehrende oppositionelle Plattform 45 Prozent. Diese Minorit&auml;t verlangte einen radikalen Bruch mit der PS und eine erneuerte Bindung an die arbeitenden Klassen, indem &bdquo;nationale Souver&auml;nit&auml;t&ldquo; und der Ausstieg aus der EU verfochten w&uuml;rden.<br>\nDoch die Rede von der Krise der PG verfehlt das Eigentliche. Letztendlich ist es die gesamte franz&ouml;sische Linke, die sich in einer Krise befindet. Von der post-trotzkistischen Neuen Antikapitalistischen Partei (NPA) bis zu den Gr&uuml;nen (EELV) und der PS leiden alle politischen Organisationen an rapidem Schrumpfen der Mitgliedszahlen, an Fraktionsdisputen, kl&auml;glichen Wahlergebnissen und der Abwesenheit einer strategischen Vision f&uuml;r die Zukunft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeitschrift-luxemburg.de\/was-ist-mit-der-franzoesischen-linken-geschehen\/\">LuXemburg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die reale Story hinter dem Film: Wie Trader die Wall Street besiegten<\/strong><br>\nHinter dem Film &bdquo;The Big Short&ldquo; verbergen sich reale Trader &ndash; was sie taten, was aus ihnen wurde, was man von ihnen lernen kann. (&hellip;)<br>\n&bdquo;The Big Short&ldquo; beschreibt, wie Michael Burry und einige weitere hellsichtige Trader in den Jahren 2005 bis 2008 gegen die Wall-Street-Banken spekulierten &ndash; und gewannen. Der Film beruht auf dem gleichnamigen Buch von Michael Lewis, der mit den Protagonisten geredet und die Einzelheiten recherchiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/the-big-short-die-reale-story-hinter-dem-film-wie-trader-die-wall-street-besiegten\/12877982.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Anscheinend sind insbesondere seit 2008 keine wesentlichen Lehren aus der Finanzkrise gezogen worden. &Uuml;ber Finanz-Spekulanten, die die Gunst der Stunde nutzen m&ouml;chten, sollte sich also in Zukunft nicht gewundert werden. &Uuml;ber Politiker, die demn&auml;chst an die Moral appellieren und neue Regeln versprechen, vielleicht schon.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit: niedriges Wachstum und nicht fehlende Qualifikation ist das Problem<\/strong><br>\n&bdquo;Das Geheimnis hinter der Rekordarbeitslosigkeit. Die wichtigste Ursache ist fehlende Qualifikation, nicht die Konjunktur&ldquo; lautet der &bdquo;popul&auml;rwissenschaftlichen&ldquo; Titel eines der letzten Produkte der Agenda Austria. Damit soll offensichtlich die These, dass der Gro&szlig;teil der Arbeitslosigkeit in &Ouml;sterreich struktureller Natur ist, untermauert und der Boden f&uuml;r weitreichende &bdquo;Strukturreformen&ldquo; bereitet werden: f&uuml;r Ma&szlig;nahmen wie K&uuml;rzungen von Arbeitslosenunterst&uuml;tzung oder die Dezentralisierung der Lohnverhandlungen. Tats&auml;chlich wird im vorliegenden Fall nicht nur ein &ouml;konomisches Konzept missbraucht, sondern es werden auch grundlegende Zusammenh&auml;nge schlicht ignoriert. Seri&ouml;se wissenschaftliche Argumente sehen anders aus.<br>\nDie wichtigste Ursache f&uuml;r die hohe Arbeitslosigkeit ist das niedrige Wachstum und nicht die fehlende Qualifikation<br>\nEs ist unbestritten, dass Arbeitslose am &ouml;sterreichischen Arbeitsmarkt mit Qualifikationsdefiziten zu k&auml;mpfen haben, die hohe Zahl an Qualifizierungskursen im AMS bzw. die schlechten Ergebnisse bei PISA und PIAAC sind mehr als deutliche Belege daf&uuml;r. Diese Probleme bestehen allerdings nicht erst seit 2013! In Folge der lang anhaltende Wirtschaftsflaute seit der Krise 2009 ist zudem zu bef&uuml;rchten, dass sich die Arbeitslosigkeit verfestigt und die strukturelle Arbeitslosigkeit gestiegen ist. Aber dies ist eine Folge der Krise, keine Ursache, wie es Agenda Austria in ihren Arbeiten nahelegt. Da werden dann die Kausalit&auml;ten verdreht, die Konzepte umgedeutet, und es wird viel scheinwissenschaftlicher Aufwand getrieben, nur damit die Botschaft die richtige Verpackung erh&auml;lt. Im vorliegenden Fall wird das Konzept der Beveridge-Kurve missbraucht, um die message zu untermauern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/arbeitslosigkeit-niedriges-wachstum-und-nicht-fehlende-qualifikation-ist-das-problem\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> &Auml;hnlich d&uuml;rfte auch die Situation in Deutschland sein: Es fehlt am Wachstum.<\/em><br>\n<em>Und ganz nebenbei bemerkt: Hat sich hierzulande nicht l&auml;ngst ein Zusammenwirken von Arbeitsagenturen\/Jobcentern und sog. freien Tr&auml;gern zur Qualifizierung von erwerbslosen Personen etabliert, das nicht selten als &ldquo;Sozialindustrie&rdquo; bezeichnet wird? Dienen diese Qualifizierungsma&szlig;nahmen tats&auml;chlich den erwerbslosen Personen und doch eher den zahlreichen Anbietern dieser Ma&szlig;nahmen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>F&ouml;rderung privaten Wohnungsbaus subventioniert auch Luxuswohnungen<\/strong><br>\nBerlin braucht mehr Wohnungen. Die Bundesregierung will den Neubau f&ouml;rdern. Doch was gut klingt, k&ouml;nnte f&uuml;r die Hauptstadt unerw&uuml;nschte Folgen haben. Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen bef&uuml;rchtet, dass Luxusbauten mit Steuergeldern subventioniert werden.<br>\nDie geplante F&ouml;rderung des privaten Wohnungsbaus k&ouml;nnte f&uuml;r Berlin teurer werden als ohnehin bef&uuml;rchtet. Nach den Beratungen der Ministerpr&auml;sidenten &uuml;ber den Vorschlag von Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) zeigte sich Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen am Freitag entt&auml;uscht. &bdquo;Der jetzt vorliegende Vorschlag f&ouml;rdert ohne Not auch mittlere und hohe Preissegmente&ldquo;, sagte er. &bdquo;Es ist offensichtlich, dass es erhebliche Fehlanreize und Mitnahmeeffekte geben wird. Aus meiner Sicht ist das ein Instrument, das in die falsche Richtung geht und das auch vorsichtig geplante Haushalte der L&auml;nder gef&auml;hrden wird.&ldquo;<br>\nSch&auml;uble m&ouml;chte es privaten Bauherren in den kommenden drei Jahren erm&ouml;glichen, bis zu einem Drittel der Baukosten f&uuml;r neue Wohnh&auml;user steuerlich abzusetzen. So will er erreichen, dass 100.000 zus&auml;tzliche Wohnungen entstehen, insbesondere in den St&auml;dten. Daf&uuml;r ist die F&ouml;rderung aus Berliner Sicht aber gar nicht n&ouml;tig. Der Bausektor sei ohnehin &uuml;berhitzt, die zus&auml;tzlichen Anreize w&uuml;rden vor allem zu steigenden Baukosten f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/wohnen-in-berlin-foerderung-privaten-wohnungsbaus-subventioniert-auch-luxuswohnungen,10809148,33673674.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Unglaublich!!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&Uuml;berwachung: Kanada stoppt Austausch von Metadaten mit Five Eyes<\/strong><br>\nNachdem der kanadische Geheimdienst CSE entdeckt hat, dass nicht ausreichend anonymisierte Metadaten an andere Dienste gingen, wurde die Weitergabe ausgesetzt. Der zust&auml;ndige Minister versichert, dass die Datenschutzprobleme gering waren.<br>\nKanadas Geheimdienst CSE (Communications Security Establishment) hat aufgeh&ouml;rt, abgegriffene Metadaten an Partner in der Geheimdienstallianz Five Eyes (USA, Gro&szlig;britannien, Australien und Neuseeland) weiterzugeben. Die Verbindungsdaten seien nicht ausreichend anonymisiert worden, hatte CSE-Aufseher Jean Pierre Plouffe kurz zuvor dem Parlament berichtet, schreibt die Rundfunkanstalt CBC.<br>\nDie Daten legen offen, wer wann wo beziehungsweise mit wem kommuniziert hat und werden durch verschiedene &Uuml;berwachungsprogramme abgegriffen. Die werden von dem CSE und den Partnern, allen voran dem US-Geheimdienst NSA durchgef&uuml;hrt. Deren ganzes Ausma&szlig; hatte der NSA-Whistleblower Edward Snowden &ouml;ffentlich gemacht. Metadaten werden in Deutschland etwa durch die gerade wieder eingef&uuml;hrte Vorratsdatenspeicherung gesammelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Ueberwachung-Kanada-stoppt-Austausch-von-Metadaten-mit-Five-Eyes-3086560.html?wt_mc=nl.ho.2016-01-29\">heise online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Canada spy agency stops sharing intelligence with international parters<\/strong><br>\nMove not to share with Five Eyes partners comes after Communications Security Establishment revealed it had illegally collected Canadians&rsquo; metadata<br>\nCanada&rsquo;s ultra-secret eavesdropping agency has stopped sharing intelligence with international partners after revealing it had illegally collected Canadians&rsquo; metadata in sweeps of foreign communications.<br>\nIn a report to parliament, the Communications Security Establishment (CSE) said on Thursday the breach was unintentional and had been discovered internally in 2013.<br>\nA CSE official blamed a software flaw that resulted in sharing of metadata, used to identify, manage or route communications over networks that could identify Canadians.<br>\nThe agency said the likelihood of this leading to any abuses was &ldquo;low&rdquo;.<br>\nBut as a precaution, the CSE suspended its sharing of metadata with its Five Eyes intelligence partners &ndash; Australia, Britain, New Zealand and the United States &ndash; until it finds a fix to the problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2016\/jan\/28\/canada-spy-agency-broke-law-by-passing-citizens-metadata-to-foreign-partners\">the guardian<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Und was die neue kanadische Regierung kann, kann die deutsche Bundesregierung nicht? Es liegt wohl am mangelnden Willen der schwarz-roten Merkel-Regierung. Auch bei diesem Thema scheint &bdquo;dear Angela&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30564\">nach Obamas Pfeife<\/a> zu tanzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Video: Gro&szlig;er Bruder&rdquo; macht Datensch&uuml;tzern Sorgen<\/strong><br>\nNach den Silvester-&Uuml;bergriffen auf Frauen haben auch Politiker aus Baden-W&uuml;rttemberg mehr Video-&Uuml;berwachung gefordert. Der Datenschutzbeauftragte warnt jedoch vor &uuml;bertriebenen Reaktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/bw\/ruf-nach-mehr-ueberwachung-grosser-bruder-macht-datenschuetzern-sorgen\/-\/id=1622\/did=16876538\/nid=1622\/9k5gtw\/index.html\">SWR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Europ&auml;er m&uuml;ssen Datenschutz durchsetzen<\/strong><br>\nDass der Europ&auml;ische Gerichtshof das Safe-Harbor-Abkommen gekippt hat, war ein wichtiger Schritt, um europ&auml;ischen Werten Geltung zu verschaffen. Der Versuch, die Weisungen der Richter zu unterlaufen, ist nicht akzeptabel.<br>\nBeim Datenschutz trennen Europa und die USA mehr als ein paar tausend Kilometer Wasser. Kein Amerikaner w&uuml;rde sich beleidigt f&uuml;hlen durch die Feststellung, dass in seinem Land das Thema keinen hohen Stellenwert genie&szlig;t. F&uuml;hrende Konzerne wie Facebook machen mit der Verbreitung von Hobbies, pers&ouml;nlichen Vorlieben und Freundeskreisen Milliardengesch&auml;fte. Die Politik in Washington sieht im Datenschutz vor allem ein Hindernis f&uuml;r die nationale Sicherheit. Und noch weniger Rechte als ihren eigenen B&uuml;rgern r&auml;umt sie Europ&auml;ern ein, die ihre Privatsph&auml;re verletzt f&uuml;hlen. Das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs zu Safe Harbor war daher ein wichtiger Schritt, um europ&auml;ischen Werten Geltung zu verschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/-sote-kommentar-zum-datentransfer,10808230,33682664.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>GEW: &bdquo;Entfristungsoffensive statt Exzellenzinitiative&ldquo;<\/strong><br>\nBildungsgewerkschaft zur Vorstellung des Berichts der &bdquo;Imboden-Kommission&ldquo;<br>\nDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Bund und L&auml;nder aufgefordert, die Weichen f&uuml;r eine bessere Grundfinanzierung der Hochschulen zu stellen, bevor &uuml;ber die Fortf&uuml;hrung der Exzellenzinitiative entschieden wird. &ldquo;Bei der Finanzierung der Spitzenforschung an wenigen Exzellenzuniversit&auml;ten geizen Bund und L&auml;nder nicht mit Milliarden, gleichzeitig stagniert die Grundfinanzierung der Hochschulen. In vielen L&auml;ndern werden die Haushalte sogar gek&uuml;rzt. Das ist der falsche Ansatz. Richtig ist, erst eine gemeinsame Initiative f&uuml;r eine bessere Grundfinanzierung der Hochschulen zu starten, und dann zu sehen, welchen Spielraum es f&uuml;r eine Neuauflage der Exzellenzinitiative gibt&rdquo;, sagte der stellvertretende GEW-Vorsitzende und Hochschulexperte, Andreas Keller, mit Blick auf die Vorstellung des Berichts der so genannten Imboden-Kommission. Die von dem Schweizer Physik-Professor Dieter Imboden geleitete internationale Expertenkommission, die die Exzellenzinitiative evaluiert, wird ihren Abschlussbericht morgen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und L&auml;ndern &uuml;bergeben.<br>\n&ldquo;Drittmittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft, immer neue Bund-L&auml;nder-Pakte und jetzt eine Neuauflage der Exzellenzinitiative &ndash; diese Politik bindet nicht nur Milliarden, die in der Grundfinanzierung der Hochschulen fehlen, sie bef&ouml;rdert auch das Hire-and-Fire-Prinzip: Mit befristet eingeworbenen Projekt- oder Exzellenzgeldern stellen die Hochschulen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch nur befristet ein. L&auml;uft die F&ouml;rderung aus, werden die Besch&auml;ftigten auf die Stra&szlig;e gesetzt. Das ist nicht nur unfair gegen&uuml;ber hoch qualifizierten Besch&auml;ftigten, sondern unterminiert zudem die Kontinuit&auml;t und damit Qualit&auml;t von Forschung, Lehre und Wissenschaftsmanagement. Statt einer &uuml;bereilten Entscheidung, die Exzellenzinitiative fortzusetzen, brauchen wir jetzt eine Entfristungsoffensive: Durch einen Ausbau der Grundfinanzierung der Hochschulen lassen sich die Voraussetzungen f&uuml;r mehr Dauerstellen f&uuml;r Daueraufgaben schaffen&rdquo;, betonte der GEW-Vize.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/presse\/pressemitteilungen\/detailseite\/neuigkeiten\/gew-entfristungsoffensive-statt-exzellenzinitiative\/\">Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Umgang mit der AfD: Das Scheitern der Talk-Republik<\/strong><br>\nAlle reden derzeit dauernd mit oder &uuml;ber die AfD &ndash; in den Talkshows ist die Balance derart gekippt, dass man sich fragt, was die Redaktionen sich dabei denken. Mit Demokratie hat das jedenfalls nichts zu tun. [&hellip;]<br>\nUnd so er&ouml;ffnet das Scheitern der Talk-Republik, wie es die Sendungen von Anne Will, Frank Plasberg und Sandra Maischberger in der vergangenen Woche gezeigt haben, eine ganze Reihe von neuen Fragen.<br>\nIst es zum Beispiel das Wesen der Demokratie, dass &ldquo;alle mit allen reden&rdquo;, wie jetzt immer wieder wiederholt wird? Oder ist es das Wesen der Demokratie, dass sich alle an bestimmte Regeln halten und die gleichen Grundwerte teilen?<br>\nDazu w&uuml;rde zum Beispiel geh&ouml;ren, dass man nicht auf Fl&uuml;chtlinge schie&szlig;t. Die AfD sieht das anders. Muss man deshalb mit ihr reden? Die Frage ist l&auml;cherlich, sie wurde in der vergangenen Woche auch wieder und wieder diskutiert, weil die SPD so dumm war, mal wieder in jede Falle zu tappen, die eigentlich niemand aufgestellt hatte.<br>\nAlle reden zurzeit dauernd und ausschlie&szlig;lich mit der AfD oder &uuml;ber die AfD, es ist fast schon eine Obsession: Es g&auml;be genug zu diskutieren, &uuml;ber den Klimawandel, TTIP, die globale Ungerechtigkeit, das Wesen des Kapitalismus, das Leiden der Menschen in Syrien, die Sch&ouml;nheit und den Schrecken des Islam oder auch nur die Zukunft der intelligenten Maschinen und den Platz des Menschen.<br>\nAber im deutschen Panikmodus wird all das ignoriert &ndash; man ordnet sich dem Diskursgetrommel der Rechten unter, als habe man wirklich Angst, dass man sich sonst zum &ldquo;Volksverr&auml;ter&rdquo; machen k&ouml;nnte. Rechte &Auml;ngste nimmt man eben ernster als linke &Auml;ngste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/das-scheitern-der-talk-republik-kolumne-von-georg-diez-a-1074905.html\">Georg Diez auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Recht hat er, der Herr Diez. Nun haben die gro&szlig;en Talkshows zwei Wochen fast ausschlie&szlig;lich mit der AfD &uuml;ber die AfD geredet, nun reicht&acute;s aber auch langsam. So viel kostenlose Werbepr&auml;senz bekommt keine andere Partei. Gleichzeitig sieht sich die AfD ja bekanntlich als Opfer einer &bdquo;Schweigesspirale&ldquo; des &bdquo;Staatsfunks&ldquo; und der &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; &hellip; w&auml;re es nicht abstrus, man m&uuml;sste schallend lachen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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