{"id":3081,"date":"2008-03-20T08:50:01","date_gmt":"2008-03-20T07:50:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3081"},"modified":"2008-03-20T08:50:02","modified_gmt":"2008-03-20T07:50:02","slug":"hinweise-des-tages-610","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3081","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3081&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Die Fr&uuml;chte der Reform<\/strong><br>\nDie Rede, die die Bundesrepublik ver&auml;ndern sollte, dauerte 90 Minuten. Als Kanzler Gerhard Schr&ouml;der mit der Vorstellung seiner Agenda 2010 fertig war, gab es 90 Sekunden Beifall. Das war wenig f&uuml;r eine Regierungserkl&auml;rung im Bundestag. Einigen Abgeordneten d&auml;mmerte an jenem 14. M&auml;rz 2003 bereits, was da kommen w&uuml;rde. Der Freitag dokumentiert Ausz&uuml;ge aus Schr&ouml;ders damaliger Agenda-Rede und hat in neuen Studien und aktuellen Umfragen nachgeschaut, was aus den Ank&uuml;ndigungen geworden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/12\/08121001.php\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein &auml;u&szlig;erst lesenswerter, weil faktenreicher Beitrag. Nach den vielen Sch&ouml;nrednereien zum f&uuml;nfj&auml;hrigen Agenda-Jubil&auml;um eine ern&uuml;chternde Bilanz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise: Ostergeschenk f&uuml;r JP Morgan<\/strong><br>\nDer aufgebl&auml;hte Finanzsektor steht vor einer Schrumpfkur. Verschuldungsmaschinen wie Bear Stearns und die Mehrzahl der Hedge- und Private-Equity-Fonds m&uuml;ssen vom Markt verschwinden. Es wird unvermeidlich sein, viel &ouml;ffentliches Geld dazu zu verwenden, die Schrumpfung des Finanzsektors einigerma&szlig;en abzufedern. Gescheiterte Finanzfirmen muss eigentlich der Staat &uuml;bernehmen. Sie an die Konkurrenz weiterzureichen ist umso gef&auml;hrlicher, je mehr Geld er zuschie&szlig;t. Das Ostergeschenk an JP Morgan ist insofern nur die zweitbeste L&ouml;sung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/332270.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Lucas Zeise hat Recht, wenn er schreibt, dass die &bdquo;Verschuldungsmaschinen&ldquo; vom Markt verschwinden m&uuml;ssen. Warum f&uuml;r die Schrumpfung der &bdquo;Heuschrecken&ldquo;-Schw&auml;rme allerdings &ouml;ffentliches Geld zu verwenden ist, verstehe wer will. Schlie&szlig;lich haben die Banken den Hedge- und Private-Equity Fonds das Geld geliehen, mit dem sie ihr Gesch&auml;ft betreiben konnten. Die Banken sind also das Risiko eingegangen und haben die Verschuldungsmaschinen erst zu laufen gebracht. Noch absurder ist die Forderung, dass gescheiterte Finanzfirmen der Staat &uuml;bernehmen m&uuml;sse. Da sollte er lieber die Banken bei ihrer unseri&ouml;sen Kreditvergabe an Heuschrecken besser kontrollieren. Interessant sind jedoch die Fragen, gegen welche Sicherheiten die Fed das Zentralbankgeld &uuml;berlassen hat. Sollten denn jetzt die faulen Forderungen auf die Zentralbank abgeschoben werden? Das w&auml;re eine wundersame Geldw&auml;sche.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Michael R. Kr&auml;tke: Pleiten, Crash und Panik<\/strong><br>\nWeltfinanzkrise &ndash; wen trifft es als N&auml;chsten?<br>\nWas bei der Schuldenkrise der Dritten Welt an der Borniertheit der Gl&auml;ubigerbanken im Norden scheiterte, beim jetzigen Finanzdesaster k&ouml;nnte es unumg&auml;nglich sein &ndash; ein Moratorium vorrangig f&uuml;r Hypothekenschulden auf breiter Front und in vielen L&auml;ndern. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Finanzkrise voll auf die so genannte Real&ouml;konomie durchschl&auml;gt. Dann wird der Ruf nach einen &ldquo;neuen New Deal&rdquo; un&uuml;berh&ouml;rbar sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/12\/08120101.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Ulrike Herrmann: Amerika ist hier<\/strong><br>\nPolitiker und Experten k&ouml;nnen sich noch so beschwichtigend geben: Auch in Deutschland werden wir die Finanzkrise zu sp&uuml;ren bekommen. Und zwar jeder von uns. Nur 3,7 Millionen Deutsche besitzen privat Aktien, wie das Deutsche Aktieninstitut ermittelt hat. Doch obwohl der Kleinaktion&auml;r eher selten vorkommt, besitzt fast jeder Deutsche Aktien &ndash; via Lebensversicherung. In ihrem festen Glauben an die private Vorsorge sind die Bundesb&uuml;rger ungeschlagen: 95 Millionen Vertr&auml;ge haben sie abgeschlossen, bei nur 82 Millionen Einwohnern. Die allermeisten von ihnen werden erleben, dass sich die Renditeversprechen nicht erf&uuml;llen, mit denen sie gek&ouml;dert wurden. Denn die Aktienkurse fallen, und die Zinsen sinken auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/amerika-ist-hier\/?src=SZ&amp;cHash=6b9fe25422\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Aktien- und Hedgefonds-Beimischungen als bessere Anreize in der Vorsorge f&uuml;rs Alter<\/strong><br>\nBankenverband warnt vor Armut nach dem Berufsleben &ndash; die gesetzliche Rente reicht nicht aus. Nach Berechnungen des Verbandes k&ouml;nnte die Rentenl&uuml;cke bei vielen B&uuml;rgern erheblich verkleinert werden, wenn es gel&auml;nge, bei der kapitalgedeckten Altersvorsorge die durchschnittliche Rendite nur um einen Prozentpunkt zu steigern. Deshalb empfehlen die Banken, die Anlagevorschriften in der kapitalgedeckten Altersvorsorge zu lockern und mehr zuzulassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/734452.html?_=print\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Neues aus der Anstalt: Nachdem selbst hartgesottene Vertreter des Wirtschaftliberalismus zur Auffassung gelangt sind, dass unsere macht- und geldgeile Bankerelite zwangstherapiert werden sollte, kommt doch tats&auml;chlich nicht eine Bank, nein der Deutsche Bankenverband zu dem Schluss, dass die Anlagevorschriften der Banken f&uuml;r das am wenigsten geregelte &ldquo;sophisticated alternative investment vehicle&rdquo; im Namen der Altersvorsorge gelockert werden sollte. Nachdem diese Branche eine v&ouml;llig neue Dimension aufgezeigt hat, wie man ganze Volkswirtschaften an die Wand f&auml;hrt, soll sie nun mit den gleichen Methoden in der Lage sein, die &ldquo;Rentenl&uuml;cke&rdquo; zu verkleinern. Von ihrer Verantwortung f&uuml;r diese L&uuml;cke ganz zu schweigen, lohnt es nicht, auf die Aussagen des Altersvorsorgeexperten des Verbandes oder des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) einzugehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&Uuml;beralterung: Statistisches Bundesamt erwartet rund 58 Prozent mehr Pflegef&auml;lle bis 2030<\/strong><br>\nDramatische Vergreisung der Gesellschaft: Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts wird die Zahl der Pflegef&auml;lle in den kommenden 22 Jahren um 58 Prozent zunehmen. Eigentlich ist es eine Binsenweisheit, dass die Deutschen immer &auml;lter werden &ndash; doch die Zahlen sind trotzdem erschreckend: Das Statistische Bundesamt hat berechnet, dass angesichts der demografischen Entwicklung die Zahl der Pflegebed&uuml;rftigen bis 2040 von derzeit 2,1 Millionen auf 3,4 Millionen steigen wird. Das w&auml;re ein Anstieg der Pflegef&auml;lle um 58 Prozent. Und dabei wird die Gesamtbev&ouml;lkerung immer kleiner, das hei&szlig;t, die Kosten f&uuml;r die Pflege m&uuml;ssen auf immer weniger Schultern verteilt werden.\n<p>[&hellip;]<\/p>\n<p>Wird hingegen davon ausgegangen, dass wegen des medizinischen Fortschritts die Menschen erst sp&auml;ter zu Pflegef&auml;llen werden, l&auml;ge die Zahl der Pflegebed&uuml;rftigen ab 80 Jahren k&uuml;nftig nur bei zwei Millionen. Die Gesamtzahl der Pflegebed&uuml;rftigen w&uuml;rde in diesem Modell statt auf<br>\n3,4 Millionen nur auf drei Millionen ansteigen.<\/p>\n<p>[&hellip;]<\/p>\n<p>Wird davon ausgegangen, dass altersbedingte Krankheiten wegen der steigenden Lebenserwartung erst sp&auml;ter auftreten, erh&ouml;ht sich die Zahl der Krankenhausbehandlungen statt auf 19 Millionen allerdings nur um knapp eine Million auf 17,9 Millionen.<br>\nQuelle1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,542372,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> SPIEGEL-typische Dramatisierung, und erst im Kleingedruckten die Aussage, dass man viel tun kann, damit die Ver&auml;nderungen moderat ausfallen.<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/03\/PD08__121__12421,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Hardliner der Arbeit um jeden Preis formieren sich<\/strong><br>\nWer erwartet hatte, dass die von der gro&szlig;en Koalition festgesetzte Lohnuntergrenze in der Briefzusteller-Branche von 8 bis 9,80 Euro eine Bresche f&uuml;r den allgemeinen Mindestlohn geschlagen h&auml;tte, sieht sich get&auml;uscht. In einem gemeinsamen Aufruf der Pr&auml;sidenten und Direktoren der Wirtschaftsforschungsinstitute vom 12. M&auml;rz 2008 wird mit Pathos beklagt, die Post-Vereinbarung besch&auml;dige die marktwirtschaftliche Ordnung &ldquo;in ihren Grundfesten&rdquo;. Die M&ouml;glichkeit einer &ldquo;Korrektur der Tarifpolitik durch Au&szlig;enseiterwettbewerb&rdquo; werde liquidiert. Ein gesetzlicher Mindestlohn auch nur von 7,50 Euro m&uuml;sse zu dramatischen Besch&auml;ftigungsverlusten f&uuml;hren.<br>\nDie viel gelobten Erfolge der Hartz-Reformen bestehen vor allem darin, dass mittels Zwangsma&szlig;nahmen der Arbeitsagenturen inzwischen zehn Prozent der Besch&auml;ftigten im Westen und ein Viertel im Osten weniger als 7,50 Euro verdienen. In besagtem Aufruf der Instituts-Direktoren hei&szlig;t es sogar dreist, in Gestalt des Arbeitslosengeldes II bestehe ja bereits ein ausreichender &ldquo;impliziter&rdquo; Mindestlohn, der f&uuml;r Alleinstehende einem Bruttostundenlohn (!) von vier bis f&uuml;nf Euro entspreche. Alles andere k&auml;me einem &ldquo;staatlichen Lohndiktat&rdquo; gleich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/12\/08120402.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Zeitarbeit &ndash; Ergebnisse des Mikrozensus 2006 <\/strong><br>\nDer Arbeitsmarkt ist bez&uuml;glich seiner Besch&auml;ftigungsformen seit Jahren im Umbruch. Gerade der Bereich der Arbeitnehmer&uuml;berlassung, auch &ldquo;Zeitarbeit&rdquo; oder &ldquo;Leiharbeit&rdquo; genannt, hat in den letzten Jahren, insbesondere nach der deregulierenden Neugestaltung des Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetzes (A&Uuml;G) ab 2003, an Bedeutung gewonnen. Der folgende Beitrag liefert Zahlen zur Zeitarbeit, die 2006 erstmals in der im Mikrozensus integrierten Arbeitskr&auml;fteerhebung der Europ&auml;ischen Union (EU) mittels einer eigenen Frage erfasst wurde. Die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland betrug nach den Ergebnissen des Mikrozensus im Jahr 2006 insgesamt 588 000 Personen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Content\/Publikationen\/STATmagazin\/Arbeitsmarkt\/2008__3\/Zeitarbeit,templateId=renderPrint.psml%20\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschland droht ein Kliniksterben <\/strong><br>\nDen Krankenh&auml;usern in Deutschland fehlen nach einer aktuellen Erhebung rund 2,25 Milliarden Euro f&uuml;r Investitionen. Durch Einsparungen im Gesundheitswesen sind bereits 200 kommunale Kliniken zusammengelegt, verkauft oder geschlossen worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Gesundheit-Krankenhaeuser;art122,2497532\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Appell an Beck und SPD- Arbeitsgruppe gestartet: &ldquo;Wort halten!&rdquo; <\/strong><br>\nBecks Stellvertreter im Parteivorstand Steinbr&uuml;ck und Steinmeier setzen alles daran, dass die SPD umschwenkt und die unausgegorenen Privatisierungspl&auml;ne in Form des Holding-Modells der Regierung st&uuml;tzt. Das w&auml;re Wortbruch! Nach Beschluss des Parteitags d&uuml;rfen Kapitalinvestoren keinen Einfluss auf die Bahn erhalten. Nach dem Holding-Modell w&uuml;rden renditehungrige Investoren sowohl Einfluss auf den Bahnbetrieb als auch das Schienennetz erhalten. Jetzt m&uuml;ssen wir Druck machen, dass die SPD Wort h&auml;lt. Mit unserem Appell rufen wir den SPD-Vorsitzenden Kurt Beck und die Mitglieder der Arbeitsgruppe auf, sich nicht &uuml;ber den Beschluss des SPD-Parteitags vom Oktober 2007 hinwegzusetzen. Aus den Namen der Unterzeichner des Appells wollen wir den Schriftzug &bdquo;Wort halten!&ldquo; entstehen lassen. Mit diesem erinnern sie die SPD-Arbeitsgruppe zur Bahnprivatisierung bei ihrer ersten Sitzung am 31. M&auml;rz an den Beschluss. Weitere Aktionen sollen bei weiteren Terminen der SPD im April folgen. Bitte unterst&uuml;tzen Sie uns!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.campact.de\/campact\/logbook#chris@1205860797\">www.campact.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Drohung: Vollbesch&auml;ftigung <\/strong><br>\nFrank-Walter Steinmeier setzt sich die Vollbesch&auml;ftigung als Ziel. Mutig, sagen die einen. Dabei ist sie unter den herrschenden Bedingungen eine schreckliche Vision.<br>\nDas Konjunkturhoch kann nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass trotz gr&ouml;&szlig;eren Stellenangebots die Geh&auml;lter sinken. Das belegt eine Studie vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaft (DIW), die vergangene Woche ver&ouml;ffentlicht wurde. Demnach ist seit dem Jahr 2000 die Zahl derjenigen, die von einem mittleren Einkommen leben, rapide gesunken: von 62 auf 54 Prozent. Rund f&uuml;nf Millionen Menschen sind in die Armutszone abgerutscht &ndash; also in einen Bereich, in dem man mit weniger als 70 Prozent des durchschnittlichen Einkommens leben muss.<br>\nSo k&ouml;nnte sich Steinmeiers Vision einer neuerlichen Vollbesch&auml;ftigung am Ende durchaus als realistische Drohung entpuppen: In Zukunft werden wir voll besch&auml;ftigt sein &ndash; und dabei immer &auml;rmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/12\/meinung-tanja-dueckers-vollbeschaeftigung?page=all\">Zeit online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die ZEIT hat die working poor entdeckt! An diesem Artikel ist nur erw&auml;hnenswert, dass ein Kurwechsel weg von den Stammtischparolen f&uuml;r eine weitere Deregulierung des Arbeitsmarkts sich nun endlich auch bei dieser Zeitschrift anzudeuten scheint.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Der Beitrag der Schriftstellerin Tanja D&uuml;ckers geht von der skeptischen Grundannahme aus, dass Vollbesch&auml;ftigung eigentlich nicht mehr m&ouml;glich sei, und wenn ja, dann nur wenn die Einkommen insgesamt nach unten in Richtung Armut gedr&uuml;ckt w&uuml;rden. D&uuml;ckers unterstellt also eine statische oder fixierte Lohnquote. Dabei haben doch gerade die &bdquo;moderaten Lohnabschl&uuml;sse&ldquo; und reale Lohnsenkungen seit Anfang der neunziger Jahre die Binnennachfrage und damit auch das Wachstum stagnieren lassen und so erst zu hoher Arbeitslosigkeit und auch mittels Hartz zu Lohndruck und der Ausweitung des Niedriglohnsektors gef&uuml;hrt. Das war doch politisch gewollt, und auch die Gewerkschaften haben sich von den Thesen der angebotsorientierten Wirtschaftsdogmatiker infizieren lassen. Besch&auml;ftigungsaufbau geschieht eben nicht durch Lohnabbau, sondern gerade auch durch an der Produktivit&auml;t und an der Inflationsrate orientierte Lohnerh&ouml;hungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesverfassungsgericht: Eilantrag in Sachen &ldquo;Vorratsdatenspeicherung&rdquo; teilweise erfolgreich<\/strong><br>\nDer Antrag der Beschwerdef&uuml;hrer, &sect;&sect; 113a, 113b TKG (Vorratsdatenspeicherung) im Wege der einstweiligen Anordnung bis zur Entscheidung &uuml;ber die Verfassungsbeschwerde au&szlig;er Kraft zu setzen, hatte teilweise Erfolg. Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts lie&szlig; die Anwendung von &sect; 113b TKG, soweit er die Verwendung der gespeicherten Daten zum Zweck der Strafverfolgung regelt, bis zur Entscheidung in der Hauptsache nur modifiziert zu. Aufgrund eines Abrufersuchens einer Strafverfolgungsbeh&ouml;rde hat der Anbieter von Telekommunikationsdiensten die verlangten Daten zwar zu erheben und zu speichern. Sie sind jedoch nur dann an die Strafverfolgungsbeh&ouml;rde zu &uuml;bermitteln, wenn Gegenstand des Ermittlungsverfahrens eine schwere Straftat im Sinne des &sect; 100a Abs. 2 StPO ist, die auch im Einzelfall schwer wiegt, der Verdacht durch bestimmte Tatsachen begr&uuml;ndet ist und die Erforschung des Sachverhalts auf andere Weise wesentlich erschwert oder aussichtslos w&auml;re (&sect; 100a Abs. 1 StPO). In den &uuml;brigen F&auml;llen ist von einer &Uuml;bermittlung der Daten einstweilen abzusehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/pressemitteilungen\/bvg08-037.html\">Bundesverfassungsgericht<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Damit ist &uuml;ber die Vorratsdatenspeicherung leider noch nicht entschieden, und der Beschluss ist ein windelweicher Kompromiss. Aber immerhin ist die Eilentscheidung ein Signal, denn es kommt selten vor, dass das h&ouml;chste Gericht ein bestehendes Gesetz &bdquo;vorl&auml;ufig&ldquo; einschr&auml;nkt.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Karlsruhe bremst erneut den Schn&uuml;ffelstaat<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/0,1518,542337,00.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe auch zum Hintergrund:<\/em><\/p>\n<p><strong>Der lange Weg zur Vorratsspeicherung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/newsticker.sueddeutsche.de\/list\/id\/4165\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>CDU will auch private Kitas f&ouml;rdern<\/strong><br>\nDas von CDU-Frontfrau von der Leyen gef&uuml;hrte Familienministerium, quasi DAS Aush&auml;ngeschild f&uuml;r die Zukunftsgewandtheit und Modernit&auml;t der CDU, hat einen neuen Plan lanciert, &uuml;ber den <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Kinderbetreuung-CDU-Kitas-\/614580.html\">im Stern berichtet wird<\/a> da man sich ein vergleichsweise ambitioniertes Ziel beim Ausbau der Kinderbetreuung gesetzt hat (schlie&szlig;lich sollen auch die Frauen malochen d&uuml;rfen), muss man bekanntlich Kitas f&ouml;rdern. Aber mit dem bestehenden, gemeinn&uuml;tzig arbeitenden, &ouml;ffentlichen Angebot sei das &ldquo;nicht zu schaffen&rdquo;. Deswegen m&uuml;ssten die F&ouml;rdergelder auch an private Kitas, die auf Gewinnbasis operieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oeffingerfreidenker.blogspot.com\/2008\/03\/frh-bt-sich-was-selektieren-will.html\">Oeffinger Freidenker<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nach dem Boom bei den Privatschulen (schon in der Grundschule), nach der &bdquo;unternehmerischen Hochschule&ldquo; nun auch noch private Fr&uuml;herziehung. Die soziale Selektion kann wohl nicht fr&uuml;h genug beginnen! Nach der &ouml;konomischen und der sozialen Spaltung nun auch noch die kulturelle Spaltung. Wer es sich leisten kann schickt seine Kinder auf private Ausbildungsst&auml;tten, da ist die vermeintliche Elite dann wenigstens unter sich.<\/em><\/p>\n<p>Ausgerechnet die Konrad-Adenauer-Stiftung legte im vergan&shy;genen Monat eine Studie vor, die nicht nur den engen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft, Migrationshintergrund und Schulerfolg best&auml;tigt, sondern auch feststellt, &raquo;dass sich in den jeweiligen Milieus einander fremde Sinn- und Wertehorizonte entwickeln, die unter dem Druck verst&auml;rkter Anforderungen an Bildung, Erziehung und Beruf (&hellip;) weiter auseinanderklaffen&laquo;. Deutsch&shy;land sei auf dem Weg in eine &raquo;neue Art von Klassengesellschaft&laquo;, wobei die Trennungs&shy;linie eben nicht nur von Einkommen und Verm&ouml;gen, sondern auch von kulturellen Aspekten wie etwa Bildungskapital und Bildungs&shy;as&shy;pi&shy;rat&shy;ionen, aber auch Werten und Alltags&auml;sthetik definiert werde. Die Autoren der Studie verweisen auf eine soziale Entmischung von Stadtteilen und Lebensumfeldern sowie eine Abgrenzung der b&uuml;rgerlichen Milieus nach unten (siehe <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2008\/11\/11610.php?print=1\">Jungle World<\/a>).<\/p><\/li>\n<li><strong>Geschlossene Gesellschaft!<\/strong><br>\nDeutsche Konzerne wollen mehr Vielfalt in der Belegschaft &ndash; offiziell. Doch wer nach oben will, merkt schnell: Die Wirtschaftselite umgibt sich am liebsten mit ihresgleichen.<br>\n&bdquo;Manager wollen einander vertrauen k&ouml;nnen&rdquo;, sagt Hartmann, &ldquo;und das f&auml;llt am leichtesten, wenn das Gegen&uuml;ber den gleichen Habitus hat wie man selbst.&rdquo; Dieser Effekt, ist Hartmann &uuml;berzeugt, bremst Frauen, Angeh&ouml;rige von Minderheiten und auch soziale Aufsteiger auf dem Weg in die Konzernspitze: Sie sind anders, und deshalb begegnet ihnen die Mehrheit der Topmanager mit Misstrauen. &ldquo;Das l&auml;uft unbewusst&rdquo;, sagt der Elite-Forscher Hartmann. &ldquo;Die Topmanager merken gar nicht, dass sie alle diskriminieren, die nicht ihnen selbst &auml;hneln.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/magazin\/artikel\/0,2828,531052,00.html\">manager-magazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Rundfunkr&auml;te zerzausen TV-Star Anne Will<\/strong><br>\nDas gab es noch nie im &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen. In einer Detailkritik lassen Rundfunkr&auml;te kein gutes Haar an Talkstar Anne Will. Sie sei unflexibel, langsam, faktenunsicher &ndash; &uuml;berhaupt, zu sehr wie Sabine Christiansen. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung breitet das interne Papier aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt1m1\/kultur\/artikel\/877\/164414\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eigentlich h&auml;tte ich erwartet, dass Anne Will auch deswegen kritisiert w&uuml;rde, weil sie in ihrer letzten Sendung v&ouml;llig einseitig und v&ouml;llig unausgewogen dem Zeitarbeits-Lobbyisten Clement ein Forum bot, w&auml;hrend sie seinen Kritikern st&auml;ndig ins Wort fiel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Offener Brief von Michail Gorbatschow an die deutschen Medien <\/strong><br>\nKritik ist ein notwendiges Heilmittel. Aber von einer ungerechten, taktlosen Kritik von au&szlig;en f&uuml;hlen sich die Menschen in Russland gekr&auml;nkt, die gerade erst versp&uuml;rten, dass ihr Land wieder aufrecht geht, dass sich eine langsame, aber stete Verbesserung der Lebensbedingungen bemerkbar macht. Es w&auml;re schade, wenn sich dadurch das Verh&auml;ltnis der Russen zu den Deutschen verschlechtern w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.petersburger-dialog.de\/offener-brief-von-michail-grobatschow-die-deutschen-medien\">Petersburger Dialog e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Gorbi hat die Lage der Medien in Russland besch&ouml;nigt. Aber sein Urteil &uuml;ber unsere Medien stimmt. Und seine Sorge um das deutsch-russische Verh&auml;ltnis ist berechtigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Pekings Politik tr&auml;gt koloniale Z&uuml;ge&ldquo; <\/strong><br>\nTibeter werfen Steine &ndash; und die chinesische Regierung protestiert gegen Gewalt. Verkehrte Welt? Die Wurzeln des Aufstands und die Interessen Chinas erl&auml;utert die Sinologin und hessische Landesvorsitzende der LINKEN Ulrike Eifler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/marx21.de\/content\/view\/368\/32\/\">marx21<\/a>\n<p><em>Zu guter letzt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ist Hans-Olaf Henkel ein Rechtsradikaler?<\/strong><br>\nEx-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel bef&uuml;rchtet DDR-&auml;hnliche Verh&auml;ltnisse in Deutschland und fordert deshalb das Mehrheitswahlrecht Henkel: &bdquo;In Deutschland wird nur die Bedrohung von rechts wahrgenommen, die Bedrohung von links bewusst nicht wahrgenommen. Wer hier dar&uuml;ber redet, bricht ein Tabu. Ich nehme mir trotzdem die Freiheit heraus, dies zu thematisieren. Was mich vor allem aufregt, ist der sogenannte &bdquo;Kampf gegen rechts&ldquo;. W&uuml;rde dieser Kampf als einer gegen Rechtsradikale bezeichnet, f&auml;nde dieser meine volle Unterst&uuml;tzung. Aber mit einem &bdquo;Kampf gegen rechts&ldquo; richtet man sich nicht nur gegen Rechtsradikale, sondern auch gegen das B&uuml;rgertum in Deutschland. Und dass dieser &bdquo;Kampf&ldquo; vielfach sogar vom Steuerzahler subventioniert wird, schl&auml;gt dem Fass den Boden aus.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bds-nrw.de\/startseite\/wirtschaft_mittelstand\/pdf\/Henkel.pdf\">Der Selbst&auml;ndige [PDF &ndash; 120 KB]<\/a><\/p>\n<p>Kein Wunder, dass ihn das Sprachrohr der &bdquo;Neuen Rechten&ldquo;, die &bdquo;Junge Freiheit&ldquo;, in h&ouml;chsten T&ouml;nen lobt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungefreiheit.de\/Single-News-Display.154+M5804917c226.0.html\">Junge Freiheit<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3081","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3081","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3081"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3081\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28457,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3081\/revisions\/28457"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3081"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3081"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3081"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}