{"id":30848,"date":"2016-02-04T09:17:11","date_gmt":"2016-02-04T08:17:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848"},"modified":"2016-02-11T15:14:48","modified_gmt":"2016-02-11T14:14:48","slug":"hinweise-des-tages-2554","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h01\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h02\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h03\">Deutschland will EU-Obergrenze f&uuml;r Bargeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h04\">Voran in ein erneuertes Europ&auml;isches W&auml;hrungssystem &ndash; und alles wird gut?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h05\">Arbeiten ohne Pause &ndash; Verst&ouml;&szlig;e gegen Pausen- und Ruhezeitregelungen von jungen Besch&auml;ftigten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h06\">Leiharbeitsverdienste liegen mehrfach unter dem Besch&auml;ftigtendurchschnitt:<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h07\">Entgeltumwandlung schm&auml;lert Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h08\">Littler: Betriebsr&auml;te legal bestechen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h09\">Deutscher Richterbund lehnt Schiedsgerichte ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h10\">Die Deutsche Bank &ndash; eine der kriminellsten Banken der Welt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h11\">Safe Harbor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h12\">Hauptfeind Russland: Pentagon will Pr&auml;senz in Europa st&auml;rken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h13\">&ldquo;Unaufhaltsam &ndash; Europa wird muslimisch sein&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h14\">&bdquo;Eine politische Revolution hat begonnen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h15\">Unter W&ouml;lfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h16\">Orientierungslose SPD: Die Panik-Partei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h17\">There is no Alternative f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30848#h18\">Freie Meinung? Ist &uuml;bersch&auml;tzt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&ldquo;Wirkungslos und unmenschlich&rdquo;<\/strong><br>\nMit dem Asylpaket II sollen die Fl&uuml;chtlingszahlen gesenkt und die Verfahren beschleunigt werden. Doch es gibt Zweifel, dass das gelingt. Zudem werden die Neuregelungen zum Familiennachzug kritisiert. Reaktionen auf geplante Asylversch&auml;rfungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/asylpaket2-kabinett-reaktionen-101.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Zahlen zu Asyl in Deutschland<\/strong><br>\nWie viele Antr&auml;ge auf Asyl werden in Deutschland gestellt? Wer sind die Antragsteller und woher stammen sie? Und wie viele Antr&auml;ge sind erfolgreich? Wir stellen die wichtigsten Zahlen zum Thema Asyl und Fl&uuml;chtlinge monatlich aktualisiert in einfachen Infografiken dar.<br>\nWie viele Asylbewerber und Fl&uuml;chtlinge sich derzeit in Deutschland aufhalten, l&auml;sst sich nicht mit Sicherheit sagen. Von ihrer Ankunft in Deutschland &uuml;ber die Verteilung in Erstaufnahmeeinrichtungen der Bundesl&auml;nder bis zum Stellen des Asylantrags k&ouml;nnen Tage, manchmal auch Wochen oder Monate vergehen. Zentral erhoben werden nur die Zahlen der gestellten Asylantr&auml;ge beim Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF). Diese Zahlen sowie weitere Daten zu Herkunftsl&auml;ndern, Altersgruppen und Entscheidungsquoten ver&ouml;ffentlicht das BAMF monatlich in ihren &raquo;Asylgesch&auml;ftsstatistiken&laquo;. Weitere Quellen sind der &raquo;Jahresbericht 2014&laquo; und die Reihe &raquo;Aktuelle Zahlen zu Asyl&laquo; des BAMF.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/politik\/innenpolitik\/flucht\/218788\/zahlen-zu-asyl-in-deutschland\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Fast 5000 Fl&uuml;chtlingskinder in Deutschland vermisst <\/strong><br>\nMehrere Tausend minderj&auml;hrige Fl&uuml;chtlinge in Deutschland sind nach Angaben des Bundeskriminalamts nicht auffindbar. Fl&uuml;chtlingskinder seien durch die Umst&auml;nde &bdquo;sehr leichte Opfer&ldquo; f&uuml;r Kriminelle, warnt der Kinderschutzbund. Anfang des Jahres waren in Deutschland fast 4800 unbegleitete minderj&auml;hrige Fl&uuml;chtlinge zumindest zeitweise verschwunden. Das berichtet die &bdquo;Frankfurter Rundschau&ldquo; unter Berufung auf Zahlen des Bundeskriminalamts (BKA). Eine Sprecherin der Beh&ouml;rde sagte, dass am 1. Januar 2016 genau 4749 unbegleitete Fl&uuml;chtlinge im Kindes- und Jugendlichen-Alter als vermisst galten. 431 davon waren j&uuml;nger als 13 Jahre, 4287 zwischen 14 und 17 Jahren und 31 &uuml;ber 18. Am 1. Juli 2015, also ein halbes Jahr zuvor, lag die Zahl der vermissten unbegleiteten Fl&uuml;chtlinge noch bei 1637.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/fluechtlingskrise\/deutschland-vermisst-viele-minderjaehrige-fluechtlinge-14049305.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Fl&uuml;chtlingsindustrie<\/strong><br>\nInzwischen profitieren viele Unternehmen von der Fl&uuml;chtlingskrise: Eine regelrechte Fl&uuml;chtlingsindustrie ist entstanden. Wer schl&auml;gt aus der Not womit Profit? Was haben die Helfer von ihrer Hilfe? Und noch entscheidender: Was haben am Ende die Fl&uuml;chtlinge wirklich davon? Wie kann es gelingen, dauerhaft wirtschaftliche Verwerfungen zu verhindern? Gegenw&auml;rtig werden die Fl&uuml;chtlinge volkswirtschaftlich vor allem als gro&szlig;er Kostenfaktor gesehen: Viele Milliarden Euro ben&ouml;tigen Deutschland und Frankreich in den n&auml;chsten Jahren, um dem Problem gerecht zu werden. Schon jetzt kristallisiert sich heraus, dass einige Unternehmen und Einzelpersonen von der Fl&uuml;chtlingswelle profitieren werden. Eine regelrechte Fl&uuml;chtlingsindustrie entsteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/064803-000-A\/die-fluechtlingsindustrie\">arte<\/a><\/li>\n<li><strong>Erregungsbereitschaft und Schie&szlig;befehl<\/strong><br>\nWenn schon gestandene Denker und Weltdeuter sich Fluten, Schwemmen, Wellen und Str&ouml;me einbilden &ndash; und implizit nach dem Retter rufen, wenn sie &ldquo;Merkel muss weg!&rdquo; fordern -, muss sich &uuml;ber prek&auml;re Pegidisten, die Fl&uuml;chtlingsheime angreifen und einen starken F&uuml;hrer herbeisehnen, niemand mehr wundern. Wie auch, wenn nicht einmal die Gro&szlig;denker zu den eigentlichen Ursachen des Problems irgendetwas zu sagen haben, sondern sich nur dar&uuml;ber mokieren, dass hierzulande die Symptome nicht schnell genug beseitigt werden.<br>\nZu den Kriegen, die die Massenfluchten ausl&ouml;sten, hat man von den gelehrten Herrn jedenfalls keinen emp&ouml;rten Widerspruch geh&ouml;rt. Wer aber &uuml;ber Bomben und Drohnen nicht sprechen will, sollte &uuml;ber die davor Fliehenden schweigen. Und wer die mit deutscher Unterst&uuml;tzung gef&uuml;hrten Kriege f&uuml;r notwendig h&auml;lt und stillschweigend billigt, der muss die Konsequenzen tragen. Wer Grenzen schlie&szlig;en will, muss schie&szlig;en &ndash; auf alles, was sich bewegt, denn anders lassen sich Grenzen nicht schlie&szlig;en. Wer sich Fl&uuml;chtlinge aussuchen will, muss Selektionsrampen er&ouml;ffnen: die Guten in&rsquo;s T&ouml;pfchen, die Schlechten ins Mittelmeer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47295\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien: Die Hilfe-Show<\/strong><br>\nDas immer wieder aufgef&uuml;hrte Theater der internationalen Geberkonferenzen ist &uuml;berfl&uuml;ssig. Am Ende wird ohnehin weniger gezahlt als versprochen wurde. Es darf nicht sein, dass die &Auml;rmsten vom Wohlwollen einiger weniger L&auml;nder abh&auml;ngig sind<br>\nAn diesem Donnerstag treffen sich Vertreter reicher Staaten in London, um &uuml;ber Hilfen f&uuml;r Syrien zu verhandeln. Wieder werden sie &ouml;ffentlich viel versprechen und viel weniger halten. Correctiv.org hat im Dezember dazu eine ausf&uuml;hrliche Recherche ver&ouml;ffentlicht: &bdquo;S&auml;umige Helfer&ldquo;, und darin die Mechanik der internationalen Geberkonferenzen analyisiert. Und die unr&uuml;hmliche Rolle auch von Au&szlig;enminister Steinmeier. Steinmeier, der gerade wieder in einem Interview gemahnt hat: &bdquo;Es darf nicht noch einmal passieren, dass in den Fl&uuml;chtlingslagern die Lebensmittelrationen halbiert werden m&uuml;ssen.&ldquo; So wie im vergangenen Jahr. Als sich auch wegen der ausbleibenden Hilfe viele Fl&uuml;chtlinge nach Europa aufgemacht haben d&uuml;rften.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/blog\/2016\/02\/03\/geberkonferenz-syrien-2016-leere-ankuendigungen\/\">correctiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutschland will EU-Obergrenze f&uuml;r Bargeld<\/strong><br>\nDeutschland st&uuml;tzt Pl&auml;ne zur Einf&uuml;hrung einer Bargeld-Obergrenze f&uuml;r die Europ&auml;ische Union. &ldquo;Wir haben an eine Gr&ouml;&szlig;enordnung von 5.000 Euro gedacht&rdquo;, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums am Mittwoch in Berlin. Es gehe nicht darum, das Bargeld abzuschaffen, betonte der Sprecher. Die &Uuml;berlegungen m&uuml;ssten vielmehr im Kontext der Terror-Finanzierung und der Geldw&auml;sche gesehen werden. Die Europ&auml;ische Kommission habe dazu einen Aktionsplan vorgelegt. Eine Studie komme au&szlig;erdem zu dem Ergebnis, dass gerade die hohen Bargeldzahlungen einer der gr&ouml;&szlig;ten Risikofaktoren seien, wenn es um Geldw&auml;sche gehe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanzen.net\/nachricht\/aktien\/Deutschland-will-EU-Obergrenze-fuer-Bargeld-4719906\">Finanzen.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das sind vorgeschobene Argumente. Das Bundesfinanzministerium will den Banken helfen, einen Sturm auf die Schalter zu &uuml;berstehen, wenn die Sparer wegen Null-Zins und Unsicherheit ihre Konten r&auml;umen wollen. <\/em><br>\n<em>Zum Thema Bargeld verweise ich auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30842\">meinen gestrigen Beitrag<\/a> und erg&auml;nzend dazu auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/160204-leserbrief-sk.pdf\">eine Mail unseres Lesers S.K.<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Die wollen unser Geld einsperren&rdquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung plant offenbar, Bargeldzahlungen ab 5000 Euro zu verbieten, um Kriminelle und Terroristen zu bek&auml;mpfen. Der &Ouml;konom Norbert H&auml;ring h&auml;lt das f&uuml;r wirkungslos und geradezu albern: Es ginge in Wahrheit nur um die Interessen der Banken. [&hellip;] In Wirklichkeit gehe es dabei auch nicht um Terrorismusbek&auml;mpfung, sondern um die Interessen des Finanzsektors, meint H&auml;ring. &ldquo;Das hilft einfach den Banken, die in der Finanzkrise Probleme haben. die wollen unser Geld einsperren, damit sie damit saniert werden k&ouml;nnen, wenn es wieder n&ouml;tig wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/bargeld-und-terrorbekaempfung-die-wollen-unser-geld.1008.de.html?dram:article_id=344487\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: 5000-Euro-Obergrenze: Bargeld kann man nicht &uuml;berwachen<\/strong><br>\nDas Verbot von Bargeldzahlungen &uuml;ber 5000 Euro k&ouml;nnte nur der erste Schritt sein. Schlie&szlig;lich bietet die Abschaffung physischer Zahlungsmittel fantastische neue &Uuml;berwachungsm&ouml;glichkeiten. [&hellip;]<br>\nBesonders interessant an der Diskussion um das Bargeld ist, dass sich dabei die gewohnten Fronten verschieben. Leute, die eben noch begeistert f&uuml;r die Vorratsdatenspeicherung argumentiert haben, sehen in der Abschaffung des Bargelds einen Angriff auf ihre pers&ouml;nliche Freiheit. Dabei w&uuml;rde die Schutzbehauptung &ldquo;Ich habe doch nichts zu verbergen&rdquo; hier genauso funktionieren wie dort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/sascha-lobo-bargeld-kann-man-nicht-ueberwachen-a-1075430.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Voran in ein erneuertes Europ&auml;isches W&auml;hrungssystem &ndash; und alles wird gut?<\/strong><br>\nDas Europ&auml;ische W&auml;hrungssystem (EWS) r&uuml;ckt zunehmend in das Interesse der Gegner der europ&auml;ischen Austerit&auml;tspolitik. Auf der Auftakttagung der internationalen &bdquo;Plan B&ldquo;-Initiative 5. in Paris (am 23.\/24. 1. 2016) drehten sich viele Diskussionen um die Frage, ob der Euro durch ein anpassungsf&auml;higes Wechselkursregime nach dem Vorbild des EWS ersetzt werden sollte. Ich werde nachfolgend darstellen, warum R&uuml;ckbesinnung und Bezugnahme auf das EWS in der momentanen Debatte in der Tat sinnvoll sind, gleichwohl aber vor &uuml;berzogenen Erwartungen an anpassungsf&auml;hige Wechselkursregime warnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/voran-in-ein-erneuertes-europaeisches-waehrungssystem-und-alles-wird-gut\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeiten ohne Pause &ndash; Verst&ouml;&szlig;e gegen Pausen- und Ruhezeitregelungen von jungen Besch&auml;ftigten<\/strong><br>\nDer soziale Arbeitsschutz umfasst den Arbeitszeitschutz sowie den Schutz von Leben und Gesundheit besonders schutzbed&uuml;rftiger Personen, wie jugendlichen Erwerbst&auml;tigen. Dieses Faktenblatt informiert &uuml;ber Verst&ouml;&szlig;e bei der Pausen- und Ruhezeitgestaltung von jungen Besch&auml;ftigten im Alter von 15 bis 24 Jahren. Die Daten wurden im Rahmen der BIBB\/BAuA-Jugenderwerbst&auml;tigenbefragung (2011\/12) erhoben und zeigen, dass der &uuml;berwiegende Teil der Befragten den Ausfall von Arbeitspausen auf die hohe Arbeitsmenge und die Organisation der Arbeit zur&uuml;ckf&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.baua.de\/de\/Publikationen\/Faktenblaetter\/BIBB-BAuA-19.html\">BAuA<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Leiharbeitsverdienste liegen mehrfach unter dem Besch&auml;ftigtendurchschnitt:<\/strong><br>\nNiedrigere Stundenl&ouml;hne und starke Verbreitung unterer Leistungsgruppen<br>\nKurz gefasst\n<ul>\n<li>Die Bruttostundenl&ouml;hne der Leiharbeitskr&auml;fte liegen deutlich unter den vergleichbaren Stundenentgelten aus der Privatwirtschaft und dem &ouml;ffentlichen Sektor. Das gilt auch, wenn in der Analyse nach Leistungsgruppen unterschieden und Qualifikations- und T&auml;tigkeitseffekte damit kontrolliert werden. Insofern handelt es sich um ein strukturelles Problem.<\/li>\n<li>Dar&uuml;ber hinaus sind die Leiharbeitskr&auml;fte sowohl im Westen als auch im Osten Deutschlands wesentlich seltener in den h&ouml;heren Leis-tungsgruppen vertreten. Im Westen befinden sich lediglich 2% (LG 1) und 5% (LG 2) der Leiharbeitskr&auml;fte in den oberen Leistungsgruppen, im Osten sind es 1% (LG 1) und 4% (LG 2). Die unteren Leistungsgruppen hingegen sind deutschlandweit besonders stark besetzt, mehr als zwei Drittel aller Leiharbeitskr&auml;fte sind den unteren Gruppen 4 und 5 zu finden.<\/li>\n<li>Diese Verteilung l&auml;sst sich &ndash; zumindest teilweise &ndash; mit der Struktur der Leiharbeitsbranche erkl&auml;ren: junge, gering qualifizierte und berufs-unerfahrene M&auml;nner sind genauso wie zuvor arbeitslose Personen in der Leiharbeit deutlich &uuml;berrepr&auml;sentiert. Sie &uuml;ben au&szlig;erdem be-sonders h&auml;ufig Anlern- und Helfert&auml;tigkeiten aus und sind durchschnittlich nur kurz an einer Stelle besch&auml;ftigt.<\/li>\n<li>In der Folge dieser sich gegenseitig verst&auml;rkenden Aspekte ist das Verarmungsrisiko von Leiharbeitskr&auml;ften besonders gro&szlig;. Auch der Anteil von Leiharbeitskr&auml;ften, die aufstockende Grundsicherungsleistungen beziehen, ist &uuml;berdurchschnittlich hoch.<\/li>\n<li>Die schlechtere Entlohnung von Leiharbeitskr&auml;ften wird erst durch Regelungen m&ouml;glich, mit denen vom eigentlich gesetzlich verankerten Gleichbehandlungsgrundsatz abgewichen werden kann. Dieser gilt nicht, falls Tarifvertr&auml;ge vorliegen, die geringere Stundenl&ouml;hne enthal-ten (so genannte Tarifpositivit&auml;t). Die diesem Schlupfloch in den vergangenen Jahren zu Seite gestellten Reformen (Gesetzes zur Ver-hinderung des Missbrauchs von Leiharbeit, Arbeitnehmer&uuml;berlassungskontrollgesetz) tragen kaum dazu bei, die Lohnstruktur der Leihar-beitskr&auml;fte nachhaltig zu verbessern. Aus Perspektive der Arbeitnehmenden sind Leiharbeitsbesch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse nach wie vor mit deutlichen finanziellen Einbu&szlig;en und gro&szlig;en materiellen Unsicherheiten verbunden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Einkommen-Armut\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIII9_Grafik_Monat_02_2016.pdf\">Sozialpolitik aktuell [PDF &ndash; 146 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Entgeltumwandlung schm&auml;lert Rente<\/strong><br>\nRentenversicherung weist bei Experten-Anh&ouml;rung erneut auf Folgen f&uuml;r Versicherte hin.<br>\nBei einer Anh&ouml;rung im Bundestag hat die Deutsche Rentenversicherung in der vergangenen Woche erneut auf die negativen Folgen der Entgeltumwandlung im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge aufmerksam gemacht. Zwar kam dieser Aspekt bei der Diskussion, in der es in erster Linie um die M&ouml;glichkeit einer doppelten Beitragsbelastung in der Kranken- und Pflegeversicherung ging, selbst nicht zur Sprache. Doch in der schriftlichen Vorab-Stellungnahme wiesen die Experten der Rentenversicherung auf die Konsequenzen der seit 2002 m&ouml;glichen sozialbeitragsfreien Entgeltumwandlung zum wiederholten Male hin (siehe auch Link unten).<br>\nDrei Aspekte sind nach Ansicht der Rentenexperten besonders problematisch:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/index.php?id=55&amp;tx_ttnews[tt_news]=13609&amp;cHash=095c8d1a3f7bd412045d372efb9e0198\">Ihre-Vorsorge.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Littler: Betriebsr&auml;te legal bestechen!<\/strong><br>\nLittler kauft Vangard: Gr&ouml;&szlig;te Union Busting-Kanzlei der Welt jetzt in Deutschland aktiv | Vorbereitung auf TTIP-Bonanza? [&hellip;]<br>\nMan k&ouml;nnte erstaunt fragen: Warum ist diese auf ihrem Gebiet weltweit f&uuml;hrende US-Kanzlei bisher nicht in Europa vertreten &ndash; im Unterschied zu anderen US-Gro&szlig;kanzleien wie Latham &amp; Watkins, DLA Piper, White &amp; Case, Baker &amp; McKenzie und Hogan Lovells, die in Deutschland schon seit Jahren gro&szlig;e Arbeitsrechtsabteilungen mit Dutzenden von Anw&auml;lten eingerichtet haben? Man kann den Einstieg Littlers auch als Vorgriff auf TTIP, CETA und TISA verstehen. Also, Kollegen &amp; friends, aufgepasst!<br>\nLittler hat einen anderen Weg eingeschlagen als vergleichbare US-Kanzleien. Schon als ausschlie&szlig;liche Arbeitsrechtskanzlei ist sie in diesem Milieu etwas Besonderes. Die anderen Wirtschaftskanzleien haben jahrzehntelang von den &uuml;blichen Unternehmensauftr&auml;gen gelebt: Fusionen, Aufk&auml;ufe und Verk&auml;ufe von Unternehmensteilen (Mergers &amp; Acquisitions), Kartell- und Handelsrecht, internationales Recht, Vertretung bei Schiedsgerichten und dergleichen.<br>\nDie typischen US-Wirtschaftskanzleien haben Arbeitsrecht erst seit etwa einem Jahrzehnt als ebenso lukratives Gesch&auml;ftsfeld entdeckt, in Westeuropa, aber besonders in Deutschland. Littlers Aufstieg begann zun&auml;chst im Umkreis ihres Standorts San Francisco. In Kalifornien, dem wichtigsten US-Staat der 68er-Protest- und Studentenbewegung, vollzog sich in den 1960er Jahren auch ein Aufschwung der Gewerkschaften: Da &bdquo;mussten&ldquo; Unternehmer sich wehren. Ebenso bot sich die Kanzlei an, gegen die neue Gesetzgebung vorzugehen, mit denen der Staat auf die Schwarzen- und B&uuml;rgerrechtsbewegung dieser Zeit reagierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitsunrecht.de\/littler-betriebsraete-legal-bestechen\/\">Werner R&uuml;gemer auf arbeitsunrecht.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutscher Richterbund lehnt Schiedsgerichte ab<\/strong><br>\nDer Deutsche Richterbund lehnt einen &ouml;ffentlichen Investitionsschiedsgerichtshof ab. Sie s&auml;hen &ldquo;weder eine Rechtsgrundlage noch eine Notwendigkeit f&uuml;r ein solches Gericht&rdquo;, schreiben die Richter und kritisieren damit ganz offen die EU-Kommission. Die will einen solchen Gerichtshof (ICS) mit dem geplanten europ&auml;isch-amerikanischen Handelsabkommen TTIP einrichten, und so ausl&auml;ndischen Investoren besondere Klagem&ouml;glichkeiten gegen Staaten einr&auml;umen.<br>\nDie Richter kritisieren, &ldquo;die Schaffung von Sondergerichten f&uuml;r einzelne Gruppen von Rechtsuchenden&rdquo; sei der falsche Weg. Ein &ouml;ffentlicher Gerichtshof f&uuml;r Investoren w&uuml;rde die Rechtssetzungsbefugnis der Mitgliedsstaaten und der Union zu stark beschr&auml;nken. Es fehle ihm zudem die n&ouml;tige Rechtsgrundlage. Und das Verfahren zur Ernennung der Richter gen&uuml;ge nicht den internationalen Anforderungen an die Unabh&auml;ngigkeit von Gerichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-02\/ttip-deutscher-richterbund-schiedsgerichte\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Deutsche Bank &ndash; eine der kriminellsten Banken der Welt?<\/strong><br>\nKein gro&szlig;es deutsches Unternehmen hat &uuml;ber die letzten Jahre seinen Ruf mit Skandalgesch&auml;ften so nachhaltig ramponiert wie die Deutsche Bank. Das Motto des fr&uuml;heren Deutsche Bank-Chefs Ackermann &bdquo;kein Gesch&auml;ft ist es wert, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen&ldquo;, w&uuml;rde heute nur noch mit Gel&auml;chter quittiert. Ob Handel mit Ramschhypotheken, betr&uuml;gerische Karussellgesch&auml;fte und Manipulation von Preisen und B&ouml;rsengr&ouml;&szlig;en &ndash; immer mischte die Deutsche Bank mit. Im Detail brachte auch die Journalistenrecherche Offshore-Leaks in vielen Facetten zutage, wo sich die Bank mal wieder zum Handlanger f&uuml;r Steuerflucht und -hinterziehung, Geldw&auml;sche und andere anr&uuml;chige Aktivit&auml;ten machte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/8867.die-deutsche-bank-eine-der-kriminellsten-banken-der-welt.html\">Axel Troost (MdB, Die Linke)<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Safe Harbor<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Ein Sieb als Schutzschild<\/strong><br>\nPrivacy Shield hei&szlig;t die neue EU-Regelung zum Datentransfer in die USA. Sie beruht auf den schriftlichen Zusagen eines L&uuml;gners, die NSA-&Uuml;berwachung einzuschr&auml;nken. Noch bevor der Name des Safe-Harbor-Nachfolgers bekannt wurde, hatten B&uuml;rgerrechtler, die mit dem Schlimmsten rechneten, einen angemessen maritim klingenden Vorschlag: Pirate Bay. Auf den Sicheren Hafen, den der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) im vergangenen Oktober f&uuml;r unsicher erkl&auml;rt hatte, werde eine Bucht der Gesetzlosen folgen, f&uuml;rchteten die Aktivisten von European Digital Rights (EDRi). Sie k&ouml;nnten recht behalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2016-02\/safe-harbor-nachfolger-privacy-shield\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Alte Schl&auml;uche, neue Schl&auml;uche<\/strong><br>\nDie neuen Regeln, die nun die EU-Kommission mit den USA ausgehandelt hat (sie wurden verk&uuml;ndet, aber noch nicht rechtsf&ouml;rmig gefasst) sind von einem Datenschutzniveau, wie es die Europ&auml;ische Grundrechtecharta fordert, ein halbes Lichtjahr entfernt. Sie sind unverbindlich. Die EU-Kommission spricht gleichwohl von einem Durchbruch. Das ist, vorsichtig gesagt, sehr &uuml;bertrieben. Es handelt sich eher um einen Reinfall, weil die EU-Kommission wenig erreicht hat, vor allem keinen Rechtsschutz, der diesen Namen verdient. Der Rechtsschutz f&uuml;r EU-B&uuml;rger in den USA bleibt, wie es aussieht, hinter dem Rechtsschutz f&uuml;r US-B&uuml;rger weit zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/datentransfer-in-die-usa-alte-schlaeuche-neue-schlaeuche-1.2847159\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hauptfeind Russland: Pentagon will Pr&auml;senz in Europa st&auml;rken<\/strong><br>\nInteressanter ist aber am neuen Pentagon-Haushaltsplan, dass im Rahmen einer European Reassurance Initiative (ERI) mit 3,4 Milliarden US-Dollar eine deutliche Verst&auml;rkung der Pr&auml;senz in Europa stattfinden soll, um f&uuml;r &ldquo;Frieden und Sicherheit in Europa&rdquo; zu sorgen. Das richtet sich vor allem an die osteurop&auml;ischen und baltischen Nato-L&auml;nder und soll wie schon die verst&auml;rkte Pr&auml;senz seit 2014 demonstrieren, dass die USA sich zu deren &ldquo;Sicherheit und territoriale Integrit&auml;t&rdquo; verpflichten.<br>\nERI richtet sich nat&uuml;rlich gegen Russland, deswegen war auch abzusehen, dass mit der angek&uuml;ndigten finanziellen Aufstockung um mehr als das Vierfache gegen&uuml;ber dem laufenden Haushalt, der 800 Millionen US-Dollar vorgesehen hat, auch die deutsche Regierung angek&uuml;ndigt hat, dass die Sanktionen gegen Russland erst einmal aufrechterhalten werden sollen. Der bayerische Ministerpr&auml;sident Seehofer wird bei seinem Moskau-Besuch da wenig &auml;ndern. Man darf auch annehmen, dass die ukrainische Regierung nicht daran interessiert sein wird, das Minsk-Abkommen &uuml;ber den Waffenstillstand hinaus schnell umzusetzen. So lange die lokalen Wahlen im Donbass nicht stattgefunden haben, wie dies das Abkommen vorsieht, k&ouml;nnen USA und EU die Fortf&uuml;hrung der Sanktionen mit der stillschweigenden Annahme begr&uuml;nden, dass Russland alleine f&uuml;r die fehlende Umsetzung verantwortlich sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47301\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Unaufhaltsam &ndash; Europa wird muslimisch sein&rdquo;<\/strong><br>\nDie neue konservativ-nationale Regierung spaltet die polnische Bev&ouml;lkerung. Auch die katholische Kirche, Wagenburg der Gesellschaft, ist sich uneins. Hier streiten konservative und liberale Kr&auml;fte. Eine neue Teilung Polens liegt in der Luft. Diesmal sind es weder Preu&szlig;en noch Russen, die Soldaten schicken, um sich einen Teil des Landes unter den Nagel zu rei&szlig;en. Diesmal verl&auml;uft die Teilung quer durch die Gesellschaft &ndash; und sogar durch jenes Organ, das sich immer noch als das Herz der Nation versteht: die m&auml;chtige katholische Kirche, der fast 90 Prozent der Polen angeh&ouml;ren.<br>\nAls der Pole Johannes Paul II. die Weltkirche f&uuml;hrte, da war in seiner Heimat die Welt noch in Ordnung. Der &ldquo;Jahrtausendpapst&rdquo;, wie ihn der &ldquo;Spiegel&rdquo; betitelte, gab vor Polens EU-Beitrittsreferendum 2003 ein klares Votum ab: Die institutionell vereinte europ&auml;ische Familie sei die Heimat auch seines Landes. Doch er hielt auch die Konservativen in der Geistlichkeit bei der Stange. Er war das einigende Band.<br>\nJetzt aber ist die EU krisengesch&uuml;ttelt, und in Polen sind konservative, euroskeptische (genauer: EU-skeptische) Kr&auml;fte an die Macht gekommen, haben eine absolute Mehrheit im Parlament erobert. Was sie jetzt im Land veranstalten, kann man als &ldquo;konservative Revolution&rdquo; verstehen. Es herrscht Bedarf an R&uuml;ckversicherung in der eigenen Tradition &ndash; und der Katholizismus geh&ouml;rt in Polen in besonderem Ma&szlig;e dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/kultur\/article151772474\/Unaufhaltsam-Europa-wird-muslimisch-sein.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Eine politische Revolution hat begonnen&ldquo;<\/strong><br>\nBei der ersten Vorwahl im US-Pr&auml;sidentschaftswahlkampf musste sich der Sozialist Bernie Sanders knapp geschlagen geben &ndash; und kann sich dennoch als Sieger f&uuml;hlen &ndash;<br>\nBei den Vorwahlen werden die Delegierten bestimmt, die im Sommer auf den jeweiligen Parteitagen den Kandidaten w&auml;hlen, der ins Rennen um die Pr&auml;sidentschaft geschickt wird. Die drei&szlig;ig republikanischen Delegierten aus Iowa m&uuml;ssen demnach f&uuml;r Cruz stimmen. Die Stimmen der 44 Delegierten der Demokraten werden vermutlich zwischen Clinton und Sanders gleichm&auml;&szlig;ig geteilt.<br>\nIm l&auml;ndlich gepr&auml;gten Iowa mit seinen gut drei Millionen und zu &uuml;ber neunzig Prozent wei&szlig;en Einwohnern haben christlich-konservative Kandidaten traditionell einen guten Stand. Das kam dem erzkonservativen Rechtsau&szlig;en Ted Cruz zugute, w&auml;hrend Trump als der republikanische Kandidat mit den geringsten religi&ouml;sen Bez&uuml;gen gilt.<br>\nDass Cruz, der sich ebenso wie Trump als K&auml;mpfer gegen das Washingtoner Politestablishment in Szene zu setzen wei&szlig;, den Milliard&auml;r auf den zweiten Platz verwies, war daher keine wirkliche &Uuml;berraschung &ndash; zumal sich beide in den Umfragen in Iowa ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert hatten.<br>\nF&uuml;r eine &Uuml;berraschung sorgte dagegen der Drittplatzierte Marco Rubio, der nur ein Prozentpunkt weniger als Trump erhielt. Ebenso wie Cruz geh&ouml;rt der Senator aus Florida der konservativ-christlichen Rechten an und erh&auml;lt Unterst&uuml;tzung aus der Tea-Party-Bewegung. Beide Kontrahenten vertreten wirtschaftsliberale Positionen, lehnen Obamas Gesundheitsreform ab und machen gegen illegale Einwanderung mobil. Beide machen sich f&uuml;r eine aggressive Au&szlig;enpolitik stark, m&ouml;chten das Atomabkommen mit dem Iran r&uuml;ckg&auml;ngig machen und suchen die Konfrontation mit Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201602023836\/politik\/welt\/eine-politische-revolution-hat-begonnen.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unter W&ouml;lfen<\/strong><br>\nWer w&auml;hlt eigentlich die AfD, und was treibt sie im Land? Bei ihren Veranstaltungen trifft man ganz normale Leute. Solche, die mal bei der CDU, der SPD und der FDP waren, aber auch solche, die schon immer rechtsau&szlig;en standen. Ein Streifzug durch dunkle Gegenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/253\/unter-woelfen-3413.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>In der Gesamtausgabe von Kontext lesen Sie diese Woche unter anderem:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Schweinefleisch f&uuml;r alle:<\/strong> Rechtspopulisten &uuml;berbieten sich europaweit im Schlechtreden der eigenen Heimat. Um Fl&uuml;chtlinge fernzuhalten, werden in immer neuen Scheindebatten immer neue Abschreckungsszenarien entwickelt: vom Bau der Festung Europa &uuml;ber Schweinefleischzwang bis zur Rund-um-die-Uhr-&Uuml;berwachung.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Das H&auml;uschen ist sicher:<\/strong> Die Linke kommt nicht vom Fleck. Da braucht es einen Gregor Gysi. Er nimmt der schw&auml;bischen Hausfrau die Angst, dass ihr das H&auml;uschen auf dem Killesberg weg genommen wird. Auch nicht, wenn Riexinger und Rockenbauch in den Landtag einziehen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Wo wohnen?<\/strong> Wohnungsbau ist im Landtagswahlkampf angekommen. Und alle Parteien wollen jetzt mehr bezahlbaren Wohnraum. Man muss schon genau hinh&ouml;ren, um die Unterschiede zu bemerken.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Die Ampel blinkt schon:<\/strong> Es brodelt m&auml;chtig in der Ger&uuml;chtek&uuml;che. Gut f&uuml;nf Wochen vor der Landtagswahl steht die FDP im Zentrum vieler Gedankenspiele. Denn kommen Liberalen wieder ins Parlament, k&ouml;nnten sie sich in der Rolle der K&ouml;nigsmacher wiederfinden. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>In die Radikalisierung hineingepr&uuml;gelt:<\/strong> Die K&auml;mpferinnen der fr&uuml;hen Frauenbewegung wurden lange folklorisiert und l&auml;cherlich gemacht. In &ldquo;Suffragette &ndash; Taten statt Worte&rdquo; zeigt Regisseurin Sarah Gavron ihre Geschichte bitterernst und in die Gegenwart hineinwirkend, meint unser Filmkritiker.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Weiter im Stile H&auml;u&szlig;lers:<\/strong> Der Polizeieinsatz am Schwarzen Donnerstag war unrechtm&auml;&szlig;ig. Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann hat sich bei den Opfern entschuldigt. Doch die Staatsanwaltschaft Stuttgart ficht das nicht an. Sie macht im H&auml;u&szlig;ler-Stil weiter.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Mansplainers, go home:<\/strong> Gerade in intellektuellen Kreisen schreibt man sich Gleichberechtigung gro&szlig; auf die Fahne. Selbstverst&auml;ndlich w&uuml;rde man nie eine Frau antanzen. Aber mal kurz was erkl&auml;ren wird man wohl noch d&uuml;rfen. Unsere Autorin geht der m&auml;nnliche Erkl&auml;rb&auml;r geh&ouml;rig auf den Wecker. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Vereint im Propagandakrieg:<\/strong> Die Vergewaltigung einer 13-j&auml;hrigen Russlanddeutschen durch Fl&uuml;chtlinge war frei erfunden. Dennoch macht der Fall Lisa nachdenklich. Denn er zeigt, wie russische Propaganda und deutsche Rechte gemeinsam Hass und Hysterie sch&uuml;ren.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Orientierungslose SPD: Die Panik-Partei<\/strong><br>\nIm M&auml;rz stehen Wahlen an, die AfD ist im Umfragehoch, und die etablierten Parteien suchen nach dem Gegenmittel. Keine stellt sich dabei so ungeschickt an wie die SPD. Drei Thesen. [&hellip;]\n<ol>\n<li>Die SPD hat ein Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem<\/li>\n<li>Die SPD hat ein Maulkorbproblem<\/li>\n<li>Die SPD hat ein Populistenproblem<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-in-der-fluechtlingskrise-die-panik-partei-a-1075251.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Summe all dieser Probleme wird aber vermutlich dazu f&uuml;hren, dass die SPD als Juniorpartner der Union unentbehrlich wird. Vielleicht ist das ja auch eine Strategie.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: AfD w&uuml;rde drittst&auml;rkste Kraft<\/strong><br>\nMehr als 80 Prozent der Deutschen sind der Meinung, die Bundesregierung habe die Fl&uuml;chtlingskrise nicht im Griff &ndash; das zeigt der ARD-DeutschlandTrend in den tagesthemen. Das nutzt vor allem der AfD: Sie w&uuml;rde drittst&auml;rkste Kraft, wenn am Wochenende Wahl w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend-475.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>There is no Alternative f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nDie Situation ist verfahren. Jahr und Tag war es Tagesgesch&auml;ft der Linken, sich gegen die Merkelschaft zu positionieren. Sie als fatales Narkotikum, als einschl&auml;ferndes Nachtlied der Demokratie zu entbl&ouml;&szlig;en. Man kreidete ihr das Wetterf&auml;hnchen an, das sie zur Richtungsangabe ihrer Politik aufstellte, ihre rautenhafte Chuzpe, f&uuml;r sie und ihre Klientel unliebsame Umst&auml;nde in seichtem Sermon zu ertr&auml;nken. Diese Frau gilt seit bald elf Jahren als kanzlerschaftliches Organ einer neoliberalen Agenda, das sich zwischen unverbindlicher Symbol- und knallharter Umverteilungspolitik ersch&ouml;pfte und dieses Dilemma auch noch euphemistisch &raquo;Regierungsarbeit&laquo; nannte. Kurz und gut, sie musste weg, ersetzt werden durch wen auch immer, beurlaubt werden f&uuml;r eine Behebung dieses Stillstandes, zur Belebung eines progressiven Gemeinwesens. Und jetzt steht man links da und wei&szlig; im Augenblick nicht so genau, ob dieser politische Betriebsunfall im Hosenanzug nicht f&uuml;r eine Weile doch noch das kleinere &Uuml;bel ist, das wir uns lieber bewahren sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/02\/there-is-no-alternative-fur-deutschland.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Freie Meinung? Ist &uuml;bersch&auml;tzt<\/strong><br>\nJe mehr Menschen ihre Meinung posten, desto bedeutungs- und nutzloser wird sie. Gegen den Meinungsm&uuml;ll im sozialen Netz hilft nur eins: ein Zentralkomitee f&uuml;r Ausdruck und Stil. Die Zeit der Begeisterung ist vorbei. Facebook, Twitter, YouTube und wie sie alle hei&szlig;en, nerven nur noch. Meinung ist mittlerweile so inflation&auml;r, dass sie an Bedeutung verloren hat. Je mehr geschrieben wird, desto beliebiger ist es. Je mehr Kan&auml;le man Leuten einr&auml;umt, um ihre Meinung zu posten, desto mehr nutzloseres Zeug kommt heraus. Netzwerke und Plattformen, die urspr&uuml;nglich dazu gedacht waren, unser Leben zu erleichtern und neue Verbindungen herzustellen, sind Sammelbecken geworden f&uuml;r Nerds, Hetzer und Hasstiraden. Jede Kommentarspalte ist mittlerweile eine Einladung zur &ouml;ffentlichen Entbl&ouml;&szlig;ung hemmungsloser Eitelkeit, schamloser Beleidigungen und belehrender Arroganz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/klatschspalte-freie-meinung-ist-ueberschaetzt\/12888326.html\">Kolumne von Serdar Somuncu in der WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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