{"id":3101,"date":"2008-03-28T09:51:19","date_gmt":"2008-03-28T08:51:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3101"},"modified":"2008-03-28T10:12:57","modified_gmt":"2008-03-28T09:12:57","slug":"hinweise-des-tages-614","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3101","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3101&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>G&ouml;ttinger Gruppe: Auf sie mit Gebr&uuml;ll<\/strong><br>\nDie Securenta AG hat 900 Millionen Euro vernichtet und damit die Altersvorsorge von Tausenden von Anlegern. Bei der Gl&auml;ubigerversammlung gab es Tumulte und Kritik am Insolvenzverwalter und am Insolvenzrichter. Das popul&auml;rste Anlagemodell der G&ouml;ttinger Gruppe war ein Steuersparmodell f&uuml;r den sprichw&ouml;rtlichen kleinen Mann: Es sah vor, dass sich Anleger als atypisch stille Teilhaber an Konzerngesellschaften beteiligten. In den ersten Jahren sollten bei den Gesellschaften hohe Verluste anfallen, mit denen die Anleger ihre Steuerlast h&auml;tten senken k&ouml;nnen, am Ende der Laufzeit sollte das angelegte Geld gut verzinst und auf einen Schlag an die Anleger ausgezahlt werden.<br>\nMehr als 500 Millionen Euro seien allein in den Vertrieb geflossen, berichtete Kn&ouml;pfel. Vermittler, die das Hauptprodukt der Securenta, die Securente, verkauft hatten, kassierten daf&uuml;r bis zu 25 Prozent der Zeichnungssumme. Ein gewaltiger Kostenblock. Die &uuml;brigen 350 Millionen gingen in teilweise ruin&ouml;sen Investitionen baden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.graumarktinfo.de\/gm\/aktuell\/diskussion\/496959.html?mode=print\">Graumarktinfo.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg:<\/strong> Nicht nur die Anlage ging in die Hose. Jetzt k&ouml;nnte die Behandlung der Anleger als &ldquo;Teilhaber&rdquo; &ndash; der Etikettenschwindel, wodurch Steuern gespart werden sollte &ndash; den Anlegern zum Verh&auml;ngnis werden. Denn als Teilhaber d&uuml;rfen sie nicht nur die virtuellen Verluste beim Finanzamt geltend machen; sie k&ouml;nnten auch &uuml;ber ihren urspr&uuml;nglichen Einsatz hinaus f&uuml;r Verbindlichkeiten geradestehen m&uuml;ssen. Eigentlich nur konsequent.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die SecuRente war nie sicher<\/strong><br>\nAls &raquo;Steigb&uuml;gelhalter&laquo; dienten prominente Politiker, kritisiert Verbrauchersch&uuml;tzer Pietsch. Sie lie&szlig;en sich f&uuml;r das dubiose Unternehmen &raquo;vor den Karren spannen&laquo;. So sponserte die Gruppe in der &Auml;ra Helmut Kohl mehrfach das Kinderfest im Bundeskanzleramt, und im Verkaufsprospekt wurden Helmut Kohl, der fr&uuml;here Bundesau&szlig;enminister Hans-Dietrich Genscher und Otto Graf Lambsdorff zusammen mit den G&ouml;ttinger Vorst&auml;nden J&uuml;rgen Rinnewitz und Erwin Zacharias abgelichtet.<br>\n&raquo;Die Chefs der G&ouml;ttinger Gruppe sonnten sich im Schutz h&ouml;chster politischer Kreise; das schaffte Vertrauen und zog weitere zehntausende Anleger in den Ruin&laquo;, klagt Pietsch an. Zudem sei das umstrittene Anlageprodukt &raquo;SecuRente&laquo; jahrelang &uuml;ber so genannte Verlustzuweisungen steuerlich gef&ouml;rdert worden. Politiker haben den Anlageskandal &raquo;mit zu verantworten&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/126164.html\">ND<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Klaus Engelen: Fall des Hypothekenfinanzierers New Century &ndash; schwere Vorw&uuml;rfe gegen KPMG<\/strong><br>\nDie Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft KPMG sieht sich schweren Vorw&uuml;rfen ausgesetzt: Sie soll sich der Komplizenschaft bei Bilanzmanipulationen schuldig gemacht haben. Das ist das Ergebnis eines Untersuchungsberichts im Auftrag des US-Justizministeriums. Der Bericht wurde dem US-Konkursgericht in Wilmington, Delaware, zugeleitet und am Mittwoch ver&ouml;ffentlicht. Die Anschuldigungen gegen&uuml;ber KPMG im Konkursfall New Century sind so weitreichend, dass sie bereits Erinnerungen wecken an &auml;hnliche Klagen gegen Wirtschaftspr&uuml;fer, die nach den gro&szlig;en Bilanzskandalen wie Enron und Worldcom angestrengt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Unternehmen\/Handel-Dienstleistungen\/_pv\/_p\/200040\/_t\/ft\/_b\/1408950\/default.aspx\/schwere-vorwuerfe-gegen-kpmg.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das Handelsblatt bietet eine Dokumentation des Untersuchungsberichts von Michael Missal auf einer PDF-Datei<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Nur ein Wunder k&ouml;nnte eine Rezession verhindern&rdquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige Staatssekret&auml;r im Bundesfinanzministerium, Heiner Flassbeck, &uuml;ber in den USA verbrannte Milliarden, die fundamentale Fehlentwicklung im Finanzsystem, die Unterschiede zu fr&uuml;heren Krisen &ndash; und warum es ohne Banken dann doch nicht geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/artikel\/678\/165208\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Unbehagen am Kapitalismus<\/strong><br>\nDie Finanzmarktkrise verst&auml;rkt im konservativ-b&uuml;rgerlichen Lager die Zweifel an der Marktwirtschaft. Schuld daran tr&auml;gt auch die falsche Vorstellung, Globalisierung sei m&ouml;glich, ohne den Alltag zu ersch&uuml;ttern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/335624.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong><\/em> &ldquo;Einen Oskar Lafontaine oder einen gestandenen SPD-Linken kann die Finanzmarktkrise nicht wirklich &uuml;berraschen, best&auml;tigt sie doch alle Vorurteile &uuml;ber den Kasinokapitalismus.&rdquo;<\/p>\n<p><em>Ist es Chuzpe oder Blindheit, angesichts der j&uuml;ngsten Ereignisse von &ldquo;Vorurteilen &uuml;ber den Kasinokapitalismus&rdquo; zu reden?<\/em><\/p>\n<p>&ldquo;Sie muss akzeptieren, dass eine Globalisierung, von der zuerst die wirtschaftlichen Eliten und dann die einfachen Arbeiter betroffen waren, vor den Mittelschichten nicht haltmacht.&rdquo;<\/p>\n<p><em>Die wirtschaftlichen Eliten waren zuerst betroffen? Wohl kaum; in Wahrheit haben sie die Globalisierung als Gelegenheit genutzt, ein Projekt zur Umw&auml;lzung der Gesellschaft zu entwerfen, ohne R&uuml;cksicht auf die sozialen Folgen voranzutreiben und mit behaupteten Sachzw&auml;ngen zu begr&uuml;nden. Das entscheidende Ergebnis ist die pers&ouml;nliche Bereicherung der oberen und die Enteignung der unteren Einkommensgruppen.<\/em><\/p>\n<p><em>Peter Ehrlichs Kritik beschr&auml;nkt sich auf handwerkliche Fehler der Reformpolitiker.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lohnschub jetzt!<\/strong><br>\nDeutschland lag in den letzten Jahren bei der Entwicklung der Reall&ouml;hne ganz hinten. Ein Grund mehr f&uuml;r kr&auml;ftige Lohnabschl&uuml;sse. In den Tarifrunden werden wir f&uuml;r kr&auml;ftige Lohnabschl&uuml;sse streiten. Und auch streiken!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/wirtschaftspolitik_aktuell\/data\/08_08_lohnschub_jetzt.pdf\">Wirtschaftspolitik Aktuell Nr. 8\/2008 [PDF &ndash; 160 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Ein Blatt zum Ausdrucken und Verteilen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ver.di ist zum Erfolg verdammt<\/strong><br>\nBund und Kommunen setzen ganz offen auf Provokation: Zwar haben sie ihre Offerte erh&ouml;ht, aber nur kosmetisch. Noch immer soll der Reallohn der Staatsdiener sinken. Sechs Prozent mehr Gehalt, verteilt auf zwei Jahre, reichen sowieso nur knapp, um die Inflation auszugleichen. Doch &uuml;berdies sollen die westdeutschen Besch&auml;ftigten auch noch eine Stunde pro Woche l&auml;nger arbeiten. Dieses Scheinangebot mussten Ver.di und der Beamtenbund ablehnen, wenn sie sich nicht in die Bedeutungslosigkeit verabschieden wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F03%2F28%2Fa0110&amp;src=GI&amp;cHash=b456a46ba9&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Drei Wochen Zeit<\/strong><br>\nDas ist der Zeitplan der SPD: Am 31. M&auml;rz tagt der Vorstand. Am Abend ist das erste Treffen der 20-k&ouml;pfigen Arbeitsgruppe &ndash; inklusive Abendessen. Weitere Treffen sind am 4. und 8. April. Dann soll es ein Zwischenergebnis geben, denn Sonntag, 13. April, kommen die Vorsitzenden der SPD-Landesverb&auml;nde und -Bezirke zusammen. Diese Regionalf&uuml;rsten m&uuml;ssen gem&auml;&szlig; dem Parteitagsbeschluss eingebunden werden. Einen Tag sp&auml;ter, am 14. April, hat die Arbeitsgruppe zwei Stunden Zeit, ein Ergebnis zu finden &ndash; das dann am 21. April dem Parteirat zur Entscheidung vorgelegt wird. Stimmt der Parteirat zu, wird es ganz schnell ernst: Eine Koalitionsrunde ist f&uuml;r den 28. April vorgesehen. Und DB-Vorstand und Aufsichtsrat scharren schon mit den Hufen, um die DB AG in zwei Holdings aufzuteilen und Interessenten wie die Russische Staatsbahn zu beteiligen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/privatisierungstoppen.deinebahn.de\/story\/00\/2700.html\">Deine Bahn<\/a><\/li>\n<li><strong>Helga Spindler: Arme brauchen genug Energie<\/strong><br>\nDie Energiepreise steigen und die Forderungen nach Sozialtarifen f&uuml;r arme Strom- und Gaskunden werden immer lauter. Aber unabh&auml;ngig davon , wie es gelingen wird, die Energiekonzerne zu ma&szlig;volleren Preisen gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung anzuhalten, ist die Frage aktuell &uuml;berlebenswichtig, wie hoch der Staat einen Mindestenergieverbrauch &uuml;ber die staatlichen Grundsicherungsleistungen absichert. Und hier ist mit der Regelsatzreform 2004 einiges aus dem Lot geraten, was dazu f&uuml;hrt, dass in der Grundsicherung selbst notwendige Energiekosten nicht mehr erfasst sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=12217\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Hessen-R&uuml;ckblick: Der gescheiterte Versuch, die SPD f&uuml;r die Linke zu &ouml;ffnen<\/strong><br>\nSelten zuvor hat eine Partei sich binnen zwei Wochen dergestalt l&auml;cherlich gemacht und an Glaubw&uuml;rdigkeit verloren wie die Sozialdemokratische Partei Deutschlands in den letzten Februar- und ersten M&auml;rztagen dieses Jahres. Die viel zu lange gescheute Auseinandersetzung mit der Linken wurde nicht nur strategisch zum ungl&uuml;cklichsten Zeitpunkt angegangen, sondern auch so dilettantisch gef&uuml;hrt, dass daraus eine verlorene B&uuml;rgerschaftswahl in Hamburg wurde und der sicher geglaubte Machtanspruch in Hessen zur Karikatur verblasste. Aus dem Sieger vom 28. Januar mit einem Zugewinn von 12 Prozent wurde die Partei binnen Tagen zum moralischen Verlierer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=12221\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Pipeline in den Knast<\/strong><br>\nNachdem in den vergangenen Jahrzehnten in den USA das Erwachsenenstrafrecht verst&auml;rkt auf jugendliche Straft&auml;ter angewandt wurde, zeichnet sich inzwischen ein Trend zu speziellen Jugendkn&auml;sten ab. Von der ausschlie&szlig;lichen Law-and-Order-Politik sind &uuml;berproportional viele nicht-wei&szlig;e Jugendliche betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2008\/13\/11708.php?print=1\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Nochmals: Der Deutschlandfunk stellt unbequeme Literaturredakteure kalt &ndash; die andere Seite<\/strong><br>\nIn den Hinweisen vom 27.03.08 verwiesen wir auf einen Beitrag von Daniela Dahn im Freitag, in dem geschildert wurde, dass und wie Karin Beindorff und Hermenn Thei&szlig;en, die redaktionelle Verantwortung &uuml;ber die bisherige Sendung &bdquo;Politische Literatur&ldquo; entzogen wurde. Ein Insider, dessen Urteilsverm&ouml;gen wir vertrauen, schildert uns seine andere Sicht der Dinge:\n<p>Daniela Dahn ist Autorin und Mitherausgeberin der Wochenzeitung &bdquo;Freitag&ldquo;. Eine Journalistin ist sie nicht. Sonst h&auml;tte sie sich in ihrem <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/13\/08130501.php\">Artikel &uuml;ber Interna des Deutschlandfunk<\/a> nicht vorbehaltlos auf eine Seite gestellt &ndash; n&auml;mlich auf die der Redakteure Karin Beindorff und Hermann Thei&szlig;en, die in Zukunft nicht mehr f&uuml;r diese Sendung verantwortlich sein sollen. Aus einem Mitschnitt der Redakteursversammlung, der ihr anscheinend (von wem?) zur Verf&uuml;gung gestellt wurde und mit herabsetzenden &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber das F&uuml;hrungspersonal des Senders (von wem eingefl&uuml;stert?), konstruiert Frau Dahn die M&auml;r von den aufrechten linken Deutschlandfunkredakteuren, die von dem b&ouml;sen rechten Programmdirektor und seinen willf&auml;hrigen Satrapen mundtot gemacht werden sollen. <\/p>\n<p>Kein Wort dar&uuml;ber, dass es intern seit Jahren Probleme mit der, vorsichtig ausgedr&uuml;ckt, diskussionsunwilligen Art der beiden Redakteure gab. Kein Wort dar&uuml;ber, dass die Programmreform, die h&ouml;chstens ein Ref&ouml;rmchen ist, schon seit Monaten im Gespr&auml;ch ist und den Betroffenen genug Raum gegeben wurde, um sich konstruktiv dazu zu &auml;u&szlig;ern. Kein Wort dar&uuml;ber, dass beide Redakteure weiterhin (andere) Sendungen betreuen und ausdr&uuml;cklich eingeladen sind, als Autoren f&uuml;r die Sendung &bdquo;Politische Literatur&ldquo; t&auml;tig zu bleiben. Die Absetzung von Frau Beindorff und Herrn Thei&szlig;en hat nichts mit ihren politischen Ansichten zu tun, sondern mit ihrer mangelnden Teamf&auml;higkeit, in deren Folge sie auch vor Diffamierungen nicht zur&uuml;ckschreckten. Es muss einem Arbeitgeber zugestanden werden, den Betriebsfrieden sicherzustellen. Es ist eher erstaunlich, dass sich die Hierarchen des Deutschlandfunks so lange Zeit gelassen haben, bevor sie hier durchgriffen. &bdquo;Links&ldquo; und &bdquo;aufrecht&ldquo; sind &ndash; leider &ndash;  nicht immer Synonyme. Einem unbelasteten Leser d&uuml;rfte Daniela Dahns Artikel einleuchten, scheint er doch zum zunehmenden Abbau kritischen Geistes im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk zu passen. In Wirklichkeit zeigt er aber nur, dass auch eine Zeitung wie der &bdquo;Freitag&ldquo;, die sich kritischer Berichterstattung verschrieben hat, im Sinne einer vorgeblich guten Sache Tendenzjournalismus betreibt und sich den Vorwurf gefallen lassen muss, die andere Seite nicht geh&ouml;rt zu haben. <\/p><\/li>\n<li><strong>Themen aus dem &bdquo;Freitag 13&ldquo; in dieser Woche:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Bankokraten und B&ouml;rsenp&ouml;bel &ndash; die Zocker der globalen Finanzm&auml;rkte rufen den Staat<\/strong><br>\nDie im Weltmarktungewitter angeschlagenen Finanzinstitute machen Druck, ihre Verluste auf die Steuerzahler umzulegen. Ist wie bei der IKB die staatliche &Uuml;bernahme der Milliardenverluste &ldquo;billiger&rdquo; als die Pleite, wie selbst &ldquo;Wirtschaftsweise&rdquo; meinen? Darf der Steuerzahler also geschr&ouml;pft werden? Nur wer sind diejenigen, deren Einlagen bei einem Crash der IKB in der Konkursmasse verschwinden w&uuml;rden? Die Frage r&uuml;hrt an ein Kernproblem der Demokratie: Ist es legitim, die Steuergelder aller B&uuml;rger umzuverteilen, auf dass ein Club von Finanzhasardeuren davon profitiert?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/13\/08130101.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>6.000.000.000.000 US-Dollar Kriegskosten &ndash; Milit&auml;risch ist der Waffengang der USA in Irak nicht zu gewinnen &ndash; und er ist auch l&auml;ngst nicht mehr zu bezahlen<\/strong><br>\nDer Stiglitz\/Bilmes-Report hat die Kriegsfolgekosten aufgelistet, die von Pentagon und Wirtschaftsberatern der Bush-Regierung bislang unterschlagen wurden und kommt zu dem frustrierenden Ergebnis, dass selbst nach dem Ende der Bush-Regierung in neun Monaten k&uuml;nftige Generationen an den finanziellen Folgen der Kriege zu tragen haben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/13\/08130301.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Belebung einer Totgeburt &ndash; Die Bahnprivatisierung als Chance aus der Beck-Krise<\/strong><br>\nDie Stimmung der Gewerkschaftsbasis reflektiert die der Bev&ouml;lkerung, denn &uuml;ber 70 Prozent lehnten zwischenzeitlich die Privatisierungspl&auml;ne ab. Kurt Beck ficht das nicht an &ndash; innerhalb von vier Wochen will er in der SPD den B&ouml;rsengang absegnen lassen, um im Koalitionsausschuss am 28. April gegen&uuml;ber der Kanzlerin Vollzug zu melden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/13\/08130401.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Thema der Woche: Chinas Westen<\/strong><br>\nDie Unruhen in den Provinzen Tibet, Gansu und Sichuan sind ein Symptom. Auch in China lassen sich die &ouml;konomischen Gesetze eines ungez&uuml;gelten Kapitalismus nicht au&szlig;er Kraft setzen. Wer soziale Harmonie verspricht, aber soziale Erosion bewirkt, l&ouml;st Gefahren aus, von denen die Einheit des Landes bedroht sein kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/13\/china.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3101","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3101","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3101"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3101\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3101"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3101"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3101"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}