{"id":3103,"date":"2008-03-29T15:33:58","date_gmt":"2008-03-29T14:33:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3103"},"modified":"2008-03-29T15:35:32","modified_gmt":"2008-03-29T14:35:32","slug":"hinweise-des-tages-615","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3103","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3103&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Versicherer beruhigen Kunden<\/strong><br>\nDie US-Hypothekenkrise betrifft die deutschen Versicherer nach eigener Aussage bisher kaum. Die Branche sei &ldquo;bisher nicht unmittelbar betroffen&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Auch indirekte Gefahren, wie die Beteiligung an kritischen Fonds, seien nicht erkennbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1309888\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was hei&szlig;t das: &ldquo;bisher nicht unmittelbar betroffen&rdquo; In meinem Sprachverst&auml;ndnis hei&szlig;t das, mittelbar sind die Versicherer doch betroffen. Nachgeschoben wird dann, dass auch&rdquo; indirekte Gefahren &hellip; nicht erkennbar&rdquo; seien. Das hei&szlig;t aber durchaus, dass Gefahren da sein k&ouml;nnten. Warum sagt der gute Mann nicht einfach, die deutschen Versicherer seien weder direkt noch indirekt von der Finanzkrise betroffen?<br>\nDer Hinweis, dass nur 1,7 Prozent der gesamten Kapitalanlagen der Versicherungswirtschaft in risikobehafteten US-Finanzprodukten angelegt seien, &ndash; sollen wir das nach den bisherigen Erfahrungen glauben? -, erweist sich allerdings als typische, falsche F&auml;hrte. Es geht doch gar nicht um die &ldquo;Beteiligung an kritischen Fonds&rdquo;, es geht um stinknormale Aktien. Nat&uuml;rlich besitzt nur eine Minderheit in relevantem Umfang privat Aktien, aber in indirekter Form haben laut Deutschem Aktieninstitut 82 Mio. Deutsche zwecks privater Vorsorge 95 Mio. Vertr&auml;ge abgeschlossen, in Lebensversicherungen.<br>\nDeren Renditeversprechen l&ouml;sen sich angesichts fallender Aktienkurse gegenw&auml;rtig in Luft auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Weitere Milliardenverluste? <\/strong><br>\nDie stolze Schweizer Bank UBS kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nach Informationen Schweizer Zeitungen sollen dem Institut weitere Milliardenverluste mit windigen Hypothekenkrediten drohen, die das Geldhaus sogar in die roten Zahlen dr&uuml;cken k&ouml;nnten. Jetzt steht eine weitere Kapitalerh&ouml;hung zur Debatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,543904,00.html\">Manager Magazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Geplante Gesundheitskarte: &raquo;Prinzip Vertraulichkeit wird au&szlig;er Kraft gesetzt&laquo;<\/strong><br>\nKritik an elektronischer Gesundheitskarte w&auml;chst. &Auml;rzteorganisation will aufkl&auml;ren. Ein Gespr&auml;ch mit Matthias Jochheim, Mitglied des Vorstands der deutschen Sektion der &Auml;rzte gegen Atomkrieg IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War).<br>\n&ldquo;Man erinnere sich an die Erfassung der Maut f&uuml;r LKW-Fahrer: Als ein Fahrer eines Mordes verd&auml;chtigt wurde, wollte Bundesinnenminister Wolfgang Sch&auml;uble die Daten pl&ouml;tzlich nachtr&auml;glich der Polizei zug&auml;nglich machen. &Auml;hnliches ist bei der E-Card zu bef&uuml;rchten. Dem Gesetzgeber k&ouml;nnte einfallen, die Daten zu ben&ouml;tigen, um den Terrorismus zu bek&auml;mpfen.<br>\nEin anderes Beispiel: Das Institut Booz-Allen-Hamilton erstellte im Auftrag der Gematik GmbH eine Kosten-Nutzen-Analyse. Ergebnis: Die Einf&uuml;hrung der Karte, urspr&uuml;nglich auf 1,4 Milliarden Euro gesch&auml;tzt, koste bis zu sieben Milliarden Euro. Der Chaos-Computer-Club kam an diese vermeintlich geheimen Daten der GmbH &ndash; an der das Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit, Krankenkassen, IT-Konzerne, die Bundes&auml;rztekammer und die Kassen&auml;rztliche Bundesvereinigung beteiligt sind &ndash;ganz leicht heran.<br>\nStaatssekret&auml;r im Bundesgesundheitsministerium Klaus Theo Schr&ouml;der ist ein Vork&auml;mpfer der elektronischen Gesundheitskarte. Er war im Vorstand der Rh&ouml;n-Kliniken einer der gro&szlig;en Privatisierungsgewinner. Im Aufsichtsrat dort wirkt auch Brigitte Mohn mit, Tochter der Bertelsmann-Dynastie. Der Bertelsmann-Konzern hat eine Firmentochter Arvato, und die soll E-Cards in Massenproduktion herstellen. Zus&auml;tzlich wird die IT-Industrie mit jenen gesch&auml;tzten sieben Milliarden gef&uuml;ttert &ndash; aus den Kassen der Versicherten. &Ouml;konomisch werden auch die Krankenkassen profitieren und in der Verwaltung entlastet. Risikogruppen, beispielsweise chronische Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, k&ouml;nnen sie so leichter identifizieren. &rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/03-27\/036.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Ausland verzichtet gern auf deutsche F&uuml;hrungskr&auml;fte<\/strong><br>\nWie gut f&uuml;r deutsche Manager, dass es so viele deutsche Konzerne gibt. Im Ausland h&auml;tten die meisten von ihnen n&auml;mlich kaum eine Chance. In anderen L&auml;ndern ist die Situation &auml;hnlich. US-Boards werden fast immer von Amerikanern, franz&ouml;sische von Franzosen, italienische von Italienern gef&uuml;hrt. Ohne Ironie ist das nicht, schlie&szlig;lich lahmt die Globalisierung gerade in jenen Kreisen, die sie sonst am st&auml;rksten propagieren. F&uuml;r die hiesige Wirtschaftselite bedeutet dieser Befund: So konkurrenzlos sie im Inland ist, so wenig konkurrenzf&auml;hig ist sie im Ausland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/karriere_management\/management\/:Managergeh%E4lter%20Ausland%20F%FChrungskr%E4fte\/336096.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Daran sollten Sie sich erinnern, wenn wieder einmal die Millionengeh&auml;lter damit begr&uuml;ndet werden, dass ohne die Millionen die Spitzenmanager ins Ausland abwandern w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Akademikerinnen bekommen mehr Kinder als andere Frauen<\/strong><br>\nEs ist ein Klischee, dass Akademikerinnen weniger Kinder bekommen als andere Frauen &ndash; und es trifft nicht zu: Einer neuen Studie zufolge ist die Geburtenrate bei Abiturientinnen und Hochschulabsolventinnen seit einigen Jahren sogar h&ouml;her als im Durchschnitt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,544100,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Erinnern Sie sich noch an die Katastrophenmeldungen ausgehend vom Statistischen Bundesamt, &uuml;ber das Bundesinstitut f&uuml;r Bev&ouml;lkerungsforschung <a href=\"?p=299\">im Jahre 2005<\/a> weiterverbreitet und schlie&szlig;lich allgemein in der ver&ouml;ffentlichten Meinung <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/jobundberuf\/0,1518,389108,00.html\">&uuml;bernommen<\/a>, wonach angeblich &uuml;ber 40 Prozent aller Akademikerinnen kinderlos bleiben?<br>\nAuf diesen genetischen Alarmismus, wonach in Deutschland wegen der Kinderarmut gerade der Akademikerinnen der intelligente Nachwuchs ausbleibt, wurden ganze familienpolitische Programme ausgerichtet, so etwa die Einf&uuml;hrung des &bdquo;Elterngelds&ldquo;, das besser verdienende Frauen bevorzugt.<br>\nWir haben auf den NachDenkSeiten schon vor drei Jahren auf dieses irref&uuml;hrende Element des Demografie-Katastrophismus hingewiesen. Albrecht M&uuml;ller hat in seinem Buch &bdquo;Machtwahn&ldquo; gegen diesen &bdquo;ziemlich dreisten Fall von Manipulation auf dem Felde der Demographie&ldquo; ausf&uuml;hrlich berichtet.<br>\nAber die Kinderarmut von Akademikerinnen passte so wunderbar ins Konzept etwa der angeblich durch die demografische Entwicklung erzwungenen sog. &bdquo;Rentenreformen&ldquo; und der so suggerierten Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge.<br>\nDie Studie, &uuml;ber die jetzt berichtet wird, belegt nur wieder einmal, wie mit dem allf&auml;lligen Hinweis auf die demografische Entwicklung die Bev&ouml;lkerung sprichw&ouml;rtlich wie der B&auml;r am Nasenring durch die Manege gef&uuml;hrt wurde, um die angebliche Notwendigkeit des &bdquo;Umbaus&ldquo; des Sozialstaates &bdquo;vermitteln&ldquo; zu k&ouml;nnen.<br>\nDer Spiegel h&auml;lt es aber offenbar nicht f&uuml;r notwendig, seine Meldung aus dem Jahre 2006 zu korrigieren. Wahrscheinlich erinnert man sich in der Redaktion, trotz des angeblich so guten Archivs, noch nicht einmal daran, dass man damals mit nicht hinterfragten Meldungen zur Kinderarmut von Akademikerinnen die Kampagne f&uuml;r die demografisch bedingten Reformen kr&auml;ftig mit angeheizt hat.<br>\nLesen Sie dazu auch den Beitrag von Gerd Bosbach (schon aus dem Jahre 2006) <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/artikel.php?id=2520\">&bdquo;Demographische Entwicklung &ndash; Realit&auml;t und mediale Aufbereitung&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Umfrage: 70 Prozent der Bev&ouml;lkerung lehnen Bahnprivatisierung ab<\/strong><br>\nDie Mehrheit der deutschen Bev&ouml;lkerung lehnt einer Umfrage zufolge die umstrittene Teilprivatisierung der Deutschen Bahn ab. 70 Prozent seien gegen jede Kapitalprivatisierung, berichtete das B&uuml;ndnis Bahn f&uuml;r Alle am Freitag in Berlin unter Berufung auf eine repr&auml;sentative Untersuchung unter mehr als 1000 Personen durch das Meinungsforschungsinstitut Emnid. Lediglich 28 Prozent der Bev&ouml;lkerung bevorzugten eine Privatisierungsvariante.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.live-pr.com\/umfrage-70-prozent-der-bev-ouml-lkerung-lehnen-r1048187226.htm\">Live-PR<\/a><\/li>\n<li><strong>Wunsch vieler Eltern: Arbeitszeiten gleichm&auml;&szlig;iger aufteilen<\/strong><br>\nDie Arbeitszeiten von M&uuml;ttern und V&auml;tern lassen kaum Chancen f&uuml;r eine moderne Balance von Beruf und Familie. Zwischen Zeitnot und Karriereverzicht m&uuml;ssen vor allem M&uuml;tter entscheiden. Ein neuer Arbeitszeitstandard f&uuml;r die Familienphase wird gebraucht. Ein Drittel der Familien in Deutschland leidet unter Zeitnot. Hauptursache f&uuml;r das Dilemma sind die sehr langen Arbeitszeiten von V&auml;tern: fast durchgehend Vollzeit unterwegs, oft &uuml;berlang mit deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche. Das zeigt eine WSI-Studie, die tats&auml;chliche und gew&uuml;nschte Arbeitszeiten von Eltern untersucht hat. Als Kernproblem machen die Forscherinnen die traditionelle Norm der lebenslang gleichen Vollzeitarbeit aus, die unterschiedliche Lebensphasen nicht ber&uuml;cksichtigt. Und Teilzeitarbeit ist l&auml;ngst nicht f&uuml;r alle M&uuml;tter und V&auml;ter ein Ausweg, zeigt die Analyse.<br>\nQuelle1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/32014_90237.html\">B&ouml;ckler impuls 04\/2008<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2008_04_4-5.pdf\">Original mit Grafiken [PDF &ndash; 88 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>NRW hilft Neapel bei der Entsorgung von Hausm&uuml;ll<\/strong><br>\nNordrhein-Westfalen wird Italien bei der Entsorgung von Hausm&uuml;ll aus der Region Kampanien (Gro&szlig;raum Neapel) helfen. In NRW w&uuml;rden maximal 69 500 Tonnen Hausm&uuml;ll entsorgt, teilte das Umweltministerium am Donnerstag in D&uuml;sseldorf mit. Insgesamt sollen laut Ministerium 160 000 Tonnen Siedlungsabf&auml;lle aus Italien in deutschen Anlagen entsorgt werden. Der Abfall soll innerhalb von zehn Wochen ab Genehmigung aus Italien mit der Bahn in M&uuml;llverbrennungsanlagen in Bonn, D&uuml;sseldorf, Herten, Kamp-Lintfort, K&ouml;ln, Leverkusen, Weisweiler und Wuppertal gebracht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.news.yahoo.com\/ddp\/20080327\/r_t_ddp_sc_environm\/tsc-nrw-hilft-neapel-bei-der-entsorgung-ebff22e_1.html?printer=1\">de.news.yahoo.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu <a href=\"?p=2379\">&bdquo;Vom blauen Himmel &uuml;ber der Ruhr zur vergifteten Luft &uuml;ber NRW&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Detlef Hensche: Sozialdemokratische Chaostage<\/strong><br>\nEin F&uuml;nfparteiensystem w&uuml;rde Herrn Herzog nicht in Unruhe versetzen, w&auml;re nicht die f&uuml;nfte Partei die Linke. Damit sind wir beim entscheidenden Punkt. Mit der Linkspartei hat sich inzwischen eine Partei auch parlamentarisch etabliert, die den marktliberalen Grundkonsens der &uuml;brigen vier Parteien st&ouml;rt und die eine mehrheitliche Stimmung in der Bev&ouml;lkerung zu Wort und wom&ouml;glich zu Bewusstsein kommen l&auml;sst. Ja, mit Ypsilantis SPD stand zumindest in Hessen ein Richtungswechsel an, der sich jenem Vier-Parteien- Konsens nicht bruchlos eingef&uuml;gt und ihn wom&ouml;glich auf l&auml;ngere Sicht gef&auml;hrdet h&auml;tte. Das Programm eines marktradikalen Umbaus der Gesellschaft einschlie&szlig;lich politisch gewollter sozialer Ungleichheit l&auml;sst sich jedenfalls mit zentralen Wahlaussagen derhessischen SPD nicht ohne weiteres in Einklang bringen. Eine nicht nur rechnerische, sondern auch handlungsbereite linke Mehrheit im Wiesbadener Parlament musste daher Ansto&szlig; erregen, nicht wegen der Beteiligung der Linkspartei, sondern angesichts eines wom&ouml;glich &uuml;ber Hessen hinausweisenden Richtungswechsels. Dies gilt erst recht angesichts des Umstands, dass die parlamentarische Mehrheit sich in wichtigen Fragen mit der mehrheitlichen Stimmung in der Bev&ouml;lkerung deckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2795\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD: Der Feind hei&szlig;t Forsa<\/strong><br>\nW&ouml;chentlich ermittelt Forsa-Chef G&uuml;llner verheerende Umfragewerte f&uuml;r die SPD. Die Genossen beklagen gereizt eine Beck-muss-weg-Kampagne, dabei ist der Demoskop einer von ihnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/tid-9372\/spd_aid_267327.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir weisen auf diesen Beitrag nur deshalb hin, weil auch wir auf NachDenkSeiten schon mehrfach &uuml;ber zweifelhafte Umfrageergebnisse von Forsa berichtet haben. Geben Sie dazu einfach &bdquo;G&uuml;llner&ldquo; in unsere Suchfunktion ein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wer hat sich verraten? &ndash; Sozialdemokraten! &ndash; Oder, wie man sich selbst &uuml;berfl&uuml;ssig macht<\/strong><br>\nWer nun gestern die Reaktionen aus der Partei selbst und auch die Analysen deutscher Journalisten aufmerksam studierte, bekam den Schuldigen gleich auf dem silbernen Tablett serviert: Parteichef Kurt Beck ist die Ursache allen &Uuml;bels. Sein merkw&uuml;rdiger Eiertanz rund um eine Tolerierung einer Rot-Gr&uuml;nen Minderheitenregierung durch die Linke in Hessen und der dadurch angeblich festgestellte Linksrutsch der Partei habe f&uuml;r die schlechte Stimmung gesorgt. Einen elementaren Linksrutsch kann das aber nur nennen, wer vergisst, dass die SPD in den letzten 15 Jahren einen Rechtsmarathon hinter sich hat.<br>\nSp&auml;testens seitdem Populist Schr&ouml;der in das Kanzleramt einzog und vollzog, wovon die CDU und die FDP schon lange tr&auml;umten, n&auml;mlich das soziale aus der Marktwirtschaft zu eliminieren, und die Partei, ob der Begeisterung nach den bleiernen 16 Jahren Kohl&rsquo;scher Aussitzerei endlich mal wieder an der Macht zu sein, so tat als bemerke sie nicht, wie da dem Projekt &bdquo;Rot-Gr&uuml;n&ldquo; jeglicher sozialer Zahn gezogen wurde &ndash; sp&auml;testens seitdem ist Partei auf dem Weg, sich selbst &uuml;berfl&uuml;ssig zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.readers-edition.de\/2008\/03\/28\/wer-hat-sich-verraten-sozialdemokraten\/\">Readers Edition<\/a><\/li>\n<li><strong>Wolfsburg, Tibet, Peking &ndash; VW und die Olympischen Spiele in China<\/strong><br>\nVW ist in China Marktf&uuml;hrer. Der gesch&auml;ftliche Erfolg im Reich der Mitte &uuml;berstrahlte bisher, dass die chinesische F&uuml;hrung die Menschenrechte schon lange missachtet. Dass Andersdenkende in China unterdr&uuml;ckt werden, tat dem Image des deutschen Autokonzerns bislang keinen Abbruch. Mit den Unruhen in Tibet und der blutigen Niederschlagung wird die Sponsorenrolle von Volkswagen allerdings zunehmend thematisiert.<br>\nAuch in der Kritik: Der Trainer des VW-Werksclubs VfL Wolfsburg. Magath wurde nach Athen gesandt, um dort als Fackeltr&auml;ger das Olympische Feuer auf der ersten Etappe Richtung Peking mitzutragen. Die VW-Begleitfahrzuge f&uuml;r den Fackellauf wurden mit gro&szlig;em Werbeaufwand in Peking pr&auml;sentiert und auf die Reise geschickt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/olympiatibet2.pdf\">ARD-Panorama (Text) [PDF &ndash; 48 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/vw286.html\">ARD-Panorama (Video)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieser Panorama-Bericht ist eigentlich nur deshalb einen Hinweis wert, weil er deutlich machen kann, wie scheinheilig die Forderung nach einem Olympia-Boykott ist. Dieser Boykott w&uuml;rde ja nichts kosten. Wenn man wirklich Druck auf die Chinesen aus&uuml;ben wollte, dann &uuml;ber wirtschaftliche Sanktionen, also etwa &uuml;ber einen Investitionsboykott. Aber der schm&auml;lerte ja die Gewinne.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>The Myths and Realities of Philantrocapitalism<\/strong><br>\nBusiness involvement in philanthropy is increasing day by day, but is it a blessing, a curse, or somewhere in between? Just Another Emperor? is the first book to take a comprehensive and critical look at this vital new phenomenon. Whatever position you take, this will be one of the most important debates of the next 10 years.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.justanotheremperor.org\/\">Just another emperor?<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Michael Edwards neues Buch, das zum freien Download erhaeltlich ist, hinterfragt umfassend die zunehmende &lsquo;Wohlt&auml;tigkeit&rsquo; von Superreichen und Unternehmen und beleuchtet kritisch den Einfluss auf Zivilgesellschaft und die eher bescheidenen Ergebnisse. Wir verweisen darauf im Kontext zu unserem gestrigen Beitrag zur Roland Berger Stiftung zum Schutz der Menschenw&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kosovo: Nationale Selbstbestimmung oder staatliche Souver&auml;nit&auml;t?<\/strong><br>\nDie grundlegende Schwierigkeit im Kosovo besteht im kompletten Zusammenbruch jeder nach Ausgleich und Verst&auml;ndigung suchenden Kommunikation zwischen den Konfliktparteien. Dem serbischen Nationalismus steht ein albanisches Nationsbildungsprojekt gegen&uuml;ber, das nicht weniger ausschlie&szlig;end und ethnozentristisch ist. Die Forderung nach der ultimativen Realisierung eines &ldquo;Selbstbestimmungsrechts&rdquo; wird im Kosovo von ausnahmslos allen kosovo-albanischen politischen Kr&auml;ften gefordert. Die Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung ist also lediglich die Best&auml;tigung f&uuml;r das reale Scheitern des bisherigen Staatsprojektes. Und niemand hat eine realistische Idee, wie es wieder hergestellt werden k&ouml;nnte.<br>\nMit dem offenen Bruch des V&ouml;lkerrechts in der entscheidenden Frage der Unverletzlichkeit von Grenzen wurde jetzt eine neue Ausgangslage geschaffen, welche nicht nur auf dem Balkan, sondern auf internationaler Ebene zur Eskalation weiterer Konflikte zu f&uuml;hren droht. Es scheint in der Praxis zur Herausbildung eines flexiblen Umgangs mit dem &ldquo;Prinzip der territorialen Souver&auml;nit&auml;t&rdquo; und dem &ldquo;Recht auf Selbstbestimmung&rdquo; zu kommen. Entscheidend werden in letzter Konsequenz die Interessen der Hegemonialm&auml;chte und milit&auml;rische Machtverh&auml;ltnisse sein. Ob &ldquo;Selbstbestimmung&rdquo; oder &ldquo;Souver&auml;nit&auml;t&rdquo;, das eine wie das andere wird jeweils dann ma&szlig;geblich sein, wenn es den dominanten westlichen Interessen dient. Manchmal wird die territoriale Souver&auml;nit&auml;t eines Staates erhalten werden, auch wenn er ethnische Minderheiten auf seinem Gebiet brutal unterdr&uuml;ckt wie seit Jahrzehnten das t&uuml;rkische Milit&auml;r die Kurden. Manchmal wird dagegen der Kosovo-Pr&auml;zedenzfall gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/textsicht.php?id=3598\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><strong>Schneller laufen als die langsamste Antilope<\/strong><br>\nSeminar an der European Business School in Oestrich-Winkel<br>\nElf Studenten formen das Wort Kreativit&auml;t, ein Siemens-Manager spricht &uuml;ber &ldquo;Minderleister&rdquo; und den Mensch als Kostenblock, ein kluger Student sinniert &uuml;ber den Elitebegriff. Immer mittendrin: Julia Friedrichs &ndash; einige Ausz&uuml;ge aus ihrem Buch &ldquo;Gestatten: Elite&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,540944,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Lesen Sie einfach einmal nach, welche Lerninhalte an der European Business School (EBS), die die &ldquo;Nummer Eins&rdquo; unter den deutschen Hochschulen f&uuml;r Betriebswirtschaftslehre sein will, vermittelt werden sollen. Die EBS European Business School gemeinn&uuml;tzige GmbH ist eine vom Land Hessen staatlich anerkannte Hochschule im Universit&auml;tsrang.<br>\nDie EBS versteht sich als &bdquo;Top-Adresse f&uuml;r die F&uuml;hrungselite von morgen&ldquo;.<br>\nDie Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r die Studienstufe 1 des EMBA HCM (Kontaktstudium Gesundheits&ouml;konomie) betragen 8.900 &euro; zzgl. gesetzlich geltender MwSt.<br>\nF&uuml;r die im Rahmen der Studienstufe 2 zu entrichtenden Geb&uuml;hren (23.500 &euro;) f&auml;llt keine MwSt. an.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu einem solchen Manager-Studium passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Lidl setzt seine Glaubw&uuml;rdigkeit aufs Spiel<\/strong><br>\nUlf D. Pos&eacute;, Pr&auml;sident des Ethikverbands der Deutschen Wirtschaft, beklagt die Doppelmoral, die sich in den mutma&szlig;lichen &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen von Mitarbeitern beim Handelskonzern Lidl offenbart.<br>\n&bdquo;Zwei Dinge erschrecken uns: Die geschilderten Vorf&auml;lle selbst sowie die Stellungnahme des Unternehmens. Hier wird das ethisch-moralische Bewusstsein mit F&uuml;&szlig;en getreten. Die Lidl-Aff&auml;re gibt deutliche Hinweise, dass es in unserer Gesellschaft offensichtlich bei manchen Unternehmen an Unrechts- und Redlichkeitsbewusstsein mangelt. Abgesehen von den juristisch zu kl&auml;renden Fragen ist es kaum nachvollziehbar, wie sehr ethisch-moralisches Bewusstsein hier mit F&uuml;&szlig;en getreten wird. Lidl behauptet in seinen Leitlinien, &bdquo;Fairness ist ein Gebot gegen&uuml;ber jedermann im Unternehmen&ldquo;. Menschen zu bespitzeln ist weder fair, noch bei einem berechtigten Interesse an Kontrolle in dieser Form nachvollziehbar.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.personal-magazin.de\/SID61.ZwuBMkftEaY\/newsDetails?newsID=1206606690.6&amp;d_start:int=4&amp;\">Personal-Magazin<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ex-Kulturstaatsminister Nida-R&uuml;melin kritisiert Bachelor: &ldquo;Salto r&uuml;ckw&auml;rts in die Oberstufe&rdquo;<\/strong><br>\nDie Einf&uuml;hrung des Bachelor in Deutschland ist eine Schmalspur-Offensive. Praktisch alle, die vor f&uuml;nf Jahren noch optimistisch waren, sagen heute: Das ist eine Katastrophe. Vor allem die unter 45-J&auml;hrigen waren f&uuml;r die Umstellung auf moderne modularisierte Studieng&auml;nge. Die sagen jetzt: Was jetzt hier rauskommt, ist ja der reine Schulbetrieb. Dann h&auml;tte ich auch Gymnasiallehrer werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/salto-rueckwaerts-in-die-oberstufe\/?src=SE&amp;cHash=d4b1263537\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Nida-R&uuml;melin nimmt in seinem Urteil &uuml;ber die Studiengeb&uuml;hren die &uuml;bliche Froschperspektive der Hochschullehrer ein, die ihnen die Sicht auf die wahren Hintergr&uuml;nde der Unterfinanzierung der Hochschule nimmt. Man denke nur einmal daran, dass allein zur Rettung der IKB 8 Milliarden &euro; Steuergelder verschleudert wurden. Aber bei den Hochschulen wird seit Jahren gespart. Seiner Kritik an der Verschulung und Dequalifizierung eines Studiums kann man indes nur zustimmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><em>Zu guter letzt:<\/em><br>\n<strong>Discount-Zeitarbeit.de wurde mit dem Innovationspreis 2007 ITK der Initiative Mittelstand ausgezeichnet<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.discount-zeitarbeit.de\/?mainContent=news&amp;article=33\">dicount-zeitarbeit.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schauen Sie sich bitte einmal den Auftritt dieses Zeitarbeitsvermittlers an:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Geile Preise! Geile Leute! Billig! Schnell! Einfach! Was wir liefern!<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Hier werden Menschen vermittelt wie Elektronik-Ger&auml;te im Media Markt.<br>\nSchirmherr des Innovationspreises der Initiative Mittelstand ist 2008 der nordrhein-westf&auml;lische &bdquo;Innovationsminister&ldquo; Andreas Pinkwart.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3103","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3103","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3103"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3103\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3103"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3103"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}