{"id":31030,"date":"2016-02-09T15:26:09","date_gmt":"2016-02-09T14:26:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31030"},"modified":"2016-02-10T08:12:32","modified_gmt":"2016-02-10T07:12:32","slug":"nachdenkseiten-leserinnen-liefern-weitere-belege-fuer-die-steuerung-der-meinungsmache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31030","title":{"rendered":"NachDenkSeiten-LeserInnen liefern weitere Belege f\u00fcr die Steuerung der Meinungsmache"},"content":{"rendered":"<p>Am 5. Februar 2016 hatte ich in einem Beitrag (&bdquo;Wenn Behauptungen aus verschiedenen Ecken kommen, dann wird die L&uuml;ge zur Wahrheit&ldquo;) <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30932\">beschrieben<\/a>, mit welchen Methoden die Meinung zum Verh&auml;ltnis zwischen Westen und Russland gemacht wird. Daraufhin kamen einige interessante Leser-Mails an. Darin wird sichtbar, dass im Beitrag vom 5. Februar nur die Spitze des Eisbergs sichtbar wurde. Die NachDenkSeiten-Leserinnen und Leser berichten von den gleichen und &auml;hnlichen Methoden beim WDR, bei Spiegel Online, bei weiteren Sendungen des Deutschlandfunks, bei T-Online, der Welt, 3Sat, Zeit, bei ARD u.a.m&hellip; Wir dokumentieren im Anhang diese Mails, soweit sie thematisch einschl&auml;gig sind. Das Thema ist brisant, weil es dabei auch um Krieg und Frieden geht. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Einige auffallende Besonderheiten und Methoden der Meinungsmache:<\/strong><\/p><ol>\n<li>Die schon im Beitrag vom 5. Februar erw&auml;hnte Steuerung auf der Basis von ausgedachten Strategien der Meinungsbeeinflussung wird auch bei den neuen Belegen sichtbar.<\/li>\n<li>Eine interessante Manipulationsmethode, die wir bisher noch nicht beschrieben haben: Mit der Erz&auml;hlung einer Geschichte (neudeutsch: Narrativ) muss man immer da beginnen, wo es in den eigenen Propagandakrieg passt. Also konkret: mit der Erz&auml;hlung vom B&uuml;rgerkrieg in Syrien und  der Tatsache, dass er neue Fl&uuml;chtlingsbewegungen ausgel&ouml;st hat, wird mit Beginn der russischen Bombardements begonnen. Was vorher war, wie es in Syrien aussah, bevor die Destabilisierung und der B&uuml;rgerkrieg begannen, wird dabei nicht erz&auml;hlt.\n<p>Eine interessante Quelle daf&uuml;r ist Indiens Botschafter. <em>V.&thinsp;P.&thinsp;Haran<\/em> war von 2009-2012 Botschafter in Syrien und berichtet <a href=\"http:\/\/www.zeit-fragen.ch\/index.php?id=2366&amp;print=1&amp;no_cache=1\">in einem Interview mit Zeit-Fragen<\/a>, der Krieg in Syrien sei von aussen, und nicht von Russland, angezettelt worden.<\/p>\n<p>Die Methode der verk&uuml;rzten Erz&auml;hlung ist eine wichtige St&uuml;tze der schon im letzten Beitrag skizzierten Manipulationsmethode &bdquo;Haltet den Dieb&ldquo;. Also: der Westen ist wegen seiner Politik der milit&auml;rischen Interventionen zwischen Afghanistan und Marokko wesentlich verantwortlich  daf&uuml;r, dass so viele Menschen fliehen. Indem die Erz&auml;hlungen aber mit der milit&auml;rischen Intervention der Russen beginnen, verschiebt man die Verantwortung.<\/p><\/li>\n<li>Bei den Berichten &uuml;ber Syrien, das russische Bombardement und die Folgen f&auml;llt die alte Methode auf, dass Belege &uuml;ber die hohe Zahl von neuen Fl&uuml;chtlingen ersetzt werden durch Wiederholungen, eben aus verschiedenen Ecken.<\/li>\n<li>Die handelnden Journalisten\/innen arbeiten mit Suggestivfragen.<\/li>\n<li>Und sie ziehen so genannte Expertinnen und Experten als Ersatz f&uuml;r Fakten heran.<\/li>\n<li>Beim Schm&auml;h des heutigen Russlands wird inzwischen auch auf alte &Auml;ngste zur&uuml;ckgegriffen. Das geschieht dadurch, dass Russland und Sowjetunion vermischt und gleichgesetzt werden. <\/li>\n<li>Es machen inzwischen auch Journalistinnen und Journalisten und Medien bei der gezielten Meinungsmache mit, von denen man es bis dahin nicht erwartet h&auml;tte. Insofern wird auch eine bedrohliche Entwicklung sichtbar, eine weitere Erosion der notwendigen offenen und kritischen Debatte in den Medien und in der &Ouml;ffentlichkeit.<\/li>\n<\/ol><p>Noch ein Hinweis f&uuml;r NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser <strong>im Raum Freiburg und N&ouml;rdlingen: Am 18. und 19. Februar k&ouml;nnen wir dort &uuml;ber diese und verwandte Fragen diskutieren. Siehe dazu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30825\">die beiden Einladungen<\/a>.<\/strong><\/p><p><strong>Anhang<\/strong><br>\n<strong>Dokumentation von Mails zum NachDenkSeiten-Beitrag &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30932\">Wenn Behauptungen aus verschiedenen Ecken kommen, dann wird die L&uuml;ge zur Wahrheit<\/a>&ldquo; vom 5.2.2016<\/strong><\/p><ol class=\"abc\">\n<li>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nzu Ihrem Artikel &ldquo;<em>Wenn Behauptungen aus verschiedenen Ecken kommen, dann wird die L&uuml;ge zur Wahrheit<\/em>&rdquo; m&ouml;chte ich erg&auml;nzend auf die heutige Sendung im WDR5 Mittagsecho verweisen. Dort hat Holger Beckmann wieder einmal &uuml;ber Putin berichtet&rdquo;. Seine &ldquo;Masche&rdquo; ist es, angebliche oder tats&auml;chliche Experten zu interviewen, denen er dann suggestive Fragen stellt, nach dem Motto: &ldquo;Ist Putin f&uuml;r das Scheitern der syrischen Friedensgespr&auml;che verantwortlich?&rdquo; Auch wenn der Gast dann meist sagt, dass k&ouml;nne man so nicht sagen, bleiben die Unterstellungen wahrscheinlich bei vielen Zuh&ouml;rern als Wahrheiten h&auml;ngen.<br>\nDieser Kampagnenjournalismus, der auch bei WDR 5 immer mehr zunimmt, zeichnet sich dadurch aus, dass zumeist keine offenen Fragen gestellt werden. Herr Beckmann h&auml;tte ja auch fragen k&ouml;nnen, &ldquo;wer ist nach Ihrer Meinung f&uuml;r das Scheitern der Friedensgespr&auml;che verantwortlich&rdquo;. Das macht er aber nicht, weil er Putin diskreditieren will. So schafft er es, auch wenn der Experte eine ganz andere Auffassung hat, seine Botschaft zu vermitteln, &ldquo;Putin ist der B&ouml;se&rdquo;.<br>\nLeider gibt es zu der Sendung im Internet keinen Podcast oder eine Mitschrift.<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nChristian K.<\/li>\n<li>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\nich m&ouml;chte Ihre Wahrnehmung best&auml;tigen:\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/russland-wladimir-putins-rechtsextreme-freunde-in-europa-a-1075461.html\">Populisten-Netzwerk in Europa: Russlands rechte Freunde<\/a><br>\n<em>Von Benjamin Bidder, Moskau<\/em><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bayerischer-ministerpraesident-besucht-putin-seehofers-fehler-a-1075639.html\">Seehofer bei Putin: Das falsche Signal<\/a><br>\n<em>Ein Kommentar von Sebastian Fischer<\/em><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/pussy-riot-neuer-protest-clip-netzstruempfe-statt-sturmhaube-a-1075371.html%20\">Neuer Protest-Clip von Pussy Riot: In Netzstr&uuml;mpfen gegen Putin<\/a><br>\n<em>Von Matthias Schepp und Denis Synjakow (Fotos), Moskau<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Das sind nur eine Auswahl von Artikeln in SPON, die aber genau die Zielrichtung haben, wie von Ihnen beschrieben.<\/p>\n<p>Auch mir erscheint es so, dass eine Art &ldquo;Wording&rdquo;, eine Deutung, eine Sprachregelung ausgegeben wird, damit eines nicht geschieht: Eine Ann&auml;herung Deutschlands\/Europas und Russland.<\/p>\n<p>Da hei&szlig;t die Frage: Wem zum Nutzen? Nat&uuml;rlich w&auml;re es f&uuml;r Deutschland von Nutzen normale Beziehungen zu Russland zu haben- also die Amerikaner. Und da fragt man sich wieder wie sich das Personal bei Deutschen Medien zusammensetzt.<\/p>\n<p>Irgendwie m&ouml;chte ich es ja immer noch nicht glauben, aber bei den Vorg&auml;ngen der letzten Zeit &ndash; Russland Kampagne ist ja nur ein Punkt &ndash; erscheint es nicht mehr wie eine Verschw&ouml;rungstheorie, dass hier eine Steuerung stattfindet.<\/p>\n<p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/p>\n<p>Axel. P.<\/p><\/li>\n<li>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nauch im WDR: <strong><a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/video\/sendungen\/eins_zu_eins\/videosanktionenoderbesuchwieumgehenmitputinsrussland100_tag-03022016.html\">eins zu eins &ndash; Sanktionen oder Besuch &ndash; wie umgehen mit Putins Russland?: Sendung vom 03.02.2016 <\/a><\/strong><br>\n<strong>Moderatorin Anke Pl&auml;ttner begr&uuml;&szlig;t als Gast im Studio Marieluise Beck, B&uuml;ndnis 90 \/ Die Gr&uuml;nen, Sprecherin f&uuml;r Osteuropa-Politik.<\/strong>\n<p>Danke f&uuml;r Ihre gro&szlig;artige Internetseite! Sie haben mir in vielerlei Hinsicht in den vergangenen Jahren die Augen ge&ouml;ffnet.<\/p>\n<p>Gru&szlig;,<\/p>\n<p>C. G., D&uuml;sseldorf<\/p><\/li>\n<li><strong><a href=\"http:\/\/m.spiegel.de\/politik\/ausland\/a-1075805.html\">Massenflucht aus Aleppo: Russland bombt Assad-Milizen den Weg frei<\/a><\/strong><br>\n<em>Von Raniah Salloum<\/em>\n<p>Der Belagerungsring um die syrische Millionenstadt Aleppo zieht sich zu, Tausende sind auf der Flucht. Unterst&uuml;tzt von russischen Bombern erzielen die Milizen des Assad-Regimes wichtige Gel&auml;ndegewinne.<\/p>\n<p>Da haben wir&rsquo;s, Putin ist schuld an der Fluchtlingswelle, dass die Regime Change Aktivit&auml;ten gegen Assad prim&auml;r von den USA  und wohl auch von den Saudis ausgingen und ausgehen, wen interessiert es.<\/p><\/li>\n<li>Deutschlandfunk 8.2.2016<br>\n<strong>Russland<\/strong>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/russland-putins-ansehen-hat-in-der-bevoelkerung-einen.694.de.html?dram:article_id=344886%20\">&ldquo;Putins Ansehen hat in der Bev&ouml;lkerung einen unglaublichen Boom erfahren&rdquo;<\/a><\/strong><br>\nIn den letzten 12 bis 24 Monaten sei die Politik Putins sehr erfolgreich gewesen, sagte Politologin Silvia von Steinsdorff von der HU Berlin im Deutschlandfunk. Die zunehmende Distanz zum Westen sei f&uuml;r ihn innenpolitisch gut gewesen und habe ihm au&szlig;enpolitisch nicht wirklich geschadet &ndash; ein &ldquo;patriotischer Boom&rdquo; sichere Putins Stellung.<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.deutschlandradio.de\/audio-archiv.260.de.html?drau:searchterm=interview\">Silvia von Steinsdorff im Gespr&auml;ch mit Doris Simon<\/a><\/strong><br>\n<strong>Das Interview in voller L&auml;nge:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Doris Simon:&nbsp;<\/strong>Es wird immer eisiger zwischen Russland auf der einen und den meisten europ&auml;ischen L&auml;ndern sowie den Vereinigten Staaten auf der anderen Seite. Der Krieg mit der Ukraine, <strong>Moskaus Eingreifen<\/strong> zugunsten von Pr&auml;sident Assad in <strong>Syrien, wodurch der IS nicht beeintr&auml;chtigt wird, aber hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben werden<\/strong>, schlie&szlig;lich der gezielte Einsatz von Internet und Medien zur Schw&auml;chung von Deutschland und auch anderen Partnern in der EU.<\/p>\n<p>Bis jetzt galt immer die Formel: Russland ist ein schwieriger Partner, nun h&ouml;rt man immer &ouml;fter, Russland ist ein Problem. Auch der Westen r&uuml;stet sich jetzt zunehmend vor allem gegen die hybride Kriegsf&uuml;hrung.<\/p>\n<p>Am Telefon ist Silvia von Steinsdorff, sie besch&auml;ftigt sich als Professorin an der Humboldt-Universit&auml;t in Berlin mit vergleichender Demokratieforschung Osteuropa und Russland. Guten Morgen!<\/p>\n<p><strong>Silvia von Steinsdorff:&nbsp;<\/strong>Guten Morgen!<\/p>\n<p><strong>Simon:&nbsp;<\/strong>Frau von Steinsdorff, Russlands Pr&auml;sident tritt so auf, als sei ihm die zunehmende Eiszeit v&ouml;llig egal. Kann das denn Russland egal sein?<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p><strong>Simon:<\/strong> Diese Konfrontationshaltung, ist das denn nur die Haltung des russischen Pr&auml;sidenten und seiner Regierung oder denkt nach Ihrer Einsch&auml;tzung auch die bestimmende Klasse in Wirtschaft und Gesellschaft so?<\/p>\n<p>&hellip;<\/p><\/li>\n<li>Guten Tag, Herr M&uuml;ller,\n<p>Ihre Einsch&auml;tzung im o.g. Artikel kann ich zu 100% teilen. Ohne Zweifel wird eine konzentrierte Aktion gegen Russland und Syrien &nbsp;gefahren. Im Focus steht an erster Stelle Wladimir Putin. <\/p>\n<p>In mehreren Zeitungen, insbesondere aber auf t-online wurde ich darauf aufmerksam. Ein gewisser Christian Kreutzer tat sich da besonders hervor, z.B. in Beitr&auml;gen: &bdquo;Hier spricht ein Abgeordneter anonym &uuml;ber Moskaus Macht in Deutschland&ldquo;, &bdquo;Zwei Egomanen werten sich auf&ldquo; oder &bdquo;Experten fordern , bis hierher und nicht weiter!&ldquo;. &Uuml;berall das gleicher Muster: Putin will die EU destabilisieren, &nbsp;Putin ist f&uuml;r den Fl&uuml;chtlingsstrom in die EU und den Abbruch der Syrien- Verhandlungen &nbsp;verantwortlich, Experten best&auml;tigen, dass&hellip;. . <\/p>\n<p>Harald Schumann sagte auf den Nachdenkseiten, dass B&uuml;rger&nbsp; den &nbsp;Journalisten Ihre Sicht mitteilen &nbsp;&nbsp;und auf Tatsachenverdrehungen hinweisen sollten. Sowohl die T-Online Redaktion wie auch Herr Kreutzer zeigten sich von meinen Protesten unbeeindruckt. Dazu kommt noch, dass man auf T-Online nur noch &uuml;ber Fu&szlig;ball, Bayern M&uuml;nchen und Konsum mit diskutieren kann. &nbsp;Kommentare zu den oben erw&auml;hnten Beitr&auml;gen oder auch zur Fl&uuml;chtlingsfrage &nbsp;werden erst gar nicht zugelassen, angeblich um die Redakteure zu sch&uuml;tzen, weil die Wortwahl in den Kommentaren zu aggressiv ist. Dabei ist man bei der &nbsp;&nbsp;Wortwahl in den Artikeln (frech, unversch&auml;mt, dreist) &nbsp;gegen&uuml;ber unliebsamen Politikern wie Putin, Lafontaine, Wagenknecht u.a. gar nicht so &nbsp;zimperlich. Dar&uuml;ber hinaus werden erw&uuml;nschte &nbsp;&nbsp;Hasskommentare, z.B. gegen Putin, immer zugelassen. <\/p>\n<p>Noch was. Ihre Beitr&auml;ge auf den N.-Seiten sind wirklich sehr gut geworden. <\/p>\n<p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<\/p>\n<p>Vincenz Z.<\/p><\/li>\n<li>Betr.: &ldquo;gleichgeschaltete Propaganda&rdquo; gegen Putin in den &ldquo;normalen&rdquo; Medien?\n<p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p>\n<p>ich habe noch einen Text gefunden, der behauptet, dass Putin den &ldquo;Zerfall der EU&rdquo; betreibe, und zwar hier im Text<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article151849545\/Putins-Traum-von-einem-russisch-dominierten-Europa.html\">&ldquo;Putins Traum von einem russisch dominierten Europa&rdquo;<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em>Von Richard Herzinger, Welt online<\/em><\/p>\n<p>Gleich im ersten Satz suggerierte Herzinger, dass Putin den Zerfall der EU betreibe, siehe hier:<\/p>\n<p>&bdquo;Russlands Staatschef Wladimir Putin sieht die Chance, den von ihm betriebenen Zerfall der EU erheblich zu beschleunigen&hellip;.&ldquo;<\/p>\n<p>Ich habe dann den Text nicht mehr weitergelesen, sondern gleich in einem Kommentar diesen Satz als L&uuml;ge entlarvt &ndash; aber man hat meinen Kommentar nat&uuml;rlich nicht gebracht &ndash; wie so oft in letzter Zeit &ndash; spontane Kommentare sind in den Mainstream-Medien fast gar nicht mehr m&ouml;glich, alles wird zuerst &ldquo;gepr&uuml;ft&rdquo;&hellip; und bei mir fast nie gebracht.<\/p>\n<p><strong>Leider beobachte ich in meinem Umfeld, dass die Dauerpropaganda gegen Putin Fr&uuml;chte zu tragen scheint.<\/strong> Vor zwei Jahren w&auml;ren bestimmte Ansichten &uuml;ber Putin noch nicht dagewesen. Beispiel: Eine liebe Nachbarin von ein paar H&auml;user weiter fragte mich neulich, was ich denn &ldquo;von diesem Putin&rdquo; halte? Beim Wort &ldquo;Putin&rdquo; verzog sie den Mund. Wir diskutierten l&auml;nger &uuml;ber die Gegenwart und ich gab ihr den Text von Dr. Daniele Ganser: &ldquo;Regime Change in der Ukraine &ndash; wer steckt dahinter?&rdquo;<\/p>\n<p>Leider hat sie ihn nur ausschnittsweise gelesen, aber ihr Mann hat ihn ganz gelesen und dann abgetan mit dem Kommentar: &ldquo;Das ist antiamerikanisch&rdquo;. Meine Nachbarin glaubte ihrem Mann. Sie sah mich beim n&auml;chsten Treffen sehr tadelnd an und sagte, dass doch die Amerikaner uns vor der DDR und den Sowjets besch&uuml;tzt h&auml;tten&hellip; <\/p>\n<p>Das war ein frustrierendes Erlebnis, denn ich mag diese Frau sehr &ndash; sie betet in ihrer Kirchengruppe f&uuml;r den Frieden &ndash; aber leider hat sie den Text von Dr. Ganser nicht wirklich verstehen wollen. Ihr Mann offenbar auch nicht. Vielleicht w&uuml;rde ein Weltbild zusammenbrechen&hellip;<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, ich sch&auml;tze Ihre aufkl&auml;rerische Arbeit sehr.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p>\n<p>Angelika E.<\/p><\/li>\n<li>Lieber Herr M&uuml;ller,\n<p>vielen Dank f&uuml;r Ihren Beitrag zum Putin-Bashing. Frau Marie Luise Beck hatte sich ja seinerzeit schon bei der Freilassung von Chodorkowski sehr exponiert! Und obwohl die italienische Journalistin Loretta Napoleoni in ihrem Buch &uuml;ber &ldquo;Die Zuh&auml;lter der Globalisierung&rdquo; einiges zur Entzauberung Chodorkowskis beigetragen hat, f&uuml;hrt Frau Beck ihren Kurs offenbar unbeirrt fort. <\/p>\n<p>Offenbar gibt es f&uuml;r Frau Becks Unbelehrbarkeit Gr&uuml;nde, die der &Ouml;ffentlichkeit nicht bekannt sind. <\/p>\n<p>Ich jedenfalls bin froh, dass es zwischen all diesen Marionetten von Reuters, APA &amp; Co. auch noch ein Medium wie die Nachdenkseiten gibt!!! <\/p>\n<p>Vielen Dank! <\/p>\n<p>Mit den besten Gr&uuml;ssen <\/p>\n<p>Dr. Hermann F., Bochum<\/p><\/li>\n<li>Zum Beitrag des Albrecht M&uuml;llers &ldquo;Wenn Behauptungen aus verschiedenen Ecken kommen, dann wird die L&uuml;ge zur Wahrheit&rdquo; vom 05.02.2016 und der darin gestellten Frage, ob wir es mit &ldquo;abgesprochener Propaganda oder zentral gesteuerter Propaganda zu tun haben, passt sehr gut untenstehende Offenbarung des ehemaligen Chefredakteurs des ZDF Wolfgang Herles.\n<p><strong>Themen der &Ouml;ffentlich-Rechtlichen von der Regierung vorgegeben.<\/strong><\/p>\n<p>Der ehemalige ZDF-Chefredakteur Wolfgang Herles (Chefredakteur war Herles nicht, A.M.) ,verr&auml;t uns am 29.01.2016 in einer Sendung des Deutschlandfunks in der Sendung, wie beim ZDF gearbeitet wird.<\/p>\n<p>Ausschnitt seiner Einlassungen:<\/p>\n<p><em>&ldquo;Wir haben ja das Problem, dass, jetzt spreche ich wieder &uuml;berwiegend vom &Ouml;ffentlich-Rechtlichen, dass wir eine Regierungsn&auml;he haben. Nicht nur dadurch, dass &uuml;berwiegend so kommentiert wird, wie es der Gro&szlig;en Koalition entspricht, dem Meinungsspektrum, sondern auch dadurch, dass wir vollkommen der Agenda auf den Leim gehen, die die Politik vorgibt. Das hei&szlig;t, die Themen, &uuml;ber die berichtet wird, werden von der Regierung vorgegeben. Es gibt aber viele Themen, die w&auml;ren wichtiger als das, was die Regierung, die nat&uuml;rlich auch ablenken will von dem was nicht passiert, aber das, was nicht passiert, ist oft wichtiger als das, was passiert, wichtiger als die Symbolpolitik, die betrieben wird&hellip; Also wir gehen der Agenda auf den Leim. Und es gibt tats&auml;chlich &ndash; das muss ich jetzt an der Stelle doch nochmal sagen &ndash; weil es ja in der &ouml;ffentlichen Diskussion ist. Es gibt tats&auml;chlich Anweisungen von oben. Auch im ZDF sagt der Chefredakteur: Freunde, wir m&uuml;ssen so berichten, dass es Europa und dem Gemeinwohl dient und da braucht er in Klammern gar nicht mehr dazu sagen, wie es der Frau Merkel gef&auml;llt. Solche Anweisungen gibt es. Die gab es auch zu meiner Zeit. Es gab eine schriftliche Anweisung, dass das ZDF der Herstellung der Einheit Deutschlands zu dienen habe und das ist was anderes, als zu berichten, was ist. Wir durften damals nichts Negatives &uuml;ber die neuen Bundesl&auml;nder sagen. Heute darf man nichts Negatives &uuml;ber die Fl&uuml;chtlinge sagen. Das ist Regierungsjournalismus und das f&uuml;hrt dazu, dass Leute das Vertrauen in uns verlieren. Das ist der Skandal.&rdquo;<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=a9WDLGk16vY\">Ausschnitt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/das-kulturgespraech.1300.de.html\">Gesamte Sendung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p>\n<p>Andreas C.<\/p><\/li>\n<li>sehr geehrter herr m&uuml;ller,\n<p>danke sehr f&uuml;r Ihren artikel und Ihre fortdauernden bem&uuml;hungen, eine gegenmeinung zu etablieren.<\/p>\n<p>ich diskutiere mit einer bekannten (auch aus dem radio) oft &uuml;ber die frage, ob es so ist, wie Sie meinen (zentral gelenkte steuerung) oder wie wolfgang herles meint (freiwillig selbst-gleichgeschaltete journalisten mit quotenriecher reichen auch schon aus).<\/p>\n<p>gestatten Sie mir eine bemerkung: ich habe probleme mit Ihrer formulierung der &uuml;berschrift in diesem artikel. die l&uuml;ge wird ja nicht faktisch zur wahrheit. sie bleibt l&uuml;ge. sie wird nur als wahrheit wahrgenommen. das hat mich, bevor ich den artikel gelesen hatte, schon irritiert. <\/p>\n<p>vielleicht w&auml;re es besser: &ldquo;&hellip; wird die l&uuml;ge als wahrheit wahrgenommen&rdquo;?<\/p>\n<p>oder: &ldquo;verschmelzen l&uuml;ge und wahrheit&rdquo; &hellip;<\/p>\n<p>nichts f&uuml;r ungut und weiter so. <\/p>\n<p>ich lese Sie t&auml;glich und werbe, so viel ich kann, f&uuml;r die nds.<\/p>\n<p>xaver f., m&uuml;nchen<\/p>\n<p><strong>Dazu eine Anmerkung von A.M.:<\/strong><\/p>\n<p>Es ist richtig, die L&uuml;ge wird nicht zur Wahrheit. Ich habe mich jedoch an George Orwell angelehnt und deshalb nicht pr&auml;zise formuliert. Im Buch &bdquo;1984&ldquo; von George Orwell hei&szlig;t es: <\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete L&uuml;ge glaubten &ndash; wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten &ndash;, dann ging die L&uuml;ge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieses Zitat habe ich zum roten Faden meines Buches &bdquo;Die Reforml&uuml;ge&ldquo;, erschienen 2004, gemacht, weil es so einschl&auml;gig f&uuml;r die Hintergr&uuml;nde der Agenda 2010 war und ist.<\/p><\/li>\n<li>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nbeim Lesen dieses Beitrags vom 5.2.16 kam mir ein Beitrag in de\n<p>3Sat-Kulturzeit vom 1.2.16 in Erinnerung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/?mode=play&amp;obj=56778\">Hier der Link dazu<\/a>.<\/p>\n<p>&Uuml;blicherweise werden in dieser Sendung kultur-, sozial- und ab und an wirtschaftspolitische Themen angesprochen. Dass jetzt auch die russische Geopolik hier einen Platz bekommt, st&uuml;tzt ihre These von einer Steuerung der Medien.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p>\n<p>Manfred S.<\/p><\/li>\n<li>Guten Tag,\n<p>Ein Faktor, warum der Westen  pl&ouml;tzlich so aufgeschreckt agitiert, liegt in der &uuml;berraschend  starken und erfolgreichen  Milit&auml;rpr&auml;senz Russlands, mit der die westlichen Strategen  nicht gerechnet haben.<\/p>\n<p>Hintergr&uuml;nde daf&uuml;r gibt ein <a href=\"http:\/\/www.laender-analysen.de\/russland\/pdf\/RusslandAnalysen309.pdf\">sehr aufschlussreicher Artikel in russland analysen 309<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><strong>und als Kommentar zum Abschluss der Dokumentation:<\/strong>\n<p>Das sind ja wirklich unglaubliche &Auml;u&szlig;erungen einiger&nbsp;M&ouml;chtegern Eliten, oder, was noch viel gef&auml;hrlicher w&auml;re, sie glauben es wirklich genau so und meinen es auch Ernst?<\/p>\n<p><strong>Nur, leider werden aus solchen L&uuml;gengeschichten Kriege gemacht.<\/strong><\/p>\n<p>mfg und Rette sich wer kann<\/p>\n<p>wowo<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 5. Februar 2016 hatte ich in einem Beitrag (&bdquo;Wenn Behauptungen aus verschiedenen Ecken kommen, dann wird die L&uuml;ge zur Wahrheit&ldquo;) <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30932\">beschrieben<\/a>, mit welchen Methoden die Meinung zum Verh&auml;ltnis zwischen Westen und Russland gemacht wird. Daraufhin kamen einige interessante Leser-Mails an. Darin wird sichtbar, dass im Beitrag vom 5. 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