{"id":3106,"date":"2008-03-31T10:37:04","date_gmt":"2008-03-31T08:37:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3106"},"modified":"2008-03-31T10:37:04","modified_gmt":"2008-03-31T08:37:04","slug":"hinweise-des-tages-616","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3106","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3106&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Hessischer Landesparteitag: SPD &ouml;ffnet sich den Linken<\/strong><br>\nBei keiner Wahl seit 2001 habe die SPD so stark zulegen k&ouml;nnen wie in Hessen, doziert Ypsilanti. Mit ihrem klaren Profil f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit habe die hessische SPD in der Mitte der Gesellschaft die Landtagswahl gewonnen: &ldquo;Wir wissen, wo die Mitte ist.&rdquo; Keine andere Partei ist unter Sozialdemokraten so unbeliebt wie die hessische CDU. Am Ende stimmt der Parteitag mit &uuml;bergro&szlig;er Mehrheit einem Antrag des Landesvorstands zu, der die SPD-Landtagsfraktion auffordert, einen Politikwechsel zu organisieren und dazu auch das Gespr&auml;ch mit den Linken zu suchen. Eine Gro&szlig;e Koalition schlie&szlig;t der Parteitag aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?em_cnt=1310832\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>F&uuml;r Wahrheit nicht zust&auml;ndig<\/strong><br>\nErhard Eppler &uuml;ber Unterschiede beim Wortbruch von Angela Merkel, Hildegard Hamm-Br&uuml;cher und Andrea Ypsilanti.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/meinung\/366\/164897\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Fr&eacute;d&eacute;ric Lordon: Die Zocker setzen auf den Staat<\/strong><br>\nLetztlich sind es ja auch die Ersparnisse der Arbeitnehmer, die in der Finanzwelt verspielt werden. Die angloamerikanischen &Ouml;konomien haben uns vorgef&uuml;hrt, wie man die Umverteilungssysteme f&uuml;r die Altersversicherung entsorgt, um damit Zugriff auf die enormen Ersparnisse der Arbeitnehmer zu bekommen und diese &uuml;ber die Pensionsfonds in die Finanzm&auml;rkte zu pumpen.<br>\nDer besondere Charme dieses neuartigen finanziellen &ldquo;Universalismus&rdquo;: Wenn die M&auml;rkte auf Tauchstation gehen, sind es nunmehr alle Arbeitnehmer, die den Schaden davontragen.<br>\nDer Irrsinn w&auml;re auf diese Weise vollkommen: Auf der einen Seite fallen die Steinlawinen, die sich in der Finanzwelt l&ouml;sen, den Arbeitnehmern auf die F&uuml;&szlig;e, auf der anderen Seite k&ouml;nnen es die Betroffenen nicht mehr wagen, die Strukturen des Finanzsystems auch nur anzutasten, weil das unter den herrschenden Verh&auml;ltnissen einem Attentat auf ihre eigene Altersversorgung gleichk&auml;me.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2008\/03\/14.mondeText1.artikel,a0041.idx,10\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<p><strong>Ungerecht verteilte Last<\/strong><br>\nReiche als melkende K&uuml;he, oder die M&auml;r vom gerechten deutschen Steuersystem. Ein Zwischenruf von Sven Giegold, ATTAC Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/03-29\/095.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar Orlando Pascheit:<\/strong> Leider verbreiten nicht nur einzelne Politiker, dass die reichen zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung den gr&ouml;&szlig;ten Teil des Steueraufkommensaufkommens aufbringen, sondern auch die &bdquo;Forscher&ldquo; vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) wirken mit an dieser M&auml;r. So titelt der Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft (iwd) Nr. 46 vom 15. November 2007 mit &bdquo;Besserverdienende zahlen die Zeche&ldquo;. Nat&uuml;rlich mag es statistisch korrekt sein, wenn das IW dann schreibt: &bdquo;Tats&auml;chlich finanzieren in Deutschland die h&ouml;heren Einkommen den Sozialstaat. So tr&auml;gt das obere Drittel der Haushalte 62 Prozent der Finanzierungslast.&ldquo; Daraus wird dann aber schnell die Behauptung, dass die Reichen den Staat finanzierten.<br>\nAber skandal&ouml;s ist nicht nur die bewusste Verwechslung der Einkommenssteuer mit dem gesamten Steueraufkommen, sondern dass diese Art von Statistik die soziale Wirklichkeit total verzerrt. Und wenn das IW diese Zahlen dem &bdquo;Gerede von einer Umverteilung von unten nach oben&ldquo; gegen&uuml;ber stellen m&ouml;chte, dann liegt es schlicht falsch. Unser Steuersystem ist keineswegs so solidarisch, wie uns von interessierter Seite weisgemacht werden soll.<br>\nEs ist davon auszugehen, dass sich die von Sven Giegold aufgef&uuml;hrte Ungleichheit der Einkommensverteilung inzwischen weiter versch&auml;rft hat. Das DIW (2007) hat in einer Studie erstmals auch die sehr hohen Einkommen vollst&auml;ndig erfasst. Basis ist das auf der Personenebene gemessene Markteinkommen (brutto, vor Steuern und Sozialbeitr&auml;gen) mit den drei Komponenten Lohneinkommen, Einkommen aus unternehmerischer T&auml;tigkeit und Verm&ouml;genseinkommen. Die 10 % der Bev&ouml;lkerung mit den h&ouml;chsten Einkommen konnten ihren Anteil am gesamten Markteinkommen von 1992 bis 2001 auf fast 42% erh&ouml;hen. Die oberen 0,001 % der Einkommensbezieher konnten einen realen Einkommensanstieg um 35% erzielen, die kleine Gruppe der 65 Superreichen sogar um &uuml;ber 50 %, w&auml;hrend das durchschnittliche Markteinkommen im Beobachtungszeitraum stagnierte. Das DIW geht davon aus, dass sich aufgrund bisher vorliegender Informationen des Sozio-oekonomischem Panels (SOEP) die f&uuml;r den Zeitraum 1992 bis 2001 gezeigte zunehmende &bdquo;Ungleichheit und Konzentration der Markteinkommen in den letzten Jahren verst&auml;rkt hat&ldquo;.<br>\nLaut IW mag zwar das obere Drittel der Einkommenspyramide 62 Prozent der Finanzierungslast des Sozialstaats finanzieren, dieses Drittel vereinte aber bereits 2002 laut DIW 80% des gesamten Markteinkommens auf sich. Die reichste Schicht tr&auml;gt keineswegs proportional zu ihren Eink&uuml;nften zum Sozialstaat geschweige denn zum Staatsbudget bei. Mit dieser Art von Statistik soll nur die gesellschaftliche Tendenz zur Entsolidarisierung verschleiert werden. Der Normalverdiener wird ungleich st&auml;rker belastet, zudem wenden untere Einkommensbezieher einen relativ h&ouml;heren Anteil ihrer Eink&uuml;nfte f&uuml;r indirekte Steuern auf.<br>\nEs ist mehr als bedauerlich, dass die SPD diese Entwicklung ignoriert, vielmehr das parit&auml;tische Beitragssystem besch&auml;digt hat, und die die Diskussion um Einbeziehung aller Einkommensarten bzw. um einen solidarisch finanzierten Steuerzuschuss zur Wahrung des Sozialstaats offensichtlich eingeschlafen ist. Mehr als merkw&uuml;rdig ist in diesem Zusammenhang, dass selbst Gewerkschaftskreise eine Senkung der Lohnnebenkosten fordern. Denn nicht nur die Verlagerung der Beitr&auml;ge zur Sozialversicherung vom Arbeitgeber auf die Arbeitnehmer beinhaltet eine Lohnsenkung, sondern ebenso die Senkung der Lohnnebenkosten. Lohnnebenkosten sind Bestandteil des Lohnes. &ndash; Es ist von einer gewissen Tragik, dass bez&uuml;glich der der Rettung des Sozialstaates sowohl auf der Kapitalseite als auch auf der Arbeitnehmerseite eine ideologische Verblendung im Sinne eines falschen Bewusstseins besteht.<\/em><\/p>\n<li><strong>Schrauben-Milliard&auml;r W&uuml;rth im Visier der Staatsanwaltschaft<\/strong><br>\nWieder ein prominenter Topmanager unter Verdacht &ndash; und diesmal k&ouml;nnte der Ansehensverlust sogar den von Klaus Zumwinkel in den Schatten stellen: Wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen den Unternehmer Reinhold W&uuml;rth.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,544192,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Bahnverkauf: Mehdorn dr&auml;ngelt weiter<\/strong><br>\nAufsichtsrat der Bahn fordert schnelle Entscheidung zur Privatisierung. Am Montag tagt erstmals die entscheidende SPD-Arbeitsgruppe zum umstrittenen Bahnverkauf. 70 Prozent der Deutschen wollen eine Bahn in komplett &ouml;ffentlichem Besitz. Das Holdingmodell widerspreche dem Beschluss des Hamburger SPD-Parteitages, kritisierte Juso-Chefin Franziska Drohsel am Freitag. Die Bahn w&auml;re kein integrierter Konzern mehr, zudem h&auml;tten private Investoren Einfluss auf das Unternehmen. Wenn das Versprechen des Parteitages gebrochen werde, &ldquo;wird an der Basis der Teufel los sein&rdquo;, warnte Drohsel. Notfalls k&ouml;nne es einen Sonderparteitag geben.<br>\nUm einen solchen Parteitag einzuberufen, m&uuml;ssten mindestens zwei F&uuml;nftel von insgesamt 26 SPD-Landes und -bezirksverb&auml;nden daf&uuml;r votieren. Derzeit werde von der Parteispitze bereits Druck auf die Landesverb&auml;nde ausge&uuml;bt, auf so einen Schritt zu verzichten, hei&szlig;t es in der SPD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2008%2F03%2F29%2Fa0080&amp;src=GI&amp;cHash=22b13422fc&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein bisschen Lidl ist &uuml;berall<\/strong><br>\nDer Konzern Lidl gilt als exemplarisch f&uuml;r einen schlechten Umgang mit Besch&auml;ftigten. Doch es gibt viele M&ouml;glichkeiten, die W&uuml;rde von Mitarbeitern zu verletzen &ndash; Beispiel Nokia, Allianz oder Daimler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/388\/165915\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Aufgezwungen und unn&ouml;tig&rdquo;<\/strong><br>\nDie elektronische Gesundheitskarte kommt. &Auml;rzte und Datensch&uuml;tzer bezweifeln ihren Nutzen und warnen vor totaler Transparenz<br>\nIm April 2008 erfolgen konkrete Schritte zur Einf&uuml;hrung der elektronischen Gesundheitskarte f&uuml;r alle versicherten Patienten in der Bundesrepublik. Daf&uuml;r werden Kartenleseger&auml;te in Arztpraxen bereitgestellt, mit denen die neue Karte ebenso wie die alte Versichertenkarte gelesen werden kann. &ldquo;Fast unbemerkt&rdquo;, so kritisieren die Internationalen &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges e. V. (IPPNW), werde &ldquo;Europas ehrgeizigstes Gro&szlig;projekt verwirklicht: Die elektronische Totalvernetzung des deutschen Gesundheitswesens.&rdquo; Beschlossen wurde das Projekt vom Bundestag bereits 2004. Mit der Gesundheitskarte kommt ein umfassendes System zur zentralen Speicherung von Gesundheitsdaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/27\/27614\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD-Wirtschaftsfl&uuml;gel kritisiert Rentenerh&ouml;hung<\/strong><br>\nDer wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Wend, sagte dem &bdquo;K&ouml;lner Stadt-Anzeiger&ldquo; am Freitag: &bdquo;Das geht auf Kosten der J&uuml;ngeren, die wegen der demographischen Entwicklung &uuml;berhaupt keine Chance haben, ein dem heutigen Rentenniveau vergleichbares Altersgeld zu erreichen&ldquo;. Zudem verz&ouml;gere die Rentenerh&ouml;hung die geplante Senkung der Rentenbeitr&auml;ge von derzeit 19,9 auf 19,3 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1203599479281.shtml\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wend sollte sich nicht wirtschaftspolitischer &bdquo;Sprecher&ldquo; der SPD-Bundestagsfraktion nennen, sondern wirtschaftspolitisches &bdquo;Sprachrohr&ldquo;. Seine politische Kompetenz besteht seit Jahren darin, von anderen gelieferte Schlagworte weiterzuverbreiten, siehe z.B. <a href=\"?p=3091\">&ldquo;BILD macht Stimmung gegen die Rentenerh&ouml;hung&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hungerl&ouml;hne bleiben legal<\/strong><br>\nMillionen Menschen in schlecht bezahlten Jobs m&uuml;ssen sich auch k&uuml;nftig mit Stundenl&ouml;hnen von 4,50 oder 5,30 Euro abfinden. Der von der gro&szlig;en Koalition gew&auml;hlte Weg, Mindestl&ouml;hne &uuml;ber das Entsendegesetz im Tarifgef&uuml;ge zu verankern, wird nur wenigen Geringverdienern helfen. Vor Ablauf der Frist am heutigen Montag haben sich nur f&uuml;nf, &uuml;berwiegend kleine Branchen bereit erkl&auml;rt, der schwarz-roten Idee zu folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1311137\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Lohndumping und Morddrohungen<\/strong><br>\nT&uuml;rkische Bauarbeiter in M&uuml;nchen wehren sich gegen Hungerl&ouml;hne: Lohndumping bei ausl&auml;ndischen Wanderarbeitern ist kein Einzelfall. Das Schema ist immer gleich: Die von Subunternehmern engagierten Besch&auml;ftigten arbeiten nicht nur weit unter den Tarif- zund Mindestl&ouml;hnen, sondern werden oft auch noch um das letzte bi&szlig;chen Geld betrogen, das ihnen zusteht. F&uuml;r die von gr&ouml;&szlig;eren Firmen beauftragten Sub- und Sub-sub-Unternehmen ist dies ein lukratives Gesch&auml;ft. Sie kassieren nicht nur die Differenz zwischen offiziellem und tats&auml;chlich ausgehandeltem Lohn, sondern behalten zus&auml;tzlich oft einen Teil des letzteren ein. Widerstand der Betroffenen ist selten, denn in vielen F&auml;llen sind sie erpre&szlig;bar, da die Aufenthaltsgenehmigung an einen Arbeitsvertrag gekn&uuml;pft ist und sie bei Jobverlust mit Ausweisung aus Deutschland bedroht sind. Die Bezahlung erfolgt bar &ndash; ohne Beleg. Die Arbeiter d&uuml;rfen keine Stundenzettel f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/03-31\/022.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschland hat das r&uuml;ckst&auml;ndigste Streikrecht<\/strong><br>\nEin sozialdemokratischer Gewerkschafter hat ein Buch &uuml;ber den politischen Streik zusammengestellt: &bdquo;W&auml;hrend in fast allen europ&auml;ischen L&auml;ndern der politische Streik erlaubt ist und auch praktiziert wird, ist er in der Bundesrepublik tabuisiert. Warum?<br>\nEin Grund ist die vordemokratische Rechtsprechung aus den 50er Jahren, die den politischen Streik faktisch illegalisiert hat. Ein weiterer ist die Zur&uuml;ckhaltung der Gewerkschaften, die sich immer noch an die nicht mehr funktionierende &raquo;Sozialpartnerschaft&laquo; klammern. Die Medien, die immer tendenzi&ouml;ser werden, und die neoliberale Politik von CDU, FDP und Teilen der SPD und Gr&uuml;nen tun ein &Uuml;briges dazu.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/03-31\/026.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><em>Zu guter letzt:<\/em><br>\n<strong>Anmerkung zu unserem Beitrag <a href=\"?p=3100\">&bdquo;Private Rente im Schulalltag&ldquo;<\/a> v. 28.3.08<\/strong><br>\nAufgrund des Beitrages &ldquo;Private Rente im Schulalltag&rdquo; m&ouml;chte ich etwas aus eigener Erfahrung zum Thema Riester-Rente beitragen. Vorweg: Ich finde es erschreckend wie weit die L&uuml;ge schon zur Wahrheit mutiert zu sein scheint, wenn selbst Lehrk&ouml;rper diese im Unterricht verk&uuml;nden.<br>\nWie schlimm die L&uuml;ge &uuml;ber die angeblich kaputte gesetzliche Rente schon fortgeschritten ist, konnte ich bei einem Besuch bei meiner Sparkasse erleben. Grund meines Besuches bei dem Kundenberater meines &ldquo;Vertrauens&rdquo; war eigentlich die Absicht etwas zu sparen. Daf&uuml;r hatte ich mir ein so genanntes Tagesgeldkonto ausersehen, welches einen h&ouml;heren Zinssatz als ein einfaches Sparbuch verspricht. Der Kundenberater meiner Sparkasse nutzte die Gelegenheit meines seltenen Besuches zur kompletten Analyse, was sich in der Frage widerspiegelte, welche Versicherungen ich denn so h&auml;tte.<br>\nNat&uuml;rlich kam dann das Thema auch schnell auf die Altersvorsorge.<br>\nAuf die Frage, ob ich schon &bdquo;privat vorsorgen&ldquo; w&uuml;rde (Riester-Rente), antwortete ich ihm, an einer Riester-Rente h&auml;tte ich keinerlei Interesse und eine so genannte Brutto-Entgeltumwandlung h&auml;tte ich schon wieder eingestellt.<br>\nEntsetzter Blick seinerseits und die Frage nach dem Warum folgte. Ich erkl&auml;rte ihm, dass man bei einer Brutto-Entgeltumwandlung seinen Anspruch auf die gesetzliche Rente schm&auml;lern w&uuml;rde, was er kopfsch&uuml;ttelnd verneinte.<br>\nDann musste ich dem jungen Berater vor Augen halten, dass ein geringeres Einkommen logischerweise auch zu geringeren Sozialabgaben f&uuml;hrt, und somit auch zu einem geringeren Rentenanspruch. Ob sich dann die Entgeltumwandlung im Jahre X (mit Besteuerung, Krankenkassen- und Pflegeversicherungsabz&uuml;gen) gegen&uuml;ber dem jahrelangen Verzicht auf Summe Y, und der einhergehenden Minderung Z der gesetzlichen Rente einen greifbaren Ausgleich liefern kann, stellte ich ihm zur Frage.<br>\nSchwammige Antworten, und schon ein fast dogmatisches Wiederholen von auswendig gelernten Phrasen echoten mir entgegen.<br>\nUnd die unglaubliche Aussage meines Beraters: &ldquo;Die gesetzliche Rente ist tot!&rdquo;<br>\nDann aber der H&ouml;hepunkt unseres Kundenberatungsgespr&auml;ches.<br>\nEs f&auml;llt ein Name, welcher schon so oft in den Medien als so genannter Rentenexperte genannt wurde: Bernd Raffelh&uuml;schen.<br>\nUnd die Aussage, dass mein Berater bei diesem Herrn (welcher, nach Aussage meines Beraters, f&uuml;r irgendein Wirtschaftsinstitut t&auml;tig ist) ein Seminar absolviert hat. Lobend und &uuml;berzeugt von Herrn Raffelh&uuml;schen und seinen Aussagen erz&auml;hlt mir der Berater von diesem Seminar.<br>\nDass ich ihm darauf sage, dass Herr Raffelh&uuml;schen Berater der INSM ist und Lobbbyist der privaten Versicherungswirtschaft, l&auml;sst meinen Berater schweigen. Scheinbar wei&szlig; er nichts von diesen Interessenskonflikten, glaubt aber trotzdem, dass die gesetzliche Rente am Ende sei und private Vorsorge das Allheilmittel.<br>\nHerr Raffelh&uuml;schen und Co. haben an ihm ganze Arbeit geleistet. Genauso wie an dem Lehrer in dem o.g. Beitrag.<br>\nWenn nicht endlich eine kritische Berichterstattung in den Medien erfolgt, so ist zu bef&uuml;rchten, dass die L&uuml;ge wohl doch zur Wahrheit wird, und dies still und heimlich.<br>\nSebastian L&uuml;hr<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3106","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3106","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3106"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3106\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3106"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3106"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3106"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}