{"id":3116,"date":"2008-04-03T09:00:30","date_gmt":"2008-04-03T07:00:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3116"},"modified":"2008-04-03T09:00:30","modified_gmt":"2008-04-03T07:00:30","slug":"hinweise-des-tages-619","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3116","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3116&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Lohnr&uuml;ckforderungen nach Insolvenz<\/strong><br>\nImmer mehr Insolvenzverwalter verklagen ehemalige Mitarbeiter auf R&uuml;ckzahlung des gezahlten Lohnes. Inzwischen ist klar: es handelt sich um ein fl&auml;chendeckendes Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/fakt\/5170154.html\">MDR<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Lohnr&uuml;ckforderungen &ndash; Die blanke Wut<\/strong><br>\nBevor die Insolvenzordnung von unseren hei&szlig; geliebten &bdquo;Volksparteien&ldquo; ge&auml;ndert worden war, waren L&ouml;hne grunds&auml;tzlich unantastbar und ausstehende L&ouml;hne sogar bevorzugt gegen&uuml;ber Gl&auml;ubigerforderungen. Aber genau das hat man aus der neuen Fassung gestrichen. Wer hat diese &Auml;nderung der Insolvenzordnung durchgeboxt? Schr&ouml;der mit seiner SPD &ndash; und noch unterst&uuml;tzt von den Gr&uuml;nen, die nat&uuml;rlich auch nichts von dieser Geschichte wissen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinerumschau.com\/index.php?set_language=de&amp;cccpage=31032008ArtikelWirtschaftWeiss1\">Berliner Umschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um 0,3% gesunken <\/strong><br>\nNach vorl&auml;ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes setzte der Einzelhandel in Deutschland im Februar 2008 nominal 2,4% mehr und real 0,3% weniger um als im Februar 2007. Der Februar 2008 hatte mit 25 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Februar 2007. Dieses Ergebnis wurde aus Daten von sieben Bundesl&auml;ndern berechnet, in denen circa 76% des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel get&auml;tigt werden.<br>\nIm Vergleich zum Januar 2008 sank der Umsatz im Einzelhandel unter Ber&uuml;cksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal um 0,7% und real um 1,6%.<br>\nQuelle:<a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/04\/PD08__135__45241,templateId=renderPrint.psml\"> Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Nach den Prognosen unserer Konjunkturforschungsinstitute soll doch die Konjunktur in diesem Jahr durch den Binnenkonsum stabilisiert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Die Bahn-Privatisierung ist keine Antwort&ldquo;<\/strong><br>\nDGB-Vorstandsmitglied Matecki &uuml;ber die Haltung der Gewerkschaften und der SPD: &bdquo;Alle Alternativen der Geldbeschaffung sind billiger, als die Renditeerwartungen von Privatinvestoren zu befriedigen. F&uuml;r uns DGB-Gewerkschaften steht fest, dass das Mobilit&auml;tsangebot der Bahn ein unverzichtbarer Bestandteil ist, um die staatliche Verpflichtung zur &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge zu erf&uuml;llen. Die Bahn-Privatisierung ist doch keine Antwort auf all die Fragen, die sich damit stellen. Im Gegenteil: Keines der bisherigen Privatisierungsmodelle verspricht mehr Verkehr auf der Schiene. Statt Privatisierung brauchen wir neue Rahmenbedingungen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/;art271,2505669?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> An dem Interview l&auml;sst sich auch ablesen, welche Schwierigkeiten der DGB mit seiner Einzelgewerkschaft transnet hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>DGB sieht den Beginn einer Gerechtigkeitswende<\/strong><br>\nDie kr&auml;ftigen Tariferh&ouml;hungen in der Stahlindustrie und zuletzt im &ouml;ffentlichen Dienst sind f&uuml;r den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) nur der Beginn einer grundlegenden Wende in der Einkommenspolitik. Das geht aus einem noch nicht ver&ouml;ffentlichten Bericht der Gewerkschaft hervor, der dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.<br>\nAllerdings sehen die Gewerkschaften noch eine weite Wegstrecke vor sich. Dies zeige etwa ein weiterer R&uuml;ckgang der Lohnquote: Der Anteil der Arbeitnehmerentgelte am Volkseinkommen ist danach 2007 erneut um einen Prozentpunkt auf 64,6 Prozent gesunken, w&auml;hrend der Anteil der Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen umgekehrt stieg. Zugleich sei trotz Aufschwung auch die sogenannte Lohndrift weiter negativ. Sie vergleicht den Anstieg der Tarifl&ouml;hne mit dem der tats&auml;chlich gezahlten Bruttol&ouml;hne. Er blieb auch 2007 hinter dem Durchschnitt der Tariferh&ouml;hungen zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Konjunktur-%d6konomie\/Konjunktur\/_pv\/_p\/200053\/_t\/ft\/_b\/1411863\/default.aspx\/dgb-sieht-den-beginn-einer-gerechtigkeitswende.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Tarifabschl&uuml;sse zwischen 2,5 und 5,2 Prozent <\/strong><br>\nDie ersten Abschl&uuml;sse der Tarifrunde 2008 liegen vor. Die Spannweite der vereinbarten Tarifsteigerungen reicht von 2,5 bis 5,2 Prozent. Im WSI-Tarifarchiv werden die Abschl&uuml;sse sortiert nach der H&ouml;he dargestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2008_04_02_tabelle.pdf\">Hans B&ouml;ckler Stiftung [PDF &ndash; 100 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>H&ouml;rt die Signale<\/strong><br>\nDer Staat hat Angst vor einem Streik gezeigt, die Sympathien der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r Arbeitsk&auml;mpfe und die Streikbereitschaft sind gewachsen. Damit ist nicht nur der Staat konfrontiert. Streik ist zur Zeit keine leere Drohung. Der Arbeitskampf der Lokf&uuml;hrer hat allen gezeigt, dass man mit Entschiedenheit etwas erreichen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/14\/08140201.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Datensch&uuml;tzer kritisiert unangemeldete Hausbesuche<\/strong><br>\nHartz-IV-Empf&auml;nger m&uuml;ssten oft zu viele pers&ouml;nliche Daten offenbaren<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/;art270,2505647?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Privatknast ist teurer<\/strong><br>\nEin Haftplatz in teilprivatisiertem hessischem Gef&auml;ngnis kostet mehr als der in einer staatlich gef&uuml;hrten Einrichtung.<br>\n&ldquo;Durch die Partnerschaft mit Serco erzielt die hessische Landesregierung f&uuml;r die JVA H&uuml;nfeld eine deutliche Verbesserung der Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu anderen Haftanstalten.&rdquo; Das jedenfalls behauptete das international t&auml;tige Sicherheitsunternehmen Serco. Das hessische Justizministerium hat herausgefunden, dass ein Haftplatz in der von Serco betriebenen JVA H&uuml;nfeld im vergangenen Jahr 83,18 Euro t&auml;glich kostete, in der &auml;hnlich strukturierten, rein staatlich betriebenen JVA Darmstadt aber nur 79,28 Euro. Auf das Jahr gerechnet w&uuml;rden deshalb in der JVA H&uuml;nfeld mit ihren etwa 500 Gefangenen Mehrkosten von rund 700.000 Euro anfallen, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2008%2F04%2F02%2Fa0062&amp;src=GI&amp;cHash=d0b53e5f71\">taz<\/a>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Die wollen die Menschen f&uuml;r dumm verkaufen<\/strong><br>\nDer Bund der Strafvollzugsbediensteten h&auml;lt die erste Teilprivatisierung eines Knasts f&uuml;r eine Mogelpackung. Ein Gespr&auml;ch mit Anton Bachl, Vorsitzender des Bundes der Strafvollzugsbediensteten (BSBD), der mit 25 000 Mitgliedern gr&ouml;&szlig;ten Besch&auml;ftigtenorganisation im Justizvollzug:<br>\n&bdquo;2009 soll auch in Offenburg in Baden-W&uuml;rttemberg eine teilprivatisierte Anstalt nach dem Vorbild H&uuml;nfeld entstehen, &auml;hnliche Projekte sind in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen geplant. Glauben Sie, der Fall H&uuml;nfeld l&auml;&szlig;t die Verantwortlichen umdenken?<br>\nIn Nordrhein-Westfalen wurde ein derartiges Projekt nach genauer Pr&uuml;fung wieder begraben. In anderen L&auml;ndern geht man die Pl&auml;ne vorsichtiger an. Vielleicht braucht es ja noch ein, zwei Reinf&auml;lle nach H&uuml;nfelder Muster, bis die Politik zur Vernunft kommt. Ich bin &uuml;berzeugt: Der Tag der Umkehr kommt bestimmt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/04-03\/020.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Fernsehtip und LobbyControl-Aktion &ndash; Bundesrechnungshof &uuml;bt scharfe Kritik an Lobbyisten in Ministerien<\/strong><br>\nEs kommt Schwung in die Auseinandersetzung &uuml;ber die Mitarbeit von Lobbyisten in den Ministerien: Das ARD-Magazin Monitor berichtet morgen (Do. den 3.4. um 21.45) &uuml;ber einen vertraulichen Bericht des Bundesrechnungshofes zum Einsatz der so genannten &ldquo;externen Mitarbeiter&rdquo; in den Bundesministerien. Der Bericht &uuml;bt scharfe Kritik und belegt, dass wir in den letzten Monaten nicht etwa den Teufel an die Wand gemalt haben, sondern unsere Mahnungen mehr als berechtigt waren: Die Lobbyisten waren zahlreicher als bisher bekannt und konnten bis an die Herzst&uuml;cke der Ministerialb&uuml;rokratie vordringen. Rund 300 von der Privatwirtschaft weiterbezahlte Vertreter von Unternehmen und Verb&auml;nden haben allein in den Jahren 2004 bis 2006 in Bundesministerien gearbeitet. Bislang hatte die Bundesregierung auf Nachfragen lediglich den Einsatz von ca. 100 externen Mitarbeitern zugegeben. Die &ldquo;Leihbeamten&rdquo; haben in gro&szlig;em Umfang Leitungs- und Repr&auml;sentationsaufgaben &uuml;bernommen: weit &uuml;ber die H&auml;lfte hat Leitungsvorlagen erstellt, 60 % die Bundesregierung nach au&szlig;en vertreten, 20 % haben direkt an Vorlagen f&uuml;r Gesetze oder Bestimmungen mitgeschrieben, ein gutes Viertel war an Vergabeverfahren beteiligt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/04\/bundesrechnungshof-ubt-scharfe-kritik-an-lobbyisten-in-ministerien-fernsehtip-und-lobbycontrol-aktion\/\">Lobbycontrol<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/beitragsuebersicht.phtml\">ARD-Monitor<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?em_cnt=1313014\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Br&uuml;ssel will Lobbyisten registrieren<\/strong><br>\nDer Verfassungsausschuss des Europ&auml;ischen Parlaments beschlie&szlig;t: K&uuml;nftig sollen die rund 15.000 Lobbyisten, die Br&uuml;sseler Beamten bearbeiten, in einem Register gef&uuml;hrt werden. Gr&uuml;ne fordern daf&uuml;r strengere Kriterien und verbindlichen Zeitplan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2008%2F04%2F02%2Fa0091&amp;src=GI&amp;cHash=98f57b1cd1&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>CCC publiziert die Fingerabdr&uuml;cke von Wolfgang Sch&auml;uble <\/strong><br>\nMit einer spektakul&auml;ren Aktion protestiert der Chaos Computer Club (CCC) gegen die fortschreitende Verwertung biometrischer Daten. In der aktuellen Ausgabe der Clubzeitschrift Die Datenschleuder ver&ouml;ffentlichen die Hacker den Fingerabdruck von Bundesinnenminister Wolfgang Sch&auml;uble.<br>\nDie Hacker wollen sich damit gegen die zunehmende Erfassung biometrischer Daten zur Wehr setzen. Besonders die Speicherung der Fingerabdr&uuml;cke im E-Pass st&ouml;&szlig;t dem CCC &uuml;bel auf. &ldquo;Wir wollen mit der Ver&ouml;ffentlichung ein warnendes Zeichen setzen&rdquo;, erkl&auml;rt CCC-Sprecher Dirk Engling gegen&uuml;ber heise online. Fingerabdr&uuml;cke seien nicht so sicher, wie die Politik behauptet, erkl&auml;rt Engling: &ldquo;Sie geh&ouml;ren in keine sicherheitskritische Anwendung &ndash; und erst recht nicht in den E-Pass.&rdquo;<br>\nDie Hacker haben es nicht beim Abdruck von Sch&auml;ubles Fingerabdruck belassen &ndash; dem Heft liegt auch eine fertige Fingerabdruck-Attrappe bei. Die d&uuml;nne Folie kann auf die Fingerkuppe geklebt werden, um zum Beispiel Fingerabdruckscanner zu t&auml;uschen. &ldquo;Wir empfehlen, die Abdr&uuml;cke bei erkennungsdienstlichen Behandlungen, bei der Einreise in die USA, bei der Zwischenlandung in Heathrow[4], aber auch im &ouml;rtlichen Supermarkt und &ndash; prophylaktisch &ndash; beim Ber&uuml;hren m&ouml;glichst vieler Glasfl&auml;chen zu benutzen&rdquo; sagt Engling.<br>\nDer CCC versichert, dass der ver&ouml;ffentlichte Fingerabdruck echt sei. Ein Sympathisant des Clubs habe den Hackern ein Glas &uuml;bergeben, aus dem der Innenminister w&auml;hrend einer Podiumsdiskussion getrunken habe. Die Hacker sicherten den Fingerabdruck und produzierten in n&auml;chtelanger Kleinarbeit die Attrappen f&uuml;r das Heft. Insgesamt 4000 Exemplare des Heftes wurden gedruckt &ndash; mehr als 2000 davon sind derzeit auf dem Weg zu den Mitgliedern des CCC.<br>\nSch&auml;uble ist nicht der einzige Politiker, auf dessen Fingerabdruck es die Hacker abgesehen haben. In einem &ldquo;biometrischen Sammelalbum&rdquo; publizierten sie eine Wunschliste von Politikern, deren Abdr&uuml;cke sie noch ver&ouml;ffentlichen wollen. Neben Sch&auml;uble stehen unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpr&auml;sident G&uuml;nther Beckstein auf der Liste. Offensichtlicht meint es der CCC ernst: Neben dem biometrischen Sammelalbum haben die Hacker eine Anleitung publiziert, wie man die Fingerabdr&uuml;cke idealerweise sichern und dem Club per Post zuschicken kann.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/CCC-publiziert-die-Fingerabdruecke-von-Wolfgang-Schaeuble-Update--\/meldung\/105701\">Heise Newsticker<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ccc.de\/images\/misc\/schaeuble-attrappe.png\">Chaos Computer Club<\/a>\n<p>\t<em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Ins Sammelalbum geh&ouml;rt aber unbedingt Otto Schily. Besonders dem Chefbiometriker Schily haben wir die Entwicklung zu verdanken und jetzt verdient er sein Geld als Aufsichtsrat in der Branche.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 3: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2007\/10\/schily-verweigert-offenlegung-von-nebeneinkunften\/\">Lobbycontrol<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ex-Siemens-Chef Heinrich von Pierer: Geheimnisvoller Besuch bei Beckstein <\/strong><br>\nDer ehemalige Siemens-Chef Pierer hat im Schmiergeldskandal fr&uuml;hzeitig beim damaligen Innenminister Beckstein vorgesprochen. In der Folgezeit nahm das Verfahren gegen Siemens offenbar eine entscheidende Wende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/216\/166737\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Von wegen erledigt<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank ist von der Bankenkrise in den USA st&auml;rker betroffen als bisher angenommen und muss weitere 2,5 Milliarden Euro abschreiben. Bedrohlich ist die Lage auch bei der WestLB.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F04%2F02%2Fa0101&amp;src=GI&amp;cHash=16d2267e42&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Tausende Volksbankkunden verlieren Altersvorsorge<\/strong><br>\nViele Kunden bei Volks- und Raiffeisenbanken investierten in &ldquo;hauseigene&rdquo; Immobilienanlagen der DG-Bank-Gruppe. Anstelle der vermeintlich sicheren Anlageform zur privaten Altersvorsorge bekamen sie ein riskantes Produkt.<br>\nIn den betreffenden Fonds- Prospekten der DG-Bank wurde mit Sicherheit geworben. Da hei&szlig;t es: &ldquo;Die obersten Prinzipien bei Konzeption und Realisation der Geschlossenen Immobilienfonds der DG-Anlage sind Sicherheit und Rentabilit&auml;t f&uuml;r die Anleger.&rdquo; Den Anlegern wurden zudem &ndash; neben Aussch&uuml;ttungen &ndash; hohe steuerliche Vorteile versprochen.<br>\nWie wenig sicher und wertbest&auml;ndig diese Kapitalanlage ist, belegt allein die Tatsache, dass mindestens neun von rund 50 Fonds insolvenzgef&auml;hrdet, also so gut wie pleite, sind und das hier angelegte Geld der Anleger offenbar weg ist. Die Gr&uuml;nde hierf&uuml;r sind unter anderem fallende Mieten und Pachtertr&auml;ge und hohe Leerst&auml;nde. Beim DG-Fonds Nummer 37 droht sogar eine Nachschusspflicht. Diese Anleger b&uuml;&szlig;en nicht nur ihre Einlage plus Rendite ein, sondern sollen nochmals mit einer erheblichen Summe zur Kasse gebeten werden. Sie haften also mit ihrem privaten Verm&ouml;gen. Die DZ-Bank hat den Anlegern dieser Fonds jetzt ein fragw&uuml;rdiges Angebot gemacht: Die Bank nimmt die Anlage zur&uuml;ck &ndash; f&uuml;r 0 Euro! Daf&uuml;r werden die Kunden aus der Haftung entlassen, ihr Geld ist allerdings weg.<br>\nInsgesamt sind mehr als 20.000 Kunden betroffen. Die Schadenssumme liegt bei weit &uuml;ber 500 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/tools\/printsite.jsp?key=standard_document_33759966&amp;rubrik=33608&amp;srubrik=2712&amp;ivw=fs%2Fm_x%2F_Geld_Altersvorsorge%2Fstandard_document_33759966\">hr Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Verluste zu &uuml;bernehmen, ist nicht Aufgabe des Staates&rdquo;<\/strong><br>\nEin gemeinsamer Fonds von Finanzwirtschaft und Staat zur Rettung der Banken muss her! Ein Gastbeitrag von Herbert Schui.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1312307\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Kassenpatienten werden viel sp&auml;ter behandelt<\/strong><br>\nIn Facharztpraxen m&uuml;ssen gesetzlich Versicherte drei Mal so lange auf einen Termin warten wie Privatversicherte. Das geht aus einer am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Studie der Universit&auml;t K&ouml;ln hervor. Die Ursache der Ungleichbehandlung ist f&uuml;r die Forscher offensichtlich: Mit Privatpatienten l&auml;sst sich mehr Geld verdienen. Der Pr&auml;sident der Bundes&auml;rztekammer, J&ouml;rg-Dietrich Hoppe, bezeichnete die l&auml;ngeren Wartezeiten f&uuml;r Kassenpatienten dagegen als Folge der staatlich vorgegebenen Unterfinanzierung im Gesundheitswesen.<br>\nDie K&ouml;lner Wissenschaftler baten f&uuml;r ihre Studie bei insgesamt 189 Facharzt-Praxen im Raum K&ouml;ln, Bonn und Leverkusen telefonisch um Termine f&uuml;r verschiedene Untersuchungen &ndash; wie einen Allergietest, eine Magenspiegelung oder eine Magnetresonanztomographie des Knies. Dabei gaben sie sich mal als Kassen- und mal als Privatpatient aus. Das Ergebnis: Privatpatienten wurden eindeutig bevorzugt &ndash; egal um welche Untersuchung es sich handelte.<br>\nZwei Beispiele: Auf einen Termin f&uuml;r einen Allergietest mussten die Privatversicherten nur 8,4 Arbeitstage warten, Kassenpatienten durchschnittlich 26 Tage. Eine Magenspiegelung wurde bei Privatversicherten nach 11,9 Arbeitstagen vorgenommen. Gesetzlich Krankenversicherte mussten sich 36,7 Tage gedulden.<br>\nMit der Untersuchung sei erstmals der empirische Beweis gelungen, dass Kassenpatienten bei der Terminvergabe in Arztpraxen benachteiligt w&uuml;rden, sagte der kommissarische Leiter des Instituts f&uuml;r Gesundheits&ouml;konomie und klinische Epidemiologie, Markus Luengen. Die Ursache f&uuml;r die Vorzugsbehandlung der Privatversicherten ist f&uuml;r die K&ouml;lner Forscher eindeutig. Bei der Behandlung eines Privatpatienten verdienen die &Auml;rzte deutlich mehr als bei der Behandlung gesetzlich Versicherter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/politik\/deutschland\/956717.html\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Koalition legt Rentenstreit bei<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;e Koalition hat ihren Streit &uuml;ber die k&uuml;nftige Entwicklung des Rentenbeitr&auml;ge ausger&auml;umt. Am Rande der Kabinettsitzung einigten sich Kanzlerin Merkel, Wirtschaftsminister Glos und Arbeitsminister Scholz auf einen Kompromiss. Die Rentenbeitr&auml;ge sollen doch schon fr&uuml;her sinken als zuletzt vom Arbeitsminister vorgesehen &ndash; fallen aber nicht so schnell wie nach derzeitiger Rechtslage: Das ist die Einigung. 2011 wird der Rentenbeitrag demnach von derzeit 19,9 Prozent des Bruttoeinkommens auf 19,5 Prozent sinken. Im Folgejahr wird er bei 19,3 Prozent liegen, 2013 schlie&szlig;lich bei 19,1 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,544994,00.html\">Spiegel-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das ist eine Einigung zu Lasten der Rentner. Als ob die Senkung der Rentenbeitr&auml;ge das wichtigste Problem der gesetzlichen Rente w&auml;re.<br>\nNach Angaben des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft liegt das derzeitige Durchschnittsbruttoeinkommen eines Arbeitnehmers bei 2.250 Euro. Eine Senkung von 19,9 auf 19,5 Prozent, also eine Senkung des Arbeitnehmeranteils um 0,2 Prozentpunkte, bringt dem Arbeitnehmer 4,50 Euro im Monat, 2013 &ndash; also bei 19,1 Prozent &ndash; w&auml;ren das 18 Euro im Monat. Daf&uuml;r soll aber der Arbeitnehmer allein (ohne Arbeitgeberanteil) 4 Prozent seines Bruttoeinkommens in die Riester-Rente bezahlen, um eine ausk&ouml;mmliche Altersversorgung zu haben, dass sind 90 Euro monatlich.<br>\nEin wundersch&ouml;ner Kompromiss!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zweitklassig<\/strong><br>\nWarum m&uuml;ssen die Kassen so sparsam sein und warum k&ouml;nnen die Privatversicherungen so gro&szlig;z&uuml;gig honorieren? Antwort: Weil das Zwei-Klassen-System im deutschen Gesundheitswesen schon bei der Finanzierung beginnt, auch wenn die Folgen erst in der Arztpraxis und im Krankenhaus besonders augenf&auml;llig werden. Die Solidarit&auml;t im deutschen Gesundheitswesen endet ab einem bestimmten Einkommensniveau.<br>\nWer Geld hat, darf sich aus der gesetzlichen Krankenversicherung verabschieden. Bei den Privaten zahlt er weniger, beim Arzt und im Krankenhaus bekommt er dann eine Vorzugsbehandlung. Menschen mit geringerem Einkommen m&uuml;ssen in ihrer Kasse bleiben und die Leistungen von sehr viel mehr kranken Menschen finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1312831\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Hierauf sei besonders hingewiesen: &bdquo;Die angesprochene Quersubventionierung in der Arztpraxis mag es ja geben. Aber zuvor ist dem System der gesetzlichen Krankenversicherung sehr viel mehr Geld entzogen worden &ndash; durch den Marsch der jungen, gesunden Gutverdiener zur privaten Krankenversicherung.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Norwegen: Gesetz zur Frauenquote stellt Firmen vor Probleme<\/strong><br>\nSeit dem 1. Januar gilt in Norwegen ein Gesetz, dem zufolge 40 % aller Sitze in Aufsichtsr&auml;ten der b&ouml;rsennotierten Unternehmen von Frauen besetzt sein m&uuml;ssen. Dieses Gesetz stellt mehrere kleinere Firmen vor Probleme und k&ouml;nnte eventuell sogar zu deren Schlie&szlig;ung f&uuml;hren.<br>\nBetriebe, die die Frauenquote bisher nicht erf&uuml;llt haben, erhielten nun von dem norwegischen Handelsministerium eine Frist von einem Monat, um das Gesetz umzusetzen. Sollten die Unternehmen die Frist verstreichen lassen, droht ihnen unter Umst&auml;nden gar die Zwangsaufl&ouml;sung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.shortnews.de\/start.cfm?id=699380\">ShortNews<\/a>\n<p>Dazu die <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/ohne-frauen-droht-das-aus\/?src=SE&amp;cHash=b9a19eef58\">taz vom 24.2.2008<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Dass sich unter den 12 Nachz&uuml;glerinnen &ldquo;harte&rdquo; Verweigerung verstecken sollte, scheint auch unwahrscheinlich. Die durchweg kleinen ASAs auf dieser Liste haben n&auml;mlich teilweise bereits f&uuml;r Anfang M&auml;rz zu ihren Generalversammlungen eingeladen, bei denen als Tagesordnungspunkt ausdr&uuml;cklich &ldquo;Erf&uuml;llung des Quotengesetzes&rdquo; auftaucht. Andere scheinen nur noch auf dem Papier zu existieren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/online\/2008\/11\/frauen-norwegen-quote\">Zeit vom 25.3.2008<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Sie haben in den Kursen neben ihrem Job norwegisches Aktienrecht gepaukt, Bilanzen lesen gelernt und auch so genannte soft skills trainiert.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/cromme-und-die-chefinnen\/?src=SE&amp;cHash=4dff4d8ced\">taz vom 20.10.2007<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Das Argument: &lsquo;Wir haben keine guten Frauen&rsquo; ist ab heute gestorben<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/27\/27443\/1.html\">tp vom 7.3.2008<\/a>: <\/p>\n<blockquote><p>Eingef&uuml;hrt wurde der Vorschlag einer Mindestquote 2002 ausgerechnet von einem konservativen Wirtschaftsminister, dem es aber nicht in erster Linie um Gleichberechtigung ging, sondern der der &Uuml;berzeugung war, dass Frauen an der Spitze von Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher agieren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und sogar die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc~EA279BAB7F5394948B471A11C72DF9FF1~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell\">FAZ<\/a> schreibt dar&uuml;ber positiver als unsere immer tendenz&ouml;sere Tagesschau <\/p>\n<blockquote><p>M&auml;nner haben M&auml;nnernetzwerke, Frauen haben Frauennetzwerke.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/europaheute\/734530\/\">Deutschlandfunk vom 5.2.2008<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Von den so genannten &ldquo;Kuschelfaktoren&rdquo;, wie zum Beispiel Teamf&auml;higkeit, Intuition und Einf&uuml;hlsamkeit, mit denen Frauen angeblich das Klima in den F&uuml;hrungsetagen verbessern, ist in Norwegen &uuml;brigens noch nie die Rede gewesen. Dort spricht man von Vielfalt und Kompetenz. Norwegische Unternehmen m&uuml;ssen und wollen wettbewerbsf&auml;hig bleiben. Da sind kompetente Frauen in F&uuml;hrungspositionen schon allein aus &ouml;konomischen Gr&uuml;nden langfristig unverzichtbar: schlicht und einfach, weil es nicht mehr ausreichend m&auml;nnliche F&uuml;hrungstalente gibt und die Alten bald in Rente gehen &ndash; wie in Deutschland &uuml;brigens auch.<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein Thema, &uuml;ber das man bei uns nur am Rande etwas h&ouml;rt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zu hohe Schadstoffwerte verschwiegen?<\/strong><br>\nDie Beh&ouml;rden sprachen von &ldquo;leicht erh&ouml;hten&rdquo; Werten. Doch bei dem Gro&szlig;brand in dem Chemiewerk Ineos im K&ouml;lner Stadtteil Worringen sind offenbar deutlich h&ouml;here Konzentrationen des krebserregenden Stoffes Acrylnitril gemessen worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/themen\/panorama\/brand03\/dormagen_chemiebrand\/080402.jhtml\">wdr Panorama<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es ist immer wieder das gleiche Spiel: Erst vertuschen und nur, wenn es nicht mehr anders geht, mit der Wahrheit herausr&uuml;cken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Umfrage: Steinmeier sticht Beck aus &ndash; Ruf des SPD-Chefs v&ouml;llig ramponiert<\/strong><br>\nKompetent, weltm&auml;nnisch, glaubw&uuml;rdig, reif f&uuml;rs Kanzleramt: Eine neue Umfrage enth&uuml;llt, auf wie vielen Feldern sich Au&szlig;enminister Steinmeier in der W&auml;hlereinsch&auml;tzung inzwischen von Kurt Beck abgesetzt hat. Als Spitzenkandidat w&auml;re der SPD-Chef sogar nur dritte Wahl.<br>\nHamburg &ndash; Kurt Becks politische Profilkurve ist desastr&ouml;s. Das Umfrageinstitut Forsa hat f&uuml;r den &ldquo;Stern&rdquo; rund tausend Deutsche gefragt, was sie mit dem SPD-Chef verbinden &ndash; und was mit seinem potentiellen Rivalen um die Kanzlerkandidatur 2009, Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier. Das Ergebnis: Nur beim Machtbewusstsein liegt Beck noch klar vorne. Auf den meisten anderen Feldern f&uuml;hrt sein Stellvertreter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-544851,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Ein Musterbeispiel daf&uuml;r, wie sehr versucht wird, wichtige Entscheidungen der SPD von au&szlig;en zu bestimmen, wahrscheinlich unter Mitwirkung von Schr&ouml;der &ndash; wie wir aus Erfahrung wissen, meist mit Erfolg. Im konkreten Fall wird mit Gef&auml;lligkeitsumfragen Stimmung bis weit hinein in die SPD gemacht. Auch mit dem Ziel, einen blassen Kanzlerkandidaten hochzuloben (&bdquo;Kompetent, weltm&auml;nnisch, glaubw&uuml;rdig, reif f&uuml;rs Kanzleramt&ldquo;), der gegen Frau Merkel mit Sicherheit verliert. Siehe <a href=\"?p=3055\">&bdquo;Betrifft den Kampf um Hessen &ndash; Zeichen f&uuml;r die Auszehrung demokratischer Verh&auml;ltnisse&ldquo;<\/a> und <a href=\"?p=3104\">&bdquo;Kurt Beck wird zum S&uuml;ndenbock f&uuml;r den Niedergang der SPD gemacht&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>In dieser Kampagne darf nat&uuml;rlich der <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:SPD-Krise-Mit\/615991.html\">Stern<\/a> nicht fehlen. Dort darf der Ypsilantie-Heckensch&uuml;tze Clement ran:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Das Dilemma ist offenkundig geworden, seit sich die SPD in der Verantwortung von Kurt Beck von der Reformagenda des bis dato letzten sozialdemokratischen Kanzlers Gerhard Schr&ouml;der absetzte und sich fast zeitgleich anschickte, der von Oskar Lafontaine zur &ldquo;Linken&rdquo; aufgemotzten ehemaligen PDS T&uuml;r und Tor zu &ouml;ffnen.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Diese Analyse ist so weit neben der Wirklichkeit, dass sie schon wieder interessant ist: Sie spiegelt n&auml;mlich nur noch die &Auml;ngste von Clement wieder, dass sich die Einsicht durchsetzen k&ouml;nnte, dass er einer der Hauptverantwortlichen f&uuml;r den Niedergang der SPD und f&uuml;r ihren heutigen Zustand ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Lehrstellenbetrug geht weiter<\/strong><br>\nSeit gestern jubeln sie wieder. Die Trendwende bei der Berufsbildung sei geschafft. Endlich sei die Zahl der Ausbildungspl&auml;tze und die der Bewerber wieder gleich. Man kennt solche Arien, seitdem es das duale Ausbildungssystem gibt. Bundeskanzler Kohl belog das Land einst mit einer Lehrstellengarantie. Aber auch heute geht der Lehrstellenbetrug weiter. Wer behauptet, die Lehrstellenkrise sei &uuml;berwunden, der f&auml;llt auf die Konjunktur und auf die eigene Propaganda herein. Politik und Wirtschaft m&uuml;ssen endlich zugeben, dass es eine Strukturkrise der Berufsbildung zu beheben gilt.<br>\nDie Zahl der Bewerber &uuml;bersteigt auch nach zwei Aufschwungjahren die Zahl der offenen Lehrstellen. Und selbst der guten Konjunktur ist es nicht gelungen, alle sogenannten Altbewerber unterzubringen. 385.000 von ihnen gibt es, die auch im zweiten Jahr nach ihrem Abschluss ohne Lehrberuf bleiben. Am schlimmsten aber ist, dass die Quote der vermittelten echten Ausbildungspl&auml;tze (gemessen am Sch&uuml;lerjahrgang) seit Jahren f&auml;llt &ndash; w&auml;hrend der Anteil derer, die in Warteschleifen und Ersatzma&szlig;nahmen landen, beharrlich steigt. Das bedeutet: Eine Trendwende gibt es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/konjunktur-ersetzt-konzept\/?src=MT&amp;cHash=c2ec265bd1\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Food crisis being felt around world<\/strong><br>\nSharply rising prices have triggered food riots in recent weeks in Mexico, Morocco, Senegal, Uzbekistan, Guinea, Mauritania and Yemen, and aid agencies around the world worry they may be unable to feed the poorest of the poor.<br>\nIn the Philippines, officials are raiding warehouses in Manila looking for unscrupulous traders hoarding rice, while in South Korea, panicked housewives recently stripped grocery-store shelves of food when the cost of ramen, an instant noodle made from wheat, suddenly rose.<br>\nThe shadow of &ldquo;a new hunger&rdquo; that has made food too expensive for millions is the result of a sudden and dramatic surge in food prices around the world.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nationalpost.com\/news\/story.html?id=412984\">National Post<\/a><\/li>\n<li><em>Zu guter letzt:<\/em><br>\n<strong>Schlag&rsquo; nach bei Adam Smith<\/strong><br>\n<em>Eine Glosse von Peter Thal zu unserem Hinweis auf Hans-Werner Sinns Beitrag zum Mindestlohn in den <a href=\"?p=3112\">Hinweisen vom 2.4.08<\/a>.<\/em>\n<p>In aktuellen Debatten &uuml;ber die neoliberale Wirtschaftsideologie vers&auml;umt es kaum einer ihrer Bef&uuml;rworter, die &ldquo;unsichtbare Hand&rdquo; von Adam Smith (1723 &ndash; 1790) zu zitieren, die als der beste Regulator makro&ouml;konomischer Prozesse anzusehen sei. Ob dabei alle Publizisten, ja selbst die professionellen Experten den konzeptionellen Zusammenhang bei Smith im Original 1) &uuml;berhaupt gelesen, geschweige denn studiert und verstanden haben, sei dahingestellt; zu bezweifeln ist es jedenfalls.<\/p>\n<p>Wie dem auch sei. Smith wird offenbar vom mainstream als Autorit&auml;t der &ouml;konomi-schen Theorie gesch&auml;tzt. Dies legt eigentlich nahe, auch zu anderen Themen bei ihm Rat zu suchen, z. B. zum Mindestlohn.<\/p>\n<p>Das birgt allerdings die Schwierigkeit in sich, Adam Smith nicht nur auf eine Floskel zu reduzieren; daf&uuml;r muss man sich ernsthaft mit dem komplexen Inhalt seiner Lehren besch&auml;ftigen! Der &ldquo;Grundleger der politischen &Ouml;konomie&rdquo; als Wissenschaft, wie ihn Marx gew&uuml;rdigt hat, versuchte n&auml;mlich hinter den Schleier der &auml;u&szlig;eren Form wirtschaftlicher Erscheinungen vorzudringen. <\/p>\n<p>Lohn ist f&uuml;r Smith nicht einfach der Geldbetrag, den der Arbeiter vom Kapitaleigent&uuml;mer (&ldquo;employer&rdquo; von Arbeit [Besch&auml;ftiger &#61625;&#61472;Arbeitgeber]) erh&auml;lt und der durch Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt &ldquo;frei&rdquo; ausgehandelt wird; vielmehr unterliegt der Arbeitslohn einer &ouml;konomisch-gesetzm&auml;&szlig;igen Bestimmung. <\/p>\n<p>Ausgangspunkt hierf&uuml;r ist das (materielle) Produkt der Arbeit, das in einem &ldquo;urspr&uuml;nglichen Zustand&rdquo; der Gesellschaft g&auml;nzlich dem Arbeiter zufiel. Doch als Boden und die &uuml;brigen Produktionsmittel Privateigentum geworden waren, war der Arbeiter gezwungen, mit dem Bodeneigent&uuml;mer und dem kapitalistischen Unternehmer (P&auml;chter) zu teilen. Grundrente und Profit sind nach Adam Smith &ldquo;Abz&uuml;ge vom Produkt des Arbeiters&rdquo;. 2) <\/p>\n<p>Um die Aufteilung des Produkts in Lohn und Profit\/Rente gibt es immer von unvereinbaren Interessen geleitete Auseinandersetzungen. Als deren realistischer Beobachter wei&szlig; Smith, dass die Arbeiter dabei in der Regel benachteiligt sind. Aber auf l&auml;ngere Sicht, meint er, &ldquo;gibt es doch eine bestimmte Rate, unter die ein Herabdr&uuml;cken der &uuml;blichen L&ouml;hne, sogar f&uuml;r die niedrigsten Arbeitsarten&rdquo; nicht m&ouml;glich zu sein scheint. 3)<\/p>\n<p>Und wie hoch ist diese Rate? &ldquo;Ein Mensch muss immer von seiner Arbeit leben, und sein Lohn muss mindestens zu seiner Erhaltung ausreichen,&rdquo; was nach Smith die Deckung der Kosten f&uuml;r die Familie in sich einschlie&szlig;t, da sonst &ldquo;das Geschlecht der Arbeiter &hellip; nicht l&auml;nger als eine Generation existieren k&ouml;nnte.&rdquo; 4) <\/p>\n<p>Das ist im Kern auch die Bestimmung des &ldquo;Werts der Ware Arbeitskraft&rdquo; nach Marx. Bei Einhaltung des Wertgesetzes, das die Preise normalerweise auf dem Markt reguliert.<br>\n&ndash; wenn dem keine monopolartigen Machtstrukturen entgegenstehen -, m&uuml;ssen die Reproduktionskosten der Arbeitskraft mit dem Lohn ersetzt werden. Ansonsten zieht das Kapital &ldquo;vom Produkt des Arbeiters&rdquo; mehr ab, als ihm nach den Gesetzen der (Markt-)Wirtschaft geb&uuml;hrt. Das ist dann Umverteilung von unten nach oben oder Erh&ouml;hung des &ldquo;absoluten Mehrwerts&rdquo; (Marx).<\/p>\n<p>Dieser historisch-theoretische Hintergrund erhellt die ganze Tiefgr&uuml;ndigkeit des Denkens von Herrn Prof. H.-W. Sinn (Ifo-Institut f. Wirtschaftsforschung, M&uuml;nchen), der &ldquo;die Forderung, dass jeder von seiner H&auml;nde Arbeit leben k&ouml;nnen m&uuml;sse, f&uuml;r den &gt;&gt; d&uuml;mmsten Spruch des Jahres &lt;&lt;\" h&auml;lt 5), und jetzt wieder dar&uuml;ber schwadroniert, dass Mindestl&ouml;hne den Untergang des Abendlandes heraufbeschw&ouml;ren. 6)\n\nIm &Uuml;brigen w&auml;re auch dar&uuml;ber nachzudenken, ob die uferlosen Debatten um Kinderarmut, Bev&ouml;lkerungsschwund, staatliche Familienunterst&uuml;tzung usw. zumindest teilweise gegenstandslos w&uuml;rden, wenn es in Deutschland L&ouml;hne g&auml;be, die dem Niveau entspr&auml;chen, welches Adam Smith f&uuml;r unabdingbar hielt.\n\nEs w&uuml;rde zu weit f&uuml;hren, an dieser Stelle n&auml;her auf die Profittheorie einzugehen, mit der Adam Smith die objektiven Ursachen f&uuml;r die Bestimmung der Profith&ouml;he aufzudecken suchte. Doch all jenen, die aus Mindestl&ouml;hnen den unausweichlichen Niedergang der Wirtschaft ableiten, sei das folgende Smith-Zitat ins Stammbuch geschrieben: \"Unsere Kaufleute und Fabrikherren beschweren sich viel &uuml;ber die schlechten Auswirkungen hoher L&ouml;hne, dass sie die Preise steigern und deshalb den in- und ausl&auml;ndischen Absatz ihrer Waren schm&auml;lern. &Uuml;ber die schlechten Auswirkungen hoher Profite &auml;u&szlig;ern sie sich nicht. Im Hinblick auf die verwerflichen Folgen ihrer eigenen Gewinne schweigen sie. Sie klagen nur &uuml;ber die anderer Leute.\" 7) \nNeiddebatte einmal gegen den Strich geb&uuml;rstet.\n\n________\n1) Vgl. Adam Smith, Eine Untersuchung &uuml;ber das Wesen und die Ursachen des Reichtums der\n Nationen, 2. Band, Akademie-Verlag Berlin 1975, S. 213\n2) Vgl. ebenda, 1. Bd., Berlin 1963, S. 85\n3) Ebenda, S. 89\n4) Ebenda.\n5) Vgl. Hans-Werner Sinn, 'Au&szlig;enansicht' zum Mindestlohn, S&uuml;ddeutsche Zeitung v. 28. 12. 2007\n6) Vgl. www.sueddeutsche.de v. 01. 04. 2008. \n7) Adam Smith, a. a. O., 1. Bd., S. 128\n\nBiographische Angaben zu Ihrer Information: \n\nAutor (Jahrgang 1933) war bis\t zu seiner Abwicklung (1991\/92) Professor  f&uuml;r \"Geschichte der &ouml;konomischen Lehrmeinungen\" an Martin-Luther- Universit&auml;t Halle- Wittenberg<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3116","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3116"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3116\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}