{"id":3117,"date":"2008-04-04T08:47:27","date_gmt":"2008-04-04T06:47:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3117"},"modified":"2008-04-07T08:10:57","modified_gmt":"2008-04-07T06:10:57","slug":"hinweise-des-tages-620","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3117","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=3117&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>EuGH verbietet Tarifbindung bei &ouml;ffentlichen Auftr&auml;gen<\/strong><br>\nBund, L&auml;nder und Gemeinden d&uuml;rfen ihre Auftr&auml;ge nicht an die Einhaltung von Tarifvertr&auml;gen koppeln: Der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg verwarf eine entsprechende Regelung des Vergabegesetzes des Landes Niedersachsen. Die Bindung sei nicht gerechtfertigt und versto&szlig;e gegen europ&auml;isches Recht, erkl&auml;rten die Richter. Der EuGH widerspricht damit nicht zuletzt der Rechtsauffassung des Bundesverfassungsgerichts. Dieses hatte 2006 am Beispiel des Berliner Vergabegesetzes unter anderem festgestellt, dass gesetzliche Regelungen zur Tariftreue bei &ouml;ffentlichen Auftr&auml;gen &ldquo;Gemeinwohlzielen&rdquo; von &ldquo;&uuml;berragender Bedeutung&rdquo; dienten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,545074,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>DGB sieht Tarifschutz f&uuml;r Arbeitnehmer in Gefahr<\/strong><br>\nWenn Firmen in Deutschland Staatsauftr&auml;ge annehmen, m&uuml;ssen sie ihre Mitarbeiter nicht nach orts&uuml;blichen Mindesttarifen bezahlen. Dies hat der Europ&auml;ische Gerichtshof entschieden. Unternehmer freuen sich. Doch Gewerkschaftschef Michael Sommer warnt: Soziale Standards f&uuml;r Arbeitnehmer sind gef&auml;hrdet. Das Urteil bringt die Gewerkschaften in Aufruhr. Die F&uuml;rsprecher der Arbeitnehmer bef&uuml;rchten, dass sich im europaweiten Wettbewerb ausl&auml;ndische Firmen k&uuml;nftig nicht mehr an Lohn-Untergrenzen halten m&uuml;ssen, wenn sie im Auftrag des Staates auf Baustellen t&auml;tig werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article1866331\/DGB_sieht_Tarifschutz_fuer_Arbeitnehmer_in_Gefahr.html?page=1\">WELT ONLINE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie schon bei den Entscheidungen des EuGH &uuml;ber die Einschr&auml;nkung des Streikrechts im Viking- und im Laval-Fall (siehe unten) macht das Gericht auch hier klar, dass Streikrecht, soziale Rechte wie Arbeitsrecht nicht so wichtig sind, wie die EU-Bestimmungen zur Freiz&uuml;gigkeit und  zur Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit.<br>\nDie Urteile belegen nur, dass der Lissabon-Vertrag und k&uuml;nftig noch mehr der EU-Reformvertrag das Grundgesetz mehr und mehr aush&ouml;hlen und das Bundesverfassungsgericht sich zu beugen hat. Dieses Gericht hat n&auml;mlich die Tarifbindung bei &ouml;ffentlichen Auftr&auml;gen ausdr&uuml;cklich als verfassungskonform erkl&auml;rt.<br>\nFreiz&uuml;gigkeit wird zum Vorwand f&uuml;r Dumpingl&ouml;hne und &uuml;ber die EU werden soziale Rechte kassiert.<br>\nWarum die Europ&auml;er europam&uuml;de werden, braucht sich niemand mehr zu fragen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch&hellip;:<\/em><\/p>\n<p><strong>&hellip; die  Stellungnahme des Europ&auml;ischen Gewerkschaftsbundes zu den Urteilen des EuGH in den F&auml;llen Viking und Laval<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.etuc.org\/IMG\/pdf_ResolutionDE-2.pdf\">www.etuc.org [PDF &ndash; 100 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>GAL stimmt gegen die Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren<\/strong><br>\nSie blieben standhaft, die Parlamentarier der GAL. Obwohl SPD und Linkspartei es ihnen nicht leicht gemacht hatten mit ihren symboltr&auml;chtigen Antr&auml;gen auf Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren.<br>\nObwohl die Gr&uuml;nen im Wahlkampf selbst gegen die Campus-Maut von 500 Euro pro Semester zu Felde gezogen waren, hielten ihre Abgeordneten die in den Koalitionsverhandlungen verabredete parlamentarische Disziplin ein und votierten gemeinsam mit der CDU f&uuml;r die &Uuml;berweisung der Antr&auml;ge in den Verfassungsausschuss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/daten\/2008\/04\/03\/864881.html\">Abendblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong>  Im Wahlprogramm der GAL zur B&uuml;rgerschaftswahl am 24. Februar 2008 hei&szlig;t es auf Seite 27:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Der Zugang zu h&ouml;herer Bildung darf nicht vom Geldbeutel abh&auml;ngen. Wir wollen deswegen die Studiengeb&uuml;hren wieder abschaffen. Durch die Studiengeb&uuml;hren wird eine zus&auml;tzliche soziale H&uuml;rde vor das Studium gesetzt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.hamburg.gruene-partei.de\/cms\/files\/dokbin\/203\/203769.unsere_ideen_fuer_hamburg_das_wahlprogra.pdf\">www.hamburg.gruene-partei.de [PDF &ndash; 352 KB]<\/a> <\/p>\n<p><em>Wahlversprechen glatt brechen, das darf man. Parlamentarische Mehrheiten zur Durchsetzung von Wahlversprechen zu suchen, das ist dann Wortbruch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neuer Streit um die Online-Durchsuchung<\/strong><br>\nBei den Verhandlungen um ein Gesetz zur Online-Durchsuchung gibt es neue Schwierigkeiten. Der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelsp&uuml;tz sagte, er lehne eine der vorgesehenen Varianten des Fahndungsinstruments ab: F&uuml;r die Online-Durchsuchung in die Wohnung eines Verd&auml;chtigen einzudringen.<br>\nClemens Binninger (CDU), dr&auml;ngt die SPD, ihre Bedenken aufzugeben. &bdquo;Es liegt doch in der Natur der Sache, dass wir, wenn wir den Sicherheitsbeh&ouml;rden aus guten Gr&uuml;nden die Online-Durchsuchung erlauben, ihnen auch die M&ouml;glichkeit geben m&uuml;ssen, im Bedarfsfall physisch auf den Rechner zuzugreifen.&ldquo; Dabei handele es sich schlie&szlig;lich nicht um eine Durchsuchung der Wohnung des Verd&auml;chtigen, sondern lediglich um ein Betreten. &bdquo;Und das ist von der heutigen Verfassungslage im Bereich der Gefahrenabwehr gedeckt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Online-Durchsuchung;art122,2505489\">DER TAGESSPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie engagierte Arbeitnehmer mundtot gemacht werden<\/strong><br>\nEin Entsorgungsunternehmen tyrannisiert seine Besch&auml;ftigten mit &Uuml;berwachungen sowie mit wiederholten Abmahnungen und K&uuml;ndigungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/mediathek_blank\/play.asp?cid=23190\">ARD PlusMinus (Video)<\/a><\/li>\n<li><strong>Peinlich: Image-Kampagne von Lidl<\/strong><br>\nKniefall vor den Kunden oder echte Betroffenheit? Die Lebensmittelkette hat sich in gro&szlig;formatigen Zeitungsanzeigen bei ihren Mitarbeitern f&uuml;r die heimliche Bespitzelung entschuldigt. Damit reagiert Lidl auf Presseberichte &uuml;ber seitenlange &Uuml;berwachungsprotokolle und Privatdetektive, welche die eigenen Mitarbeiter ausschn&uuml;ffeln. Der Druck in den Medien ist zu gro&szlig; geworden. Das Image des Discounters ist ramponiert. PR-Strategen sollen es jetzt richten. Zapp &uuml;ber eine heuchlerische Kampagne und einen Konzern, der auf die Vergesslichkeit der Kunden hofft.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/ndrtv_pages_video\/0,,OID4680628_VID4679612,00.html\">NDR Zapp (Video)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Interessante neue Erkenntnisse kommen im Videoclip. Ausgerechnet die Bild-Zeitung kooperierte in der Vergangenheit wiederholt mit Lidl. Zum Beispiel gab es w&auml;hrend der Fu&szlig;ball-WM ein Fanpaket mit Unterst&uuml;tzung des Medienpartners Bild auf der Titelseite. Ausgerechnet die Bild-Zeitung, der mediale &bdquo;Anwalt des kleinen Mannes&ldquo; berichtete &uuml;ber die &Uuml;berwachungen bei Lidl nur im Kleingedruckten.<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/2876\/bild-und-lidl-kleine-meldung-unter-freunden\">BildBlog<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>KfW soll IKB-Beteiligung &ldquo;z&uuml;gig&rdquo; verkaufen<\/strong><br>\nDer Verwaltungsrat der Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau (KfW) hat in seiner Sitzung am 30. November 2007 den Vorstand der KfW aufgefordert, den bereits eingeleiteten Verkaufsprozess ihrer IKB-Beteiligung &ldquo;z&uuml;gig&rdquo; weiter zu verfolgen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (16\/8603) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16\/8257) hervor.<br>\nDie Beteiligung der KfW an der IKB sei ma&szlig;geblich Ende 2001 durch den Kauf zweier Aktienpakete von der Allianz und der M&uuml;nchner R&uuml;ckgruppe in H&ouml;he von 19,8 Prozent und 13,4 Prozent entstanden, so die Regierung. Der Wert des Aktienpaketes habe sich nach dem Durchschnittskurs basierend auf Kurse der zur&uuml;ckliegenden Monate des betreffenden Jahres zuz&uuml;glich eines markt&uuml;blichen Paketaufschlags bemessen. Die KfW habe danach einen Kaufpreis von rund 548 Millionen Euro bezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2008\/2008_092\/07.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das nur noch einmal zur Erinnerung, weil st&auml;ndig behauptet wird, die IKB sei eine &bdquo;Staatsbank&ldquo;. Zu gerne w&uuml;rde man die Hintergr&uuml;nde erfahren, warum Allianz und die M&uuml;nchner R&uuml;ck Hans Eichel damals &uuml;ber den Tisch ziehen konnten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ecofin: Wirksame Schritte gegen Finanzkrise und Steueroasen n&ouml;tig<\/strong><br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac fordert die europ&auml;ischen Finanz- und Wirtschaftsminister auf, beim Ecofin (EU-Rat der Wirtschaft und Finanzen) vom 4. bis 5. April in Ljubljana endlich wirksame Beschl&uuml;sse f&uuml;r eine echte Regulierung der Finanzm&auml;rkte und zur Bek&auml;mpfung von Steueroasen zu fassen.<br>\nBeim Thema Steuerflucht wirft Attac der Bundesregierung und den anderen europ&auml;ischen Regierungen reine Symbolpolitik vor: Noch beim letzten Ecofin am 4. M&auml;rz hatte Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck massive Sanktionen gegen Steueroasen angek&uuml;ndigt. Inzwischen ist das Thema wieder von der Tagesordnung des Ecofin verschwunden. &ldquo;Steinbr&uuml;ck muss sich auch in Ljubljana entschieden f&uuml;r Sanktionen gegen L&auml;nder einsetzen, die sich einer Zusammenarbeit bei der Bek&auml;mpfung von Steuerflucht verweigern. Ansonsten sind seine markigen Wort beim letzten Ecofin als reine PR-Show zu werten&rdquo;, betonte Sven Giegold, Attac-Steuerexperte und Mitbegr&uuml;nder des internationalen Netzwerkes f&uuml;r Steuergerechtigkeit (Tax Justice Network).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/presse_ausgabe.php?id=870\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Neun Prozent mehr <\/strong><br>\nSeit Monaten k&auml;mpfen viele Arbeitnehmer in Deutschland um h&ouml;here Geh&auml;lter. In der Stahlbranche, im Einzelhandel oder im &ouml;ffentlichen Dienst traten die Besch&auml;ftigten in Warnstreiks, um Lohnforderungen im einstelligen Prozentbereich durchzusetzen. Die Chefs einiger Dax-Unternehmen kamen ohne Streiks und Demonstrationen zu kr&auml;ftigen Bezugserh&ouml;hungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,545193,00.html\">SPIEGEL ONLINE<\/a> zeigt die Rangliste der Top-Verdiener.\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das etwas andere Tarifarchiv. Weder der Bundeswirtschaftsminister noch der Bundesbankchef Weber haben bisher zu moderateren Abschl&uuml;ssen gemahnt.<\/em><\/p>\n<p><em>Andererseits siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>EZB nimmt hohe Lohnabschl&uuml;sse in Deutschland aufs Korn<\/strong><br>\n&ldquo;Die Gefahr so genannter Zweitrundeneffekte, also der m&ouml;gliche Beginn einer Lohn- Preis-Spirale, scheint nun real zu werden&rdquo;, hie&szlig; es in einem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Bericht der niederl&auml;ndischen Notenbank. Deren Pr&auml;sident, das EZB- Ratsmitglied Nout Wellink, kritisierte den Abschluss in der Stahlindustrie von mehr als f&uuml;nf Prozent: &ldquo;Das wird hoffentlich ein Einzelfall bleiben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/economicsNews\/idDEWEI34841320080403\">Reuters<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Milliarden versenkt und gro&szlig;e Klappe<\/strong><br>\nAlle spielen sie jetzt auf Zeit, warten wohl auf ein Wunder. Aber das wird ihnen ihr Gott wohl nicht bescheren &ndash; denn gegen die &ouml;konomischen Gesetze kann auch der nicht an. Gelernt haben die Geldwechsler dennoch nichts. So forderte der deutsche Bankenverband am Mittwoch ungeniert, die Rentenerh&ouml;hung auszusetzen, und beklagte die l&auml;ngere Bezugsdauer f&uuml;r Arbeitslosengeld. An der Reformpolitik &ndash; also dem wirtschaftsliberalen Freifahrtschein, der in Konsequenz zum jetzigen Dilemma gef&uuml;hrt hat &ndash; d&uuml;rfe nicht ger&uuml;ttelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/04-03\/021.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Erh&ouml;hung der Renten um 1,1 Prozent soll in den n&auml;chsten Jahren insgesamt 9 Milliarden kosten. Das ist etwas mehr als der Staat zur Rettung der IKB einsetzen muss. Man sch&auml;tzt, dass die staatlichen Rettungsaktionen sich auf zwischen 60 bis 100 Milliarden addieren k&ouml;nnten. Und da rei&szlig;t der Bankenverband das Maul gegen die Rentenerh&ouml;hung auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Peer Steinbr&uuml;ck: Wettbewerbsvorteil Gerechtigkeit<\/strong><br>\nWo sich die Starken aus dem Gemeinwesen ausklinken, untergraben sie die Bereitschaft der Gesellschaft zu Reformen &ndash; und schaden sich damit selbst. Denn auch die Gewinner der Globalisierung brauchen in Wahrheit den handlungsf&auml;higen Staat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/b-republik.de\/b-republik.php\/cat\/8\/aid\/1307\/title\/Wettbewerbsvorteil_Gerechtigkeit\">Berliner Republik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Larmoyant wendet sich Steinbr&uuml;ck an die &bdquo;&ouml;konomischen F&uuml;hrungsetagen&ldquo;, wo oft jedes Verst&auml;ndnis f&uuml;r Politik fehle. Erhofft er sich denn von daher Unterst&uuml;tzung f&uuml;r eine sozialdemokratische Politik?<br>\nDiese Etagen haben doch schon fr&uuml;her Schr&ouml;der (als n&uuml;tzlichen Idioten gelobt) und gleichzeitig massive Wahlhilfe f&uuml;r Schwarz-Gelb geleistet. Und was bietet er den F&uuml;hrungsetagen an: Dass Politik nicht entweder Null oder Eins ist. In anderen Worten doch, dass man in der Politik halt nicht hundertprozentig deren Forderungen erf&uuml;llen k&ouml;nne und d&uuml;rfe, weil sonst die Akzeptanz schwinden k&ouml;nnte.<br>\nDann fabuliert er noch ein wenig dar&uuml;ber dass Gerechtigkeit &bdquo;immer subjektiv&ldquo; und &bdquo;immer relativ&ldquo; sei und dann kommt wieder die Globalisierung als &bdquo;irreversibler Prozess ins Spiel, so als ob diese Form der Globalisierung nicht von den F&uuml;hrungsetagen und der Politik gemacht w&uuml;rde.<br>\nDie &bdquo;Reformen&ldquo; m&uuml;ssten weitergehen. Es sei klar, dass eine gerechtere Politik nicht mehr allen an der gegenw&auml;rtigen Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung festgemacht werden k&ouml;nne, man m&uuml;sse den Fokus st&auml;rker auf &bdquo;nachhaltige Gerechtigkeit&ldquo; legen, d.h. auf einen l&auml;ngeren Zeithorizont.<br>\nDenen unterhalb der F&uuml;hrungsetagen m&uuml;sse man die  &bdquo;Notwendigkeit von Reformen plausibel erkl&auml;ren&ldquo; und sie in die Lage versetzten, &bdquo;die Chancen f&uuml;r sich selbst zu nutzen&ldquo;.<br>\nAbschlie&szlig;end dann der Appell an die &bdquo;gesellschaftlichen Eliten&ldquo;, der Politik zu helfen &bdquo;Menschen f&uuml;r Ver&auml;nderungen zu gewinnen&ldquo;.<br>\nSteinbr&uuml;ck hat offenbar immer noch nicht verstanden, dass &bdquo;die Menschen&ldquo; inzwischen erkannt haben, wohin die weitere Durchsetzung der &bdquo;Strukturreformen&ldquo; f&uuml;hrt und wem sie n&uuml;tzen. Und er hat &uuml;berhaupt noch nicht gemerkt, was &bdquo;die Menschen&ldquo; von diesen &bdquo;Eliten&ldquo; halten, die unter dem Vorwand von &bdquo;Strukturreformen&ldquo; sich in obsz&ouml;ner Weise ihre Taschen f&uuml;llen.<br>\n&Uuml;ber diese Menschen spricht er nur noch, als w&auml;ren sie zu behandelnde Objekte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue Dokumente, Materialien und Fakten in Sozialpolitik aktuell <\/strong><br>\nAnfang April 2008 wurden u. a. neu eingestellt:\n<p>Arbeitsmarkt, Arbeitslosigkeit, Arbeitsf&ouml;rderung &ndash; Berichte &amp; Dokumente:<br>\nBerufsbildungbericht 2008 (Vorabversion) (Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung)<\/p>\n<p>Gesundheitswesen, Kranken- &amp; Pflegeversicherung -Berichte &amp; Dokumente:<br>\nUmstellung auf eine monistische Finanzierung von Krankenh&auml;usern (Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit)<\/p>\n<p>Gesundheitswesen, Kranken- und Pflegeversicherung &ndash; Berichte &amp; Dokumente:<br>\nDemografischer Wandel in Deutschland, Heft 2: Auswirkungen auf Krankenhausbehandlungen und Pflegebed&uuml;rftige (Statistisches Bundesamt)<\/p>\n<p>Arbeitsbedingungen, Arbeitszeit, Gesundheit &ndash; Berichte und Dokumente:<br>\nWas ist gute Arbeit? Anforderungen an den Berufseinstieg aus Sicht der jungen Generation (BMAS)<\/p>\n<p>Arbeitsmarkt, Arbeitslosigkeit, Arbeitsf&ouml;rderung &ndash; Links zu externen Datenquellen:<br>\nBev&ouml;lkerung und Erwerbst&auml;tigkeit: Bev&ouml;lkerung mit Migrationshintergrund 2006 (Statistisches Bundesamt)<\/p>\n<p>Das aktuelle Thema &ndash; Ausbau der Kinderbetreuung:<br>\nAusbau der Kinderbetreuung &ndash; Kosten, Nutzen, Finanzierung (BMFSFJ)<\/p>\n<p>Das aktuelle Thema &ndash; Pflegereform 2008:<br>\nDaten, Fakten &amp; Hintergrundinformationen zur Pflegereform (Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit)<\/p>\n<p>Das aktuelle Thema &ndash; Elterngeld:<br>\nElterngeld regional &ndash; Vergleich aller 439 Kreise in Deutschland &ndash; Antr&auml;ge von Januar bis Dezember 2007 (Statistisches Bundesamt)<\/p>\n<p>Das aktuelle Thema &ndash; Umsetzung und Auswirkungen von Hartz IV\/SGB II:<br>\nAktivierende Arbeitsmarktpolitik: Wie wirken Programme f&uuml;r erwerbsf&auml;hige Hilfeempf&auml;nger in anderen L&auml;ndern? (IAB)<\/p>\n<p>Familie, Familienpolitik &ndash; Berichte &amp; Dokumente:<br>\nDas Ehegattensplitting (Bundesministerium f&uuml;r Familie, Senioren, Frauen und Jugend)<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik aktuell in Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Presse setzt sich f&uuml;r aggressive NATO-Politik ein<\/strong><br>\nEine Reihe f&uuml;hrender deutscher Medien stellt sich im Konflikt um die gegen Russland gerichtete Erweiterung der NATO zwischen mehreren westeurop&auml;ischen Staaten und der US-Regierung auf die Seite von US-Pr&auml;sident Bush. Die &ldquo;Zeit&rdquo; setzt sich f&uuml;r Bush &lsquo;s Pl&auml;ne der NATO-Expansion ebenso ein, wie der &ldquo;Spiegel&rdquo;, wo Steinmeier, der sich gegen den Plan stellte als &ldquo;Russlandversteher&rdquo; abgekanzelt wird, die Financial Times beklagt die R&uuml;cksichtnahme auf Russland und die S&uuml;ddeutsche Zeitung erkl&auml;rt Bush auch in dieser Sache zum entschlossenen K&auml;mpfer f&uuml;r Freiheit und Demokratie.<br>\nW&auml;hrend in der Bev&ouml;lkerung die Begeisterung f&uuml;r die Politik der NATO eher als stark ged&auml;mpft anzusehen ist, &uuml;berbieten sich die Redaktionen und Kommentatoren f&uuml;hrender deutscher Medien dabei, Bush &lsquo;s aggressive Strategie mit Kommentaren und Argumenten zu unterst&uuml;tzen. Dass sich die US-Regierung darum bem&uuml;ht, Russland einzukreisen und milit&auml;risch &ndash; unter anderem mit dem neuen Raketen-Abwehrsystem &ndash; unter Druck zu setzen, wird ignoriert oder h&ouml;chstens als Randbemerkung erw&auml;hnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/news.web-hh.de\/index.php?newsfull=1&amp;lid=31200&amp;rubrik=politik\">meta-info<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Mit Blick auf die Pl&auml;ne f&uuml;r ein Raketenabwehrsystem in Tschechien und Polen haben die B&uuml;ndnispartner den USA offenbar volle Unterst&uuml;tzung zugesichert. Das sagte ein Mitglied der US- Delegation gegen&uuml;ber Journalisten in Bukarest. So lautet eine Meldung in den 12 Uhr Nachrichten des DLV vom 3.4.08<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Finanzhilfen f&uuml;r arme und reiche Studierende etwa gleich hoch<\/strong><br>\nDie Studienfinanzierung in Deutschland ist im internationalen Vergleich laut einer Studie besonders kompliziert und intransparent. Zudem erhalten Studierende aus reichen Familien im Endeffekt fast die gleiche finanzielle Unterst&uuml;tzung wie bed&uuml;rftige Hochsch&uuml;ler, wie eine Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) ergab. Die Studie addiert s&auml;mtliche Beihilfen und Steuererleichterungen, mit denen der Staat Studierende und ihre Familien unterst&uuml;tzt. Danach erh&auml;lt ein angehender Akademiker einfacher Herkunft im Schnitt 5.720 Euro im Jahr aus &ouml;ffentlichen Kassen, unter anderem aus dem Baf&ouml;g. Studenten aus verm&ouml;gendem Haus kommen demnach im Familienrahmen auf j&auml;hrlich 5.136 Euro, unter anderem &uuml;ber Ausbildungs- oder Unterhaltsfreibetr&auml;ge f&uuml;r die Eltern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A\/Doc~EEA68866E29294838BDB928F0FDB0E609~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZJob.Net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dass Studierende aus Doppel- und Spitzenverdienerhaushalten, die statt des Kindergeldes Steuerfreibetr&auml;ge geltend machen k&ouml;nnen, dem Staat erhebliche &bdquo;mehr wert&ldquo; sind als die Kinder derjenigen, die nur das Kindergeld  oder &ndash; wenn das Einkommen niedrig genug ist &ndash; Baf&ouml;G-berechtigt sind, ist seit langem bekannt. Es hat nur kaum jemand interessiert und es wird auch k&uuml;nftig so getan werden, als erhielten nur Geringverdiener &bdquo;Leistungen&ldquo; des Staates.<\/em><\/p>\n<p><strong>Akademische Hamster im europ&auml;ischen Laufrad<\/strong><br>\nDie Ziele des 1999 auf den Weg gebrachten Bologna-Prozesses waren klar definiert. Bis 2010 wollten die beteiligten 29 L&auml;nder einen gemeinsamen europ&auml;ischen Hochschulraum schaffen und ihren Studierenden eine an neuesten wissenschaftlichen und p&auml;dagogischen Standards orientierte Ausbildung zukommen lassen, um sie optimal auf den Arbeitsmarkt der Zukunft vorzubereiten. Doch die Realit&auml;t sieht anders aus, behaupten Experten und Betroffene: In stark verschulten Bachelor- und Masterstudieng&auml;ngen werden Studierende zur Einseitigkeit und Unselbst&auml;ndigkeit erzogen, von internationaler Konkurrenzf&auml;higkeit kann immer weniger die Rede sein, das Gleichgewicht von Forschung und Lehre ist l&auml;ngst aus der Balance geraten, und die soziale Herkunft &uuml;bt so entscheidenden Einfluss auf die Bildungsbiographien aus, als ob Deutschland &uuml;ber die St&auml;ndegesellschaft noch nicht hinausgekommen w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/27\/27646\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3117","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3117","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3117"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3117\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3117"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3117"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3117"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}