{"id":31297,"date":"2016-02-16T09:03:26","date_gmt":"2016-02-16T08:03:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297"},"modified":"2016-02-16T11:47:26","modified_gmt":"2016-02-16T10:47:26","slug":"hinweise-des-tages-2562","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h01\">Bernie Sanders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h02\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h03\">Gef&auml;hrliches Spiel der T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h04\">Der Westen gegen Russland: Und schuld ist immer Putin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h05\">Herrgott, wie mir der Kalte Krieg fehlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h06\">In diesen Branchen haben Fl&uuml;chtlinge Job-Chancen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h07\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h08\">Bernie Sanders und Wirtschaftspolitik f&uuml;r die Mittelschicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h09\">Atomausstieg &ndash; f&uuml;r den Steuerzahler die n&auml;chste Finanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h10\">Hartz holt auch noch das Letzte raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h11\">Milliarden f&uuml;r Million&auml;re &ndash; Wie der Staat unser Geld an Reiche verschenkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h12\">H&auml;nde weg vom Wohn-Riester!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h13\">N&auml;chstes Asylpaket &ndash; n&auml;chster Streit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h14\">Sexualit&auml;t in &Auml;gypten: &ldquo;Der Frauenk&ouml;rper ist das Ziel eines Klassenkampfs&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31297#h15\">Das Allerletzte &ndash; Putin-Versteherin zickt Anne Will an<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bernie Sanders<\/strong>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nicht nur in der aktuellen Kampagne gegen Russland, sondern auch in der Berichterstattung &uuml;ber Bernie Sanders zeigt sich, dass die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsbl&auml;tter&rdquo; schon lange nicht mehr einer objektiven Darstellung verpflichtet sind. Im nachfolgenden drei Beispiele der Meinungsmache unterschiedlicher Machart. Von subtil bis diffamierend.<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zu gut f&uuml;r das System<\/strong><br>\nBernie Sanders k&ouml;nnte als Pr&auml;sident mit seinen sozialen Werten viele Missst&auml;nde beseitigen. Er w&uuml;rde aber an den Beharrungskr&auml;ften der amerikanischen Politik scheitern.<br>\nDass es Sanders in seiner langen Karriere immer um die gute Sache ging und nicht etwa um die eigene Karriere oder das eigene Bankkonto, bezweifelt kaum jemand. Er nahm 1963 am Marsch auf Washington teil, wo Martin Luther King seinen ber&uuml;hmten Traum verk&uuml;ndete. Er beteiligte sich an einem Protest gegen die Rassentrennung an einer &ouml;ffentlichen Schule in Chicago, und wurde dabei sogar verhaftet. Von den Zentren der Macht hielt er selbst dann noch Abstand, als er in immer h&ouml;here &Auml;mter aufstieg. Ob als B&uuml;rgermeister von Burlington, als Abgeordneter im Repr&auml;sentantenhaus oder gar als Senator: Sanders verzichtete auf Geld von gro&szlig;en Firmen, zeigte Lobbyisten die kalte Schulter und wetterte unbeirrt gegen den Einfluss der Reichen und M&auml;chtigen.<br>\nSeine Botschaft hat sich in all den Jahren kaum ver&auml;ndert. Sanders beklagt sich &uuml;ber die immer gr&ouml;&szlig;ere Kluft zwischen Arm und Reich. Er macht daf&uuml;r die &ldquo;Klasse der Milliard&auml;re&rdquo; verantwortlich. Und er sieht die L&ouml;sung in einer gro&szlig; angelegten Ausweitung des Wohlfahrtstaates &ndash; von einer allgemeinen staatlichen Krankenversicherung bis zu kostenlosen Universit&auml;ten.<br>\nDie europ&auml;ische Sicht auf die USA ist fast immer manich&auml;isch: das Land verk&ouml;rpert sowohl die Freiheit als auch die Tyrannei, sowohl Lichtfiguren wie Franklin D. Roosevelt und John F. Kennedy als auch Feindbilder wie George W. Bush. Die Gewinner der Vorwahlen in New Hampshire fordern diese Rollenverteilung geradezu f&uuml;r sich ein: Donald Trump verk&ouml;rpert das Amerika der Ignoranten und der Intoleranten, Bernie Sanders das Land der Weltoffenheit und der Chancengleichheit. Es w&auml;re also verlockend, Sanders zum erkorenen Retter des guten Amerikas hochzustilisieren.<br>\nAber ganz so einfach ist es nicht. Viele bezweifeln, dass er etwas bewirken kann und bef&uuml;rchten gar, dass seine Kandidatur einen hartgesottenen Konservativen ins Pr&auml;sidialamt katapultieren k&ouml;nnte. Daf&uuml;r gibt es zwei Hauptgr&uuml;nde: Erstens hat Sanders keine realistische Chance, ins Wei&szlig;e Haus einzuziehen. Und zweitens w&uuml;rde selbst ein Pr&auml;sident Sanders es kaum schaffen, wichtige Reformen gegen die republikanische Mehrheit durch den Kongress zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-02\/bernie-sanders-sympathie-chancen\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine sehr subtile Form der Meinungsmache, zwar kommt der Beitrag ohne die &uuml;blichen Diffamierungen gegen Sanders aus, andererseits betreibt er diese dennoch, in dem er Sanders als v&ouml;llig chancenlos darstellt. Man best&auml;tigt Sanders die besten Absichten, betont aber gleichzeitig, dass es zur neoliberalen Agenda keine Alternative gibt und Sanders vergeblich dagegen anrennen w&uuml;rde, ohne jedoch einen belastbaren Beleg daf&uuml;r anzuf&uuml;hren. Allerdings greift der Beitrag einen interessanten Aspekt auf. Was passiert, wenn Bernie Sanders wirklich als Pr&auml;sidentschaftskandidat der Demokraten nominiert und die, von den Geldern der US-Oligarchie geschmierte, Diffamierungsmaschinerie der Republikaner auf Sanders losgelassen w&uuml;rde? Hier l&auml;sst sich auf die Darstellung Sanders in deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; &uuml;berleiten. Dort sieht sich Sanders bis auf wenige Ausnahmen bereits jetzt einer fortgesetzten Diffamierung ausgesetzt. So malen die neoliberalen Apologeten in den Wirtschaftsredaktionen der &ldquo;Qualit&auml;tszeitungen&rdquo; bereits das Horrorgem&auml;lde eines &ldquo;Linksrucks&rdquo; in der amerikanischen Politik an die Wand. Die Bef&uuml;rchtung, die Wunschkandidatin der Wall Street seitens der Demokraten, Hillary Clinton, sei durch Sanders nun gezwungen sich gerade in der Wirtschaftspolitik ebenfalls weiter links zu positionieren.<br>\nDer schlimmste Vorwurf der sich faktisch durch alle Beitr&auml;ge zieht, von der Welt, der SZ &uuml;ber FAZ zum Deutschlandradio, ist der, dass Sanders die Geldelite besteuern und &ldquo;breitfl&auml;chig umverteilen&rdquo; wolle. Wobei sich die Frage stellt was daran eigentlich das Problem sein soll? Wie Gef&auml;hrlich eine starke soziale Ungleichheit f&uuml;r die Stabilit&auml;t und den Zusammenhalt einer Gesellschaft ist inzwischen hinl&auml;nglich bekannt. Deutsche &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; ficht das nicht an, wenn es gilt die Interessen der herrschenden Eliten zu verteidigen.<br>\nDabei ist das Interessante an den Erfolgen Trumps und Bernie Sanders bei den Vorwahlen, ihr Ursprung. Beides mal sind es die Auswirkungen der neoliberalen Politik, die auch in den USA stark zunehmende soziale Polarisierung (dazu <a href=\"http:\/\/web.stanford.edu\/group\/scspi-dev\/cgi-bin\/sites\/default\/files\/Pathways-SOTU-2016-Executive-Summary.pdf\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/web.stanford.edu\/group\/scspi-dev\/cgi-bin\/sites\/default\/files\/Pathways-SOTU-2016-Executive-Summary.pdf\">hier<\/a>), die Trump und Sanders die W&auml;hler, mit allerdings v&ouml;llig unterschiedlichen Vorzeichen, zu treibt. Die Anh&auml;nger Trumps f&uuml;rchten Job- und Statusverlust, leiden darunter, dass die Reall&ouml;hne seit Jahren stagnieren, richten ihre Wut aber gegen die Falschen bzw. unterst&uuml;tzen paradoxerweise mit Trump ein lupenreines Mitglied der US-Oligarchie. Sanders unterst&uuml;tzen besonders junge Menschen, die sich gegen die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft wenden und die Perspektivlosigkeit in befristeten oder unterbezahlten Jobs f&uuml;rchten, in welchen sie keine Chancen haben, die w&auml;hrend des Studiums aufgeh&auml;uften Schulden jemals abzutragen.<br>\nDas ziemlich verr&uuml;ckte daran ist, dass die neoliberalen &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; nun die Folgen dessen beklagen was sie seit Jahr und Tag nach Kr&auml;ften publizistisch unterst&uuml;tzt und herbei geschrieben haben.<br>\nEs ist nat&uuml;rlich richtig, dass einem Bernie Sanders ziemlich egal sein kann was in den deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; &uuml;ber ihn verbreitet wird, die US-Pr&auml;sidentschaftswahlen lassen von Europa aus wohl kaum beeinflussen. Die Haltung der &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; zeigt aber was einem Politiker in Deutschland bl&uuml;ht, wenn er mit einem Programm, wie dem von Bernie Sanders, etwa zu einer Bundestagswahl antreten w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Macht der Populisten<\/strong><br>\nDoch nicht nur bei den Republikanern weht der Wind des Populismus.<br>\nIhre Stimme sei etwas heiser, aber sonst sei alles in Ordnung mit ihr, so Hillary Clinton auf einer Kundgebung. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn ihre Nominierungskampagne l&auml;uft unrund, und das von Anfang an. Erstmals lag Hillary Clinton Mitte September in Iowa hinter ihrem linken Konkurrenten Bernie Sanders. Iowa ist der erste Bundesstaat, in dem Vorwahlen stattfinden, am kommenden Montag. Iowa hat unter Umst&auml;nden Signalwirkung auf den weiteren Verlauf der Vorwahlen. Clinton und Sanders liegen derzeit gleichauf. Im n&auml;chsten Bundesstaat, in dem Vorwahlen stattfinden, in New Hampshire, liegt Sanders jedoch deutlich vorne.<br>\nEr sei ein stolzer Linker, so Sanders. Der 74-J&auml;hrige ist seit Jahrzehnten f&uuml;r den Bundesstaat Vermont im Kongress und dort nie durch legislative Erfolge aufgefallen. Er ist ein Linkspopulist, der gegen Banken und Reiche wettert und einer gro&szlig;fl&auml;chigen Umverteilung das Wort redet. Das kommt gut an bei der demokratischen Basis, macht ihn aber f&uuml;r die politische Mitte schwer verdaulich &ndash; dort werden aber auch in den USA Wahlen gewonnen  &ndash; woran Hillary Clinton immer &ouml;fter auf ihren Kundgebungen erinnert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/beginn-der-us-vorwahlen-die-macht-der-populisten.724.de.html?dram:article_id=344083\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em>.. und die neoliberale Chefideologin der Welt, Dorothea Siems, darf nicht fehlen:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Amerika darf nicht sozialdemokratisch werden<\/strong><br>\nDer Sozialist Bernie Sanders mischt den US-Vorwahlkampf auf. Europas &uuml;berbordender Wohlfahrtsstaat ist sein Vorbild. Sollten nun auch noch die USA diesen Weg einschlagen, h&auml;tte das schlimme Folgen.<br>\nEs w&auml;re fatal, wenn nun auch noch die Amerikaner vom sozialdemokratisierten Mainstream erfasst w&uuml;rden, der Europa so tr&auml;ge hat werden lassen. Denn die USA werden nicht nur als Konjunkturlokomotive gebraucht, sondern auch als Referenzmodell, das der Welt demonstriert, wie dynamisch eine liberale Wirtschaftsnation sein kann. Nichts spricht aus &ouml;konomischer Sicht dagegen, dass die Amerikaner ihr Sozialsystem modernisieren oder das Finanzsystem strenger regulieren. Doch eine sozialistische Revolution, wie sie Bernie Sanders vorschwebt, sollten sich die USA ersparen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article152186101\/Amerika-darf-nicht-sozialdemokratisch-werden.html\">WELT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Auml;rzte ohne Grenzen: Krankenh&auml;user in Nordsyrien bombardiert<\/strong><br>\nDas Krankenhaus umfasst 30 Betten und wird von der Hilfsorganisation finanziell und personell unterst&uuml;tzt. Insgesamt arbeiteten dort nach Angaben von &Auml;rzte ohne Grenzen 54 Menschen. Zur Zahl der Toten und Verletzten machte die Hilfsorganisation zun&auml;chst keine Angaben. Man gehe davon aus, dass der Angriff von russischen oder syrischen Kampfjets ausgef&uuml;hrt worden sei.<br>\nDie in London ans&auml;ssige Syrische Beobachtungsstelle f&uuml;r Menschenrechte berichtete von mindestens neun Toten. Sie geht davon aus, dass die Luftschl&auml;ge von russischen Kampfjets ausgef&uuml;hrt wurden. Die Zahl der Toten k&ouml;nne steigen, da noch Opfer unter den Tr&uuml;mmern vermutet w&uuml;rden. Von russischer Seite gab es zu dem Vorfall zun&auml;chst keine Angaben. Die Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle f&uuml;r Menschenrechte sind nicht zu &uuml;berpr&uuml;fen, haben sich aber in der Vergangenheit im Nachhinein als zuverl&auml;ssig herausgestellt.<br>\nDie Nachrichtenagentur Reuters berichtete von einem weiteren Angriff auf ein Kinderkrankenhaus und eine Schule in der Stadt Asas nahe der Grenze zur T&uuml;rkei. Laut &uuml;bereinstimmenden Augenzeugenberichten seien dort bei einem Raketenangriff mindestens 14 Zivilisten get&ouml;tet worden. Ein t&uuml;rkischer Sicherheitsbeamter sagte, russische Jets h&auml;tten den Luftangriff geflogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-krankenhaus-von-aerzte-ohne-grenzen-bombardiert-a-1077414.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn das nicht geradezu idealtypische Meinungsmache ist, alle Medien sind voll davon. &Uuml;ber den amerikanischen Luftangriff auf das Krankenhaus in Kunduz verliert man kein Wort mehr. &Uuml;ber die Zivilopfer der US-Drohnenangriffe sowieso nicht. Nach dem Motto: Russische Bomben, schlecht. Amerikanische Bomben, gut. Wobei klar ist, dass jeder dieser Angriffe, ob von Russen oder Amerikaner, unmenschlich ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>UN r&uuml;gen Financial Times: Ban Ki-moons Aussagen zu Syrien und Russland falsch wiedergegeben<\/strong><br>\nEs kommt nicht oft vor, dass die Vereinten Nationen sich an eine als renommiert geltende Zeitung wenden m&uuml;ssen, weil deren Journalisten die Worte des UN-Generalsektr&auml;rs Ban Ki-moon gezielt verdrehen. Genau das passierte jetzt aber im Falle der Financial Times, die Aussagen Bans zu Russlands Syrieneinsatz aus dem Zusammenhang gerissen und falsch wiedergegeben hat. Die Vereinten Nationen fordern nun eine Richtigstellung. Ein Musterbeispiel in Sachen transatlantischer Medienmanipulation.Eine schmerzlichere R&uuml;ge kann es f&uuml;r eine Zeitung wohl kaum geben, als das, was der Financial Times nun widerfuhr. Deren Journalist Sam Jones hatte UN-Generalsekret&auml;r Ban Ki-moon interviewt und auf Grundlage des Gespr&auml;ches sp&auml;ter einen Artikel f&uuml;r sein Blatt geschrieben. Es ging in dem Interview um Syrien, den Krieg und m&ouml;glichen Frieden. F&uuml;r Jones ging es aber vor allem um Russland.<br>\nEin an Sam Jones&rsquo; Chef, Lionel Barber, gerichtetes Schreiben, von St&eacute;phane Dujarric, dem Sprecher des UN-Generalsekretariats, bem&auml;ngelt gleich in drei wesentlichen Punkten, dass das, was Jones am Ende aus Bans Worten gemacht hat, letztlich nichts mit dem Gesagten gemein hat.<br>\nSo behauptet Jones gleich zu Beginn, der UN-Generalsekret&auml;r habe gesagt, die russischen Luftangriffe in Syrien h&auml;tten die Friedensgespr&auml;che von Genf scheitern lassen. Eine Aussage, die der UN-Sprecher so nicht stehen lassen will. Aus den Aufnahmen des Interviews ginge vielmehr hervor, dass Ban mit keinem Wort Russland namentlich benannt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/36781-vereinte-nationen-rugen-financial-times\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>Kampf um Syrien<\/strong><br>\nEnge Verb&uuml;ndete Deutschlands torpedieren die M&uuml;nchner Einigung von Ende vergangener Woche auf die Einstellung der Kampfhandlungen in Syrien. Die T&uuml;rkei hat Angriffe auf syrisches Territorium gestartet und will kurdische Truppen zum Abzug von einem Luftwaffenst&uuml;tzpunkt nahe Aleppo zwingen. Davon profitieren w&uuml;rde der Al Qaida-Ableger Al Nusra, der die Airbase zuvor gehalten hatte. Zudem k&uuml;ndigt Saudi-Arabien die Entsendung von Bodentruppen nach Syrien an. Damit steigt die Gefahr einer Kriegseskalation mit K&auml;mpfen zwischen Saudi-Arabien und dem NATO-Mitglied T&uuml;rkei auf der einen, den syrischen Streitkr&auml;ften und Russland auf der anderen Seite. Die Folgen w&auml;ren unkalkulierbar. Berlin, das sowohl die T&uuml;rkei wie auch Saudi-Arabien massiv aufger&uuml;stet hat, erm&ouml;glicht die Entsendung von AWACS-Flugzeugen in den Syrien-Krieg, nimmt ansonsten aber bereits die Zeit nach einem Ende der Kampfhandlungen in den Blick. Dabei sollen Fl&uuml;chtlinge helfen, deutsche Einflusskan&auml;le nach Syrien auszubauen. Auch im Irak setzt die Bundesregierung auf Einflussgewinne per Wiederaufbau &ndash; nach dem Muster des einstigen Marshallplans. Deutsche Milit&auml;rs urteilen unterdessen, lediglich die russische Intervention in Syrien habe die &Uuml;bernahme der Macht in Damaskus durch den IS\/Daesh und folgende Angriffe auf weitere Staaten, darunter Israel, verhindert.<br>\nNach der Unterzeichnung der &ldquo;M&uuml;nchner Verpflichtung&rdquo; im unmittelbaren Vorfeld der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, die die Einstellung der Kampfhandlungen in Syrien binnen weniger Tage vorsah, torpedieren enge Verb&uuml;ndete Deutschlands die Hoffnung auf einen Waffenstillstand. An diesem Wochenende hat die T&uuml;rkei systematische milit&auml;rische Angriffe auf syrisches Territorium gestartet. Ziel ist es unter anderem, kurdische Truppen zum R&uuml;ckzug von der Airbase Menagh bei Aleppo zu zwingen. Die Einheiten hatten den Luftwaffenst&uuml;tzpunkt erst vor wenigen Tagen freigek&auml;mpft. M&uuml;ssten sie abziehen, profitierte der Al Qaida-Ableger Al Nusra, der den St&uuml;tzpunkt zuvor gemeinsam mit der Miliz Ahrar al Sham gehalten hatte. Ahrar al Sham ist salafistisch-jihadistisch orientiert und wird von der deutschen Bundesanwaltschaft als Terrororganisation eingestuft. Mit den t&uuml;rkischen Angriffen w&auml;chst die Gefahr einer offenen Kollision und einer m&ouml;glichen Kriegseskalation zwischen dem NATO-Verb&uuml;ndeten und Russland ein weiteres St&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59308\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gef&auml;hrliches Spiel der T&uuml;rkei<\/strong><br>\nRussland wirft der T&uuml;rkei &ldquo;offene Unterst&uuml;tzung des Terrorismus&rdquo; und eine Verletzung des M&uuml;nchner Syrien-Abkommens vor<br>\nSeitdem die T&uuml;rkei einen russischen Kampfjet abgeschossen hat, sind Russland und die T&uuml;rkei zu Feinden geworden, die sich gegenseitig belauern und provozieren. Beide L&auml;nder werden gef&uuml;hrt von ziemlich autokratisch regierenden Pr&auml;sidenten, was dem Konflikt wom&ouml;glich auch eine desto gef&auml;hrlichere Note geben k&ouml;nnte. W&auml;hrend die T&uuml;rkei Russland vorwirft, gegen alle Rebellen vorzugehen, aber den IS zu schonen, dreht Moskau den Spie&szlig; um und sagt, dass die T&uuml;rkei den IS unterst&uuml;tzt und lediglich die PKK bek&auml;mpft hat.<br>\nNachdem Russland mit massiver Luftunterst&uuml;tzung dem erfolgreichen Vormarsch der syrischen Armee mit ihren Verb&uuml;ndeten gegen die &ldquo;Rebellen&rdquo;, wie sie vom Westen unisono und gerne noch mit der Kennzeichnung &ldquo;gem&auml;&szlig;igt&rdquo; genannt werden, auch wenn es sich um al-Qaida-Gruppen und mit diesen kooperierenden Milizen handelt, in der Provinz Aleppo vorgeht, ist f&uuml;r die T&uuml;rkei eine rote Linie &uuml;berschritten worden. Nicht nur hatte die T&uuml;rkei schon vor Jahren eine Schutzzone in eben diesem Bereich gefordert und vor einem Fl&uuml;chtlingsstrom aus der Gro&szlig;stadt Aleppo gewarnt. Unter dem Schirm der russischen Kampfflugzeuge r&uuml;cken nun auch die mit Russland und den USA verb&uuml;ndeten Kurden gegen die sunnitischen &ldquo;Rebellen&rdquo; und den Islamischen Staat vor, um die Grenze zur T&uuml;rkei zu schlie&szlig;en, deren Versorgung dar&uuml;ber abzukappen und ein durchgehendes Kurdengebiet zu schaffen, das Rojava und Afrin verbindet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47416\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Westen gegen Russland: Und schuld ist immer Putin<\/strong><br>\nWenn man den Rechner anmacht: Putin. Wenn man die Zeitung aufschl&auml;gt: Putin. Wenn man den Fernseher einschaltet: Putin. Wenn man irgendwo in Europa einen Stein umdreht &ndash; wahrscheinlich st&ouml;&szlig;t man auf Putin. Vom Ukrainekonflikt &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingskrise bis hin zu Pegida: Der russische Pr&auml;sident wird f&uuml;r alles verantwortlich gemacht, was auf dem Kontinent schiefl&auml;uft. Demn&auml;chst noch f&uuml;r Merkels Frisur. Putin ist wie ein Geist. Aber wie f&uuml;r alle Geister gilt auch f&uuml;r diesen: Den Putin, den wir &uuml;berall sehen, den erfinden wir uns selbst.<br>\nPutinversteher, das Wort brachte es f&uuml;r eine kurze Zeit zu zweifelhafter Ber&uuml;hmtheit. W&auml;hrend der Ukrainekrise nannte man jene so, die entgegen dem westlichen Kodex dem russischen Pr&auml;sidenten zugutehielten, auch er verhalte sich mehr oder weniger so vern&uuml;nftig wie unsere eigenen Leute.<br>\nDamals galt Putin dem Westen schlicht als der Mad Man der internationalen Politik. Angela Merkel sagte, er lebe in seiner &ldquo;eigenen Welt&rdquo;. Das ist vorbei. Heute ist Putin einfach der Teufel.<br>\nDie Stimmung ist ja bekanntlich schlecht. Ulrich Wickert wei&szlig; auch warum: Die Russen sind schuld. &ldquo;Ich pers&ouml;nlich halte es nicht f&uuml;r ausgeschlossen, dass der russische Geheimdienst den Begriff &ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo; in Deutschland verbreitet hat&rdquo;, sagte der alte TV-Haudegen Wickert in einem Interview. Der verdutzte Reporter verwies auf Pegida als wahrscheinlichere Quelle des schlimmen Wortes. Wickert entgegnete: &ldquo;Ja, aber wie kam die Idee dort auf?&rdquo; Ob er daf&uuml;r Belege habe, dass der russische Geheimdienst Pegida unterst&uuml;tzt, wurde Wickert gefragt: &ldquo;Nein. Keineswegs. Ich sage nicht, dass es so ist. Aber wir m&uuml;ssen dar&uuml;ber nachdenken!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.spiegel.de\/politik\/ausland\/a-1077406.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Augstein beschreibt exakt, was ein paar Artikel weiter oben geschieht. Da fragt man sich, wessen kognitive Dissonanz wohl gr&ouml;&szlig;er ist: die Augsteins oder die jener &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo;, die auf der gleichen Seite ihre Kampagnenartikel verbreiten?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Herrgott, wie mir der Kalte Krieg fehlt<\/strong><br>\n&ldquo;Wir sind in einen neuen Kalten Krieg gest&uuml;rzt&rdquo;, sagte am Wochenende in M&uuml;nchen der russische Ministerpr&auml;sident Dmitrij Medwedjew. Die Bundesregierung weist die historische Analogie zur&uuml;ck, doch Bild wei&szlig; schon, warum Russland ihn verlieren wird, den neuen Kalten Krieg, und der aufgekl&auml;rte Zeitgenosse ertappt sich bei dem Gedanken, sch&ouml;n w&auml;r&rsquo;s ja, wenn wir ihn h&auml;tten. Dann w&uuml;rden sich Putin und Obama auf einem Flugzeugtr&auml;ger oder in Wien oder sonst wo treffen, miteinander reden und f&uuml;r Ordnung sorgen in der Welt. [&hellip;] Impliziert die Floskel auch eine Einladung, sich noch einmal &uuml;ber die K&ouml;pfe der Polen, Esten, Letten, Litauer und Ukrainer hinweg zu einigen? Und auf deren Kosten? [&hellip;]<br>\n&Uuml;ber Jahrzehnte faszinierten sowjetische Ideen kluge K&ouml;pfe im Westen, sie konnten Picasso oder Theodorakis oder Marcuse hei&szlig;en. Marx zu lesen, Revolutionsgeschichten zu studieren war selbst dann nicht vergeblich, wenn man sich gegen Revolution und Marxismus entschied. Und heute? W&uuml;rde man freiwillig den antiliberalen Denker Alexander Dugin zur Kenntnis nehmen, wenn diesem nicht ein gewisser Einfluss nachgesagt w&uuml;rde?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/streit-zwischen-russland-und-dem-westen-herrgott-wie-mir-der-kalte-krieg-fehlt-1.2863996\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Da hat SZ-Redakteur Jens Bisky wohl ganz offensichtlich die letzten zweihundert Folgen von Guido Knopps Geschichtsunterricht verschlafen. &bdquo;&Uuml;ber die K&ouml;pfe der Polen, Esten, Letten und Litauer&ldquo; hat man sich nicht im Kalten Krieg, sondern beim Hitler-Stalin-Pakt geeinigt. Ein ziemlich gro&szlig;er Unterschied, vor allem, wenn es darum geht, Medwedews Formulierung richtig zu interpretieren. Und warum einem SZ-Feuilletonisten beim Stichwort &bdquo;russische Denker&ldquo; ausgerechnet Alexander Dugin einf&auml;llt, ist auch ein offenes R&auml;tsel. Hat Bisky beispielsweise noch nie etwas von Wladimir Sorokin geh&ouml;rt? Der Mann ist ein exzellenter Schriftsteller und man h&ouml;re und staune ein ausgewiesener Kritiker autorit&auml;rer Strukturen. Aber so lange man in Deutschland unter kritischer russischer Intelligenz vor allem die Gaga-Truppe Pussy Riot verkauft, muss man sich wohl auch nicht &uuml;ber die Wissensl&uuml;cken unserer Feuilletonisten aufregen. Nebenbei sei hier auch die Frage in den Raum geworfen, welcher zeitgen&ouml;ssische &bdquo;kluge Kopf&ldquo; aus Deutschland heute weltweiten Einfluss hat? Mir f&auml;llt da spontan n&auml;mlich kein wirklich &uuml;berzeugender Name ein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>In diesen Branchen haben Fl&uuml;chtlinge Job-Chancen<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlinge sprechen kaum Deutsch und haben oft keinen Berufsabschluss. Doch klagen einige Branchen seit Jahren &uuml;ber Personalnot. Hier liegen Chancen &ndash; wenn nur die rechtlichen H&uuml;rden nicht w&auml;ren.<br>\nF&uuml;r Optimisten sind sie die Fachkr&auml;fte von morgen, f&uuml;r Pessimisten die n&auml;chste Generation Hartz-IV-Empf&auml;nger: 350.000 anerkannte Fl&uuml;chtlinge werden in diesem Jahr in Deutschland auf Jobsuche gehen. Ihr Vorteil: Sie sind jung, tatkr&auml;ftig und hoch motiviert. Ihr Nachteil: Sie sprechen kaum Deutsch und k&ouml;nnen oft keinen Berufsabschluss vorweisen. F&uuml;r den deutschen Arbeitsmarkt sind sie &ldquo;Geringqualifizierte&rdquo; &ndash; und die sind schwer zu vermitteln.<br>\nDennoch gibt es Arbeitgeber und ganze Branchen, die die Neuank&ouml;mmlinge mit offenen Armen aufnehmen. Und das nicht nur aus Solidarit&auml;t und Menschenliebe, sondern auch aus eigenem Interesse. Es sind Branchen, denen es schwerf&auml;llt, offene Stellen und Ausbildungspl&auml;tze zu besetzen. F&uuml;nf Beispiele.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article152254401\/In-diesen-Branchen-haben-Fluechtlinge-Job-Chancen.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die angesprochenen &ldquo;rechtlichen H&uuml;rden&rdquo; beziehen sich auf ein Ausbeutungsverbot: das Verbot der Zeitarbeit f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge, die weniger als 15 Monate in Deutschland sind. Ansonsten ist eh schon alles erlaubt. Im Handwerk wird es wohl noch halbwegs vern&uuml;nftig zugehen, aber die anderen vier genannten Branchen &ndash; Gastronomie und Hotellerie, Pflege, Zeitarbeit und Speditionen &ndash; geh&ouml;ren zu denen mit den meisten unbezahlten &Uuml;berstunden und den schlimmsten Arbeitsbedingungen in Kombination mit den niedrigsten L&ouml;hnen. Kein Wunder, da&szlig; Arbeitnehmer diese Branchen m&ouml;glichst meiden und die Arbeitgeber in diesen Bereichen von den &ldquo;tollen Integrationschancen&rdquo; schw&auml;rmen: mehr als dieses Ges&auml;usel haben sie nicht zu bieten. Nat&uuml;rlich freuen sie sich auf mehr ausbeutbares Frischfleisch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Minderj&auml;hrige sollen nur in H&auml;rtef&auml;llen Eltern nachholen d&uuml;rfen<\/strong><br>\nNun scheint der Weg f&uuml;r das Asylpaket II endg&uuml;ltig frei: Nachdem der Kabinettsbeschluss von der SPD noch einmal infrage gestellt worden war, fanden die Minister de Maizi&egrave;re und Maas eine Kompromissformel im Konflikt um den Familiennachzug. (&hellip;)<br>\nWohlfahrtsverband: brutales und inhumanes Mittel der Abschreckung<br>\nOpposition, Verb&auml;nde und Kirchen sehen die neuerliche Einigung kritisch. &bdquo;Die Bundesregierung hat damit ein denkbar brutales und inhumanes Mittel der Abschreckung gew&auml;hlt&ldquo;, sagte der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Wohlfahrtverbandes, Ulrich Schneider. Die Koalition betreibe &bdquo;Raubbau am Grundrecht auf Asyl&ldquo;, sagte die Vorsitzende der Gr&uuml;nen-Fraktion im Bundestag, Katrin G&ouml;ring-Eckardt. Der Linken-Abgeordnete Jan Korte erkl&auml;rte, die Bundesregierung sei &bdquo;menschlich und politisch am Ende&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/02\/12\/koalitionsstreit-beigelegt-minderjaehrige-sollen-nur-in-haertefaellen-eltern-nachholen-duerfen\/\">Migazin<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Missbrauchsbeauftragter fordert besseren Schutz f&uuml;r Fl&uuml;chtlingskinder<\/strong><br>\nKinder auf der Flucht sind &bdquo;bed&uuml;rftig und schutzlos&ldquo;, sagt der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung und warnt vor sexuellen &Uuml;bergriffen auf diese besonders verletzliche Gruppe. Der Regierung wirft er vor, zu wenig zu tun.<br>\nDer Missbrauchsbeauftragte Johannes-Wilhelm R&ouml;rig hat eindringlich an die Bundesregierung appelliert, f&uuml;r einen besseren Kinderschutz in Fl&uuml;chtlingseinrichtungen zu sorgen. Er forderte die Koalition am Donnerstag in Berlin auf, das Asylpaket II entsprechend zu korrigieren. Gemeinsam mit dem Zentralrat der Muslime stellte R&ouml;rig au&szlig;erdem eine Vereinbarung vor, wonach in muslimischen Einrichtungen st&auml;rker auf die Gefahr sexueller Gewalt und Hilfsangebote aufmerksam gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/02\/12\/appell-regierung-missbrauchsbeauftragter-schutz-fluechtlingskinder\/\">Migazin<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Muslime in Frankreich: &ldquo;Als w&uuml;rden wir f&uuml;r nichts bestraft werden&rdquo;<\/strong><br>\nDrei Monate nach den Anschl&auml;gen von Paris gibt es in Frankreich so viele &Uuml;bergriffe auf Muslime wie nie zuvor. Die T&auml;ter sind nicht nur Rechte, sondern vor allem staatliche Beh&ouml;rden.<br>\nAls Marc die Schl&auml;ge und Tritte gegen die T&uuml;r h&ouml;rte, dachte er zuerst an einen Angriff von Rechtsextremisten. Vier Tage nach den Anschl&auml;gen von Paris nahmen &uuml;berall im Land Franzosen das Recht selbst in die Hand &ndash; und Rache an ihren muslimischen Nachbarn. Nun sa&szlig;en auch Marc, seine hochschwangere Frau und sein zehnj&auml;hriger Sohn eingeschlossen im Badezimmer und f&uuml;rchteten um ihr Leben. &ldquo;Ich dachte, das war es&rdquo;, erinnert er sich an den Moment, als die Eindringlinge nach der Wohnungst&uuml;r auch die T&uuml;r zum Badezimmer aufbrachen.<br>\nMarcs Bericht ist eines von 60 Zeugnissen islamfeindlicher &Uuml;bergriffe, die die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zusammengetragen hat. Gesch&auml;ftsbesitzer, Imame oder einfach Menschen, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren erz&auml;hlen auf den 40 Seiten von maskierten M&auml;nnern, exzessiver Gewalt, traumatisierten Kindern &ndash; und fehlenden Durchsuchungsbeschl&uuml;ssen. Denn in allen dokumentierten F&auml;llen waren die Angreifer keine Rechtsextremisten, sondern franz&ouml;sische Polizisten.<br>\n&ldquo;Sie schlugen mich ins Gesicht und legten mir und meiner Frau Handschellen an&rdquo;, erinnert sich Marc, der wie die meisten anderen nie eine Erkl&auml;rung daf&uuml;r bekam, warum er, seine Frau und sein Sohn stundenlang gefangen gehalten wurden &ndash; ohne, dass es im Anschluss zu Ermittlungen kam.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47398\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.D.:<\/strong> Politik und staatliche Organe in Europa geben dem Hass der Massen ein Ziel: Minderheiten werden zu den S&uuml;ndenb&ouml;cken einer jahrzehntelang verfehlten Wirtschafts-, Sozial- und Au&szlig;enpolitik erkl&auml;rt, damit die B&uuml;rger eines Landes ja nicht auf den Gedanken kommen, die M&auml;chtigen anzugreifen. Leider scheint es in einigen L&auml;ndern ganz gut zu klappen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>NATO bek&auml;mpft Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nMerkel ist entz&uuml;ckt, nicht entsetzt<br>\nDie Idee, die NATO gegen Fl&uuml;chtlinge einzusetzen, kam von Angela Merkel. Als sie die Kurden-Schl&auml;chter in der T&uuml;rkei besuchte hatte, kamen ihr sogar zwei Ideen: Zum einen, wie sie denn die vielen Toten und Fl&uuml;chtlinge des Syrien-Krieges den Russen zuschieben k&ouml;nnte. Zum anderen, wie denn das Fluchtloch &Auml;g&auml;is zu stopfen w&auml;re. Denn schon im letzten Jahr kamen ein paar Zehntausend Kriegsfl&uuml;chtlinge von der t&uuml;rkischen K&uuml;ste auf diverse griechische Inseln, um von dort weiter nach Deutschland oder andere Staaten der EU zu fliehen. T&uuml;rken und Griechen sind der deutschen Kanzlerin offenkundig zu schlampig: Die lassen einfach zu viel von diesen Syrern durch. Da muss die NATO her. (&hellip;)<br>\nEntsetzt gab sich die Kanzlerin &uuml;ber die Russen. In den bisherigen vier Jahren des Syrienkrieges mit seinen mehr als 200.000 Toten hat die Merkel ihr Entsetzen gut verborgen. Auch &uuml;ber die halbe Million Tote im Ergebnis des Irak-Krieges, mit dem die blutige Angie offen sympathisierte, war ihr bisher kein Grausen abzuringen. Die mehr als 100.000 Tote des Afghanistan-Krieges, an dem die Bundeswehr so tapfer beteiligt ist, konnten ihr bisher kein Mitleid entlocken. Auch die von US-Drohnen Hingerichteten, deren Tod vom deutschen St&uuml;tzpunkt in Ramstein aus gesteuert wurde, verursachten ihr offensichtlich kein Schaudern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/nato-bekaempft-fluechtlinge.html\">Rationalgalerie<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Folgen der Fl&uuml;chtlingswelle f&uuml;r Ghana<\/strong><br>\nAuch im westafrikanischen Ghana tr&auml;umen junge Leute von einem besseren Leben &ndash; verkaufen ihren Besitz, verschulden sich, scheuen kein Risiko. Wie der 35-j&auml;hrige Aminu Munkaila. Heute warnt er vor der Flucht &ndash; mit Vortr&auml;gen an Schulen, Stra&szlig;entheater und Radiospots.<br>\nWas treibt Jahr f&uuml;r Jahr zehntausende Ghanaer wie Rashid zu jener lebensgef&auml;hrlichen Reise gen Europa? Was muss geschehen, damit sie stattdessen ihre Energie in die Entwicklung ihres Landes investieren? Ghana ist ja kein gescheiterter Staat wie Eritrea, Somalia, Nigeria. Ghana ist ein Land mit mittlerem Einkommen. Es exportiert jedoch vor allem Rohstoffe: Gold, &Ouml;l, Kakao. Die Folge: Arbeitslosigkeit und Unterbesch&auml;ftigung.<br>\nSamuel Zan Akologo, der hochgewachsene Generalsekret&auml;r der katholischen Kirche in Ghana, blickt von seinem Schreibtisch aus auf eine der wenigen Parkanlagen Tamales. F&uuml;r die hohe Arbeitslosigkeit in Ghana macht er die Regierung verantwortlich. Sie bem&uuml;he sich kaum, Jobs zu schaffen und unterst&uuml;tze nur allzu bereitwillig ein Bild von Europa als Paradies f&uuml;r jeden, der arbeiten wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/migration-die-folgen-der-fluechtlingswelle-fuer-ghana.979.de.html?dram:article_id=345271\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein interessanter Aspekt, den alle Bedenken sollten, die f&uuml;r die grenzenlose Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen pl&auml;dieren. Dies kann ein fatales Signal sein, dass zum ausbluten vieler L&auml;nder f&uuml;hrt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bernie Sanders und Wirtschaftspolitik f&uuml;r die Mittelschicht<\/strong><br>\nDer Aufruf zum Angriff auf die krasse Ungleichverteilung der Einkommen und Verm&ouml;gen in Amerika ist Nummer eins auf Sanders Liste: &bdquo;Da l&auml;uft etwas zutiefst falsch, wenn eine einzige Familie so viel Verm&ouml;gen besitzt wie 130 Millionen Amerikaner zusammen. Die Wirklichkeit ist, dass Wall Street und die Milliard&auml;r-Klasse 40 Jahre lang die Spielregeln gebogen haben, um Verm&ouml;gen und Einkommen zu Gunsten der reichsten und m&auml;chtigsten Leute dieses Landes umzuverteilen.&ldquo; (&bdquo;There is something profoundly wrong when one family owns more wealth than the bottom 130 million Americans. The reality is that for the past 40 years, Wall Street and the billionaire class has rigged the rules to redistribute wealth and income to the wealthiest and most powerful people of this country.&rdquo;)<br>\nUnter den Ma&szlig;nahmen findet man u.a. folgende geplante Initiativen:<br>\nReiche und Unternehmen sollen ihren fairen Anteil an Steuern leisten. Die Steuerflucht der Gro&szlig;unternehmen ins Ausland soll beendet werden. Eine progressive Erbschaftssteuer sowie eine spezielle Steuer f&uuml;r &bdquo;Wall Street Spekulanten&ldquo; soll eingef&uuml;hrt werden. Der Mindestlost soll bis 2020 auf $15 angehoben werden. In den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren sollen Infrastrukturinvestitionen in H&ouml;he von $1 Billion durchgef&uuml;hrt werden. Bestimmte Au&szlig;enhandelsabkommen sollen aufgehoben werden, weil sie amerikanische Jobs kosten und f&uuml;r Lohndruck nach unten sorgen. Benachteiligte junge Amerikaner sollen durch Arbeitsprogramme unterst&uuml;tzt werden. Das Sozialversicherungs- und Gesundheitswesen sollen in mehrfacher Hinsicht ausgeweitet werden. Gewerkschaften sollen gest&auml;rkt werden. Gro&szlig;e Finanzinstitutionen sollen zerschlagen werden, um das &bdquo;too big to fail&ldquo; Problem zu l&ouml;sen.<br>\nAllgemein sind in Sanders Programm Steuererh&ouml;hungen vorgesehen, die speziell reiche und mega-reiche B&uuml;rger st&auml;rker belasten sollen. Dies soll insbesondere durch den Abbau heute geltender Steuerbeg&uuml;nstigungen geschehen, die ohnehin allein betuchten Steuerzahlern n&uuml;tzen. Das alles steht im frontalen Gegensatz zu den Pl&auml;nen der republikanischen Mitstreiter um Donald Trump. Dort will man die ohnehin sehr niedrigen Steuern auf Erbschaften und Kapitalgewinne m&ouml;glichst ganz abschaffen, was offensichtlich die &bdquo;top 1 per cent&ldquo; nur noch reicher machen w&uuml;rde.<br>\nIst Bernie Sanders schon deshalb ein Sozialist, weil er diese dumme Nummer nicht mehr mitmachen will? L&auml;cherlich! Sanders steht f&uuml;r die wahren Interessen der amerikanischen Mittelschicht, will gesellschaftliche Fairness wieder herstellen. Das kann bestenfalls dann mit Sozialismus verwechselt werden, wenn man dem &bdquo;trickle down&ldquo; M&auml;rchen aufgesessen ist, wonach der grenzenlose Reichtumszuwachs der Mega-Reichen irgendwie und irgendwann auch den Rest der Gesellschaft reich machen soll. Dass das nicht so ist, zeigt die Entwicklung der letzten 40 Jahre zwar allzu offensichtlich auf. Aber so mancher Geist ist nachhaltig verblendet worden. Eingelullt von der Massenverdummungsmaschinerie der Medien (kontrolliert von einigen Mega-Reichen), verwechseln viele Normalb&uuml;rger ihren eigenen Interessen und die Ideale einer freien und fairen Gesellschaft mit den spezifischen Interessen der Milliard&auml;r-Klasse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/sozialismus-auf-amerikanisch-bernie-sanders-und-wirtschaftspolitik-fuer-die-mittelschicht\/\">flassbeck economics<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Was kostet die Demokratie?<\/strong><br>\nNiemand mischt massiver in der US-Politik mit als &ldquo;Charles and David Koch&rdquo; &ndash; je gut 40 Milliarden Dollar schwer. Sie investieren in ihnen genehme Politiker und Kampagnen, finanzieren Think Tanks und Institute und gr&uuml;nden neuartige Organisationen.<br>\nDer Kochgesteuerte Verein Freedom Works soll im Wahljahr 2016 &uuml;ber einen Propaganda-Etat von 889 Millionen Dollar verf&uuml;gen. Americans for Prosperity, von den Kochs finanziert, unterh&auml;lt Gliederungen in fast allen Bundesstaaten.<br>\nDie Koch-Br&uuml;der herrschen &uuml;ber den Gro&szlig;konzern Koch Industries, der Papierfabriken, Pipelines und Raffinerien betreibt. Politisch stehen sie am rechten Rand der Republikaner. Sie agitieren gegen Obamacare f&uuml;r weitere Steuersenkungen und bestreiten den Klimawandel.<\/p>\n<p>Was kostet die Demokratie?<br>\n16.02.2016, 19:15 Uhr<br>\nDeutschlandfunk<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wahlkampf-in-den-usa-was-kostet-die-demokratie.1247.de.html?dram:article_id=341155\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Atomausstieg &ndash; f&uuml;r den Steuerzahler die n&auml;chste Finanzkrise<\/strong><br>\nAuf keinen Fall sollten nach den Banken nun die Stromkonzerne ihre Altlasten abw&auml;lzen. Doch genau das d&uuml;rfte beim Abriss der alten Kernkraftwerke passieren.<br>\nL&auml;ngst wird in vielen deutschen Reaktoren kein Strom mehr produziert. L&auml;ngst haben Roboter und Spezialtrupps begonnen, die strahlende Hinterlassenschaft dort zu zerlegen. Fast f&uuml;nf Jahre nach der Katastrophe von Fukushima wird &uuml;berall im Land klar, was f&uuml;r ein Riesenprojekt der Atomausstieg wird. Es geht dabei auch um die Demontage des kompletten deutschen Kernkraftwerkparks. Das hei&szlig;t: 17-mal fast eine halbe Million Tonnen Stahl und Beton entsorgen; 17-mal Milliardenkosten schultern.<br>\nEine Experten-Kommission der Bundesregierung sollte in den vergangenen Monaten herausfinden, woher das Geld f&uuml;r den R&uuml;ckbau der Kraftwerke und die Endlagerung des Atomm&uuml;lls eigentlich kommen wird. Die politische Vorgabe war klar: Den Steuerzahler soll das Ende der Atomkraft m&ouml;glichst wenig kosten. Die Deutschen haben schlie&szlig;lich schon &uuml;ber den Strompreis daf&uuml;r gezahlt, und die Konzerne Milliarden in ihren Bilanzen zur&uuml;ckgestellt. Am Montag machte J&uuml;rgen Trittin, der Chef dieser Kommission, nun erstmals klar, wie sich das Gremium die L&ouml;sung vorstellt: Die Politik darf die Konzerne nicht aus ihrer Verantwortung entlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/energiewende-der-atomausstieg-fuer-den-steuerzahler-die-naechste-finanzkrise-1.2864156\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hartz holt auch noch das Letzte raus<\/strong><br>\nBetroffene sollen Leistungen erstatten, wenn sie einen  Job nicht annehmen<br>\nEs soll die ganze gro&szlig;e Nummer werden: Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will die Hartz-IV-B&uuml;rokratie entschlacken und Regeln vereinfachen. Anfang Februar verabschiedete das Bundeskabinett den entsprechenden Gesetzentwurf, der in der Presse auf ein &uuml;berwiegend positives Echo stie&szlig;. Demnach soll das Arbeitslosengeld II, bekannt und ber&uuml;chtigt als Hartz IV, zuk&uuml;nftig f&uuml;r zw&ouml;lf Monate statt bisher f&uuml;r sechs Monate bewilligt werden. Das erspart Sachbearbeitern und Erwerbslosen viel Papierkram und Lauferei. Zudem sollen Menschen, die neben dem Arbeitslosengeld auch Hartz IV beziehen, nicht mehr vom Jobcenter, sondern von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit betreut werden. Bereits im August dieses Jahres, so die Planungen, sollen die &Auml;nderungen in Kraft treten. (&hellip;)<br>\nDoch die schlimmste Neuerung versteckt sich in den Tiefen des Entwurfs. Wie das Online-Forum &raquo;gegen-hartz.de&laquo; nun meldete, soll &raquo;jede Sanktion, welche aufgrund der Nichtannahme einer zumutbaren Arbeit erfolgt (&hellip;) automatisch einen R&uuml;ckforderungs- und Aufrechnungsanspruch ausl&ouml;sen&laquo;. Sprich: Wer eine ihm angebotene Arbeit nicht annimmt oder sie hinschmei&szlig;t, dem kann der Regelsatz auf Dauer gek&uuml;rzt werden. Bislang gilt eine einmalige Sanktion f&uuml;r drei Monate. Wer sich unauff&auml;llig verh&auml;lt, der bekommt danach wieder den vollen Regelsatz. Mit der geplanten Versch&auml;rfung, so der Sozialrechtler Harald Thom&eacute; in einer Stellungnahme zum Entwurf, &raquo;wird faktisch eine zus&auml;tzliche Sanktion eingef&uuml;hrt&laquo;. Neben der dreimonatigen K&uuml;rzung des ALG II &raquo;muss der Betroffene k&uuml;nftig auch das ALG II erstatten, welches er und die anderen Mitglieder seiner Bedarfsgemeinschaft weniger erhalten h&auml;tten&laquo;, so Thome. Dahinter steckt der Gedanke, dass die Lohnzahlungen die Bed&uuml;rftigkeit vermindert h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1001641.hartz-holt-auch-noch-das-letzte-raus.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H.:<\/strong> Warum nur schwirren mir bei der Lekt&uuml;re dieses Artikels unwillk&uuml;rlich Vokabeln wie etwa moderne Versklavung, oder auch Zwangsarbeit durch den Kopf? Die SPD schreitet unaufhaltsam voran bei der Umsetzung ihres &ldquo;Programm 18 Minus&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.:<\/strong> Wetten, dass trotz allem demn&auml;chst in den Mainstream-Medien wieder die Rede von der &bdquo;linken Nahles in der SPD&ldquo; sein wird. Aber wom&ouml;glich ist ja auch &bdquo;link&ldquo; und nicht &bdquo;links&ldquo; gemeint.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Milliarden f&uuml;r Million&auml;re &ndash; Wie der Staat unser Geld an Reiche verschenkt<\/strong><br>\nHat der Staat jahrelang unser Steuergeld an Million&auml;re ausgezahlt? Am 14. Oktober 2014 l&auml;sst die K&ouml;lner Staatsanwaltschaft dutzende B&uuml;ros und Wohnungen im In- und Ausland durchsuchen. Damit holt sie zum bislang gr&ouml;&szlig;ten Schlag gegen mehr als 30 Banker, Fondsbetreiber, Anw&auml;lte und Finanzberater wegen dubioser Aktiendeals zulasten des Fiskus aus. Doch waren diese Gesch&auml;fte &uuml;berhaupt illegal? Dem Staat waren sie jedenfalls &uuml;ber zehn Jahre lang bekannt. Drei Finanzminister schafften es in dieser Zeit nicht, eine Gesetzesl&uuml;cke zu schlie&szlig;en, die diese sogenannten Cum-Ex-Deals erst m&ouml;glich machte.<br>\nDabei geht es um bestimmte Aktien-Deals, die es Anlegern erm&ouml;glichten, sich Ertragssteuern erstatten zu lassen, die zuvor gar nicht abgef&uuml;hrt worden waren. M&ouml;glich war das aufgrund einer Gesetzesl&uuml;cke, auf die die Bundesfinanzminister seit 2002 regelm&auml;&szlig;ig hingewiesen worden waren. Sie wussten, dass Steuergeld an Million&auml;re ausgezahlt wurde, sie h&auml;tten dringend handeln m&uuml;ssen. Doch sie taten es nur unzureichend &ndash; ein Vers&auml;umnis, das Banken und Finanzberater zu nutzen wussten. Und so zahlte der Staat jahrelang das Geld des deutschen Steuerzahlers an Banken und Million&auml;re aus. Gesch&auml;tzt mehr als zehn Milliarden Euro. Demn&auml;chst soll ein Untersuchungsausschuss des Bundestags den Fall pr&uuml;fen.<br>\nAnhand bisher unver&ouml;ffentlichter Dokumente sowie mit den Stimmen beteiligter Zeitzeugen und Insider beschreibt Autor Jan Schmitt in seiner ARD\/WDR-Produktion das beispiellose Versagen der deutschen Politik. Der Film schildert einen Wirtschaftskrimi, dessen Protagonisten &ndash; T&auml;ter wie Opfer &ndash; sich wie das &ldquo;Who is Who&rdquo; der deutschen Gesellschaft lesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/milliarden-fuer-millionaere-100.html\">Das Erste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Steuerbetrug der deutschen Oligarchie wird nach wie vor politisch gedeckt.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Wie solidarisch ist Deutschland?<\/strong><br>\nReiche werden reicher &ndash; Arme bleiben arm, w&auml;hrend die &bdquo;Mitte&rdquo; gegen den Abstieg k&auml;mpft. Ein verbl&uuml;ffender Befund, glaubt man dem Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung; die Unternehmen boomen, doch die L&ouml;hne stagnieren, gleichzeitig w&auml;chst die Ungleichheit bei den Verm&ouml;gen. Die Kluft zwischen denen, die sehr viel haben und jenen, die mit wenig oder sehr wenig auskommen m&uuml;ssen, ist heute besonders gro&szlig;. Deutschland nimmt bei der Verm&ouml;gensungleichheit in der Eurozone inzwischen einen entt&auml;uschenden Spitzenplatz ein.<br>\nWas ist passiert? Wo bleibt die Beteiligung der Reichen und Superreichen? Wann wurde der breite politische Konsens aufgek&uuml;ndigt, dass Wachstum allen zugutekommen soll? Die Filmemacherin Eva Sch&ouml;tteldreier macht sich auf die Suche nach Antworten und entdeckt ein Land, dessen soziale Balance deutlich angeschlagen ist. Sie trifft Star&ouml;konomen, Wissenschaftler, Familien, Million&auml;re, Hartz-IV-Bek&auml;mpfer und Sozialethiker. Der beunruhigende Tenor: Bis weit in die 70er Jahre war man sich einig, dass die steuerlichen Lasten und Abgaben &ndash; je nach eigenen Kr&auml;ften &ndash; relativ gleichm&auml;&szlig;ig verteilt werden sollten. Dieses Prinzip gilt nicht mehr. Trotz anhaltend hohem Wirtschaftswachstum rutschen immer mehr Menschen ab, vor allem die Mittschicht ger&auml;t unter Druck: Sie sind beim Steuerzahlen Spitze, ebenso bei den Sozialabgaben. Im Alter oder aber mit Kindern werden sie zu Verlierern.<br>\nL&ouml;sungen und Alternativen zur sozialen Schr&auml;glage sind in Sicht, brauchen aber die radikale Abkehr vom Bestehenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/wie-solidarisch-ist-deutschland-100.html\">Das Erste<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man will es gar nicht glauben, aber es gab auch Zeiten in Deutschland, da lag der Spitzensteuersatz bei 95 % (!). Und ja, man muss es wieder betonen, die Verantwortung f&uuml;r rasante soziale Polarisierung tr&auml;gt allein die SPD mit der Einf&uuml;hrung der Agenda 2010 und dem Hartz IV System! Und man kommt nicht umhin, angesichts der, in der Sendung dargestellten Zust&auml;nde, der inzwischen nur als pervers zu bezeichnenden Verm&ouml;gensungleicheit in Deutschland, die Frage nach dem Hintergrund der Fl&uuml;chtlingspolitik Merkels zu stellen. Soll damit nicht von der sozialen Situation in Deutschland abgelenkt und den Menschen S&uuml;ndenb&ouml;cke geliefert werden?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>H&auml;nde weg vom Wohn-Riester!<\/strong><br>\nWenn es stimmt, was Bausparkassen sagen, m&uuml;sste Wohn-Riestern ein Segen f&uuml;r alle sein. Damit k&ouml;nnten Hausk&auml;ufer &bdquo;z&uuml;giger Eigenkapital aufbauen&ldquo; und Kredite schneller tilgen. Schlie&szlig;lich schie&szlig;e der Staat bei einer vierk&ouml;pfigen Familie 900 Euro an Zulagen dazu, Jahr f&uuml;r Jahr. Gepaart mit einem Bausparvertrag, mit dem sich junge Leute die historisch niedrigen Zinsen f&uuml;r Jahrzehnte sichern k&ouml;nnten, klingt das nach einem &uuml;ppigen Geschenk. Deswegen &uuml;berrascht es nicht, dass die Zahl der Wohn-Riestervertr&auml;ge jedes Jahr w&auml;chst, allein 2015 um rund 150.000 St&uuml;ck. 1,5 Millionen Bundesb&uuml;rger haben schon einen.<br>\nEs ist auch die einzige Riester-Sparform, die nennenswert zulegt. Das Riestern mit Investmentfonds w&auml;chst kaum, Banksparpl&auml;ne d&uuml;mpeln dahin und die Zahl der Riester-Rentenversicherungen sinkt stetig. Das Riestern hat ein Imageproblem, es sei denn, es geht um Immobilien. Aber ist Wohn-Riestern wirklich die Superidee, um schnell ins schuldenfreie Eigenheim zu kommen, wie oft pauschal behauptet wird? [&hellip;]<br>\nDenn jetzt kommt der Haken. Was Wohn-Riester-Werbungen nicht aufschl&uuml;sseln &ndash; und auch Bausparberater so gut wie nie tun, so ergaben Tests -, ist das Ph&auml;nomen der &bdquo;nachgelagerten Besteuerung&ldquo;: S&auml;mtliche erhaltene F&ouml;rderungen m&uuml;ssen im Alter versteuert werden. Und da kommt in 30 Jahren ganz sch&ouml;n was zusammen.<br>\nAngenommen, ein 37-j&auml;hriger Sparer will bis 67 mit Wohn-Riester eine Eigentumswohnung abbezahlen. Das muss er &uuml;brigens auch, denn das Darlehen muss bei Renteneintritt getilgt sein. Der Hausk&auml;ufer zahlt also mindestens die geforderten vier Prozent seines Bruttoeinkommens zur Tilgung des Kredits und kann zudem maximal 2100 Euro an Tilgungskosten von der Steuer absetzen. Die 2100 Euro sind der H&ouml;chstsatz an F&ouml;rderung und Steuererleichterungen, die j&auml;hrlich m&ouml;glich sind. Genau diese gew&auml;hrte F&ouml;rderung summiert der Staat Jahr f&uuml;r Jahr auf einem fiktiven Wohnf&ouml;rderkonto auf &ndash; und verzinst sie noch mit zwei Prozent pro Jahr. Er merkt sich also, was er dem Sparer geliehen hat und holt sich sp&auml;ter einen Teil davon zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/sparen-und-geld-anlegen\/immobilien-finanzierung-haende-weg-vom-wohn-riester-14069082.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Selbst die FAZ urteilt, da&szlig; Wohn-Riester der gr&ouml;&szlig;te Mist ist und sich nur f&uuml;r eine winzige Minderheit unter fast unrealistischen Bedingungen lohnt. Die &ldquo;normale&rdquo; Riester-Rentenversicherung wird gleich f&uuml;r sinnlos erkl&auml;rt, zu Recht. W&auml;re die FAZ wirklich konsequent, k&ouml;nnte sie nur von allen Formen der angeblich &ldquo;kapitalgedeckten&rdquo; Rente abraten und die gute alte Umlageversicherung propagieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>N&auml;chstes Asylpaket &ndash; n&auml;chster Streit<\/strong><br>\n&ldquo;F&ouml;rdern und fordern&rdquo;: Die CDU will Fl&uuml;chtlinge vom Mindestlohn ausnehmen. Das aber lehnt die SPD strikt ab.<br>\nDie CDU hat in der gro&szlig;en Koalition mit Vorschl&auml;gen f&uuml;r ein Integrationspaket neue Diskussionen &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingspolitik angefacht. Dabei geht es insbesondere um die Eingliederung von Fl&uuml;chtlingen in den Arbeitsmarkt mithilfe von Ausnahmen beim Mindestlohn. Das lehnt die SPD jedoch strikt ab. Die CSU bekr&auml;ftigte angesichts der nach wie vor hohen Fl&uuml;chtlingszahlen ihre Forderung nach einer Obergrenze und warnte davor, dass anderenfalls die Zahl der Fl&uuml;chtlinge in diesem Jahr noch h&ouml;her liegen k&ouml;nnte als im Jahr 2015, als etwa eine Million Menschen nach Deutschland kamen.<br>\nDer Parteivorstand der CDU will diesen Montag ein zw&ouml;lfseitiges Papier mit dem Titel &ldquo;F&ouml;rdern und Fordern &ndash; Eckpunkte f&uuml;r die Integration von Schutzsuchenden&rdquo; verabschieden. In dem Papier, das der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt, hei&szlig;t es, Integration sei einerseits ein Angebot an die Menschen, die in Deutschland Zuflucht vor Verfolgung und Krieg suchten, andererseits erfordere sie aber auch die Bereitschaft, sich an die Regeln und Werte im Aufnahmeland zu halten. Deshalb sollen k&uuml;nftig Sozialleistungen gek&uuml;rzt werden, wenn &ldquo;die verpflichtenden Integrationskurse, andere Ma&szlig;nahmen zum Spracherwerb und der Orientierung in Deutschland oder zumutbare Arbeitsgelegenheiten, nicht angenommen oder verweigert werden&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/asylpolitik-naechstes-asylpaket-xxxxxxxxxxxx-1.2863168\">SZ.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Mal sehen, wann die SPD bei diesem Thema einlenken wird. Klar d&uuml;rfte jedenfalls sein, dass die Unionsparteien den Mindestlohn von Anfang an bek&auml;mpft haben. Dazu einige Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24576#h11\">Nach nur zwei Wochen: Union will Mindestlohn verw&auml;ssern<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24687#h04\">Regelungen f&uuml;r Kleinunternehmen Merkel: Mindestlohn-Korrektur m&ouml;glich<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29874#h10\">Union wettert gegen Mindestlohn und Regeln f&uuml;r Zeitarbeit<\/a>.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sexualit&auml;t in &Auml;gypten: &ldquo;Der Frauenk&ouml;rper ist das Ziel eines Klassenkampfs&rdquo;<\/strong><br>\nMit revolution&auml;ren Rufen &uuml;bert&ouml;nten die T&auml;ter auf dem Tahrir-Platz die Schreie der Opfer. Ein h&auml;ufiger Ruf, urspr&uuml;nglich ein Slogan der Revolution, war &ldquo;Id wahda&rdquo; (auf Deutsch etwa: &ldquo;Eine Hand\/Einheit&rdquo;). Daraus wurde ein Geheimcode, der bedeutete, dass die Angriffe losgingen. Die Opfer lagen anschlie&szlig;end entkr&auml;ftet vor Passanten, die sich in der Regel jedoch nicht einmischten. Wir k&ouml;nnen die sexuellen &Uuml;bergriffe in K&ouml;ln nicht von diesen sexuellen &Uuml;bergriffen in &Auml;gypten trennen, die w&auml;hrend und nach des Arabischen Fr&uuml;hlings auf dem Tahrir-Platz passierten. Denn wir k&ouml;nnen die Angriffe in K&ouml;ln und &Auml;gypten als Sinnbild einer Krise verstehen, bei der Gruppen sozial marginalisiert wurden. Der &Uuml;bergriff wird zum Ritual, bei dem sich das Opfer von der Unterdr&uuml;ckung entfernt und entfremdet hat &ndash; und zum T&auml;ter wird. Der Frauenk&ouml;rper fungiert dabei als Ziel eines Klassenkampfs, weil die &Uuml;bergriffe auf ihn keine Einzeltat sind. Sondern eine kollektive Tat, die einen Raum schafft, in dem der Frauenk&ouml;rper als Freiwild und Triumph betrachtet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/frauenrechte-und-islam-sexuelle-gewalt-als-symbol-der-krise-a-1075021.html\">Miral al-Tahawy auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Allerletzte &ndash; Putin-Versteherin zickt Anne Will an<\/strong><br>\nWie nicht anders zu erwarten, verteidigte die ehemalige ARD-Russland-Korrespondention Gabriele Krone-Schmalz die Machenschaften des Kreml in Syrien:. &bdquo;Es waren ja nicht die Russen, die in Syrien zuerst gebombt haben.&ldquo; Seit die Russen angefangen h&auml;tten zu bomben, w&uuml;rden zivile Opfer gez&auml;hlt, vorher seien es Kollateralsch&auml;den gewesen, erkl&auml;rte sie zynisch.<br>\nKrone-Schmalz warnte vor einer Moralisierung der Debatte. Das w&auml;re ja auch einfach, wo man hier doch im Warmen sitze. Anne Will hakt nach: &bdquo;Moralisiert die Kanzlerin?&ldquo; Krone-Schmalz weicht aus und reagiert gereizt, als Anne Will die Frage erneut stellt. &bdquo;Was wollen sie mit dieser Frage erreichen?&ldquo;, giftete die Russland-Expertin.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/Putin_Versteherin_zickt_Anne_Will_an.jpg\" alt=\"Putin-Versteherin zickt Anne Will an\" title=\"Putin-Versteherin zickt Anne Will an\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/anne-will\/zoffte-sich-in-syrien-talk-mit-putin-versteherin-44553820.bild.html\">Bild.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Springer at its best. Man beachte die b&ouml;sartige Semantik bez&uuml;glich Frau Krone-Schmalz, diese ist &bdquo;zynisch&ldquo;, &bdquo;giftet&ldquo;, &bdquo;schnauzt&ldquo; andere an, antwortet &bdquo;schnippisch&ldquo;, &hellip;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Sendung war &uuml;brigens im Gro&szlig;en und Ganzen durchaus sehenswert. Dies vor allem wegen der interessanten und hoch informativen Statements der &bdquo;Putin-Versteherin&ldquo; Krone-Schmalz und des Generals a.D. Harald Kujat, der in meinem missverst&auml;ndlichen Kommentar <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31202#h01\">vom 12. Februar<\/a> viel zu schlecht wegkam. Mein kritischer Kommentar bezog sich eigentlich auch vielmehr auf die Zitierung Kujats durch SPIEGEL Online als auf Kujat selbst, was leider nicht deutlich genug erkennbar war. Die Anne-Will-Sendung k&ouml;nnen Sie &uuml;brigens in der Mediathek <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Anne-Will\/Bomben-und-Elend-in-Syrien-L%C3%A4sst-sich-\/Das-Erste\/Video?documentId=33399434&amp;bcastId=328454\">anschauen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-31297","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31297","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=31297"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31297\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31312,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31297\/revisions\/31312"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=31297"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=31297"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=31297"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}