{"id":3134,"date":"2008-04-09T09:15:32","date_gmt":"2008-04-09T07:15:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3134"},"modified":"2008-04-09T16:55:35","modified_gmt":"2008-04-09T14:55:35","slug":"hinweise-des-tages-623","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3134","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3134&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Der Trend zum Zweitjob<\/strong><br>\nK&uuml;nftig werden immer mehr Arbeitnehmer neben ihrem eigentlichen Beruf einer zweiten T&auml;tigkeit nachgehen m&uuml;ssen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, hei&szlig;t es beim Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in Halle an der Saale. &bdquo;Von rund 30 Millionen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten in Deutschland geht heute schon etwa eine Million regelm&auml;&szlig;ig zus&auml;tzlich zu ihrer eigentlichen Arbeit einer weiteren Besch&auml;ftigung nach&ldquo;, sagt IWH-Arbeitsmarktexperte Herbert Buscher. &bdquo;Die Tendenz steigt.&ldquo; Hinzu k&auml;men rund 700 000 Frauen und M&auml;nner, die unregelm&auml;&szlig;ig Nebenjobs aus&uuml;ben.<br>\n&bdquo;Angesichts der hohen Lebenshaltungskosten und der doch sehr moderaten Einkommenserh&ouml;hungen ist das kein Wunder.&ldquo; Betroffen seien vor allem Menschen mit geringer Qualifikation.<br>\n&bdquo;Normalerweise sollte es auch bei einfachen T&auml;tigkeiten so sein, dass der Verdienst ausreicht, um davon leben zu k&ouml;nnen. In der Realit&auml;t von Familien oder Alleinerziehenden ist das aber nicht so&ldquo;, meint der IWH-Experte. &bdquo;Je h&ouml;her qualifiziert ein Arbeitnehmer ist, desto weniger dringlich ist es allerdings, einen Zweitjob anzunehmen, um seinen Lebensstandard halten zu k&ouml;nnen&ldquo;, sagt Buscher auch mit Blick auf die H&ouml;he der Einkommen entsprechend der Ausbildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/;art271,2509405?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Missbrauch von Ein-Euro-Jobs angeprangert: Arbeitsgelegenheiten oft weder zus&auml;tzlich noch in &ouml;ffentlichem Interesse<\/strong><br>\nWochenlang machten Medien Wirbel um einen spontanen Besuch von Wiesbadener Gewerkschaftern bei sogenannten &raquo;Ein-Euro-Jobbern&laquo; an unterschiedlichen Einsatzorten. Am Dienstag haben sich die unter &ouml;ffentlichen Beschuss geratenen Akteure mit einer Pressekonferenz in der hessischen Landeshauptstadt selbst zu Wort gemeldet. Sie schilderten Missst&auml;nde, nannten Namen und zogen politische Schlu&szlig;folgerungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/04-09\/041.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Hartz IV brachte 1,7 Millionen Menschen Jobs<\/strong><br>\nDie offizielle Statistik f&auml;llt positiv aus: Drei Jahre nach der &Auml;nderung des Sozialgesetzbuches ist die Zahl der Arbeitslosen deutlich zur&uuml;ckgegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/arbeitundberuf\/964399.html\">Netzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese euphorische Meldung ging durch nahezu alle Medien. Leider hat von den Urhebern dieser Meldung niemand hinzugef&uuml;gt, dass es auch mehr als 6 Millionen &bdquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&ldquo; (Alg I und Alg II), darunter mehr als 3 Millionen (50,7%) registrierte Arbeitslose gibt.<\/em><\/p>\n<p><em>Was zur Statistik noch dazu geh&ouml;rt:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Nur etwas mehr als die H&auml;lfte des Besch&auml;ftigungsplus entf&auml;llt auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen.<\/em><\/li>\n<li><em>In Arbeitsgelegenheiten (in der Mehraufwandsvariante) waren im Februar 267.000 Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger besch&auml;ftigt.<\/em><\/li>\n<li><em>Die sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung lag im Januar nach der Hochrechnung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit bei 27,08 Millionen. Die Steigerung seit 2004 h&auml;lt sich also sehr in Grenzen. Der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse an der Gesamtbesch&auml;ftigung liegt weiter deutlich unter dem Niveau der 90er Jahre.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Zahl der ausschlie&szlig;lich geringf&uuml;gig entlohnt Besch&auml;ftigten hat nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit im Januar 4,90 Mio. betragen, 78.000 oder 1,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dar&uuml;ber hinaus &uuml;bten 2,15 Mio. sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte zus&auml;tzlich einen geringf&uuml;gig entlohnten Nebenjob aus, gegen&uuml;ber dem Vorjahr 193.000 oder 9,9 Prozent mehr.<\/em><\/li>\n<li><em>Vor allem bei unternehmensnahen Dienstleistungen gab es einen kr&auml;ftigen Anstieg (+6,5 Prozent bzw. +229.000), der wiederum zum gr&ouml;&szlig;ten Teil von Arbeitnehmer&uuml;berlassungen getragen wird. D.h. &uuml;ber ein Drittel der Zunahme der Erwerbst&auml;tigkeit im letzten Jahr ging auf das Konto der Leiharbeit.<\/em><\/li>\n<li><em>Im Monat M&auml;rz befanden sich 1,51 Millionen Personen in einer vom Bund oder von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit gef&ouml;rderten arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen.<\/em><\/li>\n<li><em>Im M&auml;rz begannen 360.200 Personen eine neue Ma&szlig;nahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Seit Jahresbeginn sind 921.000 Personen, 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr, in eine Ma&szlig;nahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik eingetreten. Werden auch Einmalleistungen (wie z.B. Vermittlungsgutscheine und Mobilit&auml;tshilfen) hinzugez&auml;hlt, haben 584.500 Personen im M&auml;rz und 1.608.000 Personen seit Jahresbeginn eine F&ouml;rderung erhalten, 1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.<\/em><\/li>\n<li><em>Der gemeldete Stellenbestand h&auml;lt sich auf hohem Niveau, allerdings mit r&uuml;ckl&auml;ufiger Tendenz. Das gemeldete Stellenangebot (einschlie&szlig;lich gef&ouml;rderter Stellen) ist im M&auml;rz saisonbereinigt um 3.000 gesunken, w&auml;hrend die ungef&ouml;rderten Stellen f&uuml;r &bdquo;normale&ldquo; sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln, geringf&uuml;gig um 1.000 zugenommen haben. In den letzten drei Monaten hat sich der gesamte Stellenbestand um monatsdurchschnittlich 7.000 und die ungef&ouml;rderten &bdquo;normalen&ldquo; Stellen um 3.000 reduziert.<\/em><\/li>\n<li><em>Nach Angaben des IAB lag das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot im vierten Quartal 2007 bei 1,22 Mio., im Vergleich zum Vorjahr waren das 149.000 oder 11 Prozent weniger.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Merke:<\/strong> Eine halbe Wahrheit kann eine ganze L&uuml;ge sein.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Au&szlig;erdem schm&uuml;ckt man sich hier mit fremden Federn, siehe der <a href=\"?p=2694\">Kommentar von Wolfgang Lieb vom 16.10.2007<\/a>: &bdquo;Kaum ein &Ouml;konom bestreitet den Zusammenhang des aktuellen R&uuml;ckgangs der Arbeitslosigkeit und der relativ geringen Zunahme an sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung mit dem derzeitigen, leichten konjunkturellen Aufschwung.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wachsendes Reichtumsgef&auml;lle in Japan<\/strong><br>\nIn den letzten Jahren hat der Anteil der nicht regul&auml;ren Arbeitskr&auml;fte am Total der Besch&auml;ftigten rund ein Drittel erreicht. Hinter dieser Entwicklung sieht die OECD die Gefahr einer Zwei-Klassen-Gesellschaft mit einem wachsenden Reichtumsgef&auml;lle. Japan hat sich bisher stets ger&uuml;hmt, eine Mittelstandsgesellschaft zu sein. Dies traf auch zu, solange das Gros der Arbeitskr&auml;fte in langzeitigen Lebensstellen besch&auml;ftigt wurde. Dies hat sich in den letzten Jahren drastisch ge&auml;ndert. Auch Konzerne haben aus Kostengr&uuml;nden vermehrt zum Mittel der tempor&auml;ren Anstellung gegriffen. In den letzten Jahren ist denn auch der Anteil der Schulabg&auml;nger, die keinen permanenten Arbeitsplatz haben finden k&ouml;nnen, gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/wachsendes_reichtumsgefaelle_in_japan_1.703964.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das neoliberale Wirtschaftsdogma zeitigt eben weltweit die gleichen Konsequenzen: die Ungleichheit nimmt zu, Umverteilung von unten und von der Mitte nach oben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>IWF: Finanzkrise bringt 1000 Mrd. $ Verlust<\/strong><br>\n&ldquo;Die systemischen Risiken haben deutlich zugenommen&rdquo;, mahnt der IWF in dem ver&ouml;ffentlichten Finanzstabilit&auml;tsbericht. Angesichts dieser Gefahr scheinen die Experten selbst den &auml;u&szlig;erst umstrittenen, staatlichen Aufkauf problembehafteter Wertpapiere mit Steuergeldern f&uuml;r bedenkenswert zu halten. Die IWF-Experten sch&auml;tzen, dass sich die m&ouml;glichen Verluste der Finanzbranche infolge der Probleme an den Finanz- und Kreditm&auml;rkten auf 945 Mrd. $ (600 Mrd. Euro) belaufen k&ouml;nnten &ndash; was klar am oberen Ende bisheriger Sch&auml;tzungen liegt. Die Turbulenzen infolge der US-Hy&shy;pothekenkrise h&auml;tten die &ldquo;Zerbrechlichkeit des globalen Finanzsystems&rdquo; aufgezeigt, schreibt der W&auml;hrungsfonds sehr deutlich.<br>\nDie Aussagen sind die erste Warnung einer internationalen Organisation oder offiziellen Beh&ouml;rde vor einer regelrechten Systemkrise im Finanzsektor. Da zugleich eine Rezession in den USA droht und sich die Weltwirtschaft massiv abschw&auml;cht, d&uuml;rfte das Sorgen um eine globale Wirtschaftskrise sch&uuml;ren. Damit steigt der Druck auf Regierungen und Zentralbanken, gegen die Krise vorzugehen<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/340265.html?mode=print\">FTD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/External\/Pubs\/FT\/GFSR\/2008\/01\/index.htm\">IMF<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Wirtschaftsweise Bert R&uuml;rup rechnet trotz der weltweiten Finanzkrise f&uuml;r die ersten drei Monaten 2008 mit einem robusten deutschen Wachstum<\/strong><br>\n&ldquo;Wir werden ein gutes erstes Quartal haben&rdquo;, sagte der Vorsitzende des Sachverst&auml;ndigenrats am Montag am Rande einer Konferenz in Berlin. Allerdings werde sich die US-Krise im Laufe des Jahres st&auml;rker auswirken. &ldquo;Deswegen gehe ich in der Tat davon aus, dass im zweiten Halbjahr das Verlaufsbild in Deutschland sich abschw&auml;chen wird.&rdquo; Im Jahresschnitt bleibe das Wachstum aber relativ gut. Der Sachverst&auml;ndigenrat zur Einsch&auml;tzung der wirtschaftlichen Entwicklung hatte im vergangenen Jahr ein Wachstum f&uuml;r 2008 von 1,9 Prozent vorhergesagt. Die Bundesregierung rechnet jetzt mit 1,7 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/economicsNews\/idDEBUC74029820080407\">Reuters<\/a>\n<p><em>Dagegen:<\/em><\/p>\n<p><strong>Zapatero verspricht Sofortprogramm f&uuml;r Wirtschaft<\/strong><br>\nBei seiner Wiederwahl will der spanische Ministerpr&auml;sidenten Jos&eacute; Luis Rodr&iacute;guez Zapatero ein Konjunkturprogramm zur Ankurbelung der schw&auml;chelnden Wirtschaft auflegen. Seine Prognosen f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre sind d&uuml;ster. Nach einer Prognose der Zentralbank wird die Wachstumsrate 2008 nur noch 2,4 Prozent betragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Politik\/International\/_pv\/_p\/200051\/_t\/ft\/_b\/1414315\/default.aspx\/zapatero-verspricht-sofortprogramm-fuer-wirtschaft.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie das? Der Wirtschaftsweise R&uuml;rup h&auml;lt 1,7 bis 1,9 Prozent Wachstum in Deutschland f&uuml;r &bdquo;robust&ldquo; und &bdquo;gut&ldquo;. In Spanien dagegen gelten 2,4 Prozent Wachstum als &bdquo;d&uuml;stere Prognose&ldquo;. Ein fast so hohes Wachstum wie zu unseren angeblichen &bdquo;Boomzeiten&ldquo; der letzten Jahre ist in Spanien also Anlass f&uuml;r ein Konjunkturprogramm &ndash; was in Deutschland als v&ouml;llig abwegig gilt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gerechtigkeit tut immer weh<\/strong><br>\nSeit dem Pillenknick war abzusehen, dass es immer weniger Junge geben w&uuml;rde, die f&uuml;r die Senioren sorgen k&ouml;nnten. Private Vorsorge war das Naheliegende.<br>\nWir leben in einer Solidargemeinschaft, wo Jung f&uuml;r Alt und Alt f&uuml;r Jung eintritt. Sonst m&uuml;ssten wir den &bdquo;Sozialstaat&ldquo; aufk&uuml;ndigen und eine andere Republik einf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/standards\/kommentar\/2008\/04\/08\/kommentar-01,geo=4208128.html\">Bild<\/a>\n<p><em>Dazu noch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ich werde belogen und betrogen!<\/strong><br>\nEs ist unertr&auml;glich, wie meine Generation bei der Rente belogen und betrogen wird!<br>\nKein Politiker hat den Mumm, uns die Wahrheit &uuml;ber das kranke Rentensystem zu sagen oder eine echte Reform mit deutlich mehr Eigenverantwortung anzuschieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/standards\/kommentar\/2008\/04\/08\/kommentar-02,geo=4208134.html\">Bild<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Selbst f&uuml;r die Bild-Zeitung ungew&ouml;hnlich: Gleich mit zwei Kommentaren wettert Bild gegen die l&auml;ppische Rentenerh&ouml;hung um 1,1 Prozent, hetzt die Jungen gegen die Alten auf und macht Propaganda f&uuml;r die private Vorsorge.<br>\nWie die Leser dabei belogen und betrogen werden, l&auml;sst sich sch&ouml;n an dem einzigen begr&uuml;ndeten Satz im Kommentar von C. Martin belegen: &bdquo;Seit dem Pillenknick war abzusehen, dass es immer weniger Junge geben w&uuml;rde, die f&uuml;r die Senioren sorgen k&ouml;nnten. Private Vorsorge war das Naheliegende&ldquo; schreibt er. Der Pillenknick ist unbestreitbar, aber was hat er mit der seit Jahren laufenden faktischen Senkung der Renten zu tun. Wir haben derzeit die Generation der Babyboomer im Erwerbsleben (siehe weiter unten Anmerkung AM), bis 2012 wird z.B. die Zahl der Studierenden um 40 Prozent zunehmen. Die Rente ist in Finanzierungsschwierigkeiten gekommen, weil wir seit Jahren Massenarbeitslosigkeit haben und nicht weil es weniger Junge gibt, die f&uuml;r die Senioren sorgen k&ouml;nnten. Dass private Vorsorge das &bdquo;Naheliegende&ldquo; sei, soll schlicht davon ablenken, dass keine vern&uuml;nftige Wirtschaftspolitik betrieben wurde, die wieder zu mehr Besch&auml;ftigung f&uuml;hrte, und stattdessen nur an den Symptomen kuriert und die gesetzliche Rente ruiniert wurde.<\/em><\/p>\n<p><em>Dann kommt auch noch der fr&uuml;here Pressesprecher der Allianz, Oliver Santen, zu Wort, der ansonsten regelm&auml;&szlig;ig die <a href=\"?p=2049\">Schrumpf-Renten-Kampagnen in der BILD betreut<\/a>. Santen muss entweder unter einer Bewusstseinsspaltung leiden, oder er ist eben ein reiner Zyniker. Jemand der &uuml;ber Jahre hinweg die gesetzliche Rente kaputtgeredet und die private Vorsorge propagiert hat und somit die Rentensenkungspolitik selbst massiv vorangetrieben hat, beklagt sich nun dar&uuml;ber, dass er selbst nur &bdquo;eine mickrige Basisrente&ldquo; bekomme. Er beklagt sich dar&uuml;ber, dass er sie &bdquo;voll versteuern&ldquo; m&uuml;sse, ohne zu erw&auml;hnen, dass diese zus&auml;tzliche Belastung der Rentner eingef&uuml;hrt wurde, damit die J&uuml;ngeren die Rentenbeitr&auml;ge von den Steuern absetzen k&ouml;nnen. Einmal ganz davon abgesehen, dass &ndash; wegen des Steuerfreibetrags &ndash; kein Rentner f&uuml;r eine &bdquo;mickrige Basisrente&ldquo; Steuern bezahlen muss. Er beklagt sich, dass er bis 67 arbeiten soll, und das obwohl die Bild-Zeitung einer der Hauptpropagandisten der Rente mit 67 war.<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Ich zahle heute mit die h&ouml;chsten Beitr&auml;ge&ldquo; schreib Santen. Zahlt Santen mehr als die 19,9 Prozent wie alle anderen?<br>\nNein, Herr Santen, Sie hetzen die Jungen gegen die Alten, sie wollen aus schierem Egoismus die Alten in die Armut treiben.<\/em><\/p>\n<p><em>Bild spaltet systematisch die Gesellschaft, hetzt Junge gegen Alte, hetzt Arbeitnehmer gegen Arbeitslose, und das alles nur um einen Systemwechsel von der solidarischen zur Ellenbogengesellschaft herbeizuschreiben.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Kapitulation vor der Macht der Rentner<\/strong><br>\nJuristisch ist es in Ordnung, die Rentner zu bedienen, wahltaktisch ist es vielleicht sogar sinnvoll. Aber es ist weder gerecht noch fair, was die Gro&szlig;e Koalition da vor lauter Angst vor den Grauen macht. [&hellip;]<br>\nQuelle: Link zur vollst&auml;ndigen Meldung bei <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentarrentenerhoehung2.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung eines NDS-Lesers:<\/strong> Die Hetze geht weiter. Wenn ich daran denke, dass die Verbreitung dieser Meinung mit Rundfunkgeb&uuml;hren honoriert wird, sollte man alle Rentner auffordern, ihren Fernseher f&uuml;r 3 Monate abzumelden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Nicht nur alle Rentner, alle Jungen auch. Denn die meisten der J&uuml;ngeren ticken noch einigerma&szlig;en richtig und wissen zum Beispiel:<br>\nDie Relation von Alt zu Jung ist nicht das Problem, die hat sich auch schon im letzten Jahrhundert kr&auml;ftig verschoben. Zwischen 1900 und 2000 ist die Lebenserwartung um 30 Jahre gestiegen. Bis 2050 werden es zwischen 6 und 9 Jahre mehr sein. Siehe zur Relation von Jung und Alt auch die Abbildung unten.<br>\nHeute haben wir eine exzellente Relation von Jung zu Alt. Fast 53 Mio. im arbeitsf&auml;higen Alter zu 15 Mio. &uuml;ber 65 Jahren.<br>\nDas Problem sind die hohe Arbeitslosigkeit, die Verringerung der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverh&auml;ltnisse von 30 Mio. 1990 auf unter 27 Mio. heute, das Abdr&auml;ngen in den Vorruhestand und die schlechte Konjunktur.<br>\nDie meisten Einlassungen des SWR-Redakteurs der Tagesschau sind im &uuml;brigen nachgeplappertes Zeug, fast gleichlautend in anderen Medien wie z.B. BILD, SZ und WAZ. Was zu der kleinen Rentenerh&ouml;hung geschrieben wird, ist ein Musterbeispiel an gleichgeschalteter Meinungsmache. Vermutlich lassen sich Berliner Korrespondenten inzwischen reihenweise die Linie von den Lobbyorganisationen und PR-Agenturen der Versicherungswirtschaft in den Block diktieren.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/20080409_hinweis7.gif\" alt=\"Mythos Demografie\" title=\"\"><\/p><\/li>\n<li><strong>Totale &Uuml;berwachung: Unternehmen verletzen die Intimsph&auml;re ihrer Mitarbeiter <\/strong><br>\nT&ouml;nnies ist Europas gr&ouml;&szlig;ter Fleischverarbeiter. Hier von Rheda-Wiedenbr&uuml;ck aus beliefert T&ouml;nnies Discounter wie Aldi und Lidl. &Uuml;ber 3.000 Menschen schlachten und verarbeiten hier Fleisch. Die meisten sind Billigarbeitskr&auml;fte. Irgendwo in Osteuropa von Subunternehmern angeheuert. Menschen, die f&uuml;r wenig Geld extrem hart arbeiten.<br>\nUnd auf die hat T&ouml;nnies ein genaues Auge. Die gesamte Fabrikation ist l&uuml;ckenlos kamera&uuml;berwacht. Doch die &Uuml;berwachung geht noch weiter.<br>\nDiese Bilder sind REPORT MAINZ zugespielt worden. Einfache Computerausdrucke, die brisantes zeigen. Videoaufnahmen aus dem Umkleidebereich. Gefilmt von T&ouml;nnies &Uuml;berwachungskameras. Wir zeigen die Fotos deutschen B&uuml;rokr&auml;ften von T&ouml;nnies, die nicht erkannt werden wollen. Sie best&auml;tigen eine Rund-um-die-Uhr-&Uuml;berwachung im Umkleidebereich.<br>\nO-Ton, Prof. Ulrich Preis, Arbeitsrechtler, Uni K&ouml;ln: &raquo;Wir Arbeitsrechtler wissen seit langem, dass in der Fleischbranche harte Arbeitsbedingungen herrschen, aber dies scheint mir schon sehr extrem zu sein. Man k&ouml;nnte fast den Eindruck haben, Vieh und Mensch wird auf eine Stufe gestellt. Diese permanente Video&uuml;berwachung ist eindeutig unzul&auml;ssig.&laquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=3220418\/2p5ff4\/index.html\">ARD Report Mainz (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/did=3220418\/pv=video\/gp1=3375090\/nid=233454\/1kj2xo7\/index.html\">ARD Report Mainz (Video)<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeitgeber setzen im Osten Dumpingtarife durch<\/strong><br>\nWer legt eigentlich L&ouml;hne fest? Ganz einfach, denken Sie, Arbeitgeber und Arbeitnehmer setzen sich an einen Tisch und verhandeln. Tarifverhandlungen nennt man das.<br>\nWas aber, wenn die Arbeitnehmervertreter gar nicht die Interessen der Arbeitnehmer vertreten, sondern mit den Arbeitgebern unter einer Decke stecken und pl&ouml;tzlich Dumpingl&ouml;hne als Ergebnis rauskommen? Gibt es nicht, denken Sie? Gibt es doch, haben Thomas Dauser und Gottlob Schober rausgefunden.<br>\nREPORT MAINZ macht den Test: Tarifverhandlungen mit versteckter Kamera. Wir geben uns als Unterh&auml;ndler eines finanzstarken Investors aus. Gibt uns der Gewerkschafter einen arbeitgeberfreundlichen Tarifvertrag? Wie schnell kommen wir an Dumpingl&ouml;hne?<br>\nNiedrig-L&ouml;hne, unter denen immer mehr leiden. Beispiel: Borna in Sachsen. Rettungssanit&auml;ter im Warnstreik. Ver.di k&auml;mpft hier auf verlorenem Posten. Denn das Rote Kreuz verhandelt in Sachsen nur noch mit der Christlichen Gewerkschaft, hat einen Tarifvertrag mit dem DHV.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=3220422\/1hwd30t\/index.html\">ARD Report-Mainz (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/did=3220422\/pv=video\/gp1=3373422\/nid=233454\/162hohz\/index.html\">ARD Report-Mainz (Video)<\/a><\/li>\n<li><strong>R&uuml;cktrittsrede der KfW-Chefin Matth&auml;us-Maier im Wortlaut<\/strong><br>\nIch habe daher nicht l&auml;nger die Absicht den Kopf f&uuml;r Fehler hinzuhalten, die Andere gemacht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Unternehmen\/Banken-Versicherungen\/_pv\/doc_page\/2\/_p\/200039\/_t\/ft\/_b\/1414097\/default.aspx\/von-trommelfeuer%2c-rettern-und-taetern.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Wilhelm von Sternburg: Soziale Gerechtigkeit: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein ..<\/strong><br>\nAls Gott noch nicht tot war, galt nicht nur f&uuml;r die Calvinisten: Der Segen des Herrn ruht auf dem, der es im Diesseits zu materiellem Reichtum gebracht hat. Aber irgendwie ist diese Meinung auch im s&auml;kularisierten Zeitalter immer noch aktuell.<br>\nVerelendung aber ist auch unserer Zeit keineswegs fremd. Heute sind es die Harz-IV-Empf&auml;nger oder die alleinerziehenden M&uuml;tter, die von Politik und Gesellschaft im Stich gelassen werden. Die Arbeitslosenstatistik t&auml;uscht uns dabei immer mehr. Die Zahl der Menschen, die in diesem Land f&uuml;r Niedrigstl&ouml;hne arbeiten m&uuml;ssen, w&auml;chst un&uuml;bersehbar. Manager verdienen Millionen, weil sie Arbeitspl&auml;tze vernichten und dadurch kurzfristig die Konzernbilanzen versch&ouml;nern. In den permanenten Machtk&auml;mpfen der Parteien verlieren Renten-, Steuer- und Gesundheitssysteme jede rationale Komponente. Die Gesellschaft ist unter die R&auml;uber gefallen: Hier die Heuschrecken und die Hedgefonds, die ihren Aktion&auml;ren solange Spitzenrenditen zahlen, bis ihre Unternehmen zusammenbrechen und die Allgemeinheit daf&uuml;r die Rechnungen begleichen muss. Die Fehlspekulationen der Gesch&auml;ftsbanken, die Milliardenverluste der von der Politik beaufsichtigten Landesbanken &ndash; am Ende sind es die Kunden und die Steuerzahler, die f&uuml;r das Versagen der Millionenverdiener geradezustehen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/politischesfeuilleton\/765762\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>NRW-Bank st&uuml;tzt Zinsen mit Geld aus Studiengeb&uuml;hren <\/strong><br>\nDie NRW-Bank hortet Millionen Euro aus Studiengeb&uuml;hren, um Ausf&auml;lle von Krediten abzusichern. Mit Geld aus dem Fonds will die landeseigene Bank demn&auml;chst sogar Zinsschwankungen ausgleichen.<br>\nAus den Studiengeb&uuml;hren, die seit dem Wintersemester 2006 erhoben werden, flie&szlig;en j&auml;hrlich mindestens 46 Mio. Euro an die NRW-Bank. Damit sichert die Bank das Ausfallrisiko ihrer Studienbeitragskredite ab. 18 Prozent m&uuml;ssen die Hochschulen derzeit aus dem Geb&uuml;hrenaufkommen aller Studenten an den Ausfallfonds abf&uuml;hren &ndash; so viel wie in keinem anderen Bundesland.<br>\nEine bislang unver&ouml;ffentlichte Studie des Dortmunder &Ouml;konomen Andreas Hoffjan, die der FTD vorliegt, zeigt nun: Das ist deutlich zu viel. Nach Berechnungen des Controllingprofessors w&uuml;rde eine Abgabe von 13 Prozent ausreichen. &ldquo;Der Fonds sichert derzeit Risiken zu vollkommen &uuml;bertriebenen 200 Prozent ab&rdquo;, kritisiert Hoffjan, &ldquo;selbst wenn alle Studierenden, die ein Beitragsdarlehen erhalten, dieses nicht zur&uuml;ckzahlen k&ouml;nnten, w&uuml;rde gerade mal die H&auml;lfte des Fondsverm&ouml;gens angetastet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/340399.html?nv=cd-topnews\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Was soll daran eigentlich &bdquo;sozialvertr&auml;glich&ldquo; sein, wenn keinerlei soziale Abfederung erfolgt, als dass man zu einer Bank geht und sich mit einem individuellen Darlehen zu bank&uuml;blichen Zinsen verschuldet? Was ist daran &bdquo;sozialvertr&auml;glich&ldquo; dass man als Darlehensnehmer dar&uuml;ber hinaus noch zu &uuml;ber einem F&uuml;nftel der Darlehenssumme einen Ausfallfonds finanzieren muss? Mit diesem Ausfallfonds als einer Zwangsabgabe finanzieren die Geb&uuml;hrenzahler das angeblich sozialvertr&auml;gliche Studiendarlehen. Die Studiengeb&uuml;hrenzahler und nicht etwa die Abnehmer der Studierenden, also die Wirtschaft oder die Gesellschaft allgemein, finanzieren also die angebliche Sozialvertr&auml;glichkeit selbst.<br>\nDiese Sonderabgabe zur Absicherung des Kreditausfallrisikos h&auml;lt der Pr&auml;sident des Bundesfinanzhofs f&uuml;r verfassungswidrig. Im Hessischen Gesetz hat man das deshalb in letzter Minute korrigiert.<br>\nMan stelle sich doch nur einmal vor, die Volksbanken oder die Sparkassen w&uuml;rden die Handwerker zu einem Ausfallsfonds f&uuml;r notleidende Kredite anderer Handwerker heranziehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>H&ouml;lle Hochschule: Bachelor-Abschluss f&uuml;hrt zu Studienabbruch<\/strong><br>\nBeim n&auml;chsten Thema habe ich ein neues Wort gelernt: Bulimie-Learning. Das meint: Lernen nur um riesige Mengen von Lehrstoff in Pr&uuml;fungssituationen wieder auskotzen zu k&ouml;nne. Nachhaltiger Lerneffekt &ndash; gleich Null.<br>\nUnsere Reporterin Monika Anthes ist auf dieses Ph&auml;nomen gesto&szlig;en, als sie sich mit dem so genannten Bachelor, einer Art Turbo-Uniabschluss nach nur sechs Semestern, befasst hat.<br>\nDer Stoff aus vier Jahren Magister wurde einfach in drei Jahre Bachelor gepackt. Die Folge: v&ouml;llig &uuml;berfrachtete Lehrpl&auml;ne, unz&auml;hlige Pr&uuml;fungen &ndash; kaum machbar. Wer dann noch arbeiten muss oder wie Jenny ein Kind hat, ist schnell am Ende seiner Kr&auml;fte.<br>\nDen meisten Schwund verzeichnen die Fachhochschulen. Dort werfen sogar 39 Prozent der Bachelorstudenten vorzeitig das Handtuch. Vor allem in den Ingenieurwissenschaften verlassen scharenweise Bachelorstudenten die Hochschule. Und das bei drohendem Fachkr&auml;ftemangel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=3220424\/byvd14\/index.html\">Report Mainz<\/a><\/li>\n<li><strong>Schneller am Markt?<\/strong><br>\nDie statistische Erfolgsbilanz der unter &bdquo;Bologna&ldquo; rubrizierten Studienreform ist, um es vorsichtig zu sagen, bislang eine gemischte. Man erinnert sich: Sechs Semester sollte das berufsbef&auml;higende Erststudium nur noch dauern. Die internationale Mobilit&auml;t der Studenten sollte durch den international akzeptierten Bachelor erh&ouml;ht werden. Der Studienabbruch sollte durch fr&uuml;hzeitige Zeugnisvergabe, straffere Studienplanung und studienbegleitendes Pr&uuml;fen zur&uuml;ckgehen. Beim &Uuml;bergang vom Bachelor- zum Masterstudium sollten die Hochschulen st&auml;rker ausw&auml;hlen k&ouml;nnen. Und eine st&auml;rkere Kontrolle, ob die Studieng&auml;nge solchen Zielsetzungen entsprechen, sollte von der Akkreditierung eines jeden gew&auml;hrleistet werden.<br>\nGeht man diese Versprechen Punkt f&uuml;r Punkt durch, so steht es um ihre Einl&ouml;sung nicht zum Besten.<br>\nEs bleibt insofern auch nach diesen Zahlen und bis auf weiteres der Eindruck, dass die Bologna-Reform soziologisch ziemlich undurchdacht und &ndash; im Durchschnitt &ndash; eher viel versprechend als vielversprechend war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D\/Doc~E1D95D73DFD714F029496E13A338C03D6~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Degradierung ohne Opfer<\/strong><br>\nDer Deutschlandfunk reformiert die &ldquo;Politische Literatur&rdquo; und macht zwei langj&auml;hrige Redakteure zu Autoren. Inzwischen haben mehrere Autoren und Verleger einen Protestbrief verfasst, in dem sie die R&uuml;cknahme der Ma&szlig;nahme fordern, um &ldquo;Service- und Weichsp&uuml;ler-Journalismus&rdquo; zu verhindern. Dabei standen die Premierenthemen von &ldquo;Andruck&rdquo; am vergangenen Montag durchaus in der Tradition des Vorg&auml;ngerformats: Die Besprechungen der B&uuml;cher &ldquo;Der gekaufte Staat &ndash; Wie Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben&rdquo; oder &ldquo;Die unterste Milliarde &ndash; Warum die &auml;rmsten L&auml;nder scheitern und was man dagegen tun kann&rdquo; deuteten nicht darauf hin, dass das Format k&uuml;nftig ein Hort neoliberaler Berichterstattung zu werden droht.<br>\nAus Redaktionskreisen werden andere Gr&uuml;nde f&uuml;r die Entscheidung kolportiert. Danach sollen Thei&szlig;en und Beindorff bei den Mitarbeitern der Sendung unbeliebt gewesen sein. Die beiden h&auml;tten sich ihren Kollegen gegen&uuml;ber oft rechthaberisch und ruppig verhalten und Diskussionen regelm&auml;&szlig;ig abgew&uuml;rgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/medien\/artikel\/1\/degradierung-ohne-opfer\/?src=MT&amp;cHash=aa722d9c47\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir hatten in den NachDenkSeiten auf einen kritischen Artikel von <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/13\/08130501.php\">Daniela Dahn im Freitag<\/a> verlinkt und dazu auch auf die Probleme innerhalb der Redaktion hingewiesen (<a href=\"?p=3101\">Hinweise v. 28.3.08 Ziff. 11<\/a>). Das hat uns b&ouml;se Briefe eingebracht. Wir haben uns nochmals r&uuml;ckversichert und bleiben bei unserer Anmerkung.<br>\nAllerdings werden wir die Sendung &uuml;ber politische Literatur unter dem neuen Titel &bdquo;Andruck&ldquo; kritisch verfolgen und darauf achten, ob dort &bdquo;Weichsp&uuml;ler-Journalismus&ldquo; Einzug h&auml;lt. Nach der ersten Sendung wollen wir uns noch kein Urteil erlauben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3134","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3134","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3134"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3134\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3134"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3134"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3134"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}