{"id":31402,"date":"2016-02-19T08:44:21","date_gmt":"2016-02-19T07:44:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402"},"modified":"2016-02-19T08:44:21","modified_gmt":"2016-02-19T07:44:21","slug":"hinweise-des-tages-2565","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h01\">EU-Gipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h02\">Ausweisungen: Gutachten des Bundestages belegen Rechtswidrigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h03\">Kostet die Fl&uuml;chtlingskrise die Krankenkassen Milliarden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h04\">&ldquo;Das Finanzsystem ist kaputt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h05\">Die Eurozone wird deutscher &ndash; leider<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h06\">Tr&uuml;be Aussichten f&uuml;r die Weltwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h07\">&raquo;Zweites Sanktionsregime&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h08\">Lohnpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h09\">Altersvorsorge: Eine Deutschlandrente f&uuml;r (fast) alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h10\">Mieterbund warnt vor Ghetto-Bildung in St&auml;dten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h11\">Kampf gegen den IS: Viele Zivilisten bei US-gef&uuml;hrten Angriffen in Syrien get&ouml;tet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h12\">USA plante umfassenden Cyberangriff auf Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h13\">&Uuml;ber SextouristInnen auf der Reise nach Kenia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h14\">US-Vorwahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h15\">Russland-Berichte unter der Lupe: Deutschland basht am besten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h16\">Alle f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31402#h17\">Aber was hei&szlig;t denn das: &bdquo;Sagen, was ist&ldquo;?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU-Gipfel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gipfel der Desintegration<\/strong><br>\nEs war fast schon zur Gewohnheit geworden: Vor dem EU-Gipfel trifft sich Kanzlerin Angela Merkel mit ihrer &ldquo;Koalition der Willigen&rdquo; in der &ouml;sterreichischen EU-Vertretung in Br&uuml;ssel, um gemeinsam mit der T&uuml;rkei so genannte &ldquo;europ&auml;ische L&ouml;sungen&rdquo; zur Fl&uuml;chtlingskrise zu suchen. Doch diesmal ging es gr&uuml;ndlich schief. Erst sagte der t&uuml;rkische Ministerpr&auml;sident Ahmed Davutoglu ab &ndash; der Terroranschlag in Ankara und die angek&uuml;ndigte massive Vergeltung gegen die Kurden waren ihm wichtiger als ein neuerliches Treffen mit der Kanzlerin. Dann fielen Merkel auch noch die lieb gewonnenen Gastgeber aus &Ouml;sterreich in den R&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47454\/1.html\">Eric Bonse auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Gipfel in Br&uuml;ssel: Was passiert ist &ndash; und was nicht<\/strong><br>\nAm ersten Tag des Gipfeltreffens kam es zum Streit &uuml;ber einen m&ouml;glichen Brexit, Premier Cameron droht mit einem Eklat. In der Fl&uuml;chtlingskrise plant die EU Anfang M&auml;rz ein Sondertreffen mit der T&uuml;rkei. Der &Uuml;berblick.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/eu-gipfel-ueber-brexit-und-fluechtlinge-was-passiert-ist-und-was-nicht-a-1078194.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Die britische Erpressung<\/strong><br>\nDie Botschaft sollte lauten: Haltet mich fest, oder es passiert ein Ungl&uuml;ck! Es war eine dieser typischen Br&uuml;sseler Marathonsitzungen, als der britische Premierminister David Cameron am 17. Dezember 2015 erkl&auml;rte, er werde &bdquo;die ganze Nacht k&auml;mpfen&ldquo;, um seinen Kollegen die Zustimmung zu Nachverhandlungen &uuml;ber die Konditionen der britischen EU-Mitgliedschaft abzuringen. Ohne eine zufriedenstellende L&ouml;sung w&auml;re er gezwungen, seinen Landsleuten beim Brexit-Referendum ein Ja zu empfehlen. Bekanntlich endete die Sitzung ohne Ergebnis. Um Cameron einen Gesichtsverlust zu ersparen, vertagten die EU-Partner die Entscheidung auf den 18. Februar. Als erstes Verhandlungsangebot hat der Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Rats, Donald Tusk, am 2. Februar ein 16-seitiges Papier vorgelegt, das eine Vereinbarung mit den Briten erm&ouml;glichen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5274932\">LE MONDE diplomatique<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ausweisungen: Gutachten des Bundestages belegen Rechtswidrigkeit<\/strong><br>\nUlla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion, sieht sich durch die Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes best&auml;tigt. Am Freitag ber&auml;t der Bundestag in erster Lesung &uuml;ber zwei geplante Asylrechts&auml;nderungen der Bundesregierung, mit deren Hilfe sowohl Asylverfahren beschleunigt als auch straff&auml;llig gewordene Migrant*innen schneller und einfacher abgeschoben werden k&ouml;nnen. Doch gerade das Gesetz zur schnelleren Ausweisung ist vor allem populistisch und geht nicht nur an der Realit&auml;t, sondern auch an geltendem internationalen und EU-Recht vorbei. Diese Auffassung der Fraktion DIE LINKE wird durch zwei Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/nachrichten\/ausweisungen-gutachten-bundestages-belegen-rechtswidrigkeit\/\">Linksfraktion.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kostet die Fl&uuml;chtlingskrise die Krankenkassen Milliarden?<\/strong><br>\nDie Frankfurter Rundschau hat errechnet, dass aufgrund der vielen Fl&uuml;chtlinge in Deutschland auf die Krankenkassen zus&auml;tzliche Kosten in Milliardenh&ouml;he zukommen k&ouml;nnten. Allerdings sind in dieser Rechnung viele Aspekte unber&uuml;cksichtigt, die noch niemand absehen kann.<br>\n&Uuml;ber den Gesundheitszustand der Fl&uuml;chtlinge in Deutschland hat es schon viele Spekulationen gegeben. Wer den langen Weg auf sich genommen hat, so lautet die eine Lesart, k&ouml;nne unm&ouml;glich ernsthaft krank sein. Ansonsten h&auml;tte er die Reise nicht &uuml;berstanden. F&uuml;r die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ein Segen, weil keine nennenswerten Kosten entstehen. Die andere Lesart kommt zum gegenteiligen Ergebnis. Viele Fl&uuml;chtlinge litten an unbehandelten, teils schweren Erkrankungen und ben&ouml;tigten eine teure Behandlung des K&ouml;rpers und &ndash; zumal die aus den Kriegsgebieten &ndash; der&nbsp;Seele.<br>\nKommt nun eine Kostenlawine f&uuml;r die GKV oder nicht? Entsteht ein Milliardendefizit, das die Beitragszahler decken m&uuml;ssen, wie am Mittwoch sehr oft zu lesen war? Es bleibt unklar. Die zust&auml;ndigen Stellen jedenfalls wissen keine Antwort. &ldquo;Es gibt keine validen Zahlen &uuml;ber die Kosten der Gesundheitsversorgung von Fl&uuml;chtlingen&rdquo;, sagt eine Sprecherin des Spitzenverbandes der Kassen. &Auml;hnlich urteilen auch die Sprecherinnen des Gesundheits- und des&nbsp;Finanzministeriums.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/fluechtlinge-kostet-die-fluechtlingskrise-die-krankenkassen-milliarden-1.2867474\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut Jens Bergers Beitrag von gestern: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31397\">Verursachen Fl&uuml;chtlinge ein Milliardendefizit bei den gesetzlichen Krankenkassen?<\/a><\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Zuwanderung als Katalysator f&uuml;r das Sozialsystem<\/strong><br>\nDer Zuzug von Fl&uuml;chtlingen belastet die Kassen &ndash; doch das ist zu kurzfristig gedacht. F&uuml;r das ohnehin krankende Sozialsystem bietet sich eine neue Chance. Die AfD und deren Anh&auml;nger haben schon den Schaum vor dem Mund. &bdquo;Fl&uuml;chtlinge verursachen Milliardenloch bei den gesetzlichen Krankenkassen&ldquo; &ndash; diese Schlagzeile machte nach einem entsprechenden Bericht dieser Zeitung die Runde. Emp&ouml;rte Leser riefen in der Redaktion an: &bdquo;Jetzt m&uuml;ssen wir wegen der Asylbewerber auch noch h&ouml;here Zusatzbeitr&auml;ge zahlen&ldquo;, beschwerte sich einer der Anrufer. Die Sache hat aber einen Haken. In dieser sehr verk&uuml;rzten Variante bekommt die Meldung eine sehr gef&auml;hrliche Schlagseite: Nicht die Fl&uuml;chtlinge verursachen Finanzierungsl&ouml;cher. Es ist die Politik, die Systemfehler zul&auml;sst und aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden bisher nichts unternimmt, sie zu korrigieren. Der Zuzug von Fl&uuml;chtlingen versch&auml;rft bestehende Probleme, aber ist nicht die Ursache.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/kommentar-zuwanderung-sote-katalysator,10808230,33808970.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es k&ouml;nnte gefragt werden: Handelt Politik (seit einigen Jahren) ohne oder lediglich mit schlechter Planung oder steckt gar Absicht dahinter?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Das Finanzsystem ist kaputt&rdquo;<\/strong><br>\nRiesige Geh&auml;lter und zu viel Zockerei: Die Finanzkrise wurde nie &uuml;berwunden, sagen die Gr&uuml;nen-Politiker Schick und Giegold. Sie fordern weniger Regeln &ndash; und mehr H&auml;rte. (&hellip;)<br>\nZEIT ONLINE: Aber es sind doch so viele Institute weltweit bankrott gegangen?<br>\nSchick: In den USA mehr als in Europa &ndash; deshalb sind die Banken dort heute auch stabiler. Insgesamt hat aber zu wenig Deleveraging stattgefunden: Die Institute finanzieren sich immer noch zu sehr durch Fremdkapital und gehen zu gro&szlig;e Risiken ein.<br>\nSven Giegold: Wir haben es nicht nur mit einer Fehlregulierung von Banken, Fonds und Versicherungen zu tun, sondern mit einer makro&ouml;konomischen Schieflage. Sie ist immer noch nicht gel&ouml;st. Und solange sie nicht behoben ist, wird auch die Eurokrise weiter schwelen.<br>\nZEIT ONLINE: Das m&uuml;ssen Sie erkl&auml;ren.<br>\nGiegold: Ich gebe ihnen ein Beispiel: Wenn ich als Anleger heute dem deutschen Staat Geld leihe, bekomme ich nach zehn Jahren gemessen in Kaufkraft weniger Geld zur&uuml;ck. Das zeigt: Das Finanzsystem ist kaputt, weil im Vergleich zur Realwirtschaft aufgebl&auml;ht. Es kann nicht einfach durch strengere Regeln f&uuml;r einzelne Institute repariert werden. Wir brauchen stattdessen eine Politik, die Investitionen f&ouml;rdert und so die makro&ouml;konomischen Ungleichgewichte behebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-02\/wirtschaftskrise-ursachen-beseitigung-gesetze\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Eurozone wird deutscher &ndash; leider<\/strong><br>\nDie Eurozone feiert einen rekordhohen &Uuml;berschuss im Au&szlig;enhandel. Doch damit f&ouml;rdert sie globale Ungleichgewichte und macht sich abh&auml;ngig von der Konjunktur im Rest der Welt. Eine Analyse.<br>\nEuropa k&ouml;nne in der internationalen Konkurrenz nur bestehen, wenn es so wettbewerbsf&auml;hig werde wie Deutschland, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor vier Jahren. Als Ausdruck der Wettbewerbsf&auml;higkeit Deutschlands galten stets seine enormen Export&uuml;bersch&uuml;sse. Gemessen daran, ist die Euro-Zone tats&auml;chlich deutscher geworden: Im Au&szlig;enhandel erzielte sie als Gesamtheit im vergangenen Jahr einen Rekord&uuml;berschuss. Diese Exportabh&auml;ngigkeit hat jedoch Risiken. &bdquo;Die Euro-Zone wird unter der Schw&auml;che des globalen Wirtschaftsumfeldes leiden&ldquo;, prognostiziert Patrick Artus von der franz&ouml;sischen Bank Natixis.<br>\nVor der gro&szlig;en Finanzkrise sah die Welt noch anders aus. 2008 verzeichneten insbesondere die L&auml;nder S&uuml;deuropas gro&szlig;e Defizite im Au&szlig;enhandel, das bedeutet: Sie importierten mehr als sie exportierten. Folglich stiegen ihre Schulden gegen&uuml;ber anderen L&auml;ndern. Spiegelbildlich erzielten L&auml;nder wie Deutschland oder die Niederlande hohe &Uuml;bersch&uuml;sse, denn sie akkumulierten Forderungen an das Ausland. Diese Ungleichgewichte bildeten schlie&szlig;lich die Basis f&uuml;r die Euro-Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/aussenhandel--die-eurozone-wird-deutscher---leider-,1472780,33814732.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tr&uuml;be Aussichten f&uuml;r die Weltwirtschaft<\/strong><br>\nDie Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Konjunkturprognose erneut deutlich nach unten korrigiert. Angesichts entt&auml;uschender Konjunkturentwicklungen gerade auch in den Schwellenl&auml;ndern rechnet die OECD nur noch mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von drei Prozent. Das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als die Organisation noch im November erwartet hatte. &ldquo;Das Wachstum verlangsamt sich in vielen Schwellenl&auml;ndern, w&auml;hrend die Erholung in Industriestaaten sehr bescheiden ausf&auml;llt und niedrige Preise auf Rohstoff-Exporteure dr&uuml;cken&rdquo;, hei&szlig;t es im OECD-Zwischenbericht. Der deutschen Wirtschaft traut die OECD in diesem Jahr nur noch ein Wachstum von 1,3 Prozent zu, 0,5 Prozentpunkte weniger als noch im November. F&uuml;r die Eurozone sagt die OECD ein Wachstum von 1,4 Prozent voraus, das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als bisher. Wegen schwacher Daten bei Handel, Investitionen und Lohnwachstum rief die OECD die Politik weltweit auf, dringend f&uuml;r mehr Wirtschaftswachstum zu sorgen. &ldquo;Die Geldpolitik kann die Arbeit nicht allein machen.&rdquo; Vor allem L&auml;nder mit finanziellem Spielraum sollten mit &ouml;ffentlichen Ausgaben Infrastrukturprojekte anschieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/oecd-konjunktur-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&raquo;Zweites Sanktionsregime&laquo;<\/strong><br>\nAm 1. August soll die lange diskutierte Hartz-IV-Reform an den Start gehen. Mit &raquo;Rechtsvereinfachungen&laquo; will Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) die Jobcenter von einem Teil der Mammutb&uuml;rokratie entlasten. Nicht nur in Erwerbslosenverb&auml;nden, die seit 2013 vor verkappten Versch&auml;rfungen warnen, regt sich Widerstand. Auch die Jobcenter-Personalr&auml;te kritisieren die Pl&auml;ne in einem aktuellen Brief als unwirksam. Aus dem Schreiben zitierte die FAZ (Montagausgabe), der Brief liegt auch jW vor. In ihm hei&szlig;t es, ein Teil der &Auml;nderungen, wie l&auml;ngere Bewilligungszeitr&auml;ume, w&uuml;rden teils schon praktiziert. Andere, etwa monatliche statt viertelj&auml;hrliche &raquo;Datenabgleiche&laquo; bei Klienten, erh&ouml;hten den Aufwand sogar. Das geplante Gesetz sei &raquo;noch nicht einmal ein Ref&ouml;rmchen&laquo;, monieren die Personalr&auml;te. Auf eine besondere T&uuml;cke im &Auml;nderungsentwurf weisen der Sozialrechtler Harald Thom&eacute; und die fr&uuml;here Jobcentermitarbeiterin und Hamburger B&uuml;rgerschaftsabgeordnete Inge Hannemann (Die Linke) hin. Die Verfasser des Papiers h&auml;tten &raquo;ein zweites Sanktionsregime&laquo; konzipiert, so die Kritiker. Gemeint sind sogenannte Ersatzanspr&uuml;che der Jobcenter gegen Hartz-IV-Bezieher &raquo;bei sozialwidrigem Verhalten&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/02-18\/021.php\">junge Welt<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Notwendige &Auml;nderungen im SGB II aus Sicht der Leistungsberechtigten<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich der geplanten &Auml;nderungen zum Neunten Gesetz zur &Auml;nderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch &ndash; &bdquo;Rechtsvereinfachung&rdquo; legt Tacheles e.V. einen aus der Perspektive von Leis-tungsberechtigten entwickelten Forderungskatalog vor, der zahlreiche &Auml;nderungsvorschl&auml;ge in zentralen Bereichen des SGB II und angrenzender Rechtsbereiche formuliert<br>\nDie politische Diskussion &uuml;ber die von der Bundesregierung vorgestellten SGB II-&Auml;nderungen im Rahmen des 9. SGB-II-&Auml;nderungsgesetzes mit dem Arbeitstitel &bdquo;Rechtsvereinfachungsgesetz&rdquo; l&auml;uft nur schleppend an. Auf der Website des Vereins Tacheles wurde zum vorgelegten Referenten-entwurf eine umfangreiche Stellungnahme von Frieder Claus und Harald Thom&eacute; ver&ouml;ffentlicht, in der eine dezidierte Bewertung der einzelnen &Auml;nderungsvorschl&auml;ge <a href=\"http:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/startseite\/aktuelles\/d\/n\/1907\/\">vorgenommen wurde<\/a>. Der Gesetzentwurf wurde am 3. Februar 2016 vom Bundeskabinett verabschiedet, soll am 18.03.2016 erstmals im Bundesrat beraten und am 14.04.2016 in erster Lesung dem Bundestag vorgelegt werden. Nach derzeitiger Planung soll das Gesetz am 09.06.2016 im Zuge der zweiten und dritten Lesung beschlossen und am 08.07.2016 dem Bundesrat zur Entscheidung vorgelegt werden. In Kraft treten sollen die SGB-II-&Auml;nderungen nach dem Willen des Ministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales zum 01.08.2016.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/fa\/redakteur\/Aktuelles\/Forderungspapier_13.02.2016.pdf\">Tacheles e.V. [PDF]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lohnpolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>ver.di-Tarifkommission f&uuml;r &ouml;ffentlichen Dienst fordert sechs Prozent mehr und 100 Euro* f&uuml;r Auszubildende<\/strong><br>\nMit der Forderung nach sechs Prozent mehr Geld und einer Anhebung der Ausbildungsverg&uuml;tungen um 100 Euro* pro Monat geht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in die Tarif- und Besoldungsrunde 2016 des &ouml;ffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen. Das hat die Bundestarifkommission der Gewerkschaft heute in Berlin beschlossen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags f&uuml;r die 2,14 Millionen Besch&auml;ftigten soll zw&ouml;lf Monate betragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/presse\/pressemitteilungen\/++co++3b26bcc2-d643-11e5-b5f2-52540059119e\">ver.di<\/a>\n<p>dazu: <strong>Staatspl&uuml;nderer<\/strong><br>\nDie Lohnforderung des &ouml;ffentlichen Dienstes ist &uuml;berzogen. Die Fl&uuml;chtlinge sind kein Grund f&uuml;r mehr Ausgaben sondern f&uuml;r weniger Verteilungsspielraum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/der-oeffentliche-dienst-will-den-staat-pluendern-14078045.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> &ldquo;Pl&uuml;nderung&rdquo;. Aha. Auch Angestellte des &ouml;ffentlichen Dienstes sollten am gestiegen Wohlstand beteiligt werden. Relativ zum BIP sind L&ouml;hne im &Ouml;ffentlichen Dienst zwischen 1993 und 2013 um 4 % *gesunken*. Die L&ouml;hne der Metallwirtschaft sind im gleichen Zeitraum um 14,5 % <a href=\"http:\/\/oeffentlicher-dienst.info\/vergleich\/entwicklung1\/\">gestiegen<\/a>, die der Gesamtwirtschaft um 7 % gestiegen. Von den Kapitaleink&uuml;nften ganz zu schweigen &hellip;<br>\nDie Bediensteten im &Ouml;ffentlichen Dienst werden demnach gepl&uuml;ndert!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Keine Ausnahmen beim Mindestlohn f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nDie CDU forderte in dieser Woche weitere Ausnahmen vom Mindestlohn: Diesmal f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge. Sie sollten in den ersten sechs Monaten nach Arbeitsaufnahme keinen Anspruch auf den Mindestlohn haben &ndash; genau wie bisher schon die hiesigen Langzeitarbeitslosen. Die Arbeitgeber sahen sofort ihre Chance das Gesetz zu ver&auml;ndern und verlangten gar eine generelle Verl&auml;ngerung dieser Regel auf 12 Monate. Angeblich soll diese Ausnahme f&uuml;r mehr Integration in den Arbeitsmarkt sorgen. Welch&rsquo; Irrglaube das ist, zeigen jedoch die bisherigen Erfahrungen mit Menschen, die l&auml;nger als ein Jahr arbeitslos sind: Sie blieben weiterhin weitgehend chancenlos auf dem Arbeitsmarkt. Hier geht es um etwas anderes: In Wahrheit sollen die Fl&uuml;chtlinge daf&uuml;r herhalten, das Mindestlohngesetz weiter zu durchl&ouml;chern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++bb587584-d648-11e5-b655-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum man gerade f&uuml;r die Arbeiterklasse &bdquo;klassische&ldquo; (keynesianische) &Ouml;konomik betreiben muss<\/strong><br>\nDie Diskussion um L&ouml;hne und Produktivit&auml;t, wie wir sie hier f&uuml;hren, wird von vielen auf der linken Seite des politischen Spektrums von vorneherein abgelehnt, weil sie dort als &bdquo;Gleichgewichts&ouml;konomie&ldquo; eines Systems verstanden wird, das man grunds&auml;tzlich nicht f&uuml;r geeignet h&auml;lt, die gesellschaftlichen Probleme zu l&ouml;sen. Manche glauben gar, die Diskussion solcher Fragen habe h&ouml;chstens &bdquo;p&auml;dagogischen Wert&ldquo;, sage aber nichts &uuml;ber die konkreten M&ouml;glichkeiten gewerkschaftlicher Arbeit aus. Folglich lehnt man es ab, sich mit den Zusammenh&auml;ngen &bdquo;in diesem falschen System&ldquo; und mit den Grenzen, die scheinbar &bdquo;von dem System&ldquo; f&uuml;r die Erh&ouml;hung der L&ouml;hne gesetzt werden, auseinanderzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/warum-man-gerade-fuer-die-arbeiterklasse-klassische-keynesianische-oekonomik-betreiben-muss\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Altersvorsorge: Eine Deutschlandrente f&uuml;r (fast) alle<\/strong><br>\nVielen Menschen in Deutschland droht Armut im Alter. Eine staatliche Zusatzrente k&ouml;nnte helfen. Die Kosten w&auml;ren gering, Zinsschwankungen k&ouml;nnten abgefedert werden. Eine zus&auml;tzliche private Altersvorsorge ist angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland und dem politisch gewollten sinkenden Niveau der gesetzlichen Rente zentral. Ohne eine kapitalgedeckte Zusatzrente werden k&uuml;nftig viele Rentenversicherte von Altersarmut bedroht sein. Die Riester-Rente hat diese L&uuml;cke bislang nicht schlie&szlig;en k&ouml;nnen. Im Gegenteil: Sie steht wegen ihrer oft hohen Kosten stark in der Kritik. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r Arbeitgeber h&auml;tte die Deutschlandrente den Vorteil, dass sie nicht selbst daf&uuml;r haften. Sie w&uuml;rden sich dadurch keineswegs aus der Finanzierung der Altersvorsorge verabschieden. Denn letztlich h&auml;ngt die Mitfinanzierung nicht vom Arbeitgeber-Anteil ab, der an die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt wird, sondern von der H&ouml;he von Tarifabschl&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-02\/altersvorsorge-rente-riester-reform-diw\">Die Zeit<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n<em><strong>Anmerkung unseres Leser J.A.:<\/strong> Das ist alles so irre, dass man kaum glauben kann, dass der Vorschlag ernst gemeint ist &ndash; es sei denn, Gert Wagner glaubt tats&auml;chlich weiter an die Vorteile der&nbsp;spekulativen und schwankungsabh&auml;ngigen&nbsp;&ldquo;kapitalgedeckten&rdquo; (finanzmarktabh&auml;ngigen) Anlageformen mit hohen Verwaltungsgeb&uuml;hren. Im Grunde wird hier das funktionierende Rad &ldquo;Umlagerente&rdquo; zum zweiten oder dritten Mal schlechter neu erfunden. Schon heute k&ouml;nnen Arbeitnehmer freiwillig mehr in die Rente einzahlen, siehe z. B. Seite 11 der <a href=\"http:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/cae\/servlet\/contentblob\/232670\/publicationFile\/53417\/freiwillig_rentenversichert_ihre_vorteile.pdf\">DRV-Rentenbrosch&uuml;re<\/a>. &ldquo;Freiwillige Beitr&auml;ge steigern Ihren Rentenanspruch. Die H&ouml;he der Rentensteigerung richtet sich nach dem gezahlten Beitrag. Auch niedrige Beitr&auml;ge, die Sie zur Erhaltung Ihrer Anwartschaft auf eine Rente wegen Erwerbsminderung einzahlen, erh&ouml;hen Ihre Rente.&nbsp;Grunds&auml;tzlich gilt: Jeder Beitrag erh&ouml;ht die Rente. Je mehr und je h&ouml;her die Beitr&auml;ge, desto h&ouml;her ist die Rentensteigerung. &Uuml;berschl&auml;gig steigt Ihre j&auml;hrliche Rente nach den im Jahr 2015 geltenden Werten um 5,25 Prozent der gezahlten Beitr&auml;ge.&rdquo; Bei alldem wird auf den qu&auml;lend langen zwei Seiten die Frage der Arbeitgeberbeteiligung nur indirekt angesprochen: es soll wohl keine geben, sonst w&uuml;rde sich Wagner auch au&szlig;erhalb des Konsens der&nbsp;neoliberalen &Ouml;konomen stellen. Immerhin konstatiert Wagner, dass&nbsp;die Senkung des Rentenniveaus &ldquo;politisch gewollt&rdquo; ist und die H&ouml;he der Renten irgendwie mit dem Lohn zu tun hat.<\/em>\n<p>Dazu: <strong>Deutschland-Rente: Richtige Ma&szlig;nahme gegen Altersarmut?<\/strong><br>\nDieses &ldquo;kosteng&uuml;nstige Standardprodukt f&uuml;r jedermann&rdquo; soll der privaten Altersvorsorge dienen. Jeder Arbeitnehmer zahlt in einen vom Staat verwalteten Anlagetopf, Fondsmanager legen das Geld an. Wie beurteilen Sie den Vorschlag der hessischen Minister?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/ihr-forum-deutschland-rente-richtige-massnahme-gegen-altersarmut-1.2718574\">S&uuml;ddeutsche (Ihr Forum)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Wernicke:<\/strong> Diese Deutschlandrente ist wirklich der &ndash; gequ&auml;lte &ndash; Lacher des Tages. Aber ganz so dumm sind nicht alle Deutschen; siehe beispielsweise in diesem Forum hier.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mieterbund warnt vor Ghetto-Bildung in St&auml;dten<\/strong><br>\nVerbandsdirektor Siebenkotten forderte deshalb einen Strategiewechsel beim sozialen Wohnungsbau. Fl&uuml;chtlinge, sozial Schwache, aber auch Reiche m&uuml;ssten gemeinsam in Mietsh&auml;usern leben, sagte er der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo;. In einem Haus ausschlie&szlig;lich Asylbewerber unterzubringen, f&uuml;hre zu Konflikten und verhindere die Integration. Dem Mieterbund zufolge fehlen derzeit 800.000 Wohnungen in Deutschland. &ndash; Erst vergangene Woche hatte Bundesbauministerin Hendricks pro Jahr zus&auml;tzlich 1,3 Milliarden Euro f&uuml;r Wohnungsbau und Stadtentwicklung gefordert. Sie hatte argumentiert, bezahlbare Wohnungen f&uuml;r alle seien die zentrale Voraussetzung f&uuml;r die Integration.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlinge-mieterbund-warnt-vor-ghetto-bildung-in-staedten.447.de.html?drn:news_id=582331\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p>dazu: <strong>Mieten steigen in Ballungsr&auml;umen weiter<\/strong><br>\nIn weiten Teilen Deutschlands steigen die Mieten kaum oder gar nicht. Doch in den gro&szlig;en St&auml;dten ist nach einer Branchenstudie keine Entspannung in Sicht. Die Zuwanderung erh&ouml;ht den Druck. (&hellip;) Aus Sicht des Immobilienausschusses muss das Regelungswerk f&uuml;r den Wohnungsbau gelockert werden. &bdquo;Wir m&uuml;ssen verdichteter bauen k&ouml;nnen&ldquo;, sagte Verbandspr&auml;sident Andreas Mattner. Um Zeit zu sparen, wollen die gro&szlig;en Vermieter mit mehr vorgefertigten Bauten die Wohnungsknappheit in Ballungsr&auml;umen bek&auml;mpfen.(&hellip;) Institutsdirektor Herrmann forderte, anerkannte Fl&uuml;chtlinge auf Wohnorte zu verpflichten, um die leerstehenden Wohnungen zu f&uuml;llen und den Druck von den Ballungsr&auml;umen zu nehmen. In vielen Regionen, etwa in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gebe es beides: leere Wohnungen und offene Arbeitsstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/immobilien\/immobilienbranche-mieten-steigen-in-ballungsraeumen-weiter-14073236.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Monatsbericht der Bundesbank vom Februar 2016, Der Preis f&uuml;r Wohnimmobilien in Deutschland 2015<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/Redaktion\/DE\/Downloads\/Veroeffentlichungen\/Monatsberichte\/2016\/2016_02_monatsbericht.pdf?__blob=publicationFile\">Bundesbank [PDF]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Man erinnert sich glatt an Engels&rsquo; &ldquo;Wohungsfrage&rdquo;. W&auml;hrend die Immobilienindustrie Rekordums&auml;tze feiert und die Preisblase heimlich, still und leise w&auml;chst, kommt hinterr&uuml;cks der Dirigismus zur&uuml;ck, den &lsquo;freie Unternehmer&rsquo; sonst immer kritisieren. Was unterscheidet den Modulbau von der h&auml;misch verachteten Platte? Was die Zwangsansiedelung von Gefl&uuml;chteten von planwirtschaftlicher Wohnungszuteilung?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kampf gegen den IS: Viele Zivilisten bei US-gef&uuml;hrten Angriffen in Syrien get&ouml;tet<\/strong><br>\nBei einem Luftangriff im Nordosten Syriens sind offenbar mindestens 38 Zivilisten ums Leben gekommen. Unter den Opfern seien auch drei Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle f&uuml;r Menschenrechte mit Sitz in Gro&szlig;britannien mit.<br>\nDemnach habe die US-gef&uuml;hrte internationale Koalition mehrere D&ouml;rfer s&uuml;dlich der Stadt Hassaka bombardiert. Diese Gegend wird derzeit von der Terrormiliz &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; (IS) kontrolliert. Von Hassaka aus r&uuml;cken jedoch K&auml;mpfer der kurdischen YPG-Miliz auf die Dschihadisten vor. Dabei werden sie aus der Luft von den USA und ihren Verb&uuml;ndeten unterst&uuml;tzt. Die Bundeswehr beteiligt sich mit &ldquo;Tornado&rdquo;-Jets zur Aufkl&auml;rung an der Mission.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-viele-zivilisten-bei-us-gefuehrten-angriffen-getoetet-a-1078071.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man vergleiche diese n&uuml;chterne Meldung mit der geifernden Berichterstattung, der deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; &uuml;ber die zivilen Opfer russischer Luftangriffe.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Kanada stellt Luftangriffe auf IS ein<\/strong><br>\nDas Verteidigungsministerium in Ottawa teilte mit, am Sonntag h&auml;tten kanadische Maschinen letztmals Ziele nahe der irakischen Stadt Falludscha bombardiert. Bisher beteiligte sich das Land mit sechs Kampfflugzeugen an der US-gef&uuml;hrten Allianz gegen den IS. Nach Ansicht der neuen kanadischen Regierung dienen die Luftangriffe nicht dazu, in der Region f&uuml;r langfristige Stabilit&auml;t zu sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/syrien-und-irak-kanada-stellt-luftangriffe-auf-is-ein.447.de.html?drn:news_id=582364\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>USA plante umfassenden Cyberangriff auf Iran<\/strong><br>\nEiner der ersten und gr&ouml;&szlig;ten Cyberwar-Angriffe wurde 2010 mit dem Stuxnet-Wurm entdeckt. Er war schon Jahre zuvor in Umlauf gebracht worden und sollte vermutlich die SCADA-Systeme von Siemens aussp&auml;hen und lahmlegen, die neben anderen Industriebetrieben auch in iranischen Atomanlagen wie der Urananreicherungsanlage in Natanz oder dem AKW Buschehr verwendet wurden. Vermutet wird, dass der Wurm zur Sabotage des iranischen Atomprogramms von israelischen und\/oder amerikanischen Geheimdiensten entwickelt wurde. Er hat sich aber auch auf Industrieanlagen und Computer au&szlig;erhalb von Iran verbreitet. Ob der Angriff letztlich dazu beigetragen hat, Iran zu dem Abkommen zu dr&auml;ngen, das 2015 gefunden wurde, ist fraglich. Das Atomprogramm wurde beeintr&auml;chtigt, es entstanden f&uuml;r den Iran vermutlich betr&auml;chtliche Sch&auml;den, aber keine grunds&auml;tzlichen Probleme. Wie jetzt die New York berichtet, hatte die US-Regierung unter Pr&auml;sident Obama schon kurz nach dessen Amtsantritt einen schon aus der Bush-Zeit stammenden, &ldquo;Nitro Zeus&rdquo; genannten Plan f&uuml;r einen Cyberangriff ausgearbeitet, falls eine Einigung &uuml;ber das Atomprogramm nicht zustande kommen sollte und die Gefahr bestanden h&auml;tte, dass der Iran ein Atomwaffenprogramm betreibt oder die israelische Regierung einen Angriff auf die Atomanlagen starten sollte. Beiden M&ouml;glichkeiten wollte man so zuvorkommen, um zu vermeiden, in einen Krieg hineingezogen zu werden. Das bedeutet, ein Cyberwar wird als Vorstufe und Ersatz f&uuml;r einen &ldquo;kinetischen&rdquo; Krieg gesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47439\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&Uuml;ber SextouristInnen auf der Reise nach Kenia<\/strong><br>\nSeit Silvester ist der dunkelh&auml;utige Mann und sein Verh&auml;ltnis zur wei&szlig;en Frau wieder Thema. Er k&ouml;nne das weibliche Geschlecht &uuml;berhaupt nicht respektieren und sei immer &uuml;bergriffig. Theresa und ihre &ouml;sterreichischen Freundinnen aber beweisen: Dieses geschmacklose Verhalten ist unisexy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1002236.schwarz-und-weiss-und-bunt-gemischt.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>US-Vorwahlen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sanders&rsquo; Versprechen sind zu sch&ouml;n, um bezahlbar zu sein<\/strong><br>\nSp&auml;testens seit seinem Sieg bei den Vorwahlen in New Hampshire muss man Bernhard &ldquo;Bernie&rdquo; Sanders ernst nehmen. Der 74-j&auml;hrige Demokrat k&ouml;nnte der n&auml;chste Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten werden. Zu w&uuml;nschen w&auml;re das den Amerikanerin vermutlich nicht. Denn nicht nur konservative &Ouml;konomen glauben, dass &ldquo;Bernie for President&rdquo; die amerikanische Volkswirtschaft in ernste Gefahr bringen k&ouml;nnte.<br>\nDabei sind die Pl&auml;ne des selbsternannten Sozialisten aus europ&auml;ischer Sicht gar nicht so radikal. Er will bezahlte Elternzeit in den USA einf&uuml;hren, die Studiengeb&uuml;hren an staatlichen Universit&auml;ten abschaffen und die Zinsen auf Studienkredite senken. Die wichtigste seiner versprochenen Reformen ist eine steuerfinanzierte, gesetzliche Krankenversicherung. Gro&szlig;britannien hat ein solches System seit 1948, es funktioniert nicht einwandfrei, aber allemal besser als das der USA. Trotzdem ist der Plan zum Scheitern verurteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article152328278\/Sanders-Versprechen-sind-zu-schoen-um-bezahlbar-zu-sein.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser J.A.:<\/strong> Was f&uuml;r eine merkw&uuml;rdige Frage? Z.B. Deutschland kann&nbsp;sich &ldquo;bezahlte Elternzeit, kostenlose Universit&auml;ten und eine staatliche (gesetzliche) Krankenkasse&rdquo; leisten. Und noch ein Clou: auch *heute schon* werden in den USA Universit&auml;ten und Krankenkassen irgendwie aus dem Volkseinkommen bezahlt, nur privat, damit ineffizient und besonders teuer. (Fairerweise muss man wohl zugeben, da&szlig; die teuren US-Universit&auml;ten f&uuml;r die hohen Kosten eine viel bessere Ausstattung und ein besseres Betreuungsverh&auml;ltnis bieten als die staatlichen deutschen.)&nbsp;In Zukunft sollen diese Kosten ebenfalls aus demselben Volkseinkommen bezahlt werden, nur &uuml;ber vern&uuml;nftig progressive Steuern eben&nbsp;nach Leistungsf&auml;higkeit. Wo soll da ein Problem sein &ndash; au&szlig;er nat&uuml;rlich, dass die WELT gleich im Namen der Einkommenstarken und Verm&ouml;genden vor sozialistischer Enteignung warnt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mythos Erfolgsmann: Die Wahrheit hinter Trumps Milliarden<\/strong><br>\nDonald Trump br&uuml;stet sich mit seinem angeblich selbst geschaffenen Reichtum. Dabei zapfte er geschickt &ouml;ffentliche Gelder an. Und seine Pleiten? Verschweigt er. [&hellip;] Der Mythos ist eine PR-Fabel, gen&auml;hrt vom Klischee, dass es in Amerika jeder im Alleingang vom Tellerw&auml;scher zum Million&auml;r schaffen k&ouml;nne. Trump verk&ouml;rpert diesen American Dream &ndash; aber seine gern erz&auml;hlte Erfolgsstory ist eine Legende, die mit der Realit&auml;t wenig zu tun hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/donald-trump-die-wahrheit-hinter-trumps-milliarden-a-1077765.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Hillary Clinton and the Syrian Bloodbath<\/strong><br>\nIn the Milwaukee debate, Hillary Clinton took pride in her role in a recent UN Security Council resolution on a Syrian ceasefire:<br>\nBut I would add this. You know, the Security Council finally got around to adopting a resolution. At the core of that resolution is an agreement I negotiated in June of 2012 in Geneva, which set forth a cease-fire and moving toward a political resolution, trying to bring the parties at stake in Syria together.<br>\nThis is the kind of compulsive misrepresentation that makes Clinton unfit to be President. Clinton&rsquo;s role in Syria has been to help instigate and prolong the Syrian bloodbath, not to bring it to a close. In 2012, Clinton was the obstacle, not the solution, to a ceasefire being negotiated by UN Special Envoy Kofi Annan. It was US intransigence &ndash; Clinton&rsquo;s intransigence &ndash; that led to the failure of Annan&rsquo;s peace efforts in the spring of 2012, a point well known among diplomats. Despite Clinton&rsquo;s insinuation in the Milwaukee debate, there was (of course) no 2012 ceasefire, only escalating carnage. Clinton bears heavy responsibility for that carnage, which has by now displaced more than 10 million Syrians and left more than 250,000 dead.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.informationclearinghouse.info\/article44237.htm\">&ldquo;Information Clearing House&rdquo; &ndash; &ldquo;Huffington Post&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Russland-Berichte unter der Lupe: Deutschland basht am besten<\/strong><br>\nIn einer neuen, schon fast zur Tradition gewordenen Studie hat RIA Novosti wieder einmal alle weltweiten Publikationen zum Thema Russland unter die Lupe genommen und ist zu dem Schluss gekommen, dass die Bundesrepublik einmal mehr klarer Spitzenreiter in der Negativhysterie um Russland ist. (&hellip;) Anfang Februar hatte RIA Novosti bereits eine &auml;hnliche Studie mit einer Liste von Russland-Bashern ver&ouml;ffentlicht. Damals lag Deutschland mit 162 negativen und m&auml;&szlig;ig negativen Artikeln und Meldungen, die in&nbsp;der Zeitspanne vom 1. bis zum 7. Februar ver&ouml;ffentlicht wurden, klar vorn &ndash; gefolgt von Polen und Schweden. F&uuml;r die Studie in&nbsp;dieser Woche wurden Publikationen vom 8. bis zum 14. Februar untersucht, wobei sich bei den Ergebnissen erneut eine unglaubliche Best&auml;ndigkeit\/Beharrlichkeit bei den deutschen Medien zeigte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.sputniknews.com\/panorama\/20160218\/307954921\/russland-bashing-medien-deutschland.html\">Sputnik News<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Alle f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nDie Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik (BAKS) intensiviert ihre Bem&uuml;hungen um die weltpolitische Formierung der deutschen Eliten und bezieht dabei zunehmend Gewerkschafter und Journalisten ein. Im Bestreben, in Deutschland eine &ldquo;Strategic Community&rdquo; zu etablieren, differenziert die BAKS, die als au&szlig;en- und milit&auml;rpolitisches Strategiezentrum der Bundesregierung t&auml;tig ist, ihre Strategiefortbildung f&uuml;r sogenannte Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aus und f&ouml;rdert die weitere St&auml;rkung &ldquo;strategischen Denkens&rdquo; unter F&uuml;hrungsfunktion&auml;ren aus Regierungsbeh&ouml;rden und Unternehmen. Zugleich f&ouml;rdert sie die Vernetzung von Milit&auml;rs, Beamten des Entwicklungsministeriums und Diplomaten zur St&auml;rkung etwa der deutschen Mittelostpolitik und vermeldet Erfolg: Auch auf den mittleren R&auml;ngen in Streitkr&auml;ften und Ministerialb&uuml;rokratie kenne man im Auslandseinsatz &ldquo;keine Ressortgrenzen&rdquo; mehr, sondern k&auml;mpfe nur &ldquo;f&uuml;r Deutschland&rdquo;. J&uuml;ngst hat die BAKS zwei Dutzend Betriebsratsvorsitzenden der IG Metall die Anforderungen der deutschen &ldquo;Sicherheitspolitik&rdquo; nahegebracht; f&uuml;r die Zukunft k&uuml;ndigt sie die Ausweitung ihrer Einflussarbeit unter Journalisten an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59312\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Aber was hei&szlig;t denn das: &bdquo;Sagen, was ist&ldquo;?<\/strong><br>\nAm Montag ist Anja Reschke, Leiterin der Abteilung Innenpolitik beim NDR, in Berlin als &bdquo;Journalistin des Jahres 2015&ldquo; ausgezeichnet worden. Die Jury lobte, dass sie &bdquo;Haltung gezeigt&ldquo; h&auml;tte, aber in ihrer Dankesrede sprach Reschke vor allem von ihren Zweifeln und Ersch&uuml;tterungen; von der Unsicherheit, was genau die Aufgaben und die richtigen Instrumente von Journalisten sind; vom Taumel zwischen der Wahrnehmung als Messias und Hassobjekt. Wir dokumentieren die bemerkenswerte Rede mit freundlicher Genehmigung Reschkes in einer gegen&uuml;ber dem frei gesprochenen Wort leicht redigierten und pr&auml;zisierten Fassung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/uebermedien.de\/1995\/aber-heisst-denn-das-sagen-ist\/\">&Uuml;ber Medien<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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