{"id":31463,"date":"2016-02-22T08:55:25","date_gmt":"2016-02-22T07:55:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463"},"modified":"2016-02-22T08:55:25","modified_gmt":"2016-02-22T07:55:25","slug":"hinweise-des-tages-2567","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h01\">Verschw&ouml;rungstheorien &uuml;ber Beeinflussung Deutschlands durch Russland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h02\">27&rsquo;000 PR-Berater polieren Image der USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h03\">Bundeswehr: Das kosten die deutschen Auslandseins&auml;tze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h04\">Weinende Fl&uuml;chtlingskinder und wie wir uns selbst entmenschlichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h05\">Dreistigkeit siegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h06\">Europa &ndash; Projekt in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h07\">Hollande macht den Schr&ouml;der<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h08\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h09\">Neoliberale Think Tanks in &Ouml;sterreich: Was wollen sie, was bewirken sie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h10\">Google schleuste Milliarden durch Steuerschlupfl&ouml;cher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h11\">Bargeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h12\">Neuer ifo-Chef Clemens Fuest &ndash; Der Nachdenkliche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h13\">Mindestlohn: Firmen m&uuml;ssen sich kaum vor Kontrollen f&uuml;rchten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h14\">Riester-Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h15\">Armutskonferenz warnt vor wachsender sozialer Kluft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h16\">Gabriel: Deutsche R&uuml;stungsexporte 2015 gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h17\">Autofahren kann die Eierst&ouml;cke sch&auml;digen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31463#h18\">TV-Tipp: Die Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Verschw&ouml;rungstheorien &uuml;ber Beeinflussung Deutschlands durch Russland?<\/strong><br>\nDer neu-alte Buhmann Russland muss f&uuml;r die Entstehung des Rechtspopulismus herhalten<br>\nDas Kanzleramt soll BND und Verfassungsschutz mit der Untersuchung beauftragt haben, ob die russischen Geheimdienste &uuml;ber russische Medien Deutschland destabilisieren wollen (Kanzleramt will Aufkl&auml;rung &uuml;ber m&ouml;gliche russische Medienkampagne).<br>\nWie w&uuml;rde man jemand bezeichnen, der behauptet, dass die USA gezielt Einfluss auf den politischen Diskurs in Deutschland mit dem Ziel nehmen, die Souver&auml;nit&auml;t des Landes zu unterminieren? Rechtsoffen mit Hang zur Verschw&ouml;rungstheorie. So kann man tats&auml;chlich einen gro&szlig;en Teil des politischen Umfelds klassifizieren, das sich zwischen Pegida, Friedenswinter und gro&szlig;en Teilen der AfD tummelt.<br>\nDabei geht es gar nicht darum, dar&uuml;ber zu streiten, ob die USA Einfluss auf die politische Debatte nehmen. Nat&uuml;rlich versuchen verschiedene Fraktionen, Stiftungen oder Thinkthanks der USA auch auf die politischen Diskurse in Deutschland Einfluss zu nehmen wie umgekehrt auch. Es sind zwei wichtige Staaten mit unterschiedlichen Interessen &ndash; und es ist eigentlich selbstverst&auml;ndlich, dass diese Interessen auch in die politische Debatte in Deutschland einflie&szlig;en und dass es dabei auch Politiker, Publizisten und andere Meinungsf&uuml;hrer gibt, die daran mehr beteiligt sind als andere.<br>\nSelbstverst&auml;ndlich ist es legitim, sich damit auch kritisch auseinanderzusetzen. Antiamerikanische Z&uuml;ge bekommt eine solche Debatte dann, wenn es als etwas besonders Verwerfliches dargestellt wird, dass unterschiedliche Akteure aus den USA mit ihrer Sichtweise in die deutsche Debatte eingreifen, verschw&ouml;rungstheoretische Z&uuml;ge bekommt der Diskurs, wenn unterstellt wird, es gebe eine generelle Instanz, die die Einflussnahme steuere und politische Entscheidungen damit erzeuge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47469\/1.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: EU-Abgeordneter Couso &uuml;ber Russophobie im EU-Parlament und die manipulative Rolle der NATO<\/strong><br>\nIm Europ&auml;ischen Parlament hat man &uuml;ber den Informationskrieg debattiert, den Moskau angeblich gegen den Westen f&uuml;hrt. An der Diskussion beteiligte sich auch der Vizepr&auml;sident des Au&szlig;enausschusses des Europ&auml;ischen Parlamentes, Javier Couso. Im Gespr&auml;ch mit RT erkl&auml;rte er, dass die Anschuldigungen an die Adresse Russlands haltlos seien, und erz&auml;hlte, welche Schritte der Westen unternehmen will, um gegen die &bdquo;russische Propaganda&ldquo; vorzugehen.<br>\nAusgepr&auml;gte Russophobie sei ein charakteristischer Zug des Unterausschusses f&uuml;r Sicherheit und Verteidigung am Europ&auml;ischen Parlament, so der EU-Abgeorndete Javier Couso. Im Laufe der dem Informationskrieg gewidmeten Debatte habe man Russland direkt beschuldigt, einen medialen Feldzug gegen den Westen zu f&uuml;hren. &bdquo;Man hat uns einen Bericht vorgelegt, wo Moskau und die russischen Medien der L&uuml;ge und der Irref&uuml;hrung von EU-B&uuml;rgern bezichtigt werden. Meinerseits kann ich nur best&auml;tigen, dass solche verbalen Angriffe auf Russland systematisch sind&ldquo;, sagt der Vizepr&auml;sident des Au&szlig;enausschusses des EU-Parlamentes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/36885-eu-abgeordneter-couso-uber-russophobie\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>27&rsquo;000 PR-Berater polieren Image der USA<\/strong><br>\nEin Chefredaktor beklagt den immensen Einfluss des amerikanischen Verteidigungsminsteriums auf seine Journalisten. Jetzt ist ihm der Kragen geplatzt: Er enth&uuml;llt schier unglaubliche Fakten &uuml;ber die PR-Arbeit des Pentagons.<br>\nDie Bush-Administration hat das US-Milit&auml;r in eine globale Propaganda-Maschine verwandelt. Tom Curley, Chef der amerikanischen Nachrichtenagentur AP, kann dazu nicht mehr l&auml;nger schweigen. Am Wochenende referierte er an der Universit&auml;t von Kansas vor Journalisten &uuml;ber den Druck des US-Verteidigungsministeriums auf seine Berichterstatter in Kriegsgebieten wie Irak oder Afghanistan. Sein Fazit: &laquo;Es wird langsam unertr&auml;glich.&raquo; Hohe Gener&auml;le h&auml;tten gedroht, dass man die AP und ihn ruinieren werde, wenn die Reporter weiterhin auf ihren journalistischen Prinzipien beharren w&uuml;rden. Seit 2003 wurden bereits elf Journalisten der AP im Irak f&uuml;r mehr als 24 Stunden verhaftet. (&hellip;)<br>\nDas US-Milit&auml;r hat seine Propagandaabteilung gewaltig ausgebaut. Nichts wird unversucht gelassen, um die &ouml;ffentliche Meinung zu beeinflussen. Laut AP-Recherchen verf&uuml;gt das Pentagon &uuml;ber 27&rsquo;000 Personen, die ausschliesslich f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit (PR, Werbung, Rekrutierung) zust&auml;ndig sind. Zum Vergleich: Das gesamte US-Aussenministerium mit Hillary Clinton an der Spitze besch&auml;ftigt rund 30&rsquo;000 Personen. Die PR-Maschinerie des Milit&auml;rs kostet die Steuerzahler j&auml;hrlich 4,7 Milliarden Dollar. Seit 2004 sind die Ausgaben um 63 Prozent gewachsen. Wozu diese Mittel genau eingesetzt werden, bleibt meist geheim.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/amerika\/27000-PRBerater-polieren-Image-der-USA\/story\/20404513\">Tages Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Welcher dieser 27.000 Journalisten hat wohl die &ldquo;Untersuchung der russischen PR-Aktivit&auml;ten in Deutschland&rdquo; angesto&szlig;en?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundeswehr: Das kosten die deutschen Auslandseins&auml;tze<\/strong><br>\nSeit dem Mauerfall werden deutsche Soldaten regelm&auml;&szlig;ig im Ausland eingesetzt. Die Gesamtkosten beziffert das Verteidigungsministerium auf mehr als 17 Milliarden Euro. Hier ist die Liste. (&hellip;)<br>\nWie teuer die Auslandsmissionen sind, zeigt eine neue Aufstellung des Verteidigungsministeriums. Sie wurde von der Vorsitzenden des Haushaltsausschusses, Gesine L&ouml;tzsch (Linke), angefordert und liegt SPIEGEL ONLINE vor. Demnach wurden f&uuml;r 55 Eins&auml;tze seit 1992 mindestens 17,2 Milliarden Euro ausgegeben.<br>\nMit Abstand am teuersten war dabei die Beteiligung an der Isaf-Mission in Afghanistan, die in 13 Jahren fast neun Milliarden Euro verschlang. Es folgen die Kfor- und Sfor-Eins&auml;tze zur Stabilisierung des fr&uuml;heren Jugoslawien, wo sich die Bundeswehr erstmals an einem v&ouml;lkerrechtlich umstrittenen Kriegseinsatz beteiligt hatte. (&hellip;)<br>\nZumindest im Vergleich zur Weltmacht USA wirken die Bundeswehr-Kosten eher bescheiden: Die Amerikaner gaben nach Berechnungen f&uuml;r den Kongress allein f&uuml;r den Afghanistankrieg knapp 700 Milliarden Dollar aus, im Irak waren es 815 Milliarden Dollar. Schon eindrucksvoller sind die 17 Milliarden Euro f&uuml;r deutsche Auslandseins&auml;tze im Vergleich zum Etat des Entwicklungshilfeministeriums, der in diesem Jahr 7,4 Milliarden betr&auml;gt.<br>\nL&ouml;tzsch sagt, die Bundesregierung h&auml;tte das Geld f&uuml;r Auslandseins&auml;tze besser f&uuml;r Entwicklungshilfe ausgegeben. &ldquo;Als Haushaltspolitikerin stelle ich fest, dass die &uuml;ber 17 Milliarden Euro nicht einmal die Ergebnisse erbracht haben, die sich die Regierenden anf&auml;nglich erhofft hatten&rdquo;, sagt die Linke. &ldquo;Man h&auml;tte viele Probleme schon im Anfangsstadium aufl&ouml;sen k&ouml;nnen, wenn man das Geld in die Entwicklungshilfe investiert h&auml;tte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bundeswehr-auslandseinsaetze-kosten-mehr-als-17-milliarden-euro-a-1078118.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Weinende Fl&uuml;chtlingskinder und wie wir uns selbst entmenschlichen<\/strong><br>\nEin Bus soll Fl&uuml;chtlinge in eine Unterkunft im s&auml;chsischen Dorf Clausnitz  bringen. Pl&ouml;tzlich versperrt ein 100 Mann starker Mob dem Bus den Weg. Eineinhalb Stunden lang belagert der Trupp den Autobus und br&uuml;llt dabei unentwegt &bdquo;wir sind das Volk&ldquo;. Einer der T&auml;ter filmt das Geschehen. Auf dem Video sieht man, wie im Bus Kinder und Frauen vor Angst weinen. (&hellip;)<br>\nSp&auml;testens seit dem Video von der Busbelagerung ist klar, dass auch die &bdquo;besorgten B&uuml;rger&ldquo;, die sich zu fl&uuml;chtlingsfeindlichen Aufm&auml;rschen zusammenrotten, zu dieser menschlichen Grundregung nicht f&auml;hig sind. Sie haben die Menschlichkeit in sich abget&ouml;tet oder nie besessen. So ist das n&auml;mlich mit der Dehumanisierung. (&hellip;)<br>\nWoher kommt all der Hass auf Menschen, die alles verloren und zur&uuml;ckgelassen haben? Die Wurzeln sind ausgerechnet dort zu finden, wo man sie am wenigsten vermuten w&uuml;rde, in der Aufkl&auml;rung n&auml;mlich. Die hat zwar den Menschen aus dem Feudalismus befreit, aber gleichzeitig den Weg frei gemacht f&uuml;r Ideen und Praktiken, die es zuvor nicht gegeben hatte, n&auml;mlich Kapitalismus, Rassismus, Utilitarismus, Nationalismus und weitere Produktions- und Herrschaftsformen sowie technokratische Ideologien, die den Menschen zum Objekt degradierten, dem nichts Heiliges mehr innewohnte und dessen massenhafte Entmenschlichung, ja sogar Vernichtung daher moralisch vertretbar erscheint, solange diese Mittel den Zweck heiligen, und der Zweck hei&szlig;t je nach Gusto: Profit, Diktatur des Proletariats, Rassenhygiene, Standortsicherung&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lindwurm.wordpress.com\/2016\/02\/19\/weinende-fluechtlingskinder-und-wie-wir-uns-selber-entmenschlichen\/\">Der Lindwurm<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.H.:<\/strong> Es schmerzt mich zutiefst in der Seele, wenn ich sehen muss, wie Menschen aus einer Region, die ich sehr mag, weil sie einfach wundervoll ist, so ihre zivilisatorischen Grundlagen bedenkenlos beiseite schieben. Wenn man nach historischen Vergleichen sucht, muss dies ja nicht immer riesige Fluchtwelle nach dem 2. WK sein, die Zuwanderer aus Ostpreu&szlig;en, Schlesien, B&ouml;hmen oder aus M&auml;hren mit sich brachte. Denkt man noch ein wenig weiter zur&uuml;ck, so gelangt man zu einem Erzgebirge, in dem viele seiner Bewohner bitterarm waren. Bergarbeiter und Weber, deren Hungerlohn oftmals nicht einmal zum N&ouml;tigsten ausreichte. Und die auf die Solidarit&auml;t, die Unterst&uuml;tzung ihrer Nachbarn angewiesen waren. Ihre Nachfahren hingegen verweigern diese Unterst&uuml;tzung anderen Bed&uuml;rftigen, verbreiten stattdessen bei deren Kindern Angst und Schrecken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Dreistigkeit siegt<\/strong><br>\nSie haben es doch noch getan. Nach ungew&ouml;hnlich langen, chaotischen Verhandlungen haben Deutschland und die anderen EU-Staaten dem europam&uuml;den Gro&szlig;britannien einen neuen Sonderstatus zugestanden. Weniger Sozialleistungen f&uuml;r EU-Ausl&auml;nder, neue Sonderrechte f&uuml;r London und ein definitives &bdquo;Good bye&ldquo; zu einem europ&auml;ischen Bundesstaat &ndash; das hat Premier David Cameron in Br&uuml;ssel durchgeboxt.<br>\nFreuen kann sich dar&uuml;ber niemand. Denn mit dem angeblich &bdquo;fairen Deal&ldquo; wird Europa in Wahrheit weniger fair, weniger sozial, weniger offen. Die Arbeitnehmer aus Kontinentaleuropa werden diskriminiert, weil sie auf der Insel k&uuml;nftig weniger Sozialleistungen bekommen werden als Briten. Das Big Business wird bevorzugt; Banker und Broker in der City of London d&uuml;rfen sich freuen.<br>\nDoch das ist noch nicht alles. Auch die europ&auml;ische Einigung wird erschwert. Denn Gro&szlig;britannien nimmt Abschied von der &bdquo;immer engeren Union&ldquo;, die im EU-Vertrag verankert ist. (&hellip;)<br>\nUnverst&auml;ndlich ist, dass sich Kanzlerin Angela Merkel auf diesen Kuhhandel eingelassen hat. Sonst gibt sie sich immer prinzipientreu; in der Fl&uuml;chtlingskrise betont sie die Solidarit&auml;t. Doch ausgerechnet bei Gro&szlig;britannien, das sich noch dreister der europ&auml;ischen Solidarit&auml;t verweigert als Polen oder Ungarn, dr&uuml;ckt sie beide Augen zu. Hehre Prinzipien werden der Realpolitik geopfert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Brexit-Einigung\/!5279942\/%20\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europa &ndash; Projekt in der Krise<\/strong><br>\nDas Elitenprojekt der &ldquo;Vereinigten Staaten von Europa&rdquo; r&uuml;ckt angesichts mehrerer Teilkrisen in weite Ferne. Das Macht- und Zust&auml;ndigkeitsverh&auml;ltnis zwischen Br&uuml;ssel und den Nationalstaaten muss neu justiert werden.<br>\nDer j&uuml;ngere Prozess der europ&auml;ischen Einigung zielte darauf ab, im Interesse der Exportwirtschaft f&uuml;r zunehmende industrielle Kapazit&auml;ten einen hinreichend gro&szlig;en Wirtschaftsraum zu schaffen. Die Welthandelspolitik verfolgte daneben ebenfalls das Ziel, die Exporte der &Ouml;konomien zu erm&ouml;glichen und gegen staatliche Belastungen und Einschr&auml;nkungen abzusichern.<br>\nDas &ouml;konomie-strategische Konzept dahinter hei&szlig;t Export-Basis-Konzept, und dieses bestimmte und bestimmt, unter dem Stichwort &ldquo;Exportweltmeister&rdquo; nach wie vor die Au&szlig;enwirtschaftspolitik Deutschlands.<br>\nDer Kostenhebel hierf&uuml;r wurde durch eine von der SPD gestellten Regierung in der politischen Herstellung eines Niedriglohnsektors gefunden, der im EU-Raum ein Lohndumping erm&ouml;glichte. Die Lohnsenkungspolitik f&uuml;hrte zu einem angestrebten dauerhaften Export&uuml;berschuss und zu komplement&auml;ren Defiziten in den Importl&auml;ndern, die nach der EURO-Einf&uuml;hrung nicht mehr &uuml;ber die Ausgleichsm&ouml;glichkeit der W&auml;hrungsabwertung verf&uuml;gten und daher wachsende Defizite hinnehmen mussten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/le-bohemien.net\/2016\/02\/20\/europa-ein-historisches-projekt-in-der-krise\/\">Le Boh&eacute;mien<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hollande macht den Schr&ouml;der<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident plant eine Arbeitsmarktreform, die f&uuml;r franz&ouml;sische Verh&auml;ltnisse geradezu revolution&auml;r &ndash; und alle linken Tabus bricht. (&hellip;)<br>\nMit dem Gesetzesprojekt bricht die Pariser Linksregierung in gleich drei Tabuzonen der Linken ein. Die 35-Stundenwoche, die der sozialistische Premier Lionel Jospin 1999 eingef&uuml;hrt hatte, soll faktisch ausgehebelt werden: W&auml;hrend 16 Wochen im Jahr k&ouml;nnte die Arbeitszeit bis zu 46 Stunden betragen; &bdquo;unter au&szlig;erordentlichen Umst&auml;nden&ldquo; k&ouml;nnte sie sogar bis auf 60 Stunden erh&ouml;ht werden. Und die Unternehmen w&auml;ren frei, die Lohnh&ouml;he dieser &Uuml;berstunden &ndash; &uuml;ber einem gesetzlichen Mehrverdienst von zehn Prozent &ndash; selbst festzulegen.<br>\nAuch das K&uuml;ndigungsrecht w&uuml;rde in dem &bdquo;El Khomri-Gesetz&ldquo; stark aufgeweicht: Eine Entlassung soll schon zul&auml;ssig sein, wenn der Umsatz, das Auftragsvolumen oder &ndash; nicht: und &ndash; der Betriebsgewinn &bdquo;w&auml;hrend mehrerer Monate&ldquo; sinkt. Die in Frankreich vergleichsweise hohe Abfindung wird plafonniert: Wer zum Beispiel zehn Jahre in einem Unternehmen gearbeitet hat, erh&auml;lt nicht mehr als neun Monate Lohn zus&auml;tzlich.<br>\nDer dritte Kernpunkt der Gesetzesvorlage betrifft die gewerkschaftliche Mitbestimmung in den Firmen. Heute k&ouml;nnen die Gewerkschaften, die mindestens 30 Prozent der Betriebsratsstimmen vertreten, Lohn- oder Arbeitszeit-Abkommen zwischen der Direktion und der Belegschaft verhindern. Die Neuerung w&uuml;rde den Einfluss empfindlich beschneiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/frankreich-hollande-macht-den-schroeder,1472780,33820512,view,asFirstTeaser.html%20\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar eint die Spitzen von deutscher SPD und franz&ouml;sischen Sozialisten die Sehnsucht in den Untergang. Hier trifft der sinngem&auml;&szlig;e Satz von Volker Pispers zu, der der SPD zugedacht war: Und wenn die einmal einen Fehler machen, wiederholen die den immer und immer wieder.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&ldquo;Ich k&auml;mpfe f&uuml;r die Jugend&rdquo;<\/strong>\n<ul>\n<li>Musiklehrerin aus L&uuml;denscheid k&auml;mpft gegen Freihandelsabkommen &ldquo;CETA&rdquo;<\/li>\n<li>Bereits mehr als 39.000 Mitkl&auml;ger gefunden<\/li>\n<li>Entwickelt sich zur gr&ouml;&szlig;ten B&uuml;rgerklage Deutschlands<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Brieftr&auml;ger in L&uuml;denscheid jammern seit Wochen. Bis zu 500 Umschl&auml;ge schleppen sie t&auml;glich in die Corneliusstra&szlig;e zu Marianne Grimmenstein. Die pensionierte Musiklehrerin will vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen &ldquo;CETA&rdquo; klagen, so hei&szlig;t das Freihandelsabkommen zwischen der Europ&auml;ischen Union und Kanada. Mehr als 39.000 Mitkl&auml;ger hat Grimmenstein bereits gefunden, deren schriftlichen Vollmachten nun t&auml;glich ins Haus flattern.<br>\nBisher gr&ouml;&szlig;te B&uuml;rgerklage zeichnet sich ab<br>\nDamit k&ouml;nnte die Protestaktion zur gr&ouml;&szlig;ten B&uuml;rgerklage in Deutschland werden. Die bisherigen Verfassungsbeschwerden mit breiter Unterst&uuml;tzung der Bev&ouml;lkerung waren 2012 gegen den ESM-Rettungsschirm mit 37.000 Mitkl&auml;gern und 2007 gegen die Vorratsdatenspeicherung mit 35.000 Kl&auml;gern. Nur: Diese Verfassungsklagen wurden von Organisationen initiiert. Bei Grimmenstein &ouml;ffnet der Ehemann die Umschl&auml;ge im Wohnzimmer. &ldquo;Das ist schon mordsm&auml;&szlig;ig viel Arbeit. Aber vielen Briefen liegen auch nette Botschaften bei&rdquo;, erz&auml;hlt Grimmenstein lachend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/aktuell\/buergerklage-ceta-100.html\">WDR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>TTIP: B&uuml;rgerrechtler warnen vor &ldquo;Zombie&rdquo; der Investorenklagen<\/strong><br>\nDer Vorschlag der EU-Kommission, die umstrittenen Schiedsstellen f&uuml;r Investoren im geplanten transatlantischen Handelsabkommen an traditionelle Gerichte anzulehnen, l&auml;uft laut zivilgesellschaftlichen Organisationen weitgehend ins Leere.<br>\nNeue Bedenken gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA: Das Corporate Europe Observatory, Campact, PowerShift, das Forum Umwelt &amp; Entwicklung, Attac &Ouml;sterreich sowie mehrere andere zivilgesellschaftliche Vereinigungen werfen der EU-Kommission Etikettenschwindel beim umstrittenen Schiedsverfahren zum Investorenschutz (ISDS) vor.<br>\nDie Initiative der EU-Kommission, aus dem undurchsichtigen Mittel f&uuml;r Konzernklagen eine ordentliche Investitionsgerichtsbarkeit zu machen, laufe auf einen &ldquo;ISDS-Zombie&rdquo; hinaus, warnen die Aktivisten. Die Mitgliedsstaaten h&auml;tten damit keine Chance mehr, aus dem &ldquo;ungerechten System&rdquo; auszusteigen.<br>\nIhre Mahnung untermauern die Organisationen mit einer Studie, die sie kurz vor der 12. TTIP-Verhandlungsrunde in Br&uuml;ssel n&auml;chste Woche ver&ouml;ffentlicht haben. Dabei soll das ISDS erstmals nach einer zweij&auml;hrigen Bedenkpause wieder zur Sprache kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/TTIP-Buergerrechtler-warnen-vor-Zombie-der-Investorenklagen-3113007.html?wt_mc=rss.ho.beitrag.rdf\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Der andere Vertrag<\/strong><br>\nDer Handel mit afrikanischen Staaten tr&auml;gt zum Au&szlig;enhandelsvolumen Europas nur etwa 2 Prozent bei. Das soll sich &auml;ndern: Die EU m&ouml;chte Freihandelsabkommen abschlie&szlig;en, die &ldquo;Economic Partnership Agreements&rdquo;. Die sind heftig umstritten. (&hellip;)<br>\nBef&uuml;rworter prognostizieren, dass sich die Handelsvolumina bald verdoppeln k&ouml;nnen. Doch w&auml;hrend manche in Europa schon von den Gesch&auml;ften mit den enormen Bodensch&auml;tzen und der Landwirtschaft tr&auml;umen, verweigern die Afrikaner ihre Unterschrift. Sie bef&uuml;rchten eine &Uuml;berschwemmung ihrer M&auml;rkte mit europ&auml;ischen Waren. Kritiker unterstellen etwa, dass es bereits jetzt die gro&szlig;en Milchviehherden gibt, um den afrikanischen Verbraucher an den fremden Geschmack von K&auml;se, Quark und Latte Macchiato gew&ouml;hnen zu helfen. Sie fordern Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den Ausbau der heimischen Produktion, um die wirtschaftliche Entwicklung nicht zu blockieren und die Identit&auml;t des Kontinents zu wahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/dok5\/Der-andere-Vertrag-100.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Manuskript zur Sendung ist <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/dok5\/der-andere-vertrag-102.pdf\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Neoliberale Think Tanks in &Ouml;sterreich: Was wollen sie, was bewirken sie?<\/strong><br>\nIn den letzten Jahren treten vermehrt neoliberale Think Tanks als Akteure im gesellschaftspolitischen Diskurs in Erscheinung, ein f&uuml;r &Ouml;sterreich relativ neuer Trend. Wiewohl immer wieder betont wird, dass sie autonom und politisch unabh&auml;ngig agieren, sind sie in bestehenden Netzwerken finanzkr&auml;ftiger, privatwirtschaftlicher AkteurInnen und wirtschaftlicher Interessensvertretungen bestens verankert; sie sind international und medial gut vernetzt und beeinflussen die &ouml;sterreichische gesellschaftspolitische Diskussion und Politik immer mehr.<br>\nNeoliberale Think Tanks argumentieren dabei auf der Basis einer dichotomen Gegen&uuml;berstellung: hier ein &bdquo;ineffizienter, b&uuml;rokratischer und teurer Staat&ldquo; und dort ein &bdquo;effizienter, selbstregulierender freier Markt.&ldquo; Dies l&auml;sst sich sowohl f&uuml;r die aktuellen Vorschl&auml;ge zu einer Pensionsreform als auch f&uuml;r die derzeit angedachten Varianten zur Reduzierung der Mindestsicherung nachzeichnen. (&hellip;)<br>\nDie Think-Tank-Forschung unterscheidet Think Tanks hinsichtlich ihrer institutionellen Aufstellung und politischen Zielsetzungen in drei Kategorien: Neben sogenannten akademischen Think Tanks, die eng mit Wissenschaft und Universit&auml;ten zusammenarbeiten, sind nicht- oder semi-staatliche Think Tanks in der politikberatenden Auftragsforschung t&auml;tig. &bdquo;Advokatorische&ldquo; Think Tanks hingegen weisen eine klar zuordenbare ideologische Ausrichtung aus, wiewohl im Au&szlig;enauftritt oftmals die &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit der Expertise&ldquo; betont wird. Sie betreiben wenig eigenst&auml;ndige Forschung, sondern versuchen ihre weltanschaulichen Prinzipien medial und politisch zu vermarkten.<br>\nDieser Kategorie kann etwa das 1993 gegr&uuml;ndete Hayek-Institut, das auf Initiative der Industriellenvereinigung und Anregung des ein Jahr zuvor gestorbenen Namensgebers Friedrich August von Hayek gegr&uuml;ndet wurde, zugeordnet werden. Der Name des Instituts ist zugleich Programm, da der &Ouml;konom und Sozialphilosoph Hayek staatliche Interventionen in das &bdquo;freie Spiel der Marktkr&auml;fte&ldquo; ablehnt und das Primat der wirtschaftlichen Freiheit &uuml;ber die politische Freiheit proklamiert.<br>\nIn diesem Kontext steht die Sicherung der &ouml;konomischen Freiheit daher auch &uuml;ber demokratischen Grundrechten, weshalb er in einem Interview 1981 lapidar feststellt: &bdquo;Ich pers&ouml;nlich w&uuml;rde einen liberalen Diktator gegen&uuml;ber einer demokratischen Regierung, der es an Liberalismus mangelt, bevorzugen.&ldquo; Hayek gilt daher auch als ma&szlig;geblicher Wegbereiter des Neoliberalismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/neoliberale-think-tanks-in-oesterreich-was-wollen-sie-was-bewirken-sie\/%20\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben die neoliberalen Think Tanks hierzulande stets kritisch begleitet. Dazu einige Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30286\">Die neoliberale Indoktrination<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4297\">Vom N&uuml;tzlichen &ndash; und Gemeinen: Die Bertelsmann Stiftung als neoliberaler Anstifter<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=223\">Die gro&szlig;en Einfl&uuml;sterer, Thinktanks als Lobby der Freien Marktwirtschaft<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Dazu: Warum wir die Macht von neoliberalen &bdquo;Experten&ldquo; brechen m&uuml;ssen<\/strong><br>\nSie lobbyieren f&uuml;r Interessen von UnternehmerInnen und Verm&ouml;genden in diesem Land und daf&uuml;r steht ihnen eine Menge Geld zur Verf&uuml;gung. Beim neoliberalen Umbau der Gesellschaft spielen sie eine entscheidende Rolle &ndash; sogenannte &bdquo;Think Tanks&ldquo;. Auch in &Ouml;sterreich ist der Einfluss von Agenda Austria und Co gro&szlig;. Das m&uuml;ssen wir &auml;ndern.<br>\nIn dem Zeichentrick-Clip &uuml;ber sein Projekt &bdquo;Bruttomat&ldquo; zeigt der 2013 gegr&uuml;ndete Think Tank Agenda Austria zwei Figuren, Ulrike und Thomas. Die Beiden arbeiten flei&szlig;ig, doch ihnen bleibe nicht viel von ihrem Geld. Denn der &ouml;sterreichische Staat verschlucke die Abgaben, mit denen sich Herr und Frau &Ouml;sterreicher eine Yacht kaufen k&ouml;nnten. Der &bdquo;Bruttomat&ldquo; berechnet online, wie viele Steuern und Abgaben Arbeitnehmer_innen zahlen m&uuml;ssen und wieviel sie &bdquo;eigentlich&ldquo; erwirtschaften. Die Aussage dahinter ist klar: Jede_r, der in &Ouml;sterreich arbeitet, k&ouml;nne mit seiner &bdquo;eigenen H&auml;nde Verm&ouml;gen schaffen&ldquo;. W&auml;re da nicht der b&ouml;se, b&ouml;se Staat, der den Aufstieg vom Tellerw&auml;scher zum Million&auml;r verhindere. Dass Verm&ouml;gen viel h&auml;ufiger vererbt als erarbeitet wird, erw&auml;hnt die Agenda Austria nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mosaik-blog.at\/warum-wir-die-macht-von-neoliberalen-experten-brechen-muessen\/\">Mosaik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Google schleuste Milliarden durch Steuerschlupfl&ouml;cher<\/strong><br>\nInternationale Konzerne stehen wegen ihrer Steuertricks seit langem in der Kritik. Googles Bilanzdaten legen nun die tats&auml;chliche Summe offen. (&hellip;)<br>\nIm Kern geht es dabei um eine Struktur, die unter Experten als &bdquo;Double Irish, Dutch Sandwich&ldquo; bekannt ist. Dabei spielen zwei irische Gesellschaften und eine Holding in den Niederlanden eine Rolle. Die niederl&auml;ndische Google-Tochter transferierte fast alle ihre Einnahmen auf die Google Ireland Holding, die auf den Bermudas ihren Steuersitz hat, allerdings als Unternehmen in Irland registriert ist. Diese Einnahmen stammten wiederum vorwiegend aus Lizenzgeb&uuml;hren eines irischen Ablegers, &uuml;ber den der Gro&szlig;teil der Ums&auml;tze au&szlig;erhalb des amerikanischen Gesch&auml;fts l&auml;uft. Dank dieser seit einem Jahrzehnt bestehenden Struktur zahlte die Google-Mutter Alphabet zuletzt nur eine effektive Steuerrate von sechs Prozent auf ihren Gewinn au&szlig;erhalb der Vereinigten Staaten. Das ist rund ein Viertel weniger als die durchschnittliche Steuerrate in ihren Auslandsm&auml;rkten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/recht-steuern\/google-schleuste-milliarden-durch-steuerschlupfloecher-14079856.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bargeld<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Der 1000-Mark-Schein war einmal so viel wert wie vier 500-Euro-Scheine heute<\/strong><br>\nDer 500-Euro-Schein, den Wolfgang Sch&auml;uble und Mario Draghi abschaffen wollen, ist in Kaufkraft gerechnet noch so viel wert wie 420 Euro bei Einf&uuml;hrung der Einheitsw&auml;hrung. F&uuml;r einen 1000-Markschein, der  nach dem Umrechnungskurs zum Start der W&auml;hrungsunion heute 511 Euro entspr&auml;che, konnte man sich 1964, als er auf Druck des Handels eingef&uuml;hrt wurde, fast so viel kaufen wie heute mit vier 500-Euro-Scheinen.<br>\nMit anderen Worten: 35 Jahre lang st&ouml;rte sich in Deutschland kein Finanzminister an einem Geldschein, der bei seiner Einf&uuml;hrung fast vier Mal so viel wert war, wie heute der h&ouml;chste Schein, der nun pl&ouml;tzlich f&uuml;r gro&szlig;e Teile des &Uuml;bels in dieser Welt und so ziemlich alle Steuerhinterziehung und Terrorfinanzierung verantwortlich sein soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/559-1000-mark-bargeld#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><strong>B&uuml;rger w&auml;ren dem Bankensystem ausgeliefert<\/strong><br>\nDie Abschaffung des Bargelds h&auml;tte f&uuml;r B&uuml;rger unkalkulierbare Risiken. B&uuml;rgerkonten bei der Zentralbank k&ouml;nnten die Freiheit sichern. Ein Kommentar.<br>\nDie Einschl&auml;ge kommen n&auml;her. Erst waren es nur ein paar Wissenschaftler, die der Abschaffung des Bargeldes das Wort redeten. Larry Summers etwa oder Kenneth Rogoff, ehemalige Chef&ouml;konomen von Weltbank und W&auml;hrungsfonds, fabulieren schon seit Jahren dar&uuml;ber, dass es keine M&uuml;nzen und Scheine mehr brauche. Schlie&szlig;lich gehe es elektronisch schneller und billiger.<br>\nDann sprangen m&auml;chtige Banker auf den Zug auf. Da sponserte etwa die amerikanische Citibank eine Studie, um nachzuweisen, dass mit dem &Uuml;bergang zum rein digitalen Zahlungsverkehr mehrere hundert Milliarden Dollar einzusparen seien. Genauso argumentierte k&uuml;rzlich auch John Cryan, der Chef der Deutschen Bank. Cash sei &bdquo;als Zahlungsmittel unglaublich ineffizient und teuer&ldquo;, sagte er und prophezeite, &bdquo;in zehn Jahren&ldquo; werde es &bdquo;keinen Bedarf an Bargeld mehr geben&ldquo;. (&hellip;)<br>\nPrompt unternimmt nun EZB-Chef Mario Draghi, als Ex-Manager von Goldman Sachs und Mitglied der Lobbygruppe G-30 der Finanzbranche eng verbunden, den ersten Schritt. Die 500-Euro-Note soll aus dem Verkehr gezogen werden, k&uuml;ndigte er an. Nur einen Tag sp&auml;ter forderte Summers das Gleiche f&uuml;r Amerikas 100-Dollar-Scheine.<br>\nOffensichtlich, so urteilt Norbert H&auml;ring, Fachmann f&uuml;r Geldpolitik beim &bdquo;Handelsblatt&ldquo; und Autor eines in K&uuml;rze erscheinenden Buches zum Thema, laufe da &bdquo;eine abgestimmte Kampagne&ldquo; der Geldm&auml;chtigen und ihrer Freunde in Wissenschaft und Politik.<br>\nNeben dem vermeintlichen Effizienzgewinn baut die anwachsende Schar einflussreicher Bargeldver&auml;chter vor allem auf ein Argument: Geldnoten, so hei&szlig;t es allenthalben, n&uuml;tzten vor allem Kriminellen, weil sie damit anonym ihre illegalen Einnahmen erzielen und durch Erwerb legaler G&uuml;ter reinwaschen k&ouml;nnten. Weniger Bargeld, weniger Kriminalit&auml;t, lautet das Versprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/bargeld-abschaffen-buerger-waeren-dem-bankensystem-ausgeliefert\/12990202.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu: Das totalit&auml;re Gedankengut hinter der Summers-Draghi-Verschw&ouml;rung (2): Die Sands-&bdquo;Studie&ldquo;<\/strong><br>\nSie zweifeln, dass die internationale Kampagne zur Bargeldabschaffung wirklich auf eine von der Harvard Universit&auml;t und der Group of Thirty ausgehende Verschw&ouml;rung von Lobbyisten der Finanzbranche zur&uuml;ckgeht, wie ich in &bdquo;Die Summers-Draghi-Rogoff-Verschw&ouml;rung&ldquo; schrieb? Dann sei Ihnen die &bdquo;Studie&ldquo; von Peter Sands (Harvard) empfohlen, auf die sich Larry Summers (Harvard) mit seiner j&uuml;ngsten Forderung beruft,  die 100-Dollar-Note abzuschaffen. Peter Sands ist nicht irgendwer.<br>\nPeter Sands war bis Juni letzten Jahres Chef der britischen Gro&szlig;bank Standard Chartered. Dann verlor er durch einen Aktion&auml;rsaufstand diesen Job. Doch er hat Freunde. Der Anti-Bargeld-Aktivist Larry Summers, ehemaliger Pr&auml;sident der Harvard University und heute Direktor einer &ouml;konomischen Fakult&auml;t dort, nahm ihn in dieser Fakult&auml;t als Professor auf, denn er hatte Arbeit f&uuml;r ihn. Auch Simeon Djankow, der von seinem Job bei der Weltbank, wo Summers Chefvolkswirt gewesen war, zum bulgarischen Finanzminister geworden war und dort gleich eine strenge Obergrenze f&uuml;r Barzahlungen eingef&uuml;hrt hatte, bekam in Harvard eine Professor, als ihn die Emp&ouml;rung des bulgarischen Volkes &uuml;ber seine Politik aus dem Amt fegte. Aber zur&uuml;ck zu Sands.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/557-sands-bargeld#weiterlesen%20\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30842\">Bargeld m&uuml;sste man erfinden, wenn es das nicht g&auml;be<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Neuer ifo-Chef Clemens Fuest &ndash; Der Nachdenkliche<\/strong><br>\nJeder kennt Hans-Werner Sinn, den Wirtschaftsprofessor mit den steilen Thesen. Sein Nachfolger als ifo-Pr&auml;sident wird Clemens Fuest. Wof&uuml;r steht er? [&hellip;]Fuest, Professor f&uuml;r Volkswirtschaft der Uni Mannheim, folgt im FAZ-Ranking f&uuml;r 2015 auf dem vierten Platz. Seine &ouml;ffentliche Pr&auml;senz k&ouml;nnte aber bald noch zunehmen. Der wirtschaftspolitischen Debatte in Deutschland wird das guttun. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Sinn war der Dogmatiker seiner eigenen Ideen&ldquo;, sagt Gustav Horn, Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie. Horn ruft man dann an, wenn man einen arbeitnehmerfreundlichen Standpunkt braucht. &bdquo;Fuest dagegen ist kein Ideologe&ldquo;, so Horn.<br>\nAber auch er kann harte Positionen vertreten. &bdquo;Wenn die griechische Regierung so weitermacht&ldquo;, sagte Fuest vor etwa einem Jahr im Gespr&auml;ch, sei ein Austritt Griechenlands aus dem Euro &bdquo;unausweichlich&ldquo;. W&uuml;rde ein h&ouml;herer Mindestlohn f&uuml;r die griechischen Arbeitnehmer helfen? &bdquo;Nein&ldquo;, meinte Fuest. &bdquo;Die Produktivit&auml;t der griechischen Arbeitnehmer ist so niedrig, dass der Mindestlohn sinken musste.&ldquo; [&hellip;]<br>\nDie zunehmend polarisierte Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen in Deutschland h&auml;lt Fuest f&uuml;r &bdquo;kein priorit&auml;res Problem&ldquo;.<br>\nEine stark eingreifende zus&auml;tzliche Verteilungspolitik sei nicht n&ouml;tig. Allerdings: Die hiesigen Steuern auf Immobilien k&ouml;nnte man etwas erh&ouml;hen. &bdquo;Grunds&auml;tzlich soll der Staat aber kein Ziel f&uuml;r die Verm&ouml;gensverteilung verfolgen.&ldquo; Der Markt darf entscheiden &ndash; solange die &Auml;rmsten der Gesellschaft menschenw&uuml;rdig leben k&ouml;nnten, und das sei ja der Fall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Neuer-ifo-Chef-Clemens-Fuest\/!5276801\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Einen gnadenlosen Ordo- bzw. Neoliberalen, der allerdings nicht so prollig und &uuml;berdreht auftritt wie Sinn, h&auml;lt die taz also f&uuml;r &ldquo;differenziert&rdquo;. Das sagt einiges &uuml;ber die taz. Immerhin kann man ja auch mit Hartz IV, mit Unterst&uuml;tzung der Tafel oder als Obdachloser &ldquo;menschenw&uuml;rdig leben&rdquo;, nicht wahr? Der Lohn richtet sich immer nach der Produktivit&auml;t, und Lohnsenkungen schaffen Arbeitspl&auml;tze? Danke sch&ouml;n, taz.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Fuest ist also &bdquo;kein Ideologe&ldquo;? Was ist blo&szlig; in Gustav Horn gefahren, sich derart schr&auml;g zitieren zu lassen? Fuest steht bei so ziemlich jedem &ouml;konomischen Thema auf der Gegenseite vom gewerkschaftsnahen IMK, das Horn leitet. Will Gustav Horn etwa tats&auml;chlich sagen, dass Fuest in allen dieser Streitpunkte keine ideologischen Argumente nutzt, sondern streng rational faktenorientiert argumentiert? Nicht doch!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mindestlohn: Firmen m&uuml;ssen sich kaum vor Kontrollen f&uuml;rchten<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit leidet unter Personalmangel. Die Kontrollen sind erheblich zur&uuml;ckgegangen.<\/li>\n<li>Die Engp&auml;sse zeigen sich jetzt auch bei der &Uuml;berwachung der L&ouml;hne.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um den neuen Mindestlohn von 8,50 Euro zu umgehen, m&uuml;ssen Arbeitgeber nicht sehr erfinderisch sein. Sie k&ouml;nnen Arbeitnehmer unbezahlte &Uuml;berstunden schieben lassen, weisen Teilzeitstellen aus, die in Wirklichkeit Vollzeitstellen sind, oder besch&auml;ftigen Scheinselbst&auml;ndige. Solche Manipulationen sind allerdings riskant. Betr&uuml;ger k&ouml;nnen ins Netz der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls geraten, die f&uuml;r die &Uuml;berwachung der korrekten Bezahlung und die Suche nach illegalen Besch&auml;ftigten zust&auml;ndig sind. Doch nun zeigt sich: Ausgerechnet 2015, also im Jahr der Einf&uuml;hrung der gesetzlichen Lohnuntergrenze, sind die Kontrollen deutlich zur&uuml;ckgegangen. Dies geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung  vorliegt.<br>\nEgal, ob sie Baustellen oder Pflegeheime, Luxushotels oder Callcenter inspizieren &ndash; die Aufpasser des Zolls kommen unangemeldet, in der Regel mit Dienstkleidung und bewaffnet, um sich bei m&ouml;glichen Angriffen sch&uuml;tzen zu k&ouml;nnen. Kontrolliert wird dabei alles rund um das Thema Schwarzarbeit; die Einhaltung des Mindestlohns und der schon l&auml;nger bestehenden Lohnuntergrenzen f&uuml;r einzelne Branchen sollen die Beamten stets mit im Auge haben. 2015 mussten die knapp zwei Millionen Betriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigten jedoch seltener solche &Uuml;berraschungsbesuche bef&uuml;rchten. 2015 pr&uuml;fte die FKS laut den neuen Zahlen des f&uuml;r sie zust&auml;ndigen Finanzministeriums knapp 43 700 Betriebe. 2014 waren es noch etwa 63 000. Das entspricht einem R&uuml;ckgang von gut 30 Prozent. In der f&uuml;r Schwarzarbeit besonders anf&auml;lligen Baubranche sank die Zahl der Kontrollen gar um fast die H&auml;lfte auf knapp 17 000 Arbeitgeber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/mindestlohn-seltene-ueberraschungsbesuche-1.2869276%20\">SZ.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der fl&auml;chendeckende und gesetzliche Mindestlohn war das zentrale Wahlkampfthema der SPD bei der letzten Bundestagswahl. Das Ergebnis ist nicht lediglich, dass er mit zahlreichen Ausnahmen versehen ist, sondern offenbar soll kaum Kontrolle &uuml;ber dessen Einhaltung bestehen.<\/em><br>\n<em>Wenn es nicht so tragisch f&uuml;r die vielen betroffenen Menschen w&auml;re, k&ouml;nnte das Ergebnis der SPD-Spitze bel&auml;chelt werden. Aber das &uuml;bernehmen vielleicht schon die Koalitionspartner aus den Unionsparteien.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Riester-Rente<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Deutsche Sparmisere: &Ouml;konomen fordern Abschaffung der Riester-Rente<\/strong><br>\nWeil die Bundesb&uuml;rger im europ&auml;ischen Vergleich nur &uuml;ber geringe Privatverm&ouml;gen verf&uuml;gen, fordern f&uuml;hrende Wirtschaftswissenschaftler, die staatlich subventionierte Riester-Rente abzuschaffen und durch andere Formen der Sparf&ouml;rderung zu ersetzen.<br>\n&ldquo;Die Riester-Rente ist hochgradig ineffizient; ein Gro&szlig;teil der Beitr&auml;ge geht f&uuml;r Verwaltung und Provisionen drauf&rdquo;, sagt Marcel Fratzscher, Pr&auml;sident des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), dem SPIEGEL. Von einer &ldquo;grundlegend falsch aufgestellten privaten Altersvorsorge&rdquo; spricht der designierte Chef des Ifo-Instituts, Clemens Fuest: &ldquo;Wir subventionieren durch die Riester-Rente die Ersparnisse von Leuten, die sowieso sparen. Es ist eine Umverteilung zugunsten der Gutverdienenden und Finanzdienstleister.&rdquo; (&hellip;)<br>\nIm SPIEGEL sprechen sich die Experten daf&uuml;r aus, stattdessen andere Formen der privaten Altersvorsorge zu f&ouml;rdern. Der W&uuml;rzburger &Ouml;konom Peter Bofinger schl&auml;gt vor, der Staat solle einen &ldquo;Sch&auml;uble-Bond&rdquo; auflegen: &ldquo;eine Staatsanleihe mit ein bis zwei Prozentpunkten Zinsaufschlag, aber nur f&uuml;r Sparer, die in diese Anleihe f&uuml;r die private Altersvorsorge investieren&rdquo;. DIW-Chef Fratzscher regt eine Reform nach dem Vorbild USA an: &ldquo;Dort erh&auml;lt jeder Arbeitnehmer attraktive staatliche Anreize, aber er kann weitgehend selbst bestimmen, wie er die Vorsorge gestaltet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/riester-rente-oekonomen-fordern-abschaffung-a-1078308.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ist das nicht zum lachen? Seit Jahr und Tag weisen die NDS darauf hin, dass es genau so ist, dass die Riester-Rente ein Geschenk Schr&ouml;ders an die Finanzindustrie war. Wenn die Erkenntnis jetzt kommt, besser sp&auml;t als nie. Dass gerade die neoliberalen Apologeten dies nun verbreiten ist ein Witz. Auf die Idee, die umlagenfinanzierte gesetzliche Rente zu st&auml;rken, kommen die Herren aber nicht, das w&uuml;rde ja f&uuml;r Neoliberale auch zu weit gehen. V&ouml;llig unverst&auml;ndlich, das Peter Bofinger den Quatsch einer privaten Altersvorsorge mit propagiert.<\/em><br>\n<em>Und noch ein Witz: &ldquo;Eine neue, noch unver&ouml;ffentlichte Studie der Bundesbank weist nach Informationen des SPIEGEL aus, dass das Nettoverm&ouml;gen des mittleren deutschen Haushalts deutlich unter dem Durchschnitt anderer westeurop&auml;ischer L&auml;nder liegt.&rdquo; Na, woran das wohl liegt? Vielleicht am jahrelangen deutschen Lohndumping? Also an Agenda 2010 und Hartz IV? Aber Hauptsache wir sind Exportweltmeister, damit das Verm&ouml;gen der deutschen Oligarchie weiter w&auml;chst. In keinem europ&auml;ischen Land sind auch die sozialen Unterschiede so krass wie in Deutschland und es r&uuml;hrt sich keine Hand dagegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>CDU-Arbeitnehmer fordern R&uuml;ckabwicklung der Riester-Reform<\/strong><br>\nDer CDU-Arbeitnehmerfl&uuml;gel h&auml;lt die Riester-Rente f&uuml;r gescheitert und fordert eine R&uuml;ckabwicklung der Reform.<br>\n&laquo;Die Riester-Rente ist sp&auml;testens mit der Niedrigzinsphase an die Wand gefahren&raquo;, sagte der Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian B&auml;umler, dem &laquo;Handelsblatt&raquo;.<br>\nMit der Rentenreform aus dem Jahr 2001 habe der damalige Arbeits- und Sozialminister Walter Riester (SPD) das Niveau der gesetzlichen Rente um vier Prozent gesenkt. Damit habe er der Altersarmut von Normalverdienern den Weg bereitet. B&auml;umler fordert daher, das Rentenniveau schrittweise wieder um vier Prozent anzuheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordkurier.de\/nachrichten\/ticker\/cdu-arbeitnehmer-fordern-rueckabwicklung-der-riester-reform-2120780502.html\">Nordkurier<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Armutskonferenz warnt vor wachsender sozialer Kluft<\/strong><br>\nDie Nationale Armutskonferenz warnt vor einer Spaltung der Gesellschaft durch soziale Ungleichheit. &raquo;Es ist ganz offensichtlich, dass sich immer mehr Langzeitarbeitslose und sozial Benachteiligte in Deutschland keine Verbesserung ihrer sozialen Lage mehr erhoffen&laquo;, erkl&auml;rte der Sprecher der Armutskonferenz, der K&ouml;lner Di&ouml;zesan-Caritasdirektor Frank Johannes Hensel, am Freitag anl&auml;sslich des Welttags der Sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar.<br>\nWer sich abgeh&auml;ngt f&uuml;hle, gehe h&auml;ufig nicht mehr w&auml;hlen, f&uuml;hle sich nicht repr&auml;sentiert und sei f&uuml;r die Demokratie verloren. &raquo;Das Ziel muss jetzt sein, dass sich wieder mehr Menschen in einer breiten gesellschaftlichen Mitte finden und halten k&ouml;nnen&laquo;, sagte Hensel.<br>\nDeutschland trenne bereits jetzt eine tiefe Kluft, warnte die Armutskonferenz, ein Zusammenschluss von Wohlfahrtsverb&auml;nden und Gewerkschaften. Trotz guter Konjunktur stagnierten die Geh&auml;lter in den unteren Lohngruppen. Nach einer Studie der Universit&auml;t Duisburg-Essen sei der Anteil von Haushalten mit mittleren Einkommen zwischen 1993 und 2013 von 56 auf 48 Prozent zur&uuml;ckgegangen, hie&szlig; es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1002368.armutskonferenz-warnt-vor-wachsender-sozialer-kluft.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gabriel: Deutsche R&uuml;stungsexporte 2015 gestiegen<\/strong><br>\nEigentlich wollte Wirtschaftsminister Gabriel die deutschen R&uuml;stungsexporte zur&uuml;ckfahren. Doch 2015 hat die Bundesregierung deutlich mehr Kriegsg&uuml;ter ins Ausland verkauft als zuvor. Unter anderem auch Panzer an Katar. (&hellip;)<br>\nDer Vizekanzler verteidigte das umstrittene Katar-Gesch&auml;ft, auch wenn er diese selbst nicht bef&uuml;rwortet h&auml;tte, sagte der Minister. &ldquo;Wir sind gar nicht in der Lage, diese Genehmigung zu verweigern.&rdquo; Dazu sei die Bundesregierung als Ganzes nicht bereit. Eine von der schwarz-gelben Vorg&auml;ngerregierung erteilte Genehmigung aus 2013 habe er nicht widerrufen k&ouml;nnen, weil mehrere Ministerien im Bundessicherheitsrat an dem Gesch&auml;ft festgehalten h&auml;tten, erkl&auml;rte der Vizekanzler.<br>\nDer SPD-Chef hatte sein Amt Ende 2013 mit dem Versprechen angetreten, die R&uuml;stungsexporte deutlich einzuschr&auml;nken. Nun r&auml;umte er ein, dass seine Halbzeitbilanz &ldquo;Licht und Schatten&rdquo; aufweise. Erfreulich sei, dass der genehmigte Export von Kleinwaffen gegen&uuml;ber dem Jahr 2014 um rund 30 Prozent auf 33,9 Millionen Euro zur&uuml;ckgegangen sei.<br>\nGabriel sagte, es reiche nicht, auf die Zahlen zu schauen. Er wolle weiter vorankommen auf dem Weg zu einer restriktiveren R&uuml;stungsexportpolitik. Der Bundeswirtschaftsminister will die deutsche Genehmigungspraxis f&uuml;r R&uuml;stungsexporte durch Experten pr&uuml;fen lassen und weiter restriktiv handhaben. Dazu wolle er eine Expertenkommission f&uuml;r die Genehmigungskontrolle einsetzen, k&uuml;ndigte Gabriel an. Diese solle auch pr&uuml;fen, ob neue Gesetze n&ouml;tig seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/gabriel-deutsche-r%C3%BCstungsexporte-2015-gestiegen\/a-19061105\">DW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar wird die L&uuml;cke zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Reden und Handeln bei Herrn Gabriel immer gr&ouml;&szlig;er. Und noch fataler ist der Umstand, dass er das offensichtlich gar nicht bemerkt. &Auml;hnliches ist ja z.B. auch im Umgang mit den sog. Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada bzw. USA zu beobachten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Autofahren kann die Eierst&ouml;cke sch&auml;digen<\/strong><br>\nDer saudische Au&szlig;enminister Adel al-Dschubeir sprach auf der Sicherheitskonferenz in M&uuml;nchen ein gro&szlig;es Wort gelassen aus: Dass Frauen in Saudi-Arabien nicht Autofahren d&uuml;rfen, sei &ldquo;eine gesellschaftliche Frage und nicht eine Frage des Glaubens&rdquo;. Damit weckt der Minister den Anschein, als kenne er weder die saudische Verfassung noch das islamische Rechtssystem seines Landes.<br>\nDas K&ouml;nigreich Saudi-Arabien definiert sich in Artikel 1 seiner Verfassung als islamischer Staat: &ldquo;Allahs Koran und die Verhaltensregeln seines Propheten Mohammed sind dessen Verfassung&rdquo;. Daher leitet die Regierung &ldquo;ihre Macht vom heiligen Koran und der Tradition des Propheten ab&rdquo; (Art. 7) und nicht von der Zustimmung der Regierten. Dem entsprechend m&uuml;ssen die B&uuml;rger &ldquo;dem K&ouml;nig gem&auml;&szlig; dem heiligen Koran und der Tradition des Propheten in Unterwerfung und Gehorsam die Treue halten&rdquo; (Art. 6). Die Verfassung bestimmt, dass der K&ouml;nig &ldquo;eine legitime Politik der Nation in &Uuml;bereinstimmung mit den Vorschriften des Islam f&uuml;hrt; er &uuml;berwacht die Verwirklichung der islamischen Scharia&rdquo; (Art. 55).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/meinungen\/gastkommentare\/801057_Autofahren-kann-die-Eierstoecke-schaedigen.html?em_cnt=801057\">Wiener Zeitung.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein ironischer, tiefgr&uuml;ndiger und sehr lesenswerter Text. Die &Uuml;berschrift k&ouml;nnte auch lauten: &ldquo;&Uuml;ber die Verlogenheit des Westens&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>TV-Tipp: Die Anstalt<\/strong><br>\nPolitsatire mit Max Uthoff und Claus von Wagner<br>\nWortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Sch&auml;rfe: Max Uthoff und Claus von Wagner kl&auml;ren &uuml;ber die Themen auf, die die Nation bewegen. Live aus der &ldquo;Anstalt&rdquo;.<br>\nAls Besetzer eines Fernsehstudios r&uuml;tteln die Vollblutkabarettisten an den politischen und gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen des Landes. Mit den G&auml;sten Thomas Reis, Michael Mittermeier und Nessi Tausendsch&ouml;n wollen sie &ldquo;Stimme sein f&uuml;r Ungeh&ouml;rtes und Unerh&ouml;rtes&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDienstag 23.02.2016, 22:15 &ndash; 23:00 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/4a8ba13b-a17d-454e-8175-b6981ca50026\/43e59bdb-82be-4c9b-b488-575174f465da?doDispatch=2\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-31463","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31463","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=31463"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31463\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31466,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31463\/revisions\/31466"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=31463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=31463"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=31463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}