{"id":3155,"date":"2008-04-16T10:18:21","date_gmt":"2008-04-16T08:18:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3155"},"modified":"2008-04-16T11:19:03","modified_gmt":"2008-04-16T09:19:03","slug":"hinweise-des-tages-628","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3155","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3155&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Roman Herzogs Grundrecht auf Dummheit<\/strong><br>\n&bdquo;BILD: Aber selbst der nachweislich Jobs vernichtende Mindestlohn bekommt bis tief ins b&uuml;rgerliche Lager Umfragemehrheiten von bis zu 70 Prozent.\n<p>Herzog: <strong>Es gibt auch ein Grundrecht auf Dummheit.&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/politik\/2008\/04\/15\/roman-herzog\/romas-herzog-im-interview,geo=4271608.html#\">Bild<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieses Grundrecht auf Dummheit muss man wohl auch Herzog zubilligen.<br>\nBei Herzog ist es aber mehr als Dummheit, es ist die Arroganz und Ignoranz eines verbohrten Ideologen. Herzog weigert sich zur Kenntnis zu nehmen, dass es in <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Content\/Statistiken\/VerdiensteArbeitskosten\/Tarifverdienste\/Mindestloehne\/AktuellEU,templateId=renderPrint.psml\">20 von 27 EU-Staaten einen Mindestlohn gibt.<\/a><\/em><\/p>\n<p>Dazu noch einmal Heiner Flassbeck:<br>\n&bdquo;Man glaubt in &Ouml;konomenkreisen &uuml;berwiegend an die so genannte Grenzproduktivit&auml;t der L&ouml;hne, wonach der Lohn der Arbeitnehmer sich im Grunde immer danach bestimmt, wie viel sie an der &bdquo;Grenze&ldquo;, also sozusagen in der letzten Stunde ihrer Arbeitszeit zum Gesamtergebnis beitragen. Das bedeutet, dass der Unternehmer sie nur genau so lange besch&auml;ftigt, bis die Arbeitsleistung pro Stunde unter den ausgezahlten Lohn f&auml;llt.<\/p>\n<p>Das aber gibt es in der marktwirtschaftlichen Wirklichkeit nicht, weil sich niemand die &ndash; unglaublich gro&szlig;e &ndash; M&uuml;he macht, sie in komplexen Produktionsprozessen f&uuml;r jeden einzelnen Arbeitnehmer oder auch nur f&uuml;r jede einzelne Qualifikation auszurechnen. In rein standardisierten Abl&auml;ufen wie am Fliessband, mag man noch eine gewisse Ahnung davon haben, wie viel jeder Besch&auml;ftigte zum Gesamtergebnis beitr&auml;gt, bei jedem komplexeren Ablauf, wo Teams zusammenarbeiten, gibt es so etwas wie individualisierte Produktivit&auml;t nicht. Weil es das im einzelnen Betrieb nicht gibt, kann es das auch gesamtwirtschaftlich nicht geben, denn die Information &uuml;ber den richtigen Lohn k&ouml;nnte sich, wenn sie existierte, ja nur aus vielen Einzelinformationen der Betriebe speisen. Folglich zahlen die Betriebe einen markt&uuml;blichen Lohn, dessen H&ouml;he sich einzig und allein aus der Tatsache ergibt, dass eine bestimmte Qualifikation am Markt besonders knapp, also besonders gefragt ist, und dass sich das &uuml;ber die Jahre in den Tarifvertr&auml;gen niedergeschlagen hat. <a href=\"?p=2944%20\">Alles andere ist Ausdruck von Marktmacht oder Zufall.&ldquo;<\/a><\/p>\n<p>Typisch f&uuml;r die elit&auml;re Arroganz Herzogs:<br>\n&bdquo;BILD: Herr Bundespr&auml;sident, Ihre ber&uuml;hmte &bdquo;Ruckrede&ldquo; liegt fast genau elf Jahre zur&uuml;ck. Warum hat sich Deutschland nicht so bewegt, wie Sie es wollten?<br>\nRoman Herzog: <strong>Weil sich das Volk nicht bewegt.<\/strong> Es gibt zwar eine gewisse Bereitschaft zu Ver&auml;nderungen. Aber es br&auml;uchte politische F&uuml;hrung, echtes Charisma, um sie zu mobilisieren.&ldquo;<\/p>\n<p>Wie dekretierte doch schon der &bdquo;Gro&szlig;e Kurf&uuml;rst&ldquo; Friedrich Wilhelm von Brandenburg im 17. Jahrhundert: &bdquo;Es ist dem Untertanen untersagt, den Ma&szlig;stab seiner beschr&auml;nkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.&ldquo;<\/p>\n<p>Das ist das typische Denken am Ende des 19. Jahrhunderts, wo das reaktion&auml;re B&uuml;rgertum sich durch die gr&ouml;&szlig;er werdende Zahl der Industriearbeiterschaft bedroht f&uuml;hlte und das Proletariat zur &bdquo;primitiv-barbarische Masse&ldquo; (Gustave Le Bon) erkl&auml;rt wurde. Darauf begr&uuml;ndete sich der F&uuml;hrerkult, der die Masse f&uuml;hren m&uuml;sse, dessen Exzess wir dann im NS-Regime erlebt haben. Nicht zuf&auml;llig sehnt sich Herzog nach den &bdquo;charismatischer F&uuml;hrung&ldquo;, eine f&uuml;r Rechtspopulisten typische Sehnsucht.<\/p>\n<p>Dieses im Kern antidemokratische Denken spukt in den meisten K&ouml;pfen unserer derzeitigen &bdquo;Reformer&ldquo;. Es ist typisch f&uuml;r Ideologen, die der Masse des Volkes ihre Ideologie aufzwingen will. Weil &bdquo;das Volk, der L&uuml;mmel&ldquo; (Heinrich Heine) nicht so will, wie sie es wollen, und weil man halt in der Demokratie um das Volk nicht ganz herumkommt, gr&uuml;nden diese selbsternannten Eliten ihre &bdquo;Gehirnwasch&ldquo;-Organisationen: Roman Herzog ist Vorsitzender des &ldquo;Konvent f&uuml;r Deutschland&rdquo;, der unter anderem von der Deutschen Bank finanziert wird. Mitglied im &ldquo;Konventkreis&rdquo; ist auch Oswald Metzger oder der einflussreiche Unternehmensberater Roland Berger als Vorsitzender, den man wiederum im Kuratorium der &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; findet. Der Chemie-Manager und ehemalige Bayer-Chef Manfred Schneider sitzt ebenso im Kuratorium des Konventkreises wie etwa Ex-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel.<\/p>\n<p>Mit dabei im Konventkreis ist auch der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD). Zu den Mitglieder und F&ouml;rderern des Konvent f&uuml;r Deutschland e. V. z&auml;hlt auch RWE-Chef J&uuml;rgen Gro&szlig;mann und Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann. Zu den Finanziers des Konvent z&auml;hlen auch Fraport-Chef Wilhelm Bender, Deutschland-Chef der Bank of America Andreas Dombret, TUI-Vorsitzender Michael Frenzel, Linde-Chef Professor Wolfgang Reitzle sowie die Chefs von Porsche (Wendelin Wiedeking), Deutscher Bahn (Hartmut Mehdorn), Continental (Manfred Wennemer), Heinz-Nixdorf-Stiftung (Gerhard Schmidt), Messe Frankfurt (Michael von Zitzewitz), IBM Deutschland (Martin Jetter) und Bilfinger Berger (Herbert Bodner). Mit der Frankfurter Societ&auml;tsdruckerei GmbH (Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Hans Homrighausen) geh&ouml;rt auch einer der Hauptfinanziers der einflussreichen und wirtschaftsnahen &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&rdquo; (FAZ) zu den Geldgeber des &ldquo;Konvent f&uuml;r Deutschland&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?Nr=17703\">ngo-online<\/a><\/p>\n<p>Es ist also das gro&szlig;e Geld, dass sich Herzog bedient und er gibt den Lautsprecher ab.<br>\nDass Herzog sich derzeit in die Schlagzeilen dr&auml;ngt, ist vor allem auch eine Marketing-Strategie seines Verlages f&uuml;r dessen neues Buch &bdquo;Mut zum Handeln&ldquo;. Herzog ist also gar nicht so dumm, wenn es ums eigene Geld geht.<\/p><\/li>\n<li><strong>Experten fordern radikale Umkehr der Agrarpolitik<\/strong><br>\nKarge Ernten, hohe Lebensmittelpreise und Hungerrevolten: Um weltweit f&uuml;r ausreichend Nahrungsmittel zu sorgen, fordern rund 400 Wissenschaftler und Politiker eine komplette Neuausrichtung der Landwirtschaft. Ansonsten, so die Warnung, drohe vor allem Entwicklungsl&auml;ndern der Kollaps.\n<p>Die industrielle Landwirtschaft mit Monokultur und intensivem Einsatz von Kapital oder Pestiziden sei an Grenzen gesto&szlig;en, die Zeit zum Handeln sei knapp.<br>\nNotwendig sei die R&uuml;ckbesinnung auf nat&uuml;rliche und nachhaltige Produktionsweisen, hei&szlig;t es dazu in dem Bericht. Dazu z&auml;hle der Einsatz nat&uuml;rlicher D&uuml;ngemittel und traditionellen Saatguts sowie k&uuml;rzere Wege zwischen Produzenten und Verbrauchern.<\/p>\n<p>Der Rat warnt aber auch vor den Gefahren der Biotechnologie &ndash; etwa in Form genmanipulierter Pflanzen &ndash; f&uuml;r die Entwicklungsl&auml;nder. Dadurch w&uuml;rden lokale Anbaupraktiken, die die Nahrungsmittelversorgung der Bev&ouml;lkerung und die Wirtschaft sicherten, unterwandert. Durch Patente der Konzerne stiegen zudem die Kosten, und der Zugang der Bauern vor Ort werde eingeschr&auml;nkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,547590,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ja sogar die Bundesregierung wird richtig aktiv und stockt die Hungerhilfe von 26 auf  36 Millionen auf. Da muss pro Bundesb&uuml;rger aber richtig tief in die Tasche gegriffen werden! Die USA biete sogar 126 Millionen an. Nach &auml;u&szlig;erst zur&uuml;ckhaltenden Sch&auml;tzungen kostete der Irak- und der Afghanistan-Krieg die USA 400 Milliarden (!). Es ist eben teurer Menschen umzubringen als sie am Leben zu halten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europ&auml;ische Sozialstaaten leiden unter wachsender Ungleichverteilung der Erwerbseinkommen<\/strong><br>\nDie sozialen Sicherungssysteme tragen in allen EU-L&auml;ndern zur Verminderung des Armutsrisikos bei. W&uuml;rden s&auml;mtliche Sozialtransfers mit Ausnahme der Rentenleistungen wegfallen, h&auml;tte die Armutsquote in der EU 2003 statt real 15 Prozent 25 Prozent betragen. Rechnet man auch die Wirkung der Rentensysteme heraus, w&uuml;rden ohne soziale Sicherung sogar 40 Prozent der Bev&ouml;lkerung unter der Armutsgrenze leben. Trotz dieses positiven Effektes und ungeachtet einiger Fortschritte sind die EU und viele ihrer Mitgliedsstaaten bei der Armutsbek&auml;mpfung jedoch nur &ldquo;wenig erfolgreich&rdquo;. Zu diesem Schluss kommt Prof. Dr. Ute Klammer von der Universit&auml;t Duisburg-Essen.<br>\nEin zentraler Ansatzpunkt bei der Bek&auml;mpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung sei daher eine &ldquo;Verbesserung der Prim&auml;rverteilung&rdquo;, also Reformen, die sicherstellen, dass Erwerbseinkommen existenzsichernd sind. Das gilt nach Analyse der Wissenschaftlerin insbesondere f&uuml;r Deutschland. Die Bundesrepublik liegt bei der Armutsquote im EU-Mittelfeld. Allerdings ist die Armutsquote in der Bundesrepublik seit den 90er Jahren angestiegen, w&auml;hrend sie im EU-Durchschnitt zwischen 1996 und 2005 stagnierte. Je nach Datenquelle wurden in der Bundesrepublik zuletzt Armutsquoten zwischen 15 und gut 17 Prozent gemessen.\n<p>Im Gefolge von Arbeitsmarkt- und Sozialreformen der vergangenen Jahre h&auml;tten sich verschiedene Armutsrisiken deutlich versch&auml;rft.<br>\nAls &ldquo;wichtigsten Ansatzpunkt&rdquo; f&uuml;r eine erfolgreichere Armutsbek&auml;mpfung identifiziert Prof. Dr. Klammer Ma&szlig;nahmen, die die Ausbreitung von nicht-existenzsichernden Erwerbseinkommen begrenzen. So sei eine Abkehr &ldquo;von der F&ouml;rderung geringf&uuml;giger Besch&auml;ftigung ebenso erforderlich wie der weitere Einsatz f&uuml;r Mindestl&ouml;hne&rdquo;, schreibt die Wissenschaftlerin, &ldquo;auch wenn Mindestl&ouml;hne allein, wie sich im EU-Vergleich zeigt, nicht Garant f&uuml;r niedrige Armutsquoten sind.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_90413.html\">WSI-Mitteilungen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Renteneinnahmen brechen ein<\/strong><br>\nDer Streit um die Sondererh&ouml;hung der Rente erh&auml;lt neue Nahrung durch die aktuelle Entwicklung der Rentenfinanzen: Nach Informationen des Handelsblatt aus Regierungskreisen sind die Einnahmen der Alterskassen im M&auml;rz &uuml;berraschend eingebrochen.<br>\n&bdquo;Das ist eigenartig&ldquo;, sagte ein Rentenexperte am Wochenende. Er k&ouml;nne sich die Zahlen auch nicht erkl&auml;ren: Um 0,3 Prozent sind die Gesamteinnahmen der gesetzlichen Alterskassen im M&auml;rz gesunken. Betrachtet man lediglich die aussagekr&auml;ftigeren Pflichtbeitr&auml;ge, die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern entrichtet werden, so sprang gegen&uuml;ber dem Vorjahr zwar noch ein Mini-Plus von 0,6 Prozent auf 12,1 Mrd. Euro heraus. Verglichen mit dem Februarwert (plus 5,4 Prozent) und den Erwartungen der Bundesregierung f&uuml;r das Gesamtjahr wirkt der Zuwachs aber &auml;u&szlig;erst mager. Bislang unterstellt das Sozialministerium f&uuml;r 2008 einen Anstieg um 3,1 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/printpage.aspx?_p=200050&amp;_t=ftprint&amp;_b=1416502\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em>Das liest sich woanders so:<\/em><\/p>\n<p><strong>Einnahmen der Rentenversicherer: Kein Grund zur Panik<\/strong><br>\nStagnierendes Beitragsaufkommen im M&auml;rz ist kein Anzeichen f&uuml;r einen Einbruch bei den Rentenfinanzen. Nach erheblichen Zuw&auml;chsen in den beiden ersten Monaten des Jahres sind die Beitragseinnahmen der 16 gesetzlichen Rentenversicherer im M&auml;rz &uuml;berraschend um 0,3 Prozent gesunken. Das sei jedoch kein Anzeichen f&uuml;r einen Einbruch bei den Rentenfinanzen, erkl&auml;rte der Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund, Dirk von der Heide. &ldquo;In den vergangenen Jahren gab es h&auml;ufiger gr&ouml;&szlig;ere Schwankungen bei den Einnahmen der einzelnen Monate&rdquo;, sagte von der Heide. Die derzeitigen Beitragseinnahmen sind von Bedeutung, weil die Bundesregierung die geplante Sonder-Rentenerh&ouml;hung unter anderem mit der guten Einnahmesituation der Rentenversicherung begr&uuml;ndet hat. Zugleich best&auml;tigte von der Heide Medienberichte, wonach die Einnahmen aus Pflichtbeitr&auml;gen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern im M&auml;rz nur 0,6 Prozent h&ouml;her waren als im Vorjahresmonat. Im Januar und Februar waren die Pflichtbeitragseinnahmen gegen&uuml;ber dem Vorjahr noch um 6,1 und 5,4 Prozent gestiegen, wie aus gestern ver&ouml;ffentlichten Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht. F&uuml;r das gesamte Jahr erwartet die Bundesregierung ein Beitragsplus von 3,1 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Einnahmen-der-Rentenversicherer-Kein-Grund-zur-Panik.html?session=41cd262a8df3dfec79a7e7c18f79ab15\">Ihre Vorsorge<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> K&ouml;nnten stagnierende oder r&uuml;ckl&auml;ufige Renteneinnahmen nicht schlicht damit zusammenh&auml;ngen, dass die Zahl der Niedrigl&ouml;hner, Mini-Jobber und Leiharbeiter zugenommen hat und damit die Beitragseinnahmen nicht zunehmen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Immer mehr Rentner m&uuml;ssen arbeiten<\/strong><br>\nDie Finanzlage &auml;lterer Menschen wird immer schlechter. Die Zahl der Senioren, die arbeiten gehen m&uuml;ssen, weil sie von ihrer Rente nicht leben k&ouml;nnen, ist dramatisch angestiegen. Zudem ist das reale Einkommen der Rentner laut einer Banken-Studie in den letzten vier Jahren stark gesunken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,547379,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Zur Begr&uuml;ndung wird in der Unicredit-Studie einmal mehr der demografische Wandel bem&uuml;ht. Dabei ist der demografische Gesamtlastkoeffizient gegenw&auml;rtig deutlich niedriger ist als 1970. Herr Raffelh&uuml;schen kam mal wieder in ZDF-heute zu Wort und f&uuml;hrte die Arbeit von Rentnern darauf zur&uuml;ck, dass die &Auml;lteren nach dem Berufsleben nicht von 100 auf null zur&uuml;ckfahren wollten. Deshalb nehmen sie nach seiner Meinung Minijobs an und tragen Zeitungen aus. Dass sie Dank Raffelh&uuml;schens Renten-&bdquo;Reform&ldquo;-Propaganda einfach mit ihrer Rente nicht mehr zurecht kommen, das darf der Herr Professor nat&uuml;rlich nicht zugeben. Wie kann man den T&auml;ter danach befragen, wie es seinem Opfer geht?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Baufirmen rei&szlig;en Mindestlohn ab<\/strong><br>\nEin Tarifstreit in Ostdeutschland gef&auml;hrdet die Mindestl&ouml;hne im Baugewerbe. Firmen wollen Lohnkosten sparen &ndash; und machen sich so f&uuml;r Billigkonkurrenz angreifbar<br>\nHintergrund der Drohung ist ein Tarifstreit in der ostdeutschen Baubranche. F&uuml;r Bauarbeiter gilt die Mindestlohn-Regelung noch bis Ende August. Sie sieht zwei Lohngruppen vor &ndash; eine f&uuml;r Facharbeiter und eine f&uuml;r ungelernte Bauhelfer. Das Problem: Gewerkschaft und Arbeitgeber werden sich in Ostdeutschland bei einer Neuauflage des Tarifvertrags nicht einig, der f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;rt werden k&ouml;nnte. Die dortigen Firmenchefs, vertreten durch den Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und den der Bauindustrie, wollen den Facharbeiterlohn kippen und nur noch eine einzige, niedrige Lohnuntergrenze akzeptieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2008%2F04%2F15%2Fa0085&amp;cHash=c80b986c9e\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Investoren kommen die Kunden teuer zu stehen<\/strong><br>\nH&ouml;here Fahrpreise, weniger Angebote, mehr staatliche Subventionen: So k&ouml;nnen private Eigent&uuml;mer an der Bahn verdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F04%2F15%2Fa0137&amp;src=GI&amp;cHash=11b5e90313&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>M&auml;rklin wird f&uuml;r Berater zur Goldgrube<\/strong><br>\nUngeschickte Preispolitik und zerstrittene Familienerben brachten die Firma vor zwei Jahren an den Rand der Insolvenz. In letzter Sekunde kaufte der britische Finanzinvestor Kingsbridge M&auml;rklin. Die Mitarbeiter begr&uuml;&szlig;ten ihn mit Stra&szlig;endemonstrationen als Retter.<br>\nNun merken sie: Der neue Eigner scheint alles daranzusetzen, M&auml;rklin f&uuml;r einen Weiterverkauf aufzuh&uuml;bschen. Bei der Belegschaft wird extrem gespart. Unternehmensberater dagegen streichen &uuml;ppigste Honorare ein. Goldgrube G&ouml;ppingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Unternehmen\/Industrie\/_pv\/_p\/200038\/_t\/ft\/_b\/1417141\/default.aspx\/maerklin-wird-fuer-berater-zur-goldgrube.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Allensbach-Umfrage: Ist das deutsche Steuersystem gerecht?<\/strong><br>\nObwohl fast jeder Zweite (49 Prozent) in einer Allensbacher Umfrage zur Moral der Deutschen darauf besteht, dass Steuerhinterziehung unter keinen Umst&auml;nden zu dulden sei, geht die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung davon aus, dass in Wirklichkeit viele B&uuml;rger durchaus Steuern zu hinterziehen versuchen. Auf die Frage: &ldquo;Glauben Sie, dass Steuerhinterziehung in Deutschland weit verbreitet ist, dass viele Menschen in Deutschland Steuern hinterziehen, oder glauben Sie das nicht?&rdquo;, antworten 77 Prozent: &ldquo;Steuerhinterziehung ist weit verbreitet&rdquo;. In allen sozialen Schichten ist die Vorstellung von Steuerhinterziehung als Allgemeinverhalten fast wie eine Selbstverst&auml;ndlichkeit vorhanden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ifd-allensbach.de\/news\/prd_0805.html\">Institut f&uuml;r Demoskopie Allensbach<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu <a href=\"?p=3070\">&bdquo;Steuerhinterziehung &ndash; ein Spiegelbild gesellschaftlicher Verh&auml;ltnisse&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kein Datenschutz im Antiterrorkampf<\/strong><br>\nInnenminister Sch&auml;uble will vom Bundestag ein Abkommen mit den USA zum Austausch von Daten sogenannter Gef&auml;hrder durchwinken lassen. Abgeordnete und Datensch&uuml;tzer haben jedoch heftige Bedenken<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/16\/gefaehrderabkommen-datenschutz?page=all\">Die Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Gerhard Baum: Die bittere Wahrheit<\/strong><br>\nKampf gegen den Terror h&ouml;hlt die B&uuml;rgerrechte aus &ndash; und damit bl&auml;st der Gesetzgeber zum Angriff auf unsere Verfassung. Aber Sicherheit ist ohne Freiheit nicht zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1318923&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/dokumentation&amp;em_ivw=fr_doku&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Hohe Inflation dr&uuml;ckt Stimmung in der Wirtschaft<\/strong><br>\nTeures &Ouml;l, mieser Konsum, schwache Auftragslage: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich massiv eingetr&uuml;bt. Der ZEW-Konjunkturindex sank im April um 8,7 Punkte. Als Grund nennen die Forscher den hohen Euro-Kurs &ndash; und die starken Preissteigerungen. Die deutsche Wirtschaft schien der weltweiten Finanzkrise zu trotzen &ndash; doch das ist nun offenbar vorbei. Im April haben sich die Konjunkturerwartungen deutlich eingetr&uuml;bt, wie das Mannheimer Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelt hat. Das ZEW-Stimmungsbarometer fiel im Vergleich zum Vormonat um 8,7 Punkte und liegt nun bei minus 40,7 Z&auml;hlern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,547464,00.html\">Spiegel-online<\/a><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise: Verlogene Krisenbew&auml;ltigung<\/strong><br>\nW&auml;hrend &ouml;ffentliche Banken aufs Sch&auml;rfste getadelt werden, bleibt eine staatliche Bank sonderbarerweise von jeder Kritik vollkommen verschont. Es ist die Bank, die f&uuml;r die Banken da ist, die von politischen Einfl&uuml;ssen v&ouml;llig befreite Deutsche Bundesbank. Sie immerhin teilt sich mit der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Aufsicht &uuml;ber die deutschen Banken. In trauter Zweisamkeit haben beide Institutionen die wichtigste und zugleich einfachste Bankenaufsichtsregel vergessen oder nicht angewandt, kurz die Banken nicht anst&auml;ndig beaufsichtigt.\n<p>Im &Uuml;brigen h&auml;tte die Bundesbank Alarm schlagen m&uuml;ssen, als sie bemerkte, wie viele Banken sich au&szlig;erbilanzielle Vehikel zulegten.<br>\nDas spekulative Riesenrad wurde von allen Banken gedreht, vor allem aber von den privaten. Die &ouml;ffentlichen haben nur mitgemacht. Die Forderung lenkt auch davon ab, dass der Finanzsektor insgesamt an die Kandare genommen werden muss. Die damit bisher befassten Institutionen haben versagt. Der blinde Glaube an die segensreiche Wirkung von Deregulierung und freiem Walten des Marktes hat dieses Versagen gef&ouml;rdert. Schlie&szlig;lich kommen Forderungen nach Einschr&auml;nkung der Handlungsfreiheit f&uuml;r &ouml;ffentliche Banken den W&uuml;nschen des privaten Bankgewerbes entgegen. Landesbanken und Sparkassen w&auml;ren dann endlich Institute minderer Reichweite. Die Privatbanken w&auml;ren auf einem weiteren Feld die Konkurrenz los. Und das Gezeter &uuml;ber die Fehler der staatlichen Banken h&auml;tte seinen Zweck erf&uuml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/343032.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Fredmund Malik: Wirtschaft verstehen hei&szlig;t Schulden verstehen<\/strong><br>\nWer die Finanzkrise verstehen m&ouml;chte, muss verstehen, was Verschuldung bedeutet. Erst durch das richtige Verst&auml;ndnis von Schulden zeigt sich, wie wirksam Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der Krise sein k&ouml;nnen und worin die Gef&auml;hrlichkeit dieser Krise liegt. Das tats&auml;chliche Problem sind nicht fallende Aktien- und Immobilienpreise, sondern es ist die Verschuldung. Zeitgeistkonform und durch theoretischen Unfug legitimiert, wird nicht mit eigenem Geld, sondern mit Krediten gekauft. Gem&auml;&szlig; den falschen Theorien ist das die ultimative wirtschaftliche Rationalit&auml;t und das Mittel, die Eigenkapitalrendite, den Shareholder-Value und die Wertsteigerung zu maximieren.<br>\nIn Wahrheit haben diese Theorien zur gr&ouml;&szlig;ten wirtschaftlichen Fehlsteuerung der Geschichte gef&uuml;hrt, die jetzt in Form dieser Finanzkrise ihre erste eruptive Korrektur erf&auml;hrt.\n<p>Die bisherige Finanzkrise ist erst der erste heftige Kopfschmerz, den ein &ldquo;Tumor&rdquo; verursacht, der tiefer liegt: Es ist der Unfug von Shareholder Value und Wertsteigerung &ndash; das groteske Zerrbild von Marktwirtschaft und wirklichem Liberalismus, euphemistisch Neoliberalismus genannt, den keiner der echten liberalen Denker akzeptiert h&auml;tte.<br>\nEchter Wohlstand kommt nicht von Schuldenpyramiden, sondern von leistungsf&auml;higen Fabriken, exzellentem Marketing und Vertrieb und zufriedenen Kunden. Wohlstand kommt vom zuverl&auml;ssigen Funktionieren von Wirtschaftsunternehmen, Schulen, Universit&auml;ten, Krankenh&auml;usern, Gerichten und Verwaltungsbeh&ouml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/geld\/artikel\/0,2828,547422,00.html\">manager-magazin<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir nennen das was Malik kritisiert ein &bdquo;Kettenbriefsystem&ldquo;, bei dem Verm&ouml;genswerteh&auml;ndler und Spekulanten losgel&ouml;st von der realen Wertsch&ouml;pfung h&ouml;chste Gewinnmargen erzielen wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Italien erlebt ein einzigartiges Experiment&rdquo;<\/strong><br>\nDie Linke war nicht dazu in der Lage, Berlusconis Medienmacht zu brechen, sagt der Autor Marco Travaglio<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F04%2F15%2Fa0058&amp;src=GI&amp;cHash=c33570970c&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Wenn eine politische &Ouml;ffentlichkeit sich selbst aufgibt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2008%2F04%2F15%2Fa0046&amp;src=GI&amp;cHash=0caca9e6b3&amp;type=98\">taz<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Werner Pirker: Berlustroni &ndash; Desaster der italienischen Linken<\/strong><br>\nDas Entsetzen &uuml;ber den Wahlsieg von Silvio Berlusconi soll die Genugtuung &uuml;ber die Niederlage seines Rivalen nicht schm&auml;lern. Denn Walter Veltroni verk&ouml;rperte nicht den linken Gegenpart zum rechtsextremen Liberalismus des Herrenreiters aus Milano, sondern das Prinzip der Ausgrenzung der Linken. Eine b&uuml;rgerliche Demokratie ohne Linke &ndash; ganz so, wie es der &raquo;amerikanische Traum&laquo; verhei&szlig;t. Oder: Der Liberalismus als Neototalitarismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/04-16\/043.php\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der k&uuml;nftige Regierungschef schwor seine Landsleute auf harte Zeiten ein. Berlusconi sagte im Fernsehen: &ldquo;Wir sind bereit, zusammen mit der Opposition an den Reformen zu arbeiten &ndash; vor allem f&uuml;r die dringend anstehenden Wirtschafts- und Sozialreformen. Berlusconi wie Veltroni hatten im Wahlkampf ein Eind&auml;mmen der hohen Staatsverschuldung, Steuersenkungen und eine Liberalisierung des Dienstleistungssektors versprochen. Nach Frankreich folgt nun auch Italien dem deutschen &bdquo;Reformkurs&ldquo;. Angesichts der Tatsache, dass die &uuml;brigen europ&auml;ischen Staaten von der deutschen &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; an die Wand gedr&uuml;ckt werden, scheint die Anpassung an das deutsche &bdquo;Vorbild&ldquo; unausweichlich zu sein. Das &bdquo;Race to the bottom&ldquo;, d.h. der Wettlauf um Sozialabbau, Entstaatlichung, Steuersenkung, Lohnabbau, Deregulierung und Privatisierung geht weiter. Nun eben auch in Italien.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ungerechtigkeit im Schulsystem<\/strong><br>\nDie Friedrich-Ebert-Stiftung leistet in einem neuen Band, was die Sozialdemokraten seit Pisa vergessen haben: die Chancenungleichheit im Bildungssystem zu brandmarken.<br>\nAm wichtigsten ist wahrscheinlich Heike Solgas Abriss &uuml;ber die institutionellen Ursachen von Bildungsungleichheit. Solgas Text sollte Pflichtlekt&uuml;re f&uuml;r die Kultusminister werden. Denn sie zeigt an drei Beispielen, was eine gegliederte Schule anrichtet. Erstens entstehen dadurch &ldquo;differenzielle Lernmilieus&rdquo;. Das hei&szlig;t, die Haupt- und Sonderschulen haben sich zu sozialen Problemzonen entwickelt, die negativen Einfluss auf Leistung und Motivation der Sch&uuml;ler haben.\n<p>Zweitens berichtet Solga auch, dass selbst die Lehrpl&auml;ne bereits eine Benachteiligung enthalten. In den Hauptschulen lernen 58 Prozent der Insassen nur zwei Stunden Naturwissenschaften pro Woche &ndash; an Gymnasien sind es 17 Prozent. Drittens ist es der Staat selbst, der die Karrierepfade von Haupt- und Obersch&uuml;lern auseinandertreibt: aktiv &ndash; und durch Unterlassen. In Schweden, England und den Niederlanden besuchen 80 Prozent der Grundsch&uuml;ler eine Schule, in der es Co-Teaching f&uuml;r Leseprobleme gibt. Eine solche zweite Person f&uuml;r St&uuml;tz- und F&ouml;rderunterricht bieten die deutschen Bundesl&auml;nder nur in 42 Prozent der Primarstufen an.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/ungerechtigkeit-im-schulsystem\/?src=MT&amp;cHash=ae6960e241\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/stabsabteilung\/05314.pdf\">Soziale Herkunft entscheidet &uuml;ber Bildungserfolg &ndash; Konsequenzen aus IGLU 2006 und PISA III [PDF &ndash; 516 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Das Letzte:<\/strong><br>\nDas Internet in der Stadtbibliothek Schwabach l&auml;sst Zugriff auf die Nachdenkseiten NICHT MEHR zu.<br>\nEin Leser protestiert beim Oberb&uuml;rgermeister:<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Oberb&uuml;rgermeister,<br>\nDer &ouml;ffentlich zug&auml;ngliche Computer der Stadtbibliothek l&auml;&szlig;t den Internetzugriff auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\">www.nachdenkseiten.de<\/a> nicht mehr zu! Die Seite wird vom ehemaligen Berater des SPD Kanzlers Willy Brandt, Albrecht M&uuml;ller, betrieben. Herr M&uuml;ller setzt sich sachlich mit der Politik der derzeitigen Bundesregierung auseinander. Es ist v&ouml;llig unverst&auml;ndlich, dass der Internetbeauftragte der Stadt Schwabach, diese kritische Website sperren l&auml;&szlig;t! Wir leben in einem demokratischen Staat, in dem es eine Zensur dieser Art nicht geben sollte, zumal es sich hier um eine sachliche, politische Website handelt und nicht um jugendgef&auml;hrdende Sites!<\/p>\n<p>Bitte sorgen Sie in einer Ihrer letzten Amtshandlungen daf&uuml;r, dass demokratische Websites in Schwabach nicht zensiert werden und der &Ouml;ffentlichkeit wieder zur Verf&uuml;gung stehen.  Besten Dank!<br>\nmfg<br>\nThomas Keller<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3155","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3155","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3155"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3155\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3155"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3155"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3155"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}