{"id":3167,"date":"2008-04-21T09:03:38","date_gmt":"2008-04-21T07:03:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3167"},"modified":"2008-04-21T09:03:38","modified_gmt":"2008-04-21T07:03:38","slug":"hinweise-des-tages-631","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3167","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3167&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>SZ: Das gro&szlig;e Schweigen<\/strong><br>\nDie Pressestelle der &ldquo;S&uuml;ddeutschen&rdquo; ist dicht, Transparenz f&uuml;r die neuen Besitzer ein Fremdwort. Daf&uuml;r denken sie &uuml;ber eine Gratiszeitung nach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=fl&amp;dig=2008%2F04%2F18%2Fa0135&amp;src=GI&amp;cHash=7d0656b772&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Feind an meiner Seite<\/strong><br>\nDie Personalpolitik mit Hilfe von Privatschn&uuml;fflern zeigt, wie tief der Riss zwischen Belegschaft und Chefetage vielerorts ist. Bislang ist wenig Bereitschaft zu erkennen, daran etwas zu &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1320753\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Der &ldquo;Fall L&uuml;deritz&rdquo; endet mit Entlassung<\/strong><br>\nDas Kulturamt der Stadt Wiesbaden reagiert auf den Beitrag &uuml;ber den Ein-Euro-Jobber L&uuml;deritz im Stadtarchiv in der ARD-Sendung &ldquo;Panorama&rdquo; mit dessen Entlassung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesbadener-kurier.de\/region\/objekt.php3?artikel_id=3247028\">Wiesbadener Kurier<\/a><\/li>\n<li><strong>Mitarbeiteraktien: Steuervorteil f&uuml;r Klumpenrisiken<\/strong><br>\nBesch&auml;ftigte, die sich finanziell am Unternehmen ihres Arbeitgebers beteiligen, sollen k&uuml;nftig st&auml;rkere steuerliche Vorteile genie&szlig;en. Doch renommierte Finanzwirtschaftler raten dringend davon ab, Klumpenrisiken zu bilden. Diversifikation, also die Streuung von Risiken, ist ein zentrales Gebot bei der Geldanlage. Die Unionsfraktionen sind f&uuml;r die Warnungen taub. Sie sind von dem Modell einer direkten Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer an ihrem Unternehmen nicht abzubringen, weil sie wie die Lobbyorganisationen der Arbeitgeber, BDI und BDA, denken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1321414\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Entwurf des BKA-Gesetzes zum Download<\/strong><br>\nSeit einigen Tagen geistert der aktuelle Entwurf eines Gesetzes zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus durch das Bundeskriminalamt (BKA-Gesetz) durch die Medien und die Politik. Leider sind die beteiligten Ministerien nicht in der Lage, bzw. ist es anscheinend nicht gewollt, den Entwurf auch transparent als Diskussionsgrundlage online zu stellen. Freundlicherweise wurde er Netzpolitik.org zur Verf&uuml;gung gestellt und steht dort zum Download bereit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/netzpolitik.org\/2008\/der-entwurf-des-bka-gesetzes-zum-download\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer rettet die Globalisierung?<\/strong><br>\nDie Angst vor der sozialen Spaltung pr&auml;gt l&auml;ngst die Debatte in beinahe allen Wohlstandsl&auml;ndern. Das wird nirgendwo deutlicher als in den Vereinigten Staaten. &ndash; Die globale Vernetzung von Unternehmen und M&auml;rkten ist eine Einbahnstra&szlig;e. Wer die Umkehr versucht, m&uuml;sste mit einem drastischen Verlust an Wohlstand bezahlen. Aber nun r&auml;cht sich, dass Manager und Politiker &uuml;ber Jahre den steten Druck auf L&ouml;hne und soziale Absicherung damit rechtfertigten, dies sei n&ouml;tig, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Das war zwar fast immer nur ein Vorwand, um Unternehmen und ihren Eigent&uuml;mern Steuervorteile zu verschaffen oder von der Finanzierung der sozialen Absicherung freizustellen. In der Folge ist aber jetzt tats&auml;chlich der Glaube weit verbreitet, die Globalisierung selbst sei das Problem und nicht deren Gestaltung durch die jeweiligen nationalen oder &uuml;bernationalen Regeln und Gesetze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/Globalisierung;art772,2516428\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em>Lesen Sie zum Kontrast einen typischen Artikel (aus derselben Zeitung!) &uuml;ber Globalisierung, der die Handlungsm&ouml;glichkeiten und damit die Verantwortung der Politik ausblendet:<\/em><\/p>\n<p><strong>Deutschlands Mittelschicht: In der Mitte wird es eng<\/strong><br>\nJahrzehntelang hat die Mittelschicht das Land gepr&auml;gt, doch jetzt geht hier die Angst um: Wo fr&uuml;her Aufstieg m&ouml;glich war, droht nun der Abstieg &ndash; eine Folge von Globalisierung und ins Ausland verlagerter Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Die-Dritte-Seite-Mittelschicht;art705,2516435\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Ende des Laissez-Faire &ndash; wieder zu sp&auml;t?<\/strong><br>\nWenn die wirtschaftspolitische Beratung, die in den Massenmedien (vorwiegend) propagierte Wirtschaftslehre und die aus Steuermitteln finanzierte &ouml;konomische Forschung und Lehre auf eine herrschende Doktrin festgelegt, pluralistischer Theorienwettbewerb und deren personale Tr&auml;ger ausgeschlossen werden, ergeben sich Situationen wie die gegenw&auml;rtige: Das Kind f&auml;llt in den Brunnen, weil ihn rechtzeitig abzudecken den freien Markt zu reglementieren bedeutete, und das w&auml;re wider die herrschende Lehre. Von Karl Georg Zinn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/socialist\/index.html\">Zeitschrift Sozialismus online, Heft Nr. 4 (April 2008), 35. Jahrgang, Heft Nr. 320<\/a><\/li>\n<li><strong>Privatisierung der Bahn: Halb Deutschland ist dagegen <\/strong><br>\nNach monatelangem Gezerre kam es im Bahn-Streit endlich zum Kompromiss &ndash; doch jetzt stellt sich heraus: Die Mehrheit der Deutschen lehnt eine Bahnprivatisierung ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/497\/170002\/print.html\">sueddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar Orlando Pascheit:<\/strong> Leider wird es immer offensichtlicher, dass Politik und Medien in zunehmendem Ma&szlig;e den Willen der Bev&ouml;lkerung ignorieren. Nicht jeder formuliert das so dreist, wie Ex- Bundespr&auml;sident Roman Herzog: &bdquo;Es gibt auch ein Grundrecht auf Dummheit&ldquo;. Da ist dann, wenn die Effizienzgewinne der riesigen Liberalisierungs-, Deregulierungs- und Privatisierungswelle der letzten zwei Jahrzehnte ausbleiben, eher von der Langfristperspektive oder der komplexen Materie die Rede, vor der der einfache B&uuml;rger kapitulieren m&uuml;sse. Man mu&szlig; aber schon sehr abgehoben bzw. uninformiert sein, um nicht zu wissen, dass eine deutliche Mehrheit der Bev&ouml;lkerung die Bahn, die Post oder die Energieversorgung in staatlicher Hand sehen m&ouml;chte. Insofern verwundert es doch sehr, dass die S&uuml;ddeutsche Zeitung das am Freitag ver&ouml;ffentlichte Politbarometer des ZDF bem&uuml;hen mu&szlig;, um jetzt festzustellen: &bdquo;Die Mehrheit der Deutschen lehnt eine Bahnprivatisierung ab.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Vielleicht dauert es einfach, bis diese Realit&auml;t den ideologischen Panzer unserer privatisierungsgl&auml;ubigen, wirtschaftsnahen Journalisten durchdringt, wo doch selbst in der SPD der Einstieg in die B&ouml;rsenkapitalisierung schon fast gelungen ist. Auch mit der Emnid-Umfrage vom Sommer letzten Jahres, welche zu einem &auml;hnlich Ergebnis kam, tat sich die Auftrag gebende ZEIT <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/2007\/33\/Links-ZEIT-Umfrage\">in ihrer Analyse<\/a> recht schwer. Da war dann viel von &bdquo;Angst&ldquo; sowie ,&bdquo;Realit&auml;tsverweigerung&ldquo; und &auml;hnlichem die Rede, letztendlich mu&szlig;te man immerhin einr&auml;umen: &bdquo;Die Zeiten, in denen man dem Staat nichts zutraute und unterstellte, dass private Akteure fast alles besser oder g&uuml;nstiger bereitstellen k&ouml;nnten, sind gr&uuml;ndlich vorbei&ldquo;.<\/p>\n<p>Wann endlich begreifen Journalisten und Politiker: Der B&uuml;rger hat nicht irgendwelche vagen &Auml;ngste. Er bef&uuml;rchtet aus gutem Grund, dass eine privatisierte Bahn, die nach betriebswirtschaftlichen Kalk&uuml;l Strecken stilllegt und dort f&auml;hrt und zwar so oft, wie sie beste Rendite abwirft, gesellschaftlich gesehen noch lange nicht rentabel f&auml;hrt &ndash; im Gegenteil, der Schaden w&auml;re immens.<\/p><\/li>\n<li><strong>Bahnverkauf: Drei Fragen an Kurt Beck<\/strong><br>\nWarum nennt Kurt Beck nicht Ro&szlig; und Reiter? Wer sind die Investoren? Von Winfried Wolf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/04-21\/042.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Der Hinweis darauf, dass Beck mit den potentiellen Investoren gesprochen hat, ist interessant. &ndash; Warum man aber bei einer Verscherbelung an Gasprom mehr Bedenken haben sollte als beim Verscherbeln an eine westliche Heuschrecke wie Blackstone, das verstehe ich nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Angeschlagene Glaubw&uuml;rdigkeit des Libor<\/strong><br>\nIn den letzten Tagen sind am Finanzmarkt Zweifel am wichtigen Referenzzinssatz Libor aufgetaucht. Inzwischen untersucht die britische Bankenvereinigung Fehlangaben seitens der Banken. Verdacht auf bewusste Besch&ouml;nigungen seitens der Banken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/boersen_und_maerkte\/angeschlagene_glaubwuerdigkeit_des_libor_1.713928.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar Orlando Pascheit:<\/strong> Man mag es gar nicht glauben , dass die Libor-Zinsen, welche die Referenzzinss&auml;tze f&uuml;r zahllose Finanzmarktgesch&auml;fte bilden, get&uuml;rkt sein k&ouml;nnten. Selbst einige Zentralbanken steuern ihre Geldpolitik durch ein Libor-Zwischenziel. Das vermutete Motiv, &ldquo;um selbst im Markt besser dazustehen&rdquo;, ist allerdings sch&ouml;nf&auml;rberisch umschrieben. Es geht doch schlicht um Vorteilsnahme: Wenn die Banken Kredite aufnehmen, zahlen sie bei einem niedrigeren Libor-Richtsatz entsprechend weniger Zinsen.<\/em><\/p>\n<p>Wenn sich dieser Verdacht best&auml;tigen sollte, w&auml;ren die Folgen verheerend. In normalen Zeiten liegen die Libors&auml;tze nur wenig &uuml;ber den Leitzinsen der Notenbanken, aber durch die Misstrauen sch&uuml;rende Kreditkrise stiegen die Richts&auml;tze auf den h&ouml;chsten Stand seit zehn Jahren. Sollten diese Richts&auml;tze nach oben hin korrigiert werden m&uuml;ssen, w&uuml;rden sich die Liquidit&auml;tsprobleme vieler Banken weiter versch&auml;rfen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Jede vierte Familie in Deutschland ist arm<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen sind in Deutschland von Armut betroffen. Das geht aus einem Entwurf des &ldquo;Armuts- und Reichtumsberichts&rdquo; hervor, den Arbeitsminister Olaf Scholz demn&auml;chst im Bundeskabinett vorlegen will. Dem auch als Bericht zu den &ldquo;Lebenslagen in Deutschland&rdquo; bezeichneten Papier zufolge sind laut &ldquo;Sozio-oekonomischem Panel&rdquo; (SOEP) 18 Prozent der Deutschen arm. Besonders stark betroffen sind Familien. Hier liegt die Armutsquote bei 26 Prozent<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-548469,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Bildungshunger<\/strong><br>\nZweiklassengesellschaft am Mittagstisch: Das Geld, das Kindern von Hartz-IV-Empf&auml;ngern zur Verf&uuml;gung steht, reicht an vielen Ganztagsschulen nicht einmal f&uuml;r ein warmes Essen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F04%2F19%2Fa0040&amp;src=GI&amp;cHash=e78b2f9bc3&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Vier gro&szlig;e Spieler<\/strong><br>\nVor zehn Jahren setzte die Bundesregierung eine EU-Richtlinie in nationales Recht um. Erste St&auml;dte und Kommunen verkauften ihre Stromversorger. Heute werden 80 Prozent des Stroms in Deutschland von den vier gro&szlig;en Konzernen Vattenfall, Eon, RWE und EnBW produziert. Ihre Gewinne haben sich seither vervielfacht, zugleich ist der Strompreis seit dem Jahr 2000 um mehr als 50 Prozent gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Privatisierungen;art271,2516269?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das die EU-Richtlinie ber&uuml;cksichtigende Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) von 1998 enth&auml;lt zweifellos wunderbare Passagen. Zweck des EnWG ist die &ldquo;m&ouml;glichst sichere, preisg&uuml;nstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltvertr&auml;gliche leitungsgebundene Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizit&auml;t und Gas&rdquo; (&sect; 1 Abs. 1 EnWG). Ferner ist da die Rede von der Sicherstellung eines wirksamen und unverf&auml;lschten Wettbewerbs. &ndash; Wir warten immer noch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der schwarze Winkel<\/strong><br>\nVor siebzig Jahren initiierte das Nazi-Regime die Aktion &raquo;Arbeitsscheu Reich&laquo;. Der 21. April 1938 leitete den H&ouml;hepunkt der Verfolgung von &raquo;Asozialen&laquo; ein<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/04-21\/049.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Aus gegebenem Anlass habe ich dazu schon einmal geschrieben und m&ouml;cht dies noch einmal wiederholen:<br>\nWir w&auml;hnen uns immer so weit entfernt von jenen Zeiten und propagieren bei jeder Gelegenheit die Unwiederholbarkeit der NS-Schandtaten. Aber Geschichte wiederholt sich nicht in seiner &auml;u&szlig;eren Form. Aber wie beginnt heutzutage Ausgrenzung? Heute haben wir die Aktion &ldquo;F&ouml;rdern und Fordern&rdquo;, da schwingt dann schon mit, dass derjenige, der sich nicht fordern l&auml;sst, auch keine F&ouml;rderung verdient. Gewiss wird heute nicht vom &ldquo;Gemeinschaftsfremden&rdquo; gesprochen, auch nicht von &ldquo;Volksgemeinschaft&rdquo;, aber ist der Titel der uns&auml;glichen Brosch&uuml;re des damaligen Wirtschaftsministers Clement &ldquo;Vorrang f&uuml;r die Anst&auml;ndigen &ndash; Gegen Missbrauch, &bdquo;Abzocke&ldquo; und Selbstbedienung im Sozialstaat&rdquo; so weit entfernt von solcher Gesinnung?<\/em><\/p>\n<p>So werden dann aus Opfern einer verfehlten Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik arbeitsscheue Asoziale gemacht. Wobei schon rein rechnerisch bei 3,5 Mio. Arbeitlosen und 1,5 Mio. offenen Stellen (sehr optimistische Zahlen) etliche beim F&ouml;rdern und Fordern rausfallen. Diese &uuml;briggebliebenen 2 Mio. k&ouml;nnten laut Welt&ouml;konomen der Bildzeitung durch eine weitere Absenkung der Sozialhilfe und durch die Ausweitung des Niedriglohnsektors in Lohn und Brot kommen. Man muss also nur Druck auf diese Abzocker machen. Die obsz&ouml;ne Agitation der Bildzeitung unter Mitwirkung bekannter Wissenschaftler gegen Hartz-IV-Empf&auml;nger als arbeitsscheue Schmarotzer kommt der Selektion des Menschen in seinem Wert oder Unwert f&uuml;r den &ldquo;Volksk&ouml;rper&rdquo; sehr nahe.<\/p><\/li>\n<li><strong>Der gro&szlig;e Ausverkauf kommt auf Touren<\/strong><br>\nPolens Gesundheitswesen vor Teilprivatisierung. Rentnern droht Pauperisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/04-21\/036.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da haben wir uns &uuml;ber einige nationalistische T&ouml;ne der Vorg&auml;ngerregierung gewundert. <strong>Jetzt<\/strong> endlich kommt die freie Marktwirtschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hochschulrektoren sorgen sich wegen Studienabbrechern<\/strong><br>\nEin Ziel der Umstellung auf Bachelor-Abschl&uuml;sse war es, die Abbrecherquote zu senken. Doch laut einer Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) ist dieser Anteil in den straff organisierten Bachelor-Studieng&auml;ngen zu hoch. &laquo;Oftmals wurden die Inhalte, die fr&uuml;her in einem Studiengang mit neun Semestern vermittelt wurden, in sechs Semester gepackt&raquo;, bem&auml;ngelte die Pr&auml;sidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel. Das &uuml;berfordere viele Studenten. Zugleich bekr&auml;ftigte sie die Forderung nach mehr Geld f&uuml;r eine bessere Betreuung der Studenten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/politik\/detail_dpa_17527934.php\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesucht: Gerechtigkeit<\/strong><br>\nIn der Metall- und Elektroindustrie krempeln 4000 Firmen ihre Lohnstruktur um. Erstmals seit Jahrzehnten wird der Wert der Arbeit neu bemessen. Das sorgt f&uuml;r &Auml;rger in den Betrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/345624.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Film, der seinen Zweck verfehlte <\/strong><br>\nEr suchte eine Antwort auf die Inszenierung des &ldquo;Teufels&rdquo;: Im Auftrag der US-Regierung arbeitete Hollywood-Regisseur Frank Capra in den vierziger Jahren an einem &ldquo;Gegengift&rdquo; zur Nazi-Propaganda. Die Wirkung seiner Filme auf die GIs in Deutschland verpuffte &ndash; daf&uuml;r h&auml;lt sie in den USA bis heute an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/einestages.spiegel.de\/static\/topicalbumbackground\/1822\/der_film_der_seinen_zweck_verfehlte.html\">SPIEGEL online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3167","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3167","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3167"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3167\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3167"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3167"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3167"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}