{"id":3170,"date":"2008-04-22T09:55:47","date_gmt":"2008-04-22T07:55:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3170"},"modified":"2008-04-22T09:55:48","modified_gmt":"2008-04-22T07:55:48","slug":"hinweise-des-tages-632","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3170","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3170&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<br>\n<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Nothilfepaket im Umfang von 50 Milliarden Pfund<\/strong><br>\nZur Bew&auml;ltigung der Kreditmarktkrise will die Bank of England mit einem 50-Milliarden-Pfund-Programm den heimischen Hypothekenmarkt st&uuml;tzen. Dies teilte die britische Notenbank am Montag mit. Dabei k&ouml;nnten die Banken potenziell riskante Hypothekenkredite vor&uuml;bergehend gegen &ndash; sicherere &ndash; Staatsanleihen eintauschen. In der vergangenen Woche hatte der gr&ouml;0te britische Hypotheken-Anbieter Halifax mitgeteilt, dass die Immobilienpreise im M&auml;rz ihren st&auml;rksten R&uuml;ckgang seit der Rezession in Gro&szlig;britannien Anfang der neunziger Jahre erlitten h&auml;tten. Andere Studien sprechen vom gr&ouml;&szlig;ten Preisverfall bei H&auml;usern seit 30 Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/bank_of_england_springt_mit_ein__1.715476.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das ist wieder ein Hammer. Mit &ouml;ffentlichem Geld werden die Spekulationsgewinne beglichen. Und was hei&szlig;t &bdquo;vor&uuml;bergehend&ldquo;? Werden die schlechten Risiken dann wieder zur&uuml;ckgegeben?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD-Bahn-Modell: Verluste f&uuml;r alle &ndash; Profite f&uuml;r wenige<\/strong><br>\nBeim Hamburger SPD-Parteitag im Oktober war die Basis klar gegen die Bahnprivatisierung. Beschlossen wurde, dass der Bund mittels der Deutschen Bahn AG auch in Zukunft einen Beitrag zur Daseinsvorsorge leisten muss und dass der Einfluss privater Investoren auf die Unternehmenspolitik der DB AG ausgeschlossen werden muss. Der SPD- Kompromiss vom 14. April 2008 erf&uuml;llt diese Forderungen des Parteitages auch nicht ann&auml;hernd. Kurt Beck versprach in Hamburg &ouml;ffentlich, dass jede Abweichung davon am Ende eines Parteitagsbeschlusses bedarf. Zumal es sich beim Holdingmodell, so Kritiker, um ein Modell handelt, das sich ideal f&uuml;r eine Vergesellschaftung von Verlusten und f&uuml;r eine Privatisierung von Profiten eignet.\n<p>Der Widerstand gegen die Privatisierungspl&auml;ne w&auml;chst innerhalb und au&szlig;erhalb der SPD. Mittlerweile haben die Landesverb&auml;nde Berlin und Bayern den Vorschlag der &ldquo;AG Bahnreform&rdquo; verworfen. Auch aus vielen untergeordneten SPD-Gliederungen gibt es entsprechende Beschl&uuml;sse. Die Arbeitnehmer in der SPD haben am Wochenende w&auml;hrend ihres Bundeskongresses in Kassel gar gefordert, &ldquo;alle Pl&auml;ne f&uuml;r einen B&ouml;rsengang ohne reines Volksaktienmodell aufzugeben&rdquo;. Das B&uuml;ndnis &ldquo;Bahn f&uuml;r Alle&rdquo; wuchs um gleich zwei weitere Mitgliedsorganisationen und wird nun von 17 Organisationen getragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/167895\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em> <\/p>\n<p><strong>SPD &uuml;berstimmt sich selbst<\/strong><br>\nDer taz liegt ein Papier vor, das zeigt, dass Transnet die 24,9-Prozent-Marge bereits aus einem Tarifvertragsentwurf entfernt hat. Laut Hubertus Heil ist der Tarifvertrag mit 24,9-Bindung ein &ldquo;Ziel&rdquo; &ndash; und Ziele muss man bei Tarifverhandlungen bekanntlich auch mal aufgeben. Die H&uuml;rde &ldquo;Tarifvertrag&rdquo; der SPD ist sehr niedrig, wenn man genauer hinschaut. Mehr als zwei Drittel der Bundesb&uuml;rger und sogar 56 Prozent der FDP-W&auml;hler sind gegen eine Bahnprivatisierung. Die Reform der Bahn h&auml;tte 2009 ein &auml;u&szlig;erst effektives Wahlkampfthema f&uuml;r die SPD werden k&ouml;nnen &ndash; wenn sie sich nur an ihre eigenen Beschl&uuml;sse gehalten h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/spd-parteirat-billigt-bahnreform-plan&amp;src=PR\">TAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung G.K.:<\/strong> Mit dem durch den Beschluss der SPD-Gremien jetzt absehbaren B&ouml;rsengang der Bahn AG &auml;ndert sich am Quasi-Monopol der Bahn im Schienenverkehr &uuml;berhaupt nichts, die Bahn sieht sich als Massendienstleister (wie die Energiekonzerne) weiter einer nur wenig elastischen Nachfrage ihrer Kunden gegen&uuml;ber. Allerdings kann sich nach diesem Privatisierungsschritt der Bahnvorstand endlich ganz ohne moralische Skrupel &bdquo;sachlich-wirtschaftlich&ldquo; wie ein kalt rechnender Privat-Monopolist und Kapitalist verhalten.<\/em><\/p>\n<p>Der SPD-Beschluss erm&ouml;glicht nach seiner Umsetzung in Regierungshandeln a) der internationalen Finanzwelt den Erwerb sicherer und lukrativer Wert-Papiere eines gro&szlig;en deutschen Quasi-Monopolisten und b) der mit der Privatisierungsdurchf&uuml;hrung beauftragten Rechtsanwaltslobby die begehrten Provisions-Millionen. Nach den absehbaren, weiteren Schritten der Privatisierung werden dann die ausgesch&uuml;tteten Bahn-Jahresgewinn-Milliarden nicht mehr an die Allgemeinheit bzw. den Finanzminister gehen (der mit diesen Mitteln seine eigenen und die unsozialen Ma&szlig;nahmen der Schr&ouml;der-&Auml;ra zur&uuml;cknehmen oder abschw&auml;chen k&ouml;nnte, so er wollte), sondern in schon prall gef&uuml;llte Privat-Taschen flie&szlig;en, und die Schere der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung hierzulande wird sich weiter zu Lasten der Arbeitnehmer und kleiner Transfereinkommensbezieher &ouml;ffnen. <\/p>\n<p><em>Siehe auch nochmals:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"?p=3149\">Bahnprivatisierung &ndash; Von Wortbruch redet niemand<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em> <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bahn-fuer-alle.de\/pages\/beckfilm.php\">Kurt Becks Versprechen &ndash; und dann das Holdingmodell?<\/a> <\/p><\/li>\n<li><strong>Kapitalisten am Flie&szlig;band<\/strong><br>\nMehr Besch&auml;ftigte sollen Anteile an ihren Unternehmen erwerben k&ouml;nnen. Union und SPD legen ihr Konzept vor und hoffen, damit in Zeiten stagnierender L&ouml;hne soziale Spannungen zu lindern<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2008%2F04%2F22%2Fa0101&amp;src=GI&amp;cHash=e480b409a3&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Geradezu l&auml;cherlich ist die Vorstellung, ein Investivlohn k&ouml;nne etwas an grundlegenden aktuellen Verteilungsproblemen &auml;ndern, der L&uuml;cke zwischen sinkenden Reall&ouml;hnen und explodierenden Gewinnen. Das ist reine Augenwischerei. Abgesehen davon, dass die Steueranreize letztlich vom Steuerzahler finanziert werden, wie sollen die die Arbeitnehmer des &ouml;ffentlichen Dienstes und der mittelst&auml;ndischen Wirtschaft von einer solchen Regelung profitieren?<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Mitarbeiterbeteiligung &agrave; la carte<\/strong><br>\nEin halbes Jahr haben sie verhandelt, nun stellten Sozialminister Olaf Scholz und CSU-Chef Huber stolz ihr Modell zur Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen vor. Und siehe da, es ist ein kruder Kompromiss: Ein bisschen Deutschlandfonds, ein bisschen Sparerfreibetrag, ein bisschen direkte Beteiligung.<br>\nIm schlimmsten Fall treffen Politiker gut gemeinte Entscheidungen, die kein Mensch versteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Scholz-Huber-Papier-Mitarbeiterbeteiligung-%E0\/617989.html\">stern<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich gestehe, dass ich bisher auch nicht erkennen kann, was denn nun der Kompromiss zwischen CDU\/CSU und SPD sein soll, au&szlig;er dass man sich auf Subventionen f&uuml;r die Arbeitnehmer und Steuererleichterungen f&uuml;r die Unternehmen geeinigt hat.<br>\nZu den beiden Modellen noch einmal:<br>\n<a href=\"?p=2459\">Die Kapitalbeteiligungsmodelle von CDU\/CSU und SPD ein teurer und wenig zielf&uuml;hrender Umweg<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Industrie schl&auml;gt Alarm: Wirtschaft fehlen fast 100.000 Ingenieure<\/strong><br>\nIm Wettlauf um die gr&ouml;&szlig;ten Talente hat Deutschland das Nachsehen: Einer neuen Umfrage zufolge suchen Deutschlands Unternehmen fast hunderttausend Ingenieure. Der Mangel an Fachpersonal kostet die Volkswirtschaft Milliarden. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit kennt nur die Spitze des Eisbergs: Zwar wei&szlig; man dort, dass vor allem der Maschinenbau Nachwuchssorgen hat, doch wie gro&szlig; der Mangel tats&auml;chlich ist, l&auml;sst sich aus den offiziellen Zahlen nicht ablesen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,548702,00.html\">SpiegelOnline<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Ingenieure\/346185.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Am Spiegel-Artikel l&auml;sst sich die Beschr&auml;nktheit unserer der Wirtschaft nahestehenden Wissenschaftler und der dazugeh&ouml;renden Journalisten ablesen. Zum Beispiel: Ob 100.000 Ingenieure fehlen, ist doch nicht einfach so abzuz&auml;hlen. Das ist doch z.B. auch eine Frage des Gehalts, das man ihnen zahlt. Warum kommen z.B. die Ingenieure nicht aus den EU-Staaten zu uns, sie k&ouml;nnten doch jederzeit hier arbeiten? Diese Vertreter der deutschen Wirtschaft und des deutschen Wirtschaftsjournalismus m&uuml;ssten erst mal ein bisschen Marktwirtschaft lernen, dann w&uuml;ssten sie, dass man eine solche Feststellung &uuml;berhaupt nicht treffen kann.<\/em><\/p>\n<p>Zum Beispiel wird behauptet, der demographische Wandel werde das Problem versch&auml;rfen. Die Demographie darf nat&uuml;rlich nicht fehlen. Was haben diese Menschen f&uuml;r Vorstellungen davon, welches Tempo der demographische Wandel hat und welches Tempo im Vergleich dazu eine verst&auml;rkte Ausbildung von Ingenieuren und technisch gut ausgebildeten Arbeitskr&auml;ften haben k&ouml;nnte? Letzteres ist selbstverst&auml;ndlich um vieles flexibler und schneller als der demographische Wandel. Diesen mit einer solchen Frage wie der hier er&ouml;rterten zu verbinden, ist zwar in diesen Zeiten der Nachplapperei &uuml;blich. Es wird damit aber nicht richtiger und treffender.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Engp&auml;sse gibt es sicher, aber daran ist die Industrie doch selbst schuld. Anfang der Neunziger etwa waren massiv Stellen gestrichen worden, Mitte der Neunziger war es nahezu aussichtslos, als Ingenieur eine technische T&auml;tigkeit zu suchen. Wer wollte da noch Ingenieur werden? In Baden-W&uuml;rttemberg hatte damals eine Regierungskommission empfohlen, die Studienkapazit&auml;ten f&uuml;r Ingenieurwissenschaften zu verk&uuml;rzen. Inzwischen hat die Anzahl der Studienanf&auml;nger wieder deutlich zugenommen, mit dem Ergebnis, dass z.B. in Aachen 2007 ein lokaler numerus clausus eingef&uuml;hrt wurde. Es ist ja ganz sch&ouml;n, dass jetzt wieder Werbung f&uuml;r das Ingenieurstudium betrieben wird, aber haben nicht auch die Hochschulen unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Qualit&auml;tssicherung&ldquo; die Studierenden durch &bdquo;Herauspr&uuml;fen&ldquo; geradezu systematisch vergrault, anstatt sie beim Studium angemessen (d.h. wie in anderen L&auml;ndern &uuml;blich) zu unterst&uuml;tzen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Jeder vierte Betrieb besch&auml;ftigt Zeitarbeiter<\/strong><br>\nLeiharbeiter sind f&uuml;r Betriebe eine billige Alternative zu Festanstellungen. Sie verdienen durchschnittlich 30 Prozent weniger und ersetzen bereits in jedem vierten Betrieb Stammbesch&auml;ftigte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/jobs\/branchen\/zeitarbeit\/betriebe-jeder-vierte-beschaeftigt-zeitarbeiter_aid_296539.html\">FOCUS<\/a>\n<p><em>Zur Erinnerung:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Was f&uuml;r den &ndash; wohlgemerkt: christdemokratischen &ndash; Niederl&auml;ndischen Minister f&uuml;r Soziales und Arbeit, Piet Hein Donner, eine Selbstverst&auml;ndlichkeit ist, dass n&auml;mlich Zeitarbeiter und fest Angestellte in einem Betrieb vom ersten Tag an gleiche Rechte genie&szlig;en sollten, ist f&uuml;r den &ndash; wohlgemerkt: sozialdemokratischen &ndash; deutschen Minister f&uuml;r Arbeit und Soziales, Olaf Scholz (der, nebenbei bemerkt, von Hause aus Arbeitsrechtler ist), keinerwegs eine Selbstverst&auml;ndlichkeit, sondern etwas, das er politisch bek&auml;mpft. Gemeinsam mit seinem britischen Kollegen k&auml;mpft Scholz &uuml;brigens auch daf&uuml;r, dass die EU Wochenarbeitszeiten von mehr als 60 Stunden zul&auml;sst.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.forced-labour.de\/archives\/689\">Redaktion forced labour<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Leiharbeit: In jedem vierten Entleihbetrieb werden Stammbesch&auml;ftigte ersetzt<\/strong><br>\nGut ein Drittel der mittleren und gr&ouml;&szlig;eren Betriebe in Deutschland hat in den vergangenen beiden Jahren Leiharbeiter besch&auml;ftigt. Zahl und durchschnittliche Einsatzdauer der Zeitarbeiter sind in vielen dieser Entleihbetriebe gestiegen. In jedem vierten Entleihbetrieb haben Leiharbeiter regul&auml;r Besch&auml;ftigte ersetzt. Das ergibt sich aus der neuen Betriebsr&auml;tebefragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die Untersuchung ist repr&auml;sentativ f&uuml;r alle Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitern und Betriebsrat. Rund 12 Millionen Menschen sind in Deutschland in solchen Betrieben besch&auml;ftigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_90453.html?cis_mode=print\">WSI<\/a> <\/p><\/li>\n<li><strong>Privatisierung ist out<\/strong><br>\nPrivatisierung ist kein unver&auml;nderliches Naturgesetz. Gegen die von Politik und Wirtschaft in den letzten Jahren forcierte &Uuml;bertragung &ouml;ffentlichen Eigentums in die H&auml;nde rein gewinnorientierter privater Investoren wehren sich immer mehr betroffene B&uuml;rger. Und zwar mit Erfolg. Wie das geht, dar&uuml;ber diskutierten Mitglieder von B&uuml;rgerinitiativen, Gewerkschaftsvertreter und Wissenschaftler mit Politikern der Linkspartei auf der Konferenz &raquo;Rekommunalisierung und Privatisierung&laquo;, die am Samstag im Leipziger Rathaus stattfand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/04-21\/045.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Aufschwung f&uuml;r die Reichen<\/strong><br>\n18 Prozent der Deutschen gelten, wenn die Zahlen des Spiegels stimmen, als arm. Vor drei Jahren, als der letzte Armutsbericht ver&ouml;ffentlicht wurde, waren es &laquo;nur&laquo; 13,5 Prozent &ndash; wohlgemerkt zu einer Zeit, als noch f&uuml;nf Millionen Menschen arbeitslos waren und nicht wie heute 3,5 Millionen. Wer Ein-Euro- und Mini-Jobs schafft, sich gegen Mindestl&ouml;hne sperrt und auf der anderen Seite den Besitzenden mit immer neuen Steuergeschenken entgegenkommt, muss sich &uuml;ber wachsende Armut und das Ausbluten der Sozialkassen nicht wundern. SPD und Union, aber auch Gr&uuml;ne und FDP betreiben seit Jahren dieses staatliche &laquo;Verarmungs- und Gesellschaftsspaltungs-Programm&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nn-online.de\/artikel.asp?art=804304&amp;kat=3&amp;man=3\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><strong>Harald Schumann: Wer rettet die Globalisierung?<\/strong><br>\nDie Angst vor der sozialen Spaltung pr&auml;gt l&auml;ngst die Debatte in beinahe allen Wohlstandsl&auml;ndern. Das wird nirgendwo deutlicher als in den Vereinigten Staaten.<br>\nAuf Fragen zur wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich reagieren Mitglieder der deutschen Wirtschaftselite zumeist ungehalten. Dann erwecken sie gerne den Eindruck, die Debatte &uuml;ber exorbitante Managergeh&auml;lter, Superrenditen und L&ouml;hne, die nicht zum Leben reichen, sei Ausdruck deutscher Mentalit&auml;t, einer Art Hinterw&auml;ldlertum der r&uuml;ckst&auml;ndigen Teutonen, die immer noch nicht begriffen haben, wie es in der Welt zugeht.Derlei Bekenntnisse sollen Weltl&auml;ufigkeit demonstrieren. Tats&auml;chlich enth&uuml;llen sie jedoch nur die beschr&auml;nkte Wahrnehmung ihrer Urheber. Denn die Angst vor der sozialen Spaltung pr&auml;gt l&auml;ngst in beinahe allen Wohlstandsl&auml;ndern die politische Debatte, auch und gerade in den angels&auml;chsischen Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/Globalisierung;art772,2516428\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesbank pl&auml;diert f&uuml;r Rente mit 68,5<\/strong><br>\nIn ihrem Monatsbericht schl&auml;gt die Bundesbank vor, das gesetzliche Rentenalter weiter anzuheben. Nur wenn bis 2050 das Eintrittsalter weiter deutlich steigt, m&uuml;ssten die Beitr&auml;ge nicht drastisch angehoben werden. Langfristig, meinen die Bundesbanker, m&uuml;sste es einen Automatismus f&uuml;r die sp&auml;tere Rente geben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/345836.html?mode=print\">FTD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/download\/volkswirtschaft\/mba\/2008\/200804mba_gesetzlrentenversicherung.pdf\">Bundesbank [PDF &ndash; 620 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &bdquo;Die Renditen im Umlageverfahren werden sinken und insofern j&uuml;ngere Generationen belastet. Insgesamt wird die private Vorsorge im Rahmen der Alterssicherung absehbar an Gewicht gewinnen &hellip;. Bei einer zu erwartenden weiter steigenden Lebenserwartung erscheint perspektivisch nicht zuletzt das Rentenalter als wichtiger Anpassungsparameter.&ldquo; Was hat die Herren Einfallslos aus Frankfurt nur getrieben, das Mantra der Versicherungswirtschaft und ihrer gelehrten Lobby von Sinn &uuml;ber Miegel bis Raffelh&uuml;schen herunterzuleiern. Wir w&auml;ren ja so dankbar, wenn doch wenigstens einmal eine originelle Idee aus der neoliberalen Rechenkiste springen w&uuml;rde. Nun ja, es ist die Bundesbank, zweifellos eine Autorit&auml;t im Lande, nur dass sie in ihrem Hauptgesch&auml;ft, mit Aktionen und Vorschl&auml;gen zur aktuellen Finanzkrise auch nicht gerade durch eine sonderliche Originalit&auml;t aufgefallen ist.<\/em><\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich ist das mit den 68,5 Jahren Gew&auml;sch, das wissen die Herren auch. Immer noch fallen Regelaltersgrenze von 65 Jahren und reales Berufsaustrittsalter weit auseinander, tats&auml;chlich ist die Altersarbeitslosigkeit immer noch sehr hoch, auch Arbeitsunf&auml;higkeit spielt eine Rolle. Die Zahl der Besch&auml;ftigten mit vorzeitigem gesundheitlichen Verschlei&szlig; mag sich in Zukunft verkleinern, dass aber selbst bei fortschreitenden medizinischen Kenntnissen alle &auml;lteren Arbeitnehmer in ihrer k&ouml;rperlichen und psychischen Konstitution bis zum 65. oder gar 68. Lebensjahr arbeiten k&ouml;nnten, ist mehr als unwahrscheinlich. F&uuml;r viele Berufe, wie z.B. in der Alten- und Krankenpflege, in Montagebereichen der Automobilindustrie, im Transport- und Verkehrswesen oder im Baugewerbe gelten faktische H&ouml;chstaltersgrenzen, die eine Weiterarbeit schon bis zum 65. Lebensjahr praktisch unm&ouml;glich machen.<\/p>\n<p>Muss man dies und mehr wirklich immer wieder aufz&auml;hlen? So bleibt denn das Megagesch&auml;ft der Finanzwirtschaft, die Forderung nach einer Ausweitung der kapitalgedeckten Rente &uuml;brig. Angesichts des nur durch den Staat aufgehaltenen Zusammenbruchs der Finanzwirtschaft ist die Aufforderung, das m&uuml;hsam Ersparte unbelehrbaren Zockern zu &uuml;berlassen, besonders dreist. Es mag ja auch nicht gerade neu sein, aber wie w&auml;re es mit der Heranziehung alle Einkommen zur Finanzierung des Rentensystems, mit einer st&auml;rkeren Einbeziehung der Bestverdienenden?<\/p><\/li>\n<li><strong>Krankenkasseninsolvenz &ndash; zahlen Krankenversicherte f&uuml;r IKB-Pleite?<\/strong><br>\nDie Reform des Insolvenzrechtes f&uuml;r Krankenkassen k&ouml;nnte mit der Schieflage der D&uuml;sseldorfer IKB in Zusammenhang stehen. Wie das Wirtschaftsmagazin &euro;uro in seiner<br>\nAusgabe 5\/2008 (Erscheinungstermin 23. April 2008) berichtet, soll eine gesetzliche Krankenkasse in gro&szlig;em Ausma&szlig; Einlagen bei der taumelnden IKB haben. Das habe Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck in einer nicht&ouml;ffentlichen Sitzung des Finanzausschusses schon vor Wochen angegeben. Unter den insgesamt 24 Milliarden Euro an Einlagen, die bei der IKB Mitte Februar gehalten worden seien, bef&auml;nden sich, so der Finanzminister, sechs Milliarden Euro von Nichtbanken. &ldquo;Darunter ist eine Gesetzliche Krankenkasse mit einem erheblichen Anteil&rdquo;, erkl&auml;rte der Minister nach Angaben eines Teilnehmers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanzen.net\/nachricht\/Krankenkasseninsolvenz__Zahlen_Krankenversicherte_fuer_IKB_Pleite__EURO__709992\">finanzen.net<\/a>\n<p>Das hatte Steinbr&uuml;ck schon am 4.4. im <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/764171\/\">Deutschlandradio<\/a> angedeutet:<br>\n&ldquo;Steinbr&uuml;ck: Ja, ich wei&szlig;. Das ist das Thema, dass sie falsche Anreize setzen f&uuml;r diejenigen, die sich verzockt haben und die eigentlich vom Markt bestraft werden m&uuml;ssen. Aber so leichtfertig geht man zum Beispiel in dem von mir zitierten Fall &uuml;ber 24 Milliarden Euro Einlagen, die dann einem Insolvenzverfahren unterliegen, auch nicht hinweg. Das sind ja andere Banken. Das kann eine Raiffeisenbank sein, das kann eine kleine Sparkasse sein, das kann eine Krankenversicherung sein, die dort ihre Einlagen hat &ndash; in diesem Fall bei der IKB -, und der sagen Sie dann, die vergessen sie mal. Was glauben Sie, was das f&uuml;r Folgen haben kann. Das m&uuml;ssen sie politisch abw&auml;gen in einer Verantwortung, die wahrzunehmen ist.&rdquo;<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Weil man die Krankenkasse retten will, werden auch die anderen Zocker gerettet. Das ist ein Vorwand.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&raquo;Wir sind zu sp&auml;t in die G&auml;nge gekommen&laquo;<\/strong><br>\nKampagne gegen EU-Reformvertrag gestartet. Bundestag wird am Freitag zustimmen. Ein Gespr&auml;ch mit J&uuml;rgen Wagner, Mitorganisator der Kampagne gegen den Lissaboner Vertrag, auch als EU-Reformvertrag bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/04-22\/049.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Frauen im Irak: Kopftuch oder Tod<\/strong><br>\nSeit dem Sturz von Saddam Hussein sind im Irak patriarchalische Wertvorstellungen auf dem Vormarsch: Frauen m&uuml;ssen heute zunehmend Einsch&uuml;chterung, Misshandlung und Ermordung f&uuml;rchten &ndash; durch Islamisten oder ihre eigenen Angeh&ouml;rigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2008%2F04%2F21%2Fa0076&amp;src=GI&amp;cHash=7b6f5e6667&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Einmal mehr gilt es zu betrauern, dass die USA nicht begriffen haben, dass auch die in der arabischen Welt einzigartige Teilhabe der Frauen am Erwerbsleben und in den staatlichen Institutionen w&auml;hrend des Baath-Regimes ein Ausgangspunkt und ein echtes Kriterium f&uuml;r die Demokratisierung des Iraks gewesen w&auml;re.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Blutbesudelte Demokraten<\/strong><br>\nDeutsch-brasilianisches Forum in Berlin: Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung l&auml;dt den Verantwortlichen f&uuml;r ein Massaker an Landarbeitern ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/04-22\/030.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Weniger als der Mindestlohn<\/strong><br>\nIn asiatischen Zulieferbetrieben von Adidas, Nike, Puma oder Asics w&uuml;rden vielfach Hungerl&ouml;hne gezahlt und Arbeitnehmerrechte missachtet, hei&szlig;t es in einem Bericht der Initiative Play Fair 2008. Ein Beispiel sei der chinesische Betrieb Joyful Long, der Adidas, Nike, Umbro und Fila beliefert: Die Firma zahle &ldquo;weniger als die H&auml;lfte des gesetzlichen chinesischen Mindestlohns&rdquo;, sagte der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Michael Sommer, in einer Stellungnahme zu dem Bericht. Bei Joyful Long werden vor allem Fu&szlig;b&auml;lle f&uuml;r Werbezwecke gefertigt. Laut Fair Play m&uuml;ssen die Besch&auml;ftigten in der Regel sieben Tage pro Woche durcharbeiten, bis zu 330 Stunden pro Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1322682&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie war das noch mit Menschenrechten in China: &ldquo;Wir stehen zu europ&auml;ischen Freiheits-Werten und kommunizieren das auch in unserem t&auml;glichen Umgang mit unseren chinesischen Gesch&auml;ftspartnern.&rdquo; betonte der Pr&auml;sident des Bundesverbandes des Deutschen Gro&szlig;- und Au&szlig;enhandels, Anton B&ouml;rner.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gekaufte Meinung: Pentagon besch&auml;ftigt PR-Armee f&uuml;r US-TV<\/strong><br>\nMit einer gigantischen PR-Truppe hat die Bush-Regierung die &Ouml;ffentlichkeit in den USA seit Jahren hinters Licht gef&uuml;hrt. Ein Enth&uuml;llungsbericht der &ldquo;New York Times&rdquo; zeigt jetzt, wie gezielt und perfide das System der Desinformation funktioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,548519,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Behind TV Analysts, Pentagon&rsquo;s Hidden Hand<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2008\/04\/20\/washington\/20generals.html?_r=1&amp;oref=slogin\">NYT<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3170","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3170","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3170"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3170\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3170"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3170"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3170"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}