{"id":3187,"date":"2008-04-28T09:14:17","date_gmt":"2008-04-28T07:14:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3187"},"modified":"2008-04-28T09:14:08","modified_gmt":"2008-04-28T07:14:08","slug":"hinweise-des-tages-637","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3187","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3187&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Die Renditebahn<\/strong><br>\nDie geplante Privatisierung ist intransparent und tr&auml;gt paradoxe Z&uuml;ge.<br>\nDa werden unter dem Dach einer Staatsholding zwei Holding-Tochtergesellschaften gebildet. Die eine ist f&uuml;r die Infrastruktur verantwortlich und dem Gemeinwohl im Sinne des Grundgesetzes verpflichtet; die andere, teilprivatisierte Transportholding soll kurzfristig hohe Gewinne erzielen. Darauf werden die Anleger bestehen. Und der Herrscher &uuml;ber das Ganze bleibt vermutlich Hartmut Mehdorn. Die Folgen f&uuml;r Kunden und Steuerzahler werden katastrophal sein: Vor allem der Personenfernverkehr wird unter Renditedruck geraten. Viele St&auml;dte drohen vom Fernverkehr der Bahn abgeh&auml;ngt zu werden. Kontrollieren oder gar verkehrspolitisch steuern l&auml;sst sich das Ganze nicht. Und das scheint auch nicht gewollt. Sonst w&uuml;rde man die Privatisierung nicht ohne gesetzliche Grundlage machen. Fortan ist die Weiterentwicklung der Deutschen Bahn eine Unternehmensentscheidung und nicht mehr Sache des Parlaments.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/;art271,2521316?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Bedingungen f&uuml;r Bahn-Verkauf<\/strong><br>\nGewerkschaften fordern 15 Jahre Jobgarantie ohne Einbu&szlig;en. Kritiker bef&uuml;rchten allerdings, dass Investoren das Modell nutzen werden, um Mitarbeiter massenhaft von der teilprivatisierten Verkehrssparte zur weiterhin staatlichen Infrastruktur- oder Dienstleistungsgesellschaft zu verlagern und so ihren eigenen Profit zu steigern<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2008%2F04%2F26%2Fa0142&amp;src=GI&amp;cHash=e410938ef5&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Es ist Strategie, vom Kernproblem abzulenken&rdquo; <\/strong><br>\nGewerkschafter Veit Wilhelmy und Horst Schmitthenner beklagen die Null-Reaktion auf von ihnen aufgedeckte Hartz-IV-Missst&auml;nde in Wiesbaden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesbadener-tagblatt.de\/region\/objekt.php3?artikel_id=3258495&amp;rub=1\">Wiesbadener Tagblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Gehaltsdumping bei der Kirche &ndash; Nur f&uuml;r Gottes Lohn <\/strong><br>\nArbeitgeber sind oft einfallsreich, wenn es um Lohndr&uuml;ckerei und Profit geht. Dass aber ausgerechnet die Kirche besonders drastisch an ihren etwa 1,2 Millionen Angestellten spart, d&uuml;rfte viele &uuml;berraschen. M&ouml;glich macht diese Ungleichbehandlung unter dem Deckmantel christlicher N&auml;chstenliebe ein &ldquo;Sonderarbeitsrecht zweiter Klasse&rdquo;: Es gibt keine Tarifbindung, kein Streikrecht und keine Betriebsr&auml;te. Das ist verlockend f&uuml;r Arbeitgeber: Da wird &uuml;ber Nacht ein Krankenhaus zu einer kirchlichen Einrichtung mit &ldquo;Raum der Stille&rdquo;. Der Betriebsrat muss daf&uuml;r seine Sachen packen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/kirchen6.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Beck stoppt Managergeh&auml;lter<\/strong><br>\nEs sei jede Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit verloren gegangen, weshalb die SPD die steuerliche Absetzbarkeit von Vorstandsbez&uuml;gen und Abfindungen begrenzen wolle, sagte Beck. Die Geh&auml;lter m&uuml;ssten vollst&auml;ndig offengelegt werden, inklusive &ldquo;s&auml;mtlicher Zusatzleistungen wie etwa Pensionszahlungen&rdquo;, so Beck in Bild. Die Vize-Parteivorsitzende Andrea Nahles erg&auml;nzte, Konzerne sollten die Verg&uuml;tungen nicht mehr wie bisher als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen k&ouml;nnen, sondern Geh&auml;lter und Abfindungen nur noch bis zu einer H&ouml;he von einer Million Euro pro Kopf komplett beim Finanzamt geltend machen k&ouml;nnen. H&ouml;here Summen k&ouml;nnten dann nur noch zur H&auml;lfte abgesetzt werden.\n<p>Die SPD-Kommission schl&auml;gt auch &Auml;nderungen im Aktien- und Handelsrecht vor. So soll nur noch der gesamte Aufsichtsrat &ndash; und nicht allein der Vorsitzende oder ein Ausschuss &ndash; &uuml;ber die Geh&auml;lter entscheiden. Bei &uuml;berzogenen Geh&auml;ltern soll der Aufsichtsrat rascher verklagt werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?sid=af97de76ac31dbc5e5c5b42ebe5384c0&amp;em_cnt=1325929%20\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Warum sollen Abfindungen bis zur H&ouml;he einer Million eigentlich immer noch zur H&auml;lfte von der Steuer abgesetzt werden k&ouml;nnen? Warum sollen sie &uuml;berhaupt abgesetzt werden d&uuml;rfen? Warum soll der Staat Abfindungen an Million&auml;re steuerlich beg&uuml;nstigen?<br>\n<\/em><br>\n<em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Million&auml;re auf Staatskosten<\/strong><br>\nJetzt raten Sie mal, was die CDU zu den SPD-Vorschl&auml;gen in Sachen Managergeh&auml;lter sagt: Wenn diese Geh&auml;lter nicht mehr ganz von der Steuer abzusetzen w&auml;ren, dann &ndash; na, haben Sie&rsquo;s? Richtig! &ndash; dann &ldquo;schadet das dem Wirtschaftsstandort Deutschland&rdquo;. Schwachsinn in Serie, und man wei&szlig; nicht mehr, ob man sich &uuml;ber den Schwachsinn &auml;rgern oder wegen seiner Wiederholung langweilen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1325904%20\">FR<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>&Uuml;ppige Absicherung f&uuml;r RWE-Chef<\/strong><br>\nEs ist eine Art Vollkaskovertrag: Vorstandschef J&uuml;rgen Gro&szlig;mann kann sofort k&uuml;ndigen, falls ein neuer Gro&szlig;aktion&auml;r bei RWE einsteigt, berichtet der SPIEGEL. Seine Millionen-Verg&uuml;tung wird weiter gezahlt. Au&szlig;er seinem Jahresgehalt von sechs bis sieben Millionen Euro erh&auml;lt der 56-j&auml;hrige Manager j&auml;hrlich zwei Millionen Euro &ldquo;Versorgungskapital&rdquo;. Bei f&uuml;nfj&auml;hriger Laufzeit seines Vertrages wird damit die Summe von insgesamt mindestens 40 Millionen Euro f&auml;llig. Dieser Anspruch gilt sogar, wenn RWE demn&auml;chst von einem Konkurrenten &uuml;bernommen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,549939,00.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Scholz greift in die Arbeitslosenkasse<\/strong><br>\nDer Bundesarbeitsminister plant zulasten der Beitragszahler den Durchgriff auf die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA): Sein Ministerium soll die Beh&ouml;rde k&uuml;nftig anweisen k&ouml;nnen, &bdquo;neben dem Kerngesch&auml;ft einer raschen Eingliederung in Erwerbst&auml;tigkeit&ldquo; st&auml;rker sozialpolitische Aufgaben zu erf&uuml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/printpage.aspx?_p=200050&amp;_t=ftprint&amp;_b=1422958\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In dem Beitrag wird unterstellt, die BA habe ihre F&ouml;rderpolitik nach messbaren Kriterien umgestellt. Messbar war aber vor allem, dass die BA &Uuml;bersch&uuml;sse erwirtschaftet hat. Die Erfolge der F&ouml;rderpolitik sind allerdings kaum messbar gestiegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neues Wohngeldgesetz<\/strong><br>\nHier der Gesetzestext.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.harald-thome.de\/media\/files\/neues_WoGG-Entwurf_28_9_07.pdf\">Bundestag [PDF &ndash; 1,8 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bevor hier wieder der Verdacht ges&auml;t werden kann, mit dem neuen Gesetz w&uuml;rden Wohltaten verteilt, sollte man in der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs nachlesen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die Mehrzahl der gesetzlichen &Auml;nderungen (Wohngeldgesetz) f&uuml;hrt zu Einsparungen, die aber mangels statistischer Daten nicht quantifizierbar sind.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Das Ende eines Finanzm&auml;rchens<\/strong><br>\nDie US-Kreditkrise trifft Island besonders hart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/;art271,2520774?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Von Merkel zu D&uuml;sentrieb<\/strong><br>\nDen USA ist es gelungen, ihr von Finanzmarkt-Interessen beherrschtes Wirtschaftssystem vielen anderen Gesellschaften aufzudr&auml;ngen. Auch hierzulande kam es zu einer &auml;u&szlig;erst freundlichen &Uuml;bernahme, von der sich nicht nur Bundespr&auml;sidenten einen Ruck f&uuml;r die verschlafene Republik versprachen. Tats&auml;chlich beschr&auml;nkt sich das US-Modell nicht darauf, den Aktion&auml;r und seine Renditew&uuml;nsche zum Leitbild zu erkl&auml;ren. Vielmehr erfasst es in einer Art Kettenreaktion immer mehr Lebensbereiche, von der Rente, die nun m&ouml;glichst kapitalgedeckt sein soll, bis hin zur Kurzfristigkeit in den Arbeitsverh&auml;ltnissen. Merkel bezeichnet die Industrie als &ldquo;Stabilit&auml;tsanker&rdquo;. Tats&auml;chlich hat die Produktion von G&uuml;tern f&uuml;r die deutsche Volkswirtschaft ein viel gr&ouml;&szlig;eres Gewicht als etwa f&uuml;r die amerikanische. Der &ldquo;rheinische&rdquo; Kapitalismus entsprach mit seiner langfristigen Orientierung diesen Strukturen. Das finanzmarktorientierte System mag mehr Flexibilit&auml;t versprechen. Aber sie hat einen hohen Preis. Selbst Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann warnt nun vor &ldquo;Instabilit&auml;t&rdquo;. \n<p>Vor diesem Hintergrund erscheint die zur Hannover Messe ge&auml;u&szlig;erte Klage &uuml;ber den Mangel an Fachkr&auml;ften und speziell Ingenieuren besonders drollig. Schlie&szlig;lich haben die Unternehmen diese Entwicklung kr&auml;ftig bef&ouml;rdert. Wer Belegschaften bis zur absoluten Untergrenze ausd&uuml;nnt, um die Kosten zu dr&uuml;cken und damit die Gewinnerwartungen der Aktion&auml;re zu erf&uuml;llen, muss sich nicht wundern, wenn es in Aufschwungphasen eng wird mit dem Personal. Warum sollte ein Mensch in eine Ausbildung investieren, der dem Risiko ausgesetzt ist, jederzeit gefeuert zu werden? Drollig auch, dass die Unternehmer die L&ouml;sung des Problems in einem st&auml;rker technisch orientierten Schulunterricht sehen. Hatten sie sich nicht gerade f&uuml;r eine Verk&uuml;rzung der Schulzeit starkgemacht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1325331\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kunden zweiter Klasse<\/strong><br>\nDie HypoVereinsbank will sich offensichtlich von 143.000 Kunden trennen. Einem Bericht zufolge wurden vor allem wenig gewinntr&auml;chtige Kunden mit Immobilienkrediten in eine Sanierungsabteilung ausgelagert. Statt mehrj&auml;hriger Darlehen sollten diesen nur noch teure, kurzfristig k&uuml;ndbare Anschlusskredite geboten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/geld\/artikel\/0,2828,druck-549937,00.html\">Manager Magazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Misstrauensspirale an der Wall Street &ndash; Banken und Hedge-Funds schaden sich inzwischen gegenseitig<\/strong><br>\nDie Wertschriften-Finanzierung im Prime Brokerage ist in den letzten Jahren zum Kerngesch&auml;ft der Investmentbanken geworden. Das hat sich jedoch in den letzten Monaten stark ge&auml;ndert, zumal die Banken die wahren Risiken dieser T&auml;tigkeit erst schmerzhaft erfahren mussten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/boersen_und_maerkte\/misstrauensspirale_an_der_wall_street_1.718724.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Alles auf eine Gesundheitskarte?<\/strong><br>\nUnser Gesundheitssystem wird umgesteuert, und kaum jemand versteht, was da geschieht. Viele Besch&auml;ftigte im Gesundheitswesen nennen das, was ihnen selbst widerf&auml;hrt, Wahnsinn. Der Wahnsinn hat Methode.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/textsicht.php?id=3631\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><strong>Jean Ziegler: Alle f&uuml;nf Sekunden stirbt ein Kind unter zehn Jahren an Hunger <\/strong><br>\nAlle vier Minuten erblindet jemand aufgrund von Vitamin A-Mangel. Im Jahr 2007 waren 856 Millionen Menschen &ndash; jeder sechste auf unserem Planeten &ndash; schwer und dauerhaft unterern&auml;hrt. Im Jahr 2005 waren es noch 842 Millionen. Der World Food Report der FAO, der diese Zahlen angibt, versichert, dass die weltweite Landwirtschaft im derzeitigen Entwicklungsstand ihrer Produktivkr&auml;fte normalerweise (das hei&szlig;t mit 2700 Kalorien pro Tag und pro Erwachsenem) 12 Milliarden Menschen ern&auml;hren k&ouml;nnte. Wir sind heute 6,6 Milliarden Menschen auf dieser Erde.\n<p>Konklusion: Es gibt kein unab&auml;nderliches Schicksal. Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet. Die wirtschaftliche, soziale und politische Weltordnung, die vom Raubtierkapitalismus errichtet wurde, ist nicht nur m&ouml;rderisch. Sie ist auch absurd. Sie t&ouml;tet, aber sie t&ouml;tet ohne Notwendigkeit. Sie muss radikal bek&auml;mpft werden.Im Jahr 2007 haben die 500 m&auml;chtigsten transkontinentalen Privatgesellschaften mehr als 53 Prozent des Weltbruttosozialprodukts kontrolliert, das hei&szlig;t aller Reicht&uuml;mer (Kapital, Dienstleistungen, Waren, Patente usw.), die in einem Jahr auf dem Planeten geschaffen werden. Afrika stand im Mittelpunkt der Debatten. Die zwei wichtigsten Punkte der Tagesordnung (auf dem G 8 in Heiligendamm) betrafen zum einen die &bdquo;Garantie f&uuml;r Privatinvestitionen&ldquo; und zum andern die &bdquo;Universalit&auml;t des Patentschutzes&ldquo;. Das Wort &bdquo;Hunger&ldquo; kam auf der Agenda von Heiligendamm nicht vor.<\/p>\n<p>Der Zynismus der EU-Kommissare in Br&uuml;ssel ist bodenlos. Sie fabrizieren den Hunger in Afrika und organisieren auf den Meeren die Jagd nach den Hungerfl&uuml;chtlingen. Sie haben eine halb geheime milit&auml;rische Organisation auf die Beine gestellt, die oben erw&auml;hnte Frontex. Diese Institution ist f&uuml;r die &bdquo;Verteidigung der Au&szlig;engrenzen Europas&ldquo; zust&auml;ndig. Sie verf&uuml;gt &uuml;ber schnelle und bewaffnete hochseetaugliche Abfangschiffe, &uuml;ber Kampfhubschrauber, eine Flotte von &Uuml;berwachungsflugzeugen, die mit hochempfindlichen Nachtsichtkameras ausgestattet sind, &uuml;ber Radaranlagen, Satelliten sowie &uuml;ber hochentwickelte Mittel zur elektronischen Fern&uuml;berwachung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Nahrungsmittelpreise-Afrika;art141,2520873%20%20%20\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>BND-Spitzelaff&auml;re: Die Logik der Lauscher<\/strong><br>\nDer eigentliche Skandal steckt hinter dem Skandal: Der Staat erm&auml;chtigt sich zu immer neuen &Uuml;bergriffen auf die Privatsph&auml;re der B&uuml;rger. Daran h&auml;tte auch ein R&uuml;cktritt des BND-Chefs nichts ge&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1324644\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Riestern f&uuml;r die Reichen<\/strong><br>\nAngeblich ein Instrument der Altersvorsorge &ndash; tats&auml;chlich eine Art Eigenheimzulage. En Trend best&auml;tigt sich: Riestern lohnt sich nur f&uuml;r Wohlhabende.<br>\nSchon genug von den Rentenreformen? Jetzt kommt noch eine: Der Bundestag befasste sich am Freitag mit dem &ldquo;Wohn-Riester&rdquo;. R&uuml;ckwirkend zum Januar 2008 soll es m&ouml;glich werden, auch f&uuml;r den Erwerb eines Eigenheims die staatliche Riester-F&ouml;rderung zu erhalten. 940 Millionen Euro pro Jahr sind daf&uuml;r veranschlagt. Das Angebot d&uuml;rfte auf Interesse sto&szlig;en: Noch immer wohnen 57,4 Prozent aller deutschen Haushalte zur Miete, wie der letzte Mikrozensus 2006 ausweist. Von den Verbraucherzentralen wird das Vorhaben denn auch &ldquo;grunds&auml;tzlich begr&uuml;&szlig;t&rdquo;. Allerdings sehen sie das Problem, dass ein Eigenheim &ldquo;demografieanf&auml;llig&rdquo; ist und sich daher zur Altersvorsorge eher schlecht eignet. Denn schon jetzt ist absehbar, dass es zu einem &Uuml;berangebot an Immobilien kommen wird, wenn die geburtenstarken Jahrg&auml;nge in die Rente wechseln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/riestern-fuer-die-reichen\/?src=TE&amp;cHash=d9ecc95fac\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Bl&uuml;tenfest der Bauernf&auml;nger<\/strong><br>\nDie Koalition kapituliert vor den Rentnern, die Kanzlerin vor ihren eigenen Reformversprechen und Roland Koch vor den Gr&uuml;nen. In der deutschen Politik ist ein Fr&uuml;hling des Opportunismus angebrochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/zwischenruf\/:Zwischenruf-Bl%FCtenfest-Bauernf%E4nger\/618135.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mal wieder ein Glanzst&uuml;ck eines unserer Reform-Journalisten. Motto: W&uuml;rden SPD und CDU nur weiter an der Reformschraube drehen, dann ginge es ihnen wieder besser. Der stellvertretende Chefredakteur des stern, der an allen Ecken den <a href=\"?p=1668\">&bdquo;Kommunismus&ldquo;<\/a> ausbrechen sieht, will und kann nicht begreifen, dass die Menschen sich gerade wegen der von ihm mit propagierten Reformpolitik nicht nur von SPD und CDU, sondern mehr und mehr von der Demokratie abwenden. Sie haben erfahren warum, J&ouml;rges wird es nie merken.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Clement &uuml;ber Ypsilanti: &ldquo;Gl&uuml;cklicherweise hat sie ihr Ziel verfehlt&rdquo;<\/strong><br>\nErst vor wenigen Tagen hat die SPD beschlossen, dass Wolfgang Clement trotz seiner Kritik an Andrea Ypsilanti in der Partei bleiben darf. Daf&uuml;r bedankt sich der ehemalige Bundeswirtschaftsminister nun mit erneuten Ausf&auml;llen gegen die Parteifreundin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/artikel\/42\/171538\/print.html\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Clement macht das weiter, was seit langem das Einzige ist, womit er im Gespr&auml;ch bleibt: Er bek&auml;mpft in der SPD alles, was links von seinem konservativen Altherren-Club, dem B&uuml;gerKonvent, steht und was die Interessen seiner Auftraggeber von RWE bis zum Zeitarbeitskonzern Adecco tangieren k&ouml;nnte.<br>\nSiehe: <a href=\"?p=2906.\">Clement hat schon immer gegen die SPD gearbeitet, es hat nur keiner wahrhaben wollen<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Joseph Stiglitz: Ein Schaden f&uuml;r Jahrzehnte<\/strong><br>\nIm amerikanischen Wahlkampf wird abwechselnd &uuml;ber den Irakkrieg und die Wirtschaftsflaute gestritten. Tats&auml;chlich ist der Krieg aber eine der Hauptursachen der &ouml;konomischen Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Gastkommentar%20Ein%20Schaden%20Jahrzehnte\/348048.html%20\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine gro&szlig;e linke Sammlungspartei f&uuml;r einen neuen New Deal schaffen<\/strong><br>\nZusammenfassung der wichtigsten Aussagen eines in der Pariser Tageszeitung Le Monde vom 24.4.2008 erschienenen Debattenaufsatzes von Jean-Pierre Chev&egrave;nement; Originaltitel &bdquo;Un grand parti de gauche pour un New Deal&ldquo;, &uuml;bersetzt von Gerhard Kilper.<br>\nQuelle: <a href=\"?p=3188\">NachDenkSeiten: Eine gro&szlig;e linke Sammlungspartei f&uuml;r einen neuen New Deal schaffen<\/a><\/li>\n<li><strong>Schwarz-gr&uuml;ne L&ouml;cher im Koalitionsvertrag <\/strong><br>\nDie Koalition ist von gr&uuml;ner Seite aus perfekt &ndash; die Spannung auf Feldern wie Schule und Moorburg bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008\/04\/28\/a0107&amp;src=GI&amp;cHash=8baec4c19e&amp;type=98%20\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Das gr&ouml;&szlig;te Studienkreditsystem der Welt ist in die Krise gest&uuml;rzt<\/strong><br>\nAnbieter verzeichnen Rekordverluste. 60 Banken haben sich aus dem Gesch&auml;ft zur&uuml;ckgezogen. Der US-Markt f&uuml;r Studienkredite steckt in der Krise. Die beteiligten Banken bef&uuml;rchten einen Zusammenbruch und verzeichnen riesige Verluste. J&uuml;ngstes Beispiel: Sallie Mae. Der weltweit gr&ouml;&szlig;te Anbieter von Studienkrediten vermeldet f&uuml;r das erste Quartal einen Verlust von 104 Mio. $ (65 Mio. Euro). Im selben Zeitraum des Vorjahres hatte das US-Unternehmen noch einen Gewinn von 116 Mio. $ verbucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Sallie%20Mae%20Mio%20Dollar\/346604.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Aber wir m&uuml;ssen Amerika ja alles nachmachen und f&uuml;hren gerade ein Studienkreditsystem ein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wer beim ersten Wurf t&ouml;tet, bricht das Gesetz<\/strong><br>\nSteinigungen sind blutige Spektakel und weltweit ge&auml;chtet. Nur in Iran werden sie bis heute von Richtern verf&uuml;gt &ndash; als t&ouml;dliche Strafe bei Ehebruch. Das Strafgesetzbuch regelt die Gr&ouml;&szlig;e der Steine, die Reihenfolge der Werfer &ndash; und den seltenen Fall, dass ein Opfer &uuml;berlebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-547885,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Steinigungen sind barbarisch und durch nichts zu rechtfertigen. Doch warum behauptet die SPIEGEL-Autorin Friederike Freiburg, dass es diese nur noch im Iran g&auml;be? Die Internationale Gesellschaft f&uuml;r Menschenrechte (IGFM) hat <a href=\"http:\/\/www.igfm.de\/index.php?id=917#c5041\">andere Informationen<\/a>: &bdquo;Steinigungsurteile oder Steinigungen ohne Urteile sind in den vergangenen Jahren aus den L&auml;ndern Afghanistan, Nigeria, Iran, Irak, Jemen, Nigeria, Pakistan, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan und den Vereinigten Arabischen Emiraten bekannt geworden. Dar&uuml;ber hinaus hat es in einigen L&auml;ndern Einzelf&auml;lle gegeben, die f&uuml;r das betreffende Land untypisch sind; z.B. eine Steinigung durch ethnische Somali im Norden Kenias, bei der das Opfer durch das Eingreifen der Polizei am Leben blieb.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3187","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3187","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3187"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3187\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3187"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3187"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3187"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}