{"id":31919,"date":"2016-03-07T09:01:19","date_gmt":"2016-03-07T08:01:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919"},"modified":"2016-03-07T10:09:47","modified_gmt":"2016-03-07T09:09:47","slug":"hinweise-des-tages-2577","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h01\">Europa macht die Grenzen dicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h02\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h03\">Kritische Propaganda: Die &ldquo;Zeit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h04\">US-Vorwahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h05\">EU-Kommission will Briten das &bdquo;Out&ldquo; leicht machen, mit anti-demokratischen Beharren auf Spezialgerichte f&uuml;r Investoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h06\">Neuer Bericht von ActionAid zu Steuerabkommen zeigt Nachteile f&uuml;r einkommenssschwache L&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h07\">&ldquo;Politik ist f&uuml;r mich der Versuch, mehr soziale Gerechtigkeit in der Welt durchzusetzen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h08\">Soziale Schieflage? Jetzt muss Deutschland umverteilen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h09\">Osteurop&auml;ische Arbeitnehmer sollen teurer werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h10\">Glyphosat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h11\">AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h12\">&Uuml;berreste deutscher Entwicklungshilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h13\">Proteste nach Ermordung von Aktivistin Berta C&aacute;ceres in Honduras<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h14\">Das B&uuml;ndnis von Mob und Elite benennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h15\">SPD-Chef Sigmar Gabriel ist im Revier auf der Suche nach Verb&uuml;ndeten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h16\">Wie wir Googles Sklaven wurden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31919#h17\">zu guter Letzt: Beckenbauers B&auml;uerchen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Europa macht die Grenzen dicht<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die europ&auml;ische L&ouml;sung<\/strong><br>\nMit aller Macht bem&uuml;ht sich die Bundesregierung auf dem heutigen EU-T&uuml;rkei-Gipfel um eine &ldquo;europ&auml;ische L&ouml;sung&rdquo; f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingsabwehr. Der Pakt mit Ankara soll die Abschottung der griechisch-t&uuml;rkischen Seegrenze erm&ouml;glichen. Dar&uuml;ber hinaus soll sich die T&uuml;rkei abschlie&szlig;end verpflichten, s&auml;mtliche &uuml;ber ihr Territorium eingereisten Fl&uuml;chtlinge, denen die EU keine Zuflucht gew&auml;hren will, zur&uuml;ckzunehmen. Mit solchen Abschiebungen verstie&szlig;e die EU gegen internationale Normen. Ankara ist zur R&uuml;cknahme bereit, will jedoch zun&auml;chst Abschiebeabkommen mit den Herkunftsl&auml;ndern schlie&szlig;en, um die zur&uuml;ckgenommenen Fl&uuml;chtlinge sofort weiterschieben zu k&ouml;nnen. F&uuml;r Haftlager zu ihrer Zwischenunterbringung stellt Br&uuml;ssel Mittel zur Verf&uuml;gung. Menschenrechtsorganisationen berichten, bereits existierende Lager, in denen Fl&uuml;chtlinge von jeglichem Kontakt zur Au&szlig;enwelt abgeschnitten und zumindest zum Teil geschlagen und gefesselt w&uuml;rden, w&uuml;rden ebenfalls von der EU kofinanziert. Der k&uuml;nftige Fl&uuml;chtlingsabwehrpartner der EU schiebt auch in Kriegsgebiete ab, unter anderem nach Syrien, und l&auml;sst auf Fl&uuml;chtlinge schie&szlig;en. Wie am Wochenende bekannt geworden ist, haben t&uuml;rkische Grenzer unl&auml;ngst neun Syrer beim Versuch, in die T&uuml;rkei einzureisen, get&ouml;tet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59323\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel erh&ouml;ht Druck auf Tsipras<\/strong><br>\nKanzlerin Merkel verlangt von Griechenland, die zugesagten &Uuml;bernachtungspl&auml;tze f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge endlich einzurichten. Ein prominenter SPD-Politiker will die Migranten hingegen lieber in Europa verteilen.<br>\nKurz vor dem EU-T&uuml;rkei-Gipfel zur Fl&uuml;chtlingskrise erh&ouml;ht die Bundesregierung den Druck auf die griechische Regierung, mehr f&uuml;r die Unterbringung von Migranten zu tun.Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte der &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo;, der R&uuml;ckstand bei den von Griechenland schon bis Ende vergangenen Jahres zugesagten Unterbringungspl&auml;tzen m&uuml;sse jetzt &bdquo;in Windeseile&ldquo; aufgeholt werden, &bdquo;denn die griechische Regierung muss f&uuml;r menschenw&uuml;rdige Unterkunft sorgen&ldquo;. Das Land ben&ouml;tige daf&uuml;r aber Hilfe. &bdquo;Deshalb muss und wird die EU Griechenland dabei solidarisch unterst&uuml;tzen&ldquo;, sagte die CDU-Vorsitzende.<br>\nWie Merkel machte auch Innenminister Thomas de Maiziere deutlich, dass Deutschland Griechenland keine gestrandeten Fl&uuml;chtlinge abnehmen werde. Angesichts der Hilfe, die andere Staaten geleistet h&auml;tten, erscheine die Aufgabe f&uuml;r Griechenland &bdquo;nicht unzumutbar&ldquo;, sagte der CDU-Politiker der &bdquo;Passauer Neuen Presse&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/fluechtlingskrise\/fluechtlingskrise-merkel-erhoeht-druck-auf-tsipras-14107561.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Griechenland mit seinen 11 Mill. Einwohnern ist durch die Banken-Spekulationskrise stark beeintr&auml;chtigt und mit der Wanderungsbewegung einfach &uuml;berfordert.<\/em><br>\n<em>Die &Auml;u&szlig;erungen von Merkel und de Maiziere sind in Anbetracht der in Aussicht gestellten EU-Mittel (ein EU-Nachtragshaushalt, der von allen 28 Mitgliedstaaten ratifiziert werden muss), nur so zu verstehen, dass ihnen politisch vor den anstehenden Landtagswahlen, das Wasser bis zum Hals steht. Dieses Verhalten der Regierung Merkel passt nahtlos in das Schuldendiktat der &ldquo;schwarzen Null&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: EU-Regierungschefs planen Wende: &ldquo;Balkanroute ist geschlossen&rdquo;<\/strong><br>\nBeim EU-Gipfel soll die sofortige Beendigung des illegalen Stroms von Migranten und das Durchwinken bis Deutschland zur obersten Priorit&auml;t erkl&auml;rt werden Der EU-Sondergipfel mit der T&uuml;rkei am Montag in Br&uuml;ssel und ein anschlie&szlig;endes Treffen der 28 Staats- und Regierungschefs ohne den t&uuml;rkischen Premier Ahmed Davutoglu d&uuml;rfte eine dramatische Wende in der bisherigen Politik bzw. im Umgang mit den Fl&uuml;chtlingen und mit Migranten bringen. Das geht zumindest aus einer bisher noch geheimen Erkl&auml;rung hervor, die Samstagabend zwischen den Regierungszentralen in den Hauptst&auml;dten abgestimmt wurde. In dem Papier, das dem STANDARD vorliegt, hei&szlig;t es w&ouml;rtlich: &ldquo;Der irregul&auml;re Strom von Migranten entlang der Westbalkanroute geht zu Ende. Diese Route ist ab nun geschlossen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000032351767\/EU-Regierungschefs-Die-Balkanroute-ist-jetzt-geschlossen%20\">derStandard.at<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kurs&auml;nderung<\/strong><br>\nNicht ihr Auftritt bei Anne Will, sondern Merkels Pressekonferenz mit dem kroatischen Ministerpr&auml;sident Ore&scaron;kovi&#263; war entscheidend in dieser Woche. Sie markiert einen Wendepunkt in ihrer Fl&uuml;chtlingspolitik. Die SPD fordert weiter, Merkel solle Seehofer endlich auf Regierungslinie bringen. L&auml;ngst ist klar, Merkel ist auf Linie gebracht und &auml;ndert ihren Kurs &ndash; nat&uuml;rlich still und leise, eher im europ&auml;ischen Hintergrund.<br>\nDabei spielt sie ein doppeltes Spiel f&uuml;r das Wahlvolk: Im Fernsehinterview pr&auml;sentiert sie sich als Kanzlerin, die &uuml;berzeugt an ihrer Politik festh&auml;lt und unbeirrt &ndash; gegen alle Widerst&auml;nde, ob aus Bayern oder Budapest &ndash; f&uuml;r eine europ&auml;ische &bdquo;L&ouml;sung&ldquo; der Fl&uuml;chtlingsfrage k&auml;mpft. Einen Tag sp&auml;ter greift sie die Rhetorik der rechtspopulistischen &ouml;sterreichischen Innenministerin Mikl-Leitner auf und erkl&auml;rt die &bdquo;Politik des Durchwinkens&ldquo; f&uuml;r beendet. Wir m&uuml;ssen davon ausgehen, dass sie wei&szlig;, was sie sagt. Dann w&uuml;sste sie, dass es um Schutz suchende Menschen geht, die vor Krieg und Elend fliehen: um Grundrechte, um das verfassungs- und v&ouml;lkerrechtlich verbriefte Asylrecht. Noch im Herbst sprach sie von Grundrechten, die keine Obergrenzen kennen. Nun sei die Politik des Durchwinkens vorbei. Als h&auml;tte Horst Seehofer Merkels Sprechzettel f&uuml;r diese PK geschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/politik\/themen\/hoehn-und-tiefen\/archiv\/detail\/zurueck\/archiv-6\/artikel\/kursaenderung\/\">Die Linke.<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Nacht, in der f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge eine neue Zeit begann<\/strong><br>\nEine Reportage und ein kritischer R&uuml;ckblick auf die K&ouml;lner Silvesternacht<br>\nWenn die Silvesternacht von K&ouml;ln die Bedeutung einer historischen Schlacht h&auml;tte, dann w&uuml;rde Markus B&ouml;hm als einer ihrer wichtigsten Kriegsberichterstatter in die Geschichte eingehen. &bdquo;Ja, ich bin quasi der, der alles ins Rollen gebracht hat&ldquo;, stellt er sich auf dem Vorplatz des K&ouml;lner Hauptbahnhofes kurz vor, bevor er schon wieder in die Kamera seines Handys l&auml;chelt: &bdquo;Nur ein kurzes Update f&uuml;r meine Follower auf Facebook.&ldquo;<br>\nGenau dort dr&uuml;ben habe er das Video damals aufgenommen, &bdquo;bevor es um die ganze Welt ging&ldquo;, sagt er und fasst die Silvesternacht noch einmal in Steno und dramatisch zusammen: &bdquo;B&ouml;ller in meine Richtung, S&auml;uglinge im Kinderwagen, mein Vater ist Baujahr 32, ich kam mir vor wie im Krieg.&ldquo; Vielleicht ist B&ouml;hms Kriegsmetapher gar nicht so abwegig: Blickt man zwei Monate zur&uuml;ck auf die Folgen der K&ouml;lner Silvesternacht, h&auml;tte wohl auch ein von Fl&uuml;chtlingen begangener Terroranschlag nicht verheerender sein k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201603043869\/politik\/inland\/die-nacht-in-der-fuer-fluechtlinge-eine-neue-zeit-begann.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>Soziale Rechte, unser gemeinsames Interesse!<\/strong><br>\nDas Fehlen einer europ&auml;ischen Strategie in der Fl&uuml;chtlingsfrage f&uuml;hrt in &Ouml;sterreich nicht nur zu Grenzen und Z&auml;unen. Nach und nach werden repressive staatliche Ma&szlig;nahmen ausgebaut, die die gesamte Gesellschaft betreffen. Die Fl&uuml;chtlingskrise k&ouml;nnte aber auch dazu gen&uuml;tzt werden, soziale Rechte weiterzuentwickeln. Genau dies beabsichtigte die Internationale Arbeitsorganisation vor bereits 65 Jahren.<br>\nVor 65 Jahren legte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) einen pr&auml;zisen Entwurf zur Bew&auml;ltigung der durch den 2. Weltkrieg ausgel&ouml;sten Fl&uuml;chtlingskrise vor. Die ILO sollte als zentraler Akteur weltweit die gesamten Migrations- und Fluchtbewegungen planen und ausf&uuml;hren. Konkret sollte sie innerhalb von f&uuml;nf Jahren die Emigration von 1,7 Millionen europ&auml;ischen Migrant_innen realisieren. Die jeweiligen Zieldestinationen sollte die ILO bestimmen und sich dabei ausschlie&szlig;lich nach den gegebenen Arbeitsplatzangeboten richten. Die Kosten der Flucht bzw. Migration sollte ein eigens bei der ILO einzurichtender, internationaler Fonds &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/soziale-rechte-unser-gemeinsames-interesse\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Mann, der den Toten vom Lageso erfand<\/strong><br>\nDirk V. erfand den toten Syrer vom Lageso. Wer mit ihm spricht, merkt: Seine L&uuml;ge ist Symptom eines viel gr&ouml;&szlig;eren Problems. (&hellip;)<br>\nDirk V. hat an jenem Nachmittag seine Ersch&ouml;pfung geschildert. Eine Pause nahm er sich nicht. Seine Handynummer war im Umlauf, und nachts standen die Frierenden vor seiner Haust&uuml;r. Wer sich die Fotos ansieht, die er seitdem postete, wei&szlig;: Er lie&szlig; sie rein. Und er warb so &uuml;berzeugend daf&uuml;r, ihm lange Unterhosen und Thermosocken zuzuschicken, f&uuml;r die Wartenden vor dem Lageso, bis er schlie&szlig;lich die ganze Wohnung voller Pakete hatte und selbst kaum noch durchkam. (&hellip;)<br>\nSeit Monaten springen Freiwillige dort ein, wo der Staat versagt. Bei keinem von ihnen &auml;u&szlig;ert sich Ersch&ouml;pfung so drastisch wie bei Dirk V. Aber sie alle sind am Ende ihrer Kr&auml;fte.<br>\nEs sind Menschen, die nicht dazu ausgebildet sind, sich vor dem Schlafengehen Geschichten von abgetrennten Gliedma&szlig;en und lebensgef&auml;hrlicher Flucht anzuh&ouml;ren. Psychologen kennen das Ph&auml;nomen, wonach die Erz&auml;hlungen eines Traumatisierten den Zuh&ouml;rer traumatisieren k&ouml;nnen. Deshalb erhalten Angestellte, die in sozialen Berufen arbeiten, normalerweise Supervision, fachliche Unterst&uuml;tzung von Experten. Internationale Hilfsorganisationen holen ihre Mitarbeiter regelm&auml;&szlig;ig aus den Krisen dieser Welt zur&uuml;ck, damit sie nicht durchdrehen.<br>\nF&uuml;r die Ehrenamtlichen in der Fl&uuml;chtlingshilfe ist die Krise immer da. Weil sie nirgends angestellt sind, schickt sie niemand in den Urlaub.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/reportage\/fluechtlingshelfer-unter-druck-der-mann-der-den-toten-vom-lageso-erfand\/12899008-all.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.H.:<\/strong> Bedr&uuml;ckende Berichte von mehreren engagierten Helfern, die sich bis zur Selbstaufgabe f&uuml;r die Linderung der schlimmsten Notlagen der Fl&uuml;chtlinge einsetzen. Wie auch der hier geschilderte Dirk V., dessen &ldquo;Fall&rdquo; des erfundenen, toten Syriers vor wenigen Wochen kurz durch die Medien flackerte. Weil der Staat hier, ganz gezielt, versagt. Und so sind die Fl&uuml;chtlinge immer st&auml;rker auf privates Engagement angewiesen. Mit den im Artikel dargestellten, bitteren Folgen. F&uuml;r beide Seiten, f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge ebenso wie f&uuml;r deren Helfer.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kritische Propaganda: Die &ldquo;Zeit&rdquo;<\/strong><br>\nWir sind im Krieg. Was das f&uuml;r die &ouml;ffentliche Atmosph&auml;re gilt, kennen wir aus Anschauung in den USA: Die Majest&auml;t wird nicht mehr kritisiert, der Pr&auml;sident ist unantastbar, es wird nicht mehr berichtet, sondern verk&uuml;ndet. Die Regierung Bush Junior hat daraus ungeniert das Prinzip des &ldquo;Embedded Journalism&rdquo; gemacht, des &ldquo;eingebetteten Journalismus&rdquo;, der ganz offen an der Seite der politischen Herrschaft die Trommel r&uuml;hrt. &ldquo;Propaganda&rdquo; war nicht immer ein Schimpfwort, heute braucht es ein wenig Wortdesign, um dasselbe zu sagen.<br>\nIn Deutschland ist das alles etwas schwieriger, denn w&auml;hrend die Einen &ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo; spucken, weil ihnen der Inhalt der Propaganda nicht gef&auml;llt, m&uuml;ssen die Anderen sich weiterhin &ldquo;kritisch&rdquo; nennen, auch wenn sie so kritisch sind wie ein Kaugummi unterm Schuh. Mal schauen, was wir da haben, am Beispiel der &ldquo;Zeit&rdquo;, der treuen Atlantikerpostille. Kritik oder Propaganda?<br>\nDen Herrschaften dort fehlt nicht nur die Contenance, sich ihrerseits der Kritik zu stellen, sie sind nicht blo&szlig; komplett humorlos, sondern auch noch aggressiv gegen Gegner, die ihnen die Wahrheit nachsagen. Die (abgewiesene) Klage Josef Joffes gegen &ldquo;Die Anstalt&rdquo; steht daf&uuml;r nicht nur symbolisch. Warum leugnen die Atlantiker, welche zu sein, wenn es doch so transparent ist? Nicht blo&szlig;, dass sie als eingebettete Hofberichterstatter dastehen, der Herausgeber hat per Klage auch noch nachgewiesen, dass Kabarettisten die besseren Journalisten sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=5319\">Feynsinn<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Vorwahlen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Donald Trump&rsquo;s Policies Are Not Anathema to U.S. Mainstream, but an Uncomfortable Reflection of It<\/strong><br>\nThe political and media establishments in the U.S. &mdash; which have jointly wrought so much destruction, decay, and decadence &mdash; recently decided to unite against Donald Trump. Their central claim is that the real estate mogul and longtime NBC reality TV star advocates morally reprehensible positions that are far outside the bounds of decency; relatedly, they argue, he is so personally repellent that his empowerment would degrade both the country and the presidency.<br>\nIn some instances, their claim is plausible: There is at least genuine embarrassment if not revulsion even among America&rsquo;s political class over Trump&rsquo;s proposed mass deportation of 11 million human beings, banning of all Muslims from entering the country, and new laws to enable him to more easily sue (and thus destroy) media outlets that &ldquo;falsely&rdquo; criticize him. And his signature personality brew of deep-seated insecurities, vindictive narcissism, channeling of the darkest impulses, and gaudy, petty boasting is indeed uniquely grotesque.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2016\/03\/04\/trumps-policies-are-not-anathema-to-the-u-s-mainstream-but-an-uncomfortably-vivid-reflection-of-it\/\">Glenn Greenwald in The Intercept_<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehr lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Clash of Republican Con Artists<\/strong><br>\nSo Republicans are going to nominate a candidate who talks complete nonsense on domestic policy; who believes that foreign policy can be conducted via bullying and belligerence; who cynically exploits racial and ethnic hatred for political gain.<br>\nBut that was always going to happen, however the primary season turned out. The only news is that the candidate in question is probably going to be Donald Trump. Establishment Republicans denounce Mr. Trump as a fraud, which he is. But is he more fraudulent than the establishment trying to stop him? Not really.<br>\nActually, when you look at the people making those denunciations, you have to wonder: Can they really be that lacking in self-awareness?<br>\nDonald Trump is a &ldquo;con artist,&rdquo; says Marco Rubio &mdash; who has promised to enact giant tax cuts, undertake a huge military buildup and balance the budget without any cuts in benefits to Americans over 55.<br>\n&ldquo;There can be no evasion and no games,&rdquo; thunders Paul Ryan, the speaker of the House &mdash; whose much-hyped budgets are completely reliant on &ldquo;mystery meat,&rdquo; that is, it claims trillions of dollars in revenue can be collected by closing unspecified tax loopholes and trillions more saved through unspecified spending cuts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2016\/03\/04\/opinion\/clash-of-republican-con-artists.html?rref=collection%2Fcolumn%2Fpaul-krugman&amp;action=click&amp;contentCollection=opinion&amp;region=stream&amp;module=stream_unit&amp;version=latest&amp;contentPlacement=1&amp;pgtype=collection&amp;_r=0\">Paul Krugman in der New York Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Neokonservative erkl&auml;ren Donald Trump den Krieg<\/strong><br>\nUS-Neokonservative wollen die Demokratin Hillary Clinton unterst&uuml;tzen, sollte ihr Favorit Marco Rubio das Rennen um die republikanische Pr&auml;sidentschaftskandidatur verlieren<br>\nDonald Trumps bisheriger Erfolg bei den Vorwahlen zum republikanischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten sorgt f&uuml;r Unruhe unter den Neokonservativen, die bef&uuml;rchten, dass Trump nicht die bellizistische Au&szlig;enpolitik fortsetzen wird, die das Denken der Republikaner seit Jahrzehnten bestimmt.<br>\nDer neokonservative Historiker Robert Kagan &ndash; einer der lautesten intellektuellen Unterst&uuml;tzer des Irak-Krieges und Bef&uuml;rworter einer Intervention in Syrien (1) &ndash; verk&uuml;ndete vergangene Woche in der Washington Post, bei einer Nominierung Trumps bliebe &bdquo;keine andere Wahl, als f&uuml;r Hillary Clinton zu stimmen&ldquo;. (2)<br>\nMax Boot, ebenfalls ein reueloser Unterst&uuml;tzer des Irak-Kriegs (3), schrieb im Weekly Standard, dass &bdquo;Trumps Pr&auml;sidentschaft die Totenglocken f&uuml;r die USA als Gro&szlig;macht einl&auml;uten&ldquo; w&uuml;rde, und beruft sich dabei unter anderem auf dessen Abneigung gegen&uuml;ber einer gro&szlig;en US-Truppenpr&auml;sens in S&uuml;dkorea. (4)<br>\nTrump hat viel getan, um sich die Verachtung der Neokonservativen zuzuziehen. Kurz vor seinem betr&auml;chtlichen Sieg bei den Vorwahlen in South Carolina hatte er den Irak-Krieg als einen Fehler angeprangert, der auf L&uuml;gen der Bush-Administration gefu&szlig;t habe. (5) In der Debatte der Pr&auml;sidentschaftskandidaten vergangene Woche verteidigte Trump das Konzept der Neutralit&auml;t im israelisch-pal&auml;stinensischen Konflikt, was innerhalb der neokonservativen Rechten ein absolutes Tabu darstellt.<br>\n&bdquo;Es hat keinen Zweck zu sagen, es gibt einen guten Kerl und einen b&ouml;sen Kerl&ldquo;, sagte Trump, der sich zu einer neutralen Haltung bei den Friedensverhandlungen verpflichtete. (6)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201603033868\/politik\/welt\/neokonservative-erklaeren-donald-trump-den-krieg.html\">Hintergrund<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch Jens Bergers Text <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31836\">Veit Medick und der verr&uuml;ckte Mr. Trump<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU-Kommission will Briten das &bdquo;Out&ldquo; leicht machen, mit anti-demokratischen Beharren auf Spezialgerichte f&uuml;r Investoren<\/strong><br>\nKurz bevor die Briten entscheiden d&uuml;rfen, ob sie diese EU verlassen wollen, die im Verruf steht, demokratisch kontrollierte Regierungen zu entmachten, und daf&uuml;r auf europ&auml;ischer Ebene nur unkontrollierten Lobbyismus der Konzerne anzubieten zu haben, macht ihnen die EU-Kommission die Entscheidung leicht.. Sie will die Klageprivilegien f&uuml;r internationale Konzerne in den bei der Bev&ouml;lkerung verhassten Abkommen CETA und TTIP mit kosmetischen &Auml;nderungen durchdr&uuml;cken, m&ouml;glichst an allen nationalen Parlamenten vorbei. (&hellip;)<br>\nMein Res&uuml;mee: Ich bin neidisch auf die Briten, die dar&uuml;ber entscheiden d&uuml;rfen, ob sie einem antidemokratischen Br&uuml;sseler Moloch die T&uuml;r vor der Nase zuschlagen wollen. Was erlauben sich diese Technokraten, so etwas gegen den offenkundigen Willen einer breiten Mehrheit der Bev&ouml;lkerung durchdr&uuml;cken zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/572-briten-und-ics#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neuer Bericht von ActionAid zu Steuerabkommen zeigt Nachteile f&uuml;r einkommenssschwache L&auml;nder<\/strong><br>\nDie britische Organisation ActionAid hat einen neuen Bericht ver&ouml;ffentlicht, der zeigt, wie zwischenstaatliche Steuerabkommen die Einnahmen der &auml;rmsten L&auml;nder dieser Welt aus der Besteuerung von multinationalen Konzernen reduzieren. Der Bericht basiert auf Recherchen, die erstmals &uuml;ber 500 internationale Steuerabkommen untersucht haben, die einkommensschwache L&auml;nder in West- und S&uuml;dasien sowie Sub-Sahara-Afrika von 1970 bis 2014 unterzeichnet haben (das Datenmaterial findet sich auch komplett im Netz, siehe Link oben).<br>\nActionAid wollte herausfinden, inwieweit ein Steuerabkommen ein einkommensschwaches Land darin einschr&auml;nkt, wie es Ertragssteuern, Quellensteuern, und andere Steuern einschlie&szlig;lich auf Kapitalertr&auml;ge erheben kann. Auch wenn im Prinzip alle Steuerabkommen die Rechte der einkommensschwachen Staaten einschr&auml;nken, ausl&auml;ndische Konzerne zu besteuern, die auf ihrem Gebiet wirtschaften, legt ActionAid den Fokus besonders auf die untere H&auml;lfte &ndash; also auf die Abkommen, die restriktiver sind als die Norm.<br>\nDie Ergebnisse des Berichts zeigen, welche einkommensschwachen L&auml;nder besonders viel von der Macht abgegeben haben, multinationale Konzerne zu besteuern &ndash; und welche reichen L&auml;nder am h&auml;ufigsten restriktive Steuerabkommen mit ihren einkommensschwachen Partnerl&auml;ndern unterzeichnet haben. Diese Abkommen sollten Regierungen dringend &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\nDer Bericht zeigt auch, wie Steuerabkommen in der Praxis Industriel&auml;nder beg&uuml;nstigen, indem sie &auml;rmeren L&auml;ndern ihre Steuerrechte entziehen und indem einige Abkommen daf&uuml;r sorgen, dass multinationale Konzerne gewisse Steuern in keinem Land zahlen. Die Steuerabkommen bewirken im Extremfall, dass unversteuerte Gelder von armen in reiche L&auml;nder flie&szlig;en und so die globale Ungleichheit gesteigert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2016\/03\/neuer-bericht-von-actionaid-zu.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Politik ist f&uuml;r mich der Versuch, mehr soziale Gerechtigkeit in der Welt durchzusetzen&rdquo;, das habe ich in der Sendung Alpha-Forum im BR-alpha gesagt &ndash; zu sehen und nachzulesen in der Mediathek.<\/strong><br>\nZu &#8234;#&lrm;europa&#8236; habe ich gesagt: &ldquo;Man darf Europa nicht nur als Einheit begreifen, um im Interesse der Wirtschaft Regeln abzubauen und der Wirtschaft einen gro&szlig;en Markt zu er&ouml;ffnen. Stattdessen muss Europa kulturell vermittelt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/1036518596409607\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Video zur Sendung kann <a href=\"http:\/\/www.br.de\/fernsehen\/ard-alpha\/sendungen\/alpha-forum\/oskar-lafontaine-sendung-100.html\">hier<\/a> gesehen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Soziale Schieflage? Jetzt muss Deutschland umverteilen<\/strong><br>\nSigmar Gabriels Forderung nach einem Solidarpaket f&uuml;r arme Deutsche muss man ernst nehmen. Warum das Geld nicht dort holen, wo es reichlich vorhanden ist?<br>\nMan kann Sigmar Gabriels Ausgabenforderungen f&uuml;r sozial Schw&auml;chere als fr&uuml;hen Wahlkampf einstufen. Als Selbstbehauptung eines SPD-Chefs, der um die Bedeutung einer schwindenden Volkspartei ringt. Sicher h&auml;ngt der Vorsto&szlig; damit zusammen. Dennoch w&auml;re es verkehrt, ihn abzutun. Gabriel r&uuml;hrt an eine Frage, die &uuml;ber den Zusammenhalt der Gesellschaft entscheidet: die soziale Balance, die nicht mehr stimmt. Diesen Sprengstoff sollte keiner ignorieren &ndash; auch nicht mit dem Argument, das Ziel einer schwarzen Null im Etat mache jede Diskussion &uuml;berfl&uuml;ssig.<br>\nDeutschland hat seit der Jahrtausendwende viel getan, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Innovative, reaktionsschnelle Firmen. Flexible, moderat bezahlte Arbeitnehmer. Ein schlanker Staat mit ma&szlig;vollen Steuern f&uuml;r die Unternehmen. Dieser Aufholprozess war notwendig. Sein Erfolg dr&uuml;ckt sich darin aus, dass in Deutschland mehr Menschen einen Job haben als je zuvor.<br>\nArbeit zu schaffen, ist sozial. Aber das reicht eben nicht aus. Bei der deutschen Modernisierungskur ist die Balance gekippt. Die Unternehmer- und Verm&ouml;genseinkommen stiegen von 2000 bis 2014 vier Mal so stark wie die L&ouml;hne. Fast jeder dritte Erwachsene besitzt nichts, oder nur Schulden. Wer arbeitslos wird, muss von sehr wenig leben. Der Aufstieg &uuml;ber Bildung gelingt schwerer als fr&uuml;her. In der unteren H&auml;lfte der Gesellschaft fehlt Geld f&uuml;r vieles.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kommentar-fuer-einen-neuen-kurs-1.2890227\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Thema &bdquo;Umverteilung&ldquo; anzusprechen ist gut. Aber warum bleibt der SZ-Kommentator lediglich auf der Ausgabenseite verharren? W&auml;re es nicht sinnvoll, die Einnahmeseite ins Visier zu nehmen und zu steigern?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Osteurop&auml;ische Arbeitnehmer sollen teurer werden<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission geht gegen vermeintliches Sozialdumping auf dem Arbeitsmarkt vor. &bdquo;Gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit am gleichen Ort&ldquo; &ndash; unter einer Bedingung.<br>\nDie Entsendung von Arbeitnehmern aus osteurop&auml;ischen EU-Staaten nach Deutschland, Frankreich oder &Ouml;sterreich sorgt immer wieder f&uuml;r Streit. Sozialdumping werfen auch hierzulande die Gewerkschaften der ausl&auml;ndischen Konkurrenz vor, wenn sie mit ihren Mitarbeitern Arbeiten in Schlachtbetrieben, auf dem Bau, in der Industrieproduktion oder auch Dienstleistungen im Gesundheits- und Sozialwesen &uuml;bernehmen. Die Europ&auml;ische Kommission macht sich diesen Vorwurf nun zu eigen. In der kommenden Woche will die zust&auml;ndige Sozialkommissarin Marianne Thyssen Vorschl&auml;ge zur Reform der Entsenderichtlinie vorlegen. Ein Entwurf liegt der F.A.Z. Vor.<br>\nThyssen will damit die Arbeitgeber der entsandten Arbeiter zu einer h&ouml;heren Entlohnung zwingen. Zudem sollen Arbeitnehmer k&uuml;nftig h&ouml;chstens zwei Jahre ins europ&auml;ische Ausland entsandt werden k&ouml;nnen. Anschlie&szlig;end m&uuml;ssen sie den heimischen Arbeitskr&auml;ften mindestens gleichgestellt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/osteuropaeische-arbeitnehmer-sollen-teurer-werden-14104365.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Glyphosat<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Verleugnete Tatsachen<\/strong><br>\nStrafanzeige gegen Monsanto, EU-Beh&ouml;rde und Forschungsinstitut. Umweltaktivisten beklagen Betr&uuml;gereien bei Bewertung des Unkrautgifts Glyphosat<br>\nDas Bundesinstitut f&uuml;r Risikobewertung (BfR) sieht sich wegen seiner angeblich fehlerhaften Bewertung des Unkrautgifts Glyphosat mit einer Anzeige der &ouml;sterreichischen Umweltschutzorganisation Global 2000 konfrontiert. Im Visier der Aktivisten stehen au&szlig;erdem der europ&auml;ische Ableger des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto und die Agentur f&uuml;r Lebensmittelsicherheit der Europ&auml;ischen Union (EFSA). Die Vorw&uuml;rfe lauten auf einfachen, schweren sowie gewerbem&auml;&szlig;igen Betrug nach dem Strafgesetzbuch. Die EFSA und das BfR haben sich beide f&uuml;r eine Neuzulassung des Herbizids in Europa ausgesprochen. Am kommenden Montag wird ein von den EU-Mitgliedsstaaten installiertes Expertenkomitee voraussichtlich gr&uuml;nes Licht f&uuml;r dessen weiteren Einsatz bis 2031 geben.<br>\nIm M&auml;rz 2015 wurde Glyphosat von der Internationalen Agentur f&uuml;r Krebsforschung (IARC) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als &raquo;wahrscheinlich krebserregend&laquo; beim Menschen eingestuft (jW berichtete). Das BfR als offizielle EU-Pr&uuml;finstanz kam in der Folge zu einem gegenteiligen Ergebnis und sprach der EFSA die Empfehlung aus, dem Antrag der 22 Unternehmen, die Chemikalie f&uuml;r weitere 15 Jahre vertreiben zu d&uuml;rfen, stattzugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/03-03\/040.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist das schon vorauseilender Gehorsam durch deutsche bzw. europ&auml;ische Einrichtungen gegen&uuml;ber einem US-Konzern &ndash; eventuell wegen bef&uuml;rchteten Schadenersatz insbesondere nach Inkrafttreten des sog. Freihandelsabkommen TTIP?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Studie zu Glyphosat: Mehrheit der Deutschen deutlich belastet<\/strong><br>\nGlyphosat kann &uuml;ber Lebensmittel, Trinkwasser oder den Kontakt in der Landwirtschaft in den K&ouml;rper gelangen. Eine Studie zeigt nun: Ein Gro&szlig;teil der Deutschen ist  mit dem umstrittenen Unkrautvernichter belastet.<br>\nDreiviertel der Bundesbev&ouml;lkerung sind deutlich mit Glyphosat belastet. Das zeigt eine  Erhebung der Gr&uuml;nen-nahen Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung. Die Studie untersuchte Glyphosatr&uuml;ckst&auml;nde im Urin und zeigt, dass die Belastung bei 75 Prozent der untersuchten Menschen um ein F&uuml;nffaches h&ouml;her liegt, als es der Grenzwert f&uuml;r Trinkwasser zul&auml;sst. Ein Drittel der Bev&ouml;lkerung hat demnach sogar eine zehnfache bis zu 42-fache Menge der f&uuml;r Trinkwasser zul&auml;ssigen Grenzwerte im Urin.<br>\nInsgesamt lie&szlig;en sich bei 99,6 Prozent von insgesamt 2009 Probanden eindeutig  Glyphosatr&uuml;ckst&auml;nde nachweisen. Die h&ouml;chsten Belastungen zeigten sich bei Kindern im Alter von 0 bis neun und Jugendlichen von zehn bis 19 Jahren, nach Berufsgruppen vor allem bei Landwirten. Studienteilnehmer, die Fleisch konsuieren, wiesen h&ouml;here Belastungen als Vegetarier und Veganer auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/section\/gesundheit-und-verbraucherschutz\/news\/studie-zu-glyphosat-mehrheit-der-deutschen-deutlich-belastet\/\">EurActiv.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>AfD<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Zu Lasten der kleinen Leute<\/strong><br>\nDie Alternative f&uuml;r Deutschland pr&auml;sentiert sich gerne als Anwalt der Schw&auml;chsten &ndash; das Gegenteil ist der Fall.<br>\nIn ihrem Kampf gegen die Zuwanderung pr&auml;sentiert sich die &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; (AfD) zuweilen als Partei der kleinen Leute. &bdquo;Die Zuwanderung geht zu Lasten der Schw&auml;chsten in Deutschland, vor allem zu Lasten der deutschen Arbeitslosen&ldquo;, sagte AfD-Politiker Alexander Gauland. Zweifel an der Positionierung als Anwalt der Benachteiligten n&auml;hrte aber nicht nur der &ndash; inzwischen ausgestiegene &ndash; AfD-Mitbegr&uuml;nder Konrad Adam. Er spielte im Jahr 2006 mit dem Gedanken, den &bdquo;Inaktiven und Versorgungsempf&auml;ngern&ldquo; das Wahlrecht abzuerkennen &ndash; also unter anderem Rentnern und Arbeitslosen. Auch die wenigen konkreten &Auml;u&szlig;erungen der AfD zu sozialen und wirtschaftlichen Fragen lassen sie nicht als Partei der kleinen Leute erscheinen. Ein &Uuml;berblick.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/afd-zu-lasten-der-kleinen-leute,1472780,33912204.html%20\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Das ist in der Tat das Elend der aktuellen politischen Situation, die Menschen unterst&uuml;tzen in ihrer Wut &uuml;ber die Zumutungen des Neoliberalismus genau die Falschen. &Auml;hnlich die Situation in den USA mit Trump. Darin manifestiert sich aber auch gerade in Deutschland ein Versagen der politischen Linken, die nicht in der Lage ist den wachsenden Unmut und die Entt&auml;uschung &uuml;ber die soziale Polarisierung und die fortgesetzte Privilegierung der Reichen und Superreichen aufzugreifen und in die richtigen Bahnen zu lenken. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Populismus ist notwendig<\/strong><br>\nDie belgische Politikwissenschaftlerin und Post-Marxistin Chantal Mouffe forscht seit Jahrzehnten zu Populismus. Im Gespr&auml;ch mit Julia Korbik fordert sie, Europas Rechtspopulisten mit linkspopulistischen Mitteln zu schlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/chantal-mouffe\/7651-einfluss-von-populismus-in-der-europaeischen-union\">the europeen<\/a><\/p>\n<p>Und nochmals:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31725\">Eine Besprechung des Buches von Chantal Mouffe und ein paar weiterf&uuml;hrende Gedanken<\/a> <\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16524\">Zum radikalen Neoliberalismus der AfD: K&ouml;nnen Marktradikale und Nationalchauvinisten eine &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; sein?<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Aufstieg der AfD<\/strong><br>\nAm 13. M&auml;rz finden Landtagswahlen in Baden-W&uuml;rttemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt statt. In allen drei Bundesl&auml;ndern kann die AfD Umfragen zufolge damit rechnen, in den Landtag einzuziehen. Und die &raquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&laquo; wird zu einem starken Faktor der politischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse, weil sie vermutlich zweistellige Ergebnisse erreicht und in Baden-W&uuml;rttemberg und Sachsen-Anhalt sogar zur Sozialdemokratie aufschlie&szlig;t.\n<ul>\n<li>In Baden-W&uuml;rttemberg k&ouml;nnen die Gr&uuml;nen laut ARD-Vorwahlumfrage mit 32 Prozent st&auml;rkste Kraft werden und ihre Position ausbauen (Wahlergebnis 2011: 24,2 Prozent). Die CDU setzt ihren Abstieg fort und kommt auf 28 Prozent (Wahlergebnis 2011: 39,0 Prozent). Auch die SPD verliert weiter und kann nur mehr mit 13 Prozent der Stimmen (Wahlergebnis 2011: 23,1 Prozent) rechnen. Die AfD erreicht ebenfalls 13 Prozent. Die FDP kommt auf 8 Prozent (Wahlergebnis 2011: 5,3 Prozent), die Linke auf 4 Prozent (Wahlergebnis 2011: 2,8 Prozent). F&uuml;r die sonstigen Parteien votieren 2 Prozent.<\/li>\n<li>In Sachsen-Anhalt kommt die CDU den Umfragen zufolge auf 31 Prozent (Wahlergebnis 2011: 32,5 Prozent). Die Linke verliert leicht und f&auml;llt auf 21 Prozent zur&uuml;ck (Wahlergebnis 2011: 23,7 Prozent). Die AfD &uuml;berholt mit 19 Prozent die Sozialdemokratie. Die SPD selbst kommt nur noch auf 15 Prozent (Wahlergebnis 2011: 21,5 Prozent). Die Gr&uuml;nen erreichen 5,5 Prozent (Wahlergebnis 2011: 7,1 Prozent) und die FDP 4,5 Prozent (Wahlergebnis 2011: 3,8 Prozent). Die sonstigen Parteien liegen in der Umfrage bei 4 Prozent.<\/li>\n<li>In Rheinland-Pfalz kann die CDU leicht zulegen und kommt auf 36 Prozent (Wahlergebnis 2011: 35,2 Prozent). Die SPD verliert leicht und erreicht 34 Prozent (Wahlergebnis 2011: 35,7 Prozent). Die AfD kommt auf 9 Prozent. Auf die Gr&uuml;nen entfallen 7 Prozent (Wahlergebnis 2011: 15,4 Prozent). Die FDP erreicht 5 Prozent (Wahlergebnis 2011: 4,2 Prozent) und die Linke 4 Prozent (Wahlergebnis 2011: 3,0 Prozent). Die sonstigen Parteien kommen auf 5 Prozent.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/aufstieg-der-afd\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Uuml;berreste deutscher Entwicklungshilfe<\/strong><br>\nNachdem die Taliban vergangenes Jahr Kundus &uuml;berrannten und erst nach tagelangen K&auml;mpfen wieder vertrieben werden konnten, sind 13.000 Familien Fl&uuml;chtlinge im eigenen Land. Offizielle deutsche Entwicklungshilfe gibt es hier derzeit nicht &ndash; immer mehr machen sich deshalb auf den Weg nach Europa. (&hellip;)<br>\nHat die Bundesregierung Kundus wirklich im Stich gelassen? Das B&uuml;ro der GIZ, der staatlichen deutschen Gesellschaft f&uuml;r Internationale Zusammenarbeit, liegt in einem ruhigen Villenviertel am Stadtrand von Kundus. Nach langem Klopfen &ouml;ffnet sich schlie&szlig;lich eine Luke. Der W&auml;chter ist kurz angebunden. Alle Deutschen seien weg, die afghanischen Mitarbeiter nicht zu sprechen.<br>\nAuf Nachfrage best&auml;tigt die GIZ in der Nachbarprovinz Baghlan, dass ihre deutschen Mitarbeiter auf unbestimmte Zeit aus Kundus abgezogen wurden. Was noch ausstehende Projekte angehe, so gelte die Devise: Erst m&uuml;sse die Regierung Sicherheit garantieren. Sicherheit sei die Voraussetzung f&uuml;r plangem&auml;&szlig;en Aufbau. Mohammed Safi sieht das ganz anders.<br>\n&ldquo;Es gibt seit Langem eine gewaltige L&uuml;cke zwischen dem, was Deutschland uns versprochen hatte und was es wirklich eingehalten hat.&rdquo; (&hellip;)<br>\n&ldquo;Die Deutschen haben mir offen mitgeteilt: Wir setzen die meisten unserer Projekte deshalb aus, weil die Sicherheit so schlecht ist. Mein Gegenargument war: Je weniger Deutschland Hilfe leistet, desto unsicherer wird es, desto mehr Fl&uuml;chtlinge werden wir im eigenen Land bekommen und desto mehr Afghanen werden sich auf den Weg nach Europa machen.&rdquo;<br>\nEin Gegenargument, das sich aus heutiger Sicht schwer widerlegen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/afghanistan-ueberreste-deutscher-entwicklungshilfe.799.de.html?dram:article_id=347518\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Proteste nach Ermordung von Aktivistin Berta C&aacute;ceres in Honduras<\/strong><br>\nReaktionen in Lateinamerika, Europa und den USA. Unabh&auml;ngige Untersuchung gefordert. Kondolenzen auch von Leonardo DiCaprio und Naomi Klein<br>\nDie Ermordung der international bekannten und mehrfach ausgezeichneten indigenen Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Berta C&aacute;ceres in Honduras hat Proteste in den USA, Europa und Lateinamerika provoziert. (&hellip;)<br>\nNach dem Mord an C&aacute;ceres scheinen auch US-amerikanische Institutionen und Regierungsstellen ihren Druck auf die honduranische Regierung zu verst&auml;rken, damit diese gegen die Straflosigkeit vorgeht. Unter den ersten, die auf den Mord an reagierten, war der US-Botschafter in Honduras, James D. Nealon. In seiner Pressemitteilung vom 3. M&auml;rz hei&szlig;t es: &ldquo;Wir verurteilen dieses entsetzliche Verbrechen aufs sch&auml;rfste. Die Vereinigten Staaten von Amerika fordern eine z&uuml;gige und genaue Untersuchung dieses Verbrechens und die volle H&auml;rte des Gesetzes gegen&uuml;ber denjenigen, die daf&uuml;r verantwortlich sind.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDas Ausw&auml;rtige Amt in Berlin &auml;u&szlig;erte sich auf Nachfrage von amerika21 bislang nicht. Amerika21 hatte das deutsche Au&szlig;enamt gefragt: &ldquo;Wird die Bundesregierung diese Gewalttat im bilateralen Kontakt mit Honduras &uuml;ber den in der Bundestagsdrucksache 18\/2223 benannten &ldquo;intensiven politischen Dialog&rdquo; thematisieren und sieht die Bundesregierung angesichts weiterer F&auml;lle von Ermordungen von Gegnern industrieller Gro&szlig;projekte &ndash; vor allem des Staudammprojektes Agua Zarca &ndash; die Notwendigkeit weiterer Schritte gegen&uuml;ber der Regierung und\/oder den Justizbeh&ouml;rden des mittelamerikanischen Landes?&rdquo;<br>\nDas deutsche Maschinenbauunternehmen Voith, das an dem Staudammprojekt Agua Zarca in Honduras beteiligt ist, gegen das C&aacute;ceres Proteste organisiert hatte, schrieb auf Amerika21-Anfrage: &ldquo;Voith verurteilt jede Art von Gewalt und ist betroffen &uuml;ber die Ermordung von Berta C&aacute;ceres. Wir setzen darauf, dass die Ermittlungsbeh&ouml;rden in Honduras dieses Verbrechen so schnell wie m&ouml;glich l&uuml;ckenlos aufkl&auml;ren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/03\/146660\/ermordung-caceres\">amerika21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H.:<\/strong> &Uuml;ber die Stellungnahme des US-Botschafters in Honduras mache sich ein jeder seine eigenen Gedanken. Das bisherige (Nicht-) Verhalten unserer Regierung stand zu erwarten. Was die vielfach geforderte Aufkl&auml;rung des Mordes und insbesondere die Ermittlung der Auftraggeber angeht, so ist wohl davon auszugehen, dass die honduranischen Beh&ouml;rden einen &auml;hnlichen Enthusiasmus an den Tag legen, wie die mexikanischen im Fall der 43 verschwundenen Studenten von Iguala.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das B&uuml;ndnis von Mob und Elite benennen<\/strong><br>\nDie Ereignisse von Clausnitz haben in weiten Teilen der Bev&ouml;lkerung Emp&ouml;rung ausgel&ouml;st; allerdings fallen die Urteile sehr unterschiedlich aus, wenn man zu den Ereignissen auch den staatlichen Umgang hinzurechnet. Wenn man von der gesamtgesellschaftlichen Reaktion auf Clausnitz eines lernen kann, dann dies: Rassismus in Form eines Pulks von Dorfnazis ist gesellschaftlich &ndash; noch &ndash; ge&auml;chtet; der, in seiner Wirkung oft sehr viel fatalere, Rassismus aber in den dahinterliegenden gesellschaftlichen, staatlichen wie zivilen Strukturen wird kaum noch als solcher benannt, zumindest ist eine solche Benennung weit weg von einem gesellschaftlichen Konsens.<br>\nDie Gr&uuml;nde hierf&uuml;r sind unterschiedlich und reichen von Unkenntnis und fehlender Empathie bis zu einem aggressiven Staatsrassismus, in dessen Vorstellung bittesch&ouml;n auch das Gewaltmonopol gegen&uuml;ber Gefl&uuml;chteten &ndash; in welch widerlicher Weise es auch ggf. ausge&uuml;bt wird &ndash; immer noch beim Staat zu liegen hat. Unter diesen Vorzeichen ist die wahrgenommene Emp&ouml;rung zu relativieren; das, was gesellschaftlich ge&auml;chtet wird, ist dann nicht mehr viel.<br>\nEtwa 20 Menschen, geflohen und aktuell so etwas wie &ldquo;heimatlos&rdquo; (von mittellos mal ganz zu schweigen), und schon damit ohne Frage in einer um Gr&ouml;&szlig;enordnungen massiveren existentiellen Not als alle &ldquo;UreinwohnerInnen&rdquo; des Erzgebirges, werden in ihre neue Unterkunft nach Clausnitz gebracht. Dort wird der Bus von etwa 100 Menschen (im Wesentlichen: M&auml;nnern) blockiert, umringt, mit Sprechch&ouml;ren belagert. Zwei Stunden lang. Die Situation macht bereits beim Zuschauen Angst, aber 104 Sekunden auf YouTube sind ein Sahneschlecken gegen&uuml;ber 120 Minuten im Bus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47600\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>SPD-Chef Sigmar Gabriel ist im Revier auf der Suche nach Verb&uuml;ndeten<\/strong><br>\nSigmar Gabriel sucht bei der NRW-SPD Verb&uuml;ndete f&uuml;r seinen &bdquo;Solidarpakt f&uuml;r Deutschland&ldquo;. SPD-Chef: Union falle Kanzlerin Merkel in den R&uuml;cken.<br>\nIm &bdquo;Maschinenraum der Sozialdemokratie&ldquo;, mitten im Revier, sucht Sigmar Gabriel  Verb&uuml;ndete f&uuml;r seinen &bdquo;Solidarpakt f&uuml;r Deutschland&ldquo;. Bei den  Gelsenkirchener Gespr&auml;chen der NRW-SPD erneuert der SPD-Chef im Angriffsmodus seine Forderung, die Einheimischen bei der Finanzierung der Einwanderer nicht zu vergessen. Die 200 Funktion&auml;re im Pott geben Gabriel dankbar R&uuml;ckendeckung. Die Genossen sind verunsichert: Nicht nur im armen Gelsenkirchen w&auml;chst die Sorge von B&uuml;rgern, wegen der hohen Fl&uuml;chtlingskosten selbst  zu kurz zu kommen.<br>\nEine Woche vor den heiklen Landtagswahlen in Baden-W&uuml;rttemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt betont Gabriel die Rolle der SPD als Partei der kleinen Leute. Seit Wochen stolpern die Genossen von einem Umfragetief ins n&auml;chste. Bei dem bef&uuml;rchteten Desaster am 13.M&auml;rz k&ouml;nnte es auch f&uuml;r den SPD-Chef eng werden. NRW-Bauminister Michael Groschek warnt seine Partei ahnungsvoll vor dem &uuml;blichen Spiel &bdquo;wir gegen uns selbst&ldquo; und wirbt daf&uuml;r, dass Gabriel auch am 14.M&auml;rz in Amt und W&uuml;rden bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derwesten.de\/politik\/spd-chef-gabriel-auf-der-suche-nach-verbuendeten-und-im-angriffsmodus-id11624272.html\">WAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Warum lobt Herr Gabriel zumindest implizit die konservative Bundeskanzlerin? Zu empfehlen ist auch ihm Albrecht M&uuml;llers Text <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31801\">Merkels Popularit&auml;t gr&uuml;ndet auf Vergessen, Ausblenden und dem Wunsch, dazu zu geh&ouml;ren<\/a>.<\/em><br>\nInsbesondere Herr Gabr<em>iel scheint die Wahlkampfstrategie der Unionsparteien vom Getrennt marschieren, vereint <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31491\">schlagen<\/a> nicht zu verstehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wie wir Googles Sklaven wurden<\/strong><br>\nStaatliche Kontrolle ist harmlos im Vergleich zu dem, was Google macht: Der Konzern schafft einen beispiellosen &Uuml;berwachungskapitalismus. Ist dagegen denn gar kein Kraut gewachsen?<br>\nUnl&auml;ngst &uuml;berfl&uuml;gelte Google Apple erstmals seit 2010 als h&ouml;chstbewertetes Unternehmen der Welt. Damals hatten beide Unternehmen einen Wert von jeweils 200 Milliarden Dollar; heute werden sie mit mehr als 500 Milliarden Dollar bewertet. Zwar behielt Google diese F&uuml;hrungsposition nur ein paar Tage lang, doch der Erfolg des Unternehmens hat Konsequenzen f&uuml;r alle Menschen. Warum? Weil Google der Ground Zero einer g&auml;nzlich neuen Unterart des Kapitalismus ist, bei dem die Gewinne aus der einseitigen &Uuml;berwachung und Ver&auml;nderung menschlichen Verhaltens stammen. Was sind die Geheimnisse dieses neuen &Uuml;berwachungskapitalismus, und wie produzieren solche Unternehmen derart atemberaubende Reicht&uuml;mer?<br>\n&bdquo;Den meisten Amerikanern ist klar, dass es zwei Gruppen gibt, die bei ihren Bewegungen im Land regelm&auml;&szlig;ig &uuml;berwacht werden. Die erste Gruppe wird gegen ihren Willen auf der Grundlage eines Gerichtsbeschlusses &uuml;berwacht, der sie zum Tragen einer elektronischen Fu&szlig;fessel verpflichtet. Die zweite Gruppe umfasst alle anderen.&ldquo; Einige werden sagen, diese Aussage sei zweifellos wahr. Andere werden bef&uuml;rchten, dass sie wahr werden k&ouml;nnte. Manche halten sie vielleicht f&uuml;r l&auml;cherlich. Sie ist kein Zitat aus einem dystopischen Roman, auch keine Bemerkung eines Managers im Silicon Valley und nicht einmal eines Vertreters der NSA. Es handelt sich um die Aussage eines Beraters der Kfz-Versicherungsbranche &uuml;ber die Vorteile der &bdquo;Kraftfahrzeugtelematik&ldquo; und die erstaunlich weit reichenden &Uuml;berwachungsm&ouml;glichkeiten dieser angeblich vorteilhaften Systeme, die heute schon eingesetzt werden oder sich in Entwicklung befinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/die-digital-debatte\/shoshana-zuboff-googles-ueberwachungskapitalismus-14101816.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Der lange, lesenswerte Artikel geh&ouml;rt in den Wirtschaftsteil der FAZ und nicht in Feuilleton. Die US-Firmen Google + Co haben bereits die Welt wirtschaftlich und damit politisch im Griff. Zusammen mit der NSA sichern sie Macht der USA erfolgreich ab, ohne das wir uns dagegen wehren k&ouml;nnen oder wollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Beckenbauers B&auml;uerchen<\/strong><br>\nWer bringt im Hause Beckenbauer eigentlich den M&uuml;ll runter? Wer schaut nach, ob noch genug Champagner im K&uuml;hlschrank ist? Und wer windelt diese unsere k&ouml;nigliche Exzellenz und erlauchte Superstarweltmannmamas&ouml;hnchenexistenz? Zumindest seit Robert Schwan Anfang des Jahrtausends im gesegneten Alter das Zeitliche gesegnet hat? [&hellip;]<br>\nIn der heutigen Bild am Sonntag, einem Blatt aus einem Konzern, der ungef&auml;hr zweiundneunzig Ghostdenker im Dienste von Franz Beckenbauer besch&auml;ftigt, gibt der Unantastbare, gibt diese zerebrale Sandd&uuml;ne, angesprochen auf die Millionen, die &uuml;ber sein und Robert Schwans Schweizer Konto 2002 nach Katar geflossen waren, zum besten, er habe davon erst am vergangenen Mittwoch erfahren, und es sei ja &uuml;berhaupt so gewesen: &ldquo;Robert hat mir alles abgenommen &ndash; vom Auswechseln der Gl&uuml;hbirne bis hin zu wichtigen Vertr&auml;gen.&rdquo;<br>\nMan wird dieses Interview f&uuml;rderhin als einen Text w&uuml;rdigen m&uuml;ssen, in dem sich der sogenannte Sportjournalismus zu den H&ouml;hen des absurden Theaters aufgeschwungen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/glosse-beckenbauers-baeuerchen.1346.de.html?dram:article_id=347609\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-31919","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31919","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=31919"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31919\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31931,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31919\/revisions\/31931"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=31919"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=31919"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=31919"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}