{"id":31951,"date":"2016-03-08T09:03:18","date_gmt":"2016-03-08T08:03:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951"},"modified":"2016-03-08T09:03:18","modified_gmt":"2016-03-08T08:03:18","slug":"hinweise-des-tages-2578","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h01\">Es bleiben drei Optionen zur L&ouml;sung der Fl&uuml;chtlingskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h02\">Regierung nimmt T&uuml;rkeis Beerdigung der Pressefreiheit zur Kenntnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h03\">Rechtsruck in Deutschland &ndash; Die Saat des Neoliberalismus geht auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h04\">Soziale Ungleichheit wird als Gesellschaftselixier gepriesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h05\">Springteufel Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h06\">Lizenz zum Pl&uuml;ndern &ndash; Die Freihandelsabkommen TTIP, CETA, TISA &amp; Co.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h07\">Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h08\">Scheitert Hollandes Reform, bleibt Frankreich auf der Strecke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h09\">In Chinas Parlamenten sitzen 218 Milliard&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h10\">Das unendliche griechische Desaster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h11\">Der Versuch, Leiharbeit zu begrenzen und Werkvertragsarbeit einzuhegen, ist gescheitert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h12\">Kommunalverwaltungen: Durch sinkende Attraktivit&auml;t und restriktive Personalpolitik droht &Uuml;beralterung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h13\">Die vielen Nachteile von Ausschreibungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h14\">Geschieht das denen recht, die sich aus dem Solidarsystem gestohlen haben?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h15\">Deutschland verbaselt seine Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h16\">Das Ende der EU: der franz&ouml;sische Beitrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h17\">Der James Bond des afrikanischen Journalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31951#h18\">Zu guter Letzt  &ndash;  Max Uthoff: Gegendarstellung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Es bleiben drei Optionen zur L&ouml;sung der Fl&uuml;chtlingskrise<\/strong><br>\n[&hellip;] Bei allen drei folgenden Optionen ist eine akute finanzielle St&auml;rkung der Lager in den Nachbarl&auml;ndern von Syrien erforderlich, um die Fl&uuml;chtlingssituation dort ertr&auml;glich und zukunftsoffen zu gestalten. Ebenso geh&ouml;ren dazu eine intensive Diplomatie zur Beendigung des Krieges in Syrien und nat&uuml;rlich die h&auml;ufig zitierte Behebung der Ursachen der Krisen, die aber &uuml;ber Syrien hinausgeht und eine Aufgabe f&uuml;r Jahrzehnte bleibt. In der aktuellen Krise haben wir folgende drei Optionen:<br>\n1.Es gelingt schnell, die Grenze zwischen der T&uuml;rkei und Griechenland so zu schlie&szlig;en, dass kaum noch Fl&uuml;chtlinge von S&uuml;dosten her nach Europa gelangen k&ouml;nnen. Erforderlich daf&uuml;r ist ein entschiedener Wille der t&uuml;rkischen Regierung, zu einer solchen &bdquo;wasserdichten&ldquo; &ndash; allerdings rechtlich h&ouml;chst fragw&uuml;rdigen &ndash; Schlie&szlig;ung beizutragen. [&hellip;]<br>\n2.Gelingt dies nicht, k&ouml;nnen europ&auml;ische L&auml;nder &uuml;ber die Visegrad-Staaten hinaus (auch Deutschland) ihre Grenzen schlie&szlig;en. Damit w&uuml;rde der Balkan destabilisiert, weil die Fl&uuml;chtlinge sich neue Wege nach Europa suchten, und Griechenland w&uuml;rde unter der doppelten Last von sozialer Krise und Fl&uuml;chtlingskrise zu einem &bdquo;failed state&ldquo;. [&hellip;]<br>\n3.Wir bem&uuml;hen uns um eine konstruktiv-solidarische europ&auml;ische L&ouml;sung, wie sie etwa die portugiesische EU-Parlamentarierin und &bdquo;Mutter der Lissabon Strategie&ldquo; Maria Joao Rodriguez vorgeschlagen hat, l&ouml;sen die Dublin-Vertr&auml;ge ab und europ&auml;isieren die Fl&uuml;chtlingsfrage. Aus der Grenze in der &Auml;g&auml;is wie der vor S&uuml;ditalien und vor Spanien machen wir beherzt und entschieden eine europ&auml;ische Grenze, organisieren sie technisch und personell mit europ&auml;ischen Geldern und registrieren die Fl&uuml;chtlinge als EU-Fl&uuml;chtlinge. Statt Dublin, das aus geografischen Gr&uuml;nden die Lasten ungerecht zugunsten Deutschlands verteilt hat, bieten wir denjenigen L&auml;ndern, die Fl&uuml;chtlinge aufzunehmen bereit sind, die europ&auml;ische Finanzierung der dazu erforderlichen Infrastruktur an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/gastbeitrag-es-bleiben-drei-optionen-zur-loesung-der-fluechtlingskrise-23670764\">Gesine Schwan in der Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Regierung nimmt T&uuml;rkeis Beerdigung der Pressefreiheit zur Kenntnis<\/strong><br>\nSehenswerte Bankrotterkl&auml;rung: Die t&uuml;rkische Regierung hat die gr&ouml;&szlig;te Oppositionszeitung Zaman unter staatliche Kontrolle gebracht und die Redaktion gest&uuml;rmt. Die Bundesregierung verurteilt die Beerdigung der Pressefreiheit nicht und fordert von den t&uuml;rkischen Partnern auch nicht, die Zeitungs&uuml;bernahme r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen. Man betont nur, wie &ldquo;wesentlich&rdquo; man ganz generell Pressefreiheit findet. Gehandelt wird NICHT. Dem Ausw&auml;rtigen Amt f&auml;llt am Ende noch ein, dass die Situation &ldquo;besorgniserregend&rdquo; sei&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GxuAMJX2ytQ\">jung und naiv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man stelle sich die Reaktion vor, wenn derartiges in Putins Russland passiert w&auml;re. Gerade die deutschen &bdquo;Qualit&auml;tszeitungen&ldquo; nehmen die massive Einschr&auml;nkung der Pressefreiheit in der T&uuml;rkei bestenfalls mit einem Schulterzucken war. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Rechtsruck in Deutschland &ndash; Die Saat des Neoliberalismus geht auf<\/strong><br>\nZweistellige Wahlergebnisse f&uuml;r die AfD &ndash; nein, nicht in Sachsen oder Brandenburg, sondern im Zentrum der Republik. Niedrige Wahlbeteiligung hin oder her: Dass Frankfurt oder Wiesbaden jetzt zu Hochburgen einer Partei wurden, die au&szlig;er Ressentiments nicht viel zu bieten hat, beweist: Die Abgeh&auml;ngten der Republik begehren auf. Die Kapitalismusverlierer verweigern den Etablierten ihre Zustimmung. Und suchen ihr Heil in einer nationalistisch gef&auml;rbten Antwort auf die gro&szlig;e Gerechtigkeitsl&uuml;cke im Land. Das Tragische daran: Die Verlierer der globalen neoliberalen Revolution bek&auml;mpfen sich gegenseitig: Fl&uuml;chtlinge gegen Hartz4-Empf&auml;nger, Niedrigl&ouml;hner gegen Zuwanderer. Als h&auml;tte ihre gemeinsame Armut nichts mit dem skandal&ouml;sen Reichtum der anderen zu tun. Als h&auml;tte eine Hinwendung zum Nationalen je Gerechtigkeit in diesem Land geschaffen.<br>\nDie deutschen Wegbereiter des Neoliberalismus sind die Verlierer von heute: Die SPD hat sich als Vertreterin der Benachteiligten nicht nur durch Gerhard Schr&ouml;der abgeschafft und wundert sich heute, dass ihr Mindestl&ouml;hnchen nicht zum Wahlkampfschlager wird. Und die Christsozialen? Versuchen ihre sozialpolitische Inkompetenz zu kaschieren, indem sie auf den ressentimentgeladenen nationalistischen Zug aufspringen, der nirgendwo anders hinf&auml;hrt als ins gesellschaftliche D&uuml;sterland.<br>\nWer die AfD dauerhaft wirksam bek&auml;mpfen will, darf sich nicht allein in Abgrenzung &uuml;ben. Er muss die soziale Frage neu thematisieren. Er muss die neoliberale Wende der letzten Jahre umkehren; f&uuml;r gerechte L&ouml;hne und gerechte Renten k&auml;mpfen und f&uuml;r ein Steuersytem, dass Arbeit ent- und Kapital belastet. Mindestens.<br>\nVor allem aber muss er den Verlierern der neoliberalen Politikwende klar machen, dass die nationale Option ein Irrweg ist &ndash; und es schon gar nichts bringt, sich gegenseitig die Schuld zuzuschieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/1026694527369487\">Georg Restle via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Soziale Ungleichheit wird als Gesellschaftselixier gepriesen<\/strong><br>\nEs fehlt an Empathie f&uuml;r die Armen in Deutschland, sagt der Vorsitzende des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes im Interview mit Telepolis. Ende Februar ver&ouml;ffentlichte der Verband den j&auml;hrlichen Armutsbericht (Pssst, nicht &uuml;ber die Armut in Deutschland reden, bitte!) und verdeutlichte einmal mehr, unter welchen schlimmen Bedingungen Menschen in Deutschland leben.<br>\nWie in jedem Jahr, so kritisierte auch dieses Mal wieder mancher Vertreter der Medien den Bericht. Tenor: In Deutschland gibt es keine &ldquo;steigende Armut&rdquo;, vielmehr k&ouml;nne man &ldquo;allenfalls von einer wachsenden Ungleichheit&rdquo; reden. Dem h&auml;lt Schneider entgegen, dass es in Deutschland eine Armut gibt, die viele Facetten hat &ndash; man muss nur die Augen aufmachen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47610\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Springteufel Trump<\/strong><br>\nIm Kasperltheater der amerikanischen Vorwahlen punktet Trump am Wochenende erneut, auch der nette Opi Bernie Sanders holt sich weitere zwei Bundesstaaten und bleibt der Wall-Street-Hexe Hillary auf den Fersen.<br>\nAlle anderen Figuren spielen schon kaum eine Rolle mehr und vor allem den Republikanern geht mittlerweile der Arsch auf Grundeis: Der irre Donald watscht die beiden vom Partei-Establishment favorisierten Wettbewerber &ndash; den fr&ouml;mmelnden Hardliner Ted Cruz und den blassen Bush-Z&ouml;gling Rubio &ndash; nach Belieben ab. Und schwafelt nicht nur einen Haufen rassistisches, nationalistisches, obsz&ouml;nes Zeug, sondern sagt auch Sachen, die ans Eingemachte gehen &ndash; wie etwa, dass er mit Putin schon klar k&auml;me und sich &uuml;berhaupt mit ausw&auml;rtigen L&auml;ndern einigen w&uuml;rde, statt permanent Milit&auml;risches zu finanzieren und Krieg zu f&uuml;hren.<br>\nWas dem milit&auml;risch-industriellen Komplex und den Neokonservativen schon einen so gewaltigen Schrecken einjagte, dass sie Trump in einem offenen Brief als nationales Sicherheitsrisiko bezeichnen; die liberale Washington Post bef&uuml;rchtet gar, dass der Springteufel das ganze Theater ruinieren k&ouml;nnte: &ldquo;&hellip;we are two or three bad elections away from the end of NATO, the end of the European Union and maybe the end of the liberal world order as we know it.&rdquo;<br>\nUuuuhhh&hellip;. dann doch lieber Generalissima Killary Clinton , die &ldquo;die liberale Welt, wie wir sie kennen&rdquo;, unl&auml;ngst so wunderbar nach Libyen exportiert hat &ndash; wo sich jetzt der &ldquo;Islamische Staat&rdquo; ausbreitet. Mit dem w&uuml;rde er kurzen Prozess machen, k&uuml;ndigte &ldquo;The Donald&rdquo; indessen schon mal an, und ihn so lange bombardieren, dass danach keine gro&szlig;en Bodentruppen mehr gebraucht w&uuml;rden. Rustikal ist nach wie vor Trumpf bei Trump &ndash; und wenn er sich bei seinen Tiraden mal vergaloppiert, nimmt ihm das unter seinen Fans keiner sonderlich &uuml;bel. Ihn als &ldquo;Flip-Flop&rdquo;-Kandidaten zu outen, der heute dies und morgen das Gegenteil erz&auml;hlt &ndash; &uuml;blicherweise das Ende f&uuml;r jeden Kandidaten &ndash; hilft gegen den Springteufel nicht.<br>\nDass sie ihn nicht zu fassen kriegen, macht den Strippenziehern und Spindoktoren hinter den Kulissen ernste Kopfschmerzen. Trump ist ein Dem\/Rep-Hybrid: f&uuml;r Geburtenkontrolle, Sozialgesetzgebung und Medicare &ndash; das Geld daf&uuml;r will er der Pharmaindustrie abkn&ouml;pfen, der er &uuml;berh&ouml;hte Preise vorwirft; gegen TTIP und aufgeblasene Milit&auml;rbudgets &ndash; den Vertragsfirmen des Pentagon wirft er Abzocke vor: Positionen die der Parteilinie der Republikaner ziemlich zuwiderlaufen. Andererseits setzt er mit seiner Zustimmung zur Folter, der Abwertung von Muslimen und dem Gestus der &ldquo;wei&szlig;en &Uuml;berlegenheit&rdquo; im Kern auf klassische republikanische Themen: &ldquo;Donald Trump&rsquo;s Policies Are Not Anathema to U.S. Mainstream but an Uncomfortable Reflection of It.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47616\/1.html\">Mathias Br&ouml;ckers auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lizenz zum Pl&uuml;ndern &ndash; Die Freihandelsabkommen TTIP, CETA, TISA &amp; Co.<\/strong><br>\nUnter dem Motto &ldquo;TTIP &amp; CETA stoppen! &ndash; F&uuml;r einen gerechten Welthandel!&rdquo; haben am 10. Oktober 2015 bis zu 250.000 Menschen in Berlin protestiert. Die DemonstrantInnen waren aus allen Teilen des Landes angereist. Sie wollen, dass die TTIP-Verhandlungen der EU mit den USA gestoppt und das mit Kanada verhandelte CETA nicht ratifiziert werden. Es war die gr&ouml;&szlig;te Demo seit 12 Jahren in Deutschland. Nie zuvor sind in Europa mehr Menschen zu diesem Thema auf die Stra&szlig;e gegangen.<br>\nDie &ldquo;Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft&rdquo; w&uuml;rde rund 800 Millionen Menschen betreffen und w&auml;re damit eine der gr&ouml;&szlig;ten Freihandelszonen der Welt. Zusammen mit dem ebenfalls zurzeit verhandelten Transpazifischen Abkommen (TTP) w&uuml;rde es einen Gro&szlig;teil des Welthandels umfassen.<br>\nBereits 2014 hatte sich die EU-Kommission mit Kanada auf das Freihandelsabkommen CETA geeinigt, das eigentlich im Mai 2014 noch vor den Europawahlen verabschiedet werden sollte. Nachdem dies &ouml;ffentlich bekannt wurde, verhinderte ein l&auml;nder&uuml;bergreifender Protest bislang die Verabschiedung. &Ouml;ffentlichkeit und EU-Parlament wurden erst jetzt zum Teil &uuml;ber den Inhalt dieses Freibriefs f&uuml;r die Konzerne informiert.<br>\nBereits 1995 gab es Geheimverhandlungen der in der OECD zusammengeschlossenen 29 reichsten Industriel&auml;nder &uuml;ber ein &ldquo;Multilaterales Abkommen &uuml;ber Investitionen&rdquo; (MAI) zum Schutz von Auslandsinvestitionen. Nachdem dies kurz vor Unterschriftsreife am Rande einer ILO-Tagung durch einen Whistleblower &ouml;ffentlich bekannt wurde, konnte das Abkommen durch weltweiten Widerstand verhindert werden.<br>\nDie feministische Soziologin und Globalisierungskritikerin Maria Mies nannte es damals &ldquo;Erm&auml;chtigungsgesetz f&uuml;r die transnationalen Konzerne zum pl&uuml;ndern&rdquo;. Dessen Ziele wurden jedoch weiterverfolgt. Die Durchsetzung einer weltweiten Liberalisierung von Handel und Dienstleistungen im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO scheiterte bislang am Widerstand aus den Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern des globalen S&uuml;dens. Daher wurden zun&auml;chst vermehrt bilaterale Freihandelsabkommen abgeschlossen.<br>\nAllein Deutschland hat &uuml;ber 130 bilaterale Freihandelsabkommen mit Investitionsschutzklauseln abgeschlossen. Weltweit gibt es mehr als 3000. Deren gravierende Folgen f&uuml;r die Menschen in anderen L&auml;ndern sind bezeichnender Weise hier in den Metropolen und auch in der Bewegung gegen TTIP und Co weitgehend unbekannt &ndash; es betrifft uns ja nicht?<br>\nWas mit TTIP und CETA wirklich auf uns zu kommt l&auml;sst sich erahnen, wenn wir uns das Freihandelsabkommen NAFTA zwischen den USA, Kanada und Mexiko anschauen. Nicht ohne Grund war der Zeitpunkt des Inkrafttretens des Freihandelsabkommens NAFTA am 1.1.94 auch der Beginn des zapatistischen Aufstands in Mexiko.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/403\/ttip.php\">grasswurzelrevolution<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine Zwischen&uuml;berschrift des Artikels lautet: &bdquo;Das Ziel der Freihandelsabkommen ist es, weltweit alle Lebensbereiche der kapitalistischen Verwertungs- und Profitlogik zu unterwerfen&ldquo;. Dem ist nichts hinzuzuf&uuml;gen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Monsanto: Klage gegen den Staat Kalifornien, weil dieser Glyphosat auf die Liste der giftigen Chemikalien setzen will<\/strong><br>\nGlyphosat steht nicht erst seit gestern in der Kritik. Das Pflanzengift als Komponente des vom Konzern Monsanto vertriebenen Herbizids Roundup gilt vielen als Paradebeispiel f&uuml;r skrupellose Konzerninteressen.<br>\nNun soll Glyphosat zudem in die Liste der giftigen Chemikalien, der Proposition 65, im US-Bundesstaat Kalifornien aufgenommen werden. Ein Vorhaben, das dem Konzern nat&uuml;rlich nicht gef&auml;llt und der deswegen nun den Staat Kalifornien verklagen wird.<br>\nDie Entscheidung Kaliforniens folgte der Einordnung Glyphosats durch die International Agency for Research on Cancer (IARC) der Weltgesundheitsbeh&ouml;rde vom M&auml;rz 2015 als &bdquo;wahrscheinlich krebserregend (probable carcinogen)&ldquo;. Grundlage f&uuml;r diese Einordnung bildeten &bdquo;begrenzte Hinweise (limited evidence)&ldquo; auf eine Verbindung zwischen dem Pflanzengift und Non-Hodgkin-Lymphom beim Menschen, wie auch &bdquo;&uuml;berzeugende Beweise (convincing evidence)&ldquo; auf eine Verbindung mit anderen Krebsformen bei Nagern.<br>\nBereits im September 2015 gab daraufhin Kalifornien bekannt, dass es Glyphosat in die Liste sch&auml;dlicher Chemikalien, der Proposition 65, aufnehmen werde. Proposition 65 ordnet die Benachrichtungen und Kennzeichnung aller Stoffe an, die Krebs, Geburtsfehler oder andere Fortpflanzungssch&auml;den verursachen und verbietet deren Einleitung ins Trinkwasser des Staates.<br>\nNat&uuml;rlich wies Monsanto die Einordnung von Glyphosat durch die IARC sofort zur&uuml;ck und profitiert nach wie vor davon, dass Roundup weltweit das am meisten eingesetzte Herbizid ist &ndash; auch wenn immer mehr Staaten den Einsatz von Glyphosat teilweise oder in G&auml;nze verbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.konjunktion.info\/2016\/03\/monsanto-klage-gegen-den-staat-kalifornien-weil-dieser-glyphosat-auf-die-liste-der-giftigen-chemikalien-setzen-will\/\">konjunktion<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was im internationalen Rahmen bl&uuml;ht, wenn das TTIP beschlossen wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Russland ist Nato-Kr&auml;ften in Syrien &uuml;berlegen<\/strong><br>\nDas nordatlantische Milit&auml;rb&uuml;ndnis Nato hat der in Syrien eingesetzten russischen Luftwaffe ein hohes Ma&szlig; an Professionalit&auml;t bescheinigt. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FOCUS unter Berufung auf eine vertrauliche Nato-Analyse aus Br&uuml;ssel.<br>\nObwohl die Kampfflugzeuge der russischen Streitkr&auml;fte den Jets der westlichen Allianz zahlenm&auml;&szlig;ig deutlich unterlegen sind, erzielten die Kreml-Piloten bei Eins&auml;tzen gegen das Terror-Netzwerk IS und andere Rebellengruppen insgesamt eine gr&ouml;&szlig;ere Wirkung. Grund daf&uuml;r sei die h&ouml;here Frequenz der russischen Luftangriffe, zitiert FOCUS aus dem Geheimpapier.<br>\nDemnach flogen rund 40 der bei Latakia stationierten russischen Kampfjets zuletzt bis zu 75 Eins&auml;tze pro Tag. Die Luftschl&auml;ge seien &bdquo;pr&auml;zise und effizient&ldquo;. Die Nato-Flotte mit insgesamt 180 Maschinen griff t&auml;glich lediglich 20 Ziele am Boden an. Pr&auml;sident Wladimir Putin, Oberbefehlshaber der russischen Streitkr&auml;fte, will in n&auml;chster Zeit bis zu 140 Kampfjets in Syrien einsetzen. K&uuml;rzlich lie&szlig; er bereits vier hochmodernde Maschinen vom Typ Suchoi Su-35 nach Latakia verlegen. Die Su-35 ist nach Ansicht von Fachleuten den meisten Fliegern aus westlicher Produktion &uuml;berlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/nato-geheimpapier-russland-ist-nato-kraeften-in-syrien-ueberlegen_id_5336051.html\">Focus Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Kalter Krieg 2.0<\/strong><br>\nDer Nato-Oberbefehlshaber in Europa, General Breedlove, sagte vor Kurzem im US-Kongress, die Nato bef&auml;nde sich mitten in einem hybriden Krieg mit Russland. Neben einer Abschreckungstaktik im Baltikum setzt er notfalls auch auf einen Angriff Kaliningrads (&hellip;)<br>\nTats&auml;chlich gilt Russland in der amerikanischen Sicherheitsdoktrin von 2015 als Aggressor, w&auml;hrend die Nato auf dem Treffen in Wales 2014 nicht so weit ging, sondern die &bdquo;aggressiven Handlungen&ldquo; von Russland in Bezug auf die Ukraine verurteilte.<br>\nDie neue US-Sicherheitsdoktrin spricht vom Primat der Politik, erlaubt Abschreckung, wenn und wo n&ouml;tig aber auch Vernichtung von Aggressoren. Im Amerikanischen hei&szlig;t das die Bereitschaft &bdquo;to project power globally&ldquo;.<br>\nWas General Breedlove, zust&auml;ndig f&uuml;r alle milit&auml;rischen Operationen der Nato, zum Nato-Russland-Verh&auml;ltnis im Einzelnen zu sagen hat, kann man nachh&ouml;ren und in einigen amerikanischen und ukrainischen Medien auch nachlesen.<br>\nLaut Breedlove haben die Russen beschlossen, Gegner der USA zu sein. Sie stellten demnach eine &bdquo;langfristige existenzielle Bedrohung f&uuml;r die Vereinigten Staaten von Amerika dar&ldquo;. Zudem brauche die Nato ausreichend Kapazit&auml;t, um n&ouml;tigenfalls die &bdquo;Festung Kaliningrad&ldquo; zu durchbrechen. Schlie&szlig;lich h&auml;tte eine Studie der Rand-Corporation, f&uuml;r die Breedlove h&ouml;chste T&ouml;ne der Wertsch&auml;tzung fand, k&uuml;rzlich herausgefunden, dass die Russen in 60 Stunden das Baltikum einnehmen k&ouml;nnten. So schnell k&ouml;nne die Nato nicht einmal &bdquo;piep&ldquo; sagen, Abschreckung sei daher n&ouml;tig. Denn das Baltikum sei der verwundbarste Punkt in der Nato.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/weltbuehne\/nato-russland-kalter-krieg\/60589%20\">Cicero<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Geht tats&auml;chliche eine Gefahr von Russland oder doch eher von diesem General aus? Die NachDenkSeiten haben die &Auml;u&szlig;erungen von US-General Breedlove stets kritisch begleitet. Hier zwei Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25444\">NATO-Kritik im Establishment<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h04\">Er&ouml;ffnungsstatement des EUCOM-Kommandeurs General Phil Breedlove vor dem Verteidigungsausschuss des US-Senats<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Scheitert Hollandes Reform, bleibt Frankreich auf der Strecke<\/strong><br>\nVier Jahre passierte nichts. Jedenfalls nichts, was &Auml;rger h&auml;tte machen k&ouml;nnen. Bei den wirtschaftspolitischen Reformen, die Fran&ccedil;ois Hollande seit 2012 unternahm, achtete er sehr darauf, ja nicht den Groll der Franzosen zu provozieren. Jetzt, ein Jahr vor Ende der Amtszeit, wagt Frankreichs Pr&auml;sident pl&ouml;tzlich etwas: Da seine bisherigen Mini-Reformen nichts an der strukturell hohen Arbeitslosigkeit im Land ge&auml;ndert haben, versucht er auf den letzten Dr&uuml;cker eine &uuml;berf&auml;llige Flexibilisierung des Arbeitsrechts.<br>\nDamit ist &ndash; endlich &ndash; die Stunde der Wahrheit gekommen. Die Modernisierung des Arbeitsrechts ist nicht nur die letzte Chance f&uuml;r den selbsterkl&auml;rten Reformer Hollande, den Worten Taten folgen zu lassen. Die politisch hochriskante Auseinandersetzung innerhalb seiner linken Mehrheit wird auch eine Kl&auml;rung zwischen zwei Lagern herbeif&uuml;hren, die tats&auml;chlich das ganze Land durchziehen: Einerseits das Lager derer, die Globalisierung und Liberalisierung als b&ouml;se M&auml;chte empfinden, vor denen die Werkt&auml;tigen zu sch&uuml;tzen sind. Andererseits jene, die gerade einen Mangel an Liberalisierung als Ursache f&uuml;r Frankreichs Probleme in der globalisierten Wirtschaft sehen. Hollande schl&auml;gt sich zurecht aufseiten des zweiten Lagers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kommentar-die-festung-muss-fallen-1.2894024\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Lehrst&uuml;ck neoliberaler Propaganda, das alles enth&auml;lt was bereits zur publizistischen Unterst&uuml;tzung der Agenda 2010 zu Papier gebracht wurde und was &uuml;ber die Jahre keinen Deut wahrer geworden ist. &Uuml;berall ist das Scheitern der neoliberalen Politik offensichtlich. Die neoliberale Politik hat ungeheure soziale und &ouml;konomische Verw&uuml;stungen angerichtet, hat ganze L&auml;nder, wie Griechenland ins Elend gest&uuml;rzt und Europas Wirtschaft an den Rand einer Deflation gebracht. Selbst in den USA formiert sich Widerstand gegen die fortgesetzte soziale Polarisierung, gegen die unversch&auml;mte Bereicherung des einen Prozent. Auch der Erfolg der AfD und der Zulauf zu Pegida sind Folgen des Neoliberalismus. Das h&auml;lt einen deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; aber nicht davon ab, von &ldquo;dringend Reformen auf dem Arbeitsmarkt&rdquo;zu schwafeln, und dass &ldquo;das starre Arbeitsrecht&rdquo; in Frankreich &ldquo;seit vielen Jahren Investoren verschreckt&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>In Chinas Parlamenten sitzen 218 Milliard&auml;re<\/strong><br>\nNoch nie gab es so viele Superreiche unter den Abgeordneten des Volkskongresses und des Beraterparlaments. Ihr Verm&ouml;gen w&auml;chst schneller als die Wirtschaft des Landes &ndash; und die Kommunisten umarmen sie.<br>\nNirgendwo sonst kann man derzeit so schnell zum Milliard&auml;r werden wie in China. Das hat der Brite Rupert Hoogewerf herausgefunden. Er ist Herausgeber der j&auml;hrlich in Shanghai erscheinenden Hurun-Reichenlisten. Und ist man in der Volksrepublik erst einmal reich, strebt man offenbar an die Macht. Mittlerweile 117 Volkskongressabgeordnete (NPC) sind im Hauptberuf schwerreiche Unternehmer, Konzernchefs oder Internetunternehmer.<br>\nWeitere 101 Superreiche sitzen &auml;u&szlig;erlich unscheinbar im Beraterparlament. Inzwischen wohnen in Peking 100 chinesische Dollar-Milliard&auml;re. Die chinesische Hauptstadt entthronte damit New York, wo 95 Superreiche wohnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article152967199\/In-Chinas-Parlamenten-sitzen-218-Milliardaere.html\">Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Griechenland: Zerrieben zwischen Fl&uuml;chtlingskrise und Sparpaket<\/strong><br>\nDie EU verlangt von Griechenland, die Au&szlig;engrenzen zu sichern und Fl&uuml;chtlinge gut zu versorgen. Gleichzeitig erlaubt Br&uuml;ssel den Griechen nicht, auch nur einen Millimeter vom Sparkurs abzuweichen. Eine schizophrene Situation.<br>\nViele Griechen empfinden Europas Haltung als heuchlerisch: Auf der einen Seite verlangt die EU von Griechenland vorbildliche Arbeit beim Schutz seiner Au&szlig;engrenzen und der Versorgung von Fl&uuml;chtlingen &ndash; eine komplexe und teure Aufgabe. Auf der anderen Seite besteht es auf der vollst&auml;ndigen Umsetzung der Sparvorgaben. Beides aber geht nicht, zumindest scheint es die Griechen zu &uuml;berfordern.<br>\nEin Beispiel: Derzeit sind wegen Geldmangels nach Informationen von SPIEGEL ONLINE an der Grenze zur T&uuml;rkei nur noch 450 Polizisten stationiert &ndash; 2012 waren es noch 2000 Beamte. Entlang des Grenzzauns patrouilliert ein einziges Polizeiauto.<br>\nEin weiteres Beispiel: Das griechische Gesundheitsministerium hat 3,2 Millionen Euro von der EU Kommission bekommen, um die Versorgung auf den Inseln zu verbessern &ndash; wo der Gro&szlig;teil der Fl&uuml;chtlinge ankommt. Das Geld reicht f&uuml;r lediglich 141 neue (zudem befristete) Stellen, darunter 33 &Auml;rzte, 25 Krankenschwestern und 50 Sanit&auml;ter.<br>\nGleichzeitig wurden in der Schuldenkrise die Mittel in der Gesundheitsversorgung um mehr als 50 Prozent gek&uuml;rzt. Durch den Einstellungsstopp und die Abwanderung von medizinischem Personal fehlen 5000 &Auml;rzte und 15.000 Krankenschwestern. So gibt es auf der Insel Samos, einem der Fl&uuml;chtlingsbrennpunkte, drei Krankenwagen &ndash; von denen wegen Personalmangels aber nur einer einsatzbereit ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-sparpaket-wegen-fluechtlingskrise-kaum-zu-schaffen-a-1075100.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das unendliche griechische Desaster<\/strong><br>\nEs ist nun acht Jahre her, dass Griechenland in eine Rezession geriet und sechs Jahre, dass es einer vom IWF, der EU und der EZB (der Troika) vorgeschriebenen Bailout &ndash;Strategie folgte. Die SYRIZA- Regierung, die im Januar 2015 gew&auml;hlt wurde und mit der man die Hoffnung verband, dass sie aus dem Austerit&auml;tsprogramm aussteigen w&uuml;rde, hat kapituliert und wendet nun die Bailout-Politik an. Die Wirtschaft zeigt keine Zeichen einer nachhaltigen Erholung und befindet sich 2015 wieder in einer Rezession.<br>\nDennoch hat sich 2016 die Lage des Landes durch eine Welle von Fl&uuml;chtlingen und Migranten ungeheuer verschlechtert. Griechenland ist zu einem Transitland f&uuml;r Menschen geworden, die versuchen, &uuml;ber die T&uuml;rkei weiter nach Nordeuropa zu gelangen. 2015 kamen und gingen auf diesem Wege 800 000 Fl&uuml;chtlinge und Migranten. Im Februar 2016 wurden die griechischen Grenzen auf Druck vonseiten &Ouml;sterreichs und anderer L&auml;nder der EU effektiv versiegelt. In der Folge sind Camps voller notleidender Menschen entstanden. Wenn keine humane und rationale europ&auml;ische L&ouml;sung in den kommenden Wochen gefunden wird, k&ouml;nnten der soziale, wirtschaftliche und politische Druck auf das ersch&ouml;pfte Griechenland so unertr&auml;glich werden, dass es zu einer ernsthaften Bedrohung der Beziehungen mit der EU kommen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/das-unendliche-griechische-desaster\/\">flassbeck economics<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/fluechtlingskrise\/fluechtlingskrise-merkel-erhoeht-druck-auf-tsipras-14107561.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So sieht Merkels Humanit&auml;t in der Realit&auml;t aus. Das deutsche Austerit&auml;tsdiktat hat Griechenland in eine soziale und &ouml;konomische Katastrophe gest&uuml;rzt und nun soll Griechenland auch noch f&uuml;r Merkels Fl&uuml;chtlingspolitik den Kopf hinhalten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Versuch, Leiharbeit zu begrenzen und Werkvertragsarbeit einzuhegen, ist gescheitert<\/strong><br>\nDer zweite Referentenentwurf aus dem Arbeitsministerium zur st&auml;rkeren Regulierung von Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen liegt vor. Nachdem die Wirtschaft kein gutes Haar am Erstentwurf von Ministerin Nahles gelassen und Kanzlerin Merkel bereits Entsch&auml;rfungen angek&uuml;ndigt hatte, war klar, dass der zweite Anlauf nur Verschlimmbesserungen bringen w&uuml;rde. Selbst die aber reichen der CSU nicht.<br>\nDer Rohrkrepierer, der Tiger, der als Bettvorleger landet, der Berg, der krei&szlig;t und eine Maus gebiert. An Sprachbildern mangelt es nicht, um das Scheitern ambitionierter oder hochfliegender Vorhaben zu beschreiben. Das Gesetzesvorhaben der Gro&szlig;en Koalition zur st&auml;rkeren Regulierung von Werkvertr&auml;gen und Leiharbeit reiht sich nahtlos ein in die Riege der Flops, und das, obwohl der Erstentwurf schon eher zahm und ohne gro&szlig;e Ambitionen daherkam.<br>\nAls das Arbeitsministerium im November 2015 den ersten Referentenentwurf zur Einhegung der Leiharbeit und gegen eine ausufernde Werkvertragspraxis vorlegte, hagelte es von allen Seiten Kritik. Den Gewerkschaften gingen die Pl&auml;ne nicht weit genug, der Wirtschaft gingen sie viel zu weit. Vor allem der Versuch, Abgrenzungskriterien zwischen ordnungsgem&auml;&szlig;en und missbr&auml;uchlichen Fremdpersonaleinsatz gesetzlich zu fixieren, sorgte bei den Unternehmen und ihren Lobbyorganisationen f&uuml;r erhebliche Unruhe.<br>\nSp&auml;testens als Bundeskanzlerin Merkel den Entwurf daf&uuml;r kritisierte, dass er &uuml;ber die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags hinausgehe und ank&uuml;ndigte, er m&uuml;sse im Dialog mit den Sozialpartnern &uuml;berarbeitet werden, sp&auml;testens da war klar, dass der Entwurf schon vor der Beratung im Bundeskabinett derart zurechtgestutzt werden w&uuml;rde, dass seine sp&auml;tere Wirkung auf dem Arbeitsmarkt wohl nur noch im Bereich hom&ouml;opathischer Dosierungen liegen d&uuml;rfte &ndash; oder darunter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1843\">annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kommunalverwaltungen: Durch sinkende Attraktivit&auml;t und restriktive Personalpolitik droht &Uuml;beralterung<\/strong><br>\nArbeitsbedingungen und Entlohnung im &ouml;ffentlichen Dienst von St&auml;dten und Gemeinden sind alles andere als rosig. Wenn die Arbeit in Kommunalverwaltungen nicht attraktiver wird und sich an den Rahmenbedingungen der Anstellungspolitik nichts &auml;ndert, werden Mitarbeiter jenseits von 55 in wenigen Jahren die mit Abstand gr&ouml;&szlig;te Altersgruppe unter den Besch&auml;ftigten stellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie.<br>\n&bdquo;Die kommunale Verwaltung ist nicht mehr per se ein attraktiver Arbeitgeber&ldquo;, konstatieren die &Ouml;konomen Katrin Schmid und Dr. Peter Wilke in ihrer von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gef&ouml;rderten Untersuchung. Fehlende systematische Personalentwicklung, Entgeltr&uuml;ckst&auml;nde gegen&uuml;ber anderen Wirtschaftsbereichen und die Befristung von Stellen &bdquo;r&auml;chen&ldquo; sich, so die Wirtschaftsexperten. Sie haben zahlreiche Statistiken ausgewertet sowie Interviews mit Vertretern von Kommunalverwaltungen und Personalr&auml;ten gef&uuml;hrt. Ihre Lagebeschreibung, die auch detaillierte Daten f&uuml;r die einzelnen Bundesl&auml;nder bietet, zeigt, dass die Sparpolitik an eine Grenze gesto&szlig;en ist: Weitere Einsparungen beim Personal seien nur noch &bdquo;auf Kosten der Funktionsf&auml;higkeit der Verwaltung&ldquo; zu realisieren.<br>\nNach zwei von Stellenabbau und Privatisierung gepr&auml;gten Jahrzehnten arbeiten heute noch gut vier Millionen Beamte und Angestellte im gesamten &ouml;ffentlichen Dienst in Deutschland &ndash; zweieinhalb Millionen weniger als 1991. In der Kommunalverwaltung im engeren Sinn, das hei&szlig;t ohne Kitas, Sozialarbeiter, Feuerwehr oder Stadtwerke, ist derzeit rund eine halbe Million Menschen besch&auml;ftigt. Recht attraktiv sind deren Arbeitsbedingungen eigentlich nur in einer Hinsicht, zeigt die Studie: Dank sehr flexibler Arbeitszeiten lassen sich Familie und Beruf besser vereinbaren als in anderen Branchen. Diesem Vorzug stehen jedoch diverse Nachteile gegen&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/63056_64004.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die vielen Nachteile von Ausschreibungen<\/strong><br>\nIn der Idealvorstellung einer Ausschreibung wird davon ausgegangen, dass man f&uuml;r einen genau definierten Auftrag mehrere Angebote bekommt und daraus das Beste ausw&auml;hlen kann. Durch den Wettbewerb sollen &ouml;ffentliche Dienstleistungen besser und billiger werden. Zus&auml;tzlich k&ouml;nnen dadurch neue und qualitativ hochwertigere Unternehmen oder auch KMUs zum Zug kommen. Bef&uuml;rworter eines derartigen Wettbewerbs um &ouml;ffentliche Auftr&auml;ge argumentieren damit, dass dadurch die Verschwendung &ouml;ffentlicher Gelder verhindert werden kann und &ouml;ffentliche Auftragsvergaben transparent und fair ablaufen.<br>\nAllerdings entspricht die Realit&auml;t nur selten diesem Idealbild. Prinzipieller Nachteil von Ausschreibungen ist, dass man sich seine Auftragnehmer nicht mehr aussuchen kann, sondern das &bdquo;beste&ldquo; Angebot (abh&auml;ngig von den angewandten Entscheidungskriterien) akzeptieren muss.<br>\nUnter dem sogenannten &bdquo;Diktat der knappen Kassen&ldquo; ist die Versuchung gro&szlig; Ausschreibungen vermehrt als Einsparungsinstrument zu verwenden. Daher haben wir im Folgenden die wichtigsten Gegenargumente zu Ausschreibungen zusammengefasst und mit Erfahrungen &ndash; vor allem aus der Verkehrsbranche &ndash; erg&auml;nzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/die-vielen-nachteile-von-ausschreibungen\/#more-12763\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Geschieht das denen recht, die sich aus dem Solidarsystem gestohlen haben?<\/strong><br>\nIn der privaten Krankenversicherung drohen soziale Verwerfungen. Das liegt daran, dass die Branche zu viele gek&ouml;dert hat, die ins gesetzliche System geh&ouml;ren.<br>\nNur, um die Dinge in ein Gr&ouml;&szlig;enverh&auml;ltnis zu setzen: Als die gesetzlichen Krankenkassen zum Jahreswechsel unter starker &ouml;ffentlicher Erregung ihre Zusatzbeitr&auml;ge erh&ouml;hten, ging es im Schnitt um 0,2 Prozentpunkte. F&uuml;r besser Verdienende bedeutete das eine Kostensteigerung von monatlich acht Euro. Familienangeh&ouml;rige inklusive. Und wer bei einer Kasse war, die mehr wollte, konnte ihr problemlos Lebewohl sagen.<br>\nBei den Erh&ouml;hungen der privaten Krankenversicherung (PKV) geht es um 30 oder 40 Prozent. Deutschlands zweitgr&ouml;&szlig;ter Anbieter verlangt schlagartig bis zu 130 Euro mehr im Monat. Und ein Wechsel zu g&uuml;nstigeren Anbietern innerhalb der PKV ist zumindest f&uuml;r &Auml;ltere so gut wie unm&ouml;glich, da sie &uuml;berall noch viel mehr zahlen m&uuml;ssten.<br>\nGer&auml;t da etwas aus den Fugen, und muss uns das beunruhigen? Oder handelt es sich nur um ein Luxusproblem, ein &Auml;rgernis f&uuml;r die ohnehin besser Gestellten im Land? Geschieht es denen, die sich in der Hoffnung auf Ersparnis aus dem Solidarsystem gestohlen haben, nicht sogar ganz recht, nun auch mal zu bluten?<br>\nTatsache ist: Die Privatversicherer gehen, auch wenn noch nicht alle derart aufschlagen wie die DKV, harten Zeiten entgegen. Zu den Kosten von alternder Bev&ouml;lkerung und medizinischem Fortschritt, die auch das gesetzliche System herausfordern, kommt zweierlei versch&auml;rfend dazu: die Selbstverpflichtung, nicht nur medizinisch Notwendiges zu zahlen, sondern Patienten und &Auml;rzte mit mehr und Teurerem zu begl&uuml;cken. Und die anhaltende Zinsflaute, die pl&ouml;tzlich viel mehr Geld f&uuml;r Altersr&uuml;ckstellungen erforderlich macht als noch vor Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/private-krankenversicherung-geschieht-das-denen-recht-die-sich-aus-dem-solidarsystem-gestohlen-haben\/13058680.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutschland verbaselt seine Energiewende<\/strong><br>\nZu den Erz&auml;hlungen rund um die Energiewende geh&ouml;rt die Behauptung, das Ausland beobachte akribisch und fasziniert, wie die Deutschen dabei sind, ihre Energieversorgung ohne Atomstrom und Klimafrevel zu organisieren. Mancher argumentiert gar, dass das Gelingen oder Scheitern der Energiewende im Kampf gegen die globale Erw&auml;rmung von gr&ouml;&szlig;erer Bedeutung sein als die Endlosschleifen der UN-Klimaverhandlungen.<br>\nAngesichts der real existierenden Probleme beim Umbau des Energiesystems ist allerdings zu hoffen, dass das Ausland nicht zu genau hinschaut. Ein genauer Blick k&ouml;nnte n&auml;mlich ern&uuml;chternd wirken.<br>\nDie Bundesregierung hat jetzt zum vierten Mal Bilanz dieses gro&szlig;en Reformvorhabens gezogen. Interessanter als der am Mittwoch vom Kabinett beschlossene Monitoring-Bericht ist aber die Stellungnahme der vierk&ouml;pfigen, von der Regierung berufenen Expertenkommission. Das Gremium unter dem Vorsitz des Wirtschaftswissenschaftlers Andreas L&ouml;schel ringt sich zwar zu der Aussage durch, die Energiewende komme &ldquo;voran&rdquo;. Allerdings &uuml;berwiegen in der 19-seitigen Zusammenfassung des Berichts bei Weitem die kritischen T&ouml;ne. Angesichts der vielen Defizite sieht die Kommission &ldquo;umfassende Handlungsnotwendigkeiten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-11\/energiewende-monitoring-bericht\/komplettansicht%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der teuerste Strom aller Zeit<\/strong><br>\nBilliger Atomstrom? Dieses M&auml;rchen erz&auml;hlten uns die vier gro&szlig;en deutschen Energiekonzerne &uuml;ber viele Jahrzehnte. Und damit begr&uuml;ndeten sie ihre Atompolitik. Die Folgekosten des AKW-Betriebs wurden komplett ausgeklammert.<br>\nF&uuml;r diese sollten Kinder und Enkel und deren Kinder und Enkel mindestens eine Million Jahre aufkommen. Es galt das Prinzip: Nach uns die Sintflut!<br>\nDoch die L&uuml;ge vom billigen Atomstrom wird von Tag zu Tag offensichtlicher. Auch die D&uuml;mmsten begreifen es allm&auml;hlich. Die vier Konzerne RWE, Eon, Vattenfall und EnBW wollen und werden die Folgekosten ihres Gesch&auml;ftsmodells den Steuerzahlern &uuml;berlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47530\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Ende der EU: der franz&ouml;sische Beitrag<\/strong><br>\nIn einem dramatischen Editorial hat die gro&szlig;e franz&ouml;sische Abendzeitung Le Monde &raquo;den klinischen Tod Europas&laquo; angek&uuml;ndigt, weil es unf&auml;hig sei, geschlossen auf die Fl&uuml;chtlingskrise eine Antwort zu finden. &raquo;Die Historiker werden den Beginn der Aufl&ouml;sung Europas sicherlich auf diese Krise datieren.&laquo; (Le Monde vom 27.2.2016)<br>\nLeider brauchen wir nicht auf das Urteil der Historiker zu warten. Der Zustand ist schon erreicht. Mit desastr&ouml;sen Folgen, nicht nur f&uuml;r das &raquo;europ&auml;ische Projekt&laquo; oder f&uuml;r die EU als Institution, sondern f&uuml;r die V&ouml;lker, die Europa ausmachen, und f&uuml;r jeden von uns als Individuum und B&uuml;rgerIn. Nicht etwa weil diese Union &ndash; deren einziges angeblich noch bleibendes Wirkungsfeld die Organisation des Binnenmarktes ist &ndash; vor allem ein Hafen der Solidarit&auml;t und Demokratie ist.<br>\nSondern weil seine Aufl&ouml;sung unmittelbar noch weniger Demokratie bedeutet (verstanden als geteilte Souver&auml;nit&auml;t der V&ouml;lker), noch weniger M&ouml;glichkeiten, sich den &ouml;konomischen und &ouml;kologischen Herausforderungen der Welt zu stellen, und noch weniger Hoffnung, eines Tages die t&ouml;dlichen Nationalismen zu &uuml;berwinden, wovor die EU uns eigentlich bewahren sollte.<br>\nIn diesem d&uuml;steren Szenario, das naheliegt und das ich teile, taucht &ndash; wie mir scheint und wie in vielen Kommentaren zu sehen &ndash; schrecklicherweise ein Element gar nicht auf: der spezifische Beitrag Frankreichs zu diesem Zustand. Man darf diese Frage zweifellos nicht auf Frankreich reduzieren. Aber ihn zu verschweigen, ist Betrug und eine Verabschiedung von der eigenen Verantwortung. Ich kann das nicht akzeptieren, als europ&auml;ischer B&uuml;rger und als Franzose.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/das-ende-der-eu-der-franzoesische-beitrag\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der James Bond des afrikanischen Journalismus<\/strong><br>\nDer Journalist Anas Aremeyaw Anas enth&uuml;llt seit 15 Jahren Kriminalit&auml;t und Korruption in Afrika. Um harte Fakten zu erlangen, sind ihm Mittel recht, vor denen andere Journalisten zur&uuml;ckschrecken.<br>\nWelche Dimension die neuste Enth&uuml;llung des ghanesischen Journalisten Anas Aremeyaw Anas angenommen hat, wird deutlich beim Interview in der Hauptstadt Accra. Anas erscheint etwas versp&auml;tet am Treffpunkt, daf&uuml;r gleich in mehrfacher Ausf&uuml;hrung. Aus dem Pick-up-Truck steigen drei schlanke Gestalten in feinem ghanesischem Gewand, die Gesichter komplett von Perlenketten und Kapuzen verdeckt. All dies unter den Augen von zwei Polizisten mit umgeh&auml;ngter Kalaschnikow.<br>\nAnas und mit ihm seine Doppelg&auml;nger kommen direkt von einem Untersuchungsausschuss. Dieser wurde von Georgina Wood, der obersten Richterin Ghanas, einberufen, nachdem Anas im September den gr&ouml;ssten Justizskandal in der Geschichte des westafrikanischen Landes ins Rollen gebracht hatte. &Uuml;ber einen Zeitraum von zwei Jahren hatten Anas und sein Team 180 Justizbeamte mit versteckter Kamera dabei gefilmt, wie sie sich bestechen liessen. Unter ihnen sind 34 Richter, 12 davon vom obersten ghanesischen Gerichtshof. Anas gab sich jeweils als Nahestehender von Angeklagten aus und bot Gegenleistungen f&uuml;r ein mildes Urteil an. So wechselten Geldbetr&auml;ge die Hand, einmal auch eine Ziege.<br>\nInsgesamt sind 500 Stunden Filmmaterial zusammengekommen, die Anas zu einem knapp dreist&uuml;ndigen Dokumentarfilm mit dem Titel &laquo;Ghana in the Eyes of God&raquo; verdichtete. Vor der ersten Auff&uuml;hrung im vergangenen Jahr versuchten einige der &uuml;berf&uuml;hrten Richter, den Filmstart mit Klagen zu verhindern, und forderten Anas&rsquo; Inhaftierung wegen &laquo;Missachtung der Institution Gericht&raquo;. Der Generalstaatsanwalt aber erteilte dem Undercover-Journalisten Immunit&auml;t. Tausende B&uuml;rger str&ouml;mten zu den Gratisauff&uuml;hrungen in den beiden Millionenst&auml;dten Accra und Kumasi, und bald gab es nur noch ein Thema in Ghana.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/medien\/der-james-bond-des-afrikanischen-journalismus-1.18706806\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt  &ndash;  Max Uthoff: Gegendarstellung<\/strong><br>\nGut, dass man mit den Ohren nicht blinzeln kann: bei Max Uthoff h&auml;tte man keine Zeit dazu. Wortgewaltig, messerscharf und h&ouml;chst unterhaltsam erz&auml;hlt er seine Sicht der Dinge auf die Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/2684600\/Max-Uthoff-Gegendarstellung--...#\/beitrag\/video\/2684600\/Max-Uthoff-Gegendarstellung--...\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Gro&szlig;artig und zugleich erschreckend. Max Uthoff seziert in der Tat messerscharf die abgrundtiefe Verlogenheit der aktuellen Politikerkaste.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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